Samstag 20. November 1909 Viertes Matt Nr. 273 159. Jahrgang trtdjetni ti-ll- mü Ausnahme beß Sonntags. 1500 1 Hauptgewinn Au,". Epoche erheben wirb . . e Dr. G. Z. von Schulen für die 800 000 ckulerrichtslofen. Roranon« druck tml vertag 6ei Brüdllch« Unweriuäl- - Buch- and Stcinb ruderet 8L Lange, ®icf>en. worben, doch wird sich dessen finanzielle Beteiligung, die sicher zu erwarten ist, schon jetzt ermöglichen lassen, da die Luftschiffbau Zeppelin G. m. b. H. zunächst die für München in Betracht kommenden Anteile übernommen hat. Aehnlich wird sich auch für andere Städte, die jetzt noch nicht berücksichtigt werben konnten, die Möglichkeit bieten, noch nachträglich der Gesellschaft beizutreten, indem sie Aktien erwerben, die jetzt der „Luftschiffbau Zeppelin" übernommen hat. Der Oberbürgermeister von München, Herr v. Borscht, und zwei Hamburger Herren! sind bereits in den Aufsichtsrat gewählt worden. So ist denn nach vielen mühevollen Arbeiten, die besonders auf den Schultern des Direktors Colsmann vom „Luftschiffbau Zeppelin" ruhten, eine feste und sichere Grundlage geschaffen worden, auf der sich, wie wir hoffen und wünschen, ein bis in die fernsten Zeiten ragender Bau als das Wahrzeichen einer neuen für Strickmaschinen Redaktion, ExvedMon und Druckerei: Schul» strane 7 Eroedinon und Verlag. 5L 9tti>afnon:e=s^U2. Tell-Adr^ AnzergerGietzen. übernommen werden, nachdem es mit den Einrichtungen für drahtlose Telegraphie ajy^tattet sein wird. Die nächste Aufgabe der „D. L.-A.-G" wird im Frühjahr 1910 die Einrichtung regelmäßiger Vergnügungs-Vassagierfahrten gegen Bezahlung (über die Höhe des Fahrpreises ist noch nichts b e st i m m t) von Friedrichshafen und von Baden-Baden aus fein. Diese Fahrten sind sowohl Rundfahrten, also etwa von Friedrichshafen über den Bodensee zum Rheinfall oder nach Luzern usw., wie Fahrten zwischen Friedrichshafen und Baden-Baden. Hier in Baden-Baden wird auch als in der ersten Stadt Deutschlands eine Halle bis zum nächsten Frühjahr errichtet sein, allerdings keine massive, sondern nur eine provisorische Längshalle. Außer diesen Fahrten plant man aber auch den Besuch großer de u t sch e r Ver kehrszentren für kürzere Zeit. Man denkt an Städte, in denen Ausstellungen, Kongresse, Festspiele einen großen Fremdenzustrom erwarten lassen, unter benht man sicher genug findet, die sich zu einer mehrstündigen Fahrt im „Zeppelin" drängen. Es ist da gedachr z. B. an Düsseldorf, an München und Oberammergau, an Dresden, Leipzig u. a. m. Von Baden-Baden aus werden natürlich auch Ausflüge in die Umgebung, z. B. nach Mannheim unternommen, wo ein Ankerplatz vorhanden ist. Frankfurt bleibt der Sitz des Vorstandes der Aktiengesellschaft. Die schönen Pläne, hier auch den Verkehrsbetrieb zu eröffnen», rntb der Gedanke, auf einem großen städtischen Gelände bei dem Torfe Schwanheim a. M. eine mächtige, feste Rundhalle yi bauen, in der ständig zwei Schiffe stationiert wären, können leider nicht so schnell zur Ausführung kommen, wie man erst gedacht hatte, da sich wegen der Erwerbung des Geländes durch die Stadt noch^ftiige Schwierigkeiten erheben und wohl erst die Eingemeindung von Schwanheim, vollzogen sein muß. Für den Besuch der obenerwähnten Verkehrszentren ist geplant eine transportable Zelthalle als Unterkunftshalle mitzunehmen, deren Ausbau sich jewells in wenigen Tagen ermöglichen läßt. Was die Kapitalverhältnisse der Deutschen Luft- schiffahrts-A.-G. anlangt, so waren bei i er Gründungsoersammlung die 3 Millionen Mark, die man als notwendige Grundlage festgesetzt hatte, vorhanden und außerdem noch Va Million von Hamburg, die zunächst, bis zum Termin einer Erhöhung des Aktienkapitals, zurückgestellt werden mußte, so daß also Hamburg zurzeit noch nicht finanziell an der Aktiengesell- schuft beteiligt ist. Auch München hat noch keine Aktien er- D«e „•lr&enet LamtttendlSNer- werden dem SlnAPtfifr* viermal wöchentlich beigelegl, das „Krelsblatl fät öcn Urei, Siehrn" »wennal wochriulich Die „LandwlNlchaftllch«, Seit- lrM<"“ erscheinen monatlich zweimal. wegen Adr.-Angabe an ctef*. 1 3”3 Gewinne mX * Fvrtbildungswesen in Frankreich. Der bv- kannte ehemalige französische Handelsminister Jean Cruppi hat soeben ein Werk über die ökonomische Soge in Frankreich vcröfsentlicht: ein Hauptstück in diesem Buch ist der Zukunft Frankreichs gewidmet, der ftanzösischen Jugend. Welck>e AuS- oildung erhalten die 870 000 jungen Leute beiderlei Geschlechts unter 18 Jahren, die in industriellen oder Hcrndels-Unterneh> mungen besckjästigt sind, fragt Cruppi, und beantwortet die Frage durch Zählimg der Schülerzahl in all den technischen und Handels-- schulen, die für derartige junge Leute errichtet sind. Diese Schulen werden von nicht mehr als 20 000 Hörern besucht. Zu diesen stimmen etnxr 50 000 Teilnehmer an Privatbörsen, so daß also die Gesamtzahl der Lernenden 70000, die der Unterrichtslosen 800 000 beträgt. Man kann diese Statistik zu sckyvach und ungenau linden, aber immerhin verzeichnet sie die Tatsache, daß eine ungeheure Menge junger Angestellter und Arbeiter in Frankreich ohne schul mäßige Fortbildung bleibt. Diese Fest- stellung findet Cruppi noch schmerzt icl>er, wenn man sie mit den Verhältnissen in anderen Länder« vergleicht. So bestehen in dem Keinen Dänemark 57 Handels- und 121 Industrieschulen für kunge Leute, die von 22 000 Sckpüern besucht norden. In Deutsch- land aber besuchen 329 656 junge Leute derartige Schulen (Hon- delssckmlen sind hier mitinbegriften) und Staat und Städte lei^t.r dafür eine jährliche Ausgabe von 25 Millionen Mark. Auch in der Schweiz, in Belgien und den meisten anderen Ländern sind diese Verhältnisse besser als in Frankreich: um so nach. w 5060 i Seinen Lotvntb.ok G,t l H ~ Eisenach Metzeim Anzeiger Eeneral-Anzeiger für ©bergen Vie deuiiche Luftichiffahrtsgesellschast. (Von unserem Frankfurter Mitarbeiter.) Frankfurt a. M., 17. Nov. Der 16. November 1909 markiert zugleich den Abschluß -i-ieS Entwicklungsabschnitts in der Geschichte des Zeppelin-Unter- . nehmens und den Beginn einer neuen Epoche: Gestern, am j 11. November, ist in Frankfurt die Deutsche Luftschiff- ihr t- A.-G. gegründet worden, an der sich bereits eine große ITizahl deutsche- Städte beteiligt hat in der Voraussetzung, daß cif dieser festen Grundlage sich das System der Zeppelinschen Ljftfönffe in die Praxis des modernen Verkehrs überführen j laifai wird. Wenn es and) übereilt wäre anzunehmen, daß 8 lü.r nun unmittelbar vor der Pforte eines Zeitalters des Luft- ^kehrS stehen, so kann doch die Bedeutung der gestrigen ®rün* bang kaum überschätzt werden. Denn das Ziel, das die neue titkindtift schon im nächsten Jahre zu erreichen hofft, liegt I b -reits auf dem Wege zur Organisation eines regelmäßigen Pasia- 6 itr* und Frachtverkehrs durch die Luft. Nur durch zahlreiche x längere planmäßige Fahrten lassen sich die nötigen vielseitigen ^attischen Erfahrungen sammeln, auf Grund derer man dann \ b“! noch vorl>andenen Mängel abstellen und das System bis zu btt unumgänglich notwendigen Zuverlässigkeit entwickeln kann. Sie Vornahme solcher zahlreichen planmäßigen Fahrten nach bestimmten Zielen aber wird erst jetzt durch die Begründung Vtx neuen Gesellschaft möglich. Die neue Gesellschaft wird also nne Betriebs gesellschast sein, bereit Aufgabe es ist, den Ver- hchr mit Zeppelinluftschiffen zu betreiben. Diese Schiffe werden b'3t>gcn von der „Luftschiffbau Zeppelin G. m. b. H.", die eine Fabrikations gesellschaft ist. Unb zwar wird die neue Aktien- ^sellschaft das Monopol des Bezuges von Z.-Schiffen in Deutsch- l»tnb besitzen. Das Zeppelinsche Polar-Unternehmen (um hier auch gleich zu erwähnen) ist wiederum eine Sache hr sich, mit dem direkt keine der beiden Gesellschaften etwas dl vun holt. Deck iBetpieb der neuen Aktiengesellsck-aft wird dlnächzt mit zwei Schiften in Angriff genommen, die beide mit feei Motoren ausgerüstet fein werden. Das eine, „Z. 4", hofft ®an bis zum Mai 1910 spätestens fertig zu haben, das andere, Mssen Bau in der für zwei Schiffe eingerichteten, kürzlich in «betrieb genommenen neuen festen Halle in Friedrichshafen sich Allziehen wird, etwas spater — vielleicht bereits mit dem neuen Material, von dem jetzt mehrfach die Rede war, dem Elektro- Sietall. Das Luftschiff ,L. 3" wird vermullich vom Reiche KarlM Komplette $ (5crid)tsfaaL ko. Limburg, 18. Nov. In der letzten Straskammersltzung hier erkannte bad Gericht in. zwei Fällen auf exorbitante Strafen. Ein Dienstmädchen aus Friedberg hatte hinier schwedischen Gardinen im Zuchthaus Ziegenhain tu Hessen-Nasiau eine Kollegin aus Löhnberg a. d. Lahn kennen gelernt. Nachdem fie die Zuchlhausmauern hinter sich hatte, besuchte sie die hübet entlassene Kollegin in Löhnberg und entlockte ihr und ihren Verwandten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen 1H5 Alk. Dai Gericht erkannte auf 2 ^ahre und 6 Vlonate Zuchthaus. — Ein Taglöhner aus (Samberg halte bei dem Lehrer in Holzappel gebettelt unb bet bieler Gelegenheit eine alte Rleiberoürfie ntugehen geheißen. Sechs Nlonate würbe berAlami wegen ber iUetbec- büriie ins Gefängnis geschickt. Außerdem erhält er zwei Wochen £aft wegen des Vetlelits. F. C. Wiesbaden, 18. Nov. Gegen die Erteilung beti Ansiedelungsgenehmigung durch den Landrat von Biedenkopf klagte der Geometer unb Repräsentant ber Grube „Polarstern", Jakob Dönges in Wal lau, Kreis Biedenkopf. Durch das im Abbau begriffene Bergwerk sei das AnsiedAungs- terrain äußerst gefährdet. Die Ausführungen des Landrates, daß es zu einem Abbau nicht kommen werde, da die Mutungen von Kupfer und Schwefelerzen zu gering, überhaupt alle Erz- Darf er dem Landbewohner an Selbstvertrauen fehlen? Auf diese bedeutungsvolle Frage gibt bet bekannte lUeßener Uiiiversitälsprofejsor Dr. Paul Gifevius in tot soeben erschienenen 200. Jubiläuinsausabc des „Land- tofenber für bas Großberzogturn Hessen" (Jal)tgang 1910; _.reiö 25 Pfg., zu beziehen burch alle Buchhandlungen) eine l^enso erschöpsenbe wie erfreuliche Antwort. Es heißt darin ia a.: 6r, b. h. ber schon oft prophezeite Ruin ber Landwirt- sihaft, ist vorläufig noch ausgeblieben, unb mit Nichten liitb die Getreidefelder, die Obst- unb Weinpflanzungen »erschwunben, um weiten Weibeflächen oder brach liegenton, nur noch ber Jagd bienenben, unkultivierten Fluren Äatz zu madjen. Noch zieht ber Pflug Jahr für Jahr t« gewollter Weise seine Furchen, unb gutes Land ist im 3reife gestiegen, geschweige denn, baß es bereits wertlos ükworben fein sollte. Wohl sind die Zeiten für den Land- ir.ann ernst unb gefahrbrohend genug gewesen, aber bas schlimmste ist uns doch erspart geblieben, unb mit neu er- .aachenber Hoffnung kann man der weiteren Zukunft ent» -togensehen. An dieser Besserung der Zeiten hat nicht nur die Verstärkung ber Fürsorge für unsere Landwirtschaft Den feilen der Regierungen unb ber Landstänbe, sondern hoben auch die Landbewohner selbst einen wesentlichen An- nl. In unserer Landbevölkerung steckt ein so gesunder >rn und eine so urwüchsige Kraft, daß diese ihr auch über die letzte Krisis hinweggeholfen haben. Sicher und fittig hat der Landwirt den Weg verfolgt, den Preisverlust byrd) die Steigerung seiner Produktion wett zu machen. Langsam, aber sicher hat man durch Veroesserung der Boden- beflellung, durch die Verbesserung der Düngung und durch cie Auswahl leistungsfähiger Sorten es erreicht, daß man eute weit mehr Zentner Weizen und Roggen, Gerste und tos er, Zuckerrüben und Kartoffeln zum Verkaufe bringen rinn. Die Wissenschaft hat uns in diesem Streben auch ihrerseits tüchtige Mitwirkung geleistet und uns neue Wege oewiesen; das Beste mußte aber die innere wirtschaftliche ü uchtrgkeit des Laudmanns tun, um die neuen Ideen zu er- ifassen und richtig in die Praxis zu übersetzen. Der gleiche Mrgang ljal sich in der Viehzucht abgespielt. Unsere deutsche Landwirtschaft, und die hessische bleibt dabei keineswegs zurück, hat eine so enorme Steigerung b er Produktion gezeitigt, daß sie der prozentischen Steigerung der Volksnah! sogar noch vorausgeeilt ist. Noch lange ist unsere Landwirtschaft nicht an der Grenze ihrer leistungsfähigkeit angelangt; die Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion ist noch immer im Fortschreiten begriffen, immer mehr gewinnen wir unserem Boden und unseren Tieren jährlich ich Produkten ab. Wenn im Kriegsfälle, den wir alle nicht wünschen und erhoffen, ber uns aber in den Netzten Jahren oft genug gedroht hat, die feindlichen Armeen unsere Landgrenzen sperren, wenn die feindlichen F-lotten uns die Zusuhr zur See abschneiden, wir brauchen mit unseren Tieren darum doch nicht Hunger äu leiben. Liese Sicherstellung unsrer Boirsernähtüng für den Cmst- I faJ( kriegerischer Verwickelungen verdanken wir der starken inneren Tatkraft und dem fortschrittlichen Streben unseres inneren Tatkraft und dem sorrschrittlichen Streben unserer ianbbeDoiferung. Auf der Lokomotive. Die „Hilfe" erhielt von „Einens der viel reist" folgende Sufdyrift: Ich fahre int v-Zug von Berlin nach .Köln. SÄvarze Nacht dangt um die Wagen. Dig moisten Fahrgäste haben es lich^bequem penadit und schlaftn ruhig. Unb doch hängt ihrer aller Schicksal ron einem Handgriff ab. Nein, nicht von einem Handgriff, I pudern von einem Mann, der da vorn auf der Loft)motive steht unb in heißer Arbeit, oft selbst keuchend Wie sein Stahlrvß. leine Pftccht erfüllt. Herrgott! was haben die Mensck>en da iom für eine Verantwortung! Die vorbeijagenden Sid>erheils- '°"l‘,0 hikeibeii-iducirnuf «’ooÜicheB VerkiumuU« *' WiederverkOuferieiu* In Giessen: Buchackrr Nimm, Kd- Br. Lil Lnni.; ferner bei: Dan. Babnhofstr., Semmkr. Seltersweg, Gg. Kar Xolk, heiler,Markt^i zeichen nrüffen genau beobachtet, die Kurven überlegt, die Sicherheit geprüft, die Sckmelligkeit gesteigert werden. Und in all diesem Getöse muß er ruhig bleiben, der Führer der Maschine. Von Auge und Hand, von rascl^m und doch zähem Willen hängt die getarnte Fahrsid)crheit ab. Und kommt eine Verspätung von wenigen Mimiken, so strecken sich doohende Köpfe aus dem Wagenfenster und murrende Laute lassen sich hören. Es ist wahrdaftig eine aufregende Sache um den Beruf eines Lokomotivführers. Kein Wunder, daß die deutschen Bahnärzte in Nürnberg im Mai vorigen Jahres sich über die zunehmende Nervosität des Standes berieten. Die Gefahr des Lebenseinsatzes ist bei ihm eine aufeeoorbentlidje. , In wenigen Sekunden entscheidet sich oft sein Sckricksal, und bei den meisten Unglucksfällen erliegt der Mann auf der Maschine zuerst. Desto energijdtcr muß bie Forderung auf möglichste Verkürzung ber Arbeitszeit gestellt werben. Anrüstung der heutigen großen Maschinenkolosse nimmt das Doppelte an Zeit in An> spruch wie früher, unb Heizer und Führer wissen davon zu zählen, wie sich bie Dienstbereitschaft ber Lokomotive verbraudü, unb sein TurchschnittÄebensiltcr beträgt etwa 45 Jahre. Was ihm vor allem not tun würbe, ist eine zusammenhängende Ruhepause in einem regelmäßigen Erholungsurlaub von einigen Wochen. Solche Einrichtungen, bie uni re großen Warenhäuser für ihre Beamten einführen, wirken durck>aus rentabel, denn ein leistungsfähiger, frischer Körper taugt, ganz abgesehen von allen seelisck^n Stinrmunaen, tausendmal mehr, als wenn er bis an die Grenzen seiner Leistungslähigkeit in Anspruch genommen wird. Tie öffentliche Meinrcng Hal Recht intb Pflicht, sich mit ber Lage bet Beamten zu beschäftigen, von denen eid)cr- heil unb Familieriglück ber eignen Reiseorden unmittelbar abhängt. Das sind alles nicht einmal hunurne GedMcken. sonbern ernfaclie Erwägungen bcs privaten Lebinsegvismus. Es ist voll anzuerkennen, baß die Eifeubahirverwaltungen für eins treffliche Sorge getragen haben: für billiges, gutes, warmes Essen. Tenn mit Recht forbetten die Eisenbahnärzte, daß jeder Lokomolip-- beamte täglich einmal nrintn-stens nxirm speisen soll. Freilich können lange nickst alle Lokomotivführer den gewünschten Gebrauch von den Einrickstungen madyen, bie zu ihrem Wohl getroffen sind, unb es bedarf steter Verbesserung im Fahrdienst bei den Umlehrsrationen, im Einteilen der Zeiten für die Benutzung ber Schlafräume, damit das Personal sciircn Dienst kräftig und fteudig tun kann. __________________________ Bohrungen aus waffer im Kro$6orftr Walöe. Zu den Ausführungen des Bohrmeisters Bruns in Nr. 267 unseres Blattes erhalten wir folgende Ertviderung des Bürgermeisters Braun in Krofdorf: Vorab bleibt der erste Mißerfolg der Bohrungen nach Wasser mittels der Wünschelrute in den K'reuzschlagen bestehen denn wenn b.i angesagtem g nüg n en W.'s er für eine -Ortsleitung Krofdorf-Gleiberg (24j Korn, täglich) nur 50—80 Kbm. gefunden worden sind (genaue Angaben sind nicht gemacht und die ganz.e Angelegenheit in em sehr geheimnisvolles Dunkel gehüllt worden), so ist dies ein Mißerfolg, der auch durch den obengenannten Bericht nicht beseiftgt werden kann. Nun noch einige Berichtigungen: Nicht „im Widerspruch mit einem großen Teil der Krofdorfer Bewohner", sondern durch einstimmigen Beschluß der Gemeindevertretung wurden die Bohrungen eingestellt, weil ber Sachverständige, Herr Professor Kaiser Gießen m i t B e st i m m t - heit erklärte, daß an der Bohrstette niemals ein für die Gemeinde genügendes Wasserguan'um erbohrt werden könnte. Der Erfolg hat die Angabe des Herrn Sachver» ständigen völlig bestätigt. Die Behörde hatte die Pflicht, unter allen Umständen vor aussichtsioser A beit und, damit verknüpft, vor unnützen G'ldausgaben zurückzuhallen. Daß ich dies getan, freut mich heute sehr. Ich wäre Herrn Bohrmeister Bruns sehr dankbar gewesen, wenn er auck) mir die „auf 38 Meter eibohrtc reichliche Wassermenge" gezeigt oder wenigstens das Quantum derselben angegeben hätte. Herr Landrat v. Bülow-Bothkamp hatte bei seiner ersten Besichtigung in den Kreuzschlägen die zu erbohrende Stelle selbst angegeben, diese Stelle wurde in seiner Gegenwart genau vermerkt, so daß von einer unrichtigen Bohrstelle ilauschUd VeineW: Btschild j u M irauschild \ beste ftnil Äoletschild Mittel ÄJii IW lafdinalschild) jrunschild wM Veissschild Jta» , — so ist wohl der vorletzte Satz der Aussichrungen de- Herrn Bruns auf^ufassen — gar keine Rede sein kann. Daß die Bohrung „mit einem Erfolg im Rahmen ber Ansage" geendigt habe, ist ein Irrtum des Herrn Bohrmeisters, der aber verzeihlich ist, da derselbe bei der An,age gar nicht zugegen gewesen ist. Selbstredend hat Herr v. Bulow-Bothkamp ander fraglichen Stelle für genügendes WasserqarantiertundzwarineinerTiefevon 20 bis 25 Meter. Aber bereits bei 19 Meter Tiefe müsse mit Vorsicht gearbeitet werden, damit die Wasserader nicht verloren ginge. Auf eine einfad>e Angabe, daß Wasser beim Erbohren in irgend einer Tiefe gefunden würde, hätte sich die G.mcinde sicher nicht eingelasien, noch viel weniger 1120 Mk. für Bohrungen ausgegeben. Sck)ließlich vemerke ich noch, daß nicht der hohe Gchalt des Wassers an Ei,en der Grund der Einstellung der Bohrungen gewesen ist, sondern die geringe Wasseimcnge unb die Enge des Bohrloches, da eine solche Tiefe von vornherein nicht in Betracht gezogen worden ist. Dem Weiterbohcen hätte unbedingt eine Erweiterung des Bohrloches von der Crdoberfläck)e an vorausLehen rnuften. Landwirtschaft. — ssirchgöns, 17. Nvv. Der Geflügel-, Dogei- unb linchenzucht-Verein hielt seine erste Lvkal- Ä u s y c l l u n g ab. Sie würbe durch den 1. Vorsitzenden Gev- Hard m.t einer Ansprack-e eröffnet. Ter Ehrenvonitzende Georg Stvll II. (Bad Nauheim) begrüßte bie zahlreichen Gäste, schilderte die Tätigkeit des jungen Vereins unb forderte die Landwirte auf, sich der Geflügel-, Vogel- u. Kaninchenzucht mehr zu widmen. ZuM! Schluß erwähnte er das hier ausgestellte Geflügel und die Kw- ninchen-Ausltellung, bie dem Verein alle Eyre machen. Als! Preisrichter fungierten Georg Stoll II. und I. Kolter aus Bad Nauheim. Ehrenpreise wurden gestiftet von Reichstagsabg. Graf Oriola, von der Gemeinde Kirchgöns, von bet Gambrinusbrauerer Butzbach, dem B)rstand des Bad Nauheimer Geflügel-Vereins! unb anderen Interessenten. Ehrenpreise erhielten auf Rebhuhnfarbige Italiener Lubw. Gerhard, Hch. Sckmeiber: auf weiße Dyandvttes Hch. Sckmeiber; auf Langsam Haft Beppler; auf Golb-Bantam Wilh. Hofmann, auf Tauben Anton Hammack III. Es wurden noch auf Hasen folgende Ehrenpreise vergeben: Belg. Riesen Wilh. Schepp, L. Gerhard, W. Euler. Aus Silberhasen erh ellen W. Euler, auf Russen-Kaninchen H. Rau, auf Schecke Schiachtzucht L. Gerhard, auf Französische Widder Phil. Knipp. Er erhielten erste Preise auf Rebhuhniarbige Italiener Jak. Hankel. gelbe Italiener H. Röhrig: auf Tauben Ant. Hammack III., Beigeorbneter. Auf Kaninck>en erhielten Preise: Belg. Riesen: L. Gerharb, Karl Langsdorf 1. Preise. Auf Silberkaninchen erhielt 1. Preis Wilh. Euler. Es Wurden noch 2. und 3. Preitz aus Hühner und Kaninchen verteilt. Tie Ausstellung war sehr gut besucht. oBtroi ttet* am faltigen. BrwatdiSkonk) 47t« Prozent. 64 starben an Zusammen: ILnvachsene: un ooin 0008) Hariitplate 11. 1 Lumme 10 ,2, 1 Kauft nur \edt*<• vattee, rdal«>. IaidirBl6»< u*fbr vom ^ooemver - I<-cmt>cr 10 drorem. Fraa >ch*ltL Zcui- uuiueavtfi» > Vörscn-Wochcn bericht, ■ Fran ksurt a. M., 19. Nov Wenngleich es an Anregungen nidit fehlte, nahm daS Ge> schäst arum sdttevvenoen Verlauf, die Grmidst.imnung diarab terttierte sich als durchaus fest. Tie zuvccsid.'tlich.-re Beurteilung der Entwickelung der internationalen Geldmarktlage hat an Boden gewonnen, seitdem die Bank iwn England über steigende i^oldeingänge berichten konnte. Schm vor ad>t Tagen hatte die Bank einen (tolOHtfluß hon einer Million Pfund Sterling zu verzeichne« und injN7isch.ni find weitere Goldbeträge hinzu, gefommen. Angesiars dieser Situotuni erscheint eine Zinsfuß erhöhung auss.efcl loisen. Auch bei uns bat der Geldstand itd) rrfeiditert und bei der RerchSbank konnte std, eine Entlastung der 18. bis 19. November — 4- 1H. , 19. , - - Geborene. Noo. 8. Tem Etteubreder ^odmmes Feldmar ein Heinrich 3obm ne*. — 9. Tem Budrdatier leier ^eitterr Tcxdrer. Glrabeib Emma. — 13. Tem De«anaen.ul miitag* bis 12 L br nachts für dringend«* PAH«* sicher anzatreflro : jD*/,. Dr. Geyer, Seitenweg 61. — I>r. I'loch, Aeterwe^ 34. iteoMrm« kl^otOrJU 6km Hf ei. bah eie oller Art vetrol. UvTwIl Ocisölrn nm uoxiril baneiicn foulen bei J. B. Häuser yieaRobt 56. Zdebbon 660. Roddeimer Sir. 4t. Dcrmifditcs. ■ W aS machendieSvarkasenmitihrem Gelde? Die Wroge, was mit den unaeheu-cen Lummen gci'chieht. die bad sparende Vublikum Dcutichlandi alitährlich in die Loar« kaffe trägt, läht irch wenigstens für Preuhen lercht beaneworten. Tre preuß.ichen Eoarkatten legen dr W d ;um üderwi senden Teile in Ll)votheken an und zwar in steigendem JRane. ZSatenb die Hypotheken tm ?iahre 1902 57,74 Drozenl der Qkiamtanlaaen betrugen, waren sie 1007 schon au! 60,49 Proz gesnegen 3täb’.if±t Hypotheken werden vor den ländl'lchen bahn en:schieden bevorzugt. Die stüdtlschen wu. .n feit 1902 von 34,71 Prozent au» 39,11 Drozent an, die ländlichen dagegen sanken von 23.03 Prozent auf 21,38 Prozent Ter Geiamtbetrag aller vnooib!en belief sich aus rund 5v* Milliarden Mark, wovon die städtislüen Hovor kheken mit 3 712 166 245 Mark, die ländlichen mit 2 029 074 140 Mark beteiligt waren Man siebt, welche Bedeutung die ^var- kaisen für den gesamten Grundbesitz haben. Tos; die Loar- Taffen bei bet Beleihung äußerst vorsichtig zu Serie gehen, zeigt der Umstand, daß sich im Ganzen nur 644 in Zwangsversteigerungen erworbene Grundstücke tm Besitze ber Verwaltung von Sparkassen befinden. *DaSSpanferkelder^erKoginvonHohen- berg. Die 5>cry)gin von Hohenberg, die Gemahlin be5 Thronfolgers Erzherzog Frcmz ^erttnanb, die zurzeit m t ihrem Gatten als Gast des de>itschen staiserS am Berliner Hofe weilt, ist wegen ihrer Einfachheit und Leutseligkeit allgemein beliebt. Ein reizendes G.'schichtchen spielte sich kürzlich vor ihrem Diener Schloß ab. (Elite ein'achc Bauersfrau aus Lberösterreich war vor dem Schlosse erschienen, um der Herzogin ein Heines Spanferkel zum G.'schenk zu überbringen Tie brave Bäuerin, die das quiekende Ldrwein^ chen unter dem \lrm hielt, verlangte auf jeden Aall Zutritt zu der Gemahlin dos Thronfolgers, die Wache wollte sie jedoch nicht einlassen. Es Lab einen großen Lärm, denn die Bauersfrau verfugte über eine nichc sehr zarte Stimme, und ber Wadurosten wurde gleichfalls laut, während ba$ Ferkel marferfd)üttcrnb quietschte. Tie Herzogin, die gcra c iiir Ausfahrt gerüstet tvar, hörte den Lärm und begab sich hinaus. Als sie die Ursache ernthr, lachte sie herzlichst und führte die Bäuerin selbst in das Schloß, um ihr für ihr Geschenk zu danken. Hoch erhobenen Hauptes verließ die brave Bmiersfrau eine Viertelstunde später den Prveuuci'.g für die heimische Industrie, da- man an der Börte yi würdigen nructr, rar der Abschluß ber preusuchen Staaiseriendahnen mn dem Ltahlwerlsverdanlte. Denn die für die Lreierunzen bis Avr.1 1912 gült gen Preise auch hinter ber bisher Geu^'un lurirdbleiben "ber Grundpreis für Schienen war in Dem bi5 Ipril n. I abgeschlossenen Vertrage auf 121 Mark festgesetzt, während er nach den nnien "3bmad.inigen nur 116 Mark betrogt, so gewähren tne Lieierunaen doch immer noch attr* S0rt.1l als LuSlandsausrröze und btf Beichäittgung der einigten Serie wird erheblich vermehrt. Man erwartet aufrrr» >-m, daß ber Äbschluß der StaaisdahnveNvalcung auch die mit Besrellungcn noch ^^embai PrioantnterncbmunLen »um Aus- geben ihrer Zurückhaltung veranlassen wird solche Betrach. runqen »uhNen einigen Industriepapreren nneber erhöhtes Int.iesie zu, wodurch ber festen Tendenz eine wesentliche Stütze gegeben war. Emen besonderen Halt gab auch bie Newoarker Börse, wo bie Aufwörtsbewegung sich behauptete. Weniger günfr.gc Berfas'ung zeigte die londoner Bors«, wo ber anhaltende Kursrückgang ber Gvldmuenwerte stark öeritimmte. Audi hier seigtt man daraufhin erhöhte Zurückhaltung, mdelien konnte sich daö Sursnioeou etwas heben. Ac.^ünstmt waren nament- lich Banken, Montanwerte unb andere )ndustricvaviere: auch heimische und fremde Fonds konnten sich tedtocife bt» Fugenlose Trauringe in nllcn -r Äl! । i 1.1 agrn. dir un •Äitt Ada« । Borl R|Oi »«• «infrieri ■ SaiütuM von I- CBPIWW K htaxr rsrchzogcn WC 11gqd-loi tn i’ 7. 1 .. uUD mit !«»»< in. ®it idiltdi« ii eia V3.ii einen ei -t. Eo aud) ditsei >Mz. zcbxtr^- btl 'Tu il f ? t Kdtuuia in r.x Um tute rMäi im tDafirenh tcilcflui buxi vckiilidit 3t NüflL Ti- s6ltci(il >-*83 bei schsM .»n.:,i Das Cei :t; :t M Etil eti iji . ■ 8 r:'5r f-donbert i < MUzu jaxdi Ltnajücm ttx Äti! pteu^j oeianlaet vor La u jltdiuung gef tfiiuiutcruuftca, 13n*4ffmeitunocn nit ie kiitiigcn uuitallai ÄW4v. 2läü,ijchcs Q Weltbekannt Christbaum - Engel^cläutc Bll der Geburt Chrtatl Br. 5 fMt all« O»lleta, »u Aavf1hrvc< an belAAft. ftte/'.iij’ SalMfM tat ut’j icial u d Ulla f»n »■ tartlees, k&Aa'tarucl b -a)ua M-**U ba:««rtali*. alao «jn wi.eltc* Mae f h ark )*t-a Chr-.e^T« IkBete di«' K-nteo ar<»a vAex »cd eia feUrlirbea, h*;r.. *_L«e üe BeU. Preis per Stück nnr Mk. 1.25. Bei vert*dr «Um xel>i|O|qi| H 5 'S c - Z t ?r?j ! 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B-äuser, AscyhMdlting NodHeimer Strane 42 6128 Ncui.adt 56 arke auf der Mi1 Tag dsiüMkWM teere Fiip-M und Schaufln Turngeräte 6214 Moritz Srsgori L Sohn • Sishsn rund mit drehbarem Fleischgestell, beste und praltischste Räucherei (über löO Stück bereits verlaus!) empfiehlt Puppenwagen Sportwagen Puppenköchen und -Zimmer Großen-Linden, am 18. November 1909. Gtoßh. Bürgermeisterei Großen-lAnden. Leun. (Zweigverein (Siebent Montag. 22. dtovcmbcr. adcndS 8'/, Ubr, im großen Hörsaal des UmversitätSgebaudeS (alte ’21ula) Lieh t bilder-V ort rae von Professor Uender aus Frankfurt tu !L; „LMe geologische Entwickelung des Vo^e!*5bergcsa. Eintrittskarten zu 30 Pig. daS Stück, finb bei den Herren r. A. Jaber, ^lvssen zu l-alten. In allen der Kälte beionders -usgesebten Gebäudeteilen bietet die Umhüllung der Nähren, < ent de ujw. mit schlechten Wärmeleilern, wie Jute, Wollenzeug, oder Holz, einen empfehlenswerten Schub gegen das Ein- ieren. Wo auch dieses Mittel nicht ausrerchl, wird es not- cndig, während der Nacht das Hauptabiperrventil zu schließen iib tue Hauptleitung im Innern des Gebäudes abends zu ent» (Een. Um eine vollständige Entleerung zu erwirken, ist es ge- L11cn, während derselben das tu dem obersten Stockwerk bed »auico Uifui6lidic Zaviventil der Hausleitung oircit zu hnltciu Das ^dilicncu des Hauvtabiverr.,ahneö urfotgt durch Drehung des Schlüisets im Smne eines Uhrzeigers, bis Wider- liuitb erfolgt. Das Oessne n geschieht durch Drehung un ent- ^gengeietzten Sinne, bis Widerstand erfolgt. Lor dem Wieder- omaiien des Wassers ist das Entleerungsventd sorgiälna wieder 1 in schließen. Besondere Aufmerlsamkeit ist dem Frostschutz von 'ißaUmnelietn zu schenken, da alle Unterhaltung und Er- neuerungskosten der Messer, welche nicht durch ordnungsmäßige illiiubung veranlaßt worden sind, dem Abnehmer zur $ia|t jaden Liti) ihm ut Rechnung gestellt werden. Einwinterungen, Reparaturen und Auktanungeu von vauöwasscrtcitunacn werden am zweckmäßigsten und itpucUucn i du dcuicnigen ^»unatlatlondacicha tcu bciocat, welche die betr. ixmswassertcituugeu t. ;*t. auegeiüvrt baden. tb /u Gießen, 19. Nov. 1909. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Bilder- und Erzählungsbücher Eröffnung dar Weihnachts-Ausstellung zeigt an Bekanntmachung. Stadtverordnetenversammlung hat durch Beschluß vom dS. Mts den festgestellt en Bebauungsplan für die ‘$u t e n b c r g ft r a 6 e zu ändern und den Erlaß der nachstehenden '-'isbausaiung beschlossen. ' Ter Entwurf des geänberten DebauungSplanes und die Orts- -uiakung liegen bis zum 15. Dezember d. I. auf un- gtem Tiesbauamt zur Einsicht offen. Entwendungen gegen den Plan und die Qrtsbausatzung sind -lianen der gleichen Frist bei Meidung des Ausichlus.ts bei Gie^^n'.O^cn 16. November 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. M e e u m. Oriöbausatznng. Auf Grund der Vestimmungen in Artikel 2, 29, 37 und 59 v) setzes vom 30. April 1831, die allgemeine Bauordnung tiusiend, und in S 4, 5, 7, 9 und 78 de- Verordnung vom I Ncoruar lb82, die Äus,ühcung der allgemeinen Bauordnung üreiiend, wird aus Deichluß der Stadiverordnetenveriammiung. .uh Anhörung des Lberbürgermeiiters und Begutachtung dur.o xn Krcisuuschiuß mit Genehmigung Gr o ich miniileruur; Les ,mern vom . - zu Nr. M. d. I. • • J dem Bebauungsplan für Vt Gutenberg st raße folgc-d< ^rtsbausaüung cdaiien. . < . s 1 Für die Gulenbe^gstraße wird Dient Bauweise vor» »chrieben. Zu Artitel 59 der Allgemeinen Bauordiiung. _ § 2. Die an dieser Straße zu errichtenden Gchäude bürien -bt mehr alö zwei Stockwerke über dem Erdge,choß enthalten :0 müllen von den Nachborngrenzen mindestens 3 Meter ent- -nt bleiben. Treppen, Erker, Ballone u,w. dürfen bis nu| "Meter Abstand an die Nachbargrenze herantreten. Qu Artikel 59 der Allgemeinen Bauordnung. 8 3. Für Seiten- und Hintergebäude gelten hinsichtlich der ' ihe und Entsernung von der Nachbargrenze die Bestimmung, n ir| * 2. Sie dürfen nur mit besonderer Zustimmung der Stadi- >rrordneten-Lersammlung und unter den von dieser etiri zu iitllcnben weiteren Bedingungen errichtet werden. Qu Artikel 37 der Allgemeinen Bauordnung. § 4 Alle von einer Straße aus sichtbaren Augenseiten bet Vorder-, Lsinler- und Seitengebäude müssen eine gefällige arhitek ton siche Ausbildung erhallen. Zu Artikel 59 der Attgemcinen Bauordnung. § 5. Anlagen, die unter § 16 der Gewerbeordnung smlen, und unzulässig. Zu Artikel 29 der Allgemeinen Bauordiiung. Gießen, den . . . . . Grostherzogliche Büraermeisterei Gießen._____________ älufgcbot. Der Heinrich Philipp Bogelhöfer -n Dieseck a's Pfleger des Hein'.ich Vogelhüser, der Eiisabethc, Heiur.ch Hö>-r'Eyc- jeau, geb. Dogelhö,er und der M«tie, Phiii^p Weller Ehe- ,rau, geb. Vogeihöier, sämtlich unbe^vnt wo abweiend, hat jcantiagt, 1. dun verschollenen Heinrich Drg'.lhöfer, 2. die vets^-olene Eliiabechn, He.nrich Hörr ^efrau, geb. Vogeshöser, 3. die verschollene Marie, Philipp Weller Ehesi *2. geb. Logelhöser, iamtlich zuletzt wohnhaft in Wieseck, für tot zu cruaren. Die vezeichneten B<.rschollencn werden ausg^forüert, sich spätestens in dem auf Donners.a^ den 2. Juni 1910 vor- ini.tags 9 Uhr vor dem unietzeichn^ten Ger.chi a.ib.r-umteu AUigevotstermine zu melden, wtdrigeniat.s die Todeset.ti^- Lung eriolgen wird. An arte, weiche Auskunft über Leben oder Tod der verschollenen zu orteten vermögen, ergeht die Aujjorde- i ung, spätestens im Ausgebotstermtne dem Glicht An- zeige zu machen. B:o/u Gießen, den 16. Nov. 1909. Großherzogliches Amtsgericht. Tcr slhönAc nnh Wcrste unoariiSt fioloiiolmtnid Peter VaracSi, Nur kurze Zeit bei freiem Eintritt zu sehen. 'dE Komincn, sehen — staunen. ^ahr preii e der städtischen s-lrasrenbahn Gies;c«. Für jede Fahrt sind zu zahlen: töur eine Bersoii.............., - - w vig. Zur ein Handaeoäckstäck bis zum Höchstgewicht v. 2a kc iu Big. (Lin Stint) viS zu 6 Jahren in Begteiluun einer zahtenoen u>er- m tdDrt frei, sofern es leinen besonderen U>lal3 beamoruwt- Eininaliges Um steigen am Atartivtalz in den nächsten, nicht voll Acuten Wagen der anderen Linie ist ohne Nachzahlung ocuattet. Gießen, den 19. 9couember 1909. b *u Großh.rzogt.ü-e ü. ^meiltsrci Gießen. Mecum.__ Für bic Etnrichlim.i der Wertiuiiten für die stlidi. elektrische Ltraßenbahii werden nachstehende ^^'-'tzeulie.beuötilst: Schrauvstöllc, Amvock, Zaduuan icnwuidcu, »»-laschcuzugc, 8-laichcnwindcu, vcridjicbcnc Lcitcru, vanncile, Gummi- haudichuvc und sonstige tlcincrc W>crkzcugc. Beschreibungen und ^ieierungsbediiiguiigen tünnen tn dem Pureou der unierzeichneten Benvlitlung wahreiid der Dienststundeu 6 Ut0Sm}CüotcCrünt)L bis zum 24. d, Th, nachmittags 3 Uhr, mit ent- Irrechender Aufschrift versehen, einznreichen. Gienen, den 18. November 1909. Elekirizitäiswert und Stranenbahn der Stadl Gießen. r*/n Steile. V Festungen u. Kaufläden, prima Fellpferde und Leiterwagen, Gesellschaft»- und Beschäftigungsspiele. nach eigenem Rezevl zum ji-ocheu, Braten und Rvhesseii zubereitet, empfiehlt in nur hochfeiner Qualität 16159 Schreiner, Metzgermeuter. Bester Medizin.-Lebertran und Lebertran - Emulsion Adler-Drogerie 15905 Otto Schaaf. Selterswe« 39. Puppen-Kleider und -Wäsche LtäWer ^oijiittii8§iiodjwtij biif’iitn. 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Lehrlinae: 2 Schlvifer, 1 Backer, l Kellner. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: » Schneider 1 Banichreiner, 5 Möbelschreiner, 2 uh wacher^ 3 1 Stühe, 1 Dienstmädchen, 1 Z-tickirau, 1 tattdw. Dienstmädchen. Lehrlinge: 2 Sveiigler, 1 macker. l-RLLkL^Sa..,«. 1 3tiie.it. 1 Sniiallaieur, l Wainer, 1 Schuhmacher, 2 Maschmenschtosfer, 1 SlC1J^rL .v z' Au- Zlmmerleule, 2 Weißb.nder, 1 üaefierer u. ‘i p-rfinMher schlosser, 1 warmer, 1 Eilendreher, 1 ischnued, 1 S-ch ' 10 Lagtohncr, 4 Hausburschen, 1 Borarbeuer, st ^.aumauen, Lousmadchen, i Kteidermacheriih 1 Hmishatterui. rrchcliuge: 1 Gartner. 2)ie JFunsfh an dhing KJ.rcb.str. 2 TdtpKon 466 Achtung s J.W 'Dauerhafteste L Hochachtungsvoll H Andreas Euler. 1 634» ) Sur Äuoiubnine mm : • ?! t# t'lchfennadelbÄder Hk. 350 Stühlen Schiihivaren-Abteilunq bietet Schuhe in derber u. feinster Art. bestehend ans : Bahnhofstr. 58 Bahnhofstr. 58 Giesjen Hk. 250 7 Sparsame Frauen, Stricket nurSfernwolle 2 feinste Stcrawollee S auuni: Refclaee-Malat« aef Wunsdi gratis t abacneben. Auf Wunlch 'Vtobrfcnbunn. 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