General-Anzeiger für Gderheffen ?e» in. Ter BoniL rinzen AUUUij iw/w* - SaSte Heer* und Llstte Die Manöverführung bayeri imMen — Giessen. — luf nächsten Freitag! Singstunde wird n -sninctag abend«! . Diejenigen Tautei weiche geneigt W n feilaunefimcn und j nicht besonders a loröen iinb, werd», [j nächsten SamLtagt tn Gate Gbel euW Die „Gießener ZamlttendlStter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt fit den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die .Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sche» Unwersuäts - Brich- und Steindruckerei. R. Lange, Greben. Redaktion, Expedition und 9)ruderet: Schul» ftraBC 7. Expedition und Verlag: Redaktron:112. Tet.-Adr.:AnzeigerGießen. lUdncs Feuilleton. — Ueber Lombrofos lohte Stunden veröffentlicht d er Mailänder „Secolo" solgende Einzelheiten: Ter Zustaird des kranken schien abends zu gar keiner Bernrrnhigung Anlaß zu geben. Trotzdem war die Tochter Gina mit ihrem Gatten Professor Guglielmo Ferrero ans Stresa herbeigeeilt. Lombroso >uchm in guter Laune am Abendessen teil und unterhielt sich mit qe- m-ohnter Geistesirisehe über verschiedene Gegenstände. Um 11 Uhr A ingen alle zur Ruhe. Gegen 2 Uhr bemerkte Frau Lombroso, daß itr Gatte von heftigen Herzkrämpfen befallen wurde, und i ei sänuntliche Angehörigen herbei; binnen kurzem waren beide Töchter und der Schwiegersohn am Sterbebett des berühmten Ge° Ithrten versammelt, der bereits das Bewußtsein verloren (Bitte. Aerztliche Hilfe war vergebens, und um 5 Uhr starb Lombroso. — Die Ausgrabungen in der Pfalz Karls des Großen zu Nied er-Jn gelheim, über die wir kürzlich schon berichteten, haben trotz des nicht immer günstigen Wetters bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Im ^aufe der verflossenen Jahre wurde eine ganze Anzahl Nicmerzüge aufgeoeckt, die bisher zum Teil nur vermutet, Mm Teil ganz unbekannt waren. So wurde unter anderen eine kleine Apsis freigelegt, die parallel zu der Großen der Halle liegt. In ihr wurde noch der alte Estrich bloßgelegt. Äuch die Arbeiten in der großen Halle waren von Erfolg begleitet, Reste des Verputzes, auch solche mit .Spuren von Bemalung wurden gefunden: ebenso ein römischer Inschrift stein von beträchtlichem Umfange, j Jedenfalls sind schon die bisherigen Feststellungen in - ohem Maße geeignet, unsere Kenntnisse von dem stolzen Dau in vielen Stücken zu erweitern und zu berichtigen. — Ein Paulsen-Denkmal in Berlin. Der Ausschuß zur Errichtung eines Paulsen-Denkmals hat ein- fsiimmig besck)lossen, die Ausführung des Denkmals dein ^kldhauer Erich S ch m i d t - K e st n e r zu übertragen. Es waren Entwürfe eingcgangen, von denen die lebensvolle ! Büste von Schmidt-Kestner, die Paulsen in der Vollkraft Heiner Jahre darstellt, zur Ausführung bestimmt wurde. Der junge Bildhauer, der dadurch vor die erste größere Aufgabe gestellt wird, hat sich schon mehrfach hervorgetan. Bor einigen Jahren erhielt er für eine lebensgroße Plastik .Schreitendes Mädchen" in Berlin und München die Gol- . stene Medaille. der zerstreut vor sich hingeblickt hatte, nickt nun eifrig und mit einer erlösenden Naivität sagt er aus der Tiefe seiner Seele: „Aber gewiß: das ist das Jahr, da ein Hahn von mir im Salon hing . . ." — Kleine Chronik aus Kun st und Wissenschaft. „Der Klapper storch der Königi rt", eine satirische Komödie von Karl Boettcher, das die bekannten Vorgänge in Holland behandelt, hatte bei seiner Uraufführung in H a l l e a. d. S. einen starken Erfolg. — Die berühmten Münchner Fresken Karl Rottmanns in den Hoigartenarkaden sollen gerettet werden. Eine Anzahl Münchner Künstler hat an die königl. Hof» verwaltnng eine Eingabe gerichtet. Tie Bilder müßten ausgebessert und an einem würdigen Platze ausgestellt werden, der weniger der Ungunst der Witterung ausgesetzt wäre. — Bei Arbeiten an der Außenmauer der alten Pfarrkirche in Bozen wurden unter dem Mauerverputz alte Fresken entdeckt und bereits teilweise bloßgelegt. Ein großes Marienbild und darunter ein von einem Ritter geführtes Pferd mit einem Wappen konnten bereits ausgedeckt werden. Nach Ansicht von Fachleuten stammen die Fresken, die leider schon ziemlich hergenommen sind, aus der Uebergangszeit votn 13. ins 14. Jahrhundert. — Im Pariser G y m n as e» Th e a t e r fand am Montag die Generalprobe des vieraktigen Schauspiels „La Rampe“ statt, das von dem bekannten Arzt und Millionär Henri de Rothschild versaßt ist. Die Heldin geht an dem unheilvollen Zauber der Kuliffen zugrunde. Der Anfang ist etwas matt, der Schluß zu fehr Theater, aber der zweite und dritte Akt, die geschickt gemacht sind, hatten starken Eriolg. — Leutnant Shackleton ist am Dienstag in Brüssel angekommen. Er wird dort die Reihe der Vorträge eröffnen, bte er in den europäischen Hauptstädten über seine Forschungsreise halten will. — Die zweite Vorlesung von Gerhart Hauptmann, die am Montag in Berlin stattsand, nahm wieder einen sehr anregenden Verlauf. Ter Dichter brachte gestern seiner Gemeinde eine freudige Ueberraschung. Aus dem unvollendeten Drama „D i e Wiedertäufer" las er am ersten Abend nur die Eingangsszene, gestern auch die zweite, in der uns die Hauptperson des c-roß angelegten Dramas, Jan von Leyden, als Schneiderlein in der Werkstatt vorgeführt ivirb. Außerbem brachte er roieber das dramatische Fragment „Tel em ach" und einige Gedichte. — In einer Versammlung von Vorständen deutscher Vogelschutzvereine, die am 10. Oktober d. I. in Nürnberg stattgeiunben hat, haben sich ber Deutsche Verein zum Schutze der Vogelwelt, ber Bunb für Vogelschutz, ber Internationale Frauen» bunb für Vogelschutz unb ber Verein für Vogelschutz in Bayern zusammengejchlojjen. K SektioGie D. L Oe. 1 Loum denA.M SutjbdtHt berg-to^ Ziegenbell rst'ein-BadMu^. runden. imgs nach But'bo^_ •Nal. 11 Oktober; Die in Würzburg, dem Zentrum des letzten Kaisermanövers, erscheinende bauernbünolerische und sonst stets sehr parti- kularistische Neue Bayerische Landeszeitung bringt von — Hamburg und Heine. Der Hamburger Senat hat auf eine an ihn gerichtete Eingabe des Berliner Hauptausschusses für Errichtung eines Heine-Denkmals in Hamburg mitgeteilt, daß er für dieses Denkmal einen Platz bewilligen wird, wenn von den vereinigten Berliner und Hamburger Ausschüssen ein hervorragendes und geeignetes Kunstwerk angeboten wird und seine Aufstellung gesichert erscheint. Ter Hauptausschuß, der sich für die Aufstellung des von Herrn Campe erworbenen Korfuer Heine-Tenkmals niemals interessiert bat, ist mit dieser Antwort sehr zufrieden. Wie wir hören, verhandelt das Komitee mit Max Klinger, den es für die Herstellung des Momiments zu gewinnen hofft. Freilich ist die Summe von 50 000 Mk., die bisher hierfür gesammelt worden ist, noch ein wenig gering, doch wird es nun, wo ein Heine-Tenkmal auf deutscher Erde endlich gesichert erscheint, wohl an weiteren Spenden nicht fehlen. Das Komitee wird den Senat um einen Platz an der Alster oder noch lieber in der Nähe von Blankenese ersuchen. — Gleichzeitig mit dieser erfreulichen Nachricht kommt aus Krefeld eine, die gegenteilige Gefühle wachrufen muß. Wie die „Krefelder Zeitung" nämlich mitteilt, sind Heines Werke aus dem öffentlichen Lesesaal ber Stadt- bibliothek entfernt worben. Früher ftanben sie ba neben allen anberen Klassikern bequem zur Hanb. Jetzt muß man Heines Werke erst bestellen und bekommt sie bann gegen eine Bescheinigung wie in ber Apotheke bas Gift. In ber rheinischen Seidenstadt mit dem „freien Selbstbestimmungsrecht" geschehen diese Tinge, seitdem bas Heine-Denkmal aus Korfu „verwiesen" wurde II! I — Ei n vorgeschichtlicher Fund. Ein äußerst seltener vorgeschichtlicher Fund ist, wie die „Hatberst. Ztg." mitteilt, iy einer Tongrube bei der Ziegelei von Bärecke u. Limpricht gemacht worden. Es handelt sich um einen Dinosaurier, der an 60 000 Jahre in der Erde gelegen haben mag. Ter riesige Schwanz des vorsintflutlichen Tieres mißt etwa 3 Dieter. Ter ebenfalls bloßgelegte Kopf erscheint im Verhältnis hierzu und zu den übrigen Teilen des riesigen Knochengerüstes etwas klein. Tas Gerippe wurde in einer Tiefe von 15 Metern entdeckt. Mehrere Fachgelehrte von Ruf bemühen sich um die sachgemäße und schwierige Bergung des Fundes. Soldaten haben ein Zelt über der Fundstelle aüfgebaut, die für das Publikum abgesperrt ist. — Der Künstler als Zeitgenosse. Eine amüsante Anekdote von dem kürzlich verstorbenen Maler V i 11 a i n wird im (Sri de Paris erzählt. Bei einem Äünftlerbiner kommt das Gespräch auf die schrecklichen Ereignisse des Krieges 1870/71; man gedenkt der verlorenen Schlachten, gefallener Freunde und des Wandels in Frankreich Geschick. Einer der Freunde wendet sich an Villain: „Auch du, Villain, mußt dich noch an 1870 erinnern". Villain, Hörde von sachlicher Notwendigkeit diktiert sei, gestärkt werden. Aehnlich liege die Sache gegenüber den Gemeinden, deren Autonomie in umfassender Weise besiehe und gefördert werden soll. Zur Handhabung des Reichsoereinsgesetzes wurde betont, daß die Verwaltungsbelwrde zwar das Recht zur Entsendung von Beauftragten in alte öffentlichen Versammlungen nach oberverwaltungsgerichtlicher Entscheidung besitze, von diesem Rechte in allen Fällen Gebrauch zu machen jedoch nicht gehalten sei. Wenn dies in wichtigeren Fällen geboten erscheine, sei doch jede Erschwerung zu vermeiden. Wir wünschten, es würden auch für das Großherzogtum Hessen recht bald Gedanken und Vorschläge zu Vereinfachungen in der Verwaltung gemacht werden. Ueberall prüft man jetzt aus Sparsamkeitsgründen, ob der Staatskarren nicht zu schwerfällig und überlastet dahinläuft, und da man in Darmstadt die großen Fehlbeträge in den Finanzen entdeckt hat, sollte man nicht säumen, in Verwaltungsreformen mit den anderen Bundesstaaten Schritt zu halten. Vielleicht haben wirs noch nötiger als sie. militärischer Seile eine sehr scharfe Kritik an der Ma» növerführung bayerischer Prinzen und fordert nichts weniger als deren Abdankung beziehungesweise die Streichung der Offiziersgehälter der prinzlichen bayerischen Generale. Unter dem Hinweis auf die Behandlung der Prinzen von Griechenland wird erklärt, daß eine Remedur auch in anderen Staaten notche. Bei den letzten Kaisermanövern in Oesterreich und in Süddeutschland habe die prinzliche Geburt als das Gegenteil des Befähigungsnachweises für Heerführung sich erwiesen. Der Umstand, daß auch ein adliger Korpskommandeur, General von der Tann (drittes Korps in Nürnberg), seine Qualifikation als Feldherr in diesem Kaisermanöver nicht erbracht habe, ändere nichts an den schweren Bedenken, welche gerade der Verlauf und der Ausgang des letzten Kaisermanövers für die von den bayerischen Prinzen geährten Heeresabtcilungen hervorgerufen habe. Gerade das zweite bayerische Korps, bei dem keine Prinzen ständen, hätte am besten abgeschnitten, und unter der Armeeführung des Generalobersten von Bock und Polach habe jeder die sichere Hand des Führers empfunden. Sein Geist und eine Schneidigkeit habe sich allen mitgeteilt, und es sei oorwärtsgegangen im Bewußtsein des Sieges. politische Tagesschau. Neue Verwaltunqsmahregeln in Sachsen. Da man bei uns in Hessen wegen der schlechten Finanzen fu>ohl auch bald daran gehen wird, zu sehen, wie man die wwaltung vereinfachen kann, werden einige Aeußerungen b neuen sächsis chen Ministers des Innern, ü-itztum v. Eckstädt, von Interesse sein, die er am 'l.ontag in einer Besprechung mit den Minister ialdirek- iren und den Kreis- und Amtshauptleuten des Landes i etan hat. Wenn auch jeder Amtshauptmann nach der Eigenart seines Sezirks tätig sein solle, so müsse doch die Verwaltung von einem? inheitliche.n Geiste burctybrungen sein, für dessen Wah- tiitg der Minister dem Lande verantwortlich! sei, weshalb er zur <:-nbaltuTtg allgemeiner Richtl inien aus bte Unter» i ibung der Penvaltungsbeamten zu rechnen habe. 'Ter Minister lorbertc dabei die Verwaltungsbehörden auf, Gedanken und So r schlüge zu notwendigen Vereinfachungen im Ge- i-ciä ftöVerfc fyr auf Grund der in der Praxis gewonnenen1 ^Nahrungen bis zum 1. April nächsten Jahres zu sammeln und in Konferenzen das Material für das Ministerium zu besprechen. ,Vinier führte der Minister aus, Wie er nicht die jedem Beamten t -:ol)cnbc Gefahr, in B u re au kra t is mus zu verfallen, ber» [utne, jedoch die Zuversicht hege, daß durch die Rücksichtnahme auif das gesteigerte Deldstbewutztsein: des einzelnen im Verkehr r iit der Behörde durch persönliche Fühlung und Gehör bewährter ,Interessentenkreise das Vertrauen in die Verwaltungsbehörden nvachsen und bann die ihnen gegenüber geübte Kritik zurücktreten! • erbe. Am sichersten werde dieses Vertrauen' durch Gediegenheit >-.r Arbeit, Verständnis für die Bedürfnisse des Publikums und den Willen, nur der Sache zu dienen, erhalten und o.mf) die lieberzeugung des einzelnen, daß eine Handlung der Be- iedischen emble > al d. Anfang 81 hieraus der U von der zweiten hessischen Kammer. R.B. Darmstadt, 20. Oft. Der Finanz-Aus- , chuß der Zweiten Kämmer hat l^ute vormittag feine i’SnS über die Gemeindesteuerreform wie- | -,.r ausgenommen. In der unter dem Borfrtz de- Wg. i prnliflrt abaedaltenen Sitzung fand eine eingehende Be- WerdiejüngstLuj Wunsch des Ausschusses von rer Regierung veranstalteten Probeveranlagungen statt, nachdem Abg. Molthan über die im Laufe des Sommers ' i!eu eingegangenen Zuschriften und Verstellungen. eiHelner i-wwerbsgruppen eingehend berichtet hatte. Bezüglich der jrobeveranlagungen wurde der Wunsch nach näheren Be- > ichnungen über die Wirkung der im Gesetzentwurf en^ Wtenen Steuervorschrnften geäußert, die mif des kird) Ibic Proben gegebenen Matenals erfolgen sollen. Auch Mer die Veranlagung zur Gewerbesteuer wurde eingehend schattiert. Zu der nächsten Sitzung, morgen vormittag, I Hit auch die Regierung eingeladen worden. Ein N a ch t r a g zum Haup tv o r an sch la g für das ahr 1909 gibt bekannt, daß aus den Ueberschufsen der ' erwaltung ein Betrag bis zu 15 445 Mk. bereitestes wor- n>n ist, aus welchem entsprechend der von den Stande- l mwtern erteilten Zustimmung Unterstützungen an bie» | j, uigen Personen ausgezahlt werden sollen, die s. Z. durch !.m Rechtsanwalt und Notar Link in Dreburg rn »ssen Eigensckstift als Notar geschädigt worden sind Es sst chieht die Zahlung jedoch unter ausdrücklicher Meh- imina des Gedankens, daß die Regierung rechtlich zu diesen . Zahlungen verpflichtet sei. R.B. Darmstadt, 20. Oft. Der Vorstand und b-ief Fraktionsvorsitzenden der Zweiten Kammer waren I stmte in Gegenwart des Staatsministers Dr. Ewald unter -orsitz des stellvertretenden Präsidenten Korell zu einer . eratung zusammen, um sich über eine würdige Ehrung { 5 Präsidenten der Zweiten Kammer, Geheimrat Haas, r am 26. Oktober seinen 70. Geburtstag feiert, schlüssig . . machen. Eine Abordnung von Wgeordneten wird dem ».lbilar, dessen Befinden sich in letzter Zeit erfreulicher .- eise gebessert hat, die Glückwünsche der Ständekammern .derbringen. Sauberkeit in den Gastwirtschaften. Wir haben mit guter Absicht jüngst die Gerichtsverhandlung erwähnt, die sich mit den Küchengeheim- nissen eines Weinrestaurants beschäftigte, obgleich sie sich nichtt in unserer Nähe, sondern in Berlin abgespielt hat. Zander hieß der famose Wirt (Bülowstraße 92), der nach Verdienst eine exemplarische Geldstrafe erhielt. Wir habest gehofft, der Vorgang möge abschreckend wirken, und lesen jetzt in einem Berliner Blatte, daß der Vorsitzende des deutschen Gastwirts-Verbandes, Ringel, zu der Angelegenheit allgemeine Aeußerungen getan habe. Die Benutzung derselben Gefäße zum Abwaschen von Fleisch und Gemüse und zur Reinigung der Leibwäsche verdamme er unter allen Umständen. Herr Ringel soll aber dann weiter gesagt haben: „Nicht völlig geklärt schemt mir Nach dem! Prozeß- berickste die wichttge Frage, vb die Speisereste, die wieder neu serviert wurden, auch mit Recht zu beanstanden waren. In besseren Lokalen ist es allgemein üblich, daß die Speisen auf Platten serviert iDcrben. Der Gast läßt dann nicht selten Reste auf der Platte zurück, die mit seinem Messer unb der Gabel nicht in Berührung gekommen sind. Derartige Reste Serben wohl überall wieder anderen Gästen vor- gestellt, ohne daß darin etwas Verwerfliches gefunden werden könnte. Anders ist es allerdings mit dm Speiseüberresten, die der Gast auf dem Teller zurückläßt. Diese wieder neuen Gästen vorzusetzen, ist verwerflich." Herr Ringel scheint es darauf abgesehen zu haben, den Gastwirtestand zu kompromittieren. Hoffentlich verfahren die meisten Wirte nicht nach seinem Rezept. Die „Freis. Ztg.", in der wir den vorstehenden Bericht gefunden haben, bemerkt dazu sehr zutreffend: „Wir wvllm nicht verhetz Im, daß wir in dieser Beziehung etwas anderer Meinung als Herr Ringel sind, und daß uns seine Aeußerungen in bezug auf diesen letzten Punkt sehr be. fremd! ich crfd'einen. Die Speisen, die die Gäste auf ber Platte zurückgelassest haben, anberen Gasten vorzusetzen, ist int seres Erachtens eine Un s außer ke it. Daß der erste Gast die Reste mit seiner Gabel oder Messer nicht berührt hat, ist eine vollständig irrige Ansicht, da es häufig vorkommt, daß man beim Essen von dem auf der Platte befindlichen Speisevorrat sich ein Stück abschneidet unb auf den Teller legt. Außerdem kann der Besucher einer Speisenärtschast, der meistens recht hohe Preise für die Mahlzeit bezahlm muß, verlangen, daß ihm frische Speism vorgesetzt werden, und nicht der Abfall von ber Mahlzeit eines anderen Gastes. Für den Wirt mag cs ja felyr rentabel sein, wenn er sich biefefben Speisen zwei-, dreimal, vielleicht auch noch öfter bezahlen läßt. 'Die Gäste aber werden Lokale, wo eine derartige Praxis herrscht, nach Möglichkeit meiben." Giessen. üob: Hermann SW* MdenEb--'' Amana 8 M -y-'OVität!** b fremde Fr? SieM*? Ab--» ’ W *preis'»»'iS ( BtwEt.-gresF VK Fräulein 1 "perette* rgeej- 1119 Voltsbilöung und Dolfsfunöe. kn. Gießen, 21. Oft. Der Gießener Kr eisv er ein für Hessische Heimatpflege hielt gestern nachmittag im unteren Saale des Cafe Ebel unter dem Vorsitz des Geheimerats Dr. Breid er t eine öffentliche Versammlung ab, die einen guten Zuspruch aufzuweifen hatte. Der Vorsitzende teilte zunächst mit, daß sich der Oberhess. Trachtenverein aufgelöst und sein Vermögen dem Meisverein in der Erwartung überwiesen habe, daß seine Bestrebungen auch von dem neuen Verein gefördert würden. Um dieser Erwartung schon jetzt gerecht zu werden, sollen zwei Mitglieder des ehemaligen Vereins in den Vorstand des Kreisvereins gewählt werden, was von der Versammlung einstimmig gutgeheißen wird. Hauptlehrer Storch-Butzbach besprach dann in längerer Rede die Bestrebungen und die Ziele des Vereins, indem er den großen Wert der Genossenschafts- und Darlehenskassen, der H aus ha 1 tun g ss chulen usw. betonte und eine planmäßige Ausgestaltuna der Wohlfahrtspflege auf dem Lande, wie K-ranken- und Säuglingspflege, Kindergärten, Jugendheime u. a. forderte. Den Wunderdoktoren und Quacksalbern müsse entschieden entgegengorrbeitet werden. Das leibliche Wohl der Jugend mässe durch Turnen und Spielen gehoben werden, für das geistige müßten Büchereien und Unterhalmngsabende sorgen. Die Spinn- stuben, die manckierorts in Verruf gekommen seien, sollten durch die Anwesenheit älterer Leute gebessert werden. Gute lDotksstücke gaben Anregung und seien von unendlichem Wert. Wenn der Redner aber im Anschluß daran eine derartige Vorstellung von „Alt-Heidelberg" erwähnte, so muß daraus hingewiesen werden, daß dieses Stück, das allerdings viel Beifall gefunden hat, künstlerisch doch nicht geeignet ist, um wertvolle Ergebnisse zu erzielen. Wenn schon einmal Bühnenwerte herangezogen werden sollen, dann aber auch wirkliche Dichtungen und keine literarisch vollständig wertlosen Rührstücke. Es brauchen nicht nur Klassiker zu sein, man lasse auch die neuere!und die neueste Zeit zu Wort kommen. Anzengruber, Otto Ludwig, F. Raimund, von den älteren, eine gute Auswahl von Ganghofer, Schön'herr, Hauptmann, Halbe il a. voä den neuesten, verdienten vor Meyer-Förster u. Genossen entschieden den Vorzug. Da Alt-Heidelberg ja ebenfalls noch nicht „frei" ist, dürften die geldlichen Aufwendungen für unsere jüngsten Dichterwerke ia wohl nicht in Frage kommen. Diese Erklärung nur nebenbei, weil wir der Ansicht sind, daß das Beste nur eben gut fürs Volk ist. Kassierer. Bewerbern zu ftr.j ■’g Den zur SW _y_ älle besitzt üt.^ Technikum Mittweida Direktor: Profe«« Hoht ihere technlfche Lehrust ' Elektro- o. Muehineaiedti iderabtoihmpn für Ingro* Techniker u. Werkmeute. iktrou u. Much.-Laborttai Lshrfabrik-Werbtitto. 36. Schrrij.: 3610 Prommm etc. kostonk Rr» 247 Zweites Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 21. Oktober 1909 ------- {gjefjener Anzeiger Ter Redner besprach barm weiterhin die Belegung IrS Volkslied. ? und seinen veredelnde, Einfluß, empmbi sein«' pflege den <' »'anqotrcincn, und will auch, sehr mit ^ird)!. die volkrtürnlnben nieder hierin rinbcgr-.tjen wissen. ($r ging dann zur Baukunst über, die sich ocr Vanbichaft und den anderen gegebenen Verhältnissen anpas>'en müßte, (»egen Ende seines Vortrages verbreitete iich Hauptlcbrer 2 i o r d) über Blumenpflcge uno über sie Erhaltung rer Bolkstrad)t, wie wir bas alles ja schon bäujig erörtert ihaben. Math Schluß des mit großer Därme gehaltenen !.ar- .trag^s, der scnr beifällig ausgenommen wuroe, : r der Vvrfiyende in Erwiderung des Eiugeiandtes tm Gieß. Anz. wegen der Schillerfeier rmt, daß Direktor Steingoetter nt sehr dankenswerter Weife die i^fiuhrunq von Wil- t>elm Teil sür die Schulkinder des xre.ies ;ugesagr habe, und daß aud den ärmeren Äinbctn Erlegen hei t gegeben werden sali, cie ttoTfteUiuig zu besuchen. Mehrer Boßler aus LieiuLinoen hielt bann einen Vortrag über Volksuntei Haltung, indem er einen sehr lehrreichen Ueberblicf über seine und seiner freunde seitherige Tätigkeit gab. Durch die Spinnstubcu sei bas geistige und seelnche X'eben der Landbewohner früher wach gehalten morocn, aber seitdem die 'pinni'tuben aus mannigfachen Ursachen zurüergegangen seien, müsse dem Uniert?aitung> bedu.snrs der Xanoleutc aus andere Art abgeholfen werben, xrajte und Üuft genug sei vorhanden, cs lamme nur darauf an, daß sie richtig verwertet würben. Es sei im An- fang zwar etwa mühsam, aber rasch fände sich überall bereitwilligste Hilfe Ein gemein Der ii.inblimcr Vor trag, mag licht'- aus der Lnsgeschichte ooer sonst besonders au-'.ehenc-'il (Gebieten, Gediauvorlruge burt? Schuler und Schulertnnen, wenn möglich '.Uiufif, das sei schon Diel und (tnbe stets freudigen Bciioll. Politische und religiöse Themen feien auszuschalten. Einen beionberen Verein zu gründen, fei erst ratlich, wenn man Boden gewonnen habe und auch bann seien keine Beitrage zu erheben, son- bern alle uoiicn biird) Tellersammlungen ober ganz geringem Entgelt zu decken Lehr wertvoll seien außer fjuicn Büchereien gemeinschastiiche Betuche von Zustellungen, Museen, Theater und Ausflüge Ter Redner verliest bann noch einige von ihm i 3. ausgestellte Programme, die sehr gut zusammengesetzt imb und bei ahn» tichen Veranstaltungen tatsächlich als Mutter bienen können. Zn ocr aus ben mit starkem Beisall aufgenommenen Vortrag folgenden Aussprache wurden unter anderem auch die Schulfparkassen erwähnt, die aber Regierungsrat M c rck durch Pfennigsparkaiseii ersetzt sehen möchte, da diese weniger erzieherische Rachteile hatten Sir haben die beiden Vortrage hier nur knapp wieder gegeben, da wir bet der (Gründung des hessischen Landesoeretus für Sxi- mats- ufm Pflege wiederholt über die Bewegung ausführlich berichtet und der Gieß. Anz. sctwn seit fahren eingehend von Volksbüchereien, ausführliche Aussätze über anc in Betratst kommenden Fragen und nicht zuletzt durch jährliche Preisausschreiben bic Volkskunde und die BolkSbil- dung werktätig unterstützt hat. MUhe utifr S’cbitlc. 'S. T a r 111 stabt, Iti. Ltt. Tie 1 IahresversamIN lang des X a n d e s ve r c 1 ns t ü r Innere Miss 10 11 bc- gaim heute iiachtutttag, geradi' .läl-rend der Parfeval 111. mit dem Orroßherzogspaar an Bord über unseren tzäuvterii kreuzte, mit einer Sitzung be ' Evaug Nach richten verbau de- für das C^Tobbe v'fllum Hesseii, der. au5 Äkannern der Inneren Mission bciu ueno, C’ii 1 i'Uchin Zeitungen mit geeigneten Radnianen aus hem kirchlichen X'rbcn unserer Zeit, besonders unjercs Lmtdes hinter, will. Hiera» schloß sich ciifc längere 'J111 s s chu ß s itzun g bcc Tekauatsvertrauensm.imier bc? Landesvcretns an, die gc ichaiUiche Angelegeuh-neu ,iu erledigen batte. Abends um 8 Uhr laiio ui bcr neuen Paulus llrche cm J a m 11 ie 11 a u c 11 ö statt, .. - ui iunädift '45 al toi über „Unsere Zeitungen als gute Iremid' unb getreue Rachbarn" redete. Ter jweüe ?Rcbner, Pfarrer Gros ans Efa?, sprach in s'tner form vollendeter Rede über „Tie Freude int Torf". Er versteht unter Freude uulu, wie 11 bild), oas Vergnügen, sondern do >, was das Herz übvi r c .-Ute tu u crueot ^(uiucrs: Freude, ffbon- r (Wöttcrruirtr, Tochter aus (Slviiiun) und es weil macht iür bic AebLimuchch.il, bicie ixreoelno. 'm uD* geht dein ione letzt uuliod, verloren Pflicht der l4fbiioetfi: ist 10, besonders ter P'air r und Lehrer auf dem Lande, erbte Freude durch ’S 2 r » Vorträgen, Familienaben de. t :atra Inehm Ausführungen eoln Art iviehcr auileben zu tauen. Als dritter Redner schilderte Pfarrer Schlosser von hier das Leben der Tarmstädter männlichen Jugend nach der Entlaiiimg aus der 'Solt-Marnlc. Irr weist einer?eit- auf bi; o*ei obren Inn, tue 1 die ans die langen X'aitc Uiuem und denen viele jum Lpjer fallen, andererseits aui die Bemulmngen der Inneren Miifwn, Die Jugend durch 3iiqnibvcTeiiüimngeu zu Lctoalneu Tas Schlußwort sprach Pfarrer Sibmann von hier. Tw Zwischenpauien wurden durch cxnli au.'geiubrte WchuigtiDortragc des Mirdiendwri der Paulus Esch NTÜn'chl die Mitarbeit der tbeolog. Professoren, die jtagen ocr christl. Weltanschauung bthanbeln möchten. Tie ech.ntliche 4a. fraupwerammlunq begann nachmittags 3 Uhr mit einer Begrüßungsansprache des * Ersdnenenen, unter t'T.m Vertret r des (Hroßb. Ministeriums, vi-ler nreiS'chul'ommi'sronen des Landes, der tbcolor ,raniltat Der Lendesuniversität. des L?berbe 'in Vereins tur Icndlichc Sobl'ahns und Xunftpsleae und ben.‘.«1: bart er Lzn des vereine der 2d)loifer» 2armftabt den Jahresbericht .- achdem todann die :h•dmung iür 19U8 geprüft und der Voranschlag Tür 1910 genehmigt worden ist, wurden bei den vorgenommenen ^^stands- roabicn die seitherigen Surren wieder» und Piarrer Weimar* A- der Ramstadt neu gewählt Aeußerst interenant tparrn bir h- -rair folgenden Äusiuhruugen des Piarrers W r 0 e Lur über „Votksichri t. noerörcituna aui dem Lande". Er wies hier auf ren bis in bic unter n Sch.ttsteu unseres Volkes gehen- bin Lefebunger, der aber vielfach von der auf die nie» brigiten Instinkte bet Menschennatur svelulierenden schund' lifratur berriebigt zu werden v'legt. Tem Verleger solcher Schundromane kommt eS nur aui den Verdi, nit an, der hdi bei einem einzelnen ?Haman aui 75l»00 Mark ttrllL In Teutichland werden altiährlich etwa aO Millionen Mark dafür au gegeben. Tiefe Literatur ist nocbgeroicicnermaRcn die Quelle i er Verbrechen .mdi der vor einiq-n Jahren in (Hußcn hingerichr re öubbe bett-i sich ia daraus, Di» Vorbild zu^seiner Tat ■ m „Tdwririditer von Berlin" gelesen haben. T B. . 2u* m auch aui dem Lande wei: verbreitet. Für alle, bic da» Batcrland lieb haben, gilt es deshalb, ha hm zu arbeiten, guten Lesestoff nur dem Lande zu verbreiten und so den üolv.'rteuren der Schundliteratur entqegenzuarbeiten. Tabin gehöre bic Ver- breitung Der gut dninltdien Presse, die Crriduung^eiuer Volks» bibliotbct unb bic rtoloortagc von guten, billigen Schriften und guten Bildern Tie sich an den Vortrag anschließendc Vludipradw trug noch vieles zur Auiklarung bei. Ium Schluise teilte Pfarrer A oolrh -' ießen eine vom Vorüanb des öes'isdicn Psarrvereins bcidiloiicnc Resolution mit, die den Wunsch zuin Ausdruck brachte, daß die den 3dmlbibhotbeten gewährte ftaatlidjc Unter» • ~ > 1 1 • t ; ■ :t ;rt-~-l inir?.' C crictytsfaal. ? Grün berg, L" Cft. Um dem Z i g e u n e r u n w e s e n einen Riegel vorzuichic. Mi, veranstalteten die vier ©enöarmerie- ftationcn ocr üreise Alsleld und Wiegen auf Veranlassung der Provnizialdirekticni eine erfolgreiche Razzia auf die Zigeuner. Im Walde bei Weitershain lagerte eine Bande von ungefähr 4u bis 5ü Köpfen. Tem dortigen Lehrer hatte die Bande bas ttraut geüohlen. Tic Gendarmerie kreiste die Bande em und brachte sie nach Grünberg in vast. Tie Männer erhielten vom Schöffengericht 6 Wochen patt, bic Frauen wurden zur Ucbcrivcijimg in das Arbeitshaus nach Tieburg gebracht. Kurz vorher waren dem Gericht zwei Familien vorqcfüljrt worben, von benen die männlichen päupicr eingesteckt wurden, während die Weiber zur Arbeit aui den Warthof kamen. e M ainz, 20. £ ft. Wegen Ausgabe einer gefälschten Anzeige hatte fick) heute vor der Strafkammer bet Gärtner ch aus Budenheim zu verantworten. In Bubenheim bestand bis vor kurzem eine Zementsabrik, die nach jahrelangen flam Dien mit den Bauern, deren GrimdAicke unter Dem Staube zu leiden hatten, endlich den Betrieb cinftclltc. Um bcr Firma Ungelegen heilen zu bereiten, gab Heinrich in einem Mainzer Blatt eine Anzeige aui, nach der die Zementiabnk zcment- bestaubte Aprikosen um 3 Mk. den Zentner zn verkaufen habe. Eine ganze Pkoiigc Liebhaber stellte sid) auch in der Fabrik ein, die große Scherereien hatte. Mit Hilfe von Schreibsadwerständigen nnirbc öemrid) als bcr Verfasser der Anzeige ermittelt und das Gericht verurteilte ihn wegen Urtundensalsdmng »u cincrWoche Gefängnis. sj.Marburg, 19. Skt. Fm Juni d. I. wurde in Tillen» bürg auf Veranlassung bei Marburger Staatsanwaltschaft der nicht ganz unbclannte Sdiriftsieller Max Tunfel-Trcu verhaftet, iveil man ihn beschnldlgtc, unter dem Namen Tr. Treu m Marburg, Laasphe uno zuletzt in T Ulenburg Botelsdmnndelcieu begangen zu haben. Ter Genannte, der aus Mittelwalbe stammt unb im Alter von 46 Fahren sieht, ist sckwn von vielen (Berichten, z. B. in Erfurt, Leipzig, ir)d)beig, >?eilbromu Mainz, Münckicn und zulevt in Tüsieldon wegen ähnlicher Geschichten teils mit (vefangnis, teils mit Zuchthaus bestraft worden. (5t machte heute vor Gericht gellend, daß es nidrt feine Absicht gc wesen sei, bic Leute zu betrugen; wenn ihm die (Mbmütel einmal aiivgegangcn seien, habe er von seinen Verlegern für seine Werke, Äkovellen, Romane und sonstigen schriftstellerischen Ar beiten immer noch so viel Oklb ausitehen, daß er seine Schulden bezahlen könne. Turch seine plötzliche Verhaitung sei er daran gehindert worden. TaS (Bericht beschloß nad) fünfstündiger Ver Handlung, den Angeklagten, der audi behauptete, ben Doktor Titel nut Recht zu führen, aui seinen Geisteszustand beodadsten zu lassen. = Möhlin, 20. Eft. Ter Raubansall gegen den Stäup mann Hohl aus Steglitz im Seebade Hol berg hat vor Dem Sduvurgeridtt das gerichtliche Nachspiel erfahren. Aus bcr Anklagebank saß der 20 Falnc alte Mauinmnu Pohland ans Lansderg unter der Beschuldigung des )dm .neu Raubes und öeriudnen Btor des. Ter AngcNagter war als Reisender tätig uno au.' feiner letzten Stellung entlassen worden Gr begab sich nad) 3D!berg, wo seine Braut wohnte und faßte, als sein Geld auf die Neige ging, den Plan, einen wohlhabenden Badegast zu iiverfallen und zu berauben. Er versteckte sich im Gebüsch unb schoß von hier ans auf Höhl, dessen goldene Uhrkelle ihn verlockt Halle. Hohl floh Nachmittags 3.30 Uhr. Lchrnterklarung. Sabdatausgang 6.05 Uhr. □sraclitifc^c Neli-ionrgesellfchast. öottesbierft. Sabbatseier am 23. Oktober 1909: Vorabend 4.50 Uhr. Sa:n4ttvi - orqcn ^.30 Uhr. '"y 1 vinitta . 3.30 llbr. Sabbat-Au: ing 6.05 Uhr. -och.euaolleSdienst: Morgens 6.30 Uhr, abend' 7.30 Märkte. Vicabadcu. Viehhof-Btarktbcricht dciu 20. Auftrieb: Rinder 130. flälber 302, Brtjafc 121, Echiveme 423. Tenrcnz: Rinder flaulllcbcrftanb), Jlälber, Schafe »lud S chweine mittelmäßig. Preis Turch» • vro 100 Pfd. fchnittSpreiS Ochken. ■ cAlaÄi. pvo lOOt'iunb Don-bt« oon-bit Fuuge, fleischige, nicht auSgemästete uno ältere auSgemästete...... 41—43 79—82 42 Mäßig genährte junge und gut genährte ältere 34 -38 71-79 36 Gering genährte jeden Alters . . . 32—34 69—74. 33 Färsen, ft 11 b t. Bolltteifchigc auSgeniättete Färsen ljöchst. SchtachliverteS 41 — 43 75—79 42 Bolltteifchige aiiSgcmäftetc Rühe höchst. SchtachlwerteS btS zu 7 Fahren . . 36—40 70—76 38 Aeltcre ansgcmaftcic Mühe unb wenig gut entwickelte jimgereMübe n. Farjen 35—36 68—74 35 TIaBig genährte Mühe und Fällen . . 30—31 '»»—66 32 Gering genährte Mühe und Färsen . . 19—21 45—50 20 Kälber. 80 75 72 77 73 69 65 47 Feinste Mast» (VoUmilchniast) und beste Saugkälber 57 —60 95—99 58 97 Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 54—56 90—93 55 91 Geringere Saugkälber 38—47 70—87 42 79 Schase. Tiaftlämmcv und jüngere Masthanunel 38—00 76 — 00 38 76 Aeltcre Masthammcl und gut genährte Schafe ... 32-00 64-00 32 04 Mäßig genährte Hammel und Schafe lAtärzschale) 21-00 52-00 21 52 Schweine. Vollfleischige Schweine btS zu 2 Zentner Lebendgewicht 59—61 76—78 60 77 Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 59—61 76—78 60 77 Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr Handel nnd Indnstriey'Giessen. Frankfurter Hörne, 21. Oktober, LL5 Uhr. 3V,e/o Rcichsanleihe . . . 3°,a do. ........ S'V/o Konsole . .. . . 3° n do. . 3' Hessen . 3‘ /Ir, < Iberhenen 1. . y 4"/ Oesterr. Goldrente .» . 4I/S°'n Oesterr. Silberrente. 4° 6 Unzar. Goldrente . 4°0 Italien. Rente . 3° 0 Portugiesen Serie I i 93 , Portugiesen „ III . 4 */,*/» russ. Staatsan I. 1905 4‘ ,% iapan- Staatsanleihe 4% Couv.Ttirkcn von 1903 Türkenlose 40,e Griech. Monopol-Anl. . 3° n Mexikaner . . . .. . . . . A ktlen: Bo^’hmn Guss . .... .»r. Buderus E. W. —. . . 93 60 53.60 93.40 83.60 92*45 91.80 99.00 98.30 94,50 61.25 9U.00 95.00 162.60 47^0 89.00 65.80 99.00 251.50 118^0 Elektriz. Labmeyer . . . Elcktriz. Schlickert . . . Eechweiler Bergwerk . ’. Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. PaketL Hnrpencr Bergwerk. . . L-inrahütte . . . . . . Nordd. Lloyd .•». . . . Obcrschlc.i Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darm studier Bank . • . Deuts he bank . .. . . . . Diskonto - Kommandit Dresdner Bank . . . . KrediUktien . . . . . Baltimore- und Ohio-*,/' Eueubahn .. ., . . . Gotthardbahn . ....* . Lombard Eisenbahn .»■ Oesterr. Stantshabn . . . Printe - Henri - Eisenbahn 3. Tendenz: schwächer. 11X25 13550 2U3.50 212 20 129.85 21*650 194^0 101.« 111 180 137 247 149 197 159 116.70 15Ü70 13X00 Berliner Börse, 21 Canada E. B 186.50 Darmstädter Bank . . . 137.70 Deutsche Bank . . .—.247.70 Dortmunder-Union C.v. -. 86.80 Dresdner Bank . . 159.60 Oktober. Anfaugaknrw. Harpeuer Bergwerk . . . 206,70 Laurahhite . . .... 194J10 Lombarden E. D. . .2 .: . —.— Nordd. Lloyd . . .10140 Türkcnlusc ...... 168J00 Tendenz: lustlos. Quaker Oats ist das Morgen- und Abendgericht geuuinde auwifillt. für Schulkinder Ctiobcc - - Wetter 1909 sächsle Temperatur am 19 ViicOuquc 19. S -WMrx Rmen Q a^kicdi hlUU Emrii2 O D3u:mO WX 1 U 3sradui|d)c HcligiousgciiicinOt. <5oMc$i>ieiiil m Ocr Synagoge (Süd-Anlage). fH kirchlichen i.arbeitet mit regelmäßigen Brivrcchuiigcn. Psarrcr ten Pi-ßaibcttcr mit regelmäßigen Bciprcchunacn. P «irrerl Sainsia , den 23. Oktober 1 909; " • Irr- claben warnt vor der ("eiabr, aui diese Art virthrn Vorabend 3.00 llbr. Iflrk. und tbcjloar tK P.-.rtclpolttil zu treiben P .irrer Gros | Morgen« o.oo Uhr. Wir bleiben beim Echten Iflrk. Tabak- & Cigaretten-Fabrik „Klos" o E Roberi Böhme, Dresdea Politik nnd theologische Partelpolttik ;u treiben Xteftrant der französischen tabak-fagie. erklärt die erfahrene verwendet Hausfrau und altbewährte MAGGI, das dank seiner gleichmässigen Güte mit Recht volles Ver- und brach sich aui der Flucht einen Ann. Aui den Liegenden schoß Pohland noch eine Kugel ab, die aber den Schädelknockx-n nickst durchbohren konnte. Ter Angeklagte verschwand dann nach Ber« lui und Mitteldeulfch.and und stellte sich schließlich selbst der Polizei. — Tas Urteil lautete wegen versncknen ÄLordis, Raubes, lluteriddagunq und Betruges — der Angeklagte batte bei seiner Flucht eine Ladenkasse milgeben heißen aui insgesamt zwölf Fahre drei Monate ,S u cb t b a u ö und zehn Fahre Ehr> Verlust fo!i"' dn Lciiüraicu. Meteorologische Beoduchtnngen der Stutlvu Gießen „Für den Früh stückstisoh“. nur das biS 20. Oktober = + 14,5’C. , 20. , <= -t- *3*C. Es gibt ihnen Ausdauer beim Lernen und Spielen und macht sie stark und widerstandsfähig. Man verwende Quaker Oats nach dem auf jedem Paket auf gedruckten Rezepte: ? Darmstadt, 20. Cftobcr. Ter zweite lag der Jahresversammlung begann um 10r/g llbr mit einer im Landes^Svnvdalgebäude von Geb Rat D. Walz Tarmitabt gehaltenen Morgenandacht. Danach iprach Pastor S wi e r c z e >v s k i St. Ulrich über: „Ter evang. Pfarrer nnd die Tagesvrejse". Er führte aus: Unsere Zeit, die bau evang. Psarrer wachsend^ .'lusgabeti zugesuhrt hat, ioid.ri von ihm auch riur entschiedene Stellungnahme zur Tagespreise, die'er modernen Bibel. Wer dazu begabt ist, soll durch seine Mitarbeit .in der Presse deren erziehlichen tzbaraktei wrdern helfen. Ties bat vor allem aus den Gebieten zu geschehen, die ui der modernen Zeitung nicht genügend zn ihrem Worte kommen, die Rachricknen über evangelisch kirdttiche Leben-Sußerungen, über innere und äußere Mission, Gustav-Adols-Verein, den evangelischen Bund uim., die cm Recht darauf haben, allgemein bekannt ;u werden uud auch von vielen Lesern von ihrer Tage-zeitung erwartet werden. Tiese ^ätiglnt muß um der Gemeinde willen, der treuen w>c der ungetreuen Glieder regelmäßig geschehen Tarn gehört eine ausgebaute Lrganiiatron der gciithdu-n Preßardeirer eines gansen Landes, die sich bei öfters abi idaltendeu Bovrech ungen gegenjeitig anzuregen haben. Tte so entstandenen Preßorga- niiatwnei, niufjen m einem geineiniamen i^vangel. ^r.ßo.rband Tur Teutschland zufammengeichlo'.en werden.' Zn der ar den anregenden Vortrag sich amchtießenden Äusivrache beteiligte »ich slirchenrat D. S d> I o s s e r Gießen. Pastor Mett in vom Fen- rralau-.tt'chust der Fnneren Mistton ui Berlin, Superintendent ,D. Petersen- Darmstadt, ivrlch letzterer der beuiidxii Tages presse mehr Respekt vor dem hrd)h(be:i Leben wünschte. Rat S o n n e- Tarmstadt betont die Wiauigk- it der Crgauiiarion der -n 20. 2“ 750,2 12,7 10.3 95 SSE 2 Bew. Himmel 20. 9- 749,9 96 8.7 VH W 'Jlebcl 1 749.2 73 7^ 99 X ■ trauen geniesst. c", zu hervorragend billigen Preisen vereinen alle Einheitspreis für Damen- und Herren-$tiefel 176—78 über Scßuß'JCaus 5elterswe^ Qiessen Separat-Anprobier-Salon für Damen Schutzmarke Eingetragene [07807 7 Mn. jslur unter diesem 1851 Ceylon Wedda Roth in Giessen Verlag von Emil Stücks Aufpolieren von Pianos Klavierstimmen WILH. RUDOLPH altbew1 Femspr. 389 1 145—50 dat. Bank ominandit voi>, 20 Wine 423 Kakao Ghocolade 0 95-99 6 90—93 7 70-87 Pfund Pfund Paar Stück Pfund toter! 8*«. Gespielte Pianinos, Flügel und Harmoniums sind meistens in größerer Zahl vorrätig (30 bis 1200 Mk.) Telephon 754 lOStck. 55 Pfg. indenplatz. 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