Freitag 19 November 1909 Zweites Blatt Nr. 27« 159. Jahrgang Grlcdetw tägU- mit Ausnahme des Sonntag». Besetzt mit Gewichtszunahme bl 55 kg kg k? kg 64 34 142 ll./V. 30./1X. 30 55 156 22./V. 132 51 l.,X 26 51 138 87 132 17./V. 2./X. 139 110 15 Id./V. 4./X. 120 Ta- ftomittt Die hier mitaeteilten Zahlen bieten für den prattifto Weidebetrieb manches Interessante und Lehrreiche. Abweichend von dem zur Frankfurter Börse, 3 ’/,% Reichsanleihe do. 3°/, 117.10 Prince- Henri-Eisenbahn 5. 132.00 Berliner Börse, 18. November. Ajifaugskursa. Tendenz-, ziemlich fest in A- Bitte daher um Aufbewahrung. 3” * Alexander Salomon & Cie In solchem Zustand zur Weide schon vorher abgehärtet sein. Mt7 Entschädig für ^nen im DiLste Ä Unfall am säwn vorher abgehärtet sem. solchem ZI U &Äi Ä des Berichterstatters I gebracht, wurden die Omer ran minimal leim 248.20 118.10 . 188.10 . 137.30 202.70 194.00 24.20 101.50 179.00 eo St. . 94.20 . 159.40 92,64 83,12 6,56 Fohlenweide Tiergarten Jungviehweide Zell Jtiitgviebweide Lauterbach Jungviehweide Wernings 0,70 0,60 0,48 Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. -. Dresdner Bank . . • 4'/, 47. # f I Bezeichnung der Weide. uö 45 84.65 93.40 84.60 9. .50 92.90 99-05 62.20 64.00 , 99-40 95.95 94.20 179.60 47.80 88.60 66.10 - 99.00 । giessen I» Tlm ^nzerte er Truppe annettL 8 Dh. st em W*a.AmeBi RmattonSdruck und Verlag der vrüblich« UnwersuätS - Buch- und SremhrudereL 9L Lange. Dietzen. Vormittags von 6',, Uhr an: Gelegenheit zur Helt. Beucht Vormittags um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe. „ um 8 Uhr: Austeilung der bl. Kommunion. Vormittags um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Heil. Ai esse mit Predigt Militärgottesdienst Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; daraus sakramentalijche BruderschaslS-Andacht. __ Donnerstag den 25. Nooeniber, am Geburtstage Sv. Koni gl. Hoheit des Größherzogs, ist um 9l/a Uhr Mllilärgollesdrenst. bewiesen, daß die Betriebsänderungen von Vorteil waren. Durch den früheren Auftrieb und die dichtere Besetzung der Weiden wurde altes, überständiges Futter vermieden, die stärkere Düngung hatte reichlicheres und nährstoffreicheres Weidefutter zur Folge, und das Sparen an Kraftfutter war hierdurch gerechtfertigt. Durch das Verbleiben auf der Weide während der Nachtzeit wurde es den Tieren möglich gemacht, ihre Nahrung gerade dann aufzunehmen, wenn es ihnen am gelegensten war, nämlich in den späten Abend- und in den frühen Morgenstunden. Der gemischte Betrieb mit Fohlen und Rindern bedingte ferner eine bessere Ausnutzung der Weiden. Die Erfahrungen im diesjährigen Weidebetrieb wird sich der Landwirtsckwftskammer-Ausschuß durch rationellere Bewirtschaftung der Weiden, Einhaltung und Einführung einer vollständig naturgemäßen Haltungsweise für die Zukunft zu Nutze machen. Auffallend mag es erscheinen, daß die Gewichtszunahme der Rinder in Wernings nicht unerheblich hinter den beiden anderen Weiden zurückbleibt. Den Grund hierfür wird man in der sehr auffällig in den letzten Jahren zugenommenen Nässe und Versumpfung einiger Weideschläge zu suchen haben: durch eine Entwässerungsanlage soll in diesem Winter noch der Kulturzustand dieser Weide verbessert werden. Wenn nun auch die Gesamterfolge recht günstig zu nennen sind, so schließt dies nicht aus, daß einzelne Weidetiere beim Abtrieb ihre Besitzer nicht zufrieden stellten, und daß für die mangelhafte Entwicklung dieser Tiere die Weiden verantwortlich gemacht werden. Forscht man in solchen Fällen nach den Ur» fad^m, so kann man fast ausnahmsweise feststellen, daß die betreffenden Tiere infolge verweichlichender Haltung und Ernährung in keiner Weise für den Weidegang vorbereitet waren und bei dem schroffen Wechsel zwischen Haltung zu Hause und Aufenthalt auf der Weide Gesundheits- und Wachstumsstörungen erlitten. Die Weidebeschicker können sehr viel dazu beitragen, daß die Entwickelung der Weidetiere eine gute ist. Der Gesundheitszustand der Weidetiere war im allgemeinen auf den Weiden in Zell, Lauterbach und Wernings gut, denn die vorgekommenen 5 Verluste haben ihre Ursachen in Knochenbruch, Fremdkörper und Aufblähen und waren nur Notschlach- hingen infolge Unfall, im Tiergarten traten dagegen vier Wochen nach Eröffnung der Weide seuchenhaft Druse auf. Dieser anfänglich sehr bösartig verlaufenden sog. Kinderkrankheit der Fohlen fielen drei Tiere zum Opfer, viele andere waren mehr oder weniger schwer erkrankt. Auch hier zeigte es sich, daß abgehärtete Fohlen die Krankheit viel besser überstanden als verweichlichte Stall fohlen. Oberlandstallmeister von Willich, der sämtliche Weiden im Auftrage Großh. Ministeriums revidierte, konstatierte mit großer Genugtuung, daß in kurzer Zeit ganz außerordentlich gute und schöne Weiden entstanden seien, die durchschnittlich so gut und praktisch eingerichtet, daß auch nicht der geringste Tadel aus- zusprecheil wäre. Ueber die Krankheitsfälle in Tiergarten äußerle sich derselbe wie folgt: „Unseres Erachtens ist aber weder die Weide, noch das Wasser, noch die Stallungen daran schuld, da alles in der denkbar besten Verfassung gehalten und geführt wird. Allerorts an welchen eine größere Anzahl Pferde oder Fohlen zusammen auf der Weide gehalten werden, tritt die Druse leichter ober schwerer auf, und die Züchter begehen ein großes Unrecht, wenn sie die Hungener Weide für die auftretende Krankheft verantwortlich machen und diese dadurch meiden wollen. In dem großen Staatsgestüt Trakehnen tritt die Druse jährlich auf und gehen horten im Durchschnitt 5 Proz. der Fohlen zu Grunde. Die Fohlen, welche zum erstenmal auf die Weide gebracht werden sollen, müssen zu Hause darauf torbereitet werden, müssen im Freien ür die am lottn^ iattenbe SPwaliiaien^L ung findet nachmittags abends 8 Uhr Linematograpn 24.20 160.00 katholische Gemeinde. Gottesdienst. SamStag den 20. November: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit heil. Beicht. Sonntag den 21. November, 2 5. und letzter Sonntag nach Pfingsten: 18. November, 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . . Elcktriz. 8<*huckert . Eschweiier Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . L'iurahütte . . Aordd. Lloyd . . Oberscbles. Eisen-Industrie Berliner Handelsgen. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien . . . . . Baltimore- und Ohio- v--"" Eisenbahn....... Gotthardbahn . . .k.- . Lombard. Eisenbahn. - . Oesterr. Staatsbahn . . w Besondere Beachtung schenken Sie bitte unserer heutigen Beilage. Für den Einkauf von Weihnachts-Geschenken ist sie wertvoll. Kirchliche Nachrichten. Lvangeiifche toemcmdc. Sonntag den 21. November. Totenfest, Gottesdienst. 3n der Stadtkirche. Vormittags 91/» Uhr: Pia wer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kmderkttche für die MarlrMgerneindc. Plärrer Schwade. Abends 5 Uhr: Liturgischer Gottesdienst. Pfarrer D. Schlosser. Montag den 22. November, abends 8 Uhr: Versammlung der konfirmier len weiblichen Jugend der Mallhäusgememde, ivobei Uran Missionar Gsell von ihrer Wirksamkeit au' der Goldlnste berichien wirb. Auch die früheren Mitglieder und Gäste werden dazu ivillfommeu geheißen. Donnerstag den 25. November, vormittag? 9’/« Uhr, findet in der Stadlkirche vereinigter Zivil- und Alililargottesdienst zur Feier des (Geburtstags er. König!. Hoheit des Großherzogs statt. Donnerstag den 25. Nov., abends 8 Uhr, im Markusfaal: Bibelst u n d e. (Bilder aus dem Leben Jesu.) _ Piarrer Schwabe. Nächslkünstigen Sonntag, als am 1. Advent, findet im Hauptgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl <üv Matthäus- und Markusgemeinde statt. Aiuneldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Wettere Abeudmablsseiern werden gehalten: am 2. Advent im Abeudgorlesdlenst für die MallhäuSgememde und am 3. Advent un Abeudgottesdienst für die Markusgememde, zu denen besonders auch öie konfirmierte Jugend emgeladen wird. Jn der Zohonnestirche. Vormittags 9*/? Uhr: Plärrer A u s > e l d. Vormittags 11 Uhr: Kmderkirche für die Johannesgekyeinde. Piarrer A u & f e l b. Abends 5 Uhr: Pwrrassistent 6 a n ft c t n. In der alten Friedhosskapelle. Nachmittags 2 Uhr: Piarrer Bechlotsheimer. At euds 8 Uhr im Johanliesfaal: Versammlung und Bibel- besprechllug. Abends 71/, Uhr: Versammlung der konfirmierten männlichen Jugend der itukasgemeiude. Montag den 22. November, abends 8 Uhr, im Johannessaal: B i b e l sl u n d c. Piarrer Au 4 ield. 'Mittwoch den 24. November, abendS 8',< Uhr, im großen Hör- faa( der Universität: Vortrag von Mlssionar Simon aus Sumatra: .Wohin steuert der Islam". A>n Sonntag den 28. November, 1. Advent, findet Beichte und heil. Abendmahl 'ür bte Lukas- und Johanuesgemeiude im Vor- tnlttagsgottesdlenst statt: weitere Abendmahle finden statt: am 2. Advent für die LukaSgememde, am 3. Advent iür die Johanrres- gemembe, jedesmal im Abendgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Am Sonuiag den 1. Advent wird in allen Gottesdiensten eine Kollekte zum Besten der Kirchentaffe erhoben werden. Redaktton. Erveditton und Druckerei: Schul« ftraee 7. Eroedinon und Verlag 5L Redaktion:112. TeL-Adr>- AnzergerGietzcru TeiefionEsche Kur’sbeiröcMe des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Jndustrk/'Giessen. 107.00 136.50 202.50 214 00 131.30 202.70 193.n0 101.70 109.00 181.40 137.50 249.20 148.1)0 1V8.60 159 50 209.50 „a”* General-Anzeiger für Gberhesjen i: Uluue oon ö- K. ®te „Etetzener $amiltenblärter“ werden dem Anzeiger^ otermal wöcheniilch beiqeleqt, das „Eretsblatl ffil den Kreis Siehen'' zweimal wöchentlich. D,e „Landwirtschaftlichen oeit» fragen“ erscheinen monatlich zweimal. ^'ber »nLaast^ ^Erchen iiattfin vergnügen 7nt fint Borger * bei« j U Jömcn-?k9cnid)inil Maule liehen nebli.. «Dolen gegen geraten fr Stein, Debneinaak, tenographen-Vereh Stoize-Schrey. »stag abend vilnktlich 9 Seremslokal „Schipkari frtjl-ta lreiches Erscheinen bi ünschl. Ter Bors,an!. ^menor* 0ll5 Pb I «nltnmnig angenommen. Tie Punkte 7, 10 und 12 werden lns auf werteres von der Tagesordnung abgesetzt, die AuSschußanttäge zu den Punkten 8, ine Arbeiter und Hilfsangestellten in den Staatsbetrieben, 9. Erhöhung einer Pension, 11. das Ueberfahren der Station Bingen dirch einzelne Schnellzüge, 13. Gewährung eines Wohnungsgeld- »schusses an hessische Beamten der ehemaligen Maiii-Neckareisew b-’fjn und 14 Erbauung einer Nebenbahn von Undenln'im nach Ärmsherm betreffend, ohne wesentliche Debatte angenommen Zur definitiven Beratung smündl. Berichteritattung) .stehen itotf) verschiedene Punkte auf der Tagesordnung, die iedoch Lilweiie «rigesetzt werden. ,.x Zur Frage der Jmpfgebühren hat Abg. R eh (Frey rwn Antrag eingeb rackst, diese zur Staatskasse ernzuziehrn und nne entsprechende Aenderung der einschlägigen gesetzlickzen Be- knrmungcn vorzunehmen. , ,... _ Abg. Aule r ftNatl.) beantragt, diesen Antrag bis rum ont- r^mkt einer allgenreinen Neuordnung der Besoldung der -Lstaats- L-amten zurückzustellen, womit 2(bg. Reh nicht einverstanden ist, m die Angelegenheit dringend sei. __ Ter .Präsident läßt über beide Anträge abftinrmen. Der Eintrag AiÜer wird abgelehnt, der des Abg. Reh angerwmmen. Tie Vorstellung des Verbandes der Kre i s g e o m e te r und im .Kreisvermessungsdienst beschäftigten Geometer 1. Kräfte, Hr. Anstellungsverhältnisse, wird nach kurzen ^Ausführungen des Lerichterstatters Tr. H e i d e n r e i ch nach deft'en Anträgen pir Hebigt erklärt, desgleick^en die Vorstellung des Verems Grotzh. E-wmeter 2. Klasse, anderweitige Regelung der Gehaltsverhalt- iilie und Aenderuirg des Titels der im Staatsdienste angestellten Mometrr 2. Klasse betreffend. , _ Zur Vorstellung des Stationsvorstehers i. P. Hehder zu Lwrnn- chend von dem herkömmlichen Betriebe in diesem Jahr: der um 2—3 Wochen frühere Auftrieb, die Besetzung des Tiergartens mit Rindern, eine intensivere Düngung der Koppeln, insbesondere mit stickstoffhaltigen Düngemitteln, sparsamere Verabreichung von Krast- utter, vermehrte Pfli^e der Weide und Belassen der Weidetiere im Freien während der Nachtzeit. Auf die Frage, welckien Einfluß diese Neuerungen auf den Erfolg des,Weideganges ausgeübt haben, geben die obigen Zahlen die bestimmte Antwort, daß die Einwirkung eine recht günstige gewesen ist. Obwohl die Besetzung der Weiden im Vergleiche zu dem Vorjahre um 30 Rinder und 20 Fohlen stärker war, ist die durchsck-nittliche Gewichtszunahme von 170 Rindern, die allmonatlich gewogen wurden, mit 79 Kilogramm um 5 Kilogramm größer als der siebenjährige Durchschnitt früherer Jahre. Ueber die Entwicklung der Fohlen und der Rinder im Tiergarten liegen keine zahlenmäßigen Feststellungen vor, doch das vorzügliche Aussehen fast sämtlicher Tiere und die Zufriedenheit der Besitzer beim Abtriebe haben ausaewMm Mrliche Derr beß ü hauies Bonock . je HMletie ber Sonigni äritahon »•"* chasökovis.Hoikn ndreas Hoier ifdiiangmü DMwil >n.neroö .er Hen L tz » hessische Zweite Uammer. R.B. Darmstadt, 18. Nov. Am Regierungstisch: Staatsminister Ewald, Finanzminisler Dr. Gnauth, Minister des Innern Braun, Ministerialrat ) ü f f e r t. Des gestrigen parlanrentarischeu Abend roegtit begann die heutige Litzung erst um 1/2II Uhr unter Vorsitz des Vizepräsidenten Ko- »el l. Tas Hmis verwies zunächst eine Anzahl zur vorläufigen Beratung gestellter Anträge, darunter den der Abgg. Haas^Noack «nd Tr. Cjann über die, Organisation der Staatsbehörden und die Lereinjachung der Verwaltung des Staats, ferner die Anträge Bähr, betr. Diäten und Umzugskosten der Staatsbeamten, 33er» «indening der Staatsbeamten und das ftaatlid>e ^Bauwesen, an Harpener Bergwerk . . Laurahritte. . . . .L. Lombarden E. B. . .... 7. Nordd. Lloyd ._ Türkeuivae . . . . . Giessen. *tw ä! will*,5. 4°,0 Italien. Rente . . 3°/0 Portugiesen Serie I . 3&.o Portugiesen „ III russ. Staatsanl. 1905 4':;0;0 japan. Staatsanleihe 4% Conv.Türken von 1903 Tilrkenlose 4°/0 Griech. Monopol-Anl. . 4°/0 äussere Argentinier 3°,-0 Mexikaner . 44/2% Chinesen . Aktien: Bochum Guss . . .. - —t. ßuderns E. W. . . . Tendenz fest. I Derben könne. Abg. Hebet (Zentr.) bringt einen Fall in Dieburg zur Zprackie, wv ein Mann nach einer Gerickstsverhandlung auf Ver- Mckasiung eines Assessors 24 Stunden lang unschuldigerweife ein» Itfperrt gewesen war. Staatsminister Ewald erklärt hierauf, daß solche imkon- Toflicrbaren Vorkommnisse nickst die Basis bilden könnten, nach brr man urteilen dürfe. Mast mUse in solchen Fällen Beschwerde ctitegen und den Instanzenweg einhalben. Abg. Tr. Fulda (Soz.) führt aus, daß gegen § 178 der Bestimmungen eine Beschwerde nicht eingelegt werden kann. Im jnsckstuß an Abg. Uebei erwähnt er einen ähnlichen Fall vom lmtsgericht Darmstadt. Sodann wendet er sich gegen die Ausführungen des Staatsminister. Tie Antragsteller wottten nicht tet Rickstern, sondern nur dem Gesetz einen Vorwurf machen. iÄ k.nne auch einem Anwalt passieren, daß er zu einer sofort W vollstreckenden Haftstrafe verurteilt und also seiner Partei lntzogen wird. Der Anwalt sei aber doch nicht zum Vergnügen leim Gerickst, sondern habe ein Amt zu versehen. Es dürfe iLerhaupt nickst dem angegriffenen Richter zustehrn, auf eine so- hrtige Freiheitsstrafe zu erkennen Gegen .Geldstrafen könne man i>ischwerde einlegen, aber gegen sofort vollstreckte Haftstrafen nütze eine nachträgliche mvralisckn Rechtfertigung Wenig. Redner plädiert fstr eine durchgreifende Aenderung der Art. 178 und 179 des Gesetzes. . Staalsminister Ewald erwidert, daß in dem vom Abg. Hebel angeführten Fall doch nickst der Richter allein die Ver- iiigung erlassen habe, sondern doch auch die Schöffen — da es ii.(h nur um einen Vorfall beim Schöffengericht handelte — habet mitwirkten. Es hätte dem Betreffenden doch auch das Beschwerderecht zugestanden. Aba. Dr. Schmitt (Zentr.) meint, sS Werde irrt Publikum niemand verstehen, daß tn leicksteren Fällen die Berufung ein- geführt wurde, in schweren Fällen aber nicht. Der Redner tritt rtt wesentlichen für den Ausschußanttag ein. Abg. 0. Brentano (Zentrft sprickst sich für den Antrag aus mit den Modifikationen, die Abg. Schmitt angeführt hat. Es > i Unrecht, daß der Beschwerdeweg nickst gewürdigt würde. Dadurch werde die Autorität der Richter geschwächt. [■ Justizminister Ewald betont, daß die ton Abg. Tr. Fulda 1 anaeiührten Bedenken nur akademischer Art seienr Nur toenn j fchgefiellt würde, daß vernünftige Bestimmungen von vernünf- 1 gen Menschen unvernünftig angewandt würden, könne man an eine Aenderung gehen. Aus vereinzelt vorkioMmende Fälle, wie M dir erwähnten, Föraie man sich nicht stützen. „ Abg. Uebet (Zentr.- geht nochmals auf bat Fall in Die- ftng ein und erklärt, daß seine Darstellungen vollständig richtig seien. Er wolle die Akten mitbringen. Daraus erklärt Justiz- sLinister Ewald, die Sache versvlgen zu wollar. Abg. v. Brentano (Zentt.) hebt nochmals hervor, daß Gesetze nur auf (kunb von Erfahrungen gemacht werden. Abg. Reh macht noch iinige Bemerkungen und bittet, den Antrag anzunehmen. In der nun folgenden Abstimmung wird der Ausschußantrag cütftimmig angenommen. Tiefer Antrag lautet: Die Kammer ttolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, im Bundesrat ge- lezentlich der Revision der Strafprozeßordnung auf eine Neureglung hinsichtlich der §§178, 179 und 183 II des Gerickstsver- schsungsgesetzes im Sinne das Ausschußberichts hin^uwirken Ter 'Lisfchuß stimmt darin der Ansicht bei, daß ein Beschwerderecht mit aufschiebender Wirfirng verlieben werden möge. Zum Antrag der Wgg. Ulrich und Genossen, Enchchadtguiu; für unsckmldig erlittene ottap und Untersuchungshaft betreffend, erklärt der Justizminister Ewald, daß das Reickstssultizamt schon 'N eine Revision dieses Gesetzes eingetreten fei. Was die Entschädigung aus Staatsmitteln für die Personen bettifft, die nicht inirch eine Entscheidung des Gerichts, sondern durch eine Verfügung i-ti Staatsanwalftchast aus dem Sttafverfahren entlassen werden, so sei das Reichsjustizamt der Meinung, daß diese Angelegenheit lau: peichsgesetzlich geregelt werden könne. Nack/dem Abg. Reh als Berichterstatter nochmals für btc Anträge gesprochen hat, werden diese in der folgenden Abfttmtnung 73 213 3V,olo Oberhessen . 4°/0 Oesterr. Goldrente. - . " 'n Oesterr. Silberrentc. d8^o Ungar. Goldrente 34.70 Kirchen plati 9. .80 Die Mosel on Bernkastel bis Kobltti ?n Ta» d. MOUbr ttte kolossenm | Auler, die Vorstellung nochmals der Großh. Regierung zur Wohl- | wollenden Berücksichtigung zu unterbreiten und zu prüfen, ob es nicht angängig sei, aus speziell hessischem Fonds ihm d>e Tiffcrenz zwischen seiner Forderuttg und der ihm gewährten Entschädigung zu bewilligen, einstimmig angenommen Tamit ist die Tagesordnung erschöpft. Näckstte Sitzung Frei, tag vormittag 9 Uhr mit der Tagesordnung: Wahlrechtsvorlage. Betriebsergebnifie der oberhessischen Zungvrchwerden im Sommer |909. Die Jungvieh- und Fohlenweidcn des Landwirtschastskammer- Ausschusses für Lberhessen waren im verflossenen Sommer mit 120 Fohlen und 213 Rindern besetzt, deren Bertettung aus die einzelnen Weiden aus nachstehender Zusammenstellung ersichtlich ist: 3V,0/o Konsols ..... 3°/fi do. 3*/,■?/» Hessen . " Tr. Vie zuständigen Ausschüsse. Bei Beratung des Anttags der Abgg. Ulrich und Gnwften, Aevision der Bestimmungen über die Aufrechterhaltung ; der Ordnung in den Gerichtssälen, führt Staats- ntinister Ewald aus, der Anttag bilde einen schweren, aber daltlosen Vorwurf gegenüber den Gerichten. Nach seiner Bevback>- cung und 30 jährigen Erfahrung im GLrichtsWesen habe er nie rinen Mißbrauch der Bestinrmutrgen feststellen können, sondern tut Gegenteil sehr oft die Langmut, der Richter bewundert. Auch wirten die Gerichte einmütig erklärt, daß ein Bedürfnis zur fotberung der bestehenden Bestimmungen über die Aufrecht- ■S Haltung der Ordnung in den Gerichtssitzungen nicht anerkanM saubere 'ßadeiüanne • frei von Ansteckung* • und sonstigen unliebsamen Stoffen erhalten Sie durch Au® »rheuern derselben mit A utomorsteasur. Wir empfehlen überhaupt dem Bade wasser einen Esslöffel voll Automon hinzuzusetzen, du dies für die Gesundheit und Sauberkeit nur zuirdaheh und nie nachteilig ist. Bei Badern für Kranke ist dieser Automors-Zusatz durchaus erforderlich, da hierdurch die Krankheitserreger vernähtet und die später Badenden S S ' ü S Z .. vor Ansteckung geschützt werden. - - - - B Generakertrrter 2>C. Zbefmar Tl/aSSerjUg, Frankfurta. M.» 9 m*/„) Elbestr. 52. • Erhältlich in den Apotheken und Drogerien. ' W O G GHGGGOGGGGOMGGGDOOGOG Verbessertes im Gebrauch billigstes Seifenpulver. Erleichtert bedeutend das Waschen und ist ohne Zusatz von Seife und Seda zu gebrauchen. 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I (Ohne Oewflhf । 'Nnehdruek verboten.) 1 8» <47 7U6 30» >70 89 1801 Ul 510 717 V. 987 I f.'-COl 2 14 1: 61 8* "1 X)* 881 3OKI « (50001 149 rn, Ut (3000) 40 78 40*4 714 79 480 TM 97 »"? 971 So. 1 7L >: 1U 7*1 0. 8 6.18 •/) SA 61$ 55 M2 »79 7149 60 *45 709 W 906 8780 166 [l000) *16 656 792 9075 161 35? SJO »I 10? 0 UI 5$7 [500*1 «75 814 11004 54$ 60 648 47 f300*1 707 9)0 12nn 54 3»7 48! 7» -.4 741 X.S 13 . «m 1 911 1*«H :6O 6lt 7?0 8>-4 1500] 88 15.314 l l'"»l *3« 703 »10 "*4 61 10104 365 78 491 603 770 63 (9000) 17714 461 6*8 688 801 LV 97 940 46 77 18005 *1 177 i 574 *1, 755 Mn Ü71 ID 7« '4 67 64.. 7*1 20 :. 3'. (500| 90 4 91 2110. 57 4,1 Ul ..''S 9?8 221*1 .08 :7 7*. 458 111 b. . 23'31 570 »15 796 1*7 n 870 24o." 74 157 61 731 37 2S-'1- 314 Al.'. 86 7tn VI3 26M) fMX»i 107 13 |5*W1 XI.. 617 7? 28i7 43.' 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Bürgermeisterei Rebgeshain R a u s ch. s6342 77 90 148091 187 !S8 71 311 17 llOOO) 101 96 (30001 » 0 80 98? 151115 314 4» 9 4 951 153063 97 344 411 " ■: 537 711 14 59 «0 931 15fc 16! 75 5*7 718 1581*0 641 ,M 4 359 557 722 819 > 26 63 68S 725 (1000] 59 6! > ’65 684 816 1 62316 416 JM M 770 99 918 164104 [30*15-1 ' 9 283 345 54 441 513 [500] 44 ~ 52 74 78 875 1 68(64 114 flti 71 54! 66 938 595 828 96 171019 811« M! 879 911 172229 443 ÄWJS 64 [500] 360 407 85 61! 174'« 75194 401 6! 8! e:» 77121 !5 341 460 6!6 (W « " 087 [500] M 344 532 7» 0 S 00] 29 53 896 941 181132 73 81 A »4 « ! (6 183049 140 25 314 [».« 184013 63 203 348 521 M W J .41 454 725 46 844 1 86 13 -'» 496 533 611 56 82* M 188. 17 17 189630 71 714 « « r 501 72 674 716 1911« J [5061 813 40 1 9 2016 5S 634 » «"511194‘M ij 19 5 280 473 643 1 96IK1 u -> « MW » * IM 4!! 576 634 34 796 9* 1 “ 201026 y.-r.-.-.-.' Vortrag. 2lm Mittwoch dem 24. November, abends 8l/4 Uhr, mirö Herr Pa'lor G. Simon, 'Dhiiioitar in Sumatra, im großen Hörsaal der Universität einen Vortrag über: ,Wohin steuert der Islam" halten, wozu mir hiermit herzlich einladen. Der Vorstand der Hess. MissionS-llonferenz: Bekanntmachung. Von heute, nur auf kurze Zeit, erhalten stunden, die bereits m anderen Geschäften gekauft und ihr Ronto beglichen haben, bei Vorlegung der Quittung Möbelstücke ohne Anzahlung. Die gekauften Möbel werden per eigenes Fuhrwerk ohne Firma sofort zugestellt, auf Wunsch m meinen ausgedehnten Lagerräumen kostenlos aufbcwahrt. Sämtliche gekauften Möbel sind gegen Brandschaden versichert und wird für Haltbarkeit garantiert. Tie Auswahl ist unerreicht, die Preise bekannt billigst, die Bezahlung kann m wöchentlichen, 14tägigen, monatlichen Raten erfolgen, laut getroffener Vereinbarung. Nähere Auskunft kostenlos bei 3* Attmanu, größtes oberhesiisches Möbel-Warenhaus, Gießen, Plock- nraße 14/16. a‘ u BekanuLnmchuug. Am Samstag dem 20. d. M.. ist das Kabel in der Neustadt, Marktitraße, Balmhosstraßc von Nr. I bis V.*e>tanlaac, AtarktplaN, Ticfcnwcn und Rittcrgasic von vormittags 8 biS nackmdtags 3 Mir auSgcickallct und die rtromticicrung unterbrochen, was wir den anliegenden Kouiumcnten biermit zur 18. N°u-mbc- 1909. Elektrizitätswerk und Strafrenbabn der «tobt Gießen. S t o l t e. p /n W Puppen-Klinik ist eröffnet. Ferner biete größte Auswahl in gekleideten u. ungekleideien GeBenkpuppen, Stoff- und Ledergestellen, Charakterpuppen, Puppen - Wäsche, -Kleider, -Schuhe, -Strümpfe,-Lchürz-- cheu, -Hütchen und -Mützchen. Haarperücken. J. H. Fuhr 3n°bcn engeren Teilen der Mäusburg, Sans Nr. 10, unb Marktstraße, Haus Nr. 25, haben die Leiter von Fahrzeugen sich vor der Einfahrt erst durch Augenschein zu überzeugen, ob - kein Straßenbahnwagen herankommt. Es ist dann das Vorbei’ fahreu des Straßenbahnwagens an den Ausweichestellen avzu- roar§ni5. Tas Dinüberschaffen von Pflügen, Eggen oder anderen Geräten, sowie von Baumstämmen, Bauholz und andern schweren Gegenfländen über die Schienen der Straßenbahn darf, lOTern jene Gegenstände nicht getragen werden, nur auf Wagen, unterlegten Schleifen oder Walzen erfolgen. , ... Es ist verboten, die Bahnlmien und ihre Betriebsmittel zu beschädigen, zu beschmutzen ober zu veränbern, bie Quer- mw Stromleitungsbrähte mit irgendwelchen Gegenständen zu behangen, bie elektrische Leitung zu berühren, die Maste zu erklettern, teile Gegcnslänbe auf bie Fahrbahn zu legen ober sonstige Fahrhmber- nisse anzubringen, Weichen umzustellen, salichen .Klarin zu erregen, Signale nachzuahmen unb andere betriebsltorenbe vand- lungen (wie insbesondere auch das Anhäufen und Abwerfen von Schnee, Eis usw. auf das Bahnplanum) vorzunehmen, , Der Gebrauch ähnlicher Signalglocken, ttne btejemgen Der Straßenbahn ist verboten. Personen,, bie beim Umherfahren nut Verkaufswagen sich burch besonbere Signale bem Publikum bemerklich machen, haben hierzu vorher polizeiliche Genehmigung zu erwirken unb die dabei gestellten Bedingungen einzuhalten. § 16. Fahnen dürfen an Gebäuden oder an,Malten nur so angebracht werben, baß sie bie Drähte der Stratzcnbahn-, Telegraphen- oder Telephonleitungen nicht berühren können. tz 17 Entstehen Verkehrsstörungen oder Gefährdungen durch Zusammentreffen der Straßenbahnen mit Fuhrwerk, größeren Menschenansammlungen oder dergleichen, so, ist jedermann, insbesondere auch das Bahnpersonal, gehalten, sich den Anweifungen der cinschreitenden Polizeibeamten unverzüglich zu, fugen. § 18. Zuwiderhandlungen gegen diese Vor,chriften werden, wenn nicht nach den Bestimmungen des RcichsitrafgesetzbucheE, des Polizeistrafgesetzes oder der Eisenbahnbau- und Betriebsordnung eine höhere Strafe verwirkt i]t, mit Geldstrafe bis zu 30 T^eie Vorschriften treten am Tage ihrer Verkündigung in Kraft. Ä M Darmstadt, den 8. November 1909. Grohhe,ogliche8 Ministerium der Finanzen. G u a u t h. Erb. unb dürfen Personen auf hochbeladenen Wagen wegen der damft verbundenen Lebensgefahr sich nicht aufhalten. . _ - tz 12 Holz Steine, kohlen und sonstige Gegenstände dürren nur \n einer solchen Entfernung von dem Bahnkörper oder dem Gleise der Straßenbahn abgeladen werden, daß dadurch der betrieb nicht gestört wird. _ , . . 8 13 Es ist verboten, Kinder zwischen den Gleisen oder in deren unmittelbarer Nähe spielen oder ohne Aumcht zu laften § 14. In der Mäusburg und Marktstraße dunen Uhrwerke mit einer Wagenkastenbreite von mehr als 2 Meter wahrend des Betriebs der Straßenbahn nicht verkehren Ueberladen der Wagen über die vorgeschriebene Wagenkastenbreite hinaus ist streng ■i trcrbcit Wo die Umstände es gestatten, hat das Ausweichen nach rechts zu 9^^nunterfagt Oor herannahenden Straßenbahnwagen die Ti^e Vorschriften gelten jedoch nicht für marschierende Milftär- cbteilungen, Postwagen und zur Brandstätte fahrende Feuerwehr- «-bteilnngew ^^^^^uzungen der von Straßenbahnlinien durch- äogenen Straßen haben Leiter von Fahrz^k^n al^r Art, Retter Äw. die Gangart soweit zu verlangsamen, daß ein Salten vor dem Äeise noch möglich ist und der -Ltraßenbahnwagen unbehindert Wo^neben den Gleisen mir für ein Fuhrwerk R<™miit haben sxahrzcuge, Reiter oder Viehtreiber beim verannahen eines Straßenbahnwagens hintereinander zu , bleiben. lieber Ausweichestellen hinaus dar] beim Herannahen eine» 'Straßenbahnwagens nicht gefahren werden. r.^.- .8 11. Fahrzeuge, Pferde oder Dreh dürfen nurrn solcher Entfernung von bem Bahnkörper oder dem Glerie der iohn stehen gelassen werden, daß der Bahnbetrieb nicht ge- iährdet wird. ... . Neben den Gleisen stehende Pferde müllen unter Aufstcht 1C Aufsichtslos' dastehendes Fuhrwerk ober Vieh, sowie sonstige Gegenstände, welche die Geleise versperren, können von den -vayn-- )ebienftcter. entfernt werden, unbeschadet der Strafbarkeit Der Verantwortlichen. „ In den von Straßenbahnlinien durchzoaenen eolratzen dunen leine Fuhrwerke verkehren, die mit ihrer Ladung bie &ot)e oon > Meter, vom Straßenbahnniveau an gerechnet, ober bic zj.eue oon 3 Meter übersteigen. , . , . In der Unterführung von der West-Anlage nach ber Damm- Itraße darf die Ladung] eine Höhe von 4 Meter nicht übersteigen von F. Soenneckcn, mit Vorwort von Geh. Rat Prof. Reuleaux. Z. Selbstunterricht: I. Teil (vollst Lehrß.) m.l Ausw.Federn M 2.50 II. Teil: M1.50 • II (.Teil: M1.- • AUedreiTeile ms. in Schachtel: M 5.- ^Personen, die an beit Haltestellen einen Wagen besteigen yien haberr dem Wagenführer ein Zeichen zum .Halten )u geben , Fahrgäste, bie den Wagen verlassen wollen, muNen dies n Wagenführer rechtzeitig oor der nächsten Daltestelle durch '.«sehen der Signalglocke anzeigen "-Tas Ein. unb Aussteigen darf nur au] der in der Fahrt- ätung rechts liegenden Seite gescl>:h«ni. 7 3. Sind sämtlich Sitz- unb Stehplätze beansprucht so irb dies durch Lerunterllappen einer Tafel mit der Auffchrilt ^ebe^ unziemliche und andere Mitfahrende belästigende «tragen der Fahrgäste ist untersagt. Es ist insbesondere untersagt: Das Rauchen int Zirnern der geichl-menen Wagen, wie auch das Mitbringen brennender Pfeifen, Zigarren oder Zigaretten in das Innere der Wagen, das Beichmutzen der Wagen durch Auchpucken,, das Lärmen, wahrend der Fahrt, das eigenmächtige Oefsnen der Plattwrmabiailusse, das tzinanslehnen des Körpers aus dem Wagen, das >-tehen- Meitat auf dem Trittbrett, der Aufenthalt von unbeaufsichtigten Kindern unter 14 Jahren auf der Plattform. Tas Auf' und Abspringeii während der ivahrt, das Besteigen eines durch eine Tafel als besetzt bezeichneten Waeens, fon/e der Versuch und die Lülseleistung hierzu: Tas Ansassen der zur Fortbewegung unb Beleuchtung dienenden Wagenteile, namentlich der ^ignalapparate, das Mitnehmen von Lunden aus den Wagen, das Mitnehmcn gesährlieler Gegenstände, insbesondere gelabt not Lchus^ waffen, Schieswulvcr unb leiäst entzündlrchtr chemilcher Präparate, sowie endlich das Mitführen solcher Gegenstände, welche den Mitfahrenden durch ben Geruch, Umfang, schmutzige Beschaffenheit ober in anberer Weise lafhg merben. Der an ber Decke ber Plattform ,edes Motorwagens befind- !ie Fahrbahn gtnügenb Raum für den Fuhrwerksverkehr bietet. 2purfahren ist unter allen Umständen verboten. Bei der Annäheriing eines ^tratzenbahnwng«is oder beim Ertönen der Warnungssignale haben Retter rrußganger, Rad- s«ihrer, Leiter von Fahrzeugen aller Art, Biehtreiber u]w fowrt die Fahrbahn für den Betrieb frei zu machen und den etraß^ bihnwagcn soweit auszuweichen, daß weder die]e in der ^hrt, noch die Fahrgäste beim Ein- und Aussteigen behindert oder gefährdet । Auswahl = 25 einfache und doppelte« RundachriHfedern: Ml- Nur echt mit dem Namen ihres Erfinders F. SOENNECKEN F.SOENNECKEN • BONN • Berlin, Taubenstr. 16-18 • Leipzig Mainzer Aktien Mer i/1 Flasche 20 Psg., V- Flasche 10 Pfg. Mirnöerger Hncheröräu o 2tr.-Flasche 25 Pfg.. Vs Ltr.-Flasche 16 Pfq. empwu Gotthilf Röhrte, °2clcvbou'344*.C Wiederverkäufer gegen Rabatt gesucht. (6029 Vorschriften ix den Verkehr und den Schutz der städtischen elektrischen Straßenbahn in Gießen. 1. Verhol cu der Fahrgäste. e i Die den Straßenbahnwagen benützenden Personen haben r Anordnungen des mit Tienstflcidung, Dienstabzeichen oder jitimation versehenen Bahnlx*rsona1s F'olg^ zu. leisten. k ßnm Ein- und Aussteigen der Fahrgaite halten die . .JJ/’inu an den durch eine Tafel kenntlich gemacksten Haltelien, und zwar mit Ausnahme der Umstcigcstellen nur nach ^63 886 211-^«' o] 90 loooos 214^ 216-c 391 1 »* i 46 517 66 645 <. w .j v, 89 tiMLuiö00Mti 5 58 601 20 825 Q M IO 76 M „34046 V .48 74 I5001 y [3000] o fl;94 ■'„ng’J3 ' LÄ-F s 6. Personen, die an einer ansteckenden ober abschreckenden Krankheit leiben, durch unreinliches Aeußere den Mitfahrenden tfng werden ober den auf Grund dieser Bestimmungen an |ic -icriditctcn Aufforderungen des Fahr Personals nicht imtsprechcn, innen von der Mitfahrt ausgeschlossen werden ^ic haben als- bann den Wagen beim nächsten Halten zu verladen. Ein An- iVrud: auf Rückvergütung des gezahlten Fahrgeldes steht ihnen Ter Fahrgast hat sofort nach dem Einsteigen und bei lleberschreitung der Tarifgrenze den Betrag der festge]etztcn Taxe i'ine besondere Aufforderung in den vorderen Zahlkasten ein- ' Fahrgäste, die absichtlich keine Zahlung leisten, haben die unc (vom Ausgangspunkt des Wagens ober, wenn nc nari> meifcn können, wo sie eingestiegen sind, von da ab) nachzuzahlen md außerdem sofort den Betrag von -tret Mark zu entrichten. Wer die sofortige Zahlung verweigert, kann der Holizei- verwaltung zugesührt werden. , . , , ■ , Zum Wechseln ist ber Wagenführer nur nach Maßgabe ferne» rorhanbenen Weck setgelbes intb höchstens bis zum Betrage von euer Mark verpflickstet. . n § 8 Ta^ Umflcigcn muß m den nächsten an der Umsteige- fdle ankomnienden, noch nicht vollbesetzten Wagen erfolgen. Weiter besördernng kann nur, soweit Platz vorhanben, gewahr- lÄstzst 0^iimsteigemarken sind sofort bei bem' Besteigen des Um- itidgeroagen- in den vorderen Zahlkaften zu .werten. Sic sind nicht übertragbar unb verlieren ihre Gültigkeit mit hon Verlassen des Umsteigcwagens Wer mit emer ungültigen llmfteigemarfc betroffen wird, hat die Ta^c nachnizahlm, sowie den Betrag von Drei Mark zu ent- ickten. Wer bic sofortige Zahlung verweigert, kann der Polizei- a .. H re w. • W < •>. ■ ',. W1 ,. K* i Grosse Riesengrosse Auswahl. Allerbilligste Preise. Zugabe i Ein schöner Abreisskalender bei Einkäufen von I Mk. an. Vereine und Gesellschaften erhalten ermässigte Preise. **/„ Ich bitte höflichst um Besichtigung meiner Ausstellung. 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