Samstag 20. November 1909 Zweites Blatt 159. Jahrgang Nr. 273 1. em 22. Novcü ftldjetni tigllch mit Autznahine der Sonntag». Dte ^Otetzener LomittendläNer- werden dem ^nAfifler' viermal wöchentlich beigelegl. das 'urrirdlaN Mr den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwtrtfchaflltchev Lett- fragen" erscheinen monatlid) zweimal. }t au' l» Ä"*. hessische Zweite Kammer. R.B. Darmstadt. 19. Nov. Giessen. imöMwiIi 6«ii»ir* ««■« » 1 pnen lehr wid)L Xmw- , LS-r ticorg p,-,. «»Äg& efifc" iU lenÄ*? bcootjum i Mt Biru ft WßeiL 1 ■ äüchcn. wr!-«, m , «ömen fctim 6(ie,t. y« W=S\ bcuyieetiu;; r einrcichen. Slotahonibnicf and Verlag der Vr üblichen UntücrfuciiS - Blich- and 6reurürackere». R. Lange. Dreßen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schal« straße 7. Expedition und Verlage 61. 9UbafttoTr.e^lia. Teü-Adr^ AnzeigerGießen, ?W8«J tont, Soü? Gießener Anzeiger General-Anzeiger für ©berljefien *nl Car!°l 1,0*, g Gc^A.5 ZSS gy . (.e * Llch, auf dcm vq heuer Straße, en ■ cuschläger & Jliemm uitluvt a. M. 2- ' dcibiiagcr oder in n 80, der AuSluujt er geben kann, EM e Belohnung. [K’e Näheres in d. ©tför; 11 edes GießcncrLv^D Verloren ttag den 14. b.'Ulti. ! 1)0111 PhlioiWM^ DackerMeu äin'to-i iit ein goldenes M^ni wei Pbolograpvieil. i1 H 3cn sehr gute löel^naii.. y jen Stoßet Lleimc^M schwarzer tleiäA- ■ vinschcr. LLM-' V ihiiuiift ß __l. N ff I wieder bei der Vorlage zu Tage trete, sei höchst beNagenswerr. j Teil des ÄntraaeS: Wird der Entwurf in der Zweiten Kamme- iernr Niederhaltung Älde geradezu eine patriotische ViUckt aller, mtt weniger afd sroet ^rittd h^aih°^na^.n,9c"0^^^ Staatsbürger Wenn jetzt den Stabten in gerechter Würdigung d,e Regierung das Recht, in den vmsammelten Kammern a^ der Verhältnisse eine größere Zahl von Mandaten »ugebilligl itrmmen zu faficn An diesem Ergebn^ müssen dre vo n werde so sollte von feinet S?tt- dagegen Einspruch erhoben von zwei Drittein der Der,ammelten matzaebe^ )ein^ Dre Ersw werden, auch nicht von den überzeugten und klugen Agrariern Kammer Mrd Art, 7t; ahnten rietmübÄßßn’J.K ’ ©Ä“ hier im Lause, von denen doch jeder die Ueberzeugung habe, ab, so. werden wir ifr .mit o eubem ^afec daß sie die ländlichen Interessen in bester Weise vertreten. Sehr ichimerig kst es, die Zahl der Abg^dnel^n festzuieven. uiio zu beachten sei auch dieNeorganisation der Ersten Kammer, in man halte vielfach die ^snehrungder ^ndatc der Zw^ucn km? Ätfxs ?ä®s SftBfcÄÄSl’5 der Mt" «WM- °7b?M^Lr'AuÄ"d^-wi,^-?7^^erE Stäbtc“wr ’^gete, «ü»Udnen9SnTaM’ttein« SMfc 1« j* ^^n"nn°^kEM.""dnn!! auf w w n cmtubccn tooUC1 *** lB I Das romanische Wahlrecht bei Stichwahlen sei eine Neuerung, tung wohl tue «or etner jdiroerroicgcnberen ^"ckiewtmg wr ^e S adle des d beschränke. das cd« bürgerliche standen habe. Im Ausichug habe die Uebeneuaung ocfKrrf^t JoOiaguanon au^ raa ,B , 'wiij(6en Släble würde «m dab ieBt unter alten Umstanden in ernster. 'Flfe™*tt xn Staat ^"^„'"ArhästniS passen Redn« fchliek- mit dem brauchbares Wahlgesetz geschallen werden müsse. .Die Verhand ein Mitglied der Kammer wirklich gegen -ung-n mit der Ersten Kammer se-en sihr '^°er °o^ ^7tirdte Laicht L es 'eben,- affen aujtreten möge, ttna wesen, wie der Redner durch em näheres Eingehen au! me vor h», ofha Dörfel geschlagenen Abänderungen zu Art. 67 und 7o der Verfassung herauf wird^'die Sitzung geschlossen und die nächste aus näher darlegt. Der Ausschuß der Ersten Kammer se^rnittl^ Lie”Vto. üoXg3 10 llfit, anberaumt. weile den Wünschen der Zweiten Kammer weit entgegengekommen ^ienv^g, JlUu , y--------R und er freue sich, daß in dem Antrag Wolf eine weitere will» x.- «Tlisttono- rtlmnihlK kommene tz>elegenheit geboten worden sei, eine Verstandiauna t VCT (DießCnCr U)MNwU§. über die Verfassungsänderung zu erreichen. DaS,vom Auslaß Sang- und klanglos stellte am Mittwoch abtnb bie vorgeschlagene Proportionalwahlshstem für die o Städte «er Omnibnsaesellschaft ihren Betrieb ein, um heute nss smsäs» s gj*r#Ä sS,£Ä"«3ai.i''«SSS''V.“ S S™ t i.,. .. *™ «Ä * w «Ui« «. y»* kämen nur 19 000 Wähler, auf ein städtisches dagegen 22 00(1 die die Omnibusgesellfchast m den 15 Zähren ihres Die Einführung des direkten Wahlrechts halte er, rote er auch bestehens der Stadt, ihren Bewohnern und Besuchern gc> der Ersten Kammer gegenüber betonen wolle, nicht für eine Er- s^stet hat, und es ist am Platze, heute ihrer und der Männer Weiterung der materiellen Rechte der Zweiten Kammer Andrer- oedenken, die das gerneinnü^ige Institut mit großen b“ ?^erÄL^tri^eSanbn=n manchs sS«mSS&“8Ä über sich ergehen lasien.und doch n»r )U gegeben Ulischen ^eßeu fast alles auf Komvromissen beruhe und er hoffe, Zeit jedermann und auch der ärgste Spötter jroh, ihn bo daß Ebenso, wie die L, auch die 2. Kammer alle weitergehenden nutzen zu können. Em guter Tetl des Spottes wurde ihm Wünsche zurückstellen werde, damit das große Werk der Wahl- ^brrgens Unrecht zur Last gelegt, denn für die schlechten rechtsreform nun endlich zur Durchführung gelangen könne. (Zu- -Straßen und die anderen widrigen Umstande, bte eine Z-ayrt stimmung.) . , c in ihm zeitweise zu einer Tortur machten, waren andere Abg. Dr. Fulda (Soz.) erinnert daran, daß frucher an tz^^j^ortuch. llnb ba ma;: dieser Stelle betont wurde, es müste unter allen Umstanden von I entern Toten nur Gutes redet, sei auch deS Omnibusses jeder Verfassungsänderung bei Wahlrech^reform abgesehen Besseres und Vcllkommneres an seine Stellst ÄÄTen lSüMn ^ritt, nur mit Liebe und Ehre gedmhd War er doch der 1 Kammer nicht genügend gewesen, und die Regierung sei den üer Bahnbrecher auch der „Elektrischen , bte hon b.u.e an Wünschen der 1. Kammer infolge ihres Initiativantrages leider fe» stolz unsere Straßen durchfahrt,,und auch sre weiß keine so weit entgegengekommen, daß sie in die Abänderung der Art. 6/ anderen Wege einzuschlagen, als die, bte der Omnibus ihr unb 75 einwilligte. Redner erklärt, man müße darauwtn 1e0r I qerDxefen hat. n prüfen, was man der Partei unb dem Lande gegenüber der- Gedanke, ein regelmäßiges unb billiges Verkehre antworten könne. Sn betreff der aeietzltchen Festlegung deS nach unb von der Bahn zu schaffen, lag bei der Rekommunikationsrechts der Ersten Kammer ^be früher ^auch $ rt bc™ Stadt eigentlich recht nahe, unb fanb, nachdem Abg. Dr. S^M sem^ Bedenken Ausd^ck gegeben .Sau^der ^e.^^^Eal der Gebaute aufgetaucht : vielleicht "ein "nicht unwillkommener Modus. Er biete der Re-war, bald seine Verwirklichung. Schon am 2. ^ruaw E5 aierungsvorlage gegenüber einen Vorteil, und könnte unter Um^ nrnrbe eine aus Brauereibesitzer Fortsch, Rechtsanwalt ständen einen gangbaren Weg darstellen. Seme Partei werde Grünewald, Rechtsanwalt Dr. Gutsleuch, Fabrikant ^atiau sich die Entscheidung darüber Vorbehalten: et glaube, daß daran Bankier Heichelheim bestehende Kommtsswn erwählt, die Vorlage nicht scheitern werde. Die Erste Kammer ,ei Diel-- , mit ber Beschaffung der Geldmittel für das Untermehr in sich geschlossen und konservativer, als die Zweite Kammer, I befar|en ro(rie Schon nach 14 Tagen sah man ein, r • ' fC-.Ct.« 13-A K»y tmpiTMTnae^daß^dasanVere daß mit den zunächst vorgesehenen 5000 Mr. nicht viel LÄnL U^S 5niei Sä Wenn anzufangen war und man beschloß das G^ndkapilal auf Abg v Brentairo ^ie Vorlage eine freiheitliche genannt habe, 15 000 Mk. zu erhöhen. Ende Zunr desselbeni^ahr^s n^ren habe er damit .die alte gemeint, nicht aber die, über die neu §ie Vorbererlungen soweit vorgeschrit!en, dust die G nosstw- beschlossen werden soll. Nach dieser sei die hessische BcvoKe-1 sTgst ins Leben treten konnte. Der erste Vorstand setzte sich rung gegenüber der anderer Staaten außerordentlich.zurüageietzt, '^sammen aus den Herren Fabrikant Eduard Hanau, da letzt noch ein dreijähriger Aufenthalt und hesinche Staats^ ^^^tner Hch. Helfrich unb Bahnhofsrestaurateur K rch, Ä». L°«-°A "S LtL Ä b- erste äÄÄftpKtag Seiet. Ti-H-Mch°ft tZ «ml W iinben Wenn sogar ein Mitglied der Ersten Kammer, Freiherr 1894 mit 92 ©enopen unb IbO Anteilen ins ^dew . an oon Hehl auf diese Rückständigkeit hingewiesen habe, dann könne richtete zunächst eine Linie vorn Bahnhof über den Seltevs- doch wohl auch die Regierung nach einem anderen Wege suchen. ipeg bis zur Marburger Straße ein. Der lohnarbeitenden Bevölkerung werde durch solche Bestimmungen cm ersten Geschäftsjahr traten noch 62 weitere Ge- ihr Wahlrecht genommen. Was würde iwnn dieser Bevolkerungs- ^ssen mit 80 Anteilen ein, zumeist aus dem Bahnhofs- klasse das direkte Wahlrecht nutzen? ?n der Frage des Pro- «iertel, unb man errichtete eine zweite Linie vorn Bahnhof portionalwahlrechtes »mrden wtr die Vorlage mcht scheitern laßem ^ie Bahnhofstraße zur Gcünberger Straße. Zwer bab rofr rdy&mJs unsere prinzipiellen Anträge zum direkten drei Wagen vorhanben, bte man gebraucht in Lernburg Wahlrecht stellen. Was die hälftige Erneuerung des hessiichen gekauft hatte, während es am 31. D^ernber 189o,_ am Landtages betrifft, so stellen wir uns mü Annahme dieses An- des 1. Geschäftsjahres, 9 waren. Bis Mar 189o be- trages ein Armutszeugnis auS. Auch dies sei eine rudltonbigc ber Pferdebestand 11—14, bei Ausbruch der Rotzseucha Bestimmung, die in keinem anderen süddeutschen Staate zu nnden .v Gesellschaft einen Schäden von 3500 Mk. verur- sei. Mit Einführung biefet Beltimmung n^rbc nun_üg erhöhte man den Pferbebestand aus 22 unb am ganz Deutschland lächerlich macken. Redner führt zum 'ke~ erften Fahles betrug er 18. Befördert wurden g-r°d- im ersten Jahre Personen und di- Einnahme be. sie ,ei es gewesen, bie bett ersten Anstoß dazu gegeben habe, trug durchschnittlich Jagitd) 57,42 Mk. Da bte Detriebsaus- unb mst seiner Hilfe ihre Siege davontrage. oaben in demselben Jahr täglich einen Verlust von o,80 Mk. Nach kurzer Pause gibt Aba. Wolf (Bbb.) im Namen brachten, arbeitete bas Unternehmen von Anfang an mit seiner Freunde die Erklärung ab, daß sie trotz mancher strittigen ^an beabsichtigte desl^alb, den von Anfang an Punkte das redliche Bestreben hätten die Vorlage nickt zum 1{Q ‘ • betragenben Fahrpreis auf 15 Pfg. zu erhöhen, Scheitern zu bringen und gibt die Hoffnung nicht auf, daß man baüon nachdem sich bie Stadt bereit erklärt fd>eit=rte. I;atte, jährlich 30M Mk. Zufchutz zr.leisten Ter erste Be. Ar ost'lreae an der Perlon eines unbeliebten Wahl- triebsletter Dosch war nur ein Jahr "N Amt, an feine manne?1 ber nickt gewählt würde, während man den Kandidaten -teile trat Sperr Braun, ber bi5 zum Enbe bes Setriebä iebr aern gewählt hätte. Er tritt bann für bie direkte Wahl s^n Amt gewisienhast versah. An stelle des Herrn Hellem und schließt sich einem früheren Anspruch des Abg. Dr. Gut- gehörte Herr Adami einige Jahre dem Vorstände an, fleuch, an, baß man, wenn drei gleichberechtigte Faktoren zu -^ter übernahm wieder Herr Helfrich das Borstandsamt, einem Gesetze ihre Zustimmung geben man nicht dem einen beschloß bie Stadt bie Deckung des über 3030 Mk. vor den Kopf stoßen könne. Wenn em Freisinnig^ dielen Aus- Defizits. Ende März 1904 starb das Vor- svruch getan habe, Cönne er , nicht d er 11 ejen, daß bi standsmi-glied Hanau, an seine Stelle trat Herr Kaufmann ' bet teten gri&erger. 1907 s^b Herr Krch °n d-ffen Stelle Seit?Wünsche aufgegeben wurden und daß es eine Lust war im Herr Apotbeker Theodor ed)toieber in den Vorstand ge- Ausschuß zu arbeiten. Jeder gegen den Ausschuß erhoben«-Vor- mahlt wurde. , r rourf sei unbegründet. Redner gehl dann weiter aui 2Irt 7o der Mittlerweile war das Genossenschaftsvermogen sehr zu^ Verfassung ein, welcher unter allen Umständen im Dolksinteren- -^^^bschmolzen unb bie Wagen, hiupt ächlich burch den 190S/ bm 8ettU£ am 1. Sttoba 1908 Mj SSj !°2m- '"ä I '°vli unb nh„‘a>I L Bei schwach besetztem Hause unb leeren Zuhörertribünen nahm i beute das Ereignis der neuen Tagung, die Beratung ber vierten WahlrechtsvorlwZe innen Anfang. Vize Präsident Korell eröffnete bie Sitzung J 91/2 Uhr unb teilte nrU, daß als erster Punkt der Tagt4 ' «tbnung die Gesetzentwürfe: 1. die Abänderung der Artikel 6/ , mb 75 der Versassungsurkunde des Großherzvgtums .Hencn vom ' ■1 Dezember 1820 und 2. die Landstände betr. zur Beratung feben Der Ausschuß habe eine zweite Lesung der Gesetzentroursc leantragt, über welche sich die Sammer noch schlüssig zu machen 'jaden werde. Im übrigen spreche er die Hofmung aus, daß r Ewalb das Wort: Wenn man sich die Entwickelung vor Hugen hält, die die Wahlrechtsreform in den letzten 2 Jahren in Hessen genommen hat, wird man sich unwillkürlich des bekannten Wortes erinnern, daß in der Politik nichts so gut geht, r geöffnet. Man würde sagen: Seht, bio Pairs sind es, die eine Vorlage zum Litern bringen, über die doch eigentlich die Vertreter des Volkes, die Zweite Scmt'mer zu entscheiden hat. Die Hauptlache m ber Frage des Wahlreäcks sei die Freiheit desselben, nicht die Frage,, ob direkte ober indirekte Wahl, komme die Hochflut, die man so sehr fürchte, so flämme sie ebenso mit der direkten wie mit ber indirekten Wahl. Es seien da andere Faktoren matzgebend, wie I.B staatlich erzeugte Beunruhigung ber Bevölkerung, Nichterfüllung berechtigter Wünsche von Klast'en umerer Mitbürger, religiöse Verhetzung, Zurücksetzung grvtzer Bevvlkerungsteile u. a. iVür die süddeutschen Staaten seien gleiche Voraussetzungen für die Wahlberechtigung gegeben, nur verlange Hesten eine etwas längere Ansässigkeit. Redner führt bann weiter ans, Kitz an dem Gesetz nur wenig geändert werben soll. Es handele sich Nicht um ein neues Gesetz, )onbem um den Entwurf emes revidierten Wablgesetzentwurfes. Die Regierung habe nach Ruiglichkeit _aue. bas zu erhalten gesucht, was möglich war zu erhalten. müsse man überall bringen, jedoch rechne er damit, daß man etwas Mstande bringen wolle und etwaige Wünicke dem GrotzLn wir Ganzen unterordne. Nach seiner Meinung könne ieder, ohne mit seinem Gewissen in Konflikt zu kommen, tm Interesse des Zustandekommens der Vorlage Nachgaben machen. ES sei eine Uw Wahrheit, wenn in der Presse behauptet nxnbc, durch AnnalMe ber dreijährigen Staatsangehörigkeit und des dreiiahrrgcn -chochr- sitzos werde bas direkte Wahlrecht illuiorisch gemacht. L,urch wlckr unehrlick)L Behauptungen nützt man der ^ache nicht unb_ wir müssen uns ernftiidv verbitten, daß num uns diese falschen, ingen- hasten Absichten unterschiebt. Es muß dabei doch daran erinnert werden, daß gerade der Führer der hcisischen Freinnnigen, Heri Dr. Gutfleisch erklärte, daß er zwar lieber ohne lauteten die Vorlage ann-hmen würde, daß er aber die letzt vorgeschlagenen ! Kautelen akzeptieren roerl«. Wenn man in ber Preiii. letzt dein Ausschuß derartige Handlungen unterstelle, w zeuge das nicht 1 mehr ton ber nötigen Objektivität und Wahrheitsliebe, bie man doch auch dem Gegner gegenüber fetoritng Jet- Em Stündliches Stubium der Vorlage müsse jedem die Ueberzeugung geben, daß dio Regierung in loyaler Weise ihre Aufgabe enullt and ein recht gut durchgearbeitetes adoptierbares Werk bem XXtait torgelegi hat. Es sei daher auch notwendig, daß das Laus mit Wohtz itollen und unbekümmert um die GehaNigketten twn öeuten, bi nicksts ton der Sache verstehen, an die ^rattmg der DarraM herantreten. Sckion bei ber Beratung im Jahre 1901 Minister Rothe flonstatiert, daß bie Vorlage am Stangen ber Stammer erfolgt sei u. der herrschenden Astksstimmung zu enNprechen »■ Es würde doch gewiß kein erfreuliches Zeichen strr du^Vvlrs- toertretung sein, wenn sie jetzt das ^bermali« Anerbieten Regierung wieder nicht akzeptieren wurde. mbirette lBa»l fei hielte nieüt d-r ätuSbrud. iKr Amchaullng m ber Wählerschaft, cs spiele sich die Haupt,ach- Anter l üb ftufifien ah unb d-rhalb fei das birelte Wahlrecht abwlm Iwi wendig. Der Widerjatz zwischen Stadt und Land, ber auch letzt luitay-ugrcu «nzustrNen. SxnMrtfätffltb durch diesen Beschluß wurLe bü fi-rone der .Crknmng einer elektrischen 2-rraftLnbahn in rascheren Fluß gebrach: und so bald schon der Bau derselben auch ausgeführt. 2lm heutigen Tage wird der Omnibus von dem modernen Verkehr-mittel ersetzt, aber mancher, der heute zum erstenmal die schmucken Vagen der elektrischen Lach» besteigt, nnrb neben dem G.fuhl be* rechtigter Freude auch ein dankbares A^denlen empfinden für bic Anne^nlichkeiLen, die der Lmnibu- trod aller Mäimel geboren hak. Mehr allerdings noch gebührt diese dankbare Anerkennung den Mannern, die in selbstloser Seife das Unternehmen so lange zum Nutzen aller Einwohner geleitet haben. iiiarllt. Gieße», 20. Roo. W arfiPtrichL Thtl beimgen; V«h«n- motfu foiiete hinter pt. PW. 1.20—1.30 Mk^ Hühnereier 1 Li. 9-10 itß., Emer ei er 1 cL 0 1*1^ Höfe pt. ou 6—8 H.. (hben p. Ptd. 00—00 Plg. Linien p. T'd. 00— 00 iig., Landen pr. 1-r. 0/0- 1,00 Dit., vnbner pr. Lt. 1,00—1,60 dätme v\. Sluck 0/0— 1fw 0 on|e vr. 1*0.60—70 tf., linken or. enid l.n<> bte 2/0 1' f., CcL'cnfleiicD pr. T'd. 76—>*4 1 »g., ttuo’leild) pr 2>b. 66 ihmbrieifrh vr. Pstuid 70—74 t fq. ea)iDeinefleüc> pt. 1-hmb #10—86 Ifp., Lwernei!ei|ch, qelaUen, pr. d'd. 9H Tiq-, Uolt sterlch. ir. xrb. 70—74 liq., Vaiumelneild) pt. t«io. 60—60 Hfl. Rartoffelii pr. 100 Äq. 5.00—5.50 IhL, Zwiebel >i per Air. 6,00—6,00 UH., 9) «Ich per iftier 2u lip.. hfeiBlrmu per Sind 10-15 Hfl., per Beniner Dtk. O.Ou—0.0“., 'Jteplel per Ztr. 10—18 Ulf., t’ixnen per Btr. 10—15 Mk. 91nfie 100 Ltiick 40—60 Hfl., vrr Zlr. 0—0*J Mk. Tiarfueu von 8—2 Uhr. p.C «iesbadea. U 11 b b o 1 * *J)I a r 11 b t r < di i oem 19. Nov. 31u»trirb: Si nder 167, Halber 180, Ln>aie 119 Lcv'venie 164. Zeiiüen*; ’JUnöer, Halber und Schale gedrückt, Schwenie ruhig. Preis T »red- pro 100 üfb. Idinnitpteii 8cbc. etia*f pro bjOHimh _ , , ftfro-ti Kcocn». Ochsen. von-diL oon-bi« -ewn».- Dollflellchtfle, aulafmänete. höchsten Ediiadninerte \ bod)Üfn4 6 ^tobre alt 46—47 80—82 46 81 Junge, fletldiifle, ntctii au6geinä|iete und ältere anSflemäilete...... 88—44 74—80 41 77 Mäbifl flenubrie junge und gut ge- ndi)tle allere 82—36 66—72 34 69 Bullen. SoOfledcbifle, ausgewachsene, höchsten 6d)lod)tiuerle4 38 —40 64—68 39 66 !DoUflei|d)ige, jnnflere 34 — 36 60 —64 35 62 fidelen, Hübe. Dollfleischlae ausgeinästele fiärfen höchst. Lchlachliperles 41 — 48 74—84 44 79 Sollfleilchifle auUqrmäfteie Rübe höchst. odiladitiperted bi4 zu 7 Jahren . . 36—40 71—74 38 72 Steilere ansaeniusteie Hübe und wenig qut eithpidelie jnnflereRnhe n fiätlen 28—82 56—64 30 60 Mastig flenobrie Hübe nnb fiäilen . . 25 - 27 48 - 56 26 52 Gering genährte Rübe und fiärfen . . 18—24 81—40 21 85 Halber. Feinste Mast- (BoUnnlchmast) und beste caihifälber......... 54 — 58 90—98 56 94 Miniere Mast- und gute Saugkälber . 48-51 80-86 49 83 Geringere Saugkälber 44—48 74 —80 46 77 Schale. Masttämmer und jüngere Mastbammel 85— 36 70 - 72 35 71 Sichere Masthannnel und gut genährte Lchaic 80-81 60-62 30 61 Schweine. Pollsteischlge Echweme btfl zu 2 Zentner Lebendgewicht 58—60 74—76 59 75 DoUsleistinge Schweine über 2 Zentner Vebcnbfleiuicbl 58-60 74—76 59 75 DaNstsilchige Schweine über 2'/,Zentner Lebendgewicht 55 —56 70 — 72 55 71 Feillchweuie über 3Zentner Lebendqew. 55—56 70—72 55 71 (ßcricboiaal. ** Der Unfall vom 12. Juli 1909, über den mit in imserer Nr 161 vom 13, Juli beruhtet haben und dem der Metzgerlehrling Olantz zum Opfer fiel, bat ein gerichtliche- Nachspiel aebabt 5ht eingehender Beweisaufnahme wurde fest- gefteilt, daß den Verunglückten keine Schuld an dem Unfälle trat, da .er besonders nicht seinen Zughund gegen einen anderen Lmnd gehetzt und aud) nicht hierdurch die Gewalt über den Metzgerkarren perforen bat; vielmehr trif »t die Hauptschuld ,vT" ▼ NP 230. Verläufen | Sie fcratiy F5- Künsllertsdte Wandbilder. Barometer, i > die -Leben:deute de< mnio- dierenden l'andoknect i)' die kbenx'nSiiiu- Oeiterfnu spielende, tniuenbt lncvende «vrobtaunc n:ede geben (oban unc> das Leden strahlender und sonniger entUtrt und Lust und »>reude ••/ul in untere Seele einziedt- r Gold, d Slkd < Damen- und Herren- Uhren, Gold- u. Silberwaren, einz. PatenlofTel etc. Sribllneeflnber" 2 Herren, Gustav «oeppen Seemannsheim. Dalnorstratze 46. 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Lor der Zipilkmumer des ba-J Verhallen Heinrichs erklärt der Zeuge, datz dieser ihn einmal an gefahren habe : Scheren Sie sich nxg cm . " da4 Wiegen geht Sie nichts an. n------£ Hörte, vdoO ' 3-E60 ‘-3.60 . 84-55 1M8J0 ' Harpeuer Bergwerk . . 137. *0 kamradfNde..... 62^0 64.10 99-30 95.-) .<4.35 18".4O 47.sO W.5<) 66.00 99.25 Teletonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Baak für Handel 19 NoreaStr. l.l » Oke. r. e'.tib. I abmeytr . . . I iektrls. Schuck ert . . . ILs hwtiler Berrwerk . . «'»elaenkireben Bergwerk . Hamburg - Amcrik. Pakelt Harpener Bergwerk. . . LiurahOtte...... Xordd Lloyd obenehlea Elaao-rndustrie ■ i>annstadt*r Bank . . . i cutacbe hank . . , 1‘cQtseh - AeiaL Bank . . lüskonto-K' mmandit . . I'r-sduer Bank . .. . Kreditaktien Baltimore- und Ohio- •** Eisenbahn Gottbardbahu . . .... . Lombard Eisenbahn • ‘c-iterr. Staat»dann . . Prinee • Henri • Eisenbahn •. Dereinszimrner: Äalferhol, Sonnenstratze, 1. Stock, (imoM durch den Hof. 5440 eines großen Privatbetriebes wäre und Dort etwas berauSbekame. würde ich nicht ein paar Tausend Mark erhalten, sondern 50000 Mark. Ich habe auf Fragen auch gesagt, ich bekomme eine Million: wenn das geglaubt wird, so tut es mir leid. Verteidiger 3ufturat Wallach: ES handelt sich also um einen Zivi'.prozeß, den der NeichsfiSkus anstrengen wird, um Schadenersav ju bekommen für die Unter schleife. Ist etwas vereinbart worden, bau das Ergebnis dieses Zivilpro^n'ses für Sie von Bedeutung ist? Wannowskt: Es ist mir ziemlich deutlich angedeutet worden, daß ich eine Belohnung erhalten würde in Hobe von ungefähr 1 'Broj. des Wertes, der nach dem Zivilprozesj herbei^ geschafft würde. Wannowski erklärt auf Befragen weiter, daß er angestellter Beamter sei und ein festes Eehalt begehe (?t> sei Brauch, bafc, wenn es sich um verbeiichaffung erheblicher Gelder bamdele, Belohnungen auSgesetzt werden, die in einem gennsscn Bro-en'tsatz zur Hohe deS herbeigeichassten Betrages stehen Zeuge Tnchsen, Brokurist bei Frankenthal, hat nie den Eindruck gehabt, baß dieser mehr von der Werft erhalte, olS er bezahlte. ukantig« Cjokiiu» ic«. loiaarie» j.ML Garantie Nir rutee Trifer, >r-*0rgW llmtatucta. Elrtante Orie nal . Ehds RitUfi Preise. LrhllUicb In QoldearcnluadJeai^ Der Verein Jrfunöinncn juiiflcr SJiidtni ladet Stützen. Laden- und Kinderträuicin zu r neu 4*, Italien. Rente . . — 3*„ Portugiesen Serie I . 3*. Portu.ireen . HI . 41, / , rosa. staaLiaal. 1905 41 , japan. Slaatsauleibe <•/, Cour Türken von 1Ä)3 Türkcnlose 41, Griech. Monopol-AnJ. . V „ äussere Argcutinier .. . , Mexikaner . . . 4Chinesen . . . . Aktien: Bochum Gum . ... Badem, EL W Tendenz fest. ck dieser ihn i Ihre Arbeit, Der 3arar mutz weiter ^ugeben, ichmal Diegczcuel zerrissen und Heute wird zunächst der Fall Tbrunst belp och n ^er Dnaeklagre e6nmft soll auf dem Transport von naa», itiel *jt Berlin dem ftriminolfthuynarai Bnunme ein ÄenändniS l abgelegt haben. Chrunst bemerkt dazu, das er heute mefc mehr waS er Brumme damals getagt habe. Brumme bekundet: Bahrend der Fastrt habe er zu dem Angeklagten gehn, er falle keine Rück»ich': duf Heinrich und Frankenthal ntfcnen, wenn er aus dem Gefänants käme, würden die beiden auch Nicht für ihn sorgen. Nachocm er gefragt halte, welche Strare a roabl ju gewärtigen habe, gestand Thrunst, datz er auf Veranlassung bed Rates Heinrich bei dem Altmaterial zuguniten Frankenthals falsch gewogen habe. Dafür habe er Geldgeschenke Lm 100 bis 300 H». erhaüen. Cbrunst erwidert, datz er solche Aussagen niemals gemacht haben könne. Geld habe er von Frankenthal nie bekommen, nur einmal ein Darlehn von 2000 MV. — 3m werteren Verlaufe der Z eugen ferne Innung spicken die AngeAagten darauf an, baß Erim'"alkommi'>ar Dan- nowSki an dem AuSaange deS Prozesses interessie t sei. R ieck en behauptet, jtPmmiiTar Wannowski habe in Berlin gesagt, er verdiene bei dem Proresse 1 Prozent. Zeuge Wann o w 4 k i: Nicht beim SlrafprvKest, daS hängt vom Zioilvrozef, ab. B o r s : Herr Kommissar, 5ie erklären unter Ihrem Eide, dast Sie keine Drehartikel geschrieben haben. Zeuge VannowSki: Nein, ich habe einige Artikel geschrieben, aber kein- LenfationSartikel, wie sie hier gemeint sind, sondern ganz fursc Dar>iel!ungen. Ein großes Berliner Blatt wollte eine io chr Darstellung haben. Nach Rücksprache mit dem Untersuchungsrichter sagte ich bad zu. ES wurde davon aber niches benubt, weil die Novemberaufregung im Reick^tage kam. Ich habe gesagt, cS sei schade, baß ich für das ReichSmarineamt tätig bin, wenn ich in Diensten 4 Kiel, 19. Rvv. Zu Beginn der heutigen Sitzung teilt bet Vorsitzende mit, dast der Privatdetektiv (Einfei b t, der meptn Verduns des Meineides verhaftet roorben war, aus der Untenudrjn'/.vlxm wieder entiaiien worden sei. Daraus wurde in der Zeugenvernehmung fortgtiabren. Arbeiter Mvehl bekundet, daß er Frankenthals Vorarbeiter auf der Ser ft war. Soviel sich der Zeuge erinnert, ist daS gesamte Material, bevor e4 abgefahren wurde. verTvogen worben lieber war pabe »wann J»cge oane nja ernnnu iorbert 'hm sein lltimdl gegen Frankentdal schri'tlich r:5cnbe habet ei au'-LL-^. daß er überbeupc ein Zrinf-rKb gegeben i>rbc. von den ö.ei. stücken er. bet Sage nxll Msehi nichts geieber. bähen; atlerb«ßß in darüber ae-nochen worden Frankenthal: 3ard.Eisenbahn.r,fl irr. Staatsbann. 1«| ;e - Henri - Eisenbahn ■■. lüj gegen Anderson, gegen Emonds. gegen Lonh le Jlarln. gegen Fritz Heydt Leichtgewichtsmeiiterringer. Heute neues Programm. Lehmanns Hochzeit humoristischer Schlager. Die Mütze des Sohnes, Drama. Kopenhagen und Umgegend, interessante Naturaufnahme. Schulze will angeln, humoristisch. Der kleine Idiot, tragisch. Samson und Dalilah kolorierter Kunstfilm, Länge ca. 350 m. Das durfte nicht kommen, humoristisch. Aus Dankbarkeit, Wunder der Drcffur, humoristisch. Telegraphie als Lebensretter, interessant. Walltorttratze 36-38. Telephon Nr. 644. Heute Samstag. 20. November IW (Srotze Vorstellung 5. Tag der grotzen internationalen ßingk:iui|)l'*boiikurrpnz für Leichtgewichtsringer (Körvergewicht bid90 l^cr) um die Meistcr- fchaft von Westdeutschland und tue Slegesvrälme von 2000 Mark. Heute SamStag: 4 Kämpfe. Warrat Langenbach Jennen Itodenbuech der taubstumme Löwe Vor Beginn der Stämofe ausgeführt v. 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