Nv. 293 et1<6rtrd SgNS mit Wutnaßmf bei Ganntags. RebaPtwn, 6n>fbtrtoit «nl f) ruderet! 64t* ftraß» I ftipfötnon und Hering. e^> &L Siebathorue« 112. Xek-SlbuÜlnietgerCSJieBew Dtt ^Otetzen« Semtlienbiatter* »erben bem gflngeiger* »termal möchentlich betgelegt. bat „Kretsblaa M» Kreti Liehen- |roeimal »öcheninch. Dte ^Lauvwirtlchattliche» Leit- frogte* etfdjemen menaiiicb troeunaL ^EkS Blatt 159. Jahrgang Dienstag. 14 Dezember 1909 (Bicßciict Hnjeiger General-Anzeiger für Sberhefjen Deutscher Reichstag. 10. Sitzung. Montag, den 18. Dezember. Am Tische deS BundeSratS: v. Bethrnann Hollwe ond alle Staatssekretäre. auf ß Auf der Tagesordnung steht die Interpellation der Freisinnigen betreffend das Kalisyndikat. Präs. Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20 Min. _ Schleunige Anträge des Zentrums und der Sozialdemokraten ß I ü r°« ’n C n\9 -0I0Cn u ble 2wgg. Kirsch (Zentr.) und S t u ck I e n (Soz.) schwebender Strafverfahren für die Dauer der Tagung werden angenommen. , , . . ~ Staatssekretär Dr. Delbrück •^ra-9e ?»cS Präsidenten, dah er zur Beantwortung der Interpellation im Januar bereit sei. Die erste Lesung des Etat». (Vierter Tag.) Reichskanzler b. Bethmonn Hollweg; Von verschiedenen Seiten dieses Hohen Hauses ist im Laufe der bisherigen Etatsdebatt« auf Vorgänge in Elsaß. Lothringen hingewiesen worden, die in letzter Zeit die allge. meine Aufmerksamkeit auf sich gelenkt haben. Zuerst hat Frhr. v. Hertling den Gegenstand kurz berührt, ihm ist der Abg. Basser- mann gefolgt, und zuletzt hat am vorigen Sonnabend der Abg. Dr Hocsfel eingehende Ausführungen über den Gegenstand gemacht, die ich zu meinem lebhaften Bedauern nicht persönlich habe anhören können, die mir aber als besonders beachtenswert erschienen sind. Ich halte die politische Entwicklung in Elsaß. Lothringen und die Beurteilung ihres gegenwärtigen Stan, des für so wichtig, daß ich Sie um die Erlaubnis bitte, auch meine Anschauungen kurz darzulegen. Vorweg möchte auch ich feststellen, daß bei der Schilderung der Weißenburger Feier sowohl französischen als auch deutschen Blättern mancher- lei Uebcrtreibungen untergelaufen sind, den einen in der chau. vrnistischen Verwertung der Eindrücke von der Feier, den anderen 'm der Ausmalung des uns zugefügten nationalen Schadens. Zieht man auf beiden Seiten ab, was nach dem Urteil gewissenhafter Beobachter als Uebertreibung erscheint, so bleibt doch das eine bestehen, daß in die Weißenburger Totenfeier politische Momente hineingetragen worden sind, die ihr unter allen Umständen hätten fernbleibcn müssen. (Lebh. Zustimmung.) Wenn die elsaß-lothringische Regierung das Programm der Feier mit geringen Abänderungen genehmigt hatte, so ist sie dabei von der Anschauung ausgegangen, die ich vollkommen teile, daß die Ehrung tapferer, für ihr Vaterland gefallener Krieger, gleichviel welcher Nationalität unb gleichviel auf welchem Boden, eine B e- tätigung der Pietät ist, die nicht gehindert werden soll. (Beifall.) Dah dem Takte der Veranstalter der Feier ein gehn ff er Spielraum gelassen werden mußte, war nicht zu vermeiden. Aber ebenso läßt sich leider nicht bestreiten, daß dieser Takt nicht ausgereicht hat, um Unzulräglichkeiten bei der Veranstaltung fernzuhalten. Unzweifelhaft hat politischer Chauvinismus versucht, den Kultus der Toten feinen Zwecken dienstbar zu machen. (Sehr richtig und hört, hört!) Es ist Vorsorge dahin getroffen, daß derartige Ausschreitungen in der Zukunft nicht Wiederkehr e n. (Lebhafter Beifall.) "*• Die Unruhe, die durch die Weißenburger Feier hervorgerufen wurde, hat neue Nahrung empfangen durch den Vorgang von Mülhausen. Wenn aus dem zeitlichen Zusammenhang gefolgert worden ist, daß in Mülhausen die Stimmunh von Weißenburg fortklang, so hat die elsaß-lothringische Regierung durch ihr schnelles und energisches Eingreifen gezeigt, daß solche Herausforderungen in den Reichslanden nicht geduldet werden. (Bravo!) Menn ich das betone, füge ich allerdings sofort hinzu, daß ich es ablehne, von diesen Vorkornm- nissen allgemeine Rückschlüsse auf die Stimmung in Elsaß. Lothringen zu ziehen. (Sehr richtig!) Ich bin überzeugt, daß die große Mehrheit der elsaß-lothringischen Bevölkerung derartige Versuche zur Verhetzung als einen schädlichen Eingriff in ihr Verhältnis zur reichsländischen Regierung weit von sich abweist und als eine Gefährdung ihrer eigenen Interessen bitter empfindet. Kein Mensch in Deutschland denkt daran, den Elsaß. Lothringern die pietätvolle Erinnerung an die Vergangenheit zu verübeln. Es kommt nur darauf an, wie sich diese Gefühle betätigen, damit weder im Inland noch im Ausland eine B e - griffsverwirrung Platz greift Insonderheit geht es nicht an, die unter deutscher Herrschaft geborene Generation künst - l i ch zu Trägern von Erinnerungen zu machen, die nicht die ihrigen sind, sondern die einer vergangenen und verflossenen Periode der elsaß-lothringischen Geschichte angeboren. Das Reich wünscht und fördert auf jede mögliche Weise die Entwicklung der Reichslande nicht nur in materiellen Fragen, sondern auch auf dem Gebiete der Erweiterung politi- scher Selbständigkeit. Aber die Gewährung dieser Selbständigkeit erfordert im Interesse des ReichZganzen Garantien, die in erster Linie die Elsaß-Lothringer selbst ge- währen muffen. Die einfache Erfüllung der staatsbürgerlichen Pflichten, die sich von selbst versteht, genügt dazu nicht. Die Parole, die man immer häufiger und immer dringender hört: ..Elsaß-Lothringen den Elsaß-Lothringer n" hat etwas Bestechendes und etwas Berechtigtes, soweit sich da . her Gedanke kraftvoller Entwicklung des Landes auf d.. :>d° läge der StammeSart seiner Bewohner ausspricht. Jeder Schritt auf dem Wege der Verwirklichung dieses Gedankens wird aber erschwert, wenn sich eine Agitation breit macht, die c3 sich zur Aufgabe stellt, die ur - und kerndeutschen Elemente des VolkScharakterL zum Verkümmern, zum Absterben zu bringen zugunsten einer künstlichen, weder durch ethnographische, noch durch geschichtliche Beziehungen berechtigten V erweis chung des Landes. Und je unverhüllter sich diese Bestrebungen ans Licht wagen, umsomehr schwindet die Neigung, die verfassungsmäßigen Wünsche der Elsaß-Lothringer zu erfüllen. Besonders erschwert würde die Lage werden, wenn Elsaß- Lothringer reindeurscher Abstammung — und es gibt bereu eine große, große Zahl — derartigen Bestrebungen nicht nur keinen Widerstand entgegensetzen, sondern es als einen erlaubten, ich möchte sagen als einen vornehmen Sport betrachten, in irgend einer Form mit diesen Bestrebungen z u ko- ke t 1 i e re n. (Hört! hört!) Der Erfolg könnte nur der sein, daß die Schranke, die man künstlich zwischen Elsaß-Lothringertum und Deutschtum auf. richten will, sich zugleich als eine Schranke zwischen Elsaß- Lothringen und die Autonomie stellt. Ich möchte aber auf ber anderen Seite auch davor warnen, daß man jedes Hervortreten elsaß-lothringischer Wünsche als einen Akt der Auflehnung gegen den Reichsgedanken behandelt. TaS Festhalten der Elsaß-Lothringer an ihrer Eigenart ist, wie ich mir soeben zu sagen gestattete, etwas berechtigtes, und es wird den inneren Frieden des Landes fördern und die be- stehenden Gegensätze auSgleichen, wenn diese Eigenart auch von den Eingewanderten berücksichtigt und beachtet wird. (Sehr richtig!) In dieser Beziehung sind mir die Ausführungen deL Abg. Dr. Hoeffel besonders wertvoll gewesen, nicht nur wegen ihrer Cbjeftioiiä/ und starken Betonung des Reichs- gedankenS, sondern auch in Rücksicht auf die Person des Herrn Redners, der einer alt-elsässischen Familie an- hort und nuf das inmqitr mit ictm-m öcimatlanbe verwachsen ist. Je mehr man sich daran gewöhnt, hüben und drüben die Dinge unbefangen und frei von chauvinistischen Uebcrtreibungen anzusehen, um so eher wird Elsaß-Lothringen aufhören, der Schauplatz nationaler Streitigkeiten zu sein, und um so eher wird es gelingen, den Weg dafür frei zu machen, daß sich Elsaß-Lothringen seinem Wunsche gemäß als ein wert- volles Glied der deutschen Staatenfamilie betätigt. (Lebhafter Beifall.) Dbg. Schrader (Fr. Vg.): Den Anschauungen des Reichskanzlers über die Vorgänge in Elsaß-Lothringer' tonnen wir uns nur anschließen. Der Reichs- kanzler hat ot n eiiui Politik der Stct-gkeit gesprochen. Damit sind die Konservativen natürlich zufrieden, denn das ist ihre Politik. Gerade deshalb ist ja Fürst Bülow gestürzt worden, weil er eine Politik des Fortschritts wenigstens ver- sucht hat. Mit den Grundsätzen des neuen SchatzsekretärS Wermuth sind wir einverstanden. Aber er wird noch manchen Tropfen Wermuth schlucken müssen. (Heiterkeit) Die Ausgaben für Heer und Marine steigen fortwährend, und intolgeoeffen werden die Reichs-, die Staats- und Äommunalsteuern immer mehr und mehr erhöht. Es wird sich fragen, ob wir das auf die Dauer vertragen können, und ob nicht nur unsere Kultur» aufgaben darunter leiben. Es ist der ernste Wille, größere Sparsamkeit zu betätigen, unbedingt erforderlich, und diesen Willen haben wir. (Zust'mmung I'nks.) Wir wünschen, baß bie Eröffnung des Reichstages hier tm Hause stattfindet, und daß die Feier eine Feier des Reichstages ist. (Beifall links.). Dbg. Gans Edler zu Puttitz (Kons.): Ich möchte zunächst Verwahrung einlegen gegen eine Aende- rung, die am Freitag seitens des Abg. Scheibemann gefallen ist. Er hat nach dem stenographischen Bericht gesagt' „Sie kennen die preußische Geschichte gut genug, um zu wissen, daß der Wortbruch eine der erhabensten Traditionen der Hohenzollern ist". Ich lege hiermit dagegen Verwabrnng ein und halte es für schmachvoll, daß im deutschen Reichstage derartiges gesagt werden kann. (Stürmischer Beifall rechts, Gelächter der Soz.) Es muß verhindert werden, daß derartige strafbare MajestätLbeleidi- gungen hier ausgesprochen werden können. (Lebhafte Zustimmung bei den bürgerlichen Parteien, lärmende Zurufe der Soz., SebeboLr ruft: Daö ist historische Wahrheit! Stürmische Pfui- Rufe rechts, auf die bie Soz. wiebcr mit lärmenden Zurufen antworten. Der Präsident schafft mit der Glocke Ruhe.) Die vreutzi- scheu Könige sind mit dem preußischen Volle so eng verbunden, daß Sie mit Ihrem Terroismus nicht biircbTommen werden. (Bei- fall rechts. Gelächter der Soz.) Ich will mich weiter darauf nicht einlaffen, hier barzulegen, was unser Volk seinen Königen zu verdanken hat. Sie werden es am besten wissen, wie viel hundert- tausende von Arbeitern ihr Brot im Lande nur deshalb finden, weil die preußischen .Könige rastlos für das Wohl des Volkes gearbeitet haben (Lebhafter Beifall rechts.) Sie aber mißachten die Geschickte, weil es in Ihrem Interesse liegt, sie zu verackten, weil Sie von den Mäckteii ber Geschickte nichts wissen wollen. Es ist bedauerlich, daß eine so maßlose Agitation gegen die Steuern im Lande getrieben wird. (Zustimmung rechts.) Wenn behauptet wirb, baß bie Steuern, die als Ersatz ber Erbschaftssteuer beschlossen wurden, ben Mittelstand Helasten, so ist das unrichtig. Wir hoffen, das; ber Ertrag der Steuern ausreicken wirb zur notwendigen Erhöhung der Veteranenbeihilfe. Sehr bedenklich erscheint eS uns. daß man sich im Reichstag immer mehr um Angelegenheiten ber Einzelstaaten kümmert. Es ist eine An- maßuna, wenn sich Angehörige anderer Staaten in die Fragen eines Bundesstaates einmiscken, wie c3 bei b<*r Frage der Reform des preußischen Wahlrechtes der Fall ist. Daran ändert auch das „Berliner Tageblatt" nichts. Den Wunsch nach Anbahnung einer parlamentarische Regierung in Deutschland können wir nickt teilen. Tie E fahrung in den romanischen Ländern läßt dies durckauS ni'r-' als erstrebenswert ersckes»en. Die Kluft, die uns von der Sozialdemokratie trennt, läßt sich nie überbrücken. Wenn die Sozialdemokraten einmal soweit kämen, daß sie bestimmenden Einfluß auf die Staatsgeschäfte gewinnen, dann wäre c3 mit der deutschen Kultur zu Ende. (Lebhafte Zustimmung rechts.) Die politische Freiheit wäre am ersten Tage einer sozialdemokratischen Regierung verloren. Die Großblockidee hat ganz wesentlich zur Förderung der Sozialdemokratie beigetragen. Wir Konservativen wollen den Fortschritt. -Heiterkeit links.) Sie sollten doch anerkennen, was wir im letzten Jahrhundert erreicht haben. (Abg. Frank (Soz.) ruft: Aber nicht durch Sie!) Wir wollen den Fortschritt aufbauen auf der Grundlage deS geschichtlich Gewordenen. Wir erkennen an, daß ber Liberalismus im Laufe der Jahrhunderte große Aufgaben erfüllt hat. (Hört! hört! links.) Wir gesteben auch zu, daß er heute in ber Tat ein Faktor geworden ist. ber nicht ausgeschaltet werben kann. (Lebhaftes Hört! hört! links.) Wir verlangen aber Gleichberechtigung. (Zustimmung rechts!) Diese haben sie bisher uns noch nickt gewöbrt. Lesen Sie nur die liberalen Blätter, das „Berliner Tageblatt" und andere, dort wird uns die politische Gleichberechtigung nickt zugestanden, sondern es wird immer gefordert, daß endlich die Reaktion fortgefegt werden möge. Jedenfalls sind wir bereit, mit allen bürgerlichen Parteien zu arbeiten und auch den Liberalismus als einen Faktor zu betrachten, den wir achten wollen. (Hört! bört!) In gemeinsamer Arbeit wollen wir mit ihm das zu erreichen suchen, was zum Segen des Vaterlandes dient. Konservative und Liberale haben im Verlaufe der letzten Session zum Wohl des deutschen Volkes zuiammengewirkt. Eine konservative Parteiregierung hat es nickt gegeben. Wenn Sie aber behaupten, daß die erreichten Fort- schritte unter einer solchen Parteiregierung gemacht worden sind, dann akzeptieren wir das. (Sehr gut! recktS.) Wir »vollen e,n Zusammenarbeiten aller Parteien. Vergessen Sie auch bei der jetzigen Verbitterung nicht, daß wir gemeinsam mehr erreichen können, als bei gegenseitiger Verhetzung. (Beifall.) Dbg. Dr. Frank (Soz.): Die Beziehungen des AdelsgeschlechlS der Gänse Herren zu Putlitz zum Hause Hohenzollern waren nicht immer so ircundlich. (Heiterkeit links.) In den Zeiten der QuiyowS, als die Hohenzollern nach Brandenburg tarnen, bestand die Neigung, den jungen Herrn Joachim aufzuhängen. (Heiterkeit und Hört, dort! links.) Wenn ber Reichskanzler über bie auswärtige Politik sich so wenig ausspricht, weil er sich noch a l ö Lehrling fühlt, so haben wir gegen biese Selvsteinschätzung nichts einzuwenden. Wir hätten aber gern gehört, wann und China Kiaulschou abnimmt (Unruhe und Gelochter rcchkS) unb uns baß Geld herauügibt, daS wir da hineingesteckt haben. Auch gern etwas von den Garantien für die Rechte des Volkes, die Fürst Bülow von seinen Herren in den Novembertagen errungen haben soll Auf daS preußische Wahlrecht ist der Reichskanzler nicht eingegangen. Er hat nur die früheren Könige Preußens verteidigt, den gegenwärtigen nicht; ob dieser sein Wort halten wird? Wir werben in der WahlrcchtSfrage wieder sehen, daß der Wille der Junker stärker ist als der Wille deS Königs. Der Reichskanzler sprach von dem nebelhaften Zwang zum Schaffen. Ins Preußische übersetzt, heißt daS: Unter dem Zwange der Junker schassen die Bureaukraten für die Junker. Redner sucht den Großblock in Baden zu v erleid igen. Herr v. Hertling drohte mit einer Konsolidation des Zentrums nach rechts. Ich verstehe das nicht ganz. DaS Zentrum kann sich doch mit der Rechten nicht mehr enger konsolidieren. Er hat wohl an die Polen gedacht, mc au den Konservativen in ein engeres Verhältnis treten sollen Aehnlich wie Lasiallc ben Arbeitern, sollte man jetzt dem Liberalismus zurufen: Ihr Utl. glück ist Ihre verdammte politische Bedürfnislosigkeit; wenn Sie mehr Willen zur Macht hätten, wären Sie schon lange hinübervoltigiert in den Ministersessel. Als Herr Groeber alle bürgerlichen Parteien zum Bündnis gegen uns aufrief, sagte ich im stillen: Mensch, wie hast Du Dich verändert! Im Jahre 1907 nach ben Blockwahlen verlas ein Zentrumsabgeordneter eine Stelle aus dem „Offervatore Romano": „Kein Katholik kann einem Sozialdemokraten feine Stimme geben, es sei denn, um den glauoenSfeindlichen, in eine wohlmeinende Maste gehüllten Liberalismus zu beseitigen." (Hört! Hört!) Es sei ein Stuck politi sck er Heuchelei, wenn man daraus dem Zentrum einen Vorwurf machen wolle. Der Zentrumsabgeordnete damals hieß Groeber. (Heiterkeit unb .Hört! Hört!) Wenn ick jetzt Groeber wäre — als ich bin (große Heiterkeit), bann würde ick vielleicht auch von einem Stück politischer Heuchelei sprechen; aber ich konstatiere nur, daß der Abg. Groeber der veränderten politischen Situation seine Ueberzeugung prompt angepaht bat. Herr Groeber hätte doch auch daL bayerische Land» tagswahlbünonis erwähnen sollen, daS ^abgeschlossen ist an einem Orte, der Ihnen heilig ist, im Dorn zu Speyer. (Gcotzer Lärm im Zentrum), in nächster Nähe der römisch-deutschen fiaiier. (Lärm im Zentrum.) Jetzt ist daS Zentrum vornehm geworden unb will sich an sehr hohen Stellen wieber einmal in Empfehlung bringen, anpreisen als Wall und Damm gegen die an- sckwellev.de rote Flut. Tas ist die wichtigste Bedeutung der Wahl in Baden, daß es die erste große Niederlage des Zentrums in Deutschland war. Weil Sie wissen, daß die Reihen Ihrer Anhänger inS Danken kommen, deswegen jetzt dieser Frontangriff gegen die Sozialdemokraten. Eine konfessio- nelle Partei will das Zentrum nicht sein; nnn gut, wir halten da-S Zentrum für eine politische konservative Junkerpartei unter klerikaler Führung., Es ist nur au5 b-r Sehnsucht nach einem neuen Kulturkampf zu erklären, wenn bad Zentrum wie früher sich wieber solidarisch erklärt hat mit dem KlerikalismuS aller Länder. Die internationale Solidarität des Klerikalismus wird Von keiner klerikalen Partei der Welt so treu gehalten wie von dem deutschen Zentrum Es hat einmal ein sehr einflußreicher konservativer Graf an ben Chef ber Reichskanzlei einen Brief geschrieben, worin cs heißt: Graf Pückler unb ich haben Heybebranb bahin bearbeiten müssen, baß baS Zentrum unter allen Umständen ausgeschlossen werben muß. Der Herr Gras, der diesen Bries geschrieben hat, das war Graf Udo von Stolberg, der heute durch die bergeibenbe Milbe des Zentrums auf bem Präsidentenstuhl des Reichstages sitzt. (Große Heiterkeit.) Ter Abg. Gröber hat sich hier verabschiedet mit ben Worten: Adieu, meine Herren! Nun, das deutsche Volk wird Ihnen nicht als Abschied, sondern als Kampfruf zurufen: Adieu, meine Herren! (Lebhafter Beifall und Heiterkeit links, Lachen im Zentrum unb rechts: Adieu, Herr Frank.) Abg. Fehreubach (Zentr.): Die Sozialdemokraten waren früher besser vertreten, als Bebel sprach. Da gab es Donner und Blitz. Es schlug auch ein. unb manche junge Saat wurde zerstört Es war auch wirklich eine Luftreinigung manchmal nötig. Tie Beredsamkeit des Herrn Frank erwächst aber nur in einer dumpfen Augustnackt, wo schwerwiegende Gerüche aufsteigen. (Heiterkeit.) ceine Rede war eine sorgfältige Zusammenstellung poh Bosheiten. In Baden haben wir einen erfolgreichen Kampf gegen den Nationalliberalismus gekämpft, der dort besonders gewalttätig und kulturkämpferisch ist. Seine Tätigkeit in Verwaltung unb Rechtsprechung haben wir bekämpft. Wir waren trotzdem zu einer Einigung aller bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokraten bereit. Wir hätten selbst für die Nationalliberalen in der Stickw-ahl gestimmt, aber Pon dieser Seite wurden wir in einer Weise bekämpft, daß das unmöglich gemacht wurde. Liberale unb Sozialdemokraten haben sich zu einer Kulturgemeinschaft, zu einer Parteigeschloffenheit zusammengefunden. Mit dieser Mehrbeit ist dos Zentrum in Baden vom Präsidium ausgeschlossen worden. (Zuruf: Und Sie sind ums Amt gekommen! Heiterkeit.) 2Carum wurde Herr Frank nicht Präsident, da die Sozialdemokraten •a stärker sind als die Nationalliberalen? (Heiterkeit.) Herr Frank überschüttert aber als schlauer Dirigent die National- liberalen mit Gnadenbeweisen, bis sie noch mehr Sitze verloren hoben. Ist e? erst soweit, dann wird es mit der sozialdemokrati, i'dxn Freundlichkeit schon aufhören. Im Scklecktmachen der Finanzreform haben die Nationalliberalen ben Sozialdemokraten den Rang abgelaufen. Wir sind in Vaden nickt von der Regierung verwöhnt. Wir dürfen uns nicht sckwach zeigen, sonst bildet man sick ein uns meistern zu können. Aber die Negierung batte die Pflicht, der Verhetzung der Linken entgegenzutreten, denn die Finanzreform war nickt nur eine Sache des Reichstags, sondern auch 1 3 Bundesrats. Gewiß ist eine Stoniolibation der staats- erhallenden Vattei-n notwendig. tr'r smd ab-r anch ein? te» der Freiheit, (freitctfr.t litt!» Für st- sind m.r seit Jahrzehnten dnc rtretor. <5tcili3t, i't eine blutige Xerhäbnung. Ur. einem bessere nWa bl recht in Xreufcen hat da» ganze Reich ein Jn!eccs>c (Sehr t;d l-1! links.» T.nn wenn weitere Urciie dc^ . .:tt^lftande» du'ch ein bta chhoreS Wahlrecht meyr politische» Interesse bekommen, bann w>rd auch die Politik de» Re ch:» tre h .t'.'cher werden. Daher hol-cn auch wir tRidupreunen ein Recht, hierbei mitzureden Selbst em konsertxitioer Mann i-e der boveri'che Ihron-o'ger tritt für die allgemeine, direkte toabl ein. Durch eine raffinierte Cppo- sition hat es oas Zentrum c ibin gebracht daß unsere Verlassung». anträge noch nicht erleb nt find. < frört! bett! link» ) Tie Herren vom Zentrum beschweren sich über scharfe tTngrifre und [djrcirn: 9iadiL-aiin (hier gläsck ckenl ^Heiterkeit ) T-.i.-ei erging sich die ZentrumSvrene in den schlimmst'-n B-schimpsungen. Leibst der katholische ÄuguftinuS-Derein bat die klerikale Presse a ige- fleht, sich doch eine» anständigeren Tone» zu befleißigen. ffröct! Härt! link») Cf in Zeil ter ZentrumSpresse hat gelogen, dap nicht hlos-, die Ballen, sondern auch die Druckmaschinen sich bogen. (Heiterkeit.) Mit den Broschüren der ZenlrumSschriflsteller wie Erzberger usw. war es nicht diel besser. Sie --.xV. - en raffinierte G e s ch i ch t» k li t t e r u n g e n. (LeL-hasler Protest de» Lbg. Erzberger.) Vizepräsident Erbprinz zu Hohenlohe: Sie dürfen von Mitgliedern des frav'zt mc't sagen, heft sie raffinierte Geschicht»klitterungen verfahr haben, (idt .‘u. im Zcn.rum.) «bg. Dr. Müller-Meiningen (fortfahrend): E» wurde von feiten de» Zentrum» gclcg-1», wie noch ni: zu« vor. Sogar der Vrofei sor Mo r 1 f n Spahn - cii»ub dagegen Prol.jt. Er nai^ilc die Suueui roh uub uttbiaiidj» Aus dem lilerarischen Nachlaß lluöolj von vcnnigfenr. Rudolf v. Bennigsens hinterlassene Aufzeichnung,en sind jetzt in zwei stattlichen Banden miß der Hand des Professors Hermann Lucken der Leffentlichleit übergeben worden. (Deutsche Aerlagßanstalt in Stuttgart.) Wir entnehmen dem interessanten Werke einige interessante Briese miß den erneu Jahren der Reg,erungsze>t unseres Haifcrß, als der Bruch mit Bismarck vorbereitet wurde. In einem Briefe Bennigsens an i’liqucl heitzt eß: Marienl>ad. 30. August 1888. Bismarck, welcher mich unmittelbar nach der Abreise des Kaisers uun Zriedria/Srul) zu einer Bcimcdfung über mneie An. gi.legend« iten eingclabcn Halle, übcrraichle mich, als ich vier Tage spater — wogen Operation eines Blittgesch.vurS — hinlommen tonnte, durch die Ecoiinung, der Skalier haoc den bcitininiien Wunsch, und ztvar aus eigener Initiative ohne die ge r t n g >le A n r f ii u n ft seinerseits gcau^rt, einen iKaiiunaUibeialen und speziell und, zum Oberpräsidenlcn von Han. nvver zu inadien. lieber Motive und Avuchlen des Kaisers: fiarlc Berilinunung über das '2lUitreten Ziauu-l-aublS uuO Der d« liemhinierDaiiDcn, insbesondere den erneuerten Bersuch, uns । konservatwe Kandidaten entgegen zustcileu, Wunjc eine» Zuiamrncngchcns der ruhigen konservativen und liberalen mündlich. x\d) erroibeitc Bismarck, Dai; ich meine »evige Stellung eines Oberprajidenten vereinbar lei, und schlug ihm vor. der Kaiser möge, iwiut er einen 'JUtiviuuiuxtaleii zuui haiuiovcrick^u Uteipra»identen machen wolle, Dich nehmen, der Du ein ganz hervvrra'.ienDer Benvaltungseeamtei seiest und mit den baniw- »vridicn veibilmiiien aus Deinen srüheren Stellungen sehr ver^ traut. Al.» BiSmarck nur daraui erwiderte. Du habest doch leine 1 o grosc 'Jlutanuit in der Provinz .»annover aL ich in meuter bisherigen Stellung, auch habe nun einmal der Kaiser gerade aui mich sein Augenmerk gerichtet, und wir noch eine Weile über die Sache hin unb hei geredet hatten, erbat ich mir Bedenkzeit dis zum nächsten Vormittag. Am folgenden Morgen haoe ich dann erklärt, olnvohl mir meine ,etzigc Stellung fchr lieb sei, ich auch — trov- Bismarcks '.'Icnherungen am Tage zuvor — wegen einer dauernden Verein. Tätigkeit im Rechtslage Zweifel h.gc, so glauoe ich doch den aus so crireulidyn politischen '.‘Jlotuwi und Abiiducn, welch.- weit Uber meine Verson bmauö- gehen., hcrvorgegangeiieil bciumniten Wünjct>en des luttgen Herr- Id .v ninit oitgegcmrctcn zu dunen. Tic Mitteilung uvcr meine criolgte trrnnuunig zum Cberpraiibenten erhalt ich gestern avend glcidxieitid durch em Telegramm Bismarcks und durch ein sehr gnädiges, von S) anno Der nur nachtelegrapmerteS Telegramm des Kaisers. Inzwischen hatte sich daß Verhältnis zwischen Bißmarck unb dem Kaiser verschlechten unb bic Katanrophe stand, als die folgenden Bnefe gewechielt wurden, unmittelbar bevor. Wtiquel schreibt an Bennigsen: ("an, vertraulich F r a n f f u r t, SRitte fabnior 1890. Ich habe nach erheblichem Schwanken den Oberprchid.nlLn der Rheinp.ovinz a».utiibnL viitjiG^ 'jaoiw: die Partei ujw ihre uipuiarv Stellung gerade icvt bei der bcrridxtuxii Krius uns der Linlßslr«. mutig Lern Kaiser habe itb diese» Du-tio perwnlich entw.ckeil. eu war m.r ici-c leib, datz ich m.ch mit n.eaianb be. sprechen konnte, namentlich Nicht mit Dir. Abgemacht. Tie Zu- staude iniD zwilchen den beide» ganz unhattoar unb müssen halb brechen. Tu Minister aui der Seite Höchsten, aber zwischen zwei feuern, an Dcryvei.elt und vvUig rat.v*. Ter Höchste bewahrt i ich nach allen Richtungen. Beitnigsen an Miquel: Hannover. 18. Februar 1890 Am 26. werde ich jum Staatsrat nickst chmmen. Meine frühere (.'rnennung gilt a.s aU'idxn. 2ci, Du den Cberprm. ber.tcn int Rdeitllanb au.gcschlagcn hast, halte ich nicht für richtig. Cdientlicb wurde durch Deine Ernennung Dtc ’Xctfluag des Kauers, auch mit liberalen zu Dertuaiun, ivn tu.; :m bviuuigt feil Auch find t.oh der ixu:ijen Stvniuiwn Änzeuocn für crn.ti baldig«! UtnrUag ins 'Jieattwnäw nicht vor banden. Stn bi exverimcnt. gcm m .tut Kvi-servative und v>.ninim. ist ■ . i unb Tcuticdiand ledensg-iLhrlich. Ixut<...cge mehr al» jemals. Tabin tann der Kur,ec r. .. >.n. natu uavtat -rangt iueri n. weilli andere mvgüchc Kumvinalurnen gtuuubt bauen ode. gar keine Akegierur.g»mediheit rocuer ctqcxn 'ollt.ii. CS tat Di r* lebe le b, . ultaj txir r. nct A. .c.u nickst mehr nta Ttr im Kaiser ha' eiien Wunen. 3<- txir gerat 1 . stur* a bei B.^marck — st. ...... e n . lut) Laut sich batuix. ni o.e» fa, i. Lang* Haiti icn ww-X Marke auf der Sohle tähsthuhe Pefenbuto« r Sfr stnb c!*err tf6rbart bet beieugt. bok- da» Sahle*kommen tn München rvohnwihtgen rel gicsen ^aratilm n ncmci von rCcn Pari^ien. akzeptiert würden. ■ wellen, der nn» wo dann verurteilen S- n wellten. ft>Q. kbl» unb »eil e» tinkS £m'e» Hali v' ctp. hosSafsäten, i,:e sie sich i e3en Her- Solange ud-rt E Le trum keine llen 3n’; n ve rder ist. fLcbhaf Gott! Heiterkeit.) Mcn e Partei ans dem Stan^p'.'nkt baft n-ibt» f'r1 "fiter weil wir b.e Ho! te» btt Aeick» r, eine für die 'bte 3 t n an rnacht hätten • t*’ c-mjt •an lurl» ) schweren, r» k nn ?■ konfefiiat'clle Porte -u ! en; forjen Sie dafür, t rr.nüffeiei ein (int* cemtM wird. iZte ter abscheulici rn S3c ba v-et notdetung.-n an Sie zu stellen, dir Pcr.'- . betartungm sind tatsächlich eine indirekte Bcfteuetung de» PM *• -o taten Sic Ihr *55o:t gegen über den L- hlern gt- holten! «IS frtrr (Hrcber dem Fürst?» 'S ul an» den esrlSlr.tt der» \ mit Vi'.tanc'r-e dc» Zen ruwS. sicher!ich "'err ’.r6r!?aTt hat bezeugt, dai; bal T.'ablalkommen tn Mürichm D-nn Sie den kon'cssionellen ^rieben haben > ta.'chloren ift In l'-zug auf die Pfbrerfcefd'ung fcbimpfen bi: i^rbcftig im Deulicben Retebe notwendig ift. | innnipen auf die Junket; wenn sie aber tn Berlin fo Sinbeln • mit urS d c ’Jcuoerungen eine» pcrnbc’-: I krnncn, ^le sie immer geredet haben, io laüen sie e» (Seht tich. I tig! rcA15.) Tom SkaotSsekretar des Aeutzern möchte t<6 er» , - 7'ren. ob IM SRamir8mawnfl'nb:?ot bruf* « ^-rilol b-t M- r. f :.’ ^Lei.'all I nli.) uert, dür'c.i Sie hu plat’cen, bau Ta» . r, c) S:ht 04:13! link 3utn. ui3 vetr 'sr*.oer oem grutju-n i’uioiv un u »u» letzte, .ft Jlurft P'ilow unter den gröhten Ehren von btm, Cber» bauet der katholischen Chriftenh. ir empranatn worden, flärm im Zeni'um > '33tiium bring n Sie t-nn er'ort da» Märchen über a» Bündni» der boneiifcben Liberalen mit den Sozialdemokraten? Tat. 1 Beifall im Zentrum und recht») Tie Wahrheit ift i» q.im9fe um hie Finouzreform von den Liberalen in der fdmäb* ften Seife verletz: worden Brcktfsor Marti» Srohn Hal den Be. nd>t t der ferne Mükhe'mer «n -ennta fofart r-ch'.iggcstellt; da» fabt Tr. Mu2er.Metn nzen nick t W'r Halen dir B rannt« wein'teuer reformiert lLachrn link» . auf e'.ne ge« funde ?aü» gestellt (Te^aH recht»! unb w^r frrWmmer fetz: vo» unteren n ürttcw.le:3ifche» Kleinbrennern fortgesdtzt Tank« fchrriben. Mit det Behauvkung. der Scheckstempel w^tbe Bei den Sparkassen und auch den Tarkedi »kaffen erbeben, krebste» t;e Ü ’- tflJen in Burttemi etg tröbr.-nb der ganzen D'bl. Nu». l.'2!!".:'.ngen gr-eigl Laben, stzrenk ü . -r univiik'. ,c-x ' ■n’.iucnJ. fSekr ru •• t! l ks.) ?.ic±en iCf'cfet Dom Minister bi» zum die ' " tiiciiung“ bat gefr"t: T v..m -xen des S eich'* unb Lir : ■ . !". sch! '"cn Sie sch n . m Sir hoben sie g leren. fein » flnf b:m 3enirnn zusammen, n l'.-Trr-r-.'n. LL 1 re'**. btt Mf ">cc nicht unb tnu c» mit bem andren Bcr,'werl»jhnd..at bestem ist €tooMre?rrtär be» Leu Hern v. e*ee» n:trn*! noch einmal da» Dort zur Marokko «ngeleg-nhekt. Er I .. eist L-e Prbouptung etne» Berliner Blatte» zurück, wonach er । sich Jnstruktwnen über ba». wo» er hier zu sagen tofvsn e-em . :r;ietcr eine» fr rrben Lande» habe erteilen lasten. Ta» r-äre I n<7r :»u VakerfandSverrat Dgmil ist die erste Lesung bei Stal» beendet. Morgen 1t llbr: Nachtragsetat». 3 : Q 7*6 l!. -. en rum ift eine Mißbildung 5 a Meine Herren von d:r bor. kHrri? fSrl! Vxr’t't Tie Talenfieuer bezeichnete et aN k'nks.) plump unb ung;1 i iregreich üderwmi Dr. Tat:» । Scz.) ruft: Irin rette» Eöl » cheni d:.tct«| !<’» ,i£fl erisch« Ba::rland' erkläre 'cgar. ba» Zentrum um da» Üinirngct.cht eine» kanerl.- n Händedtuck» die ce» Balke» p-.!o»’L fHärt! bört! £int».> an bet ganzen . .ung ift da» Zentrum bcupt|ä»ta' Auflösung heiftt e» nämlich vber die Siebe»gobe: .Ta» ntrum k*t erklärt. MM e» mA: einen Pfennig an neuen 1 Ta» Zentrum ist 10 Iahte lang m:t der Sozialdemokratie durch .... _ _ ___v T«ck und Tui.n gegangen. (Zuruf im Zentrum: Lch Du lieber beute m der Budgetken»Mission hot der vertretet de» Re.*»f*e>« - - 1 ,-mi8 Zweifels rei erklärt. Lotz reex c : **e i einer Spot« •aff* noch bei einer Darlehn»krs^e bet Scheck« stempel in Trage kommen kann Ur r Kölner Stadt« 1 ra'»sieg u»'w. sprich: nicht gerade dafür, datz c» 1. r dem Zrutrum cbtvörfl gebt. Tie Pdantoste vom Tom zu Srefri la «Ira Sie endlich weg*. nicht mehr'.'Tie Ma^t bebieite er rttlich gern, giaubt auch m t vollem Reast. in oct grar n Politik Tzui'd/.an4)3 noch grotze Ttenitc leisten zu können wie kein anderer. Äber mit guten lilamcrc.i uhd auf die Tau.i Dem jungen, l>un bcrechtujiiin S<.DUgciuhl und *ateni;raiio besc:tt>.n Ka.jer ein genügend ir^ics Feld grutzeecr Tät.gieu »u uucriaiicn, lu-eut: ovaj contra naturam ^u fein. k.>iciot iX)d) fe.vlt cei einer vjniiano.gcn Schee- bang zwilchen dem Vieich uiw Prcutzen lur oen Kauziec, was ich inSi-eionDe^c wegen der Zutun,t lur usltttid) »ehr ge.uhrUch halte, immer noch die für Den alten selbstherrlichen Kanzler mit fernem h. iw lisch entwickelten Schivrrgew cpi kaum lange durchiuhrbarc Uuigabe, dem jungen HerriOn-c ma,t lunuxibreitD als Last und '1'iCRtoi -u ecidjeinen.--- Um iiuciejiaiiteß Stnnmnnqßbild auß jener Zeit gibt auch em Bericht beß Veclccterß Der ,flöln. Ztg.^, Dr. Zijchcr, an Bennigicn, vom 19. Februar 1890: „Eine längere Unterreoung, Die ich gestern mit dem Jilrft» reichekan'lec gehabt l-atte, Idy e-3 nm uiijnaiicibait erschauen, oatz ein tiejev 'Ji 1 u zwilchen 1 h m und Seiner a - j«|t d t cingctretcn ist. Ec criiar:.', ba^ er oaJ Bcrlrauen Seiner Utaitfliii Deiwren, dast Seine '.'Jiaienät sich nur van Un» berufenen raten lasse, nicht aber von ixm dazu berufenen, ieinen Ministern. kLi, Seme Majestät, könne nur ge« ho r 1 a mc M i n l u e r gebrauchen. Liniiere, uhü dazu rönne nch der Kürst nicht l-ergcäen. ES handle jia> nicht i>ä)U um bte Ebene beimoc uno die ibn nur zu cmem '.'lebe.terjivang^gcicö, zur Berh.nderung der Arbeiter am Veroieucn, fuhren iveroe. ES handle sich vic.mehr um Die ganze Steilung tko Kaisers zu leinen Sratgebcrn. Er, oumard. iei lür Reibungen zu all, uhd er muiie jetzt von 1 einen '.'1 cuttern »urürfrrrkn. Er habe ur- iprungUd) am Tage der Lftchi zuracktreten rouiien, um ciejc nicht zu Itbren. 'Jlocr er i,aac lebt Dem Malier zug. agt, datz er noaj Die Reichstags Erofiuung mttmachen und inSuewnderc dabei für Oie tieuut l'idilarfort>eruiujen einir.ien wolle. Tann aber werd. im Tienft ichen. Zch habe das Meumigialtigste versucht, um Seine TutdMaudjt van Diejem iSedant.n avzuuringen Älver je mehr Einivcndungen ich erhob, um k> meyt iah ich, wie sehr er sic» idjüii alle kruijedragen zurechtgeiegt bat uno nne verbittert er vor allem ist. Er hakte fich eme ganze Haftamanlla gegen sich Eunfumcrt, Die vm6Pcter, ochsttniulicr, Heyden, bte 'Zdebicker unb Lohmann sollten freu sichen Uinjluu anviiben! uno.; ich juhre bieie Einzelheiten an, bam.t Euer Exzellenz danach um io bener die jetzige ctinimnng zu erkennen e.cmugctt. Luch Geheimrat vun 'JiDttenbuig glaubt^ an erneu baldigen Abgang unb rüstet sich zu gleichein. Ler^Kürst bat sich ivgar — idql- mir freilich nur unter Itiengstem -saiuamHujen venaxen worden ist — jetne CanCMvirtjcbart. — Vogel-berger Zuchtvieohole» Man schreibt un»: Zur fHidftiaiieUung einer fai cheu Tluieiiung über unsere Vogel». aeiiellt, Daß Die Zuchtiiü'e zu Homberg unb ttlcbenroö s. Zc. nidit auigclölt wurden, weil ucuagien, fondern weil de»en Wenger Die vanewiriicua t enri "if.i ober oermauen ernschränkien, datz die Hattiiiig be» öorgeicöiiei'cnen Vieybeirande» mcvt mehr moqlidi ivar. stau begnugie sich nunmeur nm Den beiden Ziiauyo'en zu Zioiefalteii uuO Biiigniüiile, zumal die bei Ernchiung eer ZiicvUio'e ucroigte 'JinigaDe Der tbieOcruetfieUuiig de» Vogel»e>erger Vieh fdjlagt» z»»r Ziifnedeiiyert geion war. <' anz rmiinüid) i|t d«e L». iiatfine Ce» Umknöer», bau e» nm den beiden Zuriuno en au»ama wie beim Vouibetger Sanetzen, dem. die tfcin uorunq eine» geregelten intensiven l.etDeienteieß und iitiihrUuuqi von eiui.en ßUnleuiinbeni zweck» wattier und ichneUerec Vtrdeiftrung de» Vogtlodeiger Rinde* bewenen *ur Weinige, datz man gerade neuer- Ding» ganz btfouDec» bemüht t|i, die Zuchihote zu Hoa-zuchien aui* zngeualien. tiUrtic. (Zn einem Teil Der Äuflage wiederholt.) ie. nrammri e. xn., 1 . Te» iCr i.-Acicgu De» „O'tei. ‘Jlnj.") 2«muitiK '.ioiietiiuqeji Der ifi.ngen otucbtintitfirretir: bieia stan'a uu.iaa—vauu, Roggen (tneiiger) Mk. lvchv -1» Mk. lb.66 •^r e iteiifiauen iMt. KLLv—17.(X), wtriit ranke« tk>her Ried Mk. l«.oo—17L0. Kleie L»k. 00.-1C, Rog, ennitül u Jf. 25.UO- LCnautü. . .f. VA 00—22^1'. ixyeuhe < JL.L iu. 5 . i» 'l'.L 10*4). it-heivcvale‘-'4. tM.Oo—cO.vzj, i,og,,enkttle . la^o . . ll.uk t>dl|ltiuic -it. Oauv—Ou. u, tiienieper lü.75— 1x25. .He» per iw Kg. av i.er. te. ^lautfuri a. i>*. v 1 c b b a r (t b e r 1 ct t 00 t 13. 2< . Lun» e. : Cä)|ta 4-41, Mcn 4J. Kühe IvO'X l'.iaCcr Ibod^ Kalber 4-5, c q‘c 4^", Schau«. . 14*2, Ziegen Ol Durch« Vrei» 43—48 79—63 00 87-42 73-78 00 84—35 64-69 00 88—40 35-40 69-75 09 32-37 65-67 00 00 45-60 86-4U 43-48 70-72 80-32 CO 60-66 _’3 00 Zcbcubneivicht. . 69.50-61.00 76—00 sjeitschivetue über 3 Ztur. Lebendgeiv. f»v.vo-6u.M) 70—77 00 00 00 UO 73-83 65-73 00 oo 00 24—31 20-23 19—kJ 00 uO 00 00 fileijctiifle cdjiDcmc Lauen..... 65-68 60—62 . . 67.50-00.00 74—76 . 60.00- 53 00 66 - 70 CO UP Tendenz: Lchieu gut, bene Ware gesucht. atiSverlauft. Ka.Ser mitielmavig; Schafe und Schweme gut, geräumt. Ochsen. Vollsieischige. an-geinästekt, hochsltn cdilüiutiueite», bodjiien 6 Zayre alt Zunge sletichige, nicht au»gema|ieie und allere au»gcma|ieie...... Matzig gemiüue junge unb gut genährte altere......... Bulle n Vollsieischige, au4geiond)icne, höchsten >cct)iad)tiuertee........ oollsleiichige, junget« ...... . tj ä r 1 e n, Kü b e. Vollsieischige ouegcmaiieie ourjen höchst. Schlau, 1 Ivette»..... . . VoUflci|chige aiisgcmäiieie 51 übe höchst, cujlacmiuevte» bi« zu 7 Zahlen . . 'ticiteie aiittgemäiicic Hube und wenig gut ent widelie iiingereHiibe uuD3arieii M.itzig genäorie Huije und Zacfeu. . Gering geiiayne Hube und „ursin. . Halber. 'Mittlere Mast- uno gute Saugkälber. cheringere-Saiigkalbcr...... o a» a 1 e. Dlafttäinmer und jüngere Masthammel Jlciiere Masthainmel uno gut genährte Schafe........... Schweine. Vollsieischige Schweine über 2'/, Zentner pro 100 Vfd. fchnni«vWt C«6*.e. Pto »*•*•• v*cBi-ee*B vos-dr» oon-bi» hm« !Hetcoro!ogiid)e Bcobau öcr ^iefjau Dez. 1909 i H § M SrtW rL'nnnddb* itrxv. vmun^ l’lli'ge deine Stimme. Nicht nur im strengen Winter, sondern *vzu«a;«*o j ' 1____ Peiikatr Apotheke. Krriu 2 »*_a«. _____——1 ~1 Kauft nur 18. 2- 754.6 2,7 4.3 77 XE 4 4 13. V' .65 9 01 NE 4 4 14. <66^, -1,1 86 NNE 4 3 1 0 1 i höchste Te mperatur am 12. biJ 13. Tezi mbet vticbuaiie e a 12. . 18. Vtieoeiichlau: = 0.0 mre ; Nur echt i ft'A ® e E -° SA 2 '" »S" •’S» £ S ©•E cV--L V-.Ä So S L : «a L •*aS «L S=3 = £ ■g «LS •x N N «o 5? 2? et M'S C0 = c । Inhalt: mit Widmungstafel. Mit prachtvollem BUderschmum. O*l„ Einzig in ihrer Art ist die altbewährte 6646 Wi ^LKHKKKKKKKKKKKKKKKKKEEEBSSEEEEESM^OKEE- Th. 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Offiziell als beste anerkannte Q'-m Arif H ft 11 Cs Erzählungen und Schilderungen aus dem preisgekrönte Iugendschrift für । l (j Ul|llJvlll-3 Leben im Bergforsthause u. Bergwalde. Knaben und Mädchen im Alter Der deutschen Knabenwelt gewidmet von zehn bis sechzehn Jahren. QUlKvHl)vl|t von Albert Kleinschmidt. 4 Bänbe in Geschenksband k Mk. 4.-; jeder Band ist in sich abgeschlossen und einzeln für sich käuflich. Alle 4 Bände einzeln gebunden zusammen in hochelegantem Geschenkkarton Mk. 12.-. Rabatt Sämtl. Manufakturwaren zu billigsten Preisen. ßÄfee Wer sie einmal ver- • sucht, wird sie immer WM Mi fcU« verwenden. Bestens empfohlen von A. koch Xachl.. Inh. Friede. Laih, Sonnen-. Ecke Schalste. Hausbackofen Fleisch-u. Wurst- Schornstein-Aufsätze Füllmaschinen ES" d — — — Grossh. Hess. Hoflieferant. Ecke Schlossgasse - Brandplatz. Bohi’Ssssei von Mk. 6.50 an Cu/n bis Mk. 55 — modern gebeizt und gepolstert. empfehlen sich: Oeschw. Techy Seltersweg 43, Ecke der Goethestr. 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