hingen Beller , Ww. Himel i l Dew. Himel ; itt W imGles: M 1,15 ühr. imeyer. ’ 131« ' tfö1 ‘ Ml 'M M , 206.6 -118# 1B Auch "bic Retourkntsckie von t>cr Skrbrüberung bo3 Liberalismus mit bcr Sozialdemokralle ist so kläglich nrie möglich. Die Konservativen haben in tagelangen intimen Beratungen mit dein Zentrum uni) den Polen ihren Schlachtplan genau jcftgclegt; die Liberalen aber haben mit den Sozialdemokraten überhaupt nicht verhandelt, ja säst bis zum letzten 'Jlngcnblid. nicht gemutzt, ob diese die Erb anfalifteuer annchmen oder ablehnen nmrden. Ebenso war cs bei allen anderen Steuern. — Wie soll der scharsen Parteipolemik ein Ende gemacht und der immer noch zunehmenden Verbitterung ein Ziel gesetzt iverden, wenn derartige plumpe Ausfälle dazwischen- lummen? Deutsches Reich. Der Kaiser hörte gestern vormittag in Wllhelmshöhe die Vorträge der Chefs des Militärkabinetts und des Marinekabütetts. Tas Redeverbot der Kieler Polizei gegen den englischen Abgeordneten Macdonald hat in den Streifen der eng^ liscyen Arbeiterpartei grobe Erregung l-ervorgerusen. Der Abgeordnete Keir Var die hat die Absicht ausgesprochen, die Lin gelegen^ heit schon in den nächsten Tagen im Parlanient zur Sprache zu bringen. Die deutsch-feindlichen Zeitungen benutzen den ZlmschenfaN zu heftigen Angriffen. Bei den Waggon- und Maschuienjabriken van der Zhpten und Charlier-Deutz wurde 400, zu urteil lange Jahre auf den Werken beschäftigten Arbeitern gekündigt. Der Vertrag, der dem Kampf tm Hamburger Ban- gewer beein Ende macht, wurde zwischen dein Baugewerbeverbaiid einerseits und den Vertretern der beteiligten 13 Arbeiter verbände anderseits unterzeichnet. Die Arbeit wird heute wieder ausgenommen werden. 18,5 °C. 12,3’C. ’isen-Indastrie idelsges. Bank • nk • ■ it. Bank JtojfÄ -foöulein »j , ^UllyT-h. Herrn Furu-Kawa und seiner Partner übergingen, der sie nun shstematisch und gründlich abbaut. Es sind drei Hauptkupferstätten da: Die Honsan, die Tsudo und die Kötakiminen, die zu- fammen etwa 14 Prozent der ganzen japanischen Kupferproduktion zu Tage fördern. Ein dichtes Netz von Feldbahnen — im Außendienst Pferdebähnchen, im engeren Kreise elektrisch betriebene Bahnen — verbindet die einzelnen Teile des Minenbetriebs mit der Zentralstelle, wo die ausgedehnten Verwaltungsgebäude stehen. Man hat sofort den Eindruck, daß da zu viel verwaltet wird. Ter Japaner leistet ja in Kopfarbeit und auch mit seinen Händen nur etwa ein Drittel der Arbeit des Europäers, und so findet man denn einen über alle unsere Vorstellungen weit hinaus- gehenden riesigen Verwaltungskörper. Allerdings ist außer den eigentlichen „Arbeitern" auch eine ganze Zahl der „Mit- geschleppten" da, die Verwandtschaft und Bekanntschaft hier untep bringt und durchfüttert. Die Beamten verdienen freilich für unsere Begriffe nicht übermäßig viel, das Durchschnittsgehalt ist wohl etwa 40 Pen, gleich 84 Mark. Es ist aber immerhin noch bedeutend höher als die Löhne der Arbeiter, die in den Schmel- zereien bei 10- bis 12ftünbiger Arbeitszeit 1,60 bis 2,10 Mark bekommen, während sie in den Minen, wo in drei Achtstunden- fchichten gearbeitet wird, mit dem Aklordsyftem 1,10 bis 4,20 Mark, im Durchschnitt aber nicht mehr als 2 Mark verdienen. Bei solchen Löhnen ist es verständlich, daß sich der Betrieb recht gut rentiert. Zudem werden die 6500 Pferdekräfte, die zum Betrieb nötig sind, aus den Wasserkräften der Gegend bei einer ganz mäßigen Staatsabgabe billig und ohne allzu große Kosten gewonnen: das System der Feld- und Schwebebahn verbilligt den Versand der Fabrikate und den Bezug der notwendigen Betriebsmittel von und zur Bahnstation und dazu kommt, daß die Kohlen aus einer ganz nahe gelegenen, mit der Gesellschaft in Konnex stehenden Kohlenmine bezogen werden. So mag bei der Förderung von ca. 6300 Tonnen reinen Kupfers aus etwa 230 000 Tonnen Kupfergesteins und beim Gewinn von Gold, Silber und Arsenik als Nebenprodukten ein ganz hübsches Sümmchen für den Eigentümer bleiben. Es ist für den Betrieb der Minen, wie auch der Raffinerie im Nikkotal bestimmend, daß die Arbeitskräfte so unendlich billig sind. (Tie etwa 100 in bcr Raffinerie beschäftigten Frauen zum Beispiel bekommen 60—65 Pfennige im Tag!) Da lohnt sich der Gedanke gar nicht, der unsere westliche Industrie beherrscht: teure Menschenhände durch billigere, gleichmäßiger und regelmäßiger arbeitende Maschinenlräfte zu ersetzen. So findet man zwar in den Anlagen sehr gute Maschinen, erfreulicherweise neben wenigen amerikanischen, hiiuptsächlich deutsche Fabrikate, deren Solidität, und Preiswürdigkeit bic Ingenieure all.nthalben loben, aber es fehlen die raiiimeiten Komöinalionsmaschinen, die man bei uns heft. So stehen hier in der 'Raffinerie Arbeiter mit langen Zangen bereit, um die zu walzende itupferplatte in Empfang zu nehmen und durch die einzelnen Gänge zu schieben, bis fie gleichmäßig dünn ist. Zwar fnrd sie hervorragend geschickt und schnell ui ihrem Werke, aber -was will das gegen die Unfehlbarleft unserer modernen Maschinen? Nur die Billigtest der Arbeitslöhne kann hier die größere Leistung der Maschine paralysieren. Es ist für den Deutschen, der an das prompte und jeF.t ziemlich sichere und lautio.e Funktionieren des Apparates unserer Arbeiterschutz-- und Per! ichrrungsgefttzgebung gewöhnt i|t, nicht ohne Sntereiie, sich in Japan in dieser Hinsicht umzusehen. Zunächst fehlt es da beinahe völlig an einer gesetzgeberischen Regelung auch der primitivsten Fragen in dem großen, schweren, sozialen: Problem der Nwdernen Arbeiterftage. Das nruu man mit üi Betracht ziehen, wenn man die Kvnkirrrenzfähiglcft der deutschen! Industrie im Osten erwägt. Schon die anderen europäischen Staaten arbeiten um die Lasten billiger, die unsere Industrie zu sozialen Zwecken trägt. Die erwachende japanische Industrie wird noch gefährlicher unserem Exporte werden, weil sie mit viel billigeren Arbeitskräften arbeitet. Unser Bestreben kamt dabei natürlich auf kein Zurück in dem vorbildlichen Werke unserer Sozialgesetzgebung gerichtet sein, sondern es muß im Gegenteil unser Ziel fein, den anderen Staaten unser Beispiel zur Mch- ahmung zu empfehlen. Das nur nebenbei. Es ist interessant, zu sehen, was ein großes Werk, wie die Ashiounncn heute schon rein privat sür seine Arbeiter tut. Es ist oberflächlich betrachtet red)t viel und ichmilzt, schärfer unter die Lupe genommen, zu dem zusammen, was jeder Arbeitgeber tun wird, um das berühmte patriarchalische Arbeitsverhältnis, das ja zumeist in der Sicherung billiger Arbeitskräfte besteht, zu sichern. Für die Beamten ist ganz gut gesorgt. Sie wohnen nicht teuer in Häusern der Gesellschaft und können für durchschnittlich acht Pen, also 17 Mark im Monat alle Mahlzeiten europäisch und recht gut im Beamtenboardinghouse einnehmen. Auch die Arbeiter wohnen zu zwei Dritteln in Gcselli'chaftshäusern. Aber wie sind sie meist zusammengepfercht, und was will diese Vergünstigung heißen bei einem System, da jeder Arbeiter jeden Tag selbst gehen und, was das Wesentliche ist, auch entlassen werden kann und dann sein Haus räumen muß? An den schlechten Wvh- nungsverhältiiisscn hat auch ein großer, übereilter und planlos geführter, partieller Streik der Arbeiter im letzten Jahre nichts zu ändern vermocht. Helfen könnte hier nur ein allgemeiner Ausstand, und den zu führen, sind die Arbeiter zu arm und zu unorganisiert. Tie Minengesellschaft hat für die 2000 Kinder ihrer Arbeiter zivei eigene hübsche Schulen erbaut. Jede Mine besitzt ihr eigenes Hospital mit je 4 Aerzteu, das, falls nicht besetzt, auch den Familienangehörigen der Arbeiter unentgelllich offen steht. Allerdings ist es ziemlich stark besetzt, denn die Unglücksfälle in den deinen sind außerordentlich zahlreich Ferner verkauft die Gefellschast an Beamte und Arbeiter Reis und sonstige Lebensmittel zu Engrospreisen und endlich bezahlt sie den Witwen der im Betrieb verunglückten und getöteten Arbeiter ein Sterbegeld, das je nach den Arbeitsdienst;ähren des Verunglückten sich auf den Durchschnfttstageslohn ton 10—500 Tagen beläuft. All diese sozialen Kosten verursachen bei den 14 000 Beamten und Arbeitern einen Jahresauswand von 30 000 Pen, also von etwa 63000 Mark! Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, daß die Minengesellschaft sozialpolitisch zu den fortgeschrittensten Ardeftgebern ui ganz Je.pan zahlt. Andere teilten sozial gar nichts und Haden doch genug Arbeitskräfte. Alan wird die sozialen Zustände in Japan sehr mitzuerwägen haben, wenn man die Chancen ausländischer Industrien im künftigen Japan erwägen will. Denn es hat allen Anschein, als ob unter dem brauchbaren Firmenschild „Erziehungs- und Finanzzölle" eine recht hohe Schutzzollmauer um die lapanischc Nationalwirtschaft bei der nächsten Tarifreoifion in den Jahren 1910 und 1911 errichtet werden soll. richte Bank für Hande Briefe aus Japan. Don Di» Fritz Wertheimer. IV. Ashio, die größten Kupferminen Japans. Wenn man in Mkko, dem japanischen Sommeraufenthalt, dem berühmten Begräbnisplatz Jeyasns, wo sich Schönheit und Kraft der Matur mit der Pracht und der Würde der allen Tempel innig ineinanderschmiegen, das Tal des wilden Gebirgsbaches Dayagawa hinaufpilgert, dann begleitet den Wanderer ein schmal- purigcs Feldbähnchen, auf dem schwere, starke Ochsen mit den ieltfamcn Schutzdächern gegen die Sonne ihre Lasten ziehen. Wohl eine Stunde auswärts bringen sie von der Station Hachishi Vorräte und Kohlen, um auf dem Rückwege Kupfer und Tupfer * draht dafür einzutauschen. Tenn da hinten steht mitten in der wilden Gebirgsschönheit die Rassinerie der großen Kupferminen, die selbst wieder ein paar Stunden hinter dem Berge liegen. Es ist eine harte und wenig begangene Tour von Nikko zu den Minen. Der Hoso-o-Paß liegt dazwischen mit seinen 1300 Metern, und es ist sür Pferd und Reiter eine anstrengende Geschichte, in Stein und Geröll, zwischen alten Baumstämmen durch und an Bergabhängen vorbei den Paß zu übersteigen. Die Heine Feldbahn macht sich das leichter. Vom Fuß des Passes an, wird sie als Schwebebahn nach der, Erfindung eines deutschen Ingenieurs herübergeleitet und elettrisch betrieben. Da schweben dann hoch in der Luft gleichmäßig und ftcher die Kupferpakete und Kohlenbunker hin und zurück und fpotten des Reiters, der in der Sonnenglut sich abrackern muß Den aber lohnt die Natur. Prächtige Ausblicke auf weite Täler offnen iid), Wasserfälle stürzen aus Seitentälern rauschend über ine zerklüfteten Felsen, und alte Bauniriesen recken stch zum Himmel, wie wenn sie die Sonne herunterholen wollten, die ihre Blatter versengt. Endlich sieht man nach fünfstündigem Ritte den «Jrt der Minen von Ferne. Aber man mutz noch eme Stunde das Tal des Watarasegawa hinabreiten, bis man das 'oer^dors Ashio erreicht. Rings umher sind plötzlich die Fellen kahl geworden und sehen nun ohne den schützenden Wald drohend und zackig aus. Ein großer Waldbrand hat den ganzen Gebirgszug vor zwanzig Jahren kahl gesengt, und nun kommt wegen der schlimmen Ausdünstungen der Kupferschmelzen kein langes Grim mehr auf. Man hat allüberall auf den Bergen Wechengeilechte verstaut, um Felsstürzen vorzubeugen. Denn em tuchttges stein- geröH müßte den Häusern und Hütten verhängnisvoll werden, die da wie die Vogelnester am Abhang kleben, unb roenn einmal ein tüchtiges Erdbeben kommt, wie das ja hier nicht leiten ist, dann haben Ashios Bewohner darunter beionder» zu leiden. Ashios Bewohner! Dian könnte ebensogut lagen, die Angehörigen des Dorfes der Kupferminciigeselllchaft. rrenn von der nächsten Bahnverbindung mindestens sieben stunden abge|chio|- ien wohnen in der ziemlich unfruchtbaren und kahlen Gegend nur die Minenarbeiter und die Händler und yanbroerlsleute, Du unbedingt nötig sind. Immerhin wohnen aber etwa 13 ooo arbeitet unb an 7000 Beamte mit ihren Familien da, weit zerltrcut in Dem langen Gebirgstal und oft auch in Seitentälern, Die Der Richtortskundige gar nicht sieht unb findet. Denn die -deinen nehmen ein ungeheures Gebiet ein. Sie sind ichoft ouu äahre alt, wurden aber früher nur leicht und oberflächlich bearbeitet, bis sie vor etwa 20 Jahren in bet* Befttz des reichen fläntng gegeben werde. Dazu wollten wir doch gerne unser Scherflein beitragen unb warten nun ruhig, ob bie konservative Partei es unternehmen wirb, den Exkanzler in seiner Norbsee- beschcrullchkeit aufzustören. Denn daß er, trotz seines Schweigevorsatzes, eine einseitige parkeioffizielle Darstellung nicht unbo antwortet lassen würde, ist wohl zweifellos. — Wir möchten nur noch mft wenigen Worten auf das eingangs erwähnte Inserat der sächsischen Konservativen zurückkommcn. Es geht in seinem zweiten £eil auf die neuen Steuern ein und enthält ma. Die krasse Unwahrheit, daß die Nationalliberalen gegen bas Spiritus-Handelsmonopol, wie es die Regierung forderte, gestimmt hätten. Tas Gegenteil ist richtig. Im übrigen bemüht sich das Flugblatt zur Abwechselung wieder einmal um den Nachweis, daß die Liberalen nie zur Bewilligung der notivcnbigen indirekten Steuern bereit gewesen seien. Vor kurzer Zeft hat die Berliner „Kons. Storr." nach berühmten Zcntrumsmusteril behauptet, die Liberalen hätten den Massenverbrauch viel stärker belasten wollen als es die neue Mehrheit getan hat. Allmählich läßt einem doch die Schamlosigkeit, mit der immer abwechselnd die entgegengesetztesten Unwahrheiten ackert. • y ledert ; • i Bergwerk . nerik- M rgwerk...... Sv LD0ln Mm, I ;■ • feiler S I ontaei aus «u I '' us bem $17 I ■W® LchZ ilc | f‘ 'voisen w doch tour, geilata '^l'.datz in v ?enl rtrnijöiiita ■funben (jabt, I sranzö'siit! und brachle 1:-1 mationahi ausgesühit br on 20000 fei Ivndc nach ihU N in Tehnu aubemübe-, me inteinationtitl Jahren Mädli« Preisen verlauft asles Individuum Zndianovoli- Die Bahndamm lötet, eine SUn^ chnne Feuerz. ftht in Flaminn, durch ist die Vn> e die Serimitur;] zurüchllsühren in] Verbindung ftebai Weltzbrändi, gefallen ist. konservative Ausflüchte. Die herzbewegenden Mahnungen der Konservativen, doch endlich die Stteitaxt zu begraben unb eine Politik bet Sammlung ein» zuleften, scheinen nur an bie Liberalen, nicht an bie eigenen Leute gerichtet zu sein. Im Gegenteil: wenn einmal bie liberalen Organe, ermübet unb angeroibert durch das ewige Gezerre, sich mit angenehmeren Dingen zu bcfd)äftigen anfangen, bann werden sofort bie Gegner munter unb zwingen fie zur Wiederaufnahme ves Streits. Denn auch in bie Forberung, daß bie Parteien sich auf Verteidigung unb auf bic Klarstellung ber Tatsachen beschränken sollten, schließen bie Konservativen sich selbst nicht ein. So hat ber Preßausschuß bes sächsischen Konservativen Laubes- Vereins bie „Leipz. N. Nachr." mit einem großen Jnseraten- auftrag beglückt, ber ein gegen bie Liberalen gerichtetes scharfes Flugblatt enthält. Daß ben sächsischen Konservativen nach ihrer völligen Unterwerfung unter bic Diktatur Heybebranb angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen angst unb bange wird, finden wir verständlich. Die Verwirrung rechtfertigt aber nicht beleidigende Ausfälle, wie den Vorwurf schlimmster politischer Heuchelei, und noch weniger die harten Verstöße gegen die Wahrheit, bie in dem Artikel zu finben finb. Dessen erster Teil beschäftigt sich mit bem Kanzlersturz. Da wirb nicht nur behauptet, baß in ber 9iobember» krisis die konservative Partei treu zum Fürsten Bulow gestanden habe, sondern es werden auch wiederum die angeblichen Aeußerun- gen des Abgeordneten Bassermanft über die Affäre ausgegraben, die in ber „Dortm. Ztg." verzeichnet waren. Herr Bafsermann hat solche Aeußerungen sofort abgestritten, und das Dementi ist noch so oft in Erinnerung gebracht worden, daß nur sehr starke absichtliche Gedächtnisschwäche daran vorübergehen kann. Wenn ferner immer wieder von den Gegnern die Ausführungen einzelner, den Nationalliberalen nahestehender Blätter zitiert werden, die damals den Rückttitt des Fürsten Bülow als selbstverständlich bezeichneten, so ist dem entgegenzuhalten: Die betreffenden Zeitungen haben sich im ersten SDloment begreiflicher heftiger Erregung durchaus selbständig — wie das stets ihre Art ist — und ohne Zusammenhang mit ber Parteileitung so geäußert. Der ttesste Beweggrund aber war doch bie Annahme, daß auf andere Weise bic allgemeine Unzufriedenheit nicht zum dokumeiftarischen Ausdruck kommen könnte. Als das später im iltcictetag unb in ber berühmten Potsbamer Audienz doch zur Genüge geschah, ist kein liberales Blatt mehr auf die diotwendig- [eit eines Kanzlerwechsels zurückgekommen. Tie Konservativen aber, denen ihre Auffassung verbot, nach ber Ablehnung von Bülows Rücktrittsgesuch durch ben Kaiser den Sturz des Kanzlers offen zu betreiben, haben hinterrücks durch Verdächttgnng seiner Loyalität unb auf parlamentarischem Wege burch die Ausschaltung des Liberalismus ben Fürsten Bülow zu ftall gebracht. Das ist eben bcr grunbliegenbc Unterschied: bie Liberalen halten bas nk ' nd Oluo- seubohn itsbabu • ■ .j. Eisenbau Ministerstürzen für kein Verbrechen, sobalb bas Wohl bes Laubes dazu nötigt; bic Konservativen erklären es für einen Eingriff in die Rechte ber Krone, betreiben es aber int stillen ganz munter, sobald bas Interesse ihrer Partei in Frage steht. Lluch bie „K?reuzzeitung" plagt sich in ihrer letzten Wochen- rundschau wieder damit, die Schuld an dem Kanzler stürz von ben Konservativen abzuwalzen. Mit wenig Glück freilich. Denn sie beginnt in einem Aufschwung von Ehrlichkeft die Aeußerungen des Fürsten Bülow im Reichstag über die Möglichkeiten seines Rücktritts beinahe vollständig zu zitieren — gerade die paar i mit der immer avwecyieino Die enigegcngeieijieneu unroagrijeuen deutlichsten Sätze fehlen allerdings immer noch — und Die Wieder-1 über die Liberalen üerbreitet werden. Die Galft ins Blut laufen ! gäbe des Bülow-Interviews im „Hamb. Korr." für „wohlbeglcm- bigt" zu erklären. Tadurch wird die Aufgabe des konfervatwen Organs naturgemäß sehr erschwert. Denn Fürst Bülow müßte doch eigenllich wissen, weswegen er gegangen ist. Die angeblichen Widersprüche zwischen seinen letzten Zornesworten und den frübereit Erklärungen im Reichstag sind gar nicht vorhanden, sobald man neben dem Willen des Kaisers den „eigenen freien Entschluß" des Kanzlers gelten läßt. Nicht wegen der Erbschaftssteuer als foldicr und nicht wegen „parlamentarischer Schwierigkeiten" ist Fürst 'Bülow zurückgetreten, sondern weil er nicht — wozu ihn die Konservativen durch ihre Ablehnung der Erbichaftssteuer ft em pdn wollten — ein Känzler von Zentrumsgnaden und damit nach seiner Vergangenheft eine komi|'ck>e Figur, bar jeder Autorität, werden wollte! Das war ein Staatsinteresse, für das die Kon- fertatioen, die sonst die Autorität so gerne im Munde führen, doch Verständnis hoben sollten. Das fühlt wohl auch die „Kreuz- zeitung" und darum will fie den Anschein erwecken, daß die Stellung Bülows so wie so unhaltbar gewesen sei. Die Behauptung, das sei doch „hinlänglich bekannt", müssen wir als falsch b^eichncn und den einzigen Beweisversuch als untauglich. In einem hervorragenden demokratischen Blatt soll nämlich gestanden haben: in Bai>ern und Württemberg habe man den Rücktritt Bülows schon seit Monaten erwartet. Tas ist zwar recht unbestimmt ausgedrückt, aber wir wollen es glauben. Und hinzusügen: auch in Norddentschland hat „man" dieselben Erwartungen gehegt, sie sogar in der Presse hier und da ausgesprochen. Das geschah zu der Zeft, als — unter lebhafter Mitwirkung der „Krenz- zeftung" — der Widerstand der Konservativen gegen die Erbschaftssteuer eine deulliche Spitze gegen die Person des Fürsten Bülow zu erhalten begann. Es mag fein, daß der Reichskanzler selbst damals noch öpttmistischer über die Lage dachte und sich von dem unübenutnblid)en Uebelwollen Derer um Heydebrand nur schwer überzeugen ließ. Aber cs geht doch aus keinen Fall an, ans der Tatsache, daß andere Leute die Pläne der Konservativen früher durchschaut haben, zu schließen: Die Pläne haben nicht existtert. Dir haben die — äußerst 'charakteristischen — Vertuschungs- Versuche der Konservativen in bezug auf ihre Kanzlerstürzerei noch einmal etwas näher beleuchtet, weil die „Kreuzztg." es soeben als „wirklich nötig" erklärte, daß über das Verhältnis ihrer Partei zum Fürsten Bülow eine authentische öffentliche Auf- rlusland. Einer der HauptteGnehmer ander Ermordung Hertzen steins. Laritichkin, der den tödlichen Sck>uß abgegeben haben soll, hat sich den finnischen Gerichtsbehördeii ge- |teilt Er erzählt, daß Leute aus dem Verbände des russischen Volkes zwei Anschläge gegen ihn selbst verübt haben und oaß er bei einem dieser Anschläge verwundet wurde, woraus sick- offenbar die Gerückte von seiner Ermordung erklären. In Sofia ist eine Drahtmeldung eingetrofsen, wonach am letzten Freitag abend bei dem Grenzposten Bellte Patett itmveft des Dorfes Bunartschewo türkische Patrouillen auf bul- gariscyes Gebiet vorgcdrungen sind. Es kam zu einem Zusammenstoß mft dem biilgarischen Grenzposten, Der Verstärkungen heran zog. In bem Kampf wurden jmei Türken getötet, einer verwundet. In der Antwort auf die Kollektionote Der Schu tzmä chte wird die Pforte, wie der „Courrier d' Orient" meldet, darauf Hinweisen, daß es sich bei der Regelung ber mazedonischen Verhältnisse um innere Angelegenheiten der Türkei lianbelt und daher ersuche die Pforte die Mächte, die Souveränität der Türkei zu achten und der türkischen Regierung bei der Regelung der mazedonischen Frage freie Halft) zu lassen, zumal die Absichten der Pforte durc^urs frieblidje feien. — Wie aus Kanea gemeldet wird, verlangte das Exekutivkomitee ton den Konsuln ber Schutzmächte bie Räumung der Forts durch die internationale Besatzung, die zur Niederholung der griechischen Flagge gelandet war. , ,, _ Als Lehrer des Schahs sür^ polfti|che Wifienichaften ist Hodsh-i-Senakh, ein Bruder Mirsa-Sshasars, des Lehrers der jifangskurse. .firtfClk ' ' k •d l^1 Nr. Erstes Blatt ISS.Jahrgang Dienstag 2^. A»rgust 190S Der Siebener Ä au oeangöprcio: erscheini käglickF außer Ägwgp W W monatlich75oiertel- ® icfjcitct lln^iücr wirtschaftliche Seiftragen V W V £2 V ▼ B W W W auswärts 20 Pfennig. ^emsprech-9ll,schlüsse: » || Verantwortlich für b.e SRebatt.or. !ia , V , für dm v-Iwlch-n T-il: General-Anietger für Oberhessen WZM Annahme von Anzeigen tF 1 ft I f u. Land" und ^Gericht.- dis DornüttagT'rüi)^ Rofafionsbnid und Verlag der vrilhl'schen Univ.-Vuch- und Sleindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: zchulstrahe 7. Anzeigen'leck?'H. Beck. pnfif*en 2ptm6e tz im Leib-Drag.-Regt. (2. Großh.) Nr. 24, Wagner, Rudolf, im 2. Gtoßh. Feld-Art.-Regt. Nr. 61. Zu Leutnants mit Patent vom 17. August 1907 befördert die Fähnriche: Felber tut Inf.-Leib-Regt. ©toßherzogm (3. ®ro&b.) Nr. 117, Müller im Inf.-Regt. Prinz Karl (4. Gtoßh.) Nr. 118. v. Hammocher im Leib-Trag.«Regt. (2. ©robb.) Nr 24. Zu Leutnant» befördert die Fähnriche: Graf Beissel von Gymnich, Frhr. v. Bleu! im Leibg.-Inf.-Regt. (1. ©robb.) Nr. 115, Frhr. Rüder von Dierüburg im Garde-Trag.- Regt. (1. ©tob.) Nr. 23. Zum Fähnrich befördert: o. Du« st e d t, Unteroffizier im Garde-Trag.«Regt. (1. ©toßh.) Nr. 23. Gras v. Bredow, Oberstleutnant und BataiUonSkoiiimandeur im 1. Unterelsäss. Znf.-Regt. Nr. 132, mit der ErlaulniS zum Tragen der Uniform des Lcibg.-Inf.-Rcgt». (1. Gtoirh.) Nr. 115, der Abschied mit der gesetzlichen Pension bewilligt. Bachelin, Oberstleutnant a. T. in Freiburg u B., zuletzt beim Stabe des Inf.-Regts. Herzog Ferdinand von Braunschweig (8. Westsäl.) Nr. 57, i *. dec Erlaubnis zum ferneren Tragen der Uniform dcS .«Letb-RegtS. Großherzogin (3. ©robb.) Nr. 117, auf sein Gesuch mit seiner Pension zur TiSposition gestellt. Ferner imube befördert Helm. Paul, Zeug-Oberleutnant beim Art.-Depot in Nlainz, zum Zeug- Hauptmann. — Zur Militärtechnischen 9lkademic einberufen wurde vom 1. Oktober 1909 ab Leutnant Baur vom Feld« Att.-Regt. Nr. 61. • • Die Besold ungvzu lagen für da» Personal der Reichspost werden im ganzen Großherzoglunt von heute ab gezahlt. • • Der Turnverein empfing gestern abend seine 8 Sieger vom Äi l he l m s h ö 1) e r Bcrgturnsest mit Musik an der Bahn und geleitete sie in festlichem Zuge durch die Stadl. Eine außerordentlich zahlreiche Zuschauermenge brachte den heimkehrenden ficgrcieven Turnern lebhafte Ovationen dar. ein dichlbeseyten (r'inhornsaal fand sodann zu Ehren der Sieger em Feukommers statt, dec bet Konzert, flemrinfomem Olefanfl und Ansprachen einen sehr schonen Verlaus nahm. Ter Verein Vorsitzende gedachte der r>cdcutung solcher Bolksturnseste und sprach den Siegern den Dank und die Anerlennung des Turnvereins auo. ( nil Heil aus die prcisgekrönien Turner sand lebhafte Zu- - Sieger für die Ehrung und gelobte dem Turnverein und der Turnsache auch fernerhin -ireuc und steinige Turnarbeit. Ter 2. Sprecher Vitt hoff begrüßte die itofte und Turner im Namen des Vorstands und ivrderte nnt beredten Liorten 5n i neuerer eifriger Mitarbeit im Dienste der bculfdien airnfadw auf. Fm Namen der zahlreich anwesenden Mitglieder der Landsmannschaft „2nrnt|Uibiia", der der eine erste Zieger Violl angehurt, sprach Stud. Frank seine Freuoe über die großen Erfolge des Turnvereins aus und betonte ba» gute Verhaltn»o zwischen feiner Lanbvniannsd>ajt, dem Turnverein und der Vürgersd-aii ‘Der Vorsitzende des Fuß- ballNubs von 1900 T e m u t b überbrachte Die Glückwünsche feines Vereins und betonte die Gemeinsamkeit der Ziele von Turnen und deutschem Spor: im Tien|ie des Vaterlandes Mit einem Gut Heil aus das deutsche Vaterland, Dem die Arbeit von Srudentenschaft, Spor^ und Turner- schast gelte, schloß der Vorsitzende den offiziellen Teil des schön verlaufenen Abends. • • Geflügelzucht junge und nicht sehr starke Verein wollte das Risito einer Aus- fttlluiig nicht übernehmen. Da schon tu ließen eine große allgemeine i^slugel-Auostellunfl geplant ivar, so trat die Landwirtsd?aiiSiainmer mit dem herein in Unterhorn Linj. Die Besprechung uhrte dazu, daß der v^efeener Verein die Provinz^ slügelschoii überuainn. eie soll voraussichtlich vom 4. bis »■ Dezember statt finden Die von der Landw.r:- schäft »kam mer en.ivorsenen Nornialsatzungen iür b:c Cbcr- Uffifdien z^eflügelzu. ivereine wurden nad) längerer Icba.tc mü einigen ÄbÄnderungsanträgen angenommen. Der p 18 nei eine längere Di.'iusiwn hervor ar lautet: ..Ter Verein rnvirbt die cigenfdwii als anerkannter Zuüi verein de? Landwirtschasislammer-Ausschusies tur ejjen und unterstellt |id> der Kontrolle desselben. Die b rtretcr der xamnttr bestanden tntschi den aui diesem >a:ag:a(ihn. da die xummer den Bert.neu nhf.umdK Mutet uv.rw.iit und die giriere : eiriuunung schon bet den anderen Zuchtvereinen |ur Rindvieh, Schivetne und Ziegen besteht, schließlich nlltgteu die Verbandsvorsttzendcii der Zuchtvereine in bte Ausnahme bev z l.\ tu Satzungen tv.roen tu; ujc < ;c.;ne Hessens gleichlautend au. gearbeitet au k » o<: i'anb- iirtfcdauskammir gedruckt und den Vereinen . andk. “ Blauer Montag. Ein bsex bei.:, ueter 2diuimc. grdütfe batte gestr:,: Man gcocd u euren u: rn. geuunten und iwlU: bann m e uer tiitpl> u.m A.ü :i . ; •_? der '4*0111 seinen 3i. u cu chlüfen. ?a Or: tl'.-.t bi . » und iä:i duiaus ezpebiene, revav »ne cr einem taten Sic.» »Ul. : die u.agang?'.uuc- ?ana die Glasscheibe zenrümmcri.-. Ter _ t ubr bei Der Vot'iri übe irrten, die 'im in Cbbct nabir. uno »irb iich benmächst auL we.;ra ec- k »u oercnica:: n k-aden * • Vermächtnis Ter c-r rimser 3nt in 7,rr.-.. art N. M verftoTb^ne Herr Moritz 81 ö r # I e i r.. rin c .‘bo des krudrr tne: an««! ügen Äaurmann» r. FtorSbnn. dar in fcntixirn -.n* Mng!id,?ni an inne Hennat but) binden; er duckte sich, wahrend der Polizeidiener einige Schritte weiter ging. Plötzlich sprang Muller auf den Polizeldiencr zu und verletzte ü)in in den Rücken einen tiefen Messerstich, der bis in Die Lunge drang. Weil konnte den Tater noch in der Anstalt adliefern. dann brach er bewußtlos zusammen. Er muBte in die Klinik nach Marburg gebracht werden, wo er lebensgefährlich verletzt barnieberhegt. — Der sozialdemokratische Parteisekretär Träger wurde der „Bolts,euung" zufolge durch die Kreiskonsereliz wegen unfomLer Gesd)äfi»fuhrung seines Amtes enthoben. r. R o d d e i m a d. Bieder, 23. Au». Auf llinlabung des PfarrerB ö m c l tzaiten sich gdian nadimittaq 31 Btieranen des .'incd'Viels Rodbcim ».aus Bi der, Fellme.Shauseu, Roddcim und Bctzbcrg tm 'Irorrbouic etngeiunDui. Alle ünnnmiegai aus großer Zeit wurden wieder ivachgeruscn und io icbwnnden die ni 1 »erste durch- ivfbtcn Amprache, in der der Geistliche Mc irühere a'roße Zeit mu oer Heun gen verglich, hatte nun für reichliche Bewirtung norden war Bereits drei Fahre werden nun diese Jdiammrn- fünfte gepflegt. Corbach, 21 Aug Unmittelbar vor Feierabend stürzte gestern abend an dem Neubau des Ber.vaktungsgebüudes des Fndustrienertes ein Teil der ©efim»maurrn de zweiten fammenbrod), fünf Maurer mit in die liefe nahm und schwer wurde der Kopf VPthDcn zwei Steinen zermalmt, so c»atz der Tod sofort eintrat. Tcm Mnurerlehrling Muller aus Kassel ist der eine Unterschenkel gebrochen uub zersplittert. Innere Verletzungen erlitt der Maurerlehrling Lange aus Bobl. Irm 24 Zahr« alten Maurer Landau Ver vanbi. D ob beim bei Liesbaden. 22. Aug Auf der diesigen t ürgermtt :crct hat cm großes Keine ma n«» begonncw Aus unbetannten wnuioen tvuroe der Poiize itmeiitex Frosch n Blum ßi.urbiflL Der Pol z.isekretär Kvi.rad. der feit .el i als 2u Janrcn un Gemeinde dienst ang. eilt ist. wurde v un csem»»'iderat fofort entlassen, da t. n na . g..Tiefen in sott, kaß er f*tt i ingerer Zeit Artt.el an die sozial- rmofratifdx ,F?'.kSstimn e* genesen habe, in denen die lutgernut .cr<. und die Rege.ang »er m..»dea:.,,..e^en- -ücn in neurg li »voller 'S isc kritisiert worden fein sollen. ee Kleine xXittcilnnflcB aui Hessen n n 0 »e n Xad>b61 uneteiL Landwirt üaö ixäUa ^odanncs viad in Zahmen wurde 14 r f utrr TtTPir M:;v. rnri lern Heisters erwäHt. al* solcher ,i and in den T .-nt rntgex^rifit — Zn Se»l er ftf.jnetr Ich auf br: Kacnl ae»e 1 Hütte nn bcdanert.cher Unslü^s'-U Ter Arbeiter Ä?nm» A c». mann vvn Lrerärr Ned-rsirMes ka« beim Gmfebri von lSc>. r.ns txnfdxH einen icldxa nab die Itcnfr des Werkest Rn dcn er*.ttimen Brof Zeppelin bereit# am 27 dS in Bi:trrs«E . emlnfft, wird er bei dem Vanbrat deS Kreises. Freister«^ von Bodenhausen, Löhnung n.h nen, jedoch ist die Möglich» -f kett vorgesehen, daß iHtaf Zcppclln erst mu dem am U . fälligen l»-Zu -,e mitiags ankommt. Z. III tnfft am 27 ds ui Bitter'eld ein, erhalt eine Rachsüllung und wird in allen Einzelheiten nachgesehen Wie eine Sorrefp^'Nbenz zu beruhten weiß, werden beim < Kufenthalt de» (Grafen Zeppelin mehrere ,'tragen ihre Er lebtgunq finden, bte bereits feit einiger Zeit in der Schweb» > find 90 soll bn den Unterredungen des Kaisers mit dem ('strafen die Schaffung eines nationalen Sufi* s ch i s s. M u s e u m s in den Vordergrund treten. Ter Kaiser bringt Der Gründung eines Derartigen "'nieums großes Znteresse entgegen und er wird, wie es beißt, aus »einem ’ürtra;bdi$, der sich auf genaue Au zcichnung, der bUbcngen Errunge -in allen au| dem Gebiet der Lush» M fdrifiabri. Modelle verschiedener Tvps und zahlreiche Werkst V der verschiedensten auoldntiftben Fachleut, über ft ’ Ma» J tcrie erstreckt, zu dem Unternehmen nach Kräften bet steuern, j Graf Zeppelin hat. ime der „Schwäbische *k'erfute1 erfährt, gestern nachmiitag das Krankenhaus in verlassen und sich um 3‘, llhr nach Friedrichshafen begeben. J Ter v*.raf sicht vortresllich aus Tas Q i o u t b schc Luftschiff, das sich in 5ranlH furt bekanntlich noch im Stadium der Probefahrten de»M findet, erlitt gestern früh nach einer schönen Fahri bet^l Landen einen Unfall, her aber keinen großen Schaden vevW ursacht hat. Ta das Schill durch starken i^isverlust nichtM mehr fähig war, in der Luft zu idnveben. mußte es mittel» ä Leinen von feinem Notlandungsptatz unweit der AussteliunßW durch Angestellte der Luftschiff-Ausstellung nach seinem fläW 1 digen Liegeplatz gezogen werden, tva» mit einigen Schwierig« 1 leiten verbunden war, doch ging alles glatt von statten j Tas Luftschiff wird voraussichtlich halb wieder heraus- kommen, denn die 8ieparaiurarbeiten sind nicht bedeutend Dem itaifcr ist es nut tuiksichi auf die bereits fest ■ getroffenen Titpyfilionen bei seinem diesmaligen Ausenl» R t,alt tu Kronberg mcht möglich geiveien, bte Luftschiff:' ct«W Vluoftellung in Fraufturi zu bciudxn Es fei irbud# in t M ausgeschlossen, daß dieser Besuch zu einem s«Heren Zen M punkt ftattfinbcn iverbe Unfall des Luftschiffe» Danach Element Tas lentbare Luftschiff Bahark^Element ,st gestern morgen J in Maifon» Lasfttte, während es landen wollte, auf die Telegraphendrähte an einer Eisenbahnlinie getrieben wo« | ceii. wodurch bte Hülle zerriß Der Zatton blieb an einer i Heide am Seineufer hängen und fiel ut den Strom 2er < sich Schimm men reifen Tic ^anfer Abendblätter bringen ri»J gebenbe Berichte Über den Unfall, der dem Lenk-Ä iHillon .^Banard Element" bei feiner gestrigen Landung |u**i gestoßen ist Ter BaNon, der für die lusttsche Regicru g | lolvieren, und stvar eine Höhenfahrt bi» zu 12 »ondel befanden sich außer dem Leiter und demW '.vted'anikr der rutfische Cb er ft ’.^ad) Tie versuche waren W vollständig gelungen. Ter Ballon erreichte feine bochßr> v öl e von 1 ö jflünbiaer prach-I tiger ,‘rahrt war her Ballon bet seinem Hafen in Äonlrifoe e u>teber angekommen Tie Landungsfetl ivarcn bereits aus-W getvorfen und von den Arbeitern ergriffen, als em Plötz-M lieber Windstoß einsetzte Tic Arbeiter mufften loslassc, . und her Ballon wurde durch den immer stärker werde»« c»en Äind fortgcnifcn Am Ufer einer Serneinfel sneß bw ä oonbel gegen einen Baum, wodurch bet Ballon m Mt Zeine geichleudert wurde Tic Hülle de» Ballons ist cif M einem »dytffe geborgen. Man ist bemüht, bte Gondel un» | den Motor, die in die Seine, welche an der Unrallürik s drei bis vier Meter tief ist, versunken find, zu heben. Zn Retmi schlug Bis not mit i einem Euf I -erunden «benjo stellte Bi. not einen L'ellrekord auf I in der Schnelligkeit mit tX) »Liiometem in der stunde Dani- 1 »wn errang den großen Preis der iLhamtzugne mit 50 Kilometer in 61 Minuten Urber Reval wurde gestern ein lenkbare ' lufp r beobachtet la* •:nb baM den B.iaen Anacvllch handelt es sich um das schwedisch» lenkbare Luttschiff Permiiditc». • Sine acBillifle Sr vlosiou hat griten i» \ dem ©a>c) t.-iiawn durch «as- ip. tut verwunser Ite ni: HUfe wird bei; ^mcitdxse* r.-n bwt- ai i« rech an ® tu f ictile Ün» sind. Du Unafl* >er iM noch mit « ätrUü ugesteM. ichriA.ich n: tu coi dir »i»s .n«S ..twf.et ***• - nijunieaw-t : iuradis ebrn: Za* t*cbaabe ist -E r w:.:. nm n <;a eub andere w_^.ub: wsiden tx A*-. *w» oa lUqt ist cuu g.wauige ^iu»cheH«MM Kinder vom nn V'-V- * Die erste Walliser Ausstellung. In Sitten, ii romantisch-mittelalterlichen Haupt- und Bischofsstadt t. Kantons Wallis, ist am 1. August die erste Jndustrie- y ftelhtng eröffnet worden, die der Kanton veranstaltet. ist deshalb bemerkenswert, weil sie ein besonders augen- iges Zeugnis dafür ist, welchen Umschlvung Technik unb - mftric selbst in den bäurisch-konservativen Bergtälern L hochalpen im letzten Menschenalter herbeigefnhrt haben. [ (e Jahrhunderte lang kannten die Walliser Bauern nichts ate chre Landwirtschaft. Diese allerdings stand hoher Blüte und hatte das nicht nur dem milden Anna )a^kcn, das namentlich den Obst- und Weinbau be- Jtigt, als den technisch- und kulturgeschichtlich merkwür- Bewässerungsanlagen, die noch in die Nomerzcit zugehen und danach „Heidenlanäle" oder in der sranzösi- t Landessprache ,Risses" genannt werden. Diese groß- ttgen Anlagen, die im Laufe der Zeit eine Gesamtlänge i 1400 Kilometer erreicht haben und bis zu einer Höhe von Meter reichen, haben den Walliser Alpen ihre große ichtbarkeit gewahrt. Das gewerbliche Leben des Kantons btnn auch noch sehr jungen Datums. Abgesehen von einer ;) begründeten Papierfabrik in Vouvry, gab es bis zum cinn des 19. Jahrhunderts kein industrielles Unternehmen 'Lande; 1818 wurde die erste Tabakfabrik in Sitten er- tet, 1822 eine Glasfabrik in Monthey, 1839 eine Tuch- tät in Bagnes. 1859 wurde die erste Bahnstrecke üon Es starben an: tzerzichler odilaqflup Tic Marktpreise für Vieh und Frucht uud die Gießener Fleisch- und Broipreise am 23 August 1909____________ Eine Jdealspeise ist in der Hitze zu frischem geschmorten Obst kalter Mondamin- Milchflammeri serviert. Sehr nahrhaft und erfrischend. Moadamin erhältlich ä 60,30 u. 15 Pfg. Rezepte auf jedem Paket. Gießener Wetterdienst. BoranSsichtliche Witterung für Hesjcn am Mittwoch dem 25. August: Heuer, trocken und ivarm. OrigrnaL-Vrahtmeldttngen. Friedrichshafen, 23. Slug. Das neue Luftschiff wird morgen ferttggestellt werden, so das; für Donnerstag kleine Probefahrten in Aussicht genonmien sind. In der Nacht zum Freitag soll dann die g r o U c Fahrt nach B e r l i n begonnen werden. Graf Zepp^in wird sich an ihr von Bitterfeld aus bCtL 91o m, 24. Aug. Tas Blatt Vita bestätigt die Nachricht, daß der Fürst von Montenegro an der Begegnung des Zaren mit dem König von Italien teilnehmen werde. Paris, 24. Aug. Wie dem Journal gemeldet wird, sind in Mexiko Nachrichten eingetrvssen, wonach die Insel Clipper- ton im Sttllen Ozean gelegentlich des letzten Erdbebens völlig verschwunden ist. Die Insel war ein ötreitobiett zwischen Frankreich und Mexiko. Paris, 24. Ang. Petit Nepublique meldet aus Konstantinopel: Tie Regierungen von Oesterreich und Rumänien verhaiideln augenblicklich 'über den Abschluß, eines Militär- Abkommens. . Paris, 24. Aug. Ter K r regsminister Brun ist nach dem Lager von Chalon abgereist, wo er heute den Manövern der 1. Kavallerie-Division beiwohnen und gleicltzeitig die Mitglieder der englischen Milstärmission unter Führung des Generals French empsangen wird. Alsdann wird der Kriegsminister nach Reims reisen zum Empfange des Präsidenten Falliöres, der dort den Flugversuchen beiivohnen wird. . Madrid, 24. Aug. Ter gestrige Tag verlief, wie aus Mellila gemeldet wird, recht blutig. Die Ätarokkaner griffen einen von Truppen besetzten Eisenbahnzug an, konnten aber mit vieler Mühe zurückgeschlagen werden. London, 24. Aug. Tie Einwohner der Ortfdiast Claire stellten als Kandidaten für die nächsten Parlamentswahlen Signe auf der f. 3t. zum Tode verurteilt worden war, weil er in den Reihen der Buren gegen die Engländer gekämpft hatte. Petersburg, 24. Aug. Aus CHarbin wird gemeldet, daß zwischen ChinaundJapan über ehre geheime M elitär-Ko n v e n t io n verhandelt werde. China rüste energisch. In Mukden werden 22 000 Mann Infanterie, 19 Schwadronen Kavallerie und 23 Batterien Gebirgsartillerie zusammengezogen. zu erfolgen. Friedberg, den 19. August 1909. Großh. Kulturinspektion. H e i) l. Zusammen: Erwachsene: 1. Lebeiisjahr: 2.—15. Jahr Grummetgras-Versteigerung. Dienstag den 31. l. Mts., vormittags 9 Ubr, wird das Grummetaras von den nskattichen Wiesen m den Gemarkungen Marbcntcid), Leibgcstcrn, Schinenbcrg und Watzenborn, da.- Gra? ?on Lchne.sen und Mahvlatlen in der J-or,twarlel Baum- Sn nui dein Nathause zu Watzenborn versteigert. " Weitere Auskunft erteilen der Groyh. Forstwart Menges zu Baumgarten und Gülerauüeber'Mack zu Hausen. Gienen, den 20. Slunuit itiyj. . ... Gronh. Oversorsterel Schmcnberg. I. L^Leo.____________________ * der ' ■ und 1 ,!’ «M? ' Jagd-Verpachtung. TiePerptwstung der Jagd der Gemeinde Lüaidgirmcs findet nicht am 1. sondern am 10. September d. Fs., vormittags 10 Ubr, auf dem Ralhaus meistbietend statt. k>- Waldgirmes, 23. August 1909. Bernhardt, Bürgermeister. Betr.: FeldbereinigunaSmelioralionen Glieder-Weisel. Arbeitsvergebung. Freitag de« 27. August 1909, vormitt. 10 Uhr, sollen nn Ralhause zu Nieder-Weisel die Waldrodungsarbeiten innerhalb der Waldgewann .Der Buchwald" veranschlagt zu 5750.— Mk. in 6 Losen vergeben werden. Kostenanschlag und Bedingungen liegen in der Kanzlei der unterfertigten Behörde, sowie im Dienstzimmer der Gr. Sürgermetfterei Nieder - Weisel zur Einsicht offen. Angebote aus aktengroßem Papier sind bis zum obigen Termin verschlossen und Mit der Aufschrift: Angebot Feldbereiuigung Nieder-Weisel versehen, der Gr. Bürgermeislerei Nieder- Weisel einzurelchen und haben in Prozenten des Voranschlags Literarisches. — Neuester S l a d t p l a n von G leben. Im Verlag der Ferberschcii Universitäts-Buchhandlung (C. Koch), Selters- ivea 87, ist soeben cm Plan von Giesten erschienen, nne er über- sichllicher und schöner in der Aiis'ühnmg >vohl kaum gedacht werden kann. Wenn die dein Plan beigehcstelen Angaben für Einheimische imb Fremde auch keinerlei Anspruch aus einen Führer niacheii können und sollen, so dürsten dieselben aber doch zur Oiienlierling genügen und jedem Käufer des Planes eine will- kominene Beigabe sein. Ter Verlag hat sich dlirch Herausgabe dieses gulen Planes zweifellos e,n Berdiensl erworben. rlin. S'S-I «'ich dnÄl Ml Mt die fPlöqiiA dem am » W am 27 ft | nb toitbina^ nfjegug brtTÄ «K-Ep icit iVd Witim ötr Äildt Wen. ' U «rÄSSÄ *1* un.°r 1» in der Stadt Giesten ansässtgen Archllctlcn ein Wettbewerb ^«''besten Entwürfe sind 3 Preise voni 500 visgesevt. Eine andere Verteilung der lcdcnmlls zur kirmenöcii Gesamliunnne von 1000 M- vüibt den i ibevlaiicii. Weitere Entwürfe können zu ^00 M. angeraut verv Die Unterlagen find von der Burgern,c ter c Giegen gegen emtcrlcguiig von 1 HL, welche öen Emfendern von Enuvuri iioäerüattct wird, zu beziehen. ub/ Gießen, den 21. August 1909. - Grobherzogliche Bürgermeisterei GtetzCü. M e c u m. Bekanntmachung. Die Stadtverordneten-Bersainntluna hat durck» °om Äff E Ä» Gießen, den 20. August 1903. Gipüen Großherzogliche Bürgermeisterei Gictzen. M e e u m. __ Geschwülsten Geisteskrankheit Abzehrung Nierenentzündung Verunglückung ___ Summe 9 (7) 7 (6) 1 1 (1) , Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, nnc viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke lammen. eines Palastes brachten die Architekten einen Einschnitt an, eine orgsam berechnete Luke, und wenn durch dies Fcnsterlcin ein Streifendes Sonnenlichts auf den Fußboden leuchtete, dann traf er um die Mittagsstunde genau auf eine Helle Linie im Pflaster als Kundgabe, baß die Zett den Gipfel des Tages erklommen halte. Kleine Tagcschronik. Die Dresdener Bogck-Schützengildc bewilligte 10000 Mark ür die durch den Brand auf der T resdencr Vogelwiese Geschädigten. Tie sonstigen freiwilligen Sammlungen haben bisher 40 000 Mark ergeben. Der Gcsamtsä-aden ist mit 460 000 Mark angemeldet worden. Die dem früheren Direktor der Nürnberger Schuckcrt- werke Kommerzienrat Wacker gehörige Villa am Bodensee brannte mit Gemälden und Kimsi gegenständen im Werte von mehreren hunderttausend Mark vollständig aus. Eine zum Besuche nach Hangelaar reisende 20jährige Verkäuferin aus Solingen, die in Köln irrtümlicherweise in einen durchfahrenden Schnellzug gestiegen war, sprang trotz der Warnung der Mitreisenden in Hangelaar aus dem in voller Fahrt befindlichen Zuge, geriet unter die Räder und wurde vollständig verstümmelt. Direktor Reinhardt vom Deutschen Theater will in 5er kommenden Spielzeit mit seinem Ensemble ein Gastspiel in Paris absolvieren. Die Beute der bei der Firma Mappin and Webb eingebrochcnen Juwelendicbc betrug nicht, tvie zuerst angenommen wurde, 160 000 Mk., sondern für 400- bis 600 000 Mk. Waren. In einem Hotel in Clermont Ferrand wurde Clömenceau van einem Unbekannten angehallen, der ihn fragte, ob er Cl6 - men cc au sei. Aus die bejahciide Antwort sagte der Unbekannte: Hat man Ihnen auch mitgeteilt, daß ich hier bin, um Sie zu ermorden? Clemenev>u antwortete mit einem Ge lüd)ter. Tas Personal des Hotels nahm den Unbekannten sest uitb entfernte ihn. Man vermutet, daß er geistesgestört ist. Infolge eines heftigen W o r t w e a) s c l s ohrfeigte in Montreux auf offenem Marktplatz ein deutscher Kurgast namens Wilhelm Rintelcn einen schweizerischen Offizier in Uniform, den Oberleutnant Locher aus Bern. Rintelen stellte sich nachher der Polizei als Rcservc-Ojsi- zier und Rechtsanwalt vor. Der Vorfall erregt peinliches Aufsehen. In Gueret sand eine Militär-Schießübung statt, bei der Figuren beschossen werden sollten. Statt dessen beschossen einige Soldaten ein Steinireuz, in dessen Nähe Offiziere standen. 5 Offiziere wurden schwer verletzt. Eine Untersuchung ist eingeleitet. Am Samstag drang die bewährte russische Polizei in Tolstvis Wohnung in Jasnajapoljana cm und ver- hastete seinen Privatsckrctär wegen der Verbreitung verbotener Tolstoischristen. , . Eine Feuersbrunst hat in Krementfchug (Gouvernement Poltawa) zwei Sägcmühlcn und zehn große Bau- unb Breimholz- nicbcdagcn, sowie eine größere Anzahl Wohnhäuser vernichtet: gegen tausenb Familien sinb obbachlos. Der von Tyne nach Bordeaux gehende fpanifche Dampfer Sleiraf Batran strandete in der Gegend von Ufhant. Man glaubt, daß die Besatzung von 25 Mann umgelommen ist. Vier Leichen wurden bereits an Land geschwemmt. , . . Nach dem kroatischen „Narodni Lift" erlitten bei den Manövern in Dalmatien infolge der enormen Hitze 200 Soldaten und Offiziere Unfälle. frCt Gasanstalt versammelt. Als das Feuer den großen Gasoer ergriff, gelang es glücklicherweise, das Gas abzustellcn. e'Panik entstand hauptsächlich, als der Rus erscholl, daß auch - große Gasometer in die Luft fliegen werde. Die Gewalt der losion auf offener Straße war so stark, daß ein geladenes j rroerf samt dem Pferde vollständig umgekehrt wurde und 7 derart, daß das Pferd auf beut Rücken unb ber Fuhrmann . ,»r dem Wagen lag. Der Dienst bes Gaswerkes ist vollstänbig stellt, so baß bie Stabt Tür einige Zeit ohne Gas sein wirb, h a den Toten betinbet sich auch ber französische Ingenieur M Masset, ber Direktor einer Pariser Gesellschaft für Gas- , 7r. Aus ber Unglücksstätte sinb Geistliche beiber Konfessionen [ »,senb, um ben Berwunbctcn unb töblich Verletzten Trost zu )en. Bisher würben sieben Tote, zwölf Schwerverletzte unb Lcictstverletzto gezählt. Gkmnmetgras - Versteigerungen der Fürstlich Solmsischen Rentei Lrch. Das Grummelgras von den Fürfiltchen Wiesen -c. wird äsSlnerötaa den 2. September I. FS., vormittags präzis 8 Ubr, mn,11 hen ^cien in der Geuiarkung Vtdj oberhalb ber rt Lorbilb ber Pünktlichkeit bient: braufeen auf ben Einoben, ben Dörfern unb einsamen Gehöften können oft Wochen ver- jh, ehe man Gelegenheit hat, ben Gang seiner Uhr auf ihre Öligkeit hin zu prüfen, unb dort würben bie „Gnomons heute noch zu wahren Wohltätern, wenn man es nicht im chsclspiel ber Zeit vergessen hätte, bie Wohltat einer «oimeu- zu schätzen. AUerbings ist es nicht leicht, solch einen Stunben- sstr herzustellen, wer aber von ber rnathcrnatifchen Geographie as versteht unb auch sonst mit Lineal unb Zirkel cm wenig zugehen weife, wirb aud) ohne große Rechenkunststucke eine "i.j zeigende Sonnenuhr zuwege bringen, ^eberall, wo die be Himmelsgabe hinsällt, kann man einen solchen Gnomon teilen oder anbringen. Ein Tisch, cm Fensterbrett ober bie .»Zscheibe eines Fensters genügen, unb es gibt Sonnenuhren, felbft so angelegt werben können, bafe sie nicht einmal cmes Mrs bebüricn. Für gewöhnlich ist ber Sfigcr aber der w.ch- i t Bestandteil dieses Stunbenbeuters; üme Spitze stellt Mn telpunkt der Erde vor, durch, ben bie Weltachse geht. Dme tze dreht sich nun mit der Erbe um bie Sonne, unb, sobald Seiner oon ber Sonne beleuchtet wtib^,wirst er fernen schatten , das Zisscrblatt unb zeigt io_bic stunden bes ^ages an. gibt wagrechte unb senkrechte Sonnenuhren, bie ocrbrcitctfte.i i - lienen wagrecht. Man sieht üc auf freien Platzen, un nentlid) in Italien unb Spanien imb sie heute noch selb deinen Ortschaften oft auzutressen. . Hohe Obelwken unb schon ame Pvrcmiiden trifft man ba auf manchem Marktplatz, bie ii stirer Svitze eine E senstange tragen. Diese enbigt in einer nm Doatm 64) b= b c in ber Mitte durchlöchett t|t. Aui Erbe ab« im Siläftcr läuft ein .Detter otemltren ober eme 'diene Lime um auf bas genaueste ben Meridian des ^ite- ^Ackncli. Fällt nun der Schatten der Spitze aus den Streifen .i Metall oder Stein, bann ist es Mittag. ,^n Deutschland tffl man die senkrechten Sonnenuhren vrel häufiger^an aU d e tüontalcn • auf ben Kirchtürmen unb an bett Diouern openi Tier Gcbäubc sinb sic da manchmal noch zu Ühen, von altcishcr .i li'inrer Mal"rei geüert, unb bilben für ben Staub ^ber ba- liacn Wisscnschast ein ehrenwertes Denkmal. Köstliche S-onncn- rtn pflegten bie Baumeister ?^naissancc ^ci ^eu '^u P/ivatbiSkont unb offerieren tuten anzubringen. In bie Kirchunkuppel oder m ~ ------------------------- handel. ** Konkurse in He, scn. lieber den Nadstaß der am 27 Februar zu Alzey verstorbenen Eva geb. Steinmetz, Witwe von Johann Lohr, mürbe am 5. Aug. bas öwitkursverfahren er- öfhiet. Notariatsgehstse Gabel in Alzey wurde zum Slonha^ Verwalter ernannt. Konkursfordcrungen imb bis zum 10. VA dem Amtsgericht Alzey anzumeldcn. — lieber bas Vermögen der Friedrich Gerlach Witwe Marte geb. Albrechttu -p ub el s - he t m iourbe am 19. Aug. das Konkursverfahren eröffnet. Rechner Julius Gröningcr m Düdelsheim wurde zum Konkursverwalter ernannt, ^nkursforderungen sind bis zum 20 Sept, bet dem Amtsgericht Büdingen anzumelben. — Ucker das Vermögen Adam Gröninger II. von D ü de I S h e im wurde am 19. Aug. das Konkursverfahren ervfstiet. Rechner Julius Gromngcr in Düdelsheim wurde zum Konkursoerwalter ernannt. Kpnkurv- wrdermtgen sind bis zum 12. Sept, bet dem Amtsgericht Büdingen anzumeldcn. — lieber das Vermögen des Kaufmanns Karl Faber, Inhaber der Heideshcimer Äonfervenfabrü, vormals Herzog und Furys in Heidesheim, wurde am 19. Aug das Konkursverfahren eröffnet. RcchtSpraktikant Eduard Albrecht m Kber-ongclhelM mürbe zum Konkursverwalter ernannt. HumutdjoiDerungen juib bü zum 8. Scjrt. bei dem Amtsgericht Ober-^ngeiyeim anzumeldcn — Zur Geld tage. Zur gegenwärtigen GAdlage wird ^rff. Qta. u. a. aus Berlin geschrieben: Tägliches Gelb ick gegenwärtig kaum nnterzubringeii und selbst zu einem Zmswb -oon 1’2 Prozent ist feine 'Jtad)trage barur Dorl)anben. Gc b für Ulttmozwcckc ist mit etwa 3 Prozent angebvten unb mit 2-2 Prozent bezahlt worben. Das Auslanb hat in ben allettetzttn Tagen ziemlich anseyntiche Summen yierhergelegt unb auch Abnehmer gefunden: fvwohl Pans, wie Lmdon^kausen in Berlin. — • — *- :Pensionen. Gegen eocyluß des Monate ' Jndusttiezwecke verwendeten Pferdekräfte 897 betrug, yrend im J^rhre 1908 deren bereits 43 548 in Betrieb n. Interessent ist es, daß die Walliser einen ihrer sleute als Erfinder des Älutonwbils in Anspruch neh- it: es war Isaac de Rivaz, der schon 1807 eine Konzession „voitures sans chevaux", nämlich für Wagen, die durch uchtgas in Bewegung gesetzt wurden, anmeldete, ohne crdings mit seiner Erfindung damals praktische Erfolge Msche Merkuk aus in lionslLf hshasen begehn s sich in Frau! Ikobesahrlen bi 'nen Fahrt beit zen Schaden va Gasverlust nü mußte es mitti t der Ausstellrn; nach seinem jw inigen Schwiech falt von statin wieder herM । nicht bebeuleru if die bereits k -maligen Auscni' )ic Lustschchahrl s sei iebod) uity >n jMm äeii- rd Clemeni t gestern morgn . wollte, auf dir ie getrieben M on blieb an cinn den Strom. Ä tonnten sich butt ätter bringen en der dem 2® inen Landung j» assische Reg"^! c Probefahrt ti ju 1200 Met t Leiter und de-! ie Versuche roara ichte seine HM eine Stunde W lostündiger Pt Sn in «w wrtnberciti* tat, -ls ein |W . mußt-" *■ •t [tarier werk jeineiniel I™ « All-" « * | Ml-ns r|i ® t, bie nit Leföores str nS®““11; e: der stunde- , dürfte sich der Zinssatz etwas Verteuern. Vorerst i|t_ jcbcnsaklS von irgend mddien (tzclbsorgen kein, 'liebe unb bie Spekulation I)Gt noch reichliche Mittel für ihren Ultimobebari zur Verfügung. — Kleine Finanzchronik. Wie gemeldet wirb, ist ber vor kurz cm abgclaufme Vertrag ber D a n k f ü r H a n be 1 u n b Inbustrie in Darmstabk über ihre kommanbitistifäie Beteiligung bei bem Bankhause S. Japhct u. Co. in London nicht erneuert morden. — Die Emission von 1300000 Mk. 4 proymtige ^om;• Lur.i r rLTtaiib'-.T er;o! >111:1 'A'l Märkte. fc. Frankfurt a. M., 24. Aug. Heu- unb S t rohm a 1 k t. Angcsalircii waren 16 Wagen Heu unb 2 Wagen Stroh. Bezahlt wurde iür Heu Mk. 4.50—5.00, Stroh, Wirrstroh, Mk. 2.50, Hand- druschstroh Alk. 2.80. Dilles ic 50 Kg. Die Zufuhr ka>n aus den Kreisen Gießen, Friedberg, Bübingen, Dieburg und Gelnhausen, tociduiit gut. A' werden bei, 0-ragen ihre H, Lin. ber Schw:- ^lers mit ba nölen Lust -b treten. -tigen Museum ne es heißt, at- Aufzeichnungn Gebiet der 2ub zahlreiche M t iber bien, m -------- ^en t,«|tcuea.g$1Ctignl) nac^ Bouveret eröffnet, unb von da an begann allmählich die junge Jndusttie des Kantons stärker entwickeln, am stärksten freilich erst in den letzten sünf- t Jahren, wofür die überaus vielseitige und rcichbeschickbe Stellung dieses Sommers ein glänzendes Zeugnis gibt, besten verdeutlicht sich der Aufschwung des Walliser xrbes an der Tatsache, daß noch 1895 die Zahl der Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k i u r t a. Ai. Fleischpieise in Gießen Ochfen Kälber Schivcinc 50 Kg. Schlachtgewicht 79—81 Mk. 1, Kg. Schlachtgew. 86-90 Pf. ______- 15—11—g_ '/, Kg. 76-84 Pfg. '/, , 70-74 , '/, , 80-90 , Gclicidcprciic m 'M annhe 1 m Biotpreise in Gießen Weizen luu Kg. 22.7j 23.hu 'Mk. 'Roggen 100 Kg. 17.25- U0.00 'Mk. Weißbrot 2 Kg. 60 Pig. Schivarzbrot 2 Kg. 58 Ptg. KD 1(1) — — 1 (1) 1 (1) — —■ 3(3) 3(3) — — 1(D KD — — 1 — 1 KD — — 1(1) 1 1 — Danksagung. FL b« melen Vewerse herzlicher Ttxlnahmt unb bw zah'.rerchen turnen'txnoen bei bfm uns so schwer betroffene» Verluste sogen rotr unseren herzlichsten Dont Iw Namen ber trmietnben Hinterbliebenen: tUnaube fleifcner geb. LoenbLrser. Gießen, 24. ftuguß 1909. 4673 Fürsorgestelle für Lungenkranke iMedizinische Älintf, flümffltage). Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend von 6—7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Luaoentronken und An- gehörigen von Lungenkranken. Ausgabe von Attesten für Ausnahme Heilstätten. Ratschlüge für ftranfc und ihre An hörigen zur Vermeidung von Ansteekung. B»'t GIESSEN. Maler- ond Weißbinder-lDnuog Hielt TonnerSlog den 26. «aguft 1909, obenb» •>JI Hbr, Berlammlnng ui ber Sienauranon «Jtaiicrbpr. Za oce-Crbnuno L Bericht Aber den TV. Deutschen Rater- Za« io Drc-den L Bericht über dte Sitzung der Dartt- tchUchiunaskonunltfton im,)alleEg. ittiodt. 1 verschiedenes. D*#» Der Vorstand. Ter Frankfurter Fraucubildnugs-Berein eröffnet „I nkrwe< 4 Nniany Cftober ein Heim für €>aa» baüunanebberfl. Die Fran von 1910 wird nach den entzückt Favorit - Ylodcllru gckleid--: »rin. die das nvue.lv i avont- • -nthlUt- arUxale Modenschau! ,t", Erhllüich bei A. Salomon A Cie. Zwiebel-Kuchen Ttoxtee. Mittwoch e_ treitaa br: »S e^fbirfer Wei, Wrthnii Landbuticr »am Einkochen. . Ein Haus mit 4x4 Zimmern und Balkon in ichoncr Vaac. v'.rentierend, umuandedalber a.r .L ^ckerweiieer. ihinf-(Gcfndjc ttfii Ckeie «- Äat’er dQre Ofi Wnj. VI15 tat »u kaut, ge ., •>:. 2 getragene Steider. gneleL Bll|k Möbel uiw w Ältbani luna DetkMMu», Sirw- nplatz Ä -örtuatl 'ufer -5 rniftze- Ullllll. f^.rt ir-t'.lch Art fomngt Viearnicbahen u.Betrieb«, werden hier ob Umgeg. sof diskret nc'ucLi. )iar Be cher reiche Lii. n. ' t. F. poHl Ho■ au ein «l- . 3u bevmietcii (*de «Tranftnvt. u. -nedrichstr. h.-rrfchaitlich«. kbr modern oub« aeliattne »4—l^Zimmet-Lgohnung mit Balkon u. 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