Erstes Blatt ISS. Jahrgang Samstag 24. April 1909 Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. Bezugspreis: monatlich75Pf.,viertel- iährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.— viertel- lährl. ausjchl. Bestetlg. Zeilenpreis: lokal 1b Pf., auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f. ^euifie- ton und „Vermischtes" K. Neurath; für „Stabt u. Land" und „Gerichtssaal": E. Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. Nr. SS Der Siehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: i'ierinal wöchentlich EiehenerZamtlienblätter; zweimal wöchemllfieir-- blatt für den Kreis Sietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monnil. Landwirtschaftliche Zeitsragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, MU General-Anzeiger für bä oornuttegT'sMu” iiotaticnskrnuk und Verlag der Srühi'schen Univ.-Such- und Steindruckerei 8. Lange. Die heutige Nummer umfoht 16 Seiten. Stimmungsbilö aus Sem Reichstage. Berlin, 23. April. Kleine Geschenke erhalten bie Freundschaft. Staatssekretär Dr. Nieberding hat es verstanden, in dieser Zeit allgemeiner parlamentarischer Unlust dem Reichstage eine Verhandlung zu bereiten, bei der sich alle Parteien in einhelliger Zufriedenheit zusammenfanden. Dabei ist Dr. Nieberding selbst anscheinend mit seinem eigenen Werke nicht so zufrieden wie der Reichstag, dem er die Vorlage gemacht hat. Es ist die kleine Strafgesetznovelle, die einige Milderungen bringt bei der Verfolgung und Bestrafung des .Hausfriedensbruchs, des Arrestbruchs u. devgl. bei geringfügigen Diebstählen und Unterschlagungen, besonders wenn sie aus Not begangen sind; und auf der anderen Seite eine Reihe von Strafverschärfungen: bei Mißhandlung von Kindern, bei Tierquälerei, Beleidigungen und eine Aenderung des Erpressunasparagraphen im Hinblick auf die wirtschaftlichen Lohnkämpfe. Man weiß, daß das Reichsjustizamt seit langem in voller Arbeit ist bei der allgemeinen Revision des Strafgesetzbuches und daß Dr. Nieberding noch bis vor kurzem sich dagegen gesträubt hat, dieser ganzen Arbeit durch Herausgreifen einzelner Stucke vorzugreifen. Dem andauernden Drängen des Reichstags, der Jahr für Jahr bei der Beratung des Justizetats auf besonders dringliche Mängel in dem geltenden Strafgesetzbuch hrnwies, hat er aber schließlich doch nachgegeben. Die heutige Beratung dieser Novelle konnte naturgemäß nur eine Wiederholung dessen bringen, was die Presse nach dem Erscheinen der Novelle in zahlreichen Artikeln bereits erörtert hat. Es sprachen zumeist Juristen: vom Zentrum der Neffe Windthorsts, Herr Engelen, der Kom- servative Pernieck, Dr. Varenhorst von der Reichspartei und Dr. Osann als Wortführer der Nationalliberalen. Nur die Sozialdemokraten und die kleinen Gruppen der wirtschaftlichen Vereinigung und der Reformer schickten Laienredner vor. Sie alle begrüßten die vorgeschlagenen Strafmilderungen, und mit Ausnahme des sozialdemokratischen Redners neben den anderen Strafverschärfungen auch die Verstärkung des Schutzes der Ehre. Hinsichtlich der Ein- l'chränkung des Wahrheitsbeweises, die her Entwurf zu diesem Behufe weiter vorschlägt, wurden allerdings von verschiedenen Seiten Zweifel erhoben, die der Staatssekretär nach Möglichkeit zu zerstreuen suchte. Er erklärte ausdrücklich und Dr. Osann stimmte ihm zu, daß es sich hier nicht etwa um eine lex Eulenburg handele, sondern daß, soweit überhaupt ein besonderer Fall bei diesem Vorschläge Gevatter gestanden habe, es die Behandlung gewesen sei, die Fräulein Olga Molitor in dem Karlsruher Hau- Prozesse erfahren hat. Dr. Varenhorst benutzte die Gelegenheit zu einem Antivivisektionskolleg, dessen drastischer Vortrag wiederholt Stürme der Heiterkeit entfesselte. Die Verhandlung wird morgen weitergeführt. Die Freisinnigen kamen noch nicht zu Wort. parlajmcntarifcfyes aus Hessen. Vom hessischen Verein für Frauenstimmrecht ist der Zweiten Kammer eine Vorstellung zur Wahlrechtsvorlage zugegangen, in der die Ausdehnung des ilandtagswahlrechts auf die Frauen verlangt wird, damit das Wahlrecht auch in Wirklichkeit ein gleiches werde. Der Vorstellung ist eine Begründung beigegeben, die die m8a—BBBa—BaB«aiMBT"ivwiwiinii u ie (9. Jahrhundertfeier der Hermannsschlacht. In Nr. 58 des G. A. wurde schon einmal darauf hingewiesen, daß im Sommer des laufenden Jahres Kleists „Hermannsschlacht" auf einer Naturbühne in der Nähe von Gießen zur Erinnerung an die Befreiungsschlacht im Teutoburger Walde von Liebhabern aufgeführt werden wird. Und in doppelter Hinsicht ist das Jahr 1909 für die Hermanns- ichlacht bedeutsam. Einmal ist es das Jahr der 1900. Wiederkehr der Schlacht; und bann sind jetzt gerade 100 Jahre verflossen, seit Kleist sein Drama veröffentlichte. Heinrich von Kleist ist nicht dec einzige Dichter, der die Schlacht im Teutoburger Walde in einem Drama behandelte. Neben ihm haben sich noch vier andere Dichter, Grabbe, Greif, Klopstock und Schlegel daran versucht, allerdings in drama- lischer Hinsicht nicht mit dem gleichen Erfolg wie Kleist. Die Werke von Klopstock und Schlegel tragen den Stempel der llnvollkommenheit an sich; sie haben zwar mit künstlerischer Begeisterung den Stoff ergriffen, vermochten ihn aber nicht aus der epischen Breite herauSzuheben. AuS dem geraden Gegenteil ist Grabbes Werk für die Bühne unmöglich gewesen, wenngleich die Art, wie er den Stoff behandelt, von Hoher dichterischer Kraft zeugt. Das Werk Greifs ist ein Jugendwerk, das der Dichter selbst nicht weiter veröffentlichen sollte. So bleibt als einziges Bühnenstück das Kleiftsche Drama und dieses ist auch besonders für die Naturbühne geeignet Da die meisten Szenen im Freien spielen, ist die Illusion »iel leichter als auf einer geschlossenen Bühne. Die Darstellung kommt der Wirklichkeit näher. Und wo können wir un§ den echten Germanen anders als im freien Wald denken? Der Wald ist seine Heimat, sein Element. Echt germanische Charakterbilder werden oor uns entrollt. Wir sehen die e:roa§ unbeholfenen, ehrlichen Kraftgestalten der Germanen, nide von einem großen Gedanken beseelt und alle gewillt zu kämpfen und zu fallen für ihr großes Ideal, die Freiheit. Wir sehen ihren Fürsten, der nur im Verkehr mit seiner Familie seine Gedanken an Befreiung und Rache ausschaltet. Wir sehen im Gegensatz zu den Germanen den feinen, verschlagenen Salonrömer. Ueber uns rauscht der Wind in den schon in der letzten gleichartigen Vorstellung angeführten Gründe für diese Forderung wiederholt. Abg. Köhler hat eine Anfrage wegen des Petitionsrechtes der Beamten der Großh. Obstbau- schule Friedberg an die Regierung gerichtet. Danach hat der Direktor der Obstbauschule den Beamten ein vom Direktor Dr. v. Peter 1897 entworfenes Schriftstück vorgelegt, dessen Schlußsatz lautet: „Nur unter der Voraussetzung dieses dienstlichen Taktes ist dem einzelnen Beamten die Nebentätigkeit in dem Obstbäuverein und der Obstver- wertungsgenofsenschaft zugewiesen worden, welche ja leicht Veranlassung werden kann, im auswärtigen Dienst gegenüber anderen Behörden, Abgeordneten oder Privaten persönliche Kritiken laut werben zu lassen oder sonst über bie Verhältnisse der Anstalt Mitteilungen zu machen." — Nach Ansicht des Anfragestellers widerspricht dieser Satz dem Artikel 1 des Gesetzes vom 16. März 1848, nach dem alle Beschränkungen des Petitionsrechts aufgehoben sind. Es wird gefragt, ob der Regierung das verfassungswidrige Vorgehen der Direktion der Obstbauschule bekannt ist und welche Maßregeln sie zu ergreifen gedenkt, um dem Vorgehen der genannten Direktion in Rektifizierung des Geschehenen und in Vorkehrung gegen gleiches im kommenden zu begegnen. R. B. Darm stad t, 23. April. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer war heute wieder beisammen und genehmigte die von den einzelnen Referenten verlesenen Ausschußberichte. Pfarrer Koren in Lollar. ii. (Aus der Diskussio n.) Als erster Diskussionsredner in der vorgestrigen freisinnigen Versammlung in Lollar sprach Prof. Luley aus Gießen. 'Er hob zunächst hervor, daß es eine schwere Aufgabe sei, nach einem so gewandten Redner zu sprechen, wie Korell; auch sei seine politische Vergangenheit viel kürzer und er habe nicht die politische Uebnng, wie Pfarrer Korest. Er müsse aus diesen Gründen nm Nachsicht bitten. Korell hpbe in seiner Rede allerlei Mätzchen vorgebracht, er, der Diskussionsredner, aber wolle in ernsterer Weise sprechen. Dem 1. Teile der Rede Korells könne er fast ganz zustimmen. Er freue sich, daß weite Kreise des Volkes sich jetzt aufgerafft hätten und sagten, daß die Reichsfinanzreform eine nationale Pflicht fei. Aber Korell habe geglaubt, daß bei: Liberalismus es erfordere, zu versuchen, bei dieser Gelegenheit neue Volksrechte herauszuschlagen. Die Regierung fordere die neuen Steuern doch nicht für sich, sondern für das Volk. Darum dürfe die Finanzreform auch nicht als Handelsobsekt betrachtet werden. (Zwischenruf: Wie soll das geschehenIch nehme, so fuhr Redner weiter fort, die Anerkennung Korells 'an, daß unsere Partei f ü r die Reichs- Vermögenssteuer eingetreten ist. Es ist so, daß in einer jeden großen Partei einzelne Mitglieder in ihren Meinungen von einander abweichen. Wir in Gießen haben uns so gestellt, daß wir Propaganda machen für die Nachlaß- ober Erbanfallssteuer. Nach kurzen Bemerkungen über bie Wemsteuer hob Pros. Luley hervor, baß die Nationalliberalen bie Tabakbanderolensteuer gleichfalls ablehnten, weil sie an kleine Betriebe gar zu große Anforderungen stelle. Bezüglich der Branntweinsteuer wollten auch die National- liberalen die Liebesgabe nach und nach abschaffen, weil die kleinen Brenner sonst schwer geschädigt würden. Die Kohlensteuer lehnen die Nationalliberalen gleichfalls ab. Es ist eine alte Forderung unserer Partei, so führte Redner weiter aus, das Reich finanziell se l b stä n d i g zu machen. Auch Redner ist der Meinung, daß diese Finanzreform lelbstverständlich nicht die letzte sei. Wir werden auch dann, so fügte er hinzu, einen Teil der Gelder auf dem WeZe direkter Besteuerung bewilligen. Die Ber- hälmisse sind nicht io, daß wir abrüsten können. Redner führte verschiedene eigene Beobachtungen von seinem Aufenthalte in Frankreich und aus seiner Lektüre an, um darzulegen, wie dort noch immer ber Haß gegen Deutschland genährt werde. Professor Luley ging dann auf die von Pfarrer Korell berührte Sozialpolitik näher ein. Es wird unserer Partei, so sagte er, vorgeworfen, daß sie nicht genug Sozialpolitik getrieben habe, aber unsere Partei hat früher Sozialpolitik getrieben als die Freisinnigen. Redner sieht eine große Gefahr darin, daß die Sozialdemokratie dm Massen weiszumachen versuche, daß der große Kladderadarsch nahe sei. Wir dürfen nicht verkennen, daß die Sozialdemokratie eine Gefahr ist. Wir wollen zum einzelnen Sozialdemokraten nicht hochmütig herab- schauen, aber ihn auch nicht umschmeicheln. Persönlich ist Redner mit den Sozialdemokraten immer höflich umgegangen. Was die Blockfrage angehe, so habe Korell gesagt, durch ihn ginge die Stoßkraft des Liberalismus verloren; Redner glaubt indessen, daß man wohl einen großen Teil der konservativen Elemente zu gemäßigter; Politik heranziehen könne, denn keine Partei stehe mehr auf dem Standpunkte wie vor 40 Jahren. Seit 1907 sind die Sozialdemokraten bei allen Nachwahlen zurückgegangen, — (Korell: War immer so!) — also ist ihre Stoßkraft zurückgegangen. Glauben Sie doch ja nicht, daß Sie die Sozialdemokraten zu sich herüber ziehen können. Redner erinnert daran, wie Barth und Gerlach, die ja noch weiter links ständen, als Korell, von den Sozialdemokraten mit Hohn und Spott überschüttet wurden. Auch froren sei als Jllusionspolitiker bezeichnet worden. Was das Verhältnis der Freisinnigen zu den National liberalen anlange, so sei es richtig, daß Fehler gemacht worden seien. Sicher aber fei es auch, daß Korell eine große Portion dieser Fehler gemacht habe. Die Nationalliberalen in Alzey-Bingen sind doch nicht die einzigen Nationalliberalen. Bei dem letzten Landlagswahl- kampse in Offenbach hat Korell seine Befriedigung über den sozialdemokratischen Wahlsieg ausgesprochen. Als 1906 bei der Auflösung des Reichstages allenthalben Wahlabkommen zwischest Freisinnigen und Nationalliberalen getroffen wurden, ließ sich in Hessen eigentümlicherweise nichts machen. Wir Gießener National- liberalen haben die Parteifreunde in Alzey-Bingen gebeten, für den Freisinn zu stimmen. Daß Justizrat Gutfleisch 1908 mit Dr. David zusammenging, ist der Anfang für die spätere große Spannung gewesen. Man hat uns Nationalliberalen in verschiedenen Kreisen, in Oppenheim, Worms, Grünberg ufiü. einen freisinnigen Kandidaten entgegen gestellt. Man ist in rücksichtsloser Weise gegen uns vorgegangen. Gutfleisch sagte in Worms, wir hätten ihm Vorschriften machen wollen, aber er handle nur nach seinem Gewissen, als wir gebeten hatten, der Freisinn möge in Mainz für uns eintreten. Ich erinnere ferner, daß man in Grünberg uns einen Kandidaten entgegengestellt hat. Ist nicht Elösser in schärfster Weise gegen uns aufgetreten. Wenn man in dieser Weise kämpft, dann ist ein Zusammengehen mit der Freisinnigen Partei schwer. Wir in Gießen hoben gewollt, mit dem Freisinn zusammenzugehen. Ich rufe Dr. Vogt, der hier anwesend ist, als Zeugen auf, daß i ch es war, der sich bemüht hat, daß beide liberale Vereine auch in Zukunft sufantmeitarbriten. (Ein Zuruf bestätigt das.) Es war aber Justizrat Metz, der da sagte, es bestehe ein zu großer Gegensatz zwischen ihnen. Ich machte dann einen neuen Versuch und schlug vor, daß die liberalen Vereine alle i/4 Jahre zu einer gemeinsamen Besprechung zu- sammenkommen möchten. (Zuruf: Sie persönlich haben es getan!) Ich war nicht der einzige, und wenn es nachher zur Spannung; kam, so ist es nicht meine Schuld, so liegt die Schuld nicht an uns. Wenn in einzelnen Kreisen, wie in Alzey-Bingen, Spannungen vorhanden sind, so hat das seine alten Ursachen. Korell muß wissen, daß sDr. Osann stricht nur teleplwnisch, wie er < Korell! behauptet, sondern auch bei seiner persönlichen Anwesenheit in Alzey empfohlen hat, nicht für das Zentrum zu stimmen. Greupners Schrift ist nur eine Rechtfertigung gegenüber den Angriffen, die auf ihn gemacht worden find. Man macht unserer Parteileitung Vorwürfe wegen ungenügenden Eingreifens in Alzey-Bingen. Aber der frei;innige Zentralvorstand in Berlin hat doch neulich nach Verden- Hoya geantwortet, daß er grundsätzlich nicht eingreife und Baumkronen des deritschen Waldes und durch die Stämme fallen die Strahlen der Sonne Baldurs. Wir fühlen uns kaum als Zuschauer; wir denken uns hinein in die Zeit unserer Ahnen, erleben mit ihnen den großen Freiheitskampf und sehen mit unserem geistigen Auge Wodan und die Helden von Walhalla auf ihre Erdensöhne herabschauen, und die Walküren sich bereit machen, die im Freiheitskampfe gefallenen Krieger einzuführen in die lichten Räume des unendlichen Himmels .... R. K. — Die Jungfrau von Orleans ist eine Italiens r r n! Es ist keine ganz neue, aber eine nur wenig bekannte EntdeArng, daß das Heldenmädchen aus Tomremy, das dem König Karl VII. sein, Reich gerettet und zuruckgegeben hat, feine Vollblutfranzösin, sondern die Tochter einer nach Frankreich eingewanderten italienischen Familie war. Diese schon am Anfang des 19. Jahrhunderts von verschiedenen italiem;i':en Geschichtsschreibern. mit glaubhaften Belegen unterstützte Behmcptung wird jetzt anläßlich ber Seligsprechung von verschiedemn Seiten wieder aufgenommen und in umfassender Weise begründet. Ein Engländer Stuart Glmnie und ein Italiener Ameviev eearlath hoben neuerdings alles, was sich von alten Quellen und neuen Funden zugunsten dieser Annahme beibringen läßt, gesammelt, und.die gesamte italienische Tagespresse verzeichnet der Köln. Ztg. zufolge, ihre Ergebnisse mit begreiflicher Genugtuung. Im wesentlichien handelt es sich um Aufzeichnungen der Familienchronik der Ghis- lieri aus Bologna. Danach wäre im Jahr? 1401, als die Ben- tivoglios Herren von Bologna wurden, ein Ferrante Ghislieri, der zu der. unterlegenen Gegenpartei gehörte, aus seiner Vaterstadt geflohen n. hätte sich in dem französischen Flecken Dornremy niedergelassen. Um sich desto sicherer der Verfolgung seiner fiegreiefcn Feinde zu entziehen, habe Ferrante seinen Familiennamen. in D'Areo umgeänbert. Dieser Namens'.vechsel lag nahe, denn das Wappen des edeln Hauses Ghislieri bestand in einem goldenen Bogen (-Arcv^ mit dem Spruch Fac bonum. Tie jüngste Tochter von Ferrante D'Arco und feiner Gattin Isabella war Johcnma, die schon ihrer Abstanunung mich nichts Bäuerisches oder Niedriges hatte, sondern als Tochter eines adeligen Streiters mit höfischen Sitten und einer besseren Bildung ritterliche Neigungen und hohen Mut verband. Auf diesen Ursprung des Heldenmädchens, der sehr wohl zu ihrem Auftreten und ihren Taten paßt, spielte auch eine französische Dichterin des 17. Jahrhunderts, eine ge wisse Claudine Brunaud, in einem Gesang an die Pueelle an, wo sie ausdrücklich vorn Vater Fevrant, der illustre noblesse und dem sang de Ghisilier spricht. Eine neuere Entdeckung wird nun als Bestätigung dieser alten Ueberlieferung ins Feld geführt. Vor zehn Jahren fand man bei Erneuerungsarbeiten im Tom S. Petronio zu Bologna auf dem ersten Pseilev links uhter einer späteren Tünche verborgen ein Fresko der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, das die jugendlich Heldin in der herkömmlichen öarm darstellt, gerüstet in Männerlleidung, mit fliegenden Locken, in der Hand das Banner mit dem roten Kreuz auf weißem Feld haltend. Dieses Fahnenbild ist nichts weniger als gleichgültig. Die Fahne der Jungfrau von Orleans zeigte tatsächlich nicht das Lilienwappen des französischen Königs, für den sie ins Feld zog, sondern das tote Kreuz in weißem Feld, und dies ist auch das Wappen von Bologna. .Das Fresko in der Bologneser Kathedrale wäre danach folgendermaßen zu verstehen: Die Erinw.riurg an die Ghislieris und an die Heldentaten ihrer Tochter in Frankreich war in der Vaterstadt noch lebendig, als das Bild auf den Pfeiler gemalt wurde; um 1450 ließ König Karl VII. den Hexenpwzeß der Pueelle einer Revision untergeben, deren ©rgebniä die Anerkennung ihrer Unschuld war, und dieses Ereignis begingen die Bologneser freudig durch die Anbrnwung ihres Bildnisses im Dom der Heimatstadt. Wenn ein vorsichtiger Historiker vielleicht noch nicht völlig überzeugt ist durch die obigen Ausführungen, so muß man immerhin anerkennen, daß sie vieles für sich haben. -—Aus Ibsens Nachlaß Die Kopenhagener Zeitung Politiken hat einige noch unveröffentlichte Arbeiten von Henrik Ich en zum Mdruck gebrach:. Alle stammen aus einem Fuoend- Manuskripte, das lange verschwunden wär; in die für den! Derbst vorbereitete Ausgabe von Ibsens literarischem Nachlasse werden die Sachen gleichfalls ausgenommen werden Die erste dieser Arbeiten fit dem „Tag" zufolge eine Novelle aus dem Ende des achtzehnten Jahrhunderts, die den Titel führt: Der Gwanaene Witifet Abschnitt UM. tafit ba» erftc h)M her d-U Wkchrhnt nnchtrz-rhltcu Erzählunvenn eine gualifütertc Mehrheit von Bochum Gum . Buderus E. W. Emulsion hat tauchen immer 96.1Ö 86.80 96.15 86.80 95.00 Tut* aU Mr surft— — bm •ctsztt*» Einkauf. 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Ter Weltruf von Scott; Lmulflon bürgt für die Güte deS Präparates, und die mit ihm erzielten Erfolge sind unbestritten. Billigere, vielfach minderwertige Nachahmungen von scottS .. für dieselbe ist. Ter Regierung soll Die neue 3rrenanftalt bei Sichen. \m Anschluß an die Besichtigung der im Bau begriffenen •re-fi ertc *** wefct Telefonische Kursberichte des Glesscuer Anzeigers, miUretcüt von der Bank für und Industrie, Giesseu. nnagei Tachgeinn» aus Tteiltetrol'det. aufter he: ber_ kein Fenster mit Hausteinen iren. nnt und irglicbe -leu'btld- tauer-TTbfi:en ierngcMteben sind, f v < Ausbildung der 6o(*imnv* und Tachendtgungen zeigt die.d7. .einfachsten normen. Auch die mitten vor her: Salbe gelegener 3pelle toll aunen wie innen einer rinracbm. oberdeis,scheu Dorftirche ähnhrt) werden Ter Borwuri b-:r Sammer, e* werde vom floate zu ko-: ipielu (rebau:, mitt für diese Neubauten keinrs'alls ju. Aufter den tue Behandluna der verichtedenen Arten von Börse, 24. April, 1.15 Uhr. 62.20 98.50 95.75 94.30 145.00 51.00 89.20 65.90 99.60 Kj Refimgtgi Ssusschllli Denvapit Tiohlint ?<ü n vei Drittel der Freisinnigen hu den Welsen gestimmt Zch bin liberal genug, das zu vergeben Tr. Dfann bat nicht nur telegraphisch gebeien, in Alzen- Bingen nicht sstr daS Zentrum zu stimmen: er ist auch per lonlfcb dagewesen (Morell bestreitet das Zum Schluß ging der T iskussionSi ebner nod> nälxT ans die hessische Wahlrechts Vorlage ein und legte die einzelnen Bestimmungen dar und uigi, das; mich der 8 75 keinen Verrat an BvlfSrcchten wolle bat gesagt, nach dem !kh- i d n ' A man tgckb abgtlebni, wenn i's die Bturitc .Manuner ab lehne. Das in aber nicht der ?vall Lehnt die Zweite Mammer das uinanz getetz ab, so hat über diesen Beschlug auch die Erste Mamin er zu beicht leben Nimmt die Ntf ?>inan-gefetz an, fo folgt eine gemeinsame Abstimmung Inider Manmiern Ter springende Punkt der Wahlrechtsvorlage bildet die iog sttekomunikatwu. Z. Zt. k a mi die Zweite Mammer vor ihrer nttgültigen Abstimmung erst in eine mrtraulid»e Beratung mit der Ersten SPannner inner bald de» FinanzausfchusseS emtreten - und sie hat die» infolge stündigen Braud seither rrgelmäbig getan —, nach der Vorlage 'oil dieser Brand' za einer Pflicht wcrd-en, wobei da» Borrecht der Zweiten Mammer bumebthd) der Beratung und 'Abstimmung gewahrt bleibt nt denn da ein Bolksrecku pwisgegeben? Und togar Herr Kvrell bat beute den neuen Art. 67 für annebm dar erklärt. Und nun erst der An. 75! seither hatte dir Regtetung das Recht, em? zum -.weiten Male von einer Mammer abgetebiue Äcse' Svoelage mrückzuziehen oder aber hierfür und gegen dieselbe in beiden Kammern bereits abgegebene 5 tun men zusaniiienzu ><.blen und wenn die et mache Rehrheit bafür war. die Vorlage a!» angenommen zu ctMk n. Die Wahlrechtsvorlaoe erschwert Irrenanstalt durch die Teilnehmer des internationalen Murjud für gerichtliche Psuchologie und Psychiatrie und un Rückblick aus die Verirandlungcn in der 2. Mammer der Staube bei Beratung de» Etats wird die nachstehende Schilderung der neuen Irrenanstalt vielleicht einem weiteren Kreis der Leser von Interesse sein. Das Mcbici der neuen Irrenanstalt umfaftt ungefähr 23 fcictlar. Der gröbere Teil der Fladtc liegt vor dem Walde ttnbl — ftigung d r Kranken in frischer Luft als Feld x und Wartcnlauö von i'kbäuben möglichst frei gehalten. Um , doch im Wal In- für alle Mrankenbäuser und besonders I auch für spatere Erweiterungsbauten Platz zu behalten, wur I den die Wohnungen der Aerztc und Beamten sowie die Ber-1 waltungS- und Wirtschaftsgebäude vor den Wald gelegt und .zwar I recht nabe der sicher Strane, damit die Zugänge zu allen biritn | Btt Schrei bqeb Ätc Suuftrnut sann irrten Seet, «btdjluB < Regierung Heb:, und verlangt eine neue gemeinsame Be ratung und Abuimninng bann angemmtmen sein Nehmen Sic täglich em Likorgladchen Tr. Bommel » logen unmittelbar vor der frauoimabhdL Appetit wird reger. Jbr ^irroeirtuncm entart^ Mattigkeit verschwindet und körperliches nnöcn itclll iich tn1d> ent Berlange» £■•< nae örudhd) dad rette .Tr. <*ommel V Carmc und werfen 2ic Nachahmungen zurück! 11X10 149 50 gcirominen werden, und das nenn Preisgabe von BolkSiechten! porgrifbnien Mastregeln ;ur sicheren B rwabrung tener gemein gefährlichen Menschen Es dari gnagt werden, dast in Mr’rt Berlebutig oom baulichen Standpunkt auo nur das Beste «u- gewählt wird, nathhem die neueren Bauten gleicher 2lrt cm gehend be’totiqt wurden Dies Gebäude, das „feite Baus" genannt werd in der 3übette des Gebietes am alten ^chi'ienberger Weg dec Landwirte zu untcrftiifrcn: es kam anders. RecktSanwalt St auf manu: Was Tr. Ebel über df hab ii dem n- ifinnig n > reigestellt Im Jahre ■ wir, 11 ' I bi nngen von unserem etg nen n M inbil i ii tu" 1< stellt T«, n n schlos n, in11 i m Freisinnigen Der hi ,iii()iiini n zu gehen und ihm vorgeschlagen, sich aus unseren alten >iauhibaten zu einigen. Wir idMuflcn diesen vor, iMben ab nicht gesagt, daß nut der in Betracht kommen dürfe Wt -i fid ' kam nad)(4 1 ■ ten. Hm.: mit uns zu geh..n B > bei LairdkagStvahl m vorig ii Zab wat n mit bereit, (Entfleisch zu unterstützen isiuni i ii un • im 9 mips * ge j n bi< &oji il traten untcrftiivtcn. (4utflei)d) l>u abt*r e' klärt, er lasse fid) fern Jcoingunflni U lleu, wie er abnimmen iolle Tas haben wir in lb ich itd bet Zt it, wo wir n ich in Unter j üt । den Kandidaten standen, fiel unS der iyceisrmi iberg, wo wir gegen den Antisemiteit kämpften, in den Rück« n su ders al n den M impf in £ ffc nbad' hatten, fiel unS der Freisinn wieder in bat Rücken Tas alle» ist bod nicht, da« roh den ttrnnpf gegen den Liberalismus wollen. T"r Skaurpf tarn von anbei t verte Es int mich gi wundert, daß ein Mann von iolfbcr politischer Dedeutung wie MnrrU, zu Mampfeivhler persäulidi angegriffen. Ist es ein persönlicher Jing riff, wenn wir feststellen, daß Mohler von 9V Parlamentssitzungen nur 4 befudit bat? Ta int spricht Korell NON einer Mappe, die VON F-ranNurt nach Worms gewandert in. Ich weist nicht, was damit gemeint ist. £)b cs die Mappe von Beckn mar, i)i mir unbekannt. Zdi billige Älzeh^Bnigen Nidst, aber ich begreif es Ei» saldier Zoll wäre unmöglich, wenn nicht ganz gravierende (Gründe Vorgelegen hätten. Wie Ivar es in ?ilzen Bingen nun vor oer Wahl? Ta hatte bar gesamte na tionaliiberalc WablmiSsdiust tkm freisinnigen Wahlaussdmtz einen gemeinsamen .Kandidaten angeboten, etwa einen Politiker wie »um Beispiel Reinhart Schmidt. . Mer bie öreijinnigat oerltciftcn iidj auf Morell, der den Mampf gegen die Rationalliberalen zum Prinzip gemacht hat. Tann noch cin persönliches Moment. Prof. Xiulei) sagte schon, daß unsere ganze Partei in der Zweiten Mammer geschlossen gegen Hehl gestimmt habe Ta bat man doch kein Z-ünkd)en von £>ei)lfd)er Politik gemerkt. Wenn Hehl wirklich den irosten Einslnst hat, warum Niirzt er bann ben ihm m-rlwstteu Minister Gnauth nicht? Wer Hili ihn? Tie Zweite Mammer. Tie Mckionalliberalen. Bon 0»rcupnfr bat Morell geiagt. dast er zweimal das Ehrenivort ge brochen habe ixborell ivrinai erregt auf: „Das habe itb_ nicht gesagt." («roher Lärm. Vereinzelte Zurufe aus dem Saale: es konnte nur so anfgefatit werden. Maunnamt beruft fid) auf ben nenograbbifduni Bericht und verliest ben Wortlaut der Arusterung Morello. Morell protestiert bagegen Ter TiskussionSrcdner ging bann auf bie Weinstener ein und hob hervor, dast sie sehr wohl auf bie Monfummten abgetvxilzt werden könne. Ter Einfluß der nur diesmal eine ^nZnahme inadv. Ti-' rorbCT al'o non uns, was gegen ZI re eigenen Parteiprinripien ff r flöh: zt-s: bad Borg eben b-*: Trhru. v Hehl in t-er (fnt-m "amvxct anlangt, (o wissen Sie doch, bar bi ses Verhalten von der Zweiten Ma mm nick • billigt wurde, in der 20 Leute un .er Partei s'tzen. T-i^ >i r - kein Beweis, daß x)rrl bet pirituj r^ctor oct Par e berate u rieten Punkten zuiammengehen, aber in Hessen iii bas nicht der rfllt. '.i ioll n d> ireuen, nn nn Äotell fortan alles tut. um eine inigung zwischen ben Liberalen in 5? -ten herbelzutübren irr kann f? tun, wenn er seinem tbäuben nicht burd) bas (Gebiet der eigentlichen Anstalt führen. Zunächst ber Stadt, auf dem sogenannten „Tannenkom", steht die Wohnung deö Tir ktors nut herrlichem Rundblick nach dem Zelde hin. Tann folgt das Wohnlxrus für den Oberarzt, dann der yauvteingang ber Anstalt mit dem Psörtnerbaus, in dem I pater auch der Maschinenmeister Wohnung findet. Ttc Ein'ahrt-1 l'traRC führt direkt zum Verwaltungsgebäude und teilt nch hort I in zwei Linien. Nach rechts gelangt man zum vaupteingang der Verwaltung und weiter olme Berührung der WirtilhaftS-1 gebaube zu den Aufnahmegebäuden der grauen- und Männer^ I icitc. '.’iacb links führt bie Strafte an dem Eingang zur red)- nerischcn Verwaltung r. Zt. Baubureau, vorbei zum Muhten lager, das vertieft vor dem Kesselhaus angelegt ist, und zu den Eingängen der Wa'chküche und der durch einen Mauerbogen brr bunbeuen Mochküche. vier ist zur Einbringung des Mlhenvedarf' em besonderer Eingang in Verbindung nut emein zu den vrr idnedenen Stod)verL*n führenden Aufzug vorgesehen Ter ganz, WirtubaftShof ist von dem Venvaltungsgebäude aus leirht über fehbar. Tic vier >?ochdritckdampskessel in dein durch feinen 421 M.-i t kenntlichen Kesselbau bren Ta ui pi durch unterirdische begehbare Kanäle nach alten We bä üben, wo ,-r die Erwärmung des Wassers zu Bade- und Waschzivicten und die gesamte Heizung bewirkt. Zn den beiden Küchen roirc- aud> mit Tamps gewaschen und gekocht, während der Anirieb ber Waidimaschinen unb einzelner Auszüge nut Elektrizität erfolgt. Ten Strom für diese Motoren und für bie gesamte elektrische Bel- uchtung der Anstalt heiert die Stadt Gießen durch die bereit-. Alle eigentlichen Ärantengebäube mit Ausnahme eines foqen Landdaufes für ruhige Jraucn liegen i m Walde, das letztere in dem Winkel vor ihm. Turch Auslichtung des Waldes und An- mlanzung ron Unterholz unb Rasenflächen entstehen um alle ^rankei'gebände Gärien und Anlagen, die durch die stebeng-Plio- • leben erhalten und schon reichlich Schatten bteien werden. Tee luenfeite, nächst ber Licher Straße, fta f Anordnung der tHelxiuN nach Sommeteieachsen und ge'kattete zu- gleich nm- malerische Lage der einzelnen pdufer auf x>5brn und in ben Talern, io dast die an sich f -hr einfach gehaltenen Bauten mit ihrer Umgebung in gutes Bild abgeben werden Es in be- »onders darauf bin. etoieieu, dast bei ber Planung dieser Anstalt ichon von Anfang alt daraus hrngeioirh wurde, reden unnötigen Schmuck zu vermeiden und nur durch §orm und ."rarbe der bäube unb ihre gischickte i'-niw-ming einen künstlerisch befr c digeuden Eindruck hervoriudringen. Es sei erwähnt, dast kein Ein Wo.i • ’iir Ersten ‘’anrm r! Ehne b r-n Zustimmung tft Pir. P as ung Änderung möglich Ta- sagt klar und deut lick Irl i 10 Taran denken aber nn*i- Utepiiten nicht, bi-* am tie Eri Kammer ganz abi'fMi'ten möchten. Redner schiiestt mi der Mahnung, Last beide liberalen 'Kart••tgrntroen zu iamm nrt-e t.n müftten ;urr Wohle des g'mein;amenjBaterlano. :• beraten Wochenscknn m^hrted) Tür dos Zentrum Stellung ge •Hen : der Zwang-gesetz.iebung Terr Tr. Edel Beirat und nommen worden ist Redner hob svdami hervor, dast von . i ntruin eine *ta bi nettste ge sein, v-n Z-. ntnimsmann scheide ’ur .„•h.”!vr: war Es w-.rde daher im Emmrstaii. ni> n ben Prremnn immn- an Beim Wahlvoritand,- in Alzev-Bmgen l^i^trn Behörde: der Schutzstreiien soweit geliebt t. baB bie iea: feien keinerlei Nachrichten emgetwffcn, datz die Ra Ibereite angepflanzte ivefe von Lebeu>l>aumen aurtommen kann tionalliberalen bereit gewesen seien, für Reinhart Sckrmidr ein-1 Diese öecke soll hiS über Manneshöhe vollkommen dich: unu utreten Es sei festgettellt, dast die Ratwnalliberalen in Bingen-l undurchsichtig gezogen werden. Auch ihh bem Walde ut arr Alzcv noch zu Lebzeiten Meilers an das Zentrum mit einem alten Schis'.niberger Weg entlan.i eine Hecke gevilauzt. die in 'tvmvroinistkandidat.-n herangetreten feien Tas nut Reinhart paar Zähren den Anblick d auf dem «tlöc aibcuenbea Schmidt sei ein bloftes Manöver, das die Bingen-Alzever schon ui | ftranreit verhindern imrb. rgers Zeiten voll führt hätt n Warum halt Talmann ----- ängftlid) nut dem zurück, was für 1912 abgemacht worden ist? Kleine TageSchrontk. Redner verliest den Wahlaufruf der Rationalliberalen in Alzeh-l ~|t bn 3f(Radbod tmirbc ine zehnte Leid gesunder' Bingen Tort jri em 'lubhanbel um ba* '.Aanbat gemeieit nremer I befanb iich in fitzender Stellung in einem vodlcgnm. bu ging dann auf das Verhältnis zwilchen ben Jiationallio. taicn I Aufnahme von Handwerkszeug bestimmt ivar. Zm uh.imioj und den Freisinnigen m tz |en • n nationalliorrab-c idN*n zeigte diese ' Seite sei vorhin das Wort vom »sogenannten nattonaP luulu)eH> md.5 ;1I bet Annahme ührt, haft der Tod duru liberalen G > e i> > nc r .1 n z c i g e r gt lallen T.r betri hi N. .-tlrfunfl verursacht wurde. >ürti)ling! - ■ Automobil b T r SieftalÜ Sin4 lX' Weg zum Zirkus in Mad urbc i di wer »eile V t, der Xa« ist schon lange her' nein erst vor einigen Wochen Ta? | nomnien. ift das gute Recht dieses Blattes. Es hat mich angegriffen, aber es hat auch mich zu Worte kommen lassen. Zn Kiesten gibt es keinen f-icMicbcnbcren Menschen als Tr. (istilfteisch. Ter Antrag u'utfleijch Tavid ist nicht zustande gekommen, weil Gutfleiid) die Aationalliberalen Hatzte, sondern weit er sich tagte: es bandelt, s,ch um Pollsrechte Wenn mir in Mainz Ihren Manbibaten r rankiurier abgelehnt haben, jo waren es nur die Grüiibe, bie uns verpflldnen, 18*/, /, Beicbsauleihe. . . keine Bolksvcchte preiszugeben. Ter Rationalliberalismus leidet 18'/, A~ barau, das; er Maiidale nimmt, Ivo t r sie findet. Er war fridKr 3*/i gegen di-' Reick^svermvgenssteuer, weil die Regierung dagegen 13/^ war. Tas ist bezeickmend fier ben ganzen RalionaHiberalismuS. 3'/, Hessen Rber die Herren vergessen nur, dast Polllikmachen nicht tun 3*/, I» Oberhessen . . . heisst, wie oben die Witosahnen gehen. Sie.^Herr Professor 4 , Oesterr. Goldrente. . X’ub.n, sind furchtbar pessimistisch bezüglich ber 5o-,ialbentofrauc. * /» « Oesterr biiberrent«. Sie idiauen nicht weiter als über Zhrru Wahlkreis unb als über 4 ' Ungar. Goldrente . . bie nächsten a Zahre hinaus. TatiaclHLiü es, dast ohne Sozialbemo M , Italien. Rente . . . kratie in Tinitschland nicht Politik gemackst loerben kann. JbJo P o Portugiesen bene I . ,,tz.m die meisten Mitglieder des Reid;sverban,xs ? Bei 3hmii ? 3 /.Portugiesen R III. Redner nnnd.t sich zum Schluft auch noch idgirf gegen den .'Ul M /• /» ruas. btaataani. ijuo bculidicn Verband, ber bei uns tzaSielbe in ber VerlKtzung leiste, I 4/, /<, Japan. Staatsanleihe wie ähnliche Verbände im Auslande, von denen Prof Lnley 14/, Conv.Türken rou vorhin gefttoduni habe. Pfarrer ftorell schloß seine Ausführungen 'Pitekeulose . . . . . mit der Bemerkung, dast er mit allein, was er fordere, nur das * » Gnech. Monopol-AnL . Wühl o.s deutschen Volkes nn Auge habe. Zch fordere Sie auf, | o &umcjc Argentinier . so tagte er eiroa wörtlich, ein X) o ch aiiSzubringrnauf b a s deutsche Vaterland, daß es sich mädjtig, stark und sreiheit K B2 */< Alle Neuheiten in Tapeten B”/< 388] Bahnhofstraße 54. Passiva. uai stelle d. Gies;. 2lnz (2466 Aufgen. Kapitalien 243,209.85 1&! Neustadt 1. 2463] Telephon 36. 1530 ■ t^rbolungs Bedürftige finden ficunbl. Ausnahme m einem 18.— neu eröffneten (2276 268,456.16 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1907 Während 1908 gingen ab Abgeschnittene Ausgekämmte v kauft [2439 H. Tichy, Seltersweg 43. höchsten Preisen. (02919 sich billigst 02705 Adolf Gerstenberg, Brandgasse5 Fabrikpreis ab 2444 Der Direktor: Der Rechner: verW" Ferd. Schwalb. Aug. Th. Kraemer. 3 (2467 in und äusser Abonnement. abzngeben. (02694 llitiif-OHlndjc eilbaö Hersfeld Itcrrdpeiienea Uirhüufr. Lullus-Quelle! Ladengeschäft: Schlossgasse 19. Versandgeschäft: Bahnhofstr. 71. empfiehlt in grösster Auswahl zu billigsten Preisen. MfFEE HAG 2 1 Ö2884] 3 Bettladen mit Stroh- Matratze zu verL Walltorstr. 61. unßeftritten- chahmmz-" Giess. Union-Bier. München. Löwenbräu. Reine Weine. Zimmer für kürzeren u. längeren Aufenthalt m. u. o. Pension. Stadt. Tiesbauamt. Staub a dj. I,atein-Unterrieht gcsud)t. Schrift!. Ang. Preisangabe unk. 02958 an die Geschäftsstelle des Gieß. 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Bei der unterzeichneten Behörde ist die Stelle eines Schreibgehilfen alsbald zu besetzen. bI4/4 Vergütung wird nach den in dem Amtsblatt Großh. Ministeriums des Innern Nr. 15 vom 13. September 1907 normierten Sätzen gewährt. Geeignete Bewerber werden ersucht, ihre Meldung unter Anschluß eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes und etwaiger Zeugnisse alsbald einzusenden. Solche Bewerber, welche den Anforderungen der Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern vorn 12. Dez. 1908 — Regierungsblatt Nr. 34 von 1908 — entsprechen und zu dem Vorbereitungsdienst für die Prüfung der Kreis- amtsgehilfen zugelassen werden können, oder solche, welche bei einem Kreisamt oder einer größeren Bürgermeisterei schon beschäftigt waren, erhalten den Vorzug. Heinrich Hochstäiter, Tapetenhaus. 3ur Anfertigung aller Tapezier-, Polster- u. Dekorationsarbeiten in und außer dem Hause empfiehlt Kolonialwaren- Geschäft gufschend. sofort zu kau fen gesucht. Schriftl. Ang. mit Angabe des Umsatzes unter 02968 an den Gieß. Anzeig, erbeten. Die Rechnung liegt 8 Tage lang zur Einsicht bei dem Direktor offen. Gleichzeitig werden die Mitglieder zu einer Generalversammlung auf Sonntag den 2. Mai, nachm. 21/., Nhr in die Wirtschaft von Aug. Th. Kraemer, hier, eingeladen. Aktiva. alt Kassenvaxrat 11,846.23 Ausgelieh. Kapital. 241,736.29 irsberichte von der Bank für UiiJ Giessen. 14. April. 1.15 Ehr. ktriz. Lahmeyer. , . ■ ' ktriz. Schuckert. . hweiler Bergwerk . >'■' liner Handelsges. mstädter Bank . tscheBank . . sch-Asiat. Bank into-Kommandit iner Bank . . itaktien . . ■ more- und Obio* •ÄseMri • • . Jakob Ott, Neuen Bäue 21. Ein gebr. Badeofen m. Feuerung wird zu kaufen gesucht. 02927) Landmannstraße 18. Ankauf von gut erhaltenen Herren- und Tameukleidcrn, Schuhen,Weißzeug, Möbeln, Betten, Gold- u. 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Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 22. April 1909. ■ : hie#®* d°^' * ,#hJ5 ---M öi**” Privat- Tanz-Unterricht erteilt zu jeder Tageszeit Karl Schmidt, Tanzlehrer 244] 31 Wedsteingasse 31. Frangaise maitresse brevetee donne lecon. Off. u. 02562 au d. Exped. d. Bl. SIOam erteilt einem Schüler der Kl.IN Nachhilfe in Mathematik und Latein? Schriftl. Angebote unter 2411 an den Gießener Anzeiger erbet. 02944) Am Freitag morgen auf dem Wege vom Riegelpscrd zur Alieestraße grobe schwarze Börse mit Fuhalt verloren. Der ehrl. Finder w. gebeten, dieselbe abzug. bei Wiesen, Riegelpfad 30. .fite denn nnr * B diele« Wer keine Verpflichtungen bat und Geld sparen will, lasse sich tollenlo-? unser Musterbuä, kommen. Wir liefern überallhin franko und emballagefrei mit Garantie für gute Ankunft: 1 Schlafzimmer-Einrichtung, Nußb. ob. 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