®sseii ■■*<58 »eil Ai ■”<»tt 5Q jj, rin (”-Nm men. Mi SrT’ K Lohn-Kellkn. ■n StiftiingG > 7 Uhr aus de cc Mglieder^ . 434i der Vorstand. Wm IM leschaffs d verschwiegen u. Teilhaber. iektanten H d* werbliche WA« 11, 6tfidt- u. Lm- jeder Art. Mtini en sind die deut i, von Jedcrmiu Verlangen ru ,en Besuch zwe^i e. w* mmen Xachf. b„ Kreuzpässe b,L nehmen mH Bureau Hannover. helnaiKi Karlsruhe iio. ■tabi, on iMlionÄ’J j »er io«, su vcm ■ | flKSZ' iibeii ab W « SSO« ■ Geschäft sich in r^rse chtständigegB^ ^eMnedmcrm" Hklßs'M 18 W'J" SÄ*** e?rtSaaba>‘fl? •*"" .hildon« W' ASK- Küln Die „Girhener Zamilienblätter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „KreUblatt für Öen Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- slraße 7. Expedition unb Verlag: 51. Redaktion:e-^112. Tel.-Adr^ AnzeigerGießen. Nr. 1^9 Zweites Blatt 159.Jahrgang Dienstag 3.Angrast 1909 «rMrint f=9M) mit AuSn-hm- bei Sonntags. A yv . AA Siotationsbruä unb D-rlag b,r B-üht'Ich--, ■ KA i fly WTay I JpF »s HA Y Av if /m o r unu>«fitäts.»«<-. «,» S!°i»bruck«r°i. WlvyMlu KlljvtlJvl —- Geueral-Anzeiger für Oberhejsen HuSlanös Friedenspolitik. Die Drinksprüche, die am Samstag auf der Reede von Cherbourg zwischen deni Präsidenten Fälliges nnd dem Zaren ausgetauscht wurden, waren sehr herzlicher Natur. Man braucht darüber nicht überrascht zu sein, weil auch bei den früheren Begegnungen des russischen Monarchen mit dem Oberhaupt der französischen Republik stets die unwandelbare Freundschaft und das Bündnis zwischen den beiden Ländern in allen Tonarten gepriesen worden ist. Leit wichtiger ist ganz entschieden, dag diesmal von beiden Seiten die Begegnung als eine Bürgschaft des Friedens bezeichnet worden ist. Man wird cs Kaiser Nikolaus ohne weiteres glauben, daß er nach Kräften bemüht ist, an der Erhaltung des Weltfriedens beizutragen. Er hat dies auch bei seiner letzten Zusammentnnft mit Kaiser Wilhelm besonders betont und er wird gewiß gerade bei unserm Kaiser in seinem Bestreben stets volle Unterstützung finden. Ter russische Minister des Aeußern, der in Cherbourg mit seinem französischen Kollegen längere Unterredungen hatte, äußerte sich in einem Interview mit einem Pariser Journalisten sehr eingehend über die Zusammcntunft der beiden Staatsoberhäupter und bestätigte bei dieser Gelegenheit, daß die Politik Rußlands vor allem die Erhaltung des Friedens verfolge. Herr Iswolski bob hervor, daß Rußland mit Deutschland herzliche Beziehungen unterhalten müsse, und daß das Bündnis mit Frankreich sowie die Entente mit England ebenfalls das Ziel hätten, den Frieden ausrecht zu erhalten. Zwar bildeten die herzlichen und freundschaftlichen Beziehungen zu Frankreich und England die Grundlage der 'auswärtigen Politik Rußlands, aber gerade deshalb würden sie sich mit dem guten Einvernehmen zwischen Rußland und Deutschland vertragen. Tie englisch-russische Entente habe in England lange Zeit Gegner gehabt, die nicht an chre Beständigkeit glaubten. Ter Beweis für die Festigkeit der Entente yabe sich setzt aber am besten in Persien gezeigt, wo sich beide Mächte ohne Schwierigkeiten verständigen ionnteii. Eine neue Bekräftigung werde diese Entente in der bevorstehenden Begegnung zwischen Kaiser Nikolaus und Aönig Eduard in den englischen Gewässern erhalten. Minister Pichon hat ebenso wie Iswolski den friedlichen Charakter betont, den die Begegnungen zwischen Souveränen und Staatsoberhäuptern tragen. Tie Tatsache, daß der Kaiser von Rußland nach seinem Besuch beim Präsidenten Faltiöres mit dem König von England zusammentrefsen werde, könne auf keiner Leite irgendwelche Beunruhigung Hervorrufen. Welche Frage auch immer im Lause dieser Begegnung behandelt werden möge, es könne nur im Sinne des Friedens geschehen. In Europa wisse jedermann, daß der einmütige Wille der Völker aus den Frieden gerichtet fei. Man könne sogar sagen, daß jeder von dem unter den Mächten Europas hergestellten Gleichgewicht befriedigt ist, ivcil dieses Gleichgewicht ernste Grundlagen habe und eine Bürgschaft der Stabilität bilde. Tiefe Worte des sympathischen französischen Außenministers werden sicherlich allenthalben freudig begrüßt werden, denn sie bieten eine Gewähr dafür, daß Frankreich in seinem eigensten Interesse am Frieden festhält. In Teutschland wird man sich über den. Zweibund nicht ausregen, wenn man die Gewißheit hat, daß er den Zwecken dienen soll, Die von den beiden Ministern Jswolsti und Pichon mit aesonderem Applomb in den Vordergrund geschoben werden. Ter russische Außenminister hat auch erklärt, daß er auf Dem Bal tau die bisherige Politik beibehalten und daß Europa in Marokko keinesfalls intervenieren werde, da Frankreich in diefer Frage als Nachbar Spaniens allein interessiert sei. Solange dadurch unsere Interessen nicht berührt werden, können wir uns mit einer solchen Politik einverstanden erklären. Alles in allem wird die Entrevue m Cherbourg an unserem augenblicklichen Verhältnis zu Frantreich nichts ändern. ■■■■■■gaHMmmaBBMmiaKcaamicannBManHaMaiKa Vie Welt braucht ihren Schlaf." „Tic Welt braucht ihren Schlaf, wie du und ich Ten unfern — O rühret nicht am Sclstase dieser Welt!" cust Ludwig Gurlitt int Juliheft der Monatsschrift „Nord und 3üb“ aus, um wieder einmal einen kräftigen Vorstoß im Kampfe sw die Erziehungsreform zu machen. „Immer seltener", sagt Ci, „werden in unserer nivellierenden Gesellschaft die Menschen Don eigenem Gepräge. Staat und Geselllchaft arbeiten mit Hochdruck daran, den emzelnen Menschen eiilzuordnen als Glied ni »tr Kette, als Rad in der Maschine und sind einig in der Abwehr Wgen die wenigen Menschen, die die Bedeutung und den Wert tot Persönlichkeit nicht in ihrer Anpassungssähigleit an die Masse linden, sondern in der Kraft, mit der sie ihre Eigenart zur Geltung bringen. Es scheint heute wirtlich schlverer zu sein als « früheren Zeiten, den Menschen in sich zu freier Entwicklung ui bringen, denn die Massen waren nie besser organisiert, als >rute in Staat, Schule, Heer und Kirche, in Ständen und Par- icien. Tie Massenmeiimngen war nie stärker und weiter verleitet, klarer und zivingender sestgelegt als in der Gegenloart, vo durch den Druck und die sichere Verbreitung von Gesetzen und Verordnungen, Statuten und Paragraphen und durch den wohl- a-.rganisierteu Zusammenschluß von Jmeressengruppen der ört- liihen und persönlichen Eigenart oder Willkür leicht entgegen- 3 «treten werden kann. Eintracht macht stark. Tas ist gewiß oahr, aber sie macht nur die Massen stark, nicht den Einzelnen. 4nb mit fliUem Rechte stellt man das andere Wort daneben: der Starke ist am mächtigsten allein. Durch Eintracht, d. h. durch i)en Grenze. Ich habe nur einen Wunsch und eine Sehnsucht: das Glück Spaniens. politisiere Sagessch««. Tie „wahren Freunde des Mittelstandes". Tischlermeister Wilhelm Kniest in Kassel veröffentlicht folgende, üon ihm unterzeichnele Erklärung des Kaßeler JniiuiigSausschujjeS: „Ich habe md)t behauptet, daß die Halile der Wirtschaulichen Ber- emigunq gegen die Erbschaftssteuer geftimmt Hal. Ich habe oiel- »nehr nur gejagt, es scheine fall, als ob gerade so viele Mitglieder der Wirtschaftlichen Vereinigung veranlaßt ivorden seien, gegen diese Steuer zu stimmen, als iiotioeubig waren, um die Erbschaüs- steuer zu Falle zu bringen. In der Tat habeii auch die füni gegen d«efe Steuer ftimmeiibeii Mnglieber der Wirtschaftlichen Vereinigung die Ablehnung der Erbschaitssleiler verschuldet. Ich habe ausdrücklich erklärt, daß Herr Laltmaun für die Erbschaftssteuer gestimmt hat, aber erst ilachdem diese ganz verstümmelt und völlig »riifniiTf n uti iiti if—rrn i !■ .........■uni die ganze, auf Hebung der Standesehre abzielcndc Lehrerliteratur macheil. Tie Menschen der Gegenwart büßen immer mehr an Weitblick ein, versinken immer leistet in Fach- und Standes- simpclei. Kosmische Naturen wie Goethe und Alexander von Humboldt haben ihre vorbildliche Kraft verloren. Jeder führt sie zwar int Munde und beruft sich auf sie: aber jeder nur zur Befriedigung seiner engen Sonderwünsche. Es bewährt sich immer wieder das griechische Wort: „Ist die Eiche gefällt, so versorgt sich jeder mit Holz." Und an dem Holze kocht sich dann jeder sein dünnes Wassersüppchen. Es gilt heute als moralische Schuld, abseits zu stehen von der Herde, eigene Gedanken und eigene Wünsche zu hegen. Tas erfährt jeder ichmerzllch am eigenen Leibe, der sich bic Freiheit nimmt, die Welt mit eigenen Augen zu sehen. „Ach, man will schon wieder anders, als die hohe Geistlichkeit:" man will anders, als das Ministerium und das königliche Provinzial-Schulkollegium! Es haben sich in Teutschland Stimmen hervorgewagl, die das herrschende Schul- und Erziehungswesen verurteilen. Sie trugen ihre Gründe mit so viel Kratt und Ueberzeugung vor, daß selbst die konservativsten Geister aufmerksam und nachdenklich wurden. Und nicht genug damit: sie sahen sich innerlich unb äußerlich gezwungen, lich der gesunden Straft der neuen Gedanken zu fügen. Sie taten es zögernd, aber doch in dem Gefühle, eiitent notwendigen Fortschritt zu dienen. Wie aber benehmen sie sich gegen die, die sie erst ausgerüttelt und an ihre Pflicht gemahnt haben? Nun, so wie alle aus dem Schlaf Gestörten sich gegen die Erwecker benehmen : grob unb undankbar. Taher allen denen, die sich des Friedens, der Achtung und des billigen Tankes ihrer Umgebung treuen wollen, die Mahnung: „O, rühret, rühret nicht am Schlafe dieser Welt!" ♦ — Liliencron a l s Soldat. „Warum laßt man mich auf dem Schlachtfeld alleine liegen?" Tas waren Detlev v. Lilien- crons lettc Worte im Fiebcrtraum auf dem Totenbette. Wenige Wochen vorher hatte er noch mit Frau und Kindern das Schlachtfeld von Mars la Tour besucht und ihnen die Stelle gezeigt, da er verwundet niedergesunken. Soldat ist er mit Leib und Seele gewesen und dem Kricgerhandwcrk hat sein Leben unb Lieben gehört. Lange bevor er zum Dichter wurde. Daß ihm heißes lampflustiges Blut von den Ahnen her in beit Adern rollte, mar sein Stolz: unter abenteuersuchenden Wickingern und ritterlichen Normanen suchte er seine Vorjahren. Auch hat er ui kurzem Lebensabriß nicht vergessen zu erwähnen, daß sem wertlos gemacht worden war. Daß Herr Lattmann gewillt ist für den Mittelstand eiuzutreteii, beflreitc id) nicht. Tic Frage ist nur die, ob er eS in der richtigen Weise lut. Hier gehen aber bie 'Meinungen der Praktiker — öcr Handwerker — und des Theoretikers Lattmann wert auSciiianbcv. Tie Gesetze und Verord- mnigeii, welche durch bie Wirijcha'lliche Vereinigung und die anderen sogenannien hanbircrferhcunblidjcn Parteien dem Handwerk beschert worden sind, nehmen sich ans dem Papier ganz gut aus, in Wirklichkeit haben sie aber bis letzt fast gar keinen Rußen gcbrad)t, weit Die Behörden sie nicht im mindesten beachten und anmcuden. . . . Dagegen merken bie Handwerker die Wirkungen der neuen Eteuergesetze, für die Herr Baumann unb seine Partei gestimmt haben, sehr wohl an ihrem Geldbeutel. Sie wollen sich daher durd) den Ansd)luß an den Hansabund den erforderlichen Einfluß fidicrn/ Kniest schließt feine Erklärung: .In einen weiteren ZeilungSkrieg werde ich mid) nicht ehilafieii, weil id) in meinem Geschält alle meine Kräne emsetzen muß, um die hohen Mehrkosten wieder einzukriegeii, welche die Abstimmung der Wirt- (d)QÜlid)en Vereinigung und der ihr verwandten Parteien dem Handwerk befchieden hat." » Die Mililarluftschissahrt in England. In der gestrigen Sitzung des englisck)cn Unter bau fc8 famert Etatsforderungen für die Luftfchiffahrt zur Verhandlung. KriegS- minister Haldane äußerte sich über die in dieser Angelegenheit von der Regierung unternommenen Schritte unb sagte, die wirkliche Kriegsbrauchbarkeit der Luftschiffe sei noch nicht erreicht. Für die Zwecke der Marine sei bei dem gegenwärtigen Stand dieser Wissenschaft wohl nur das starre Luftschiff von wirNiehem Wert für das Landhccr, dagegen das unftarre das beste. Der Aervplmt könne für die Armee wertvoll werden, doch müsse er zu RekognoL- zierungszwecken viel höher anfsteigen und auch mehr in der Hand des Luftschiffers sein. Ein starres Lnstschiff von sehr großen Abmessungen, mindestens von der Größe der Zcppelinschcn Luftschiffe werd« in den Werken von VickerS unb Barrow gebaut und zur Aufnahme von 20 Mann eingerichtet. Der Bau eines Luftschiffes des unftarren Systems sei militärischerseits in Angriff genommen. Auch hvfse die Regierung, bald im Besitze zweie« Aeroplanc zu sein, mit denen Versuche angestellt fverden sollen. Schließlich erklärte Haldane, die Regierung habe 78 000 Pfund Sterling zum Studium der Lustschifsahrt in diesem Jahre ans- geworfen und es bestehe gar keine Gefahr, daß England in dieser Frage hinter den anderen Nationen zurückstchcn iverbc. Kriegs- ministcr Haldane führte über den Stand der Militärlustschissahrt weiter aus, daß das unstarre Luftschiff in Aldershot gebaut werde. Ferner werde das Kriegsamt das Luftschiff übernehmen, wozu bic Mittel von einer Londoner Zeitung auf dem Wege einer össentlickxn Subskription aufgebracht wurden. Sckstießlich solle ein drittes Lnstschiff angeschafft werden, wenn die Versuche mit den anderen befriedigend auSfallen. Hieraus wurden die iVrcbitforberungen angenommen. Ausland. Todesfall. Der ehemalige österreichische LandeS- vcrteiüigungsminister Baron Lai sch er ist in Salzburg gestorben. Präsident Fallißres begab sich gestern mittag von Cherbourg nach Paris zurück. Ter israelitische Deputierte von Salonikis Carasso, ist zum Wali von Adana ernannt worden. Kreta. Infolge der von der Pforte unternommenen Schritte ist die beanstandete Flagge von der Festung in Stauen heruntergeholt worden. Nach amtlichen Meldungen aus Sticiiiafien ist die Stimmung der Mohame- idancr gegen Griechenland wegen der Kreta- Angelegenheit äußerst erregt. 350 000 Mohamedauer sollen bereit sein, ins Feld zu ziehen, um die Griechen zu vernichten. Tie Negierung trifft Maßnahmen zur Beruhigung der Massen und gab die Versicherung ab, daß die Schutzmächte eine Verletzung der Rechte der Türkei nicfyt zugeben werden. Der Zar hat 10 000 Francs für die Armen der Stadt Cherbourg gestiftet. Auf der Pforte ist nun* Großvater mütterlicherseits, der General v. Harten, auf Amerikasl jungfräulichem Kulturboden als wackerer Streiter gefochten undj einer der letzten innigeren Freunde des großen Washüigton war. Früh ward er zum Jäger: mit Hund und G«vehr allein durchs die Heide, Walb und Busch zu streifen, war ihm schon in den Schülertagen, wo ihm bic Mathematik „die schwersten Zeiten des Daseins verursachte", liebste Erholung. Und da regte sich auch mit zwingender Stärke die Sehnsucht nach einem frisch fröhlichen Neiterleben, wenngleich er später um des leidigen Geldes willen Infanterist merben mußte. „Ich wollte von Kindheit an Soldat werben. In Dänemark war dies zu jener Zeit als Schleswig* Holsteiner nicht möglich. Ich ging deshalb nach Preußen. Während^ meiner aktiven Soldaten zeit hatte ich das Glück, viel hin und her geworfen zu werden. Ich besuchte sieben Provinzen und siebzehn Ganiisoncn. Dadurch lernte ich Land und Leute kennen. 18^4/65 war ich am Schlüsse der letzten Girbcbung üt Polen. Ein heller Schein der Erinnerung fiel von diesen jungen Tagen irischen Wagemutes und ersten starken Erlebens aus fein tzanzcS Leben, auf fein gan^cd Dichten. „O du LeutnaMszcit! Mit deiner fröhlict-en Frisck-c, mit deiner Schneidigkeit, mit den vielen herrlichen Freunden und Kameraden, mit allen deinen Rosen* tagen: mit deinem bis aufs 3d)ärffte herangenommenen Pslicht* gcfühl, mit deiner strengen Selbstzucht." 1862 war er als Avantageur in das westfälische Füsilier-Regiment Nr. 37 eingetreten; im Mai 1866 rückte der bei der ersten Kompagnie des ersten Bataillons stehende Sekondeleutnant von Liliencron mit dem Regiment aus und überscknitt, in das donnernde Hurra der Kameraden irol) einstimmend, die österreichisck-c Grenze. In dem; blutig heißen Tressen bei Nachod empfing er seine Feuertaufe, und zwar sollte es :i.hm gleich beim ersten Stampfe beschieden sein, als wahrer Held zum Liege beizutragen. Das Halbbatalllon von Winterfeld, zu dcm er gehörte, stand bei Nachod und am folgenden Tage bei Slalitz im heftigsten Kugelregen an erster Stelle. Die Geschichte des 37. Regiments berichtet von dem tollkühnen Schützcnangrisf des Lcutuants von Liliencron auf einen von feindlicher Artillerie besetzten Hügel. Nack)dem der Haupt- nrann und der Premiccleutirant schwer verwundet aus dem Kampfe getragen sind, führt Liliencron die Slompagnie weiter unb wird auf der Spitze des eroberten HugclS von eurem österreichisck)en Jägerosfizier, den er aufprbert, sich zu ergeben, aus unmittelbares 4 am c 1 Vauireil ft i <:von*iumm. 5 = SR * t, - t i d> e n c r r a d> »Pracht d l ich» n erstes .cs t tu rhrcm geruhigen Tas ein enitettzen will. •c*fj(bmuflflc(u Chinesen mann, der kürzlich im 3t. Lorenzstrome bao Glück, rinnt groben vertu zu sangen. Ueberraschunz. |o berichte! Der Mormng ihn tneüfdbtr rtrorti- in Äanaoa rüdrtf. fccttt Zu inner r- ucnoolle» Telegraph, tinbet er i« O 8 u 6 b o 11. vor einer zahlreichen Znschanerme ige lie'erlen sich vn.zangenen Lonnlag au« Vein Trieb oic 1. *l'Ianii|d)ail;n unseren beide . Lpi'dkatze» ireier Löiid.a. u überhaupt Vorkommen, trostdem Löwe »ad -iger tn manchen Gebieten Asiens gemeinsam leben. Vcrinifditc». • Kreuzotterbitz und Bienenstich. Vir befinden un» wieder in ter Zeit, da die Kreuzotter tn den ©albern unseren Kindern gefährlich wird Wenn man sich auch vor dem Biß dieser kleinen Schlange, die sich gern in der Nahe moosiger, steiniger Höhlungen sonnt, ncuurlich sehr in acht nehmen muh. io wird doch b:c Gefahr ihres Bisses bet weitem übertrieben. So scheinen Todesfälle nach Kreuzatterbifsen autzerordenllich selten zu sein, wenn nicht gar überhaupt nid)t vjriubmmn:. (hn zuverlässiger '.’lutor, der eine genaue Statistik über die m den leiten 20 Zahrcit in Teutsclstand bekannt genwrdcnen Kreu.alter- bisse gerührt hat. behauptet, du» lein einziger tödlich gewesen ist. tkiu vielmehr die Bcrletznng gewöhnlich schon nad) drei Tag-.nt ihre Gefährlichkeit verliert, wenn man die üblidrn Mittel, wie Abbinden und .'lussangon der Wimde, Abwafrten mit desinfizieren- den Mitteln, reichlichen Äenufr von '.llbbol usw. amvenbet. Tast selbst KrenzotterverIrrungen, die im Anfang ganz autzcrordentlich oeidbrlid) an-feben. dach noch heilen, berovnt ein von Baubiich rerösfentlichter gatt. Ein viermhrtger Knabe ivar am recht.n Aust gebissen woiden. 'Sind) einet Stunde war schon eine starke Schwellung et »getreten. da» Ides ich t war bläst und mit Schweis; bedeckt, der Puls sehr beschleunigt. Troh der ublidm Mittel, die der Arzt sofon anwandte, ging die Schwellung nber das ganze Bein bis n:i die Leiste hin. das Bein verfärbte sich blau, alle Atm kl tonen des Körpers schienen zu erlöschen Aber vom 5. Tage an verschwanden die dedrohlid-en Erscheinungen nad) tmb nach, und der Zunge war nach einigen Äodieii wieder v.'ll kommen gesund Biel gefährlic1>er können die Stiche der Bienen werden. Todesfälle nach elidyn der Bienen, besonders wenn sie tn grostcr Anzahl Menschen oder Tiere «mfallcn. iperben häufiger berichtet V.e bie Natur mantbinal in wunderbarer Weife behen kann, das beweist ein Aall. den der gleirt.c Autor veröffentlicht 12» handelte sich um ein kleines, noch nicht zwei alt.» Kmd. das von etwa 2UU Bienen gestochen wurde Bom Kopf bis zu den Knien n*arcn bLiulidx Bäulen zu sehen, in deren icbec cm Stachel säst To» Kind kam schnell ,n einen elenden Zustand, fieberte und delirierte, kurz, man hatte jebc tzoi'nungen aui Genesung anfgegebrn Wunderbarerwetse besserte )ich da) Befinden des Kindes nad) drei Tagen, und es wurde, wenn auch langsam, wieder gesund Und die Erklärung hierfür wat folgende Tos Kmd batte seit einem Bahre letdenichattlich gern und viel Honig geziesjen Und wie vielleicht gerade durch den reichlich genossenen Honig da» Kmd für d»e Bienen eine besondere als er. tn die Beirachntng älter btt Nückiertr eine» bt< 'X Bilder ' - Bonichöne! ^Italien vereine aui dem t*-. S; " den em rrchcsgrtehner sprach m tr« iu tt Ukicfe .vuhfi. auch '1 Svrackumemch: per . können. u.t vor kurzem tm Sierchsiage au» irflidx wird ba8 Unsere Sprache werden und im Muflcr hui gestellt werden vi g< :e,n >u vi c i D < n b a t a un .Hirt von 72 fahren ge i orde» wu»ratb »var als Echristttetier brfoiuii um« dem t UM. Tap.or — Jwr dic Vriiung bet BertinerNatisna IJ« Itric al« lach >? qet Vugv von TsihnSis in jetzt khtimrai Lös» von C e di 11 b r. u | c i auserfehen. Cer Kimjih>'iont« e'rtigstellung des Theaters auf R3814.4h M k. und erfuhr einen Zugang tn 1908 von 1351.62 Mk. Tic buchmäßigen '2Lb(mrvtbungcn betrugen 1907 1<> Proz.. KM.48 Mk., 1LM)8 10 Pro^, 7.-81.62 Mk., so daß am 30. September 1908 das Mobil rar noch zu Buch stand mit 69100 Mk. Don den buchmäßig 1907 und 1908 abgetriebenen Betragen, in Summa 38 616.32 Mk, waren aber tu Wirklichkeit nur 11715.14 Mk. vorhanden, so daß bet den Abschreibungen ein allerdings nur buchmäßiger Verlust von 23901.18 Mk. zu verzeichilcil ist. •• Achluhr-Ladenfchluß. Der Achtuhr-Ladenschlliß der Aolomal-, Jarbwaren- und Trogengeschäsle, wozu amt- lichersettS noch die Schokolade- und Laffee-Lpezialgeschäfte mit einbezogen wtirden, dürfte nun bald zur Wirklichkeit werden, da sich bei dem bestellten Kommissar, Beigeordneten Keller, über 70 Interessenten dafür erklärt haben. Es ist dies em erfreulicher sozialer Fortschritt und diese Verkürzung der Arbeitszeit den Geschäftsinhabern, sowie deren An- gestellten sehr zu gönnen. G-fl verbleiben nun nur noch wenige Geschäfte, die dem Achtuhr-Ladenschluß fernstehen. Hoffentlich werden sie bald folgen. WaS m anderen Städten geht, roarunt soll c8 in Gießen nicht gehen? •• Daü Vorfahren von Privatpfetden und Chaisen, sowie eine Ausstellung von landwirtschaftlichen Geraten nnd Maschinen wird beim kommenden Herbsl-Pferde- martt nach einem Beschluß der Pferdemarkt-llominission unterbleiben. Abgesehen davon, daß diese Schaustellungen mit einem eigentlichen Markt wenig zu tun haben, war man der Ansicht, daß »s genüge, wenn eine solche Vorsührimg nur einmal im Jahre vor sich geht. •• Preis ring ka mps Am nächsten SomUag, 8 August, feiert der 3 Bezirk rw Hessischen Aihlelen-Berlrandc.. fein 1. Bc- zrrke-sest in den 'JUumen der Schöneii Auoiicht Bis icbt sind 50 Konkurrenten grmclhci. die an den Ring kämpfen und Gewicht- beben irtlttvbmr» Die Kmikurrenz tm Gcivichtl-eveu beginnt vor- uuitafld und wird nachmittag» fortgqetti, ivobei gleichzeitig der XHuigtamvi in allen Klassen beginnt Abende ist die PreiSver- triluug und de, euitreteitder Tunklbeit werden von den Ber- cuicit Pvramtden und lebende Bilder gestellt. Auch ist für Tanz Aniirbungskra^t bo'atz. ko batte es fick» ok'enLar « ' bm Hrmi, zu*i r.nra Sdr-kstoff gezm die B-nenAvch. ctr.»cHcibL der ite das ^ebeu rettete. • Verdi tn der Sommerfrische Bis in seine letzten Lebensiahre war Verdi ein regelmäßiger Sommer- gast in dem italienischen Badeort Montecatini: in diese» irrholungslagen kam nie ein E^ark von SSufif über lerne Lippen; wenn von anderen daS Thema bctfihrt wurde, sckmneg er nnb furchte die Stirn ^»ach dem Kittapdfe» liest sich der Lvmpontst auf per Terraifr den Kaffee brngnt und nach einem kurzen epavergang beaab er fid> dann in sein atmmer. wo er regelmästig dis Mitternacht arbeitete. i?ikrfüd)tifl wachte er darüber, daß in dem 3-mmer nichts gcanter. wurde. so nne er r* das erste Mal bedien, jo mußte es bleiben Als einmal der Siri einen Sestel nm» tauschen wollte kam es beinahe tu einem Beuch mit Verdi. Selbst der kleine Tisch an dem er arbeitete, durste nuh, um Haaresbreite verrückt werden An diesem kleinen Tische in Moittecauni bat Brrd: auch die letzten «aten va» ..Cibcllo" und „,‘iaHftaff" geschrieben. Als dann das van|* I otel erneuert wurde uns im zerrten das ..Teatro Baricta" erstand, wurde auch der alte St^'i'csaal mit allen Bequemlichk ilen n.uen §«schmackes eingcetch ei X d>t o' n- ISebmu: raum?e Berdt diesem Einbringen der eu-eu fcir.en Platz .Man ba: unsere 0^.seltfchait gesprengt , sagte er melancholisch zu Te Am.cis, ^jetzt s»no wir beschäftigungslose Künstler." Ader mit der ^kit gewöhnte er sich auch an den Garten, wo er an einem besonderen Tische speiste, er gewöhnte sich an die Kasperle-Vorstellungen und au L-?n Lärm des uaie tfba.uant Schli stl'cki belu :igtc tt sich sogar damit, den französischen und lKu:fd>en ch^.r jo netten zu lauschen Ju Berots o sellschaft jVDiten damals Ta- magno, die Btilinoioni, Aas» uns mancher andere Künstler; viele von ihnen ließen sich auch m die genialische ..Punden- Kunden-i''e)ellschast" eintragen, d»e ernt zeitlang ganz Montecaiini t ■•Dcrrfd)te. war eine An sommerlicher Areimaurcrg.selljchast. der viele berühmte Kurgäste bet. lra'.en. und die ihre besonderen Losungoivorte harte. • Tas versolgle 1$ n t a 11. Aus Konstantinopel wird dem Börsenkurier geschrieben: Tte gute alte Zeit, da te D nen sie nur das Unentbe hrlichste an Kleidung — und auch ote Da» nicht einmal trugen, ihren gemütlichen Spaziergang über bei Basar machten, vor dem ua|e au' dem Mo'cheenvlatz mederh ober m der )hraaibane, der Lesehalle, eine der vielsaringen gr Leitungen nahmen Tiefes Kleid, dar trntari. das entscdie -Legligelbarakter tragt, erinnert noch viel mehr an die verrr» ten Stundeu des Keis. als unser immer noch respektabler SckK rock. Tao la man nähert sich dem Scdlmrock in bedenkliäxr i l i .i den Jes durch Dav' ppchen ersetzt bat £<'.o entar; aUo. da» übrige* auch von ?rrauen in und aur.ee dem - uvnifl geeignet, dentemgen. Der es aus der Straße trägt, als co envedt vielmehr die Bornellimg van einem alL:n.uudxi Subariien. der seine Tage ui । cmvimbung scheint auch Der cUrbifonimaiiDant van Slutan zu numlich durch einen llt id>en B» Tiefem Beispiele werden viele Walic «olg u Mau will |en n >! Turke» mit dem alten £r-.-iit abre^ ' n vor enngec Jeit Die Scheriatsschwärmer gegen den steifen Hemokrage» zu treibe zogen und den Mol n ive-t mehr Aecht nach drei 'o: ; der Faulheit, dem langen, talaräbnlirtun i^ew>rnd. von der Polun iKui.land ): tutn'enbtg bet Auntellung neuer Gesetzentwürfe Die gemetniame Arbeit des Aechtsgelednen und Des Lprachgelehrten ist. io hat ihn dieser Vorgang schlagend erbracht. Der >u Beginn des vorigen Padres der Ceftentlid.!fit übergebene Borentivurt zeigte tn inner Sprache gegenüber Der »raffuiig Des allen Gesetzes irtxm gewaltige iTurtiÄrute. Iu:d> Oie Mitarbeit des Svracdaeledrten erfuhr er ü.ier noch eine gründliche Beroesserung, ia völlige Umgenaltung :m Sinne der L'estrebungen Des Teutidxnt Sprachvereins Aur rocn:ge seiner 500 Paragraphen sind ganz unberührt geblieben, r.'obl aber mandx. irrt1! solche. Die unv^n,stich aus attbiet.-n Sa.en ober Abfäven bestanden, ül Durchaus neue Uvrm gegoren r.atxn. Tiefe Borschläge nahm der Staatssekretär des Aetchs« ichnn des Bundesrats. Der sic prüfte und mit größte: Sorg satt netter bearbeitete. Der < uudesrat genehmigte Den Sntwurf dann in der n euen Gestalt. tn cer bet Keichskamzle: ihn unter dem 26 Mär» d Dem AetchsVW hat »egvoen lassen Tieres K.ub hon.ntlich Die B^dit brechen ür Die Bcieruna. vebunt und f^xeteiuibi unierte 'Gesetzes)p.acht, anc tm Reich, w auch n bat Bun. . ansch. **t em fleinpn ' * 5.* | ld>!et Mt i? tOPn 7, Jonftantinohf | ,tc. alte Seit, n 'Würger noch ii | -tömmetipajicrgoj. | c. Türkei, an den: I Forderungen flor beschauliche Gitta ^-öosporusorlen v: ’ A häusig sehen, dq j cpplcn Men, im:: I ing — und auch « J Spaziergang über de ] cenplatz niederhocha c vielsarbigen grade ' ri, das entschieden-: | hr an die vcrttänu ) respektabler Schic n bedcnkliMr Wer: ies durch bas fira | i also, das übriger c getragen wird, i t Straße trägt, ü erscheinen zu lassa einem altasiatisch: M verbringt. Tic ant von ötutan p den männlichen Kp i althistorisilM ochäiiscrn zu W. Man tottf'lV in i. Wie Dot W j scn Lemdkragm i- n Tragen vcrditln mch dieser Unitor ranL, von der Polijn ! ,nb siel, als aus Ä verschwinden E- mehr in Unteren i der Stabt hcrm'^ Ulascs nmrde derer 'pöiiten Rock geniütir i gesuhlt, muljtc K Ticicn seines ta£ rpiaster aus den oielc Türkcn^me fr- sränkischer Litten '^en der DZ spch! llungen und c ’ J^ltigte er fu Jj" ^anfonettr ,ltcn damals L- t.mibtte Sünftfe ,lal* ,,Mr « 9t. Ylrt sommerliche Ärgästc hd Worte hatte. iitzi-I? fe.1 J’Wm „ liegt arbeiten sV rin citgliichcr S^ i Kanada l* in seiner grauenoM Ter Suchend" chelnZ ,.Ach'_^ ^Tigcrn^'"^ ^-äs8 ft sind len % - iN«"U<Ä , M «-h»° -ZLS ls bie het"^ °"b°r"°Kg-b«E inv lN u ber 0 •s«s halten B ?fl'Ä beun I $«5.5 n. »*"%«• eltici'llan wabrschcinlict) der Finger cinc§ gqdimuggeltcn Chtnewn." „Aber wurde er ermordet?" „6r wurde nicht ermordet, er hat den Finger nur in der Sturbel verloren." xtc rätselhaften Worte hüben eine einfache Erklärung. In Amerika hat die ^Regierung da- Recht, Chinesen ohne weiteres auszuwcttcn, wahrend in da jeder Chinese gegen eine Einioandenrngs,teuer von 200 >nlu_, ins Land darf. Aus dieser Lerichiedenheit der Bestimmungen har sich .zwischen Amerika und Kanada ein großzügig betriebener Clnneienschmuagel entwickelt, beiten ',.|iittclDun(i die kanadische Stadt Jroanois ist, am «l T'orenzilromc. Cine grosze chinesische Gesellschaft leitet dreien Äen,clhn'chmttggel: da die reißende Strömung die Uebersahrt über den ^trom nn Boote :u gefahrvoll macht, hat sie ein Trahtteil über den Fluß ziehen lassen das an gewissen Stellen durch .Würbehi gcitü&t wird, bie aus int Wasser cingcrammten Ptostcn ruhen. Tte armen geschmuggelten Chinesen müssen sich an dieser Lern: der wilden -trhnning überlassen und so das andere lltcr zu gewinnen tradi tni- tDcnn sie nicht geistesgegenwärtig und, gerat leicht ihre vand in das (^-triebe der Sfurbcl, und wenn es der Zufall will, wird em Finger abgedrcht. Tte d)tne|ijd)c Schmuggelgewllschast betreibt ihr Geschäft im größten Maßstabe und liefert zu festen 'Breiten zollsrcic Chinesen. Wenn aus Amerika Chinesen in die Lctntat zurückkehren, erhalten sie einen Paß, den die Gesell- schau den Hcimkehrcnden abkaust. mit diesen Pässen werden dann andere Chinesen ansgerüftet und passieren unbeanstandet die Grenze, da für das Auge de- Weißen ein Chinese dem andern gleicht und die Personalbeschreibung des Passes daher auf alle zutrisst. Kleine Tageschronit. Aus Anlaß des 150. Gedenktages der Schlacht bei 'Minden, in der die Franzosen durch die Verbündeten Friedrichs bei Großen geschlagen wurden, veranstalteten 100 Slricgcrvercmc .iu-3 dem Kreise Minden imb Schaumburg-Lippe eine Parade von 4000 Mitgliedern. Beim Abtenfen eines Schachtes der Zeche Viktoria bei Sbjp'er- dreh wurden sieben Mann verjch ultet und getötet. Sic Leichen sind noch nicht geborgen. Ter beliebte Tenorin Leprestre ist plötzlich in L a r c n tt e 5 angeblich infolge Genusses verdorbenen Fleisches g e Ü o r b e n. Ter Fntendanlurskandal tu Peiersburg zieht immer weitere Kreise. Attf Befehl des Senators Garin find nachts rn den Häusern aitgeseheiter Kaufleute Haussuchungen ab- (lcl)altcn tvorden. Gleichzeitig wurden in 'Moskau in den Wohnungen hoher Iitteiidanturoffiztere Haussuchungen abgehalten. Eine Feuersbrunst droht die ganze Stadt Osaka zu zerstören, über 1000 Gebäude sind vernichtet, darunter cm prachtvoller Buddha-Tempel. Biele Menschen sind um- gekommen. Jin serbischen Kriegs m i n i st e r t u m rottrben große Unterschlagungen entdeckt. Tie Erdbeben in i’lcjito haben sich erneuert. Biele Städte sind zerstört, zahlreiche Personen ivurden getötet. Tie Zahl der Toten bei dem Erdbeben nm Freitag soll sich auf uber öOo belaufen. Ter Geheime Baurat Mackensen, der Bauleiter der Lagdadbahn, kam vorgesterii aus Eregli krank tu Konstante i.opel an tmd tvurde in das deutsche Hospital gebracht, tvo er bald daraus st a r b. Ter chinesische Bizekonsul L u k iv i n g ist vorgestern in Netv - 2) ork von einem Chinesen durch einen Schuß schwer ucriDiinöet ivorden und gestern g e st o r b c n. Ter Dlörbcr tvurde verhaftet. Gctreide-Wochenbcricht der Preisbericyti.eite des Tcu^chen LUttowirtschaftsrats vom 27. Juli bis 2. August 1909. Tas Ergebnis der ant 1. August fettens der Preisberichtstclle vorgenonnnenen Ernteschätzung, mobci die Zahl 100 eine gnic Mittelernte darsteUt, ist für Winterroggen 96,6 gegen 92,2 am J Juli ds. Zs., Winterweizen 89,0 gegen 99,7 ant 1. August 1908, Sommerweizen 95,4 >94,5), Winter,pelz 96,6 (99,9), Gerste 93,3 (bl,7), Hafer 100,8 (88,1), Klcehcu 68,5 und Wiescuheu 66,4. Haven die reichen Niederschläge im Juli die Entwickelung sämtlicher Feld- fruchte sonach.günstig beeinflußt, so wäre jetzt ivarnte u>,d trockene '•^-tj^putg notig, luenn sich die Erwartungen auf eine gute Ernte auch in gualilativer Hinsicht erfüllen sollen. Leiderhaben die ohnc- htn sehr verspäteten (Snitearbeiten in der Berichtswoche wieder unterbrocheit iverden müssen. Tiefe neuerliche Berzögerung und die Befürchtung, daß die sich iniolgedesfen immer mehr zusammen- drängenden Arbeiten den Laudivirten zunächü iverng Zeit zum Berkaus übrig lassen dürften, haben im Gegensatz zum Anrlaiide an ben deutschen Märkten in der letzten Woche eine recht feste Slimin- ung zum Turchbruch kommen lassen und die Kauflust für altc Ware kräftig angeregt. Besonders lebhaftes Interesse bestand für alten Roggen, und da solcher nur noch in geringen Mengen au'zutreiben i't, io machte man auch von den russischen Angeboten in stärkerem Maße Gebrauch. Gleichzeitig reflektierte auch Skandinavien auf bald lieferbaren deutschen Roggen und bewilligte hohe Preise. Wie Nch das Exvortgeschäst in neuer Ware entwickeln wird, dürfte einerseits von der russischen Konkurrenz, andererseits von der Cuahtät unserer Ernte abliängen. Aber gerade m dieser Beziehung tauchen in letzterer Zeit Befürchtungen auf, und daraus erklärt es sich, daß die Verkäufer augenblicklich besondere Vorsicht walten lasten. Tie 'Jliiffafimig, daß vor 3-4 Wocheti mit stärkerem Weizenangebot vom Jntande auch nicht zu rechnet, fein dürfte, hat das Jniereife für das m letzter Zeit wesentlich ermäßigte AnslandSangebot ivieder stärker Ijeruortreicii lasten, und fo erklärt sich das m'der Preisbewegung zum Aiisdruck koiiunende Bestreben, eine Annäherung des Herbst- preiscs aii die Weltinarktsparilät herbeizuführen. Auf die Preis- gcjialnmg für allen Vater haben die guten ErnteauSsichlen zunächst keinen Einfluß, und luenn sich der Konfnm nad) Aloglichlen cm« schränkt, io müssen bei dem herrschenden Aiangel an Ware im Bedarfsfälle sogar erhöhte Forderungen bewtlligt'werden. Fntlergerste ivar in greifbarer Ware fest und auch per Herbst entmiefehe sich ein lebhaftes GefchäC. Auch für Mais schien sich der Koiisum zuletzt niehr zti interessieren. Es stcütoii |id) die Preise für inländisches Getreide am letzten Mark,tage in 'Mark pro 1000 kg je nad) £litalität, mobei das Mehr (4-) bezw. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche in Klammern () beigefügt ist, wie lolgt: Weizen Roggen Hafer Danzig 375 (1- 5) 193 (— ) 193 (- 1) Stettin 272 (— ) 187 (— ) 196 (- ) Pofen Breslau 278 (- 1) 187 (- 1) 194 (- 1) 288 (- ) 190 (- 2) 198 (— ) Berlin - (“ ) 196 (+ 2) 216 (+ 3) Alagdebiirg Leipzig 278 (— ) 189 lch 1) 203 (- 2) 287 (- ) 193 (- ) 209 (- ) Dresden 275 (— 5) 196 (- 2) 213 (- ) Rostock 271 (- - 194 1+ 2) 198 (- ) Kiel 260 (- ) 200 (— ) 205 (+ 5) Hamburg 265 (— 1) 197 (- ) 210 (— ) Haniiover 278 (- ) 200 (+ 2) 214 Ich- 2) Frankfurt a.M. - (-- ) 192% (- 2 %) 210 (- - Ataunheun 265 1-7%) 187% (- 0) 197% l— ) Straßburg 27a (— ) 197' , (— ) 21o (- ) Attiuchcii 298 (— 6) 190 ( + 2) 223 (- 8) "Weltmarktpreise: Weizen: Berlin September 229. (4- 3.50). Oft. 226.25 (-j- 3.30). Bndapest Oft. 253.35 (-{- 4.25). Liverpool Sept. 186 40 (— 2.10). Chieago Sept. 160.75 i— 1.85). Roggen: Berlin September 183.00 (4- 2.50). Oft. 180.25 (+ 0.50). Hafer: Berlin Septeniber 167.00 (-|- 1.50) Mk. Spiclplan öer vereinigicn Srantjurttr Slaöttlieater. Tieiistag den 3. August*): „ ^er fliegende Holländer." Asitt^ ivock) den 4. i?lnglist: „Ter Freischütz." Tonnerslag den 5. Aligiist: „Orpheiis m der llmermelt." Freitag ben 6. äluguft, abeiids '>.,8 Uhr: ,La Boheme." Samstag den 7. Ailgiist: „Tie Jüdin." Sonntag ecu 8. August, abends 6 Uhr: „Trülan und Isolde." Aiontag den 9. August, abends ll38 Uhr: „Prin'a-Ballerma." TietiSlag ben 10. '.'luguft: „Figaros Hochzeit." Mittwoch deii 11. August, Abeiids 7»8 Uhr: /Madame Butterfly/ *) Anfang, wem; nicht anders bemerft, cibcnby um 7 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station (Ziesten. w am •a Weller Höchste Temperatur 9liebrigfie , 2“ 9* Sonnenschein KlarerHimnrel Beb. Himmel 9(ugufi — + 23,96 C. , = 4-12,6 °c. 742,5 744,6 747,2 23,6 15.8 13,0 13,4 11,2 9,2 62 84 83 W w SW August 1909 Telefonische dea Giessener Anzeigers, mitge und Industr Frank5o Cv e ©2 CD C- CD to t.-, 05 C « O- ev z - <7 & C* 2 £ <0 B = K 8 c 5 0 KS D — o Cf 2 2 er Sr. C.V Cf » — CT- ■ 2. c ro Cf er 2 ~ e Cf 2. o 22 Cv 0 2.8 CO • o ■ Zv > »■-=,- • 2 -tr- :5 2 2 « S-Z er 2 c .• Cf o 2 ■ Cf c (5)2 -e — 5? Co Z2 ÖS n O 2 °r- _ " O"-- •W 0 ~ o — c*. C 6)d S" s - Z4? cf 3’2-5= 5^ ti0 50 ~ <~ Ci' = £ ö" 7. ca o c: 7? q c — - 52 - = = Zt‘C2 _ -* ö " 2 - »5 c 2. "C = - ,= " - *2 - 71 V n u rr — 5 S 2-AdS S: U2 — ~O O 5= 5= iS c 2 55 c . <2: ■7 « ~ tO öS 5 = c2"2':£"2. >7 Ed § ÖD S — e> 55 -r 2 5 iü.« - 3 n © h “ - S S 't S 2._w —-ZT 2. © — o Z- ZZ — <5t — - ± cs S 2 2 cu = — -2, er 7- »- = ri* 2 cs —. Zf — O -t Cr? «* - 5= 2.cr 2 "5 (£^_,2 © — -- =-,^2 er» 2^ 5 M 2 = Söo ~ o 2 _ 2.2-- E2 = = cr2.5- 2^2 -> 2 = © — "*S2 "" Cf - n r~t" n "w- — o S- Z« <3* 2 CB 2. FOr unsere Küche ist nur das Beste gut genug! Mgt die erfahrene Mutter zu ihrer Tochter. Wir verwenden deshalb nur das echte MAGGI. Dann wiesen wir, was wir haben! o*,; 4166 (B•/. ctc. etc 4327 Rabatt« B “/, Montan. Mittwsch tu drciiM bet bJÖ Oolbdifrr StrU. iu»bura aller Lederwaren 433■**•!<: Bugelkolfer flr lamaa e. Hertas JÄttr ss 8 Marktstrasse 8. lu allerbester Aoaführung in billigsten Preisen. Neuer Beiilicr Hermann Polter Inhaber von Caf* Schmoll Die Gemeinde Mein - Elchen beabsichtigt einen jungen, sprungsähigen Vogelsberger Bullen anzi'jchasfen. Besitzer solcher Tiere wollen ihre Adresse alsbald bei unterzeichneter Stelle einreichen. Klein-Eichen, Post Lardenbach, am 1. August 1909. Vrtitn trn «taue uns trank» J. Kalling, ... . .>r an landw Vereine billiger Lasbw. Vauvt^e«»neulchalt «sriebberq i. & <3H Salzbrunner Oberbrunnen Zur Reise •Sandalen • Sportschuhe und »Stiefel •Turnschuhe • Tennlssohuhn und -Stiefel Damen-Uhr am 26. Juli morgen- auf der Chaussee LaunSbach-sttiesten gesunden worden. Abzuholen gegen Begleichung deS FinderlohnS und der Insertionskosten beim . Bürgermeisteramt Krofdorf. taonpÄ für LiqenMe (Medizinische Rltnif, Rünifflroßr). Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend von 6—7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Angehörigen von Lungenkranken. Ausgabe von Attesten für Ausnahme in Heilstätten. Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Vermeidung oön Ansteckung. Mf’>ewlbrt Katarrho ♦ Gicht Zuckerkrankheit Versand: Gustav Strieboli, Bad Satzbrvnn, Schl. Heinr. Kreiert (“n Ploekttr. 11 vor«. Jul. fueArr. Plocktlr. 11 Gelegenbeitsktruf >>ch habe augenblicklich, nur lolanqc Vorrat reich», eine varnr orima wa'icrbichlce Segeltuch Mritt aumgeben und awerter« lolch« Serie I aus kleinen L-rucken in grau . . . 1 1 .M Seric II au» firnen Drucken in arau ... * 1.70 f*tL Senc 111 au n in braun u rro OMeter ♦ertia vern.'.dier Decken, etaichite^lsch Cdcn in 1 Meier Ylbhanb. 'oroie erlotderuchcr «Tirmenautichnlr T«t Rucksacke und Gamaschen . , . T- . Aluminium-Flaschen, -Kocher /jWieuel"KnCIien und -Trinkbecher smim« ^tiogrnnf airta 1® eck f:ne-.r« ! d lligk Ihibte.ksbie auu Kem leiert. &K-.C9'12. Uch tirhnnntmadjung Friedrich Ruck schetdet aus dem .Inftitut der Dienst- tnLnner aus und hat die Aushändigung der von ihm h:nter- legten Dienstkautron beantragt Ttejenigen, welche glauben, an dtejc Kaution aus der Eigenschaft bei Rück als Ttcnstmann Ansprüche erheben zu können, werden ausgesordert, dieselben bet Mctdung bei Ausschlusses binnen acht Tagen bei uni oorzubrmgen toteben, den 29. Juli 1909 torotoenoairb#5 Dolizetamt Dießen. Steindart. Bekanutmnchung. Ctabtrrcbncr Tublrr ift Dom 2. bi# 2i tlsflift do. Zs bewrloubi und wird roabreno die'er .'je « von dem Stadtkaifebsch Haarausfall Schavven oetb.nbrn /Jlrwoeiel n Arnikadaarit. e>bcbsaL Rechtrschutzstelle crtetU unentgelilich D*i Rat und Auskunft au grauen und Diadche». L orcchuunbrn fhmeiM-- een 5 -7 USt. Älicr’trn*-'- S1 HL