Erstes J Blatt 159. Jahrgang Die heutige Nummer umsajzt 10 Seiten. ■3^0 M 5 fand viel Beifall. — Das Befinden Bjürnsons V>S? Karl Neurath, hat eine schlimme -r i r ? 8 a» (?i| E X ® sch en Reiche gegenüber — zu dem Schlüsse geführt, daß der Kölner Männergesangverein h ö ch st wa h r s che in l i ch die Italien fahrt aus geben werde, da die Leitung des Vereins laum das Risiko übernehmen dürfte, sich mit dem Ehrenpreise des deutschen Kaisers, den der Präsident des Vereins, von Othegraven, bei allen öffentlichen Gelegenheiten anlegt, den Italienern unter den jetzigen Verhältnissen zu präsentieren. Dem Verein gehören betanntlichj die ersten Kreise Kölns an, u. a. auch der frühere tuba> reichsarrwalt in Leipzig und jetzige Oberlandesgerichts- Präsident in Bonn, Exz. v. Hamm an. Es ist also zweifellos, daß, falls die Frage der J.allenfahrt überhaupt iwch zur Abstimmung gelangen sollte, der Verein durchaus rm nationalen Sinne entscheiden wird. Soweit die Zuschrift aus Köln. Es wurde eine aiige- nehwe Ueberraschung und ein erfreuliches Zeichen fur da-y erwachende Verständnis der Auslandspolitit un deutschen Volke sein, wenn die Mitteilung sich als zutreffend herausstellt. In der Tat hätten wir als politisch reifes Volk keinen Anlaß, Julien etwa unsere besondere -Sympathie zum Ausdruck zu bringen, denn die italienische Politik ist nicht nur schwankend, sondern hat sich offensichtlich, besonders nach Raceonigi, unseren Gegnern freundlich zu- gewendet. Ganz besonders zu begrüßen Ware es, wetrn unsere leitenden Männer in Berlin es für nicht unzeitgemäß hielten, nach Rom einen kalten Wasserstrahl zu rieten, um damit zu zeigen, daß „der Starke am mächtigsten Wendung genommen. Sein Zustand gilt, wie dem Berl. Tgbl. über Christi ania gemeldet wird, als hoffnungs- los. Die Herztätigkeit setzt zeitweise aus. — Wonderer st enAufführungder „Norma" erzählt Eugenio Checchi im „Giornale d'Jtalla": BMm kam mit seiner „Norma" nach Mailand zu dem Dichter Andrea Maffei und bat ihn, sich dafür zu verwenden, daß die „Norma" in der Scala aufgeführt würde. Maffei, der großen Einfluß hatte, setzte das durch und saß bet der ersten Aufführung in einer Loge, in der sicheren Erwartung, daß er einem großen Sieg seines Schützlings beiwohnen würde. Es brach aber schon beim ersten Aufzug em gewaltiger Sturm los: als der Vorhang fiel, wurde im ganzen Thcater gezischt und gepfiffen. Da wurde die Tur zu Maffeis Loge aufgerissen, und herein trat leichenblaß, mit wirrem Laar, der Tondichter. Als Maffei ihn trösten wollte, sagte Bellini lebhaft: „Nein! Nein! Das Publikum hat vielleicht recht! Mir selbst klang diese Musik am Klavier aanz anders!" Man weiß, daß „Norma" später einen Siegeszug über alle Bühnen der alten und der neuen Welt antrat. Die geliebten Fremdwörter. Kürzlich trat ich jo erzählt ein Leser der „Tägl. Rundschau" — in einem kleinen Städtchen in einen Papierladen und forderte ein Päckchen Briefumschläge. „Sie meinen wohl Kuverte deutsch ausgesprochen.." — „Nein, ich meine Briefumschläge." — ,La, die rverdcn aber Kuverte genannt." — „Gul, dann geben eie mir solche'" Ich erhalte das Verlangte, aber was steht auf dem Umschlag? Envcloppes. „Sie raoUten mir doch Kuverte geben, Md sind aber Enolloppes." — „Wenn ich Kuverte bestelle, bt> komme ich immer solche mit der Aufschrift: Enveloppes " (ä,«Mch ausgesprvckien.- So hatte ich Briefumschläge gefordert, Enve- loppes erhalten, aber Kuverts bezahlt! ---- politische Tagesschau. Der prnchische llneg-minister und die Jugenderziehung. Eine bemerkenswerte Verfügung hat der preußische Kriegsminister an die 'Kgl. Generalkommandos gerichtet, die ihrerseits die ihnen unterstellten Kommandobehorden und Truppenteile zur Ausführung anzuhalten haben., Erfahrungen der letzten Zeit über Jugenderziehung ließen, so hieß es, von neuem erkennen, wie schnell »ich die JugenD für alles begeistert, was das militärische Gebiet berührt Diesen Sinn für das Militärische, die Freude der Jugend am Soldatentum nun auch von militärischer Leite möglichst zu erhalten und In dem folgenden Schwank L'Anglais t el qu’on le parle von Bernard, dessen Mitwirkende merkwürdigerweise nicht verzeichnet waren, wurde recht flott und natürlich gespielt. Namentlich der falsche Dolmetscher -■s ■Jo ■r' =73 ^3. ~ 2 5 Keine deutsche Sangerhnldignng in Italien. Eine interessante Mitteilung geht uns aus Köln zu. Danach beabsichtigte der bekannte Kölner Mannergesangverein, dessen Dirigent der Komponist Josef Schwartz ist, demnächst eine Sängerfahrt nach Italien zu unternehmen. Bei dieser Gelegenheit sollten nicyt nur in allen größeren italienischen Städten Konzerte veranstaltet werden, sondern man plante auch, gleich tnie bei der großen Kölner Sängerfahrt von 20 Jahren eine Huldigung des deutschen Männergesanges vor dem italienischen Königs- vaare. Mit Rücksicht darauf, daß der Kölner Mannergfi-uig- verein eine besondere Stellung unter den deutschen Mannergesangvereinen ein nimmt, — er hat in Kassel beim ersten Wettstreit deutscher Männergesangvereine den Kaiserpreis davongetragen und diesen beim letzten Kaiserpreiswettslreit in Frankfurt dem Berliner Lehrergesangvecein wreder abgenommen — hielt es per Verein für geboten, ferne Absicht zunächst den maßgebenden Kreisen in - Auch der deutsche Bot- -> " <4 t ».M1* Streislichter aus der französischen Kammer. In der französischen Kammer hielt der Sozialdemokrat zaurös eine interessante Rede, in der er auch die deutsche Politik streifte und zur Wachsamkeit gegenüber Deutschland cufrtef. Besonders bemerkenswert ist, daß Jaures seine Befriedigung über die Zustände in Elsaß-Lothringen aus- rprach, und das müßte wahrlich die deutsche Regierung swtzig wachen. Das Regiment in Straßburg ist aus falscher Pahn. In Frankreich träumt man davon, Elsaß-Lothringen werde einst friedlich an Frankreich zurückgegeben werden. Dir erhalten folgenden Bericht: Paris, 18. Nov. Die Depu tiertenkam mer setzte 'heute die Beratung über das Budget fort Iaurös schrieb die Erhöhung der europäischen Staatshaushalte den Ausgaben für militärische Zwecke zu, die andererseits wieder in der englisch-deutschen Rivalität begründet seien. Er glaube jedoch an eine freundschaftliche Lösung dieser Riva- luät, denn Deutschland würde im FaJe eines bewaffneten Konfliktes feine Flotte und seine wirtschaftliche Macht- stllung aufs Spiel setzen, und England würde Gefahr laufen, daß es in seinen Kolonien zu Aufständen käme. Der Redner wies sodann auf die Proteste des deutschen Bürgertums gegen die Steueraufschläge und auf den Büdget- fcmpf in England mit hin und sagte, er schließe aus diesen beiden Tatsachen, daß sowohl England wie Deutschland Interesse an der Aufrechterhaltung des Friedens hätten. Dennoch müsse Frankreich wachsam bleiben, oenn eine abenteuerlustige deutsche Minderheit träume davon, Frankreich im Falle eines Krieges als Leißel zu benutzen. Jaurös sprach sich sodann aner- kmnend über die würdige friedfertige Haltung der französischen Regierung aus und gedachte lobend Elsaß--Loth- cingens, das mehr als 30 Jahre lang davon geträumt habe, die Ungerechtigkeit, durch die es deutsch geworden war, werde wieder gut gemacht werden, das darauf verzichtet habe, seine Befreiung von der Gewalt der Waffen zu erwarten und an stelle dessen den mutigen Entschluß gefaßt habe, Achtung von seiner Eigenart zu fordern. Es wolle innerhalb seiner Grenzen seine eigene Phhsio- nomie bewahren in dem Bewußtsein, daß sich Frankreich und Deutschland eines Tages über Elsaß-Loth- cingen hinweg die Hände reichen würden. Der Redner erklärte sich sodann für eine Reform der militärischen Organisation und behauptete, daß das Gesetz über die zweijährige Dienstzeit einen Mangel an Menschenmaterial nach sich ziehen werde. Zum eigentlichen Budget forderte Jaures, man solle die Einnahmen aus der Erbschaftssteuer vollständig dem Altersverjiche- eunasfonds zuwcisen, man solle ferner ein Alkoholmonopol schaffen und die Einkommensteuer einführen. zu. fordern, liege im lebhaften Interesse des Staates, werde es häufig ohne Sdmbigung der militärisch-dienstlichen Jntereiien möglich lein, Sclnilern, einzelnen Klassen oder ganzen schulen, auch Fortbildungssckmlen, die Teilnahme als Zuschauer bet Manövern.Paradenundinteressanten Hebungen zu gestatten. Und znxir sollen den Schülern bevorzugte Plätze angewiesen werden und besonders dazu gceignte Persönlichkeiten sollen die Jugend über die Vorgänge, den Zweck der Hebung usw. unterrichten. Ferner liege es un Interesse des veeres, die stetig wachsenden Bestrebungen zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit der Jugend dadurch zu untersuitzen, daß nach Möglichkeit m i l i t ä r i s ch e T u r n p l a tz e und .©alten. Exzerzierplätze, Exzcrzierhallen usw. zur Pflege der Bolksspiele, des Turnens und des Sportes unentgeltlich überlassen werden. Unter den gleichen Voraussetzungen und bei Verzicht aiif icoer Art Ersatzansprüche gegen die Heeresverwaltung (Haftpflicht„»et Unglücksfällen) sollen die Schüler auch die Mtlitar- S ch w i in m a n ft a 11 c n der Standorte, an denen keine Prwat- Schwimmanstalten sind, gegen mäßiges Ettgelt besuchen duneir Der Gedanke, der dieser Verfügung zugrunde liegt, i|t sehr richtig und gut. Daß der Jugend bei -Paraden und bergt bevorzugte Plätze eingeräumt werden sollen, geht vrellercht etwas zu weit. Der Zweck muß unauffällig erreicht werden, und es mag daran erinnert werden, daß überflüssige Aufwendungen, Paraden und äußerliches Gepränge eingeschränkt werden sollten. Gicszencr Sta-tthecrter. L’avare. Von Moliöre. Die französische Gesellschaft Roubaud, die noch vom »origen Jahre in guter Erinnerung stand, hat auch gestern abend einen überaus starken Erfolg gehabt, der allerdtngs in der Hauptsache auf die etwas künstliche Begeisterung d<'r ur- ichkeit zu knebeln! Auch die Auffassung der einzelnen ÄestaUen weicht mitunter recht erheblich von unserer ab. ölt Harpagon nicht ein wucherischer, gemeiner Geizhals Jjt er nicht ein Schurke, der nur in der Schadenfreude des Zuschauers lächerlich wirkt? Herr Lame hat einen luftigen Alten daraus gemacht, der sehr nett, sehr gefällig, sehr lächerlich war, aber den Charakter der Rolle im Sinne einer voll erfaßten deutschen Auffassung nicht n:schöpfte. Sehr schön und mit überlegenem ^pott verkörperte Herr Damores den Valöre, Herr G u r r e c nichtv- uutzig den durchtriebenen La Fleche Ein würdevoller KUscher untd Koch war .Herr Duparc. Etwa geziert gab Herr Roll au den leichtlebigen Cleant. Erne muntere Heiratsvermittlerin war Frl. Gravil und recM n-tr waren auch die Ijeiben Liebhaberinnen, die von den -^amen Sueneau (Elise) und Dulac (Marianemit lieblicher Schelmerei gegeben wurden. Von den übrigen find noch die Herren D u l u c (Simon und Anselm), Pellerin (Vrin- davvine) und Du rau (La Merluche) zu nennen. SM UA Ö o .sSc; - den 1. März festgesetzt. Der Landtag hatte bekanntlich abaelehnt, 20 Millionen Mark zum russischen Milllärelal zu bewilligen und einen Beschluß gefaßt, der Kaiser möge die Militarpflichtfrage verfassungsmäßig lösen lassen. In Finnland spielt dieser Kampf um die Berfa,sung schon seit langer Zeit. Ein vom Kaiser eingesetzter Ausschuß, in dem Finnländer und Russen vertreten sind, ist zur Ausarbeitung eines (riit- Wurfs eingesetzt worden, der bestimmen soll, in welcher Weise Gesetze von allgemeinstaatlicher Bedeutung auf Finnland ausgedehnt werden sollen. Die Finnländer gründen auf die ihnen von Mexander 1. 5. .rt - dö&o'c';;. ®SS8Iirfif n SPä. 5 i 9 2,5^5,= 3- 5 crc.5 •"*: 5 = monat lid) 75'Bf^ oiertel- ▼ . A jährlich M. 2.20. durch A Abhole- u. Zweigsiellen ▼ monatlich 65 Pf.: durch M W H M H H y W diePost Mk. 2.—viertel- W. 7 Rj pi jv) - V M jährt. ausfdjL Beiiellg. ■I Wk ■ ML B M Zeilenoreis: lokal lüPf^ M EL auswärts 20 P'euuiq. ■fl ’v Chefredakteur. A Goetz. A ‘•Jr Berautwortlich für den *iSLy - -*-*f*f polilifcheu Teil: August „ , für ©bertyeffen ü!"^d!e raqesuuuuuer Notafionsdnick und Verlag der VrüHl'schen Univ.-Vuch- und 51einbruckerei n. Lange. Kedattion, Expedition und Druckerei: Zchulstra^e 7. Auzewenteck ^'p. Beck. )ie vormittags 9 llhr. .u _, „„ allein" ist. Eine Rede des Frhrn. v. Hertling. In einer großen Zentrumsoersammlung in M ün st e r i W sprach am Mittwoch der Reichstagsabgeordnete und Zentrumsführer Frhr. v. Hertling über die Politische Lage Er griff auf die Auflösung des Reichstags im Jahre 19V7 wrSä gab einen Rückblick auf die ursprünglichen ixn schlösse des dürften Bülow, als er Reichskanzler wurde, womit Herrn v. Bethmonn durchsichtige Ratschläge gegeben wurden, warf im Hinblick auf die Ferr er-As far e dem Liberalismus vor, daß er keinen Schutz gegen die Gefahren; der Revolution biete und rief dann zur Treue und zum Vertrauen in den eigenen Reihen des Zentrums auf. einzelnen sagte er, wie wir dem Bericht oer „Köln. Volks- ztg." entnehmen: Als Bülow zum Staatssekretär des Auswärtigen Amtes berufen wurde, fand er im Parlament eine ganz bestimmte Partei- gruppierung vor. In dieser Parteikonstellation bdbetc das Zen- rcum den Grundpfeiler. Bulow kam dann un >»abre 1900 an die Stelle des Reichskanzlers. Als ganz nüchterner Politiker hat er damals erwogen, daß er für die Zukunft gut tun wurde,,die Parteikonstellation, die er vortand, zu erhalten. Er sagte Jtrb, ich kann die großen wirtschastlichen Probleme, die oemnachst der Erledigung harren, nicht lösen mit den Agrariern, weck Deutschland kein reiner Agrarstaat ist, noch weniger tann ich sie lösen mit der liberalen Partei, die ja nur ein ganz kleines Häufchen bildet. Also muß ick wich auf die Partei stutzen, die jederzeit eine mittlere Linie sucht, die Linie oer Verständigung, die auch die Regierung anstrebt, und diese Part« ist das Zentrum. r. m 2em neuen Reichskanzler find wir ohne iete Voreingenommenheit entgegengetreten. Herr v. Bethmcmn-Hollwea wird sicher die nicht ungewöhnlichen Gaben seines Geistes und seine Arbeitskräfte in den Dienst des Reiches stellen. Ich glaube nicht, daß er zur allen Blockpolitik zurückkehren wird, er weiß, welche GriahrungTn oomii gtmada worden iinb Sit drängen unC niemand au», wir sind überall da, wo e- güt bte ..rv tarnen unseres Vaterlandes |u wahren — und >achl«.ch mit* $uar bei tert Aber das verdenken wir der Regierung, bah Vu der maßlosen Sxix nicht ntgegengclreten in, nachdem fie bit neuen Steuern aliectiert ha.' e . 3d) fsmntc -u einer ant m unerrrfulidxn Er>ä>rnung, die wir cilrbT haben. 2ic war von kürzer er Tauer, aber sie gibt uns tu denk-n Ton der Liberal nu3 >nnem ‘Entuja nach tirdxn- Utnblttfi ift hat er vor wenigen Sodrn bewiesen in dem so- flcnanntnt Ferrer-Rummel Der Anführer einer Her- schwörerband . oie motd-.f. raubte, sengte, Kochen olünoerte und Geistliche mißhandelte, der . i.n, der damals ein .12 ntat dirigiert hotte, .)uroe in 5i dx-i-en rir. solcher Memch nicht auch in anoer n : . Und von diesem Zcitvuntre cb bat man in allen liberalen Blättern wahre Craicn des Hasses gegen Christentum und ff’.rcbe gefeiert Und ’n diesem Hai>e v tdxn sich Nauonalliberole und Anarchisten brüderlich die Hand' Tue ^rotcHDcriammlungen, hu in vielen Stödten in der ,'rmr Tingesicnbett abgehalten mürben, haben uns die Ausuckt erötinct, da« die liberale Partei keinen Schutz argen die (V-cahren der Slctwlution bietet. Bezüglich der 3tfllungnabme tx- Zentrum- zu den übrigen Bartkicn bemerkte fccr R.dn-r: Air haben die Finanzr-fortu mit den Konservativen zustande gebracht, mit denen wir auch früher in wirtschaftlichen fragen wiederholt iinammengtngen. Aber ein eigentlidx) Bündnis mit Den Konservativen haben wir nicht geschlos'en und werden es auch nicht tun Immerhin aber werden wir die konservauve Parte» im R ubstage als die nächsten Alliierten aus wirtschaftlichem Gebiete finden. Wir denken gar nicht daran, in die Rechte der evangelischen Lanoeskirchc einzugreiien. Ich stehe nicht, an. zu erflären. bah m> r» tut ein .Unglück halten würde, wenn die evangelische Landeskirche m Stürfr ginge. Was wir fordern, ist Gleichberechtigung. Wenn rou nun von den Komet- vntiven ebfehen, dann haben wir im Trutschen Reichstage auf Freunde nick. >u rechnen Don der kleinen volniichen Irak- t io n will ich nicht sytechrn. Auch sie hat wesentlich dazu bei« getragen, baf». die Finanzr.iorm zustande gekommen ist. Dafür sollte man den Polen dankbar sein, statt sie mit Hohn zu über- fdrüticn. Du sind nach roic vor auf unrcre eigene Kraft gestellt Dies kann so lange geschehen, als das Zentrum 'ich einig bleibt und seine Abgevronelcn das Bertrauen der Wähler ge- niehen." „ Tareruf sprach der Abg. Herold über ReichSsinanz- resorm und Sch ul frage. Es wurde yim Schluß eine Entschließung angenommen, in der die volle Wahrung des konfessionellen Charakter- der Volksschule der geistlichen OrtSschul- Inspektion energisch Bcrwahrung eingelegt und von^ den Zentrumsabgeordneteu verlangt lvird, daß sie die Schulfrage im Sinne der Partei energisch im Parlament vertreten. » Der bayrische Au?lieferung?vertrag mit Russland. Bekanntlich hat vor einiger Zeit die bayerische Kammer der Abgeordneten einstimmig einen Antrag auf Kündigung i rit Ruf I • ib angenommen Ain cfd iftigte sich damit auch die Sammet der : »r Referent v. Auer beantragte die Ab lehuung des Antrages, weil der G:genstand nicht zur Zu- stundigkeit des HaufeS gehöre und keine materiellen Gründe zur Kündigung des Vertrages bestünden, die vielmehr als ein Akt der Unhöflichkeit gegen Rußland gelten müsse ■.tr v Podewil 8 erwiderte, daß schon 18H6 bei einem ähnlichen Antrag die Zuständig Landtag 8 von bei Sammet der Reichsräte nicht anerkannt worden sei Be ügliä bei materiellen sui - des Antrages habe die Regierung bereits bei der Verband luug in der Abgeordnetenkammer erklärt, daß sie mit Rücksicht auf die guten Beziehungen mit Rußland, auf die die Regierung den größten Wert lege, Verträge nur dann kündigen könne, inemi dafür vollgewichtige Grunde in Gestalt von Ali schünden im Vcrtragsvollzug sich ergeben hätten Solche Gründe lägen ober nicht vor: im Wcgentct! sei her Vertrag mit Rußland mit der größten Loyalität und osfensichtlicher Rückiick)t auf die twyerischetl Rechts ausck'aituilgen vollzogen worden. Rach der Rede des Ministerpräsidenten wurde der Antrag der m a m in c r der Abgeordneten ein- st i m m i g a b g e l e h n t.______________________________ Der Kotier In Donaueschingen. Donaueschingen. 18. Nov Ter Kaiser begab sich nut dem Fürsten zu Fürstenberg und der Zagdgesellichost mittags zur Fuchsjagd m bas Revier Amten Hauseiberg. Zur Erinnerung an die im vorigen Fahre in Tonaueschmgen erfolgte Begrüßung des Kaisers durch den Grasen Zeppelin mit seinem Luftschiff war vmn Fürsten ;u Fürstendeig eine Bronzctafcl gelt inet worden, welche, nach dem cigcnhänbigen Entwürfe des Äaifcrd von Bildhauer Sauer gefertigt, am fürstlichen Schlosse angebracht und gestern tm Beisein des Kaisers enthüllt wurde. Tie Tafel trägt folgende 3nfdnut: ..Am 7 November 1908 zu Ehren her Ankunft des Kaisers und Königs Wilhelms II traf Gra Zeppelin mit seinem Luftschiff „Z I". mil beut Jtronorinwn Wilhelm an Bord, genau zur tag- vorder angelegten Stunde, von Manzell kommend um 9 Ubr 5 Minuten nachmittags bet klarem, ichönmt Wetter vor dem S-ckloni- ein, Pcrahicrte über dem Schloß- dofe. von allen, die das Glück hatten, dielen imüetgeiilidien Augenblick mit-uerleven, von begeistertem Jubel itürmti(b_ begrüßt!" Es folgen du Romen der Damals im füritlubeii Schloß her- fammclt gemeienen Gesellschaft, mit dem Generaladiutanten Grafen hülsen-.häieler an der Spitze ----- ' "■ ' "" — ~ — Deutsche» Ucid>. Aus Bad Nauheim fdrrctbi man uns: Zm f reif in- n igen Verein haben Tonnerstag«b'iid Dr. Br u che r und Dr. Strecker Berickn erstatt^' .wer die lebten Tagungen der frei- sinnigen Gruppen tm Reick; und m vessen. Für tut L ntertätigkeu wurde ein norl hinget- 'Brugramm auigcftdlt. txrt 8erfairar!ungat am Blad« inu> den imuirgcnben Orten Vvcnedt • Tie ..Nvrdd Allg. Zrg." schreibt: Die mir hören, ist ntrm im Reichs mar^neamt damit b Staats- Mi bat. Iid) soll u. a. auch der S Lwervunkt der Täti.ik'-it der 8cnraUunnx« in Bur.-au in fren prall nvrbcn Rainrgcmtß feil bei Mein jrganiiiDriid>cn Aenderung > technistdru Ätirvrt.' mr die richtige tn.rtKhairtidx Leitung ihrer tethinidxn Betriebe allein veranNvvrtti ck« sind i st e r Bem Trott zu Beihilfe sein grünt »hdx* Stellung j,ur Frage oet Leidesüdungr» behüt bet Er i (trieb bei der i'felevKiibcit: nnij verdient. Ich ityt dier«r au an 3ioantiiKim>u tat brr tmat Snrwmgai trat bst iroemdm Behörden großen Wert und werde gleich meinen Venen 9miAxngangem auch bte auf ba-ielbe Ziel geridneten Bestrebungen des ZentralauM t, und fordern bei- balb alle Anhänger unserer Barta aus, dem Anus-urichtsrat Loltschke ihre Stimme zu geben. Tu ’iRationalliberale Ber- emigimg in Lands berg a. V. 2lu»lanö. Die aus Ofenpest gnntfext wird, entschied der ffönig in der Audienz, die MinisterptäsideM Deckerle in Dien hatte baß Anfangs nächster Woche unter >einem 8orfipe ein ungarischer Ministerrar in W^n statt'rnben iverbe. Zn ber italienischen Kammer brachte ber Minister vräs.ben: eine Borlage ein, betrefiend die Rciorm 6er Storern T te Vorlage irfr'.ägt bte £>erabi cöimg ber Zucker steuer und eine entsv.eckrcnbe Ermäßigung des Etnfuhr-slles aus Zucker nor Uni . n dadurch eNvachfcnDen Euurohmr^u. :all von ur.i]C'abr !•> Mil itonen zu decken, fellat verschieden. Verbeiierim^.n des Gesees b.treffmb die Steuer auf Erbscko'tcn und Schenkungen vvtgr- nrmmm und d e progrdfitr: Einksm.nenstru.-r aut Einkommen übe: 5000 Lire lährl'ch eingefübrt werden: dte Steuer beträgt für Einkommen txm 5000 bis 10 000 Lire ein Drozent und steigt bis tu fed>4 Prozent für Ein kommen, bte mehr als 200 000 Lirc betragen. AuS Rom meldet man: Derrn Empfange trantö- ifrfcr Pilger, die von dem Kardinal Bin.>enzo Vannu- tdli vorgestellt rmrrben, erwidern: der Papst auf btt Anspracke Daimut.lliS. in Frankreich bleibe ber Glaube noy ber gegen ibn geref teten Verfolgung unbesiegbar Tiac Verfelgung imbe ihr Bestätigung, in bem unversöhnlichen Krieg gegen bic Bei'ckiöfc die ihte Stimme gegen den Gebrauch gottloser, unmoralisches Bück er in den Schulen erhoben hätten. Während ieder franzö- ifck' Bürger das Reckt habe, sein-' M.'irrung zu äußer», fei die von den Bifchöfen verkündete Wahrheit iZlegenstand des vasics und der Feiitdsdigkeit. Trof. dieser Verfolgung wurden aber weder Der Papst noch die Bischöfe die '^uversickt rerlieren, daß Gott ihre Tranen an den Feinden der Kirch? zu rucken w si'en werde Aus Solonik wird gemeldet: Tic Billa ANantini, in welcher A ddu 1 Äamid wohnt, ist von allen Seiten mtt hohen Mauern umgeben worden. Tie völlige Abschließung des Sultans von ber Außenwelt ist hiermit beenbet. Aus Washington kommt felgcnbc interesscmte Melbung: Tas Marinebepartement wirb bem Kongreß den Bau zweier Schlacht schifsevon je 2 6000 Tonnen und eines Reva- tatirri'dnfies Vorschlägen.____ Das Klecbadftalprojcft. Das Projekt der Kleebachtalbahn ist den be- teiliatcn Gemeinden zugegauaeu. Bedauert w rb am Projekt Die Tatsackie, daß die Strecke nicht in den Bahnhof Gießen einmüiibcn kann, sonbern erst .Epischen Gießen unb Ä.cin- Linben beginnen soll, aud> macht die Bthn einen zu ^roßeu Umweg über Wlendorf. Deu ersten Uedclslaub hofft jrmn aber durch den Weiterbtm ber elcktrisckien Bahn ber Stabt Eneßen -u beseitigen. Zwischen Gießen und Klein- Linden füchrt bic Bahn unter der Main-Weser Bi hu durch. Die Staliou Klein-Ltuden kommt nördlich an das Dorf au beit Heuchelheimer Weg 5u liege«. Bon hier fuhrt bic Strecke in der Richtung ber Weplarer Bah» am Allen dorser Walbchen vorbei dis 511 r Kleebach, dessen rechtem Ufer sie über die Unter- und Mittclsorgermühle folgt. Tie Haltestelle ÄNendorf a d. Lahn kommt an den Lrts ausgang nach jklcin-Lindcn ^u, 160 Mc er über bem Meeres spiegel. Au ber Lauennnühle tritt bic Buhn auf das linke Ufer des Klccbachs, hier wird bic S ation Lü - ellinden errichtet, 167 Meter ü. d. M. Die Station Großen- Ltnden kommt bei 176 Meter höhe westlich des £rtct zu liegen. Die Linie führt bann westlich au vorn, ne im vorsder, ^mtfcLcn Hörnsheim und h ochslhe i m kommt eine >?alteftelle, 176 Meter höhe. Ießt^ wendet iub die Bahn westwärts nach Rechtenbach, bie Statton Rechtenbach soll am Aus.gang von .zttein-Rechtenbach errichtet roerjen, 190 Meter vöhe. Nun wendet sie sich wieder nach Süd-n, nack> bet Sa.ton Tornhol^baufcn, 199.3 Mete^ h-*, nm iDC)tlid)cii Ortsausgang. Südlich von Dornhol-h rufen übend reuet bie Strecke wieder den Klcebadi unb folg: bem rcdjlcn Ufer. Am itördlichen Ausgmtg von Niederkleen ist eine Station borpefeben, 203 Meter höh< Tic Bahn soll bann an Ebersgöns in westlid,<^r Rich.ung vorbei nadi Oberkleen laufen; bie S:a.lon ist am E-ura Torfes geplant, Höhe 231 Meter, hier erfolgt der Anschluß der großen Kalk- und Marmorwerke. Iept tritt die Bahn in bas Gebirge, nad> Westen folgt fic bem oberen Klcebach- kal, bod> führt sic nicht nach Kleebcrg. Tic Station n lcc« berg kommt etwa 14 Stunde vom £n entfernt an bie Ab- sivciflung der Straße nach Griedelbach, Höhe 251 Meter. .'ginnt ic;-t eine tton Griedelbach kommt an den Of:ausg..ng de, T-or es tn 29t» Meier Höhe. Mit leichtem Gefall geht es b*inn in subwestlid>er Richtung ins obere SolmSbackital nach Brandoberndorf. Tie Endstation kommt an den südlichen LrtsauSgana bei der Untcraumul le, i^öhe 238 Meter. Vier mundet bic Bahn in bic bereits im Bau befindliche Solm-talbahn. 2lu* sea-t und €and. Gießen. 19. November 1909. — Tages kniender für Freitag. 19. Nov.: Stabt- t h c a t e 1: . 5ie Liede roadn/ Aniana 8 Uhr. A11beu 1 fcher Verband: -Sotirag von Brofevor Tr. 8itrmtr: Tte oreußticbe Cumarfenlraaf. — Liwivil^er-Vor- hlbTiinfl : Tniflche Ruü.irarbeit m 61: dach F.-N. 61, Jrhr. v. Wange »hetni 3.-9i. 61. 0 nze r t au, der if Xdt! eih^ n Zouiüten ' !-}orlt — D — SreiSvermessungSwesen. Der Gr oßher,-q bat den KreiSgeometer des skreiSocrmesiunySamtS Rcinhe-^, .'.öam Koch zum Äm8geomeler bei llrersoermefsuagSaans Zwingenberg ernannt. •• Forstpersonalien. Ernannt würbe» b-.e Forstreferentare Rud B0schzu herörech ingen i 8, San Tintefmann ;« Heubach i Kar! Eckhard zu Tare- stadt, Eduard Haderkorn zu Alsfeld, Will, hum. m er l c zu Tarnn;abi, P 1 I 0 b zu Main-, Reinhold S ai[ iu Lfienheün, Karl 6üffert unb In. Zimmer, be^e »u Frudbrrg, zu Forstasfessoren. •• Zur Eröffnung der elektrischen Bah, wird uns von der Bürgermeisterei geschrieben: Un:et Ue 1» Pn heutigen Bekanntmachungen der Bürgermeisterei d bij 27. d. Als ch'« Iflitbro. di 5*ü:ü 'Ävg erfolgt ■ - »ad Aaudti ..na bollt geil ;aan im SütQtt« ibit. Olotar »imtiBbtütutneii i: sich r at fliiSgcbe 2 Friedberg. 1 et Etabtoerorbne | v bnerxdx M !i)tr litt inn p< M aa total zu ck nur über die x - xba Erker; werden rS --totfili an die '5c Hr mhandeln. 1 neu anqelcglm W"“.; fccigcben, rce ö* 1 • r soll c A-::r ■(' zu 6 Mk., [ i fe Ilan innerhalb Ihrnntati des eitler beti. Lom MV^'nlalz von der I Siigideft, übemimu I- StifbbfTgtr l?h •?? dürgmnei ■ tf 11 i 6 e 1 3tät ?if ftd) luminttl ° i,y-Ut fnürft, ? 'adnärzlc, C ^'str.ogen wer! langen zus ^tmiiabl, 18 4 Co. J £*L“q «trd । j^tytoncicn Tr '^»"venfion- der . "1 errichtet, I . /'^«di, 18.5 Retaniii . ; Letrie ‘ üs in der 2 •• titabtlheater. Tie Ausführung von .Ton äauol* Ht für nächiten Sonntag abend durch einige fjenische 2leuder» .tilgen unb Härtungen fo eingerichtet worben, daß — ta auch ber Prolog diesmal luegfäüt — da- Ende gegen 11 Ul», ücrmutlicf) vor 11 Uhr erfelgen kann. **R 1» gkämpfe tm Kolosseum. Man fd-uibt unJ: AIS erstes Paar nanb sich gestern außer Konkurren. Be r narb le Boucher unb Robenbuick) gegenüber. Ter ftampt, ber iv fort heilig begann und von berb. mußt.' noch 20 Minuten als uneutf(hüben a^ebr^n roerbey Tie gröszcrc (hart bte tHoheiibuid) erjedtt bei dem Fra eine unqeivöhnltche Gewandtheit uno Technik. Ter folgende Äa endete mit dem Siege des stärkeren Franzosen Louis le Mo über Anderson. Tann folgte der Kampf des hiesigen Des K 0 l f e tz gegen Z enf c n. Man sah aber gleich die große U legenden des Tönen, der übet eine ungeheure Kraft muß, do et Den jchwcrereii Wegner zulekn mit verkehrtem Um an’i vom Boden aufhob und in weitem Bogen auf bie ttd chleuderte, roo^ri Herr Kolfey fo unglücklich hfl. baß es ndj » ber Schulter verlcstte unb ben Kampf üuigctxn mußte. At - ha heute abend statlniidenden Entscheldutigskampi nviicken Fnh heM und Louis le Mann, ch'v man sehr gcfpanni hevdt. bet idvt ivicbetbolt an der Berliner Akabemic vor Proiesl'or Begas MoSell stand, wird beute abenb mit einem andern Athletai plastifcht Stellungen und MuSkelposen aufruhrc». • • B erlteiger »1 n g. Tas Hotel Großherzog ooe Hessen wurde wiederholt zivangSwetse oerüeigcrt und bildcb in den letzten 5 Monaten eine stehende Rubrik unsere« Crtt* gecichlS. Bei ber vorgestrigen letzten Versteigerung btirbei die beiden Beitdietenden UntonSbrauerei mit 159 800 Mack unb der ehemalige Besitzer deS Hotels, Gotttted Randetmet. Mit 159 900 Mark, vorbehaltlich ber Zulchlagserteckung. TaS Amvefen ift nut 2U 0. bie in der Neustabt zufammen in einem Haufe roobnfn, qo rieten gestern in Streit unb bearbeiteten sich gegenseitig M einem hannner. Ter eine trug babei eine nicht unrrhebli« Wunde aus dem Äopf davon unb mußte sich tn ärztliche 8h Handlung begeben. • • Schneindler. Vor einiger Zeit trat biet em Aa* mann namens Lamprecht au- Berlin auf unb schloß «rt einem jungen Mann dahier einen Vertrag ab, wonach DU'« em staffee-Spezral-Veriaudgefchäst übertragen routbe. Zf. Belrüger ließ nd) 300 Mk. Ünntion übergeben, sandte avä bem Geprellten für 577 Mk. Kaffee unter Nachnahme ju urt verichwanb bann. Em llomplrze bei Lamprecht wußte de» jungen Mann auch noch einen Geldbetrag adzuichwindelti. •• Hochwasser-Nachrichtendienst Zm preari!^ Lahn- und TiNgebiet ist regterunqSi itig. um übet r> tret-nbe Hochwasser geiaht sofort untrrndrtet iu inn. n» ndbtenbtfnft or ifn-btr: rrorben. durch den b*n Bürgitmeiner»» der an den Fünfe» liegende» Citidxutrn Miitedunge» über M Wafferverhölenifse am Cbrrlairf der Flüste jufffhen. Die Bür-s meister find angtnndm, bie Nachnchrrn, um ie ihndt zu ec dreitf». auch bat in der Rsde liegenden Boln''iliNa»e» M aänglid) zu machen. Dorr n?ttben bie hvchwaiiernacherchrnr bv ;ui Bf ngung bet G h ausgehangt Bet EtSßM tritt ber glctdx- Nachrichtendienst in Aktion • • (Ein Bierboykott in Marburg. Der Mar bürget St udentenausf chuß bat an tte Studente» fchast unb die Bürgerschaft Marburg» folgenden Au fr» gerichtet: . Nachdem die Verhandlungen mir der Brauerei B D unb dem Wirteverern gescheitert sind, hat ber 5t über irr- aussckmß tn seiner Sitzung vom 10 Nov. d ) de» Be- fchtuß gefaßt, diesemge» Gastwirtschaften zu b. ofot irret bic auf hteiige Biere einen Auffchlag von mehr als v"' Pfennigen das Liter unb auf bayrische Biere einen solche von mehr als sieden Pfennigen eingefübrt haben Studentenausschuß fordert bic Herren nich.in orponertr Kommilitonen unb bic Bürger Marburg» aus, in »Jjrrc eigenen Interesse geschlossen mtt bem S:udente»ausfdu', vorzugehen Borläufia sollen 5 Wirtschaften gemieden werden. 7* Man darf gespannt darauf jein, ob die Zntdenten H ’trftn 1 ringen den inszenierten Bierstreik mit demfeiben Gr vts. durck ■ .:;uprrn, den einige Hiesige studentische Korporatümc bei ihrem kürzlichen Mrniarur.Streik Italten. . f Itir •L'inoen, 18 Nov Gute Beran'ioltnei «r sinne bet Bolksbildungsbeftrebungen beginnt Samstag but, unb zwar wirb sie da» Baue» aas de» T(l L ■ öatt! 5".' x.'iporb: u 10 '110 K? ’vrr 7. fiB ws \< 7 - rilllH tlU r. giicnb»1.1 ’ I *■; Äifiboi zu" E Ä. gab,nn un'nc X -o-u von Sreubt l^ unf £ Vtö Mtr und EiSrS nd'-Uen ’V. n von d ■ M zu ti , oauitrbad), 1 *^:ctitnad) iM ^den. en nicht r.u ! p.ü't;« Landern JS-" Wanderung daß es starb. Wintersport. aPlu ____ — । ■ q acniung. -wmz . IReste Kpnnpn Sie ürasize Kammerjäger Schwarz 8 IXenn e H . in «tonet Auswahl W [6336 cmnflrtü iUb «.c«!«•■« 6335 Achtung! ■ , • • - .7 ^ Max Marum (tzießeuer Bazar. Babnbofstr.4 Germania-Drogerie Carl Seibel. Bel Husten Z Heiserkeit sind Meutbol Euka- lyptns- Bonbons, Äarke.FarrP, öie beiten. P. 39 Bia- Berkaufsst.: Pelikan-Apotheke, Kreu-platz L. Ratten, Manien, Schwaben, Wanzen il Unaczicser jeder Art. Bitte On. i. d. Erv. ichr. mederzul. Für von mir gekaufte Möbel und Waren langjährige Garantie. Teheran, 18. Nov. 3u Vizepräsidenten des Medschlts wurden Hussein Kuli ftljan, Nawab und Mustsar ed Dauteh gewählt. Das Kabinett hat b e m t f f i o n i e r t empfehle Waldkränze sowie arüne und präparierte Sränsc 'n allen Poo,-lagen und Ausiüvrunacn Rud. Weber, 8Wmi Hemelstraßc 1. Ntislh zm Whlllkeli für PrivatichlaÄtungcn emvnehlt j09019 S. Rothschild, Marktstrave 18 Sichel'* Nähr- und Kräftl- gungs - Likör? — 3«US nicht, so machen Sie bitte einen Versuch. — Derselbe wirkt avoetit- anreaend, iit blutbildend und fördert die Verdauung. '6299 */. Fl- Mk. 150, */, Fl. Mk- Lo0- Jetzt täglich geöffnet von vormittags 9 Ubr bis abends 7 Uhr. Gießener Reste-Lager Neuenweg 28. 162501 Märkte. t -th. Gießen, 18. Nov. Der dieswöchige V t_e h m a r k t hatte einen Auftrieb von 1000 Stück Großvieh, 300 Lind Jungvieh und Kälber und 250 Schweinen. Schon der Vorhandel zeigte eine ungünstige Tendenz für den eigentlichen Markt Trotzdem in allen Viehgattuugeu sehr schöne ELnolitäten vertreten waren, war Der Handel nn allgemeinen sehr flau. Für das Airlchotehgeschau (chUe es an Reflektanten, da der größte Teil unserer Alarltkuud- scha't vom Rhein, Mosel und Nahe tast ganz ausgeblteben mar. Ulrich der Handel in Feltvteh und Kälbern mar schlevvend. -Lie -ureise für alle Sorten Rindvieh und Kälber blieben erheblich hinter den Preisen des letzten Marktes zurück. Auf dem tednvenieinaift ivar die "Nachfrage nach Ware recht bedentend, doch fehlte es zu einem richtigen Geschäft am "Angebot, da der geringe Auftrieb nicht Auswahl genug bot. Die Preise für Aettelund^aufer waren höher wie sonst. Bezahlt ivntben für das «tuck Milchkühe L Uirol. 440—480 Mk. (einzelne Stücke bis 520 Alk.), 2. Qual. 340 bis 4U0 Alk., 3. Qual. 270-320 Mk. Fettvieh wurde der Zentner Schlachtgewicht gehandelt: Rinder 1. Qnal. ^8-70 Mk, -. Önal. 66-67 Mk.: Kühe 1. Qual. 54-o8 Alk., 2 Qual. 48 o- Mk., 3. Qualität und Wurstkühe 40—45 Mk.: Kalber 1. Qual. 72 bis 76 Mk 2. Qual. 63—69 Mk., 3. Qual. 5o—6oMk., anderthalb bis zwetiährige Rinder und Stiere ivnrden das Stück zur Mast ab- aeaebeu für ^10-240 Alk. Beste schlachlreüe fette Cdifen sind 'n der Gegend nut 74-75 Mk., schlechl.e.fe Schweine Mit 74 bis 75 Alk. der Zentner-Schlachtgewicht zu haben. L te auf dem Alaikt bezahlten Preise für Ferkel und Käufer können nicht als 9iorm 'ur eme richtig zustande gekommene Preisbildung bezeichnet werden. - Nächste Aiartttage 7. und 8. Dezember: am zweiten Aiarkttage auch Kramermarkt^ 19 cqoü. Den- und Strohmarkt. Angefahre.i waren 8 Wage,. Leu und 3 Wagen .ftroh Bezahlt wurde für Leu Alk. 4.70-5.40, Stroh, Korn-Langstroh, Mk. 3.00 bis 3.20. Alles je 50 Kg. Geschäft gut. Die Zu,uhren waren aus Eberhessen und der Dieburger Gegend. Ltceik Max Marum Babahofstr.4 Gießener Bazar • Täglich Eingang moderner u.folider «toffrenc für Herren-, Damen u. Kinder Garderobe, Paletots u. I. w. Aeußerft bi Urne, aber streng fette Pret,e. dringen. Die YopenLtcv Die Zukkruwamy DtiDcr W TniDat ^dg. v. Brentano gibt einen Ueberblick über die Ausschuß^ Verhandlungen unb betom, daß die Vorlage nur durch das Zusammenwirken der Regierung und beider Monrmcnt ojigciwmmeit ^^Abg^Dr. Gläsfing sprach über die Der Handlung en der Gesetzgebungsausschüsse beider .Kammern bcz. der Berfaisungs- änderungen und betont die Notwendigkeit der Vermehrung der städtischen Mandate. 3- < ■2bj. Dr. Fulda spricht gegen btc BersassungSanderungen und die Kautelen. Tie Generaldebatte dauert fort. London, 19. Nov. Nach Blättermeldungen erhält die 2. Division der Heimat flotte, die aus 8 Schlachtschiffen, 5 Panzerkreuzern und 24 Torpedobootszerstörern besteht, die Orkney-Inseln vom nächsten Jahre ab als Stutzpunkt. Tie 1. Division besteht aus 8 Schlachtschiffen und 6 Kreuzern, ihr Stützpunkt wird von Porthsmouth nach Cherbourg verlegt, wahrend die atlantisclx' Flotte nach Dover kommt. Tie Heimatflotte wird durch diese Maßnahmen von 22 auf 28 Schlachtschiffe vermehrt. Haag, 18. Nov. In der Zweiten Kammer griff heute während der Generaldiskussion über dhncl&uiigctt, ^ie Wadlrechtövorlage in der hessischen Kammer. RB Darmstadt, 19. Nov. Heute begann die Kammer die Generaldebatte der Wahlrcchtsvorlage. Sraatsmmi,^r Ewald führte aus, daß die Regierung sich bemüht habe dem Wumch. änrnmoT entsprechend, eine neue Wahlrechtsvvrlage einzu- Amtlicher Wetterbericht. SDeff entliehe Wetterdienststelle Gieße n. Allgemeine Wetterlage heute morgen 8 Uhr. Las nördliche Hochdruckgebiet hat über Nacht Aufheiterung und vori Norden nach Süden abnehmenden Froft gebracht. Gieren .°,®r.ob nnimenb Rheinhessen und Starkenburg noch rostfreit b'eben Die Witterung ÖesjeuS bleibt unter ber VerrschaU des Hohen Druckes, ^ie Aiittelgeblrge melden ante Lchibalm. Wetteransstchten in Hessen am eamStag dem 20 November 1909: Al ei st heiter und zunehmender tftoft, auch m ©larfenbiug und Rheinhesten. Ruh.g. .. Blctschwer liegt der Himmel über der Erde, und man wagt in dem feuchten kalten Nebel kaum zu atmen. Rovemberzett - böse Zeit, sagt ein Sprichwort. Jetzt werden eben empfindliche Menschen nie recht gesund und Gesunde werden leicht krank. Da muß denn fcoon daran erinnert werden, daß »>ans achte Sodener Mineral Painllen, die man überall für 85 Pfg. kaufen kann, gerade jetzt unentbehrlich und. Lorbeugend fast sie gebrauchen, wer zu Erkältungen neigt; nach Boi fchrift anwenden fall sie jeder, der erkaltet i)t, wenn er die Beschwer den schleunigst loS werden und ernuenÄomDlu kationcn nicht begegnen will. In allen Apotheken, Drogen- und Mineralwasierhandlungen zu haben.___________iss-/» I' ^nde und ländlichen Wandschmuck behandeln. Sams- < I; * ^eird wird die Veranstaltung eröffnet durch einen Vortrag - * Oiid) teften Garnon-Gießen über das Thema: „Volkstümliche und ihre praktifche Anwendung speziell in Klein-Linden". ' «Sonntag nachmittag wird auf der „Burg" eine Ausstel - na der Karlsruher W a nder b ilder e i« enthaltend 4(hrt für Wandschmuck in ländlichen Wohnungen, eröffnet. Die rästellung dauert drei Tage, der Besuch ist unentgeltlich und L ,u empfehlen. Die Ausstellung hat bereits den größten til des Odenwaldes durchwandert und kommt jetzt aus der »iteraü, um von hier aus in die Rabenau zu gehen. Es udelt sich um eine reichhaltige Sammlung.nut geschickt aus- -vähltcii Bildern von hervorragenden Künstlern. Zweck der isstelluiig ist, der Kolportage mit teueren und vielfach geschmackigen Bildern Einhalt zu tun. G Lollar, 19. Nov. Im Gasthaus „Zur Traube" : wird nächsten Sonntag, 21. d. M., nack)rnittags 3V- Uhr, 5 Veranlassung des Verbandes der Hess. Landw. Gcnoften- iSaften Herr Dr. Schönemann einen Vortrag über Neuzeitliche D ü n gu n g s f r a g c n" halten Da die ,it sehr günstig gewählt und der Vortrag für leben Land- hSt von großer Wichtü;keit ist, so dürfte eine recht zakfl- eidie Beteiligung von hier und der Umgegend zu erwarten i-im Der Eintritt ist für jedermann frei. B Allendorf a. Lda. Die vom Gefluaelzucht- . ,rCin im Gasthof zum Bahnhof abgehaltene 1. Bezirks- isst ellung, die von dem Landwirt,chastskammer-Aussdmß rterslützt wurde, gab ein schönes Bild von dem Stand der ^rssegcflügclzucht in unserem Vcreinsgcbiet. Waren ev doch ge- 1Z0^Nummern von Rassegeflügel, die der Aussüllungs- Imlog auswics, der Hauptsache nach schöne, ausstellungswurdige ',nei welche bie Frcube icbes Kenners erregten. Preisricht^ war ZSdlcn-Niebcr-Gemünden. Mir vollen Drei,m des Landwirt- Mstskammer-Ausschu'ies würben.bedacht: Gutapfel-Kesselbach, ^.Allendorf unb Hilz-AllenbvN mr Huhnn unb öan e -Lei - rreife des Üandwirtschaftskammer-Ausschufles wurden 19, erste Preise 3 und zweite und dritte Preise ^ v^geben Die zwei Ztereinsehrenpreise erhielten Weinnger-Kc'.elbach mid Krieb-Zl>ch tausen: die beiden von der Stadt Allendorf (ywuteten Preise i den auf Gutapscl-Kesselbach, der des Geilügelzuchwereins Lollar mürbe Göbel-Lvnbors zu teil. , x Lauterbach, 18. Nov. Der minderjährige Arbeiter Konr. Eisenach von hier, dem verschiedene De.i.te -ir Last gelegt werden, wurde vor einigen ^agen in eine Erziehungsanstalt bei Darmstadt verbrack-t. Hier sch en es dem Früchtchen nicht zu besagen, er schl tzte und traf noch lt'^tägiger Wanderung wieder hier eiw xoti) hatte er M seiner Wanderung kein Glück. Dre Polizei etupfing ten wackeren Touristen und überführte ihn wieder seinem tkftimmunq.sortc. - Dic Zahl ber Terlnehmerinnen d-r ..Irflich gegründeten Damenriege t)t ans M gestreg.n Die ersten Uebungsstunden leitet Turnwart Bastian aus ^^sselo. — Die Land wirt schaftskammer laßt in der Zeit rem 25. bis 27. d. Mts. im Zeichensaale der .Handwerker- schule eine land w. B u ch s st h ru n gslu r s u s ab halten. Die Eröffnung erfolgt am 25. d. Mts. norm. 10 Uhr. = Bad Nauheim, 18. Nov. Eine eindrucksvolle Vrrsatnnflung hatte gestern abend zahlreiche Burger unserer Stadt im Bürger- unb Stadtverkehrsverein zu- jammengeführt. Notar Stahl referierte über btc neue hefstfche (•> e m e i n b c ft c u e r r c f o rm. An den ausführlichen Vortrag Alle Beschwerden schwinden. Ich litt seit Zähren nach bem Genuß bes Bohnen- kassees an sehr häßlichen Besch werb en. Ich trank bcshalb Kulav, Tee, alle möglichen Surrogate, sogar Mehtsnppen, ohne jeboch burch irgenbeincs ber Gettänke befriedigt unb vor allen Dingen erfrischt zu sein. Ich trinke baher feit einem halben J.chr Ihren cosfeinfreien „Kaffee Hag" imb habe meiner selbst wegen solgenbe Probe gemacht: trinke absichtlich bes Morgens ben gewöhnlichen Bohnenkaffee unb sofort stellten sich meine Beschwerben wieber ein, währenb bieses nach bem Genuß Ihres coffemfreien Kaffees nicht ber Fall ist. Auch meiner Familie betommt ber Kaffee außcrorbentlich gut. I h möchte behaupten, daß die Entziehung des Kaffeegi,tes auf das Nerven- shstem meiner Fran vorteilhafte Wirkung ausgeübt hat. Ich habe Ihnen gern meine Beobachtungen mitgctci.lt zur Benutzung in weiteren Kreisen. Berlin W., 7. August 1909. Richi Gartmann, Fabrttbesitzer. schloß sich eine ausgedehnte Aussprache. L Friedberg, 18: 92m>. In ber heutigen Sitzung der^Stablvcrorbiieten - Bersamml u n g würben zuerst bie Baugcsuwc des Herrn Willy Trapp genehmigt Oswald £ürF bcabfiditiat sein Haus an der Kaiserstratze nicbcrzulegen und einen Neubau zu errickflen. Gegen diesen Plan ist nichts linzumeiiden, nur über die Anbringung eines 75 Zentimeter^vor- ipringenben Erkers toerbcu Bebenken geltenb gemacht. Die Sache wird iwätmals an bie Baukommission verwiesen, um mit Herrn Türk zu verhanbeln. Brauercibcsitzcr Stcinhäulcr will den Weg um seinen neu angelegten Eisteich zur Öflentlicheu Deuu^lng als Spazierweg freigeben, wenn seitens ber Stabt die Aussicht übernommen und ber Weg im Stanb gehalten wirb. An ben ötabt» ' bäum enter Köhler soll ein ber Stabt gehörender Bauplatz, der duabratmetcr zu 6 Mk., unter der Bebingung abgegeben werben, «ß bei Platz innerhalb brei Jahren bebaut fein muß, unb ein Weiterverkauf des Geländes nur mit Genehmigung ber Stabt tattfinben bars. Boni Armensoubs ist zu ben Baukosten bes Argcrhosvitals von ber Hessischen Lanbes-Versicherungsanstalt eine Anleihe von 160 000 Mk. gemacht morben, wosur bic Stabt !Jie Bürgschaft übernimmt. Aus ein Gesuch werben zu bem Heft 2 ber Friedberger Geschichtsblätter 120 W. Zmchutz bc^ billigt. Der Bürgermeister berichtet über btc Verhanblungen pes Hessischen Stäbtetags, ber m Mamz stattgesunben hat, an bic sich namentlich über bie Gemeindesteuerreform eine Längere Debatte knüpft, in ber ber Wumch geäußert »vird- baß auch Aerztc, Zahnärzte, Rechtsanwälte usw. zu emer^Berus-- ftcuer herangczogen werben, unb baß ber Hestflche ötabtetag Liter zu Beratungen zusammentreten mochte. . Tarnt st abt, 18. Nov. Herr Georg Mer ck. Gk>°, de- Laufes Merck L Eo. zu Newyork, sowic seine Schwägerin FEi Klara Merck, Witwe bes kürzlich verstorbenen StaLtverordnetcn Dr. ta. E. Merck. Haben °ugunst-n der B e a m t e n p e n s i o n s l a, s e, ,o^e ber A r b eiter r c n s i o n s k a s s e ber chemischen erstellung der Münzen wurde bcschagnahmt. Vis jetzt sind sieben Falsifikate eingezogen worden: es i,t aber nickst ausgeschlossen, daß noch weitere Stüde un Verkehr sind. Die Müwzen sind sehr gut ausgeprägt und tragen das Bildnis des Königs Georg von Sachsen, fallen aber durch ihre dunkle Färbung auf. Die beiden Falschmünzer wurden heule morgen dem llntersuchuugstichter vorg.fuhvt. Hiner hat bereits ein umfassendes Geständnis abgelegt. O Kinzenbach, 18. Nov. Die im Früh,ahr in der alten Schule begründete Z i g a r r e n f a b r i k der Firma Pfaff und Stengel hat kürzlich ihren Betrieb emgeftel.t 0 Marburg, 17. Nov. Ja der , Qberh Z g " b-fuidet sick) un Inseratenteil in Grotzformat folgende fludenrischc Traueranzeige: Mar-bürger icgt Trauer an! Es hat dem unabwendbaren Gesck ick gefallen, unfern lieben Sui Ur, ben Sohn einer Hünbin, burch einen tragischen Un all m seinem 27. Semester in bie ewigen Jigbgrünbe hrnabzurabern. Er ist nicht mehr! Der Music- unb Kinberfreunb, bas bassenbe Präludium jeder Faßpartte, Buller, b.r Schreck.n aller Hunde. Mit uns trauert jung und alt, dick und dünn, um ben Dahingeschiedenen Sein Leben war der schw crig ien eines, äußerst lang und kämpfereich Jetzt ist sein na ben- durchfurchter Körper kalt und starr: der Recke harrt sehn- süchtig der feierlichen Bestattung. Friede seiner Asche! Marburg a. L., 16. November 1909. Die M. B. Germanm. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen unb ben Nachbarstaaten. Wie man uns aus Lich rnitteilt, würbe bie Musik bei ber Wenbunterhaltung bes Gesangverems Mann^:- auartett von ber Musikkapelle öiSgnv2uf> ausgeflihrt. — In Heibesheirn wurde bas 7 jährige M ä b ch e n Weibmaiiu von einem Automobil überfahren und |o schwer verletzt, " Der Schiklub Wintersport veranstaltet, rote aus dem Anzeigenteil erficht (ich, am Samstag und Sonntag seine erste Swifahrt über Schollen nach bem voherodskovf, wenn die Witlernna iiichl umschlagen sollte. Wie im vorigen Jahre erhalten neu hinzntreiende Mitglieder Unterricht nn echilauf und für die nächste Zeit ist außerdem ein großer Lehrkursus eme5 ansivartigen Aietsters vorgesehen, an dein alle Mitglieder ohne Entgeli tcunchmcit können. Es werden nicht mir die Aiisangsgilinde gelehrt, sondern alle Uebimqen durchgenommen und auch euriinge geiibt werden. Tas Gelände ist noch nicht bestimmt, wird aber ledenfallS in der Wabe des voherobvfoüfe5 sein. Tie Einzelheiten werden demnächst un Anzeigenteil bekannt gegeben. itf)rung von,Ton ein'ge szenische A.. 7'den. bQB - baci bQ§ ®nbe gtgen 11 nn. Man schreibt ß M Konkurrenz! 9ernsr *. Der Kamps, dn ? ten mrrgijch geführt trß Sieben abgebrochen yM, brstfte bei dm sst-W.-; t-echmk, Ter folgende.Sei Franzosen Louis le Ng amps des Hiesigen aber gleich die große lick ungeheure .'heft verj 4e§t mit verkehrtem Ilia item Bogen auf die glücklich fiel, daß es itdj f aufgeben mußte. Auf!e Okampf zwifkben §ritz tzj gespannt, hecht, der W vor Professor Begas andern Athleten ptoft hmt. lotel Grohherzog o veise versteigert unb bil lenöc Rubrik unseres tzten Versteigerung bli merei mit 159 800 fflt itelS, Gottlieb Rande der ZufchlaMikiutg. rk hrspothekarifch Wallt! utzfaÜen. Die ochm Inventar beträgt n Rusketier Kreutz, gen ben 9)lu8Mier fti ,nährend des Manöoect m§ niedergeslochen h°>,1 Um der Oeffenllichkeit *1 möglichen, wird davon nimer zu verhandeln, -a» chmsiveife mi OMl^S Freihan Heute Kubfleifch, Pfd. 30 Pfa Lampen Wärmflaschen Kohle nfiilier Kohlcnkasten • Ofen schirme »»et luim«' einem leiteten M. W" * i ^cb'W±' t übertragen nj«* j ion übergeben, I | "untet I jelbbetos «bl*OTsii I i«' "'£• fitetn*1« ’ «Bürgerin^" Mn, E ■ $30* * -it ber «gj Lrren nE-i»K Beim Rauchen. Es ist merkwürdig und gewiß den meisten Frauen unverständlich. daß so viele. Männer am Rauchen gefallen finden können. Und doch muß ein eigener Genuß darin liegen, den sogar manche Frau nicht gerne mehr missen möchte. Sei die Zigarre gut oder schlecht, so bleibt nach dem größeren oder kleineren Genüsse derselben im Munde und Rachen des Rauchers jedesmal ein unangenehmes kratzende^ Gefühl, das nur zu leicht sich festsetze.n und in hartnäckigen Rachenkatarrh ausarten kann. Diesen zu vei hüten, gibt es kein besseres und zugleich angenehmeres Mittel als gleich nach beendeter Zigarre, Zigarette oder Pfeife einige Wybert-Tahletten nn Munde langsam zergehen zu lassen. Sofort verschwindet die unangenehme Beigabe des Rauchens, der Mund und Atem werden wieder fnsch und angenehm. Jeder Raucher sollte daher W ybert-Tabletten beständig bei sich führen. Wybert-Tahletten können in allen Apotheken in Originalschachteln ä Mk.. 1— bezogen werden. Depot in Gießen: Pelikan-Apotheke. Kreuzplatz 2._______ss /1<> Die Veikäufer wundern sich jclbli, und es ist aber auch wirklich ganz unbegretslich, daß eS immer noch Leute gibt, welche für bas Pfund Palmin 70 Pfg. bezahlen, während sie genau dieselbe gute, reine Kokosbutter unter dem Namen „Vegetaline“ zu «5 Pfg. das Pfund unb bei größerer Abnahme noch billiger in fast allen besseren Geschäften erhalten können. — Hierbei kann also jebe Hcmssrau ohne den geringsten Nachteil sofort sparen, unb daS ist bei den jetzigen Zeiten doch gewiß sehr beachtenswert. — 6333 Der tL rbr"ch^ Mv 1= «iS Jlntarien s^^ :”S™"8bet«4ni” verhelfen haben, sagt herzlichen Dank D“L brr taubfrumme Votoe itnnienM. Wien Das Komitee. rm 60301 Wilk. Spriugmanns ^clialiHreitois Bahnhofstr. 58 Bahnhofstr. 58 Gießen Bin linier 6nnö ingtlu n (J0Q22) <*eififdirr t*e. R-** »Irfxiffmbtira 2 BerkaufSgeschäste TOinlnd e r.-: Radetnfotix • empfehle: röifrr 6ro< Paoon ausgeführt. IOW7 Handschuhe bern iCberbeficn). 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