Nr. 19 auch die Aerzte treffen soll, die schon feit Jahren in Italien ansässig sind, bedeutet es eine große Härte. Sowohl int Interesse der in italienischen Kurorten praktizierenden deutschen Aerzte, wie in dem unserer dort Heilung suchenden Landsleute, wäre es daher gelegen, wenn die deutsche Regierung baldigst ein Gegenseitigkeitsverhältnis mit Italien anbahnen würde. Aber nicht nur mit Italien, mich mit England, dessen Kolonien deutschen Aerzten jetzt verschlossen sind, sollte ein solches Abkommen getroffen werden. Bei der in Bälde zu erwartenden starken Zunahme der deutschen Aerzte ist die Erleichterung der Niederlaffmtgsmöglichkeit im Auslande ein dringendes Bedürfnis. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. In dieser Woche wurde die direkte Telegraphenver- dtndung London-Karschi ((Souüeniement Bombay) über Teheran eröffnet. Die Enliernung beträgt 9000 Kilometer. Es ift die längste Telegraphenstrecke und vertäust fast ausschließlich über Land. Redaktion, Expedition und Truckerei: Schul- ftraße 7. Expedition und Verlag: es® 5L Red aktion: 112. Tell-Adr^AnzeigerGießen. Gietzener Chealerverein. Gesamtgastspiel des Grotzh. HoslheaterS und der Hosrrmstt in Darmstadt. Der Troubadour. Der Melodienreichtum Verdis bezaubert doch immer Wieder von neuem, bie Wirkung dieser UHufif scheint nimmer verblassen zuttvollen. Und so hatte denn auch die gestrige Ausführung dD^Troubadour* wiederum ein zahlreiches Publi- Bum ins Theater geführt, so daß alles big aus den letzten -Platz besetzt war. Die Aufführung selbst war nahezu muller- ziltlg, und die Darmstädter Gäste verstanden es auch dieses Mal, sich aufS neue in die Gunst der Zuhörer hincin- ziischmeicheln. ÄuSgezeichnet war vor allem die Regie des Lberregisseurs Val deck. Die einzelnen Bühnenbilder waren liS in die geringste Einzelheit sein und sorgfältig aus- xearbeitct und zu einer harmonischen Gesamtivlrkung abge- summt. Die prächtigen Bühnendekorationen waren vom Theatermcister (errn Jenny in Gießen hergcstelll Worden. Kapellmeister Kittel hatte die unsichtbare Künstler* shar des Orchesterraumes seil in der Geivalt seines Taklslockes Die Chöre, namentlich der Zigeunerchor und der Chor der Slonncn, waren sehr sicher und schön. Somit waren alle günstigen Vorbedingungen sür eine gute Gesamtaussührung gegeben. Die Solisten aber, auf die sich naturgemäß das Hauptinteresse des Zuhörers richtete, waren, roie, man es von den Darmstädtern ja nicht anders gewohnt üt, aus voller künstlerischer und stimmlicher Höhe. Besonders angenehm wirkte die kräftige und so überaus sympathische Stimme des Herrn Dram sch (Graf Luna). Die Darstellung war ein wenig steif und unbeholfen; aber Wirkung. Sehr gut, gesanglich und darstellerisch, war der Fernando des Herrn Drapal. Frl. Ja nczak' als Inez, Herr de Leeuwe als Ruiz, Herr Sautier als Bote und Herr 5Notz als alter Zigeuner führten ihre Heineren Rollen sehr hübsch aus. # n* — Zulassung zur Praxis itt Italien. Die Wtet igj fö< tlyti* d*i Lrlchetnl tätzlich mit Ausnahme des Sonntag«. Die „Gietzener Zamtlienblätter" werden dem ,91ntct(ier‘ viermal wöchenllich beigelegt, daS „Itrdsblatl für den Krcfs Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirlfchaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. wieder gut. Sehr sympathisch wirkte auch dec Gesang von Frl. Suchanek (Leonore); schade war es nur, daß sich die Sängerin in den Koloraturpartien so große Zurückhaltung auserlegte. Die Stimme ist sehr weich und zart und wohlklingend. DaS Spiel war gut. Auch Frl. A. Müller hätte als Azucena im 2. Akte vielleicht noch etwas mehr aus sich herausgehen sollen; die an sich schon schöne Wirkung diesei Partie wäre sicherlich noch um vieles gesteigert gewesen, so aber blieb hier die höchste Wirkung, die nur durch einen wilden TemperamentSausbruch zu erzielen ist, aus. Man denke, es ist doch eine südliche Sonne, die hier alle die schaurigen Ereignisse von verhexten, geraubten und verbrannten Kindern, von Gift und Brudermord beleuchtet. Es sind heißblütige Menschen; und nun gar noch Zigeuner. Am wirksamslen war Frl. Müller im 4. Akte in ihrem Duett mit Manrico. Ihr Pia- niksimo war herrlich. Die Darstellung war im Allgemeinen aus- gezeichnet. Herr Wolf bot als Mcmnco mit dec Stretta des 3. Aktes eine wahre Glanzleistung. Ec singt nicht immer leicht und mühelos, aber hier tat er's. Die Stimme gewann förmlich mit den höheren Lagen an Feuer und Farbe und Glanz. TeS schönen Duetts mit Azucena ist schon gedacht worden, aber auch die Duette nut Leonore waren von ausgezeichneter Gemaßregelte Zeitungen in Rußland. Sechs Petersburger Zeitungen, darunter „Retsch", „Storno" und die deutsche „PeterLd. Zig." wurden wegen Wieoergabe der Meldungen auswärtiger Blätter über den russischen Lockspitzel Azew mit Geldstrafen von 300—1U00 Rubel belegt. 2 e r Sultan unwohl! Nach Londoner Vlattermeldungen aus Konstantinopel trat bei der Liebllngssrau des Sultans, die schon seit längerer Zeit unheilbar erkrankt war, vorgestern der Tod ein, der den Sultan außerordentlich betrübt Dem Blatte Jkdam zufolge desindet sich auch dec Sultan seit einigen Tagen unwohl. ________________________ Sottt:?che Tagesschau. Aeoderung der Gefch'astZordnuug des Reichstages. Die GefclKftsordnunc'.sb.mmii,ion des Reichstage» oeschloß in (tyrer freu Ligen Sitzung, daß sie in einer Besetzung von 28 Mitgliedern für die ihr üoerwiesenen Anträge zu entsä)erden haue, dre sich aus das Znterveliation^recht usw. beziehen, daß lie auer fni Llle übrigen Fragen nur eine normale Besetzung von 14 Mitgliedern Haven soll. Auf Grund einer Zusammenstellung der ixuijUneÜcii 3tage.i trat man gestern in bte BescpNltzsanung em iciü) zivar erstens üuer die F-rage: Wie Hut die Beya,».älung ein» erbrachter Interpellationen von Seiten dcS Reichskanzlers zu et» 5)1 gen? Angenommen wurden folgende Anträge: (LZ soll unter* schieden ivt-ioen, ov der Reichskanzler sich Zur sofortigen Bcant- Noortung bereit erklärt: in diesem Falle sofort; oder ob der Mieiä-slänzier die Beantwortung ablehnt: in diesem Falte so- bort Wenn dec Reichskanzler einen späteren Tag bestimmt, an b«mt er antworten will, ist zu unterscheiden, ob dicscr Tag inner» zwei Wochen von der Einbringung an liegt: in diesem Falle 1 en dem vom Reiässkanzler bestimmten Tage; oder ob dieser Tag außerhalb dieser Frist liegt: in diesem Falle kann der Ovetaivtng Erschließen, ob und wann er eine frühere Besprechung vorne hrnni lütU. Ties: Beschlußsaisung hat in einer der meisten drei Sitzungen o (yne Diskussion zu erfolgen. Wenn der Reichskanzler eine Erklärung, ob urw wann er eine Interpellation beantworten wolle, nicht abgibt, bestimmt der Reichstag die Zeit der Besprechung. Ferner soll an der in der Praxis nicyt burchgestihrten Bestimmung t>er Gescl)ästsvrdnung sestgehalten werden, nach der der^ Präsident in der nächsten Sitzung des Reichstages den Reichs canzler । mgi, ob und ioaiui er die Zuterpellaiwn beantworten werde. Schließlich wurde beschlossen, daß em Antrag auf Besprechung einet Interpellation, die der Reichskanzler beantwortet oder ab- Sckehitt hat, der lluterstutzung von 3U Mitgliedern bedarf. 6io üderraftheudeS Wahlresultat. Bei der NeichSlagS-Ecfatzwahl in Siegen wurden abgegeben für Vogel (natl.) 17 924, für ßie. Wtumm fehtistl -soz.) 15 699 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt- — Im ersten Wahlgange bekam Mumm 13 436 Stimmen' , fein chrlstllchsoztaker Gegenkandldat 957. Die National- Hbcralen hatten 7824, die freisinnige Vereinigung 4182, das Zentrum 3049 und die Sozialdemokraten 17u7 Stimmen. M äes* Unsere sgBss 1®*! tätigung des DeutschNims zu verekeln trachte, und bemerkte, die Deutschen werden in Prag keinen Fuß breit und fernen Hauch dessen preiegeben, was ihnen gehört Wenn die bieaicrima nicht imstande fei, die Rechte der deutschen ©möenteii in Prag, an der . Slätte der ältesten denlschen Universität, Farben zu tragen und ihr Teulfchtiiln zu bet öligen, zu schätzen, so werde sie uiu so werugei den nalionalen Frieden schaffen können, dessen^Präliminarien ui einer Enquete ouegehandelt werden sollen. Redner appellierte schließlich an die Regierung, den Denlschen den erneÄ Kuliucstaatee ivütbigen Schutz angedeihen zu lassen. (.Leüall.) Ausschreitungen farbiger Polizeisoldaten. Die .Nordd. Allg. Zig." schreibt: Hebet Oie ÄuZschreitungen einiger ’avbiger Polizeifotdolen un Hinteriande twxi Sudlameiun, über die bereits private Metdnngen durch Die fresse gegangen sind, ist inzwischen auch der Bericht des ®ouveiirem-eni5 an amt- lieber Stelle enigetroffen. Stach demselben haben laiiochtich Po- lizeisotdaten der Station Fannde in Teng-Teng Jdiroere Aus-, jchreilungen gegen Eingeborene und HcmsjaS oeiub-i. Em em-! aeborener Häuptling ist' an den ertitlenen Verletzm^n geitorben. '2lnf dem Wege nach Jnunde, wohin die Schuldigen von dein Stationsleiler in Foto geschickt wurden, sind einige von den Te° hquemen desertiert und Haven sich dann vermu'Mch an den Kämpfen bei Baturi beteiligt, in denen — wie oere.ts tcidjer gemeldet — Leutnant Reuter tötlich v-erwnirdet wurde, vauptnrann Dominik begab sich alsvald persvlllich nach DrngTTeng und stellte et ne angehende Unterjuajung an. Zhc Ergebnis war, datz drei Polizeisvidaien zum Tode oeturteilt lvorden find. Einer von ihnen wurde, nou) ehe das Urteil vollstreckt wrrden konnte, von »einen eigenen, über die Ausschreitungen selbst in hvchltrm .Ucotzr' ausgebrai.-ten Stammesge>wsten gelyncht. L>er. Gour>etneut fral einen weiteten Bericht in Aussicht gestellt ,—^^__*üenoeutr , Wl«W Ml Senn«, ' ®ss"8 Konzer NMK «WW fl Somita«, ben A > vmchoben. tirrj Äniwnn wtrb notbb nn_1 Rieben, wann brr innnhcL^ctJorite nieili— -n ton M e-'TA0Z 1 w-J-S , JWMt Ä85*» LM AM» Kongostaat und d:utsche Diplomatie. In der Vudgetrvmmi,sa)ri des prein-s.ages erklärte gestern t>et Staatssekretär dcS Ausinärtigen aus eilte Anfrage hm,tätlich des Ko n go sta a tes: Die belgisckL älegienmg machte uns bic Mitteilung, daß nach der Annahme der betceifenben Ge»etze durch twtd Parlament und deren Sanktionierung durch den Komg die i»uoerane Gewalt des Kongostaatcs am 15. Älovemöer aus Bel- Lieu übergegangen fei. Wir Haven von dieser Mitteilung Kennt- ir's genommen. Die Angliederung dos Kongo,toates an Belgien ist damit auül uns vollendete Tatsache geworden. — Der Staatssekretär besprach sodann die Haltung Deutschlands in der Angliederungsfrage und fuhr dann fort: Der Umstand, dag, Deubschlaud der Uebetnahme deS Kongostaatcs durch Belgien kcuicr- ld Sck-wiecklgkeiten bereitete, bedeutet nicht, daß Deut,wrand als Signatar her Kongo-Akte mit allem, was fia) im ehmiaiigen tlongvstaat zutrug, einverstanden ist. Auch wir hatten Manches On den borügen Verhältnissen auszusetzen. Wir Haven aucr stllö angenommen und sind auch jetzt üoerzeugt, daß unter belgifayer Tercscl)ast eine Sanierung der in der Oesfentlichkeit |o viel gerügten Zustände eurtreten werde. Zum Schlüsse der Sitzung der Buoget- Lmmission kündigte der Staats!etcernr eingehende pltit-- Teilungen über die Frage des diplomati> cuen Lienstes. Er halte es sür aussichtslos,diedeut f ch c Diplomatie nur mit Worten gegen d ie vielfachen Nngtisseer-solgreichzuverteidig en. deren Gegenstand ssie namentlich in der Presse gewesen sei. Die Drpwmatie müsse stich das Vertrauen, das ihr an manchen Stellen gegenwärtig nicht bezeigt werde, durchTaten erwerben. Aber er wolle doch das Eine betonen, dag, bie Angriffe gegen unsere Vertreter im Auslande, sowie man sie näher prüfe, meist sich in nichts auflösen und der greifoaren Unterlage ent» Mehren. Vielfach ici auch die irrige Meinung vertreten, daß die Politik iü ihren großen Zweigen von unseren Vertretern brauben bestimmt werde. Tie Zentrale allein leite die ^litik im Dllgrmeinen wie im Einzelnen; sie allein habe die Verant- yortung zu tragen und übernehme sie in vollem MaM. Angelegenheiten Böhmens. In der gestrigen Sitzung des österreichischen Abgeordneten- lauses gelangten fünf Dringlichkeitsanträge, die Angelegenheiten Bödmens betressend zur Verhandlung. Abg. Wolf jchilderte Oie Noc'älle in Vrag, wo man den Teuifchen dg? Leben und die Be° Srtzuttg Oer JsraOiöcrorOnctcn« Gießen, 21. Jark. (Schluß.) Gelanderrwerb für die Bahn Lollar-Londorf. Der Vorsitzende gibt Keniunis von dem Urteil des Kreis- ausschnsses. des Kreises ßrict-berg bezüglich der Ausbringung dec St oft eti für den Geländeeriverb zur Nebenbahn Lollar-Londori. Tie Stadt ist (wie wir seinerzeit beamteten), zur Zahlung von 45,69 Proz. der Geländeeaverbskoslen per urteilt worden. Tas machte nach einer damaligen Berechnnng rund 107 OUO 'Ulf., welche Summe fiel) inzwischen auf 113 975 $IL erhöht Hal. Tas Urteil wurde in Friedberg mündlich verkündigt, ist aber bis jet-t der Stadt noch nicht 'zugesiellt worden. Tagegen hat die Landes- bypochekendank am 31. Dez. v. I. sich schrnlllch erboten, den auf die Siadt Gießen eiufnlleiiDen Anteil Oer GeländeerwerbLkosten, die semerzeu von Oer Bank vorgelegl worden sind, auf die eiaöt zu überschreiben. Ter Vorsitzende hat ihr geantwortet, daß der Stadt em Urteil bis jetzt nicht zugegangen jet unO sie unter allen Um° ständen Relurs veriolgen werde. In diesem Sinne beantrage er jeut schon, gegen das Urteil Oes Kreisansichusses zu Friedberg Be- ru'ung emzuiegen und Geh. Zuiuzral Dr. Guisteisch zu ersuchen, die Siadl auch »ernerhm m der Angelegenheit zu vertreten. Stadtv. Haubach findet es sehr mectwürdig, daß eine Bahn gebaut werden tonne, Oie kaum einen Vorteil für Oie Stadt biete, ihr aber erhebliche Spier awerlcge. Tte Lage von Gießen an der nordlvestlichen Grenze bringe ihm ohnehin viele ^Nachteile m Bezug aui feine Verlehrsverhällnisje, da die preußische EitenbahnpoMik naturgenräß die Interessen der preußischen Orte -u fordern fuchs. Er erinnere nur aii die Führung der Bahn ins Hinterland von Niederwalgern au-, die den starten Verkehr zwischen Giegen und 'öcin Hinterland zugunsten von 'jJiarburg sel;r beeinträchtigt habe. FrmM,rt wurde even'alls zu unguiiltcn von Gießen bevorzugt- Taß die kleruereu oirerhefstichm Städte unter sich bessere Bahnverbindungen haben wollen, sei natürlich tuib nicht zu beanltaubcn. Gießen habe aber dadurch manche -Had)teile, weshalb man erwarten dürfe, daß den Gießener Verkehrswünschen feine Hindernisse bereitet würden. Statt dessen mache man ihm stets -Lchwterig- feiten, wie man bei der Entwickelung Oer Kleebachtaldahn- Angelegcnheit »ehen könne. Er ersuche unseren Landtag-abg. Dr. Gul flei sch, diese £ tilge nn Landtag zur Sprache zu bringen. Siadw. Tr. Gutf letfch ist mit den Ausmhruugen deS Vorredners vollständig einoerfiQnben. ES feien teilweise dieselben, die er in Friedberg vor dein 5lreisausjchnß gemacht habe. Die Grunde des Urteils feien zwar noch nicht bekam-t, aber für ihn siehe fcfi, daß es zu Unrechi ergangen fei. Von einer Aussprache mi Landtag verspreche er sich nach trüberen Ernährungen nicht all* zuviel, aber er werde bie Sacl»e zur Sprache btrngen. Wie sehr man Gießen m fernen Bahuivunschen vernachlchfigr habe, habe inan bei der ttoiizefsionspLtlängerung der Liebertalbahn gesehen. Während Gießen mit Vorarbeiten für die eventuelle Erwerbung der Bahn und ihre Verlängerung ins Hinterland beschäftigt ge- wesen sei, haue der damalige ^Teisrat von Bechtord auf Ansvage der Regierung, ohne die Stadt in Kenntnis zu setzen, einfach erELart, der Stonzejsionsverläugerung ständen Bedenkcu ntdjt un Wege. Gießen sei in den letzten Jahren geradezu von Bahnen umzingeU: worden, die ben Verkehr von hier abzietzen. Man habe aber nichts gesagt und den anderen oderhrssischen Städten die Bahnen wider* jpcucys- und neidlos zukommeit lassen. DaS werde uns aber letzt schlecht gedankt, wie bas Urteil ui der GelänbectWerb-Ange- legenheit beweise. Ohne unfer Zutun, gegen unseren Wlllen und ohne uns zu fragen ist die Bahn gebaut worden, veren Altert Gießen jetzt mitoezahleu soll. Ec fei der Ansicht, baß bas ixü Gesetz nicht richtig auslege, wenn es üblich werbe, die Ltodte zu Bahlwaukosten hecaitäuzieheii, an beneu sie höchstens un cm* serntesteu Sinne interessiert sei, bann geoe es keine Grenzen mehr nnb bie Neigung bet Städte, irgendwelche BaHnbouten zu unter* stützen, werde erstickt, z. B. Ur Gießen hinsichttrch der Bahn aaü) Mrichstein. Tie Eittscheiduirg sei deshalb gesol-rllch für bie wirtschastlichen Jnteresjen und die Finanzen der,-Städte. Er sei dafür, daß man das Urteü auf jede Weise angreue. Stadv. Heichelheim teilt mit, daß bie Erlaubnis zur Vornahme ber Vorarbeiten zur Kleebachtalbahn inzwifchen erteilt würbe und von ber Handelskammer bereits bie ersoroerlicheti Schritte eingcleitet wurden. Stadtv. Dr. Biermcr führt aiis, es sei nicht zu bestweiteik, daß Preußen in Eisenbahnsragen von seiner Macht rücksichtslos WU f« Ru dem t»n bet wn des Bvubcs ben^ otcnrciormcr veramwlN or;ra; con Dr. Strecker r -ie ftbWn GumdlaW k itcrjeiorm*, ter am M enb 8*;; W m v°iel M r-ofl von -Ceficn fontöR, dm L. Jim. M. Sc- Usammenkunf ?t Sammd Qiinj, (»QierfaüK Komman^ ,£■ iS ionntaß, den 21. Januar U WW zum Tünsberq. Sbfahvt &* «ach RMb- iftt wüllommev.________ Deutsches Ueich. Der vorgestrige Vortrag des Reichskauz* lers beim Kaiser dauerte ztvei Stunden, stand aber nicht im Zusammenhang mit der angeblichen BersttmmanL der Konservativen gegenüber dem Kanzler. Zum 5 0. Geburtstag des Kaisers kommen, wie jetzt fcststeht, sämtliche deutsche Bundesfürsten nach Berlin, mit Ausnahme des 88 jährigen Prinzregenten Don Bayern, der sich seines hohen Alters wegen durch feinen ältesten Sohn, den Prinzen Ludwig, vertreten läßt. Die Spannung zwischen den Konservativen u n d d e m F ü r st e n B ü 1 o w hat ben Berliner Mitarbeiter des Pariser „Matiw' veranlaßt, den konservativen Abgeordneten von Treuenfels zu interviewen. .Herr von Treuen- sels legt die bekannten Gründe ber Konservativen gegen die Erbschaftssteuer dar und meint dann, die Konservativen würden lieber die ganze Finanzresorm scheitern lassen, als diese Steuer annehmen. Ter bei den Konservativen durch die Landtagsrede Bülows erzeugte schlechte Eindruck habe fich verschärft. Das deutsche Weißbuch über Marokko ist dicuckfertig abgeschlossen. Der stellverlretende Gesandte in Tanger, v. Wangenheim, ift der Bearbeiter, er begibt sich in den nächsten Tagen auf seinen Posten nach Athen. Landtagsneuwah linBerlin. Nur un 12. Berliner Wahlweise soll eine Landtagsnenwahl vorgcnommen werden. , t ~ r Das sächsischeWahlgesetzist gestern in der Fassung der außerordentlichen Wahlrechtsdeputalion von der Zweiten Kammer mit großer Mehrheit angenommen worden. Zn der Steuerkommission des Reichstags beantragten die Nationalliberalen bei dem zur Beratung stehenden Gesetzentwurf über das Erbrecht des Staates, die Beschränkung der Großeltern auf die Borerbschaft zu slreichen. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen. Ebenso wurde Artikel A des Entwurfes mit 15 gegen 13 Stimmen angenommen. AttsLan-. Die König ick von Englano hat sich eine leichte Erkältung zugezogen, sodaß sie daö Zimmer hüten must Tieier Um- sUuw läßt ine Befüichllmg laut lueioen. Vast bte Königin mög- licherwriie nicht rutztzeitig wieber reisefertig sein wirb, um, wie aepiaill, an Dem Berliner Besuch des Königs teilnehmen zu können. _________________________ ber Geiana mochte diese geringe Unvolltomiuenhctt reichlich! „Münch. Med. Wochenschr." schreibt: In Italien wird dem- oer ^cian9 »wcyie . ' ----- ein Gesetz durch die Volksvertretung angenommen werden, das für die zahlreichen in Italien ohne italleu. Diplom praktizierenden deutschen Aerzte einen schweren Schlag bedeutet. Die Ausübung der ärztlichen Praxis sott in Zukunft von der Eintragung in die schon besteheudett provinziellen Aerzteverbände abhängig gemacht werden. Nur Aerzte aber, die in Italien approbiert sind oder üt einem Sanbe, das italienischen Aerzten Gleichberechtigung gewährt, können diesen Verbänden beitreten. Damit würde also den deutschen Aerzten an der Riviera, am Gardasee, in Rom usw. das Recht, bei ihren Landsleuten zu praktizieren, genommen. Soweit das Gesetz rückwirkende Kraft besitzt, also Zweites Blatt 139. Jahrgang Samstag Ä3. Januar 1909 /EW Q Waaa aa aam Rotationsdruck und Verlag der Vrüblichen MM M Unwersuäiö• Buch- und Siembruckeret. MbyMbk alQClgu .......- General-Anzeiger sür Gderhessen (^ebraucfi mache. Aber in dem in Rede st-'h.nde Fall handle d:r hessische Gesetzgeber rücksichtslcs uns 5trat in ausgesprochen agro’ rischem Eharakrer. Tie lebhafteste Krit'.k dieser ygidung. aus die sich das Friedberger Urteil stutze, in durchaus am Platze. Tic teilweise übertriebenen Eisenbahnmünschc, die in Hessen vorhanden seien, sollten aus dreie Weise durch Intcressensvb'r.n, die überhaupt nicht vorhanden seien, nnanziert w.rden. (rr schlage vor, daß die Frage dem hessischen Städ.::ag unt?rfa uct werde. Jedenfalls sei in dieser Frage nicht nach dem Grundsatz „iuum cuiove" gehandelt worden. Stadtv. Tr. Gut fleisch Mrt aus, daß Anregungen der Städtevertrcler in teer 2. Kammer bei dem dort vorhandenen agrarischen Uebergewicht leicht in das Gegenteil von dem ver- lehrt würden. Gerade Vrof. Tr. 3-ernt er habe sa kürzlich tn einem tmrchauS zutreffenden Artikel int ,,Gieß. Ans." nachge- miefen, wie sehr im direkten Widerspruch zur Zu ammensctzung der Bevölkerung in dec 2 Kammer das agrarisch« Uvmc-.tt überwiege. Es sei bedauerlich, wie machtlos die Vertreter der Gtäbtc in der Vertretung der Wünsche der Städte feien. Er habe es früher einmal gerade in einer Professor Tr. Bicrmer berührenden Angelegenheit unternommen, in der Kammer etwas SU erreichen, dadurch, daß er gegen die Errichtung der von gewisser Seite gewünschten nationalökonem schen ausgetreten sei. Aber seine Absicht sei damals gerade in das Gegenteil verkehrt tvordcn, denn die 2. Kammer hab« mit 34 Stimmen gerade eine solche Profes'ur verlangt. Rur dem ent» schlossen en Auftreten Prof. Diermers selbst habe man ju verdanken, von einer solchen Professur verschont geblieben y.i km. Die Versammlung stimmt hierauf der Einlegung der Berufung gegen das Friedberger Urteil zu. Schulon.elegenheiten. An den Übtaben- und Mädchen-Volksschulen s nd zu Cftcrn 194)9 wegen der grasten Schülerzahl 4 neue Klassen zu errichten und zwar soll je ein dreiklasiiger und je ein ttocj.amner je eine neue Klosse erhalten. Tie Unterbringung soll in den Schulbaracten erfolgen. Die für rwei Klassen bestimmte Baracke soll Lei dem Schul Hous an der Schi Icrstraßc und die abaebroch-ne em< llassige Baracke bei dem S^Ucßt nut 88 709,76 Mark ab. Ter Zuschuß der Stadtkasse betragt 41 410,42 Mark. Zur Rechnung des Realgymnasiums und der Oberrealsckule 'nutzte dle ^tadtkaste im Jahr 1907 einen Zuschuß von 49 875 Mark Insten. Di« drei Rechnungen tvurben ohne Debatte genehmigt. Tie Ohren- und Hautklinik. Stodlv Grünewald führt aus, daß die von der Stadt ;m vorigen Jahr tut tue Errlchiung einer Cfaen- und Haut- Tlmit gestifteten 100 000 Mark in der Erwartung bewilligt worden Wien, datz der Kltntkoau baldigst in Angriff genommen werbe Er frage an, ob her etnat die 100 000 Mark angenommen habe und wann mit dem Ban begonnen werde. Tie Angelegen!«: st sei um » .urniglicher, als seit dem 1. Januar b. IS. die Klinik der katavlnäx'n -Lck-weslern nicht mehr jur die Zwecke der Lbrenklinil zur vcrrügimg stehe. Mitteilung deS Vorsitzenden ist der Stadt über die Annahme der sttltung nichts zugcgangen, jedoch hat der Rektor der Umverfitat der Stabt im Auftrag der Regierung für du: Bewilligung gedankt. TaS staatliche Hochbauamt ist schon M„/?^erer Zeit beauitragt worden, Skizzen u'w. bcr neuen o^narbcUcn. Im neuen ^taatsvoranschlag stehe aber Stabte’k ° d>» fLen’aU* bie An'raae des v- ur durchaus berechtigt und vorn Miniuerium brr Änfer *U0CfeöL lv'cjbf "N Finanzausschuß tch« A n r 7 | n -iml Sonntag, 24. Jan., nnr von -tehenden Ä v 1 ul v(2 Ihr mittags bis 12 i hr nacht* tfa drinyonde Fäll* sicher Hnztitreffen : ID”/, Dr. Ploch, Attcrwe? "4. l)r. Schllephake, Goethestr. 44. I)r Wagner. West-Anl >re 49. Sonnia« d.^4. Jan.vonnachmittag' Pol l/DnQnnth ~ 1/3 4 Uhr bis 9 Uhr obends nur ffc^ffuct: rclll\ 9» 8H 1 NE 82 ENE Januar 1909 Alle Briefträger, unsere Zweigstellen und die Geschäfte stelle öe$ Lietzener flnjdger» nehmen Bestellungen auf den Lietzener Anzeiger entgegen. Telefonische Kursberichte des fliessend Anzeigers, mitgetcilt von der Bank für Handel und Industrie, fliessen. • Gegen Hotelmißställde bai im allaemcmen öffentlichen Jltteresie der Derband reckender Kansteule Teulschlands ht Lcivug Stellnua genommen. Es handelt stch habet um bie Ab- fchasslli'g her losen Bettbezüge in ben Gasthöfen, bie stch verschieben und heu (tzaft in unminclbare Berührung mit den Woll- ober Slevpdecken briugeii, unter benen die Nacht vorher em m,derer 6)ast gelegen hat. Jil Suhdeiillchland findet mau derartige ekel- haste Betten last auSschlies,stell. Die Denkschrift wird burd) ein vorn Bet bände en,geholtes Gntachieit Professor Tr. LaNars in Berlin unterstützt. Ter BZelebrte sagt darin u. o.: .Tie meisten, nmuent« lich die ansteckenden Krankheiten, heften stch an ben menschlichen Verkehr. Wo feine Menschen hausen, da gibt e5 weder Schwindsucht, noch TtzphliS oder geschlechtliche Krankheiten. Aber gerade biese acsürchlekeu Leide,i sind eS, deren Bekämpktliig innerhalb der menid)lidicn Gelellidla t nur durch eine bis auf das Aeußerste ae- triebene NeiulidlkeitS- und, was dasselbe sagen will, GcsiindheitS- vstege gewährleistet werden kamt.' »Man verlange', fahrt der Gelehrte bann fort, .gewaschene Ueberzuge über bie gesamten Decken und Teckbelten, ober and) gewaschene TaaeSüberdecken für TovhaS, wie sie zum Stcuibschutze imb zum Schntiicke benutzt werden. Sind diele nicht pleid)fall5 waschbar, so bilden sie wahre Fonastätleu für (rimuftungen von Krankheilskeimeu her verfchie- deusten '2lrt. Nur her ga>,z in Leinentücher gehüllte Schläfer befindet stdt in jener schützenden Absonheruuq von ben übrigen, ihm iremben Reifenden, die er fordern nm6 im eigenen und im In- lerefic ber eeimgen/ Weiter tritt Prost Lassar für Berbefserung und Vermehrung der Aborte und für eine ausreichende Wasch- und Badeaelegeuheil in ben Gasthöfen ein. In den VerkehrSbläiteln und Reiiehaildbüchern sollen Gasthöfe, die solchen qciunbbeitlichcn Anforderungen entsprechen, mit besonderen RenmcKhcit versehen werben. Diärftc. lom Gicßeu, 23. Januar. 2' art,bericht. ?hif heutigem Wochen- moltte fosicle: Lutter pr. Pld. 0.90-1.00 Dck., Hülmereier 1 St. 8-9 *1 ffl., Köse pr. St. 6—8 Pf.. Käfematte 2 St. 5—6 Pl<,_ strbleu v. Pfd. 18-24 Pfg.. Liufen v. Pid. 25-40 Psg.. Tauben vr. Tr. (>,50- 1,00 P.k.. Lüh,ter pr. St. 1.00—1,60 P,k.. Holme pr. Sind 0,80—l,8o9).f., (f oule i r. Pfd.60— 70 Pst. Eilten pr. Stück 1,80 bi« 2,20 W.L, Cdifeufleikh vr. P,d. 76—84 Pfg., Rnh- unb Niudsieifch vr. Pfund 70- 80 Pfg^ echweineflciicb vr. U'uub 80—90 Pfg., Sd n eincsieisch. oeiaUen, pr. Pfd. 60 Pfg., Sloll fleiidi rr. Pld. 70—78 Pfo., Homrnestleckch vr. Pfd. 61.-LO P'lg. Korios-eln vr. 100 Kg. 5.50-6.00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6.00— 8,00 W6°fe russ.Staatsanl. 1905 97 80 4J4°/O japau. Staatsanleihe 9315 196 Conv.Türkeu von 19U3 93 50 Türken ose 146.80 l-6 0riech. Monopol-Aul. . —.— 4 96 äussere Argentinier . 86.' 0 d°/e Mexikaner . . . 63.60 4>ati/e Lhiuesen .... 98.45 Aktien: Bochum Gass 224 00 Baderas E. W 111.5U Tendenz fest. Elektriz. Lahmeyer . . 11990 Elektriz. Schnei«rt . . . 120 50 Escbweiler Berirwerk . . 188 25 Gelsenkirchen Bergwerk 189 90 Hamburg-Amerik Paketl 113 70 Harpener Bergwerk. . . 193.90 Lanrabütte 202 30 Sordd Lloyd . ... 93.80 Obeischles. Eisen-Tndustrie 97 00 Berliner Haudelsges. . . 170 80 I'armstädter Hauk . . . 130 60 beutsche Bank .... 241 50 Deatseb-Asiat Bank . . 135 00 Uiskouto-KomuiaudiL . . 184.90 Dresdner Bauk .... 149 25 Kreditaktien 197.90 Baltimore- and Ohio- Eisenlabu 111.20 Gottbardbahn — Lombard. Eisenbahn . . 17.90 Oesterr. Staatsbubn . . . 144 70 I'nnce-Heuri-Eiseubabu . 121.60 Iterliner Itöree, 23 Januar. Anfangskune. Canada E. B 174.80 • »annstftdter Bank . . . 130.20 Deutsche Bank .... 243.90 Dortmuuder-Lnion C. . . — Dresdner Bank ... 14920 Tendenz- unentschieden. Harpener Bergwerk. . . 194.20 Lanrabütte - i.ombardeo E. B. ... 1800 Xordd. Lloyd 93.20 lllrkenlose 146 JO Glänzend bewahrt und erprobt Hai fld) Stott* Gmalfton nun ’4rr hit übn SO ZWt« unb tuirt» noch immer voa ben LrUen olo bie btltgeeianefe gor« ang leben. der mau tebeitian untes Do Ha Uu»ui|uag Inner Eigenlchatren Vekabre.itzNl tuen. Scotts Emulsion tft Völlig frei von tzn befaanta enanat« nebmrtt xa*rotrtunaa qtoobnit^tn Irene, bu befl;s (Ftunef)mca 'ut Die driften TOtnldxj unmögaö tragen, unb tturti ci:hr? -■ uuttrcaStn r» fchcr unb fiterer al« dieser. Senkt« Gmulpoi toirbt-on »4 au*- t&U sUtch im jraije! v?rtau'k. unb war m'e lolt nach Gesicht ob;r 'andern nnr in cttflr'flun CnainolfCaldjen in Äarton mit utUerer Echutzmane ckZilcher nm brr Toe'ch,. fecott * SoDne. • m b. FrunOort a. M. 3 rnma t'.o«/r.i: V>M, iu:!',.p‘o«pf‘?n3’aureT Aal! 146> Unsere marke „rteuruiy66 allem Äeu »neire» Znkasso Dnrcau: Bahnhofstr. 39, parterre ih6n,6ct Shit 6ii6tl Verein snrAekbevnterWnng Miessen Sonntag den 31. Januar 1909, nachmittags 3Vs Uhr: Gießener Mieter-Verein. Wir machen unsere Mitglieder aus die am Montan den 25. d. MtS., abends 8Vs Ubr tm Hotel Groffberzog von Hessen stattfindende öffentliche Versammlung welche von der Ortsgruppe Giehen des Bundes Deutscher Boden- Reformer einberulen ist und in welcherDr. Strecker-Bad Naubeim sprechen wird, hierdurch aufmerksam mit der Bette, diese Bersamm- lung zahlreich zu besuchen. 529)Der Vorstand. Die Beisetzung findet au! Wunsch der Verstorbenen in der Stille statt, Blomenspenden sind nicht in ihrem Sinne. 48 16 9 120,8 4,5 4770 90 100 220 Bemerkt kommt. Palmitin- Neiskirchen, den 22. Januar 1909. Eroßh. Bürgermeisterei Neiskirchen» Wagner. EniiW* AS ZZ K- - „ Nachahmungen ffelso man earoek. VereinicteCheinische Werke Aktiengesellschaft, btoilung Lanolin-Fabrik Martlnlkenfelde UbnrlotWDhuru, Kniauler lh BRAUBACH & FISCHER Grösstes Geschäf t dieser Branche im Grossherzogt. Hessen Gegründet 1848 O lieber 30 Jahre am hiesigen Platze. Reinisren von Ball- und Gesellschaft«; - Toiletten. Ballschuhen. Handschuhen, Tüchern. Boas. Frakanzüsren, Smokings etc. Eitme Läden: Seltersweg 79a, Tel. 627 * Neuenweg 4, Tel. 553. Mnndjer, mit «uiie nütTlelin ^emD, ■51.eVr '"C'5alcn^ iefeon. ^Wachtm.ister in Vt N. Vr Flaschen, Syplion v. Gebinden Reneste Einrichtungen in der J-laschen-Reinigung nrtt elektrischem Betrieb, sowie Abfüllung mittelst Kohlensäure, gewährleisten die ATöfcte Haltbarkeit tt Woblbckümmlicbkeit der genannten Biere. DS- Jedes Quantum tvird frei ins HauS aeliesert. Die Zusammenkunft ist am Eingang zum Wald, nach Atoßen-Buseck, morgens um 10 Uhr. .130? ,24Ü .1811 . US: ' .1911 . .1111 dunkel) aus den Brauereien dennhiflcr, $x«utw«. mein Münchrner Sölucn= u. Bürgerbräu Holzverftergerung Mittwoch, den 27, Januar d. Js. soll tut Distrikt ^chlicbcrg nachstehendes Holz versteigert werden. lieber au erhältlich. Alleiniger Fabrikant: 3nf üliillrr ÄS. Heute entschlief sanft nach langem, qualvollen Leiden, nachts 1 Uhr, unsere innigstgeliebte Grossmutter, die verw. Frau Katharine Ledermann, geb. Schmidt im vollendeten 76. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Leo Kassner und Frau, geb. Bergmann. Giessen (Seltersweg 16), den 23. Januar 1909. Beerdigung findet Dienstag nachmittag 2 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. ® l' urstierichte von der Bank für Hut TarmaMNg ftur die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Töchterchens sagen wir allen freunden und Bekannten aus nah und fern, insbesondere der Krankenschwester, die unS htlfreich zur Selle stand, unseren herzlichsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen. Familie A. Grünebaum u. Süff Wwe. Mehrere WO Stück — einfache bis hochelegante — Neisemufter Damen - Wäsche Oolel-IMnl Kobel empfiehlt )537 Apfelwein eigener Kelterei. JL Kaan jr*-, Kreuzplatz 10 AGbert SioBl, Giessen Frankfurter Strafte 86. — Telephon 321. Lanolin end B* Lanolin jeditektien . - - jtltncvte-an^ 0 Eisenlabo • Ä* i*5£Ä*hta later teangs-itteil IchÄn 3„ 4. iinb 5* Juli 1909. Besitzer von Karussells, Schießbuden, VerkaufSständcn usw., die bet Vergebung der Plätze Berücksichtigung wünschen, werden ersucht, schriftliche Anmeldung bei Unterzeichnetem umgehend einzureichen. Heute nachmittag 41/, Uhr verschied sanft nach kurzem Leiden im 84. Lebensjahre unsere liebe Mutter, Grossmutter u. Urgrossmuter Freilran Wine Gremp von Freudenstein geb. Gebhardt Ernst Challier (Rudolphs Nacht) Glessen. Spezial-Geschäft für Musikwaren aller Art Grouse Auswahl, solide Preise. niustm rte Preisverzeichnisse gratis und franko. Musikalien-Handlung und •Leihanstalt BjpeiiaiiUt; Billige Aoagabetu Dwlx In meinem Verlage erschien soeben: Lebenrmnnerungen Mein Wirken als Rechtslehrer mein Anteil an der Politik in Kirche und Staat. — ■ 1 " HI Band. -............ Geschicbtleche, soziale politische und biographische Essay Nachträge zu den LebenSerinnerungen von Dr. Job. Friedr. von Schulte. Mit dem Porträt des Verfassers in Photogravure. Preis: Brosch. Mk. 6.—, in Originalband Mk. 7.50. Lite^ar. Rundschau r. d. evangel. Deutschland. XVII. Nr. 11. Memoiren eines Mannes wie von Schulte, der als der bedeutendste Kirchenrechtslehrer des 19. Jahrhunderts anerkannt ist, sind unter einem dovvelten Gesichtspunkt lesenswert und von Bedeutung. Etwas anderes ist immerhin, wenn der Memoirenverfasser noch lebt. Mit dem Selbstbewufftsem, das bei dem Schöpfer der altkatholischen Kirchenorganisation begreiflich ist, Hal der 81 jährige, jetzt in Meran sefchafte berühmte Kanonist den ersten Band feiner Erinnerungen geschrieben, der lebhaft an ein früheres Urteil der „Neuen freien Presse" erinnert: „Schulte ist rücksichtslos in feinen Enthüllungen". Manchen, nicht jedoch Verstorbenen, duftet hier weder Lorbeer noch der odor sanctititis, und es geht nach den Worten der Essanö: „Worte, die anderen vertraut sind, bäht man oit bitter". Norddeutsche Allgemeine Leitung. 1908. 'Nr. 202. Das Buch, welches rein sachlich, ohne Zutaten, aber auch ohne N ick- halt geschrieben ist, erhält noch besonderen Wert durch den Abdruck vieler Dokumente. Ncichöbotc. 1908. SchukteS Stellung im politischen und kirchlichen Veben der groffeu Zeit der Enlstehimg des neuen Reiches in den siebziger Jahren brachte es mit sich, das; er mit den maßgebenden Personen damals in vielfache persönliche Berührung kam, mit Bismarck, Falk und den Führern der politischen Parteien inklusive des ihn hassenden Zentrums, und dabei erfährt man mallches Interessante und über die Zentrumsgröhen manches Pikante. Lcibzigcr Tageblatt. 1908. 17/VITI. Und so kann dieses Werk Schultes nur eindringlich zum Studium empfohlen werden. Es ist ein vorzüglicher Lehrmeister für die Erkenntnis der kirchen- politischen Probleme, die der Ultramotitanismus dem modernen Staat und damit jedem Staatsbürger stellt. Hamburger Nachrichten. 1908. 5/VIII. Wenn der greise Gelehrte jetzt, in seinem zwetunüachtzigsten Lebensjahre es unternimmt, feine LLebetrserinnerungen der Leffenllichkell zu vcrnill- teln, fo darf man davon von vornherein einen autzerordenttich bedeutsamen Beitrag zu der intimen Geschichte der kircheuvoli- tischen Eniwickeluug des letzten halben Jahrhunderts in Deutschland erwarten. Hmcral'-Versammllmg im Saale des Hotel Einhorn, Lindenplatz. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kaffenbericht. 2. Festsetzung der Sterbeunterstützung. 3. Neuwahl des Vorstandes und des AufffchtSratS. -dwii eine Tochter j ™’e 6O.*ter' Glifobetb.” -toeüter, ftaidien. - 15 It2°4fine wnn Aiiqiiit Seiibauier t [‘ntfl,r ^.«janberöiib R ol,l'er öTan^unfl em ecl; lcr ^oit eine Tochier, L» iPfJiev Theodor Törin« u VeiirelssNß von AnsssHnn^n aller Art (auch verjährter und solcher, welche bei Pfändung fruchtlos). Einholung von Auskünften im In- und Auslande. Kulante Bedingungen. Prima Referenzen.Nachweisbar grofie Erfolge. 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VD*lt D«e ^rdiligungv - Unterlagen können bet der unterzeichneten Stelle etnaelehen, ober gegen Zahlung ber Selbstkosten von 40 vffl. von da bezogen werben. Garnt'oa Verwaltung Gtetzen. t Trio le b) Prometheui . . . < . . »•......... 3. Sonate op. 3R in E-moll für Cello und Klavier 4, Lieder am Klavier: a) Die Main echt op. 43 No. 2 • • • t • • b) Wir wandr-ltrn. wir zwei zusammen op. «n No. - . . c) Kind e» ticbmnrzen. sind ee Freuden op. 33 No. d . . 5. Trio op. 11 In B-dur für Klavier, Violine und Cello..... Original-Ausschank: Restaurant Royal, Hch. ElgeS. „ neuen Stadt-Theater. hessischer Has. M3 Restaurant Spuck. Brauerei-Ao««<*htank. Nord an läge H Moutag den 85. Januar W, 3d. Schlacht-Fest Morgen-: Wellfleisch mit ÄtanL Abends von 7 Ubr ab: Metzelinuve. 'W3 datz Maichmittel ber fiufunft! Der durch dieses Sauerstoff-Waschmittel wirksame Sauerstoff reinig», bleicht, desinfiziert unb schont bie Wäsche, durch einfaches Einweichen, Kochen, Spülen, Trocknen. Rein Wcibeu! 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