Orrat W e e e Jahren en Zinkerzen ruchlos u- 8 Slüik, 85 $jg. o-KNM u- 8 Stück, 65 Psg, zen cf 85 Psg. I Seltersweg 8. W he ifi in garantiert il vorzüglicher See ein. Pfund Pis- Pfund dis- t Pfund $ dis- Heringe ifg. rringe ;r Stück 7 P'S- ps Stück 13 dis- rdiuett »* •*. üeuctt Bi-17 27. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Deutsches Reich. Der Kaiser nahm am Mittwoch nachmittag im Königs. Schlosse den Vortrag des Reichskanzlers von Bet h mann-Hollweg entgegen. , Ans Straßburg wird gemeldet: In der Gemernde- ratssitzung am Mittwoch wurde u. a. das Abkommen wegen eines Verkaufsrechtes von 1/4 Millionen Quadratmetern Bauland bei Neuhof an die gemeinnützige Baugenossenschaft zur Errichtun g einer Gartenvorstadt mit zu- der ganzen Sitzung an. _ Wien, 20. Oft. In der heutigen Sitzung des Herren- Hauses dankte der Präsident Fürst zu Windifch-Grätz nach der Vorstellung des wiederernannten Präsidiums durch den Ministerpräsidenten für die Ernennung und erinnerte sodann an den glänzenden Verlauf der Tiroler Jahrhundertfeier, bei der ebenso wie am Tage des Eintritts des Monarchen m das 80. Lebensjahr die Gefühle tief eingewurzelter unauslöschlicher Liebe und Treue der getarnten Bevölkerung Oesterreichs für den Kaiser und das Herrscherhaus in glänzender Weise zum Ausdruck gekommen seien. Nach einem Hoch aus den Kaiser schloß der Präsident dre <Ätzung. Nächste Sitzung morgen. Ofen pest, 20. Oft. Das ungarische Telegr. Korr. Bureau meldet aus Wien: In dem heutigen ungarischen Ministerrate, der eine halbe Stunde dauerte, forderte der K 0 n i g in einleitenden Worten die Minister auf, ihre Anschauungen über die Lösung der Krise darzulegen:, wobei er betonte, es sei wünschenswert, die Koalition aufrecht zu erhalten, «ue Minister legten daraus ihre Anschauungen dar und betonten, eine verfassungsmäßige Lösung sei nur möglich, wenn entweder die Mehrheit 'oder die Minderheit des ungarischen Abgeordnetenhauies mit der Bildung des Kabinetts betraut werde. Wenn auch die Aufrechterhaltung der Koalition! ausgeschlossen erscheine, würden sie dock) in dieser Rickstung ihre Bemühungen svctsei-en und dem Könige hierüber berichten. Der König erklärte hierauf wiederholt, er wünsche eine verfassungsmäßige Lösung der Krise und ersuchte bv? Manisch, chimn Entschl'll abzuwurtev. und dahm zu wirken, daß die schwierige Lage Nicht durch unvorhergeiehcne Umstände noch mehr erschwert werde. Die Minister reisten heute nachmittag nach Ofenpest ab. Bor dem Kronrat hatte dec Komg den Grafen Andrassy und sodann den ungarischen Vcmisterprcsti- denten empfangen. DieReise der Zaren. Odessa, 20. -Oft deute vormittag um 10 Uhr 30 Min. traf die Kaiserjacht „Standart" hier ein. Auf der Landungsstelle und dem Wege bis zum kaiserlichen Zuge wurde der Kaiser von den Militär- und Zivilbehörden, den ausländischen Konsuln, der Schuljugend und verschiedenen Deputattonen begrüßt. Um 11 Uhr fuhr der Kaiser ab. Rom, 20. Okt. Der Zar wird, der „Tribuna" zu- folge, über Posen, Frankfurt a. M, Lyon und Modane reisen. Da er inkognito reist, wird ihm weder von den deutschen noch von den französischen Behörden ein Empfang bereitet. Er kommt am 23. Okt. in Italien an, wo ihn der russische Botschafter erwartet. Auf deni Bahnhof in Raeeonigi wird der Komg, der Ministerpräsident und der Minister des Aeußern ihn empfangen. Am 24. Oktober findet Jagd statt mit nachfolgen- Bei dem Wiederzusantmmtritt des Abgeordnetenhauses sind Sitzungssaal und Galerie überfüllt. Der Ministerpräsident und die Minister werden von den Tschechisch-Radikalen mit Lärm und Abzugsrufen empfangen. Der Ministerpräsident erklärte die Session tüt eröffnet und forderte den Abgeordneten Funke aus, als Alterspräsident den Vorsitz zu übernehmen. Der Abgeordnete Funke wurde von den meisten Abgeordneten mit lebhaftem Beifall empfangen. Während die Tschechisch-Radikalen den Lärm fortsetzten, hielt Alterspräsident Funke eine mit Beifall aufgenommene Eröffnungsrede, in der er die Abgeordneten begrüßte und an das aus dem allgemeinen Wahl- redjtc hervorgegäugene Haus den Appell richtete, seine Aufgaben voll und gan-i zu erfüllen. Die Rede klang in ein begeistert auv genommenes Hoch auf den Kaiser Franz Josef aus. Unter andauerndem Lärm leistete hierauf der neugewähltc Abgeordnete Graf Skarbek die Angelobung. Nach der Mitteilung von der Mmidatsniederlegung des Abgeordneten Dorfmann und Srb protestierte der Abgeordnete Wolf gegen den Beschluß der heutigen Obmänner-Konferenz, die Präsidentenwahl am Freitag vorzunehmen, was verfassungswidrig sei, und eine Nachgiebig ft tt- gegen die slawische Union bedeute. Ter Altersprch ident erklärte hierauf mit Rücksicht auf vielfach geäußerte Wünsche und um den Abgeordneten Gelegenheit zu geben, sich über die Wahl der Präsidenten schlüssig zu werden, die Sitzung auf 48 Stunden für unterbrochen. Die Präsidentenwahl findet am Freitag um elf Uhr statt. Der Lärm der Tschechisch-Radikalen dauerte während Vorläufig allerdings will man sich mit einer ener- ischen Opposition gegen die Regierung und einer ebenso nergischen Obstruktion im Reichsrat begnügen. Daß diese , ic gesetzgeberische Tätigkeit des Reichsrats lahmlegt, kann icht zweifelhaft sein, aber es ist nicht anzunehmen, daß M.intt das Ministerium Bienerth gestürzt wird. Einmal izaden die Polen den slawischen Brüdern eine deutliche Ab- ]Vge erteilt, und sodann hat das Ministerium Bienerthi >iicht nur die Krone, sondern in dieser Frage auch, sämt- !-he deutsche Parteien geschlossen hinter sich. In Anbetracht dieser Verhältnisse iuäre es aufs freu» d'gste zu begrüßen, wenn es wenigstens gelänge, die un- a a r il ch e Mi ni st e r kr is e beizulegen und dadurch die ^:setzgeberische Arbeit des ungarischen Reichstags möglich pi machen. Bekanntlich liegen die Schwierigkeiten dieser . rage darin, daß das jetzige, nur noch vegetierende Köa- l itwusministerium Wekerle wegen der zu ihm gehörigen ? wssuthschen Un-abhängigteitspartei nicht in der Lage ist, bett Pakt mit der Krone vom Frühjahr 1906 zu erfüllen, - so nach Erledigung des Ausgleichs die Wahlreform nach österreichischem Muster innerhalb zweier Jahre durchzu- i chren und ebenjo lauge die nationalen militärischen For- teirungen zurückzustellen. Die Kvssuthpartei. und namentlick) 1 -r linker Flügel, machen hier Schwierigkeiten, indem sie einmal die Erfüllung dieses Pakts von der Lösung der Bank- ! age im Sinne einer Trennung von Oesterreich abhängig machen, dann aber auch an einem die magyarischen Sonder- i itereffen verewigenden Pluralwahlrecht festhalten wollen 'nid die Forderung der ungarischen Armeesprache nicht von teer Tagesordnung verschwinden lassen. lieber den Verlauf des gestrigen Tages erhalten wir folgende Berichte: Die Selbstverwaltung in Ruhland. Petersburg, 20. Okt. Ministerpräsident Stolypin eröffnete heute die Session des Rates für Fragen der ^0 e l bst - Verwaltung. In der Rede, die der Ministerpräsident hierbei hielt, führte er aus, daß für die neun westlichen Gouvernements Semstwvs in derselben Form geplant werden, wie solche in benl östlichen Gouvernements bereits eingesührt seren Den Semstwvs in hen westlichen Gouvernements werde nicht das standrfche Prinzip zugrunde gelegt, denn die Regierung befürckste nicht nur, daß das russische Element, wo es sich in der Minderheit befindet, unterdrückt werde, sondern halte es auch für gewagt, den freien Wettbewerb zwischen Russen und den anderen Nationalitäten! da zuzulassen, wo eine wirtschaftlich schwache Majorität von Russen einer wirtschaftlich stärkeren Minorität stichtrustiicher Nationalität gegenübersteht. Daher werde beabsichtigt, die ru)lv> sche Minorität in den Semstwvs der Gouvernements Wilna und Kiew, in sechs Kreisen des Gouvernements Grodnow und drei Kreisen des Gouvernements Witebsk zu verstärken. Ferner werde beabsichtigt, gesetzlich festzulegen, in welchem Maße sich die wirtschaftlich starke Polengruppe in jenen Gouvernements an der Selbstverwaltung beteiligen bürfc. ■Ein doppelt kritischer Tag für Gesterreich-Angarn. Der gestrige Mittwoch war für Oesterreich-Ungarn ein doppelt ttittscher Tag. Nicht nur, weil der österreichische ieichsrat zusammentrat, wo die Slawische Union dem Ministerium Bienerth an den Kragen gehen will, sondern . mch weil gleichzeittg unter dem Vorsitz des Kaisers selbst . hic feierliche Sitzung der ungarischen Minister stattfand, ,ei der die ungarische Krise zur Erledigung gebracht werden 'öllte. Den letzten Grund für die Feindschaft der, Slawen .wgen das Ministerium Bienerth bildet bekanntlich neben i m fortdauernden deutsch-böhmischen Gegensätzen seine Stellungnahme zu den Sprachgesetzen, welche die Land- aqe von Ob er öfter reich, Salzburg und Vorarlberg kürzlich .'ilgenommen haben, und in denen der alleinige Gebrauch i cr deutschen Sprache in den Landtagen, Landesausschussen jtb Gemeinden festgelegt wurde, um der slawischen Er- -'berungslust ein Ziel zu setzen. Wohl haben diese Gesetze vjyH nicht die Sanktion der Krone erhalten, aber man weist enau, daß Baron Bienerth für diese sorgen wird, wie er .a leider hinsichtlich der vom Niederösterreichischen Landern wiederholt angenommenen Lex Kolisko-Axmann an- .»ijctiienb nicht zu tun gedenkt. Statt aber zu berucksich- ,iqen, daß es sich bei Oberösterreich, Salzburg und Wor- - lberg wirklich um rein deutsche Gebiete handelt, in denen isgefamt nur 3000 Tschechen wohnen, schreien die Nach- r-ommen der Hussiten über die Festlegung des tatsächlichen ustandes Zetermordio, ja, sie entblöden sich nicht, dem djaron Bienerth das Schicksal des Statthalters von Gasten, des Grafen Potocki, also den Tod durch die Hand nes Fanatikers, in Aussicht zu stellen für den Fall, daß er >,s seinem Standpunkt verharrt und nicht gutwillig mit in em Ministerium abdankt. doch auch einmal .Kinder waren.) Schiller aus der Buhne spielen, d. h. feine Figuren erleben und sie einheitlich durchführen, so daß der Zuschauer mi Parkett das Theater vergißt, das ist — meine ich — für uns die herrlichst^ aber auch schwierigste Aufgabe, die bis jetzt bedingungslos noch von keinem gelöst worden ist. Die definitive L-stung dieses Problems bedeutet mir den Gipfel der Schauspielkunst. Von anderen namhaften Bichneukünstlern haben sich Sigwart Friedmann, Ernst von "Possart, Arthur Vollmer, Max Pohl, Oscar Sauer, Paul Wiecke, Paul Wegener, «z-erdmand Gregori u.a m. zum Teil ausführlich über ihre künstlerische Stellung zu Schiller ausgesprochen, von iveiblichen Berühmtheiten, Franziska Ellmenreich, Nuscha Butze, Marie Convad-Ramlo, Roia Bertens, Louise Dumont, Else Lehmam und andere. Hedwig Wangel, die jetzt viel Genannte, schrieb just um dieselbe Zeit, da sie dev Bühne auf immer entsagen zu wollen erklärte: Notwendic- sind Millers Gestalten inte allen. Entoehrlich dem, der Weisheit har. Sym. uhisch die edle, durchgestttgte Form. Fremdartig ist mchts an ihnen — es smd Meist chcn. Mehr von der humoristischen Seite nimmt Else Lehmann vom Berliner Lessingtheater die Fl rge, wenn sie aus der Geschichte ihrer Bühnenlaufbahn vlaud- t: . . f Ich habe in Berlin, zumal bet Br ahm, nie schiller aesptett Ich lMte aber auch schon vorher fein Glück mit ihm. Das mag folgende Episode aus den Anfängen meiner Laufbahn beweisen. Ich war s. Zt. in Metz engagiert Der dortige Direktor hatte die Verpflichtung, allmonatlich einmal eine klassische Vorstellung zu geben, die, da klassische Stücke damals nicht viel Publikum fanden, gewöhnlich bis zum letzten des Monats aufgeschoben wurde. Nun brannte die damalige Liebhaberin eines Tages durch. Wir halfen ihr ah' redlich dabei, ich am meisten. Was sich daun aber schrecklich an nur rächte. Senn tags daraus stürzte der Direkter zu mir mit der Mitteilung, iw müsse den zwecken Tag darauf die Lauste ui Kabale und Liebe" spielen. Das regte mich gerade nicht weiter auf, denn ich dachte: Rolle ist Rolle — ich spielte nun aber damals Gnmdnawe mit ,Hängezöpfchen", und so fiel denn auch die Rolle bei mir aus. Wenn ich mich recht erinnere, tritt Louise zuerst mit folgenden Worten auf die Szene: „Guten Morgen, lieber Vater" — ich aber faßte die Sache eiten „naw" auf und begrüßte den Musiker NLiller mck folgenden „herzig" gesprochenen Worten: „Guten Tag, lieber Papa"!! Doch foll Schiller und die Schauspieler. In bem nächstens erscheinenden ersten Novemberheft des „Lite- carifd}en Echos" hat sich eine große Anzahl bekannter Schauspieler darüber geäußert, üt welchem Verhältnis sie als Schauspielkünsller i-u Schiller stehen, was sie ihm verdanken und welche besonderen 'Aufgaben sie als Darsteller Schillerscher Gestalten zu lösen fanden. Dus den uns mitgeteilten Antworten, zu denen Julius Bab ein ■immentierenbe§ Vor- und Nachwort geschrieben hat, geben wir vorläufig einige der bemerkenswertesten hier wieder Der Aelteste großen deutschen Menschendarsteller, Bernhard Baumeister nt Wien, läßt sich vernehmen: „Als ich, ein blutjunger Bursch', vor 60 und einigen Jahren, bat dramatischen Wanderstab ergriff, da war Friedrich schiller mein einziger Leitstern. Ach, was hab ich den unMcklichen Dichter damals malträtiert! Mer an ihn habe ich mich geklammert, an ihm bin ich gewachsen, er war mem bramah|d>er Lehrmeister, er1 hat mich zum brauchbaren deupcheii schauspieler erzogen. Noch Heute, wo ich ein alter, alter Greis, erhebe ich mich begeisterungsvoll an feinen herrlichen Dichtungen jedes Wort ein tönendes .Erz. Es ist für muh ein Ehrenabend noch jetzt, wenn ich mit meinen 82 Jahren im Äteije meiner jimgen Kollegen in einem Schillerstück, so gut ich es eben noch fann, mit irken darf . . Ja, unser Schiller, der Stolz des deutschen Boltes! Sagt alles nur in allem: wir werden nimmer seines- gteidjen sehen." Als Vertreter der nächsten Altersklasse äußert sich ^»|ef ,/^chillers Dramen hcklte ich für das W-B-C des jungen ernsten Schauspielers; und wenn er die hohe schule Shakespeare, Goethe, Kleist und Ibsen absolviert hat, dann fann und soll er ihm mit reifer Kunst vergelten, was er als .In lang er von ihm -profitierte. Er wird in diesen Jugendbruuneu ine Scbaiy zurücktauck-eu. Wehe der Nachkommenschaft, die ihn mut." Aus den Aeußerungen der jüngeren Generatton seien ivenig- siiens die Worte Albert Basserman’ns, des melummjrbencn Zharakterspieters, angeführt: , „Schiller betla mieten und feine Verse schan 1 pre chen taten jedes Kind. (Von krittfcher Seite wird oft behauptet, oatz die itad> einer neuen Ausdrucks form heiß ringenden ecbauipteler es nicht können. Seltsam! Warum sollten sie nicht, da )ie dem Empfang im Schlvst. Am seiden Tag Galadiner, an dem außer den Mitgliedern der Königlichen Familie die Spitzen der Behörden teilnehmen werden. Am 25. Okt. nnrd wiederum Jrgd abgehalten ober ein Automobilausflug in die Umgegend gemacht. Die Abreise des Zaren ist auf den Abend des 25. Okt. festgesetzt. Rom, 20. Ott. Tie „Tribun a" tritt scharf in einem Artikel der Auffassung der dreibundfeindlichen Blätter entgegen, als ob in der Verschiebung des Besuches des ReichStanzlers v. Bethmann-Hollwea in Rom Mangel an Rücksicht gegen Italien liege. Das Blatt eriimert daran, daß v. Bethmann-Hollweg gleich nach seiner Ernennung zum Reichskanzler dem Ministerpräsidenten Tittoni in einem sehr herzlichen Briefe den Wunsch ausgesprochen habe, sobald als möglich nach Rom zu tommen, um dem Könige seine Aufwartung zu machen und den Ministerpräsidenten Tittoni persönlich kennen zu lernen. Dieser habe darauf geantwortet, der König sei von Rom abwesend und würde erst gegen Mitte November dorthin zurückkehren. Er teile den gemeinsamen Wunsch des ftanfr- lers und Tittonis, daß der Besuch in Rom stattfinde. Mit Rücksicht auf die beginnenden parlamentarischen Arbeiten auf oer einen Seite und dem gemeinsam gehegten Wunsche, daß der Besuck) in Rom stattfinde, auf der anderen Seite, habe sich jedoch eine Verschiebung notwendig gemacht. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Italien seien ausgezeichnet, getragen von der größten 5)erzlichkeit und der gegenseitigen Hochachtung. t Rom, 20. Okt. Die „Tribuna" schreibt: Verschiedene Blätter berichteten, daß ein französisches Geschwader während des Aufenthalts des Kaisers von Ru ß - land nach Italien kommen werde. Diese Meldung, fügt die „Tribuna" hinzu, entbehrt der Begründung; damtt entfallen alle daran geknüpften Kommentare. Das französische Geschwader, dessen Ankunft in Neapel schon lange angetündigt ist, wird erst nach der Wreise des Kaisers von Rußland dort eintreffen. . Rom, 20. Ott. Das französische Geschwader wird am 26. Oktober in Neapel eintreffen. ick, schließlich ganz anständig gtzstorbeii sein . . Aber eme gewisse Unfähigkeit, klassisch zu kommen, lag doch wohl sckwn damals in mir. Uted ich habe auch nie mehr den zechten Anschluß an Sclstller gefunden--leider, leider!" Mit wenigen AusnalMen lassen sich im übrigen die meisten Ausführungen in die wenigen Worte Hermann Nistens zw- fammenfaffen: „Ohne Schiller keine Schauspwlkunit! Selbst Oscar Sauer, der feine Menschenspieler, der so viele Gestalten Ibsens und Hauotmanns als Erster in ^Deutschland gespielt hat, bekennt zum Schlüsse seiner Antwort: ,^Zch möchte die.16 Jahre, in denen ich voll Freude und mit Begeisterung ichlllersche Rollen gespielt habe, um feinen Preis misten." ‘O. Ä. * — Zwei unbekannte, verschollene Stücke N e st r 0 y s, die noch niemals gedruckt und in keiner Nestroy- Ausgabe zu finden sind, wurden, wie wir der Wiener „Neuen Freien Presse" entnehmen, in diesen Tagen durch einen Zufall aufgestöbert. Das erste Stück ist eine Jugendarbeit Nestroys, überhaupt seine erste dramattsche Arbeit, und wurde unter dem Tckel „TerZettelträgerPapp" am 15. Dezember 1827 zum erstenmal in Graz aufgeführt. Es ist ein Einatter, der allerdings nicht viel Beifall fand und schon nach drei Aufführungen vom Spielplan verschwand. Die zweite Arbeit, eine dreiaktige satirische Posse, führt den Tckel „Moppels Abenteuer im Viertel unter dem Wienerwald und in Marokko", deren Erstausführung am 5. Mai 1837 stattfand. Das Manuskript stammt aus dem Nachlaß des Wiener Literarhistorikers Karajan. Dort hat sie türZlich Herr Dr. Fritz Bruckner entdeckt, der die beiden Stücke demnächst herausgeben wird. — Eine interessante hannoversche Theatererinnerung wird im „Hann. Cour." aufgefrischt. Sie ttrüpft an die aus Anlaß der 50 jährigen Wiederkehr des Todestages Louis Spohrs, des bekannten Musikers, im dortigen Königl. Theater für den 22. d. M angesetzte New- aufführung der ,^Jessonda" an und bezieht sich aus einen Theaterstandal, der aber nicht gegen das Werk oder ein Mitglied des Opernensembles, sondern gegen den Dirigenten gerichtet war. Dieser Dirigent war Hans von Nr. 247 Erstes Blatt 159. Jahrgang Donnerstag 21. Oktober 1909 MMMnerAineiaerW sraffisV1IVIIVIIV V 4411IVIVIV V oirtschaftlicheZeitfragen ▼ W M M w v M V M ” V Eheftedakteur:A Goetz. Zernsprech - Anschlüsse: |USF ® f 4.V' ^^antwortlich für den «£■ General-Anzerger für Oberhesfen WM ü^Ä^Ta^esnummer Rotattonrdkuck und Verlag der vruhl'schen llnw.-vuch- enö 51ei«druckerei R. Lange. RedaMon, Expedition und Druckerei: schulstratze 7. A^zelgenleü^"L)" B^ck. dis vormittags 9 Uhr. ___________ _______ Jammen 400 «obrjiHgen sjenehmip» Es tit dies .'er etne •Berfud) in Deutschland uno ivobl auch im Ausland, in fltof^üqifler Weise die fl r o 6 ft i b t i f * J b n ujr frage zu lösen Tic 3,ad: n»' . a iDe -um ^clo|t loftmyrris. Tie Landes verfiel eruiasanstalt har von zwei Millionen Mark, die zunächst gebraucht werden, 700000 Mark aut Verfügung und >ar • L-tuu" --r fltefr wird in ähnlicher . . se e.;1 tbrimicn fern, ederno uhc bic 2taüt die insgarantie vcr. mm: Um die -Peru lation auszuschalten, nnrb beim Lei ui ^cr inwefen an 5>riite das Wiedertauf5 recht der Olcnossenschasi Vorbehalten. Slublatib. Inc Wiener „Neue Freie Presse" teilt mit: Tar- Bu d flet für 1910, bas der Fiuanzminis: 'n der nädvten Woche dem Reichs rat vorlcgen roerhe, schließe mit einem rcdmungsmäßigen Defizit von 40 M i 11 , front« Tod Budget fr bc aber in einer gewissen Verbindung mit einem Finanzplane des Ministers, durch dessen Annahme da' Tefiztt verschwinden würde Wenn die Erledigung des Finanzplanes durch übfmirtion verhindert werden würde, werde der Finanzmimirer in ben verschobenen Ressorts Einschränkungen vornehmen, um den Fehlbetrag wieder einzubringen , Äus *?i t b c i! wird gemeldet: xic int Auslande verbreiteten sensationellen Meldungen über die Vage des Königs und der T n n a ft t c sind vollständig unbegründet Ebenso innidntg ist, das; der türkische d -sandte ur Athen um nähere Erläuterungen über die vom Finanz- murister in der Mummet gehaltene Rede gebeten habe «grinz Wcorg hat dem Marine-Mtiister telegraphisch von seiner Temission als Vizeadmiral der griechischen Marine in Kenntnis gesetzt Die Blätter melden aus .ftonstanttnvpel Bon den eingetrossenen deutschen Dfsizieren werden vier in ftonstanluiopel, ic drei in Saloniki und Adriaiiopcl und zwei in Ersindian als Truppenrcsormcr s.ationicri. «ach einer ErN.irung der chinesischen Regierung sollen ab 2. November 1909 gemäß Artikel 2 des chinesisch- i a v a n i s ch e n Vertrages vom 4. September 1909 die faolou jur den Aufenthalt und vanbcl Fremder geöffnet werden._________— Zlus rind Land. Gießen, 21. Oktober 1909. • • In Audienz empfangen wurde vom Groß- Herzog am Mittwoch u. a. dec Rektor der LandcSunioersität Professor Tr. Strahl. ZumMinifterialbuchhalter bei den Ministerien de» Innern und der Justiz wurde vom Großherzog der Rechner der JjCntralllcUe für die Gewerbe und den Landes gewerbcverein sowie für die gewerblichen UnterrichtSanstalteii RechnnngSrat Ludw. Götz ernannt. " DaS Ehrenzeichen für Mitglieder freiw. Feuerwehren wurde verliehen durch Entschließung des Großherzogs dem Johann Hühn zu Schlitz. • • SIu8 dem Schuldienst entlassen wurde die Lehrerin an der Volksschule zu Offenbach Else Schneider auf ihr Rachsucht». • • Stadttheatcr. Die erste Volksvorstellung findet am Montag, 25. Okt., statt, und zivar ivird L'Arrongeß beliebtes Volksstück .Hase mannS Töchter" oufgefühlt werden. Eine andere volkstümliche Vorstellling bringt der Sonntag Nachmittag, an dem .Alt-Heidelberg* bei kleinen Preisen gegeben wird. Für die Wiederholung des ,fibclen Bauern* am kommenden Sonntag abend, sowie für das Gastspiel von Karl William Büller in Kraal; neuem Schwank .Der D oppelme nsch* am Mittwoch, 27. Okt., gibt sich so lebhafte« Interesse kund, daß Interessenten gut tun werden, sich zeitig Plätze zu sichern. Die Elektromotoren von den Siemens u. Setmckcrtivcrlen, die in die Wagen für unsere Straßenbahn ringt-baut werden, sind von Berlin '-ingetrossen und nach der ^kigctthalle verbracht worden. Man arbeitet mit Hochdruck (in her Fertigstellung der Straßenbahn. Auch das Schreiten kreuz für die Kreuzung der Biebertalbahn und der Straßenbahn an der Hammstraße fist eingetroffen und nnrb bald eingebaut werden " Der P a r s e va l - Ba l l o n, bezw. dessen Landung auf dem Trieb lostet die Garantiezeichner 350 Mk. Zuschutz ■ - 35' o der (Garantiesumme ' Blau gemacht. Ein Arbeiter, der gestern blau gemacht hatte, kam gegen Feierabend an die Arbeitsstelle am Neuenweg und fing einen Wortstreit mit seinen Mitarbeitern an. Al« 'ich ein dritter dareinmischte, ergriff er eine ^chipv- und versetzte damit seinem Gegner zwei Hiebe in das Genick. ■ n bin;ukommender Schutzmann trennte die Streitenden. Obgleich d.e Verletzung grnng war und sich die Parteien wieder ctmgtcn, wird die Sache doch em gerichtliches Rach- spiel haben, weil mit einem gefährlichen Werkzeug geschlagen ivurde. z Alsfeld, 20. Ott. Dläge r e i c n als Borspiel zur Kirmes bonmnmt, wie hier !m vorigen unb wiederum in diesem Jahre, dürfte als eigenartig gelten Diesmal bat man dem Polizeidiener arg mitgespielt. Die Staaatsanwaltschast nahm umfangreiche Vernehmungen vor . r Schotten, 20. Okt Tie Wirtschaft auf dem Forsthaus .üiliansherberge Falltorliaus soll Ende d. M. e i n g c b c n So bebauerlid) bas ist, kann aber unter den jetzigen Verhältnissen eine Fortführung der Wirtschaft kaum stattfinden, da der altbekannte Förster Bing, der seit mehreren Jahren Witwer ist, sich nidu um den Betrieb der Wirtschaft kümmern kann Manche Legende und manches viftördien ist mit dem Falltorhaus verknüpft: war es doch der erste Ausflugsort, den Schotten in seiner näheren Umgebung seit alters hatte, es sind ivunbcrbare Reize, die ein Spaziergang nach diesem einfachen Forsthaus und ein Besuch daselbst bieten. Unb daß die Stelle eines Försters auf Falltorhaus bis jetzt nicht die schlechteste war, das können der alle Bing und auch andere Leute beurteilen. Tic Laubacher wie ottcner Touristen werden ein gewisses Bedauern über den Eingang der Wirtschaft haben — wenn es vielleicht nicht noch gelange, die Konzession am Bestehen zu erhalten und das alte Wahrzeiclien da oben am Berge einer jüngeren Familie zur Fortführung zu sichern. rb. Crainfeld, 20. Ott. Die Beisetzung der L'eidjc des verstorbenen Landtagsabgeordnelen und Bürgermeisters H. 2 di m a l b a d) fand unter sehr zahlreicher Bc- teilignng von Leidtragenden statt. Bon Landtagskvllegen des Verewigten bemerkte man die Adgg. .üorell, Brauer, Dälw, Erk, S?audz Leun, Breidenbach, Stögler, Tr.^kbcr und Wolf, sowie den ftanzleidirettor, Negierungsrat Schenk. An dem im Hof der Schmalbach'jchen Besitzung anfgebahrteu Sarg sang der Gesangverein und am offenen Grabe hielt Pfarrer Walter eine Gedächtnisrede, in der er die mannig fachen Verdienste Schmalbachs nm das Land und beson terd um seine engere S?eiinat fdülbertc. Dann legte als Vertreter der zweiten Wammer nach kurzen Abschieds unb Danlesworten Vizepräsident Morell einen Kranz nieder, als Vertreter des treistags und der Regierung fprack) treidrat v. Bechtold, als Vertreter der Fraktion des Bauernbundes Aba. Brauer, dann legten Vertreter der 0‘H.mteinbc, des MirchenvorsUmdes, des Iagdklubs nsw. Kränze nieder. Ter Verervigle nxur in den letzten Lebensjahren sehr vom Unglück heimgesucht worden. Nachdem sd)0li 1893 seine Frau gestorben mar, starben in wenig Jahren alle vier' 'linder. .Butzbach, 20. Okt Aus bei« Landeszuchthaus -.A an en schloß ist gestern abend der Sträfling Aloys S trott von iOssenbad) entsprungen, der noch eine mehrjährige Zuckst hansslrafe zu verbüßen tat. Der Flüchtling benützte jeden falls die. 3cit während des Abendej,ens zu )einer Flucht, bei der ihm der lwrrsdw'ntn' dichte Rebel förderlich ^war. Es ist derselbe Verbrecher, der iciner^it aus dem Transport auf btr Bahn zwischen Vilbel und O?rof; starben mit an deren Insassen des Gefangenelln>agens einen Angriff auf den den Transport leitenden Gendarm machte unb einen Fluchtversuch unternahm. Friedberg, 19. Okt. linier Schüler-Steno- nr ab h e n v cr c in „Stol; e-C chretz" am Lehrerseminar hatte bei dem W e 11 i d*. r e i b c n in Büdingen einen ausgeieidmeten Erfolg. Es nahmen 17 Mitglieder an dem '3c- .urksfest des Bezirks 17 b des Steil ograpdenverdandes Stolie 5 dir en teil Alle Teilnehmer erhielten Preise. Fn oer Abteilung 140 Silben erljiclten: 1. Preis Asideimei Bisd^fshkim, 2. Pr. .Vöretb 3d)aafbnm ; 120 Silben: 1. Pr. .'-e.uer Reu Ffenbura und ■ nß B nein Silbcn 1 P i Müller Usenborn, Otto Beuern, Pabst Rieder Gemünden: '2. Pr. >kvkt> Bellersheim, Schaaf-tzeinarishaufen: 80 Silben: 1 Preis , Van i istöns, 2 Preis Schnell Rieder^Seemen. 60 Silben: «7 Coburger ^Ueicbelsheim. 3. Pr T temo^Rieder-vei inge^, 1 Die Prene bcrauben aus schönen Dwlomen und Wengern, ständen verschiedener Art. . - . , ä . h. Mainz, 2" Okt. Ans der strecke Mainz-, ? Worms wurde gestern abend ein Unbekannter von einem Eisenbahnzug totgefahreii. ~ic Vti> i mar völlig verstümmelt. . v v. _. Bingen, 19. Okt. Heute »aub btc Einweihung des Neubaues der Großh. Realschule unb be5 Pro. gymnafiumS bet starker Beteiligung statt. Um 11 Uhr vornisttagS begann bie Schulfeier in dem neuen Gebäude. Als Vertreter der Regierung war Geb. Oberschtilrat Nod- nagel-Darmstadt anivesend, ferner batten sich der Skcitral des ftreifes Bingen, Tr. Steeg, Bürgermeister Neff, da« Stadtverordnetenkollegium unb die Lehrerkollegien der oer. schiedenen Schulen von Bingen nsw. eingefunden. Nach der Eröffnung fand in der Surnbarte eine akademische Feier »latt. - Kinzenbach, 20. Okt. Bei der Verpachtung des Gemeindeackerlandes wurde ein Mehrerlös von 200 Mk. erzielt Auch die 6 cmcinberoiefeu, deren Gras bisher stets auf dem ralme verkauft wurde, sind nunmehr auf 9 Jahre verpachtet worden. Infolge der besseren Pflege und Düngung geben die Wiesen gegen sruher iveit höhere Erträge ab. _ *. . - ^.fpiar, 20. Ob. Am «onntaa hatte nd) hier anr arpRc Anzahl (Babelsberger Stenographen beiherln Gefchlechis anläfehd) der gerbst Benrksversammlung zuian.men. gefunden Zunächst sand um 11 Uhr P r e i s we t tscb r e i be« in her Bürgerichule am Sckullervlay statt. Daun folgte um 12 Uhr bic Vcrtretcrverfammlung im Niesen. Aus den Bir.chee» der Vereinsoertreter ging hervor, daß int hiesigen Bezirk an rcges Leben berridit, was stchtbaren Ausdrucl ut den itels n>ad>- ienben Iahlcn an Mitgliedern unb Unterrichteten findet. Der Antrag der Gesellfchast (stießen auf Stiftung cmes Wauderpra'e'.. wurde' zurüdgezogen. Weiter wurde beidtloifcn, künftig mir eine Bezirksoersammlung int Jahre, und zwar im Frübiahr, abtubalten. im .ä erb ft dagegen nur eine Bertreteruersammlnng Als Ln des nädmen Bezirkstages wurde Butzbach gewählt Dem gr- fdiäfthcben Teil folgte ein gemeinschaststches Mittagesten un Schntzcitgartcn, dem fick der nut großem Befall anfgenommnv Vortrag des Bundes Vorsitzenden Profci'ox Pfaff Taruiftott über: „Tic beutfdx EinheitSsteiwgraphie. eine Forderung der Gegenwart" anschloß. >donzcrt und Gesangsvorträge füllten den Nest des Tages ans, unterbrochen von der Serfünbtguni des Ergebitisses des Wetifchrclbcns. Bon Mitgliedern her, Wenmer Vereine errangen 1. und Edreiivreise tu der ittaste von 60Silben: Th Baulke (Ges . Ehr Reuter «Ber. : -s0 Silben: Schneider 'lealg. , tz. Winner Per . vomberger Gnmn.>: 100 Silben: W Bogel »Ber : 120 Silben: W. Ts'dh'rt, O. strßler Ber. : 140 Silben: E Weber Rcalg. : IRO Silben: E. Meyer Ak. Ber., Ehr. Weller cHealg.); 200 Silben: .eiter gegeben. -- Tie schönen Parkwege sind fast menschenleer. Ter "Raturfreund durcktzvandert sie immer wieder gern, lieber vielleicht als sic oft allzu belebt waren. Die Nasensläd)en sind ticfgtün, oas Laub der Parkbäume zeigt alle Farben in den manigfaltigsten Schattierungen vom tiefen Grijn bis zum hellen (stelb und dem dunkelsten Rot. Einzelne ausländische Eichen sind in ihren Laub massen jetzt gleichmäßig glühend rot gefärbt. So ältst ehen in dem bleichen Licht der Herbstsonne die wunder» barsten Farben, an die man sonst gar nid)t glaubt. Tie Saison ivar nodu nicht geschlossen, da entitonben schon um die bisherigen st o Ion na den hohe Bauzäune und Arbeiterhäuschen innerhalb derselben. Dann sielen du alten stolonnaden und machten den Raum frei für du neuen und deren Reben bauten. Allem Anschein nad) mtri der Reu bau etwa den fünifadKii Raum eir. nehmen als die Bülow. Die .^Zessonda" war stets eine seiner Lieblings- vpern gewesen, und so ivar er denn, bald nachdem er in Hannover seine Stellung als .stapcllmeister angetreten hatte, an die Neueinstudierung gegangen. Am 28. Februar 1878 fand die Ausführung statt. Der erste Akt und ein Teil des zweiten Altes waren vorztiglidi gegangen. Da ereig riete fid) beim Auftritt des Frauenchors das Mißgeschick, das; er infolge zu frühen Einsatzes mit dem Orchester in Differenzen geriet. Aergcrlid lloptte Bülow ab; darob Erst au neu im Publikum und Verwirrung im Elwr, der mm erst reckst „patzte". Ta geschah das Unerhörte, daß h mu ; H ui $weiten " ale abtlopfte, sondern auch dem Ehor mit dem Tnhitode ein Zeichen gab, abzutreten und den Austritt van neuem zu beginnen Das Publikum geriet deshalb in große Erregung. und Schniähungen mürben gegen Bickow laut. Rack» Sckiliiß des Aktes und vor Beginn des dritten Aktes wurde er mit Pfeifen und Zisd»en empfangen Diese stund- aebungen wiederholten sich auch nadi Schluß der Vorstellung. lieber die Ereignisse de Abends fdiricb Bülow in seinem Roiizkalender, dem Musikerkalendcr sur 1878: „Unstern. Zweites Finale zwciiiral Malheur aus der Bühne. Aufre,zung. Pöbel", und auf einem Zeitungsblatte bemerkte er Dieser kleine Terrorismus ivar sehr notwendig unb wird sich sehr heilsam erweisen." — Cook und 'Benin Die Universität Kopenhagen bat das von her Rationalen ''’-.xhiraDhn'dvn iMellfdxni in ®afbiitgtPit an sie gni(bleie l'Tl'ufhen. ihr dic m':c Prüfung ber ivhifnfdxiftftd'ru Beweise vook s für die Erreichung dx-s Roidtvl Mi ul'-erlassen, abgelehnt. 'B- aro unterbreitet feilte Aufzeiwimnwu unb Beweise für die (hitbeduni oes Nord polt' der Nationalen Gcograodifchen G e f e 11 s ch a s t, bie zur Prüsting einen Aulsttzus: von Sad.'erswndi.ien ernannte — 6 d) iv a b i j cb e M u i, da r t und o v i e n t a l i I d) e € p t fl ebne barte mit n- fiaunen, wie eine der Frat>e>i den Mänuerii znriek: .Gaudi r dur a b b n , m a n n a/ TaS waren für den Professor fremdartige unb doch ivieder bekannte Laute, in zmci bi5 drei fremden Sptachen an:gedrückt. .Gaudtr bin4 — io folgen er — ist französischen Udprimgv unb helfet: .sich lehr freuen*. .‘Jlbba* ist ali- aramäisch unb bebeutet .Vater'. ,‘J?laitna' ist hebuidthen Ur- iprunqö und bedeutet: .Watz in das?' Des Gelehrten perz ichlug ichneller über fernen interelfanten Fund. ,)‘.m so mehr ivar er erftaiml, al« er belehrt winde, daß efi sich bei dem ganten Ans- dnick um Tutilmger Dialekt und Dem'ch gehandelt hatte: die Worte: .Gaudir dnt abbn. ntamia' bedeuten nämlich: .'"ehr ihr dort herab, Männer?" Ter Gelehtt. wat — Io erzählt man wenigstens — nur schwer zu übet aigen, bafe es fick) um einen Dialekt handelte, bet nur in Tüttiuigen und Umgebung verstanden wird. — Taktlole Reklame. Tie Voss. Ltg. erhält Kenntnis von einer gegen den Takt und» das gesunde Gefühl vcrftofeeiiben Reklame, bic öffentlich gefer .zeichnet zu werden verdient. Es handelt sich um Briefe, bie durchaus das Aussehen von Todesanzeigen haben Außen wie innen umgibt das Schriftstück ein bieder, ickavatzer Trauerrand. Tie gedruckte Anzeige begdtni mit den orten: .Hiermit erfüllen wir . . . .' Die Autzstaitung ist and) tnuogvaphdd) ganz derart, bafe man beim Ceffnen de>) Briefes eine Dodesauzeige vor sich zu haben glaubt. Vinte unten sind brei Sfiucigeilen, wie sie fonsl die Mitteiluua über Zeit unb Ort Beetdiguug enthalten. Es zeugt von einer imacwöhnlichc< Rüdsichiolosigkeit, solche opehilauonen au' bie emftelten (Smp’j>»»öintgtn ber Men'wen tu treiben unb durch bic ticgimg von und S.breckeu gcid'anltdie ,3iiterel|ai ui färbem. UnteiZ Umständen oualinzierl üctf dieic:- itzebaren al. grober Unfugs m 1Cbcm üoü verbieui es scharfe Veiurteilimg al.- Idjroerev uny mefat immer ungefährlicher Verstoß gegen den guten Geschmack. /Tie Üirma, bic zu diesem Kniff ihre Zustucht nimmi, heißt T u yu lar- Wcrke v n r b u r g a. (r. - ibrenb altz and ren Fiioianerstämmc dieser Gegend den brad?nfcpb*ilcn TbW tagni. Die Vorfahren dieser Hangi(fabel zeigen in ihren Tut« ; uno in ihrer LefanSqestalrtmg nach ällni aufgriunbenm Äer^ willen eine verblüffende Aehnlidste,t mit den Ameisen Sie ginger 'tubt, sic krochen durch unterirdische (Valerien, in denen s e ibr Huihuht-.qtattfn und ihre Tempel batten, die cbcniall. in br Anlage mit der Bauart der Ameisen eine wunderliche Heber- i tnmmptung erkennen lassen Gegen semdlicbe lieber raschun-a sind gehe,mc Ausgänge angelegt, die von besonderen Lucktett bewacht wurden -lw systematische Untcn'ud'ung unb Fretl gnnt ber auf gefundenen uralt.n Wohnstätten ivird fofort in Angn" genommen, ledoch voraussichtlich mehrere Fahre in An'pruä ncbmnt, ba durch ffelsverwitterungeii unb Steinrutsche ber gröh» Teil ber einstigen Siedlungen verschüttet ist. Man envartet ben Arbeiten die Entdeckung von weiteren Ok-genK inben, fr Liwt auf diese bisbrr unbekannte prähistorische Fwilisatton iprd» werben. Bisher hat man für die Herkunft dieser Langfcfadckrast m Reu Mer,ko eine ErNarimg nicht gefunden. Prof ternrvtv* Lat bie bereits gewonnenen Funde photographisch ausgenommen man liebt ba Tteti'al muten, von ben en einige vingiirub? bat ncllen. Auch .Tcwallig- große Steinwerke, bic wahrscheinlich <*ru* d'lber barKfUten, wurden ausgefunden: zu Z-üßen dieser iev lamen datum find Becken angebracht, bir wahr'cheinlich pk Aufnahme be-s l. pferdlutes binttai. Auch Löwen uno Schlcmgo' n urben in -tein gemeißelt nitbedt. Auf eine immberlubr Nett»' anitimmung ber Dohnmigsanlagen bieser mer-kaniichcn s2aW 'chübet mit denen des antiken Eappadocien fat Prof. S.xit«: m »einem erneu Bericku bereits !utig^w:esen. ohne cnftmcddl an biese Aehnlichkeit ethnographische Folgerungen zu knupsts r- LusLjchiMtt. it: 10 erfte, 3 jirw über 200 M. geitr :n Apfelernle touife ' i wch i c i n c Verletzungen. Vermischtes oo 00 00—00 00 00-00 00 00-00 00 00-00 00 00—00 00 00—00 76—00 00 60-64 00 50—54 00 71-72 Tic vom Lokalveia Dar auch von aust 00 00 00 00 00 Tendenz: und Schafe Ueberstand. 00-00 00-00 D ar m ft ab t, 21. £ft. Tic seismische Station Darm- stadt-Jugenheim registrierte heute nach! um 12.50 Uhr ein starkes 'Fernbeben., dessen Herd 6000 Mometer entfernt liegt. Kurz nach 2 Uhr waren die Instrumente wieder t/7 c JTISA DTF\I m jeder beliebigen. Schriftart undKurtonsorte, VIöl 1 ZZ/V sQwje mit yLrkein al[(r studentischen Ver- einig an gen liefert zu mäßigen Preisen die Brühl'sehe Univ.-Druckerei. Gichenci Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hesfen am Freitag bem 22. Oktober: Vorübergehend geringer Regen. Später wieder Auf- heiterung. Kühler. Gebend-Schlacht- pro 100 Pjd. gemimt , Lclicnd-Schlacht- gewicht erbst. Saison i(tc j onsi so belebte fr anitaltun(\en iinfc i dies W mit astssaal, Allard-2 \ tojpiet. Bäder s itge sind säst ntcnidr , sie immer lvieder grc |. Scotts Emulsion Ihre leichte Verdaulichkeit und ihr Wohlgeschmack ermöglichen es selbst Personen mit cmvsindlichem Gaumen und Magen, den hohen Nährstoffgehalt des Lebertrans — ausschließlich der allerscinste Norweger (Lofoten) Medizmat- tra» wird un Scottscheu Verfahren verwendet -- in das System uberznleücn, was sich bald in erhöhter Eßlust und damit verbundener Gewichts- und MräfLeZMahme Seiten belädtfln wird. . , . .. .. , . * 6; 1 n gut deutsches Ladenschild. Unter der Ueberschrift „Tie Jagd auf französische Ladenschilder" hat j mgst das Journal d'Alsaee-Lorraine eine Geschichte ge- boraclst, die in deutscher Uedersetzung etwa so lautet: Es i t betannt, mit welchem Eifer die Polizei nach französischen Tadenschildern sagt, eine Jagd, die das ganze Jahr offen i.L Tavon erzählt man uns ein recht hübsches Beispiel, das den Vorzug Hal, unbedingt wahr zu jein. In einer “® 1,0116 'ich hier ei> #0 tu?'H den stets iJ finkt * L*”'Ms mit ® ".«'«MMtakiif ■Wntlung. $l5 £. M $«, ■öewn qufgenomm- ot Ps°N-Tamit,- J'.c,ne Forderung y smngsvortragc ntfiy H der Verkündigung y itglicbcrn dec :r »löjic von 60 Silbe '? ^Iben: 3dm Am): M Silk chcrt, O. .Wer Silben: (i. Meyer iJ.: bemerkbar macht. ScottS Emulsion wird von uuB au!Ickl»h- l.ch im groben vertäust, und zwar nie lose und) tz'.ewickt oder Matz, sondern nur in versiegelten CrvuuQlilQfdjtu !n Ratten mit unl-rer-wuy. maile (Ftjqer mit bem Dorsch». tocoU & Bowne. to. in. b. £>.. FraulsuN a. M. Bestandteile: Reimtet Medizinat^eberiran 150 0, prima Glv'erin b0I, unterpUoov'.ivrig. saurer Kalk t^.uuierphoi-pliorigsaures Natron 2 0, vulv. Tragant 3,0, teinster ar ad. Gummi pulv. 2,0. d-still. Wasser 129,0. Alkohol N.". Hierzu aromatische Gmullion mit Znnl«, Mandel- und GauUheriaök je 2 Dropse». Herr Doktor!!! W°W'. Ltzas bieten ^.ic nur als Ersatz ? — -trinten Sie den coneinhxien „Mnhce Hag", er ist selbst für verz- und Rervenleidcnde absolut unschädlich, verur,acht keine Schlaflosigkeit und Sie werden ihn gern trinken, beim er unterscheidet sich m Geschmack unb Stroma nicht von anderem feinsten Sanee. Ich selbst tnnke ihn täglich, sowohl aus gesundheitlichen Gründen inie nu-j -Veinschmeckerei. <0/10 11 sagte er, „immer mit drei somw Jictzkannen luitent Arm Iu.iconunei-., wie et mein Mollejc aus Ä. macht!" Einmal wurde r: gefragt, vb er nid): in einem der diesjährigen b'2|tit>icle un- ^chästigt sei. „Wat deuten Se benn!" entrüstete er sich. „Wagner ne Tnoa!? s.'ie — lieber i)ätt' er die Geigen w e g j e l a s > e n!" *DcutscherGruß. Wenn man lonuni, jagt man „Guten £ng" und meiut man gcyc ,,'^Dieu" oder iv;ti) schöner „Atchöh", aitl)üb", „Lschöh" ober „Tschuß". ’^cm tu noch nicht die vatz- Lfcit dieses Grußes ausgefallen? Wenn inan wenigstens das kswrt richtig französisch ausiprüche und sich seines c^mnes bewußt II tiliebe Collie denn aber unsere Sprache wirklich so ar: sein, bim wir für den „treuen deutsävm Grus," fein deutsches Wort bitten? Tas schöne „Grus, Gott" oder „Behüt Gott", das ut t:oßen Teilen >Lüddeutsa-lands fast der einzige Grutz ist, wird süh bet unS freilich nid)t cinbilrgem, aber warum sollten wir d)t ebenso, wie viele Süddeutsche, auch beim ^reggehcn „Guten Ttg" sagen, genau so gut, wie man bei der gleichen Gelegenheit „ -uten Morgen" ober „Guten Abend" lagt? ^n Bayern-hört man auch gar nicht selten, wie die Leute sich einen „Guten Nachmittag" wümchen. Tie Berechtigung und ycDtrccnmgmt nicht citbel}rlid)cr Fremdwörter in der deutscijen Sprache miro ieder Einsichtige ancrtcnncii. Wo mir aber für ein Fremdwort ein besseres deutsches Wort haben und insbesondere da, wo d is Fremdwort überhaupt aufgehort hat, ein Wort zu sern, sondern m einem sinnlosen, übel klingenden Laut wie „Tschoh und »Lschüß" geworden ist, da roare es dach an der Zeit, damit auj- mräumen. deshalb sollten alle, denen an der Reinheit und SäMhert unserer Sprach etwas gelegen ist, m Zuumst diese häßlichen Grußworte verineiden und, sich des finngematzen „Guten Sag" auch beim Abschied bebt cum, sofern die herzlicheren formen ture „Auf Wiedersehen", „Lebe wohl" usw. md)t angebracht sind, sobald man sich erst etwas daran gcmblynt hat, wird maii er- [itnncn, wie abscheulich diises „Alchoh" ist.^ Hosientlich dauert c: nicht mehr lange, daß man es als eine Torheit vergangener * Unter den M ü n ü lern des Bayreuther Or - sjcsters, das sid) aus den allerersten Kräften Teutschlands v-b Cefterreidyd zusanimensevt, gibt es maiicycs Original, dem je: „Musikerwih" in hohem Maße eigen ist. (Siner der ori- (i ncllftcn ist, wie der B. Bois.-Cour, mitteiit, der Wiener Kammer» n ufiter ip. Er ist ein gebotener Berliner, und verleugnet seine Mer Limit weder in Sprache, noch in Äusdrudsweije. Er selber ist- hierüber allerdings anbei er Ansicht. Einem Bekannten gegen* aber auijcrtc cw nämuch: „Wenn ia sehr nach Berlin komme, denn leimt mir uxmer wieder, so wienere ick!" -sein Instrument ist elsässischen Stadt hatte ein Keiner Kaufmann in seinem Selürusenster eine Tafel, darauf mit goldenen Buchstaben auf schwarrem Grunde 'n lesen stand: Liquidation Totale. Ein Beamter erscheint im Auftrage des Polizeiamtes und erklärt dem Kaufmann: „Sie haben da ein französisches Ladenschild, das gegen die Vorschrift ist. Es muß weg oder eine deutsche Uebersetzung dazu." Ium Teufel! Ter Mann kratzt sich hinter den Ohren. Das Ladenschild — goldene Buchstaben auf schwarzem Grunde — bedeutet doch eine Ausgabe, und es liegt ihm sehr wenig daran, sich noch eine zweite zu machen. Er grübelt, und siehe da, es kommt ihm der großartige Gedanke, der alle Sd)n ierigkeiten hebt. Er ergreift seine 5d)erc und schneidet das Schild ent- 5ivei — goldene Buchstaben auf schmarzem Grunde. Dann spannt er die Ochsen hinter den Pflug und macht daraus: Totale Liquidation. Fertig ist die Laube, er hängt das Ding wieder ins Ladenfenster — goldene Buchstaben auf schwarzem Grunde. Ter „Schutzmann" kommt, stellt die Tatsache fest und berichtet dem Kommissar, daß die französische Inschrift durch eine deutsche ersetzt sei. * Die Evastochter. „Paul, laus mir dod) den Hut zu 50 Aiark." — „Da müßte ich ja verrückt sein!" — „Nun ja, du sagst doch auch immer, du liebst mich wahnsinnig'." * Ju der Weinwirtschaft. „Dem Gast dort müssen wir Unverfälschten vorsetzen ... er hat 'ne Wünschelrute bei sich." Kleine Tagcschronik. Fünf Sergeanten der Garnisoii In ter bog sind der .Saale- Ztg." zufolge wegen F o u r a g e -11 n t er s ch t a gu n g verhaftet und in das Spandancr Aiilitär-Gefängnis abgehiljrt worden. Tie Sache wnröe von e.nem entlassenen Reservisten zur Anzeige gebracht. In N o r d h a u \ c n wurde der Kurpfuscher B ' ch e y e verhaftet, nachdein eine Frau seinen sogenannten Heilmitteln erlegen wat. Zahlreiche Briesschastelf und „Heilmittel" wurden beschlagnahmt. Der zur Kur in Meranc weilende Siegmund Weißmann aus Frankfurt a. M. wurde als Leiche in der Paffer aufgefunden, ivo er vcrungluat fein dürfte. Weiß- mattli litt an Angstzuständen und befürchtete stets, sich zu verirren. ihren Kindern diese Freude und Belehrung gönnen und die Mar Pfennige baixr oi.ii lunrbnt. Für b'.c ganz Unbemittelten, bereu c- Ii.?r «ilürflimem’cii nur lu nigc gilt, werden Iwnentlich Tlcnfd'cntrciinbc ein treten und die Mittel an bringen, die Llelner werden ja iviiicn, an wen sich ba -» n . ni-eii n arc MA I Die W' I voll W’ ^rvn* sÄÖ? stortsche, pang,d)bi \ Init W'SV SA;* r, LZSch ebne Mastlämmer unb jüngere Diasthammel 36—o8 Aeltere Alaslhammel und gut genährte Schafe......... * / 24— Mäßig genährte Hammel unb oetjafe (Lterzschafe)^ . ........ J- Ochsen. oon-biS von-bis Lollfleischige, ausge,näsiete, höchsten Schlachtwertes, höchsten b Jahre alt 43—»0 00—00 Junge fleischige, nicht ausgemälieic und altere ausgemästete dö 4U Mäßig genährte junge und gut gc- nährte ältere db-dö Färsen,K uh e. Vollfleischige ausgemastete Färsen höchst. Schlachtwertes . . - ■ • .• db 00 Vollfleischige ausgemästete Kühe höchst. Schlachtwertes bis zu 7 Jahren . . uO—3o Heitere ausgemästete Kühe unöjuenig guteutivickeltejüngereKüheundparjen -o -o Kälber. Doppellender, feinste Alast. . . . - 48—o- Feinste Atast- (Vollmilchmast) und beste Saugkälber . . . * ,_• • • • • ^d Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 40—4- Nur edjt mit buht Marke-dkrnFilLer — dem Garantie- -eichen des Scott- schm Dersahreast Lingc^andt. lFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Dollar Auch I/ic. M ;:uut drr Di.eltion des Gießener St a^d t t Heaters dankbar, daß sie in Er-.mierung umeres cin- ?iaen Schuler auch ben Kindern der Volks sch ulen auf dem '-'and zu sehr billigen Lreisen „Teil" auszuführen geoeiuL -Mein Stück wre gerade Leit" .ist dazu geeignet der Ju^cnb Schiller «niier rii brniacu. 'Jcotürlicl) kommen luic die Slyullr von 1 > 11 Jahren ui Betracht. Es ivare sehr zu wünschen« baß alle Eltern OriginaL-DrahtmeL-nugen. Aus der spanischen Teptttiertenkammer. Madrid, 20. Okt. Fn der Lcpu t ie r t c n k ammc r erklärte der Mmisrervräsidetil Maura die Bel^uptung für unbegründet, das; Barcelona infolge bvr Entsendung von Truppen i;ad) Melilla von iViilitär entblößt sei. Der Mi- nistervräsidtNit reckstsertigte sodann die wegen des FcldzngeS in Marotlo getroffenen Maßnahmeii und sprach sich lobend ubcr bic feallung der Truppen in Barceioncr aus, von beucu Blutvergießen, roerat irgeub möglich, vcrmiedcu wurde. Im weiteren Verlaufe der Sibung beiMkptete Marct, der M r icgsm i ni)ier märe hinsichtlich Barcelonas unvorsichtig gewesen. Hieraus kam cs zu einer Icvhasten Auseinaudersehung zwischen Moret mib dem Minister des Jlinern wagen der von dem Minister an der Presse geübten Kritik. Unter dem eiligen Lärm der,Opposition erklärte der Minister, daß er clUi .stvsselc sei, jebe östentiich« Kulidgebung zu verhindern, die uorbcrnlct werde,. Der Lärm aus den Bänken der Opposition nahm bei dieser Erklärung de2 Ministers unmer mehr zu, währeiid die Ministeriellen Beifall Ilatsch'.en. Der Pra- sideiit versuchte vergebens, die Diul,'C wieder herztlstellen luib mußte ,d>licglid) die Sitzung ausheben. . Al adrid, 21. Ott. Unter Vorbehalt roub nutgcteilt, daß > der Minister des Innern seine Demissioit angeboten habe, um. die zwischen dcm ÄtimstcrPräsidenten Maura und der konservativen Partei beüehenbcn Differenzen zu oesettigeti. Manra Imlv die Demission nicht angenoinlliell, da er sich abiuarteni) verhalten wolle, bis die Lage geklärt sei. -'-criae Kolonnade. Jetzt herrscht schon auf dem Platz l' rcoc Bautätigkeit unb nad) allem üor(5er¥9an9encn m man darauf rechnen, baß stier ein Prachtbau ent- wird der in de? Zukunft den Mctischen,cksti>arm von ‘ ablenft zu »en stilleren Raumen, btc -- ent sieben im Schatten alter Par tbanme. Es 11 irb Astend. Die Sonne senkt sich hmter die Taunus- ,ac und ucrauldet mit ihren lcptcn Strahlen die ihnen .eivanttcu Fenster. In den ^kmcgcn herrscht Ichon »vdunkel. W »eigen au, dem wrzestMi ^egc zum whannissterg hinauf, um un letzten Tageslichte einen Blick D^eu^Zu M unb bcr siadi leuchten , ersten Lichter aus. an den «crghaugcn des Taunus ; 1CH noch immer istartoffelfeuer. -richte Rauchwolken aen von ihnen auf unb fließen an bem nnnbftillen .-end wi? Bäche 511 Tale, beleuchtet von der hellglänzenden 'mdsickiel Jetzt finden die Rauchstäche an der Hoh^, die .i/n der Burg und Stadl Jriebsterg gettont wird, ern -mdernis, sie wenden sich, umfließen bw Bürg in breitem fronte n 110 vereinigen sich mit dem Nebelmeer b s sich 1 ^al her Ufa unb der Wetter bereits gebildet hat. Immer stiller unb dunkler wirb's da draußen un- ! , -Äb-r hinter uns au, der -Me U'.d an den Hangen JohanniSberges rieseln die Blatter der Cichen zu '' Den. Sie bcbcaen mählich aufs neue die öerer, nee oben seit Jahrtausenden geopfert, gefallen, ge- .iben sind. Beneiden wir sie ma)t t.ni. diesen ewigen . las nach all den Hoffnungen uno Guttau,chungen, der rast unb der. Leidenschast dieser rtlhelosen ^elt. Preis Turch» pro 100 Psd. schnutspreis Bei Hongkong wütete gestern einTaifun, der unter . den Schiffen großen Schaden anrichtete. Biele Schiffe 'ind ruhig. » verloren, mehrere Häuser sind eingestürzt. Viele Dschunken Berit r., 20. L kt. ^üch einer rot e st v ersa m in - aciunt'en. In Äi aca 0 wurden eilt französisches unb ein 11 uu g kam es 111 letzter -eachl bet einer Zusammenrottung vortuaieiisck/es zianoneitboot durch den Oriatt auf ein Reis-! am Königstor zum Einschreiten der Polizei. Halbwüchsige floß acicoricu Der Taifun richtete auch im nördlichen I Burschen suchten die Polizei biteaj Lärmen ^u reizen. Die Teile sowie«ni Innern der Insel Laon große Beryeerun- Schutzleute zerstreuten jedoch die Menge, ohne von ihrer aen an und forderte viele Menschenleben. Waffe Gebrauch zu machen. , . - [ Kreuznach, 20. Okf. Jni Wald wurde die Leiche Mäl'tte. des seit einem halben Jahre vermißten Bantbirektors zur -ist. Gießen, 21. Okt. Ans dem gestrigen Schweine^ Muetslen ans Dresden-Blaseivitz aufgesunden. (55 Liegt an- inartt betrug der Austrieb etwa 500 Stück, vorwiegend ältere! scheinend Selbstmord vor. Ferkel un6 Häufet. İi d-n h-trfch-nde» v°h°» Pre^u lür seit- Essen, 20. Okt. Im Zus-immenstuug mit 6er früher Sotten N°u..d"L'°t sich slott Ä un. gebrachten Äitte.luug, xr up p habe 6a» Vorkaufsrecht auf t JUci)r als der Austrieb den Bedarf nicht un entferntesten deckte, ote P a t e tt t e U ii g e v bc.reHvito sogenannte ~ u f 11 o r - s onders stark wurden fräitigeve 2ierc begehrt. Die erzielten pedos erworoen, wird gemeldet, das; Torpedos dieser Preise stellten sich stir Läufer um 3-4 Alk., ütr Ferkel um 2 bis Art nestst Aufgestetl nach Es,en geliefert worden seten zur 3 Alk. das Paar hoher, wie vor 14 Tagen. Bezahlt wurde für das Erprobung der Erfindung, über bereu militärischen Wert PaarFerket, bis 6 Wochen alte Tiere, 42—43^tztk., bis 8 Wochen g^^-^ens itoch nichts seststeht. alte Tiere 50—60 Alk., bis 12 '-Wochen alte Tiere 68—<8 Lik. Königsberg i. Pr., 20. Okt. Tie heutige amtliche Springer wurden bezahlt in leichter Ware 66—100 -Dir., fchtvere ^clbunq über die Choleraerkrankungen in Tiere bis zu 140 Mk. 6ette wetuefnuVen AiidreischkeN wird bat)in berichtigt, daß außer dein in guter^eüelnger ’”^t unter 75 I 'Arbeiter ^4’411 auef) der Arbeiter Nau,ok an Cholera der- dieser^Woche erneu Transport uon 80 schlachtreifen Schweinen aus störst en ist. Bei der Etzesratt des letzrereu wurden zwar Schleswig-Holstern, die sich trog Fracht und Spesen billiger stellten, CholerabaMen festge,teilt, ooch liegt bisher eine Ertrag als in unserer Gegend- Tie Tiere, die am Dienstag ms Schlacht- lung iiicht vor. yaus tainen, waren von ausgezeichneter Qualität. Weitere Trans- Zi o m, 21. Okt. Tie Arsteitskam mer von ANeona porte für den Gießener Schlachthoi sollen folgen. ». beschloß, als Protest gegen die Hiccherlunft des Zaren uon 0U1 S°'»s.°a bis Montag bm G°n°ralstr°.k D.e Slrbeits. ein Posten der für den Gießener Herstslbedari viel zu ttern war. kammcr von Jxom beschloß eine dreistündige, die von Die Hälfte'der Zwiebeln stammte aus der Wetterau, die übrige g^capCi eine zweistündige Arbeitseinstellung. In Turin und Ware war au5 Sachsen. Zu Beginn des Marlies verlangteii die I sjj}Qi[ant) wird nicht gestreikt. Wetteraner Landwirte 7 Mk. für den Zentner, wahrend für andere yr t h e n 21 Okt Die Gerüchte von dem AuSbrtich Ware 6 50 Aik. verlangt wurde. Em Geichast war zu diesen außer- Athen, 21. r-ni. ~>ic vjcLtic^tc von ocm Ausoruch aewöhnlich hohen Preisen nicht zu machen, denn die Liebhaber oer- einer revolutionären Bewegung auf Kreta entsprechen nicht hielten sich ablehnend und verschoben den Einkauf ans, später, tz^n Tatsachen. Auf der ganzen Insel herrscht vollständige edjtieöl.cl) wurde man auch billiger uu6roat Frieden, 6-b,o0 Wit. z. u h c> €lra"'™«"iSS)egeläu.u^- ' Athen. 20. Okt. Prinz Georg hat den Marinen.iuister Limbiira a. d. Lahn, 20. Oku Fruchtmartt. Durch- telegraphisch von seiner Demission als Vizeadmiral schniktspreis pro Aialter. jHoter Weizen luasjauijcher) 18,60 Mk., ^cc griechischen Marine in Llennttiis gesetzt. iveißer Weizen (angebauteFremdsorten) 18,00 'JJa., Storii 12,_o JJ r., I London, 20. Okt. In der Ao yl eng rüste in der Gerste : Futtergerste 00,00 Mk^. XtauQetfui 00 00 - f., ->aier von Cuntueck (Ayrshtre) sand eine Explosion statt. 7,75 Alk., Erbsen 0,00 üllf., Siartohcl , Mer Leichen wurden geborgen. Viele Personen wurden Franlfurt a. 9)1. Vieh h ol-M ar£t be r i cht vom 21. Okt verletzt. ' Austrieb: Rinder 119, darunter Ochsen 3o, Bullen 09, parsen und ' , Siülie 84, Kälber 946, Schale 85, Schweine 1219 Ziegeti 16. ~ Rinder gut, Ueberstand unbeöcutenD, Halber lebhaft, kein Ueberstand, Schweine gut, kein elebt waren. 8 . das Laub der V manigfattigsten St i hellen Gelb und » 8 sc Eichen sind ms- ;; ö rot gefärbt. So° -rhstsonue die wuillc - gar nicht SwLi y C-«aiKÖl B Itnmt mit leener lutcocr, ,o wienere ia. ocm ^uuiuuiciu IN ab eit W L l)U Tuba, ein großes Blechinstrument. Er hat die,elbe durckji iclben. Dann M U H,c ElNiic.Mng eigener Ersindulig so verbessert, bau Aaum frei l“r • , r- alle Töne, von den tiefften, sonst nur auf der ck)ntra-Baßtuba ^»schein nad) ft vorhandenen bw zu ixn höchsten auf ihr blasen rann, ^vnst ,,'einnehmen al?- hierfür drei verschiedelie Jnslrumente nötig, „oa wer doch lUlll 111 -■ -- -______- s....; irtTrir.. >iM.'fzrrtTfPTi iinfwtr ')lrw- Fettschweine über 3Ztnr. Lebendgew. 61.50-62 78-79 Fleischige Schweine »SZS " Sauen........- - • 0J-0U 00 llbtfan®tQ'"l- " »Sjj tat 1,111 neuen (S.LU - 'Wunden tnbeniiii; )et SJeth?? Hfl toiitbt1?““ <5crid?s»jaaL sd Darmstadt, 20. Okt. Der Prozeß der Grafen > , rad und Eberhardt zu Erbach-Erbach gegen ihren tter Erasmus ist gestern von der Zivilkammer de^ Leigen Landgerichts zwecks Erhebung werterer Betmis- :t..icl an, unbestimmte Zett vertagt worden. E r i ii x t 20. Okt. Das Schlvurgeridst verurteilte nachts nach 1 «eitägigcn Berhäirdlungeii den (.vlasbläscr August L u tz aus .ZE, cei am .) Septeuiver den iürUicheli o'orstausscher !-..isther aus Gchrm, bcr ihn beim Wildern ertappte, ericyo,,en ;:IC, 3 n Ni T o d c. ...... Groß II. Tie seit zehn Tagen bcfüijicne Fernfahrt des Mrli- i Luftschiffes „Groß 2" nach Lvln ist wegen .Gegen- rat: h. Rolosf ubc5 endgültig aufgegestcn worden. Tas Lustschitt wird nodi Preisc H'dtflltft- 1 n mit der Bahn befördert und soll, wie wir schon nnt- Ibritk. Sametoem , .icn, mit „Zeppelin 3" und „Par,eval 2" Vergleichs- e, 4 zweite, 1 briiir nrten uniernchmen. im ©hmnaiuim: 2 er kleine Mitteilungen. W»$.£ I Der Parsevatvanon er.--» !>cy gestern abend kurz «.‘MW ÜL- 6 Uhr in Frankfurt a. M., um einen neuen Stgual- oparat auszuproben. Tie Gondel war bei dieser Ein- i djtung von elettrijcheu Glühlampen umtränzt. Der Zeppelin ü unternahm in Friebrrchsh afen .. ;i Mittwoch nachmittag seinen ersten Aufstieg mit dem neu aiStM i .gebauten dritte» Meter. In der wendet bejanb m inUfteSfWh i«) Graf Zeppelin nnd Sber..tgemenr Dnrr. Aab ,(i Prei-richi-r * -MWfl >rr»«te eine Stunde lang über dem See. nierwnäitata«.' 3« tittterrelü touroe am iiemslag „P a 11 eb a l o E X nS* 'ostender, wachste LLoche linden Probeau,Mge statt. Ein neues Luftschiff. -Der Lenlballon ,,L e ich tin g >- »l' unternahm gestern liic Elberfeld einen Probeausstieg, um die Austriebs- Lcaft zu prüfen. Bei dem Versuch, einen Berg zu über» iliegen, wurde der Ballon vom Winoe zurückgetrieben I ii 11 o gegen den Abhang g e d r ü a t, so daß die Reiß- Ilerne gezogen werden mußte. TaS Luftschiff schlug ziem- i_ch heftig gegen den Berg; der Führer Ervslöh ;l1d Ost er inge iiieur Hofs sprangen aus der Goiidel, erlitten Lang-Göns, den 19. Oktober 1909 Die Beerdigung findet den 22. ds. Mts., nachm. 31/* Uhr, statt. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren innigst- geliebten Gatten, Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel Herrn Lehrer Georg Mann heute nachmittag 6 Uhr nach längerem Leiden im 61. Lebensjahre zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen* (06125 Wiefeen, den 21. Oktober 1900. Danksagung. ftür die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Watten, BaterS, Sohnes, Neffen und Bester- Senn August Treppinger sowie für die zahlreichen Blumensoendcn unseren herz- Uchsten Dank. Wanz besonderen Dank dem Kavallerie- herein Gietzen, den Gichener Freiwilligen Feuerwehren und dem I. Aiehener Stemm- u. Ringklub für die schönen Kranzspenden. Die trauernden Hinterbliebenen. Schellfische in lstispackung, feinste Nord fecware soeben frifdb eingeiroffcn und billigst bei August Wallenfels Marktplatz 17 Telcvbon 262 Promoter Persand in die ^Liadt und nach auüwarlö. 5828 Leinen Posten ertra breite reinwollene Kammgarn 6 beviottz — allerbeste 'htarc — vaffcnd für Anzüge. Sosnim Röcke. Jackenkleider re. 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