feftqeHellt hak. . ^roeifeüos hat sich Byrou, wie der „(Sri de i'ons' dazu bemerkt, von der Entdeckung des Bologneser Gelehrten inspirieren lassen, wenn er im zweiten Gesang seines „Ton Juan", der gegen das Ende des Jahres 1822 veröffentlicht wurde, davon spricht, daß der unsterbliche Mensch jede Art von Maschinen ver- vollkommnet hat und daß ihn bald Dampfmaschinen zum Monde führen werden. Wer ober der Bologneser Gelehrte war, der Byron inspirierte, ist nicht feftgeflellt — EinneuesUrbilddesRobinson. Den zahlreichen Vorbildern und Urbildern des Defoeschen Robinson Crusoe, die eifriger Forschersinn in der ausgebreiteten Reiseliteratur jener: Zeit aufgespürt hat, gesellt sich eine neue Gestalt, die ebenfalls Anwarticyast daraus macht, das Modell für den unsterblichen Robiniow abgegeben zu haben. Wie Louis Bresson in den D6bats ausführt, enthält ein sehr seltenes Buch auf das der holländische Schriftsteller Hoogewersf aufmerksam macht, das 1708 erschien und von dem sich ein Exemplar auf der königlichen Bibliothek im Haag befindet, die Erzählung eines Reiseabenteuers, das viele Aehnlichkeit mit der Geschichte Robinsons aufweist, der Erzähler, der sich Krinke Kesmcs nennt und eigentlich Hendrik Smeeks hieß, war mit einem Schiss, dem „Goldenen Drachen", von Batavia abgesegclt, mit der anderen Mannschaft an Santi gegangen, hatte sich verirrt und war allein in unbekanntem Gebiel zurückgeblieben. Lange lebte er einsam mit einem treuen Hund, dann wurde er von den Eingeborenen gefangen genommen und kam nach vielen gefährlichen Abenteuern wieder nach Holland. Defoe, der zwei Jahre lang in Holland lebte, kann das Wer? sehr leicht kennen gelernt haben, zumal er wahrscheinlich Holländisch verstand. Es finden sich in dem Roman Defoes nicht nur Einzelheiten, sondern auch B^eichnungen wie z. B. De wild zee (das wilde Meer, die mit den Berichten des hol-, ländischen Abenteurers übereinstimmeir. - Eine hübsche Joachim-Anekdote erzählt Karl Reinecke in der Deutschen Revue aus dem reichen Schatz seiner Erinnerungen. die er in einem sechzig jährigen Verkehr mit dem Meister der Violine gesammelt. Er hatte nrit Joachim zusammen! ein Konzert in Bremen gegeben, und als sie nach der Abfahrt am anderen Morgen allein im Eisenbahnkupee saßen, trieben sie allerlei musikalische Allotria, gaben einander Charaden aus und unprovisierten zweistimmige Canons. Da sah Plötzlich Reinecke auf der Fußmatte etwas Goldiges blinken und rief: „Schau her, Joachim, da liegt ein Louisdor j" Beide waren sehr erstaunt über den Fund, wurden aber noch verblüffter, als sie nach und nach immer mehr von diesen angenehmen Goldstücken fanden. Da ging Joachim plötzlich ein Licht auf; er hatte seinen Anteil an der Konzerteinnahme blank in seine Hosentasche gesteckt, und diese hatte ein Loch. den Scheck y'ennsM ftrd' 7 Flockt feinjJi jn ür die Schlllt naben-Anzüge, reguJir('| strickt, das solideste ■ I praktischste in all. Gri>| naben-Sweaters von 5" I bis 1.50 M. in reicher Auswahl cbulstriimpfe, reine Vi; l 150 M. bis 75 Pfg. chulschürzen, alle Gröld 1.75 M. bis 75 Pfg. 'ellermützen, solides Fr | kat, 3.25 M. bis 75 PI? Lnaben-Mützen, nena Formen, 3.00 M. bis 1Ä1 'ilzhüte, in allen Part1: 350 M. bis 1.75 )L Purn-Hosen in allen Grote I L Salomon & Cit Schulstraße L W ZMM jim MtÄ MM« KW WVW leorg Walieult Hartl 2Lvis^Wj^ A Psg., 30 Pjg. J ItfiMtahii. nr. Reuter, Liidm- 1 MdeöRab-Svar^ Möbel - Tapeten Linoleum 5t6O1Pel von 5 TeM>1 I KKS en. Formularen Xx Kr- Blatt Freitag 2^. September 1909 159. Jahrgang NedaMon, (ErpeMtion und Kinderei; Schulftratze 7. bi vo^rrchtt^gs'^uh^ Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Nr. 224 / Ter Siebener UnjerfCr erscheint täglich, ^Mßer tzonntagS. - BMagen: viermal wöchentlich SietzenerFamilienblätter; zweimal wöchentl.Nrei5- dlattsürdenUrelrSieden (Dienstag und Freitag); zweimal inonotl. Land- «irlfchafiliche Zellfragen Fernsprech - Anschlüffe: für bic Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeige« vezugapres»: monatlich7bM.,viertel- dnor Anieiatzr IVI’VaV#' Aw Verantwortlich für den General-Anzeiger für Gberheffen Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Geschäft von dem Londoner 'Starft vertreiben würde. ^Nnjor Co ater erklärte, daß, als die Stempelsteuer im Jähre 1908 in Berlin erhöht wurde, das gmrze Geschäft der Fonds- börse nach England abgewandert sei. Von dem Vertreter des Schatzamtes wurde dagegen geltend gemacht, daß die neue Steuer dem Geschäft keine unbillige Lasten auferlege. Der Paragraph wurde schließlich mit 216 gegen 84 Stimmen angenommen. Verhältnisse und der Rechtsprechung, wie sie bei den Versicherungs ämtem' nicht vorausgesetzt werden könnten. Mit der Ausschaltung der Versicherungsträger aus der Rentensestsetzung würde also ein gutes Teil der Gleichnräßigkeil verloren geben, die sich zweifellos als ein Vorzug des gegenwärtigen Systems herausgebildet habe. Tie Uetertcagung der Rcmensesrsetzung aus das Versicherung samt würde also die Einfügung einer vollen neuen Instanz in das Verfallen und damit eine Verzögerung der Rentenseststellung bedeuten. Deutlicher als die Begründung kann auch der Gegner nicht gegen den Entwurf sprechen. Line erhöhte Sörsensteuer in Lugland. London, 23. Sept. Im Laufe der Beratung des englischen Unterhauses über den § 56 derFinan5- b i l l, welcher die Stempel st euer auf börsengängige Papiere mit Ausnahme von Kolonial- und Regierungsanleihen verdoppelt, sprachen fiel) verschiedene Unionisten gegen diese Steuer aus, weil die erhöhte (Steuer das Noch eine Triolen-Affäre? Nach einer Blättermeldung aus Elberfeld soll auch ein soziatdeirtokratischer Reichstagsabgeordneter ähnlich 'sich lom- promittiert haben, wie der Äbg. Schack, ^ür die Richtigkeit dieser Beschuldigung übernehmen wir jedoch keine Gewähr. Elberfeld, 23. Sept. Jn der gestern vorn Zentralverband der Handlungsgehilfen Deutschlands hier abqehaltenen öffentlichen Versammlung wurde auch die Trtolen-Affäre Schacks kritisiert. Darauf bot der Vorsitzende des hiesigen Deutsch- Nationalen Handlungsgehilfen - Verbandes einen Wahrheitsbeweis vor Gericht dafür an, daß der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Hengsbach (Duisburg-Mülheim) ähnliche Dinge begangen habe und die sozialdemokratische Parteileitung davon auch unterrichtet sei. Bebel habe jedoch em Einschreiten für unnötig erklärt, so lange die Angelegenheit nicht öffentlich bekannt und nicht ein Druck durch die bürgerliche Preffe erfolge. Hamburg, 23. Sept Tas von Julius Campe gekaufte Heine-Denkmal auf Corfu lvird in dem großen Ehreuhof des an der RLoenckebergerstraße beim Hmrptbahnhofe befindlichen Barkhofes ausgestellt. n , fX.[: — Byron und das lenkbare Luftschiff. Inden „Unterhaltungen mit Lord Byron*, die ein Freund des großen Lichters, Kapitän Metern, 1822 in London veröffentlichte, 'nachdem er ihn längere Zeit in Pisa besucht hatte, anbei sich eine merkwürdige Mitteilung, die gerade in unseren Tagen erhöhtes Interesse sindet. .Sollte man sich nicht darüber beklagen, daß man zwei oder dreihundert Jahre zu Trüb geboren ift ?" sagte Byron eines Tages zu Medwm, indem er ihm einen italienischen Brie! vorlegte: ,T a ist ein Gelehrter aus Bologna, der behauptet, das Geheimnis gesunden zu haben, wie man Oie Ballons mit Hilfe eines Steuers lenkt, und bei mir versichert, daß er bereit wäre, seine Entdeckung der Regierung mitzuteilen. Ich stelle mir vor, daß wir ichr bald in Luit-einen reisen werden; wir werden Reisen in der Lust statt auf dem Lai c machen, und schließlich werden wir den Weg finden, zum Monde zu fliegen, trotz des Mangels an Atmosphäre, den Fontenelle dort doof in New-York. Die Ratsmännerversammlung der Stadt Newyork hat verschiedene Ehrungen für Dr. Cook beschlossen. So soll der Forscher in der Stadthalle von den Behörden der Metropole teierlich empfangen und zum Ehrenbürger von Newyork ernannt werden. Diese Ehrung ist bisher nur drei Personen in ihrer Eigenschaft als Privatleuten zuteil geworden, nämlich dem Marquis de la Fayette, dem Freunde Georde Washingtons, der sich an den Kämpfen um die Unabhängigkeit der Union als Freiwilliger rühmlichst beteiligt hat, ferner dem englischen Romancier Charles Tickens und dem Prinzen Heinrich von Preußen aus Anlaß seiner Amerikafahrt. Dr. Cook empsing am Mittwoch im Waldors-Astoria-Hotel zahlreiche Newyorker Journalisten, mit Denen er sich eingehend über feine Nordpolexpedition unterhielt. Ter Forscher erklärte unter anderem, daß er seine Berechnungen und Messungen innerhalb von zwei Monaten dem Küstenvermessungsaml der Vereinigten Staaten oder irgend einer anderen wissenschaftlichen Korporation vorlegen würde, und daß er überzeugt davon sei, daß diese Institute seine Angaben gründ lich prüfen würden. Dr. Cook wünicht aber, daß inne Dokumente vollständig und nicht etwa bruchstückweise geprüft werden. Er erklärte den Journalisten, daß er täglich auf das Sorgfältigste Beobachtungen vorgenommen habe. :C bi Interviewer fragte Dr. Look, ob er auch eine Südpol exped 11i 0 n unternehmen wolle Dr. Cook verneinte dies und entgegnete: „Tas werde ich dem Kapitän Scott und dem Leutnant Shakleton überlassen." Berliner Cheaterbrief. .Man soll keine Briefe schreiben!" Aus Berlin wird uns geschrieben- „Eine Groteske" haben Konrad Stifter u. Walter Turszinsty ihrem Opus, das unter dem langatmigen ^itel Man soll keine Briefe schreiben!" am Mittwoch im Luit,viel Hause i'um erstenmal in Szene ging, als Aushänge,chckd angehefte, und damit wohl von vornherein auf alles verzichten wollen, was Sinn und Wahrscheinlichkeit hieße und irgendwie nach höheren Ansprüchen aussehe. Der tolle Einfall, der Der Handlung zu Grunde liegt, ist zu einem reckst langengedehnt, auf, ten die Bonmots, die guten und die ichlechten Witze, die ^ituatwns scherre und nicht zuletzt die kleinen Ktiirurixm Bosheiten eng aneinander ausgerecht sind, um die-LastMUsketti: der.A'lchauer mit aller Gewalt in Tätigkeit zu fetzen sollst ferne Brrefe schreiben, dieweil sie kompromittieren kormten/ — diese-ehr. der Autoren hat ein Polrzerra^ mcht tehe^gt. Er hat dre glühendsten Liebesbriefe an die drrtni eines $>aron£, seit langem in zarten Beziehungen stand, ge,chrleben, und nun da er der Geliebten den Abschied geben nrutz, um stch durch eine Geldb'irat vor seinen Gläubigem zu retten, werden die Briefe von dem berühmtesten aller Einschleicher zugleich Mit sxn Juwelen der Baronin gestohlen. Der Polizeirat ist m .^5.verzlmLestm Lage. In einer ^senc die wie eine Sherlock ho lnnade imnaitet, stellt er, & TSÄ gehr»,teilte S-ind alter Vcrbrrchrr. iofort bm wahrt» Täter fefi; aber er kann chn mcht sestmh^^ fcröern muh vielmehr alles auchreten. dm SMrcn®m drochrns zu veno,schm, um von ihm die kompromittiermden Vri^e wieder zu erlangen. Er sucht de» Maim m de . auf — was den Anlaß zu einer Änderung dies^ Mil«^ wt Operettenstil gibt aber ui diefer cms Kom geitellten Welt ioohnt Edelsinn und Treue nur in den D^cn des an akuter Dichtrnilis leidenden Pkeistereinbrechers, erratene lesen und an ihrer Glut sich entzündet hat w^ nun die oeiwatene Liebe rächen will. Der sonst Unfaßbare stellt sich'selbst Polizeirat, um ihn zu chnimomittieren. ^tzeß ichwnd da- Unheil von dem nie um Ausflüchte verlegenen ^ei^iorn oam noch abgewendet, indem er die Baronin dazwischen b/ die/von so viel Gemüt in dem Herzen des * brechers gerit. it, ihn zur Flucht uoer,edet ^.Nch awchickt rhrn zu folgen und ihn die Stelle des ungetreuen PolMiratL' emnehmrn zu lassen. Das alles ist, wie gesagt, nur der ^und zu einer Serie von Witzen, die ins Publikum gefchleudert werten imö die zum Teil auch ihre Wirkung nicht verfehlen .ÄO.jeMü Lache, folg nicht aus, zumal die Auwren durch ernt st Darstellung unterstützt wurden. Der spsnifche Zel-zug in Marokko. Am Mittwoch haben, nric schon gemeldet wurde, die Spanier einen Erfolg gehabt. Der Feind wurde bis Soco-el- Had Kurüclgedrängt, unb damit glaubt man in Madrid den Schlüssel des Gnmguberges in Händen zu haben. Madrid, 23. Sept. Nach amtlichen Meldungen au3 Melilla betrugen die Berluste der Spanier bei dem gestrigen Kampfe: 2 Soldaten tot, 1 Offizier und 18 'Dtarni verwundet. Die Ma r okkaner sollen bei dem >bampfe am 20. September 79 Tote gehabt haben. Madrid, 23. Sept. Wie amtlich aus Melilla gemeldet närd, ist die Stellung der spanischen Trupperr folgende: General Alfau steht östlich von Jalel bei Dar-cl- Hach, General del Real zwischen Dar-el-5)ach und Rostro- gordo, westlich von Tves Forcas, General Tovar Ixit das Tal des Rio Oro und General Sotomayer Suk Beni Sikar besetzt. General Lrozeo befindet sich noch bei ben Minon von Aograz in der Nähe von i)Na.r Chica. General Norina mißt der Besetzung von Suk Beni Sikar große Bedeutung bei, da bedeutende Teile des dorttgen Stammes dadurch abgefchnitten und der feindlichen Harka dieser fvichtige Marktplatz, der ihr als Sammelplatz zu bienen Pflegte, entrissen sei. Paris, 23. Sept. In diplomatischen Streifen versichert man, die französische Regierung werde bei dem Meinungsaustausch, zu dem der Protest Muley Hafids Veranlassung geben werde, gemäß der von ifpr bei der Beurteilung marokkanischer Gcenzfragen befolg!en Doknn den Slandpunit vertreten, das; das diplomatische >:vrps iridjt kompetent sei, sich nrit dem marokkanischen Protest zu befassen, und daß der Maghzeu und Spanien demnack) ihren Streitfall unter sich allein austragen müßten. Zur Beseitigung kommunaler Verbrauchsabgaden. Der § 13 Hbf. 1 des Jolltarifgesctzes bestimmt: „Für Rechnung von Monvmur.en ober Morporativnai dürfen vom 1. April 1910 ab Abgaben auf Getreide, Hülsenfrüchte, Mehl und andere Mühlcnfabrikate, desgleichen aus Backwaren, B i e h, Fleisch, Fleischwaren unb Fett nickst erhoben werden." Es bestanden Zweifel, was alles unter die bezeichneter Begriffe falle. Ter Staatssekretär des Rei chs scha tza mts I)at jetzt aus ehre bezügliche Eingabe ter Zentralsdell« des deutschen Städtetages folgentes geantwortet: Auf die an das Reichsamt des Innern gerichtete, hierher abgegebene Eingabe vom 15. Februar d. I. erwidere ich ergebenft, daß ich nach der Entstehrmgsgeschichte des § 13 des Zolltarif- gesel_.es vom 25. Dezember 1902 annrHine, daß die Ausijcbung des Gemecndeoktrois aus Getreide, HiUseufrüchte, Mehl^Mühlen- fabrikate, Backwaren, Vieh, Fleisch, Fleischwaren und Fett ausschließlich zu dem Zwecke e-rsolgt ist, um ftn Interesse der ärmeren V 0 l k s k r e i se zu verlrindern, daß der Preis ter* durch die erhöhten landwirtschaftlichen und Viehzölle des Reichs getroffenen Lebensmfttel durch Gemeirsteßeuern noch lucit-r gesteigert wird. In den ziommissionsverhandlurrgen des Reichstags, die zu jener Bestimnruug führten, trat dieser Gesichts punki mit voller Schurse zutage. Es fann bei dem bt- steheudeu Zweifel über die Auslegung des Wortlauts des § 13 um iv nn-niger davon abgesehen werten, aus ter Entstehungs geschachte ter erwähl neu Bestimmung ihren Sinn zu interpretieren, als die preußische tzlesctzgebung (§ 15 des Kommunal abgabuigeietey- von ter gleichen wirtschu;rlich.m Auffassung aus die Einfüifruug ter Wildbret" und Geflügel steuer in weitestem Umfange gestattet, die Besteuerung des „Fleisches" aber au,s engste eftlschräntt. Die übrigen Bezeichnungen sind meines Erachtens lediglich nach dem Wortsinn aus .ulegen. Im einzelnen gefüllte ich mir aus folgende Punkte besonders hrnzuweisen: 1. Fett ist im 8 13 a. a. O. ganz allgemein als eine Warr aufgeführt, die ter Besteuerung durch die Gemeinten entzogen sein soll. 'Teslstttb wrrd auch die Erl-eduug einer (temciute verbraucl)sabgate vrn Pffanzenbutter üi§ ausgeschlossen anzw sehen sein. 2. Die in Nordteuffchland Marzipan gerwume Ware iwrd s.Mr chin iqtb w'.ücr nurur Bactuerfthpeu u^tCl. worfen, intei en wird sie mchr alv B.rckuwrk bezeichnet m.rben können, weil das Blicken nicht wri'esrtlich ^u ihrer Herstellung gehört. 3. Dns Verbot des 13 Abs. 1 a. a. C. rickstrt sich allgemein gegen Getreide und umfaßt dater, wenn man den Wortsrnn zugrunde legt, auch das zu Futter zweck en be- kimmte Getreide. Eine andere Auslegung wurde zudem dos Mißliche haben, daß die Gemeinten zu riner Ueberwachung dir Veriocudung des Getreides würden übergehen müssen. Eine fotd;c Uebenvachmrg erscheint mir aber häufig kaum ausführbar. Die Begründung zur Reichöversicherungrordnung. Aus industriellen Streifen erhalten wir folgende Zuschrift: Das seltsame Schauspiel, daß die Begründung eines Gesetzentwurfs gegen die Vorschläge des Entwurses selbst spricht, tarnt man bei ter jetzt zur Debatte stehenden Reichs- genossensck)asteu hätten baher recht, wenn sie sick) sowohl über düng eines Gesetzentwurfes, wie schon ter tarne besagt, die Gründe enthalten, weshalb ter Entwurf eingebracht wird. Die Begründung zu tem Entwürfe ter Reick)sversichemngsordnung enthält aber an einer ganzen Anzahl von Stellen Auslassungen, welche die Dorsckffäge tes Enttvurfes bekämpseit und sie direkt als überflüssig erscheiTteit lassen. Die Begründung sagt: Für den Versicherten sei die Haupt fache, was ihm gemährt werde, vorausgesetzt nur, daß die Sciftuntr fähigkeft tes Venicherungsträgcrs unzweifelhaft verbürgt sei. Das trifft bei ter Unfall- und Invalidenversicherung unbedingt zu, sagt die Begründung. Daraus kann man nur folgern, daß eine Aenteruug ter jetzigen Organisation, wie ter Entwurf sie will, überflüssig ist. Noch viel entschiedener spricht die Begründung gegen den Entwurf in einem seiner wichtigsten Vorschläge. Ter Entwurf ivill für die Nentensestsetzung neue Bestiinmungen treffen; denn, so sagt die Begrüirdimg, gegen die jetzige Art ter Rentenfestsetzung werten verschiedene Beschlverten vorgebrackst. Eine Haupt-Beschwerte lautet, daß der verpflichtete Verticherungstrüger, also bei ter Unsallversicterung die Berufsgenossenick-ait, selb>t einseitig die eigene Verpflichttmg festsetze und daß die Versicherten u-.ckst ausreichend (telegenheU hätten, ihre Wünsche und Betveismittel vorzubringen. Aber, so sagt die Begründung: Auf allen Oiechts- gebieten gilt die Regel, daß, wer eine Verpflichtung zu^ersüllcn hat, aud) in ter Lage sein muß, selbst zu ter Forderung Stellung zu nehmen. ES fehlt an jedem Reckstsgrmirdr, zu Ungunften ter Dersick^rungsträger, also z. B. ter Berufsgenossenschaften, von dieser allgemeinen Regel eine Ausnahme zu machen. Die Beruch- genosseusckiaften hätten daher das Recht, wemi sie sich sowohl über ihre Sterntwilligkeit zur Erfüllung ter Verpflichtungen selbst als auch über deren Maß selbständig erklärten. Räumt die Begründung ten Berussgenossensckw: t. n aber dieses Recht zu, dann sind doch die Vorschläge tes Entwurfes über die Erricktting von Bersick)erungsämtern, welche den Berufsgenosseiischaften diese Rechte nehmen njoflen, direkt überflüssig. Weiter sagt die Begründung, es trage sehr weientlich zur Beschleuuiming des ganzen Versohreiu; bei, wenn die Urkunde des Festltellungsbescheides vorn Bersickterungsträger selbst, nickst von einer dritten stelle ausgestellt werte: diese Beschleunigung diene gerade ten Interessen des Rentenbewerbers. Damit liefert bic Begründung wieder einen Gnmd gegen die Vorschläge tes Entwurfes über die Errichttmg der Versichermrgsämler Außerdem sei, sagt die Begr-ündung, die Berufungsfrist so ausgiebig 6: messen und die formellen Anforterungen an die Bernfungsschrnt seien so gering, daß ten Versicherten ohne Unbilligkeit zugemutel werten könne, sich durch rechtzeitiges Einlegen tes Rechtsmittels M sichern. Sckstießlich, so sagt die Begründung, haben die Er fahruiigen bic Envartungon des Gesetzgebers nicht getämcht, ban die Organe ter Versicherungsträger bei ter Rentenfeitietzung ob- jettin m Werfe gehen würden. Die Beschwerten igien also unbegründet. . .. • r... Die Begründung spricht irch noch an anderen stellen gegen wesentliche Neuerungen tes Eittwnrfes ans. Ter Entwurf lvill Versichrrungsömter schaffen und ihnen solche Befugnisse übertragen, daß z. B. die Berufsgeiwssensckstlften zunächst uberwaast, in ihren Rechten wesentlich beschränkt und schließlich völlig verdrängt werten würden. Natürlich wehren stch die Berufsgenonen- schaften gegen eine solche Vergewaltigung. Ihr Widerstand, }o swrt nun die Begründung, verdient ernste Beachtung, da es zur erMgrciaten Durchführung ter Reichs Versicherung auch m Zukunft ter irt-ubigen Mitwirkung der Versicherungsträger beterie. U>nioIamtt5 1 c mb u rg. bat, tntc fl'ftrrn anqr turbigt. brüte in tfegkrung de rfcegier.irares Dr Sufif auf dem Xampfer Irtxianb" der Hamburg-Amerika «nie d e Reise nach crn gereinigten -tasten ang ?rftrn. um fort die Verhält, ; > der Baurnwottkulnir und *ir ^hnndytunani yx fhitn- die in den verschteoenri, senden gridnnfen worden tinv zur Hebung de» rrulknr Niveau» der fdjmanri Bevölkerung Trotz der gebotenen B schleunigung der Re,s.- bar der Staatssekretär nicht den kürzesten Leg der Ei'»- srhiirung in Cherbourg gewählt, sondern in zunächst nach Hamburg gekommen, da er den Wunsch baltr, vor seiner Reise noch mit den führenden Persönlichkelten de» Hamburger überseeisch en Handel» zusammen zu sein Eine gesellige Zusammen dunst, der auch ver- schiedene Mitglieder de» Senate». sowie der preusiisdk Gesandte v. Gortzen sich angeschlossen hatten, fand, wie wir erfahren, gestern im Hause de» Herrn Mar Warburg statt. «Der Staatssekretär gab dabei den hamburgischen Luuslcuten eine eingehende Darlegung seiner Ansichten über die Ent- witklung» Möglichkeit en für unsere Kolonien und die Mittel, durch die man sie zur Verwirklichung bringen könnte Er nahm besonder« Be.zug auf den ^stveck seiner bevorstehenden Reise, die sür die wettere Entwicklung der Produkl.onssahig. fnt unserer Kolonien von grober Bedeutung sein könne. 3m allgemeinen betonte er, wa- mit besonder» freudiger ^Zustimmung ausgenommru wurde, daß er auch iveiterhin bei der Führung seines verantwortlichen Amtes sich kaufmännische Grundsälic zur Richtschnur nehmen tverh x ^Zurn Schlüsse gab er dr Freude darüber Ausdruck, dcß ihm Gelcgenlteit geboten worden sei, wertvolle Anregu,tg (uiJ direktem Verkehr mit denjenigen Kreisen zu erhalten, die selbst und durch ihre Zirmen seit Jahrzehnten in den engsten Bczielmugen zum uberfectschen "feschäst stellen Dcutfcbc» NcicL». Die EtaatIsekreläre Tr. Delbrück und Wermuth werden am Montag in Dre«den eintreffen, um sich dem König von Sachsen oorzustellen. Der Termin sür d>e RetchStag-ersatzwahl im Wahlkreis Landsberg a. b. $3.-6 ol bin ist auf den 12. November festgesetzt worben. Die „Deutsche TageSzlg.* bringt auf die auch von unerwähnte Mitteilung über Austritte au« dem Bund dec Landwirte folgende Erklärung: Wir hatten lestqestellt, bah dem Bunde bislang nur 187 Aus- tnftierfldnmqen wegen seiner Haltung zur ^uminrconn au* gegangen sind, dab er dagegen am 1. ecriembcr eine ablolnie M i t g 1, ed e rz u n a hm e von mehr al» 10 OOV seit dem I. Februar diese» Fabre» tu verzeichnen hatte. Tab jemand aul den «edanken verfallen könne, diese Mitgliedertunalnne in kurzer Zeit lasse sich mit einem gleichzeitigen AuStt:tt von über 89000 Mugliedern in Einklang bringen, hauen wir nicht tut möglich gehalten. Ilm aber jeder weiteren Alibdeutung vorzudeugen, stellen wir hiermit ausdrücklich fest, dab der Bund anbei 137 Au » tri tts- rt Märtin gen wegen der RcichSfinanzreform in dieser Zeit nur die gdlichen Abgänge durch Tod, Auswanderung, Aufgabe de» landivirtschastlicheu Berufes iu dergl. zu verreichnen gehabt hat, und zwar nut in einer dem bisherigen Jahresdurchschnitte entsprechenden Zahl. Ausland. Au« Luxemburg wird gemeldet: Die Kammer begann heute die Beratung der dem deutschen Gesetz entsprechenden Vorlagen über die Besteuerung von Zünd waren und Beleuchtung « mitteln. Nach Telegrammen, die da« armenische Patriarchat in Konstantinopel erhalten hat, traten 2000 an« Aduna nach Kupern geflüchtete Armenier zur griechisch- orthodoxen Kirche über. Generalversammlung der evangelischen Sundes. 21 Mannheim. 23. Sept Uitter migemein zahlreicher Bere,liguim von Itrrtrrtmt aller Haupt und .iwnavereine und von Mugi.dern aus allen Teilen des 'Hfldr-s tra» brüte hier der Evawklische.Bund zur Wahrung fammluii i zusaminen #Yüi bte Tagung ift der grüble Saal der Stadt, der ."»'usensaal de» „Rosenuari. n 1 ht Bcnuhung genommen, in dem seinerzeit der Tonische MatMifmtafl und der S^ial- balt.-n murden Aus der laar» ordnmig sieden u. a. ein Referat de» Landtaa-^rl-ir ? 11 et en Amtsgericht-rat Dr Lobmanii WetIdura über Religion und Politik, des Reilt*ua,.sad«eordntten Hieber Stuttgart üb»*r Reformation und deutsche Einheit und von dem au» der üsiern*ichischen .^.'o^oon Rom '-Beme.nmg her bekannten (Heb Äirdxittat f) M euer ^sivtckaii über Reformation und deut sche Kultur 3n der Hauptr -nammlung nnrb der Professor de» SUiat besprach Dann unter tk'r trnuna des lUci4ü, die m^x'Oöd 381 &35 MiUrsieder haben Nachmittags sand ein. Ta iung des Badischen Hau vt- nerrin* fett. tn her besonders betont wurde, dab der Evan u - tische Bund mm ersten T?dle in einer badisch-n Btaht tage Ter V’u.'nfdK xXTumwtrot umstitzl laut ^adresbencku 141 Vereine mit 10 215 Mttalndern 2lus und Cnitd. Gießen, 24. ceptember 1909. *• Auü dein Militärwochenblatt Venus tragt txnrrbe der östinnson-VenvaltungSli spektor ll h r tn lärmst« bk nrtt Wudmehiming der tont roll eiührr rgefchäf tr Ter König von Preusien bat bie Erlaubri'.? u:r Anlegung nicht preubischer Crben erteilt des Ritterkreuz erster Klasse de» (örosih Hessisch, n Verdienst Ordens PH l'ppo des Drotzmütmen dem Studiendirektor Tr Hör t un g un' dem Cber'c. rer Prof Tt Hülsen I b eine Lehrer« teile an der Okmeinbeidiule yt i*e«. Steinhnm und dem '(tulDenvalter Adam Wnab zu Tutel>betm die Lehrer teile an der <*meinbef(huk ui Vermersde nr •riebiflt ift die mit einem evang Levrer zu besehende Ledrerüelle an der (Hm ei »beschule u Meplo » 3hrem Inhaber kann eine Crtszulage bewilligt werden * -'ft ar. ö Der fehl u^ 3n dem großen ,rncben<- biwak, da» Mittwoch abend bei Langendernbach Uattfant, lagerten die Regimenter 116, 117, Hb. und die Pionier.' Rr 21. E» herrschte rin srobliche» Treiben in dem ausgedehnten Lager Tie vier Regimemskapellen spielten bi3 um 9 Uhr. dann kam no chder grobe .iapsenitrrick) mH Gebe Jn der Tlruhe bes Donnerstag» rückte die ganz T mfion udtvons gegen den markierten fteinb. Dor marhenen Tivision hei die Aufgabe zu. den Ueberganq über die Lahn :u decken und das feindliche torp» aufzuhalten Eine stunde Leges dehnte sich von Elz über Cftbetm bi» Dehrn ihre 'tfltunfl t ab. schon frühzeitig ivar der Kampf u Ende und die fünf Zniankene-Reqimenter und bir Pio- niere eilten zu den Perlade'tellen nach Elz. Ztaffel und n Limburg Herr schenandrang Au» allen Crten des mittleren Ladntals naren Schlachtenbummler erschienen, um dem großen Militärischen Schauspiel beizuwohnen Auch da» Ärobder- - ogspaar wohnte dem ^chlusikampfe bet Tie bice- lahrigen Manöver iv-aien für die Truppen rcdU anstren- gcn.d. obwohl keine übergroßen Marsche zurückgelegt wurden .7her die iahl der Biwak» war gröber al» es sonst üblich ist. nämhd) sieben 3m allgemeinen haben sich die Truppen sehr toackcr gehalten, und die 3abl der Maroden war nur gering. Besonder» stramm zeigten sich auch die zu vier- wöchiger Uebung eitigezoaenen Reservisten und ba? Reserve bataillon der 16*ier — *a> Kaiser Wilhelm-Regiment kam noch am Donnerstag abend etwa um 9 Uhr in mehreren Sagen hier an; es wurde von einem zahlreichen Publikum empfangen. • • Der Verband der Bürgerin et ft etei beamt en nn Grobherzogtiim Hessen hält seine Hauptversammlung am Sonntag, 3. Oktober, in Frankfurt lwarum nicht m einer hessischen Stadt? Red.s ab. Tagesordnung: 1. Beitritt zu dem neu zu gründenden Landesverband der Gemeinde • beamten de« Grobherzogtums; 2. Besprechung der an bi: beiden Kammern emgereichten Petitionen; 3. Kleiner« Vorlagen. " Stadttheater. Es sei darauf hingewiesen, das. weitere AbonnementSanineldiingen vom morgigen Tage ab an dem bic Ausgabe der Abonnements beginnt, nn Theater- bureau angenommen werden. Zugleich werden daselbst and) Bestellungen auf da« Zettelabonnemcnt anaenommen. * Der Vogelsberger Höben klub, helfen Mü- lieberzahl inzwischen auf 2200 angewachscu ist. hielt gefteru in Frankfurt a M. eine Sentralausschu (*> s i p un g ab, in der auß Vertreter der Sweigverrine ^rnnlfurt, Giesien. Vauterbad, und Nidda anwesend ivaren E.> wurden einige weiter? Verbesserungen am ulublKru» auf dem iwherodskops l>t' schlossen und weiter über eine neue Auslage des Sommer- w o h n u n g s ve rzei cki n i s s e s beraten, da die letzte 200) Rest verbrauch! ift. Da der Besuch de.i VogeDberge» ipcfnitlid) mit infolge deck LLolnningsverzrichntssc^ erheblich gewachsen ist. hoftf man auch bei der neuen Auflage, ban die hauptsächlidi wieder tatkräftig fördern werden Der Bismarcklur» auf dem Daufstrin, der bi« auf die Anbnnyunsi der 3eun* schale, der Treppe, Türen und Fenster terkiggestellt if7, wird voraussichtlich anfangs Juni eingcmeiht werden Ta nach dem von Prof. Bender Jranksnrt erstatteten Bericht über die diesjährige Tagung der deutschen Gedirgs und V-anderverrine zu Lintburg für die näd)ft;ahngc Versammlung sich noch kein Tagungsort gemeldet hat. soll versucht irerben. sie innerhalb des i^ebielS des Vogelsberger Höben- Hub« ab halten zu können Als dafür geeignete 3tabte nutben Alsfeld, Büdingen. Gelnhausen. C^ienen und Lauter- bad) bezeichnet und den ^iweigvereinen dies i gelegt werden, der Frage der UebernaHme näher zu treten ■ svonds anzusammeln, wilrde 1 aufgeno '.:nd soll bei dem näd)ft|ähriflen Voranschlag berücksichtigt n>erben. • • Erfolgreiche 21 u« ft et 1er. Auf der ^ukrnahe- nalen Photographischen AuSite llnng in Tie«be i wurde auch eine Reihe hessischer Aussteller nut Aiwzeich- Hungen bedacht. Die Jirnia Trapp & Münch, G. m. b. H m Jriedberg erhielt d.e Stadtmedaille; ba« Diplom zur goldenen Medaille erhielten die >üe la «Werke. Tr. G. Krebck, Cffenbad). sowie .jtrbinanb Jlinsch, Akt.-G. Lfiendach und 3. B. Weder. Offenbach. — Lbstpsl ück- und VerpackungSkursu«. Der Landwirtschaftskammer-AuSschuh für Oberhefien lasit in Dießen am 2fi. und 29. September durch Obstbaiikechncker W i eSner. Bad Raubeim, einen Ldftpflück - und Verpackung«- kursu« abhalten. In dem Kurse wird die Ernte, Sortierung und Verpackung de« Obfle« praktisch und theoretisch durch- genommen. E« werden die bekannteren und verbreiteten Arten der verschiedenen Obsiverpackungen, vor allem der einfachen und billigsten, oorqeführt und durchqejprochen, wie auch alle wichtigen Jraqen der Cbttoenoertung erörtert. Tie Teilnahme ist unentgeltlich iino männlichen wie auch weiblichen Teilnehmern gestattet. Anmeldungen sind an den Landwirtschaft«. kammer-Aurichiiß in Dießen ,u richten. Die Teilnehmer treffen am 28. September vormittag« 9 Uhr am Kreist- DerälemagajiN an der Straße Dießen—Leihgestern zusammen. M Tie Untat nn Manöver bat leider nicht den oerhältniSmäßig günstigen AuSgang genommen, den man nach unserer gestrigen, auf zuverlässigen Informationen beruhenden Mitteilung annehmen kannte. V jeietdwehel Dehus st gestern noch seinen Verletzungen erlegen. "Verhafte: wurde der Haubursche Reit berger, der seine Stellung heimlich verlassen uni> seine Arbeitgeber ieftoblen Hatte " ..V r ofessvckHeinemann.rin aus dem Landes- ■ eiche Hock : weleien zu verüben ist vor einigen Tagen aus- ans verhaftet worden und sieht ferner Ve'bctngung in das ijujigc UntersuchungSgefangnrs entgegen. " 3u her gestrigen Roti; her Fahrrad- biebftablr r.irb uns von dem Besitz ■ ?. * auf dem 3d)n cmemertiplab aeitoblenni 3,e ftdbtifdwn Arbeiten für 14" Mk an die Jfcana 3 Schch» Hof vergeben Ebenso genehmigte man folgenbe *’.rbrt rur die Straßenkehrer vintertackc Sommerlacke ung des Materials zu Straßen bau ergibt folgende Dreise: Sandstein t .i > Mk > raut;- ‘2150 Mk. Basal »steine l 0 Mk. die EHaussierung mi ; > *: ii> ingeboi inb die lUlaftrruna mit IN tru; Ab,-brt 2 ei den Arbeiten für das stadtisihe Lchwimmdad hat bw ctabt den muptkanal angelegt ebenso die Lege- und gart rischen Anlagen um bas Mebiube. Die Verjannnm» beschließt, diese siostcn als auck, die Zufuhr von <*ai urj noch s0o Mk. zur Stiftung des Wandgemäldes beipifligt 2ic Talonitrurr soll von der Stadt getragen werden Sirs Mitteilung des Borin enden erhielt die Stadt für ausgr- stelltes Cbft auf der lan wirtschaftlichen urersschau lieber r reise, darunter ein l irendiploni m. Fnedherg, 23. Sept. Heute nachiuittae, gnn 3 Uhr erschoß sich hier in if; . Tr Vang, der schon längere Zeit sehr leidend war. Er idp« ii ncivöser Ueberreiztheit gehaiidclt zu haben. Er hmterUU . ne Witwe und einen noch schulpflichtigen Jungen. s. Dannstadt, 28. Sept. Veigangene Woche gedingte an die hiesige Polijelb.borde ein Brief mit der Unkt» trift .Graf Dürtz gen. zu Schluß, n dem fine Au'eni- altflbeüdligung, poltlagetnb nadi Mergentheim abtfi*'irr, :ngt wurde. Ta die« der Tatiuftähler Po! . . erdächtig vorkam. schickte sie einen Kriminalbeamten »ach "lergentheim. Am Dien«tag nachisiittag gegen h Uhr n* chien am Poüichalker der 23|ahtir.e . r ^chriititeller^ Utivui Datbe du« Rentwers ulen n lachsen-Mefningen und oeckangte unter dem Namen NI ■ !ben .'lugenblick »v < urch den lltunmalbeainten ieftqcnommcn. Auf beui A> ti- gericht gab er an, im Auftrag eine« Unbekannten zu haben. Mit «hm wurde ferne Mutter festgenonniieii. N aber alsbald wieder au« bet Hast rück ansaugen wollte, ift bi« letzt nicht bekannt. Wahrscheinlich wollte er auf den Namen NI Grafen Schwindeleien verüben. -X- Kinzenbach. 23. Sept. Gestern und hex» wurden auf dem hiesigen Bakk.h ck» un Waggon versandt. Wie früher, so gehen sie w». B<> dem Angebot weck 2,80 Mk. für den Jentner bezahlt, wo'ür sie die Leirtt tzck loS'chlagen. ^njalue der jünguen Regenperiode platz a .swetschen vielfach auf. Q Warburg, *22 Sept swisckien dem Südbatm und Niederwennar sand man heute trüb auf dem B-itz h n rstuinmelte ni i amens Weber au ^ted.rwalgern Cb Uniail oder Sei mord vorliegt, weiß man mefrt 1 ■ — - 1 ™ ■■ ObcridittfadL ? Hungen, 23 Sept 3” der gestrig, n Schöffe»* der g ragen 3 d> i a g e r e i, die |idi im Aruhiabr d T ■ vast r ; ri bei dem Vernich, bte Ruhe herznsteNen. einen schweren ScksiEs mü einen: Birralaö Ter irnberbolren Aii-jerderunst. NI Lokal zu verlas|eu halten di. 1rujdold< lern- ^olgf ••* leistet. 3n der darauffolgenden Demi t .-erbanr Iung mürbe» einige her Tater zu mchnvöchigen DeiangniSjrrafen venr teilt, nur einer namens Jost hatte sich au» dem ute* 'emacht und glaubte so der Strafe zu entgehen. Er wvri h ftecktz lgt und in ? -----» von wo er zur Aburteilung hierher gebracht wurde der vorbestraft ist 'dien (Hefän.: von ivm von '< Lochen verbüßter Untersuchungshaft cut Loche tn Abrechnung gebracht wurde b Marburg. 22 Snn. Ern ger icht l iche» spiel halte barte nee o- v 3 bm AbatbelW* em R ick>'ta.S.sqe>,rdnrien I t BobineeinbrNiene Ver saw 3« «N kamen p koeesch »vM br- so idwrf :nnnanhrr >ast eure Brestootemik die iWI«c Wi 'S»her haatr sck>1 restlich hÄuen tvlnbwxuber Tk oxudf, uriM tn tetara An kriu de» amenntee Blattes eetbelini kxx wti®*1 ana‘ fl qi' ürfraltrer erhob L?iderNa«e wxn nmart AenheroAck^ Dr. Z'c^r.rA m oct Borsaoinrluns und beinat.Knbrr flaNf« in Anikeln der TnrtidHrotuiku Blätter, tue I jurrrn pae ro der bnriiaen Berbandiung t> • ' nck t riniN- eine ,ianK ««»aU .feugen. um Tnl . -nae der .kitunxw. ,1» .kuare rnnunmee ® L hrrtUer rrvi.'c »dMlrtiub abpcMcien und brr BeAaotr Poei 2 tu 20*> "v k 'Geldstrafe und t-ublck.ttion nmirtnlL Srdtiltkdtwt-un-. X. Hanau, 23. Bcpt Allem Amchnne nach, bn* « Edelmctal Ibrauchc an ernster ttonflikl ■ Jahr Danksagung Natsdiener Dörr u. Kinder Gießen, 24. September 1909. 5286 ht Gießen. Aus Loudon wird einen neuen Band Pir die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen innigsten Dank Mengen Absallbolz am Qbttbaumstück dem Lcihgeftcrner B*/e vermischte». * Die Riesenstadt in Zahlen. 1 'rirfitrt • Der Londoner Grosschaslsrat legt Zusammenkunft bei dec Kirche. Annerod, am 22. September 1909. Gcoßherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Horn. Wieiecker Weg. . . . Gleichzeitig sollen hlerbei einige versteigert werden. _ , Tie Zuiammcnkuuft ist vormittags li itcr der Kaserne und nachmittags aus Neg vor der frülicren Akticnbrauercr. Gießen, den 24. September 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei Mecu ni. 7er am 1 Juli cbgclmifeite Arbcitsvcrttag ist von dem Arbciter- -erbond nicht er neuen n-orden. da chtc Arbeitsordnung, welche 2ie Beslimmungen des seitherigen Vertrages übernommen bat, ur Einsühnmg koimnen soll. Diese Arbeitsordnung wurde in iiner ooü mehr als 1000 Personen besuchten Versammlung uirüd . lmncsen. Tie Arbeiter bestehen auf Bertragserneuerung und rollen am 25. d. M. in allen Betrieben die Arbeit mit vi>. ,ehn- rjqiger Frist kündigen. LMchiffahtt. Frankfurt o. M., 23. Sept. Der Clouth-Ballon ■ unternahm heute zwei Aufstiege, am Vormittab einen und nach- ■ mittags einen. Der Aufstieg am Nachmittag sand um 4Va Uhr ■ »alt, und zwar fuhr der Ballon zum zweiten Male nach Cron- ■ ictg, um sich um den von dieser Stadt ausgesetzten Preis zu ■ tewerben. Tie Landung in Cronberg erfolgte um 5 Uhr, wobei ■ las Höhcnstcucr benutzt wurde. Um 5> r Uhr trat der Ballon ■ r.c Rückfahrt an und lanbete um 6 Uhr glatt auf dem Fla ■ ..lande. Um V<6 Ulxr flieg auch der Ruthenberg-Ballon aus, jihr etwa eine Stinide lang über dem Ausstellungsgelände und I jmdete dann ebensalls glatt. Nach längerer Pause unternahm I fitvc Euler mit seinem Apparat wieder Flugversuche und er- ■ -.ichte diesmal eine Runde um das Flugfeld bei einer von ihm ■ usher noch nicht erreichten Höhe von 12—15 Metern. Berlin, 23. Sept. Der Aviatiker Hubert L a l h a m unter* ■ ahm heute nachmittag auf dem Tcmpelhoser Felde vor einer ■ -ach Tausenden zählenden Menschenmenge zwei öffentliche I "lüge, die beide vorzüglich gelangen. Der erste dauerte etaua ■ ’JS), der zweite 11 Minuten. Die Flüge bewegten sich in 30—50 ■ f?eter Höhe. Das Publikum bereitete Latham mehrfach lebhafte I Ovationen Obst-Berfteigerung. Dienstag den 28. September von vormittags 9 Uhr an < das der Gemeinde Annerod zustehende Obst, bestehend Aepfeln, Birnen und Zwetschen, versteigert werden. 5280 ■>! Her * Mer »leiten sJ65 I °°lu I Artz- nur bV. t «Ad ^bllbkiuvrreintz • ä auM W in btt M J ^Ballon imebn” hm verschwur ^adtverordn?,.. 1d}tebener kleiner fcj L die Firma F >1 ■e man folgende -ue. Lvminerjacte, 5 Materials zu itwl ldstein 4.35 Af pJj fn- 22.80 Mk, Q ' die Chausslermi- tngmil 18 Proz.« - Schwimmbads- Mso die Deae< und Z Ade. Die LechmnZ die Zufuhr von (tel ernehmen, ebenso m- Wandgemäldes bcirilr dt getragen werden o auf das Leben von W- vnd Adftllholz-LttstelütrMß. und Stelle versteigert werden und zwar. 1. vormittags 9 Mir beginnend am ebftbaumitutf, Uime- röber Weg, Läxckenwäldchen, sicher stxaßc, v,ut6crbexg und Steinbacher Weg. __. s .>ui Anschluß hieran werden die, ftaftamen an der Lichcr Straße und Kaiser-Allee veriteigert. 2. nachmittags 2'.. Uhr beginnend an der 2Iftten6rauerei, "eihgestexmer Weg, Krosdorser Weg, alter -Varbimeg und clt die Stabt für iiril istlichen Meisschau ji3 n. heute nachmittag jJ er Ailla Fabrikdirellüi 1 ir leidend war. Er t zu haben. Er hiiil« slichtigen Jungen. vergangene. Wo^:. I de ein Bries mit der liwl il)', in dem einetel h Mergentheim Qbifitl Darmstädter Polizei^- inen Kriminalbeamten d hiliittag gegen 6 H r-I chrige,ftranffiinwnc:d aus RentivtrShaiism e unter dem Blumen!.j selben Augenblick rourkj rammen. Ans dem M nee Nnbckannteu getzec» e Mutter sestgenonnimus ist entlassen mürbe. » sangen wollte, ist bi- )(lte er aus den Nainn :ei)L Gestern und ,se die ersten 3rof -r so gehen sie 'v'cd" bem r* W1“ !n 9iegmperioi>e P# >(tc Leiche eine. Lb Mall oder Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unserer lieben Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Sophie sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Sommcrlad sagen wir unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Fohs. Schäfer IX. Steinberg, den 23. September 1909. 07166 . »er WÄ ö ich m SE's Mä9«tl”uto tot --- ?BC M- ^,.ichtliö'k^ 6m biet v-tobcr D‘ sferifeä 'Si§Stz 144 294 sind Parlamentswähler. Tic Riesenstadt bedeckt eine ächt’ von 443 419 Acres, auf der 991383 Häuser, 2151 eng ck>c Meilen Straßen, 127 Meilen Straßenbahnen, 700 Meilen r7nnibnslinien und 15 848 Acres Plätze und Parks liegen. Ganz 'tmtnlich sind die Berkehrszahlen. An einem Wochentage im L>zember Liefen 8071 Züge aus Londoner Stationen von den tSoeoitftationen ein. 356 Millionen Personen werden aus den 5-iadcbahnei'. jährlich befördert, 374 Millionen auf den Sttaßen- > bnen unb 273 Millionen auf den Cmnibufen. Tie Londoner r irrten 922 800 000 Briese und 24 947 000 Telegramme im Lause ■s Fahr es ab. 22 531 Sck)isse liefen im Hasen von London ein: p.t" Gesamtereri der Einffihr belief sich auf über vier Milliarden. | • interessant sind einige Angaben über das Heiratsalter der Lon- s.einer. Tie !rebe!isjahre, in denen die meisten heiraten, sind bei -n Fimggeselleu 25 und 21, bei den jungen Mädchen 21 unb 25 hntb liei beu Wittvcn 30. Ztvei Drittel aller Junggesellen hei- .rieten in einem der beiden angegebenen Fahre: in ihren Reihen inbet sich aber euch ein Veteran, ber noch mit 75 Jahren sich ipt5 Mieren belehren ließ unb vor ben Altar trat, unb vier irtcn das ji> bzigste Lebensjahr überschritten. Unter ben Fung rr.ucn, die heirateten, stand säst die Hälfte im cinundzwanzigsten 1 3cnv)al,i aber sieben von ihnen zählten bereits über siebzig, 1-5 iv' uoch den großen Sck)ritt wagten. Witwen, die sich wieder f ' traten, wählen in der Mehrzahl Männer, die fünf Jahre ii ngcr sind als sie selbst. siLtistischer Angaben vor, die sich > 908/09 beziehcix unb bie bas Scten von Groß- !''itbon anschaulich illustrieren. Tic gegenwärtige Bevölkerung i n Gwß-Lvndon wirb ans 7 537 196 bercchrtet: barunter sinb I-3 00O Polizisten, 43 698 Pensionierte unb 148644.Amre -- Napoleon aus bem Maskenball Den vor kurzem erschienenen Memoiren Constants, bee iamm. rbieners Napoleons I„ entnimmt ber „Gil Blas" einen Bericht über dec> Kaisers Fibelität in ber Äarncvalszeit. Constaut erzählt, wie Napoleon sich für einen Maskenball anficiben ließ. „Am frühen Morgen schon rief mich ber Kaiser unb sagte: „Constant, ili will heute abenb beim italienischen Botschaster tanzen: bu bringst im Lause bes Tages in bas Zimmer, das er für mich ein gerichtet bat, zwei vollständige Kostüme." Ich gehorchte und be gab mich am Abend mit Sr. Majestät zu Herrn von Marescald: Ich nahm einen schwarzen Domino, kleidete den Kaiser, so gut id) es verstand, an und suchte ihn ganz unkenntlich zu macken. Alles ging vortrefflich, obwohl der Kaiser einige unwillige Bemerkungen machte: wie doch eine Verkleidung geradezu widersinnig wäre, wie miserabel man in einem Domino aussehe usw. Als er bann Schuhe und Strümpfe wechseln sollte, wollte er es durchaus nicht tun, wie sehr ich ihm auch zureden mochte: er wurde daher, kaum daß er den Ballsaal betreten hatte, von allen erkannt. Er geht direkt aus eine Maske zu, die Hände hinter dem Rücken, seiner Gewohnheit nach: er will eine kleine Maskenintrigue anknüpsen, erhält aber aus die erste Frage, die er stellt, eine Antwort, die mit dem Wort: „Majestät..." beginnt. Ganz unwillig, dreht er sich plötzlich um, kehrt zu mir zurück und sagt: „Du hattest Recht, Constant. Man hat mich sofort er fannt Dring mir Halb schuhe und ein anderes Kostüm." Ich zog ihm die Halbschuhe an, verkleidete ihn von neuem und empfahl ihm eindringlich, die Arme hängen zu lassen. Kaum war er jedoch in seinem neuen Kostüm im ssaale erschienen, als sich ihm eine Dame näherte, die zu ihm sagte: „Majestät, Sic sind erkannt!" Er hatte natürlich wieder die Hände aus dem Rücken gehabt. Nun kam er noch einmal zu mir ins Zimmer und nahm ein drittes Kostüm. Diesmal trat er in den Saal wie in eine Kaserne, indem er alle, die ihm im Wege standen, stieß und puffte: trotzdem sagte man ihm wieder ins Ohr: „Maiestät ist erkannt". Neue Enttäuschung, neuer Kostümwechsel, gleiches Resultat. Da beschloß Se. Majestät, das Botsckaftsvalais zu verlassen: der Kaiser war überzeugt, baß er sich nicht verstellen könne, unb baß man ihn unter jeder Verkleidung erlernten würde." * Beden klich. „Jxmge," sagte die Mutter zu ihrem schlauen Elfjährigen, „was ist aus dem Kuchen gcroorben, den ich dir gestern zur Belohnung gebacken habe ? Hast bu ihn ausgegessen— „Nein, Mama," antwortete ber Sohn grinsend, „ich habe ihn meiner Lehrerin mitgenommen." — „Tas loar sehr nett, lind hat deine Lehrerin ihn verzehrt?" — „Ja, ich glaube," entgegnete er, „sie war heute nicht in der Schule!" * Stinkadores. „Warum willst du denn aus einmal so rasch fort?" — ,Lch hab vorhin dem Müller ’ne Zigarre geschenkt und jetzt zündet er sie an . . ." Kleine Tageschronik. Am gestrigen Donnerstag vormittag roitrbc in Hannovcr- Döhren eilt Falschnrünzeruest aufgehoben. Es han beit sich um bie Familie eines gewissen Hampe, ber vor längerer Zeit wegen Münzvergeheu zu einer längeren Freiheitsstrafe her urteilt worden war. Die Frau, ferner die 21 jährige Tochter und zwei Söhne, von denen der eine 16 Fahre zählt, während der andere noch schulpflichtig' ist, wltrbcn ztisaimnen in ihrer Wohnung verhaftet. Formen und sonstiges nytwrndiges Handwerkszeug wur den borgefunben. Aus bas Treiben her Familie wurde man erst heute aufmerksam, als bet jüngere Sohn bei ber Ausgabe eines falschen Zweimarkstücks ertappt würbe. Fn P o'i c n fand unter bem Vorsitze bes Oberbürgermeisters eine Beratung statt, um über bie im Fahre 1911 bort abzuhalleube Industrie- und G e w c r b c-21 u ? |! e 11 u n g piv gan- Teutschland Beschluß zu taficn. Aus dem Bahnhvs Verbicrs-Ost stießen, wie aus Brüssel gemdbet wirb, Donnerstag bormittag gegen 11 Uhr bei der Aus- fahrt zwei Güter; ü g e in dem Augenblick zusammen, als gerade der Schnellzug Köln-Paris vorbei kam. Ter Schnellzug fuhr gegen bte letzten Sagen des Güterzuges, konnte aber Noch rechtzeitig bremsen, io daß größeres Unglück verhütet lourbe. Infolge des Anpralls wurden trotzdem fünf Reisende des Schnellzuges schwer und viele leicht verletzt. Tie heftigen Gewitter, die in ganz Südfranlreich und dem Kanal am Miuwock und wo hvenb der Nacht axii D'.mners- teg niedergegangen smb, ridxteten bedeutenden Schaben, namentlich an den Erntexwrrälen unb Weinbergen an. Mehrere Personen mürben vorn Blitz erschlagen, endete von den Fluten der über ihre Ufer getretenen Flüsse wrlgeschrvenunt. Allein im Gard sind fünf Frauen ertrunken. Wie die „Oslsee-Zi-ilung" nrelbet, ist am Tienstag in Stolze n h a g e u bei Kratzn-ick bet 30 jährige Arbeiter Tunket an cßoleraverbäd)hgen (Sifdruumgen erkrankt und am nädxftvn Tage verstorben. Tie amtliche bahcrtoIvgifdK Untcriudnmg hat mit Bestimmtheit asiatis che Cholera als Tobcsur fache ergeben. Tie Erkrankung ist wahrjcheiiüick auf den Genuß bon Oberwasser zurückzusuhren. Alle Vorsuhtsmaßn>reln ffnb getroffen, so daß kein Grund zur 'änmrulngnng borliegt. Gießener Wetlerbienfl. voraussichtliche Witterung für Hestcu am Samstag bem 25. September : Keine Aenderung des bestehenden Wetters. Griginal-Drahtrneldungen. Ern jpanisch'franzöfischer Zwischenfall. Paris, 24. Scpt. Mehrere Blätter berichten ans Tetuan, daß der Befehlshaber eines spanischen Kreiirers ben französisä-en 2a.mpfer „Emir" trotz der entgegenstehen- ben Bestimmungen auf Kontrebaude untexsu. chte. Ter Kommanba.nt des Tampfers erhob sofort Einspruch unb Klage. * Wien, 23. Scpt. Ter gewesene Finanzminister im Kabinett Tisca, Tr. b. LucaeS, erklärte gegenüber einem Redakteur ber „Neuen Freien Presse": Ich habe keine Mission und bor- läufig auch keine Berufung in ber Hofburg. Was biepoliti sch e Lage int allgemeinen, betrifft/so hat das jetzige 'Dtiniftmum meines Cradstens die Verpflichtung, int Amte zu bleiben, nadibeni es die einzige -Möglichkeit einer frieblidxn Entwirrung selbst verhindert hat. Es ist sehr traurig, wohin man mit der Koa- litioic gekommen ist. In diesem Ministerium sitzen die größten Talente und bie bcbcutenbften Persönlickrkeiten. Sie hatten nie- numben gegen sid) und alle für sick. Unb loas ist aus diesem Ministerium geworden? Meine Aussassung über die Aussichten für bic Zu tunst ist ungemein trübe. Ich fürchte, baß eine Entwirrung nicht gelingen wirb. 155 ist auch der Fall denkbar, baß bas Ministerium Wekerle irgeub einmal boch befinitiü zurücktritt, uub wenn sich bann innerhalb bes jetzigen Parlaments nientanb zur Führung der Rrgierungsgeschäste bercitfinbet, mußte eine sogen, aufyzip.iiiamentariiebe Regierung berufen werben. Tie Situation ist so verworren, baß ich an eine baldige friedliche Lösung nicht glauben kann. Paris, 24. Scpt. Aus C ha nt o u u i x wird gemeldet, das; der Architekt Ridoub bei einem Ausflug in einen Abgrund stürzte uub sofort tot war. Bekanntmachung. Das 3. Ziel Gemeindesteuer und ttanalaebuvrcn für 1909 ist binnen acht Tagen bei Bexiilelduiig ber Beitreibung zu zahlen. Gichcn, den 24. September 1909. [B24/g Stadtkasse Gießen. F. B: Allendorf. ist geöffnet. 5 bis ßc Morgen ist unser Geschäft P P. Um Verwechselungen vorzubeugen, mache ich meiner werten Kundschaft die ergebene Mitteilung, baß ich mein Geschäft nach wie vor unter ber Firma Georg Schubecker, Zimmcrgcschäft und Sägewerk, Erdkautcrweg 20, weiterführe. 5281 Georg Schubecker Telephon 431 Telephon 431 Inhaber N. Günther m0 Srrs- ersparnif «ES Zwischenzündung mit nur einer Dauerzündflammc. Beste und sparsamste Aussenbeleuchtung für alle Zwecke, 120 HK 240 HK 3fi0 HK 480 HK 600 HK Kerzen- stArke I flammig 2 flammig 3 flammig 4 flammig 5 flammig Lampentype Bal allen Gasanstalten«. 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