Nr. 94 5L Lange, Gießen. Vorgang hin, daß vorgestern Deputationen j selbst die nationalliberale Partei sich schon ganz anders zur Sozial- DCL einzelnen Lniittbrdftnntpn hnm SWtMrfiaFnttjfor S.r . .1 , ■ , . J - . 3 . | Redner ging sodann auf die Fragen der Sozialpolitik ein. Mancher hänge sich unter dem Drucke der öffentlichen Meinung wohl ein sozialpolitisches Mäntelchen um, aber die Sozialpolitik sei ihm im Grunde ein Greuel. So wie das Koalitionsrecht etwa in Rheinland und Westfalen gehandhabt werde, entspreche es dem Geiste der Reichsgewerbeordnung nicht: es müsse gleiches Recht für Arbeitgeber und Arbeitnehmer sein, das werde bis weit in die nationalliberalen Kreise hinein erkannt (Stresemann), aber Kleider gebe es auch gerade bei den Nationalliberalen Gegner dieser Forderungen. Der Liberalismus, so führte er dann weiter aus, dürfe nicht das mindelte mit dem Reichsverbande gegen die Sozialdemokratie zu tun haben, weil er mit vergifteten Waffen kämpfe. Der Reichsvcrband habe auch gegen ihn, Korell, Material [geliefert. Ein Faszikel Korell sei während der Wahlzeit von Frankfurt aus vom Reichsverbande nach Worms gewandert. Man habe dem Redner oft gesagt: Wie kannst du von der Sozialdemokratie etwas verlangen? Nun seien zu allen Zeiten der Menschheit Propheten aufgestanden, wenn es den Völker.! schlecht gegangen sei und diese Propheten sagten: bald seih ihr am Ziele. Sie flößen damit den Menschen neuen Mut ein Die neue ^Schrift Koutskys „Weg zur Atackst" ist mir ein Zeichen, daß •blte Sozialdemokratie noch sehr mcit von der Macht entfernt ist. Man nnr'ft mir vor: i® liebäugle nut der Sozialdemokratie und 'filiert Hierbei aus Gerichtsakcen, obgleich selbst Iustizrat Cal- mann einem solchen Verfahren gegenüber betont habe, daß cs nicht loyal sei, aus einem Gerichtsurteile Sätze zu zitieren. Man warf mir vor, daß ich lieber einem fozialdenwkratischen Arbeiter die Hand drücken als einem nationalen. Man macht also selbst in den einfachsten menschlichen Beziehungen Unterschiede unb will im Sozialdemokraten einen Menschen sehen, der außerhalb der menschlichen Gesellschaft stehe. Redner tnünnert daran, daß aber Rotationsdruck und Verlag der vrühlfch« i” Universitäls - Buch- und Sieindruckeret. Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siebener tfomillenblätter“ werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblati für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: e=^5L Redaktion: Tel.»Adr.: AnzeigerGießea» Aus Stabt und Lttud. Gießen, 23. April 1909. " Ordensverleihung. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben dem Oberlehrer Prof. Dr. Ludw. Unverzagt zu Darmstadt aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. .,*"Em.pfänge Der Großherzog empfing am Mittwoch mittag 3/41 Uhr den russischen Mimiterceftdenten Wirkt. Staatsrat v Doubensky Z-erner empfingen die Großl/erzoglichen Zerr- Ichafteu den Gch. Medizrnalrat Prof. Dr. P fonnenfticl aus Kiel. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Phil. Hensel aus Rödgen, Kr. Friedberg, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Butzbach, dem Schulamtsaspiranten Otto Müller aus Alsfeld eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Beerbach, dem Schulamtsaspiranten Wilh. Rein- Heimer aus Kastel eine Lehrerstelle an der Gememdefchule zu Oppenheim. — Erledigt ist eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule rü Dietzenbach. ""Zur Rechtsanwaltschaft bei dem Oberlandcsgericht wurde Rechtsanwalt Eduard Stadel m Darmstadt zugelassen nachdem er die Rechtsanwaltschaft für Starkenburg aufgegeben hat' ** Neue Obe rre al schulen. Die bisherigen Realschulen in Alsfeld und Heppenheim sind nach der Dnrmst. Ztg. unter tue Amtalten aufgenommen worden, bei denen der ermährige ertzlgttiche Besuch der Untersekunda zur 'Darlegung der wmenschaftlichm Befähigung zum einiährig-freiwilliqeu Mili- tardremt genügt. 'Der Abschlußprüfung nach der Prüfungsordnung °°m 1899 baßrn sich demnach m-f mch Schuler d-eM Lustalten zu unlerzietzen. die zu ihrem tiinftiqen W Maut einer besonderen Prustmg beruhenden Ausrueisct der Reife für ine Obersekmida bedürfen. Pfarrer Koreö in Lollar. In einer öffentlichen Versammlung des Freisinnigen Vereins zu Lollar, im Saale der „Germania", sprach Pfarrer Korell aus Königstädten gestern über „Die Aufgaben des Liberalismus in der Reichs- und L a n d e s p 0 l i t i k". Der Redner führte zunächst aus, daß es ihn wirklich freue, in Lollar, an das ihn so viele persönlichen Beziehungen knüpften, auch einmal politisch sprechen zu dürfen. Er hoffe aber, daß, wenn die politische Bewegung sich hier ausbreite, dieses nicht aus persönlichen Rücksichten auf ihn geschehe, sondern aus sachlichen Gründen. Persönliche Erinnerungen verschwänden leicht. Er wünsche aber anderseits auch nicht, daß feine persönlichen Beziehungen Schaden nähmen. Lassen Sie, so fuhr er fort, das Persönliche auS- scheiden und von dem reden, was der Liberalismus tun soll für das Reich und das Land. Redner wies dann auf den bei uns Zum Schluß ging Redner noch kurz auf die hessische Wahlrechtsvorlage em: er glaubt, daß sie, wenn auch mit schweren Mühen, doch zustande kommen werde. Wie die Linls- hberalen dazu ständen, sei für den Landtag nicht von großer Bedeutung. Redner hat nichts dagegen, das; die 1. Kammer sort- beftehe, tote ja doch auch alte Ruinen unter dem Denkmalschutze fanden. Unannehmbar ist für den Freisinn die Aenderung des ft <0. Mit der Zweidrittelmajorität kann die 1. Kammer jedes fortichnttliche Gesetz verhindern. . Wie wir Freisinnigen mit den Nationalliberalen in Hessen stehen, hat Bmgen-Alzey gezeigt. Es ist soweit gekommen, daß man im Zentrum das kleinere Nebel sieht. Auf Schmutz- und Schmähschriften gehe ich nicht ein. Im sachlichen Interesse bedauert Redner die Verbreitung der Broschüre nicht, die jetzt auch m Lollar gegen ihn verbreitet worden sei. Neber diese Broschüre komme bte nationalliberale Partei nicht himveg. Die Herren irrten ftch, die da meinten, ihn mit dieser Broschüre pvutilch tot machen zu können. Es fällt mir nicht ein, so fugte Redner hinzu, mich mit einer Person zu beschäftigen, die von anderen höheren Herren, die ich nicht fassen kann, nur vor- ge.schlckt worden ist. Ich bedauere ihn nur, weil er sich damit rem Denkmal bei anUänbigen Menschen gesetzt hat. Wenn einer ©ic krankt, würden Sie mit dem wohl vor Gericht gehen, wenn wußten, daß er zweimal sein Ehrenwort gebrochen hat? Pfarrer Korell schließt seine Rede mit der Aufforderung zum Eintritt in den Freisinnigen Verein. (Der Bericht über die Diskussion folgt morgen.) ** Aus dem Militärwochenblatt. Personal- Veränderungen: Zu Obersten befördert: die Obersilts. SVW Rohden, beauftragt mit der Führung des ^nf.-Leibregts. Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117 unter Ernennung zum Kommandeur des Negts. — v Ilse- inann Kommandeur des Leib-Drag.-Regts. (2.'Großh. -]rm24/ v. Wunsch, Bats.-Kommandeur un Jnft-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 unter Verietziing zum Stabe des 1. Bad. Leib-Gren.-Rqt/ Nr. 109, zum'Oberstlt. befördert. — Zu Bats.-Komman- deuren ernannt: die Majore: Nücker, aggreg. dem Inf- Real. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116. Zweites Blatt 159. Jahrgang Freitag 23. April 1909 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheßen bentofratie_ gestellt habe (K. Z.) Man habe nicht nur auf nativnal- liberaler eeitc Stichwahlbiindnisse mit den Sozialdemokraten ge- schloßen, sondern auch die sozialdemokratischen Wähler im Auto- nwbu ms Wahllokal gebraciu. Man solle also nicht heucheln. Man nimmt die Stichwahlhilfe oben, wo man sie findet. Gröber hat m einer Broschüre bn der Hand von Akten Dutzende von Hiw- neigungen der Nationalliberalen zu Sozialdemokraten nachgcwicsen. IM glmibe, daß wir aufeinander angewiesen sind, wir Aechts- und Linksliberalen. Ich habe dafür auch schon etwas getan eogar nach der letzten Niederlage in Bingen-Alzey habe ich brieflich in ^yke-Hvya-Verben energisch zur Wahl des Nationalliberalen aufgesordert. Ich ‘nriU mich nicht brüsten, ich habe nur meine Schuldigkeit getan. Der Block, von dem niemand weiß, ob er nod> lebt, sollte die taktischc Annäherung der Libe- ralen als sein Testament hinterlassen. Ich bin, so bemerkte der Redner, von Anfang an Gegner Les Blocks gewesen, weil ich Furcht habe, daß wir unsere linke Flanke schwächen und M unzere liberale Werbekraft sinkt. Man sicht schon heute den Aock als Fehler der liberalen Parteien an. Es waren beständige Opfer für den Liberalismus: daß er alle xk Jahre eine Krisis erlebt, spricht auch nicht für seinen Bestand. Ter Blockkitt hält mmt nicbr, fagt die Kreuzzeitung. Redner ist für ein Zusammengehen der ^"ationalliberalen und FveisiiMigen. Er wies svdanw ?EII. HIN' daß seine oben gekemizeichnete. Stellungnahme mit dem nicht in Widerspruch stehe, was er in Hessen tue. Er gebe öU' datz Fehler auf freu inniger Seite gemacht worden seien (sehr richtig!) aber e r fei es nicht gewesen, der alle Fehler gemacht habe. . Wo haben Sie, so fragte er die Nationalliberalen, irgendwann den Versuch gemacht, sich mit dem Freisinn zu einigen. Sie haben tsülck mit dem Zentrum gegen einen Mann wie Reinhart Schmitt die Parole ausgegeben, und 1906 hat der Generalsekretär des Zentrums in Mainz bekannt, daß Abmachungen mit den National- llberalen angebahnt worden seien. Während der Blockwahlen hat Geheimrat Haas erftärt, es sei ein Fehler, gegen das Zentrum auszutreten: und wie war es in Alzey-Bingen? Wenn die Rationalliberalen cm Mandat bekommen können, fragen sie nicht danach, wen sie verdrängen. Redner verurteilt bann die persön- U>e illiberale Behandlung Köhlers durch die Nationalliberalen. AZenn täte fuhr er fort, gegen den Bund der Landwirte an- kampsen, ,0 erkenne ich das an, aber ein besonderes Verdienst tlt es nicht. Ein Liberaler muß das tun. Der Bund der Landwirte ist der nationale Feind, aber mit ihm kampieren Sic in 9/io aller Zelte in Hessen. Ein extremer Agrarier ist nach Ihrer Meinung, wer Sie nicht wählt; nicht extrem, wer Sie wählt L-ie hessische nationall. Partei hat den Kampf gegen Rechts definitiv aufgegeben. Redner erinnert daran, daß Prof. Biermer emmal gesagt habe, Heyl sei der spiritus rcctor der Partei. Die Wirren in der Türkei. ' ", « V. Der Sultan eu*5cInen Bundesstaaten vom Reichskanzler in der Finanz- a*bemtet' ^^ßwesir Tewfik Pascha werbe geftllen/bie marternd)? billlge^n könne. Der Äeichstag^soll^alle scheint sür den Schuld an der Verzögerung der Finanzreform tragen. Man . l^E.Zukunft ist sehr unsicher. Alle Even- habe, so führte er dann weiter ans, es eine' Erpresserpolitik tuantaten sind zu befürchten. Anderseits ist zu fonjtatiercn, 19enannt, daß das Volk, das 500 Millionen neuer Steuern bc baß der Sultan in der Masse der Bevölkerung noch großen roilIl0Ct auch neue Rechte dafür haben wolle. Das sei aber Anhang besitzt, besonders in ben niederen Klassen 2ßährcnb ctlüQf Erlaubtes. Wenn man dieser Regierung so viel ein großer Teil der öffentlichen Meinung den Sultan als Nun^Gls?^^ sÄr Einfluß haben, den Anreger des Ausstandes vom Dienstao hnrincr Wockip °lle man 1OO Millionen direkte Stellern bewilligen und und feinen intimen SerntPr ^arube■ ,c^obcn gewisse Leute nun em Zetermordio. Sie ver- Rurlian Ebb!n den Eunuchen Nadir, sowie sagen icdesrnal, wenn sie zahlen sollten. Redner erinnerte an .bet^a N)ird dies die Zeppelmivendc. Gerade die Großgrundbesitzer hätten nichts von einem andern .-teil bestritten. Dieser führt verschiedene bezahlt. Man gründet gleich Luftflottenvereilie, aber zu opfern Gegenbeweise an und lenkt den Verdacht auf andere Per- stt man nicht gewöhnt. Bis 1906 hätten auch die National- sonen. Diese Strömung scheint bisher gut geleitet zu fein (lb,e,ralen auf dem Standpunkt gestanden, daß nur das Volk und auch Wirkungen zu äußern. Es verlmitet daß der Ä müsse, und Redner selbst sei in Darrnftadt-Groß-Gerau Senatspräsident Said Pascha während der Krise her letzten Demagoge verschrien worden, weil er eine Reichsvermögens- Tage dem Mldiz aeaenüber e^ieTni Z l^er gefordert habe. Er freue sich über die Wandlung, die spielt habe AeuWick Ibei den Nationalliberalen vollzogen worden sei. Freilich, mnfinn her m'niehnnürfLn qi^ 1 mcnn Jlcf) bei einem Nationalliberalen eine Wandlung vollzieht, pU oer mazedonischen Armee aber nimmt die Flucht dann sagt man: er hat seine Stellung revidiert: bei den Frei- der kompromittierten Personen aus Konstantinopel ständig unnigen heiße es, er habe die Stimmen der Wähler fangen ju; unter ben Flüchtlingen befinden sich auch einzelne Sol- ^ollen. Im weiteren Verlaufe seiner Rede ging Pfarrer Korell baten. Man befürchtet eben ein strenges Strafgericht unb bPnn- "äher auf bie SB ei n ft euer ein, bie von den Freisinnigen, die ängstliche Bevölkerung ein Mutbad. Viele Bosnier f\en,ü roi! bic ®a$'' Elektrizitäts- unb Jnferatensteuer abge- barunter einige Schüler, sind abaereift ' lehnt werde. Vielen erscheine zwar die Weinsteuer akzeptabel, r . — - ItoetI Bier unb Branntwein besteuert würden. Nun aber sei ein Nationalversammlung in St. Stefano. I nennenswerter Ertrag aus der Weinsteuer nicht zu erwarten, unb Kamin er und Senat hielten gestern eine gemeinsame «die Weinsteuer könne auch nicht auf bie Konsumenten abgewälzt Sitzung im Hause des Jachtklubs in San Stefano ab Scr^en;f Jonb,ern faIIe auf die Weinbauern zurück, die ja die Die Parlamentswache war von Freiwilligen der ma^bo-J ’$™ä?eren ^eten- Die drei großen Kanonen in der in- nischen Armee gebildet, unter welchen sich der befaunte -len Besteuerung seien: Bier, Branntwein^ und Tabak, bulgarische Bandenführer Panitza befand Den Vorsitz führte nru6cr. ^ei Waftcr Streit Die Freisinnigen hatten m dieser Senatsvräfibent Saih 7^.?!,^.ors'tz führte ^rage eine Schwenkung vollzogen. Sic hätten sich bereit er- vräiideni. Acknned start, für diese indirekten Steuern einzutreten, unter bet Voraus- k Uwe send; er wurde lebhaft 'etzung, baß auch bireftc Steuern kommen. DieTabakbanbc- begrußt Unter den Deputierten und dem zahlreichen Publi- r 0 l e st e u e r lehnten die Freisinnigen ab, weil bie in ber Tabak- rum, das sich tm Garten des Klubhauses aufhält, herrschte I brauche beschäftigten Arbeiter durch sie noch schlechter gestellt lebhafte Bewegung. Es wurde in geheimer Sitzung be- werden würden. Was bie Branntweinsteuer anlange, so schlossen, das Vorgehen der mazedonischen Armee au leaa» l ■ !£cn -bie Freisinnigen es verhinbern, baß bie Liebesgaben an lisieren sowie den von der Armee erlassenen beiden Vrokla- o ^-O^rundbe itzer weiter bezahlt würden. Diese 45 Millionen mationen zuzustimmen Während der Sitzuna^^wurdeft^ L.-ebesgaben, gehörten in die Tasche des Reiches unb nicht in Meere ber fünf tSri&fe SS. ber Großgrunbbefttzer. Um bie sübbeutschen Lanbwirtc nicht sichtbar Bnlh^ hnrni f -6'laggenschmuck seyonunaslos preuszilgebcn, wolle man einstweilen noch ben Satz darauf er)cbien em 9)banneoffixier, um von 0 Mk. bewilligen. Aus bem Bier müsse in ber Tat mun£n® der Flotte zu erklären, baß bte Seestreitkräfte zur nne höhere Einnahme erzielt werben. Die letzte Erhöhung ber Verfügung des Parlaments stehen. Biersteuer sei nur an ben Wirten hängen geblieben, unb bie nicht Nach Schluß ber öffentlichen Sitzung der Nationalver- L^ügenb kapitalkräftigen Wirte seien zugrunbe gegangen. Dieses sammlung in San Stefano wurde das Publikum vom L°ne der Konsument einen Teil ber Biersteuer zahlen. Mit entfernen. I eigenen ?>üßen stehe. Wir müßten sparen an ben Ausgaben für VN der geheimen Sitzung, an welcher 19 Senatoren |SCCF.. nn.b Flotte, sagen die Sozialdemokraten, und auch viele und 120 Deputierte teilnahmen,.stand auch ein Antrag auf 3reilmnigen sind dieser Meinung. Nun sei es zwar wünschens- Absetzung des Sultans zur Beratung qcaen bei nrCrt\v?“R es zu einer 23er)tänbigung ber Großmächte komme, Muktar Pascha sprach. Im weiteren Verlaufe bei' Silmna absalonikier Jagerbataillone, wer-l sebuld, aber aus menschlichen Gründen müsse man den Kaiser den wegen ihrer verräterischen Haltung entwaffnet undi^bt aus der Debatte taffen. Der Kaiser habe ein gewaltiges ausgeliefcrt: die Mannschaften werden beim Chaufseebau Temperament und habe doch nachgegeben. Wenn em Mensch einen in Mazedonien beschäftigt. Viertens: lieber Konstantinopel über sich gewinne, solle man Achtung davon haben. Der wird der Belagerungszustand verhängt. Fünften^: Dio Leib- 'ei aber auch nicht in erster Linie und an allem schuld garde des Sultans, die Vildizgarnison und andere Teile der Ln?lÄnlnrUL: n a ’^r Kamarilla. Wir müssen Sultansumgebung werden ausgewechselt Sechstens: Ein daß er niefet’Ä-' Kadi nett toirb ernannt. — Sei aber nur em kluger Taktiker unb geschickter Rebner, aber er hat Erfüllung dieser Bedingungen sollen tue Truppen nicht in keine Charakterstärke, lein Rückgrat. Wenn Bülow bem Reichsoie Stadt emrücten, werden aber marschbereit bleiben. | tage bie Schulb an ber Finanzmisere gibt, so frage ich, ob es nicht Bülow war, bcssen Regierung ins Blaue hinein gewirt- lchastet hat. Sparsamkeitsreben sind auch noch lange keine Sparsamkeitsworte. Der Reichstag muß daher in seinen Rechten gehoben werden, damit er größeren Einfluß auf unsere Politik bekommt. Der Reichstag muß das Recht haben, bei schwierigen Situationen der auswärtigen Politik feine Meinung zu sagen. Der Reichskanzler muß nicht nur ein Vertrauensmann des Kaisers sein, sondern auch des Reichstages. Die Gemetzel in Syrien. Einer Konsularbepefche zufolge hat bie Bevölkerung von Damaskus unb anderen Orten sich unter der Einwirkung der Zivil- und Militärbehörden beruhigt. Nach einer weiteren Depesche wird die Zahl der Opfer während des armenischen Massakres im Wilajet Adana auf 15 000 geschätzt; ganze Dörfer wurden vernichtet. Die Wilajetsbehörden verlangen von dem armenischen Bischof zur Rechtfertigung vor Europa die Erklärung, daß die armenische revolutionäre Bewegung die Massakres hervorrief und drohen, andernfalls alle Uebertebenben zu vernichten. Der Armenier in Konstantinopel und anderen Orten find sehr geängstigt. Tas Salo- nikier Korpskommando rechtfertigt in einer Note an die dort. Konsulats das Vorgehen des Korps zur Herstellung der Ruhe und erllärt, alle Bedingungen bis auf die militärischen Punkte, welche noch geprüft werden, als angenommen. 'Wenn die Antwort nicht in 24 Stunden gegeben werbe, erlangt bas Salonikier Korps Aktionsfteiheit und macht die Urheber der Ereignisse für die Folgen verantwortlich. Proffen, beim Stabe ixe k. Grogh. Hess. ^n».-«eqre Nr. 168, unter Versetzung in das 2. Kurheff. Inf.-Reo/ Nr. 82. — Mohr, Major beim Stabe des Irrf.-Rrgt- Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116, als aggregier: 3ihm M). Lothring. Ins.-Regt. Nr. 174 versetzt. — Zu Stabe deS NegtS. übergetreten: der aggregierte Ma;. Großmann, Fnf.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess Nr. 116. — Versetzt: der aggregierte Maior Stempel 3. llnter-Elsäss. Jnf.-Regt. Nr. 138, zum Stabe deS 5. Groß') Hess. Jns.-RegtS. Nr. 168. ** Der Tierschutzverein fur Hessen hielt^am Mil nxxf) Unter bem Berlin des (oeb Lbcrsctnilrats Tt. Scheuc i mann ferne 34 Hauptvcnammlung zu Dieburg ab, die einen erfreulichen Verlaus r.abnt und tahlccid) besucht idot. Vertreter der Behörde, Geistliche, Mehrer und Vebrcrinnen, sonne freunde d. Tierschutzes batt?n o.tnb ihr Erscheinen cxis Interesse beh;i das man diesen Bestrebungen immer mehr entacqnibringt. T-r 3ahresbei-iä-i teilte mit, m Vennn uclbcmuBt gearbeitet wird und Nne reich da - Ojbiet iftv dar" dem sich die enydner. (frscheuumgcn des Ticridzutzes zeigen, nicht zum mindesten in ber ■ '■ ■■ ■. 'yabrrn iinvcrmindcrte Ausmcrk famfeit gefdxnft wird Sn Ikrioncn, die sich der Tierschutzsadi besonders angenommen unr» ihr biraf) ihre Tätigkeit hervorragend qnnif-t h sowie li-hrei'.'irsmne zu ncrtcilen. Bedacht wurden 25 Schu,. Inrte, 14 Wenöarmm, 2 Hahrburschen, 1 Kutscher, l TJInrfcbü’j. und 7 Dienstm-ochen Lchv-r Hullen aus Ticburg hielt sodann einen interessanten Vortrag über das Thema: „DaS kann ber rcr für den Tierschutz tun?", der rndxm Beisal sand. Tn iweite, nicht ossizielle Teil des Suianuncnfcmd imirb durch musikaluche und gesangliche Torbietungcn verschont. D. Rudersport Sonntag, 13. Juni, sindel hier unter Leitung des Ruderklubs ,^>assia" die etfic diesjährige Regatta des Süddeutschen Ruder Verbandes stall Tic Vorbereitungen sind in vollem Gange; nächste Woche incrbeit die Äusschreibungen erfolgen ,Maffia" hat einen hübschen Zuwachs erhalten, ihre Mann schäften üben schon fleißig, ipctbeii aber erst nächste Woche ins scharfe Training übergehen Tic definitive Zusammen setzung der Mannschaften luirb alsdann vollzogen. — Ta-: Anruderu des Südd. Ruderverbandes findet Sonntag 2. Mai, in Frankfurt n M. statt, nachmittags 2 Uhr wir deine gemeinsame Tamvfer'ahrt auf eigens gemietetem Dampfer mit Musik nach Fechenheim unternommen, woselbst im Saale der 31abt Cffcnbad) der 5jährige Bestand de. Verbandes gefeiert wird — Silberne Hochzeit begehen heute die Eheleute Adam Koch. •• Etwas recht Unangenehmes passierte vor gestern abend hier einem Manne aus Ober-Widdersheim. Er hatte in der Bahnhofstraße einen Unbekannten angesprochen, der ihm gegen Vergütung seinen Koffer mit Kleidungsstücken nach dem Bahnhofe trug, wo er ihn in Gegenwart bc< Fremden nach Friedberg spedierte. In Friedberg an- gekommen, gewahrte er, daß sein Koffer nicht mit dem Zugi gekommen war. Er begab sich nun gestern nachmittag hierher, um nach dem Verbleib seines Koffers zu forschen. Hier mußte er erfahren, daß fein Begleiter den Koffer bei der Eil- gutabfertigung gleich wieder nbgcholt habe. Zufällig traf ei ihn hier in der Stadt auf der Straße und ließ ihn feil» nehrnen. Es stellte sich dann heraus, daß der Fremde den Koffer am Gepäckschalter auSgeschwindelt und den größten Teil deS Inhalts schon verkauft hatte. Friedberg, 24. April. Für die Eröffnung des prächtigen Städtischen Schwimmbades zu Friedberg im Mai ist eine.kleine Hchrift in Borbereitnilg, die sich mit der G e f ch i ch t e des B a d e m e (end befaßt Vornehmlich finden darin die Verhältnisse im mittelalterlichen Friedberg Berücksichtigung. (Jilbenbad, Lefjentliches Warmbad in der Badgasse, Badstuben) Tiefe kulturgeschichtlichen Skizzen werden nicht nur in den «'reifen der Friedberger Bürger schäft Anklang finden, sondern überhaupt allen Geschieht freunden willkommen fein. Mit Rücksicht darauf ist der Preis des Heftes auf 75 Pfg. festgesetzt. R-B. T o r m ft o b t, 22. ?lpril. In brr heutigen Sitzu n g -derStabtverorbneten widmete Bürgermeister Tr. Gläsiing bau v E '.’.’r erd, fonne dem langjährigen städtischen Beamten, Rcchnnngsrat Kröll und dem in Rewkwrk verschiedenen Mtnifmnnn Siegmund Neustadt, der ber Stadl große Stiftungen hinterläßt, ehrende Nachrufe. Ten bi । iöcratuui bildete da Bo r» n i di laa bei Stabt falle Tie Versammlung genehmigte den Voranschlag mit der Endsumme von G521 120 Mk. und stimmte auch dein Antrag bes5 Finanzausschusses zu, das entstel>enbe Defizit von 160800 Mk durch dine S teuerer Hohn n g d o*n 6 P r o z. mlfzndr'ngen Der Zuschlag zur Staatssteuer wirb sich demnach in Darmstadt auf 109,3 Prozent erhöhen. Weiter stimmte die Versammlung dem Antrag auf Erhöhung deSSchuIgeldeS für b i c Mittelschu 1 e n zu : das Schulgelb wird von 24 Mk. für hiesige und 3G Mk. für auswärtige Schüler auf .32, refp. 4b Mk erhöht. Der Bürgermeister stellte im weiteren Verlauf der Sitzung für bas nächste Fahr im Falle der Beseitigung des städtischen Oktrois eine weitere Steuererböbuufl von 20 Pwzeitt tu Aussicht Auf Veranlassung und in Gegeiuvart bei Qh Herzogin und mehrerer Vertreter des Ministeriums hat beute in der Alices ch u l e zum erstenmal unter Leitung des Prof LuciuS ein Kursus zur Ausbtldung von Haushaltung-: lehre l innen begonnnt, der, wenn sich der erste Versuch be währt, alsbald an den übrigen ähnlichen Instituten des Landes Nachah'nnug finden i nd damit eine dankcnsivcrtc Erweiterung nn weltlichen FortbildungSunterrickt bringen wird. Tie Regie nmg nntnnrt der Süd* besonderes Interesse und hat iidi and) bereit erklär:, mit Geldmitteln baiür einzutreten, umsomehr alo auch in den ln'ssil'ären Stanbetanmiem bereits ähnliche Ford« nm gen, bett Enveitermtg b«x\ ForlbildungsttnterrichtS für Frauen erhoben worden sind. Ter Kursus dauert bis Emde Scptcmbei, worauf eine staatliche Prüfung der zwölf teilnehmenden Tarnen, zumeist geprüfte Handarbeitslehrerinnen, erfolgt. Mainz, 22. April. Die Eisen da hn direkt ion Mainz hatte gegen den Beschluß der Stadtverordneten« Verfammlung wegen Nichtanerkennung von Sih und Stimme in diesem Beschwerde beim KreiSauSschuß erhoben, und dieser hatte auf Grund deS Gesetzes vom Jahre 1858 der Eisenbahndtrektion daS Recht auf Vertretung im Mainzer Stadtrat zugestanden. Die Stadt legte hiergegen Rekurs cm. Wegen der von der Stadt geltend gemachten Gründe bezüglich der mangelnden Aktivlegitimation und der daraus ent» ftandenen Konsequenzen für die Etsenbahndircktion legte der Vorsitzende dem Vertreter der Eifenbahndirektion nahe, die Sache anvzusetzen. da nach der tu Aussicht stehenden Städte- ordnung dte Eisenbahndtrektion überhaupt nicht Sitz und Stimme mehr in den Stadtoerordneten-Bersammlungen beanspruchen könne, waS |ic übrigens auch seit Jahren gar nicht gefordert habe. 9 etnnial in Kassel die dort in Gebraust' bcfinblid'cn Wagen besichtigt habe Sie sei aber zu dem Beschluß gekommen, bei ben früher vorgesehenen Queriitzwagen, io wie sie in rkolu laufen, zu bleiben. Auch die von Stadw. O'abriel enufoblcnc automatische Zahlcinrichtung wolle man nicht irt» bewährt hnbf und btr '?(utomatrin11d'tung, falls man fporter zu ihr übergeben wolle. Aus eine Anfrage dcS Stadtv. 3 an«, wann mit bcm Bau der Straßenbahn begonnen werde, führt er aus, es werde sowrt die Gleise io wie vora iibgegougcn und liege ie-.: I 1 T bade Schritte getan, baß bic radk möglichst beschleunigt merbe Auch mit der Post habe man sich geeinigt. Wegen bes Anbringens von Rosetten an ben Häusern fei ein Rundschreiben an die Haus- vrgeieden unb man hone auf a men, ba es sich um eine im allgemeinen Zntercise liegende Ein- ricktung handle. Bei etwaigen baulichen Beränberungen werde selbstverständlich die Stadt die durch bic Roiettenanbrinoung rnt fi an benot .'losten tragen unb ba man jetzt sehr gute Schalluolicrer hübe, wurden die Leute in den Häusern durch das Geräu'ch nicht belästigt. Stadtv. Iugbardt bringt nochmals bie Frage zur Sprache, Stadtv. W r it u tritt baiür ein. gleich das Automatensvstem ui wählen, bamit man beim llmüciam eine gute Kontrolle habe Stabtv. Tr Btcrrner führt aus. ibm >ri das Automaten- viftcnx iontMtbiid), da Mburd) Mogeleien und Streitigkeiten zwiichcn igtcrcn und Beatr Stabtv i d> c n a u c r führt aus. bic 'tonuniiiion fr: zu ihrem Bcstüuß, das Zahikasien oston eiuzulühren, oil; ba kri nwutm per aus gcUMnincn, oatz Du mxiiuuing Oer schr«tter vonstacten gebe wie beim ^utomatewvn.in, bei dem viele Störurwfn unb Aufenthalte vor kämen Von ben 14 mturi xuhdxr 3tobten, in denen Tircktor Stolle die Straßcndahärn beitditiql habe, hätten nur zwei bas Automatenwsteut. von ben.-ü die eine cs rvegen der gemachicn schlechten Erfahrungen tpvbc atHdwfffn wolle Jtabtr. Gabriel tritt in längeren Ausführungen für fa Auicmatcnivstcm ein, das fidj in Ulm bestens bewährt habe. I Abfertigung des Publikums gehe außerordentlich rasch, es er mögl'ch-c eine bciiete .Kontrolle und lenke die Sagcmübret nie ; von ihrer Aufgabe ab, auf drohende Okfabren zu achten. Ter Bor>inende bemerkt bezüglich der in Aussicht gewom menen Kontrolle, daß ein Kontivllcur ständig auf bcm Mord platz bas Umiteigen unb b»e zwei anberen auf bni 5tretftn ko: trollieren folltcn Stabtv. Heichelheim glaubt, baß das Automatenfvivor eine belfere Man trolle gewährleiste unb fragt, was bie Automaten kosten ivürbcn. Noch Mitteilung bes Stadw. Gabriel ftefit sich der Preis von 2 Auwmaten für einen Wagen auf 277 Mark. Wie tvt tiiation der Autorna' n-Einrichtung lährlitb 3000 Nmbc f«-.--. giere fahren. Stadw Ä r it m m meint, bas stimme insofern nicht, als mcr. beim Automatensvstem auch keine bret Kontrolleure nötig hn * Auf Vorschlag ber Stadw Brück und Sinn toll sich die Kommission noch einmal mit ber Frage dcschäsngen. Stadw Gabriel regt weiter die e 1 cktr11che Bclcu»- tuny der Hauptstraßen an, bie früher 'chon enunti k schlossen worben sei Ter Bors i tzenbe streift kurz bie Grunde, tue bamnl' bic Stadwerordneten zur Wiederaufhebung ihres Beschlüsse- veranlaßten und bemerkt, daß mit dem Bau der Straßenbahn tc- ab'jdutgt sei, den Marktplatz elektrisch ;u bcleudjtm. Ta dies durch bie Stromleitung ber Bahn geicheben solle, bic 550 Boi: Spannung habe, könnten insgesamt 10 Bogenlampen aufgestri'.t werben. Es fei beabsichtigt, diese Lampen in ben durch bat BadnPerkehr brionders gefährdeten engeren Straßen der Fnneu stabt anzubringen. Also im Straßenzug Neustabt- Markt-Maus- bürg, an bet Ecke bes Marktplatzes unb ber Schulstraße, an Kirchen unb am Lmbcturlatz. Stabt®. Gabriel bespricht an Hand von Skizzen ncdeuU bie Frage btt zu wahlenbcn Wagenspstems unb tritt für tnt sogen Kasseler System ein. Ter Vorsitzende teilt mit, daß man durch einen früher« Beschluß diese Frage der Momminion überlasten habe unb tue Wagen schon bestellt seien. Durch eine Rückgangi imachung der Bestellung stelle man die Inbctririmahmc der Bahn m tuciem Jahr ernstlich in Frage. Hierauf wird der Gegenstand verlasfen. Die Gruudstückseillschahintgen. Ter Vorsitzende gibt Kenntnis von bem Inhalt ber an bas Großh. Finan.zamt qendittten Rckursschrift wegen ber zu hohen Ab'chätzimg des stabtischen Grundeigentums anläßlich da Einführung ber Wertzmvachssteuer unb verliest ben mit bcm nanzanii dieferbalb geführten Schriikiocchsel. Stabw Simon führt däzu aus, in ber letzten Sitzung habe fich ber Cberbürgermciftcr gewunbert, baß bic Jtommniior in mandien Fällen 30 Mark für ben Quabratmetrr Straßen- gclänbc anfetzen konnte. Er wolle beshalb einioe Mitteilungen machen, wie bie Bürgermeisterei bie Werte in ihrer ItBarauoti angegeben hat. Tavon habe ber Bors»tzenbe nichts gesagt Sonst wäre wohl numäier ber Stabwcrorbueten anberen Sinnes geworben. Ter Rebner gibt bann eine Anzahl Beispiele aus d-cer Deklaration an unb fährt fort, baß biese TeNaration in tnclfli Fällen weit über bie Schätzung ber Kommission himrusgehe. Tn Komniiiiion habe nach bestimmten (HrutibjäRcn gcbanbdt, die frri von Willkür sei Gegen bic Unterstellung, daß bic uommuiiof* mitglieber sich von ihrem Vorsitzenben hätten beeinilussen lassen, habe er schon in voriger Sitzung protefhert Er habt- emen ehrlichen Namen, den er höher schätze als alle Ehrenämter Ucbrtqr»* hanblc es sich nur um eine .Hilfskommiislvn, zusiänbig fei die j Einsdwhungskommiss'.on 1. Abteilung, bic bic -chävung rutgr- brifeien habe. Troybem ftdnbni sie ein für bic Arbeit Es mußte idwpungsweife bie Summe als Wert angenommen werben, die Mk., ben nächsten mit 1,12 Mk ober null zu bewerten, fei cm Unbmg, darauf werbe man nn zuständiger Stelle nicht cingehen. Der Vorsitzende führt ans. die einzig richtige Schätzun». die er auch der TeNaration zugrunde gelegt habe, sei die nach W gemeinen Wert, den der Grundbciitz am 8. März 1908 g< hebt habe Dieser Wert sei für die Straßen. Plätze u'w in den meist« Fällen gleich null gewesen. So weit 2bcrtc emgesetzt feien, ro fid) um Straßeubclträge ufro. gehandelt, die damals icftüanML Die Eimchitzlingskommifiwn dagegen habe nut Permutimgcn Gearbeitet Stabtt' Helfrich habe in letzter Sitzung gesagt, bv 5(o»* Mission hätte bas Straß«ngcläube tariert, weil brr Bori>tz«stt btes gewünscht Ikibc, ba: habe er mit Recht bcunftanbcl. Ltabw Helsriä» bemerh dazu, er hab«- getagt: Sie hält« die Schatzung vorgenomnicn, tvcil der Vorsitz« ndc e» geivansöst unb weil er Helfrich biescs Per'ähren für richtig halle Stabw. Dr. Bicrrncr iüvrt ans, bic vom Korij&enba porgciragatc Theorie über bie Beivertung ber öffentlichen Straße« ufro. fei poni nationalökonomifchen Ltandviinkt aus richua, dK- von Stadtt'. Simon vorgetra.renc dagegen falsch Er Ixibc ab'ole*, kein Verständnis dafür, daß man Straßen, die nie bebaut uxrb« könnten, mit zwei Drittel des Wertes des anliegenden 'MdnM bewerte Mit demselben Recht könne man auch die Lu" ickätz«. Oeffcntliche Straßen hätten nun einmal keinen Verkehr-wert. Stabw Sinn betont, bic Stcutreinschädungskonnni'sion habe Die einzelnen Schätzungen nicht geprüft, ba fir sich gcag: h*. s würbe bod> bagegen romiert Damit habe sie bopprlte Artzett vermeiden wollen. nauer. !Schluß folgt-) An ber weiteren Aussprache hierüber beteiligten kick no6 Stabw Helfrich, der Vorsitzende. Stabt ov 3 u g b a r b t. Simon, Dr. Dittmer, Helfrich unb Tr. Wtmmc wandern und Reifen. — Rechtzeitig zu Beginn de- frohen Banderzcit ctftfi im Verlage von Emil R o l h in G i c ß e n ein neuer Zllustvc Wegweiser durchden Vogels berg mit Vetterau und 'ich daran'chließenden Tale der Rdsn. herouSgeaeben von ü gliedern des Vogelsberger Höhcn-Elubs 22 Bogen Tert > instem I unnbrutfpapn-r. gefchmückt mit mehr als 100 tmr- Ittben Abbildungen. Beigea«. tn wird rin ganz m rzügliCbeS tkan«' matcnol: 2 große -darren bes Vogelsbcrggebiete- m:: EmzeichmtM aller Markierungen, eine große Rhön karte, l Orient», r.iruttartc« '•"tfren, Laurerb«ich. Laubach Schotten und I Stäb:«plane. Brei- flctitrl gcsunden nur 2 Mk Erfahren. Kenner unsere- B^elS- bergen beben den Tert bearbeitet und cm äußerst vraktiuhrs Kii'tbdnbbiid- a • tarfen. daS allen B uchern des Vogel»dergeS, bei ö etter an unb Rhön höchst willkommen sein w»rd. Ver^ schledcnc Sekti.',: n d-s B. H.^L. hüben trcublfl mugewtri:, un-ei« Vogris.crg mit «tnem Führer zu dienen, ber so recht geeignet dh ^teniht^HfnS l le bic verliest ben mit ia P vechsel. ls, in Der lebten Sjb? nheit, baß bie tew. m Quadratmeterfr:p.- Hhalb einige fangen Seite in ihrer zdaiotiai itzmde nichts g$. Lom neten anderen anneS gt Anzahl Beispiele aus diese diese TcklarM in Diele ommission himsgrhe. 1 Mäßen gehandelt, die fr. mg, daß Die wijiiori bitten beeinffti/'ien lasser tiert. 6r W mm ein c Ehrenämter, ilebrigeni nission, zuständig sei dü die die ZchäMg W ür bie Ät. W angenommen meiden, tu Mrnng bet WM Kaufrs hätte deMrÄc i bic Grundlage iM mb ermöglichten riß «ra nft aus stellten de E. tonötcil dar i Segen und M30; dien wohl ^uand su W 'i zm Teil brsrnM n ' 2ie Stommniwn ^ i Baulandes WM J Ersahmngssatz PMJ: n man auf M _ tS ttcr ^lB39ir9 W er ^be A c's^^' Der feite. «"AiTÄ au\-r öfrcntli^"- tung 5lI5 nM; ZtanbDU^ f)dl)( * . M/N 'N' lC bebaut «g raven, Reiben E des anl,eg 2ujt M • "fränen^^^ nmfll ke . mmTnii)1011' TeinWfl$ gesagt^ jaiier Rtilfr' „rtit DM 11 n"h Lfr unier^B ' r'n. .WallL6etlt E- i e-n , m"' * dm Touristenverkehr immer mehr in denselben cirrzulenken. Es wäre daher zu wünschen, daß dieser vorzügliche Führer recht weite Verbreitung fände. Univerfttäts-Nnchrichten. Frankfurt a. M., 22. April. Die neu habilitierten Privatdozenten Dr. pbil. Fritz Maye r und Dr. med. Ewald hallen ihre ö f i eit 11 i d) e Antrittsvorlesung am 1., bezm. 3. Mai im Hörsaale über das Thema „Ter Stein der Weisen", bezw. „Bedeutung und Entwickelung der sozialen Medizin". <5crid?tsjaaL Leipzig, 22. April. Tas Reichsgericht verwarf heute die Revision des Fuhrknechts Viktor 2llsons Kueny der vom Schwurgericht in Mühlhausen (Elsaß, am 11. März wegen Raubmords zum Tode verurteilt worden war. VcrmticMes. *' Das neue San Franzisko. Ms in den schrecklichen Apriltagen des Jahres 11)06 das von dem Erdbeben erschütterte cait Franzisko in lohenden Flammen aufging, zweifelte man nicht ohne Grund, daß der Wiederaufbau einer neuen Stadt sich nicht so rasch vollziehen würde, als amerikanischer Unter- nehmungsmul es vorhersah. Daß bereits heute, nach drei Fahren, an Stelle des alten San Franzisko ein neues größeres und prächtigeres entstanden ist, tiiür gibt der „Calonizer" überzeugende zahlenmäßige Aufschlüsse. Durch die Katastrophe waren damals nicht weniger als 469 große Gebäudegruppen vernichtet worden, darunter das Rathaus, die größten Geschäfts- und Fndnstrie- gebäude und die. Hotels. Der Schaden betrugjnefrr als 21.> Milliarden Franks. Heule erheben sich an der Stätte des Unglücks bereite 16 831 völlig neue Gebäude, wo vordem 28 000 alte kleinere standen. Denn die neuen Häuser sind durchweg größer angelegt, so daß die IG831 neuen Bauten einen größeren Flächen- ramn bedecken als die alten 28 000. Die neuen Bauten repräsentieren einen Wert von 600 Millionen Mark, 100 Millionen mehr, als die zerstörten Häuser. Man hat die furchtbare Lehre des Erdbebens nicht unbcherzigt gelassen; alle neuen Häuser sind vollkommen aus Eisen und Zement hcrgcstcllt. Tie interessanten Zahlen finden ihre Ergänzung in den Schwankungen der Be- oölkerungsziffer vor und nach der Katastrophe. Bor dem Unglück zählte San Franzisko 450 000 Einwohner; nach der Verheerung sank die Zahl auf 350 000. Aber unmittelbar nach Beginn der WiederherstellungSarbeiteii wuchs auch die Einwohnerzahl, je mehr die Bauten vorfck,ritten, um so schneller; das neue San Franzisko zählt freute 507 339 Einwohner, also fast 60000 mehr als in der Zeit, die der schweren Heimsuchung voraufging. Kleine TageschrorrU. In der Schlucht von Münster im Berner Iura erfolgte gestern ein großer Felssturz, als zwei Mdfahrer puf der durchführenden Straße vorbeisausteu. Sie wurden von den Steinen nicht getroffen, aber von dem Luftdruck in den Nirs-Fluß geschleudert, wobei der eine tätlich verletzt wurde. Fn die Kaserne des 4. Pionierbataillons zu Magdeburg schleppte ein Osternrlauber die Dipht herit is ein. Etwa 20 Pioniere erkrankten. Die kürzliche Ausstellung füir Beförderung des Gartenbaues in den preußischen Städten verzeichnet einen Unterertrag von 50 000 Biark. Bon einer groben Feuersbrunst wurde der Ort Bichel int Kreise Ruppin heimgesucht. Fn kurzer Zeit brannten 14 Gebäude, die umsaugreichen Besitzungen von nint Bauern, nieder. Als mutmaßlicher Brandstifter wurde ein Knecht in Hast genommen. Auf dem Rangierbahnhose in Deutich-Oth überfuhr eine L 0 k 0 m 0 l i v e eine R 0 t t e von 8 Arbeitern. 2 wurden getötet, 4 schwer verletzt. Der funkentelegraphischen Station des. Eiffelturmes in Paris gelang ein Mchrickftensmstnuscb mit der Marconistation in Glace Bay (Eanadai, über eine Entfernung von 5000 Km. Aus den Trümmern von Messina wurden bisher 25 000 Leichen geborgen. Es wird angenommen, daß unter den schwer zugänglichen Schutthaufen noch 45 000 Tote liegen. Handel. W i c n, 22. Avril. Der Rechnungsabschluß der Südbahn für 1908 ergibt unter Zugrundelegung der Erfordernisse für die 3proz. Obligationen nach dem alten Tilgungsplane ein Mindererttägnis von 8 072 622 Kr. gegen einen Erttagsübersckmß von 1 297 58.3 Ar. im Vorjahre. Demnach ergibt der 'Mschluß eine Verschlechterung von rund 9' 3 Mill. Kr. Die in das Miitdcr- erträgnis embeziogene Erfordernis für die unterbliebene in dem Tilgungsplcure vorgesehene Verlosung der 3proz. Prioritäten im Jahre 1908 betrage fast 3 Mill. Kr. Märkte. ke. Frankfurt a.M., 23.April. Heu- und Strohmarkt. Angeiahren waren 7 Wagen Heu und 1 Wagen Stroh. Bezahlt wurde für Hell Mk. 4.00.—4.20, Stroh Mk. 3.00—0.00. Die Zufuhr stammte aus den Kreisen Dieburg und Gelnhausen. Der Markt war schnell geräumt. Gießener Wetterdienst. voraussichtliche Witterung für Hessen am Samstag dem 24. April: Wechselnde Bewölkung. Regnerisch. Etwas kühler. Westliche Winde. Grigenal-DrahtmelSnirgen. Köln, 23. April. Wie der „Köln. Ztg." aus Konstantinopel gemeldet wird, beschlossen die Abgeordneten und Senatoren in ihrer heutigen geheimen Sitzung zu St. Stefano mit 150 Stimmen die Absetzung des Sultans. Bedenken bestehen lediglich wegen des Zeitpunktes der Absetzung. Hannover, 23. April. Wieder einmal taucht das Gerücht aus, daß anläßlich der bevor stehenden Neubesetzung des K u l t u s ministeri 11 m s dieses in zwei Ressorts geteilt lverden soll. Wie der „Hann. Courier" berichtet, soll der Ministerialdirektor Tr. Schwartzkopff für Kultus- und Medizinalangelegenheiten, der Frankfurter Oberbürgermeister 2ldickes für die Unterrichtsangelegenheiten in Aussicht genommen sein. Wien, 23. April. Tie ungarische Krise droht sich in schärfster Form zuzuspitzen. Kaiser Franz Josef ist durchaus nicht zu einem Zugeständnis der Koalition gegen über bereit. In maßgebenden Kreisen der Kossuth-Partei befürchtet man ein neues Regime Fejervarh. Paris, 23. April. Echo de Paris versichert, daß die National-Verfmnmlung in San Stefano den Thronfolger R e s ch a d zum Sultan proklamiert hat. K 0 n st a n t i n 0 p e l, 23. April. Dem heutigen Selamlik wird mit Spannung entgegengesehen. Man glaubt, daß die Entscheidung nahe bevorsteht. Konstantinopel, 23. April. General Schewket hat feine letzten Jnsttuktionen erteilt. Die Truppenkonzentrationeu. sind beendet. 35 000 Mann lagern einige Kilometer vor den Toren der Stadt. Der E i u m a r i ch soll nunmehr voraeuommeic werden. MahN>ud Mukhtar Pascha, der mit 1000 Gendarmen aus «aloniki cintraf, wird daun in Konstantinopel den Sicher heitsdieust übernehmen. — Der Sultan berief gestern sämtliche Prinzen ins Palais. Alle Prinzen bis auf Refchad folgten dem Rufe. Saloniki, 23. April. Da die Unzufriedenheit unter den Albanesen zunimmt, hat sich Dschawid Pascha nach Mitvowitza begeben, um die dort versammeltten Albanesem führer zu beruhigen. Saloniki, 23. April. Der Scheich ul Islam wurde aufgefordert, eine heilige Schrift des Inhalts auszugeben, daß ein Herrscher, der einen Meineid geleistet habe und treue Söhne des Vaterlandes umbrinc^en ließ, die äußersten Konsequenzen tragen müsse. Ter Scheich stimmte aber nur einem Thronwechsel zu. Teshalb soll au seiner Stelle der Mufti von Mitrowitza Sckteich werden. Beirut, 23. April. Fn Antakias wurde die Hälfte der armenischen Bevölkerung massakriert. Teheran, 23. April. Der englische und russische Vertreter verlangten gestern auf Weisung ihrer Regierungen die Wiederherstellung der Verfassung, die Reorganisation der Verwaltung, Entfernung des Großwesirs und Kriegs Ministers, Amnestie für die Nationalisten. Der Schah verlangte eine kurze Bedenkzeit. Man erwartet allgemein, daß der Schal) nunmehr infolge (Geldmangel durch die Besetzung der Zollämter dem russisch-englischen Truck nach- geben wird, widrigenfalls er von Rußland und England fallen gelassen würde. Tie russische Besetzung Nordpersiens macht schwierig Fortschritte. Gegen 800 Russen stehen ans persischem Boden verteilt. im fast vollendeten 48. Lebensjahre. Wiesbaden, den 22. April 1909. Die Beerdigung findet am Sonntag dem 25. April, vormittags 10 Uhr, vom Sterbehause Walkmühlstrasse 15 aus auf dem neuen Friedhof an der Platterstrasse statt. D2,L Im Namen der Hinterbliebenen: Richard von Conta Oberst und Kommandeur des Füsilier-Regiments von Gersdorff (Kurhess.) Nr. 80. Heute vormittag 73/4 Uhr entschlief nach langem, mit grosser Ergebung und Geduld getragenem Leiden meine inniggeliebte Gattin, unsere teuere Mutter, unsere geliebte Schwester Bekanntmachung. Aus der Plockiichcn Stiftung find alsbald atvet lebens lSrrgliche Pfründen in Höbe von je 3G0 Mark jährlich au zwei würdige, arme weibliche Personen, geborene Gießenerinnen, au vergeben. Die Pfründnerinnen treten als Pfleglinge in die Brovinzial-Siechenanftalt hier mit den für Selbstzahler bestimmten Vergünstigungen ein. Meldungen nimmt bis 15. Mai 1909 das Städtische Armcn- amt, Neuen Baue 25, entgegen Gießen, den 20. April 1909. B23/.» Die Armendepulation der Stadt Gießen. , _______________________K ellci.___________________________ Bekanntmachung. Am Mittwoch dem 28. April d. Is., nachmittags 2 Uhr wird in der Wirtschaft Bepler zu Hörnsheim die Fischerei in der Gemarkung Hörnsheim auf 6 Jahre öffentlich an den Meistbietenden verpachtet. B33/* Groß-Nechtenbach, den 22. April 1909. Der Bürgermeister. Plilssophemld Täglich dreimal frisch gemolkene Milch. Jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag Waffel« A Stets guten Kaffee, 2 Kuchen und Gicbdrf. Arbeitsvergebung. Die zur Unterhaltung deö allen Rathauses erforderliche Weinbindcrarbeit soll Freitag den 30. Avril d. Is., vorm. 103/4 Uhr, öffentlich vergeben werben. Arbestsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote ans Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zur genannten Stunde an uns einzureichen. Zuschlagssrist 14 Tage. Gießen, den 20. Avril 1909. (BM/4 Städtisches Hochbauamt. Gerbet. Miripi. Apparate und [2073 sintl. Bedarfs-Artikel ist mein [2384 Nervenstärkend kraft- n. blutbildend Lieber Nacht | trocknen die Fußboden Farben aus der Victoria-Drogerie Adolf Bieler, Marktstr. 5. Teleph. 555. empfiehlt Central-Drogerie Emil Karn. Schulstraße. Schulstraße. Nähr- ufid Mipgs-lMr V1 Fl. M. 2.50, Vs Fl. M. 1.50. Germania-Drogerie Carl Seibel. — Frankfurter Str. 39. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme während der Krank- heit und bei der Beerdigung unserer lieben Gattin, Tochter, Schwieger- tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Margarethe Lang geb. Mank K sagen wir Allen, insbesondere der hiesigen ev. Schwester für die hingegebene Pflege, sowie für die zahlreichen Blumenspenden unseren aufrichtigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Wieseck, den 22. April 1909. 2428 ||jj Heute verschied sanft im Alter von 82 Fahren meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Tante und Schwägerin Fra» Wiihellllilie TömM verw. Eidmann, geb. Schütz. Gießen lLöwengasse 19), den 22. April 1909. Im Namen der Hinterbliebenen: Heinrich Sommerlad Familie Eidmaun. Beerdigung: Sonntag den 25. April, nachm. 2l/2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus. [02916 Freisinniger Verein. Freitag, 23. April d. Is., abends 8 Uhr, im Cafs Ebel Oeffentl. Versammlung Vortrag des Herrn Gutsbesitzer Dr. Fischer aus Landsberg am Lech über: Liberalismus und Bauernstand. Jedermann ist willkommen. Freie Aussprache. v21/«____________________________________Der Vorstand. Kraftborn feinstes Malzkraftbier aus der Dortmunder Ritterbrauerei A.-G» empfiehlt Originalfüllung per Fl. 20 Pf. exkl. Glas Gotth. Röhrle, Bier-HMlilig Telephon 344. (.2397) Marburger Str. 7. Amtlicher Teü. Gießen, den 20. Avril 1909. Betr.: Tie Fürsoraelasse für Beamte und Bedienstete der Landgemeinden uno Kommunalverbände. Das Gralrheriogliche Dreisamt (Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden, die Vorstände der .Äirchcngemeiudcn, idraclitischeu Neligiouagemeinden, Verwaliuugcu der Stlitangeu, DrtifraufenfaRcu und Vic übrigen AustclluugSlörverschafteu Des öfteren werden von den Großherzoglichen Bürgermeistereien usw. Briefe als portopflichtige T i e n st - fache an den Verwalrung^rat der Fürsorgctasse für Beamte und Bedienstete der Landgemeinden und üvmmunal- verbände zu Darmstadt eingesondt Dies ist unzulässig. Sie wollen deshalb von nun an Briefe usw. an die Für- forgekasse nicht alS portopflichtige Dienstsache, sondern *- n n f i e r t einsenden __3. V.: Tr. Merck.__________________ Bekanntmachung. Betreffend: Die Abhaltung von Üörternnnen zwecks Aufnahme von Zuchttieren in das Herdbuch. Die Körkommission für den Kreis Gießen wird nachstehende Körtermine abhalten: 1. Donnerstag den 29. April: zu Heuchelheim vormitt. */,11 Uhr, Klein-Linden nachm. 1 Uhr, Großen-Linden nachm. 3 Uhr. 2. Freitag den 30. April: zu Steinbach norm. 9 Uhr, Watzenborn vorm. 12 Uhr, Steinberg mit Leihgestern nachmittags 2 Uhr. 3. Samstag den 1. Mai: zu Grün berg vorm. 9 Uhr, Weickartshain mittags 12 Uhr, Stockhausen nachm. l */t2 Uhr, Lardenbach nachm. */i3 * Uhr, Klein-Eichen nachm. V,4 Uhr. 4. Samstag den 22. Mai: zu Lauter vorm. l/210 Uhr, Oueckborn mittags 12 Uhr, Göbelnrod nachm. 3 Uhr, Beltershain nachm. ll,5 Uhr. Die Züchter von Vogelsberger Vieh, die ihre Tiere in das Herdbuch eintragen lassen wollen, werden ersucht, dieselben an dem hierzu zu bezeichnenden Orte auszustellen, damit die Arbeiten der Kommission ohne Aufschub erledigt werden können. Gelegentlich der Hcrdbuchkürungen können Fasel- tierc aus dem Wege der Sonderkörung auch für den Kreis angekört werden. Gießen, den 15. April 1909. Der Vorsitzende des LandwirtschastSkammer-AuSschusscS für Oderheflen: B,e/4 Korell. Verqrbnnq von Erd- u. Maurerarbeit. Tic Herstellung einer flebrictii- und Aschengrube im Hose der höheren und crroeiterlcn Slhbroenftbule soll Mittwoch den 2H. Ilvril d. ZS., vorm. 11 Ubr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei und zur Einsicht offen. Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, sind biö zum genannten Termin an 11116 etnzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. B”/t Gießen, den 30. Avril 1909. Städtisches Hochbauamt. G erbet. Arbeitsvergebung. Die zur lausenden Unterhaltung der Gebäude in der Hosrcitc Schloßgane criotbcrlidie Wcistbinderarbeit soll Zrcitaa den 30. Avril d. Zo., vorm. 11 Ubr, öffentlich vergeben luerben. Arbeiisbeschreibnng und Bedingungen liegen bei unS zur Einsicht offen. Angebote au» Vordruck, der üaielbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitvunkt an und einzureichen. ZinchlagSfrist 14 Tage B”/< Gießen, den 20. Avril 1909. Städtisches Hochbauamt. (Kerbel. Arbeits-Vergebung. Die aut Unterhaltung des Geräteschuppens an der Rodheimer Straße erforderliche Wcistbinderarbeit soll Freitag den 30. April d. Zs., vorm. 10 Ubr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeichrcibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote ans Bordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin an und einzureichen. äuschlagssrist 14 Tage. leben, den 20. Avril 1909. B"/< Städtisches Hochbauamt. Gerbet. Bilanz am 31. Dezember 1908. Aktiva. uK, An ausgeliehenen Kapitalien: geg. Obligationen 73 521.14 geg. Bürgschaft 181293.13 geg. Güterkaufgelder 12 725.32 geg. Wertpapiere nach dem Kurs am 31.12.08 10664.86 Kafienvorrat 4 873.83 Ausstände 10 563.66 Mobilia, 68 68 Passiva. Ausgenominene Kapitalien 280 230.22 Geschäftsanteile der Mitglieder 1196.— NeservefondS 3 814.25 BetriebSrucklage 3 867.53 Reingewinn 1102.57 292 710.67 292 710.57 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1907 171 Während 1908 gingen zu — Während 1908 gingen ab 5 Daher Stand der Mitglieder Ende 1908 166 Leihgestern, den 21. April 1909. Spar, und Vorschußverein Leihgestern, eingetragene 2425) Genossenschaft m. unbcschr. Haftpflicht. Will, Direktor. Weller, Rechner. Ter Herein ftreuniiinneii junger Wchen ladet Stützen, laidru- und Kinderfriiuiein zu einem Tee-Abend aus Sonntag den 25. April freundlichst ein. «»fang 8 Uhr. Ende 10 Uhr. DereinSzimmer: Satfcrhof, Lonneuslraße, 1. Stock, Eingang durch den Hof. Statt Karten. Toni Rothschild Martin Strauss Verlobte. Giessen, April 1909. 02893 T»e noch rückständigen Rcchunngcn über Leistungen und Lieferungen für die hiesigen evangelischen Äirchcu- gemeindcn bittet man bis ;um 30. d. Mts. einreichen zu wollen. B**,; Gießen, den 22. April 1909. Zur den evangelischen Gesamtkircheuvorstand: D. Schlosser. Zu dem am 26. Mai do. Zo. im neuen Saale des Hemschen Hofd in Butzbach (vis-ä-vis dem Lahnhof» ftar.flnbcnbcn idrael. Pfingstbaläe ladet ergebenst ein 24271 DaS Komitee. NB. Die Muük wird audgcsührt von der Kapelle bed 6. Thür. Ulanen Negiinemd aus Hanau. Tjr ,>ur Svcjjkn und Getränke ist bcstcnc geiorgt. "MI Mangelhafter Haaiwuche ist ganz rasch beseitigt, wenn man Kammfett statt Pomade verwertet. Der Erfolg ist ganz unglaublich, ober wahr. Zu haben bei: 12422 M. tteßler, Rostschlächter. 02W4, 3 Bcttladcu in:i Stroh- malrahe zu v rk. Walliorstr. 6 l. Eine gebr. Bvbrmafchiuc, neu bcTnerimtet, für Krall- und Zust- betrieb, eine flerne Wandbob r maschine, eine neue ungebrauchte Stauchmaschine für Schmiede, cm Heiner Blasebalg sind billigst abzugeben. 102912 H. Schön, Liebigstraste 6). 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