Nr. 9» Zweites Blatt 159.Jahrqan, Samstag 24. April 1909 Erscheint ttigllch mit Ausnahme des Sonntag-. Die „Siebener gantfltenblätter" werden dem »Anzeiger" otermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisblati für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seil- fragen“ erscheinen monatlich zweimal. GmeM-AMMr für Merheim Vi Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Universikäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: e^oL Redaktion: 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGießen. u impfe in Nonstükrtinopel. Ein Teil der gestrigen Meldungen, anscheinend die vom Jildiz ans inspirierten, mochte den Anschein erwecken, als ob die Lage sich gebessert hatte. Und noch im gestrigen Schamlik, dem auch der Sultan beiwohnte, teilte der Großwesir den anwesenden ^Diplomaten mit, es sei ein Telegramm aus San Stefano von dem Präsidenten der Nationalversammlung eingelanfen, das deren treue Ergebenheit gegenüber dem Sultan versichert. Ferner teilte Marschall Kamphvevener Pascha den Anwesenden namens des Sultans mit, der Kommandeur des ersten Korps MahMud Schefkett drückte telegraphisch sein Erstaunen über die Gerüchte aus, die maze dänische Armee sei gekommen, um den Sultan abzusetzen. Ter Zweck des Borgehens der Armee sei nur die Wiederherstellung der Ordnung und die Bestrafung der Anstifter der letzten Unruhen. Das sind, wie man jetzt sieht, nur verzweifelte Versuche des Jildiz gewesen, die Hauptstadt über den wah'r-n Stand der Tinge zu täuschen. Lange hat die Täuschung nicht vvrgehalten, denn die Operationsarmee der Jungtürken, die noch gestern vo" den Mauern Konstantinopels stand imb sich zunächst der Kasernen zu sichern wachste, ist inzstnschen in Koirstantinopel eingerückt. Tort jH, wie man uns meldet, heute seit 'Tagesanbruch Gew ehr- und Geschützfeuer aus der Richtung des Jildiz vernehmbar. Tie Truppen des Komitees sind heute nacht einmarschiert. Man glaubt, daß sie trotz des seit 5^2 Uhr vernehmbaren Feuers keinen ernstlichen Widerstand finden, da man annimmt, daß die Truppen der Garnison aus Furcht vor Strafe schwachen Widerstand leisten. In der Sitzung der Nationalversammlung in San Stefano, die mit 150 gegen 8 Stimmen die Ab setzung des Sultans beschloß, nxtren etwa 220 Deputierte und 19 Senatoren anwesend. Die Hauptfrage ist jetzt, ob der Scheich ul Islam sein Fetwa erteilt. Die Nachrichten über seine Haltung sind widersprechend. Wie es heißt, war bis zum Erscheinen der Kriegsflotte die Stimmung der Versammlung für den Sultan nicht ungünstig; sie schlug also auf die Nachricht, daß die Marine der Freiheitsarmee sich anschließe, um. Ein großer Teil der Garnison von Konstantinopel verweigert den von der jungtürkischen Armee geforderten Eid. 'Der Thronfolger Reschad soll sich an Bord eines Kriegs schiffes vor San Stefano befinden. Wie Daily Mail aus Saloniki Meldet, hat i>cr' OberkomMandierende der jungtürkischen Truppen, Mahmud Schefket Pascha gestern gemeinsam mit dem Parlament in San Stefano beschlossen, an den Scheich ul Islam die Aufforderung zu richten, durch ein Manifest Reschad Effendi zum Sultan zu proklamieren. poE iiifdte Ccmesfcbatu Die Budgetkommisfion des Reichstages nahm gestern einen Zentrumsantrag an, den Reichskanzler zu ersuchen, er möge Herbestühren, daß erstens: den Beratungen bei Rechnungskommission ein Mitglied des Rechnm.gshoies beiwohnt, und zweitens: daß der Budgetkommission und der Rechnungskommission Erinnerungen des Rechnungshofes, soweit sie grundsätzliche Fragen der staatsrechtlichen Verwendung der Einnahmen betreffen, mügekeilt werden. Atli Antrag des Unterstaalssekretärs Twele wird int Protokoll festgestellt, daß damit nicht ausgesprochen sein soll, ein Mitglied des Rechnungshofes hätte nunmehr jeder Sitzung der "genannten Kommission beizuwohnen. * Die Finanzkommission des Reichstags setzte gestern die Beratung des Branntweinsteuergesetzentwurfs fort. Bei der Beratung des § 34, Neu- verantagung zum Kontingent, wurden die dazu gestellten Anträge der Reichspartei und des Zentrums, die eine schärfere, unter anderem eine jährliche Neuveranlagung bezwecken, zurückgezogen. Bei der Abstimmung wurde ein Antrag des Zentrums angenommen, wonach Brennereien, die zum Lufthefeverfahren übergehen, nicht nur wie die sonstigen Hefebrennereien um i/2, sondern um 2/s im Kontingent gekürzt werden; im übrigen wurde die Regierungsvorlage angenommen. Bei dem § 35 entsteht eine längere Debatte über die Grundsätze der Kontingentierung. Es wird bemängelt, daß die Veranlagung zum Kontingent in Preußen nicht den Aussührungsbestimmungen des Bundesrats gemäß gehandhabt werde. Ein preußischer Regierungskommissar betont auf das entschiedenste, daß in Preußen stets im Geiste des Gesetzes vorgegangen und auch nicht gegen die Ausfüh rungsbestimmungen verstoßen worden sei. Der Paragraph wird darauf in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen, jedoch werden den früheren Beschlüssen zufolge statt zehn Jahre fünf Jahre festgesetzt. Bei den §§ 40 und 41 wird länger debattiert über den Schutz der kleinen Obsr- brenner. Es werden einige neue Erleichterungen in das Gesetz ausgenommen. Schließlich beschließt die Kommission, die Regierungen um die Liste für das ganze Reich von den Gütern zu bitten, die bei ausgesprochenem Rübenboden nur des Kontitcaents wegen Kartoffeln bauen und mit dem Kontingent bedacht sind. Damit ist der Kontingent erledigt. Zweijährige Dienstzeit in Frankreich. Der Gesetzentwurf über die Rekrutierung für die Marine, der zu Beginn der nächsten Tagung der Kammer vorgelegt werden wird, enthält dem Vernehmen nach u. a. die Bestimmung, daß die in die Mariner oUen eingeschriebenen Seeleute nicht mehr das Recht haben sollen, ausschließlich in der Flotte zu dienen. Der Staat soll die Befugnis haben, sie je nach Bedarf der Kriegmarine oder dem Landheer zuzuteilen. Der Grundsatz der zweijährigen Dienstzeit soll in Zukunft auch auf die Kriegs- miarine jur Anwendung gelangen. — Dem „Siecle" zufolge würde die Streitmacht Frankreichs durch diese neue Rekrutierungs- form' um ein weiteres Armeekorps vermehrt werden können. Einmarsch russischer Truppen in Persien. Die russische Regierung hat sich an die fremden Regierungen mit einer Zirkulardepesche folgenden Inhalts 'gewandt : Vom ^Generalkonsulat in Aserbeidschan waren 2)nt> leilungen ^ingegangen, daß in dem von den Truppen des Schahs belagertet! Täbris eine Hungersnot ausgebrochen sei und den russischen und anderen Konsulaten, ebenso wie t>en russischen und fremden Bewohnern dieser Stadt seitens der Gegner des Schahs, die den Kampf mit den Truppen her Regierung führen, wie auch seitens der durch Hunger zur Verzweiflung gebrachten Ortsbevölkerung ernste Gefahr drohe. Deshalb war der russische Geschäftsträger in Teheran angewiesen, dem Schah zu erklären, daß die russische Regierung, falls die persische Regierung nicht unverzüglich Maßregeln zur Sicherstellung für die Proviantzufuhr Für die Konsulate und die fremden Untertanen in Täbris, wie auch für die friedliche Ortsbevölkerung ergreift, sich genötigt sehen werde, eine Militärabteilung nach Täbris zu entsenden, um die. Konsulate und Ausländer zu schützen und ihnen und der Bevölkerung die Proviantzufuhr zu sichern. Trotz des Versprechens des Schahs, den Komman deuren der persischen Truppen und dem Prinzen Ain ed Dauleh zu befehlen, die Proviantzufuhr nach Täbris zuzu- lafsen, hat der Prinz die Zufuhr nicht zugelassen. Konsulate und Ausländer verbleiben somit in ihrer gefährliche-, Lage. Angesichts dieser Wendung der Dinge hat. die russische Re- gientng beschlossen, die dem Schab angekündigte Maßregel auszuführen und einer russischen Truppenabteilung nunmehr den Befehl gegeben, aus Dschulfa nach Täbris auszurücken. Die Ziele, die diese Abteilung verfolgt, sind oben erwähnt. Sobald in Täbris die Ordnung wieder eintritt und das Leben und Eigentum der Konsularvertreter wie der russischen und fremden Untertanen außer Gefahr ist, wird die Abteilung abberufen. Deutsches Reich. Der Kaiser und die Kaiserin mit Gefolge haben gestern nachmittag eine Fahrt in Pinassen zur Insel Pontikonisi, der sogen. Toteninsel, gemacht, wo der Tee eingenommen wurde. Den Rückweg zum Achilleion machten die Majestäten zu Fuß. In der Plenarsitzung des Bundesrats wurde dem Entwurf des Gesetzes über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen in der vom Reichstage beschlossenen Fassung die Zustimmung erteilt. Dem Reichstage ist ein Gesetz betreffend die zollwidrige Verwendung von Gerste zugegangen. Nach dem Entwurf ist es verboten, Malz aus Gerste, die bei der Einfuhr in das deutsche Zollgebiet nach einem niedrigeren als dem für Malzgerste bestehenden Zollsätze verzollt worden ist, zu Brauzwecken zu verwenden. Dem einberufenen Gesamtvorstande der konservativen Partei wird von dessen Ausschuß empfohlen, die Reichstagsfraktion aufzufordern, mit aller Entschiedenheit auf das Zustandekommen der Reichsfinanzreform hinzuwirken und zum Ersatz der Ausdehnung der Nachlaß- und Erbanfallsteuer eine Reichswertzu- iv a ch s st e u e r in Verbindung mit anderen geeigneten Besitzsteuern vorzuschlagen und den Vorschlägen der Regierung bezügli.chi des Bieres, des Branntweins und des Tabaks im wesentlichen beizutreten. _____________________________ ArrslanH. Monarchen Begegnungen. Aus Rom wird der „Neuen Freien Presse" von vorzüglich informierter Seite mitgeteilt, daß in den nächsten Wochen vermutlich eine Begegnung zwischen den Königen Eduard und Viktor Emanuel, spater zwischen dem König von Italien und Kaiser Wilhelm stattfinden wird. Der genaue Zeitpunkt und der Ort der Entrevuen ist noch nicht bestimmt. Der Handelsvertrag zwischen Rumänien und Oesterreich-Ungarn ist unterzeichnet worden. Großbritannien hat die Unabhängigkeit Bulgariens anerkannt. Der französische Ministerrat hat beschlossen, die Effektivstärke der Besatzung des Schauja-Gebiets um 3000 Mann zu verringern. Die Gesetzesvorlage des Marine- ministers betreffend die Rekrutierung der Marinesoldaten wurde gutgeheißen. Der Abinister des Auswärtigen, Pichon, sprach hierauf über auswärtige Angelegenheiten. Castro, den man in Amerika nicht landen ließ, ist gestern in Paris wieder eingetroffen. Bei seiner Landung in Nazaire äußerte Expräsident Castro Freunden gegenüber sein Bedauern über die Haltung, welche die französische Regierung ihm gegenüber eingenommen hat. Er beklagte, nicht in Fort de France habe landen zu dürfen, da er von dort aus versucht hätte, eine Armee aufzustellen und die Gewalt wieder an sich zu reißen. Sca? SiaStvePSvdneten- Schluß. Gießen, 22. April. Laugesuche. Ein Baugcsuch des Emil Koch für Selterswcg 75, das die Umwandlung der Durchfahrt für Geschäftszwecke verlangt, soll nach Jiem Antrag der Baudeputation abgelehnt werden. Stadw. Winn fordert ans diesem Anlaß eine Aenderung des Ortsbaustatuts. In Darmstadt und Mainz werde dock) auch keine Durchfahrt Verlar,gt. Die Bestimmung, daß jedes Haus eine Durchfahrt haben müsse, stamme noch aus der Zeit, in der die Wasserleitung und die Löschvorrichtungen nicht auf der jetzigen Höhe standen. Bei dem fraglichen Haus könne man doch nicht mit einer Spritze in den Hof fahren. Man solle nicht auf die Revision der staatlichen Bauordnung warten, die schon lange angekündigt sei, aber leider noch immer auf sich warten lasse. Das Ortsbaustatut sollte jetzt schon in drei Richtungen geändert rverden. Die Einfalntsvorschrift müsse wegfallen, ebenso die Vorschrift, daß der Hof eine bestimmte Form haben müsse. Es genüge Die Vorschrift, daß ein Fünftel des Grundstücks unbebaut bleiben müsse. Ferner sollte gestattet werden, daß man mit Holz bauen könne. Zurzeit gebe es fast kein Baugesnch ohne Dispens, wodurch den Bauherren viele Opfer an Zeit und Geld auferlegt seien. Der Vorsitzende stimmt darin bei, daß eine Aenderung der Bauordnung wünschenswert sei, aber in der Richtung, daß mehr, Licht uni> Lust geschaffen werde. Vor allem teile er den Wunsch, daß endlich einmal die staatliche Bauvrdmmg geändert iverde. Einige Punkte der lokalen Bauordnung als besonders änderungsbedürftig hinznstcllen, damit komme man nicht, durch. Stadtv. Plank unterstützt die Forderung nach einer Revision der Ortsbauordnung. Namentlich für Geschäftsstraßen sei die durchbrochene Bauweise sehr schädlich. Die aus seuerpolizeilichen Gründen vvrgeschriebene Durchfahrt habe den ihr zugeschriebenen Wert nicht, denn ein Schlauch könne viel mehr leisten als eine Spritze. Der Vorsitzende betont, daß wir in den Geschäftsstraßen im allgemeinen geschlossene Bauweise hätten. Wo durchbrochene Bauweise sei, hänge dies mit der früher hier üblichen Grundrißgestaltung zusammen, aber nicht mit der Bauordnung, denn die Einfahrten könnten überbaut werden. Stadw. Winn meint, es bauten auch andere Leute als Bauunternehmer, deshalb solle man nicht sagen, daß solche Forderungen nur im Interesse der Bauunternehmer erhoben - würden. An dem Haus im Seltersweg habe er nichts verdient, wohl aber einen schlechten Zustand verbessert. Der Vorsitzende erkennt an, daß Herr Winn manchs Besserung im Interesse der Stadt geschaffen hat. Beig. Keller weist darauf hin, daß für den vorliegenden Fall die Ortsbausatzung eine mildere Forderung erhebe, wie das Gesetz. Auf Anwag des Stadtv. Petri wird das Baugesuch noch einmal an die Kommission zurückverwiesen, damit diese einen! Augenschein nehmen kann. Ein Baugesuch des Friedrich Am end für die Neustadt soll solange zurückgestellt werden, bis das Fluchtlinien-Festsetzungs- 0erfahren durchgeführt ist. Ein Gesuch der Firma Wallenfels u. Sauer für die Bleichstraße, das die Erlaubnis zur Anbringung eines Erkers ine Obergeschoß erbittet, wird befürwortet. Dagegen erfährt ein Gesuch des Georg Klar! wegen Ein- bauung eines Pissoirs in den jetzt schon viel zu kleinen Hof des Hauses Marktplatz 5 Ablehnung. Ein Baugefuch von Hch. Winn für die Neustadt wegen Anbringung von Erkern wird nach kurzer Besprechung genehmigt. Bei dem Grundstück Wetzsteingasse 31 will der Besitzer Schmidt eine Holzeinfriedigung anbringen, wofür der erforderliche Dispens erteilt wird. Städtische Arbeiten und Lieferungen. Bei der Dampfkessel-Anlage im Schlachthof-Neubau sollen gegen den ursprünglichen Plan mehrere Aendernngen angebracht werden, die hauptsächlich eine spätere Erweiterung der Anlage erleichtern sollen. Dadurch entstehen 6450 Mk. Mehrkosten, die aus Ersparnissen gedeckt werden können. Die Versammlung stimmt zu. Es folgt eine Anzahl freihändiger Arbeitsvergebungen. Das Hochbauamt und das Tiefbauamt beantragen die Anschaffung je eines Nivellierinstruments. Während die Kommission nur für das Tiefbauamt ein Instrument bewilligt haben! will, tritt Stadw. Winn für die Beschaffung von zwei Jnswu- merrten ein. Es wird nach seinem Anwag beschlossen. Die Asphaltierungs - Unterhalwngsarbeiten werden zum' seitherigen Preis wieder an K. Rübsamen übertragen. DenGebr. jKahl wird die Lieferung von 600 Kübikmeterst Kies zum Preis von 3,75 Mk. übertragen. Für die Plock straße sollen Gail'sche Klinker beschafft werden, was genehmigt wird. Aus Anfrage des Stadw. Löb er sagt der Vorsitzende zu, daß die Bürgersteige in der Plockswaße baldigst in Ordnung! gebracht werden sollen. Auch für einen befestigten Fußweg in der Ost-Anlage wird die beantragte Beschaffung Gail'scher Klinker genehmigt. Für die Walzarbeiten soll, soweit die Heyligenstaedt'sche Walze nicht zu haben- ist, wiederum die Limburger Walze zu den seitherigen Bedingungen angenommen werden. Der Fußgängersteig der Wieseckbrücke im Zuge der Bis- Marckswaße, die Holzbelag hat, soll aus Holzzement hergestellt werden. Man ist damit einverstanden, ebenso mit der Vergebung der Arbeit aus freier Hand an die Lolatwerke. In der A l i e e st r a ß e soll ein Versuch mit Kunstgranitbordsteinen gemacht werden. Der laufenbe Meter kostet 3,75 Mk. Auch hierbei stimmt die Versammlung zu. Die Lieferung von B a s a l t p s l a st c r st e i n e n wird nach Vorschlag der Deputation an vier der mindestsordernden Firmest vergeben. Die Ausbesserung des S ch u l b a d e s an der Lahn, das durch das Hochwasser sehr gelitten hat, wird an Schubecker und Bechtold freihändig für 495 Mk. vergeben. Aus Wunsch der Sanitätäfolonne wird die Einrichtung! eines Desinfektionsraumes und die Beschaffung einer weiteren: Tragbahre beschlossen und dafür 300 Mk. bewilligt. Nach dem Gelände an der Aktienbrauerei sollen jetzt schon Kabel verlegt werden, dam.it spätere Wiederaufbrüche der jetzt herznstellenden Straßen, die dahin führen, vermieden werden Die angeforderten 14 500 Mk. werden bewilligt. Stadw. Troß ist nicht gegen diese Forderung, möchte aber dieselbe intensive Forderung den Straßen in der inneren Stadt zugewendet haben. In der großen Mühlgasse z. B. sei erst kürzlich ein Wagen stecken geblieben, dort müsje unbedingt baldigst Kanali- jation und Wasserleitung eingeführt icerben. Der Vorsitzende bemerkt, beides fei schon in Aufwag! gegeben. Errichtung eines weiteren Volksschulgebändes. Der Vorsitzende führt dazu aus, es bestehe wohl kein! Zweifel, daß die neue Volksschule bald gebaut werden müsse. Als Bauplatz komme ein Platz jenseits der Wieseck in Frage, in welcher Stadthälfte nach den angeftelüen Ermittlungen 911 Schulkinder wohnen. In dem Quartier zwischen Frankfurter Straße und Aktienbrauerei wohnen 518, im Quartier Stephanswaße—, Schifsenberger Weg 160 und im Quartier Licher Swaße—Kaifer- allee 233 Kinder. Demgemäß wird vorgeschlagen, das neue Volks- schulgebäude auf dem städtischen Gelände an der Credner- straße zu errichten. Stadw. Krumm fragt an, ob der Platz angesichts der Nähe; der Bahn und des dadurch zu befürchtenden Lärms und der Rauchentwicklung geeignet sei. Er beanstandet ferner die an der Nord-Anlage errichtete Schulbaracke, die geradezu wie ein Stall aussehe und keineswegs zur Verschönerung der Anlage beitrage. Der Vorsitzende bemerkt, eine Belästigung der Volksschule an der Crednerswäße durch die Nähe der Bahn sei-nicht zu befürchten. An der Schulooracke lasse sich nichts ändern, maifl müsse sie hinstellen, wo Platz sei. Stadw. Winn erinnert daran, daß er schon früher das Mälzereigebäude der ehemaligen Avienbrauerei als für Schulzwecke sehr geeignet bezeichnet habe. Nach Ansicht des Vorsitzenden, der gestern in dem Gebäude war, ist es für Schulzwecke nickst zu brauchen. Nachdem noch Stadw. Gabriel sich für die Errichtung des Schulhauses an der Crednerswaße ausgesprochen, wird dementsprechend beschlossen. Verschiedenes. Von der Feldbereinigungs -Gesellschaft für die Gemarkung rechts der Lahn wird gewünscht, daß die Stadt die Kosten der Chaussierung der Abfahrten und Feldwege übernehmest möge, was 56 600 Mark tosten würde. Es wird besckstossen, die Uebernahme der Chausfierungskosten für die Kreisstraßenzufuhren abzulehneu, soweit nicht die Straften von der Stadt unterhalten iverden, dagegen im übrigen das Gesuch zu genehmigen. Die Ausführung der Arbeiten soll im Jahr 1910 erfolgen, soweit eine Verschiebung bis dahin möglich ist. In die Kommission zur Ueberwachung der Blutlausvertilgung werden die Stadwerordnetcn Löber (Obmann , Helfrich, Simon und Troß gewählt. Ein Angebot von Oskar Gutmann, der das Straftengelände! für die kürzlich gestrichene Swaße an seinem Besitztum zum Preue von lo Mark für den Quadratmeter unter verschiedenen Bedingungen anbietti, wird abgelehnt. Es wird jedoch beabsich- wgt, oie Swaße wieder in den Ortsbauplan aufzunehmen, da Herr G. durch das Angebot zugegeben bat, daß ihre Anlage für die Ausnutzung seines Grundstiicks kein Hindernis ist. Die Wegparzelle Flur VI Nr. 141, die auf den Namen der Stadt eingeschrie^n war, wird von ihr und dein Zur Frühjahrs mode Neuheiten in Korsetts |” und 2— Tiül-Korsett 360 — za Mark mit Spiralfeder und Strumpfhaltern zu Mark ---tutä 5e--- mit langen Hflftcn und Strumpfhalten» in grau und weiss Drell Holterhoff Söhne • »**/J Engros-Lager der Handels-Zentrale Deutscher Kaufhäuser in Berlin und Chemnitz praktisch and bequem für Reise und S^H>rt L. Friedberg Tic Stadtverordnetenver samin 1 u n g konnte beute wieder eine Anzahl Baugesuche genehmigen, ebenso sand zwischen Stabt unb Privaten ein reger Gclaubcwechscl statt Nach ber Zusammenstellung hat bie Stabt seit 1. April 1902 für 407 715 Mk. Immobilien, -umeist Baugelände, erworben, daS sie zum Selbstkosten preis iuicber an Baulustige abgibt. Einem (besuche des Bau vereine- „Eigener ioerb ist Goldes u>crt" um Ueberlassung Oktyncr Braunneinvelgioerk in Anrpruch qenoour.en Ta bas Seigrocr* Oer (frirerb. der vor etwa Jahren erfolgte, nach tocift, wir? der u.-.oii'di: Anspruch 'allen gelassen Tie yjiictc Hi' aas in der Frankfurter Straße von Frau Dietz errichtet' ^ellercwasserkäuochen, öi' seither 20 Mark bc trug, wird au' 50 l,;nr! ertjjbt Die Stadtverordneten xroft intb Loder btturwoneten 3 > Mark Miet Tas b'j sozialdemokratischen L ahlver eins um Utbcrlafiunfl des Csroali garten» ift mittler» weile zurückgezogen worden Ttc Äomntinion batte Genehmigung beantragt Zwei W i r t f ch a f t S k o m m i s' i o n s g e i u ch e. bei denen es «ich um d-n llrbcranui des end.r b?irhdnHten m anderen Besitz Hand lt, jinbni B nrioortuna. E sandelt sich um Oxtuax von Amt Wccth -> «riegelprao 39 . Erholung) und von Karl Roth für Frankfurter Straße 7 Hess. Vos — Ätpiar, 2d. fepru xae in ;iu»iuni ireoaun. Lebrerbcsolbungsqesess, wonach für die Folge vor allem bie Landlehrer besser gestellt werden sollen, zeigt bereits 'eine Wirkung Richt iveniger al» 37 Bewerber hatten nch zur Aumahmepruiung in die hiesige Bravo Lanrcnaiiitalt gemeldet, von denen l»‘» bestanden Brsh«-r wurden bie Anmeldungen sehr schwach intb es mußten icflcltramg au? andern Bezirken lunge Leute an unsere Lehranstalten überwiesen werden Zn die dritte Seminar» Haffe traten 29 Seminaristen ein. Tic beiden Parallel» Iurie, die nacheinander entlassen wurden, haben auch im hiesigen Bezirk dem Lehrermangel gänzlich abgeholsen. mü> viele lunge Lehrer warten noch aus chre Ännellung Ä i c i n c W i i' • r. u n * " <1' u und de» N a ch d a r st a a t e n. Bei der Posthillstelle in Grob-Eichen ist eine Tclegxapbcnanftalt mit öffentlicher Fernsrrechstelle ullb llnlallnieldestelle eingerichtet worden. — Tie Mitteilung über ben in Elpenrod auSgebrochenen B raub bebod der Berichtigung. Tie Scheuer, in der da» Feuer anSdrach, brannte nicht ab, sondern konnte durch rechtzeitige Pille gerettet werden. Aus Stndr und Land. Gießen, 24. April 1909. " TageSkalender: Kolosseum: Täglich Vorstellung. I Kinematogravhen-Tbeater: Programmwechsel. •• Ordensverleihung Ce. Kgl. Hoh. der Groß- Herzog haben dem Bürgermeister, OrtSgertchtSvorsteher und StandeSbeaiulen Ioh. Nausch III. zu NebgeShain das All» gemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift .Für langjährige treue Dienste* am Bande deS Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. •• Erledigte Le hr erste 1 l en. Erledigt sind: Die mit einem eoanqel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Höchst >. O. Die mit emem eoangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nteder-Kinzig. Dem Fürsten zu Löwenstein-Wettheim» Rosenberg und dem Fürsten und Grafen zu Erbach-Schönberg steht das Präsentationsrecht zu. Eine mit einem eoangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Guntersblum. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeichule zu Biebelnheim. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. •• A uS dein M i l l lärm och en b l alt. Zum Komp.» Chef ernannt: le Goullon II., Hauptm. im 1. Masur. Inf.-Regt. Nr. 146, unter Versetzung in daS Leibgarde» Inf.-Reqt. 11. Großh. Hess.) Nr. 115. — Zum Ablett.»Kommandeur ernannt Goebel beim Stabe deS 1. Nass. Feldart.» RegtS. Nr. 27 Cranicn, unter Versetzung in daS 2. Großh. Hess. Feld-Art.»Regt. Nr. 61. — Schauenburg, Lt. der Landiv.-Jnf. 1. Aufgebots ll Darmstadt), in dem Kommando zu Dienstleistung beim Großh. Hess. Train-Bat. Nr. 18 bis Ende Oktober 1909 belassen. — Im SanilätSkorpS: Beför» dert zu Oberarzt der Assist.-Arzt Dr. Müller beim Inf- Leib-Regt. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117. — Versetzt: Oberarzt Dr. K ö brich beim 5. Westfäl. Jnf.-Regt. 9lr. 53, zum Infan.»Regt. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118. •• Hessens Garnisonen. Die hessische Militär- bevülkerung, einschließlich Militärverwaltung, zählt gegen» | wärtig rund 24 000 Köpfe. Davon entfallen auf Rheinhessen 11 648, auf Starkenburg 9398 und auf Oberhessen 2887 Köpfe. Die stärksten Garnisonen sind Mainz mit 8077, Darmstadt mit 6048, Gießen mit 1985, WormS nut 1958 und Offenbach mit 679 Personen Milttärbevölkerung. ** DieGroßh Zeiitralefür Säugling- - und Mutterschutz hält ihre er ft e Mitgliebcrver fammlung am Samstag, 15 Mai, nachmittags 3i/8 Uhr, im Saalban zu Tarmftiibt ab. Auf ber Tagesordnung stehen: 1 Beschluß über bie Satzung ber Zentrale, 2. Wahl des Ausschusses Tie Bestrebungen, bie unter dein Namen Säuglings unb Mutterschutz zusammengefaßt werben unb bie in erster Linie auf Bekämpfung ber Säuglingssterblich - II nftenformer »rtr wde Figur passend mit Strumpfhaltern, 050 . bowihrte Qualität. zu MiaaL >' Marburg, 23. April Die Mutter der ccgcntoärti| tni llntettuchungsqesangms zu Gießen wegen .«indesau-setztuig befindlichen Anna Sanger von Lmrrenrob. die Händlerin beth Sänger, mürbe heute von der Mittigen Sttaikammrr wegen Betrugs und Boripiegelung falscher Tatsachen ju ir» Jahren Gr» söngniS verurteilt Sie hatte nnat FudrwerkSdesitzer in Bob- Nauheim um die Summe von 120 Mk. geprellt. "oetetnigung tmuuehen, w in am isiortunu® cx^ cigentumei-j im Enlc^nungsveriahrrn nur nah über die Höhe der iffit'chä bigung u beünbrn Ter Plan de- Unternehmens wirs al,o cnbgültii von den Instanreu der Feldbereinigun i estgenellt und unterligi nicht mehr einer aböndemden Entscheidung durch die Instanzen im Enreinnungsveriahren o i der IrroviNiial-Aus idiuF in der erfrcn Instanr und das Ministerium de» Innern in der Rekursinftanz. ** L b e r heü Ge schick t s verc in Bet Gelegenheit der Anlage der Wasserleitung südlich von E berst ad t wurde ein römischer Brandgrab angeschnitten Mehrere Gefäße, zum größten Teil zenrüminert, Bronze» unb Etsengegenstände, sonne Glasscherben, die leider durch den Scheifrbauseu stark gelitten haben, wurden auiflcfunben Tanf ber Fürsorge ber Großh Aulturinipcftwn Gießen tonnte bte Anlage des Grabes genau durchforscht werben ti 5 frirb sich hier um einen Begräbnisvlatz handeln und bi c*$u mittelbar davor liegende, letzt verschleiste L»ohle wirb > olil ein ri mis c r - ' u ■ ’ 8< liefen sein. Tic Funde werben in etwa 11 Tagen im hiesigen Museui Ausgestellt werden. •• K ii u sl verein. Tie Kollektiv-AuSstellung deS Frankfurter MalerS Alois Penz ist fettig gestellt unb die Eröffnung der Ausstellung ist morgen, Sonntag, 11 Uhr. Der künstlerisch auSgestattete Katalog weist über 100 Nummern auf und zwar sind Bilder verschiedenen Genres und vcr- schiedener Techniken ausgestellt. Neben dieser Ausstellung bat nur noch die hiesige Künstlerin Marie Felchner drei Porträts ausgestellt. △ Reiskirchen, 23. April. Vergangene Nacht wurde hier bet Metzger Diehl und bei Witt Schäfer ein gebrochen. Bei ersterem wurden Fleisch und Wurst, bei letzterem eine Kiste Zigarren und die Kaffe eines Phonographen gestohlen. Ein Hund, der die Spur der Diebe verfolgte, fand die Wurst im Walde nach Buseck versteckt. R. Fauerbach v. d. Höhe bei Butzbach, 24. April. ! L>ier mürbe vor einigen Tagen ein Turnverein gegründet, dem schon über 70 Dritglieder beigetreten sind. Daß man sich I auch hier über den edlen 3roecf eines solchen Vereins klar ist, beweist die überaus reichliche Spende der Einwohnerschaft, die bereits 200 Mk. beträgt. N Bad-Nauheim, 22. April. Mit Beginn des neuen Schuljahres sind durch bas Eutgegenkommen unb das rege Interesse ber Stadtverwaltung für Schulfragen an ber stabtischcn Volksschule (sog. Stadtschule) wieder zwei neue Lehrer stellen erdichtet worden. Dadurch war es mög* lieh, die 105 neuailsgenommenen Schüler — in den vorher- gehenden Jahren betrug die Zahl etwas mehr in drei Parallelklassen zu teilen. Die Gesamtzahl ber Schüler an der Stabtschule, bie zu den reinen achtklassigen Schulen des Laubes mit gemischten Geschlechtern unb mit Parallelklassen Izählt, beläuft sich aus ungefähr 700, bie sich auf 17 Lehrkräfte verteilen Die sich baraus ergebenbc Durchschnittsklassenstärke gehört wohl zu ben günstigsten in ganz Hessen, bie her in neuerer Zeit geforberten Idealklassenstärke sehr nahe kommt. — Friedberg, 23. April. Am Sonntag sindet hier die Frühjahrs be z irktzvertrete r-Versammlung deS Bezirks Gießen im Hcssisch-Naffauischen (Main-Rheingau) Verbände GabelSbergerscher Stenographen statt, I mit der ein Wettschreiben verbunden ist. Als Auszeichnungen I für die besten Arbeiten sind wertvolle Preise vorgesehen, I wofür die Mitteln von verschiedenen Seiten, auch von der Stabt Friedberg, gestiftet worden sind. feit abticlcn, gehören auch in Hessen >u den wichtigsten der sozialen Fürsorge. Eine große Anzahl von Vereinen, zahl-1 reiche l^cineinbeu unb ber Staat sind im Lande auf diesem von Gasherden wird itattgegeben. xie Gebiete tätig Ter Gedanke, die nebeneinander wirkenden! ferner, der Beretntgung der Gaswerke flit fliinfi iia,n Kräfte zu gemeinsamer Arbeit zusammenzuschließen, ist seil >whlenbezug mit 10 '.Aark Iahresbettrag bei^utreten nd langem lebendig Mit dem Allerhöchsten Erlaß vom 4. Te ber Veriaimnlung in ^en Vabru euren Bertteter^zu zember 1900 gewann er Gestalt Am 10 Januar 1907 fanb icnbcn xem Launusklub Franfturt a. - ^rbcii M tu Tarmfinbt eine Konferenz statt, bie sich für die Schaffung zur Herausgabe emes Werkes „Taunusstadte und bie er» einer Zentrale für Säuglings- und Mutterschutz ausspratti lorderlichen Photographren zur Verfügung giftrllt Van» Nach umfangreichen Vorarbeiten wurden in einer weiteren techniker Kohler, dorischou einige xsalpce im nennte ber Besprechung Cnbe be<> Jahres 1908 bie. Grunbzüge der Cr lEtabt ift, wurde bie ^tabibauTneiueritcllc übertragen^ xer aanifatian ber Zentrale beraten Gleichzeitig würbe die I städtische Voranschlag für 1.109 rotrb nach einigen fleinen „Ernst-Lubwig- unb Eleonoreu-Stiftung für Säuglings- und! Abänderungen an gen ommern Von ^^bv^Bauten _iur Mutterschun' unter dem Protektorate Ihrer »>Wnig. ^eseS ^Jahr smd al,o vorgesehen MO000 liehen Hoheiten des Großherzogs und der i^rvßhher^zogiu für Erbauung eines ftabtuchen Schlachthauses, lo^ _.d gegründet, die bereits über ein ansehnliches Kapital verfügt "ls erste Rate der ^vnalifieriuig, .»eubau m ber Gavanstall unb von ber Zentrale verwaltet werben soll. Die Sechrmg 10000 Mk., Wasserwerk 8000 .Ak für die Zentrale zu entwerfen, übernahm ber von der Ver I X7 Vetzberg, 23. 4lpril. Gestern wurde Lehrer sammlung genuihltc provisorische Ausschuß Sobald sie Don hrß i l e ui 8 in seinen Dienst emgeroiefen. Infolge ber starken der Mitgliederversammlung genehmigt unb ber in ber ^chMerzahl muß Hierselbst HalbtagSunterncht erteilt werden. Satzung vorgesehene Ausschuß gewählt ist, kann bte Zentrale qu|n 25|äbrtgen Jubelfeste beö Gesangvereins .Froh- xbre Tätigkeit aufnehmen Ifinn- am 13. und 14. Juni sind bic Vorbereitungen im ... Da«s^ Wmifttnumlfflon„ 51(8 neftptag routbe ein geeigneter Platz an bei des Imiern Iwu nach der „Tamifi. Ztg ut euitrr Eiiticheiduna I , 4? „ v auf einen 'Rcfuve «gen ein Urteil ehic8 Brovmzial Ausschusses Straße nach Fellingshausen gewählt, ^ir beauem zu erreichen Mavnbt'n r u n b i a u ancrtauni: Hat aus Anlaß einer Feld ! unb eine herrliche Aussicht nach ben Höhen deS HinterlanbeS bcrrmiiuiuii bic Bvllzugskommissioii mit ber (Stencbmigunn der I ^>vähtt. Zahlreiche Gesangvereine haben bereits ihr sEr- Landeski'nnnisfn'n mich '?Lrt. 4 Ain 3 und Art. 14 Ziffer 1 \ ^ntn nngemelbet. Tie Krofdorser Kapelle wird die Fest- des o^kbverrmiaunasaeiepes ivui 1906 beichloiicn, em der »reib-I ^r. r. n y bcn-xmiumn an und für nck nicht umcrliegendes Grundstück zurlmujik stellen. vermischte». • In Marksteinerheim starb heute der EtandeSberr unb ReichSrai der Krone Bayern Ludwig Grat v. Nechieren- Ü i m p u r q im 99. LebenSiahre. Er war geboren am 9. Januar 1811 vermählte sich 1840 nni Luitgard Gränn zu Erbach-^ütttena/. unb 'folgte feinem Vater im Jahre 1847. Er war erblicher Aeich»- rat deS Königreichs Bayern. Seine Gemahlin war eine um uve, Jahre jüngere Schwester der Fürstin Thekla zu ’iljenburg und Büdingen, der Großmutter des letzigen Fürsten, besten Gemahlim eine Enkelin bc« Verstorbenen ist. • Erdbeben. In Tlabrib wurde gestern nachmittag b llbt 40 Minuten ein leichter Erdstoß wahrgenommen. Edenlo wurden in Cordova, Sevilla und Badago^ Erd'iotze wahrgenommen. Auch in Portugal würben E r d st o y e mit unterirdiichem donnerahnlichem Geräusche roahrgenoinmen In Lissabon brachen an mehreren Stellen Brände au«. Mehrere Kirchen erlitten Beschäbigungen. Kleine Tagcochronik. Bei M ü nchcn fuhr am Tonncrdtaqalenb eine Aut»- mobilbr oiebte in eine von einer Nachtübung lommcitbc Jtom- vagntc bei ImaMern Leibregiments Innein, iwtn i ,uo c i - o l • baten schwer verletzt wurden Das Auwmobil letzte bte Fahrt mit äußerster Geschwmdigkttt sott, wurde aber bet -reblfiS- heim angehglten. . . Ter frühere Lehrer D tppold, ber leuicrjeit den -ob" t»* Berliner BankdirekwrS stvch tot prügelte, hat Nck m der Arbeiterkol.'iiie Sinwnsbos, wo er seit der Verdutzung seiner Strafe weilte, erschossen. Tev Aadschleprdanwst-r ..Mathias Stinne» ^^10' rannP rnn Donnerstag, als er aus dem '.’cerfar in den :)ckein fuhr. in ber Haltung der Iungtütten aur di- femblitbc valtuw« bet Konitaniinoviler G-arniwn ;uruck,urudnen ist Saloniki, 24. Avril Auf dem Transport nach bmj*1. der berüchtigte Palast- Spion A > - - m B e: vlovlich st hässlich. Das Befite I &rSo Kopfschoppen sind die Haupt- ursaohe des Haarausfalls. Selbst unter schwierigen Umständen hat sich JAVOL zuverlässig bewahrt! Javolisiere [ dein j La Haar M Diejestelilfebci' Kopfschuppen Haarausfall^ JAVOL M ■ G'' .'.vr.yfä Ä'» ■X--l’. WWWWW^^^W ' • - • ■ ' - . V > . ' M E :"4,» M I-S— Statt Karten 2449 Nidda. April 1909. JVtarie J'üinsinger Dr. Reinhard j lu,,h“'Ww , 51,lt' «U8 3, b" k aaL^55555^ c Mutter ke, LZZZ ktm-lrungen. einer ***«***£, »t de» verhaftet- „.faguii^ ÄMl. J ’ ctg£ c 3fuVti®* ^naitA ««“""Äii* SS^i'Ä jjnl ^..Mrsch ufS ME n ha ® r™ sicher Reitz. ■®Mhn mar eine um5J , äe a )» ienbutg m *» Men, bejjen TenW °urbe geilem nachmittag 51b °B wahrgenommen. 6be.it Q ,u"d Aabagoz Erbst- )al wurden Grbjtöbe r- erau|cf)e wahrgenommen > lellen Brände aus. Mehr echrontt. vmicrstagabenb eine Autt- 'r Rachlüdung kommende ts hinein, wobei zwei Seil'. Das Automobil jefctt it t fort, wurde aber bei M ), der seinerzeit den ÄK ie prügelte, hat sich in > t seit der Berbichung iüK >ias Llinnes Nr 10" renn. Neckar in den Rhein sch, ei icl ')ir.9" und beschä^^ if ÄeMannschas.'Kr neuerdings durch gro&tr komMert gemeßenen $- ursverwaltung soweit gekbi iftettt werden mrd. Es st tzn der Meinen Mmr iU deSw W werden, w Mkeder, der denen c-' M nt auiiubrutgen W bflbcn die ,vtnm*wj^ «M»tz«LÄk » 32° S'U— pr-«ß>>»" »’S >m Stift' 4»--!- rectoir6' Mk^" Korsett Marktplatz 6 Serie I M braun, früher II Serie schwarz, grün, diagonal Kammgarn früh. M. 37.50, jetztM. üV~—* Serie III IV Serie V Serie 6-1359 VI Serie VII Serie früher M. 15. M. 25 jetzt M. jetzt M. früher bis M. 20 Kostüme blau, braun, Garnierte Kleider in Prinzess-Form, wundervoller Ausführung KflOO früher M. 75, jetzt M. ÖU— Paletots lose und anliegende Fassons in den modernsten Stoffen Kostüme in prima Cheviot, blau und Frühjahrs-Blusen von elegantesten Wollstreifen in Wiener Fassons Q50 jetzt durchschnittlich M- 0—• Kostüme in Frauen-Grössen, blau u. grau gestreift auf Seide 9f|00 früher M. 50, jetzt M. 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Partie Schuhwaren, ein Schreibvult, 1 Bücherschrank, ein Ladenregal von Elsen, 1 Mille Zigarren, Haus-n.Küchengernte aller Art u. versch. andere zwangsweise gegen Barzahl. versteigert werden. ______Seipel, Gerichtsvollzieher. Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Habn III. und Familie. Karl Halm III. und Familie. Marie Habn Wwc., geb. Greb, und Kinder. Wilbclm Rinn VI. und Familie. Ludwig Sack V. und Familie. Heuchelheim, den 23. Avril 1909. Gießen, den 20. April 1909. Die Armendeputation der Stadt Gießen. ____ Keller. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Jung I. Beerdigung. Montag, 26. April, nachm. 4'/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus. 2477 Die Beerdigung findet Sonntag den 25. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, in Heuchelheim von Gießener Straße Nr. 44 aus statt. 2453 ZilstMsttzung 11. jiciißiiingc von Gärten führt bestens aus Adolf Dönges, Kunst- und LandschastSgärtner, 029691 Bahnhofstraße 17.________ Todes-Anzeige. Heute vormittag 6*/2 Uhr entschlief plötzlich und unerwartet meine inniggeliebte Gattin, unsere teuere Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Karl Steuernagel im 59. Lebensjahre. Kekannlmachimg Wegen Vornahme von Walzarbciten wird der Schis send er ger Weg zwischen Licher- u.nd Bergstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 21. April 1909. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Reinhart. Achtung! Sonntag den 25. b. 9)1. von nachmittags 3 Uhr an find samt liebe Geschäfte aus dem ZuM m ötr Lehn Mehrere Pferde n. Wagen, ein Break, 1 Partie Ergebung von Sauarbeiten. Die für die Erbauung eines Faselstalles nebst Einfriedigung und Hofanlage, sowie die für das Abortgebäude, Einfriedigungen und Hofanlagc am Schulhausneubau zu Lollar erforderlichen Arbeiten und Lieferungen wie: Erd- und Maurer-, Steinmetz- (Lungsteinwerkstücke). Zimmer-, Dachdecker-, Spengler-, Schlosser-, Glaser-, Schreiner-, Weißbinder-, Eisenbeton- (ca. 215 qm Eisenbetondecken), Planier- und Pflasierarbeiten, sowie die Eisen-, Röhren- und Basaltgruslieferung sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während der Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind verschlossen rind portofrei bis spätestens am Mittwoch dem 28. April 1909, nachmittags 4 Uhr auf Großh. Bürgermeisterei Lollar einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Bekanntmachung. Aus der Plorkifchen Stiftung find alsbald zwei lebens längliche Pfründen in Höhe von je 360 Mark jährlich an zwei würdige, arme weibliche Personen, geborene Gießenerinnen, zu vergeben. Die Psründnerinnen treten als Pfleglinge in die Prooinzial-Siechenanstalt hier mit den für Selbstzahler bestimmten Vergünstigungen ein. Meldungen nimmt bis 15. Mai 1909 das Städtische Armenamt, Neuen Bäue 25, entgegen. Vergebung im Mmr- iinü Mstmrbeiltn. Die Maurer- und Pfiafierarbeiten für die Befestigung des südwestl. Bürgersteiges der Wilhelmstraße von der Franksitrter Straße ab auf rund 125 m sollen Dienstag de» 4. Mai, vormittags 10r/2 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststtmden bei uns zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einrureichen. Zuschlagsirist 3 Wochen. Gießen, den 22. Avril 1909. Städt. Tiefbauamt. Braubach. Frau Elisabetha Jung geb. Paasch Unentgeltliche Arbeitsvermittelung. AMWer ArbeiMachiveis Gieße«. Gartenstraße 2, Zimmer 2. ES können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Rockarbeiter, 3 jüngere Hausbitrschen, 2 Arbeiter, 1 Laufsrau, 5 Dienstmädchen, 1 Lausmädchen, 1 Handlanger, 1 Kindermädchen. Lehrlinge: 2 Buchbinder, 4 Schreiner, 1 Bäcker, 2 Schlosser, 2 Glaser, 1 Schmied, 1 Lehrmädchen, 1 Polsterer u. Dekorateur, 3 Tapezierer u. Polsterer, 1 Wagner, 1 Kellner, 1 Schneider. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Bäcker, 1 Sattler u. Tapezierer, 1 jüngerer Metzger, 1 Spengler und Installateur, 2 Schneider, 2 jüng. landw. Knechte, 6—8 Arbeiter, 2 Köchinnen 2 Dienstmädchen. Lehrlinge: 2 Bäcker, 2 Schlosser, 2 Schreiner, 2 Metzger, 1 Schmied. Es suchen Arbeit: r ,r . B®*/4 1 Handlungsgehilfe, 1 Schreiber, 1 Schmied, 1 Wembmder, 2 Glaser, 1 Rahmenglaser, 1 Installateur, 2 Buchbinder, 1 Müller, 1 Bäcker, 1 Steinmetz, 1 Mechaniker u. Eisendreher, 7 Bauschlosser, 3 Spengler u. Installateure, 1 Schuhmacher, 1 Polsterer und Tapezierer, 6 Schreiner, 1 Fuhrknecht, 2 Hausburschen, 1 Hausdiener, 2 Gartenarbeiter, 6 Arbeiter, 2 Lauftrauen, 3 Waschfrauen, 2 Kindermädchen. Lehrlinge: 4 Schlosser, 1 Polsterer und Tapezierer. LMifcher Wohmgsliachiveis Gieße«. Gartenstraße 2, Zimmer 2. lGeschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) ES find zu vermieten: 1 Wohnung von 8 Zimmern, 2 Wohnungen von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 6—7 Zimmern, 1 Wohnung von 6 Zimmern, 7 Wohnungen von 5—6 Zimmern, 3 Wohnungen von 5 Zimmern, 4 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern mit Laden, 3 Wohnungen von 2 Zimmern, 1 Wohnung von 1 Zimmer, 13 möblierte Zimmer, 1 unmöbl. Zimmer, 1 Wagenhalle. Zu mieten gejucht: 30 Wohnungen von 2—7 Zimmern. B-V, Versteigerung. Montag d en' 26. ds. Mts., nachm. 2*/2 Uhr, sollen dahier Walltorstraße 6 (Darmstädter Todes-Anzeige. Heute morgen 2V-j Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Herr Ludwig Kahn I. Weichensteller t. P. Kalbfleisch. Verkauf. Die durch Veränderung der Warmwafferbereitungsanlage in der mediz. und Frauenklinik entbehrlich gewordenen Gegenstromapparate sollen auf dem Wege öffentlichen Angebots abgegeben werden. Die Angebotsunterlagen können auf unserem Amt, Stephanstraße 18, eingesehen, Angebotsformulare dorther gegen Erstattung der Selbstkosten bezogen werden. Die Angebote sind bis zum EröffnungSterutin, Samstag den 1. Mai v. Js., vormittags 10 Uhr, bei uns ein- zureichen.. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 22. April 1909. 3u vermieten Jranffurter Strastc 6 mittlere Etage, grobe 8-Zimmer- Wohnung mit Zubehör, alsbald zu vermieten.«2437 [ 7 Zimmer | In 2.5t«if mein» virni«, bestehend aus 7 grast. Zimmern, ist oer 1. Juli au oerm. (2313 Lari Jren*porf, Neustadt 1. 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