Nr. 144 Erscheint tSgNch mit Ausnahme des Sonntags. Uhr. bekannt, an den Beschlüssen der Zweiten Kammer zum Stempelsteuertaris recht wesentliche Aenderungen vorgenommen. Sie hat die Fahrradsteuer ganz gestrichen, die Gebührensätze für Pacht- und Mietverträge anders abgestuft und namentlich den Iagdpachlstempel kräftig erhöht. Man hatte einen ziemlich heftigen Kamps wegen dieser Aenderungen erwartet. Aber cs kam. wie so oft, auch diesmal anders. Die Generaldebatte brachte nur ein paar bewegliche Klagen der Herren v. Buch und Graf Mirbach darüber, das; man, statt zur Erhöhung der Stempelsteuer, nicht lieber zu der einträglichen Gesellschaftsbesteuerung gegriffen har. Und auch in der Spezialdebatte über die einzelnen Ziffern des Tarifs gab es keine aufregenden Momente. Eine Reihe von Anträgen aus dem Hause, die sich gegen die Beschlüsse der Kommission wandten, wurde von den Antragstellern fachlich Md leidenschaMlos begründet. Der Ober- Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: e^51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerDießen. Deutscher Reichstag. 267. Sitzung, Dienstag, den 22. Ium. 2Tm Tische des Bundesrats: Dernburg, Dr. Sydolv. Vizepräsident Dr. Paasche eröffnet die Sitzung um 2 Tie südveftafrikanische Abrechnung. nicht identifizieren, habe ... fast einstimmige Billigung der Haltun, durch den Zentralvorstand am <7 w 3u.m tritt. Die nationalliberale Parteileitung bat dabei in keiner Weise mttgewirkt. Mein Austritt erfolgte aus Gründen der inneren Wahrhaftigkeit. Der volksfeindliche 93 er- o * senliberalismus (Hört! hört! im Zentr. und rechts) im Bunde mit einer weltfremden Philister, demokratie (Heiterkeit) hat die Karre in den Sumpf ge- zogen. Nicht ich, sondern die nationalliberale Partei hat einen öettenfprung gemacht, und zwar in den internationalen börsen- demokratischen, nicht in den volksdemokratischen Sumpf nach links. • i./110 /. wünschen, daß recht viele Leute so konsequent und auf- richtig sein werden, wie es Hehdweiller getvesen ist. Die „Siebener Zamlltendlatler" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Setl- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Abg. Frhr. v. Gamp (Rp.)? Die Sache liegt doch anders. Wir waren bei tragen könne. Ter Mittelstand rückt immer mehr vom Haniabund ab. aUsf- bem Tagesordnung die erste Beratung eines Gesetzes über die Verrechnung, Prüfung und m den Jahren 1903 bis 1907 aus Anlaß des ÄÄnbeS lm sudwestafrikanischen Schutzgebiete ge. m Ss handelt sich um ein Ausnahmegesetz, nach dem die der ^^Ä?^^?^ende Prüfung der Ausgaben auf Stichproben darf. Die Abrechnung soll auf diese Weise möglichst rasch endgültig erledigt werden. Abg. Noöke (Soz.)^ Das ist ein ganz sonderbares Gesetz. Wir sollen also nicht erfahren, wo die verausgabten 400 Millionen geblieben sind. Es ist ungeheuerlich mit dem Gelde gewüstet worden. Die Regie- rung hat eine große Schlamperei getrieben. Vizepräsident Dr. Paasche ruft den Redner zur Ordnung. «,e Sache Hegt doch anders. Wir waren bei der Ab. rechnung über den Aufstand, und da stellte sich heraus, daß, wenn wir in derselben formalen Weise weiter verfahren, ein Kostenaufwand von 1,2 Millionen entstehen würde, daß aber bei der ganzen Abrechnung doch nichts heranskommen kann, weil die Per- sonen nicht mehr da sind, nicht alles quittiert ist usw. So wie es jetzt vorgeschlagen wird, kostet die Abrechnung nur 100 000 Mark; will denn Herr Noske noch die Million hinterherwerfen? Stimmintgsbüfr aus dem preuh. Landtage. Berlin, 22. June. Herr v. Manteuffel hatte geglaubt, an einem Tage das für das Herrenhaus noch vorliegende Gesetzgebungs- Pensum bewältigen zu können. Das hat sich als ein ^rrtum erwiesen. Auch am Mittwoch wird man an der Leipziger ..Straße noch verhandeln müssen. Und das, obwobl da» :Mje Haus die beiden wichtigsten Vorlagen, mrt denen ev sich zü beschäftigen hatte, beinahe im Automobiltempo durch- berier. Die Berggesetznovelle förderte nur nod) konservative Gedanken zutage, denen Herr Delbrück und der erfahrene Schmoller kurz und wirksam entgegenlraten: dann lmr das Gesetz en bloc angenommen. Hurtig, wenn aucl) rricht so schnell wie bei der Berggesetznovelle, wickelte sich ailch beim S L e m p e l st e u e r g e s e tz der Tebattensaden ab. Dre Finanzkommisston des Herrenhauses hat, wie den Lebern bürgermeister Becker schlug eine grundlegende Aenderung der Automatensteuer vor, die bei der Abstimmung vom ganzen Hause gutgeheißen wurde: die Steuer wird danach nichr nach dem Ertrag abgestuft, sondern sie richtet sich bei Warenautomaten nach der Anzahl der Warenbehälter, bei Musitautomaten nach dem Anschaffungspreise und bei allen anderen Automaten wird sie als einheitliche Stücksteuer er- hoben. Dabei haben die einzelnen Steuersätze eine wesentliche Ermäßigung erfahren. Bei der Frage der Besteuerung der Iagdpachrverträge stellte sich das Haus im wesentlichen auf den Standpunkt seiner Kommission," während für die Besteuerung der übrigen Pacht- und Mietsverträge ein Kompromiß zwischen den Kommissionsbeschlüssen und der Witlensmeiirung des Abgeordnetenhauses das Fazit der Debatten war. Nach der Erledigung des Stempelsteuergesetzes, zu dem fa noch das Abgeordnetenhaus das letzte Mort zv I sich machen. Nun, dann müssen sie doch auch Steuern zahlen. (Leider,pruch links.) ' Abg. Mommsen (Fr. Vg.) swird mit großer Unruhe empfangen): .... Die Mehrheit, die diese Kotierung votiert hat, will Gründe uoerhaupt nicht hören. (Sehr richtig! links, Lachen rechts.) Herrn Roesicke zu diskutieren, ist einigermaßen schwer. Er ,.9». einem Unsinn in den Mund und dann widerlegt er ihn J53 ift keine Steuerhinterziehung, wenn ich die Aktien, die ich laufe, nicht auf meinen Namen stempeln lasse. Es ist das sogar für unseren Bankkredit notwendig. ü Die Kotierungssieuer ist eine recht erhebliche Vermo. genskonfiskation im großen. (Unruhe rechts.) Um ' 40 ober 50 Millionen zu bekommen, nehmen Sie dem Bürgertum zwei Milliarden. Nun hat Herr Roesicke mir den Borwurf gemacht, ich hätte den Agrariern Steuer, des raubation vorgeworfen. Ich habe dieses Wort mit gutem Bedacht nicht gebraucht, aber nach den vielen Nachrichten über die. sen Punkt hätte ich wohl das Recht, mich in dieser Weise zu äußern. (Große Unruhe rechts.) Augenscheinlicherfolgt eine redjt niedrige und vorsichtige. Einschätzung der Einkommen unserer guten Freunde in Ostelbien. Ich weiß wohl, daß nicht immer mit -"»sicht befraubtert wird. In gewissen Greifen ist es aber zu einer Volksgewohnheit geworben. Die Agrarier wollen möglichst wenig von ihrem Einkommen bekannt geben. (Lebhafter Widerspruch und Unruhe rechts.) Es sind mir Fälle bekannt, wonach in Landkreisen Leute ihr Einkommen richtig angegeben hatten, wo sie aber nach sanfter oder weniger sanfter Vorstellung es vorgezogen haben, sich der Volksgewohnheit zu fügen. (Lebhafte Zustimmung links. Stürmischer Widerspruch rechts. Zuruf: Namen nennen!) Sie haben selbst ein großes Interesse daran, einmal sestzustellen, ob der Vorwurf der Steuerhinterziehung berechtigt ist ober nicht. (Lebhafte Pfui.Rufe rechts. Vizepräsident Dr. Paasche bittet, die Pfui-Nufe zu unterlassen.), Abg. Dr. Roesicke (Kons.): Es wäre mir ein leichtes, jedes Einzelne, was der Abg. Mommsen vorgebracht hat, zu widerlegen. (Gelächter links.) Um nur em einziges Beispiel zu nehmen. Das Kapital soll schon nach dem Auslande gegangen sein wegen der Kotierungssteuer, die wir noch gar nicht.haben. Aber ich will nicht mehr auf alle Einzelheiten eingehen. Meine politischen Freunde können aber nicht unwidersprochen hinausgehen lassen, daß Herr Mommsen lediglich auf unbewiesene Nachrichten hin einen ganzen Stand in Deutschland z u verdächtigen sucht, (Widerspruch links. Sehr richtig! rechts), weil Herr Hans Del. brück die Behauptung ausgestellt hat. daß die Landwirte zu niedrig sich einschähten. (9l*ife links: GroßgrundbesitzerI) Wir können verlangen vom Abg. Mommsen, daß er uns Namen nennt. (Bei. fall rechts.) Es ist unglaublich, ich finde keinen parlamentarischen Ausdruck dafür, daß der Abg. Mommsen solche Verdächti» gungen hier von der Tribüne des Hauses ausspricht, ohne uns Namen zu nennen. (Große Unruhe links. Beifall rechts.)' Wenn S'e keinen Namen nennen. (Rufe links: Lauter. Heiterkeit.) Der. artige Scherze passen wohl nicht in den Reichstag. (Ruse links: D'e ganze Rede nicht!) Dem Abg. Mommsen mutz man darauf sagen: calumniare audacter, semper aliquid haeretl .(Beifall rechts.) Abg., Dr. Weber (Nakl.) weist es, in der großen Unruhe im einzelnen nicht verständlich, ab, gesagt zu haben, daß die Banken den Stempel nicht zahlen würden. Damit ist die Besprechung beendet. Es wird abge. st i m m t, und zwar namentlich. An der Abstimmung be- fertigen sich 8B9 Abgeordnete, mit s a stimmen 203, mit nein 155, ein Abgeordneter enthält sich der Stimme. Die Parteien ftimmeu geschlossen bis auf die Reichspartei. Damit ist 8 1 der Kotierungssteuer angenommen. Beim folgenden Paragraphen führt Dbg. Mommsen (Fr. Vg.)' ' . zu verschiedenen Malen aus, daß die Bestimmungen unauZfühc- bar feien. Abg. Graf Westarp (Kons.): Es wäre erwünscht gewesen, wenn Herr Mommsen und seine Freunde ihre Kritik zu Abänderungsanträgen verdichtet hätten. (Lebhafte Zustimmung rechts.) Dann wären wir bereit gewesen, den Bedenken Rechnung zu tragen. Wir sind auch für bi: Folge sehr gern bereit — was heute beschlossen ist, ist ja noch nicht das letzte Wort — einzelne besonders angegriffene Bestimmungen ab- zuändern. Abg. Mommsen (Freis. Vgg.>: Bei unausführbaren Vorschlägen gibt es nichts zu verbessern. Der Rest der Kotierungssteuer wird mi; derselben Mehrheit wie vorher angenommen. Vizepräsident Dr. Paascher Ich habe an den Staatssekretär des Innern als Stellvertreter des Reichskanzlers die Frage gerichtet, wann er geneigt ist, die Interpellation über die Lebensmittelverteuerung zu beantworten. Heute ist an den Reichstagspräsidenten ein Schreiben bou ihm eingegangen, daß er bazu bereit fei vom 30. b. Mts. ab. Tie Interpellation wird also an einem der Tage nach dem 30. auf die Tagesordnung gesetzt werden. Abg. Singer (Soz.)k *• Dieses Verfahren entspricht nicht der Geschäftsordnung. Nach der Geschäftsordnung ist eine Interpellation dem Reichskanzler abschriftlich mitzuteilen und am nächsten Tage auf die Tagesordnung zu setzen. Dann hängt e8 von der Erklärung des Reichs« kanzlers ober seines Stellvertreters ab, wann sie verhandelt wird. In diesem Moment will ich mich mit dieser Bemerkung begnügen, aber im Interesse aller Parteien sollte man doch zur alten Gewohnheit zurückkehren. Wozu haben wir die Geschäftsordnung? (Zuruf links; Damit sie gebrochen toirbl), . Vizepräsident Dr. Paascher Sie geben selbst zu, daß das Verfahren des PrasidiuuS der Gewohnheit entspricht. Ein formeller Antrag, die Interpellation öfort auf die Tagesordnung zu setzen, hat ja nicht Vorgelegen. Mittwoch 2 Uhr: Die weiteren Besitz st e u e r n der Kommission. Schluß nach 6 Uhr. Dbg. Graf Mielczyntzki (Pole): ^-r im Interesse der von uns vertretenen Bevölke- rung für bte Kotierungssteuer eintreten zu müssen, um zu ber- bibbern, daß die ganze Finanzreform unmöglich gemacht wird. Wir halten die Kotierungssteuer gegenüber ber Erbschaftsbesteue- rung für baS kleinere Uebel. Für uns ist es zweifellos, bah durch die Erbichastssteuer das immobile Kapital schwer betroffen würbe, ba§ mobile dagegen nur in ber gelindesten Form. Abg. Dr. Weber (Natl.): m-r.^er? Müller-Fulda hat sich gestern auf den früheren Abg. Büsing oerufen und feine Sachkenntnis gerühmt. Er hat behaup- tet baß Herr Büsing sich im Zähre 1883 für die Kotierungssteuer erflart bat. Ich darf also wohl hoffen, daß die Anschauungen des Herrn Bupng auch im jetzigen Augenblick auf Herrn Müller-Fulda ihren Eindruck nicht verfehlen werden. Wir haben uns gestern aoend telegraphisch an Herrn Büsing gewendet, und er hat uns daraus geantwortet: „Unmöglich, daß ich je diese Kotierungs- ll,uer befürwortet habe. Halte dieselbe für ganz unannehmbar." «Lebhaftes Hort! hort! links.) Und Herr Büsing schreibt uns noch hinterher: „Meine telegraphische Antwort auf Ihre Depesche wer- den Sic erhalten haben. Nun schwebt mir dunkel vor, daß ich einmal bet Besprechung von Börsensteuern gesagt haben könnte, man konnte auch vielleicht für die Zulassung zur Börsennotiz eine einmalige Abgabe seitens des Antragstellers erheben. Dabei haoe ich aber lelbstverständlich mit keinem Gedanken an die jetzt vorgeichlagene Kotierungssteuer gedacht, bei der die Emissions- hauier, resp. die Besitzer ber Papiere alljährlich einen Teil der Zinsen ober Dividenden als Steuer bezahlen sollen. Eine solche ^uvernunft wird mir keiner zutrauen. (Lebhaftes Hört! hört! linksrt Wenn ich das Erwähnte gesagt haben sollte, so handelte NZ..n?rr um eine einmalige kleine Abgabe für die Zulassung gur ffloriennotig. Die vorgeschlagene Kotierungssteuer wäre das ^chl.mmste, was Handel und Verkehr treffen könnte." (Leb- bafteS $ort! hort! links.) Ter gesamte deutsche Mittelstand ist rur die Erbansallsteuer. Das beweisen die Resolutionen i/nL? ■ ' r Ar1 a n b § e ” i n i g u n g im Reich und be- Auch der konservative Abg. Rahardt hat eine l-citlelstandskundgebung, die hier beim Reichstage eingegangen ist unterschrieben Nun ist hier fälschlich behauptet worben, daß die Gebühren bei ausländischen Börsen höher sind als bei un- Nach einer Aufstellung ber Deutschen Bank zahle ich, wenn ich tau,end Pfund englsicher Konsols kaufe, in London eine ^ar., m Berlin aber 3,60 Mark. Berlin steht also bezüglich der Kosten an erster Stelle. (Hört! hört! links) Ihr ganzer An- trag ist auf der Berechnung aufgebant, daß ein Steuerabzug von 3% $r°3ent erfolgt. Aber der Abzug ist gerade schärfer bei papieren, die zwar noch eine Dividende abwerfen, bei denen aber bte Rente zurnckgeht. Der Redner führt eine Anzahl von Sei«. fjnelen an, bei denen ber Abzug 4,5 herauf bis zu 12,9 Prozent s ra9w • ®»ne solche Steuer ist unsozial. Ter Redner bespricbt die städtischen A n l e i h e n und bedielt das schreiben des Leiters eines ersten Pariser Geldinsti. tuts, der bestätigt, baß unter der Einwirkung der Kotierungssteuer die guten Papiere aus Frankreich herausgedrängt und die schlech. s^,?.ugezvgen wurden. Und dann die Schädigung ber lanbwirt. , JBranbbnefe, die Verteuerung des landwirtschastfichen JV- 9r^en J8anIen werben sich zusammenschließen, »‘jl?1- für sich machen und unkontrollierbar vor ber Ceffent» lichkeit bas Geschäft in sich machen, ein Zustand, ah dem niemand ein Interesse hat. Herr Raab hat geglaubt eine fdibprrUw0-Mr\ %errn § dweillei: zitieren zu sollen, der f-i.her Mitglied der nahonalltberalen Fraktion des preußischen Aageordnetenhauies gewesen ist. Wir nehmen zu Ehren des p^rrn Raab an, baß er über Herrn Heybweiller und seine per- f o n l i ch e n Verhältnisse nicht unterrichtet ist, sonst müß- tcn wir bas Zitat des Herrn Raab in einer Weise kennzeichnen, möglich'ist parIamen tarif^er Form uns nicht Abg. Müller.Fulda (Zentr.): „J883 Herr Büsing erklärt, feine politifeben Freunde seien url- hohen Bori'enstener mitzuarbeiten. Er machte verschiedene Vorschläge und fügte hinzu, man könnte eine Korte« rungg|teuer als eine Nicht unbedeutende Angabe wie in Paris in AllL-iicht nehmen. Daß die Nationalliberalen heute auf einem anderen Standpunkt stehen, dafür kann fteilich Herr Büsing nichts. . _,„w Abg. Dr. Roesicke (Kons.): Die Falle des Herrn Weber sind Einzelfälle. Sie werden uns nunt ausreden können, daß im allgemeinen sich der Kurs nach der Rente richtet. Treiben Sie das deutsche Kapital nicht ins Ausland, lassen Sie es lieber im Lande! (Zuruf links: Getreide!) Herr Weber sagt, die Banken werden die Geschäfte unter Abg. Dr. Goercke (Natl.) bestätigt diese Darstellung. Im Kriege kann nicht jeder Pfennig quittiert werben, unb da häufen sich die Summen. Staatssekretär Dernburg weist die Anschiildigungen des sozialdemokratischen Redners zuruck. Die Vorlage entspricht einer Anregung ber verschiebensten l r £aufe§. Sie bleibt noch weit zurück hinter den Wünschen, die aus dem Hause hinsichtlich der Verein, ksschung des Rechnungswesens geäußert sind. Wer solche Beschuldiaungen wie Herr Noske erhebt, muß sie beweisen, sonst macht er sich einer groben Beleidigung schuldig. Die Vorlage geht an die Rechnungskommission. Die Veräußerung bc8 Tempelhofer Feldes. Es folgt die erste Lesung des Nachtragsetats: Aus« gäbe von 13 Millionen zum Erwerb eines Geländes für den n Truppenübungsplatz des Gardekorps südlich von Berlin in ber Nähe von Zossen, eine entsprechende Ein- nabme ist in den Nachtragsetat eingestellt, die nach den bisheri. gen Verhandlungen aus ber Veräußerung eines* Teiles des Tempelhofer Feldes zu erwarten ist. Auf Antrag des Abg. E r z b e r g e r (Zentr.) geht der Nach, tragsetat ohne Erörterung an die Bubgetkommission. Die Schankgefäß-Novelle. Ohne Erörterung wird sodann die erste Lesung des Gesetz.^ entwurss wegen Aenderung des Schankgefäßgesetzes erlebiat. Zusammenhang mit ber neuen Biersteuer unb gleichzeitig mit rtr in Kraft tretend bestimmt es, baß zur Verkleinerung der Sa^nkgefaize vom halben Liter abwärts Stufen von Z w a n ? i n. te:l2n des Liters gebildet werden. 5 9 Die Aussprache über die Finanzreform. .'(Sechster Tag.) Zweite Lesung: Die Kotierungssteuer. Abg. Frhr. v. Gamp (Rp.): Mit dem Effektenstempel und einer Besteuerung des Umsatzes find wir einverstanden. Die Börse kann unbedenklich weiter zu den allgemeinen Lasten herangezogen werden. Wir sind lei. neswegs Gegner ber Börse, wir erkennen ihre Not. Wendigkeit gern an, aber wenn alle Berufsstände belastet werden, kann sie nicht allein frei bleiben. Die Bedeutung des Fluktuie. rens ausländischer Papiere im Reiche wird vielfach überschätzt. Wichtiger ist es, wenn man dafür sorgt, baß das überflüssige Gelb in einheimischen Papieren angelegt wirb. Damit nützt man dem Vaterlanbe mehr, als wesn man es mit exotischen Papieren überschwemmt. Wenn bie Kotierungssteuer eingeführt wirb, so werben die Landschaften zusammentreten und beschließen, auf die Kotierung zu verzichten, unb sich eine eigene Organisation für den Umlauf bet Pfandbriefe schaffen. Auch die Kommunen unb Aktiengesellschaften werden die Belastung nicht still hinnehmen. Die Folge wirb fein, daß die Börse verödet, und daß die Steuer keinen rechten Gewinn bringen wird. Wenn man die Aktiengesellschaften besteuert, bann kann man nicht an den Gesellschaften m. b. H. Vorbeigehen. Erfaßt man bte Kommunalpapiere, so kann man bie Staaispapiere nicht frei lassen. Wir wollen gern das mobile Kapital erfafsen unb hoffen immer poch auf eine Der» pändigung in dieser Frage. (Beifall.) Vizepräfibent Dr. Paasche teilt mit, daß die Abstimmung über bie Kotierungssteuer namentlich sein werde. Abg. Dove (Fr. Vg.)'t Die kotierungssteuer ist in der Rmnpfkommission sehr rasch beschlossen worden. Wir lehnen jedes Eingehen darauf ab. Sonst hätten wir ja einen neuen Block. Auch wir wollen das mobile Kapital besteuern, aber zusammen mit dem immobilen. .(Beifall links.), ASg. Raab (Wirtsch. Dg.)'k' Das immobile Kapital wird über feine Leistungsfähigkeit be. lastet, während das mobile sich der Besteuerung entzieht. ^Lachen links.) Ich bedauere sehr, daß Herr v. Gamp, wenn auch vielleicht nur für feine Person, bie Kotierungssteuer verwirft, obwohl auch er meint, baß die Börse eine Steuer noch sehr gut Zweites Blatt 158. Jahrgang Mittwoch 23. Juni 1908 ßxfix Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen p UH 1 O OHläZPT & ä Uff X ÄÜ iyr Unwersitäts - Buch, und Steindruckerei. vlvDvIlU General-Anzeiger für Gberhefsen Ich habe vorgestern den früheren Landrat Dr. Heyd. we i I le r in die Debatte gezogen und gesagt, ihn hätten bie Na- rtonalliberalen wegen seiner Seitensprünge abge» sagt. Er bittet mich nun, von ber Tribüne des Reichstags zu erklären: Nicht er sei abgesägt worden, sondern als seine Auf- fassungen keine Berücksichtigung gefunben hätten, habe er sich ge° trennt. Nachdem ber Abg. Bassermann burch die Proklamierung der großen liberalen Partei und bie Aufforberung für Reichs- tagSauflofung an bie Reichsregierung zwecks Durchbringung ber Sjefjenbentenbefteuerung das Wort an ber Spitze des national- liberalen Parteiprogramms: „Das Vaterland über bie Partei!" de facto gestrichen habe. (Hört; Hört! im Zentr. ,unb rechts.) Das zeitigte meinen Entschluß, auözuscheiben, doch wurde ich von meinen Parteifteunden im Landtage dringend gebeten, zu blei» Oberdings schwachen Hoffnung, ber Zentralvorstand werde sich mit ber Haltung ber Reichstagsfraktion ' ich meinen Austritt cmfgeschoben. Die ^er Haltung der Reichstagsfraktion HimmelfahrtStage veranlaßte mich iberale Parteileituna bat dabei in .prcchen haben wird, hielt Herr v. Manteuffel es für geraten, 305 xxnid mit den Keinen Vorlagen, die noch auf der Tages- ordnung standen, nicht mehr zu behelligen, und so vertagte man firb oemt zu einer voraussichtlich nicht allzu onstrengen- den Sitzung auf Mittwoch. Die LrbschastLsteuer in der Sinonjlommüfion. Inf föruno cxr Vereinbarung des senior en konvents. wonach in der zweiten Lesung im Plenum zunäckm die Besitzsteuern er- Icpigt und Dann erst in btc Beratung der Verbrauchssteuern em- getreten werden soll, wurde in der Flmurzkommiision, die gestern l, ii wirb du Erstatmng eine, mündlichen Berichts an das + inmm in .1u3)i c ocm fck-r Besteuerung der Ehegatten und Deszendenten handelt. ':erzu liegen drei Anträge vor, von den Sozialdemokraten, dem . , .freiHerrn v < .amv -hp und brr Wirtschaftlichen Vereinigung. xv* Sozial bemofra len beantragen, den im Re- rungseniNTurf 'ür die Erbschaften tm Betrage bis zu 30000 ! auf 1 Pro> lestgefetzten Steuersatz auf 1'. Prvz m erhöben , in oi Progression, unter entsprechender Erhöhung über 750 000 . ' f. hinaus, womit im Entwurf der Regler'tnq die le&te Staffel rtz reich: ut, forlzus-tzen bis mm >?ech'tbetrag von 20 Pro; itintcr soll die Steuer von dem Hinterbliebenen Ehegatten auch dann erhoben werden, wenn Kmder vorhanden ftno. Weiter sollen die unehelichen ürnder den ehelichen gleichgestellt werden. Antrag f> a in v last btc 'Trog entwurfS unverändert bis zu der Staffel über 600000 Mk. 6'.. Proz Bei der nächsten ctaifel, ntehr als 750 000 Mk., be- mii t tH-i Antrag die Steuer auf 3,75 Proz, statt auf 4 '-C*™* * neucrfap erst bei Erbschaften im Betrage dh?n Bereinigung fügt der Pro- : c-, die er im übrigen unverändert luf't. Die Stai ei. -j Proz. bei mehr als einer Million Erbschasts- betrag hinzu. ;ju anderen Bestimmungen der Novelle liegen neben Anträgen blträgi d, l '.’inlionallibiralcn und . nm "'n noch nicht zur Berhand lung gestellt wird, enthält die Steuersätze für hic schon vom gelt' nden Erbschastsüraergen p er-anten Verwanbtschastvgrabe. Mit : lest« Ht ein Antrag Qfamp, ber in einem neuen . 10» bestimmt: eine Erhöhung der m n Steuersätze kann nur in der il-ornt . sv< rfafiüng erfolgen Das bt ■ 1 rbschastssteu ersähe eine Drei Vicrtvlmi1)rhcit im Bundesrat erforderlich ist. Abg. Frhr. v. W a m v Np : Die Reidrspartci stimmt der Torlagc nur zu, unter l i Bedingung, daß eine etwaige spätere U Steu wfätze ulv BerfassnngS uiiheraiig behandelt wird Wir bemühen uns ehrlich, eine mittlere Linie zu finden, und wir bitten, das anzuerkennen. Abg. Dr. David .Soz. erklärt sich gegen die verfassungs mäßige Bindung i in ttu ici ut sie ja nicht gegenüber der Aus gabenmaiiie. Tie Erb>chastsstcuer, wie sic vorgeschlagen, ist fach : tat Der R bner nimmt bei Begrniibung der sozial demokratischen Stasselsätze aus England Bezug. •?!l>a. :>i aav Wittsch Bg erklärt die Zustimmung seiner freunde zum Antrag der Rcichsparlci über bif verfassungsmäßige 1 ii ra i auf Hinzufügung enter Staffel einen weiteren Antrag, auf den seine Freunde cntschci' rendeS Okiuidit legen, wonach die im S 11 cingesührtc Bcsremng für Erbschaften von Tefzendentcn imb Ehegatten, die nicht mehr als 10m hingen Dumicjit eine große 0>efabr. Eui mtcgrl gegen ezzessive Ausdehnuiig der Steuersätze nxnc die Be fnntinung überdies nicht. Tie Sätze der Regierungsvorlage sind an sich richtig. Wir akzeptieren inbe-.f ben Antrag Raab, lehnen a i bet Lozialdemokratcn ab, um nicht unnötige Schwierigkeiten auszuhüufeli Dem Antrag betreffend die uu- i tmimen wir ans allgemein menschlich n OJrün Den zu. Wir neinnen keinen Anstand Daran, einen Glückspilz, ter mit Dem Erblasser nicht verivandt ist und eine Million erbt, ite Hälfte zugunsten de. Reiches abzunehmcn, aber wir wollen die Deszendenten trotz bet hohen Satze der CTiglildtfii Nachlaß steuer nicht imgemesfeii belasten öüt den Fall, daß dieses Gesetz in >tian treten jollLe, ist Die Regierungsvorlage das richtige Die Bestimnumg. Die bas Ersetz unter den Schutz der Verfassung Nellen will, wird sehr überschätzt Eine Sonberstellung Preu- reib? ist sehr unwahriclieinlich, lovalb cs im Interesse bt*-? Reiches n'irklich npiiuntbia erscheinen sollte, die Steuer zu erhöhen Wir wünschen keine Beschränkung der Kompetenz des Reiches durch Reservat, wie es vielfach angeregt worden ist. Tas mürbe be Deuten, dar Die Befugnisse der irotte unter die Beschlüsse der Einzellandtage gestellt merbeii Turch taktische Haltung werden wir keine Partei beeinflussen Für daPlenum werden wir auch bezüglich der l£i\vylbeftunntungrn Stellung nehmen, wenn e» so Iveit ist. ;Hörl! hort: links. Schatzsekretär Sn do w verteidigt Die Regierungsvorlage gegen über den weilergehenden Anträgen Zn läiglano habe die Land mutidiaft unter den lwlren Sätzen sehr schwer gelitten. Ter von Freiherrn v. Gamp vorgeschlagenen Bindung könne die Regierung iuftiinmen. Abg. Singer Soz । stellt die Schweigetaktik des Zentrums feft. Tie Möglichkeit, Die direkten Steuern im Hinblick aus bte steigen den Ausgaden namentlich iui .»cor und Marine zu erhöhen, muß gewahrt werden. Daruin bart der angebliche Riegel gegen maßlose Ausgaben nicht bewilligt werden. Er bedeutet nur eine Verschlechterung bei Regierungsvorlage. Wir wollen die Erb jchattsfteuer, aber sie must auch Deinem'incdienb ausgebaut werden Wir tragen jtbrorrv Bedenken, hinter den cnghidx'n Sätzen zurück zudletben Die Vorlag. ist schlechter als tzte frühere, ein Ent gegentontmen gegen Rechts und Zentrum. Es bleibt schließlich nur der Name einer Erdschaftssteuer An die Abwanderung des Kapitals glaube er nicht. Die Erbschaftssteuer muß einen st rtrag liefern, der die Summe der indirekten Steuern erheblich herab- drückt Dieser Vorlage können mir nicht mfttmmcn. Schatzsekreuir Sudow: T»e Erbsdranssteuer trägt die Er- trogssteigerungsmöglichkeii m s »st selbst. Da sie steigen muß mit dem Wachsen der Vennögen. Zn England bat nicht so sehr das mobile Kapital, sondern gerade bei Graubbesitz gelitten Abg. Schultz Rv erklärt, daß ein Teil seiner Freunde aud) bann dir Erbschastsstener suitumnen werbe, falls em ver fasfungdrechtlicher Schutz gegen weitere Erdöhuna ber Steuer ab- gelehnt würbe. Maßgebend fei habet her EKdanke, daß solche Vonchnften bei großer Fmanznot doch wenig helfen wurden, anderseits aber ibrv ?Lufnähme ui bie R^cdsVerfassung mißlich wäre, iitfpftnt dadurch Hemmnisse in Der Entwickelung des Reicks und dis Rrichsgedankens entücben könnten. Sdiatziekretar Svdv w wendet sich gegen bie un Laust der Erörterung gemachte Unteritellung, als ov die Regierung thrc Stellung geändert habe Abg. v. Miel c zvnski Vole' gibt die Erklärung ab. daß feine Freunde o aner der Erdfchaftssteuer feien Es wird bann a l* g 11 m m t Sämtlid Anträge i. erden abgckbnt iüi beit Antrag auf uer an u ug> r cd>tlidi: Bindung stimmen nur Rrichspartei und Wutschastttdi.- 'b.i.-imgtiiig S v t a iui wird 88a derRegicinu Vorlage mit St. m menglcichheit, 11 gegen 14 Stimmen abgel.hni Tann wird K 10 jur Beratung gestellt, die Eroschafrssteuer ilr die anderen Verwandtschaftsgrade Hier liegt eine Reihe von Abänderungsan trägen vor: sw werden sämtlich abgekbnt und ebenso Z 10 der Regierungsvorlage Mit 16 gegen 12 Summen. Gegen diesen Paragraphen stimmt nun auch bte Reichspa riet. Ebenso tmrd 11 ber 'Httucnirrlage, ber d.e Befrei ungen von der Steuer enthält, nebst t Abandenmgsantragen obaekbnr. Desgleichen ß 11 c. ber D atzerbekrachtlaiiung des Mobiliars beim ländlichen «tzrundbeim noniebt. § 13 ist schon im geltenden iyesetz enthalten Er enthält die Berreiung des Landerfürsten und der Landesfürfttn von der Erbschaftssteuer Abg. Tr David Sa; Es ist ein nobile officium der Fürst-Ni, in bedrängter Zeit auf dar Verreckst zu verzichten 'retnr Svdow m'udn um Ablehnung b Demokratiscven StreichirngsantrageS. T-** Gründe fnen bereits rüher mitgeteilt. § 13 wird aufrecht erhalten Auch int übrigen werden die 23eftnrnTtunq«-rt der Novelle, soweit sie Aenderimgen gegenüber dem geltenden Gesetz nnfuhren will, obgelehnt. . DaS ErbschaftSsteuergesttz wurde tn der gestrigen Sitzung der llommisficn erledigt. 56. Sciöberg^iinf'it. TaL> Feldberg-Turnfest dürfte tm volkstümlichen Turnen das bedeutendste Berglurnfest im beulidicn Reiche fern. Kein Wunder, baß beS 3,urncr5 Her» höher schlägt, wenn er von feinem Turn verein dazu geschickt (ft. Aus 0 Meter in 11 Sekunden b»»rch- lief, imb der 3. Sieger £>emt. Berger von Frankfurt a. M. im Steinstoßen 32 Punkte, inbem er eine 30pfünbiqe Kugel 7,20 Meter weit warf. Nennenswerte Unfälle ereigneten sich nicht. Gegen 3 llhr erreichte baS Wettumen sein Ende, Dem sich Turnsoiele von 44 Mannschaften anlchlossen. Ganz besonberS sei auch der Gau- Sängerschaft des Aiain-TaimitS^Gaues unter den Tirigenlen Graß, Bockenheim, imb filannatm. Höchst a. Al., gedacht, Die durch ihren trefflichen Gesang zur Verherrlichung des Tages viel beitrugen Tie PreiSverteilung sand um 7 llhr statt. Ctto M u h l vom Tiirnverein TI a inj, der vorfährige 1. Sieger, turnte Dies* mal außer Wettbewerb und stand wieder mit 89 Punkten an erster Stelle. Tie übrige;: ersten zehn Sieger im Fiinska m p fe sind: 1. Heinr. Noll- To. Gießen, 88'/, P., 2. I. Jmhoi-Tv. Niamz 1817 unb Henter-Tv. Müncheii-Gladbach 88 P., 3. F. Robbermann- Tg. WieSdabeu, A. Behringer-Tgm. Bessilngen, H. Berger-Tgm. Frankfurt 87'/, 4. A. Aleyer-Tv. Wiesbaben 87 P., 5. Fr. Habeiineycr-Tv. ,VorwärtS''-Bockeliheim 86% P., 6. ll. Keßler- To. Ulm, Willy AlSbach-Tgs. Höchst, Fram Obernborser'Mäiiner- Tv. Speyer 86 P., 7. Herrn. SilberreiS-Unterlieberbach, Friedr. llosler-Tv. Homburg, August Zäaer-Tv. Bieber, Angiist Angel-Tv. Sloblcnj, Fritz Schncller-Tv. Homburg, Willi Schalles- Mtv. Wiesbaden 85*/, P., 8. Anton Reising-Tgm. Bürgel, Heinr. Blank-Tv. Idstein, Rich. Bohrer-Lv. Idar, Heinr. Unaclm-Iv. Niedcrrad 85 P., 9. Hans Ltt-Tv. Aschnffenburg, Franz Reeg-Tv. Bockenheim, Georg Arnheiter - Tv. Worms - Neuhausen, HanS Rliemann-To. Hombiiig 841/, P., 10. Ad. Wegmann-Tgm. Tamm, Ehr. Weigel-Tv. SUingcnbcxg, Abam Welk-Tv. Borwärts-Bocken- hetm, Lndw. Bcppler-Tv. Marburg 84 P. Das Ergebnis ber Wettspiele war: Faustball: 1. Akad. Tv. ^Allemannia'-Darmsiadt, Tu. fiixborf 32:21, Tv. ead)ienbaufcn, Tv. Offenbach 38:26, Akad. Tu. Allemannia-Tarmstadt, Tgb. Frankitiit 29:24, Tv Hombiirg, Tu Hanseil 54:25, Tgs. Bieber, Tu. Kesielstadt 45 : 36, Tu. Dor ivärlS-Bockenheiii», Tgd. Offenbach -.1 : 4u, Tgb. Bockenheim, Tgb. 9hebevrab 50:28, Tgs. Lberrad. Tgb. Griesheim 26 22, Tgs. Rüffelshcun, Tv. lloblenz 36:32, Tgs. Bieber, Tv. Vorivarts- Bockenheim 20:15, Tgd. Bockenheim, To. Vorivärts-Bockenheim 36:24, Tgb. Frankfurt, To. Hausen 26 :12, Tgb. Bockenheim, Tv. Vorivarts-Bockenhclm 33:22. Tambur» n. Tv. VorivürlS-Boclenheim, Tu. Hausen 82: 24, Tgs. Boinhenn, Tu. Homburg 76:61, Tgb. Bockenhetm, Tu. Dor- ivariS-Bockenhenn 67:54; (liirnerinnen) Tv. Vorwarts-Bocken heim, Tgb. Bockenheim 47:33, Tv. VorwärtS-Bockenheim; To. Sachsenhausen 57 :53. 6 d) ( e u b e r b a ((: Tu. Sachse»,Hausen, Tv. Nieberbrechen 1:0, Tgd. Cbetrüb, Tv. Nieberbrechen 1:1 (uneutschiebeu). rätrr gnmidilm Form geübt werden mütif", fanden die drei i» binent Tbrm.' anqedemeten Möaltchknte»' ihre Verirrter, :riebet roch! di' These: privat- Zninative und Lettting mit staatlicher Subvention dtr S-omratbir der Mehrzahl der Veriammlung turn Ausdruck brachrr. Ermtimmiq wurde tue Resolution der vorrgkU XrxvcxCTt*, erneuen, wonach man wünschte, daß das G •• n Apparate »m 4rüppe(bci m". Dem dnnxrgtfcivn Verfahren wurde bt; größere Bedeumng zugesprochen, die m«-diko-mechanisct»e Bedand- lung und Nachbehandlung zwar auch für hilfreich, aber doch nur in zweiter Linie für wichtig erklärt und die ersatzrungSg.-maß bef‘en Apparate erläutert. Dar Referat über „die Bedeutung der Reichest r ü p o e l st a 11 st i k" hob das Verdienst der von Tr Btefalski bearbeiteten Statistik hervor Dieselbe gebe für viele, daS Änippel- tum betreffenden Fragen die enpünfduc Unterlage. Zn bei Di» Tuijion wurde davor gewarnt, alle mitgftctltrn Zahleuergebnisie als gli-idnwrtig zu afieptierrn. Be, der TatiadKnerbebun i durch untergeordnete Ocgaue kamen z B Fragen, d,e kitti: lu b-* antworten seien, wie d,e padi der Zahl und dem Michlecht der jlrüpvcl der 'Sirhidfett viel irnbci als sduver zu beantioortmbr, rote die nach der Heimbedürlligkett, Hemtwittigkell. Heilbarkeit. Unheilbarkeit. Durd' ittzugroßes tkrtraiien auf diese letztere» roürb-n unrichtige Schlußfolgerungen oegünfhgt Bei bem ,,ko n f e s f i o n e l I e n Übarafter ber A n - statt und ihrer Zöglinge" wurde berDorgeboben, daß znnschcu beiden wesentlich zu unterscheiden sei. Die Mehrzahl der Teilnehmer zog konfessionelle Anstalten vor, verlanate ni'er, io dies angebracht sei, bte Ausnahm, andersgläubiger Zöglinge Endlich rourtk- hte Aunnerl,amke,t ber Teilnehmer auf die T au b ft u m m b l inbe n gelenkt, bereu Fürsorge tatiädüid) an bie strüvpelpflegc angeghebert ut, n> int £berhnh.iu» zu Rowaweß. Durch eine Schwester würben 2 Hnahen aus dieser Anstalt ber Versammlung vorgcftettt unb bie Ausbildung des Sprartroet- mögens derselben bargetan Sobann wurden die Erfaknuugen nutgctcüi, rocldx man bei der Zuwendung von Spezialtuisorg« sur die Taubstumnibttndeit i»u ston,greich S^ i nm gemalt l hat. (ßcrichtsjaal. Berl»n, 22. Juni. Zuiu bcoorfteljenhen Euleuburg- Prozeß ist heute bte Ladung Der ,lcugen erfolgt. Ziele Zeugen tmirDcii für ben 7. Juli unb kommende Tage für 8*/, Uhr Vormittag« nach den, Schwurgericht 'Moabit berufen. Demgeuwg nimmt her Prozeß Eulenburg am 7. Zull feinen Anfang. Iie Tage vorher werden, wie |d)on nutgeieilt, mit dem Prozeß Hnmaw» allSgefüllt werden. Meteorologische Beodochtungeu der Statiou (fließen. Ium 1909 Ä 9 ■c y u _ 52 b# o * e = 5» Z Wetter 22. 2- 738,8 22,0 10,1 58 SW 22. 9* 740,9 15,1 11,0 86 8 2 23. 7« 742/4 12,8 91 8 Höchste Temperatur im 21. bis 22. In» i = Aiedngsle , , 21. , 22 Bew. Himmel Regen ! 22,6’C. r- 11,8 ’C. --- Verantwortlich i. V.: für öcridnejaol E. Anderson, tue Stadt und t'aito: starl 'Jirurath. Telefonische Kursberichte iu Glesseoer Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fUi Hasdsl and Industrie, Giesse». 87. do. 114/» 225230 . 109.10 selten der Heb f ü t i o 17V1 n»> fWL») 14*A> 23. JanL Anfangskarw H Apener Bergwerk . . LaarabHUs . • . Ixxnbarden E B. . . • N -rdd. Lloyd • • • • Tdrkenloe» . • • • • 122.90 192JJU 116'» 1-92W 8SM Elektriz. Lahmeyer . . . Elektris- Scbuekert . . • Eechweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hambarg - Amcnk. Pakelt Harpen er Bergwerk . . . Lanrabtltte ...... Xordd Lloyd..... Oberwehlen. Eisen-Industrie Berliner HandeJages. . . Darmstldter Bank . • • Deutsche Bank . . . . !>enach-Arial. Bank . . Diskonto-Kummandit . . Dresdner Bank . . . • Krcditaktien..... Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . . . . Gotthard bahn . . • • • Lombard. Eisenbahn. . . Oesterr. StaatJbah» . . . Prince ■ tieari-Eisenbahn . 17L‘X> 18U>| .41 J-J 145.75 1*530 1622T) 19590 99-80 9»6U 95.60 62.30 99.10 9MM) 93.50 145.40 50.00 88^0 66.25 9M0 94 90 84.75 94-80 84.90 9420 Ttlrkenlose . ... <•/, Griech. Monopol-AnL 4‘ , tunsere Argentinier aner . . . <'/-•/, Chinesen . . Aktieei Pocham Gum .... Buderus HW.... Ten de us: schwach Berliner Canada E. B. ... DannstAdter Bank • • Deutsche Bank . . Dortmunder-Union (* . Dresdner Bank . . • T Tausendfach bewährte Nahrung bei; Brechdurchfall, Diarrhöe, Darmkatarrh, e*c r X r übt rivat cöe Müree, 23. Jaui, 1.15 I hr. Frankfurter 8*/,*/. Beichsanlcihe . . . 154JW Hörer. . 17H.-2 . . 24060 . 152.20 Eine J-ealsprise ist in brr Hitze zu frische« geschmorten Cbfl 8'/.•/, Konsole • • • • 36/, do . . • • 8*/,7. Hessen..... 3' ,•£ Oberhessen . • . VL Oesterr. Goldrente . . 47,7, Oesterr. Silbenent». 4e-, Ungar. Goldrente . . 47. Italien. Rente . . . 37, Portugiesen Serie I . 87, Portugiesen , III . 4'/,7. russ. Staatsaul. 190ft 47,7, japan. .Staatsanleihe 47, Conv.Türken von 1908 kalter Mondamin- M ilchflammeri serviert. Lehr nahrhaft und erfrischend. Msn^wi« erhältlich h 60, SO v 15 pfg. Rr.rttc auf jedew Die 5. Nonserenz der deutschen Anstalten für Krüppclpfkgc fand am 2. und 3. Zuni 1!K)9 im Mruppeliieim Annaftift zu \ Hannover stall. Tic stonfercnz war befudu von Pädagogen, ' Pastoren, Acrzten, Perwallungsbcamtcn, Vorstcherinnen, Dia ; kontsscn, Lehrer innen, Vorstandsmitgliedern Es wurden im 1 aanzeu 11 Referate erstattet, die alle eingehend diskutiert wurden Zn der Erösmungsansprach.- unirbc gewann vor den in bni letzten ' Zähren versch^dentlich geschehenen zu optuiv.pudwn Jingabcu über bic Ersolge der strüppelheime, ha die wirklichen Enolge schon : so groß feien, daß man gar nickst nötig habe, sie tümihd) zu ; steigern, unb bies nur, wenn bic zu hock» tungen sich dann nicht erfüllen, einen Mckscblag io» Interesse des Publikums zur Folge haben wurde. Mitten in die Praxis hinein nlhrtc daS Referat: „Rat- , schlage über den Bildungsgang der .'truppe 1" für Sb ruf, sowohl »m Handwerk als m iveiblicheii Arc und in sonstigen Handfertigkeiten. Die Tiskusiion gab »Belegen heu. daraus hinzuiv.ijcn, das- das Unglück Der Mrüpprl tatiichliw nicht nur ut körperlicher Mißgestalt, sonden» auch in manpribaftcu Schulkeuntnissen und im Fehlen eines Broterwerbes bestehe und Vädischei Behandlung (ivic hab Publikum meist meint beste Heu darf, ionbent haft neben unh nach derselben ein regelrechter Schul ist So lange die letzte Erkenntnis nicht allgemein burdw drangen ist, wird eine wirksame Hilfe für btc Hnippel nicht üruvvelbetm ist eoen nicht nur Heil- sondern Erziehungsanstalt. Die Besprechung des Dkuinas: .ärztliche Erfolgs ft a 11 ft t f" ergab die 2aiiadx-. daß . oar durd' die Fortschritte höchst crirralidx Erfolge zu verzeichnen seren, »cdoch in ihre Zahl verhältnismäßig gering. Der Begnll der H l\ung ,m gr wohnlichen Sinn: 3unkffubrung zur völligen Norm sei roti'em lid) einznichränken Man nuiiic sich auch in den Mei len günstigen Fällen mit dner wesentlichen Besierana genügen las n Die Frage, „welche Verbindung der Änitalt tni t ihren entlassenen Zöglingen ru erstreben sei", irurhc da dm beantiuortet, haft »TL U9 beJ Reichs. - 0011 Dr. SitjQi-i •Hit viele, das DA ^tiochenerhebung durch 9®» die leicht )u b™ i \®*d" te 2 »u btantiDortenbt, Eigkeit, öeilbarfeir g-f M.,«-» hrafter der Ar.- * hervorgehobeii, boF ni >e>- Ae Mehrzjsl fn vor, verlangte aber ldersgläubiger &glny/ 'vr Teilnehmer aus d? Fürsorge tatsächlich er. verlinhaus zu SioipöM E dieser Anstalt ba 'Übung des Tprachvei- HT&cn die Ersahrungni ng^von Lpezialsürsorze h Lachsm gemacl'l häi chenden Eulenburg- ii eiiolgt. Diese Zeugen Xngc für 81/, Uhr So:- il berufen. Seingeuwi uli feinen Aniang. 2k mit dem Prozeß Hanum dachtungeu Ken. j "-C , Wetter I - 1 Bew. ömiiiii Regen lltf IS W 150 isen. Jaui, 1-1° ' JJPV * 145.'’ , 10' .iu; 2ii .ßenn-^ ütte. • 1 , w iS r flandelsges- - ' jdter Bank - ‘ be Bank ■ • b-Asiat. Bank to-Konnnandit er Bank • ' j, Lahmeyer. i. Scbuckert - _ iler Ber^ ;. ' ck-den Ber^k ' rg.Amenk. Pak^ W er Bergwerk- • 'M Anfang5^ . -r Bergwerk • • (0 Lloyd sberichte B der Bank kür u; = -j-n,w STo* Kauf haus Fritz No wac k W Inventur-Ausverkauf E <8 I Gekaufte Schlafzimmer werden auch auf Wunsch zur späteren Ablieferung zuräwkgesteSIt a’7« bestes am vorteilhaftesten kaufen bei (2617 c. Gebrüder Berdux L35 Der Unterricht umfaßt: Bahnhofstraße 27. Fernsprecher 231. W. Rosentlhz?! ßoith. Röhrle, Wf-KMiiülW I Telephon 344. (2397) Marburger Str. 7. c10; Fernsprecher 218. Liebigstraße 13. O früher jetzt . . früher jetzt früher . jetzt . . früher jetzt . . 1 Eichen-Zimmer mit reicher Schnitzerei 1 Eichen-Zimmer mit farbigen Intarsien früher jetzt . . früher jetzt . . 1 Ntissbanm-Zimmer glattes Zimmer, solideste Ausführung früher jetzt . . früher jetzt . . . . . 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Höhlbaum, Riebel, Zeugwart, Schmecken- bccher, Landgerichtsrat, Geh. Jorstrat Dr. Wimmcnauer, Stadtverordneter, Winn, Stadtverordneter, Fräulein Luise Wortmann. Konservengläser System Rex & Weck, vorzügliches Fabrikat, Preise 10—20 % billiger wie Weck'sche, empfiehlt Da fleht es grob und breit, das; Sic Petrol-, Spiritus-u.Ga&kocber Gasscliläuche, Gaskochertische, Spirilasbügelsisen und Daily - Bügeleisen Weil Neustadt 10 GIESSEN Fernspr. 506 Em Oeelchsti mit 7 Pfund dovpclt gereinigten neuen Federn gefüllt Mk. 9.50 12.- 14.70 10.50 22.- rc. 1 Mahagoni-Zimmer mit modernen Intarsien August BCrullp Ltliersinkg Fernsprecher 284. . Mk. 550 — Mk. 450 — Krafthorn feinstes Maiskraftbier aus der Dortmunder üitterbrauerei A.-G. empfiehlt Originalfüllnng per Fl. 20 Pf. exkl. Glas Vollständige Betten (ünROchapparate System, verzinnt Mk. 13.—, verzinkt Mk. 10.50. . Mk. 475.— Mk. 395. — J» B. Käuser Neustadt 56. Rodbeimcr Str. 42. 1 Nussbaum-Zimmer engl. 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Berdingnngsiinterlageil sind bei der unterzeichneten Inspektion cinzuscben und können nudi gegen postsreie Einsendung von 1 Mk. in bar für iedeS Los bezogen werden. Angebote nm entsprechender Aufschrift find bis zum 13. Juli d. IS. nach hier cinznreichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gienen, den 22. Juni 1909. B”/6 Grosüi. Eisenbahn-Betriebsinsvektion 2. Hack- u. Häufelpflüge mit und ohne Federstellung, Handhackgeräte, Pferde- hackcu in neuest. Kon^ struktionen empfiehlt ist die beste Zabubürste f. Mk.1.50. Andere gute Qualitäten aller Art von 25 Psg. an aufwärts. Zahnpulver, Zahnpasta, Zahncremc, Zahnieisc, ^iahnwasser, Zahnwatte, Zahnkitt:c. [2533 Adler-nedizin.-Drogerie SelterSiveg 39. — Ctto Schani a Die Steins Garten 8588) 3586 Fluß- und Seefische versteigert werden. (3583 Anfang präzla 8 Uhr. Eintritt 76 Pfg. i Programm V W* Eintritt frei. Eisbaren fülle bcrridit in den (3283 Pie Hermannsschlacht st I* w Rabattmarken werden trotz der Preisermässigung in üblicher Weise gewährt C. 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