Nr. SS Freitag, 23. April 1909 159. Jahrgang Erscheint KgNch mit Ausnahme des Sonntags. Uhr 2 erfreuliche Erscheinung, (sehr richtig!, rechts). Rede ge- Abg. Gothein (Fr. 23g.): Für uns Meitrmarkt in Hessen u. Hessen-Nassau im März <909. Di fier Materie, nicht beschlägt, würde liberalen.) auch ich Er RdtÄftonSbntd «m» Verlag der Vr üblich«, UnurersUälS - Birch- und Sielndruckeret. ÜL Lange. Gießen. die für die Landwirtschaft von großer Bedeutung ist, handeln. (Beifall im Zentrum.) Abg. Dr. Südekum (Soz.): yhcuit^ frei Staatssekretär des Rcichsamts des Innern tt. Bethmann-Hollwrg: Ich hatte ursprünglich nicht die Absicht, heute zu reden. Wenn ich dies nun doch tue, so ivill ich mich allerdings nicht mit dem letzten Herrn Vorredner über handelspolitische Ansichten auscin- andersetzen. Ich hoffe, daß die Mehrheit des Reichstages auch damit einverstanden ist. (Zustimmung.) Die Tatsache, daß die Ausfuhr des Hafers und neuerdings auch des Roggens erheblich gestiegen ist, hat die Aufmerlsamkcit auch der verbündeten Regierungen auf sich gezogen und sie veranlaßt, die Rückwirkung dieser Erscheinung auf unsere Ncichsfinanzen einerseits und auf unsere allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse andererseits, insonderheit auf unsere Getreideproduktion im Sinne Deutscher Reichstag. 245. Sitzung, Donnerstag, den 22. April. Am Tische des Bundesrats: Wermuth, Kühn. Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 15 Min. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» slraße 7. Expedition und Verlag: 6L Redaktion:e^A112. Tel.»AdruAnzeigerGießen. Mk. 120* iui vruna u. w * rechnet, so wird er eben der Gegenwart nicht gerecht. (Sehr richtigI rechts.) Der Abg. Gothein möge auch dabei bedenken, daß die Zunahme unserer Getreideproduktion nicht nur darauf beruht, daß das Areal, das lanDwirZckaftlich bearbeitet wird, vergrößert worden ist, sondern im wc'eNUichen auf der größeren Ernte pro Morgen, auf intensiverer Lirtschast, und daß, wenn wir eine intensive Wirtschaft im &- reidebau haben, wir unmittelbar damit auch unseren Futteran^au verbessern und infolgedessen günstig auf unsere Viehwirtschast einwirken. (Sehr richtigI rechts.) Wenn der Abg. Gothein schließlich bedenken will, daß unser Bieh- stand in den letzten Jahren sich in der erfreulichsten Weise vermehrt hat, so wird er den Vorwurf, daß die deutsche Landwirt- schast einseitig den Getreidebau bevorzuge, nicht mehr aufrecht erhalten können. (Zustimmung.) Nach diesem Exkurs komme ich aber zur Sache selber zurück. Die Zunahme des Exports an Roggen und Hafer ist eine Erscheinung der neuesten Zeit. Nur während eines verhältnismäßig kurzen Zeitraumes hat man diese abnorme Zunahme beobachten können, und es ist durchaus notwendig, daß man diese Beobachtung fortsetzt, um zu erkennen, ob es sich überhaupt um eine dauernde oder nur um eine vorübergehende Erscheinung handelt. Erst wenn Klarheit darüber geschaffen ist, wird für die verbündeten Negierungen die Möglichkeit gegeben sein, zu dieser Frage überhaupt Stellung zu nehmen. Tie Frage selbst ist von weittragendster Bedeutung für die verschiedensten Zweige unseres wirtschaftlichen Lebens. Und sic ist weiterhin eine Frage, die nach ihrer ganzen Entstehungsgeschichte nur mit der äußersten Vorsicht behandelt werden darf. (Lebh. Beifall.) Abg. Frhr. v. Gamp (Np): Ich verstehe nicht, warum Herr Gothein hier immer über landwirtschaftliche Dinge redet, obgleich er nichts davon versteht. (Sehr richtig! rechts. Lachen links.) Unser Fleischkonsum ist fast so hoch, wie in England. Das ist eine anerkennenswerte Leistung unserer Landwirtschaft. Und was geben wir unseren Arbeitern für gutes Fleisch! In England bietet man ihnen nur gefrorenes Fleisch aus Argentinien oder aus Chicago. Herr Gothein ist wieder mit viel statistischem Material angerückt. Er nannte ja einmal die Statistik eine feile Dirne. Da ist es doch sonderbar, daß er immer wieder auf ihr hernmreitet. (Große Heiterkeit.) Wir lehnen die Resolution ab. Die Landwirtschaft mürbe schwer geschädigt werden, wenn die Einfuhrscheine fallen würden. Wir haben aber nichts dagegen, wenn die Resolution der Budget- kommission überwiesen wird. Abg. Stolle (Soz.) erklärt sich für die Resolution. Tas Einfuhrscheinshstem sei an den hohen Getreideprcisen zum Teil schuld. Abg. Speck (Zentr.): Herr Gothein sollte sich nicht als Präzeptor des Reichstages aufspielen. Seine Kritik weisen wir zurück. Abg. Gothein (Fr. Vg.): Ich bin nicht praktischer Landwirt, aber ich stütze mein Urteil auf amtliche Enqueten. Wenn ich die Statistik eine feile Dirne nannte, so meinte ich jene Sorte von Statistiken damit, die nur auf Schätzungen beruhen. Der Vergleich war nicht gerade geschmackvoll. Aber die Geschmäcker sind ja verschieden. (Heiterkeit.) Damit schließt die Diskussion. Die Resolution geht an die Budgetkommission. Freitag 2 Uhr: Strafgesetznovelle, Zivilprozeßnovelle. Schluß 6% Uhr. nach der uiiüimwnm' .LcvcikMM:' etttdl Wilhelm LMn, SoEjnuna ießt dauernd Eichen, Witme 6. suche Kunden im vch tzen. Näheres bei M Fr. Becker, NeukN:^ Won gesucht rar m irkäuierin in Israel jtfc Lchrifll. Angebote k i den Giehener tetrta Die „Gießener LamMenblätler" werden dem .Anzeiger' aiennal wöchentlich beigelegt, das „Kretsblati für dev «reis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. ist einer der wesentlichsten Gründe, weshalb wir die Resolution eingebracht haben, gerade das Interesse der Reichsfinanzen gewesen. Wohin wir mit Ausfuhrprämien kommen, hat den Zolltarif durchlöchern. Heute kommen diese Herren mit einem Anträge auf Abänderung desselben Zolltarifgesetzes. Der Redner beantragt, die Resolution der B u d g e t k o m m i s s i^o n zu überweisen. Im Plenum können wir diese schwierige kürzung der Geltungsdauer, wie sie der freisinnige Antrag vor- keinen Nutzen haben. (Beifall bei den National- Jjpifccrj Zahl /VL'ondÄ's in Siuidfteincr Abg. Dr. Weber (Natl.): Die Einfuhrscheine haben nicht nur für die Landwirtschaft, sondern ebenso sehr für den Handel große'Bedeutung, weil durch sie der Getreidehandel gerade im Osten ermöglicht und das Getreide zum Nutzen des Handels ein- und ausgeführt wird. Es gibt selbst sozialdemokratische Zeitungen, die mit uns dieseAufsassung teilen. Wenn sie bedenken, daß an Roggen insgesamt 600 000 Tonnen ausgeführt werden und an Weizen 200 000, dagegen die Einfuhr von Roggen ca. 870 000 Tonnen und die von Weizen mehr als 2 Millionen beträgt, so werden Sie zugeben wüsten, daß durch die Mehrausfuhr von Roggen eine Mehreinfuhr von Weizen sich als nötig erwiesen hat. Es ist nicht richtig, daß die Einfuhrscheine nur der Landwirtschaft Zugute kommen. Die Vertreter der Hafenstädte Bremen, Lübeck und Stettin haben sich selbst für die Einfuhrscheine im Jntereste des Handels ausgesprochen. Besondere Berücksichtigung verdient auch die M ü h l e n i n d u st r i e. Es ist bereits Darauf hingewiesen worden, daß es vielleicht notwendig sein wird, eine Revision der Ausfuhrtarife für Getreide und Kohle zu erwägen. Ich will diesen Gedanken nicht von der Hand weisen, obwohl Kohle und Getreide bezüglich der Einfuhrscheine verschieden zu behandeln sind. Für die Mühlen Deutschlands ist zurzeit nicht hinreichend gesorgt, und ich möchte die Staatsregierung ersuchen, mit den Einzelstaaten in Verbindung zu treten, um hier in der Tariffrage baldmöglichst Remedur zu schaffen. Eine veränderte Tarifierung des Getreides wird rascher wirken, als eine Mühlen-Umsatzsteuer, über die die Meinungen noch nicht genügend geklärt sind. Wenn den Getreide- prodnzenten nicht die Möglichkeit der Ausfuhr gegeben wäre, könnte leicht eine ganz überflüssige und von niemandem gewünschte Deroute entstehen, weil die Getreideproduzenten nach dem Drusch das Getreide baldmöglichst auf den Markt bringen müssen. Das spricht für die Einfuhrscheine. Schippet hat darauf hingewiesen, daß unter dem Freihandel ohne Einfuhrscheine der Jahresdurchschnittspreis in Berlin 211 Mark betrug und heute trotz erhöhten Schutzzolles und trotz Emsuhrscheinen der Durchschnittspreis sich auf 206 Mark stellt, wobei noch eine große Mißernte auf dem Weltmarkt vorliegt. Der Arnrag Ablaß ist für uns unannehmbar. Da wir aber der Ansicht sind, daß hier eine Frage von größter Tragweite vorliegt, über die wir in der Kommission eingehend beraten wollen so haben wir ein Amendement eingebracht, das Sie hoffentlich annehmen werden. Es beruht auf dem Gedanken, daß die Erleichterung des Handels nicht so weit zu gehen braucht, daß man die Einfuhrscheine geben und dafür Petroleum oder Kaffee kaufen kann. Die Getreideeinfuhrscheine müssen im Interesse der Landwirtschaft aufrecht erhalten werden, allein eine ungesunde Spekulation kann hintangehalten werden. Die Ab- Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Sberheße» Inzwischen ist ein notionallibcralcr Antrag Weber eingegangen, wonach die Geltung der Einfuhrscheine zur Zollentrichtung nicht mehr auf die Einfuhr von Kaffee und Petroleum erstreckt werden darf. Abg. Graf von Kanitz (Kons.) gibt einen historischen Ileberblkck über die Entwicklung des Systems der Einfuhrscheine. Es ist für die östlichen Provinzen von großer Bedeutung. Wunderlich ist, daß die drei Freisinnigen Gyßiing, Mommsen und Tohrn die Resolution unterstützt haben. Tei>n d:e Kaufmannschaft von Königsberg hat ja eigentlich den Anstoß zur Einführung dieses Systems gegeben, und Der Danziger Abgeordnete Rickert trat ebenfalls lebhaft' dafür ein. Auch Stettin hat große Vorteile davon. Wahrscheinlich ist die Resolution in Abwesenheit der drei Herren beschlossen worden. Sie werden selbst mit Entsetzen ihre Namen darunter bemerkt haben. (Heiterkeit.) Tie Ausfuhr an Getreide betrug im Jahre 1908 nur 13 Prozent der Einfuhr. Das ist doch sehr wenig. An den hohen Brotpreisen sind nicht die Landwirte schuld, sondern die Bäcker, die große Gewinne einstecken. Jrn Osten sind die Ge- ireidepreise immer noch niedriger als im Westen. Tie ganze (Einrichtung der Einfuhrscheine liegt doch im Sinne des Frei. Handels. Ich verstehe daher nicht, wie die Freisinnigen mit dieser Resolution kommen können. Wir lehnen sie ab. Auch im Interesse unserer Industrie und unserer Industriearbeiter müssen wir die Landwirtschaft kaufkräftig und konsumfähig halten. (Beifall rechts.) Rühren Sie nicht an eine Institution, die nicht bloß für die Landwirtschaft, sondern auch für Industrie und Handel von größter Bedeutung ist. (Beifall rechts.) )ung. Mchen von oute- Acsmi Nähen 6ew.ifi Kind nbcT Rnabc, 3‘h W j iw. MeBeMvm W LäM. Mebott untet Ä >be Zinsenu.monalM' liehe MckzahüW ■d)uitl Angebotes Mein Vorredner hat eine rücksichtslose agrarische Rede gehalten. (Lachen im Zentrum.) Neun Zehntel seiner Ausführungen waren rein agrarisch. Der Antrag auf Verweisung der Sache an die Budgetkommission ist eine Verschleppung b i s zu dengriechischen Kalenden. Will man Denn den Antrag nach Pfingsten in den Hundstagen beraten? Der Anreiz zur Ausfuhr von Getreide wird durch die Scheine gegeben und durch die günstigen Eisenbahntarife. Die Getreidepreise sind lange noch nicht niedrig genug. (Oho-Rufe rechts und im Zentrum.) Der freisinnige Vorschlag stellt das Minimum dar, das wir heute fordern müssen. Auch unsere Schwierigkeiten mit der Schweiz sind eine Folge des Einfuhrscheinshstems, durch das die Taschen der Großgrundbesitzer gefüllt werden. Die Einfuhrscheine für Getreide. Auf der Tagesordnung steht die Resolution Ablaß (Fr. Vp.), die eine Abänderung des 8 11 des Zolltarifgesetzes in der Richtung verlangt, daß die Geltungsfrist der Einfuhr scheine auf höchstens 3 Monate herabgesetzt wird, und daß die Geltung der Einfuhrscheine zur Zollentrichtung auf die Warengattung befdjrämt wird, für welche bei der Ausfuhr der Einfuhrschein et. teilt worden ist. Ebenfalls zur Diskussion stehen Petitionen von Müller- verbäuden und .Handwerkskammern, die Maßnahmen gegen die übermäßige Ausfuhr von Getreide fordern, und Eingaben der Gewerbekaminer zu Tresden, des Verbandes deutscher Lohnfuhrunternehmer in Frankfurt a. M., des Zentralverbandes deutscher Bäckerinnungen „Germania", und des Deutschen Handwerks- und Gcwerbekammertages in Hannover, die u. a. die Wiedereinführung des Identitätsnachweises befürworten. Abg. Günther-Plauen (Fr. Vp.) begründet die Resolution. Tie Einfuhrscheine werden dazu b?- nutzt, die Getreidepreise künstlich hochzuhalten. Wegen ihrer verschiedenen Verwendungsmöglichkeit und der sechsmonatigen Geltungsdauer haben sie die Bedeutung eines Wertpapiers gewonnen. Man kann mit Fug und Recht behaupten, daß die Ein- fuhrscheine in ihrer gegenwärtigen Form zum Teil Schuld tragen an den hohen Getreidepreisen. Es ist in weiten Kreisen Die Meinung verbreitet, daß so, wie die Dinge jetzt liegen, es unter keinen Umständen weitergehen kann. Man weiß, daß mit den Einfuhr schein en großer Unfug getrieben wird, indem man nicht bloß Getreide, sondern auch Kaffee und Petroleum daraufhin ein-führt. Im Verhältnis zur eigenen Weizenernte wird ein ganz bedeutendes Quantum Getreide ausgeführt, woraus sich der hohe Preis des Weizens erklärt. Die Meinung, Deutschland habe Ueberfluß an Brotgetreide, ist in keiner Weise zutreffend Die deutsche Landwirtschaft ist nicht in der Lage, das gesamte Getreide zu produzieren, das im Lande gebraucht wird. Die Getreideeinfuhr würde einen noch viel größeren Umfang annehmen, trenn nicht durch die ungünstigen wirtschafllichen Verhältnisse die Bevölkerung gezwungen wäre, ihre Bedürfnisie einzuschränken. Für Die Reichskasse haben die Eifuhrscheine nur den Wert von Makulatur. Tas ganze Sy st em ist unhaltbar, schon aus Gründen der nationalen SAbsterhaltung muß eine Aenderung in dem Sinne unserer Resolution erfolgen. Abg. Speck (Zentr.): Mit der Aufhebung des Identitätsnachweises sollte ein weiteres Sinken Der GetreiDepreise verhindert werden. (Hört! Hört? links.) Gewiß, auch die Landwirtschaft ist ihres Lohnes wert. (Sehr richtig! rechts.) Die landwirtschaftlichen Produkte müssen einen annehmbaren Preis haben. Die Einfuhrscheine sind nicht schuld daran, wenn im Jahre 1908 eine starke Getreideausfuhr stattsand. Das lag an der reichen Ernte. Unsere Roggenpreise sind ja auch in Den letzten Jahren gesunken. Sicherlich ist es kein gefunDer ZustanD, wenn erhebliche Mengen von Brot-Getreide Dem Jnlandsmarkt entzogen werden. Im vorigen Jahre waren das aber auch anormale Verhältnisse. Wenn dieser Zustand nicht vorübergehend sein sollte, so sind wir gern bereit, Maßnahmen zur Abhilfe zu erwägen. Keineswegs ist das Einfuhrscheinshstem ein integrierender Bestandteil unserer Schutzzollpolitik. Ein Blümchen „Rühr mich nicht an" ist es nicht. Freilich hat sich unsere Landwirtschaft Daran gewöhnt. Durch eine Einschränkung oder Abschaffung würde die Landwirtschaft geschädigt werden, auch der Getreidehandel. Landwirtschaft und G e t r e i d e h a n d e l müssen ihre bisherige Bewegungsfreiheit behalten. Gestern hieß es auf dep Linken, man solle doch nicht U Udr abends. ’ ^rogramtn. Sfif*** e.5 Drama. a. ^rzellankimsiivkrke.kgl^ ^unioristisch,___ S&m (SjeiS otiim unter W am besten die Zuckerprämie gezeigt, die dem deutschen Steuerzahler, wie ich berechnet habe, 1438 Millionen Mark gekostet hat. Und nun redet man noch einer Ausfuhrprämie auf Getreide das Wort. Das Märchen von den niedrigen Getreidepreisen in Deutschland sollte man nicht weiter verbreiten. Gewiß haben die Ostsee- städte einen Vorteil von dem System der Einfuhrscheine. Herr Speck hat nur mit schönen Redensarten operiert. Der Antrag Weber ist echt nationalliberal und ohne praktische Bedeutung. einer Erweiterung des Haseranbaues zu beobachten. Wenn nun auch diese Erscheinung des zunehmenden Exports unzweifelhaft im Zusammenhang steht mit Den verschiedenartigen Zollsätzen, insonderheit für Hafer und Gerste, so erblicke ich dock den Hauptgrund für Die Erscheinung in unseren wachsenden Getreide, ernten. (Sehr richtig! rechts.) Ich halte dieses Ansteigen unserer Getreideernten für eine allgemein wirtschaftliche sehr erfreuliche Erscheinung, isehr richtig! rechts), aber mangel war in Frankfurt a. M. in der Wagnerbranche au verzeichnen. In der chemischen Industrie bewegte sich der Geschäftsgang in normalen Bahnen. Der gegen Ende des Berichtsmonates bei den Farbwerken in Mühlheim a. M. wegen Lohndnferenzen eingetretene Ausstand von ca. 150 Arbeiter und Arbeiterinnen ist noch nicht beendigt. Im Bekleidungsgewerbe hat das Früh- jahrsgeschäft sehr lebhaft eingesetzt. Vor allem konnte die Nachfrage nach Schneidern nicht nur in den größeren Städten, wie Kassel, Darmstadt, Mainz und Wiesbaden nicht befriedigt werden, lrudern auch in kleinen und mittleren Städten, wie .Hanau, Kreuznach, Eichwege und Fulda war für den zahlreichen Bedarf an Arbeitskräften keine genügende Deckung zu (duffen. And) in der Schuhmacherei hat fid) die Nachfrage nach Arbeitskräften gehoben. In Mainz und Worms herr,chte zeitweise Arbeitermangel. Die Arbeitsmarnlage int Buchdruckereigewerbe, die in den einzelnen Städten zu Anfang des Jahres zu wünschen übrig ließ, hat sich gehoben. Die Zahl der Arbeitslosen ist ;. B. in Frankfurt a. M., Hanau und Wiesbaden auf ein Minimum ;u- tiidgegangcii. Im Buchbindereigewerbe ist die Arbeitsmarktlage soweit Berichte aus Frankfurt a. M. und Kassel vorliegen, noch flau. In der Kartvnagenindustrie wurden in Frankfurt a. M. und Hanau Neueinstellungen von Arbeitskräften vorgenommen, jedoch wird berichtet, daß der Geschäftsgang im allgemeinen nicht so flott als in früheren Fahren sei. An Tapezierern und Dekorateuren war mit Rücksicht auf den Beginn der Fest- und der Umzugszeit gegen Ende des Monats Arbeitermangel in fast allen größeren Städten vorhanden. Zahlreiches "Angebot von Möbelpolsterern bagegen war in Darmstadt und Mainz vorhanden. Die Per- mittlungstätigkeit in der Landwirtschaft war an den öffentlichen Arbeitsnachweisstcllen äußerst rege. Bor allem scheinen iid) die landw. Arbeitgeber nick)t nur reger der offentlidien Arbeitsnachweise zu bedienen, sondern auch im erhöhten Maße zur Einstellung von einheimischen Arbeitskräften überzugehen. So wird z. B. aus dem Kreise Witzen Hausen berichtet, das; hier die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in der Landwirtschaft durck; das Wirken scitoS* ÄtzS Aorrtag Wtt wvl M ieflen200*ia "Elü'Angcbote unter l .StfeS 5i*5-S ! Die Lage des Arbeitsmarktes war im allgemeinen günstiger M rm Februar, doch noch keineswegs der Jahreszeit entsprechend. . 3'n* Metallgewerbe hielt die wenig günstige Geschäftslage weiter Im Größere Entlassungen und Betriebsetnschränkungen waren iüod). soweit Meldungen aus Kassel, Darmstadt, Frantfurt a. M. nnib Mainz vorliegen, nicht zu verzeichnen. Auch in der elet- ir scheu Industrie war die Arbeitsmarktlage wenig befriedigend: so :nrbeit in Frantfurt a. M. bei einer der größten Firmen zu Infang und Mitte des Monats Entlassungen vorgenommen, lvshrend in einem anderen Betriebe, in dem vorzugsweise elet- n iche Apparate Gefertigt werden, die im Bormonat teilweise ein Mührte verkürzte Arbeitszeit weiter beibehalten wurde. Die Entnickelung in einigen Zweigen der weiterverarbeitenden Industrie ;ö-t z. 'B. beim Maschinenbau war relattv befriedigend. In ik.essel und Darmstadt lüurbeu in einigen größeren Betrieben Dueinstelliingeit vorgenommen. Im Baugewerbe machte sich be- !v .iders gegen Ende des Monats mit dem Eintritt des Frühlings- loatters die zu erwartende leichte Belebung bemerkbar. Nad) Bau- iflofferu und Spenglern herrschte in Kassel, DarmNadt und Frank iicrt a. M. zeitweise lebhaftere Nachfrage, obgleich in letztge- naitnter Stadt der billige Geldstand bisher die Bautätigkeit wenig jer.cbt hat. Der Grund wird einmal in dem Mangel an billigen, mrnswürdigeit, gutgelegenen Bauplätzen, zum anderen in den iid) ic^t doppelt bemeribar machenden Schäden früherer ungesunder Spekulationen gesucht, die die Preise für baureife Parzellen derart .in die Höhe getrieben haben, daß fid) ihre Bebauung nicht lohnt. Dlativ am günstigsten lag das Baugeschäft in Darmstadt. Mit Mer eichten Belebung im Baugeiverbe ging eine Bcening 1 öer Ar teitsmarktlage int Holzgewerbe Hand in Hand, ohne daß 1 jedoch ini den Großstädten des Berichtsgebietes niögüd) war, eine ' ' der Arbeitsuchenden in feite Stellungen zu bringen, Darmstadt und Wiesbaden waren stellensuchende nod) in Ueberfluß vorhanden. Zeitweiser Arbeiter- nicht nur allgemein wirtschaftlich, sondern technisch landwirtschaftlich und dadurch unterscheide miäi sehr wesentlich von dem Abg. Gothein. schilderte es als eine ungesunde landwirtschaftliche Erscheinung, daß der Getreideanbau bei uns so zugenommen habe. Er beftogt daß im Vergleich 3um Getreideanbau die Viehzucht vernachlässigt werde. Es mag eine Zeit gegeben haben, wo das allerdings der Fall war. Aber diese Zeiten sind vorüber (Sehr richtig! rechts), und wenn der Abg. Gothein noch mit den früheren Verhältnissen des dortigen öffentlichen Arbeitsnachweises namhaft gesunken sei. Der Wanderverkehr in den Naturalverpflegungsstationen und Herbergen zur Heimat war im Bcrichtsmonat nod) stark, wenn aud? die Abschwächung weiter angehalten hat. Angaben hierüber liegen vor von den Naturalverpflegungsstatioiten bzw. Herbergen zur Heimat in Frankfurt a. M. 852 (gegen 897 im Bormonat,, Darmstadt 900 (1010*, Kreuznach 69 (62 . Im Beriditsmonat wurden soweit Meldungen von _bcn kommunalen bzw. Kreisarbeitsnach^ weisen vorlagen, 8312 Stellen vermittelt (gegen 7111 int Vormonats darunter Frankfurt a. M. 3671, Wiesbaden 1219, Mainz 523, Darmstadt 391, Worms 230, Offenbad) a. M. 240, Kassel 940, Gießen 65, Bingen 4, Friedberg 414, Hanau a. M. 46, Herborn 25, Kreuznach 14, Limburg a. L. 125, Weilburg 21, Wetzlar 28, Marburg 27. Die Statistik der Ortskrankenkassen iveist nad), daß die Zahl der versicherungspflichtigen Mitglieder überall eine Zunahme erfahren hat, während die Zahl der freiwilligen Mitglieder meistens, wenn audj nicht bedeutend, znrückgegangen ist. Schiedsgericht für Arbeileroersicherung^ in der Provinz Gberhessen. Taglölmer Karl Heinrich G. zu Bruchenbrücken hatte sich am 18. Dczbr. 1903 infolge eines Betriebsunfalls eine Kopfverletzung zugezogen. Als Entschädigung bezog er von der Hessen-Nassauischen Baugewerksbertifsgenoisenschaft zu Frankfurt zunächst eine Rente von - eine ’ivxrt'i i» Ulf brücken Halle die weil Invalidität setzen anderer Länder ist nirgends erlaubt. Einen aus Washington, daß der gewissen Kongreß Keilt .^•h Tt. ihrem Rentenanspruch abgr bekam die Invalidenrente in 1. März 1908 zugesprochen. Friedberg bewilligt gewclene 2 2.n2 «3 6B J. wicsene Kalb, \x zu Klein Mnrbcit gesetzlickier Höhe mit Wirkung vom Die dem Maurer Karl (tfr. zu 0*0* r» o 'S C: nheit zi Trag tpf handiun tonen noch - .'t# raq i rjtmtne Invaliden Rente hatte die BersicherungS Anstalt vom 1. Febr. 1909 ab entzogen. Tas Schiedsgericht kam auf Grund der ein» Athol len ärztlichen Gutachten ui der lleberzeugung, daß Gr. nicht ntfbr invalid im Sinne des Gesetzes ist. Den Erlaß des Renlen- entziehnngsbescheios erachtete daher das Gericht ltach t? 47 Inv.' Bert' Gesetzes uir gcrechtiertigt. Aus dem gleichen Grunde be stätigte das Gericht den die Invalidenrente des Maurers Wilh. W. zit Pohl Göns entziehenden Bescheid der Landes Vers Anstalt. . Die Berufung des Taglöhners Andreas T. zu Flensungen mußte verworfen werden Tas Gericht trat nach dem Ergebnisse der angestellten Ermittlungen den Anssührnngen der beklagten Versieb, rungs Anstalt in dem angefockitenen Bescheide, wonach für die 2jnbri(v Friß vom 1 I Febr 1898 bis 1 1. Febr. 1900 nur 17 Beitrag-.-ioochen nachgewiesen seien, die Anwartschaft aus Rente narh 8 Hi Inv. Bers Gesetzes sonach erloschen sei, bei. Ta ein Wiederauileb, ii der erloschenen Amvartschasl aus Rente durch ei neutes Iurncklegen der gesetzlichen Wartezeit von 200 Wochen bis zum Eintritt der dauernden Invalidität des .Klagers nicht itott gesnnden bnt, könnt-' sein Anspruch auf Invalidenrente als be gründet nicht angesehen werden. Die Waschfrau Kvtharitie W. Witwe zu Scluoalheim Halle ebenfalls mit ihrer Berußing gegen den ihr eine Invaliden reute versagenden Bescheid der VersichermrgS Amtalt keinen Er folg, da bei ihr Erwerbsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes noch nicht vorliegt Dem Sternbruclmrbeiter Friedrich Wild. Aug. F. zu Brüchen Pai 8om n tttbtiitb« •t d) t8oo ^"^agswl banst dös < 19 3 h h; 7- et ZJ. hunTiibtnt werden, daß die erstere Firma mu an SeiatUiftrn begonnen bat und C .eiern Tif bekannten X JNireh ZZ G , O ti zu baden Er wurde i.doch von d r Land«^ Veri Anstalt 161 Stimmen banfccL Farbwerke vorrn. 'Bi e i ft c r Lucius und Brüning. Es wurde in der gestrigen AussichtsratSsitzung beschlossen, für 1908 aui das erhöhte Grundkapital von 36 Millionen Mark gemäß der Einzahlung eine Tividcnde von 27 Prozent in Vorschlag zu bringen gegen 30 Prozent int Vorjahre. Gotthardbahn. Tie l^otthardbnhngesellfckmft schlägt iür 1908 eine Dividende von 6-’.; Pvozenl, im Vorjadrx 7 Prozent, vor. Iür die Liauidation der Goltlxrrdbahu wurde ein Betrag von 800000 Franks ausgesetzt. Petroleum Während sich auf den Weltmärkten die Preife iür Petroleum festhalten, haben sich in einigen Städten Dinge irciflmt, die zwar weniger den Großhandel, mehr aber den Detail handel betreffen und der Erörterung wert sind. Zuiüichst i'iel es in Hamburg auf, daß die Qualität des amerikanischen Petroleums sehr nachgela' in hat. Man schreibt uns hierzu aus Hamburg: Aus den letzten öffentlichen Bekanntmachungen des hdmburgbchcn Staatslaboratoriums geht die eigentümliche Tatsache hervor, daß ter lei te Import von Petroleum der Teutsch Amerikanischen Petro leumgesell'chait nach Deutschland sich an der äußersten Grenze der laut Reichsgesetz erlaubten Einruhr bewegt, da das Petroleum nur einen Test von 21 Grad Eelsius nach Abel aufweist imd gleich .itifl ein Sp ufikationsgewicht von 0,806" hat. Es dürfte dieses seit der Einiüyrung des deutschen Reichsgesetzeö anfangs der acht aer Jahre die geringste Qualität amerikanischen Petroleums fein, die bisher in Deutschland eingeführt worden ist. Nach den Ge Landwirtschaft. X Wetzlar, 22. April. Tie S ch w e i n e p r e i s e stehe,, bei imfl eben hoch. Kostet doch daS Paar achlwöchige Ferkel durch weg 65—75 Mk. "eider hat man in vielen Crtcn die Schiveine- zucht gänzlich aufgegeben, daher diese Preissteigerung. Kein Wunder, daß unter solchen Umständen auch die fetten Schweine ßetS teuer bezahlt werden müssen. — Die Pflanzung der Kartoffeln ist im flottsten Betrieb. Saatkartoffeln, vor allem die frühen Sorten, sind äußerlt begehrt, zumal die über Winter in dumpfen Kellern aufbewahrten Sorten vielfach angefault sind. Auch bei unS werden an Stelle Der früheren Magnum bonmn und Industrie, die sich nicht bewährt baden, neuere Sorten eingeführt. Sobald die Pflanzzeit vorüber ist, sinkt erfahrungsmäßig derKartofielpreiS. 8 (2) Sinnt.: Tie tu Klammern geletzten Ziffern geben an, wie otä der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. V lMsik trtaßuig «ßl bei brnt5er5 Ji ■ xttn 3e "ijbaiL’Iur s) tnu aui dv Vj Nkiäisi < allgemc ?. Itifberb xi dieser :idtw rju vi )er Zc . yitmiift .■rysÄ bu fange rc £ «L fat E ’-rt^ erör /rnun bei fixnoe Pe Ir Ciann « 5eMd< 5dlHd>en tr-ncr vor. mtbtnmgei üetmtr? ne .'vritärfung sratlkung. tn'nu Zehr verschiedenen ■’t’at na£ rieotüdlüb tot nuht t daß, soweit Hape iHep , ote achten bez ihm nicht vorliege. Das Gericht oermodne ich dieser Anschauung nicht anzutchließcn und verurketlte bn Versicherunqc Anstalt zur '.ahtung der Invaliden Rente Dem Weißbinder und Gemeinde Einnehmer _<*»g «ir II ui Rödgen Hrae Fr. hatte dir Landes Vers. Anstalt Gr. Hesfcn die Ino. Rente deshalb nicht bewilligt, weil er noch nicht invalid tm Sinne des Gesetzes fei. Das Gericht kam auf Grund der ang« stellten Erlxbungen und nach den eingeholten Gutachten är|t(«Dcr Sachverständig.n zu ander r Ansicht und 'vrach dem flr. dte Inv August 1908 ab zu jimmermann «fcorg Phil. C zu Vilbel batte sich deshalb an das Sä' , dsgericht gewandt, weil ihm von der Ver> Anstalt die Invalidenrente entwqni worden war. Er Hatte mit seiner Berufung Erfolg, Venn die Versicherungs-Anstalt wurde zur Weiter sallutm der Rente für verpflichtet erklärt Wild Sch. zu Rodenbach glaubt An'vruch aui Invalidenrente gewiesen, weil er noch n.dn dauernd außer Stande sei. "niTd) seinen Kräften und Fähigkeiten eMsprechende Tätigkeit, die ihm die Einfuhr einer derartigen Qualität rufung als imbegründei zurückgcwiesm iverden. vmt der Bandes-Ven Anstalt unter billiger Berücksichtigung seiner Ausbildmtg und seines bisherigen Berufes tugemmrt werden kann, ein Drittel desienigen zu erwerben, was körven ä, und geistig gesunde Personen derselben Art nut al nlidtcr Ausbildung in der liegend von Rodenbach zu verdienen pflegen. Ta-, Reicht kam auf Grund der von ihm ge machten Feststellungen gleicher Uebermigung und verwarf des halb die von Sch. eingelegte Berufung. Aus hemfelbcn Grunde wurden die Berufungen des Berg- manns Jods. E. zu Beienheim und Taglödners Jobs. G. III. zu Vonborf gegen die Bescheide der ^.'andes^Vers. Anstalt als unbegründet zurückgewiefen. *■ 4. 4 «mb Rommen u»« l .. stnftk iit । w 3. II. zu Billingen war am 16. Juni PWi8 ans einer Höhe von - troa 5—6 Meter vom Gerüst gestürzt und hatte sich infolge davon einen Rrppenbruch. Verzerrung des rechten ant>gt i< nf sowie mehren ito'Vr- unb kleinere baut abschürfungen zugezogen T Hess Raff Baugewerks Beru's genosseni'chast b willigt.- dem Verletzten eine Rente von 25 Proz, bereit Zahlung su vom I März 1909 ab einftcllte. Tas (Bericht erachtet, bic Einstellung ber Rente für gerechtfertigt. Für bn- .>vtg n einer Aug nverlctzung hatte Gr Proomzial Södel ein- Ji' nt' von 1gewahrt (»fegen ben oieie Rente etn- ftelleiibni Bescheid hatte Sdi. Berufung verfolgt, welche vom Schiedsgericht als unbegrünbft zurückgewi.ien mürbe. Eb.n»o erging es der Berufung bes Mühlenbaugefellen Wil beim ii (v.nmbnd) gegen einen ihm feine Rente von 10 Proz. ent zu l hoch Bescheid der Hess.-Nass. Baugeioerks»Berufsgenossen schäft. Du- Bettton 6 ber Süddeutschen Eisen- und Stahl Berufs Genossenschaft zu Mainz hatte beim Schiedsgericht gemäß $ 88 Gcwerbeunfallversicherunge.wietzes Antrag auf Herabsetzung der dem (Gärtnergehilfen Wilhelm F. zu Gasch,oitz zugebilligten Rente vmr 20 Pro- ans 1" Proz. gestellt. Tas Gericht wies den Antrag als unbegriinoel zurück. Tagegen erachtete es den Antrag benclben Sektion ans Einstellung bei lOvroz Rente bes Schlossers Heinrich Str. zu Schweikartshau'en für begrünbet. Die Kulturarbeiterin Math. Ps Witwe zu Beltershain hatte Antrag ans Gewährung der Invalidenrente gestellt. Tie Landes- Persickerungs Anstalt (Mr. Hessen zu Tavmßadt erteilte der Renten bewei berin einen ablehnenden Bescheid, wogegen diese '-Berufung verfolgte. Die in eingehender Weise von dem Schiedsgerichte angencllten Ermittlungen iuhrti-n zu keinem für die Klägerin günstigen Reiultat. Mangels erfüllter Wartezeit bis zum Eintritt . r W SW .-<*< iS* 19. J( 3n Nr. *n, h| •V'*nnonns|c *f*n zur tz Saldi ' ^öpdkr . ' kWul seit kantit' es Petroleum erhob. In B run bmrfd)i b< r stampf v i. i - :.intarb l ü Eomvanv, b. h b r.n bcutidKn Filia T mich AmerikauEckin Petroleumg llftbaii. und der Akt, feil'd nt für oitcir id-i ch nnganid Mineralölprobukte unno wrt. Ter Berliner Telailhandel ist dadurch in ber Petrol.u &=■ = 5 5. Couverts mit Firma b'a^ Brüblldn Uniottfitäls-DrudereL Sicke». 9 & K<= wüchentl. Ikbcritd)! öerüoöesfällt L 0. Statt fiiffjet 15. Woche. Born 4. bis 13. April 1900. Eiinvohuerzahl: nngenommen zu 31100 tiukl. 1600 Alaun l’.ilitaif. Sterblichkeitszisfer. 28,42 •/*>, nach Abzng von 9 Crtshcmbcir 18,40 ‘/«c Kinder vom 2.-15. Iah» 1 vorlen Ten akuten Aufschwung der ruot-nfeben G-cllfchoii erster ü) Prozent mehr gegen 190/ iiad- xeutid-lanb imponiert, n ifcr.nb die Amenkan..r nur etnr (5mnihnfumarme von 5 ’fir.s zu rtrind:nm batten. Ta in den Berliner LetaUlistenlreiicn mliche Eimakeit in dieser Hinsicht berr'd-:. dürften die fd'laueu Imeri- kan.r nut dem neuen Softem die Rechnung ohne ben Wut gemacht haben, um so mehr bie Left er reicher die Prei'e ihrer Ä?n kurrrnten um 1 Pfg pw Liter von pornh.rcm unterbieten 61 L 55 3 2- 3. ist ist tsr. 3 Cl ro j S- =* •* l'i = & 3 § ES siarbeii an: Zusammen: Erwachsene: tm 1. Lebensjahr: Diphtherie 1 — — Keiichhiisten 1 — 1 Rmbbeuncber 1 (1) 1 (1) — Tuberknlofe 5(1) 4 (1) 1 'Aderverkalkimg KD 1 (1) — echlagfhiB 1 1 — Gallensteinen 1 (1) 1 (11 — Bauchselloitzütidung 1 (1) 1 (1) — Krebs 2 (2) 2 (2) — Mittelohrenlzüiibung 1 1 — Blinddarmeiltzüudung 2 (2) — — Summe 17 (9) 12(7) 2 1 = H 3 (s 'S arbeit in g, .3o 3. 190 irrir.fd)!