Nr. 197 Zweites Blatt 159. Jahrgang Dienstag Ä4.Angnst 1909 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Sithtner Samilienblütter“ werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Elchen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Rotationsdruck und Verlag der Brühlfchen UniversitätS - Buch- und Steindruckerei. R. L an-g e, Dießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: Red af Hon: 112. Tel.-2ldr.: AnzeigerGießen. Die Erziehung zur Stille. Vor einiger Zeit empfahl Professor Schneidewin im Berl. Tgbl. als bestes Mittel gegen störende Geräusche die Selbsterziehung. Man solle dys geistige Ohr dem Geräusch verschließen, dann würde man bald nicht mehr davon belästigt werden. Einem ähnlichen Gedanken gibt Freiherr Alfred v. Berger in der „Neuen Freien Presse" Ausdruck. Er schreibt dort: „Ich empfehle allen meinen Leidensgenossen, darüber nuchzudenlen, ob sie sich nicht durch innerhalb ihres persönlichen Machtkreises liegende Mittel Anästhesie gegen störenden Lärm verschaffen können, wenigstens gegen solchen, der nicht geradezu ohrenzerreißenden, schier physischen Schmerz verursacht. Ich rate zunächst jedem, sich den Mechanismus seiner inneren Vorgänge, durch den das Hören von Geräuschen für ihn zur Störung und qualvolle Hemmung wird, durch strenge Selbstanalyse durchsichtig zu machen. Vielleicht wird er alsdann entdecken, daß der eigent» lich störende, wehetuende Bestandteil im Lärmphänomen nicht immer im Lärm selbst liegt, nicht in den Tonempsin- dungen, welche zum Beispiel durch das Hämmern auf eiserne Tragbalken bei einem benachbarten Hausbau ausgelöft werden, sondern in den Gedanken, welche diese Tonempsindungen in uns erwecken, und in den ärgerlichen, zornigen, sich bis zur Raserei erhitzenden Affekten, welche durch diese Gedanken ui uns hervorgerufen werden. Ich will einen bestimmten Fall schildern, der aber, das bemerke ich ausdrücklich, wie der Dufterer sagen wurde, nur „beispielmäßig" gemeint ist, ohne Beziehung auf tatsächliche Umstände und Erlebnisse. Ich sitze also an einem schönen Morgen an meinem Schreibtisch in bester Arbeitssttrnmung und mit der Absicht, eine lange erwogene Gedankenreihe zu Papier zu bringen. Da ertönt aus dem Nachbarhaus Klavierspiel. Es kann sein, daß ich so ganz bei der Sache bin und mir die Arbeit so leicht und flott von der Feder geht, daß ich das Klavter- Ipiel gar nicht bemerke. Meine Frau fragt mich nachher: „Ja, haft du denn bei dem entsetzlichen Geklimper überhaupt schreiben können?" und scheint mich beinahe zu verachten, als ich mit der Gegenfrage antworte: „So? Hat jemand Klavier gespielt?" Das isc der ideale Fall. Aber )o fchbn und glatt läufts nicht immer ab. Ich schreibe mich, wie das zuweilen vor kommt, in eine Sackgasse hinein oder versteige mich (unter diesem Gleichnis stelle ich mir derartige «Lchrift- stellerunfälle gern vor), einen Gedanken eigensinnig verfolgend, endlich, wie Kaiser Max auf der Martinswand, auf einen Punkt, wo ich nicht weiter kann. Nie der letzte Ritter, als er nicht weiter konnte, sich höchstwahrscheinlich um die verfolgte Gemse nicht mehr küm- merte, sondern zurück und vorwärts, empor und in die Tiefe blickte, so lasse ich meinen Gedanken einstweilen laufen. England; innere Lage. Die innere Lage Englands ruft im allgemeinen bei uns in Deillschland fein allzugroßes Interesse hervor und wir beschäftigen uns meistens mit unseren lieben „Vettern" nur wegen Vorgänge auf dem Gebiete der Weltpolitik. Augenblicklich aber scheinen sich auf dem Jnselreiche Ereignisse vorAuberellen, die für die innere Politik des Landes von großer Bedeutung sind und die darum auch unsere Aufmerksamkeit verdienen. Dian weiß, daß das jetzige liberale Kccktnett auf dem Gebiete der Außenpolitik schon mehrfach Zu-geständnisse an die imperialistische Richtung mad)cn mußte, um nicht unter die Räder zu kommen, zumal man sehen mußte, daß bei den Ersatzwahlen die Regierungsgegner ein Mandat nach dem andern gewannen. Auf dem Gebiete der inneren Politik dagegen scheint man doch getreu den liberalen Ueberlieferungen zu marschieren, indem man namentlich soziale Gesichtspunkte nicht außer acht läßt. Augenblicklich dreht es sich in England, wie noch eben bei uns, um die zur Balancierung des Etats notwendigen neuen Steuern, da auch jenseits des Kanals die Zeit der fetten Jahre vorüber ift Die englische Regierung plant zu Steuerzwecken eine Erhebung über Umfang und Wert des privaten Grundbesitzes, wogegen die Konservativen sind, well sie die Enquete als den Vorboten einer starken Bodenbesdeuerung betrachten. Namenllich im Oberhaus begegnen diese Plane großem Widerstande und es wird vielfach geglaubt, daß aus diesem Grunde das Oberhaus das Budget verwerfen werde. Das Kabinett will aber in dieser Frage fest blewen, man will — wofür sich jetzt Anzeichen bemerkbar machen — den Kampf mit dem Ob er Hause aufnehmen, und scheint sogar entschlossen zu fein, mit einer entsprechenden und gegen das Oberhaus gerichteten Parole Neuwahlen auszuschreiben. Einen Sieg der Opposition braucht das Kabinett nicht zu fürchten, vielmehr darf man einer neuen großen Mehr hell gewiß fein, weil die Pläne der Regierung hinsichtlich Besteuerung des Bodenbesitzes ungemein volkstümlich sind; überdies hofft man, aus der augenblicklichen Desorganisation und Blutlosigkeit unter den Unionisten zu profitieren. Daß derartige Pläne tatsächlich bestehen, geht aus der Erregung l)ervor, welche sich bereits der uniomsti- fcl)cn Partei bemächtigt. Der diese Richtung vertretende „Obferoer" erklärt, ein einflußreicher Teil des Kabinetts befürworte jetzt die Herbeiführung von allgemeinen Parla- menkswahlen im nächsten Januar, selbst wenn das Hans der Lords das Budget annehmen sollte. Man rechne daraus, daß das Kabinett sofort nach Unterwerfung der Lords bei der darauffolgenden Mißstimmung und Verwirrung unter den Unionisten bei den Wahlen bestimmt eine Majorität erhalten könnte, welche es ihm ermöglichen würde, bis 1916 im Amt zu bleiben. Die Nation schreibe nämlich, es erscheint wahrscheinlich, daß, obwohl die Lords das Budget vielleicht nicht verwerfen werden, ein Appell an das Land nicht viel länger als bis zu Anfang des neuen Jahres verschoben werden wsrd. Der „Observer" bemerkt dazu, daß sich in dieser Berechnung zwei gründliche Fehler befanden. Die Lords würden nicht davor zurückschrecken, mit dem Budget nach dessen Verdienst zu verfahren, und noch viel weniger fürchte die unionistische Parteileitung eine Parlamentsauflösung. — Diese feste Zuversicht des unioniskischen Blattes ist wohl aber nur eine äußerliche, um den Gegnern Sand in die Augen zu streuen, in Wahrheit weiß man jedenfalls sehr genau, daß die Regierung auf eine große Mehrhell wird rechnen können, und „gründliche Fehler"" dürsten sich weit eher in der Berechnung des „Ob- server"" befinden. Uns in Deutschland könnte ein weiteres Verbleiben des jetzigen Kabinetts nur erwünscht fein, denn wenn es auch dem deutschfeindlichen Treiben im Interesse seiner Selbsterhaltung Konzessionen machen mußte und sich namentlich auf dem Gebiete der Flottenverslärkung zu einem Entgegenkommen gezwungen sah, so kann man eine direkt deutschfeindliche Tendenz der jetzigen Regierung in keiner Weise nachsagen, vielmehr steht es außer Zweifel, daß sie dem Treiben der Jingos keinerlei Vorschub leistet. Lin Stfidlem von der Sicherheit der veamtensteilung. Bei den Beratungen über die Aufbesserung der Beamten- und Lehrergehälter wurde im Reichs- und Landtag verfchiedenttich ein gewisses Zurückbleiben deS Beamtengehalts hinter dem Einkommen eines Gewerbetreibenden mit dem Hinweis daraus begründet, daß die Beaniten in der absoluten Sicherheit ihres Einkommens einen großen Vorzug besäßen. Tatsächlich nimmt man wohl allgemein an, daß diese Ansicht zutreffend sei, und um so mehr wird ein Fall, der sich gegenwärtig in den Provinzen Brandenburg unb Sachsen abspielt, besondere Beachtung verdienen, weil er zeigt, daß es trotz der gerühmten Sicherheit möglich ist, daß ein fest angestellter Beamter plötzlich gänzlich brotlos roeröen kann. Ein Lehrer im Regierungsbezirk Frankfurt a. d. Ober hatte seine Stelle gekünbigt, ba er an eine Schule im Magdeburger Be- zirk gewählt worden war. Nachdem die dortige Königl. Regierung ihn für die neue Stellung bestätigt hatte, wurde ihm zum 1. April ds. Js. von der Frankiurter Regierung die nachgesuchle Entlastung erteilt. Da leitete noch vor Antritt der neuen Stellung der Staatsanwalt gegen ihn ein Strafverfahren ein. Die Regierung zu Magdeburg wartete den Ausgang des Veriahrens nicht ab, sondern Zog ohne weiteres die erfolgte Bestätigung zurück, so daß der Lehrer plötzlich ohne Amt und Brot dauand. Ein aus Lebenszeit angestellter Beamter wurde also durch einen Federstrich ohne Dis- zipllnaroersahren aus dem Amte eiufeniL Aus erhobene Beschwerde entschied zwar der Unterrichtsminister, daß dem Lehrer die alle Stellung, au5 der er entlassen war, offen- gehalten werden sollte, aber die Gemeinde weigert sich natürlich, ihm Gehalt zu zahlen, da sie bereits am 1. April einen neuen Lehrer angestellt hat, den sie besolden muß. So hat nun der entlassene Lehrer, der inzwischen von der Straskammer sreigesprochen worden ist, fett' last 5 Monaten mit seiner Familie keinen Pfennig Gehalt bekommen! Alan darf wohl mit Recht behaupten, daß die preußischen Gesetze so klar sind, daß em solcher Fall unmöglich sein sollte. Teiin nach der erfolgten Bestätigung war der angcklagte Lehrer Inhaber der neuen Stellung, in welcher er einstweilen beurlaubt oder suspendiert werden konnte, also mindestens die Halste des Gehalles erhalten mußte. Sobald dann seine Schuld erwiesen worden iväre, hätte im ordentlichen Disziplinarverfahren (eine Amtsentsetzung erfolgen müssen, falls nicht etiva auf eine Freiheitsstrafe von längerer als einjähriger Dauer erkannt ivorden iväre, tvas bekanntlich den Amtsoerlust von selbst zur Folge hat. Unerklärlich erscheint es daher, daß nicht eine von den Regieruiigskassen einstweilen wenigstens das halbe Suspensiousgehalt dis nach Entscheidung der Sache verauslagt hat. Die Lage der Bauhandwerker in Hessen. Während in den verflossenen Jahren die einzelnen Bau- harckwerkcr im Großherzogrum Hessen unter Anspannung aller Kräfte arbeiten mußten, um die ihnen übertragenen Arbeiten rechtzellig sertigznstellen, macht sich in diesem Sommer bei allen Baugewerten, besonders aber im Maurer-, Zimmer- und Dachdeckergewerbe, die fast nur auf Neubauten angewiesen sind, ein außerordentlicher Mangel an Arbeit bemerkbar. Dieser Umstand ift vor allem Darauf zurückzuführen, daß die in Den letzten Jahren herrschende rege Bautätigkeit gan.31 bedeutend nachgelassen hat. Be- lege die Feder weg uno trete ans ofjcne Fenster, um mich durch den beruhigenden Anblick der blühenden Rvsengruppen im Garten zu sammeln. Da vernehme ich zum erstenmal das Klavierspiel im Nebenhause, möglich, wahrscheinlich sogar, daß es schon ziemlich lange gedauert hat. Aber ich hatte es bis jetzt nicht bemerkt. Nun aber ergreift mich urplötzlich Die grimmige, kannibalische Freude, die der Jäger verspürt, wenn chm ein Wild, vielleicht durch seine Schuld, entwischt ist und er als Ersatz einen feisten Sündenboa erspäht. „Ja, kann man Denn etwas Vernünftiges schreiben bei einem Derartigen scheußlichen Geklimper?" schreit etwas in mir auf. (Klavierspiel in einem Nachbarhaufe findet man immer scheußlich, und wenn Liszt oder Rubinstein der Spieler wäre.) Und statr mich an den Rosen zu erfreuen, höre ich zu, ingrimmig, haßvoll. Wie ein Raubtier bin ich über den Sündenbock hergefallen, zerreiße ihn im Geist, und feine Knochen krochen zwischen meinen Zähnen. Schließlich exaltiert meine Wut sich bis zu finanzpolitischen Delirien: Ich denke mir eine Klaviersteuer aus, natürlich von phantastischer Höhe, und ersinne Mittel, um sie recht vexatorisch, reckt demütigend einzutreiben. Kurz, mein Grimm wird beinahe schöpferisch. Aber was im Augenblick tun? Ich nehme meine Arbeit wieder auf. Natürlich gehts jetzt gar nicht mehr. Ich muß dem Klavierspiel zuhören, ein innerer Zwang nötigt mich dazu. Und mit Den GeDanken, die ich aufzuschreiben versuche, vermischen sich immer neue, immer gräßlichere Wutgedanken. Ich muß enolich aufhören, erschöpft, geistig vernichtet. „Was hast du denn?"" fragt meine Frau, „du siehst so angegriffen au»." „Ach, es ging nicht mit Dem Schreiben," antwortete ich, „wer kann auch schrecken bei diesem greulichen Klaviergeklimper?" „Ich begreife dich nicht/" sagt meine Frau, „das Klavierspiel war Doch wunderhübsch, und du fagft doch sonst, daß gute Musik dich in Stimmung bringt . . ."" Und wieder fühle ich mich beinahe verachtet. Ich frage jeden Unbefangenen: Waren es die Töne, welche Die Störung unmittelbar verursacht Haven? Nein, sondern hauptsächlich der Gedanke, Daß im Nebenhaufe jemanD Klavier spielt, ohne sich zu fragen, ob er nicht durch Das Vergnügen, das er sich gönnt, anüere stört. Wer hat mich also eigentlich gestört, meine Nachbarin oder ich selbst? Ich seckft. mjHl dieser Erkenntnis ift viel gewonnen; denn mein ^5ch ist, wie ein tiefer Denier sagt, das einzige Ding im Universum, das jd) durch meine Gedanken verändern kann. Ich brauche mir nur Die gehässigen Gedanken uno bösen Aftekte zu verbieten, so erspare ich mir viel Qual. Wie das geht'? Man setze nur dem Willen zum Aerger (m Oesterreich, beiläufig gejagt, auch eine furchtbare politifcye Macht., der unser Zellalter mehr beherrscht als die Menschen früherer Tage, Den Willen zur Seelenruhe entgegen/' sonders fällt hierbei in Die Wagschale, daß in Hessen mit Rücksicht auf die finanzielle Lage des Landes ein großer Teil der in Aussicht stehenden staatlichen Neubauten zurück- gestellt wurde, wodurch manches Stück Arbeit ausgeblichen ist. Auch Die Zahl der Privatbauten ist in Anbetracht Der lvirtschaftlichen Verhältnisse gegen die früheren Jahre bedeutend zurückgegangen. Eine meitcre Urfache des schlechten Geschäftsgangs der Bauhandwerker dürfte Darin zu suchen sein, daß infolge der durch die derzelligen Verhältnisse bedingten Entlassungen von Arbeitern ein großer Teil davon sich selbständig macht und für Den nach Arbeit suchenden H n dcö Ringes, da» Mittelstück ift massiges Emblem, un Hochrelief und ftulpiural. Bei den katholischen jhiltringen ist cS Nachbildung der normen von Mitra und Tiara, bei den tübiidxn stellt cs Miniaturen der Snfishülte in grünem Email mit Steinen bar. Eumbolik spielt zu allen Zeiten beim Ring eine Rolle Sehr bemerkenswert bei den bäuerlichen, die beut von neuem sehr gefctiüht und »um Beispiel noch als - Agraffenschlieften der Ära- Watten getragen werden. Tie Verlöbni-reifen bildet man au» verschlungenen Händen, sie sassen einander oder sie halten em brennendes Her» als Mittelstück. lodeSringe kommen vor als Giftbchälter mit Schädel und strcuzknoct-en als Mmelstück Die berubmlen auch ivmboltfchen ehernen Tauschringe der I^reiheitSkrrege fehlen mcht. die »um ehrenvollen Zeichen des Cpier» aui dem Altar des Vaterlandes getragen wurden und die Teure zeigen: „Gold gab ich für Eisen" Diesem streng Lnoniidxn Emblem der Bürgertugend ftrbni Grazienkunste aegenüber. zum Verspiel dre graedrn iriligran- spiele der Giardineui Sie haben al» 3chmuck'tmk eine Blum uk. rd Vignette, zierlich aus Silberbrabl geflochten, und in ihren Maschen bliveu al» Bluten und Twucbte grüne, rote und blaue Slcin.lxir auf. Und durch die mattichrmmernde, bleiche eilberfaifung wird die Kolonstik der 3 leine nach geboben, eine Gtfabrung, die man iub auch beute wieder zunuhe gemacht bat. nur baft man für diesen Mondicheinton kv-i Blann verivenbet. Em groste» Htipuel für sich nehmen die Ringe der (hnpfinb- jamkeitSperrode ein Bei ihnen erscheint da» MittZftüd meist in der Art der Stammbuch'uu'bole oder al» Ttmmuli?um der UreundschaftSdenkmale m Geiüdlslandfchafter.. lEm verglaste» Vier- cd ober Cval bildet den Radmen. und benn siebt man in zierlicher Elsenbeinsedrudeiei Urnen. Vasen auf Boßanienten mit Gemen und Liebcogoktern Hau"g fihen fie — roa» man auch von den Rückseiten der Miniaturen der kennt — auf einem au» Haaren in Mattenmusterung ge'lod kenen Hintergrund ferner gibt r» auch unter dieser Verglaiung Hrtne Bildnisse, auf Clienb-.iB gemalt oder at» Silhouette. Nach dem ChtCvnt der Orient. Viel Phantasie erweisen ,,e rode die e|oii«dvn Ringe xv.u’ig haben sie .-imuletia i.akt.r Grosze ürlvcn, ui ii abochon- oder Vlattenfoiiu durch rrung- Unten geäden. erhalten diest Zrickmungen mit Gc d outgdüiii. dazu ebntfaU» mit Gold sozusagen ptombieNr Gravierung.n ’.ae baiistifcher Cmamentc. Uuettchöpfliche Barr: oneu, in ferner uralten SumbuhL Vermochte». • Au» einer kleinen Garnison wird folg.nbe sehe niedliche und wabre ifkirtntfcte bericht t Ter Garn .'nütteste. bet dem die Fahne seine» Truppenteil» steht, und dessen v-u» deshalb ron einem Posten bewacht roub, ball sich für inne iaht-, reiche Äutberidiar eine Hub. Ta« Xtcc weidet auf einem SUirn- rlat vor brui Haufe. Erne» Tage» tefiaglt sich die Frau ’Kaur e. bafe ihr »lud dauernd erheblich weniger Much al» früher }.bc und erklärt da» damit, baß da» Gra» auf der Äubwnöe i*vn den Passanten zertreten wurde. Die 3chüdcvache erhalt darauf Bee dem Kommandeur den iircngen Befehl, beft auftrr bet rtuh er« mand die LZldeflachr betreten dürfe Bald darauf tmll d x.w manbnife eilig über den Grosplah gehen, wird aber van dem Posten ungehalten. ».Run, Wi en Sie nicht, wer ich bin r* ..Alle», wo» ich rpnu.“ cnbjcgnelr oer uufgettgim Tarne bet stramme krieget, „ift, da st St. nicht btc ÄUb des XXrru MazorM find. Herunter vom Gras'" • „Salo <**. Vor dem Eingang rnc» Berliner üoiifrttwi*I - feit langen Zahnen auf der Schwelle der fmmMidx late« i 'chxk Gruft „Salve etngeniciftelL ixx neue Znhaber de» V.ki!«•;». bat, wie nnc X'qnm dem ..B T" schreibt, un Gegensatz seinem Vorgänger angtvrbiui. die Abzeichnungen aller L?ai,AU al» feste Preise zu achten Kürzlich wollte eine biedere BerlineriiD in dem Geschäft ein Jackett kaufen und gab sich alle erchenNutzD Mülx. rtipa» mm dem geforderten Preis (xnn'.’.rr r.;.i ;■ IJ Verkäuferin machte 'v aber darauf aufmerksam, .-atz sie uch xl irschloKM fet Ungläubig lächelnd meinte aber die Tum:: „Ra bäten 3< mal, Fräulein, da nuintrn itnr doch Salven nicht kennen 3dXM 10 Fahre lauf ich tevt bei Salven, und noch immer haben nnr gebandelt . . ." • Detlev von Lilienero» al» Ehemann. ».ustWJ- Falke »iidmet seinem beimgcgangriKn Freunde Teller» von L'-lien- rrim in dem demnächst erscheinenden September beit von , Xorh und Süd" einen längeren Nachruf, in dem er nt feiielnden prr* se»A».. nürthgen Menschen ersteben laftt. Er zergt. und barm liegt rti befonc-'tr Reiz seiner eebilb- nmgen. ^Uirnerun auch m »einet Hau.-lichtest und al» guten Ehemann . LiliencronS Ehe sa ■ Ult Fahre bet Seine ftmöc: liebte er mit Stolz und ZiiNlichkeit Mehr c - einmal halle er früher zu mir gestuften, baft eine qludlulie Ehe ihm da» Höchste und Heiligste sei. die Ärone de» Leden» Tre Frau, hie e> oerftcind, ihm zuletzt nach den verbfnebei zu beretten, ift der höchsten Verehrung würdig, und eine mit Dan war btt g.jen sie erfüllte tun Ö» war damals eine kleine, allenntimiit Hochzest»gescllschaft. Ta» mngt Paar — er war al» Fünfziger noch rung sein treuer Freund Mat milla» Fuhrmann und meine Frau und ich Seine Karte, die bte x'.eiOtp vtouung für den hoben Tag rondjrteb, ist zu drollig und ch> ; mal den Kavalier und Aristokraten verlrugnetr Vornehm und li-venS-V würdig. Ta» gewann ihm alje Herzen ESien«! Sinn für bde»*| lichtest er batte, zeigte sich mir ichon trüb, als er in «findfl »rpcit'.-n Kobnung. in der Palmaille tn Altona, itzelcgenhe.t hrttr.l sich ein n- zu Und wer da» ArbestSztrnmer feiner lehtrn .,>.h.e gesehen. r-S und Heinere Erzeugnisse des KunithandwerV. bte ihm »um Gevrouch von Freunden und tkrr1 -r immer vor Augen sein mutten, tr.u welch erlegenem Geichm>ck er das alle» zu einem Reinen sehenswerten Xab-.net: gro:Mt batte, dem ist geivift nicht entgangen, wie sehr «iuch bir Pietät bter ihre sammelnde unb beiuiotenbe Hand urt 3tr.fi hatte, sfr überall zwischen den schönsten BöcklinS und Ite . uju*> die Bilder und Bildchen seiner Kinder, Freunde und alter KneßtbD karncraden liebevoll aufgebdngt waren, fikr den Blick Uber bet I öänbe spazieren lief , dem konnte fein, als lä*e er in „H'tgfrtb- T< . war 9'api’lwn und btt finnr Fite, der alle enb btt Bllbttü inner Kinder, inner Abel und seines t)ulif. Thoma» cbcnte-l Nische Vogrl und be Halo verblichenen Bilder seiner alten Mae* ] pagnie. . tuat ia>ch Hi lhiipcrfität>tcn. — Ernannt tvutb der bisherige o. Vtoki or an der Kieler llnitxr'tidi v*et>. Regie r imgSrat I r pbiL Friedrich R > nne reut 1. Choter 1909 ab yun ordeniu.chen Pro'efior ’ür L'.uute:^ und Petrograpyre an der Umotifilät Leipzig al» Rachtolgei del In den Ruhestand tretenden <• cd. Rats Bro«. Feed. Zirkel. 3. Au.z. T ckste l nach b Uhr ans 3tg." wird .Ttiibruben: Ich war allein »u Haufe geblieben, ali der Voftdotc erschien und mir »u ntetneri nid)! r; nyn rchreck einen gddHoffrnen Brres mit einem drestcn, ichtetrizen Rand «ter* reicht . der an mein.' Ämter abrdliert war. die eben < een ->Sl''uch machte Bon Re^-grer und Beiacgnis er M. blickte ich auf ba-3 gehr.maiSvollt Schreiben, da» un» odn« Zweitl eine Tode»Nachricht brachte Lie Adresie de» Assenher» war am dem ftuccrt nick: angegeben und bte Schriftzüge - nnr gUtX kaufmännische Hand - verrieten nicht da» wrr.gftr Jd. nfW mich ui schme:z'..ch>-n Vernnttungen Zch dachet an eine eiM 2ante, dcrtn GcfnnddcitSzuitaad schon Lsnge tu B -ürchttepM Anlatz gal Ctxr wurde eine längere BerTvandte. bic iNtr scheren Stunde entgegen)ab, unnmnuirt an» i*m MiN*e . :t dem veilen vi.uck brr Ehe und MUerschost abtrnt«? Erst um iU Uhr abend» kehrte meine -xuiter in hellerer 3::emaa| zmück Als fit den omiRo-en Brief mu dem Trat.er:and rtiltd*. ceidu terten »ich ihre Züge, von Sorge ergnsten. zerr'ft fit Ms zstte.adcn V-r.> den c:i< u i- .ji. üderll»z den Znhall «* v. u.>.;e den örirl iM v- >.ua 2.'^-mrnt erleichtert «» -«■<* und doch ärgerlich auf den Iiia? „Solch eine txMteigf'- Ta» mgt-ri.ic Schreiben entbleit Nicht - w.iter eis ernt Ortbäh** Silber bä i.d r. a, - bene nd von tönen llint ncnsthe ftiettra gibt i 3brt ünben sind u.ck it. uno vc w iSeZi nast> Schuinckstück ist ein S< ^orsthaus Milleldick zur tz^schtvindigkeitS-Lonkurrenz de» Frankfurter Automobllklub- Tie Groftherzogin kehrte hier- auf mit bem Prinzen Reinhard nach Zagdschloft L^olfs- garten ■ urfttf während her i^rovhcrzoa sich mit Gefolge zum Fru.,stü. i.t den Automobilklub nach srrankfnrt begab; nachmittags traf auch die Grofthcrzogin mit dem Prinzen Rcinl/ard in Frankfurt ein. wo eine Bcsick-llgung der ^Fla stattfand. Tic Herrschaften kehrten um 1 >5 Uhr mit Gefolge wieder nach Volfsgartcn zuruck. Prinz Reinhard zu Solms^ Ltch ist am Sonntag abend toieder von Frankfurt aus nach Lich abgereist. •• Erledigt ist die mit einem evang Lehrer «t besehende Lehrer st eile cm der i^tneindescliule zu Elbenrod. Mit der Stelle ist Lrganisten- und Lektordienst verbunden. -? Heuchelheim. N. Äug. Im Zeichen der L'ir- mcd stand unser Ort Sonntag und Montag Da- Wetter setzte zirar nm Sonntag morgen mit einem triftigen Regen ein. allein die Sonne kam bald zum Turchbruch. Gewaltige Anstrengungen hatten auch diesmal unser» Lirmeswirte gemacht und alles aus» beste hergerichtcl Mil Vorliebe beteiligen sich die Bewohner i^iesienS stets zahlreich an unserer LirmeS. Die breite Dorfstraste mit ihren Verkaufsbuden ivar schon um bte Mittagsstunden sehr belebt und immer neue Teilnehmer stellten nch ein Alle Lirmesplätze waren bald bis aus den letzten Platz gefüllt und die Jugend huldigte fleißig dem Tanz. 0 Heuchelheim, 22. Aug. Verflossene Woche sand hier unter Lmiung de- Lbstbautccnnikers WieSner einCbftr undÄemüseverwertungSkursuS statt, an loelchem 17 Frauen und Mädchen teil nahmen B. Burkhardsfelden. 22. Aug Heute nachmittag hielt der Gie ftener Zweigvereio der Gustav Ado l, - ^ti» tu n g in um crem festlich geschmückten Crt sein dieöiährute» Zahresfest ab. Der Gotl Sdienft fand auf dem eigens dazu dergerichteten Kirchenplatz unter den altehrwürdigen TvrNniden Italien» eine zahlreiche Festgemeinde den eindrucksvollcui Worteii der Festredner lauschte. Die Festvredigt hielt 'Bfarrcr Sch midt - Grünberg, der in tief durchdachter Rede über den Wahls peuch des Gustav Adols-BeieinS sprach: Lasset uns gutes tun an >edrr mann, allermeist aber an den (^lauccn»gi3Wi!cn. Er erinnerte babci an unsere Ehristenpilicht und zeigte, nne der Gustav Adol«- Berein denselben Nachkomme. Tic Begrünung der Festgäste und die Erstallumi des ZabiesderichteS über die Arbeiten des Hcn. Vaitprocmn» im Zahre 11)08 besorgte 'Bfarrer ombel - Reiskirchen. Zn der 3 * Stunde nach dem FestgoNe-bienft auf teimclben Platz abqebaltcntn Rachoersammlung. die ime der Gottesdienst mit allgemeinem iVesang eröffnet und geschlossen wurde, redeten OVebeimer Schulrat D. stamm und stirchenrat D Schlosfer- ivtefcen in markigen Worten über die hohe Bedeutung der Arbeit de» ^'usrov Aoolf-Berems soiovhl für die von ihm unterstützten Evangelischen in der Zerstreuung wie für bic an dieser Arbeit durch ihre Gaben sich beteiligenden Gerneindeglieber in der Heimat Tie erhobene Festkollekte belief sich auf 87 Mk. btc den evang Gemeinden Rockenberg und Bretzenheim zugennesen wurde C Ehringshausen (Helfen , 22 Aug Unser Bahnhof erführt geaenivürtig eine bedeutende Erweiterung. LaS neue geräumige Stationsgebäude ist im Rohbau vollendet, in wenig Wochen wird cs zur Benutzung bereit sein. Mehrere Gleisanlagen sind in der Ausführung begriffen, grofte Erdbewegungen werben zurzeit vorgenommen, um den Platz um den Bahnhof auizufiillen. Am 1. Oktober dürfte der Umbau beendet sein Büdingen, 23. Aug Im Tränge nach der Freiheit eine- SckilachtermesserS verfolgt und nod) einer aufregenden Szene in dem benachbarten Lindheim dingfest gemacht wurde, gegluckt, aus dem hiesigen Haftlokal zu entspringen Bei der Reinigung von fbtbeln ift der Häftling in emem unbewachten Augenblick durch Erklimmen der Mauer inS Freie gelangt unb hat sich schleunigst au» dem Staude gemacht. Ter Au^rcifter, der ohne P »' ere war. gab bei seiner Bernehmung an, Jos. Res aus Krombach zu hriften Ein sofort erla sener Steckbrief ist n d Bud. Allg Anz. bis jetzt ohne Ertolg geblieben. R B T a r m ft a b t, 23. Aug. Heute morgen gegen 5 Ubr brachte fiat der Hosinetzger z.uthier in der Alrr in- benrrafte in jclbstniörberifcher Avficht einen schuß in die rechte Schlafe bei. Ter Schwerverletzte wurde in t-a» städtische xramenbüu» verbracht, wo er uUbalb verstarb. Fi- : anzielle Schwierigkeiten ।allen der i^runb zur Tat fein. — d.egen Betrug» tu Hast genommen wurde der Pferbe- i 'nblcr Hch. Keller von G. icSheim. Er kam heute morgen mit der Zabn hier an unb sollte von zivei Gendarmen ver- ’.'aftet werden. Al» er sie erdlicktr, crgrtsj er die Flucht. vllkchtunken n«rch»ikommen. cv^ucklick^rweise ftr.b durch da) t*feft über bte Sicherung der Bairfo r berungen die Sdubonbr erfer vor grögeren Verlusten wesentlich geschützt, dar fchliestr aber nicht an», baft auch für die Falte in der Buchführung des Handwerker» unter Itanlo „Verlust" grShere Betrage erscheinen. Lirb ein unter derartigen Verhältnissen arbeitender Handwerker längere Zeit krank, so tarnt es nicht au »bleiben, daß er mit seiner Familie in bte größte Rot gerät, besonder» wenn derB-:treffende keiner Innung» kranken rasse oder berql. cmgehort: denn an .Zurucklegen eines Rotpfenma» ift bei bem fetzigen c^efchaftsgang nicht zu den len. Ebenso geht ei den Ängehoriaen bei Handwerker» nach dessen Tode' wahrend Geschäft in früheren Fahren wenigsten» soviel einbrachte, dasi die Hinterbliebenen vor bitterer 'Jän ge- schützt waren, reicht der Verdienst bei Bauhanhwerker» tn Hessen heute kaum aus. auch nur bie notwendigsten Leben»- dedurfnissi. zu bestreiten. Ist man seither bemüht gewesen, die Forderungen der Arbeiter nach Möglichkeit zu berücksichtigen, so ist cs jetzt an der Zeit. Dem Handwcrler unb besten Hinterbliebenen bie nötige Aufmcrlsamkcu zuzuwenden unb soweit möglich bie erforderliche Unterstützunq in finanzieller oder sozialer ‘■beiifhunfl angedethen zu lallen, bann wird der derzeitig schlechte «Aschaslsgang Der Bauhandwerker. der sich wahrscheinlich int kommenden Sinter noch ungünstiger gestellten wird, viel leichter ertragen werden können. In Dclhqer Uebertinfttmnnnii mit ur eter bnitignt ‘n r^fbuHg wurde nach bet Stebertzb: »ri.ülich-r .^itrn bc» Mobrli^rv.rinigrn von bet Sieuetpfsicht btteeit Ter t lcante btfiutbe ctcucc- chrontt und M mitteriakoeoMze. b>-»fen s2ck»i. -cktttchen neberfieimmgen wir m: vorstebenden Au- bnmatn bauptsöck'lich «-stolgt sind. I3ftt Angabe dar *x crt- mificn, um nxldx 3inr.men t» sich txri den oerickncdeucn auKt- orventlichen Maftr-'qcln gebantxl: bet Sie können nicht klein gewesen fern --rn vutr» beS wäbrrnd 2»' Iabren fast ununter- brol»-7-n jtriegiiii*tanbe» und baden noch ladtiehntelcni in bet meanigebanrnq unseres ftl-initeüteS nschaewirkt Hierzu kamen nod> bi- schweren Last n. welche den einzelne» CAemnnbert durch ftri-g-crrr-itbennigen crrHbirtcnürt Art, wie innquartiftungm, Fnbtleistungen, .'vouroaeltertrun vn u w etwurtnen unb viesiach bas gan-,e 19. Oabibun^Tt b'ndurch lüblbot blieben, zum Teil beute nach al» älter- lltiegs chulden bte i-stmetnbevoran chlLge betm L ; '"en. Tie (Em>d;jng ist nabeliegenb, baft c» in bamctign Zeit für die Männer an leitender Stelle nicht leicht gefallen fein kann. Finanzreformcn ein- und durchzufübren. Handel unb Wandel stockten, der CHelbftanb war knapp. b;e Industrie steckte noch m den sttndetfchuben. die Varbnrrfdxiit war gering entwickelt. bierzu bte Verminderunq der Volkskraft durch bte Ttiimte- rung bet nxfanabiant männlichen Fugend, welche auf den europäischen Schlachtfeldern, vom Ebro bis zum Riemen, verblutete. ViH»lrum?a>nlaBtre ihre i? ttt M.mfrfd Hcintaw. Sah In nach oem ... zu : crar-.ige» Ji:Ud» iu L ?.(na. rote nae» et on . „ bet durch fein Lus:ehe» F«cht noc/m ud dobu:ch natürlich bir bmanfiisMI I Z. Der Mrrn der w tagt, ou der Khmaxbcx b 747,2 18,0 14 2 8.6 । 7,9 des Handel '/. Reichsanleihe. 3C,O Portugiesen Serie I 118.75 99.60 Prince-Henri-Eisenbahn . 131.00 Burse, 24. August. Anfaugskurso. gegen 5 S f^gggtoS S ' -QÄ £35 5 = 3 3 5 2 O ' '"■ • 'S §5 g. 85.95 95.20 85.80 94.00 93.00 99-90 99.40 95.55 Türkeniose..... 4°/0 Oriech. Monopol-Aul. 4° 0 äussere Argentinier 3°/,, Mexikaner . . . - । still S I 2 - still = 5 ö ^2> . 183.10 . 135.20 . 247.50 . 82.05 . 159.25 erlinei Km-eltM : Hal, befinbet ja endliche lateiniii «aber des G--jüM m Gegensatz luigat aller Wam e. biedere Berlins sich alle erdeiM mterzuhandeln. L m, daß sie sich - mdeln ausgeschloss: me: „9ia hören 6 nicht leimen! Ccha h immer haben k 23. 23. Verantwortlich für Feuilleton und Vermischtes I. V.: Ernst Anderson. Elektriz. Lahmeyer . . - Elektriz. Schlickert . . . Eschwciier Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Pakctf. Harpencr Bergwerk . . . Laurahiitte...... Xordd Lloyd..... Obcrsehles. Eisen-Industrie Berliner Handelsgcs. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . . - Kreditaktien..... Baltimore- und.Ohio- Eisenbahn . . . Gotthard bahn . . ... . Lombard. Eisenbahn.. .. . Ocsterr. Staatsbabu . . . 23. 23. 24. 115.25 127.50 203.20 191.50 124.80 197.20 187.00 94.20 101.80 175.60 135.00 247.20 148.50 189.75 159.60 205.90 • CD 3 P-S Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt. von der Bank für ,,„,1 t. f?joqscn. Frankfurter Börse, 24. August, 1.15 Uhr. 2 a= hF9«-ö Allen Eltern zur Beachtung Fürfeld, Kreis Alzey, 28. Dezember 1908. Wir gaben „Bioson" einem 15 Monate alten Kinde «Knaben», welches sehr schwache Knochcnentwuklung hatte nnb nicht lausen lernen wollte. Viele IViitiel hallen wir versucht, jedoch feine- hat geholfen. Aber die Wirkung des Bioson war überrmchend. Aach Imochentlirher Verabreichung desselben konnte schon das Kind lausen und ward Air sehends kräftiger, v)cb kann daher das P.äoarat liir jedermann zur Kräftigung, besonders aber für Kinder in der Entwicklung, auis wärmite empfehlen. Am hiesigen Platze wird Bioson ziemlich viel getrunken, -hochachtungsvoll! Jak. K5hler, Zimmermann. Unterschrift beglaubigt: Kampf, Notar. Bioson ist das beste u. billigste blutbildende Kräftigungsmittel. Paket 3 Wit. in Apotheken, Drogerien. Ä?l?-nbt ’d dessen lld>.fut feintÄ ’Pf einem Raj» ! bie iyrou Maj^s S6 dl früher M Mueibe non In erhall daraus s, u>ber der Kuh rau, Mill die ’iro aber von ds Ulchl, Mer ich bW icregten Tarne Ü des Herrn fc Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Rettung des Augenlichtes des Rhinozeros „Mogul" des Zoologischen Gartens in New-Bork ist glänzend gelungen. „Mogul" ist schon seit mehreren Jahren mit einem Augenleiden behaftet. Im Frühjahr vorigen Jahres hatte sich das Leiden derartig verschlimmert, das» der Dickhäuter vollständig zu erblinden drohte. Jnjolgebcssen entschloß sich der Direktor des Zoologischen Gartens, Tr-Dornaoay, das Rlstnozcros operieren zu lassen. Gko V.van Mater, ein Ncwvoricr Augenfpezialist, nahm die Loeration vor und zwar unentgeltlich, da diese sich Tank der Zeitungsberichte als eine große Reklame für ihn erwies. Die Lveration gelang und „Mogul" vermochte wieder wie früher zu sehen. Rach Verlauf etlicher Monate stellte sich das Augenleiden von treuem ein, und Dr. Mater wurde aufs treue ersucht, „Mogul" zu operieren. Auch diese Operation, die im Januar ausgeführt wurde, gelang vorzüglich, und das Tier kann jetzt die kleinsten Futterteile voneinander unterscheiden. * D i e höhere Tochter i n Japan. Tas alte Onna Trigalu (große Fraucnlehrei in Japan, das sich ganz auf konfuzianische Lehren aufbaut, hat natürlich im modernen Japan keinen Platz mehr. Die neue Zeit mit veränderten Lebensbedingungen, die Frauenbewegung, die schon Hunderte von Mädchen in das Erwerbsleben geführt hat, dazu die gröbere Freiheit int gesellschaftlichen Verkehr, haben auch die japanische Frau aus der engen Abgeschlossenheit ihrer Familie und ihrer Hauser herausgeführt, und in engen Verkehr mit der Außenwelt und vor allem auch mit dem andern Geschlecht gebracht. Was man vor 10 Jahren noch mit Abscheu betrachtet hat, daß öffentliche Tanzen nach europäischer Art mit dem anderen Geschlecht, heute ist es in den besseren Kreisen schon an der Tagesordnung. Leider wissen auch viele Erlasse von Unlerrichtsministern in den letzten Jahren von den gelockerten sittlichen Anschauungen der höheren Töchter und Schülerinnen im Verkehr mit den Schülern zu berichten. Um nun diesem Verkehr mit Ernst entgegen zu arbeiten, haben einige Lehrer und Lehrerinnen der höheren Töchter des Landes 15 Regeln für das Benehmen ihrer Pflegebefohlenen im Verkehr mit dem andern Geschlechte auf gestellt, die ungewollt einen tiefen Blick in die Verhältnisse des modernen Japans tun lassen. Diese Regeln lauten: 1. Tu darfst keine Unterhaltung mit jungen Männern in einem geschlossenen Raum haben, wenn nicht eine dritte Person zur Aufsicht dabei ist. — 2. Du darfst jungen Herren keinen Besuch machen. — 3. Tu darfst einen Junggesellen nicht in seiner Wohnung besuchen, ausgenommen, wenn eine ältere Frau zur Aufsicht dabei ist. — 4. Tu darfst keine Korrespondenz mit jungen Herren führen, wenn nötig, so sende deinen Brief durch eine geeignete Persönlichkeit. Oessne einen Brief, .den du von einem Fremden erhallst, nicht selbst. — 5. Tu barfil keine Photographien oder andere Tinge mit tzerren^austaujchen. — 6. Tu darfst junge Herren nicht in deinem Schlafzimmer ober an deinem Krankenbette empfangen. — 7. Gehe nicht nach Sonnenuntergang aps, wenn cs nicht unbedingt nötig ist; mußt du aber ausgehen, jo nimm eine Beschützerin mit. — 8. Tu darfst nicht auf Reisen ober in Dotels gehen, wenn keine Beschützerin bei dir ist. — 9. Tu darfst nicht allein in einem Dause wohnen, wenn nicht eine Beschützerin, Verwandte oder Freundinnen darin wohnen. — 10. Benimm dich in Gegenwart eines Mannes nie gewöhnlich, selbst nicht in Reden und Bewegungen. — 11. Sprich nicht mit Männern und laß dich nicht in näheren Verkehr mit ihnen ein, wenn du ihnen nicht in der richtigen Weise vor- gestellt bist. — 12. Nähere dich auch nicht solchem Manne oder feinem Platze, so daß kein Verdacht oder Mißverständnis entsteht. — 13. Gehe nicht mit jungen Männern spazieren und spiele nicht mit ihnen, cs sei denn, daß eine ältere Beschützerin bei dir ist. — 14. Gehe nicht zu jungen Männern um Abschied von ihnetp zu nehmen, ober gar zu einem Rendenzvous mit ihnen. — 15'. Ziehe dich in Gcgewart von Männern nicht an und nicht aus. — Diese Regeln sind der .Kaiserlichen Erziehungsgcsellschast vorgelegt und von ihr angenommen worden. Sie werden unter der Ueberschrift: „Regeln für unverheiratete Frauen" in allen Töchterschulen zur Verteilung gebracht. Falls nicht vorrätig, versendet Apothete ui Bensheim l-vessen- jrankv Nachnahme. (bl7/a ihemann. tel : Tetlev von Silin I iberhejt von „ffetl t in feficlnben pt?| Achters und liefe I und darin liegt r: cron auch in feind liencrons d lchn Iah« betriff/ :tid)Ieit. Mr daß eine ßW Kvme des Mich den Äerdimv :big, und eine tii Ivar damals t " l as junge M - freund Brimilß :arte, die die Äcida zu drollig und ss. mitzutcilen: M locken-, .Mwt ifri nullen!!!).,JM t weiße handM it beide noch KR und sah vorMH ,ere Erfchcimmg^ vornehm und Heg viel Sinn für Ws h, als et in M ta, Gelegenheit fe heim iu Zahre gfifl cl Bilder und altck- e ihm rum GeblL utien und erlesenem it Kabinett .seo^ ichr auch die W im Spiel M Thomas und W che und aller K-< ! er im T-rtß und die 2^ sK; BerlMiW E ÄKK K'W ergÄloi'fe nc ter fiitK. Ot e» ber ft; , rich ffij., I(lit r i- Lune b, Portudiesen „ III - /0 rass. Staatsaul. 1905 ;n )npun. Staatsanleihe Cop.v.Türkou von 1993 62.20 63.80 99.45 96.45 5 1-rtn funkelnagelneuen Königspalast leisten können, sogar einen .. ft imposanten, hat doch nur 2 660 000 Mark der von Eggert 2 oen Jahren 1883—85 erbaute stattliche Kaiserpalast in Straß- rj gekostet. Auch beim Bau des Brüsseler Justizpalastes, der n»Bärtigen Schöpfung des genialen Joseph Poelaerts, ist der ^lenanichlag um etliche Millionen überschritten worden. Die i Zamtkosten des Palastes, dessen Bauzeit sechzehn Jahre dauerte, ;r richten schließlich die L>öhe von 45 Millionen Franken. Bei ■liebem mußten schon naid) anderthalb Jahrzehnten in gewissen ilen, in denen sich recht bedrohliche Risse und Senkungen zeigten, ’j'tfpielige Reparaturen vorgenommen werden. Allerdings ist kr Brüsseler Justizpalast das umfangreichste Monumentalgebände, jj in den letzten fünfzig Jahren in Europa zur Ausführung gesagt ist, denn seine bebaute Fläche beträgt nach Abzug der acht höie ■0425 Quadratmeter nnb Jein umbauter Raum 700 241 Kubik- ntter. Demgegenüber tritt bas Reichstagsgebäude m Berlin nt 11200 Quadratmeter bebauter Fläche und 368 3o9 Knbik- rler umbautem Raum erheblich zurück. Bezüglich der Kosten ■ U sich am höchsten Garniers Große Oper in Pans: bei 10 230 hiabratmcter Fläche und 402 940 Kubikmeter Raum und, em- Meßlich der Aufwendungen für die reiche künstlerische Ausrottung, 60 Millionen Franken verausgabt worden, wervon ,i fallen auf die reinen Baukosten fast 3o Millionen Franken. r Bau des deutschen Reichstages hat 24 Millionen Mark gc= ’ itet wobei 2 275 000 Mark für Möbel, Beleuchtungskörper, ^denbelag, Vorhänge und sonsttge Requisiten, sowie für kunst- hiiehe illusschmückung mitgerechnet sind. Das sind gewaltige tnmmcn, und doch werden sie noch übertronen von den Kosten Kmisser älterer Kirchenbauten. So sind für die Peterskirche in »nt insgesamt 192 Millionen Mark aufgewcndet worden. 6r. Peter läßt sich daher mit Recht als die „teuerste Kirche der Mistenheit" bezeichnen. * I y R* Z £ n LS: o S.' *7 <5t) 1*3^ G)= s — E *>- = o^o-.2 = 3-fe 6)«- " 5Ä2 2g-& August 1909 Barometer auf 0° reduziert zemperaiur der XTli't Llbsolute Jeuct)ligkeit Relaltve Feuchtigkeit <3> 3 - 8 a ß Wiildstärke Wetter isblatt für den Kreis Sietzen 7-‘ 92 x 8 SS??®? iS E =***5t» s £*2 B C t ± HM 00 m ^^4« 1 es» SS äE— ö 5<5*j 1 bS « 1 |01 c z s $ €? « •» •■: -s- E CO -LE 8s=^ = £; c? « ^sN L = 5££. E £ ") N ® SZL d -S E * iü D S u CO j^c9 B 5? = I rä mu £ ^'v»A 9 = za EL« S« L E U B3 X - Z 55»q ei « in 9i i & 2L S 1 I L EZ^r E S ic=£ 6 N? ■= = 5$ “ . Eg 2 « t V Ew 56 = = Sc Oii X« “2S L z 2 sar. u»9 s» as «srL , n> ' = =x t M':d) t ÖM.IX’tf fr ■ e E§ce°ix LZZs-E 3 lil "r-e He s-- -£588 "C2 5 Es w T J- ä!=Z-C ß .£?i*a = £ = 6/cj* BEZ SIH «=C * = V •-•»S ■3 5» <« <• ö — 2 « >2 c a -u 3>„ 1*3=? “ * € o Zw Ssc5 S?EB MM Mß £.--.nTd 4kn s5|e|5 •2? 3*- S»w = X 5 ’S EHi __ r#'2$E*»«3>5|KE* 1» te = - *c EE 57 S * s -j;52e« 8LesI< e=£S e?-ä 5 -ss e 2<5£ ■ «^1 = e 5 ^:JiK V M »V® »geiih ? 61 ivi <: * E f =e ££ ■ KM uA«. '< 5f€6* -V - *. €13- 51" c 5 * =<5 eij| •H S4-5 Hi s~- i i -kgL LW.r«ir: - te i’sHm ■ ifr. jf re» h!a ■E X-fi < 2--Z 3 K E ZL? LZ» uai Se*eg tO " ^2-4 « z> B v E HR 5 8>* 3 5c:os3 2*®w L.» •3 - -o V ' c ='=.= =>- €5 = L«sZ g •5 — Ä 11*3 IZL'L -ipi E 5 5Ei .i±^l6s§: « w- 2x hr HE IDE ^==EC1 4w, Hi ii J5 ä*frl ■? “z IMiel t 3 a-e ’ “ ggiÄ1®®5 5 ac » —Si cRhaS — lU Ä slä’1* v E s z 2 " =*3< ZZL i« =.,x»6^t "t,GC • B>1 = -lie ts. 3 -6 ?fL?E o 8 8 o .u3 2 krzvZ 7ZsM° "2 E B=og~ 1 >J ü^i ?c;j? C-X*o2 w ® — «2: t EgS Sog -s- = E = z-e^ ^—-2 .3 c*r*L - £01 ■£-7;2 FM •=•»*- — e xJf *--y - cßr* ^■e**h“5 2 S'3.-eE5 = = e B — “ ”K) ■V "C e x s w— 5 a S » 5 t 5 5 s feil* LI-ZB --. -= - T-y L tz^Si -- 5^ = J8.s4 M ** X o 0 ?>£2 - Ä--e=-- = 3 z -L cx5$a»x w E C7 e !e!-‘ L es L z s>s» - ^5sftC9e{J?!’j3Cii;S KH -v S»fr5*5«4>>H3i xdt*ccE*0>» •*-=f C „601 v -. -, - S i S» t i*"-=sS3± 4=l?Cs-s c r_» ~ = 3 = v « Z °S5€ g,*55*£E CT L -°5^ = = h «tZ:=?"Ex ««:. m •’s ’ e - W ® °t*«tE - E - LZ Iddll ==l£ao^t 5^ -L- s; 31119 Ls «Es L'ü Sw.: ..« = z A C a c,s/ C öp=®€7=r,z = - - »-O -’ r|!. - -3 “ 3 ± « “ “ v tv «UfOIVMf®» 5*-> w» CO 4 ifil E = 5i 1® 11 Ma SS5* 8 .-• • 5 “o E LE 5 SoE^fi •o C o -sä ~ -S - - h = „5 = 2=^5? iz E^fl -Ä2 ? =9» - s-5 kz »2=1= E * = c E - ’ a^"tt-Ze'32 ®* = HoJ-O“ '=Ä - 5” 2* SS*? ? 1 = - d85 »tu ______ r.v v r-r.S^S SS» S A S = fr=® >Z5-'° .Zss» c =s=i§h SSEl-!. ir''Z'8°k-L Bu u J3< * -5 ^Z a x = c*i*E - = c®r c^*5S»> ?8 » E -£1^ e«; e r.8-Z 4S - ==Sii s° s —2 jo ta S CaS^E > - c ESz 2 »üztonpipi5 «;hiü n -»_* v <-T* eä5? b- . --'02 -ZLlkLL rss^i-ß £'?««■£ FS» *_• .. 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