Nr. SS Erscheint ttglich mH Ausnahme deS VonnlagS. Die ^Siebener Lamtlienblätter- werden dem ,91n8etger* otermal wöchentlich betgelegt, das „Kreteblott ffli de» Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal. 159. Jahrgang Mittwoch, 21. April 1909 Gießener Anzeiger S«neral-Anzeiger für Vbsrhchen KotaKemSdruS enl Verlag der vrühpsch« Unwersuäis - Buch- and Kteindruckeret. St. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition and Druckerei: Schul« straße 7. Expedttton und Verlag: e^$5L Redaktion: 112. Tcl.-Ad AnzeigerGießen. Deutscher Reichstag. 243. Sitzung, Dienstag, den 20. April. Dm Tische Les Bundesrats: Unterstaatssekretär Wermuth. Haus und Tribünen schwach besetzt. Präsident Gras Stolberg eröffnet die erste Sitzung nach der Osterpause um 2% Uhr. Petitionen. . Duf der Tagesordnung stehen 65 Berichte der Petitionskommission. Wie üblich werden diejenigen Berichte, zu denen Wortmeldungen und Anträge nicht vorliegen, an erster Stelle erledigt. Gemäß den Anträgen der Kommission werden u. a. als Material überwiesen Eingaben betr. Ausschluß der Ocffentlichkeit bei Skandalprozessen, die gesetzliche Sicherstellung des Standes der Rechtskonsulenten, die Konzessionierung der Wach, und Schließ- gesellschaften, einen Zoll aus Brom und Bromkalipräparate, die Errichtung einer gewerblich-technischen Reichsbehörde, die Einrichtung einer Unehelichenfürsorge usw. Zur Erwägung werden überwiesen eine Eingabe des Gemeinderats von Bant bei Wilhelmshaven, der auf Anregung der dort ansässigen Maurer, Zimmerer, Bau- und Erdarbeiter darum bittet, daß zu allen aus deutschen Reichsmitteln gezahlten Arbeiten innerhalb des Deutschen Reiches nur deutsche Arbeiter beschäftigt werden; weiter Petitionen um Anstellung von Gewerbe- auftichtsbeamten aus dem Gewerbegehilfenstande, betr. die Einführung des Jnlandportos im Poswerkehr zwischen Deutschland und Schweden, die Sicherung des Koalitionsrechts der Privat- angestelltcn aus Anlaß des bekannten Rundschreibens des Verbandes bayerischer Metallindustrieller u. a. Zur Berücksichtigung überwiesen werden eine Ein- gäbe des Verbandes deutscher Lohnfuhrunternehmer auf Ausdehnung der Haftpflicht der Eisenbahnen einschließlich der Klein, und Straßenbahnen auf Sachschäden, die Aufnahme der weib- lichen Hausangestellten in die obligatorische Krankenversicherung. u a. Durch Uebergang zur Tagesordnung werden u. a. erledigt der Wunsch nach Bewilligung einer Subvention für die deutsche Friedensgesellschaft, die EingÄe eines Magdeburger Badeanstaltsbesitzers gegen die Konkurrenz der Militärschwimmanstalten und die Petition des Verbandes der Bürgervereine der Provinz Hannover auf Uebernahme der Kostenregelung bei Desinfektionen durch die Reichskasse. Eine Erörterung entsvinnt sich bei einer Petition des Vorstandes des deutschen Müllerbundes, der Handels- und Gewerbekammer zu München, der Handelskammern zu Frankfurt a. £)., Halberstadt, Mühlhausen i. Thür. usw. auf Einschränkung der Getreideausfuhr. Gleichfalls zur Debatte gestellt wird eine Petition des Rates und der Stadtverordneten zu Dresden um Verlängerung der in § 13 des Zolltarifgesetzes für Beseitigung der Verbrauchssteuern aus Getreide, Hülsenfrüchte, Mehl 'und andere Mühlenfabrikate, Backwaren, Vieh, Fleisch, Fleischwaren und Fettwaren festgesetzten Frist bis 31. Dezember 1917. Dieser Eingabe haben sich zahlreiche bayerische, württembergische, thüringnche, badische, elsaß-lothringische und andere Gemeindeverwaltungen angeschlossen. Die Petitionskommission beantragt, die erste Petition zur Erwägung zu überweisen und über die zweite zur Tagesordnung überzugehen. ALg. Emmel (Soz.) spricht sich gegen die Verlängerung des städtischen Oktrois bis 1917 aus. Die Städte hätten Zeit genug gehabt, sich auf die Ab- schaffung dieser Abgabe einzurichten. Viele elsaß-lothringische Städte haben bereits für den nötigen Ersatz gesorgt. Wenn man nun den Oktroi verlängert, so würden sie gerade in die Lage kommen, die direkten Steuern vermindern zu können. Man würde also das Gegenteil erreichen von dem, was beabsichtigt ist. Abg. Wölzl (Natl.): DerNotge horch end,nichtdemeignenTriebe, trete ich für eine Verlängerung Les städtischen O k t r o i s e i n. Ich bin ein prinzipieller Gegner von Abgaben auf notwendige Lebensmittel, aber hier handelt es sich doch nicht darum, eine neue Steuer einzuführen. Die bestehenden Abgaben sollen nur um eine bestimmte Frist hinausgeschoben werden, damit die Kommunen nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Wenn das Oktroi am 1. April 1910 fallen würde, so würden gerade viele bayerische Städte in große Verlegenheit kommen. Man muß Loch auf ihre Finanzlage Rücksicht nehmen. Ich beantrage daher, die Petition auf Verlängerung Les Oktrois insoweit zu berücksichtigen. Laß bestimmt wird, daß der Termin der Aufhebung wenigstens bis zum Jahre 1914 hinausgeschoben wird. ALg. Pfeiffer (Zentr.): Auch ich bin ein prinzipieller Gegner des Oktrois; aber ans Opportunitätsgründen stimme ich dem Anträge Wälz! zu. Frei- lief) mutz betont werden, daß in Bayern nicht die horrenden Oktrois- sätze erhoben werden, die in Preußen bezahlt werden. Abg. Dr. Wagner (Kons.): Wir sind grundsätzlich gegen Binnenzölle, da ihnen kerne die Volkswirtschaft belebende und schützende Kraft innewohnt, wie es die Schutzzölle an den Grenzen tun. Daher sind wir für eine völlige Aufhebung des § 13 nicht zu haben. Trotzdem sind wir mit Rücksicht aus die augenblickliche Lage der Städte bereit, für Lie Aufhebung des Oktrois eine Frist bis Ende 1914 zu ge. währen. Die rückläufige wirtschaftliche Konjunktur, das starke Wachsen der direkten Steuern in Len Städten, die notwendigen Beamtenaufbesserungen und endlich die Unsicherheit welche die noch ungelöste Frage der Reichsfinanzresorm auch aus bte städtischen Finanzen ausübt, veranlaßt uns dazu, für die Verlängerung der Frist zu stimmen. Ein Teil meiner Freunde ist allerdings aus grmidsählichen Erwägungen dagegen. Abg. Manz (Fr. Vp.): Wir stehen grundsätzlich auf dem Standpunkt, daß die städtischen Oktrois fallen müssen. Trotzdem bitten wir ©te, auf btc besonderen Verhältnisse der bayerischen Gemeinden Ruckp.cht^zu nehmen und für den Antrag Wölzl zu stimmen. Geben Lie den Kommunen doch die Gelegenheit, die neue Steuerreform abzuwarten. Die GemeinLen haben in den lebten ^aljren außerordentlich schwere Lasten auf sich genommen. Man sollte ihnen also in dieser Hinsicht entgegenkommen. Abg. Wassermann (Natl.): Ich möchte meinerseits bitten, es bei. dem Anträge der Kommission zu belassen und über die Petition aus Verlängerung des Oktrois zur Tagesordnung überzugehen. Als wir das Zoll- tariigesetz annahmen, war der oberste Grundsatz der, die nationale Produktion in Industrie, Gewerbe, Handwerk und Landwirtschaft zu schützen. Als damals der Landwirtschaft der nötige schütz eingeräumt wurde durch eine Reihe von Zollerhöhungen, tourben auch den Gemeinden gewisse Kompensationen gegeben, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt währen sollten. Der städtische Oktroi ist bis zum Jahre 1910 gewährt worden. Daran sollten wir auch festhalten. Wir sollten ant Zolltarif keine Aenderung vornehmen. Es handelt sich dort um ein festgefügtes Ganzes, an dem nicht gerüttelt werden sollte. Ich bitte daher, über diese Petition zur Tagesordnung überzugehen. Bayerischer Ministerialrat Strößenreuther: Die bayerische Regierung hat im Jnteresie der bayerischen Gemeinden seinerzeit gegen die Bestimmung des § 17 des Zolltarifs, durch die das städtische Oktroi aufgegeben werden soll, erhebliche Bedenken geäußert. Wenn sie schließlich trotzdem diesem Paragraphen zugestimmt hat, so hat sie es nur getan, um das ganze große Werk nicht scheitern zu lasten. Seitdem ist aber auf die Schädlichkeit dieses Paragraphen in der bayerischen Kammer mehrfach hingcwiesen worden. Ich bitte dringend, den Wünschen der Petenten auf Verlängerung des Oktrois Rechnung zu tragen. Die bayerischen Gemeinden haben in den letzten Jahren erhebliche Aufwendungen machen müssen. Ihre Schulden sind ganz gewaltig gestiegen, sie haben sich in den letzten 20 Jahren um das vierfache vermehrt. 1886 waren es 147 Millionen Mark, 1896 schon 273 und 1906 gar 650 Millionen Mark. Dementsprechend haben sich auch die Gemeindeumlagen erhöht. 1886 betrugen sie 77 Proz., 1896 waren es 95 Proz. und 1906 schon 125 Proz. Diese Ziffern zeigen, wie schwer es den Gemeinden wird, ihren Bedarf aufzubringen, und in welche Verlegenheit sie kommen würden, wenn ihnen jetzt die Einnahmen aus dem Oktroi genommen würden. ES handelt sich in Bayern um eine Einnahme von rund vier Millionen Mark. DaS ist eine beträchtliche Summe, wenn man bedenkt, daß die sämtlichen Gemeinden aus Umlagen nur 50 Millionen Mark einnehmen. Die Bestimmungen des § 13 des Zolltarifs greifen also sehr beträchtlich in den Gemeindehaushalt ein. Sächsischer Bundesratsbevollmächtigter Fischer spricht sich im gleichen Sinne aus. Dresden hätte bei Aufhebung des Oktrois einen Ausfall von 1% Millionen Mark. Die städtischen Steuern müßten erhöht werden, was ein Wegziehen der wohlhabenden Kreise aus Dresden zur Folge hätte. Abg. Heinze (Natl.): Manche Städte würden bei Aufhebung des Oktrois in eine schwierige Lage kommen, und weiter den mittleren Grundbesitz, der heute schon sehr belastet ist, besteuern müsten. In Sachsen steht eine neue Kommunalsteuerordnung bevor. Solange, bis die nicht abgeschlossen ist, sollte man den Oktroi weiter bestehen lassen. Abg. Gothcin (Fr. 93g.): Daß die Städte in einer so außerordentlich ungünstigen finanziellen Lage sind, ist die Folge der Verteuerung»- Politik. (Gelächter rechts und im Zentrum.) infolge der teuren Verhältnisse müsten die Städte die Gehälter der Beamten und die Löhne der Arbeiter erhöhen. Wenn wir jetzt wieder die Aufhebung des Oktrois bis 1914 hinausschieben, werden wir 1914 genau dasselbe erleben wie heute: man wird die Aufhebung weiter hinausschieben wollen. Die bayerische Regierung möge den Städten, die dadurch in Bedrängnis kommen, Beihilfen geben. Namens der freisinnigen Fraktionsgemeinschaftbitteich. an der Bestimmung des Zoll- tarif den Oktroi bis 1910 aufzuheben, fest zuhalten. Abg. Wcrncr (Reformp.): Da Herr Gothein gegen den Antrag Wölzl ist, wird es richtig sein, dafür zu stimmen. (Heiterkeit.) Durch die Aufhebung des Oktrois würden besonders die Gemeinden in Hessen-Nassau schwer betroffen werden. Es ist daher bester, wenn der Termin bis zum Jahre 1914 hinausgeschoben wird. Vizepräsident Dr. Paasche teilt mit, daß ein Antrag auf namentliche Abstimmung über den Antrag Wölzl und den Antrag der Kommission eingegangen ist. Die Abstimmung soll morgen erfolgen. Abg. Speck (Zentr.): Prinzipiell bin ich der Ansicht, daß das Zolltarifgesetz nicht geändert werden soll, aber aus Opportunitätsgründen schließe ich mich dem Anträge Wöl^l an. W ir müssen die finanziellen Verhältnisse der Gemeinden berücksichtigen. Ich weise darauf hin, daß in Bayern die direkte Besteuerung pro Kopf der Bevölkerung viel höher ist als in Preußen. In Preußen betrug sie im Jahre 1907 9,02 Mk., in Bayern aber 13,56 Mk. Man sollte also auf die bayerischen Ver- hältniste ein wenig Rücksicht nehmen. Gheimer Oberfinanzrat Strutz: Die Petitionen, die Ihnen heute zur Entschließung vorliegen und auch der Antrag Wölzl befassen sich nicht mit der Frage der Aufhebung des § 13, sondern lediglich damit, die Aufhebung des städtischen Oktrois noch weiter hinauszuschieben. In diesem Sinne möchte ich im Namen der preußischen Kommunalaufsichtsbehörde einige Worte im Interesse der preußischen Gemeinden hier äußern. Allerdings sind ja in Preußen die Gemeinden nur in einer Minderzahl an dieser Frage beteiligt. Aber für die einzelne Gemeinde macht es absolut keinen Unterschied aus, ob sie viel ober wenig Leid ensgenossen hat. Man kann sogar im Gegenteil sagen, daß cs für die in Preußen betroffenen Gemeinden ganz besonders unangenehm ist, daß sie in einer derartigen Minderzahl sind. Wenn die Verbrauchsabgaben allgemein eingeführt werden, würde ihre Aufhebung zu einen allgemeinen Anziehen der kommunalen Steuerschraube fuhren. Anders ist es aber, wenn nur hier und dort eine Gemeinde davon betroffen wird. Dann muß eine einzelne Gemeinde zu Steuererhöhungen schreiten, während ihre Nachbargemeinde das nicht zu tun braucht. Potsdam ist z. B. dazu gezwungen, Charlottenburg und Spandau sind es nicht. Koblenz muß es tun, aber nicht Köln, Wiesbaden, nicht Frankfurt a. M. usw. Die Wirkung für die einzelnen Gemeinden, die zu dieser Steuererhöhung gezwungen sind, kann sich finanziell recht störend bemerkbar machen, schon in einem Abfluß von Steuerzahlern. Nun haben unsere preußischen Gemeinden die anderen Einnahmequellen, die ihnen zur Verfügung stehen, schon in recht ergiebigem Maße ausgebaut, z. B. durch die Erhebung von Gebühren aller Art, auch durch die neueste und entwickelungsfähihste indirekte Steuer, die Wertzuwachssteuer wird schon in Sätzen bis zu 25 Proz. des Wertzuwachses erhoben. Dazu kommt, daß die Gemeinden, um die es sich in Preußen handelt, zum großen Teil nicht sehr leistungsfähig sind. Breslau, Posen, Gnesen,^Potsdam marschieren durchaus nicht an der Spitze der steuerkräftigen Kommunen. Breslau mit 495 000 Einwohnern zählt nur 90 000 Steuerpflichtige mit einem Einkommen von über 900 Mk., während Köln mit 475 000 Einwohnern 111000 derartige Steuerzahler zählt. Posen hat 20 000 derartige Steuerzahler, Kastel 23 000, Bochum 35 000 usw. Trotzdem z. B. Posen 170 Proz. Einkommensteuerzuschläge schon erhebt, bringt diese Einkommensteuer noch nicht 3 Mk. auf den Kopf auf, während in Düsseldorf es 22 Mk. sind, in Köln bei 147 Proz. 20 Mk., in Münster bei 160 Proz. 18 Mk. Wenn nun plötzlich mit einem Schlage diy Einkommensteuern z. B. in Breslau um 40 Proz. erhöht werden müssen, so muß das eine bedenkliche Wirkung für die Gemeinden haben. In Potsdam würde man die Steuern um 50 Proz., oder wenn auch die Realsteuern gleichmäßig erhöht werden, um 20 Prag, erhöhen müssen. In Gnesen um 60 Proz. usw. Nun kommt noch ein besonderer Umstand hinzu, der die Hinausschiebung deS Termins ganz besonders auch in Preußen dringend macht. Un. sere preußischen Gemeinden stehen vor der Notwendigkeit, ohnehin ihre Steuern wesentlich erhöhen zu müssen infolge der Aufbesserung der Beamtenbesoldungen und der Lehrergehälter. Dazu kommt, daß in den nächsten Jahren ein starkes Anwachsen des bclastungsfähigen Einkommens wie in früheren Jahren kaum zu erwarten ist. Wir stehen in einer Zeit wirtschaftlicher Depression. Das Veranlagungssoll unserer Gemeinden wird auch deshalb weniger wachsen, weil wir in Preußen im Begriff stehen, das sogenannte Kmderprivileg, A^üge vom steuerpflichtigen Einkommen, wesentlich zu erweitern. DaS wird wohl eine segensreiche Maßregel für die Steuerzahler sein, aber nicht für d i e Finanzen der Gemeinden. Der Zeitpunkt, der für die Abschaffung des Oktrois im Gesetz vorgesehen wird, ist also der denkbar ungünstigste. Hierzu kommt noch, daß wir in Preußen vor einer Steuerreform stehen, daß die Negierung beauftragt worden ist, eine organische Regelung der (Steuerfrage in die Wege zu leiten. Wir wissen nun noch nicht, welchen Einfluß diese Regelung auf die Finanzen der Gemeinden haben wird. Wir sind schon genötigt, zur Durchführung der Besoldungsreform Zuschläge zu den direkten Staatösteuern zu erheben, die bis auf die Einkommen von mehr als 1200 Mk. zurückgehen. Es würde wenig angenehm empfunden werden, wenn in demselben Augenblicke, wo diese Zuschläge in Kraft treten, auch höhere Kommunalsteuern verlangt werden. Sehr zweifelhaft ist es, ob durch die Aufhebung des Oktrois eine Verbilligung der Lebensmittel zu erwarten ist. Für viele Gemeinden würde dieser Schritt nur eine Vermehrung der Steuerlasten bedeuten, ohne daß sich eine Verbilligung der Lebenshaltung bemerkbar machen würde. Trotzdem bitten wir dringend, dem Anträge Wölzl zuzustimmen. Unbegründet sind die Befürchtungen, daß neue Verbrauchssteuern eingeführt, ober die bestehenden erhöht werden könnten. Solchen Plänen widerspricht das Äommunalabgabengesetz. Verschieben Sie daher den Termin der Aufhebung der städtischen Abgaben bis zum Jahre 1914, bann werden sich die Verhältnisse sehr konsolidiert haben. Abg. Pauli-Potsdam (Kons.): Im Namen eines Teils meiner Freunde spreche ich mich gegen den Antrag Wölzl aus. Ich bin selbst aus einer Stadt, die solche Oktrois erhebt, aber die Kommunen haben 8 Jahre lang Zeit gehabt, sich auf die Aufhebung dieser Abgabe vorzubereiten. ES hätte keinen Zweck, ihnen eine weitere Galgenfrist zu gewähren. Wir haben in Potsdam bereits zum größten Teil Ersatz für den Ausfall geschaffen, es wird nur ein geringer Zuschlag zu den direkten Steuern notwendig sein, etwa 10—15 Proz. Abg. Hildenbrand (Soz.): Die Regierungsvertreter kommen hier zu einer Petitionsberatung, wo es sich um die Belastung der Volksklassen handelt; sonst sind Regiernngsvertreter bei Petitionsberatungen nie zu. gegen. Jetzt die Aufhebung des Oktrois zu verschieben, wäre ein Unrecht gegen die Gemeinden, die entsprechend dem Zolltarifgesetz sich auf die Aufhebung des Oktrois 1910 vorbereitet haben. In Stuttgart haben wir schon im vorigen Jahre die Fleischsteuer auf. gehoben. Abg. Lender (Zentr.): Wir badischen Abgeordneten haben schon bei der Zolltarifberatung gegen die Aufhebung des Oktrois gestimmt, weil man hier mit Gewalt gegen die Selbstverwaltung Vorgehen will, lieber- lassen Sie den Kommunen ihre Sachen selbst, haben Sie Vertrauen zu ihnen und wahren Sie die Freiheit und die Selbständigkeit der einzelnen Gemeinden. Abg. Gothein (Fr. Vg.): Der Abg. Speck hat eine Bierlogik bewiesen. Aus seinen Ausführungen geht wieder die bekannte Prinzipienlosigkeit. des Zentrums hervor. Die Regierungsvertreter scheinen in dieser Prinzipienlosigkeit dem Zentrum heute gefolgt zu sein, denn heute haben sie das Prinzip durchbrochen, daß die Regierungs- Vertreter erst dann Stellung zu einer Petition nehmen, wenn der Bundesrat das schon getan hat. Der Abg. Lender hätte seine Rede zunächst an seine Freunde richten sollen. Herr Gott, müssen Sie in Baden cs gut haben, daß Sie sich noch über Eingriffe in die Selbstverwaltung aufregenI (Heiterer Beifall.) Bei unS in Preußen vergeht kein Tag, wo wir nicht Eingriffe in die Selbst- Verwaltung erleben. (Zustimmung links.) Abg. Stolle (Soz.): Die Landwirtschaft bedarf keines Schutzes mehr. '(Lachen rechts.) Sie ist wohlhabend und blühend geworden. Das gibt selbst Graf Schwerin-Löwitz zu. Sächsischer Geheimrat Fischer legt für seine Person Verwahrung dagegen ein, daß er zu Petit',onS« Übungen erscheine, weil es gegen die Arbeiter gehe. Weiterberatung Mittwoch 2 Uhr, außerdem: Dritte Beratung des polnischen Antrags über die F r e i h e i t L-e S Grundeigentums und der Antrag der wirtschaftlichen Vereinigung über die Reform des Patentrechts. Schluß 6% Uhr. 19 023 Einwohner Summa 253 900 Einwohner Temperatur am 19. bis 20. April = + 14.4*C. Höchste = -s- 5,9 * C. Niedrigste Handel des Hörne, 21. April, 1.15 Uhr. 3°/< do. 113.70 Berliner Börne, 21. April. Anfan^kur«. CS Es ist nicht wahr 99 85 99.60 95.10 119.0» 123.00 190.1'j IKK 40 117.40 193J5 197.0) 87JU 96.CO 172.50 132.10 241.60 18.69 149.20 12400 Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . < Tendenz: ruhig. Harpener Bergwerk . Laurahütte . . . . Lombarden E. B. . • Nordd." Lloyd • • . Türkenloao . • • « 176.10 131.7 > 241.70 62.10 150,50 189 Ou 16U.uO 198.50 192.70 196.20 18 JO S7J0 Elcktriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . • . Eschweiler Bergwerk . . Gehenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerlk. Paket!. Harpener Bergwerk. . . ................. N’ordd Lloyd..... Oberschic». Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . • , Deutsche Bank , Deutsch-Asiat. Bank , , Diakonto - Kominandit . . Dresdner Bank . . . . ■ iktieu . . , , Baltimore- und Obie- Eisenhahu..... Gotthardbahn . . • . • Lombard. Eisenbahn. • . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince-Henri-Eisenbahn . 60.00 98.30 95.60 94.50 145.40 50.60 89.40 99.40 . 17 494 . 17 396 . 16 903 . 18170 . 16 96«; . 22 654 . 17 821 . 17 437 . 18149 . 17 374 . 17 249 . 18 495 . 18 769 Die zur Bildung weißer, gesunder und stärket Zähne erforderlichen mineralischen Beslandteilr sind in ScottS Emulsion enthalten und werden in einer nicht nur schmackhaften, sondern auch leicht verdaulichen Form geboten, ein Haupterfolg deS altbewährten Ccottschen Herstellung»- verjährens. Um in der Zahnzeit die gefürchteten schlaflosen Nachte zu verhüten, gibt e4 für Mutter und Kind lein besseres Mittel al» Scotts Emulsion. Dauencherm, Dauern heim vo' , Fouerbaa» bei Nidda. hatten mit Igeshoufen und Streu baut, Michelnau, Nidda, Cbrr-Une mtt Unter-Lais, Lber-Mocknadt, 2 km i Tie Marktpreise für Bied uad frucht und die «ieRcuer Fleisch, und Vrotpreise am 19. April 1909. Ter deutsche Kronprinz in Rumänien. Mle Bukarester Blätter besprechen in begeisterten Ar tikeln den Besuch des deutschen Mronpriiijcn in Rumänien. Tie „Independancc Rournaine" schreibt: Der Besuch des Kronprinzen ist Rumänien in zweifacher Hinsicht wert, er ist eine dem L'anöc erwiesene große Ehre irnd »uldigung für König Marol, da mit dem Besuche das deutsct^c Kaiserhaus an der Feier des siebzigsten Geburtstages des rumäniscl-en Herrschers tcilnimnit. Unter der geschickten Leitung eines Hohcuzollcrn erwarb die rumänische Ration Freiheit und nationale Würde. Tas Land nahm einen von den größten Optimisten nicht erwarteten Aufschtrung. Rumänien w.iß, welchen Anteil Deutschland durch seine während 40 Fahre geleistete loyale Beihilfe an seiner außerordentlichen Entwicklung hat. Ter Kronprinz. der Fortsetzer einer Familie von Staatcngründern, lommt zu uns und wird den der Tradition der Hohenzollern treuen König begrüßen, der seinerseits mit Unteritützung Teutschlauds das Königreich gegründet hat, das berufen ist, im öftlidyen Europa ein Element des Fortschritts zu bilden. Tas rumänische Volk heißt den Kronprinzen von ganzem Herzen willkommen. — Andere Blätter erinnern an die Freundschaft, die Maifer Friedrich mit König Karol verdaiid. und geben der Freude Ausdruck, daß der König das Glück habe, einen Enkel feines aufrichtigen Freundes und Waffeugefälirten zu umarmen. — Ter deutsche Kaiser hat König Karol aus Anlaß dessen heutigen 70. Geburtstages zum königlich preuß. Generalfeldmarschall ernannt. Ter Kronprinz hat dem König heute von dieser Ernennung Kenntnis gegeben und ihm zugleich im Ramen feines taiferlichen Batcrs den Marfchallstob überreicht. — Kleine Chronik aus K u n st u n o A i s s e n s ch a s t. LudIvlq Fulda hat ein neues, dreiaktiges Lustspiel vollendet, das den Sitel: ,T a s Exempel" führt und in der Gegenwart spielt. Tas Stück dürste im Herbst auf einer Berliner Bühne zur 'JUifhibtung gelangen. Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Glessen. L Wahlkreis IL III. IV. V. VL VII. VIII. , IX. XI. XII. XIII. XIV. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 96.35 86.90 96.35 86.90 daß es ein besseres, wohlschmeckenderes, bekömmlicheres Malzkasfee- fabrikat gibt, als den echten Ethel- Malzkaffee, der überall erhältlich ist. Briefkasten der Redaktion. («uouyme «nirageu bleiben uoberäckstchttgt.» A. L. 3M. 2ic veranziehung zur Steuer ist nicht von einem bestimmten Alter abhängig, sondern vom Besitz eines'Einkommeni oder Vermögens. politische Lagerschau. Teutschland und Rußland. Tie „yiorbb. Allg. Ztg." kommt auf die von einem Teil der ausländischen Presse aufrecht erhaltene legende zurück, daß Rußland einer gütlichen Erledigung der Frage der Annexion von Bosnien und her Herzegowina infolge eines von Deutschland ausgeiibteu Druckes zugestimmt und daß ein Brief des deutschen Kaisers an den Zaren die Entscheidung herbeigefühn habe. Diesem Spiel mit den Tatsachen gegenüber stellt die „Rordd. Allg. Ztg." folgendes fest: Erstens: Tie entgegenkommenden Erklärungen Rußlands auf den deutschen Vorschlag zur Losung der in der Annexion* rage bestehenden Schwierigkeiten wurden in den Unter rcbungcti des Ministers Fswolskn mit dem deutschen Bot- chafter Grafen Pourtales vorn 20. Mär; und 28. März abgegeben. Zweitens: Am 21. März richtete der Zar an Kaiser Wilhelm ein Telegramm über die Cricntlage. Drittens: Am 27. März ging eine telegraphische Antwort Kaiser Wilhelms auf dies Telegraium nach Petersburg ab. Aus diesen Taten ergibt sich, daß Annahme des deutschen Vorschlages durch Rußland — und zwar unter Anerkennung der freundlichen Absicht unseres Schrittes — schon seit mehreren Tagen erklärt war, bevor die Antwort Kaiser Wilhelms nach Petersburg abging. Davon, was speziell der „Standard." als Inhalt eines -- nicht existierenden — Briefes Kaiser Wilhelms angibt, enthält das ^icgramm nichts. Frankl alter 80//, Reichsanleihe . . . 3°/, do. ... 3V,% Konsols .... „Zähnchen ohne Schmerzen." Augsburg, Brückenstrave 8, L, den 23. Chöbet 1907. „Meinem von Geburt an schwächlichen, letzt fahrigen Eöhn- cheu Wilhelm habe ich auf verschiedene Anratuugen hin Fhr Präparat Scotts Emulsion verabfolgt und kann Ihnen heute zu meiner großen Freude nutteilen, daß mich der Erfolg älißcrst zusriebcu gestellt hat. Ter Kleine ist prächtig gediehen, hat mehrere Zähl - chcn ohne Schwierigkeiten bekommen, was früher nie der ,Zoll ivai, ißt mit großem Appetit, und er, der ruhigste von meinen Umbern, der immer ganz still sitzen blieb, hat sich zu einem rechten Wu.' fang entwickelt. Sein Aussehen ist vortrefflich. Wunderbar v: wie gern das Kind die Emulsion nimmt. Wem, er hort, fetzt ard: Emulsion, läuft er immer mit einem Freudenschrei zur Flasch- und kann eS nicht erwarten, bi» er seinen Soffet voll bekommt." (gez.) Frau Lina Häring. (-uaelbardtS EbaiaNa RormalstiofeL Ter durch ihre vor- lünlicbcn lyneuni :ffc im .In unk» Anc lau rühmlich i bekannte» Airmn (»1. Engrldardt ä Co. in Easiel war eo ootbebolten. etefl Stieü’l au» den Markt zu bringen, welcher allen «n'ordcrungev « eine geiunde, dein .vuhbnu cniforefhcnöc und die 'Jiaiurfonn de» Dustes erhaltende Bekleidung zu emlorcchen vermag, ,'tach en*® icharmnnig erdachten ^rnbierunfltOnm-m und die Vciiten für »tv< neue An ^licicl in verschiedenen Winkelnellunaen bcrniii'jcatbettr • 0 da", in dein Edaialla Rormolsiieiel das IkoblcDi ndoü ivurrf ,cden Futz genau nach deiner Stellung und Form w beidnibfn. e- ift eine unumstößliche Wabrdeu, bau e,n beonemer Sitz deo 2nrr-' und angenehmer von iebem Druck rreier Mann nur bann epiei. wirb wenn Stiefel und Fuß em unb dieselbe ,tonn haben »d® i. »eien eo auch nur M-Uim oerichiedenc «örvcr. bie sich reiben oder drücken and sich gctKivc."6 belästigen Die neue BefchabungSmeldode erregt überall wo b|f leide geieigl wird nngeheuered Aui'ehen uno wurde der iHTW oi. Engelhardt v uo. gelegentlich der zweiten »yntboubiicUuna deutschen Schuh- und Leder ,)nbnirma 2ü»lh- $***!“ Markivlah 2 im Alleinverkauf für uincrc Stabt zu haben. * • Die neue HMche wahlrechkvorloge. Im Nachstehenden geben wir noch die Da hl kr eise in- ’ teil uni Mir die 1 r p d i n C b e r b c i i c n tüieber: I L- nhlkreis. Amtsgerichtsbezirk Piibel, bestehend aus , Büde . -.in, Dortelweil, Wrofe Karoen mit Klein Karben. Har heim, >)ol.;housen, stlovpcnhkim, Massenheim, Rieder-Erlenbach, •Tücher : Tbath, Rikder-E'chhachausen, (Göbelnrod, Wrünberfl, Harbach, ü esset da ch, Panter, Lindenstruth, London, Odenliausen, Oueckbont, Rein Hards ha in, Saasen mit Bollnbach, Peitdbcrn und Wirberg, Stockhausen, Weickartshain. 2. Aus 11 bezirk 'v' i ( feen: Allendorf a. d Luuwa, Allerts lausen, Alten-Buseck, Bersrod, Beneru, Elimdach, Dandringen, Friedel Hausen, (Ärofeen Buseck, Heibertshausen -Hof>, Lollar, :Rain-lar, Rnttershansen mit Kirchberg, Stcmsenberg, TreiS a. d. Lumda, Trohe, 'Wieseck, Winnerod. VIII. Wahlkreis. 1. AmtSyerichtSbezirk Homberg, bestehend aus: Appenrod, Bernsseld, Bleidenrod, Büfefeld, Burg- (V>emüniHm, Dannenrod mit Reu Ulrichstein, Teckenback, Ehrrngs- l.anicii mit Lberndors, Elpenrod, Erbimhausen, Gleimenhain, (Konters?I’auien, Haarhiiuseit, Hainbach, Höingen, Honiberg, Kirton, Lehrbach nut Schmilthos, '.’Vaiilbadi, Rieder (Gemünden, "Rieder--, Cileibcn, Cber Wlmi, Lber Dfleiden, Dtterbach, Rüddingshauteu, Rülfenrod, Sckiadenbach, Wäldershausen iHof, Wahlen. 2. Aus dem Amtsgerichtsbezirk Gnü nb er g: Ayenham, Flensungen nut Mücke, Flettsnitger Hof, chrosi Elcheu, Flsdorf, Ilsdorf '^olms, .>tirfä)gaiten, Lehnl»eim, Lumda i.Wrofe und Klein Lumda>, Merlau, Rieder -Öhmen mit Königsafsen, Ober-Ohmen, Ruppertenrod, Stangenrod, Weitcrshain, WeM'aasen. r - , . IX Wahlkreis. 1. Aus dem Amtsgerichtsbezirk Alsfeld: Altenburg, Angeurod, Arnshain, Bernsburg, Hieben, Billertshausen mit ülethürms, Brauerichtvend, Eifa, Elbenrod, Ermenrod, Eudorf nut Totzelrod, Enlersdors, Fischbach, Grebenau, Heidelbach, Heimertshausen, Hergersdorf, Hov'garlen, Leusel, Liederbach nut Oberrod, Munch Leusel, Rieder-Breidenbach, Lucr^ Breidenbach, Ober Sorg, Ohmes, Rainrod, Reibertenrod, Reimen- rod, Renzendorf, Romrod, Ruhlkirchen, Sctuvabenrod, Echtr»arz, Serbelsdon, Storndors, Strebendors, Unter-Sorg, Badeiirod, Bockenrod, Wallersdorf, Zell. 2. Aus dem Amtsgerichtsbezirk Hirt d) ü em: Groß Felda mit Klein Felda und odjellnbainen, Kestrich, Köddingen, Windhausen, 3ciIbach. X. Wahlkreis. 1. Amtsgerichtsbezirk 2 a u t c r b a d), be^ ftelKiib aus: Allmenrod, Angersbach, Blitzenrod, Dirlammen, Eisendach, Frischborn, Heblos, Landenlmusen, Lauterbach, Maar, Deuters, Rimlos, Rudlos, Saßen (Hoi, Sckadges, Sickendorf, Stock- laufen, lldenhausen, Wallenrod, Wernges. 2. 2lnitsgerichtobezirk Schlitz bestehend aus: Bernshauien, Frau-Rotnbad), Eräflich i'khbid>e W^rldgemarkung I mit Hof Bern gerade, (Gräflich Görtz- idK Waldgeniarkungeu II—VII, Harterslmusen, Hemmen, Hutz- darf, Rieder Stoll. Ober-Wegfurth, Pfordt. Queck mit Wehnens und Saßen, Rimdad), Sandlass, Schlitz, UellerShausen, Uetzhaujen, Unter Sckuvarz nut Hof Rechberg, tttilei-Wegfurth, Willofs. XL Wahlkreis 1. Amtsgerichtsbezirk Herbstein, be- . stehend aus: Altenschlirf, Bannerod, Bermutshain, Erainfeid, Eichelhain, Eichenrod, Engclrod, Fleschenbach, Freien-Steinau, 'Srebenbain, Lunzenau, Heisters. Herbstein, Hörgenau, Holzmühl, Hopsmaiiiisfeld. ^lbesbauien, Flbeslrauien Waldgemorkung», Lan-enbarn, Meplas. MrploS-(^ebag, stkieder-Moos, RösbertS, Oder Moos. Rad Rtühl, Riichlas. Rixseld, Salz, Schlechtenwegen, Sleinfurl, Bailshain, Weid-Moos, Wünicbcn'Moos, Zahmen. Aus deur Amtsgerichtsbezirk Ulrichstein: Altenliain, Boden- .laufen II, Fildkruden, Helpershain, Höckersdorf, Kölzenhain, Meiches, Ober Seibertenrod. Petershainer Hof, RebgeShain, Schmitten, Srllnrod. Stumpertenrod, Ulrichstein, Untcr-Scibcrtcn* rod, Wolmfeld. XII. Wahlkreis. 1 Amtsgerichtsbezirk Schotten, bestehend aus: Betzenrod, Breungeshain, Burkhlrrds. Busenborn, e idieiiadiieit, EinartShauien. Eichenrod, Götzen, HartmannShaiit, Herchenlmui, Kaulstost, Michelbad», Raiiirod, Rudingshain, Schotten, Sichenhausen, Stornfels, Ulfa, Wingershausen, 2. Ämts- gerichtsbezirk L a u bad), bestehend aus Ettingshausen, F-reien- Seen, oümtersklrcbeu. Klein klidien, Lardenbach. Laubach, Lau- badwr Wald Distrikt I—III, Münster, Röthges, Ruppertsburg, Swckbäuier Hof, Billtngen, Wetterfeld. 3. Aus dem Amtsgerichts- brzirk R i d d a : Eidzelsdori. Ober Schmitten. XIII. Wahlkreis. 1 Amtsgerichtsbezirk Ort ende rg, bestehend aus Bellmuth mit Bieder berg und Sleinkaute, Bergberm, Bleichenbach,^Badenhausen I. Eckarlsborn, Efsolderbach, Psidern mit Kolonie Schönt iuien, Igelitbtiar Domanial . oielnbaar (Zscnb.-, Hirzenbaii,. Konradsdor' Ho» . Leustadt Hof . L'.feberg mit Hof Breitenbaide, Merkensritz, Riittel-Seemen, Rieder-Seemen, Ober Seemen nut .\?m_ '.'ilrrnielb^ Ortenberg. Ranstadt. SdnvickarlS- Iniuien, Selters. Steinberg. Siockh.iin, Uicnborn mit Hof Louifen- lust und Stolberger Wald, Bolkartskain, Wenings, Weniings zHof, Wivpenbad' 2. Aus dem AmtSgerichtsbi-urk Ridda: CcetH dmatnen etrb von uni eue|4ll«6Ht »w arofcm »ertau’t nie p»- nie leit na» QHwldt etrr Sioi, >onhcrn nir In Mr’-.rjclttn CTt|t*ol,'ii*<- Qm.dfion nut .-,i-jt.. CTon»<|. wnb i» •■•itfccTuai x > Zrielre. _ 5amilicn»21ad)rid>tcn. ©eburten: Herrrt August Leinweber und Frau in ®nm- berfl em Sohn. — Herrn Fritz Groth und Fran in Marburg Zwillinge.' Verlobte: Fräulein Hanna PetruS in Friedberg mit Herrn Rudolf Widmann in Bingen a. Rh. — Fräulein Lüste Rumpf mit Herrn Karl Weigel, beide in Butzbach — Fräulem Katharine Becker m Lehrbach nut Herrn Wilhelm Hambuch in Eudorf. — Fräulein Karolina Becker in Eudori mit Herrn August Bolz in Bernsburg. — Fräulein Marie Rühl mit Herrn Wilhelui ipreifcher, beide in Wetzlar. — Fräulein Elli Äuterdmg in Wetzlar mit Herrn Alfred Boesser m Barmen. Gestorbene: Herr Johannes Feick, Fräulein Eharlotte Christine Mathilde Moeller, beide in Friedberg. — Herr Beter Hart Häuser, Frau Ehnstma Bill, geb. Bieber, beide in Rieder- Weisel. — Frau Luise Stieler in AlSfeld. Frau Auauste Stang, geborene Schmidt, in Schotten. — Frau Helene Lipp, geborene Tengler, in Lindheim. — Herr JulinL Fink in ^riediichshütte. -- Hern: toeorg Lipp in EichcU-alit. — Herr Eonstamin Brumhard m Tarmstadt. — Herr Wilheun Haaner ui Oberbiel. — Fräulem Elilabeth Heberlmg m Klem-Alte»- stadten. — Herr Jakob Reust, Fräulein Elijabetv Tockeudori, beide m Marburg, -r- Frai» Tlcbijmalrat Luka Riegel, geb. Freun v. Bibra, in Pasing. 3*/,e/0 Hessen . • • • • 3V,°1O Oberhessen . . . 4°/0 Oesterr. Goldrente . . 4,/1°/o Oesterr. Silberrente. 4°/0 Ungar. Goldrente . . 4e/e Italien. Rente . . . 3°/0 Portugiesen Serie I . 8e/0 Portugiesen n III . 4*/,e/j russ. Staatsaul. 1905 4’///, Japan. Staatsanleihe 4°/, Couv.Türken von 1903 Ttfrkenlosc...... 49/e Griech. Monopol-Anl. . 4°/e äussere Argentinier . 3°/e Mexikaner . . . . 4*/te/e Chinesen . . • • Aktien: 19. , 20. Wallern hausen mit voi Finkcnloch. . XIV Wahlkreis 1 Amtsgerichtsbezirk Hüdingen . bc nehmt) aus: Al^Wicd-rmus. Aulen D. bach, Betten Waldgemar^ funa , Bcundc Hof Reicht»' , Bindiachfen. B.c '^riän, Büchcs, Bu -"..-n mit Saline und «vrcFinoor. Butinaer Markwald, Büdinger Walo mit Tiergarten, Burg-Bracht, Ealbach. Diebach -. -t uber. rod mit Ebristinenhoi, Düdelsheim. Eckartshau'en. Eckarts^u'« Oberwald, Eck-irtshäuier llnierroalb, Hain Gründau, Hardeck Wald- gsmarkung , Hnnback). Hitzkirdicn, 3llnlxiuicn, Kefenrod. Lor nach mi» Herrndaag, Marienborn Weiler, Michelau. Mutcl-v^> ist seit Jahrzehnten der beliebteste Kaffeezusatz; bleibt stets lose, wird nie hart, ist lange haltbar und sparsam im Gebrauch. Ueberall erhältlich in Dosen und Paketen. Der Borstand. D21/< ZI 6 2 W M Langjährige Garantie Eigene W erkttätte Freie Aussprache. Der Borstand. iv IV ,111' ,W vorzüglich. Gerät zum Behacken und Häufeln der Kartoffeln, fabrizieren u. liefern unter von JMu Die General-Agentur: H. Schmidt. 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Mitgliederversammlung Montag de» 3. Mai er., abends 9 Uhr, im Schiitzcnhaus mit folgender Tages-Ordnung statt: 1. Berichterstattung über BereinSangelegcnhciten, 2. Antrag aus Entlastung des Rechners vro 1907/08, 3. Auslosung der Anteilscheine der Schießhalle, 4. Diesjähriges Preisschießen, 5. Verschiedenes. Anfangsknrse. rBergwerk. . . itie. . . , . . taW.....« nlose Männer-Turnverein. Der Voranschlag für 1909/10 liegt vom 24. Avril bis 8. Mai d. Js. bei unsereni 1. Schriftführer, Herrn Carl Lang, Markt- stratze, zur Einsicht offen. Die Turn- und Fcchtstunden haben für alle Abteilungen wieder begonnen. Die Gesangsricgc singt von Donnerslag ab regelmäßig, ebenso bcginneil am Donnerstag die Turnstunden der Fraucnabtcilung. (v21/< Der Vorstand. """"««taut.) Modernstes Waschmittel = Deutsches Reichspatent = gibt nach halbstündigem Kochen ohne Reiben und Bürsten blendend weisse, unverdorbene Wäsche und ersetzt die Rasenbleiche vollkommen. 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Mitglieder beider Vereine sowie die gesamte Bürgerschaft, insbesondere die Interessenten, sind hierzu srcuitdlichst «W SM “ WOW 1.000 k 1 M., Porto n.Liste 20Pf. extra. H Lose für nur 5 M. einschL Liste und Porto empfiehlt Carl ei sitze Strassburg: 1. Elsass, und alle Lobhandluncen. Moderne Wohnungs- Einrichtungen sowie alle Arten einzelner Möbelstücke in grosser Auswahl zu bekannten billigen Preisen. Besonders günstige Gelegenheit für = Verlobte. Durch günstige Einkäufe bin ich in der Lage, bedeutende Vorteile bei nur guten Qualitäten zu bieten. Besichtigung meines Lagers ohne jeden Kaufzwang erbeten. N".'°.7"n kostet die Mignon-Schreibmaschine* (Fabrikat der Allgemeinen Electricitäts Ges.) vollwertige Gebrauchsmaschine für alle Kultursprachen, grosse Durchschlagskraft, sichtbare Schrift, ohne Uebung sofort zu schreiben. 1 Jahr Garantie. Union Schreibmaschinen - Ges. m. b. H. . h Berlin W. 8, Friedrichstr. 74. 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