159. Jahrgang Erstes Blatt 1 Preise. ölichkeit" nicht iuü der An- Kammer gezeigt. » in ßottpfl d |H Dann schweben tansend Fragen in der Luft, aber daß Herr lll Wil M Iduü- Detymann-Hollweg etwa die Steuerfragen oder gar bie bevorstehenden großen An ro locrden sich nur wenige ; Dilettantenaufführung auch und ein wenii Ute uuu i~ ——.. «Renten aur Ausführung zu vrangen. tLr Ivar ixwci feh9Unair,rei >. monathchVö'Bt, oiertel- -Vorlagen u. Visites, toen- zn md unter AL ipierhandlung. Nr. 273 ? ,r Siebener Anzeiger .-drririt täglich, außer dieser Woche in Darmstadt geführt wurden; die Haupt- schlachten werden bei der Erörterung der Wahlrechtsreform »— die gestern noch nicht über eine allgemeine, unwesent- I siche Aussprache hinausgekommen ist — und bei der durch i bie Sparsamreitsanlräge geforderten Reform und Verein- jächung der Verwaltung geschlagen werden. Das noch stille Wallothaus wird von den alten Wollen beschattet. Noch immer, so klagt man besonders auf der Linken, keine Aeußerung und Regung des lei.enden Siaa.s- nanneS, und die „Voss. Zig." schrieb darüber schon einen croßen, zornigen Leitartikel. Roch etwas Geduld konnte man haben: in wenigen Tagen wird der Reichs ag be^nnen. ireußische Wahlrechtsfrage — die ja den Reichstag als olchen nichts angeht — zum Gegenstand seiner angeblich i!ri tsrede machen w rde, darub i w»** *5s** ,«is n** ^Ssei’’ zypr! «*x#< (e# ^^^Äll2)ings wird man das verschleierte Defizit des Etats für 1910 in Höhe von 228,5 Millionen deshalb Nicht besonders tragisch nehmen dürfen, weil das Reichsschatzamt bei Dufstcltung des Äats nicht nur die Einnahmeposten aus den bisherigen, Steuern, Zöllen und Gebühren mit 100 Millionen aeruifl^c angenommen hat als im Jahre 1909, wndcrn auch deshalb roeu die Erträgnisse aus den neuen Steuern nicht mit 500 Millionen, soNoern nur mit 3 2 O Milli o n e Nind e n Zur Menairderaufführung in Giehen. Unser Stadttheater führt am Mittwoch, wie febon kürzlich erwähnt, ein altgriechisches Lustspiel des Men an der das Schiedsgericht auf, das Prof. Dr. Korte und Opveln »ronikowski ins Deutsche übertragen haben. Zur Ernfuh- ang diene der folgende Aufsatz: ,XSoefbe sprach mit hoher Begeisterung über Menander. wächst dem Sophokles, sagte er, kenne ich keinen, der mir so lieb wäre. Er ist durchaus rein, edel, groß und beiter, seine Anmut unerreichbar. Daß wir )o wenig von t!,m besitzen, ist allerdings zu bedauern, allem auch da» wenige ist unschützbar und für begabte Menschen viel daraus zu lernen." — So berichtet Eckermann unter dun 1-. Mar 1825. Es ist erstaunlich, daß Goethe eine so lebhafte Neigung zu Menander fassen konnte, denn bis vor einiaen Jahren besaßen wir von ihm so wenig, daß die Zahl der Laien, die auch nur seinen Namen kannten, gewiß nicht ____wenige Illusionspoli.iler in Hoffnungen mcqen. Weit wahrscheinlicher ist's, daß der Kanzler eine logisch wohlgestaltete Rede über den politischen Horizont jenseits der Grenzen uns vorsetzen wird, baß er uns berichtet von seiner Wiener Mis.ion, den neu gefestigten Begehungen zu Oesterreich und der Sicherung des Weltfrie- . ben5. Zn diesen Dingen werden wir dann aber keine Ueb.r- r-schungen zu hören bekommen. Wenn von manchen Politikern der Wunsch erhoben wurde, es möge Ztalien ab> ipcrbc Wird der Reichskanzler es jetzt unternehmen, die Luft zu reinigen? Denn so kann doch der Satthalterkurs im Elsaß nicht weitergehen! Es melden sich immer neue Zeugen. Der „Köln. Volksztg." wird ein Stimmungsbild, aus Lotti- rinqen geliefert, das allerdings nach dem ernseä gstcn Pa-tti- standpunkt des Zentrums gefärbt ist, aber doch auch aus die Tatsache hinweist: „Wer die Entwicklung der politischen Lage und ^im- mung im Elsaß, und, soweit der Block in Betracht kommt, in Lotbringen während der beiden letzten ^ahre au.mcr^ smn »erfolgt bat, der mu6 sagen: die getarnte speztnsch eirtbeimiid)“ Politik, soweit sie bei den Wahlen und IN der einheimisckien Presle„ hervorgetreten ist und hervor. trUeber das bekannt?Hetzblatt „Journal d'Msace-Lor- raine" heißt es dann mit einem deplazierten Hieb aus den Protestantismus: . , £ „ Was sich die von Kö'ler seinerzeit „totgeschlagenen beiden oberelsässischen Blätter geleistet habm, war em Kilidersp'.elchen gegenüber ti ser P anmaßig ideutschen Tendenz Und weil dieses Blatt von einflußreichen elsässischen Protestanten gelesen und unterstützt wird, weil die Regierung seine Bestrebungen und Es- capaden zu billigen scheint suchen es andere einheimische Blätter, ob deutsch oder französisch, gewinn, der verdorrte Ast unserer Bündnisporittk ganz oj» gesägt werden, so scheint man in der Wilhcllnstraße noch nicht zu dieser Erkennlnis vorgedrungen zu sein, denn gestern brachte die halbamtliche „Köln. Ztg." wieder einen neuen warmen Aufguß in die Dreibund-Teelanne Auch der frin-1 zosenfreundliche Kurs innerhalb wie außerha h der R.i. s- grenzen scheint noch wirksam zu sein. Die oft aus Berlin inspirierten „G.enztzoien" loben im heut gm neuesien He.te Frankreich, daß es uns neuerdings in Der Marokkotrage entgegengekommen sei. Bekanntlich schivebt im Lau c der Scheinen gegenwärtig dieEntsch^ d g irgrstage, t> c dad. rch zur Lösung kommen soll, daß Frankreich dem htobarmen Sultan eine Anleihe von 150 Millionen Franken, allerdings nicht ohne Gegenleistungen, beschaffen will. A-ie „Grenzboten" sehen „einen Schritt loyalen Entgegenkommens auch gegen unsere wir schaftlichen Interessen ' barm, daß Frankreich von der Mulay Hafid zu gewährenden Anleihe 75 Millionen zur Befriedigung der Anchruche der Europäer bestimmt wissen will. Wenn man sonst nichts weiß über die von Frankreich geforderten Gegenleistungen, die der Sultan noch immer verweigert, und die diese Verhandlungen hinausschleppen, sollte man das „Verhältnis des Entgegenkommens und vortrauensvoller allzu hoch einschätzen. Gewiß wird der , , leihe Mulay Hasrd in die Lage setzen, auch den deutschen Gläubigern zu ihrem Gelde zu verhelfen, aber, der Preis wird sein, daß Marokko ganz unter den franz.,.schen Einfluß gestellt wird. Und welchen Zulunftshof,nungen man sich in Frankreich hingibt, das hat erst am Donnerstag die Rede des Sozmldemokraten Zaurös in der französischen -11, UlU/vtH 11 44 v - c • 1910 eingesetzt sind. Das ergäbe, wenn die .uuMUHmuuzr Konjunktur sich bessert, und dtti Nei^Nnanzreform die an sie gefnüüften Erwartungen ersüllt, immer Inn einen. Betrag von 280 Millionen, mit dem sich das verscl>leierte De-, fizit decken, resp. die Abzahlung der Anleihen m die Wege g—»romiiii »■■■nr-iru imiiiii i« ■! ist überhaupt das neueste üeutfdjen Regierung. Was man noch vor einem Jahre im Straßburger Statthalterpalast entrüstet in Abrede stellte, hat heute allgemeine Geltung. Jeber, atch bet den Links- liberalen im Reiche, spricht von dem Fiasm, das der amtliche Kurs in den Reichslanden gemacht hat. lind von Paris wird Bravo dazu gerufen, wird dem freundlichen deutschen Michel lebhaft die Hand geschüttelt und bie Zuversicht ausgesprochen, daß das getreue Elsaß aus friedliche Weise wieder in den französischen Besitz zuruckgehen 1 für Herren-BÜ I politische Aktion, die unser heimischer Abgeordneter Kohler Ifi: nicht unterstützte, weil er meint, auf dem Lande gebe es ^eiepyoN genuq Arbeit und zu wenig Arbeiter. - - • ca-& nvrrpn tvirlamentarische Vorvosrenaefechte, die m Archäologische Treue in den Äußerlichkeiten der Aufführung ist nicht erstrebt, die Bühnenbilder werden von denen, die das athenische Publikum um 300 v. Ehr. zu sehen bekam, genau so verschieden sein, wie etwa eine moderne Shakespeare-Aufführung von einer in der Zeit der Königin Elisabeth. Der Dichter soll unter ben modernen Bedingungen wie ein Lebender wirken. Trotzdem wird der Zuschauer manches Fremdartige ^u überwinden haben. Fremd, ja anstößig sind uns gewisse Voraussetzungen der Handlung, zu denen der Dichter durch die Zeitverhältnisse geznmngen war. Die attische Sitte gestattete keine unbefangene Annäherung zwischen Jüngling und Jungfrau der bürgerlichen Gesellschaft,, deshalb t|i bie Vergewä2igung einer unbekannten Jungfrau bei einen* Der neue deutsche ReichrhauLhaltsetat. Tas deutsche Reich befindet sich mit seiner Finanzwirtschaft in einer llebergangspcriode, in der SM. Eurgemaße Verhalf nisse Platz greifen, die vom sinanztechnlschen Standpunkte auS überaus anfechtbar sind. So war es vor allem in Teutschlaiw bisher nicht üblich, daß die ErfordemiNe für fortlaufende Aus- gaben auf Anleihe genommen wurden, Me das letzt nicht nur für die gestundeten Marrikularbeiträge und Fehlbeträge aus b«t Jahren 1906—1909, sondern auch für das Jahr 1910 mU allem geschehen soll, waS an ungedeckten Matrikularbeitragen die Summe Don 18,5 Millionen (also 80 Pfg. pro Kopf bet Bevölkerung^ überschreitet. Zahlt man diese Summen, bte eigenthd) aus laufenden Einnahmen hätten bestritten und, wo diese nicht zureichten, allmählich durch Erschließung neuer Steuer au eilen hatten abgetragen werden müssen, zwammen, >o^ ergibt ich für uriserc^^rchs- sinanzwirtschast das harrens Destzrl. vori 74^- Millionen Es ist ia nun richtig, daß bie letzte Reichssinan^reform 28- Millionen baoon innerhalb 30 Sauren, 260 Millionen bis zum Iahte 1913 tilgen will, während der Rest von 202 Millionen nur als durchgehender Posten anzusehen ist, der aus laufenden Mitteln seine Deckung sinden foU. ^te ^araussetzung mcrfuk ist aber, daß bie neuen Steuern wirklich den lährUch.u -betrag oon 500 Millionen ergeben, unb baß ut ben Ausgaben oes Reiches bie größte Sparsamkeit obwaltet. . Nachdem so die letzte Neichslinanzrefotm reinen Tüm mit ben Fehlbeträgen des Reiches und den schulden der Bundesstaaten aus den Vorjahren gemacht, ia, sogar sich noch zur llebetnähme der Matrikularbeitrage .für bas Jahr 1910 (mit Ausnahme eines Betrages von 48,o Millionen Mark) bereit erklärt hatte, siel es natürlich bem Reichsschatzamt nicht befon^ty schwer, einen Etat für das Jahr 1910 auszustellen, der m seinen Einnahmen und Ausgaben balanziert Run Mrd man sich dabei immer klar machen müssen, das; die 228 5 Million^. MatrikutarbeitrLge, die in der gestrigen Berofsentlichung ber Nordb. Mlg. Ztg." als Einnahme bcs Reiches fungieren, eigentlich einen Ausgabeposten bar [teilen, weil doch die zu ihrer DeckE nötige Anleihe einmal bezahlt wer^n muß, mithin Ngentlich ein Defizit sind, wenn auch in verschleierter Forin Zahlt mcm zu diesem noch das Defizit, oas der außerordentli<^ Etat: m Höhe von 152,25 Millionen Mark aufweist, die allerdings ebenfalls auf Anleihe genommen werden, so ergibt sich Mr oas Rechnungsjahr 1910 ein Defizit von 741—-228, 5—152,25» runb 668 Millionen, womit die Schuldenlast des benschen Reiches die fünfte Milliarde, also die Höhe der einstmals -lls über- wäliigend hoch angeseheiien französischen Kriegsentschabigung er- bei einem sachverstänbigen Publikum gefunben hat, so war es boch klar, baß Menander bamit nicht für bu moberne Bühue zurückgewonnen werben konnte. Der beständige Wechsel von Dialog und stummem Spiel mußte etn modernes Publikum empfindlich stören, und die Darstellung der Frauenrollen durch Männer, die archäologische Treue in Sgeneric und Kostüm enthält für moderne Zuschauer zuviel des Fremdartigen. Der Wunsch, das was in Menanbers Künst noch heute, frisck unb ungealtert ist, bem mobernen Thcaterpublikum zugänglich zu machen, hat von Oppeln-Bronikowski und mich wesentlich andere Wege eins tigen lassen. Ich Hobe alles Vorhandene übersetzt und Qppeln-Bronikowsli hat die fehlenden Teile nach gemeinsamer Beratung mit schonender Hand unter möglichster Benutzung vorhandener Bruchstücke' ergänzt. Absichtlich haben wir die Ergänzungen aus das unbedingt nötige Maß beschrankt, unb bas ötutf ist baburch etwas kürzer geworden als es ursprünglich war. Ob es uns gelungen ist, die Ergänzungen mit dem Echten so zu verbinden, daß das Stück einheitlich wirkt, kann nur die Feuerprobe der Aufführung lehren, zu der sich> das Cießener Theater als erste unter den deutschen Buhnen in sehr dankenswerter Weise entschlossen hat. Seit vor nun 20 Jahren der unerschöpfliche Boden Aegyptens begann, die Jahrtausende lang in feinem trockenen Sande treu bewahrten Reste griechischer Literatur herauszugeben, wurde bei den Philologen die Hoffnung wieder lebendig, daß uns auch Menander neu erstehen würde. Wirklich kamen erst einzelne Blatter mit oO bis 100 Versen in Aegypten zum Borychein die unsere Vor- ftelluna von bem Dichter schon wesentlich belebten, unb vor fast 4 Jahren entdeckte der französische Gllehrte Le,e- bvre fast 1400 Verse des Dichters m einer Papyrushand- sckrift des 5. Jahrhunderts n. Ehr. Hier zuerst wurden uns von mehreren Stücken so umfangreiche Reste bescyert, daß auch der Dramatiker Menander für und wieder eme greifbare Gestalt wurde. Freilich ist keine der Komödien vollständig erhalten, aber von einer bem xoch^geruht, besitzen wir doch etwa zwei Drittel, rund 600 Der^e, und es ist möglich, das Stück in seinen wesentlichen Augen wieder herzustellen. Bald nach der Derössentlrchimg des Lef ebvreschen Fundes har denn auch der Hallenser Archäologe Carl Robert mit bestem Gelingen den Versuch gewagt, auf der llassrschen Bühne von Lauchstädt das Schiedsgericht ’.ger gut erhaltenes Stück, die <9anu.er1n, durch ar Tllifführung zu bringen. Er war dabei Die Mtertumsforscher freilich wustten, daß dieser Dichter, dessen Werken das Schicksal übel niitgespiett hat, zu len einflußreichsten der Weltliteratur gehört. Er ist Der - Schöpfer der griechischen Charakterkomödie und damit der ! IHrn des gesamten modernen Lustspiels und bürgerlichen Schauspiels. Wie stark seine Anregungen noch heute sort- ckirken, mag eine Einzelheit lehren. Er zuerst hat die Schicksale eines oder mehrerer Liebespaare zum Mittelpunkt der Handlung in der Komödie gemacht, und davon O das Lustspiel bis auf unsere Tage nicht wteher los- zekommen. Freilich hat er auf die dramatische Produktion -der Neuzeit nicht unmittelbar gewirkt, denn seine bis rn das 5. Jahrh. n. Ehr. viel gelesenen stucke sind in Den dabarischen Zeiten des 6. bis 8. Jahrh., dre sicy, rote man vitzig gesagt hat, wesentlich mit bem Verlieren besckas- ügten, allmählich zugrunde gegangen. Aber [ein L vurde der Neuzeit, freilich stark entstellt, gerettet durch die Romer. Die lateinischen Dichter Pbautus und bsonders perenz bearbeiteten die Stücke Menanders und ferner Nachfolger für die römische Bühne, und an sie knüpfen m । der Äenaifianceteii affe Lusm'oieldick leg«" Xovbr. *—Ti« Tie hessische Zweit - Kammer hat am Diens- ihre Beratungen ausgenommen und in den ersten drei Uben alle11 i F ogen zivenen Ranges erledigt, von drnen Itt Zentrumsantrag nach Notslandsarbeiten für Arbeitslos ein besonderes Interesse verdient. Der Antrag, vom unterstützt, wurde angenommen, und so hat tie scminer beim Beginn deS Winkers trotz der ungünstigen Il?inanzlage ziemlich einhellig bekundet, baß sic für die Ar> Ilbetier und bie Geringen ein Herz unb eine ossene Hand Hai. WH er Antrag, der beinahe ein Jahr alt ist, wurde von den ; «nroeimben Ministern Dr. (kiautt) unb Bruun nicht be- lafinipfi, aber auch nur mit Einschränkungen gutgeheißen; Unomenllich der Minister des Innern scheint nicht für eme In.riiaebenbe Verwirklichung ber angenommenen Formel ein» Brrtni zu wollen, benn er meinte, auf Grunb ber veran- U iiolteten Enguete - nach ber kein Mensch in ber Kammer tpd’er forschte — sei festzustellen, baß für ben Winter w e:er Wch allniählicher wirtschaftlicher Aufschwung zu erwarten (,-t Unb er ließ wei.er burchblicken, bem heimischen G.werbe dürfe ber Ausschluß jeglicher auswär.iger Konkurrenz nich. lizu freunblich an bie Wacht) gemalt werben. Immerhin 1- die Ausschußformel wurde angenommen, unb bie Re- flltruna würbe von ben Lanbbolen mit F agen nach E-.n.-e - B Seiten, bon welcher Art benn bie Notstanbsarbeuen für hie nächste Zukunft beschaffen sein könnten, nicht weiter Z behelligt. Unb bock wäre in dieser Frage eine weitere Auskunft bem hessischen Volke nicht unwillkommen ge- | ivesen. Für überflüssige Verrichtungen fehlt es dem Staats- I fctdel an Geld, und gleichzeitig mit der Annahme des An- rageS für die Notstandsarbeiten sind sehr berechtigte An- ):räge aus Beschränkung der Staatsbauten und Veib.ll gung ha: Verwaliung eingebracht worden. Diese Forderungen l'inb etwas ernster gemeint als bie eben besprochene fo^al- jährlid) Atk. 2.20. durch Abhole- u. Zweigsieflen monatlich 65 Pf.: durch die Bost Atk.2.—vieriel- jährl. ausfcht. Benellg, Zeilenoreis: lokal 15Bll ausioaris 20 Picnniq. Chettedakieur: A (Soctz. Veraniwortiich für den w __ volttycheu teil: Auaust General-Anzeiger für Oberhessen WW 't '^^iaq’esnumnier Rotaflonsbrud und Verlag der Vrühl'schen Univ.'vuch. und Steiuöruderet K Lange. Redaktion, (irpebttion und vrnckerei: rchulstratze 7. ^^ei'aenie?tt S. Beck, ti» vorminaas 9 llhr. --------------------- ------- ---- ------ ,, „ — i—amiw— ber Jrrunaen Plautus Menaechmi zu Grunbe liegen, und zu geben, unb ließ bre rm Texte vorhandenen Lucken durch besonders Moliöre, bejen l Auluüria burch Plautus' Aulü- pantomimisches ^prel ergänzen faria angeregt ist. Natürlich mußte bei der Bearbeitung eo freudigen Beifall bieje - durch die lateinischen Dichter, die in einer noch ungelenken Sprache für ein ziemlich rohes Publikum schrieben,- viel des Besten und Feinsten, was der attische Dichter zu geben hatte, verloren gehen. So sahen wir den Dramatiker ..ce- nander bisher nur durch ein ziemlich trübes Medium, im Original lagen uns nur Zahlreiche Sinnspruche vor die man im Altertum aus feinen Werken ausgeschrieben hatte, auf sie ist Goethes Urteil wesentlich gegründet. Her fprickst freilich der Dichter unmittelbar zu uns, und bie Feinheit seiner Sprache, die milde Abgeklärtheit seiner Weltanschauung hat auf empfängliche Gemüter stark gewirkt aber cs waren doch immer nur kurze Bruchstucke, blitzende Steine herausgebrochen aus einer stolzen Krone. Die heutige Nummer umfcöt 18 Seiten. Politische Wochenschau. Gießen, 20. Nov. in Mesopotamien in Aus £'re,orm gefü)ci.eri. s.in, uno w.r hat.en gegenüber einer unbeitimnueu Zuüin,t a:ftanoert Ter AorauS,ickst nach ist bei sparsamer Wi^tschait ter Bedarf für daS Reich zunächst gedeckt. Sir iverjen unS bi5 auf treuere^ mit neuen Steuern nicht zu beschäft.gen haben. ES würde also ebenso gegenstandslos wie v.rociblich jein, wenn man die Meinungsverschie^enbci.en, die wahrend der Beratung der Fi.tairzreform zwischen Okfinnungd» genossen bestanden haben, je.tz for.jpi.uien, ober neu beleben woll.e." Ktz- <*ii*Bcn, 2u. November 1909. Lladrthcaler. Loiuuag adenl BorsteÜimg (Sonntag nut tmeeat verein i'pcadi geitrnt abend Prof. Urstadt im DuUergarroo des Hotel Sck/ütz über b t e Volkabewegung von 1648 und ihre c b e u t u n 3 , u r die Gegenwart. Bor jaM* reuten Zuhörern gab dec R^oner in tnapnen dügen ein oon den VolkSdewegungeri in der elften välste des vorigen 3abu Hunderts, fein gecuuis toniltluiionelk» Reich unter einem ttufi- ua.jcr sei bas deutsch!.' Ideal jenx cn, „ach dem man jeü Dee Jahre 1606 gestrebt habe, aoex nur die Ncineren £ tonten gab« dem Trängen nach und crlict-ni eine Verfassung, roubren:. sch Preußen und Oesterreich alkbntnb oeittu.ten. Alt bann bei preußische fiunig Friedrich SM beim IV. die Äaifcrfrone anSichtog da haue Preußen zwar eine Der'assung, aber Die Lehns uch! bd Volle- naa» c.n.m geeint. ;i xairtttcu.) buch imtnuia tke der vreufische -S die ftuncfrone ang. dann nxite eJ heute, so meinte der Redner werter, bei in tun bestellt, denn unsere b.u:..je Verfassung liehe hinter dem vnugud von damals in mancher -cezichung zurück Selbst ivcnn man vM dem preußischen Landtog^.^hicccht ad,ehe, ukibe noch genng so die unganitige Wah^irc . .uitcilung una btt verfass.ibrH geringe Zähl bet Lbgcordnetrn zu erwähnen. Ter Redner grd dann aus die Luigaden unserer Zeit em und halt euu n 3mamw» 2htslaud. Au- Ofenpest meldet man: Sämtliche Mitglieder bei ungarischen AabineU- begeben sich am Sonntag nachmittag nach Dien, um an der für Montag anberaumten Sitzung de- Lron- tttli teilzunehmen, der vermutlich mehrere Tage dauert. Vor dem Kronrat wird Graf Julin- Anbrasso vom Aarser in besonderer Audienz empfangen werden, welche der endgültigen Siegelung der militärischen Forderungen Ungarn- gilt In Windsor rief da- Wiederaus tauchen der Meldung, ei sei eine Heirat zwischen König Manuel von Portugal und einer der Prinzessinnen geplant, große Verstimmung hervor. Ta- Reutersche Bureau ist auidrücklich davon umerrichtet worden, daß da- Gerücht, e- hätten Verband- langen irgendwelcher Art über diesen Gegenstond stattgefunden, vollkommen unrichtig ist. tim Freitag trat cor der Krimnurlabteilnng bei Bezirksgericht- m Petersburg zum erstenmal ein weiblicher Rechtsanwalt aut. Ter Staatsanwalt erhob gegen die Zu- laiiung eines Weide- als Verteidiger feuvptuty Xci Gericht ließ feinen Protest icdoch unbeachtet. Ter S'.aacianwalt verließ darauf den Saal, und der Gertchcsprä'chent schtov die Sitzung. Aus Washington meldet man: Sie bet Lchatzamr-- sckretar Mac Veagh bdannt gut, sind seit dem 1. März wegen Betrügereien im Newvorker Zollbier st 104 Beamte entlassen unb 123 degradiert, sowie zahlreiche andere Veränderungen t>orgenommen worden " Xted)»(er, ''uTr^—^Elevbok Viograoh: Täglich Lorklell rna. _______ Ratferpanoroma: TätlichVoestestung. (liefunttr^ Erde. * “ Totensonntag feiert morgen die evangel f** Ehristenbeit, den Zag fielet E.nle^r und de- «5k*btr.tr~A an die Vergänglichkeit alles Irdischen, welche C*V?an!ri die ersterbende Natur gerade in diesen Herbsttagen so ein« dringlich predigt. — Landeisynode. Ter Großherzog hat brr Lberlandesgkricht-pröstdenien Gustav Aullmann ju Tarn», stabt, den ordentlichen Piosessor der Theologie an der Lo-iie-. univerürät D. 6amuri Eck zu Qhccen, den Oberlandes. . erichtscat August 64me»ier-cru»mü.eiu,eq F«..mocn au^> li u.i.er . al.cnoer Vc i,..ujig c.w .o b.fon cre. g. beten acicui uno bie w:sseustoaittU^e» ^amuüuiißcu ter lL.Uk:|i.ai Jvüku ftc jux .a_- 4.»ost.uL baöeitj e,z - Die Kretafrage. In flonflantinopd scl-einen fiaj nxcbet englische Einflüsse und Iniercssetl in den Vordergrund zu fd^cn: Lonsiantinopel, 19. Nov. Die ver^auret, erhielt die Pforte von der englischen Regierung die Mitlcilung, daß ein möglichst lange- ^inauSschieben der definitiven Loiung der Lreiafrage der Turner wichtige Vorteile > bringen könne. Die Pfor.e beabsichtigt Häher, zu bewirken, daß über die Lreiafrage leine Äammerdedatten ge* tokt 8u9Oa6 L "'v. ” logetralenbet. 7’ , Ubc: , Lau v atkx}.- it o l o m e n m; Lugstch tlotluutungetui Itttrn ließe, wie da- ja vom RcrchSschahamt auch tatiächlich 6e- abiitfr.igt ixt Freilich wäre das nur möglich, wenn 'ich die Retchsbauüi-allSetats Der nächstem Iabre tn ebenso spar an^n Rahmen bewegten, wie der fetzt in ieinem alliKmänm Inhalt verossentlichte Reich«hansbattetat de- Jahre- 1910. Aber wenn -nan .Krt, daß die Reichsärnter 1*20 bi- 180 »Rilltcnen tum Teil sehr berechtigte Forderungen fiiben fallen laiien müsse», um b:m Reichs chatziekrerör die Ausstellung auch nur diese- mü L>ilse einer Anleihe für fortlaufende Au-gaben bölanaertax Erat- zu ermöglichen, io liegt die Vermutung sehe nahe, daß in den nach>1 en Jahren diese Forderung:» tr.cD-rkehren und sich dann nicht meh' c-on der yaiio weifen lassen, mithin die ganze Netchs- 'sinaniwirtschaft trotz Reichsfinanzresonn wieder über bat Laufen gewonen wird. Sieht man sich nun den Reichsdausb-rlt-elat für 1910 an, so verzeichnet er in seinen orbentüdxm fort laufenden Einnahmen und Au-gaben eine Steigerung um nur 6L Millionen gegenüber dem Vorfahre, also nn ganz minimale. Ader diese Reute Stei7?rung ist lediglich eine rechnungsmäßige unb daraus »urück- iufüvren, daß man die Forderungen de- Nachtrag-etat- sur 1909 wählte, obwohl in diesem eine materielle Teckung für die Ausgaben der seinem ÖUU Mlllw neu-Defizit gar nicht vorhanden war. Da- Bild de- Reich-hauLhaltSetat- für 1910 wird schon dadurch ungünstiger, daß sich eine Steigerung feiner ordentlichen fortlaufenden '.lu-gaben um 7dy5 Mstiwnen Mark trotz aller Sparsamkeit nicht verhüten lieg, wobn freilich Militär- und Flottengefetz mit ihren ja von vornherein festgelegten Au-gabe- Ung:rL.igen bie größte Rolle (38,6 Millionen) ivielen, ebenso wie in außerordenllichen Etat, wo Leer und Manne allem 135,8 Mlllionen für uch beanspruchen. Abgesehen von der Steigerung dieser 2u-gabepvsten, sowie von dem Anwachien der Verziniung der Reich-schuld (-r 5,7 Mlllionen), -eigen die Etat- der übrigen Reich-Limer ejte Sparsamkeit, wie man sie bi-her im deut'chen Reiche nicht gewohnt war. Ällerdiiig- verzeichnet z. B. da- Reich-schatzarnt ein Mehr non 25 Mlllionen, aber diese- ist nur auf bie neue (Mtclrung der Ueberweijung-steuern zurückzusühren. Ta- Reich-arnt de- Innern erfordert auch die-mal bei den ordenttichen fortlaufenden .'luLzaben ein Mehr von 3,2 Mlllionen und verlangt im (rxtra- ordinarium überdies 23 Mlllionen, aber da- Reich-Postamt be- anügl sich diesmal mit einem Mehr von 1,6 Mlllionen bei den fortlaufenden Ausgaben und fordert auch im fejtraorbinaruim nur 25 Mlllionen, unb da- Reichs ko lonialamt hat gar seine iortlauiendcn 2lu-gaben um nur 132 000 Mark gesteigert und kommt beim Eitraordinarium gar nicht in Betracht. ReichS- (anjer und Ncichskanstei sind bei bic'er Sparsamkeit-polllik, die sich noch durch zahlreiche weitere Beispiele erhärten ließe, boranflegangen: ihre Mehrjorderung beläuft sich auf ganze 50 Mark. Allerdings können diese Feststellungen kein richtige- Bild von dem Auöfchen deS Etat- für 1910 gegenüber dem von 1909 neben, weil sich auS rechnerischen Gründen die Ziffern der beiden EtalL nicht ohne weiteres und überall miteinander vergleichen lassen. Insbesondere ist eS die im Etat von 1909 noch nicht berücksichtigte Beamtenausbesserung, die die Einzelzissern des Etat- für 1910 noch sparsamer erscheinen lassen muß, als sich bei ihrem Vergleich mit denen deS Vorjahr- herau-gestellt. Ob bei bicicr Lpariamkeit nicht zu viel deS Guten geschehen ist, da- zu prüfen, muß dem Reichstag Überlassen bleiben. Tie ,/Jänoo. tillg. ^tg." teilt Gin-etheitenau- dem neuen i fetal mit: Zur GiUUiiuiifl deS StaatS'elretarS und des Unter» staat-jckretärs deS Auswärtigen und im Einblick auf die Wichtig» reit oer politischen Geschäfte deS Auswärtigen Amts soll «in älterer Vortragender Rat der dem Staatssekretär unmittelbar unterstellten vvlitischen Abteilung in der Eigemchast eines Tirigenten mit einem Telle der einichlägigen Geschäfte betraut werden, wodurch zugleich zur eidxerung der Linlteitlichkell der tyescktostr beigetragen würde. In Adana und Trapezunt sollen UferuivSaniulatc errichtet werden. Tie Fond- zur Förderung CauidKr Schul» und Unterricht-zn>ccke sind um 50 000 Mark erhöht, die Fvnds für Kurier- und Reisekosten, für den Umzug von Beamten usw. sind herabgesetzt tvorden. Bei dem Reich samt des Innern lind als erste Rate für die Be« teihgung an der Internationalen Stlaiftau6ilcliung Rom 1911 80 Uüu Mark eingesetzt: die GesamtLxlcn betragen 340 UOJ TLart. TaL Reich wird einen eigenen Pavillon errichten. Im Post- etat sind für Fern spreche recke 25 Millionen gegatüber 45 Millionen im -Dorjahr auiijerovrfen. Tic Steigerung in der Ent- n>;ddunQ bei Fernsprechwesens hält an. Bei der ReichSdruckerei ist cm Mehrüberschnß tvn 892 210 angenommen. Bei der Der- ivaltung der Reick/Seisenbahnen erscheinen neue erste Raten im Ordinarium deS ordenllichim Etat- dic-mal nicht. orgiastischeit Fest häufig, und so auch in dem SckfiedSgericht, das ettvaS kühne Mittel, mit dem der Dichter einen ersten InsLnmenhang zwischen einem Liebespaar herstellt. Deller > widersprack) eS der attischen Sitte, e n folchrS Mädchen auf der Buhne selbst auftreten zu las.en. so bleibt denn auch in unserm Stück eine tzigur, für die lebhafte- Interisse erregt wird, durchaus im Hintergrund. So unwahrsche.niich und unerfreulich aber die 0'rundlagen der Handlung sind, so folgerichtig und geschickt ist deren Durchsichrung DaS, worauf der Dichter allein Wert legt, ist die feharakte- rislik der Personen, und hier hat er meiner Empfindung nach (einen Vergleich zu fdienen. In feinen ct.-ischen tiniiau- ungen ist er oft ganz überrasaiend modern, und ich mochte besonverS hervorheben, daß die in einem Monolog dar- gelegte Ansicht, der Fchltrut deS Mannes sei nicht anders za beurteilen al» der des Mädchens, nicht etwa durch den Ergänzer In das Stück gekommen ist. Ergänzt sind dagegen die Lieder befl ChorS Für Me- nanbev ivar der Chor ein sehr la't.ger ^emn.s^-uh, er darf e dies Uederbleibsel auö den Urfprung»5cueii der a-tiju^cn Loniödie nicht einfach beseitigen, uno doch paatc eS nicht mehr in fein Eharallerlusispiei. So hat ec denn, um b.e Y*It- schlüsse zu markier en, den Chor eingefügt, aber ihn mit Lcr "anblung kaum verbunden Ja, er ha. eS nickzt für nötig befunden, für chn Texte ru dick».en, die Handichristen enthalten einfach die Angabe „Ehor", da mochte gesungen werden, was dem Spiel!ei»er grfi.l. Ja) habe injvl/.cde.s.n ein paar antike Trink- und L.cbeSiiedei e.ngc,cvt. die unkr AnalreortS Namen gehen, aber vermutlich lunger s.no a.S «Menander. Aiij meinen Rat bat bie Theaterdirektion mit dem einen Spielabend nicht fudenben Stöcke MenanderS c»ne Lomödie MolidreS verbunden. Sia^er.r.t» steh» uns d.es.r iarößle Gei,»e.'verwandte deS at.ifa>en Dichters unvecg.e ch- ■ 11a» näher und wird daher auch v.el stärker »virkcn, aber es bat dock) einen Reiz. Knospe und Blate der,echen xunst- if.attung neoeneii.au. er zu »eben. Ho.fentiuo laßt das s egener Pudlt.u« das Urteil eines ‘fdngct doc.cn (Griechen der xaqciKd. des i'.aturd), n.d». iu schände»: werden, der in einem feifai uoer ir.uo plchned und mnber erklärt - „iresroeg. .i lohnt es sich tut einen gcbdoc.cn Manu, uio T,ea.cr za g.-y.n. auuct Mcnandero wegen7 * daraus bin, daß et mandx-3 nicht begründet habe, um rutt Ti- tuifiou herbei^uführen und schloß bann unter starkem Leii-A scuwn nahezu l' i inuitH^ai Xx^utaa In oer -jigaibai La- einanderictzung wurden die von Pros. Urstadt berührten aber nicht beivwchen. da man »edenfall» voll damit üSctti> stimmte. In einer kurzen Ti-kullu>n hat bet Lehrer brtnin Schmidt sich auch mir der Poiirtt des „QheV An» " belodni# rv'.r haben den Eindruck gehabt, datz ei iiir chn besser c..wek« wäre, wenn et geichwiegen haue. •• Ueberdenvogel-berg. dessen geologische •»> stehung und ledige- Au-iChen, w.rd der a.J vagcUbero- Icnner bestens bekann.e Prof.s or lvg Bender von Fea«' furt am nachs»en Mon.ag aber.d auf Verunlüffung oe- jtveig- verein- (D-Cucn vorn Vogel-berger tzöhentiuo einen Vortrag halten. Eine Reche prächtiger Uich.b.loer w.rd der Vortrag noch anstehender machen, al- cj das h er uni se tun st oe- Reoncr- an ju) schon erw.rr.en hißt. Der fein* .rutSprcJ ist sehr nicorig angefept. um w.itcren *rd#ex den Besuch zu ermö^.ichen. uno der Er.rag fall dem tiu*» tichl-tutm auf dem Taufstem zugute kommen. •• Ter erste Gießener Verkehrstag. der v.t einer auf Beran.a,sang de- Bü.gecvcreia-. des L ocrein-, des Teiauliiicnverein- und der iäcker- und bei iRcfgcrmnung geb Le.en Ä.-mmijion in b.c ß ze g lecker ivuri e. ist nunmehr finanz.cll ge.ichtrt. Tic Ic.^nung.t der Geschäftsleute fuio so a.:-g fallen, daß der uKaliun; des Tage- nich.- mehr im Lege sicht, »venn null» brdcuteeck mehr, al- bi- jept rorgefehcii ist, i:ainenuia> in dezuß aur »eilamc wenn bie uu. ujren Ieill nungen noch aus ste^enoen G.schaf.-leu.e LL- -ar B.rjug..ng icchenlen SKiLd vermehren Hel c.i wur^cn. Ter Tag fcli vor a.lem einet aa^ufenstctiitt.dewerb b.i. gen, wchreno d..r^i .romenade ton,er.c uno bc.onccrc Beran,tal.u. gcu ui d.n tfe.gn- jdjüxj ü 11 ci LinLs.il-eraitn für wunschm-.oert ium kinwie gtga da- reaktionäre felmunt £cnn man nur den guten tiihcn habe dann hcüe sich viel erreichen. Ter Fe.nd de- Liberal.-mu- sev» vor allem die Lonseroatu>.ii. denn da- Ierurum habe einen b-.owhatifdxii Einschlag. Ter R dncr wie- Zirkular der Pforte würde, obwohl die tinregun^ einer definitiven Lösung der Äretafrage als unzeitgemäß be- reichnet werde, eine Andeutung wegen einer Satisfaktion für die Pione in einer subsidiären Frage enthalten unb vermutlich die Schaffung eine- Lbergerichtes in Kreta in Aussicht stellen. Deutsches Ueich. Ter Dahlkreisvorstand der nationalliberalen Partei de- hief grn R.ich-tag-w h k.e st- b.Let uni um Aufnahme folgender Ä i d> t i g i't e 11 u n g: ,Ln der letzten Stumme: der ,Hess Lib. Bochenschriff" (offizielles Lrgan der hessischen Freiftnnigen finden sich unter der Utt>erschri,t ^Tcmagcg sche Tricks' und „D n.el- züge' zwei Artiiel, Die sich m.t oer naLonaLü>era.en 8er- lammlung in Nidda (31. Cfn beschä tigen. Die Selbstachtung gebietet ei, auf die — gelinde gesagt — überaus schweren Beleidigungen, die dort gegen den Führer der gessischen Na.ionallcheralcn, Abg. Tr. Osann, d.-n Redner in jener Versammlung, und Den LahiirciSvoritand Der nationalliberalen Parrei im hiesigen Reichstagsnxihlkrei- ausgesprochen werden, nicht einzugehen. Dir halten e- afcer für unsere Pflicht, eine als .Demagogischer Trick" Cfanni bejeiu/nete Be.,auotung richtig zu ftcllen. In dem einen Artilel heißt ei bezüglich Der Verlängerung der Legislaturperiode von 3 am :> Jahre: „Er (Tr. Lfann.i sagte, auch Freisinnige ha.ten Da.ür gestimmt, insb.sonoere auch Tr. Sbamberaer." Tiefe Behauptung ist unwahr. Abg. Tr. Lsann sagte, Tr. Bamberger habe publizistisch vorher dafür gewirkt. Tics sei im Handbuch der nationalliberalen Partei zu lesen. Ter Satz, auf den Tr. Osann feine AuSmhrungen stützte und der auch die Tatsachen richtig wiedergibt, lautet Seite 683): „Tie maßlosen Angriffe, welche gegen die 9la:ional- liberalen wegen ihrer Tettna.'jme an dieser Aktion (Verlängerung der Legislaturperiode, inSdesondcre von den Abgg. Bamberger und Dindthorst gerichtet worden find, waren umso unberechtigter, als Bamberger ebcoem die Verlängerung der LegiSlamryeriode pub-izistifch befürwortet und Plindthorft 1881 sogar an Der Spitze deS Zentrums für sie geftimmt hatte." Man schreibt und aus Dem Wahlkreis Friedberg-Bu. hingen: In einer am Donners.ag abgeljcLcncn Versammlung des freisinnigen Vereins in Bao Nauheim kam Tr. Strecker auf die liberale Fraltionsgemeinschaft zu sprechen. Er meinte u. a., zu hoffen wäre, wenn auch die Nationalliberalen auf Grundlage eines liberalen Programms zur Äemcinschafi gene gt nxircn. Frei.ich feien hiersür in Hessen größere Sastvierigkeiten als im Reich zu überwinden. Aber Der Wahlkreis F-riedberg-Büdingen tön ne dem Liberalismus nur erhalten bleiben, wenn »ich bei der nächsten Reichs.agSwahl Nationalliberale und Fre - finnige auf einen gemeinsamen Lb.r.iLn JD.inbiea.en e.nig- ten. Bei einem getrennten Vorgehen wäre es wohl voraus- zuseben, daß G.af Oriola mit dem Sozialdemokaten zur Stichwahl stände und damit Lriolas Wahl sicher wäre. Es wäre dem Freisinn nur erwünscht, wenn bie Verhandlungen zwilchen ihm und den Na.ionallibera.eti beizeiten stattfanden. n. ein Paar Stiefel mit; bann gingen sie an das Büfett, aszen und Ironien und nahmen neben einem 6 pfündigen Braten ö Pfund andres Flcrfck>, lotu.e Butter, Käse, Eier, eine Büchse Kaviar, eine Flasche Lett und eine Flasche Kvgnok mit unb gelangten barat durch die Laustüre wieder inö Freie. In der Uittersuchung stellte es sich heraus, daß T. während feiner Tätigkeit im Lolel auch einen kinemat)> graphenapparat von etwa 20 Mark Wert gestohlen und für 2,50 verkauft hat. Beide Angeklagte sind trotz ihrer fugend, schon mehrfach bestraft; frühere Strafen find ihnen teilweise bedingt erlassen worden und müssen jetzt, da die Bedingungen nicht ein* gehalten worden find, zur Vollstreckung gciangem Unter^ Einbeziehung einer kürzlich von nänüichen Gericht erkannten Strafe wurde T zu einer Gesamtstrafe von 9 Monaten und 2 Wochen Gefängnis bemrteilt. Die frühere Strafzeit und ein zeit der Untersuchungshaft in Löhe von zusammen 0 Wochen wurde aus J.C. Wallenfels Färberei Erlies u. ältestes ? -2. Geschäft der gegrünbet Branche am 1857. hieflgcn Platze. Chemische Wäscherei Bettsederu.Steinigung nud Dekatur - Anstalt Handschuh. Färb- unb Wäscherei Fabrik und Laden hinter der eoang. Stadtkirche. 5652) LingcjanSt. Zur Erklärung des Einae.andtS in Nr. 271 betone ick aus brüdlid), daß ich an der näihUicficii Nuhestörung völlig unbeteiligt mar. Gegen den offiziellen Mißbrauch meines Namens lege ich entschieden Verwahrung ein. Eine Kritik über die Art des Borgehens dieses Herrn „n" glaube ich mir schenken zu dürfen. W. Henrich, stud. zur. nuenrien >cnuhwgren^V Heiserkett, Verschleimung, Katarrh .Hranwl- u. Mcucfabuften am Iwfic.t bcfeitiflCiL Paket 26 Pfg., Dole 50'411«. Dafür Slnncbotcncö weise Aiirüa. Zu haben m Gießen bei Georg Wallenfels, Marktplatz 21. Aua. WallemelS, Markt platz 17; (L Dort, Walltorftr. 45; L. Stein Häuser, Babnbofstr. 26, Neuen Baue 17, Lelterow.27; I. Öcyplcr, in Langgöns; Slug. Seibert nno Hch. Mümmel tn Wreseck; Apotheke bi* Strafe angercdjnct. St erhielt 10 Monate Gefängnis, I . iuc Ausstellung. ; I eibucn nur noch ni«W 1 biE die Ausiii^D urbigec Zeichnungen »IteÜung gelangen. ;• 1 v>rd am 29. d. M. u I ocge» von 11 bis 3ii 1 2300001 Heuptgewlnne: S0Ö6MBI 2Ö0MI 1@0M| । iQU Porlo und Liste KL L0S6 3 «2 NI. 80 Pfennigexlri. Ql bei den KönlfllUh^n Lotto ie-Ein- nehmrrn, in »1 en ^u_r®n.J*1*-**?*^ Uonnlllolion Vjrktu s»te en, MHR A Dlnke mann, Worms und Lud. it sich Freitag, 3. Dezember, vormittags 10x/t Uhr, „r der Strafkammer wegen Betrugs zu verantworten. = Großen»Linden, 19. Nov. Bei der am 18. d. > :t9. vorgenommenen Beigeordnetenwahl wurde Ludwig ian g II. mit 152 Stimmen gewählt. Weiter entfielen if Ludwig MengeS X. 42 unb Heinrich Weiß L 36 Stimmen. X Lauterbach, 19. Nov. Der hiesige Eisenbahn, [i e a m t e n o e r e i n, dem sämtliche Beamte deS Betriebs. zaspektionSbezirkS angeyören und dessen Vorsitzender Betriebs, iifpcklor Pfaff ist, feiert am 28. d. Nits. Großherzogs Geburtstag im Saalbau zum Johannesberg. Zur Unter- Haltung sind die Aufführung eines Theaterstücks, komische und sonnstige Vorträge in Aussicht genommen. Len Schluß bildet cm Tanz. 4- Landenhausen, 19. Nov. Unser Dorf bcab- i.chtigt die Diirchsührung der Fe ld be re inig un g. Vor ttnigen Tagen fand deshalb eine Versammlung statt, in der .teisrat v. Bechtold zugegen war. Deckenbach, 19.Nov. Gestern weilten NegieriingS- laiimeister 5lnöll und Kreistechniker Müller vom ÜreiSbauamt Ließen, Stultucinft ettou Steinbach-Gießen und Herren vom deisamt AlSseld hier, um über das projektierte Gruppen- ülasjeriverk D eckenbach-Nü dd ingS hausen zu bc» :ötcn. Infolge des Schncewetters trafen die Herren mit so ^oßer Verspätung ein, daß der Gememderat schon die Sitzung i erlassen hatte. Er mußte wieder zufammengcriifen werden. ,;n der PemeinderatSsitzung wurde baS Projekt erläutert, der Ortsvorstand stimmte im Prinzip dem Wasserwerk zu, doch :nn cü noch zu fernem endgiltigcn Beschluß. Die Gemcinderats- , tzung in NuddmgLhausen mußte auf nächsten Montag ver- Hoven werden. Die Quellen liegen in der Gemarkung >>ckenbach, dorthin soll auch das Nraschinenhaus und Pump- Mellnau schoß ein ILjähriger Junge feinem älteren Gruber eine Kugel in die Brust. Der Verletzte luurbc m die ftlinif nebrad't. Die preutzische ©ftmarlenfrage. Gießen, 20. Nov. Ter Alldeatscke Verband hielt gestern abend in SteinS Garten eine fchr gut besuchte öffentliche Versammlung ab, in der zunächst der Vorsitzcirbe der hiesigen Ortsgruppe, Freiherr von Liebig, kurz die Ziele des Attbcutsehen VcrbandeS Ilarlcgte. Professor Tr. Diermer hielt bann einen sehr interessanten Vortrag über die preußische Ostmarkenfrage, bic er nicht vom politischen, sondern vom wirtschastSvolitiscben Stanb- vuntt auS betrachtete. Seine Ausführungen gingen von der Grundlage aus, daß bic beiden preußischen Provinzen mit größeren polnischen Vevölkerungsbcstandteilen, Posen und Westpreußcn, vorwiegend großagrarischer Struttur seien. Neben den Großgrunb- bejitzern, die für baS Teutschtum nur geringe Debeutung haben, bestehe hauptsächlich ein landwirtschaftliches Proletariat, daS der polnischen Nation angehöre unb nationalpolnisch fühle. Durch die Sachsengängcrei und die Abwanderung nach Westen in daS rheinisch-westfälische Industriegebiet kämen immer mehr Polen in die beiden Provinzen, während durch die sich gesellschaftlich von den 2)eutschen absondernden Sachsengänger viel Geld in bad polnische Land zurüclfließt. Dadurch bildete sich bann ein kapitalkräftiger polnischer Mittelstanb heraus. Während biS zur neuesten Zell die städtische Kultur ausschließlich deutsch war — der Redner gab einen interessanten Rückblick auf die Geschichte der deutschen Kolonisation in den Ostmarken —, hat die Bildung deS polnischen Mittelftandes dazu beigetragen, das Polentum in dem nationalen Kampf vorwärts zu bringen. Dazu kam der ZickzacklurS der preußischen Polenpolllik im vergangenen Jahrhundert und namentlich nach Bismarcks Abgang, der das Vordringen des DolentumS außerordenllich begünstigte. 1886 begann Bismarck auf Anraten deS Herrn von Friedemann durch Bildung der Ansiedlungs- kommission mit der planmäßigen Besiedelung der Ostmarken durch deutsche Bauern, die mll 100 Millionen Kapital begonnen wurde und nach mehreren Stodüngen ncucrbingS kraftvoll fortgeführt wirb. Das für die AnsiedlungSpolittk zur Verfügung stehende Kapllal ist iirzwischen auf 825 Millionen vermehrt worden. Der deutschen AnsiedlungSbcwcgung mir Et eine nationalpolnische entgegen, die vom PanslaviSmuS gefördert wird. Zur Unterstützung des deutschen Ansiedlungswerkes wurde ein EnteignungSgc.es ge» schassen, daS in vielen deutschen Kreisen Bedenken erregte unb erfreulicherweise bis jetzt noch keine Anwendung fand, aber schon burch seine Existenz die hohen Güterprcise herabbrückte. Wichtiger alS dieses Gesetz ist daS Gesetz, das bic Errichtung neuer lanblicher Wohnstätten ton ber Genehmigung deS Regierungspräsidenten abhängig macht, da gerade hierdurch die polnische Anstedlungspolitik mit Erfolg unterbunden werden laun. Tie deutsche AnsiedlungSPolitik muß darauf gerichtet fein, b c u t f ch e Bauern anzusiedeln, wenn auch bic großen Güter nicht ganz beseitigt werden können unb folleiL Aber an Stelle ber Großgrundbesitzer sollen nach Möglichkeit staatliche Domänen treten. Bei ber Ansiedlung von Bauern verbicnen die evangelischen Landwirte den Vorzug, da sie durch die Verschiedenheit ber Religion ber Gefahr der Polonisicrung weniger ausgesetzt sinb, als Katholiken. Alles in allem genommen ist anzunehmen, baß die jetzige Pol?npolitik die Erhaltung des Deutschtums in der Ostmark wirksam fördern wirb. Der Vortrag würbe mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Anschlicßenb daran wurde eine Serie Lichtbilder von ber deutschen Kulturarbeit in Posen und Westpreußcn gezeigt Pnm Speise- M Scki-Kiirtosselll empfiehll (6252 Pi den billigsten Tagespreisen H. Trechsler, Z'einstraße 48. Telephon 581. Zum bevorstchcuveu Totenfest enpfehle in großer Auswahl: Machtvolle Waldkränze kreuze usw. er haltbarer Ausführung. (6303 Eduard Rieger, üurtnerei, 'Dlarburger Straße, r^iden Asterweg L Telephon 786 um. Oeflcmfiepte91 Wmuien. Ter ziveiie flen über Uangtnii i'/, 'Dlinmen. Tann Louis le Mann, r en Hart bebrängt routit, un, (oniue sich des e erireueiL Da am e legeben wird, nuifitn b . a. ringt der fgiiiwi^ Ihunmen RodriA-- i.;r. gl. Tie von p?nn fyN eleÜunflcn jan:w jl werde», säiehi ssitische» Bildiui,-. liftabt im SBintergcna bewegung vvn 18« Gegenwart Lor tnappen Zügen ein ii Rillte des nötigen S Mich unter einem t, nach dem nun seit ,ie Heineren Staaten zÄ t LerfüsMg, währen) i vrrhieitmt Als dmW ' die Kaiserkrone ng, abti di- wwj bneb imeriiüd. ertane angetwntmffl W bner weiter, besser umj 3 stehe hinter dem ?ud. Selbst roenn«aBj ibiehe, bleibe iwd) M iuw die versM^Z rcäbneiL Der WA i unb hast einen 8ul^ imr ben guten fflj® --°d d-s s Zentrum Redner mies dm rünbet habe. M^ ■ u-s»^2 Ä Wa. Aenoer u t * 1« als -- ÄW |Utt md h;p A.gt r.. icht, ^id)in, $ ei! 5^" J für trat bot armer ?:rn®R eflef t onten *2 Zimmer •*] SL SrodjHnmer-tBoinuna w Bermteten. 4'^rburger gtr. flO. Salier-Allee 20. 6847 »u vermieten. 6 Zimmer Dcrnüetcn. Wolf eng. 16 o. OMOOOi Wut möblierte» Zimmer ju vermieten. SettcrSweg 5. LAden etc. 4 Zimmer MB tu vermieten. mit Bodcurauiucn aubttlb tu 4042 vermieten. 3- Happel. 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