Die heutige Nummer umfaht 12 Seiten. Nein," sagt Mephisto. 3häuser' . iber Sie antworten wie eine Angeklagte." kcvmen nicht zu spät — nur ich war früher da! Oder „Sie ’ Auf die Im Herrenhause wurden inzwischen die Be- < intenbesoldungsvorlagen mit ihrem Drum und "Dran, den Steuergesetzen und der WohnungDgeldzuschuß- ^orlage. gründlich durchgehechelt. Kaum hatte Herr von Manteuffel, des Hauses redlicher Hüter, die guten Wünsche Der Kollegen anläßlich seiner 25jährigen Zugehörigkeit zum öderhause entgegengenommen und in kurzen Worten sich ^flichtschuldigft bedankt, da erhob sich unmittelbar von dem Platze des Herrn v. Rheinbaben die knorrige Gestalt des -verrn v. B u ch, der mit seiner ungeschminkt urwüchsigen Redeweise allemal das Ohr des Hauses hat. Ohne viele lllrnschweife wetterte er los: Gegen' die Regierung, die vor Dem Abgeordnctenhause und vor den agitationsgewaltigen Beamten kapituliert habe, gegen das Abgeordnetenhaus, Las aus parteipolitischen Gründen pflichtwidrig, ohne gebührende Rücksicht auf die Steuerzahler, auch die übertriebensten Beamtenforderungen berücksichtigt habe, gegen Die Annahme -er Vrausteuervorlage. Die Finanzkommission nahm am Dienstag ihre Beratungen wieder auf. Zu § 5 lag ein nationalliberaler Antrag Weber-Fuhrnrann vor, der im Interesse der größeren Verwendbarkeit einheimischer Gerste das Polieren oder Schälen der Gerste ohne den in der Vorlage vorgesehenen Steuerzuschlag gestatten will. Er wird unter Zustimmung eines Regierungsvertreters einstimmig angenommen. Ein Antrag v. Gamp, der bei kleinen Brauereien unter gewissen Bedingungen eine Steuerbefreiung des Zuckers lichern will, findet die Zustimmung des Regierungsvertreters und der Mehrheit der Kommission. § 5 wird in der danach geänderten Fassung angenommen. Zur Debatte steht sodann §'6, dessen erster Absatz mit der Staffelung nach dem Antrag Gamp bereits Annahme gefunden hatte. jetzt noch gewichtigere Stimmen gegen sie laut. Der Breslauer Professor Hillebrand und der Magdeburger Oberbürgermeister L e n tz e liefen Sturm gegen "die Bela st ung der großen Städte, die die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses zum Lehrerbesoldungsgesetz im Gefolge haben. Es half nichts, daß Ministerialdirektor Schwartzkopff mit ungewöhnlichem Eifer für die Lehrer in die Bresche sprang; schon heute scheint es sicher, daß die Besoldungsvorlagen im Herrenhause nicht glatt verabschiedet, sondern mit beträchtlicher .Havarie an die zweite Kammer zurückgelangen werden. Am Donnerstag geht die Debatte weiter. mindermtigc । auch unter dem j, fo ist das eine in geschlossenen reinen, U# Paket 10 W. — Ueberdieletzt^n Augenblicke AdalbertMat- ko w s k y s wird berichtet: Wie den Lesern bekannt^ war schon in den letzten Tagen jede Hoffnung auf Erhaltung des Lebens Matkowskys geschwunden. Seit drei Tagen wurde Matkowsky nur noch künstlich am Leben erhalten. Die ganze Zeit über war er vollständig apathisch und selten bei Besinnung. Gestern vormittag trat Schlundlähmung ein, ein sicheres Zeichen für die Aerzte, daß die Auflösung bevorsteht. Ohne Bewußtsein lag der Patient bis gegen 6 Uhr abends. Dank kehrte die Besinnung zurück. Matkowsky fühlte, daß sein Ende gekommen sei. Er nahm Abschied von feiner Familie, die erschüttert das Sterbelager umringte. Der Hausarzt weilte die ganze Zeit über im Sterbezimmer und erleichterte den« Sterbenden die letzten Sttmden. Kurz vor 6% Uhr trat die Agonie ein, und 2 Minuten nach 7 Uhr hatte Matkowsky ausgerungen. — Die deutsche Sprache in Natu r w i sse nschaft und Technik. Auf Betteiben des Elektrotechnischen Vereins in Berlin hat sich aus Verttetcrn von 11 naturwissenschaftlichen und technischen Vereinen ein Ausschuß gebildet, zu dessen Aufgaben die einheitliche Benennung, Bezeichnung und Begriffs- o.iroaltl" meint ein junges Mädchen. ! Bemerkung: „9(u§ Ihren Augen scheint manchmal der Ver° i stund der ganzen Menschheit zu leuchten," folgt die kecke Ant- icort: „So niedrig schätzen Sie mich ein?" persönlich: ntz ich nicht; ich W «V feine Scrufung ist nsler. ' nchanMyrn von Gneisen«! Dxiolo. sTrohe Heiteck'l.) bestiminun g wissenschaftlicher und technischer Einheiten sowie der in Formeln vvrkommenden Größen gehört. Es liegt auf der Hand, daß hier die Möglichkeit eröffnet ist, auf weitverzweigten Gebieten der Naturwissenschaften und der Technik durch die Wahl guter, möglichst gemeinverständlicher Benennungen und Bezeichnungen die deutsche Sprache zu fördern und weiterzubilden, daß auf der andern Seite aber auch die große Gefahr besteht, durch die Bildung von neuen fremdsprachigen Ausdrücken und von Misch?- und Bastardwörtevn die deutsche wissenschaftliche Sprache schwer zu schädigen. Wie die Zeitschrift des Allg. Deutschen Sprachvereins mitteilt, hat deshalb der Vorsitzende dieses Vereins, Geh. Oberbaurat Tr. O. .Sarrazin, an die Vorsitzenden der in Betracht kommenden Ver- 5= q, den'bünde das Ersuchen gerichtet, dahlm $u wirken, daß bei be® B.h- glatte li»** Mk. er S. 2.56 ier Stimmungsbild aus dem preuh. Landtage. Berlin, 17. März. Seit Monaten zum ersten Male wieder tagen die beiden Häuser des preußischen Landtags gemeinsam. Fünfundfünfzig Arbeitssitzungen — die Abend- unterhaltunaen nicht gerechnet — hat das Abgeordnetenhaus in dieser Session hinter sich, zu seiner dritten — der ersten wirklichen Ärbeitssitzung — trat das Oberhaus am Mittwoch zusammen. Dafür waren seine Verhandlungen ungleich interessanter und bedeutungsvoller als diejenigen, die sich zur selben Sttmde im Hause der Gemeinen abspielten. Die zweite Kammer beschäftigte sich über fünf Stunden'lang mit der erfahrungsgemäß ziemlich trockenen Materie des Bauetats, und keiner der Redner gab sich sonderliche Mühe, den trockenen Stoff anders als trocken zu behandeln. Mit der Erörterung von allerhand Quis- quilien, oft rein lokaler Natur, begann die Debatte, die Frage, ob im Backsteinbau allein das Heil zu suchen, ob das Zementziegeldach ästhetisch schön oder unschön, ob das Strohdach nicht der Vererbung an spätere Geschlechter würdig sei, wurden gründlich erwogen. Von allgemeinerem Interesse war fast nur die Erörterung, die sich an zwei in der Hauptsache identische Anträge des Zentrums und der Sozialdemokraten knüpfte, die die Hinzuziehung von Arbeitern zur Baukontrolle forderten. Der Sozialdemokrat Leinert und der Zentrumsmann Grunenberg begründeten die Anträge. Während die Nationalliberale,: in ilebereinstimmung mit der Rechten und der Regierung die Arbeiterbaukontrolleure als Pioniere und Einpeitscher der Sozialdemokratie rundweg ablehnten, erklärten die Frei- iinnigen durch den Mund des Herrn Dr. Sch epp ihre Zustimmung zu den Anträgen, freilich auch mit dem Vorbehalt, daß die Arbeiterbaukontrolleure ihr Amt nicht zu politischen Zwecken mißbrauchen dürften. Wie vorauszu- iehen war, endeten beide Anträge im Papierkorb. Was sonst noch kam, war nicht von elementarer Bedeutung. Zu Ende tarn man noch nicht, und am Donnerstag wird wohl auch noch geraume Weile vergehen, ehe man vom Bauetat auf den Lisenbahnetat überspringen kann. er so ausgezeichnet verkörpert hat. Kronert nimmt ihn mehr von der weniger heiteren Seite und führte ihn in dieser Art vorzüglich durch. Seine innerlich vergnügte Unverfrorenheit kam ganz famos zur Geltung und wirkte auch durch ausgezeichnete Dialektik. Reicher Beifall und duftende Spenden bewiesen dem hervorragenden Künstler seine Beliebtheit und den Dank für die große Anzahl ausnehmend gelungener Charaktere, die er im Laufe der Spielzeit mit bestem Erfolg dargestellt hat. Claire Albrecht spielte die Jolanthe mit Wärme und zartem Takt, der selbst den schwierigsten Stellen jede Verfänglichkeit nahm. Rudolf Goll als Hans, der in den Händen des Teufels wie weiches Wachs ist, gab seiner Rolle Kraft und Wärme und wohltueudje Schlichtheit. Jo H o v e n spielte die süße, verdorbene Seiden- mizzi mehr resigniert als kokett und auch die übrigen Mitwirkenden taten ihre Schuldigkeit. Karl Neurath. schlössen des Ausschusses die deutsche Sprache in möglichst weitem Umfange zu ihrem Recht komme. Wir entnehmen dem beherzigenswerten Schreiben folgende Begründung: „Zweifellos sind Technik und Naturwissenschaften heutzutage für unser öffentliches Leben von so tief eingreifender Bedeutung, daß es dringend erwünscht ist, die Sprache dieser Gebiete einschließlich ihrer Fachausdrücke in möglichst klarem und von fremden Zutaten freiem Deutsch zu gestalten, um das Verständnis und die Kenntnisse dieser Wissenschaften in den weitesten Kreisen unseres Volkes nach Möglichkeit zu fördern. Weiterhin aber hat deutscher Gewerbefleiß in Verbindung mit deutscher Wissenschaft — das darf ohne Ueberhebung ausgesprochen werden — sich nachgerade einem criten Platz in der Welt errungen, und es darf beansprucht werden, daß diese nationale Stellung auch in der wissenschaftlichen Fach-, spräche zum Ausdruck komme. Engländer, Franzosen und Amerikaner, die für alle Begriff durchweg ihre eigenem Kunstausdrücke haben, halten an diesen zäl>eFest, und denken nicht daran, internationalen Rücksichten ihre Muttersprache zu opfern, wie es leider in Deutschland oft genug geschieht und oft genug! den Spott des Auslandes herausgefordert hat. Daß aber die deutsche, Sprache reich und bildungsfähig genug ist, um auch für die einschlägigen wissenschaftlichen und Fachausdrücke durchweg die zutreffenden guten Bezeichnungen herzugeben, darüber wird unter Kennern unserer Sprache kein Zweifel bestehen. Ter Ausschuß Für Einheiten unb Formelzeichen würde sich durch die Eck- fülluug unserer auf diese Tatsachen gestützten Bitte nicht nur ein großes Verdienst um die Verbreitung der Kenntnisse auf den von ihm vertretenen Gebieten erwerben, sondern auch um Pia Förderung der deutschen Fachsprache und der deutschen Sprache überhaupt, ja, um die Hebung eines gesunden deutschen Volks- bewußtseins, das, wie die Erfahrung lehrt, auch für unsere witt- schaftliche Stellung im Weltverkehr von entscheidender Wichtig- Feit ist." — Die Zukunft der Damenhüte. Der Damenhut ist iMmer ein aktueller Gegenstand, denn unsere schönen Zeitgenossinnen geben sich die größte Mühe, ihn immer wunderbarer, riesenhafter, wahnsimriger zu gestalten. Und jetzt eröffnen sich ihrem Erfindnngsgeist ganz neue Horizonte. Ein belgisches Blatt meldet nämlich, daß ein Erfinder vor kurzem sich einen Tamenhut „mit frischen Blumen und dazu gehörigem Wasserbehälter" habe patentteren lassen. Das ist sehr nett! Nach dieser epochemachenden Erfindung ist der Springbrunnen als Tamenhut sicher nur noch eine Frage der Zeit, und mau wird sich gar nicht wundern, wenn zwischen den natürlichen ^Seerosen und Orchideen der bewässerten Hutungetüme lebendige Schwäne .herumschwimmen werden. ~ ..77 28enn der Souffleur heiser i st. Ein ergötzliches Stückchen spielte sich dieser Tage int Stadttheater zu Eger ab. sollte Dumas' „Kean" in Szene gehen. Tas Theater hatte sich bereits gestillt, als.der Regisseur vor die Rampe trat unds dem Publikum verkündete, daß die Vorstellung nickst stattfrnden könne — weil der Souffleur heiser geworden sei. Tie Besucher! verließen hierauf kopfschüttelnd das Theater, denn sie waren doch nicht gekommen, um den Souffleur, sondern um die Schauspielen zu hören, und die waren, doch sämtlich gaM gesund. Gieszener Stadttheater. Der Teufel von Franz Molnär. „Ich rief den Teufel, und er kam Und ich sah ihn mit.Verwundrung an; Er ist nicht häßlich unb nicht lahm, Er ist ein lieber, charmanter Mann. Ein Mann in feinen besten Jahren, Verbindlich, höflich und ivelterfahren. Er ist ein gescheiter Diplomat Unb spricht recht schön über Kirch und Staat." An diese feinen Heine'schen Verse muhte ich denken, als ! h gestern abend den „Teufel in unserem Stadttheater" sah. Aber der Teufel Heines ist ein viel liebenswürdigerer Kerl ; mlS der des geistreichelnden Ungarn, denn bei Licht besehen, ist biefer Teufel nur der aufgeputzte Krakehler der französischen Schule. Ein Kniff also nur, um die Zuschauer ein paar Stunden lang recht angenehm zu iinterhalten, aber kein Drama. Um wie viel rascher kämen diese beiden an Liebe ; I ödenden Seelchen in süßer Eintracht zusammen, wenn der Teufel, das uralte Symbol des Genusses und der ©innen» sneude, nicht dazwischengeschneit käme. Aber dann hätte ' Herr Molnär seine geistreichen Spruche nicht angebracht, und : {*) schuf er denn mit bestechendem Geschick sein Spiel, das fast nur aus „Gedankensplittern" besteht und einer dürftigen ■ Handlung, die ohne jeden anderen Grund als den der Spannung die Mantel-Episode aus Manna Vanna hervor- sircht unb auch sonst nichts besonderes bietet. Einige dieser Einfälle sind ganz nett. „Sie reden mit mir wie ein Staats- Das Spiel, das außer der Rolle des Teufels nur kraftlose Puppen auf die Bühne bringt, wird gefallen und gefiel auch hier. Leider hatte es Heu Besuch nicht, den wir Max Kronert an seinem Ehrenabend gewünscht hätten. Ssiel und Ausstattung waren gut, die Bühne besonder pmhrend des zweiten Aufzuges geschmackvoll und geschickt hrrgerichtet. Max Kronert zeigte sich hier genau so als tüchtiger Regisseur wie sein Teufel unter den armen Ndensch- lein. Ein wenig lustiger hätte ich mir diesen Teufel aber geduscht, mehr in der Art des Heineschen als „lieber, char- mtmter Wunn", wie der Schriftsteller in. 2x2^5, den' ßWtz Sn.uns atgen en h rc eutn- 8,1 26 OfS stl unter s 1Itu«9 ben Posie??^ [ f« ä •allste FSsr-ist u S $löft behält, btt "SÄJ.“ Generalmajor b. tzkisUtel: am viele in der baherisihen r vorgebracht hat. Er bL W Dienstzeit gestellt. oe des Herrn Häusler ton 15 bm Bundesrat mehrsaü •r nur für diesen Fall, sonst sGelächter im Zentrum> n erschöpfen, mit einem al- N^eordneter, das iß ii‘ aus; aber ich lege Seif, Ansicht der bayr. ?!rmtc ifi m, was er gesagt hat, unter, ige Punkte. (Heiterkeit.! -r späten stunde, sondern toi! bten des Herrn Häusler ji en der bayerischen Arv^ bin ick> da; aber seine W : die Herren der preuM st das in viel besseren (c bition ins Gesicht schlage und geradezu unwürdig sei. Und, Vorlage will, 5 Kilometer voneinander entfernt liegen. Er J W *0» Abhole- u. Zweigstellen zweimal wöchentl.rlrei,- M MIR M 1 > Mä 11 W B fej A V V EV Rj B JF fl W ßf Ä monatlich 6b Ps.: durch SsSinIvhvllvl ZtllidOcl^™ für die Redaktion 112, Wy Verantwortlich WU General-Anzeiger für Gberhessen WM Annahme von Anzeigen V * •ff u. Land" und „Gerichts- bis »ormin^Tui)“ Hotationsirud und Verlag der vrühl'schen Unlv.-Vuch. und Steindruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und vruderei: Schllistratze 7. 8nseiu qc nähren!" In der Angelegenheit der Mahlen steuer der frei sinnigen I-raktionsgemeznschaft ist. wie aus Berlin gemelbct wird, die Stimmung nidn unbedingt ablehnend, unter der Voraussetzung jedoch, dast Modalititen gefunden werden, wodurch die Steuer Tebiglid) auf die Mahlen•Snnbitate und die grosten Grubenbesitzer fid» erstreckt und die breiten Massen bei Monsumenten von thu ben (hont werden. Eine intereffante Marioededatte. Die Bndgetkommiiswn des denNcken Reichstage» bat.am Mitt woch die Beratung des Marine-Etats begounai Staatssekretär v Dirpitz ging mnudift au» die letzte engli'dn Unterhausdebatte ein Seine Äusführungeii entziehen fid) im Einzelnen fast burdmng der öffentlichen Wiedergabe. Rur das kann mitgeteilt werden, dast der Staatssekretär erhärte, er wisse nicht wie Me. Mcuna dazu komme, zu bekauvten. daß Deutschland tm Jahre 1912 17 DreadnaugdtS und Invifibles haben werde, in WirNickken Unirben wir dann nur 13 haben. Ein Abrüstnngsvor>di 1 ag sei von England au an uns nicht gelangt Dann beschäftigte fick der Staatssekretär lehr emaebenb nut beu Ausführungen des Vizeadmirals OMilner und erNürte, dast dicke in bei Marine selbst leinen Boden hätten Was daran richtig fei, das fei bereite ausgesuhrt worden namnuiidt in Bezug au» den Mteuterfrieg Der Staatssekretär verteidigt bann bi Stellung der Marine Verwaltung in Sachen des Ban von Untern booten Von Seiten der Freisinnigen und des Ientruirn- stellt man ud mehr auf den Staniuxmh des Vizeadmiral ' Elfter und verurteilt die Heim lichtnerei Auf Anfrag ging bei Staat- ■ hctci nochmals auf bte Auslassung Me Men na. an? : : »in ?- . w -- ui Widersvredien schienen. . u» ihn v norud iad n ab habe Asquith den Irrtum Me. Ätnnav korrigieren wollen. Cut Redner der wirtschaftlichen Bereinigung bemertte. England gegenüber sei eine kühl abwartende Haltung die empfehl en swertefte Iesthalten an dem Flonengcketz sei das em zig Richtige Ein Rationalliberaler bezeichnete die hebet hafte Nervosität Englands in Bezug hlen hatte, vertagte sich bte Mommifston auf TonnerStag. Ter Poft streik in Frankreich Ter Betneb in der Variier Telephonzentrale ruht seil gestern abend vollständig, da das gesamte Personal die Arbeit eingestellt tat Vie bedenklich dieser Ausstand ^ist, zeigt fick u a. darin, dast ut der gestrigen Versammlung Der Streikenden sogar ein Antrag eingebracht wurde, tm Falle einer Mobilmachung Telegramme entweder gar nicht oder falsch zu expedieren lieber diesen Antrag wurde icbod) nicht abgestimmt, doch^soll er neuerdings nochmals^in der nächsten Versammlung zur Sprache gebracht werden. Ter AuSstaiid greift aud) auf die Provinz über. Gerüchtweise verlautet, datz die direkten Telephonlinten zwischen den einzelnen Ministerien zen'chnitten seien. Einzelne opoositionelle Blätter verlangen bereits, dast die Regierung nackgebe und öcnjlnter- staatsiekretär Simyan ,ur Temisiian veranlassen möge, ximnan >oll auch bereits um seine Entlastung gebeten Irnben, aber der Bautenminister Barthou bat die Temn'sion nicht angenommen. Ter Verband mittlerer deutscher Reichs-Post- und Telegraphenbeamten teilt mit, das; die von anderer Seite gebrachte Meldung, der genannte Verband habe den Pariser Streikenden Postbeamten Geld- Unterstützungen übersandt, in keiner Weise den Tatsachen entspricht. Dcutfcbcf Hcicb. Ter M a i f e r sprach gestern vormittag beim Reichskanzler Fürsten Bülow vor. Ter Senioren-Monvent des Reidistages ist übereingekommen, die Osterferien am 1. April zu bo ginnen und die erste Sitzung nach den Ferien auf den 20. April festzusetzen. Wegen (sf e h e i m b ü n d e 1 e i hat die Tresdener po litische Polizei die S ck) l i c n u n g m e h r e r e r r u s s i s ck e r L e s e - M l u b s verfügt. Zahlreiche Ausweisungen junger Bussen sollen bevorstehen. Tie Ausfahrt der ,\t a i) c r i a d) t nach dem Mittel meer, die für heute angesept war, ist den „Mieter R. Rachr." 'ufolge verschoben lvorden. Zur gemeldeten abermaligen Maiferreisc itach Korfu wird ciyent Privattelegr. d. ,Giest. Anz." zufolge hosamtlick initgeteilt, das; diese Reise olange nicht stattfinden wird, als d.cr östcrrcichisch-serbisthe Mriegskonflikt anhält. lluslanö. Ministerwechsei in Schlvcden. Ter König hat das Mfchiedsgefucli der Minister v. Trolle, Petersfon nnd Roos angenommen. Zum Landtvirtschastsminister lvurde >as Mitglied der zweiten Äammcr des Reichstages Ingenieur Rnlander, zum Minister ohne Portefeuille der Adteilungs- st es im Kultusministerium Tr. Lindströiu ernannt. Staats ninister Lindmann übernimmt vorläufig die Leitung des Ministeriums des Aeußern. Ter russische Mini st errat hat beschlossen, die Linienschiffsbaupläne der Hainburger Werft Blohm «k Boß ür den russifchen Staat als festen Entwurf in dem Äon .urrenzbewcrb der 17 bedeutendsten europäischen Schiffs- .»auwerften endgültig anzukaufen. Au» Stadt und Land. Gietzen, l»z. März 1909. Mädchenschulreform nnd Lchwcftcrnbcruf. Auf der Generalversammlnng des Hessischen Tiakvnie- Bereins in T a r in st a d t sprach Prof. D. Baumgart e n - Miel über das zeitgemäße Thema tm Anschluß an die geplante preußische Reform der Höheren Mädchenschulen, die auf den ersten Blick dem alten Schwefternideal Abbruch zu un scheint. Tenn nicht nur können die neuen Berufe itballerncr und höherer Art, die sich den Mäddien nunmehr iffnen werden, einen Rückschlag in dem Zugang zum Schwesternberuf bringen, sondern es bahnt sich and» eine Wandlung des Frauenideals an: ein Zurücktreten des Aesthe' ischen und Gefühlsmäßigen und die Betonung der denkenden Verarbeitung der Stosse in der Heranbildung des weiblidien R'jchlechts, das Streben und) Selbständigkeit und Gleichberechtigung mit dem Manne und das Schwinden des asketi- chen Tranges. Trotzdem wird gerade die Art des Schwefternberufs, wie sie der Hess. Tinfoiiic Verein vertritt, Mud) die neue Mädcstenscbulbildung keinen Schaden erleiden, denn sie enthält fdjoit längst die fortschrittlichen Tendenzen, die jetzt von der Schule ausgenommen loerbcit; sie verlangt ein höheres Bildungsniveau und denkende Tnrcharbeitung der Probleme unt» ist der Uederzengung, daß neben der Liebe aud) die Wahrheit stehen muß. daß die Förderung der intellektuellen Mlarheit Arm und Herz nidft zu ahmen braucht. Tie Schwester, die der ganzen Gemeinde Ut dienen hat, soll orientiert sein besonders aud) über die Mämpfe in der Mirche, über das Wesen sekticrerifchen und landeskirchlichen Ehristentnms, über die Berechtigung der erschiedenen Richtungen und ausgestattet mit wahrer Tole ranz für die verschiedenartigen Ueberzengungen. Tazu gehört ein weiter Blick, die Einsicht in die Zusammentiänae und das Verständnis für die Tatsache, daß man solche Tinge nickt mit ein Paar Bibelsprüchen oder Sdstagnwrten erledigen kann So ist die intellektuelle Hebung der Mädchen gerade für ein solches Schwefternideal von besonderem Wert, iumal wenn sie mit energischerer Erziehung zum Pflicht gefühl verbunden ist, als dies z. B. in der geplanten Fraucn- fchulc mit ihren wahlfreien Kursen gemeint zu sein scheint. Tic von warmer Begeisterung und hoher Sachkenntnis getragenen Ausführungen des Redners, der sich übrigens dem radikalen Ideal der „neuen Fraueukultur" gegenüber durch aus ablehnend verhielt, und als bleibenden 'tem des werb liehen Wesens die sich opfernde Mütterlicstkeit bezeichnete, landen ungeteilten Beifall. In der Tiskussion wies Lehrerin Frl. M ü 11 e r-Tarmstadt auf die nötigen Aenderungen un lreffischen höheren Mädckenschulwesen und Piarrrr Lic I n ch s-Rüsfclshkim auf den Wert der Beemfluffung der Arbeiterfrauen nach der Seite des (yemüts d.urch die Gemeindeschwestern bin. • • Tageskalender kür Tonnerstag, den 18. März: Kolosseum: Gaüfviet von Cleo de Merode. picklbilder-Voriraa für Damen in Steins Warten abend- 8b, Uhr: Wie erhalten »ich Irauen gesund und schön? uhu - Ein MaSkenfest bei TroßherzogS. Tos infolge der Hoftrauer un Januar verschobene große MaSkenfen bet Hose hat, wie uns ouS Darmstadt geschrieben wird, gestern abend unter Beteiligung von über 300 Personen im Alten PalaiS ftattgefunben. ES entwickelte üch unter den uielft nut Maske ober Domino en'ch enenen F.'ttellneb, ein lebhafte« MaSkentreibeu. Um 10 Uhr begann her Tanz unb bte Demaskierung. Eine CuabnÜe, bte von dec Hof- balletmeifterin Frau Thiele-Leonharb unb Hostapellmeiftee Kittel em’tubiert war, erregte allgemeine Bewunberung. An der von co. 50 Personen auBgcfübtten CuabnUe beteiligten sich auch ber Sroßberzog unb bte Großherzogin. Außer bett Mitgliedern ber Hofgesellschaft, ben Ministern, den 'remden Gefanbten, ben Hofchargen unb fonfhgen Würbenträgern unb ihren Tanten nahmen von auswärtigen Fürstlichkeiten bte Prrnzes'lnnen von Battenberg, sowie die Prinzefünnen zu Stolberg-Roßla, zu SolmS-HohensolmS-Lich, zu Wirb unb zu Erbach.Schönberg teil. *' Tr. v. N ei bharbi j- Ter Stellvertreter des Reichskanzler«, v. Bet hm o nn -Hollweg, hat an bie (unterbliebenen beS Wirkl. Geh. Rat« Dr. v. Nelbharbt ein Bei. leib schreiben gerichtet, in welchem er ber hoben Verbienfle qebenft, bie ber Verstorbene in 36|ähriger Tätigkeit als Mit. glieb beS BiinbeSrateS sich um bas Reich erworben bat. E« beißt in bem Schreiben: ,In bem Heimgegangenen betrauert auch ber BunbeSrat, bem ber Verewigte, auSgeftattet mit den heroorragenbüen Gaben unb Fähigkeiten, burd) mehrere Jahr, zehnte angebört hat, einen Ctootsmann, ber in treuer aufopferungsvoller Hingabe feine Kräfte bem eigenen, wie bem deutschen Vaterlanbe gewidmet boL* — Der BunbeSrat wirb auf ben Sarg des Verewigten einen Kranz nirbcr» legen lasten. — Der Reichskanzler richtete an ben 8oha Tr. v. ReibbarbtS folgenbeS Telegramm: .Schmerzlich de- »uegt burch bie Nachricht von bem Hmscheiben IbreS uerebden Vater«, der mir burch langjährige gemeinsame Arbeit nahe- getreten ist, spreche ich Ihnen meine sehr aufrichtige unb herzliche Teilnahme an bem schweren Verluste au«. Ter Verewigte, besten Leben bem Dienste seiner Heimat unb unsere- deutschen Vaterlanbe« gewidmet war, wirb stet« unoergesi« bleiben.* " AuS bem Militärwochenblatt. Der Abiturient der Haiivt-Kabettenanftalt, Portepee-Untcrofstzier Müller- HemPsing, wurde al« Fähnrich im Inf.-Rgt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hest.) Nr. 116 angestellt. • • Politisches aus Hessen. Der Freisinnige Lonbesverein für boS Großhcrzogtlim Heffen erläßt für "ächslen Sonntag eine Cinlabung zur LanbeüaiiSschuß- sitzung in Mainz. Die TagcSorbniing lautet: 1. Tic politische Loge in Hessen nach der Alzey-Bingener Wahl 2. Tie politische Loge im Reiche unb bie Fmonzresorm. — Eine Sitzung beS LanbeSausschusseS ber 9lational« liberalen LanbcSpartci ftnbct am Sonntag, nachmittags 2 Uhr in Tnrmftabt statt. Tie Tagesordnung lautet: Wahl des geschäftSnihrenben ÄluSschustes; Die politische Lage ii, Hessen unb im Reich, Berichterstatter Abg. Dr. Lsann. • * DaS Gemeindewahl recht hessischer B e amten in P In Bingerbrück hatte der hessische Zugführer Hufnagel mit anderen hessischen Beamten die Ausnahme in bic Gemeinbewählerliste beantragt. Ter (hemcinberat, in bcin bie ZentrumSpartei eine große Mehrheit hatte, lehnte aber gegen die liberalen Stimmen den Antrag ob. Die Klage Hufnagels würbe vom KieiSauSfchuß in ürenznoch abgewiefen, wöhrenb die nächste Instanz, oct Bezirksausschuß in Koblenz, das Urteil beo KrciSousichuster umfließ. Nunmehr roonbte sich ber Bingerbrückcr Genieinbe- rat seincrielts klagenb an dos OberverwaltungSgericht, da» da« Urteil des BezirkSaiivschusteS bestätigte unb dabei erkannte, baß Hufnagel zu Unrecht au5 ber Wählerliste nu? geschlosten sei. • • MenbelSsohu-Feier. Eine größere Feier bet 100. föcburtStage« von Felii Menbelsfohn-Bartholbi) I't von hiesigen Gesangvereinen unb bem Oberhessischen Sängerbimde in Aussicht genommen. • • Stadttheater. Die VolkSoorftellung von .Waller iieinS Tob* am Freitag wirb bobnrch besondere« InterN'- iciuinnen, baß Frau Gertrube Ban meister, bie aus ;ezeichncte frühere Heroine beS Straßbnrger SladtthcaterS die Grägn Tcrzky spielen ,uirb. — Nach bem stacken fall, ben bie gestrige Tlnstührung von TtolnäcS .Teufel* fanb, ist von verschiebenen Seiten ber Wunsch au«gesorodh» morden, das spannende Stück nochmals zu geben. Tie T'-- rcltion Hot beshalb für Sonntag nachmittag eine zweite und letzte Aufführung bei kleinen Preisen angesetzt.— Am Sonn- lag abenb finbet bie letzte Anfführung von 6ubcrmann< Blumenboot* ebenfalls bei kleinen Preisen statt. *2 TaS Museum wird am 21. d M. wieder fltüffnci Tie Sammlungen haben sich inzwischen bedeutend betetdberi Besonders hervorzuheben sind fügende G.-schenke: Ttchm. bäuerliche Trachten aus dem Sckw.ftmerland, barnntoi bst fetzt so seltenen Männerkleider Uniform ein Staatsbeamten. Biele intereffante Stücke ber ütrinhinf: Gute Porzellane Stainmbüdier. Eine Sammlung alter Weinctiketten. Mommcruenrnt Gail. — Eine rrichdaltstv Münzfammlung aus Mittelalter unb Neuzeit, eine iebt mertvollc Ergänzung der Münzbestände des Museum» Bro' nach dem «Reiberg, Burschenlaget n den Ruinen von- in Tarmitabt. — 3k Mupfcrfkiche aus ber zweiten Hälfte des Iahrh., vornehmlich Kriegs- und Lagerszenen darstellend Ein glerchzeitiaer Kupferstich gibt bie ferftifruna Messinas durch ein Erboeden im Jahre 1783 wieder Prokurist O. Bergen ir. — Mittelalterliche Tongesäße, Steig ihanbiduib und ion Fundort: Detzsteingasse Scklossermeifter Mohling er. - In der vorgeschichtlichen Abteilung sind neu hinjugerommen: Hellenistische Tonfderbeu von Pct>unau und üeinzeilliche <9efä6tfilc ans ber Pergamenischen Land Kto ft Tr Hepbing Aus ber Sandgrube an der Straße Mlein-Lmden—cYroßen-Lmden rot bemalte sfiefaßscherben verziert durch zarte Fingerspitzen' und Rägeieliidrückc. & ist dieses Ornament, ö-n; :r fertigung von Tonwatcn auch in Händen der ,'trauen legen hat, wie anderwärts schon häutig feftgcfullt Tae Landesmufeum zu Tarmflabt bat außer einigen Möbeln oberhessischer Baucrnkunü. wi Bett. Moinrnode. Trüben Tür usw zwei Frauentrachtcii aus dem ehemaligen Amt Hüttenberg Hochzeit und Mitmcs als Leihgabe überiviesen. Tie Mufeumsleituna macht schließlich daraus auirnetkjom, daß sie gern bereit ist, hiesige nnd auswärtige Vereine, nad) vorheriger Ansage, zu führen. AUetfeüs wärmsten Ta»1 Ifür die 3utoenbungen. zu einer ** Tie Wiesbadener Anleihe wurde der Darmstädter Bank zugeschlagen zu 100,60 Prozent, fsür die T armstübter Anleihe einigten sich die beiden höchst-- bietenden Gruppen. vor der Strafkammer zur Verhandlung stehenden Durch-- stechungsprozeß der Grube Göttelborn wurde heute das Urteil Um 51/2 Uhr nachmittag wurde die Beerdigung vorgcnommen. $ te Ursache des Selbstmords ist unbekannt. △ Wettsaasen, 17. Mürz. Ter Unfall, den ein besetztes Break hier an einer sehr gefährlichen Stelle der (ßeriebtsfaaL — Lampertheim, 16. März. Vor dem Schöffengericht kam heute eine Priva tkl a ge des«Landtagsabg. Seelen g er gegen den Rentier Boxheimer aus Wiesbaden zur Verhandlung.'Die Klage bezieht sich auf ein Flugblatt, das in der letzten Landtagswahl gegen Seelinger eine Rolle gefpielt hat, und in dem es u. a. hieß: „Eine Schmach wäre cs für unseren Wahlbezirk, ihn noch einmal einem Mann wie Seelinger anzuvertrauen, der Gießener Wetterdienst. voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag dem 19. März: Witterungswechsel. Neuerdings Trübungen und Nieder- chlage, inetft Regen, milder (besonders nachts). Starke westliche Winde. im Landtag nur als Büßer gilt, der im Dunkel der Nacht nach Kanossa zieht, der 30 Jahre hindurch als Bürgernreister seine Mitbürger betrog, sich aus unrechtmäßige Art und Weise be- reicherte, der sich von seinen Kriegskameraden in öifentlichen Versammlungen sagen lassen muß, das; er im Feldzug 1870 Liebes-- gaben, die zur freien Verteilung an die Truppen bestimmt waren, verkaufte und den Erlös sich zu eigen «rächte, herunter mit denr Mann ohne Dort und ohne Ehre von den Sitzen unserer Kammer!" Dieses Flugblatt war von Boxheimer verfaßt worden, der sich aus eine öffentliche Aufforderung Seelingers hin später selbst genannt lxck. Am Tag der Wahl war von dem liberalen Wahlausschuß ein Gcgenslugblatt herausgebracht worden, in dein von „elenden Verleumdern" gesprochen wurde und gesagt war, wäre Seelinger der Stehler, so wären die Flugblattmänuer, die 30 Jahre das geduldet haben, die Hehler. Wegen dieses Flugblattes, das von Seelinger versaßt war, hatte Boxheimer Gegenklage erhoben. Das Gericht hielt in den meisten Punkten insbesondere auch in der Licbegabeafsäre, den Wahrheitsbeweis nicht für erbracht und hielt nur eine Gebührenüberhebung ans den Jahren 1900—04 aus den Eheverträgen für erwiesen. Andererseits wurde der Widerklage stattgegeben. Demgemäß wurde Boxheimer wegen Beleidigung zu 300 Mk., Seelinger zu 100 Mk. Geldstrafe verurteilt. Die Verhandlung dauerte acht Stunden. Saarbrücken, 17. März. In dem vom 10.—13. März Ortsstraße mitten im Dorfe erlitt, ging doch nicht mit dem bloßen Schrecken der Insassen vorüber, hatte vielmehr für eiiv- Frau recht schwere Folgen. Sie erlitt den Bruch einer Rippe und des einen Schulterblatts. Es wäre wohl angebracht, wenn diese gefährliche Straßenstelle durch Ankauf des in ihrem Winkel liegenden kleinen Hauses be seitigt würde, da die in einem spitzen Bogen umbiegendc Kurve dem neuzeitigen Verkehre nicht mehr entspricht. L. Friedberg, 17. März. Dem Jahresbericht der landw. O b st b a u - und W i n t e r s ch u l e ist zu entnehmen, daß sich 109 Personen im Laufe des Jahres an den Obstbalikursen beteiligten. Die Winterschule war von 55 Schülern besucht, 32 in der Unterklasse, 23 in der Oberklasfe, davon waren 48 aus Hessen, 6 aus Prelißen, 1 aus Rußland. Der Lehrkörper bestand auS 5 Lehrern. Die Schlüßfeier findet am 20. März, vormittags 10 Uhr statt. Der Wiederbeginn der Winterschule findet voraussichtlich am Mittwoch, 3. November statt. RB. Darmstadt, 17. März. .Der Telegraphen arbeit er Emmerich bcrunglüdte kürzlich bei Arbeiten in Gernsheim, er fiel vonh Dache und erlitt innere Verletzungen, an denen der Unglückliche, der verheiratet und Vater von 6 Kindern ist, im hiesigen städtischen Krairkenhause heute verschieden ist. Offenbach, 16. März. Nach einem eingehenden Vortrag des Geheimerat Kittler in Dar nstadt, wurde von den Stadtverordneten einstimmig der Betrag von 1 650 000 Mk. zur Errichtung eines neuenElektrizitätswerks nach deml Drr hstromsystem beschlossen. h. M ainä, 17. März. In der Spionageaffäre wurde der Oberfeuerwerker Blumen stein als völlig unbeteiligt an der Sache aus der Haft e n t l a s s c n. w. Wetzlar, 16. März. Der langjährige Leiter der evang. Schule, Rektor und Lokalschulinspektor L u e r s s e n tritt mit dem 1. April in den Ruhestand. Volle 31 Jahre hat er in diesem Amt mit Treue und Gewissenhaftigkeit gewirkt. Herr Luerfsen gilt als erfahrener Schulmann. Sein „Führer durch das Lahntal" seine markige Inschrift am Bismarcksturm auf der Garbenhcimer Warte n. s. f. kennzeichnen ihn aber auch als Schriftsteller. d Wiesbaden, 17. März. Dem Vorsitzenden der hiesigen freireligiösen Gemeinde ist vom Polizeipräsidenten die Mitteilung zugegangen, daß'dem Verein die Genehmigung zur Annahme der S ch l i e r s ch c n E r b f ch ast erteilt worden ist. Die Zuwendung soll nach Mitteilungen des Vorstandes angeblich dem Wert von ea. 150 000 Marl entsprechen. ** Steine 'JJi i 11 e 11 n ii q e n aus Hessen und den N a ch b a r st a a t e n. Ter Kriegerverein Grünberg hält am 20. Juni seine Fahnenweihe ab. — Das Ehepaar Andreas Dick Hardt in Grünberg feiert morgen, Freitag, seine goldene Hochzeit. — In Stockheim weihte der Nidder-Seemental- Sängerbund am Grabe des verstorbenen Bundespräsidenten>W ie- g a n b eine Gedenktafel ein. " Ernannt wurde der Gefangenwärter am Hastlokal in Hungen Gefangenaufseher Hch. Goßinann zum Gefangenwärter am Haftlokal in Butzbach unter Belassung des Amtstitels Gefangenaufseher. — Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bermersheim. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. ** Die neue BauMantage in der Blockstraße ist seit gestern in Angriff genommen. Rechts und links von der Fahr bahn werden 1,60 Meter tiefe Gruben ausgehoben, in die Kugel- Akazien gefetzt werden. Die Anpflanzung geschieht in entsprechenden Abständen, so daß die Gebäude in ihrer architektonischen .Wirkung nicht beeinträchtigt rverden. ** Das 25jährige Stiftungsfest des Gast- 'wirtevereins fand am Dienstag abend im Kolosseum durch eine Familienfeier seinen Abschluß. Der Saal war bis auf die Galerien dicht besetzt. Der Vorsitzende I a s k o w s k y rührte aus, der Verein erfreue sich allgemeiner Achtung, dies habe auch die Hauptfeier in Steins Garten gezeigt. Redner begrüßte noch besonders den Vertreter des Gastwirtevereins Butzbach und schloß mit einem Hoch auf das Gastwirtege- 'werbe. Hierauf erfreute Herr Willy Schäfer vom Kolosseum ms Publikum durch einige humoristische Vorträge. Nach Konzertstücken der Kapelle Weller erfolgte durch Herrn Jas- wwsky die Ueberreichung von Auszeichnungen, Die vom Bund deutscher Gastwirte an solches Personal verletzen wurde, das längere Jahre treu im Dienste seiner Herrschaft stand. Es erhielten für mehr als zehnjährige Tätigkeit die goldene Medaille: Katharine Klinkel, 18 Jahre bei Cafetier Hettler, Hermann Schmidt, 15 Jahre bei Gastwirt Elges, Fritz Böhm, 11 Jahre im Hotel Schütz, die (silberne Medaille: Karl Müller, 10 Jahre bei Gast- mrt Elges, W. Bastian, 8 Jahre bei Cafetier Hettler und lch. Hebell für 10jährige Tätigkeit als Vereinsdiener. Ferner ocrhielten Diplome: Marie Niedermeier, bei Gastwirt Fischer, Minna Rückel bei Gastivirt Angermüller in Bellersheim, Christine Jung bei Gastwirt H. Sck)inidt, Amalie Lang bei Tafetier Amend, Gg. Rabenau bei Hcbstreit, Hch. Bender bei (■•5). Schmidt, Will). Stiel bei Hettler, Karl Weichsel bei Hettler, .arl Schmidt bei Hotelier Reitzel und .Hermann Bertels bei wtelier Reitzel. — Den Glanzpunkt des Abends bildete die Aufführung des Winzer-Festspiels unter Leitung der - )erren Jaskowsky und Tanzlehrer Th. Bäulke. Tas Stück ’iit nach einer Idee des verstorbenen Direktors Reinemer- Tarmstadt von Redakteur Windecker verfaßt und stellt einen besuch des Weingottes Bacchus bei dem Gastwirtefest in der TTovinzialhauptstadt (ließen dar. — Nach dem Gesang einiger gemeinsamer Lieder begann der Tanz, der die Fest- ilnehmer noch einige Stunden zusammenhielt. — Der Riafchmenbauev-Gesangverein feierte an Samstag abend unter zahlreicher Beteiligung der hiesigen ahntal-Bundesvereine sein 25jähriges Bestehen. Der fest- I ch geschmückte Saal der Turnhalle war bis auf den letzten Tlatz besetzt. Unter den Festgästen bemerkte man Kommerzienrat Heyligenstaedt und Komponist Jean Pauli aus Fechenheim u. a. m. Eingeleitet wurde das Programm durch einen Jestaktus, der gut zur Darstellung kam. In ihm waren ver- c inigt: Sängergruß, Begrüßungsansprache, Prolog, Festrede, T hrung langjähriger Mitglieder, Ueberrcichung einer Fahnen- sshleifc, gestiftet von Frauen und Jungfrauen und zwei Z7ännerchöre von I. Pauli. In der Festrede, die Bureau- i-orsteher Schiffnie übernommen hatte, wurde ein Rückblick auf die Geschichte deS VeremS gegeben und des Koni- ii lerzienrats Heyligenstaedt gedacht, der jederzeit dem Vereine n nt Rat und Tai zur Seite stand. Den Dank statteten ihm b ie Sänger dadurch ab, indem sic ihm den Männerchor , Das treue deutsche Herz" widmeten. Auch gedachte bei Webner des Mitbegründers Wilhelm Klöß, der als einziger be.r Fahne treu geblieben ist. Weiter wurde Herrn Georg Schäfer, der 21 Jahre aktives Mitglied ist, ein Diplom über- v sicht. Die Männerchöre deS festgebenden Vereins, die unter bi.T Leitung des Kapellmeisters F. Weinack zu Gehör gekracht wurden, verrieten gute Schulung und ernteten lebhaften Beifall. Desgleichen die Darbietungen der Vereine p Heiterkeit", „Harmonie" und „Geniütlichkeit", deren Diri- gynten und Sänger es verstanden, sich die Gunst der Zuhörer zin erringen. Der humoristische Teil war gut vertreten durch be:e Aufführung eines urkomischen Gesamtspiels „August kommt". An Stiftungen wurden dem Verein überreicht: von den Frauen und Jungfrauen eine kostbare Fahnen- schleife; von Komponist Pauli drei Lieder eigener Komposition ; vom G.-V. „Heiterkeit" eine herrliche Fahnenschleife; v»m den G.-V. „Liederkranz", „Gemütlichkeit" und „Harmonie" je ein Fahnennagel. Von Marburg entsandte die .Liedertafel" einen Vertreter, der ebenfalls einen Fahnen- iiiigel überbrachte. Ferner gingen Glückwünsche vom Kirchhainer Männergesangverein, „Liedertafel"-Marburg und vom Vmdesvorsitzenden Schneider-Marburg ein. Die Schenk- u:ngen wurden vom 1. Vorsitzenden Staubach mit Dank entgegen genommen. Schon spät war es, als der Ball begann. — Dem Hauptfesttage ging am 6. März ein gut besuchter Hcerrenkommers im Vereinslokal vorauf. •• Der Tierschutzverein für das Großherzogtum passen hält am 21. April in Dieburg seine Hauptoersamm- i li.ng unter dem Vorsitz des Geh. Oberschulrats Dr. Scheuer- nmnn ab. Als wichtigster Punkt der Tagesordnung gilt der Ertrag des Lehrers Hüllen über das Thema „Was kann der ^L.-hrer für den Tierschutz tun?" Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühl’sche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7 Die hessische Bauordnung und ihre Aenderung. Von Paupolizei-Jnspektor H. Steinberger in Darmstadt. I. Wenn man die Geschichte der Hochbaugesetzgebung im Groß- Herzogtum Hessen verfolgt, so kann man finden, daß sie ein Bild der Not, der Entwickelung und des wirtickwftlichen Fort- ichrittes darstellt. Das Leben und die Bedürfnisse der Zeit finden in ihr beredten Ausoruck. Die wirtschaftliche s)cot und die ungünstige politische Lage unseres Vaterlandes vor dem die deutschen Stämine einigenben Kriege des Jahres 1870 war nicht dazu angetan, Unternehm ungs- und Forschergeist zu wecken. » Die gewaltigen, unserer Nation innewohnenden Mäste schlummerten int Keime, sie kamen nicht zur Entfaltung, die Askese war das Zeichen der damaligen Zeit. So lag auch das Bauwesen fast ganz danieder. Es stand technisch jahrzehntelang auf dem toten Punkt. Dies gilt auch von der Baugesetzgebung, die iid) in den bescheidensten Grenzen bewegte. Erst die Zeit nach dem Jahre 1870 brachte eine wesentliche Aenderung dieser Ver- hältnisse. Das neue Deutsche Reich mit feiner vereinten Macht war ein sicherer Bürge für eine gute Ernte aus wertfchuffender Arbeit. Kraftvolles Leben beginnt unter seinem Schutze neu zu pulsieren, überall regt sich Unternehmungs- und Bauluft. Die Technik schreitet von Erfindung zu Erfindung, das Arbeits^ selb wird größer und größer, „die Räume wachsen, es dehnt sich das Haus". Tie Grenzen der Gesetzgebung müssen daher erweitert werden, wobei Sorge zu tragen ist, daß die neuen Verhältnisse sich den Kräften des Landes anpassen und'sich nicht überstürzen. So kamen anfangs der 70 er Jahre die das Bauwesen betreffenden Vorschriften des Reichsstrafgesetzes usw., sowie in Hessen die Spezialgesetzgebung für die Stadterweiterung von Mainz zustande. Auch die.Gewerbeordnung kann der hessischen Baugefetz gebung zugerechnet werden, wenngleich sie anfangs nur für das Gebiet des 'Norddeutschen Bundes bestimmt lvar. Sie hat alsbald nach Gründung des Deutschen Reiches auch in den Süddeutsche>r Staaten Einführung gefunden. Später, 1881, folgte das Gesetz betreffend die allgemeine Bauordnung, zu der endlich 1882 noch eine Ausfuhrungsver-> ordnung erschien. Seit dieser Zeit ist int Groß Herzogtum Hessen nichts wesentliches mehr in der Hochbaugesetzgebung geschehen. Ueberblickt man aber die enorme Entwickelung unserer gesamten Lebens- Verhältnisse, so wird man sich in Anbetracht der früheren fchritt- roetfen Anpassung bei Gesetzgebung an die Erfordernisse der Zeit gewiß fragen, ob das int Jahre 1881—1882 letztmalig geschaffene Baurecht den heutigen Verhältnissen nach noch völlig entspricht. Aus dem Umstande, daß in der Langen Zeit seit 1882 nichts mehr int Gebiet der Hochbaugesetzgebung geschehen ist, könnte dies wohl gepilgert werden. Dann hätten aber die schon seil über 10 Jahren laut gewordenen Stimmen, die die Diotwenbigfcit Der Verbesserung der hessischen §>ochbaugesetze bei jeder nur mög lichen Gelegenheit fordern, zu verstummen. Gerade das Gegen teil ist aber der Fall, denn die Bewegung zur Aenderung der Bauordnung ist lebendiger denn je, nachdem die Mängel dieses Gesetzes beim Ausbau der Städte zur vielfach objektiven Tatsache geworden sind. Nach den Mißstimmungen int Publikum und ben fortgesetzten Bestrebungen zur Herbeiführuitg! einer Aenderung in dar hessischen Hochbaugesetzgebung zu urteilen, kann die allgemeine Bauordnung Den Verhältnissen der Gegenwart unmöglich noch entsprechen Ties gilt auch in Ansehung der eminenten Entwickelung unseres ganzen Lebens, eine Gesetzgebmtg, die in das Gebiet der mensch lichen Arbeit so eingreift, wie die allgenreine Bauordnung und deren Ursprung über 30 Jahre zurückliegt, kann nicht mehr in allen Stücken für heute einwandfrei sein. Dies wurde auch am Schlußsätze der Thronrede bei Eröffnung des 34. Landtages am 17. Dezember 1908 anerkannt. Leider fdeinen aber Aussichten auf einen baldigen Abschluß der Reform nicht vorzuliegen. Tie Reform der allgemeinen Bauordnung im ganzen soll offenbar erst nach Erledigung anderer Gesetzgebungsarbeiten vor- gernommen werden. Es wäre dies im Wchsten Riaße zu bedauern, die Zeitver- hältnisse fördern dringeud baldigste Aenderung, jedoch sollte hiev bei nicht der Zwang, sondern möglichst Freiheit das Leitmotiv sein Märkte. L. Friedberg, 17. März. Bei dem heutigen Schweine- m a r f t c sind die Preise ziemlich hoch gewesen, infolgedessen war fein flotter Geschäslsgang. Auch war der Markt nicht besonders stark b em bren. Limburg a. d Lahn, 17. März. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro Aialter. Roter Weizen lnassaukscher) 19,00 Ml., weißer Weizen (angebanle Fremdsorten) 17,80 Alk., Korn 13,00 All., Gerste: Flittergerste 10,50 Alk., Brauaersle 0.00-00 Mk., Haier 8.50-0.00 Mk., Erbsen 0,00 Alk., Kartoffeln 7,50-0,00 Mk. fc. Franks u r i a. AI., 18. Mörz. (!Lelegc. Orig. - Bericht des „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viebmarkt- v r e i s e. Zum Verkaufe standen: 24 Ochsen, 00 aus Oesterreich, 1 Bullen, 0 ans Oesterreich, 80 Kühe, Ferien, Stiere und Rinder, 1(,47 Kälber, 194 Schale und Hammel, 1230 Schweine, 11 Ziegen, 53 Ziegenlämmer, 28 Schaflämmer. Bezahlt wurden für >00 Pfund Schlachtgeivicht: Ochsen: 1. Qualität 75—78 Mk., 2. Qnalilät 66—68 Alk., 3. Qnalilät .'-8—60 Alk.; Bullen: 1. Qual. 65—65, 2. Qual. 58—60: Kühe 1. Qualität 68—70 Alk., 2. Quat. 57—59 Alk., 3. Qual. 47—49 Alk., 4. Qual. 00—00 Alk., 5. dual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht : Kälber 1. Qualität 90 bis 95 Pfg., Lebendgewicht 53—57 Psg., 2. Qiialitäl 78—85 Pfg., Lebendgewicht 46-50 Pfg., Schlachtgem 65—68 Psg.; Schafe : 1. Qual. Schlachtgew. 70 bis 00 Psg., 2. Qual. 60-64 Psg. Schweine: 1. Qual. 71—00 Ps., Lebendgewlchk 55,5—56,0 Pf., 2. Qual. 70—00 Pf., Lebendgewicht 55,0 — 00,0 Psg., 3. Qnal. 64—69 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pig. Geschält bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gilt, Ueberstand unbedentend. Grigittal-OraytineLSungen. Wien, 18. März. Tas Fremdenblatt bespricht an leitender Stelle die russische Note und konstatiert, oaß der Standpunkt der österreichisch-ungarischen Regierung hinsichtlich der Konferenz derselbe ist, den sie bereits mehrfach^ der europäischen Oeffentlichteit kundgegeben hat. — Oesterreich sei einer Konferenz nicht abgeneigt, doch müsse für jeden einzelnen Punkt des Konfc- renzprogrammes eine Formel fixiert werden, für die sich alle Mächte auf dem Wege von Vorverhandlungen einigen könnten, fo daß die glatte Annahme auf der Konferenz- gesichert und die Gefahr von Mcinnngsdifferenzen und da- ourck) entstehenden Komplikationen absolut ausgeschlossen feien. Paris, 18. März. Der Mattn glaubt mitteilen zu können, daß gewisse Mächte, darunter Frankreich uni>‘ England, die bisher der Belgrader Regierung Rat- ichläge z>ur Mäßigung erteilt haben, neuerdings bei Milo- .vanowitsch interveniert haben und ihm geraten hätten, in der Antwort der Belgrader Negierung die äußerste Grenze der Höflichkeit und des Entgegentommens zu zeigen. Weiter will das Blatt erfahren haben, Oesterreich habe indirekt mitteilen lassen, daß eine Lösung der Differenzen mit Serbien sofort herbeigeführt werden könnte, wenn eine Treibundmacht in Wien namens aller ^ignatarmächte des Berliner Vertrages die Versicherung abgeben würde, daß. oiese entschlossen seien, die Annexion Bosniens und der Herzegowina auf der Konferenz anzuerkennen und daß fest- zeslellt werde, daß Serbien in der Note vom 10. März keinen Widerstand gegen österreichisch-türkische 2lbkommen zeigen wolle. Petersburg, 18. März. Auf Anfrage des Auswärtigen Amtes erhielten die Dumafilhrer die Anttvort, daß die Situation zwar ernst, daß aber Hoftttiing vorhanden sei, daß die bestehenden politischen Tisferenzen auf friedlichem Wege beigelegt werden würden. Polksvorstcllung von I > dadurch besonderes ^ ude BaumeNter. be§ Straßburger W : noimols i« -Ur.il« «"9'1* 61lto* h ^01 Ivieder gE ) am 21. J . a breit'- iD barnn'^/ i Schwa. ^7in'es H’Ä 'er. Umfom ber E Sarnrn« üdier- (fine re'U nt ü>ar t eim ; (alter u^d , -LhM "ji"'ü I reutet. Eine gröbere plendelssohn-Äartholdi) «r m Lberhesstschen Sangt- ^ch'eneiik„ > - uadrilie x;9Qt1n der ?Qtb Ünd b(t SÄ fc« en Berluite aus. $er le 'E'n-r Heimat und uns« ' roar' wird stets unvergch »chenblatt. Der Abitur upee-Unterosstzier IDlüd?,, ,m J"f.-Rgt. Kaiser > angestellt. 'essen. Ter ffnifi™- oßherzogium Hessen erläßt i ag zur LandesausschN Tagesordnung lautet: 1.' der Alzey-Bingener Vrk he und die stinanzresom. - 'Schusses der Dlationol- nndet am Sonntag, ilt. Tie Tagesordnung Ioum: usschusses; die politisch- sterstattcr Abg. Dr. C;r ihlrcchi hessisch-- t Bingerbrück jck iit anderen hessisch» dewnhierliste beantirgs. :um§pariei eine große W - liberalen Stimmen ben Sir, luurbc ddiii KreiÄusschuß ii die nächste ^nfton^, br. s drtz MWW-: bet MtzeüMer Gemeck- LdetvermMngstzmchi, fetz betätigte und W' echt autz der Wahlech^ gesprochen. Es wurden verurteilt: Obersteiger Michaeli Zufatzstrafe von 3 Monaten Zuchthaus, Fahrsteiger Riß zu, 8 Monaten Gef.nignis, vou dene 6 auf die Untenudiungv - hast angerechnet werden, Obersteiger Früh zu 3 Monaten Gesäng" nis, Steiger Huppert zu 2 Monaten Gefängnis, Steiger Prüm zu 2 Mouatcn Gefängnis, Steiger Andres zu 3 Monaten Gefängnis, Steiger Mllingec zu einem Monat Gefängnis, Steiger Sick zu 2 Monaten Gefängnis, Seiger Jmal zu 3 Monaten Gefäugitts, Steiger Floc zu 2 Monaten Ge- gemacht habe. Sie wollten sich der Scham in der Oeffent- iied)feit erwehren, schnitten ihn ab und legten,ihn ins Bett. Äiich die Anmeldung am Standesamte wurde falsch gemacht. ist K l e i n - L i n d e u, 17. März Im Bernhcrrdthäuser- fjiof muibe ein Preis schießen veranstaltet. Dabei errangen Preise: 1. G. Neurath (34 Ringe), 2. Karl Nürn- bseger, 3. F. Weigel, 4. K. Nürnberger und 5. Heinr. Kräuter. = Ruppertsburg, 16. März. Großes Aufsehen Ienregte hier in den letzten Tagen das plötzliche Ab- («b en des 65 Jahre "alten Landwirts H., das am Freitag nachmittag bekaunt wurde. Gestern um 3 Uhr nachmittags sollte die Beerdigung stattfinden, wozu auch schon Locidtragende von. auswärts mit Kränzen ^erschienen waren. Tcie Beerdigung wurde aber in letzter Stunde polizeilich untersagt, weil der Totenbeschauer sowie der Gerichtsarzt ooon Laubach den eingetretenen Tod nicht als natürlich -mierkannteu. .Heute weilte das Großh. Amtsgericht Laubach im Rathause hier und nahm die Angehörigen des Verblichenem, Frau und Sohn, zu Protokoll. Sie gestanden zu, daß • H.. im Wohnzimmer seinem Leben durch Erhäugeu ein Ende fängifis und Steiger Glasen! zu 2 Monaten Gefängnis: Frau Riß zu 14 Tagen Gefängnis, ferner 13 Bergleute zu Gefängnisstrafen bis zu 10 Tagen. Die Bestechungsgelder, die von den Bergleuten an die Beamten gezahlt wurden, konnten nicht eingezogen werden, da sich die Höhe berfelbcu nicht festftellcn läßt. Die Kosten fallen den Verurteilten zur Last. Kleine SagcedirouiL Der auf der Zeche B1 leienbach ansgebrochene Gruben- bvanb nahm eine größere Ausbebmmg an. In olgebessen mußte die Grube am Montag geräumt und unter Wasser gesetzt werden. E in neue r starker Erdstoß in M e s s i n a brachte gestern viele Tlauerrefte und die Trümmer des Klosters auf dem Heilig- Geist Platze zum Einsturz. In dem Kloster Halle ein Ehevaar und eine alle Iran gehaust. Tas Ehevaar ist lot, die alte Frau icbiner vernnmdcl. handel und Vcrfcbr, Selten ^ünsti^e Gelegenheit zur Deckung des Osterbedarfs in gediegenen Schuhwaren Carl Berg :: Mäusburg 4 :: Am 1. April geht das seither gemeinsam betriebene Schuhwaren- und Mass^eschäft auf Curl Berg jr. über. Aus diesem Anlass wird ein Teil des Lagers, nur gediegene Sch Uh war eil, zu ausserordentlich herabgesetzten Preisen einem KOLOSSEUM ttiaUinrür. 36-3* u (trüber (Fefe Sfcib) :: Triette* 614 <*cntc Donnerstag de» IK März 11)06: Grosse Gala-Vorstellung Einmalige* Ga*t»piel der berühmten Cleo de Merode außerdem das wunderbare neue vom Heften das Bene Billette find an der Abendkasse crbalthrb. Im vorderen Reftauram ttonrert de» (Eliten Tarne» Cr cbeftcr» J, R. Sturm. Anfang de» ÄonAcrt» 7 tlbr. Emtritt frei Zu recht zahlreichem Besuche ladet ernebrnft ein crBttlklingc,Bratb>irklingc, gcr. Aal, Lachs, Lachshermge, Jorcllen- stör, Schellfisch. Prompter Versand nach auSivärtS unter strammer EiSpackuna. 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