■® Hauöleiler 68 Taschemef «0 Garnitur ( $13 Gabeln Ä ' Portemonnaie $ Ü.Dhd. Handlüjr ZKuchenwage ■Neüm “IN. 0 492 ÄLS'"" 1271 Beltkouer , .3 rtc jtz 53 3<'.vO p i;. 3 K K-nd Lu " Sund 168 8 Ä fite:; 76 51J AAegen^ ’ 90 2g j Lar HerE ÄHs gj-Ksk Igfä-*’* SSwjjffld IZS 133 HauSavothrK 54 Kabarett 355 BogenpeitM 6312 Besen 300 2teihfle 677 WW 1156 Brotkorb 1 öfi i Paar Reitstiktv 1245 Toilettenspiegel ! [ 551 dbotoMvo ' ?28 Kochbuch 420 GarniM Gamr: 608 WeLetuSr 548 1 Paar Manil^ 744 Reibinaschine i» 609 Keckertchr , 257 Flaichenunterix u W Reisetasche $1 $ilb (Sxauurei *» z Lagen m l ftrji !46 5leiliae SßnlÄr $911 Dtzd. Geschiß $70 Pserdedecke 109 Küchenwage 138 Reisekoffer 478 Rtpvlisch 333 Rucksack 323 1 Paar Fahrhmtt 458 Uhrkette CI Weinkühler W Nähtisch 515 Holzstoff-Etmn 130 Taielaustah W1 Paar luvooN 366 Pserdedecke W 1 $Qb. GeschiE 6312 Besen ,, . hfl dktt u V ; an v Nr. 225 Erftes Blatt 159.^ahrqang Saurstag 25. September 1i>08 Der «i-tzener L-Zttger ” 2? _ ö v-zugopr-z-: erscheinl täglich, außer CT @ monathd)7b^D<«tc(- LZMAtfrAiiAi» llttiAiAAi» MvlMM Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen e&s Annahme von Anzeigen tz «ir I • » " u.Land" und.Gerichts- bis mr^Wsuh" Botationsöntd mtö Verlag der vrühl'schen Univ^vuch- und Lteiudrnckerei R. lange. Redaktion, Expedition und vrnckerei: rchulstratze 7. !HÜ^,K?-^°^dn. Amüsante; von chinesischen Hochzeiten erzählt Louis de Canulch im Gil Blas. Die Chinesen verheiraten sich sehr junn imb gehorck-en bei diesem wickstigen Lebcusichrttt mit äußerster Sorgfalt den zahlreichen Riten und Serctnomm, bü ihnen eine uralte Traditron verschreibt. Wenn bte Eltern ihren Sohn vcrl-eiraten wollen, wenden sre sich an eine grmz o fiziell emgesühtte Persönlichkeit, den Unterhändlerber die Vermittlung übernimmt., solche Vermittlung Nt direkt eine nationale Einrichtung, Vaupftachttch grauen nnbincn nch dem Lernt' sie durchreisen besttmmte Provmzen imb kunch chatten da bei bw Schönheit und die guten Eigens chatten der zahlreichen Mädrl«n ans. Sie bringen zugleich tn biese entfernten ©egcnbeii den guten Geschmack und die neire Mode^Sie lehren die Mab=- chen, denen sie einen Mann vertchasfenwvNen, alleKun st- der Koketterie, legen ihnen biac Schichten -schminke ttingrn ihnen bei, die Augenbrauen zu Moar^r unbdieLwpcn rot zu färben, unterweisen sie im Spiel der Gitarre ver sttrmnieln ihnen die Füge, kurz verlern ihi^r a.le die sischen und geisttgen Eigenschatten, die Die Frau em cs vornehmen Mannes haben muß. Öat die VermMle^ die Fanntten des Bräutigams und der Auserwablten bekannt gemacht, dann em^ sängt sic die „padie" der znkunttigen, Eheleute, ba* imb zwei große rechteckige rote Papierbläiter, aut denen .came, / durtsort und Eigenschaften der beiden W^A^te MilMchri den sind. Nun wird ein Wa hrsag er bmiulttert Er stellt aus den „padze" das Howskop, derechirtt.den,Erns luß des Mondes und der Planeten undU^„ die Aussichten auf Eheglück. Trifst dann ist das schwierigste Oindsrms der Bcrbrndung beitihgL Wem sehr am Zustandekommen der Ebe H^g^ M b^ .lenk root-,1 auch durch eine ftemc Bestechirng da- S^al der ^stirm zu seinen Gunsten. Aber wehe! ^n, der Z^rsager schieche gÄaunt ist, wenn feine Opiumpferfe keine Sri sein Tee schlecht schmeckt oder irgend cttroS anderes den heiligen Viann ärgert. Dann findet nch, M dsn Soroikv. rnngm Mädchens ein Besen, das untrügliche -Archen Heck, eüte kupferne Base, die kiditi mmgen §h^atter an^gt, rät Gewand aus Vans, das Vorzeichen emes gewattiamen -wde-- Dann werden alle Verhandlungen abgebrochen.^erklLt Verhandlungen aber zu glücklichem Endegebiehen, dmm he »ie Srnnittletin ete Äldsumm- für „Sofien der Sr-iehuns mrd Geschenke. Nun erst werden die beiden Verlobten, die bisher -■ davon wußten, mit dem Heiratsplan bekannt gemacht, x > Die heutige Nummer umfuht 14 Seiten. Politische Wochenschau. Gießen, 25. September. Bei der Erinnerung cm die letzten Novemberereignisse, die durch den Streit der Parteien wieder aufgewühlt worden ist, drängen sich neue Betrachtungen auf, die psychologisch vom höchsten Interesse sind. Wir haben das Gerücht mitgeteilt, wonach Fürst Bulow von einer Kamarilla gestürzt worden sein soll, an deren Spitze Fürst von Fürstenberg und Graf OpsterÄwrf, Freunde des Kaisers, gestanden hätten. Fürst Bülow, von einer Berliner Korrespondenz darüber befragt, hat telegraphisch geantwortet, das alles sei glatt erfunden. Wir haben dies gleich vermutet, und bringen auch allen sonstigen „Enthüttungen" über die November tage die stärksten Zweifel entgegen. Es war auch die alte Deutung wieder aufgetaucht, der Kaiser habe Bülow gegrollt und heimlich seinen Stuvz gewünscht. Alles sind Kombinationen: was Kaiser uno .Kanzler im November mitein ander verhandelten, ihre innersten Empfinduugeu, Absichten und Auffassungen, sind noch hinter einem dichten Schleier verborgen: erst die Zukunft wird es an den Tag bringen. Besonders der Kaiser Ijat sein Innerstes verhüllt. Er, Dem sonst das Wort auf der Zunge schwebt, hat sich über das, was ihn selbst anging, in tiefes Schweigen gehüllt. In diesem Punkte hat er alle Erwartungen übertroffen, sich als eine ungewöhnliche Natur gezeigt. Ist er nach den Erfahrungen des Winters ein Anderer geworden? Niemand weiß es, denn seine bisherige Zurückhaltung in der Oefsenllich- feit beweist nichts für sein Denken und feine Ueberzeugungen. $r hat, so hieß es, den Kanzler gewählt, den Bernhard v. Bülow ihm vorschlug. Herr v. Bethmann-Hollweg wird bald erfahren, ob das „persönliche Regiment" zurückgedämmt worden ist. Einige bekannte Seiten seines Wesens hat der Kaiser in. diesen Tagen wieder aller Seit gezeigt; er hat feine Reden und Kundgebungen um charakteristische neue Veröffentlichungen vermehrt, und sie deuten darauf hin, daß er im innersten noch' derselbe ist, impulsiv, auf Vrachtentfaltung gerichtet und geneigt, auch politisch seinen eigenen Ängebuugen zu folgen. Es wurden Feldmarschütle ernannt und, so hieß es zuletzt, der König von Sachsen wurde plötzlich ersucht, die Abzeichen eines Generalobersten anzulegen. Das sind Dinge von minder wichtiger Bedeutung. 3n München hat der Kaiser durch anderes Tun Die Aufmert- samkeit auf sich gerichtet. Er hat bei oer Eröffnung der neuen Schackgalerie fein altes Kunstbekenntnis, _in etwas milderer Form wieder abgelegt. Die moderne Kunst g h ihm -nicht ideal, nicht phantasievoll genug vor. Hoffentlich wird Ler Herrscher auf Grund dieser Ansichten, die ihm niemand rauben will, nicht mehr, wie früher die Kunst Deutschlands kommandieren motten. Ein anderer, größeres Aussehen er regender Schritt: der Kaiser hat in München Dem Sahn des Lumberländers ein freunDliches Entgegenkommen gezeigt. Der junge .Herzog Ernst August, der erst vor kurzem in Die bayerische Armee eingetreten ist, hatte, so heißt es, den Wunsch laut werden lassen, Dem Kaiser sich vorzustellen. tzS wurde ihm eine höfliche und cntgcgenfommcnDe Antwort suteiL Der Kaiser schüttelte Dem jungen Wclfenvrinzen herzlich und sreuuDlich Die öanD, und man darf daraus wohl schließen, Daß Der junge' Herzog einst allen Bedingungen unD Voraussetzungen genügen wird, die an die Thronbestci S Durch einen Welfen in Braunschweig vom Deutschen e gefordert werden müssen. Gegen eine solche Lösung Ler braunschweigisaien Frage märe Dann nichts mehr ein äutocnDen. Der Kaiserbesuch in München, die Heranziehung Ler bayerisch en Truppen im Manöver haben einen Verlauf gehabt, wie man ihn im Interesse des Reiches sich wünscheri mußte. Das berüchtigte „Bayerische Vaterland" hat bei diesem Anlaß freilich wieder einmal kräftig ins Horn gestoßen. Es erzählt, wie Golt den Preußen aus dem Modell eines Juden zurecht gemacht habe, um zu zeigen, „wie ein z'widerner Kerl aussieht." Diese pöbell-aftcu Ergüsse gegen „Juden und Preußen" sind aber mehr zum Lack)en als zu ernsthafter Würdigung geschrieben worden. Bemerkenswert bleibt freilich, daß das „Bayerische Vaterland" das Sprachrohr katholischer Landgeistli der ist . . . Der Reichskanzler, Herr v. Bethmann-Hollweg, der nach Wien weitergereist war, soll, von einem neugierigen Aus- frager allzu eingehend über die deutschen Ziele im Orient ausgeforscht, geantwortet haben: „Man werde ja sehen und hören, und bann werde sich's zeigen." Ist die Antwort in dieser Form erteilt worden, kann man nur heiter Damit zufrieden fein; denn die deutsche Politik im Orient und Der Habsburgischen Monarchie gegenüber bedeutet gegenwärtig ein vorsichtiges Forschen und Abwarten. Mit Den Erklärungen über unser Verhältnis zu Oesterreich, die Herr v. Bethmann Wiener Journalisten gegeben hat, wird er wohl auch nicht seinen vollen Gedankenschatz preisgegeben haben. Es sind freundliche Phrasen gewesen, über bereu volle Zweckmäßigkeit man streiten kann. Hoffentlich hat der Kanzler tiefere Einblicke nehmen können in Der Richtung dessen, was wir von Wien zu erwarten haben. In die letzten Hoffnungen über die Anbahnung eines Verständnisses zwischen Deutschen und Tschechen ist schon wieder ein ftarfer, kalter Reif gefallen. Tie Verhandlungen wollen nicht voran schreit en. Das unaarische Kabinett ist zurückgetreten! Warum, ist noch nicht völlig klar geworden. Der Ministerpräsident Wekerle ist in diesen Tagen mehrmals zu Audienzen beim Kaiser Franz Joses von Ofenpest nach Wien gereift. Die ungarischen Parteiverhältnisse sind zerrissen und waren ungermß; die Wünsche, die in Der Heeres- frage geäußert werden, finden in Wien fein Ohr, und im ungarischen Ministerium selbst, das Wclerle ücrlreien sollte, waren, wie es sck)eint, im letzten Augenblicke gleichfalls Mißhelligkeiten ausgebrochen. Was nun werden sott, darüber wird in den vorliegenden neuesten Meldungen noch hin und her geraten. Der Kaiser und König hac bisher noch feine bestimmte Weisung gegeben, und man rechne> mit Der Möglichkeit, daß an das bisherige Kabinett Die Aufforderung zur Weiterführung Der Verhandluugcn geriet/et wird. Ein Hexenkessel, an dem Die beste Zauberkunst nicht zum Ziele iommefi kanu. Es giebt vielleicht nur noch ein einziges Unternehmen, das eine ebenso große Kette von Schwierigkeiten bietet, als die Krise in Oesterreich-Ungarn: die Bemühungen der Spanier im Nissgebiet. Tagtäglich lausen Meldungen ein, die Spanier hätten kleine Vorteile davongetragen, aber wo das Ende isi, kann man nicht abschen. Rach einer neuesten Meldung aus Paris bezweifelt man die günstige Stellung der spanischen Truppen und hegt den Verdacht, daß Die amtlichen spanischen 'Meldungen unzuverlässig sind. Das kriegerische Vorgehen Der Spanier, das ursprünglich nur als eine Bestrafung für Angriffe auf Landsleute gedacht war, hat sich zu einem höchit unbequemen 'Äuertllakriege ausgewachsen. Nicht nur, daß die heimatlichen Verhältnisse auf der Pyrenäenhalbinsel selbst bald revolutionär erschüttert wurden, auch in Marokko wurde die Lage immer bedroblieper. Tie marokkanischen Rotjacken, die sich nie recht Dem FeinDe stellen und das schwierige Gelände geschickt auszuttutzen verstehen, bieten einen hartnäckigen, crsolgreichen Widerstand. Muley Haftd tyru zuletzt noch gegen Das Vorgehen Der Sitte muß die Brautmutter Der Tochter eine Aussteuer mit- geben, wenn sie keinen Sohu hat: um Das zu umgehen, nehmen viele Chinesen eine Waise als Sohn an, um Diese Ausgabe zu Dermeioen. Unter tausend Höttichteiten, Komplimenten und zere- moniösen Gebräuchen ist endlich Die Sache so weit gediehen. Daß Der große Tag Der Hochzeit herannaht. Beim ersten Hahnenschrei begibt sich Der künftige Gatte, von allen männlichen Verwandten begleitet, nach dem Buddhatempel und lteilt vor dem Altar des Gottes seine Geschlechtertafeln auf, um sich die Ahnen gnädig zu stimmen. Tann geht Der Zug zur Wohnung bet Braut, am hellen Tage von Laternenttägwn geleitet, die eine letzte Erinnerung an den alten Gebrauch der Nachtheiraten sind. Im zweiten Hof ihres Hauses erwartet die Verlobte, schwer mit Schmuck beladen, einen Blumenkranz auf Dem Haar und unter Dem weichen Schleier das Gesick)t dick geschminkt. Die Ankunft des Bräutigams. Der Bräutigam überreicht zunächst Dem Schwiegervater eine wilde Ente, Die in China das Symbol der Liebe und Treue ist, dann treten sich Die beid u neuen Ehegatten zum erstenmal gegenüber, grüßen sich feierlich und knien nieder, um Den Himmel und die Erde anzubeten: sie sind nun für ihr Leben vereint. Tann steigt jeder Der beiden Angettautcn in eine schön geschmückte Sänfte und nun werden sie in feierlichem Auszug durch die Straßen getragen nach ihrem neuen Heim, wobei ihr ganzes Mobiliar hinter ihnenher- geschleppt wird. So wogt eine bunte Fülle von Gegenständen hinter ihnen her, das Bra.::bett neben einem Vogelkäfig, Kochgeschirre neben Lampen, Stühle und Reissäcke — alles wird mit feierlicher Würde dahergebracht. Vor dem neuen Heim ^an- gelangt, schlägt der Gatte mit seinem Fächer gegen Die Türe Der Sänfte seiner Frau und lädt sie ein, mit ihm das Haus zu betreten, wobei wieder eine Unzahl tiefer Verbeugungen sich vollzieht. Ein kurzes Festmahl wird eingenommen, dann sind die Ehegatten enblidi allein. Sie sitzen einander gegen über, eine Zeitlang im timten Stillschweigen verharrend, wie es die Wohlerzogenheit gebietet, bann erhebt sich ber Gatte, ver- beuot sich und reicht seiner Frau eine Tasse Tee, aus ber beibe feierlich ihre Lippen benegen. Darauf tanzen sie mit langsam gravitätischen Schritten vor bem Altar Der Ahnen einen seltsamen Hochzeitstanz, werfen sich breimal nieber, wobei sie ihre geschlossenen Fäuste in Die Lust heben. Endlich wünscht der Gatte höchst emsthast ''einer neuen Lebensgcchhrtin eine große Nachkommenschast . . . Damit endet die Zeit ber Fugend und Des fröhlichen MäDchentums für die Frau, benn bie Ehe bringt ÄtecÄfchaft und hatte Arbeit. ©panier bei Dem Diplomatischen Korps in Langer Verwahrung eingelegt. D!och verlegenem Sckiweigen Der Ge fausten bat endlich Der französische GZandie ein Rundschreiben erlassen, indem er seine Meinung Dahin tunbgibt, Spanien und Der Sultan hätten ihre Sack)e selbst miteinander zu regeln. Man Darf wohl annehmen, daß feine Der frem Den Mächte vorläufig Lust hat, Muley Hasibs Rus zu folgen. Erft wenn Der Sultan feine Drohung, Den Riftabylen Hilfstruppen zu schicken, verwirklichen sollte, würde Die Lage eintreten, baß nickzt mehr Die Marokkaner, sondern Die Spanier Der Hilfe beDürfcn. Dxrr spanische General Marina torrb nach Den Berechnungen Des italienischen General- stabshauptmannes Marietti, Die in . /er neuesten Nummer der „Grenzboten" teilweise wiedergegeben werden, gegenwärtig im ganzen etwa 40 000 Mann zu seiner Verfügung haben. Falls Atuley .Hafid mobil machen läßt, werden Die Spanier sich einer großen Uebermacht gegenüber sehen. (Ein Nachspiel zum Naiserbesuch in Mähren. Im mährischen LanDtag hat ein vorlauter Tscheche Kritik am Besuche Kaiser Wilhelms geübt. Wir erfahren bei Dieser Gelegenheit, daß der Bürgermeister von Groß-Akeserttfch, der tatsächlich bei der Begrüßung Der tschechischen Sprache sich bedienen wollte, vom Kaiser eine Zurückiveisung erfahren hat. Der Vorfall ist in den amtlichen Meldiuigen unterdrückt worden, und auch die Ijeute durch das Wolifsche Bureau verbreiteten Nachrichten bringen keine Einzelheiten dieser interessanten Vorgänge: Brünn, 24. Sept. In der heutigen Sitzung des Landtages übte der Sozialdemokrat Reichstädter bei der Verhandlung des Dringlichleitsanlrages betreffenD den Protest gegen den von der Regierung beali- sichtigten Mittivnenauftvand für militärische Zwecke in ungeziemender Weise Kritik an dem Besuch des Deut» sche n Kaisers anläßlich der Manöver in Groß-Mescritsch. Ter Wgeordnete protestierte gegen die angeblich) beleidigende Weise, in der der deutjche Kaiser die Aufwartung des Bürgermeisters von Groß-Meseritsch zurückgewiesen habe, weil dieser den Kaiser in tschechischer Sprache hätte begrüßen müssen. Landeshauptmann Serenyi von Kis Sereny rügie die Angriffe Reichstädters und drückte sein Bedauern Darüber aus, daß derartige Aeußerungen im Landtage gefallen seien. Statthalter Heinold v. Udynsli schloß sich als Vertreter Der Regierung dem Proteste des Landeshauptmanns an und sprach ebenfalls sein tiefstes Bedauern über die Aeußerungen. Reühslädters ans, die Der Meinung Der Bevöllerung widersprächen, wie Der Dem deutschen Kaiser jungst in Mähren gewordene Empfang beweise. Prag, 24. Sept. Auch bie heutige Obmännerkonferenz sämtlicher Parteien des Landtages ist ergebnislos verlaufen; dennoch sprach der Oberittand- inarschall die Hoffnung aus, daß es trotzdem zu einer Einigung kommen werde. Ein schwc-lichchollSndischrr Uonflitt. Ein eigenartiges Mißgeschick, das wohl einzig bastehen Dürfte, ist nach bem L. Anz. einem havarierten schwedischen Unterseeboot in holländischen ( ewässern begegnet. Es war in Gefahr, wegen Differenzen über einen Bergungslohir durch einen holländisch en Rechtsanwalt mit Hilfe eines Gerichtsvollziehers konfisziert zu werden. Da das Unterseeboot sich im Dienst befand, es sich bei dem peinlichen Vorgang also um eine Nichtachtung Der schwedischen Kriehs- flaggc handelte, bürste die Angelegenheit auch die Regierungen Schwedens und .Hollands beschäftigen. Heber — Sarai, Bernhardt als Jungfrau von Orleans. Aus Paris wird uns berichtet: Tie neueste Sensation, mit Der Sarah Bernhardt Die Parder überraschen wird, ist ein vierakuges Projadrama mit dem Titel „Ter Prozeß der Jeanne d'Arc", ein sehr merkwürdiges Werk von Emil Moreau und von — Victorien Sardou, der wenigstens seine Ratschläge dazn gegeben hat und der sich bis zu ferner Erkrankung sehr leb- hait damit beschönigte. Tic Heldin des neuen Stückes, die natürlich Sarah Bernhardt selbst verkörpert, ivird nur m den letzten Stunden ihrer Alärlyrerlaufbahn vorgesührt. Ihr Prozeß und die mannigiachen Wechsebälle, die ihrer Berutteitung und Hinrichtung ooransginqen, werden mit größter Treue dargesteklt Auch Die Richter und vor allen Bedlord, der Gouverneur von Rouen, auf den Jeanne d'Arc einen faszinierenden Einfluß ausübte und Der sie gern von Dem Scheiterhaufen gerettet hätte, spielen in Dem Drama eme große Rolle. Die Uraufführung wird wahrscheinlich im November stattfinden. — Einaltorientalisches Märchen vom lenkbaren Luftschiff. Wie lange schon das Problem, Die Lüfte sicher durchqueren zu können, Die Phantasie Der Menschen beschäftigt hat, zeigt ein Märchen, Das sich in. der orientalischen Sammlung „TausenD und ein Tag" findet. Es heißt „Tie Geschichte Maliks und Der Prinzessin Schirin" und erzählt von einem Kaufmann aus Surat, Dem ein GastfreunD als Gegengabe eine wrmDerbare Kiste konstruiert, in Der er «auf Dem Luftwege sicher und gefahrlos jede Reise unternehmen soll. „Glaube nicht", versichert Der kunstreiche Verfertiger, „daß hinter Dem, was Du gesehen hast, ein Zauber steckt: nicht durch kabbalistische Worte, noch Durch Die Kräfte eines Talismans erhebt sich Die Kiste in Die Luft; ihre Bewegung ist vielmehr bas (H:gebnis der itrunberbaren Kunst, wie sie Die Lehre von Den 'beivegenden Kräften erzeugt." Nun verstrickt der Dichter Den jungen Malik in allerhand Abenteuer. Er führt ihn aus dem Luftweg bei Der von aller Außenwelt streng abgeschlossenen! Prinzessin Sckftrin ein: ja er läßt ihn — ein frühestes Beispiel von Luftkriegtaktik — das Reich' ihres Vaters durch einen nächtlichen Steinhagel gegen heranziehende Feinde verteidigen. Tie anziehende und aktuelle Erzählung ist enthalten in dem soeben erschienenen „Insel-Almanach für 1910" (Insel-Verlag. Leipz.g, Preis 50 Psg.), der wie feine Vorgänger einen reichen Inhalt an Text und Bildern bietet — Ausland. grobem Interesse entgegen ted geklagt loarni, .>u Zwangsarbeit von vier bis acht Jahrenlheim, Ui Zentner Baltd noni Veh m toachel. 1 n onnte twort kan ja »u tk feu in ’ÄnrrnLi venmrhtdn in »wc hohem '.’X’afcr Zähne halxm, ihr ^IboDttr»- .Herland ui brr Gröhe und Macht ui den <*noffcit v »engsbach idbft rrrrutKii- Lein verurteilt. Aus K n m in e n e p a c a e ( htupfen Xiorb Rosebern ist in Bal moral zum Besuch Königs eingetrosfen Rach zweitägiger t^richtsverhandlung bat das Äir >utb uir. • iui .Vw ir Der Ekdcrfcider An Ns em vharma^euuiche Chemie und Rahrungsmittelche»« Z< stad Reift in Marburg ist al* AbteilungSvorsteder für pharmazeutnche Chemie am chemischen Laborarormm Irr llniversiiat Gießen al* Rachsolqer von Ii C4hir tvUrr in Aussicht genommen Xr. Reist war früher .ifhftrni bn «12 .L .1) . • ' 4,.... ** • .«BM 'l'.vrkttF miA 1 Ml f I i auf seiner Verhaftung zu bestehen, ionbern ben tooiwrr >. ch Cngeldt Ümil Sdinetber in Herbstein. '» vor allem ideelle Monrrntc, die unser reges Interesse an der 'Ju-tonarfrr Rri.-t wachrmrn. 'icbcn der Bewiindernni für Die ainimnbaitlirfint Leistimgi"U, btc eine nndrngsanle Tatkraft und Shastensfreudiz * ' haben, ist r* bas BewuKts.ii', schuld an dem Morde gefunden und daher beschlossen, nicht kereidtrektor Jods Bill I in Ried r Geisel. ft cm, R Landwirt Pei Qarl Mosche roß^^ iTortelwetl. 9 Landwirt Rrrb trrutrr «n P c I io Landwirt vyD Reed in i»rdenhau .u. 11 . andm rt drwt I ifm. 1 / ftniiländischen flainp|f»oraaniianon der Lozialistenpartei, I Edel in Gietze». l i Rentner vd Roth - in Ridda. >4 ^rrt- welche der Borbereitung des bewaffneten Au-.«stmides an „er Jak Heller tu Ltch. L> Landwirt A '»aiffi in *lrp?** Irrst «e gewünschte wlegenbeu erhalten, ferne Be hauptung vor <*c rid) I ju verantworten^ ^um R e t ch* t ag s wa d l ka m vs in Halle kündigt die konservanve .^«NescdeZta ' an. der dortige konser- oatioe Verein werde iwersel'.e bee Loiung 07uSgeden, für den liberalen Kandidaten Reimar- e»nzurret en Borausiedung fei, bob tii.ir.anr Hd) zu idlidit*- losem »arnpf gegen die -e^ia'd rrpkratie verr ditr Ter frühere rrrtimmge Rccnct'qsadgeor?ne: ^no Ao- aeordnetc im fltofchet^ogl tcMAdji tidien Landtag Lil Helm Casselmann ist. wie aus Eisenach gemeldet wird, am ii.3»nw fr erichunert «S Iw !** ^.abrrwrt.xx rr.» 5n tmchee e, ben sittlich Dcrfbewewn #rttm*n*. ict tausch der übfuln-n calute mit den üuftmfort* und ben im Hafen, . wl . ,, liegenden amrrifand(b*-n unb n.inbt'chen )lnrn*fcbifkn sind die -ur nadiften ' ertt1»t*verhanblung ui veranlassen Regierung bat de bnd., 2- . 'd in Vlams. --- -------c>e„ Oktober, den la-' t ! - ■ > • : ■ - Wf 'fdB Per besuch ÖCS Zaren beim Sultan. IkeitSerklSrung Bulgariens, in ber .^arniirabt M3tlh Lehr tn Ruppertsburg er. ... .... . Manat I^knowo prunkvoll zu ».n.tn nn> " 3tabttbcatc: i dem,Lom'ncrttacht«r«^W den ^ulwn^ tm^Bosroiu*' besticht wns lationalseiertaa äu proflnimeren Tie königliche Familie m?t dem am Jeettag. 1. Chobet, btc eeu< Bpifljnt c. • I - an ber ^cier in . r- •• b für 'Jleunnfhibicrungcn eure Anzahl älterer ®fdi • •' 1 ; ' hut.-.b ...... ~ »i. i x - *, , , va; ■ • t ’ imom n. B " '<".n ".. X! Wgmwh acncmmcmu i-.'ifr nach Italien mit als r* mt h-nb ur Ihntel I UÜS UrtCll IN Ott SchUulN^ klssare. LwSuh/r 7 . n C'arki Irr Traum em "rben es eel :Ncaciuna 2<‘. rfnalntcn nach dieser Rtchtung wetdxn sich icbotb I _? * i Zulto. Nomsdie der Errungen und lartüff. Uon *xn mcvt narben, ha her Betuch kaum eine 3cunbr übct(d)tnten unb | X »e wa besprochene AftSre be* ctymuhtni racrmeiner* I Werken kommen in rtrage: Stützen der «V.'sellsthafl. *.* her Bar den hoben Uvn>:ann!u>pd» nicht betreten wirb Tie t»n Vur-m Tr I merSholm. Preztoso, Mennonit. Bauer als MilliaaLr. Ha*- i m N..NN. T-chl». T „ ..... I * r. nbe unb Revisor. Erwöbnk " 2^rd, woran' bei '*e„cnbcuch aut tv. h!Dt am ..standart 1 Rcq,ernna*prä'rdrtitrti ein BrwrtS erteilt »w>rt*u. brn-bn Cber |tz„ (irsffnungtzVorstellung zugleich bw erste VorsteßMz liegenden Suita- .lacht .Ahtn'aul" stnmndet An rocip-tcn C*mo-| I"» .srritaqSabonnement i(L ' »st nur h lurnDtriin Wie morarn ihm WiUtU lew*. k.. a>flj ^rd des CbcrrertDoiruiio*icndx* au. das am 21 > M aufma. suhl x.er Turnverein t).d morarn zum a.nylu, y । ' _ __________-____i_ — I mit der ^che iu 1,'cha»: gen Au' B«-ranla"una des Beneibtarts I eesolgretchen Som-nertätigkeit fnn Abturnen ab. b*9 fleiitlebe* Heirh mer und ,3bgl«tt H Da* LandcSkomttce ber beffif dien 3 e n • L.u rrtrrticn. bat > m btricn auf -und wtnoo Bu'v T . ycetlocctnlung rottb em ?tbcnb tn vetb r . . krumSparlei wird vormiGlichtlidi irnbe Chobcr eine! Realien m der inneren Benvaltui q Lreuens" cnaclc irt worden I Ronjert unb lumertfa>en voNuhrungen votgenommen. ww* Sitzung abbalten. tn der die politische Lage in Hessen und rat vi wt »oeausruschcn ban mit dem Urteil tn be-.-. Ti> I stch noch em Tanz anrethl. die de» liessischen ihimmcr vorliegenden dßesetzcntwllrfe de-l iivkinarvr ahren auch bas m der Be,chwerde-^i"iani scoeben l •• An - unb Abmeldung der Lehrlings zu' «uf He Sd,Wfunfl in bet lHb,rk»,r bm.b.un,,aed.<. L sen^Brnaniinlung. cutdi her so^ialdentokratische' ~ • . — — . Reich Stag Sa l geordnete Hengsbach l Xinsburg Mülheim) habe Abnlidie Tinge toic Schack begangen gestrigen ifreitag gestorben Sie txe „Schief ^ig ' natledl. soll demnächst, unr zwar noch tn diesem Herbst, ein allgemeiner kon - Kfern'“«ir’.ioale'n" rr i c r"s.e t»i war. bot ein Cfft-1 i e r d a 11 d e t Parteitag zufammer treten 2<ü>« iollcn AUT ot* umeikeboot^ een in de5 7rischloggerö eine Lrgan.sanonsfragen erbrtcr: kd aerinae Entschabiaung an, welche der Holländer aber die polttuche Lage^ Der xiiupltnloftgreu , die seit ?edoch flal* der qcr-: h?cn Brreindarung zwider ab» dem Au*,chechen der ^^ltchsohialen im konservativen lehnte Als der Logger am Irenstaq bte Rerfe fort- Laaer eine unbekannte Erscheinung gewesen feu nci&lc ein setzen unb das schwedtsllnterfecbool Dcrabrebetermafcen Cmbe gemadit werben. »-<«;<* n ad) frort ban Holland schleppen wollte, kappte Die au* Dan Aifligemelbet rtnrb, krtbu tuHifA ho a l en" da* Schlepptau und dampfte mit eiacner Bolizeiamter un .3u'ammenbang mit bai*on(t>nHCTi Äraft fort Später wurde aber an. hoher 5ee da» Ruder de* Po'-ner Vereine* für brr , jwalen" schadhaft, so dah e* roeüer nördlich mit ötlfe Ideutsche Luftschiffer und ehe 11 ig t z » ®’ e nj des bo! Ui7.cn »chen L'l pperS,.^schvloeg" nach humiden bug ! sobald sie emen Ausweis vom deutschen c^irnerolronsulal in fiert werden mutzt- .sobald di? Reederei des Loggers 1 TunAlg mit sich fuhren , .Ciba klbrtana" erfuhr, datz .A valen" in humiden ein- getroffen war, entsandte sie den Rechtsanwalt Doktor Tideman nebst einem chencht* Vollzieher nach I Die Diener ..Polirtfihe lborrefpvnbenz" nrvCirt: Die nran Bmniden, um da* schwedische Unterseeboot wegen Sontrakt- ^u* Rom berichtet, sand dort tue amtlnhe Dtuteilung, brudi-5 gerichtlich mit Beschlag AU belegen ^cr Zusammenkunft des deutschen Der Anwalt behauptete, datz das Unthrsceboot kein voll aus- Reichskanzler* mit dem totalen ü Achren thal wurde, eine sehr bas Schlepptau böswUliaenoeife gekappt hatte. Der »jm- lntfnbfn stellen, mir in politischen xreikn überhaupt, ist toeh Rat Schmidt am 'Harburger pbunnoArut • • -i n» ment baut verjagte Xt. Xibeman und den toe- ^^n der Art. in welcher dabei Italiens gedacht wurde, sehen Institut 1RV» wurde er ertter Assistent der brok'ler richt svollzieher von Bord und reiste sasort mit angenehm berührt, und äutzerl man sich austerst berriedigt Edamer am pharmazeiUischen .Institut iu Br« au ni dem konsttl noch i- luniqut* bezüglich d • . । ,t ocn beide innere Itüt daselbst für pb. dtjvun^t ingcii enthalt Ter Reichs! "" vt v.ir vrntt» | . < Haft) ’ 0M - ,st er beurlaubt und wohnt in «arh«G • .MM*- —■ mehr eine längere Depesdie an den holländischen Minister des Aeutzern, worin er bat Sachverhalt nritteilte und aus- f-.^rrr, er l>abc fid) geirrt. Ferner bot er bein ffvm- inuudanten der Avalen" seine Entschuldigung an, welche dieser zwar für sich perfonLid), aber nicht für die schwedische '.'lation anzumhmen erklärte Der we iteren Entwicklung der Angelegenheit sieht man in Rotterdam mit , i v 11 • I lUU • • L |* >4 k• I .11 11* * v III 1111 I* I L l * f u 11 > । i vaf v* <■> •’» v • i • - ~>J ist ec beurl.iubt Tie Teputicrtenkammer m Luxemburg Hai die Bor- —Ordensangelegenheit. tt. H. der i*r*tz» läge über die Besteuerung von Zundwaren undlherzog Haden dem ordentlichen llnioerfttäUptofefior Dr. ti. Beleuchtungsmitteln nach bem deutschen e - L» t f c d ui» zu Dietzen die Erlaubnis zur Annahme und zi-, setz mit 28 gegen 13 Stimmen angenommen Trogen des ihm verliehenen-Offizierkreujes des Ce»tem^ lai dänische Folkething nahm am Jreitag un-L* W* bemorraten, ber «atitakn unb einige Summen btt «Hed.ten ™er tel au, fern 9lad)iu»en, unter «nerfennung - «r an Damit sind die sämtlichen £anöc*pertcibigung*gcjefce langjährigen treuen Tiensle. — v rlcbiqt find vom Reichstag endgültig angenommen i Lehrcrstelle für einen cvanq. Lehrer an der Bemeind ck - ? Tie englische Regierung gab am gestrigen Freitag an- Lu Nieder-Ramftadt: die Lehrerslelle für einen twn^ latzlich des Internationalen P r e j f e to n g r e | fe * Uebrer an der Demeindcschiile zu Sicke „darf. in Hampton Lourt ein Frühstück, an dem etwa 500 ••(y«nc Manöver-Hoflafel fand am Xonneit:ii Journalisten teilnahmeii Ter erste ttonnnissar für Ar- I Lchj^tz br* RlanSoers im .Beruh. Hof zu Vi m b11< baten unb ofienttutteSautcn y« r r o u r t. braebte einen . tomnmnbiermbe (Iknrtaf. ionne bie fenente Xrinkipruch am den ttömg au*, in dem er sagte, der «eriede »t erbt Iw urig von den stönigeii besser gehütet, al.' von '"'d Stabsoffiziere de. .5. Tiviston Emladungen^erhaUeU den Mabmettcn. In dieser Hinsicht fei Simig Eduard ber I ■ ntten und der auch die'^ravherzogui beiwohnte. Xie* V * >t. Karl Tlofdicroiö: .tautet in Vißi ifcii, 11. LandMt Wl ^bibliotbekar Tr «J tb •?. in ^dt>a, 14. :t A. Hais er in -k in Griedel, l'/C] tiM 18..LaSE ^rqermciiter Kan r».| tifh Laos in Frie^W Äerg, 22. M i NtwicdermD, -J erbstcin, 2a.Gnt^ Kaufmann ?vtip -'i fr $röiewm,"| > in Grainfclb, ä -J äsen, 30. MgemH m Zoimnemachtst»1 neue SMit mH «e Ai°h> 1,1 '“L ■n seien genannt. Oj- r» b lortüff. ®’n “jj itr @»6» 1 ®Ä d°- '"tif S6iibl?-i1 <• l LZO ! noit dew ... <*«**, = Großen-Linden, 24. Sept. Am nächsten Sonntag, 26. Sept., findet da? Abturnen des Turnvereins .roßen-Linden, verbunden mit VereinSwetturnen, statt. Iich wird zum erstenmale die von G. Klingelhöfer auS- ,bildete Damenriege zu einem Reigen auftreten. Offenbach, 24. Sept. Das neue Gymnasial- -ebäude, dessen feierliche Einweihung heute stattfand, >reichert unsere Stadt um ein höchst wirkungsvolles monu- entales Bauwerk. Es liegt in dem modernen südöstlichen -iertel und ist u. a. auch von der Bebraer Bahn aus sichtbar. ,'rch den in der Bauabteilung des Ministeriums entworfenen ifäncu während der letzten zwei Jahre unter Leitung des roßh. Bauinspektvrs Neuling errichtet, ist es in Begehung auf zweckmäßige Durchführung, stilvolle, künst- irische Ausarbeitung und günstiges Verhalten Mischen istenaufwand und Erreichtem eine Musterleistnng neu&ctt» d)en, einheimischen architektonischen wie kunstgewerblichen irmens. Die Anlage besteht aus einem Hauptgebäude iit zwei vorspringenden und einer die letzteren verbinden- eimatsliebe, Menschenliebe und Arbeitsfreude" sich verbreitete. Weitere An brachen hielten der 2. Vorsitzende des Gesamtvereins, Dr. '.cheibel-Schotten, der Vorsitzende des Zweigvereins -ießen, Redakteur He ß, und der Vorsitzende des Zweig- nereins Lauterbach, Becker. Vom Ehrenvorsitzenden des l'»csamtvereins. Geh. Oberforstrat Diesenbach in Darm- siadt, der am Erscheinen verhindert war, waren telegr. 1 -lückwünsche eingelaufen. Es sollte ihm bei dem Feste die Urkunde über seine Ehrenmitgliedschaft überreicht werden, bte von dem Frankfurter Künstler Theodor Braun aus geführt wurde und folgende Inschrift trägt: „Der Vogels berger Höhenklub ernennt hiermit nach einstimmigem Be- Ifshlnß der Hauptversammlung vom 6. Juni 1909 zu Franl- f’trtu . M. seinen langjährigen Vorsitzenden Herrn Ober forstrat August Diefenbach, der mit unvergeßlicher Liebe !>iid Treue seines Ehrenamtes stets waltete, in dankbarer .lnerkenming seiner Verdienste um den Vogelsberg zu seinem IEhrenvorsitzenden." Darüber befinden sich Abbildungen der beiden Hauptwerke, die unter Tffefenbachs Vorsitz sich ent ickelt haben: des Bismarckturms auf dem Taufstein und be3 Klubhauses auf dem Hoherodskopf, sowie Diefenbachs Ir^ohnhaus in Schotten. Touristische Abzeichen und Enzian pervollständigen den künstleriscl>en Schmuck des geschmack- vollen Werkes. Den unterhaltenden Teil des Stiftungs- |f,'fte§ führten nur Mitglieder ans. Als Gesangssolistin silönzte Fräulein Wolf, ferner ließen die Gesangs- und I;>nstrumentalabteilung des V. H. C. sich hören und schlicß- i lieh erschien noch „Professor Heinemann" (Herr Steiniger), uni von seinen Erlebnissen im Vogelsberg zu erzählen. Ge- Im einsamer Gesang und zum Schluß ein Tänzchen trugen sias ihrige dazu bei, den Wend recht genußreich zu gellen. Kirche ttnb Schule. ** Der Verband e v a n g e li s ct) - ki r ch l i ck e r trauen vereine im Großherzogtum Hessen hielt dieser mge in Darmstadt seine 3. Hauptversammlung ab. Sad) dem von der Verbandsvorsitzenden, Fran Strack-Bir- i?rrau, vorgetragenen Jahresbericht umfaßt der Verband 'D Vereine 'mit über 7000 Mitgliedern. Einige Vereine sind bitrd) die Propaganda des Verbandes neu entstanden, andere losen Bereinigungen oder nur Beitrag erhebenden Ver chnen zu wirklichen Arbeitsvereinen umgewandelt worden, pür die Arbeit in den Einzelgemeinden rückt jetzt besonders .-e Wöchnerinnen- und Säuglingsfiirsorge in den Vorder- kntnt), namentlich da von der Großh. Zentrale für Säuglingspflege und Mutterschutz eine Arbeitsgemeinschaft mit dnn Verband angestrebt wird. Der Direktor der Zentrale, biegientngdrai Dr. Pistor, trat in besonderem Auftrag des Lmi Erscheinen verhinderten Ministers Dr. Braun warm kn diese Arbeitsgemeinschaft ein. Eine ganze Reihe von Vereinen ließen daraufhin sofort in der Versammlung ibre Bereitwilligkeit zur alsbaldigen Aufnahme der Säuglingspflege aussprechen. Zunächst ist die Ausgabe von Wander kinben für Wöchnerinnen und die Einführung der Haus- vslege (d. h. der Pflege des Hauswesens der Wöchnerin zur !Verhinderung des zu frühen Aufstehens aus dem Wochenbett) geplant, ferner die Aufnahme der Propaganda für rbas Selbststillen durch Vorträge und Verbreitung aufkla- Itflfoer Schrüften in den Vereinen. — Rach Erledigung der tzerbandsangelegenheiten hielt Frau Gehnmerat Jellinek- Ibeidelberg einen Vortrag über die „Kellnerinnenfrage", her in der Forderung der allmählichen gänzlichen Besei.tr- Iffckng weiblicher Bedienung in Schank- und Gastivirtschaften Iprößerer Orte (über 5000 Einwohner) gipfelte. Die Der- cnnmlung beschloß die offizielle Unterzeichnung einer ent- | orechenden Nngabc an den Reichstag. ®cncralnerfamm!ung öes evangelischen Bundes. 4 Mannheim, 24. Sept Die heutige zweite Haupwersammlung des Evangelischen Bundestages brachte zunächst cinc_ Konferenz der ^.wlpora- MLstalten des Bundes, von denen 17 in der Veriammlung ver- l7:nn in ihr n Ländern Pan?er nach detttschem Vorbild gebaut etwa schrieben: „Austria is duilding sour Ma:Wil 'Ciin bei" ßVr.-jje" oder „L'Angleterre a mainteiumt douze Groß .' -^fürsten" usw.? Fühlt man nun, wie unwürdig diese „Dreadm ist? - H-:--' aber ist es, daß bic Bonner Zeitung kürzlich von „den sogenannten „Fürcktenichtsen" sprach: da merft man doch, daß das Wort eigentlich das O^egenteil hon dem ausdrückr. seine Erfinder tun. * Eine Tiger- Komö die erzählt im Anschluß cn die Tigerjagd in Marseille E A. Morphy in einem englischen Blatt. Solch Abenteuer mit wilden Tieren, die die ganze Stadt in Ausruhr versetzen, kann man wohl am häufigsten in Singapore erleben. Jagden nack Tigern, nach Ebern und Boa eonstrictors sind da nichts seltenes. Bisroeilen aber mischt in die ungeheure Aufregung sick auch Nock ein gut Teil Komik. So hatte vor einigen Jahren der kleine Küstendampfer, der zivischen Singapore und Pahang verkehrt, einen riesigen jungen Pahang-Tiger an Bord, den der chinesische Schiffsführer für ein Billiges erstanden hatte. Da der geschäftskluge Sohn des Himmels am Futter sparen wollte, so hatte das gewalfige Tier einen Riesenhunger, brüllte ht dumpfen, heiseren lauten Tonen unb tuitschte mit seinem Sckmeis die Stäbe des kleinen Käfigs, in d'm es sich befand, lind siehe da, für den Gelegenheitskauf fand sich ein Liebhaber. Eilt reicher chinesischer Händler, der sick von den Geschäften zurückzag und nack dem Reick der Mitte zurückkehren wollte, hatte die Absicht, sick ein Andenken mitzunehmen, und als er von deut schönen großen Tiger horte, den der Landsmann feil- lxttte, so faulte er mit der merkwürdigen und ganz unverständ°- licken Ehrsucht seiner Rasse das ungewöhnliche „Souvenir", ließ, sick Käsig und Inhalt auf feinen Karren laden und nach Hause bringen. Dann nahm er sich einen Stuhl, schmauchte ein Pfeifchen an und setzte sich mit aller Gemütsruhe hin, um sich an dem dumpfen Brüllen seines neuen Haustieres ein wenig zu erfreuen. Tie monotone Musik, die die hungernde Bestie anstimmte, roirfte einschläfernd auf die Sinne des bezopften Genießers, der Kops fiel ihm schwer nach vorn aus die Brust, und bald schnarchte er friedlich neben dem Käfig seines Tigers. Das aber war zuviel für den unglücklichen Gefangenen, der von Hunger und Wut verzehrt wurde und selbst nichts zu verzehren hatte; mit einer riefen haften Wut der Verzweiflung riß er feinen engen Käfig entzwei und sprang hinaus in die rosige Stille des friedlichen Morgens. Der .Händler schnarchte weiter mit der unerfchütter- lidjen Ruhe des Himmelssohnes. Der Tiger stand einen Moment verwundert auf der Straße zwischen den Häusern, illlles war anders in dieser ungewohnten Umgebung, keine Felsen, keine Bäume, feine Affen. Mit ein paar Sätzen war er auf dem Tache eines HaufeS. Die Ziegel zerbrachen unter seinen mächtigen Pranken unb er sank mit dem Hinterteil durch die Decke durch, aus der eine Menge chinesischer Kulis mit Entsetzen die Tatzen hervorkommen sahen. Mit geltendem Geschrei stoben sie nach allen Seiten auseinander, während der unglückliche Tiger sick mit Mühe aus dem Locke heraushalf und toieder auf die Erde svrang. Er sand sich in einem kleinen umzäunten Hof, cn den sich etwa ein halb Dutzend anderer Heiner Hose amchlcsicm, die durch sechs Fuß hohe Zäune getrennt waren. Heulend vor Angst und Wut setzte nun der junge Sohn des Dschungel über einen dieser Zäune nach dem^anderen, stets die^ Bewohner des davorliegendcn HauseS auf die Straße treibend. So standen sie imd schrien 3um Himmel. Ms der Tiger endlich wieder die Sttaße erlangte, sah ihn ein Polizist, der mit geladener Flinte auf und ab ging unb brannte ihm einen Selms; auf den Pelz. Der ffuall, des furchtbare Aufbrüllcn des uenrnnbeten Tieres alarmierten die Stadt. Aus der Mirdte, ido gerade Gottesdienst abgeh-altcn wurde, strömten angstvolle Metrsckun: der Tiger, von dem Polizisten hart verfolgt, brach in ein Kuli haus ein unb legte sich ermattet unter eine Bank. Eine ungeheure Menge sammelte sick 'um bei Haus Dock niemand wagte sich hinein, bis endlich zwei wackere Pornigiefen, die von Beruf Zuckerbäcker waren und gerade damals in bas Freiwillig m Regiment von Singapore sick hatten einschreiben la’fen.jcinc Am.abl Schüsse ins Haus hin einfeuerten. Dos Brülleit des Tigers hörte aus, auch rin Aech- ?n verstummte unb er lag still unter der Bank, aber man schoß noch etlva zebn Minuten weiter auf ibn, bis man ihn endlich hervorzog. Während die Menge den erregten Sdjrecfbringcr umstand, klapperte auf einmal hinten von der Snaße ein Wagen her. unb der sckläserige dicke Chinese warf sich mit bem Zammernff: „Mein Tiger! Ach, mein Tiger!" über das „Andntken aus Indien", mit bem er nun nickt mehr in China öarabieren konnte . . . märttc. Gießen. 25. Sept. Marktbericht. Auf heutigem Wochen- mairte kostete: Blitter pr. Pfd. 1.20—1.30 Mk., Hühnereier 1 Et. 8—9 Pfg., Enteneier 1 St. 0 Pfg., Uäse pr. St. 6—8 Pf., Erbsen p. Pfd. 00—00 Pfg.. Linsen v. Psd. 00—00 Psg., Taube» pr. Pr. 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahne pr. Stück 0,80—1,80Mk., Gänse vr. Pfd. 60—70 Pf., Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Pik., Öchsensteifch vr. Psd. 76—84 Psg., Ruh- und Rindfleisch pr. Pfund 70—80 Psg^ Schweinestcisch pr. Pfund 80—90 Psg., Cchu'eiuefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 98 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Psg., Hammelfleisch pr. Pfd. 60—84 Pfg. Kartoffeln vr. 100 Kg. 5.50—6.00 Mk., Zwiebeln per Ztr. 7,00—8,00 Pik., Pfilch per Liter 20 Psg., Weißkr<»r per Stück 10—20 Psg., per Zentner Mk. 0.00—0.00., Aepfel per Ztr. 10—15 Mk., Birnen per Ztr. 10—20 Mk. Nüsse 100 Stück 50—00 Psg., per Ztr. 0—00 Mk. Marktzeit von 8—2 Nhr. Briefkasten der rie-aktion. (Anonyme Ausragen bleiben nnberückflchltgt.l Rr. 100. Wolfskehlen bei Darmstadt ist evang. Pfarrdorf. Gießener wetterdientt. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Sonntag dem 26. September: Zeitweise wolkig und Regen. Kühl. Origrnal-Deahtmel-nngen. W i l h e l m s h a s c n, 25. Sept. Im benachbarten Bant ist gestern ein Mann nach einem ununterbrochen 6 Wochen dauernden Schlaf gestorben. London, 25. Sept. Auf der Hohe bon der Dogger - bank hat gestern abend ein Zusammenstoß zwischen dem deutschen Dampfer Reppenhagcn unb dem Dampfet City of Rochester stattgefimden. Tic Kollision erfolgte bei dichtem Nebel. Der deutsche Dampfer erlitt erhebliche Havarie am Vorderteil, während die City of Rochester durchschnitten wurde und innerhalb weniger Minuten sank. 14 Mann der Besatz u > g und ein Pass agier des letzteren Dampfers ertranken, die übrigen konnten durch die misgesetzten Boote der Rochester gerettet werden. London, 24. Sept. Der Vorsitzende deS Komitees des Inter natioitalen Verbandes der Baum Wollspinner und .Fabrikanten, Macara, erhielt von dem amerikanischen Verband ein Kabelteleqramm, in dem dieser mitteilt, daß er nach Einholung der Meinung seiner Mitglieder für eine Einschränkung der amerikanischen ® a r n- Produktion stimme, sowie gleichzeitig mifvagt, wie sich der Internationale Verband zu verhalten gebenfe Macara cv- wiederte hierauf, daß er dem Internationalen Komitee telegraphisch die Beibehaltlmg der vereinbarten Arbeilsverkurzung in den Spinnereien anempfohlen habe, und daß da? Komitee sich mit der augenblicklichen schweren Krise bei seiner nächsten Tagung am 6. Oktober in Frankfurt a. M. befassen werde. Da die englischen Spinner sich für die Beibehaltung der verkürzten Arbeitszeit entschloßen hätten, glaube er bestimmt, daß die anderen Länder sich diesein Dorgehen anschließen würden. Tanger, 25. Sept. Wie verlautet, hat Bi ul ah Hafid sich mit den Bedingungen für die marokkanische 150 Mil - lionen-An leihe einverstanden erklärt. 75 Milliouen sollen zu 5 Prozent verzinst und die Verzinsung aus den Erträgen der Zolleinnahmcn garantiert werden. Die übrigen 75 Millionen sollen zu 3 Prozent unter französischer Garantie verzinst werden. Der französische Lenkballon zerplatzt! La Palisse, 25. Sept. Der französische Leukballo" „La Rcpublique", der heute vormittag 77, Uhr aufstieg, ist io der Luft bei Trevol zerplatzt und aus einer Hohe von 100 Meter herabgcsiürzt. Tie Gondel ist zerstört und die vier Jnsaffen waren sofort tot. Jetzt ist es Zeit! wieder eine Kur mit meinem weit und breit bekannten Lakunen’» Jod-ElMen-Leberlrnn. Marke „Jodella“ za beginnen. Gleich zrut fiir Erwachsene wie Kinder. Preis Mk. 2.30 und 4.60. Verlangen Sie ausdrücklich Marke , .Railelln ' und weisen Sie Naebahmuntren zurück. Zu haben in allen Apotheken in Giessen, Krofdorf, Reichelsheim. 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