Nr. 294 Zweites Blatt 139. Jahrgang Mittwoch 13. Dezember 1909 Erlchewi tL-Nch mit Ausnahme des Sonnta-«. licht genommen werden. Tia n-Scha n ausgenommen werden und es müsse bei der Verteilung der gPorte- ieuilles auf deren Umfang und Gewicht aus beiden «Leiten Rück- Rjfatiorribrud en» vertey Kt VrützNctz« Umocciuat* - vnch- and StembcudectL ft Lange. Biegen. Redaktion. Exveknrwn and Drucker«: 6dem der Verwaltungsrat der „Wohl- sahitslotterfe zu Zwecken der deutschen Schutzgebiete" in dankens- iccrter Bereitwilligkeit euren namhaften Betrag für die Vorarbeiten zur Begründung der geplanten Station zur Verfügung gestellt hat, wird mit diesen in kürzester Zeit begonnen werden tonnen. Ein geeignet vorgeoildeter Landwirt, der als Leiter der künftigen Station in Aussicht genommen ist, befindet sich bereits aus dem Wege nach Ostafrika. Die Streiügfeiten im österreichischen vudgetausschrch. Welche Schwierigkeiten die österreichische, Regierung andauernd zu überwinden hat, zeigt auch die gelinge Sitzung des Nudgetausschusses in Wien: ., r , Wien, 14. Dez. Der Büdgetausfchuß begann heute nttl ien Verhandlungen des Budgetprovisoriums. Ter Abgeordnete Nobler erklärte im Namen seiner Partei, day ste dtefer üie- «jenjng und auch keiner künftigen Siegiennig nicht eine Vorlage bewilligen könne, so lange nicht eine volle Varitol m ter Zusammensetzung des Kabinetts zwischen Teut;chen und Atcht- > deutschen eintrete. Dabei dürfe das Ministerium des Innern nuht | Dermiicbfct. ipc. Ein Reiseerlebnis der Königin von Italien. Tie Königin Helena von Italien hatte lüngst ein lustiges Reiseerlebnis. Auf einer kleinen Station mußte ihr Zug wegen Maschinenwechsels eine zeitlang halten. Ter Sürgenneiiter und die Stadwertretung hatten stch einaefunden, um die Königin würdig begrüßen zu können, und auf dem Büfett des Bahnhwf- restaurams war ein vrachtvolles kaltes Frühstück servier:. Die Königin wollte sich nicht lange aufhalten, und ließ sich baher ttur ein Glas Portwein von dem Bürgermeister reichen. Als sie das Glas ansetzte, verschüttete sie einige Tropfen, die ihr auf das Lleid spritzten. Sie griff sofort nach ihrer Handtasche, um ihr Taschentuch hervorzuholen, und den Fleck zu entfernen. Der Bürgermeister verstand die Bewegung ter Königin falsch und verstorbenen Prinzen Arnulf von Bayern unternahm. Der Prinz wollte in den wildrcichen Hochtälern des Tian-Schan auf Steinböcke jagen, ein Unternehmen, von dem er nicht mehr lebenb zurücklehren sollte. Auf der Jtückreise zur H-ermat wurde er von der tödlichen Erkrankung ergriffen. Prof. Merzbacher widmete sich zuerst der Erforschung der Täler des Kusch und des Kunges, bereiste sodann das Becken des kleinen und des großen Juldus, um cirdlich, nach einem strapaziösen Zuge am Nordrande der Wüste Gobi entlang, den Versitch zu unternelpnen, daS ganze Gebirge vott Sude:: nach Norden zu durchqueren. Trotz unsäglicher Diühen. und Entbehrungen gelang dieser kühne Plan, dessen Aus- fülxrung eine Fülle wisienschaftlichcr Ergebnisse zeitigte. Erst nadchem and) noch oer östlichste Ausläufer des Tian- Sck>an, der Bogdo-Ola, bereist und erforscht toorben war, glaubte der Rejsende genug Material zu einer nmsassenden Darstellung des ganzen Gebirges gesammelt zu haben uni> kehrte zurück. Der Vortrag war von einer Menge ausgezeichneter Lichtbilder ifluftriert, die ein wechselvolies Bild der Reiseerlebnisse barboten. .Himmelanragende Gcbirgs- stöcke wechselten mit lieblichen Alpentälern und herrlid-en Seen. Außen- und Jmienansidsten von Tempeln ureb buddhistischen Klöstern gaben einen Ginblid in das Kultus- teben dieser Breiten, während Photographien von reifen ben. La ab esb ewobn ern, ben Dungan en, ein buntes Öi£b afiatifd/cn Ncunadenlebcns ucmiiliclten. — Eoang. Slcbetleroeretn. Einen schönen Venuß hatten am Sonntag bie Bejucher be3 HauSmujikabendS im VeremSsaal. Bidliothelsgehilfe Schöll sprach über Volte- lieber tm guten, alten Sinn, deren Sammlung und Wiedererweckung neuerdings gepflegt wird. Hiernach trugen sieben Herren eine Auswahl der alten Weisen vor. Sie wurden teils mit der Laute, teils mit Laute und Violine begleitet. Begonnen wurde mit einigen geistlichen Volksliedern, denen sich Liebes-, Lanbslnechls- und Soldatenlieder anjchlossen. ES folgten fobann Scherz- und Necktieder. Bot der erste Teil des AdendS weihevolle, zarte Stimmung, fo brachte der zweite Teil harmlose Heiterkeit. Zur vollen Wirkung gelangten die Darbietungen durch den schönen Vortrag. Tie Spieler pflegen offenbar mit vieler Hingebung diese schlichte, volkStüiuliche Kunst, deren weitere Verbreitung im traulichen Familienkreise wie bei jeder sonstigen Gelegenheit viele Freude bringen kann. ** Zeitig die Rechnungen ausstellen und pünktlich bezahlen! Mit dem Schlüsse des Jahres sind für den Handwerker eine Reihe von Verpflichtungen fällig, zu denen er baren Gelbes dringend bebars. Dio Tcstache, baß bet Handwerker oft über seine Verhältnisse und ungewöhnlich lang Kredit gewähren muß, bedeutet für ihn eine schivere Schädigung. Im Interesse des Handwerkerstandes kann deshalb nicht oft genug daraus hingewiesen werten, daß der Handwerker nur bann konkurrenzfähig unb wirtschaftlich selbstänbig bleiben kann, wenn er Löhne unb Einkäufe pünktlich zu bezahlen imstande ist. Deswegen muß immer wieder daran erinnert roeroen: Bezahlt ben Hanbwerkern bie fälligen Rechnungen! Es barf aber hierbei nicht verkannt werben, daß auch von ben Handwerkern selbst auf pünktlicheren Eingang ihrer Außenstände dadurch hingewirkt werden kann, daß sie die Buchführung nicht als Nebensache mt» sehen und ihre Rechnungen nicht ciZt dann ausschreiben, roerat die Kasse teer ist, oder nach so langer Zeit, daß die ituntefl bie Lieferung beinahe schon vergessen haben. Darum ergeht ebenso bringenb bas Mahnwort: Harrbwerker, seid nicht nachlässig im Ausstellen der Rechnungen! Publikum und Hatwwerker mögen beitragen, einen Uebelstand zu beseitigen, ter schwer empfunden wirb und doch verhältnismäßig leicht bei gutem Willen abgestellt werden kann. Man wird nicht fehl gehen in ter Annahme, baß kein Kunbe etwas barin finden wird, iuertn mit Ablieferung der Arbeit, für Reparaturen vielleicht inonatlich, Rechnurig ausgestellt wird, sofern dies allgemein zur Einführung gelangt; liegt es doch im Interesse beiter Teile, schon um Streitig leiten zu vermeiden. § Heuchelheim, 13. Dez. Auf Veranlassung be5 Lehrers Schnetber würbe am Sonntag abenb in ber Wirtschaft »Znrn Treppchen* ein VolkSunterha l t u ngSa be nd veranstaltet. Der Saal unb bie anstoßenden Räume waren bis auf ben letzten Platz gefüllt. Lehrer Schneiber hielt einen intereffanten Vortrag über Wohlfahrt-, Heimat- unb Kunstpflege; an paffenden Stellen waren GesangSvorträge, Deklamationen unb Klaviervorträge, auSgeführt von ben Lehrern, ben Schülern ber Oberflaffe, dem Gefchwisterpaar Sack, Emmi Heberer und ben Gesangvereinen „Germania* unb „Teutonia* eingefügt. Besonders hervorgehoben seien die Jnstrunientalvorträge (1. und 2. Violine, Klavier unb Harmonium) der Lehrer Schneiber, Schmidt, Wolfschmibt, Rullmann, Ortwein unb Rmn. Gies ' v General-Anzeiger für Gberhesjen Die ttrankheii des Königs der Belgier. Brü ssel, 14. Tetz. Nach einem um 6V- Uhr abends cruS- gegetenen Krankheitsbericht betrug die Temperatur des Königs 36,9. Der Zustand ist besriedigend. Nur die Gräfin von Flandern unb bie Prinzessin Clementine haben heule nachmittag ben König gesehen. Tr. Depage, ter ben König operiert hat, verbringt bie Nacbl im Schlosse Lacken. Der Berliner Lokalanzeiger meldet Schlimmeres: Don einer zuverlässigen Seite wirb mitgeteilt, baß der Zustand des kranken Königs v er zwei seit ist. Tie Operation war nickst viel nttte als eine Scheinoperation. Die Ursache der Darmlähmung tonnte nickst ermittelt, geschweige denn entfernt, werden. Man befürchtet, daß ber König, ber seil Beginn seiner Krankheit außer Bouillion unb etwas Portwein, nichts genossen hat, an Entkräftung zugrunbe gelst. Brüssel, 14. Te). Ter Sengt beendigte einem Wunsch des Königs Leopold entsprechend, heutt dir Beratung des^M i l i- tärgesetzes, und nahm die Vorlage mit 71 gegen 22 Stimmen bei neun Stimmenentlstrltungen am Ein Amendement, das bie Einsührung ter persönlichen Dienstpflicht um zwei Jahre hrnaus- schieben wollte, würbe mit 61 gegen 39 Stimmen ab^elehnt. Hiermit ist d.e Heeresreform enbgultig angenommen. Erd- und Völkerkunde", Prof. Dr. Sievers, ist zu Anfang dieses Monats von einer mehv als neunmonatlichen Forsck)ungsreise nach Sickxnnerika zurückgelehrt, ^n der dritten diesjährigen Sitzung der Gesellschaft ergriff der stellv. Vorsitzende, Prof. Dr. B i e r m a n n, die Gelegenlieit, um den Gelehrten unter Hervorhebung seiner Verdienste um die hiesige geographische Vereinigung in deren Namen zu seiner Heunrehr zu beglückwünschen. Sodann berichtete Prof. Dr. Merzbacher aus München über seine neue dition 1907 und 1908. Diejer hervorragende Forscher hat fünf Jahre seines Lebens der Erforschung dieses innerasiatischen Gebirgszuges gewidmet und kann heule als der beste Kenner dieses noch wenig bereisten Gebietes gelten. In zweistündigem Vortrag acw er ein Bild seiner letzten Reise, die er auf Einladung des Aus dem Reichstage. Aus Berlin wird uns über die Dienstag-Sitzung des Reichstags geschrieben- Fast mehr noch als die soeben erst überstandene viertägige Hausl-altsberatung war für das Verhältnis und Ver hallen der Parteien zneinander als Auswirkung ber Finanzreform bezeichnend die vierstündige Aussprache, die heute über die Tabaksteuer stzattfand. Der Nachlragshaus halt enthält neben vielen anderen Posten anch einen Titel, tn den die für die Unterstützung arbeitslos gewordener Tabakc^rbeiter erforderlichen Beträge eingestellt sind. In der Sache selbst sind alle Parteien mit der Regierung einig und einstimmig hat der Budgetmtssä)uß dem Bedar, dadurch entsprochen, daß sie für den Rest des Haushalls- jahres von den znr Verfügung stehenden vier Millionen 2vs Millionen angewiesen hat, eine halbe Million mehr, als womit des Reicl)sschatzamt nach feinen ersten Ermittelungen glaubte auskommen zu können. Also hierüber gab es gar reine Meinnngsverschiedenheit. WaS man zu diesem Punkte überhaupt noch $u sagen hatte, beschrankte sick) auf ein einmütiges Lob für oen neuen Reichsschätzsekre- tä r, in das auch die Sozialdemokraten einstimmten, für die von bureaufraiijd)en Gepflogenheiten abweichende Art, in der er seiner nicht leichten Aufgabe gerecht geworden ist Aber vier Stunden ging das Äezänke der Parteien über ihr Verhalten bei der Finanzreform; und wer weiß, ob man heute damit überhaupt z-u Ende gekommen wäre, wenn man nicht allmählich sogar in eine Heine Brausteuerdcbatte geraten wäre. Das ernüchterte die erhitzten Gemüter denn doch fo weit, um biefe posthume und srechtlose Auseinandersetzung zu sclstießen. Herr Wermuth, der allen Anlaß hat, zur Zufriedenheit über den Erfolg seines 'bisherigen Auftretens, legte einen besonderen Wert auf die Feststellung, baß er über bie Verteilungsgrundsätze mit Vertretern aller in Betracht kommenden Arbeiterorganisationen persönlich verhandelt habe und sich freue, daß er ihren Wünschen in ber Hauptsache habe Nachkommen können. Er durfte Beifall von allen Seiten hierbei verzeichnen. Mit um so größerer Spannung sah man den Erklärungen seines Kollegen vom Reichsamt des Innern, Dr. De l b r ü cr, entgegen. Auch hier trat ein neuer Mann vor das Haus mit dem Debüt in seiner bedeutsamsten Rolle, der Leitung bes sozialpolitischen Ressorts. Den Hauplgegenstand ber Tagesordnung bildeten bie Anfragen des Zentrums unb der Sozialdemokraten über den Arbeitsnachweis des Zechenverbandes im Ruhrgebiet. Die Vorgänge, bie ben Anlaß zu den Anfragen gegeben Haden, finb bel'annl, unb neues trugen die beiden Redner, der Führer der christlichsozialen Gewersschaftsbewegung G i e s b e r l s für das Zentrum, ber Vorsitzende des Maurerverbandes Bömelburg für die Soizaldemokraten, nicht herbei. Im Tone und rn her Prägung ber Worte maßvoller Herr Gresderts, mit ben knolligen Ausdrücken aus dem sozialdemokratischen Lexikon des Mg. Bömelburg, erklärten sie beide ihr unbesiegbares Mißtrauen hi bie Ab fickst en ber Dergherren, erhoben bie A-or- fcerung eines Eingreifens der Regierung und einer reichsgesetzlichen Regelung des Arbeitsnachweises auf paritätiscycr Grundlage und kündigten, ber Zentrumsrebner in beutlichen Anspielungen, ber Vertreter ber sozialdenwkratischen Gewerkschaften mit unverblümten Worten, ben allgemeinen Streik im Bergrevier an, falls bie Zechenbesitzer an ber Ausführung ihrer Absichten nicht gehindert werden sollten. Freilich nicht einen sofortigen Streik, denn wvhlweislich würden bie Arbeiter bas Einsetzen ber besseren wirtschaftlichen Konjunktur erst ab warten. Herr Delbrück brachte den Standpunkt der Reichs- tegierung in drei viertelstündigen Ausführungen zum Vor- irag. Ruhig, bestimmt und klar. Tie Frage des Arbeits- Agchweises sei zur gesetzlichen Regelung noch nicht reif, unb aii einem Eingreifen ab hoc, einer Art Notgesetz, könne bie Zieichsregierung einen Anlaß nicht erblicken. Für das Verhalten des preußiscken .Handelsnrinistcrs seien die Reichs- instanzen nicht zuständig. Herr Sydow werde im Ab- Seordnetenhause schon Rede stehen. Zu einem Einschreiten gegen den Zechenverband, etwa burd) Verbot seines Arbeitsradiweises, liege ein gesetzlicher Grund nicht vor, denn seine Satzungen enthielten keinen Verstoß geaeii die Gewerbcord- ryng. Ein Recht auf Arbeit an einem bestimmten Orte und mtgongen sein werden Beliebte Marken iuto von den Weinkarten Dtndnvunbin und durch andere in drrfelb.il Preislage ersitzt mürben, b. h. derselbe Dein, der früher unter einer stolzeren Flagg- segelte, geht heute ir.'t richtigem Reise« »st derjenige eines bis dahin dem Publikum unbekannten Torfes geworden und was sich früher als Rüdesh imer Berg ousgab, bekennt heule demütig, dan es au- einem Crie stammt, roo bi: CMöden nnr-- r.r Erzählung deS bekannt.n, weinkundigcn Trnncrd au- Rheinland nicht „Binum bonum — Pin um bjiium", jjn> pel pl mt ■! plamt l" singen hänbnisvolte Paragraph 6 des Dcingesetzee, der in gewissem Umiange noch iXaUungSnarnen zur Bezeichnung der Herkunft deS 2®iinev .zulätzl und die Rainen einzelner (Gemarkungen zur Bezeichnung her gleichartigen und gleichwertigen Gewächs benachbarter nnb nahegelegen e Gemarkungen outol, hat, wie das „Zentrolblatt lür Weinbau" soeben berichtet, zur Bildung kleinerer Weinbau!'.,zirke geführt, innerhalb deren die Gemarkung:» alS nahegelegen brtrachlet ii-erbcn. Ein gefchlof-cnes Oebiet in diesem Sinne bildet bei „Rhcingau". Ti: Weingegend an ber Moiel ist in „Ob. . Mitt l und Untermolel" geteilt worden und auch für dw Pf al» er Veine hat r-itr Dreit.tlung in „Tber^aardt, Mittelhaari-.t und UnleiHaardt" Plan gegriffen, die den etreden Bergzabern b«S 'Xcuftnol, vm dort bis Türkheim und ooü dort weiter abw,in entspricht. Für das Ckbi.’t der Frankenw ine hat man fogar fünf Deinbaubezirke, nämlich den Obermain bis Schweiuincl. oe Matudreiecl bis .üorlflobt, den Untermain bis Aschofsenbu. v uu - iaatdöl uno das Horsteiner W.uier aufgestellt, roflhrenh in R! .inhei'seii zmn Mißvergnügen der Produzeuleu vor, Qualität-w nnm und wohl auch der Trinker diefe Gsbiete mü dem nur g.wobnliche ftonfumtpetne erzeugenden Hinterland in -inen Bezirk zufammengeworfen sind. .Für Okünebergcr, Gubener. Ämih ner nnb Boni st er Schattenseite ist eine ähnliche Trennung meines Killens bisher nicht eingetreten. weil der Weinkenner für sie wohl daS gleiche Urteil bi Bereitschaft hat * Ein verhüngnisvoNerJrrtum. Aus Ncw ork wird berichtet: Durch eine unglückliche Verwechselung hat einer bei bekanntesten Newyorker. der Dheaterdirek or Lharbs Guthringer. sein Leben verloren. Er lehrte ipit abends nach Hause zurück, i^uthringer war ein lehr enthaltsamer Mensch und ber Gedanke, datz er vielleicht an diesem Abend unter Einwirkung von Alkohol gestanden habe, kommt nicht in Betracht. Eine seltsame Perkettung unglücklicher Zuialle bestimmte sein Schicksal. Die Bewohner ded Hauses tr-acen alle erregt und nervös, weil in den lebten Tagen in der Nachbarschaft zahlreiche Einbrüche der» übt worden untren; viele der Mieter schliefen nur noch mü dem Revolver unter dem Abhilfen und rthircn jeder- zeit gewärtig, in mitternächtiger Stunde plötzlich in ihrer Wohnung einem fremden Eindringling gegenübertreten zu müssen. Guchringer wohnte in der fünften Etage Er irrte sich in der Zahl der Treppen und blieb nn vierten Stock lieben in der Meinung, feine Dobnungslür vor sich Lu Unglücklicherweise patzte fein Schlüsfel zu dem Schlöffe der fremden Wohnung und Guthringer betrat das Zimmer eines gewissen Allen. Lin neben dem Bett liegender Hund begann ,;u bellen. Allen erwachte und rief; <£aibtr. sie wolle ihre -böne hervorr«h-n „Aber ud bitt, Majestät", murmelte er, ,,t* ist bereits alles befahlt." ipc (rin* Million i fi t Flngvoriührungen Dem französischen Fliea^r baulhan war bdcnnLüh von cem ameriianncher jcilunasverleger Tilliam Randolor. Hearst ein Honorar von lÜOlJÜO Tollar für inne Teilnahme nn ben tifrtiluqcr in Kalifornien geboten roorMn, die Hearsts San Franziskser j/dun- ..Etamin« r" nttainuiu! Es hiffi allgemein. dost Paulüan dieses Angebot angenommen habe, da bekannt wurd«', dar, er bereits Plätze ain einem am ersten Weihnochts s-ieriage non v'aerdourg nach Rewyork segelnd-.-n Temofer belTgt hatte. Paulhan .rklari nun selbst, baß er Hearsts erstes An aebot abgetönt habe. Ter amerikanische Z nungSmaanar bet ihm oarau' tebodi durch «einen Pariser Bertreier bie summe vor 1 Million Fra.iken. von ber die Hälfte sofort für ihn bei einer Pariser Dan: ungezählt wurde. Außerdem e.dot er sich, färnr- Oche tonen, die jiulhan durch feine Steife entstehen, fonne 'am», lüde Ren'ekoü'.n ;v nagen Tiefem glänzenden Angebot vermochte btr fran's'nch rl-cier nicht zu widerltthen, und entschloß sich zu ber Reife über den ÄannL * L«ne Statistik berEisenbabnn n.f n H e- _ 3n be lernen Shmmier der ßeufchnft .Ire Lokorno! ve Rubel »ich e ■ iQitffif, aus bn heivorafhi, daß Teiiildilrmb m f«>>a au' ßidierheit an Ctfenbcihnroeien an eruier cteCe fleht. Auf eine ,,Ser Da? Antwort ober üb schieße!" Gntbringer war fetyr sehwerhörig, fast taub: er hörte ben Stuf nufn und begann in aller emutsruhe em Ltreübhcl', i i entkunben. jn diesem Augenblick fraenre auch schon der Schutz und durch das Her^ getroffen stürzte der Tirektor zu Boden. AlS wenige Minuten später seine Frau, die ein Stockwerk böber eine Rück.'ebr «"-warnet hatte, herbeigeilt war, sand sie nur den bereits leblosen frjtper ihres Gatten. Allen wurde !v'ort verhaftet, cbaleich chn offenbar ein Bersch ilden kaum trifft. Tie Polini hat im Hause Rachforschungen ange- stellt, die ergaben, datz alle Wohnungsschlö fer deS ganzen Raufer gr.iau drs gleiche Schloß haben, so datz man mit 'm»eiben Schlüsiel sämtliche Wohnungen deS HaujeS ö’fnen konnte. ipc. Zauder unwelen. Tie eureroilrfie Cniin'obn#n-uoh beflout fifb let'haN über die llnstcheihen. Die feit Icnuierer jtjl m -er «i!leruä» m ae- •abtlidi. allem ansteihalb brr SlüM zu weilen. Au-str ge stub otnr n luäinitx Bedeckliiui aar nicht te«'.'>7. llor eunaeu Taaeu eilt kam e» en einer trioaffneien Räuderbanve und ^.nroreu in ser alleruächüeu Näiie der Siatr ui emei <öruitichen Lchlilu. Ä|id) die 1-iUeiioororie. in brnen die woa badenden Euioraer mobnen, fmb o'i oenua llehfdäürn beworue:er Stäuder c sg eyi. z'tr luna Vii bul Hami?» lehodi war es Brauch eiveirn. den 'Häudern einen ja rheben .ZiibilM in üidlen. ra'ur ■ uRifit ste sich vervstichten. Linvina sell'st imb die uächste Um« iiet nii-i nicht ui de heiligen. Ise jnnaisi>k»sche Reaiernng bat lelö'i» - davon war die Annahme der Uever^a'.le. Ee durne leden^all» noch flfiorn e Heu veraehen, dis es den Tiuvoe» aelwueii ivitb, gänzlict) m|i den veiweaenen Mmnl'cifrt'dieii an zuränineii. ‘ T <* t m ü m d f mit b< rn Tigei In dem uibuarn WtL etjl.i^ ftädtta am Hosgl- ntzust Herrscht, wie auS§.nituita • Tigcr ersetzt bic Bevöllenmg stum in (rn: tuen -^ad: der tcnbL ümmeiiin ] Ract nientanh idn Haus zu pcslai :n uio da • i< man'r ter c.:i itr.u. An. :» der L D.i i :ku ■ u i 5.UL-. bitte mit dec B.stie cm iu>,.'r?rtcir «: ? Abenteuer. in ct:r er Pctm'.’dle sich nud amfjuncf'ten und ceriuchtc in der et ’neiilung her Todesanszst den Tiger zu ertrj i:ln. Seme Be.teidigung war so wirksam, i. < her Tiger wirklich van ihm abLa" und sich ^urückzog. Sch.rec v'rwiuidet blieb der Muli in seinem Blute liegen, aber bic Lebensgefahr ist überwunden. ‘ Tic HeiratSlotteric Aus Newvork wird berichtet: Dem. sorglosen Leben ber lustigen Iunga e.len beS Staates New-Ierfcn soll ein Ende bereitet werden, (rin^außerordentlich iortfchr.Nlich gesinnter Bolksvertretcr hat im Staot^varlemeiu einen icrniani ausgearbeit len Gesetzentwurf vorgelegt, der bi: zwange weise Verheiratung aller Iunggesell n von über 30 fahren und aller Jungfrauen von über 25 Vorsicht. Tie Art. ipic bic nmreiiuiUiflcii Ehekanoidatcn ihre Scbenigefahrtinnen finden sollen, ist vcr'olünend einsach durch eine Art (thelotteri' geregelt. 3n dem (V/Ciei^ntrouri Heißt cs: „3ebc unvsTrHeiratete fvraii van über 25 fahren, jeder Junggeselle über 30, erscheinen alljährlich ror dem Bürgermeister ihr»’--' Wohnortes zu einem von brr Stadt- bchördc festgesetzten Termin." Sind tue ixricheineudeii gesund und lebenskräftig, so werden sie auf der Stell? verheiratet: das gefchicbt in folgender Wciie. Die Namen aller Tarnen und Junggesellen werden auf Zettel geschrieben, die Zettel kommen in Der* »chiedene Aasten, einen Mailvii für Manneruoineu, einen Masten für ^rauennamen. Ter Beamte zieht batm aus dem Männerkasten den SZamcn eines Zunggesellen, der betreffende wird vocgerufcn und zieht nun ieinerfeü> aus dem Aasten mit den ^rauennamen irgend einen Zettel Dies Verfahren wird wrtgefetzt, bis icder Zünggeselle einen Damen,ettel gezogen Hai Tie Paare, bie uch auf diese Weise durch den Willen des Lch'.es^alS „gefunden" hoben, werden soiort getraut Wemi^nach breiiahrigcr Ebe der Bürger - 'um der Verheirateten Nnn Staate keine Nachkommen geschenkt hat, wird die von StaatSwcgen getrennt und ieder Der Ox-- idjicbcnen inub bei der nächsten heirat>Lotterie eine neue Ehe erngeh«! Tee Urheber dieses originellen -setze-. t>-r Abgeordnete Olerrqc W. de üuhne, begründet seine radikale ^ord-rung mit ber Dflicht eines leben Mannes, eine Frau zu ernabren. ^ein Plan hat die Zustimmung oller Jungfrauen von New-Zerseh geiuw- ben und zahlreiche Anerkennun^s schreiben laufen ein Nur die Zungacscttcn ovponiercn: aber um sie günstig zu ftunmcn. ist eine Milderung oorgefehen: Tie Heirat-lottene soll in zwei Klassen gespielt merben. Am ersten Tage {ollen bi? ..Bevor- • gelost werden, am zweiten Tag ..gewöhnlichen" Chekandidaten. Die Bevorzugten atliiduen dann doppelte Lhegebüchren. e Begriffsstutzig Er: ..Heute sind Hagemeiers gc» >en morexn: die Ainder wurden geteilt!" — Sm „Geteilt- Welch entsetzliche Grausamkeit!" 2ürd)lid)c Uadiriditcit. EvaugeusMe vieiiiemoe. Donnerstag den 16. Tezbr.. abends b Uhr, nn MolihäuSfaal 'S i b e l fi u n b e. iBilder aus dem Leden der Avoftel.) Piarrer D. 3 di I o H e r. 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Es können eingestellt werden: a. bei hiesigen Llrbettgebern. 1 Schneider, 1 Putzfrau, 1 Tien'.mädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Tapezierer. 1>. bei auswärtigen Arbeitgebern: Niederlage bei: Wilh. Wirsig*. Seltersweg* B 2. Fuhrleistungen 3. Chaussierungsarbeiten 4. Liefern und Einfahren von lieber- grundungsinaterral 5. Liefern von Basaltfeinschlag 6. Liefern von Basaltgrus Die Verdingungsunterlagen 1 Bürgermeisterei Bellersheim zur daß Sie Ihre Weihnachtseiukäuse in Schuhwaren am besten bei Springmann vornehrnen. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem ,mS so schmerzlichen Bcrlusie unserer heben unvergesi. litten Tochter, Schwester, Enkelin und Nichte Jauchen Hinkler sprechen wir allen unfern innigsten Dank aus. ! Lieferung v n Wulstnaterialicn. Im Jahre 1910 werden zum Walzen der >lreisstraßen des Äceises Gießen 7480 cbm Basalttleinschlag und 2075 cbm Bindematerial erforderlich. Tie Ange- botsunterlagen liegen auf dem Amtsz innrer des Unterzeichneten, Landgraf Phrlipp-Plah Nr. 3, Zimmer Nr. 20, zur Einsicht ber" Bewerber offen. Daselbst können Angebote bis zum 24. Dezember d. I. abgegeben werden. Gießen, den 1. Dezember 195.9. Ter Großh. Uceisbauinspek.or des Kreises Gießen. I. M nöl 1.______________________ Haban Bis daran ge dacht, Einsicht offen. Die LMhW 9on iLhkllffmünzs-Arlieitcl!. Für die Felobereinigung Bellersheim sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden: =—■■■■= Die so beliebten echten Nürnberger Lebkuchen aus der ältesten Scbfüdmerci von Georg («Sven Nürnberg empsehlen zu den billigsten Preisen Gebrüder Adami MäuSburg 14. '6338 ,ons empGef Sie wissen es doch Vergessen Sie das 1 Friieur, 2 Schuhmacher, 1 Spengler, 1 Schmied auf Wagen- bau, 1 Schneider, 1 Stütze, 1 Hausmädchen, 1 Köchin, 1 Flicksrau. Es suchen Arbeit: 1 Zimmermann, 1 Schmied, 1 Schneider, 1 Installateur, zwei Tat euerer, 2 Schreiber, 3 Sattler, 5 Schreiner, 2 Wagner, 2 Maschinenschlosser, 2 Bauschiuner, 3 Weißbinder, 2 Anstreicher und lackieret, 1 Gärtner, Eilendreher. 14 Tagelöhner, drei Hausburschen, 4 Kauffrauen, 1 ^aunnndchcu, 1 Älcidermacherm, 1 Näherin, 2 Dienstmädchen, 2 Haushälterinnen. chte -15 thr, . lf. -tt. ' [Jl v«k ? $: 1. Liefern und Äufsetzen von Chaussiersieinen, vecanschl. zu Bekanntmachung. Tie am 1. Januar 1910 erledigte Stelle eines Kreis st raßenwarts mit dem Litz in Heuohel» sheim für den Warterbezirk 3 im Baubezirk I soll neu ' besetz; werden. Bewerber haben ihre Meldungen bei dem Großh. Kreis- 'bauinfpettor des Kreises Gießen bis zum 24. Dezember d. ein-'.ureichen, wobei Alter und sonstige Beschäst.gung unter , Leuügung etwaiger Zeugnisse anzugeben find. G ie s>e n, den 9. Tezember 19^9. Dn/u Ter Kreisansschuß des Kreises Gießen. _________I. 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Hießt vom IG. d. Mts. an acht Tage lang zur Ein^ sicht auf dem Geschäftszimmer der tnitcrzdchneten Bürgermeisterei offen. Beltershain, den 14. Dezember 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Beltershain. __Bast.____________________6758 Bullen- und Eber-Verkauf. Freitag den 17. Dezember d. I., vormittags« 10 Uhr, sollen ein der Gemeinde Bersrod gehöriger Bulle und ein Eber auf der Großh. Bürgermeisterei zu Berörod, i teile - &tiliiip in einfachster bis feinster Ausführung empfiehlt C ristian Zimmer 6518) Bahnhofstraße 12.___ Wir sind wiederholt in der Lage, als Stiftung eines hiesigen Einwohners 100 Laib Brot an Siadtarme zu verteilen. Meldungen nimmt das Armeuamt. Astcrwcg 9, am Mittwoch dem 15. und Donnerstag dem 16. d. Mts. wälrrend der Dienststunden entgegen. Glesien, den 13. Dezember 1909. Bw/u Die Armendeputation der Stadt Gießen. Keller. I 734] ^.clevhon 119. Prvuwter Versand nach auswärts Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unserer lieben Mutter und Schwester sagt innigen Dam Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Kusche zische heule und morgen cmireffcnb: Pr.MWWTW.UW feinsten blütenhcllen Kablünr kopslok, im ganzen Fisch Pfund 20 Psg., im Ausschnitt Pfund 25 Psg. PraWc Psd. 16 Psg., Rchungcn Psd. 50 Psg. Frische Sprotten W. 50 Psg., 3 Psd.-Aislc Ml. 1.30 Fan eiier Ffeisei- a. wstara Neustadt 17 Gustav Kreuder emp'i.’blt ine unübertroffenen Hausmacher-Wurstwaren, sowie feinsten Schinken, roh und gekocht, alle Sorten rohe Wurst als Zervelatwurst, Salami und Mettwurst, beide mit und ohne Knoblauch, alles zu äußerst 15076 Preisen. 9 Waschanstalt „Schwan“ LieRiigstr. 63 Elektrischer Betrieb übernimmt ‘Jlcüimcti von Wäsche jeder Art. Bei dauernder Behandlung ga- rauliertblütenhelleWäsche. 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