Erstes Blatt 159. Jahrgang Freitag ÄS. Jammr 1909 Liba« (Kot], land), anktmt a. M. General-Anzeiger für Oberhessen Rolattonrdruck und Verlag der Vrsihl'schen Univ.-Vuch- und Steindruüerel H. Lange. RedaMon, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. ist ohne weiteres einzusehen, daß eine solche Bevölkerung zur! punkte ein Einvernehmen erhielt. Das Protokoll, durch Leistung der körperlichen Arbeit in einem Gebiet von der Größe das die diplomatischen Beziehungen mit Venezuela wieder- Dte heutige Nummer umfaht 10 Seiten. des Deutschen Reiches ungewöhnlich knapp ist. efernMen il-Bohlen etc. ,tl i zu machen, ipd roirb bei her Ver. t un fyfkift Lausköpp' Kolonien ist der Keetmanshoper Bezirk am Von 110 abgcstecklen Farmen sind nur ettoo Je weiter man nach Norden kommt, desto Z ?idöppeL sanuar 1909. iboq tu d. Ldcu nachstehendes: Von unseren dünnsten besiedelt. 60 bcwirtsclwftet. 31.34 Fm. it 3,3 Hm. cht Irack ltr *bur^onb«eftüffee- e CoU er Freitag); zweimal monntl. Landwirtschaftliche Seitfrazen sterniprech - Anschlüsse: füi bic öiedaktron 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse tiit Depelckenr Anzeiger Dieken. Annahme von Anzeigen für die Tagesnunnner bls vormittags 10 llhr. AirrLarrd. Ministerkrisis in der Donaumonarchie. Wie tschechifck)e Blätter wissen wollen, soll die Situation des Ministerpräsidenten Baron Bienerth kritisch sein. Dr? deutschen Parteien seien entschlossen, ihn zu stürzen. Auch die Lage des ungarischen Kabinetts gilt allen Ableugnungsversuchen zum Trotz als recht schlvierig. Verständigung zwischen Holland und Venezuela. In der gestrigen Besprechung des venezolanischen Sondergesandten Paul mit dem holländischen Minister des Auswärtigen wurde über alle strittigen Haupt- paylmncEHarifdbvs mis Hessen. R. B. D a r m st a d t, 21. Jan. Tie gemeinsamen E t a t s b e r a t u u g e n dcs Finanzausschusses mit der Regierung (von der Staatsminister Dr. Ewald, Finanzminister 2r. Gnauth, Minister des Innern Dr. Broun und die Ministerialräte Dr. U sing er und Süsse r t zugegen waren) wurden heute bei den Slaatszuschüssen für die Landwirtschaft fortgesetzt. Im Kap. 75 ivertett zur Verfügung der Laltdwirtjchastskammer „nach Maßgabe der hierüber bestehenden gesetzlichen Bestimmungen" im Ganzen 144,190 Mark zur Verfügung gestellt, wovon 77,470 Mark für Rindvichzucht, 12,080 Älark |üt Schweinezuckst, 14,040 Mark für Förderung des Löst- und Gemüsebaues, 17,800 Mack für Pferdezucht ctc. verwendet werden sollen. Gleichzeitig werden damit auch die Anträge Köhler-Bähr und Bähr Haas-Kvrell mit beraten. Die Antragsteller nahmen ebenfalls an der Beratung teil. Referent Abg. Dr. Weber begründet eingehend den ablehnenden Standpunkt, den der Ausschuß gegen die Anträge ein- zunclMen beschlossen hat und dann nahm Ausschußpräsitent Reinhart Gelegenheit, auch gegen eine „weitere Begründung" des Abg. Köhler zu seinem Antrag energisch Verwahrung einzulegen, die eine Kritik der Kamme rver Handlung vom 5. Januar oar stelle; auch Abg. Molt Han schloß sich dieser Verwahrung an. Der Minister des Innern, Dr. Braun, führte aus, daß, der Antrag Köhler-Bähr sowohl aus staatlichen, wie aus formellen Gründen unannehmbar sei; da u. a. auch verlangt werde, daß oer Satz „nach Maßgabe der hierüber befte freuten gesetzlichen Bestimmungen" gestrichen werden soll; er halte den Antrag auch naturell für ungeeignet, da die Landwirtschastskammer, wie jeder andere Zweig ter Staatsverwal tung, budgetmäßig behandelt werden müsse. Abg. Haas erklärt, daß er in ter Hauptsache die Gründe oer Negierung für ihre Haltung anerk.'nne und empfiehlt, die einzelnen Positionen unter Titel 7 zusammenzulegen. (££ kommt schließlich eine Verständigung zu Wege, daß im nächstjährigen Budget eine anderweitige Verteilung der Mittel inbetreff der einzelnen Positionen vorgenomnren werten soll. Ter Ausschuß sttzt dann die Be.prechurtg über die Position Oberrechnungskammer fort, für die die Anstellung zweier weiterer Revisionsöcamten beantragt wird. Da bei dem stetig wachsenden Umfang dec Arbeit und den steigenden Ansprüchen der Kreisämicr auf Vornahme von Visitationen durch Beamte der OberrechnungSkamnrcr das jetzt vorhandene Personal nicht mehr ausreicht. Die Bewilligung dieser Position ist nach ter heutigen Aussprache gesicl)ert. Bezüglich ter Kosten wurde betont, daß auch die periodisch wiederkehcenten Visitationen der Städte und größeren Betriebe, wenn sie häufiger stattfinden werden, wie es für enrpfehlenswert gehalten wird, eine weitere Vermehrung der Beamten als notwendig erscheinen lassen. Um diese Kosten zu nemtüttern, sei es richtig, als Gegenleistung in Vorschlag zu bringen, daß von den visitierten Gemeinten ein entsprechender Beitrag erhoben werte. — Der Ausschuß beschäftigte sich dann mit den Kapiteln Verwaltungsgerichlshof, ter eine Ausgabe von 6890 Mark erfordert, Haus- und Staatsarchiv, Ausgabe 17,632 Mark, Jcheinschiffahrt 4410 Mark, Sterbequartale LOGO Mark und Porto-, Telegrcwfren> und Fernsprechgebühren 3900 Mark. — Morgen sollen die Kapitel ter Lokal- und Polczei- oerwaltung (Berichterstatter Abg. Brauer) mit ter Regierung beraten werden. Der Dritte (Waylprüfungs-)Ausschuß trat heute zusammen. Es wurden die einzelnen Wahlakte und Berichte ter 23 Mandate vorgetragen, gegen die ein Protest aus ter Wühler- l’cfraft nicht eingegangen ist. Bezüglich ter beiten Wahlen in Nieter-Llm-Ober-Jngelfreim (Abg. Dr. Frenay) und Darmstadt- Gwß-Gerau (Abg. Senßfelder) ist die Regierung um Anstellung amtlicher Ermittelungen ersucht worden, deren Ergebntsse ► & noch nicht vorlicgen. # Nacktem die eingelcitcten Verhandlungen in betreff ter Aufstellung des Lehrers Lang für die Larrdtagständidatur im Wahlkreis Beerfelden-Hirsch Horn- Wimpfen nicht zu einer Bcrsdändigung geführt haben, ist jetzt von der nationalliberalen; Partei Bürgermeister Kredel-Airlenbach einstimnrig zum Kan- oidaten ernannt worden. Rus und Land. Gießen, 22. Januar 1909. Gedenket der hungernden vögei! Aus der Sitzung der Stadtverordneten. Die erste Sitzung nach den Weihnachtsferien, die durch eine Pflaster-Informationsreise der Baudeputation länger wie sonst üblich dauerten. So kam es, daß die üblichen Neujahrswünsche, die das Stadtobcrhaupt alljährlich dem stadtväterlichen Kollegium und der Stadt zu wtdrnen Pflegt, diesmal etwas spät ausgesprochen nnirten. Sie wurde« frohen Herzens aufgenonunen und bildeten den Grundtorr der ganzen Sitzung, die sich trotz ter meist einfachen zuy Vezugtzpret): monallich75Pl., viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zwemüellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Dir. 2.—mert d« lährl. ausschl. Bestellg, Zeilenpreis: lokal 15131, auSivärtS 20 Pfennig. _ Verantwortlich tut den politischen Teil, für .Feuilletons und . Vermischtes * : Ernst Anderson; für .Stadt u. Land" und „Gerichts- faal" E. Heg; für den Anzeigenteil: H. Beck. ihre» itr ** t* ü-, 616 ichügt wirb, I« EuEep. — w erung. im. 90, bin anfongenb nde Mendorf a, d. 2öa, Raulsföppel pp. Forst. !'K‘Matinee der Agig6 m ««langt ß- * ” i»«n °!tgn°°h" vterrrichtea der ' 7 Johs- Brabmj haben. °‘ km «hnt ? °°" °i Nation von l.ti , dichter wird auch im sogenannten Südbezirk die Besiedelung und testo Weiler vorgescluitlen ist auch die Entwicklung. Tie Rinder- Sucht im Süden des Schutzgebietes ist wegen der Vegetation weniger aussichtsreich, obschwn natürlich fast jeder Hans malt sein Großvieh besitzt. Nach und nach, mehr nach Norden ijüi, tritt ter für die Sckiafzucht geeignete Boden zurück. Tie unter Mitwirkung hervorragender deutscher Landwirte in8 Leben gerufene Deutsche Farm-Gesellschaft, die 8ber ein Kapital von 10 Millionen Mark verfügt, hat 300 001; Hektar Landes fest gekauft und bezahlt, ein Beweis dafür, daß Leute, welchen Erfahrungen ter ganzen Welt zur Verfügung gelianten haben, sür die Fortsetzung und Ausdelmung ihrer Ge- sHöste nickst erwa Argentinien und Südamerika, sondern Teutsch- :üdwestajrika gewühlt haben mit ter lleberzcugung, daß sic teil rilindestens so gut und billig produzieren und fabrizieren können r»ie in jenen Ländern, wo durch dichtere Besiedlung ter Voten Puapp und teurer wird und einer natürlick)en Ausbreitung dieses Tiehzuchtgeschäfts gewisse Schranken entgegengesetzt werden. Ein Lhnliches Fleischunternehmcn für den Norden im geringeren Umfange hat die South-West-Asrica-Co. in die Hand genommen. Wenn man die baren Auslagen, welche eine Familie im Schutzgebiet braucht, auf etwa 4000 Mar! pro Jahr annimmt, so wird man bei ten hohen Preisen, die dort herrschen, ersehen können, welch bedeutenden Zuschuß ein Eigenbau ter Wirtschaft zu leisten imstande ist. Dies leitet über aus die Frage ter möglichen Gesamt- k»-esiedlung des Schutzgebietes. Vorläufig ist anzunchmen, teß etwa 100 000 Weiße in dem für besiedlungsfähig gehaltenen Teil des Schutzgebietes ihr gutes Fortlommcn finden können. 3d) komme nun zur Frage ter Kleinsiedlung. Auch hier Ifl das Kapital meistens unzureichend. Für ten Absatz von Äartenproduktcn sind weder hinreick>ente Verkehrswege, noch eine »«hlreiche weiße konsumkräftige Bevölkerung vorhanden. Tie Be- tiiete sind tesl-alb zum großen Teil kümmerlich Sic würden vielleicht aussichtslos sein, wenn es nicht gelungen wäre, in dem Tabakbau eine gute Kultur zu finden. Tas Ovamboland temmt sür europäisch Besiedlung aus politischn Gründen zu- reädzft nicht in Frage, lieber das Kaoloseid und die Namib- Uänber ist gleichfalls genaues noch nicht bekannt. Von Anfang an hat man erheblich Erwartungen auf die b-ergbauliche Entwicklung des Schutzgebietes gesetzt. Es iS aber zu bemerken, daß entgegen ter allgemeinen Annahme s ihr große Teile des Schutzgebiets überhaupt uit- e rforscht und von Weißen nicht betreten sind. Qur bergmämrischen Ausbeutung gelangen in Südwest augenblicklich Küpser, verbunden mit Blei, Eisen im wesentlichen als Zuschlag zu dem Küpser und Diamanten. Die iWahrschinlicheit, int Schtzgebiet Kohlen zu finden, ist in ter letzten Zeit gewachsen. Tie Elttteckung braudyoarer Kohle tourte einen außerordentlichen Fortschritt für das Schutzgebiet tedeuten. Großes Aussehen fraten die bei Lüteritzbucht gefundenen D i a- ici a n t e n verursacht, weshalb ich hierbei etiva ausführlicher verteilen will. Nachforschungen haben ergeben, daß auf der Oter- Mche in einem grobkörnigen Sande, vermischr mit kleinen Achaten ob anderen Halbedelsteinen, Diamanten vorkamen, welck>e zwischen ^5 und % Karat schwanken und im Durchschnitt nicht über Vs Karat schwer sind. Tie Steine sind ziemlich vollkommene Oktaeder Mn gutem Wasser. Uebpi den Umfang teS Gesamtvorkominens toird man erst dann ein Bild haben, wenn eine genaue Verweisung stattgefunten hat. Tie Ausbeute hat erst mit einiger jsiegelmäßigkeit mit dem Vronat September eingesetzt; vorher sind ist ganzen nur 2720 Karat gefördert Worten. Seit 1. September iß die Ausbeute wie folgt gestiegen: September 6644 Karat; Cttober 8621 Karat; November 10 228 Karat; Dezember 11549 Sarai; zusammen 39 762 Karat, rund also 40000 Karat mü rinem Verkaufsivert von etwa 1100 000 Mark. Die von der Verwaltung eingeleiteten Maßregeln gellen dahin: 1. Dem Fiskus ten Südwestafrika eine Beteiligung von etwa ter Hülste des Meingewinnes, welcher bei der Diamantsörterung entsteht, zu sichern. 2. Den südwestafrikanischen Steinen eine angemessene Lerwertungsnwglichkeit im Weltmarkt zu sichern, und die Ent- toertung ter im Verkehr befindlichen Diamanten zu verhindern. 3. Den Abbau in geordnete, regelmäßige Bahnen zu leiten und Oorsorge dagegen zu Irenen, daß etwa aus Rücksicht auf andere Interessen dieser Abbau unterbleibt ober unnötig eingeschränkt toird. 4. Dem deutschen Kapital die Ausbeutung dieser Sterne im wesentlick>en zu reservieren und ten in ter heimischen Schleif- imdustrie beschäftigten Personen eine erhöhte Verdiertstmöglichketl M geben. Nimmt man an, daß auf ten Karat roter Tiainaitten mindestens 15 Mark Schleiftohn kommt, so würde die Produktion and) nur eines AdonatS schon etwa 180 000 Mark Schleislohn sät die deutsche Industrie bedeuten, so daß, eine Fortsetzung m der gegenwärtigen Höhe vorausgesetzt, hieraus eine Berdienst- m.v5Üchkeit für deutsche Arbeiter von über 2 Millroneu Marl im Jahre entstehen könnte. Abhängig ist die Entwicklung sowohl des Bergbaues al5 auch bei Farmroirtschaft im wesentlichen von ter Arbeiterversor- ßLngsfrage. Ties bringt mich auf die auch im südwest- ßiiitanijdjcn Sck>utzgebiet überaus schwierige und große Vorsicht unb Umjickst erfordernde Eingeboren e n f rage. Mit Aus- kahme des Ovambolantes und teS Eaprivi-Zipfels gab es im ßohre 1207 im Sck-utzgebiet noch nicht 60 000 Eingeborene. Tas ist ein sehr geringer Bestand, eine böse Folge einer ter Eigenart Landes vielfach nicht angepaßt gewesenen Kriegführung. Es "5.4 -Ln(P 7 ; iii»1.""0 u ik Ich gehe letzt auf bic weiße Bevölkerung und ihre Wunsche über. Der Zuzug weißerFrouen ist im äußer- st e n Maße erwünscht, aber doch nur da möglich, wo eine entsprechende Eristenzbasis oorfraitten ist. Gesinnungsgenossen unb Freunde sind selten. Tie Anfänge einer Selbstverwaltung, welche aus Wahlen hervorgeht, sind durch Verordnungen eingesührt. 5Lvmmunale Verbände sind überall vorgesehen und städtische Verwaltungen werden demnächst an vielen Plätzen einsetzen. Bei ter Gestaltung ter Sckxtle ist den 2lnsieblern ein gewickstig''S Wort gesichert. Hantelskammern für die größeren Plätze, ebenso wie Landwirtsckws-skammern werden eingeführt. Tas genossensck>aftlick>e Leben ist im erfreulichen Aufblühen. Vereine ejiftieren in jeder Form und wertet gefördert. Je stärker Selb st Verwaltungsorgane geschaj.en werten, desto wohi- iciler wird die Verwaltung, desto geringer die finanzielle Belastung des Reick>s. » Ich komme jetzt auf die Verkehrswege und mache gern Da8 Geständnis, daß ich mich hinsichtlich der für Swakopmuitd noirocnuißen Anlage int Vorjahre getüitschl habe. Ter Verkehr ist keineswegs derartig, daß ein so kostspieliger Bau, wie ihn eine ich zum Hasen ausioachsente Mole gebildet hätte, erforderlich iväre. Wegen ter Noro-Südbahn habe ich auosührlick)e Konferenzen gehabt. Tie Kosten stehen außer Berhällitis mit ter int militärischen Interesse erwünschten Bewegungsfreiheit. Ich habe Demnad) die Idee dieses Bahnbaues vorluujig fallen gelassen. Tagegen scheint ter Nörten nach und nack) für verschiedene Stichbahnen reif zu werten, für welche die Initiative allerdings aus oer Bevölkerung zu kommen haben wird. Ich wende mich nunmefrr ter militärischen Lage des Schutzgebietes zu. Wenn man von der durch den Krieg dem Schutzgebiet auferleglen Verfvrgungslaft absieht, betragen die Militär ausgaben des Reiches immerlstn noch nach dem Etat für 1009 121/2 Millionen Mark. Die intelligenten Hottentotten gewöhnen sich an regelmäßige Arbeit. Das wirtschastlick)e Leben ves Südens unb damit die Kontrolle ter Eingeborenen erstarkt. Aber immerhin ist große Vorsicht geboten, uitd die jetzt im Schutzgebiet aiuteenten 2500 Mairn, von denen die Akehrzahl auf oen Süden kommt, sind für ten Schutz eines Gebietes von ter Grvße von Deutschland gewiß keine große Anzahl. Werfen wir nun noch zuletzt einen Blick aus ten Etat. In ter letzten GouvernementsraLs'iitzung hat zur Entlastung des Reichs die Einwohnerschaft sich zur UebernülMe neuer erhöhter Lasten bereit erklärt. Ter Etat ter Zivilverwaltung verlangt noch einen Zuschuß von 2 050 000 Mark. Tas ist an und für sich nicht viel. Ich nehme an, daß eine Verbesserung infolge der Tiamant- sörterung für das Jahr 1909 in Höhe von etwa 1 Million Mark unbedenklich vorgenommen werte» kann. Aus anderen Kapiteln — der Etat ist bekanntlich sck-on im Frühjahr 1908 aufgcstellt — wird man zu weiteren Reduktionen kommen. Und jo wenig das nod) vor kurzem erhofft werten tonntie, sehen wir freute schon mit ©idjerfreit ten Aäoment, in dem wir den Etat von Südlvestajrika in dieselbe Form bringen können, wie ten ter anderen Schutzgebiete, mit Ausnahme von Neuguinea, d. fr., daß das Land sich selbst trägt mrd rtut ter notnxmbigc Schutz und die Kosten dafür vorläufig als ReickMast verbleibt. Bei weiterer geduldiger Arbeit, gerechter Berücksichtigung aller lvirtschastlichen Faktoren des Sckjutzgebietes, stzrnpatfrckchem Mtt° gesülst für unsere Landsleute in Südwestafrika, wird auch dieses Sckmtzgebiet einen sck-ünen Berveis fleißiger deutscher Arbeit bilden. Mit Blut ist es erworben, mit Sckxveiß wird eS erschlossen, auch oer Heimat wird es eine Freute werden. Nach der Beendigung tes Vortrages des Staatssekretärs Dernburg dankte ter Herzog von Meckleiüntrg dem Kaiser für seinen Besuch und dem Staatssekretär für feine intereiiantcn Ausführungen. Darauf schloß er die Sitzung. Als die Majestäten oie Hof löge verließen, erhoben sich die Anwesenden von ten Sitzen. Tie „Tageszeitung" hebt freroor, als ter Kaiser gestern abend zum Ternburg-Vortrage im Reick)stag erschien, haben sich auch ixtei von den anwesenden Sozialdemokraten von ihren Plätzen erhoben, die Llbgeocdneten Frank, Südekum und Hiltenbrand. DcnS?ches Ucid?« Zum Empfang des englischen Königspaares. Die Berliner Stadtverordnetenversammlung hat eine Magistratsvorlage angenommen, wonach 60 000 Mk. für die beim Empfange des englischen Königspaares entstehenden Kosten bewilligt werden. Ein deutscher Kreuzer „Mainz". Wie das „Mainzer Tagblatt" erfährt, wird der Kreuzer-Ersatz „Jagd", der am kommenden Samstag auf der Vulkanwerft in Stettin vom Stapel gelassen wird, den Namen „Mainz" erhalten. Tie Taufrede wird der Oberbürgermeister von Mainz halten. Demonstrationen von Arbeitslosen in Dresden. Anläßlich der gestern vormittag abgehaltcnen Versammlung von Arbeitslosen in Dresden versuchte wiederum eine große Menschenmenge nach dem Residenzschloß zu gelangen, wurde aber durch die Polizei, welche das Schloß und das Landtagsgebäude abgcsperrt hielt, verhindert. ____________ ____ Tagesordnung stehenden Beratungsgegeustände mehrfach mit sehr schwerwiegenden, das Wohl der Stadt und der Gesamtbürgerschaft tief berührenden Angelegenheiten befaßte. Eingeleitet tourbe die Sitzung mit einer warmherzigen Kundgebung der Dankbarkeit für zwei Männer, die feit jetzt 25 Jahren hervorragend an der städtischen Verwaltung und dem Gedeihen des städtischen Gemeinwesens beteiligt waren: Beigeordneter Kommerzienrat Georgi und Stabtv Geh. Justizrat Dr. Gut fleisch. Oberbürgermeister Mecum wies mit Recht darauf hin, wie groß und be- deutungsvoll der Anteil ist, den beide Männer in selbstloser Pflichterfüllung an dem Aufschwung der Stadt im letzten Vierteljahrhundert haben, und die ganze Bürger schäft geht mit dem Redner gewiß in dem Wunsch einig, daß ihre Mitarbeit und ihre hervorragende Sachkenntnis der Stadt noch lange erhalten bleiben möchte. Dr. G u t - fleisch glaubte in seinen mit tiefer Bewegung gesprochenen DankeSworten seinen Anteil an dem Fortschritt der städtischen Verhältnisse wesentlich einschränken zu müssen. DaS entspricht zwar seiner Anspruchlosigkeit, nicht aber den Tatsachen und der verehrte Jubilar wird es ruhig hin- nehmen müssen, daß er auch fernerhin als einer der besten Männer der städtischen Selbstverwaltung bezeichnet werden wird. Dem anderen Jubilar, Dcig. Georgi, der durch Krankheit am Besuch der Sitzung verhindert war, imitben die Glückwünsche bes Kollegiums schriftlich übermittelt. War eS diese Ehrung zweier ihrer Mitglieder oder die noch nachllingende Neujahrsstimmung, in dem hohen Rate machte sich ein löblicl)er Eifer im Dienste der Stadt bemerkbar und — was die Hauptsache und gewiß sehr erfreulich ist — eS machte sich in den wichtigsten der besprochenen Frager, eine weitgehende Uebereinstimmung der Meinungen geltend, die für die Losung der zukünftigert Aufgaben der Stadt das Beste erhoffen läßt, und die bei den verfchicdenen Parteistandpunkten und den vielen stark ausgeprägten In dividualitäten in unserer Stadtverordnetenveriammlung ein sprechendes Beispiel dafür ist, wie die gemeinsame Arbeit im Dienste des öffentlichen Wohles versöhnend und aus- gleichen!) wirkt. Aus der Fülle der Gegenstände, die zur Beratung standen, seien zunächst die hervorgehobeu, die einen der wichtigsten Zweige der städtischen Verwaltungen betreffen, nämlich die Schule. Als erfreuliches Zeichen für die Entwickelung der Stadt, aber als unerfreuliches für die städtischen Finanzen ist der Beschluß anzusehen, daß zu Dftern die Klassen der Volksschule um je zwei für Knaben und Mädchen vermehrt werden. Damit rückt die Frage der Errichtung eines weiteren Volksschulgebäudes in den Vordergrund und die städtische Verwaltung ist gegenwärtig mit Erhebungen darüber beschäftigt, wo die neue Bezirlsfchule am besten zu stehen kommt. Die leidige Lehrmittclangelegenheit kam ebenfalls zur Erledigung und es ist nur zu hoffen, daß die vorhandenen Unstimmigkeiten mit dem Beschluß endgiltig beseitigt sind. Die Kosten für den Geländeerwerb der Nebenbahn Lollar-Londorf sollen nach einem Beschluß des Friedberger Kreisausschusses zu einem großen Teil von Gießen getragen werden. Man beschloß, gegen diesen Beschluß mit allen zulässigen Rechtsmitteln anzukämpfen und auch die Sache im hessischen Stüdtetag zur Sprache zu bringen, damit die Auslegung des dem Urteil zu gründe liegenden Gesetzes in Zukunft in einer Weise geregelt werde, die eine so ungerechte und einseitige Belastung der Städte für Bahnen, an denen sie kein oder doch nur ein sehr geringes Interesse haben, ausschließt. Auch im Landtag soll in dieser Richtung gewirkt werden, doch verspricht man sich angesichts der Zusammensetzung des LandeöparlamcntS hiervon nicht allzu viel. Es war natürlich, daß auch die sonstige, die Interessen Gießens schädigende Eiseubahnpolitik, namentlich Preußens, einer scharfen Kritik unterzogen wurde. Nvcl; ein weiterer Punkt, der zur Sprache kam, gab Anlaß zu politischen Erörterungen, nämlich eine An « rage des Stadtv. Grünewald tvegen des Standes des Klinikbaues für die Ohren- und Hautklinik, zu der die Stadt bekanntermaßen eine Stiftung von 100000 Mark gemacht hat. Der Umstand, daß in dem Staatsvoranschlag für 1909 kein Betrag für den Baubeginn enthalten ist, wurde unter Hinweis auf die unhaltbaren, geradezu unwürdigen Verhältnisse der jetzigen KlinikSräume lebhaft kritisiert unb namentlich die Stadtv. Dr. Biermer, Grünewald unb Dr. Gutfleisch sprachen manches scharfe, aber leiber nur zu sehr zutreffende Wort über die jetzige sparsame Finanzpolitik Hessens, die in sonderbarem Widerspruch zu der früher oft betätigten BcwUligungSpolitik steht, zumal bei einer sozial so wichtigen humanitären Einrichtung, wie die Klinik. Man toitl zunächst abtoarten, was die Verhandlungen des Finanzausschusses hierüber für ein Resultat zeitigen. e • * Orden Sverleihung. S. K. H. der GroßHerz og haben dem Oberleutnant Freiherrn von Nord eck zur Rabenau im Infanterie-Regiment von Horn (3. Rhein.) Nr. 29, seither im Infanterie • Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, daS Ritterkreuz 2. Klasse deS AerdlenuordenS Philipps deS Großmütigen verliehen. * • In Audienz empfangen mürbe von S. K. H dem Grobherzog am Mittwoch u. a. Küchenrat Schrimpf von Butzbach, Sanitätörat Dr. Mo Iley von Vilbel und LandgerlchtSrat Schnittspahn von (Sicucn. * * Berg. Heyligenstaedt wurde in der gestrigen nid)töffenllid)en Sitzung dec Stadtoerorbneten-Versammlung einstimmig auf 6 Jahre wiedergewähkt. — Gießener Freie Studentenschaft. Zu dem am Mittwoch von Prof. Dr. König gehaltenen Vortrag .Goethe'« 5arbenlet)ree waren zahlreiche Zuhörer er. schienen. Der Vortragende gab zunächst eme kurze Dar» ftelhinfl der Newiou'schen Farveutheorle, indem er gleichzeitig auf diejenigen Erfcheimmgen himvleS, die sich Goethe von Newton« Standpunkt au« nicht zu erklären vermachte. In dem umfangreich'ien alter seiner Werke .Zur Farbenlehre- tritt Goethe irrtümlicherweise Newton unb den Physikern stiner Zeit mit aller Energie und Leidenschaft entgegen. Herr Pirn. Dr. König zeigte nun in sei sich dkr Irrtum be6 großen Denker« Gottpe psychologisch begründen läßt, da er bieiclben Eigenfchafien, welche dem menschlichen Empfinden ziikommcn, auch bcn ouse Empfindungen bedingenden Reizen zujchreibt. - Tie Troubadour-Aufführung beginnt pünktlich um 7 Uhr. Ta mit dem Beginn deS Spiels die Türen vom Zilschauerraum geschloßen werden, so ist e5 rötlich, die Plätze schon etwas vor 7 Uhr einzunehmen. Ein um 9»/4 llbr oon der Süd-Anlage nach dem Babnbof adkahrender Omnibus wird auswärtigen Bewuchern noch die Benutzung der um 10 Uhr und kurz nachher gehenden Züge ermöglichen. OmmbuStarten werden an der Abendkasse verkauft. • • K onzertverein. Ter Vorstand deS Konzertvereir: bittet unS, unter besonderer Bezugnahme auf daS am kgm- wenden Sonntag, 11 Uhr, stattstndenbe Konzert darauf hinzu- weisen, daß die Damen gebeten werden, ihre Hüte in bei Garderobe abzugeben. ** Oberhessischer Geschichtsverein. Im unteren Saale des Caf6 Ebel sprach gestern abend Prof. De Hag Hel vor einer stattlichen Zuhörerschar über Ortsnamen unb Siedelungsgeschichte. Aus biesem ungemein in- teressanten, aber auch sehr umfangreichen unb schwierigen Gebiet wissenschaftlicher Forschung behandelte der Vortragende die mit Weiler zusammengesetzten Ortsnamen, die vor allem an den römiscl)en Heerstraßen in Südwest- Teutfchlanb sehr häufig Vorkommen. Redner entwickelte die Ergebnisse seiner Forschungen, aus denen unzweideutig hervorgeht, daß diese Namen lateinischen Ursprungs sind und auf römische Siedelungen (Billariae) zuruckzuführen sind. Tie Orte brauchen nicht gerade von Römern selbst begründet zu sein, sondern vielleicht von Dienstleuten, Veteranen oder sonstigen, unter dem Einfluß römischer Kultur gewesenen Leuten. — Privatdozeut Dr. Rauch sprach über inittelrheinische Kunstgeschichte, hauptsächlich über die Kunst- denkmäler des Kreises Bingen, mit deren Feststellung der Vortragende betraut war. 'Obschon die Ausbeute sehr reich war, sind manche wertvollen Werke im Lause der Zeit abljanben gekommen und noch kürzlich kam eine Maricn- statue durch Zwischenhändler nach Berlin. Wir werden demnächst einen Aufsatz über die Kunstdenkmäler im Kreis Bingen aus der Feder des Vortragenden veröffentlichen imd föirneii es uns daher ersparen, ausführlicher auf den Vortrag einzugehen. • • Vortrag über da8 Erdinnere. Aus Veranlagung deS Kaufmännischen Vereins, der dem Verbände Mittelrh-in. Voltsbildungsvereine angehört, veraustaltet dieser nächsten Montag abend in der Turnhalle am Osivaldtzgarten einen Vortrag über ,Da8 Innere der Erde und die Hebung i()rer Schätze", unter besonderer Berücksichtigung der Radboder Katastrophe (mit Lichtbllbern). Dipl.-Jiigenieur Fritz Dunkler versteht es, sehr fesiclnb zu sprechen, und führt zur (Srläiitccung mächtige große farbige Reproduktionen vor. Der Besuch des Vortrages kann bestens empsohlen werden. • • Evang. Abeiteroerein. Dem am Sonntag vom Verein in der Turnhalle in Aussicht genommenen Volks- interhal t u ngsabend wird auberordentlicheS Interesse .»tgegengebracht. Die vorgesehenen Eintrittskaiten stnd aus- verlaust, sodaß ein volles HauS zu erwarten ist. (Näheres s. Inserat.) k. Büßfeld, 22.Ian. Die hiesige Feld- undWald- jogb hat nun zum zwkiteiuual ihren Besitzer gewechselt. Kccisgeometer Henkel von Grünberg, dec diese Jagd vor einigen Jahren von Zigarrenhändler Fließ zu Düsseldorf übernahm, hat sie nunmehr an einen Rentner von Wiesbaden abgegeben. Auch seinen Anteil an der Schadeubacher Jagd hat derselbe Herr erhalten. x Nidda, 21. Jan. DaS war heute ein fröhliches Treiben auf der Eisfläche öeS EiSvereins. Dieser hatte, um unserer Jugend eine Freude zu machen und zugleich um den hier vielfach verbreiteten Argwohn zu zerstreuen, als würde durch den Eisverem ans eine Trennung von Hoch und Niedrig hingearbeitet, der gcsammteu Schul- jugend von Nidda unb Kohden em Eissest veranstaltet. Gegen 400 Kinder tummelten sich auf der glatten Fläche. Es wurde für die einzelnen Klassen Wettlaufen veranstaltet; für die Nichlschlillschuhläufer: wurde Wurslschnappen, für die jüngsten Kinder Topsschlagen auf der benachbarten Wiese veranstaltet. Jedes Kind bekam seine Brezel. Herrliches Wetter begünstigte das Fest, dem zahlreiche Erwachsene bei- wohnten. Die Lehrer unterzogen sich mit den Vorständen des Eisoereins der Blühe, Ordnung zu hallen und die Spiele zu regeln. Die Mittel für das Feit halten der Eisoerein sowie Einwohner unserer Stadt aiifgebracht. Die Preise bestanden in Täschchen, Messern, Grifselkasten, Bleistiften und ähnlichem Hoffentlich ist mit diesem Winterfest der Anlaß gegeben, in Zukunft ein Jugendfest zu veranstalten, wie ein solches in Gießen gefeiert wird. n. Geiß-Nidda, 20 Jan. Der Gesangverein Orpheus hielt am Sonntag abend seine Hauptoelsammliing ab. Ter Dirigent eröffnete sie mit einer Ansprache, in der er zunächst einen Rückblick über das vergangene Jahr gab. Ter Verein hat allen Grund, mit seinem bisherigen Wicken zufrieden zu fein. Sowohl bic Teilnahme an dem Wettstreit in Büdingen, als auch fein Heroortreten bei anderen großen Vollsfeüen brachten ihm Ehre. Tier fei ein Ansporn für die Sänger, auf dem betretenen Wege weiter zu schreib n, daß der Verein auch in Zukiinft seinen Nomen verdient. Tie Tagesordnung (Abhör der Rechnungen und Wahlen) wurde glatt erledigt und trug den Beteiligten Lod unb Anerkennung ein. Lange hielt der Gelang besonder« die außer- vrdeutlichen Mitglieder zusammen. Präsident S ch e 11 ni a n n dielt später eine kernige Ansprache, in der er die Verdienste aller um den Verein, des Dirigenten, der Säuger, dec außer- vrdentlichen Mitglieder, besonder« de« Pastors Sauer, der em warmes Jutereffe bekundet, hervorhob. Der Verein wird auf dem betretenen Wege welterjchreiten. Er veran- ualtct nn nächuen Monat eine Avendunlerhaltung, in der bfionberer Wert auf das' Lied gelegt werden soll. Amt. uurd sich Gefaugvereln LrpheiiS einem Sängerbünde, der gegenwärtig in Bildung begriffen ist und Die Stadt Nidda als Mittelpunkt aujieht, auschließen. □ Beienheim, 21. Jan. Unsere Gemeinde, die seit Erbauung der Welterauer Bahnen zu einen» Eisenbahn- inotenpinift geworden ist, ist seitdem in steter Zunahme ergriffen. Zahlreiche Neuoaulen sind am Bahnhof entstanden. £a auch die Schüierzayl bedeutend gestiegen ist, fo hat die Gemeinde sich zum 'Jlcubmi eines zweitlaisigen SchulhauseS cmichloffen. Tas Gebäude ist bereits unter Tach gebracht unb foll im Herbst emgewechr werden. R.B. Darmstadt, 21. Jan. In der^ Stadtverordnetenversammlung erfolgte zuerst die Einsüh- rung der beibat neuen Beigeordneten Egenols unb Schmitt. Beig. Egen olf erstattete darauf Bericht über die Aufnahme eines neuen Anlehens von zebn Millionen Mark, die mit 4 Proz. verzinst und mü 1 Proz. imb der Zinsenersvornis getilgt werden sollen. Das neue Anlehen soll in erster Linie für neue Schuli ausbautcn, ferner jum Ausbau des elektrischen Straßenbahnnetzes und der Kanalisation, zur Erweiterung der bestehenden städtischen Betriebe, der Bestreitung der Kosten sür^Gcländcerwer- bungen unb zu einer Anzahl Hoch- und Ticsbauarbeiten venvenbet werden. Die Versammlung stimmte der Ausnahme der Anleihe, wofür von mehreren Rednern^6 Mill, für m'sreicbend erachtet wurden, mit allen gegen 6 Stimmen zu. Weiter genehmigte bic Versammlung den Erwerb beS Grundstücks Hinkelgasse 15/17 mit bein geschichtlich inte- ressanten H i n k e l t u r m zum Preis von 18 000 Mark. Dagegen beschloß die Versammlung einstimmig, eine vom Staalsministerium gewünschte Erhöhung des Zuschusses für das Großh. Hoftheater abzulehnen. Tas Gesuch war, wie schon früher, mit der Notwen- bigleit begründet worden, die Gehälter der Hofmusiken auf- zubessern." Auch ein Gesuch um einen Beitrag zur Erbauung einer Schülerherberge im Vogelsberg wurde abgelehnt. h. Mainz, 21. Jan. Ter stüchtiae Sparkoffr-nbuchhalter Scheuer hat als Rechner des Evangelischen Verein- diesen um 8200 M. gebracht. Sitzung -cr Sta-tveror-neten. Gießen, 21. Jark. Auweicud sind: Cbcrbfivncrmeiftcr Mecum, die Bei« iieovbnclcn Keller unb Hcnl'aen'lciedt; die Siaowerordneien: Dr. Biermer, Brück, Tr. Ebel, Eicheimuer, EmmeliuS, Grünewald, Tr. (dutfleiid). Hademcht, Tr. Habe»körn. L>aubacb. Heichek- heim, Helm, Jann, Jiighardi, Krumm, Leib. Loder, LooS, Peiri, Plank. Schaffüacdi, Simon, Troß, Wallem'elS, Tr. Wnnmenauer und Wmn. Ein Jubiläum. Dic Plätze dcS Abg. Georgi und des Stadtv. Dr. Gut- fleisch, die nunmehr 25 Jahre der Stadtverordnetenversammlung angehören, sind mit prachtvollen Blumenarrangements geschmückt. Oberbürgermeister Mecum sührt aus: M. H.! Tie erste Sitzung im Jahre 1909 findet infolge einer Informationsreise der Baudeputation etivaö später statt, als sonst üblich. Ich darf Ihnen allen aber auch heute noch den herzlichsten Glückwunsch zum neuen Jahre aussprechen verbunden mit dem Wunsche, daß das foimncnbe Jahr sür unsere Stadt ebenso förderlich und gedeihlich fein mäge, wie die früheren. Werden wir doch schon in der allernächsten Zeit uns mit bedeutungsvollen Aufgaben zu befäffeit haben, wie Straßenbahn. Erweiterung des ElcktcizitätSwerls und Straßenpslasier. Ein frohes Ereignis hat dieses Jähr schon gebracht, denn es sind 25 Jahre verflossen, seit dic Herren Beigeordneter Georgi und Stadtverordneter Tr. Gutsleisch unserem Kollegium angehören. Dir sprechen beiden Herren unsere herzlichsten Glückwüniä-e auS und rechnen es uns zur hohen Ehre. t,aß zwei so hervorragenv tüdjtigc und tätige Manner jchon so lange zu uns gehören. Dir dürfen dabci der Hoffnung Ausdruck geben, lic möchten noch recht lange Jahre ihre reiche Erfahrung und Arbeitskraft dem Wohle unserer Stadt widmen. M. H.! Führen mir un» vor Augen, wie unsere Stadt unter her tätigen Mitwirkung unserer Jnbilare sich entwickelt hat. Vor 25 Jahren etwa 18 500 Einwohner, heute etwa 31000. In diese Zeit fallen die Uebernahmc des Gas.oerks in Eigentum und Betrieb dec Stadt, die Schöpfung des Wasserwerks in Oueckbvrn und des .Elektrizitätslverks und die mrlrsache Vergrößerung dieser Werke. Die Entstehung oiefer städt.scheu Betriebe ist ein Markstein in der Geschichte unserer Stadt; nrar doch vorher die Meinung weit verbreitet, dic Studie seien wegen ihres schwerfälligen VerwaliungSorganismus nicht geeignet, selbst Gewerbe zu betreiben. sondern sollten daS dem privaten UnternchmungSgeistc überlassen. Und wie glänzend hat der Erfolg die gegenteilige Ansicht gerechtfertigt. Tie Werke werden nicht vom Standpunkte der Privatindustcie, dic in erster Linie auf das Verdienen fchcn muß, sondern mehr von sozialen Gesichtspunkten aus verwaltet und liefern trotzdem Ueberfchäfse, die den SteuerauSschlag niedrig zu halten Helsen. Von anderen Unternehnnmgen nenne ich die Kanalisation, den Friedhof am Rodtoerg. 2>djulbauten, den Erwerb des alten Schlosses, serner Dolksdad und Theater, die mit sinMrzietler und tätiger Hilse der Stadt entstanden, dic Begründung des StadterwellcriingSfvnds. Bauordnungen und Ctuban* ftatut, die Statuten über die Erhebung einer Bcsitzwechse lab gäbe und Dertzuwachssteuer, endlich auch die im Entstehen begriffene« Werke, Schlachtlraus mit Kühlanlage und Straßenbahn. Wenn diese Auszahlung ein schwaches Bild gibt oon der um« fm'senden Tätigkeit beider Herren im Stadtoorstand, so dürfen wir nicht vergessen, daß sie auch in der weiteren Sbommunal- oerwaltung — im Kreise und der Provinz — und Herr Dr. Gutfleisch auch im Landtage um unsere Stadt sich hohe Verdienste erworben haben, M. H.! Wir sind »richt intßnnbe, unserer Dan/cSpsticht gegen beide zu genügen; denn ihre Verdienste sind so gwß. baB wrr eine glcidjwertigc Gegenleistung ihnen nicht biecon können. Aber ocide werden mit gerechtem Swl; eine kleine Genugtuung darin sinden, daß dec ganze Stadtvorstand unb die gesamte Bürgerschaft ihnen Anerkennung zollen und ihrer Dankespsiicht sich bewußt sind, daß alle die Hoffnung und den Wunsch hegen, beide Herren nwajten noch recht lange ihrer gemeinnützigen Tätcgke4 in Gesundheit erhalten bleiben. M. H.! Wcirn Sic mit mir darin überein stimm en, bitte ich Sie, sich zum Zeichen des,en von Ihren Sitzen zu erheben und damit beiden Herren Ihre Anerkennuirg und Ihren Dank anS- zusprcckren. Unter lebhaftem Beisall wurde von der Versammlung dieser Aufforderung eittfpwchen. Da Beig. Georgi durch Idcankhect an dem Besuch Oer Sitzung verhindert war, wird auf Vorschlag des Borsitzcuden deschloiscn. ihur schriftlich rne herzlichsten Wunjwe des Kollegiums zu uoermitteÜL TaS von ihm ovrgelefene Sxhrciöen wurde, mit den Unterschriften säuitucher anwesenden Mitglieder der Stadtoewrc'netcn-Vcrsanunluug vcnehen, noch am Alx nd dem Jubilar zugestellt. i Stadw. Tr. Gutsleisch fuhrt in tiefer Bewegung Dann aus. er sei tief bewegt durch die eben gtfovodKncn Worte de» Oberbürgermeisters. Er meine, cS werde ihm viel zu v-el von bem ju- öciüjncocn, was in der Stadt in den letzten 25 Jahren geschehen sei T-er grvse Anjschwung bet Stadt sei durch die naKÜrhebe Entwickelung der Brr.' -.tni.sc gesch.h-n und genau so zu erklären, wie die der Gntroideiung rer deutschen Mittelstwie übe: Haupt. Aber ec freue fich, diese (ytilüideaing mitctlcbt zu halben unb sei herzlich dantvar für die heule ihm gegenüber zum Artsdruck gebrachte Ge,innnng. Er glauoc nicht, daß er noch einen : uxuai cils: 1909 findet infolge einer -‘iy Wer statt, als svnß Kute noch den herzlichsten chen verbunden mit dem unsere Stabt ebenso för- £ früheren- Werden mir ni mit bedeutungsvollen ;rnbahn, Erweiterung des räumungsarbeiten heranträten. Tie Gemeinden Palmi, Seminara, Santa Eufemia, SciNa, daß die Polizei sogleich mit Strafen Linschreitc, aber sie solle gegebenenfalls die Hausbesitzer an ihre Rrinigungspflicht erinnern. Diese tonnten es ganz gut machen wie er, nämlich an Sonntagen die Reinigung selbst vornehmen, das sei eine ganz einfache Hebung. (Heiterkeit.) Der Antrag auf Ablehnung des Gesuchs wird angenommen. Wegen der Straßenpslasterung hat die Baudeputation tute Informationsreise nach Frankfurt, Mainz und Würzburg unternommen und es sollen nun auf Grund der in biejen L-lädten des Stadtv. Tr. Gut- :ia)tverordnetmversamii>- Nlumenarrrngements gt* I derartigen Tag mllerleben werde, kenn so cttoaS' komme im Leben | iair einmal vor. Ter Vor sitzende fuhrt unter lebhafter Zustimmung der Versammlung aus, daß man allseitig hoffe, mit beiden Jubilaren noch manches weitere Jubiläum feiern können. Mittellimgin. Ingenieur Steding bat schriftlich für die ihm gewordene Bewilligung von freier Heizung und Beleuchtung gedankt. Vom Krieger verein Gießen liegt eine Einladung 511 l seinem 35 jährigen Stiftungsfest vor, das am Samstag in der Turnhalle gefeiert wird. Der Ali cefrauenverein für Krankenpflege bat | barum nachgesncht, ihm wie früher einen Saal in der Stadt-1 Mädchenschule für Unterrichtszwecke einzuräumen, womit die Versammlung einverstanden ist. Baugesuche. Christian Rebe will an der Öiodheimer Straße außerhalb des Bebauiingsplans eine Notscheuer errichten. Der deshalb erforderliche Dispens wird erteilt Die Firma I e a n D e r n u. Co. will auf ihrem Grundstück an &cr Frankfurter Straße, ebenfalls außerhalb des Bebauungsplans, ihre Fabrik durch einen Anbau erweitern. Die Baudeputation beantragt, den Dispens nickst zu befürworten, da der Neubau auf Gelände zu stehen kommt, das früher bei der Feststellung des dortigen Bebauungsplanes für eine Straße vorgesehen, war. Infolge des Einspruchs der Firma hat man damals die Straße vorläufig aus dem Bebauungsplan wieder entfernt, will sie aber !! später doch anlegen, woran man durch den beabsichtigten Neubau gewonnenen Eindrücke Versuche mit verschiedenen Pflaster arten — gemacht werden. Sich einen größ eren„Pslasterspeisezettel" für die | Cannitello und Lagnara haben wieder Beleuchtung. Bei Palmi nächste Sitzung vorbehalteird, ichlügt inan für heute vor, daß man sich in der Nähe von Melres eine Erdspalte gebildet. Versuche mit Gußasphalt, das sich hier in der Marktlaubenstraße aus der heiße SchweseldLmpfe bringen, die alle Vegetation ver- llnd namentlich auch in Mainz bestens bewährt habe, fvrtzusetzcn. achten. An der Ecke der Goethe- und der Loeberstoaße habe man versucht, Tie Rettungsmannschaften entdeckten beim Aufräumen der das Pflaster aus Sleinplatlen hcrznstellen und mit altem Asphalt Trümmer des Corso Sittern in Messina neben zwei Lerchen einen cmszugießen, was sich ebenfalls bewährt habe und weiter fortgesetzt ^ch lebenden Mann.. Man hvsft, ihn am Leben zu erhalten. Verden solle, hierfür habe man zunächst die Bahnhofstraße, | Tie Königin Helena ilt infolge eines Sturzes im Spital beim zwischen Liebigstraße und Bahnhof, in Aussicht genommen. Tie Besuch der irianton sehr leidend. Die Schmerzen nehmen freihändige Besck)affung von Kleinpflastersteinen, Asphalt, 3 As-1 täglich zu. , , . phaltkesseln usw. wird genehmigt. I Ter König voN Spanien verlieh der Königin von Tie Umarbeitung wti 200 Metern alten Bord-iJr^ien das Großkreuz des Zivil-Verdienst-Ordens steinen wird früheren Angeboten entspreche.- int Preise von I stir Wohltätigkeit. ahr itfion gebracht, benn ;rcn Beigcorbneter Georgi rem Megim angchöm. stichjk» Glückwünsche aus Uß Ml so hervorragend je ju unö gehören. Wil Ti, jie nwdjtcn noch red' Arbeitskraft bem 2&$L kor-neten. Bietzen, 21. fof. « Wcum, die Bei« °l! ^ladlverordneikn' uer, 6mmehu§, Ermie. •e’fom, baiidach, beichel. 2fih. "ober, Loos, Peiri enielS, Tr. Wimmenauer 2 Mark für den Meter gutgeheißeir. I .. . a*7a Seufze arbeite» und Lieferungen. I 2" Phokia (Änu°,ien) wurde» durch Erdbebe» 679 Die Zellenzahl im lez e i,g e i n u g n is reicht ni, Vnu^ee z-rswri. .. nicht Oe Ns, namentlich nicht für die Ausnahme von Betrunkenen riid Lbdachlosen, so daß öfters Leute in Zellen zusammen kommen, * ~ n t Du r e a n k r a t i n s. Man schreibt der „Voss, die eigentlich streng getrennt bleiben müßten. Es wird deshalb! " tiU= Brüssel' 'Nicht nur in China, auch anderwärts gibt beschloßen, Die zwei Zt. ..it.Iy ncen Ze.. mit einem dtzosien- Zöpfe, die angeschnitten werden sollten. Spaziert da an einem «ufwand von 280 Mark ein zurichten. , sckchneii Sommerabend ein Herr über die Boulevards unserer Für die Versuche, di.' anläßlich der Wahl des Kühlsystems I lebensfwhen Stadt und macht die Zekanntzchaft einer ebenfalls im Sck)lachtl)of hinsichtlich bet Wasferteniperalur gemacht wurden, | verlassenen, allerliebste» „Dame , ine er galant m etn ^yearer begleitet, um ihr zum Schluß zu beweisen, daß die Liebe auf den ersten Blick, das, was der Franzose: „le coup de foltert/' nennt, kein leerer Wahn ist. Im Verlauf der lebhaft geführten! Unterhiiltung ist dann der neuen Freundin des vereinsamtest Mannes gelungen, ihm eine Banknote aus seiner Brieftasche zu entwenden. Als der kommende Morgen den fOtann ernüchterte und er den Abgang dieses kostbaren Papiers bemerkte, ging er kurz entschlossen zur Polizei, die eine Haussuchung bei der unternehmungslustigen Tame hielt und auch die Banknote entdeckte. Die Liebe endigte also im Gerichtssaal. Während der Verhandlung vor der Brüsseler Strafkammer lag als eorpus bclicti die gestohlene Banknote auf dem „Tisch des Hauses" und der Ge- sckstteigte glaubte natürlich, daß man ihm noch am gleichen Tage bas kostbare Gut zustellen werde. Doch der naive Mann hatte sich getäuscht: er sah und hörte nichts von „seinem" Geld« und schrieb deslgalb an das Gericht einen zehr höflichrn Brief, in dem er um Zustellung „seines" Eigentums bat. Einige Wochen später erhielt er die prompte Antwort, man tonne leider feinem Wunsckie nicht entsprechen, denn man habe trotz aller Bemühungen die Diebin, die es nach Verbüßung einer Gesängnlsstiase vor gezogen hatte, über die Grenze zu gehen, nicht finden tonnen. Und dieses lei nötig, um ihm das Geld auszuliefern, denn ohne ihre Genehmigung dürfe das nicht gesckzehen!!! Man wird begreifen, da' ß der Held Dieser Tragikomödie erstaunt war ob dieses salomonischen Urteils. Er ging zu einem Advokaten und dort ersuhr er bann, daß in der Tat das Gesetz vvrschreibt, daß gestohlene Gegenstände dem rechtmäßigen Besitzer nur mit Genchm-gung der Siebe zugestellt werden können. Der Mann, der das Wort: „Eigentum ist Diebstahl" geprägt hat, hatte also das belgische Gesetz gekannt, das jedem Dieb die Möglichkeit gibt, sich an dem, den er bestehlen, in der schönsten Weise zu räckzen. Er braucht nur die Einwilligung zur Herausgabe der gestohlenen Gegenstände j zu verweigern, und er hat die schönste Revanche. Die Geschichte I klingt freilich unglaublich-, aber die „Eteile beige" uite andere | belgische Blätter haben sie gebracht und nicht widerrufen. Kleine TaaesHrouir. Tas Militär-^ utlschiff Groß I flieg gestern zu einer Ä »ÄÄOTÄ W schwebenden Fragen M beschönigen, wodurch das Gesetzes zu 900 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Vorinstanz halte I Bündnis noch weitere Star hing erfahren werde. dir 3 Neonate Gefängnis erkannt. | Newyark, 22. Jan. Taft wird nächste Woche nach — I Panama reifem, wo er drei Wochen zu verbleiben gedenkt. IN VdS EköüieöLIi Ifi I einem Interview erllärt er, er werde eventuell nicht vor der „Popolo Romano" schreibt, daß 130 000 Ueberlebende von Notwendigkeit zurückschrecken, sich zu Gunsten eines andern der öffentlichen Mildtätigkeit leben, was einen Kostenaufwand von! Kanalbau-Projektes zu äußern, als dasienige, welches täglich über 200 000 Lire erfordere. Das Blatt erklärt, daß solche | augeiiblicfltd) ausgeführt wird. Lage auf die Dauer unhaltbar und gefährlich sei. Es sei an der Zeit, daß die Behörden und auch die Bevölkerung an die Auf- 'n der ix. , ■ Werft tat . tataif sjttiJJ N 0,1 teit. te8N "bai"teteä „„h9 itoc«hit ftto»" '.i"Ä -- «Äfir; 18000 «’iT eine1®"1 ?"”9 d-s ,bealct abjnlih, ;™SofntuiireMlli, «itraj jur (jjjn l“ ^°g-lsieig »MW Vereins diesen auf dem Rauen, so bleicht die wasche im Kcasti txi Gebrauch von Persil.v Gibt blendend weisse Wasche, ohne Reiben and Bürsten, ohne jede Mühe und Arbeit 1 Absolut unschädlich, schont das Gewebe und bewirkt enorme Ersparnis an Zeit, Arbeit und Geld. r.-------UeberaU erhältlich. —- ALLEINIGE FABRIKANTEN; Henke! && Co., Düsseldorf. „ wie uniete Stadt unter t sich entroidelt hat. Sto tc etwa 31000. 3n bi?i- •fe in Eigentum und lasserwerks in iückc LergMerung dW n betriebe ilt ein W Dar doch vorher dieW' Denen ihres schwerfällig , selbst Gewerbe zu aten IlnternehmngSgM t Erßlg die W* -n nicht wm StandPuM a-jf das Verdienen W fcÄg ’Ä-“» °»d Lt--^ feä. Ä f «* »i« Sadiaßt gtaM M intierö M 1 rl* toujS« S s W 3$ür8«l* ! SdtiPI*1 £ H-N-» -en ’U •* «•’* M rin oor.se^' cpiugli^ Sortede^ , .u D.tl lf9L; durch bl1 Nb tjat man Bohrungen vorgeiwmmen, ftkr die 1000 Mark bewilligt waren. Es hat sich während der Arbeit als vorteilhaft herausgestellt, dort gleich den für den künftigen Schlachthausbetrieb erforderlichen Brunnen anzulegen, wodurch eine Ersparnis erzielt wird. Die Arbeiten kosteten 6000 Mark mehr, die nachträglich bewilligt werden. Einige vorliegenden Rechnungen werden genehMigL Die Trottoirherftellung in der Ka plansgasse wurde an K. Nübsamen zu demselben Einheitspreise wie in der Bahnhofstraße vergeben, was 270 Mark erforderte und nachträglich I genehmigt wird. Bei der Herrichtung des Hauses Asterweg 9 für die Zwecke deS Tiefbauamts waren die Sdjreincarbeiten zu 260 Mark veranschlagt, während sie für 197,49 Mark vergeben wurden. Die Rechnung stellt sich aber infolge zahlreicher kleinerer, ursprünglich nicht vorgesehener Mehrausgaben auf 590,89 Mark. Man heisst dies nachträglich gut, das Hochbauamt soll aber angewiesen werden, in Zukunft die Voranschläge sorgfältiger auszuarbeiten und der Dürgermeistnei von etwaigen erforderlichen Mehrausgaben rechtzeitig Kenntnis zu geben. Tie freihändige Vergebung des Druckes der Markt- Plakate an die Firma Heppeler u. Meyer zum Preise von 200 tajZart wird genehmigte (Schluß folgt.) LanSwirtsei-ttfL. Landwirtschaftskammer-Ausschuß für Oberhessen. Am Mittwoch, 20. d. Mts., von */22 Uhr nachmittags ab, tagte hier im Hotel Viktoria der Landwirtschastskammer-Ausschuß W gehindert wäre. , . - . unter dem Vorsitz des Landtagsabgeordneten K o r e l l - Angenrod Nachdem der Vorsitzende noch bemeikt hat, daß der ge- < « vollzähliger Beteiligung der Mitglieder. plante Neubau so errichtet werden tonne, daß er nicht ui die H Begrüßung der erschienenen Vertreter der Großh. Re- Straße fällt, wird dem Antrag der Baudeputatwn zugestimmt.! ietung, Ober-Regierungsrat Tr. Heinrichs, der Landwirtschafts-, - —. . . Strahcn- und ErundstuckSaugelegenheiten. lammet, des Vizepräsidenten Bähr-Rohrbach und Generalsekretär! Uebungsiahrl beiLin rck e ndo r, am. . fämt- Mr die Gutenbergstraße lzat mnn pen ftühmen Be- ^tonomierat Leithiger jowie der durch Neuwahl dem . ^m ber^ ^edic^ u.ber den Grund der Maßregelung kauungsplan vor längerer Zeit geänderte Da ute anliegenden l nunmehr angehörenoen Mitglieder Reitz-Echzell, Mogk-Grund-! . n befaimt. Grundbesitzer gegen die vorgesehenen Aenderungen lebhaften Ein-1 LäMalhefm, Möbs-Gettenau und Weith-Nieder-Wöllstadt wird l qlt Marienburg wurde der zweite Bürgermeister Tr. syruch erhoben, hat man den ursprünglichen Plan wieder her- \[}l bie Tagesordnung eingetreten. Ter Bericht des Vorsitzenden Lunj|e üon beut Crteannen Hein in feinem Arbeilszinimer in gestellt. Tie Straße muß vvm Lndwigsplatz aus aufgeschlossen ^er die im Jahre 1908 durchgesul)rten Unternehmungen sindct bas Gesicht gestochen und starb, ohne die Besinnung teerden, da man sie sonst nicht gleich kanalisieren kann. Hierzu ben Beifall der Anwesenden, und der für 1909 vom Vorstände wledererlangl zu haben. ist die Erwerbung des Marxjchen Zimmerplatzes ersorderlich; ausgestellte Voranschlag wird nach grünblidier Beratung im wesent- Eine S u tu pf la m t n e bringt bei Ki e m ore (amertra) roeirer ict iniljer dafür gcsvrderl« 4-rcis »on 6S00O Mark ist durch hichr» ang-n->mm-n. 2ciä infolge 18aI)I6eanrtMbung auSgefd-tebtne l[''b41efllön,na n'erbbe'bcn ba bie mit itciili gu6 SJetljanblungen auf 55 000 Mark h-ruuterg-brüät toptben, -mS Vorstandsmitglied Neib-Echzell Mrd nach nunmehr erfolgter N°u- 1^‘n ^Uraft beöScticn &äufe“ unb geliiet auf immer verloren sind Bei 2158 Quad i atmete rn durchschnittlich 2j,50 Mark ausmacht, mahl als Ausschußmitglied einstimmig wieder in den SRontanb I 2_=l_=:__=_S;_i^=»=g!.!S««^im ° 1 ■■■■ ■ ■ ■■ Der Stadt entstehen dadurch nur etwas erhöhte Zinsaufwendungen, gewählt. Eine prinzipielle Entscl)eidung, ob noch weitere Sach- Lande! la bet Betrag später in Gestalt von Straß-ub-str-geu wieder verständige dem Ausschusf- angelstiren sollen wird ausgesetzt, da „ . 21 c-' 6m 'uta3 des Kaisers an den ringeht. offizielle Aufträge noch nicht euigelauien |tni>. Hmsichtlul) der ! genehmigt die Emission einer 4'te p r oz en t ig en Stadtv. Heichelheim fragt an, ob diese Verteerung vor- von der Landwirtschafiskammer beantragten gemein, chaft- » ° ? un Noniinaibetrage von 5 2 5 Millionen Rubeln. Reil ha st für die Stadt sei, während Stadtv. Haubach meint, sichen Versicherung von Weide-Ausstellung "«t> , .. — ■» ■ » - — teenn der umgeänberte Plan günstig für die Stadt sei, solle man Faseltieren faßte der Ausschuß den einmütigen Beschluß, Märtte, wersuchen, die sich ihm entgegenstellenden Hindernisse zu be- baß der vom Provinzialverein für Oberhessen übernommene Der- f«. Frankfurt a. M., 22. Jan. Heu- und Strohmarkt, seitigen. sicherungsfonds in eigener Regie des Landwirtschaftskammer-Aus- ^„g^ahien waren 9 Wagen Heu und ^3 Wagen Stroh. Bezahlt Der Vorsitzende weint, der ältere Plan fei allerdings schusses bleiben soll. Ter von dem Vorsitzenden erstattete Bericht I wurde ter Hen Alk. 3.40—3.60, ter Siroh (!ioinlangstioh) technisch besser unb Stabt». Tr. Bicrmer führt aus, daß b-r über die Verhandlmtgen zur Vereinfachung bet Kör- M. 2.50-2.60, Maschin-ttstrM, M. 0.00 Z,,m'>r°u waren ri.rgouw “nur bie w Nachdem rwch Stadtv. Plank sich für den alteren Plan aus-1rung der Sck)af zücht empfiehlt der Ausschuß der Land-! Oiicftciier Wetterdienst. gesprochen hat, der schon deshalb besser sei, weil der andere wirtschastskammer die Ausstellung eines cinheitlick)en Zuchtzieles,! AoranSÜÄtliche Wittcrnnq für Hesien am Samstag den ^3(an die Straße ein vollständiges Knie machen lasse, wird der I bie Stellung der Schafzucht unter das Sturge)eb, den gemeinsamen I q«flnuar. A-ovibancr der Frostwilternng, heiter und trocken. Nnkanf genehmigte Bezug von Schafböcken, sowie die Errichtung einer Stammsmaferei ^^haste östliche Winde. Zur Verbreiterung des Straßeiikceuzes Bahnhofstraße- in der Provinz zwecks Heranzucht gut akklimatisierter Zuchtbocke. Schneebericht deS Schiklub Wandervogel-Gießen Liebig st raße will die Stadt von dem Grundstück des Haupt-! Tie Kreisrinderzuchtvereine Gießen (Vogelsberger und dimmen-1 vermittelt vom Landwirtschaftlichen Wetterdienst in Gießen, kceueramles so viel Gelände erwerben, daß die Ecke in einem taler), Friedberg, Tübingen, Schotten und Alsfeld, die 6 Kreis- den Miilelgebirgen stBogelsverg, Taunus) Schneebecle Ins 5)albrn. sser von 3,7öMlr. geführt werden kann. Damit wird dieKurve I ziegenzuchtvereine der Provinz,^ sowie die Schiveinezuchtvereine l zn 15 Zlm. Rodel- und Sd)idahnen ziemlich gut, aber steUenwei)e dir elektrischen Lahn richtig geführt und das au der Ecke befind- Lang-Göns, Nieder-Weijel, Groß-Felda, Windhausen und Nieder- oereift. ließe Trottoir wird noch etwas breiter, als es seither schon war. Gemünden, die alle die Normalsatzungen der Landwirtschaftskammer I Ter Staatsfisiüs ist bereit, das erforderliche Gelände unter der in ihren wesentlichen Bestimmungen angenommen haben, werden I tlteviv llngen« Bedingung abzutreten, daß die Stadt für den Quadratmeter 20! als Organe des Ausschusses anerkannt. Ta voraussichtlich eine! Rom, 22. Jan. Der König unterzeichnete rin Dekret, durch Mark bezahlt und die Einfriedigung auf ihre Kosten wieder- weitere Sitzung des Ausschusses nicht mehr erforderlich ist, toirb I her Bürgermeister von Mil es feines Postens herstellte Die Versammlung stimmt dem zu. ! der Vorstand ermächtigt, ctluaige durch Beschlüsse der ^andwirt- 1,-uthoben wird, well er bei der Verteilung der Unterstützungen Tie lediglich für den Theaterverkehr bestimmten Auf-! schastskammer liotwendige Abäiteerungeu deS Voranschlags für an bie burch das Erdbeben Geschädigten Veruntreuungen Wahrten zum Stadttheater werden vielsach von Fuhr-! 1909 jelvst zu treuen, sodaß die nächste Sitzung voraussichtlich! beding. merken unb Radfahrern benutzte Es wird deshalb beschlosfeu, erst im nächsten Herbst wieder abgehalten werden wird. Hcach Paris 22 Jan. Ter „Eclair" meldet ans Bernte «gußeiserne Warnungstafeln vufzuft-llcn, für deren Beschaffung Erlebtgung ktemcier Angel-genb-nteu werben bl- Beratungen gegen »»ndesk-MMissio» bereitet' 150 Atark bewilligt werbet-. . 7 Uh- abends beendigt. ^e I' -■ ■■’ vor, welche am 1. Marz in ,ab?mn A^dMng^?Äka1r°glements über'bie^inbaltimg Kraft treten sollen unb durch welche die Transporttosten kr ©taten unb Wiche in dem Sinne, d-Ldie SauStefiter ton der Berlin, 21. Jan. Bor bet 10. Enatkamm-r b-- Land, zwischen Gens unb bet M.ttelschwe^ herabgesetzt werben ihnen ä 8t obliegeiteen Verpflichtung befreit werden, die gerichls I stand Georg pocke aus Budapest, ber stch als^nauir-1 sollen. Dieser Entschluß wird gur Folge haben, daß bad. Bürgersteige von Schnee und Eis zu befreien unb diese von Mer?eb^ um aus Marseille eintrefseude Getreide gegenüber dem aus der Stadt ausgeführt wird. Nach der Verlesung b:r sehr umfang- iO^OO^Äll. qc]d)abiqt haue, unter ber Anklage bes Betruges Mannheim kommenden begünstigt wirb. Der Preivunter- reichen Eingabe teilt der Vorsitzenbe nut, datz die Deputation bec unbetegleu Führung des Adelsiilels. Er würbe zu neun schied zwischen dem Getreide aus beiden Herkunftsorten i|i; Ablehnung der Eingabe beschlossen habe. Die Stadt Gießen fommc -2)lonalcn ©ciäiignte unb zwei Wochen Hail verurteilte Die ©treue c0 nerinq daß selbst eine unbedeutende Tarifermäßigung iefet schon den Hausbesitzern weiter entgegen, wie viele andere als burch rie Uuteijuchungshast verbüßt. für Pen einen oder anderen .Hasen ausschlaggebend sein muß. Städte, da sie die dteinbaltung der Bürgersteige für gewöhnlich Breslau, 22. Jan. Tie biejigc Strafkammer verurteilte >ur o n - | schon besorge unb nur bei Schneefall und Glatteis die gestern nach zweitägiger Verhandlung bat Kaufmann Walter I London, 22. ^an. Der „Daily m D 1 Reinigung bat l-dausbesitzern obliege. Es sei einfach unmöglich, Mentzel, der Inhaber eines hiesigen BankgesckKstes war, roegen aus Tokio: In der Thronrede, mit welcher das Hur- bei plötzlicheni Schneefall diese Reinigung durch die Stadt aus- LßetrugSunbUntrencsul Jahren Gefängnis, und 5 Jahren lament eröffnet wurde, wird betont, daß die Beziehungen zu mführen, da man hierfür fein Personal habe und bei der Ehrverlust. den Mächten immer herzlicher geworden sind und daß Ilebernahme der Streupflicht die Stadt alle Haftpflicht über- Görlitz, 22. Jan. Ter verantworiitche Redakteur^ der speziell ^aS Bündnis mit England befestigt habe. Un- Lehme. Görlltzer Volks^ritunL, F l e i ß n e r -Mesden, der toegen Betete [än -t $a&e eirt Notenaustausch zwischen den beiden Re- Stadtv. Eichenauer ist für den Antrag auf Ablehnung, pigung aitgeFlagt war, bie er durch einen A^/el: Uniformierte - äte stattaefunden der bezweckte, die Lösung der nt ' Dächte aber der Polizei nahcgrlegt wissen, daß sie an ©onntagen | Seftien, begangen hatte, wurde in butter Verhandlung von der f 9 , .. 9 J , 9 J11 ~ ,— bei plötzlich eüttretenben Schneefällen nicht so rigoros vorgehe. Stadtv. En-melius widerspricht dem. Es sei nicht nötig. "'.'.IlnT, Kommt and JnbelU Kommt and Jrbclt* Bardinot« holL | 0421J Äjietwcg 12. _ —caicaGBK Freie Aussprache. Auch Fcaurn roiQtcxnmcn. zum äütleiucu ßciutit (4U7 SmUeii'trflbe 18. E. Ä. V 523 Andreas Euler Bahuhotitr. üö, Hl. Crui rrcunbT. möbl. Zimmer au vermieten. 10350 Obstbäume!! JL,ä.den etc. [Mit ISaufhaus rritz Z^owack fähigem Zustande billig abzugeden. Gießen, ben 19. Januar 1909. ®ui fast neues Fahrrad, Marke Durlovv, mit ftreiiauf, iof. z. verk. 0420t Lchiffenberger Weg 18 öh>. 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