^*•9$ Erstes Blatt ISS.Jahrgang Donnerstag 2S. 2lpril 1S0S erscheint täglich, außer '*®ÄT Bezugspreis: Sonntags. — Beilagen: ▼ rv WA monatlich 75Pft, viertel- MsGMener Ameiaer= fternsprech - Anschlüße: M M V ™ f? w -z auswärts 20 Pfennig, sür die Redaktion 112, f\JF ®HT Verantwortlich Verlag u. Expedition 51 xf A< V * er X^L\ < ** für den politischen Teil: SS General-Anzetger für Ooerheffen bk für die Tagesnummer « 4 u ® ' 1 u.Land" und „Gerichts- bis vormittags 9 Uhr. HO!anottsont(! und Verlag -er Vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Steindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. feQl": für den __ * 2lHJClQCnt8ll 2 p. kjCCi, Die heutige Nummer umfaßt 10 Seilen. Stimmungsbild aus dem Reichstage. T . n-f , . Berlin, 21. April. , Eisenbahnkursbuch nimmt leider zu wenig Rücksicht auf ms DMengesetz des Reichstages, sonst hätte man einen süddeutschen • cj rntl^r gelegt und der kostbaren Zeit des Reichstags zwei ange Reden der Herren Erzberger und Ulrich erspart, die sich rwnche und erfolgreiche Mühe gaben, einer Anzahl süddeutscl-er Ubgevrdneten das rechtzeitige Eintreffen-zur namentlichen Ab U i mniung über den städ t i schen Oktroi zu ermög- nchen. Werter hatte die Fortsetzung der gestrigen Debatte ersicht- kernen Zweck. Die Ankündigung der namentlichen Abstimmung hatte das Haus gefüllt, und mit nahezu Dreiviertelmehrheit wurde den Gemeinden di- erbetene Gnadenfrist versagt. Und dann begab sich ein Wunder. Als nächster Punkt stand auf der Tagesordnung die dritte Lesung des polnischen ™ ? $7 egen daspreußische Enteignungsgesetz; und obgleich zu gleicher Stunde über die gleiche Materie int preußischen Abgeordnetenhause gelegentlich der Beratung des Be- rrchts der- Ansiedlungskommission gespvoä)en wurde, sich also die schönste Gelegenheit bot, dieselben Reden noch einmal zu halten, konnte der Präsident mit der Eröffnung der Debatte zugleich auch "ihren Schluß verkünden, und man wandte sich dann dem letzten Gegenstände.der Tagesordnung zu, dem Antrag der wirt- schaMicheu Vareinigung auf eine soziale Ausgestaltung des E r fr n d c r r e ch t s d e r A n g c st e l l t e n. Im Laufe der letzten Jahre ist diese Frage mehr und mehr in die öffentlich Er- ortenmg gerückt, ist in zahlreichen Artikeln der Presse besprochen, in den Versammlungen der Organisationen, besonders der Angestellten, verhandelt worden, und hat wie bekannt, die letzte Tagung des deutschen Iuriftentages beschäftigt, wie sie auch der Verein Mr den gelverblichen Rechtsschutz auf die Tagesordnung feiner demnächstigen Stettiner Tagung gesetzt hat. Die Begründung des Antrags, der ganz allgemein eine größere Berücksichtigung der Interessen der Angestellten bei der bevorstehenden Revision des Patentgesetzes der Regierung ans Heitz legt, übernahm der Abg. Uttmann. In der Hauptsache machte er sich "den Standpunkt des Bundes der technisch-industriellen Angestellten zu eigen. Mer die extreme Forderung des zwingenden Eigentumsrechts des An- Melltim an seiner Erfindung glaubte doch auch er nicht ausdrücklich vertreten zu sollen. Statt dessen empfahl er neben einer Zwingenden Vorschrift über die Nennung des Namens des Erfinders in der Patentschrift sowie eine Herabsetzung der Patentgebühren, wogegen von Feiner Seite Widerspruch erhoben wird, gesetzliche Festlegung der Entschädigungspflicht des Firmeninhabers. Ter Zentrumsabgeordnete Nacken und der Mannheimer Sozialdemokrat F r a u ck äußerten sich ungefähr im gleichen Sinne. Mer die mit den gewerblich-technischen Verhältnissen aus reicher Praxis angehend vertranten Herren Dove und Dr. Junck von den Santen der Freisinnigen und Nationalliberalen sahen sich benu gegenüber doch genötigt, auf die praktischen Schwierigkeiten hin- iuroeifen, die ftch der Durchführung dieser so einfach scheinenden ^rderung in den Weg stellen. Insbesondere ist es die häufig große Schwierigkeit, festzustellen, wer in Wirklichkeit der Erfinder ist, da namentlich bei den sogenannten Etablissementserfindungen fte vielleicht sogar zeitlich auseinanderfolgende Tätigkeit einer Meitze von Männern erforderlich ift, ganz abgesehen von dem Eingreifen glücklicher Zufälle, um eine Erfindung wirtschaftlich verwertbar zu machen. Aber bei seiner allgemeinen Fassung konnte der Antrag einmütige Zustimmung finden, und diese Sym- .mthiekundgebnilg der gesetzgebenden Körperschaft wird bei der Acesorm des Patentgesetzes immerhin richtunggebend wirken. rtiMMUngsdild aus dem preutz. Abgeordnetechäüxf Berlin, 21. April. Die Osterferien sind vorüber und frisch gestärkt sind die preuß. Äolksboten zur parlamentarischen Arbeit ins Hohe Halis an der Hrinz Albrechl-Slraße ziirnckgekehrt. Einst,veilen freilich bei weiten, nicht alle: als Herr v. Kröcher zu Beginn der Sitzung die Häupter fi’iner Lieben zählte, da fehlte manch niehr oder minder teures Haupt. Und denen, die da sind, hängt offensichtlich noch so etwas ime Ferienstimmnng an : das Tagespenfun,, der E t a l und die Denkschrift der Anfiedel nngskom Mission, begegnet mur geringem Interesse, und in den Wiedersehensgesprächen geht ckie aiisiührliche Darlegrma des Kommissionsberichterstatters Wam- hoff ungehört verloren. Tas ändert sich auch nicht, als der Pole S e y d a ans Rednerpult tritt, um das alte unvermeidliche polnische Klagelied über die Ansiedelungspolitik zu singen. Erst als Herr Glatze l von den Nationalliberalen das Wort nimmt, beginnt das hohe Haus mehr diligemian, zu prästieren. Nach der larmoyanten Polenrede wirkt die rnhige, entschiedene Sprache des national- liberalen Redners doppelt sympathisch und Interesse weckend. Im Ganzen ist er mit der Ansiedelnngspolitik einverstanden, mir im Einzelnen, so vornehmlich gegen die unzweckmäßige Bildung von Restgütern und die Uebersvannnng des Genofienschastsgedankens, hat er Bedenken. Der künstlichen Genossenschaftszüchtilng tritt im Interesse des ostdeutschen Mittelstandes anch der Freisinnige Wolff- Lissa entgegen, während sein konservativer Namensvetter Wolff- Gorki mit einem heiteren, einem nassen Ange der den Güterpreis drückenden Wirkung des Enteignungsgesetzes gedenkt. Herr Ströbel, der „Vorwärts"-Redakteur, kommt noch mit einem Anathema gegen die Ansiedelnngspolltik und markiert den Schirmherrn der unter- drückten Polen, ein Beginnen, das Herrn R e w o l d t von den Freikonseroativen zu einer Erwiderung von sreilich nicht überwältigender Kraft reizt. Dann hat man für heute genug — morgen ist anch em Tag! Die wirren in der Türkei. Die heute aus Konstantinopel vorliegenden Meldungen klingen beruhigender. Hiernach sind die Gerüchte der letzten Tage von der Abdankung, Verurteilung, Absetzung und der Flucht des Sultans nicht richtig. An Widersprüchen fehlt es allerdings auch in den heutigen Meldungen noch nicht, so daß es noch immer nicht möglich ist, sich ein klares Bild von der jetzigen Lage in Konstantinopel zu machen. Nach der einen Meldung sollen die Verhandlungen zwischen den Jungtürken und dem Aildiz gescheitert sein, nach den andern ist eine Verständigung zwischen der Regierung und der Leitung der mazedonischen Truppen auf folgender Grundlage zustande gekommen: Die Absetzung pes Sultans wird fallen gelassen; der größte Teil der Konstantinopeler Garnison wird entlassen und durch Salonikier Gendarmen die den Sicherheitsdienst übernehmen, ersetzt. Die Salonikier Truppen, deren Vorhut sich bereits dickt vor der Stadt befindet, werden vorläufig nicht einmarschieren. Die Regierung wird einen entsprechenden Ausruf an die Bevölkerung erlassen. Alle Truppen werden einen neuen Eid leisten. Die Regierung übernimmt die Bürgschaft für die Unterwerfung der gesamten Garnison mit Ausnahme eines kleinen Teiles der Nildisbesatzung. Die Kriegsflotte wird zu Manöverübungen den Hafen verlassen. Auch in Saloniki, in Komiteekreisen, wird behauptet, daß alle Bedingungen des Komitees in Konstantinopel angenommen worden seien. Der „Tanin" soll von heute in Saloniki erscheinen. Heber 200 Offiziere find ermordet. Der Sohn des Sultans, Prinz Mehmed Burhan Essendi, den die öffentliche Meinung als bei den letzten Ereignissen kompromittiert betrachtet, hat an einige Blätter ein Schreiben gerichtet, in dem er das Gerücht für falsch erklärt, daß er sich vorige Woche unter die vor dem Aildis demonstrierenden Artilleristen gemischt habe, und auch andere Gerüchte bestreitet. — Die Zahl der in der letzten Woche ermordeten jnngtürkischen Offiziere wird jetzt auf 262 angegeben. Acht von ihnen wurden vor dem Mdis ermordet. Bemerkenswert ist, daß die gestrige Proklamation der Salonikier Armee nicht nur vom Kriegs- und Marineministerium allen hiesigen Truppen, sondern auch von der Pforte allen Zivildepartements mitgeteilt worden ist. Der Eindruck auf die Garnison scheint allgemein recht günstig zu sein. Widerstand ist nicht zu erwarten. — Bisher wurden bei der Vorhut der vorrückenden Truppen ca. 200 verdächtige Personen, darunter einige erwiesene Emissäre, verhaftet. — Der Großwesir, der Kriegsminister und der Korpskomman- dant, die demissioniert hatten, haben auf Drängen des Sultans ihr Entlassungsgesuch zurückgezogen. — „Jeni Ga- zetta" zufolge wurde der Divisionsgeneral Emin, der Kommandant der 12. Division in Diarbekir, zum Marineminister ernannt. Außer den Wilajets Saloniki, UeSfüb, Monastir, Adria- nopel und Janina, erkennen auch vier Wilajets in Kleinasien die Regierung nicht an und weisen ihre Befehle zurück. Der Korpskommandant von Saloniki wendete sich an alle Korpsbereiche und hat sie zum Anschluß aufgefordert; bisher ist nur von feiten des vierten Korpskommandos in Erzingjan ein formeller Anschluß erfolgt, die übrigen Kommandos scheinen zu schwanken. — Von einzelnen Truppenkommandos im übrigen Korpsbereiche sollen bereits Zu- stimmungs- und Anschlußerklärungen vorliegen. Tie Kammer hielt gestern eine kurze geheime Sitzung ab, der etwa 100 Deputierte beiwohnten. Dem Vernehmen nach haben in der Sitzung die Deputierten, die mit der heranrückenden Armee in Berührung gekommen sind, über ihre Mission berichtet. Einige Abgeordnete sollen abermals die Verlegung des Sitzes der Kammer nach San Stefano gefordert haben, was von mehreren anderen Deputierten bekämpft wurde. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt; wegen der Beschlußunfähigkeit des Hauses wurde die Sitzung aufgehoben. Rach San Stefano haben sich noch einige Deputierte begeben. Zn Syrien ist die Bevölkerung wegen der Vorgänge in der Hauptstadt aufs äußerste erregt. Sie zwang den Jerusalemer Gouverneur und den Jaffaer Kaimakam zu schwören, daß sie an der Verfassung festhalten und keine Steuern nach der Hauptstadt einsenden, bis die Verfassungstreue des Ministeriums feststeht. Im Wilajet Alepo greifen die Ruhestörungen weiter um sich. In Antakije und Biredschik kam es zu Ausschreitungen. Die Engländer und andere Fremde flüchteten in das englische Vizekonsulat. Der englische Kreuzer „Diana" landete in Alexandretta 50 Mann. Nach einer Meldung aus Aleppe vom 20. April sind 400 Verbrecher aus der Zitadelle vom Payas entfloyen; sie überfielen Kirkhan, mordeten, plünderten und zogen dann Antiochia zu, wo Massakre und Plünderung seit 24 Stunden andauern. Ein englischer Kreuzer ist vor Alexandretta eingetroffen. Die „Köln. Ztg." meldet aus Konstantinopel: Alle Ingenieure des Holzmcmnschen Baugeschäfts aus Frankfurt a. M, die am Bau der Bagdadbahn in Bagdscheh, östlich von Adana, beschäftigt waren, sind mit ihren Familien gerettet. Aus dringendes Betreiben der Direktiou der Bagdadbahn sandten die Behörden Truppen, die die Ingenieure: vor der Niedermetzelung durch die Kurden retteten. politifd^e Lagesscharr. Der Seniorenkonvent des Reichstages beschloß in feiner gestrigen Sitzung, daß von der nächsten Woche ab jeder Dienstag und Donnerstag für Kommissionssitzungen, insbesondere für die Arbeiten der Finanzkom- mission, frei bleiben soll. An den übrigen Tagen sollen die Plenarsitzungen wie bisher um 2 Uhr beginnen, so daß die Finanzkommission jeden Tag Zeit zur Arbeit hat. Auf die morgige Tagesordnung soll der Antrag Ablaß betreffend die Einfuhrscheme gesetzt werden. Darauf folgen die Beratungen über die Aenderungen des Strafgesetzbuches in erster Lesung, sowie die zweite Beratung der Zivilprozeßordnung und das Bankgesetz, ferner die Sicherung der Bauforderungen und die Vorlage betreffend den .unlauteren Wettbewerb. Die Interpellation Albrecht über die Arbeiter- pensionsgesetze kann nicht vor dem 28. April, die Vorlage betreffend das Berner Uebereinfommen nicht vor dem 2. Mai zur Beratung kommen. Hkincs LeLLiUeton. — DieneueFrauenkleibunginaußerbeutschen Ländern. Unter biefer Ueberfdjrift lesen wir in bem Organ Les deutschen Verbanbes für Verbesserung ber Frauenkleibung J5) i e neue Frauenkleibung" (Verlag von Paul Neubncn m Köln): „Der Kampf um bie neue beutfdje Frauenkleibung, ber »cls ein Kamps um Frauenrechte zu bezeichnen ist, richtet sich auf ftie Gesundheit des weiblichen Geschlechts und stützt sich auf bie Ibeen bes modern en Kunstgewerbes. In den außerdeutschen Ländern findet dieser Kampf immer mehr Nachfolger, und hierbei treten anch bie nationalen Gesichtspunkte sckftirfer hervor. In Äoll and besteht eine „Vereeniging Vakschool voor Verbetering Han Vronwen - en ÄinberHeebing" mit vielen, bas ganze Laub umfaüenbeii Vereinen, und hier ist bie neue Frauenkleibung viel- llicht mehr in die arbeitenden Klassen cingebrungen als irgendwo sonst. Es bestehen dort zwei Zeitschriften, welche bie Verbreitung ter „Reformkleibung" fördern, das „Maandblad" und bie allerdings auch sonstige Ziele verfolgende Zeitschrift „De vrouw en brar Huis". Eine sehr gute Zeitschrift „Schoonheid boor Ge- smbljcib" ist leiber wieder eingegangen. In O e st e r r e i ch be- siicht feit längcrm eine Vereinigung für Verbesserung ber Frauen- fteibung mit bem Sitz in Wien. Dieser Verein ist infolge ber grmeinfamen Sprache beider Länder mit dem deutschen Verbände für Verbesserung der Frauenkleibung baburch in näher er Beziehung, doch bas Organ bes beutschen Verbandes „Die, neue Frauen- fleibung" zugleich Organ des Wiener Vereins ist. Allem Anschein nach ist bie Bewegung in Oesterreich im Wachsen begriffen. L-on England wird berichtet, daß bie Königin Alexanbra ben Mmpf gegen bie gesunbheitsschädliche Korsetttnobe ausgenommen hbibe, und daß bie „Times" sich für bie Schaffung einer englischen sl.ationalmobe ausgesprochen, ba bie Pariser Mode für die Engländerinnen vielfach stillos ivirke und nicht auf bie verschiedenen Berufe, Stände und Beschäftigungen ber Trägerin Rücksicht nehme. Alach in England bestaub bis vor kurzem ein Verein für Verbesserung ber Frauenkleibung, ber bie „Healthy and Artistie Dreß Keview" herausgab. Dieser Verein hat sich leiber aufgelöst, boch ifi anzunehmen, daß er durch Anregungen von „oben" und durch brie Unterstützung ber Presse, ohne welche beiden Faktoren der Lrmpf so unendlich schwierig ist, eine Neubelebung erfahren wird. &!t Rumänien hat bie Königin Elisabeth, die allen sozialen Bfirebungen reges Interesse zuwendet, schon häufiger ihre Stimme erhoben zugunsten einer gesunbheitsgemäßen Frauenkleibung unb hat ihren Einfluß nach biefer Richtung auch in ben Mäbchen- fchulen geltenb zu machen gesucht. In Frankreich hat es sich neuerbings sehr lebhaft geregt; bie bort bestehenbe „Ligue bes meres be fanrille" hat ihre Grundsätze in einer Broschüre „Poirr la beaute naturelle be la femme, contre la mutilation be la taille par le corfet" zusammengefaßt. Wenn bie Liga ihre Ziele auch nicht ganz so radikal verfolgt wie bie beutsche Bewegung für Verbesserung ber Frauenkleibung, sv ist ihr Kampf gegen bie gesunb- heitzerstörenden Pariser Kvrsetterzeugnisse boch von deutscher Seite mit der größten Sympathie zu begrüßen. Die Liga stützt sich übrigens, wie bie Broschüre zeigt, in ihren Bestrebungen bereits auf bie Zustimmung einer großem Anzahl mebiziuischer und tünstlerischer Autoritäten. Von Italien wirb berichtet, baß die Königin Elena und bie Königin-Witwe Margherita ben Kampf gegen bie ausschweifenden Pariser Frauenmoben aufnehmen und einen Ausschuß von Künstlern ins Leben rufen wollen, der Entwürfe zu Kleidern unb Hüten liefern soll. Die beiben Königinnen gedenivn eine italienische Nationalmobe zu sckwffen, was ihnen um so aussichtsreicher erscheint, als bie italienischen Damen burch hohen eigenen Schönheitssinn ausgezeichnet seien. Nimmt man enblich hinzu, baß die norbischen Staaten, vor allem Dänemark, burch ihre hoch entwickelte Körperkultur bes weiblichen Geschlechts ganz von selbst bie Jbeen ber Reformkleidung pflegen — mögen auch eigentliche Vereine für neue Frauenkleibung kaum vorhanden fein —, so ergibt sich, baß bie Ideen der neuen Frauenkleibung bereits fast ganz Europa mit ihrem Netz umspinnen. Selbst in Rußland, wo in Riga ein Verein für Verbesserung ber Frauenkleibung gegrünbet worben ist, unb in Griechenland sind Spuren dieser Bewegung deutlich erkennbar. Für uns Deutsche aber, die wir mit unferm das ganze Reich umfassenden deutschen Verband für Verbesserung der Frauenkleidung an ber Spitze biefer Äülturbeioegung schreiten, für uns ergibt sich bie besondere Aufgabe, nicht nur ber Ausbehnung nach, fonbern auch nach der Art unseres Kampfes an der Spitze zu bleiben; mit ber beutschen Grünblichkeit diejenige Zähigkeit zu vereinigen, bie uns bisher zu immer sortschreitenben Erfolgen geführt hat." — Eine Grillparzer--Ausgabe der Stadt Wien. Der Stadlrat von Wien hat den Beschluß gttaßt, das Andenken Franz Grillparzers durch die Veranstaltung einer würdigen kritische« Ausgabe seiner sämtlichen Werke zu ehren, und hat den Professor der deutschen Sprache und Literatur an der deutschen Universität in Prag Dr. August Sauer mit der Herstellung dieser Ausgabe betraut, die im Verlage der Buch- und Kunsthandlung Gerlach & Wiedling in Wien in 25 Bänden erscheinen wird. Cie soll neben allen abgeschlossenen dichterischen und prosaischen Arbeiten auch die Entwürfe und Fragmente, die Studien und Tagebücher, die B r i e s e von dem Dichter und an ibn, endlich die von ihm verfaßten Aktenstücke in umfassender Weise vereinigen. Zur Vervollständigung des in der Wiener Stadtbibliothek bereits ausgesammelten bedeutenden Handschristenschatzes wendet sich die Bürgermeisterei an alle Besitzer von Handschriften Grillparzers, insbesondere an alle Bibliotheken, Archive, Theater, Vereine, Verlagsbuchhandlungen, Autographensammlungen usw. mit der Bitte, dem Herausgeber alles zerstreute einschlägige Alaterial zugänglich zu machen. In Betracht kommt alles, was sich von Grillparzers Hand erhalten hat, unter anderem die vielen Stammbuchblätter, Sprüche, Epigramme, Widmungsexemplare seiner Dramen oder seiner Porträts in Privatbesitz; ferner Druckexemplare feiner Werke, in die er V e r b e f f e r u n g e n eingetragen hat, Bücher oder Maimskripte, die er mit Bemerkungen versehen hat; auch scheinbar wertlose Auszeichnungen, selbst wenn sich ihr Inhalt zur Veröfientlichung nicht eignen sollte, können unter Umständen in größerem Zusammenhang Bedeutung gewinnen. — Karl Busses Gedichte. Die vor siebzehn Jahren zuerst erschienenen „Gedichte" des damals neunzehnjährigen Karl Busse, die seinen Namen bekannt machten und hochgespannte Erwartungen erweckten, treten jetzt ihren Weg in einer neuen sechsten Alistage an. (Stuttgart, Cotta.) Busse hat sie dem Andenken des Prinzen Emil Schönaich-Earolath gewidmet und ihnen den folgenden schonen Wegspruch zum Geleit gegeben: Wie meine Jugend, die nicht sterben kann, Siehst du, mein Buch, mich still und fremb heut an. Gluck, Sehnsucht, Schmerz, die du in Liedern sängst, Mit andern Namen ruf' ich sie schon längst. Es mißt meu, Blick dich ohne Lust und Leid' Zieh' deine Bahn im alten Wanderkleid l Ich hab' fein Recht, ein neues dir zu geben. Du warst mir fremb. Du lebst dem eigenes Leben. ~ 7 kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. V HO- ltzebuustag begeht am 24. April der emeritierte orbent- l 4tJT f?F b-: kl)ll°iopöic und Pädagogik an der Prager deutschen Unwersstat Hofrat Dr. phil. Otto W i l l m a n n. 2ln» Stafct und Land tun« im Einbornsaal, die für die vorgerückte Jahreszeit reckt Während die Berfcnnmlung von dem Vorsitzenden des Bürger Geiverbestandcs zu ermitteln. 2. Feststellung des hierzu zu benutzenden Formulars durck den Vorstand des StadtbauamtS unter Hinzuziehung von Vertretern des Handwerks. . 3. Tic Vertreter des Handwerks find durck die in Betrackc kommenden Innungen, gewerblickcn Vereinigungen und den LrW kurse für Arbeiter. " Besitzwechsel Heute ging das Anwesen ber 5rau Ä st ay Swe., Sudanlagc 15, für den Haufprt» Aurland. Auf d e Ui A 11flaIvijchCnstongrCb in Petersburg belürioortele Scharapow die Versöhnung mit den Polen, um da durch die österrcichilchen Slaivcn auf die Leite Rußlands zu ziehen und das osierrelchlich-deutsche Bündnis zu sprengen. Redner erging sich 'n heftigen Schmähungen gegen Tentfchland. Hierin sliniuiten ihm alle späteren Redner bei, mit Ausnahme des früheren Atmislergehilfen Gnrko, der ein deutsch-rufslfche-S Bündms empfahl. Ter rnffilche Gesandte in Sofia notifizierte geftern der bulgarischen Regierung die Anerkennung der Unabhangigkeil Vulgariens durch Rußland l'nie Proklamation a n d i e B e v ö l k e r u n g B r a f i- Heu v. Rach einer Meldung des .Rewpork Herald" aus Rio de Janeiro erließ Prinz LoulS von Braganza. ein Enkel des Kaisers Dom Pedro, eine Proklaination an die Bevölkerung, in der er die Hoffnung aliSspricht, Brasilien werde demnächst wieder die Monarchie Herstellen. E i ii e R i e d e r l a g e Abdul H a f i d S. Der Stamnr der Beni Mtir hot die scher'fische 'Dia hallo in einem Gefecht geschlagen und ihr Geschütze, Munition, Gewehre, Zelte und Pferde ab* genommen. Eine neue Maballn ist von Fez abgegangen, um den aufrührerischen Stamm zu -gchtigen. Das vergedungswcsen. Gießen, 22. April Die Frage der Vergebung von Arbeiten und Lieferungen beschäftigte gestern abeird eine vom Bürger- verein und X? r t » g c lu e r b e d e t e i n einberurene Veriamm - sichtlich in Brüssel abgehalten werben. ♦* Diamantenes Militärjubiläuin. General major z. T. v. Herget beging am Freitag in Bonn die . seines diainanlenrn "'V: ita 3tücf Geschichte schlägt sich in seinem Vcbcn nieder, an all den entscheidenden EnNvicklungen unserer nationalen Em - gung hat er teilgciiommcn. u. Hcrgcl war am 18- April i 819 als 2lvantageur in das tzcssisctic Feld-Artillerie R z ment Ri 25 eingctreten und stand bei der badisck en »am- pagnc 1849 in mehreren Gefechten dem Feind gegenüber Leine Haltung in diesen Kämpfen war so ausgezeichnet, daß er sofort nach Beendigung des Krieges zum Offizier befördert und durch Verleihung der badischen Medaille belohnt wurde. Als der Krieg 18M losbrach, ruckle er al- ?auptmann uud Batteriechef aus In diesem Kriege sollte ihln eine ganz besondere Ehrentat gelingen dei schwere Tag von Fronhofen, wo er r.iit sechs istefchutzcu sich tapfer gegen 22 fcinblid)c Stucke hielt, ivurde ruhmvoll von ihm zu Ende geführt Er >var bereits allgemein totgesagr und würbe in den Totcnlisten der Armee als "iefalleuer ge- jührt, da lehrte er unerwartet zurück, und zwei lwhe hessische I Orden dankten ihm für seine glänzende Haltung der ltlvd. Ter Krieg 1879 71 sah i> Herget | öamt abermals im Feld. Vionvillc, Gravelotte und :">en waltunoen sollte man stets für Vergebung der Arbeiten an ein- bcinuia?c Handwerker i intreten und die Handwerkskammer habe m dieser Beziehung schon manche Erfolge erzielt. Einer gründ | süßlichen Aenderung des staatlichen Perdiugungswesens tonneI er nicht das Wort reden, Verbesserungen seien aber ivohl AU er reichen. Tas vor einigen Fahren eingesührte sogen. Mannheimer Mittelpreis Verfahren habe sich in der Praxis nicht bewährt. Tcm Handwerk im allgemeine>r könne der Vorwurf nid)t erwart werden, daß vielfach übertriebene Beschwerden erhoben wurden. Wenn begründete Beschwerden mit Beweisen an die Handwerks- [ammer gelangten, würde ihnen nadigegangen und es feien dann and) schon überraschende Erfolge erzielt worden. Tie Ucbcrlragung des staatlichen VerdingungswesenS aui die Gemeinden sei nicht durcksührbar. Eine Besserung könne hier vielleicht .umäd'it aut dem Gebiet der Untcrl aitungsarbeiten erfolgen. Redner ich lagt eine entsprechende Resolution vor, die folgenden Wortlaut bat: Tie am 21. April zu Gießen ftattgebabte Versammlung von Interessenten des BaugeN'crbcs hat beschlossen, der Großb. Bur gt rmehtcrei und der Ltadtverordneteirversammlung zu Gießen nach stehende Leitsätze zur Prüfung und Annahme zu cmpwhleri: 1 Aufstellung von nach Handwerlszweigen getrennten Preis Verzeichnissen bnrdi das Ltadtbauaml, in weldiem Ausführung und kurze Beschreibung aller derjenigen Leistungen, welche bei Unterhaltungsarbeiten vorzukommen pflegen, mit den Einheits preisen eingetragen iverden sollen. Tic Einheitspreiie und von dem Vorstände des Bauamts durch) Benehmen mit Vertretern des Vereins, Lebrer Bal M Aller, geleitet wurde Der Referent bctimiv zunächst, daß es wohl niemals gelingen werde, das Bei itetungtfnvwn so zu regeln, daß alle Beteiligten zufrieden seien. Äodann erörterte er da staatliche V^dingungstvesen in Hei'eii. Danach ist bei Arbeiten und Lieferungen im Wert bis zu 300 Alark frei bändige Vergebung möglich, während bei größeren Am trägen in der Regel vr'entlidx Ausschreibung erfolgen soll und nur bei Sl> ualai • i schränkte Ausführung zulässig Tie einzelnen Bestimmungen deS staatlichen Erlasses über da Verdmgnngsivesen wurden kurz nut geteilt und erläutert. Tn Zuschlag bari nur auf in icbcr Beziehung annehmbare Ang^wi i werben, dagegen soll keine Ipcge- der Zuschlag dem lueimgii n Angebot vorzugsweise erteilt werden, bei Angeboten von unter 20 Prozent unter dem Kosten I an'cklag in besondere Prüfung des Angebots ameorbnti. > allgemeinen soll unter den den niedrigsten Angeboten et nee aus ! g-wätH iverden. Bet glcitfcrontigen Angeboten Soll der dte Arbeit bekommen, der am Crt der Arbeit wohnt. 1902 wurden dieie Bestimmungen dahin »erheuert, daß dem vandwerk ein .Xu* wirkungsrcckt bei der Prnsiefnetzuna uiw. nngcraumt wurde •Senn die Vorschriften tut die Arbettsvergebnngen und t.utn haliungeatbetten überall genau cingebalten werden, 'werden die Beschwerden der Handwerker fast ganz ver'ckwtnden U. a tot - bertf dec Reoner, daß bei beschränkten Ärontsvergcbungen Aut« Wendungen iür Zeichnungen und Berechnungen den (bewerbe tretbanoen zu ersetzen ".nd, uns er glaubt, daß die)er fyorberung pent Staat demnächst entwrocken werde. Ter Forderung nach möaltckst. t Teilung großer Arbeiten in eimelne Lo'e tollte aus veltswirttckaitlicken 'gründen mefcr ent'vrocken werden, als dies b - icr.i geschehen ist. Einheimische Gewerbetreibende willen, wenn ---- ■ • '---r zuerst berück- AuS dem Militär-Wochenblatt. Peter- mann (I Darmstadt), Oberapotheker deS Beurlaubtenstandes, der Abschied bewilligt. •• AuS dem Schuldienst entlassen würbe der Reallehrer an der Höß. und erro. Mädchenschule zu Gießen Wilh. liebel aus fern Nachsuchen. *• Psarrdien st na di richten. Ernannt wurden Piarr aniihmt Müller zu Heppenheim ;um Pfarru'iistentcn in Pfungstadt. Pfarrassistent Heckt er tu Piungstadt zum Pfarrafsistenten in Heppenheim t^efwrben sind Pfarver i P. Aua. Römdeld von TüdelSdeim tu Tatmstadt am 23. März. Pfarrer Mont, Scklunck zu Engelstadt am 2. April. Zur Wiederbesetzung werden Deutdcbe» Hetd>. Das Kaiserpaar auf Korfu. Tie Majestäten mit ihren Gästen nahmen gestern mittag entgegen den ersten Dispositionen den Tee nn Bord der „Hohenzollern" ein. Zur Abendtafel in Achilleion waren geladen: der srömfl,' t»cr .Kronprinz und bic Kronprinzessin von Griechen- land,' sowie Ministerpräsident Theotokis. Bei der Tafel kon.zei liertc die Mapcllc der „Hohenzollern". Meine Begegnung mit dem Cumberlander! Die Morgenblätter melben aus Elrnunden: Dirz vor der Ankunft des deutschen Kronprinzen in Wien reiste die Familie .Cumberland, die bisher in ihrem Wiener Palais weilte, ab. Ter BundeSrat wirb sich heute mit der Frage der Ersatzstenern beschästigen. Tic Erträge aus der crivei- terten Erbschaftssteuer rechnet man nur auf 60 Millionen. Tic fehlenden 10 Millionen soll die Reichs-Wertzuwachs- steuer aufbringen. EinDcincnti Eine Mailänder Meldung, wonach b’ev Reichskanzler Fürst v Bülow beabsichtigen soll, seinen lGruiibbcsitz in Rom durch Ankauf angrenzenden Terrains ober eines .Häuserkomplexes zu vergrößern, finbet keine Bestätigung. .koloniale s. Ter „Reichsanzciger" veröffentlicht zwei faiscrliche Verordnungen, wodurch die Ausfuhr von Angoraziegen, Straußen und Straußeneiern aus dem Schutz» ßebiete Deutfch-Lüdwcftafrita verboten wird. Die F'iaanzkommiistoa bei Reichstages hak gestern b c Beratung dcs B r a n n t w e i n st e u e r g e s e x. entwu c ''cs w-.ed'r a»'a nornmcn, wobei das Zentrum beantragte, die ‘Jleu mtfilung occ- < ' 'amtkuntmgcntks nicht alle zchn. 'andern alle fiiin Fal/r. vor-ui'.hmen Ter Antrag wurde nrntumnig angenommen 'Kiuh längerer Dcbatte wurde > 2o des Biannt- weinstcnergesetzes in oer Fassung der Reu,, rungsvorlaac angenom men, ebenso als llebergangsvorschr.'t au- kon.ervatiocn .’lntra 1 rin neuer - 113 a, oer besagt: wird der Geiamtkontingent vor dem 1. Oktober 1913 herabgesetzt, so rorroen bte 190 / 08 Kltfle» setzten Kontingente, soweit sie 100 090 Liter übersteigen, um - .» herabgesetzt, jedoch nicht unter 100000 Liter, xie Finanzkommi' sion bw Reid siages Trani sich bann einmütig gegen die Porrmir' - aus der Presse, aus V riammlungcn und dem Publikum, dak d- fcoTTtnuMton die Arbeit n verschleppt habe. Em wlchcs U-rteu fei leidt Zeuge von gänzlicher UnkennMis von dem Umsange und Der Schwierigkeit der ^tomm'ssionsarbriten wenn mck: g^. - - ,V^vi riorderungen vorliegen, immer von bösem Willen Auch jet bedauerlich, baB fccr 1 iv‘ mfrh l)rilIw,a»li(hc Au ckaltung außerhefii'cker gestern bei Dem Empfang der venchieoencn -^vullitioncn dieiin • 1 benöer von i ailidxn ''leicrungcn und Arbeiten dürfe gegeniiber Kr.uk an Der bciSUbm ma7ni§1^, man m°üs!c m W «L.ehung gerade tm Fn Staalsiekrcun: svdow erklärte, er ^bc^LEange betaewohnt. einbeimi'cken Handwerks den goldenen Mittelweg ein eS feien leitens des -^t'chskanzlers falten Ärb.nt'Vergebungen an Landwerkerkorporatwncn sollten Vn mLlid» ' m todi mu.'Xn »••• bcin'i.-nöcn -Unthirationai unter SÄn7u SrcTcuXi^n ulten Um'mndm autf. die angegangenen Berv,i,»Iungen genauer. Empiang und Den Pwrklaut Dir an oracocn yr xi. avouiuuj. «$rar,A nock immer verkommende gruninaMtd’- (den van der B-vollerungnur au4 Sorge um das Gelingen der I Mindesnordernden in volknnrvck'a^ltch Finanzresorm entsandt worden. * ,/ickt ausrechtzucrhalten Angcftrebt w^dc vom Znnnngsveroand v . . . , I deutschcr Handwerksmeister d.shalb die Zuzielning von ^adwer Die Christlich Sozialen und die ReichSstnauzreisrm. ftänb gen aus der Braus bei der Preisicstsetzung und o:r Bru Nack einem Vortrage des Reichstagsabgeordneten Franz B e h- bcr Angebote, dod' hält Redner die Erfüllung oicicr »vor rens über die Reicksfinanzrcforrn hat der Sonntag nachmittag berung mdu iür brinicnb. Alle auffällig niederen Angebote willen rn Dillenburg stattgcbabIc christ 1 ick-soziale Bez^stag für: die unt,*r ocn Begrisi des unlauteren Wettbewerbs lallend ohne Wahlkreise Liegen Wittgenstein Biedenkopf, Actzlar-Altenkiraien I n»eiteres zurückgewiesen werden. Aud) sollte da, wo Tarifverträge intb öcrlxim Tillcnburg nach dein "2?olk" folgende En t sch ll c n- ^cn Arbeitnehmern bestehen, von den Bauämtern darauf ge- ung angenommen Ter d'ristlich*sozialc Bezirkstag für die Wahl-1 werden, daß die Arbeiten zu entsprechenden Preven ver kreise S'iegen Wittgenstein Biedenkopf, Herborn-Tillenburg und ^eben werden Bezüglid) der Vergebung von städti'chcn Arbeiten Wetzlar Altenkirchen erkennt die Rtotwendigkelt einer gründlichen Lieferungen, könne nur dadurdi Besserung cintrcten, Reform bet Rc.chsiinanzen an uni> ersuckt die.wristuck-wzialeii ba^ Handwerk mehr Eingang m die Gemeindevertretungen Abgeordneten, wie bisher, an einer baldigen Erledigung der Rciwv x^halten suche, bannt die im IiUcresse des Handwerks er finanzresorm unter Geltenbinadmng sozialer (5ruiibia.be untzu i ^obenen Forderungen mit mehr Nachdruck vertreten werden können, wirken Ter Parteitag ersucht die chriltlid) sozialen Abgeordneten I Arbeitsvergebungen bet Post- und Balmver iedoch nur dann der Finanzresorm zuzustimmen, wenn eine aus- ' reichende Heranziehung des Besitzes zu den neuen -steuerlairen gesichert ist. Tein von der Regierung vorgelegtcn Entwilri^ eines Nacklaßsteuergesetzes und jeder weiteren Belastung des Tabaks bind' Steuer ist die Zustimmung unter keinen Umstanden zu geben. Wohl aber ist eine den Verhältnissen der Landwirtidiatt und des Mittelstandes gciuigcnd Redinnng tragende Erbanfallstcuer zu etipirgcn. Ta icdod: emo Erbanfallstcuer einen Ertrag in Wichet Mfr die als eine aiwrcidicnbc Heranziehung des Besitzes anun sehen ist, vor.insudstlidi nickt ergeben wirb, so fordert der Partei tag bic Christ!id sozialen '»(bgeorbneten auf, im Reichstag Tur die Einführung einer Reicks Wertznwad)ssteucr zu wirken Ter Partei- taq batet alle Frcunbc einer sozialen und volkstümlichen Finanz vvlitik im Lande iiir bic Forderung einer Reicks Wertzuwachs Lun werdend l.'kig zu 'ein und öffentlich dafür cinznttctcn .'Wtilcr wünscht ch-1 Parteitag, daß auch die Bankuinsatzsteucr, Gesell,ckafts steuer, Erlwht'iig der Börsen st euer als Etsatzsteucrn crnstUck bc ■cüdnd.tigt werden Tie Annahm, vontehender Resolution er- folgte einstimmig, wie denn überhaupt in vCiun auf hie Reform her Rcickssinanzen bei den aus allen drei Wahlkreisen zahlreich erschienenen Vertrauensmännern völlige Einmut,gleit herrschte T-cr Bezirkstag war vou ca. 450 Personen besudst flnn tidermaG t sitzen, hat seitens deS Vorstandes deS Stadtbauamts etml hauptsächlich waren'die Stationen seiner sich mehrenden &ÄttÄÄÄÄ !-erdicns.c: fein «Ei. -n/cm Äcg bei tm .'>. Tie Unterhaltimgvarbeilcn sollen der Reihenwlg. nad> an il)m das ctscrne rireuz ein. 1< • < uuibi i. bic in den Preisverzeichniuen cmgetiagrnen Unternehmer zu den I eiatsniaßtger sSlabdOlfiiiCT in das Feld t ,1 r'c i t ,l angelegten festen Preisen freihändig durch oen Vorstand des Stadt- Nr. 10 nach Hannover versetzt, wo er alsbald zum '-bcnt' baiiamts vergeben werden und zwar im Hödntbelrage van 100" Mk I (entnant emporstieg. 1879 bis 1886 bellcibctc er bann ben für die Gewerbe, bei denen größere Ausführungen in der Regel i^stei, eines 'tonimanbeurd des l Wests. Fclb Artillciie- vo i)armen 1 ■ •’ iment^ Vir < in Wesel, 1 i bt von geringerem Umfang unb Bedeutung für die ,twtuchen (Se -Nlmanbeur^ ber l F-elb-Artillerie-Brigabc in Magbeburg. ÄÄ“ 'Ur ek'd,r' I .üturiub.nwm. hmrtc wre I habe , Installateur ^obiger m ist >. Beil, ber l unb 11 '•». Mitglieder x:e V reine haben •• " - iBortraaende, Back«wmeister Frey, Fabrikant Brück.Ivon 588235 Ms. und Mobiliarwerte in yvhe vor IMalermeister Groß. Oberlehrer Tr. 8 rausrnüIler, Stadw ,71)280 Mk. I Petri und Ingenieur Müller beteiligten. Schließlich wurde .. $a3 Vo lkSlied in Oberhessen. Ter kürzlich die vom Referenten vorgeschlagene Resolution einstimmig mtgt I Pfarrer Schulte au« Großen-Lmden in der Vcrem.guus • .f;C Volkskunde gehaltene Vortrag, dec von uns m bö Familifnblättern zum Abdruck gebracht wurde, ist nunmeh» Gießen, 22. 9lpril 1909. !als Sonderabdruck erschienen und in der Expedition de« •• Ordensverleihung. Ee. Kgl. Hoh. der Groß- *lni* ’ür T®,‘ ne“ ,0 üt ^ex- Herzog haben dem Forftwart der Fomwartei Einsiedel, ertrag aus dem erkauf e H fch v He . WH Ernst Düglin zu ForfthauS Einfiebel, aus AnlaßIemtgung fuc BolrÄimbc - gut befildu war Das cmlateiibe Referat erstattete der ^nntiihwIicinc6 50jährigen TiensijubtläumS das Silberne Kreuz bei •* Gießener Studentisches Taschenbuch. Unin der hefilieben Handwerkskammer, Herr (£ n g e 1 ba cb - Tannitabt, « bifnftovöcns Philipps des Großmütigen verllehen. diesem Titel hat bic Gießener Freie Studentenschaft für da« ' " x ' ' 1909 cm Schrmchen ausgegeben, das ,ahi' reiche für die Studierenden sehr wertvolle und notwendige 'Rachrichten enthält. Außer den mehr praktischen dienenden Angaben über die Einrichtungen der Unwersiwt und der Etudentenschast, die hiesigen LebenSverhällnm usw. enthält das Heftchen einen Aussatz von Prof. Dr. simkn über Student unb Politik, sowie einen solchen von Privat- dozent Dr. Vogt über den Studenten nnb die llnlernchts- fc. '2'3 i esbaden, 21. Avril. V i e h in a r k t. Zum Verkauf Hauben: 28 Ochsen, Soeben erschienen: MA t>ttA Butzbach Stbhf.—Grünberg. Grünberg—Butzbach Stbhf. Klavier- und Gesang-Unterricht 02875 Ab 1. Mai Anfang neuer Nnlerrichlskur,e. Anmeldung, bald, erbeten. links von den Stationsnamen stehenden Zeitangaben sind von oben nach unten, die rechts stehenden Die nach oben unten von W lesen. ANrchliche Nachrichten. Israelitische Reiigionsgemeinbe. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag den 2 4. 21 p r 11 1 909: Vorabend 7.15 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Schristerklärung. Sabbatausgang 8.25 llhr. Ausdehnung an, der Eisenbahnbetrieb wurde teilweise c i u- qc Helft. Mehrere Personen wurden verletzt. Ter Schaden beläuft sich auf mehrere 100 000 Franks. Ein orkanartiger Slurm richtete in Eleveland grobe Verherungen an. Zahlreiche Wohnhäuser, sowie eine Kirche wurden u in geweht. Mehrere Alcnschc n sind u m g e l o m m en. Aus M e x i k o wird ein schwerer Ausbruch des Vulkans K o H in a mit 2l scheu rege n und Lawacrgiissen gemeldet. Auch E r d st ö tz e wurden beobachtet. Israelitische ReNgionsgesellschast. Gottesdienst. Sabbat^ ei er am 24. April 1909: Freitag abend 7.10 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbat Ausgang 8.25 Uhr. WochenqotlesdienH: Morgens 6.30 Uhr. Abends 8.25 Uhr. Separatdruck aus den Gießener Familienblättern. Preis 50 Pfennig. Zu beziehen durch die Expedition des Gießener Anzeigers und durch sämtliche Zweigstellen. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Heffeu am Freitag dem 23. April: Zunehmende Bewölkung. Strichweise Gewitter und Regen. Geringe Abkühlung. Südwestliche Wiiide. von 70000 Mk. in den Besitz des Herrn Max Baer, bisherigen Mitinhabers der orana Gebr. Baer, über. Herr Baer beabsichtigt, sein in der Marktstraße betriebenes Engros- nnd Detail-Geschäft in dem Hintergebäude des er- tvorbenen Besitztums weitcrzuführeu •• Zigeunerplage. Schlagen die Bäume auS und regt sich der Wandertrieb, so stellen sich auf dem Lande ungebetene Gäste ein: braunes, schwarzäugiges, unsauberes und zerlumptes Bettelvolk, heute hier, morgen da, aber überall ein Schrecken des Landvolks, die Zigeuner. Urplötzlich sind sie da, draußen vor dem Dorfe halten ihre Karren, auf denen sich zwischen schmutzigen Bettstücken nackte Kinder wälzen, und hinein ins Dorf ergießt sich alsbald der Schwarm unangenehmer Bettelwciber, die mit erstaunlichem Zungenschlag, bald mit kriechender Höflichkeit, bald auf freche Weise die Gehöfte brandschatzen. Wehe dem Hof, den seine Bewohner unbewacht zurückgelassen haben, um ihrer Arbeit nachzugehen. Es werden da sehr oft recht unliebsame Entdeckungen gemacht. Alles atmet auf, wenn der dreiste Schwarm mit seiner leicht erworbenen Beute wieder davon ist. Wie ein Stück Mittelalter im modernen Kulturstaate mutet es an, zu sehen, wie der seßhafte arbeitssame Bürger fast schutzlos dem Zigeunertreiben pretsgegeben ist. A Elpenrod, 21. April. In der Schlosserschen Hof- raite brach auf einem Boden der Oekonomiegebäude Feuer aus, das alsbald die Scheuer in Flammen setzte; sie brannte nieder. Der rasch herbeigeeilten Feuerwehr gelang es, die dicht anschließenden Nachbargebäude zu schützen. . Storndorf, 20. April. In unserer Gemarkung, die außerordentlich reich an vorgeschichtlichen Dentmälern ist, geht man jetzt daran, diese Uebcrrefte einer früheren Kultur wissenschaftlich zu untersuchen. Unter der Leitung des Leutnants Gies aus Heppenheim wird zurzeit ein alter Grabhügel geöffnet, der im Distrikt „Hopfengarten" gelegen ist. Die 2lnlage zeigt in der Mitte einen großen runden Steinhügel, um den in der Entfernung von ca. 1,50 Meter ein aus einer gut erhaltenen Steinstücknng be- stehetider Wall in konzentrischem Kreise zieht. In dem dazwischen liegenden mit Lehm ausgefüllten Ringe liegen die Gräber, deren Vorhandensein sich durch Kohlen- und Scherbenfunde künd tut. Tie ganze Hügelanlage ist noch sehr gut erhalten. In der Umgebung dieses einen großen Grabes befinden sich nicht weniger als 7 bis 8 Grabhügel. Auch deutliche Spuren von Erdwällen finden sich noch vor, die mit dem Vorhandensein der vielen Hoch- und Hang- äckeranlagen auf eine dichte Besiedelung in vorgeschichtlicher Zeit schließen lassen. Besonders die vielen Gräber sind stumme Dokumente einer einstigen starken Besiedelung des „Hopfengartens", von dem im Volke die Sage geht^ daß in ihm ein alter Heidenfürst begraben liege. R. B. Ernsthofen, 21. April. Der Forstwart Wedel hier machte gestern seinem Leben durch Erschießen ein Ende. Der in guten Verhältnissen gewesene Wedel war Witwer und litt seit längerer Zeit an einer schweren Krankheit. Er dürfte die Tat ans Furcht, daß das Leiden chronisch werden und es ihm wie seinem Vater ergehen könnte, worauf eine schon früher getane diesbezügl. Aenßerung schließen läßt, begangen haben. V Marburg, 21. April. Jin Saale der Restauration Lchultz sand heute nachmittag eine vom GasNvirtc-Vcrein für Marburg und llmgegend einbernfene öffentliche V c r s a m m (und statt, in der gegen die üont Schutzverband der Norddeutschen Braue- reigemeinschaft beantragte Kontingentierung der Bier- crzeugnng, weil diese Maßregel bas Gastwirte- nnd Klein- t>rauer-Gewerbe su Grunde richten würde, scharf Protest eingelegt nnd eine diesbezügliche Resolution einstimmig angenommen wurde. Nebenbahn Butzbach—Lich—Grimberg Fahrplan gültig vom 1. Mai 1909. erteilt sowohl hier als auch außerhalb Gießens Fritz Baumarm, KMllmißtt konservatorisch gebildeter Musiklebrer Giessen a. M,., Walltorstr. 34 I. Mehr als in frühem n'lungSort für wifs», ^cn Teilnehmern q.. 5 eben verlassen hak:, hl von Mitgliedern fc iesjährige Versanid ungen finden im ar: tat statt und sind, enden Anatomen üt । nahezu 20 besock )ct. Tie Versammle nächsten wird öorte Dar Volkslied in Sberhessen Vortrag des Herrn Pfarrer Schulte, Großen-Linden 32 Seiten mit Notensatz in Broschürenform. Kleine Tageschronik. In Greiz int Vogtland wurde gestern früh ein ziemlich starker Erdstoß wahrgenommen. In Hamburg ivurde bei Der Ankunft be5 Berliner Schnell- mges gestern abend der M ä d ch e n h ä n d l e r Deut aus der Schweiz verhaltet. ' In seiner Begleitung beiand sich das 18jährige Rädchen Morava aus Schlesien. In N o l s h e i m erkrankten unter Vergiftungserschein ingen 40 Personen. Man führt die Vergiftung auf den Genuß non Torte zurück. Eine Feuersbrunst zerstörte die Oelniederlage in der Pariser Vorstadt Saint Denis. Tas Feuer nahm eine große wie vor 20 Jahren unerreicht in Feinheit, Wurzkraft, und daher Billigkeit ist einzig MAGGIS würze. Ich empfehle nur diese. L Kalkhof Nacht H. Erle Giessen, West-Anlage. (C22/. Amsterdam, 22. April. (Privatt. d. G. A.). In der Hauptstadt herrscht größte Erregung. Es gehen Gerüchte über Vorgänge im königlichen. Palast, die bisher amtlich nicht dementiert wurden. Für gestern war abermals die Entbindung der Königin bestimmt in Aussicht gestellt. — Die Lage im Königreich ist jedenfalls eine ernste, die Hoffnungslosigkeit ist bereits allgemein. London, 22. April. (Privatt. d. G. A.). Vier englische Kriegsschiffe mit starker Bemannung sind aus Gibraltar nach Abuschehr ausgelaufen. Die kriegsstarke Besetzung ist zum Schutze der englischen Gesandtschaft in Teheran bestimmt. Madrid, 22. April. Bei einem vorgestern in Sevilla stattgehabten Stierkampf trat der bisher noch nicht da gewesene Fall ein, daß alle drei Matadoren von Stieren schwer verwundet wurden, so daß das blutige Schauspiel nicht zu Ende geführt werden konnte. Auch mehrere Zuschauer, die sich in die Arena wagten, wurden von den Stieren auf die Hörner gespießt und tödlich verletzt. Konstantinopel, 22. April. Der Generalstab und die Soldaten der Komitee-Armee, sowie die dabei befindlichen Abgeordneten widersprechen entschieden, der Behauptung Rifaat Paschas, daß der Sultan von den Jungtürken geschont werden würde. Ter Sultan dürfe auf keinen Falt weiter regieren, denn seine Regierung sei gleichbedeutend mit dem Untergangs des Landes. Gr dürfe einzig auf das Wohlwollen der Junktürken zählen, daß diese nichts gegen sein Leben unternehmen wollen. Wenn die Armee nicht bereits weiter vorgerückt sei, liege das einfach daran, daß über die Haltung der Flotte Zweifel bestanden und die Jungtürken eine Beschießung der Stadt vermeiden wollten, um nicht diplomatische Schwierigkeiten zu schaffen. Jetzt aber sei es den Jungtürken gelungen, alle unsicheren Offiziere an Bord der Kriegsschiffe durch Anhänger des Komitees zu ersetzen. Sollte es sich Herausstellen, daß der Sultan an der Verschwörung beteiligt ist, so würde er entsprechend behandelt werden und seine Entthronung wäre dann allerdings unvermeidlich. Die von den Jungtürken jetzt beobachtete Reserve ist nur ein diplomatischer Kniff. Die Entthronung Abdul Hamids ist auf alle Fälle eine beschlossene Sache. Der Thronfolger Reschad Essendi soll in vielen Städten und anch in der Provinz zum Sultan ausgerufen worden sein. Konstantinopel, 22. April. Im Pildiz und dessen Umgebung- herrscht andauernd völlige Ruhe. Der Großwesir bestätigt auf Aufrage auswärtiger Blätter, daß der Sultan bleiben werde. Die Verständigung zwischen dem Herrscher und dem anrückenden Heere stehe unmittelbar bevor. Alle Gerüchte über eine Verhängung des Standrechtes und. Ausweisung der Sofias werden dementiert. Saloniki, 22. April. Der Ministerrat in Konstantinopel nahm alle Bedingungen Schewket Paschas betr. der Uebergabe an, nur die Wahl des Präsidenten nicht, da das Parlament unter dem Druck einer Soldatenherrschaft nicht arbeiten könne. Schewket hat darauf erwidert: An nehmen oder in 24 Stunden Vormarsch Jubiläum, ßetind Freitag in Sonn tj i ibiläiimv. Ein g®.- n lieben nieder: end' iserer nationalen ft» get war am 18. M ic Feld-ArtillerW bei der badische: W- dem Feind ge§tiM ir so ausgezeichnet,^ ieges zum OM bt badischen Medaille bt losbrach, ruckte er alt ’n bie/cm Kriege soll!! jdingen: bei' schloß cheschlchen sich wachse, ic rutjmöoil von iljm L^nwn uh' n als AMnersk> , und Mü W hcW uenbe ÄaltW i-i 1870/71 sali 5 W C( Gravelottelü M feiner sich icq bei tiraoelt" ; wurde v. ^eld-AriilleriE er alsbald M R hrfleibctc er Äestf. Feld-E^ f Ks7 den eine;.' W- ..Srißüöc in E, )C er 1888 ' WLx -ZK Märkte. fc. Frankfurt a. 9)1, 22. April. (Telegr. Orig. - Bericht des „Gieß. Auz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Biehmarkl- v reise. Zum Verkaufe standen: 17 Ochsen, 00 ans Oesterreich, 2 Bullen, 0 aus Oesterreich, 100 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 696 Kälber, 136 Schafe und Hümmel, 1001 Schweine, 5 Ziegen, 49 Ziegenlämmer, 18 Schaflämmcr. Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 79—81 Mk., 2. Qualität 72—75 Mk., 3. Qualität 60—62 Mk.: Bullen: 1. Qual. 66—68, 2. Qual. 60—62; Kühe 1. Qualität 72—74 Mk., 2. Qual. 59—61 Alk., 3. Qual. 48-50 Mk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht: Kälber 1. Qualität 97 bis 100 Pfg., Lebendgewicht 58—60 Pfg., 2. Qualität 88—95 Pfg., Lebendgewicht 52—56 Pfg., Schlachtgeiv. 73—75Psg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 72 Pfg., 2. Qual. 64—66 Pfg. Schweine: 1. Qual. 68—69 Pf., Lebendgewicht 55,0—00,0 Pf., 2. Qual. 67—00 Pf., Lebendgewicht 54,0—00,0 Pfg., 3. Qual. 62—66 Pfg., Lebendgewicht 00-00 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, lieberstand gering, bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand. (darunter 391 Mastkälber, 151 Landkälber), 58 Hä'mmel und Schake. Bezahlt wurde für 50 Kilogramm Schlachtgcnncht: Ochsen 1. Qual. 74,00-76,00 Alk., 2. Qual. 71,00—73,00 Alk., Kühe 1. Qualität 64,00—66,00 Mk., 2. Qual. 00,00—00,00 Mk. Bezahlt wurde für 1 Kilogr. Schlachtgewicht: Schweine, vollfleischige, 1,32—1,34 Mk., Sauen 0,00—0,00 Mk., Eber 0,00-0,00 Mk.; Kalber: Plastkälber 1,86—1,96 M., Landkälber 1.60 —1.70 Mk.; Hämmel und Schaie 1,48 bis 1,54 Mk. — Rinder notierten: 00—00 Mk., Ferkel das Stück: 00—00 Mk. — Geschäft schlevvcnd, Ueberstand bedeutend. — Aus Oberhessen, speziell ans Stadt und Kreis Gießen, waren 14 Stück Großvieh und 46 Kälber ausgetrieben. aI Sw* A M-' + Jeters SS*.?« 'SS-.# iarroerte Set lE Lind« > 61 en8 u< g, b« ift «"* mehr p dcc . hies'gb" Prof. tu- ""d A Ent- ier- mng km Zug 9 Zugi Zug 13 Z-'g» Zug 1 r Zug 15 ZugöZug? Stationen Zug 2 Zug 4 Zug 14 31196 Z«9 16 Zug 8 Zug 10 Zug 12* — — 737 11»5 iso 243 435 6£5 9-5 Abf. ^Butzbach Staatsbhs. J k Ank. 646 1019 1230 340 525 810 _ 1007 1,25 — 743 1H1 136 249 440 609 9*o y Butzbach Ost 612 1015 1226 336 521 8"6 — IO«« 3,25 — 749 H46 143 265 445 6£i 925 y Griedel-Rockenberg 634 1007 1919 330 514 758 — 957 5,75 — 756 — 150 302 — 620 93i // Gambach i. Hessen 626 1000 — 323 — 750 — 950 7,75 — 802 — 156 308 — 625 936 n Oberhörgern-Ebcrst. 620 954 — 318 — 744 — 945 9,05 — 808 — 202 316 — 629 940 y Münzenberg 616 949 — 3'4 — 738 — 944 110,55 — 813 — 907 320 — 635 944 y Trais°Dl ünzenberg 609 9-14 — 310 733 — 935 .12,65 — 819 — 213 326 — 638 9‘0 y Aiuschenheim 603 938 — 305 _ 727 _ 930 114,35 — 825 — 219 332 — 642 954 y Hoi- und Dorf-Güll 557 932 — ZOO — 721 — 925 119,20 — 836 — 230 343 — 650 jOos art Lich -s ab 545 920 — 250 — 70!) — 915 119,20 622 850 — 948 — — 708 — ab an — 837 —— 231 — 651 905 “4,97 634 904 — 302 — — 722 — ff Nieder-Bessingen — 823 — 216 — 640 854 — 26,79 639 910 — 308 — — 728 — y Ober-Bessingen — 817 — 910 — 635 849 — 28,04 643 915 — 313 — — 733 — ff Münster — 812 — 905 — 6-u 8'5 — 29,29 647 920 — 318 — — 738 — y Ettingshausen — 807 — 2oo — 627 841 — 50,75 661 926 — 323 — — 743 — /, Harbach — 802 — 155 — 623 837 _ 53,27 657 933 — 331 — 761 — II > ^Quccfborn — 755 — 148 — 617 831 — 58,18 706 9<4 — 342 — — 802 — Ank. 1 l Grünberg R Abi. — 742 — 135 — 607 821 — Lukrative Telephon 644 Walltorür. 36-3S mieten. 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