Erstes Blatt Freitag 2. Juli 1909 159. Jahrgang In Anbetracht der beunruhigenden Lagt' ut Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. veitung sind. Die Lage in Persien BezugSprSffsr monatlich 75Ps., viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Besteüg. Zeilenpreis: lokallöPf^ auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; s. Feuilleton und .Vermischte-' K. Neurath; sür, Stabt u. Land- und „Gericht-?- dis »ömtogVTui)" Rotafionsörud und Verlag der SrShl'schen Univ.-S-ch, und Steindruckerei R. Lange. Rebatttott. Srpcbition and Druckerei: Lchulstratze 7. öf'V/rf. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Grundsteuer nach dem gemeinen Wert ein. Die Regierung betonte, daß sie ebenso, wie die Ausschußmehrheit, i dem Grundprinzip des Antrags Braun-Dr. Weber zustimme, wonach in bestimmten Fällen auch der Ertragswert in Berücksichtigung gezogen werden soll. Die Regierung wird dem Antrag unter gewissen Bedingungen zu- stimmen, vorausgesetzt, daß darüber in beiden Kammern eine Einigung erzielt wird. Im Ausschuß wurde dann weiter noch über den Antrag Dr. Weber debattiert, die Steuerfreiheit der 185 fiskalischen respc standesherrlichen Parzellen aufzuheben resp. abzulösen. Die Reaierung verhielt sich diesem Antrag gegenüber ablehnend; im Ausschuß wurden bisher irgend welche Beschlüsse nicht gefaßt. Der Ausschuß wird seine nächste Litzung am 13. Juli abhalten, aber seine definitiven Entscheidungen erst im Herbst treffen, da er hofft, daß sich inzwischen noch recht viele Jn- terejsentengruppen über die einzelnen Grundbestimmungen des Gesetzentwurfs äußern werden. Die Aufhebung des städtischen Oktrois soll bekanntlich vom 1. 'Avril 1910 ab «imreten. Das ist in § 13 des Zolllarügeietzes ausgesprochen, der vom aennnnten Zeitpnnkl an die Besteuerung von „Vieh, Fleisch und Jleischwaren" durch die Kommunen verbietet. 9hm haben mehrere Magistrate der r>on diesem Paragraphen berührten Kommunen die Frage aufgeworfen, ob unter den § 13 auch die Bestetlerting von Wild und Geflügel lallt. Die Magistrale sind der Meinung, daß dies nicht der Fall sei, und begründen das in einer Eingabe an den Reichstag, wie folgt: Der § 13 habe die Tendenz, iin Interesse der ärmeren Bevölkerungsklassen lediglich die Belastung der unentbehrlichen Nahrungsmittel zu verhindern: nach Ermessen der Petenten lallen die erwähnteit Gegenstände nicht hierunter, da sie fast ausschließlich Genußmittel der besser situierten Bevölkerung seien. Aus diesen, Grunde sei auch iin Preußischen Kommunalabgabengesetz im Gegensatz zur Vorschrift des § 14, erster Satz, der den Gemeinden die Reueinführung von Steuern und die Erhöhung der letzteren auf Fleisch verbietet, im zweiten Satz die Einführung einer Wildpret- rmd Geflügelsteuer ausdrücklich erlaubt worden. Davon habe u. a. die Stadt Wiesbaden Gebrauch gemacht und erwachse ihr daraus eine Jahresemnahine von 70 000 Mk. Die betreffenden Gemeinde!, hätten das größte Interesse daran, die Erhebung dieser Steuer and) nach dem 1. Avril 1910 lortsetzen zu dürfen, und wünschten eine authentisch unzweifelhafte Auslegung durch Erlaß einer gesetzlichen Bestimmung, worum sie denn förmlich buten. In der Petition-^. Kommission gab der Regierungskommissar eine Auszählung der sür und gegen die verschiedenen Auffassungen sprechenden Gründe und erklärte, die in der Petition behandelte Frage sei zurzeit auch bei der Reichsverwaltiing anhängig, diese habe aber eine Entscheidung bisher noch nicht getroffen. Aus der Kommission heraus wurde die Angelegenheit verschieden beurteilt; doch war man der Ansicht, daß im Interesse der beteiligten Städte eine zweifellose Deklaration erwünscht sei, und beschloß, Ueberweisung als Material zu empfehlen Die kreti'che Frage. Die kretischen Schutzmächte richteten an die türkische, griechische und kretische Regierung Noten. In der ersten State an die Pforte wird die Frage der Autonomie Kretas für in- öistutaüel erklärt. In ber nach Athen gerichteten Note wird Griechertland aufgesordert, in seiner bisher bewahrten Reserve fortznsahren. In der 'Jcote an die kretische Regierung wird aus- geführt, daß der Augenblicks schlecht gewählt sei, die kretischen Forderungen ju erörtern. Kreta möge sich deshalb ruhig verhalten. Die 9Jui(f)te, denen das Schicksal der Insel nicht gleichgültig sei, würden bestrebt sein, die Lage der Kretenser zu verbessern. Die Pforte hat die Botschafter- der Schichmäcbte wissen lassen, wenn die griechischen Banden, die zur Zeit in größtem Maßstabe gebildet würden, oic Grenze überschritten, würden sie von türkischer Seite über die Grenze hinaus verfolgt. Die iür- kischen Meldungen von griechischen Rüstungen und Freischaren- bildungen n-erden übrigens ,in Athen wiederholt in der formellsten Weise in Abrede gestellt. Griechenland rmd seine Regierung seien absolut ftiedlich gesinnt. Kslitische Tagesschau. Ein Horoskop. In der neuesten Nummer der Preußischen Jahrbücher.untersucht der Herausgeber, Professor Delbrück, die Sage, wie sie sich nach der Ablehnung der Erbschaftssteuer durch den schwarz-blauen Block ergeben hat und meint dabei, die Aussichten auf Einigung über eine Ersatz-Besitzbesteuerung feien gering, erstens, weil eine Besitzbesteuerung, die weder Vermögens- noch Erbschaftssteuer sein soll, überhaupt nicht so leicht zu schaffen sei und zweitens, weil die Parteien sich bald genug darüber klar sein würben, daß sie für ihre Mühe nicht einmal auf Lohn zu rechnen hätten. Dann fährt er fort: Ein wirklich konservativ-klerikales Regiment ist und bleibt heute im Deutschen Reich unmöglich. Stellen wir uns einmal Herrn v. Heydebrand als Reichskanzler und Herrn Spahn als preußischen Kultusminister oder Herrn v. Hertling als Reichskanzler und Herrn v. Heydebrand als Kultusminister vor: keine zwölf Monate, vermutlich nicht einmal so viel Wochen, würde die Herrlichkeit zusammenhalten. Alle aufgeklärt protestantischen Elemente in der konservativen Partei, alle demokratijchen im Zentrunk würden revoltieren, und der Kaiser, angenommen er ließe sich einmal herbei, diese Probe zu machen, würde nur den kleinen Finger zu rühren haben, um einen wahren Sturm zu entfesseln, und Neuwahlen würden sowohl dem Reichstag wie dem preußischen Abgeordnetenhaus eine völlig verändert Phnsiognomie geben. Das eigentliche Ziel des Zentrums, den bisherigen Block zu sprengen, ist ja erreicht; von weiterer Kameradschaft mit den Konfervariven haben sie nicht übermäßig viel zu hoffest. Wenn demgemäß der Eifer bei der Konstruktion der Ersatzsteuern nur inästig groß ist, so ist auch die Aussicht auf daö Gelingen eines solchen Werkes nnc mäßig, und jedenfalls brauchen die Li- beralen siu) davor nicht zu fürchten. Steuern, die Handel und Wandel schwer zu schädigen geeignet sein würden, wird der Bundesrat seine Zustimmung nicht geben, und die völlige Ausschaltung des Liberalismus aus allem Einfluß aus die Regierung ist so wenig zu besorgen, daß sogar ganz umgekehrt der Liberalismus geradezu nur Vorteil davon zu erwarten hat, wenn er letzt dem Neu-Blocke die Fertigstellung her Finanzreform ohne Erbschaftssteuer qllcin jiberläßt. aus Hessen. Die Gesetzgebungs-Ausschüsse beider S tä n de ka m m e rn werden zur gemeinsamen Beratung der W a h l r o ch t s v o r l a g e am Dienstag, 6. Juli, zu einer Sitzung zusammentreten. Die Ausschußberatung über die Gemeindeum- lagenreform schreitet nur langsam vorwärts. Der Finanzausschuß hielt am Mittwoch und Donnerstag wieder Beratungen mit der Regierung, den Ministern Gnauth und Braun, den Geheimräten Dr. Becker und Best und dem Nr. ISS / Der Siebener 2n;riKr erscheint täglich, ar;er Sonntags. - BeiMgen: viermal wöchentlich SietzenerZamilienblätter; zweimal wöchentl.lkreir- blatlsürdenttreirGictzen (Dienstag und Freilag); ziveimal rnonatl. Landwirtschaftliche Seftfragcn Fernsprech - Anschlüffe: für die Redaktion 113, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeige« Aus Stadt rind Land. Gießen, 2. Juli 1909. Bon dem Statistischen Handbuch für das Grofiherzogtum Hessen ist soeben die zweite 2lusgabe erschienen. Sie bringt neben einer Fülle neuen Stoffes den früheren in vollständig neubearbeiteter Form. Nur in vereinzelten Fällen ist daS alte Tabellenschema beibehalten worden. Der weitaus größte Teil der Tabellen ist durch neue ersetzt Durchgehends sind die Uebersichten für einen längeren Zeitraum gegeben und in ausgiebiger Weise mit Berhältnis- öerechnungen ausgestattet. Dadurch haben die Ziffern überall Sprache und Leben gewonnen, und der Gebrauch des Buches ist ungemein erleichtert. Wir find überzeugt, Geh. Oberfinanzrat Dr. Glässing ab, ohne daß man ü6eichten allgemeinen, unverbindlichen Gedankenaustausch binauSgekommen wäre. Tie Debatte drehte sich in erster Linie um die von der Regierung vorgeschlagene Warenhaus- und F i l i a l st e u e r, die in den Artikeln 18—26 des Gesetzentwurfs näher behandelt werden. Es fehlt indessen hierbei noch vollständig an Erfahrungen und deshalb hat der Ausschuß schon früher an die Regierung das Ersuchen um möglichst baldige Vorlage von Material zur Beurteilung der Wirkung einer solchen Steuer gerichtet: auch über den Begriff „Warenhaus", z. B. wann ein Betrieb an- fängt, eilt solches zu sein, ist noch keine Klarheit geschaffen. Die Regierung will den Gemeinden bis zu 10 000 Einwohnern das Reckt geben, Betriebe mit einem Umsatz von mindestens 80 000 Mk. zu einer Sondergewerbesteuer heranzuziehen, während in größeren Städten der Jahresumsatz mit mindestens 150 000 Mk. angenommen ist. Den dagegen gemachten Vorschlag, die Warenhaussteuer in allen größeren Gemeinden oder wenigstens in den Städten mit mehr als 10 000 Einwohnern obligatorisch einzuführen, lehnten die Regierungsvertreter schön aus dem Grunde ab, weil durch eine solche Bestimmung die Selbständigkeit der Gemeinden beschränkt werden würde. Durch die neue Vorlage solle nicht einfach eine Vermehrung der Gemeindeumlagen her- beigcführt, sondern vor allem eine gerechtere Verteilung der Gemeindelasten erreicht werden und die Warenhaus- nnd Filialsteuer seien in Vorschlag gebracht worden, um den größeren Gemeinden die Möglichkeit zu geben, durch Ortsstatut, das der Genehmigung der Regierung bedarf, die Großbetriebe stärker zu den Gemeindelasten heranzuziehen. Ter Forderung nach Festsetzung einer Maximal- grenze für die Filialsteuer widersprechen die Regierungsvertreter, da die Steuer als Zuschlag zur Gewerbesteuer erhoben werden soll und die Veranlagung derselben in den — ... ....... Gemeinden sehr verschieden sei. Emen breiten Rahmen scheint sich nach den neuerbingö vorliegenden Meldungen zuzu- nähm die Besprechung über die Veranlagung zurlspitzen, fv daß militärische Maßnahmen Rußlands in Lörbe- Vie Krifis in der ReichrpolM. Arn Donnerstag vormittag 9 Uhr sind im Reichstags- gebäitde die Staatssekretäre von Bethmann-Hollweg und Sydow und die Minister Rheinbaben und Delbrück mit den Berichterstattern der Finernzkommission Grafen Westarp und dem freikonservativen Abgeordneten Freiherrn von Gamp zu einer Beratting über das Kompromiß zusammen- getreten, das zwischen dem Bundesrat und der neuen Reichstagsmehrheit über die Finan^reforrn ange- strebt wird. Die Konferenz hat zu fernem Resultat geführt. Die Verhandlungen über die Besitzsteuern, die an die Stelle der Koticrungssteuer, der Mühlcnumsatzsteuer und des Kohlen- ausfuhrzotles treten sollen, sind einstweilen auf den toten Strang geraten. Auch die Parteien treffen ihre Vorbereitungen für die neuen kommenden bedeutungsvollen Sitzungstage. Die nationalliberale, die konservative, die freikonservattve rmd die freisinnige Frakttonsgemeinschafi haben heute vormittag Frattionssitzungen abaehalten. Die sozialdemokrattsche Partei hat noch gestern abend über die Lage beraten. Zwischen Freisinnigen und Nationalliberalen haben Besprechungen darüber stattgefunden, ob es nicht geraten wäre, daß die beiden Vizepräsidenten Paasche und Kämpf ihre Aemter niederlegten. Bon einer solchen Maßregel ist indessen abgesehen worden. Ebenso hat die sozialdemokratische Partei zunächst darauf vernichtet, die Absicht zur Ausführung zu bringen, die Obstruktion cmzu- wenden. Sie hatten dies bekanntlich einige Zeit nt Erwägung gezogen. Der in der vorigen Woche vom Abg. Bässermann in seiner ReichstagSrede ausdrücklich angekündigte Antrag auf Einführung einer Dividenden st euer von 2 Proz liegt bis zur Stunde nicht vor und es sind neuerdings auch in der rckotionalliberalen Fraktion gewichtige Bedenken über die Zweckmäßigkeit eines solches Vorgehens entstanden. Es ist daher wahrscheinlich, daß der Antrag überhaupt nicht eingebracht werden wird und zwar mit der Begründung, daß fick durch den inzwischen bekannt gewordenen Rü^tritt des Reichskanzlers die Lage wieder vollständig verschoben habe. In ' der Etat-Debatte der ersten w ü r t t e m bergischen Kammer ergriff auch der Fürst Hohenlohe Langenburg, der frühere Staatssekretär von Elsatz- Lothrnrgen das Wort. Er äußerte fick) habet zur Reichs- fincmzreform und bedauerte aufs tiefste die Stellungnahme der Konservativen, die zu dem jetzigen Resultat geführt habe. Er fügte hinzu, daß die Konservattven mit der Ablehnung der Erbschaftssteuer eine mutwillige Politik getrieben hätten. Ter Wahlkreisvorsitzende des Bundes der Landwirte für Kassel-Melsungen Direktor Schmidt- Breitenau hat in einem Schreiben an den Vorstand erklärt, wegen der neulichen Abstimmung über die Erbanfallsteuer und die Stellungnahme des Bundes der Landwirte zu dieser Frage sein Amt als Vorsitzender des Bundes^für den Wahlkreis Kassel-Melsungen niederlegen zu müssen. Ebenso erklärt ci jeinen Austritt auS dem Bund überhaupt. 25. deutscher landwirtschaftlicher Genossenschaftrtag. ii. S. u. H. Swine m ü n d e, 1. Juli. Unter Beteiligung von nabezu 1000 Delegierten der Landwirtschaftlichen Verbände ans allen Teilen des Reiches trat heute vormittag der Reichsverband der Tentjchen Landwirlfchaftlichen Genossenschaften zu seiner 25. Hauptversammlung zusammen. Tie Neichsrcgierung und die preußische Staatsregierung sowie der Oberyrändent von Pommern haben Vertreter zu der Tagung entsandt, ferner sind Abgesandte der bcfreund-ten österrcichtfchen, hottändischen, englischen und skandinaviscl)en Genossenschaften anwesend. In Verhinderung des erkrankten Generalanwalls des Reichsverbandes Geheimrats Haas führte Generaldirektor Dr. Easpers iNeuwied» den Vorsitz, der zunächst den ffchon mit» geteilten» Geschäftsbericht erstattete. Nach einem Referat dcS Verbandsdirektors Landrats a. T. v. Brockhauscn (Stettiu^.üb»r die „Entwicklung des landw. Genossenschaftsioesens in Pommern , sprach Verbandsdirektor P c t i t j e a n l Wiesbaden) über die Ausdehnung des D e p o s i t e n b a n c w e s e 'n s auf b e in Laube. Ter Rebner begrünbctc biese Ausdehnung mit den vielen Gefahren, die den ländlichen Sparern von feiten der privaten Schwinbel- bankcn brohen. In der Altmark feien allein durch den Zusammenbruch von fünf unsoliden Bankgeschäften das Vermögen bei Landwirte um 5 Millionen geschädigt worden. — Tie Verjammlung erklärte sich durch Annahme einer diesbezüglichen Resolution mit den Ausführungen des Redners einverstanden. Tas nächste Thema betraf die „Abgrenzung öer Tätigkeit der landw. Organisationen auf genossenschaftlichem Gebiete." Nach dem Referat ^des Oeko- nomierats Tr. Rabe ^Halle a. S.) hierüber beschloß der Genossenschaftstag, die Erörterung der angeschnittenen Frage bis zum nächsten Tag, der in Hannover stattsinden soll, zu verschieben. Ter letzte Punkt der heutigen Tagesordnung betraf die „Mitwirkung der landw. Genossenschaften bet der i n n c c^e n Kolo u i - satio n". Referent hierüber war Regierungsrat Spohr sHan- nover», der eine umfangreiche Mitwirkung der Genossenjchaiten art der Lösung der Frage bei inneren Kolonisation unter gewissen Kautelen empfahl. — In ber Debatte machte Lanbrat t>. Eisen- harbt-Rotbe (Bublitz) auf bie Zentrale für bas Auswanbe- rungswesen aufmerksam, bie leibet beii Arbeiten zur Förbetnng der inneren Kolonisation entgegenzuarbeiten scheine, da sie bie Arbeiter dem Auslaube' zuführe. Tabei hätten aber bie beutschen Auswanberer bisher immer nur Kulturbünger für anbere Nationen abgegeben. So säßen allein in Amerika 18 Millionen Men icke it beul scher Abstammung. In Rußland verwende man bie Aus- wanberungsluftigen zur Erschließung ber eigenen Oeblänbereien; bies Beisoiel solle man in Tentscklanb Nachahmern — Pfarrer Tutz lUlbersborf, Schief.) trat mit warmen Worten für bie Ausgestaltung ber Wohlfahrtspflege aus bem Lanbc ein. Er empfahl ben Großgrunbbesitzern, bie Arbeiter zu besseren Bedingungen als bisher anzusiedeln und mehr zur Pflege des Familiensinnes auf dem Lande zu tun, damit ber Mteipenbesuch aufhöre. Vor allem sei es notwendig, der leider auch in Deutschland überhand- nehmenden Anschauung entgegenzutreien, als ob viele Kinder eine Schande seien. Er, Redner, tonne sonst die Juden nicht leiden, allein in ihrem vorbildlichen Familienleben und ihrer Freude an einer großen Kinderzahl Hege ein großes Verständnis für bie sozial.n Aufgaben unserer Zeit. Man solle bas Ibeal in einer möglichst kinberretchen Familie erblicken (Heiterkeit und Beifall. Seine Anitsbrüber auf bem flachen Lanbe bitte er, sich nicht zu heilig zn zeigen, nicht immer auf hohem Kothurn einherz uschreiten, sondern sich möglichst gemütlich zu zeigen lern. Heiterkeit). Ter Redner verbreitet sich dann des längeren über die Bestrebungen des Teutschen Vereins für Wohlfahrtspflege und unterstützte eine Resolution des Referenten, die sich für die Förderung ber inneren Kolonisation burd) bie Genossenschaften aussprach und bie einstimmig angenommen würbe. Tarauf würben bie Verhanblungen auf morgen vertagt. ber russische Statthalter von Kaukasien beauftragt worben, Truppen in Bereitschaft zu stellen, um fie auf tnc russisch« Straße Enzeli-Teheran zu senbeu, sowie auch Fahrzeuge zur Ueberführung bieser Truppen von Baku nach Enzcli bereit zu halten. Diese Maßregeln werben rechtzeitig unternommen füc den Fall, daß eine weitere Bewegung ber Bachtiaren und FidaiS von Kazwin nach Teheran die Anarchie mit sich Zieht, welche eine ernste Gefahr für die russischen und sonstigen auswärtigen Anlagen und Staatsangehörigen wie auch für bie Straße von Enzeli nach Teheran im Gefolge habe» würbe. In ber persischen Hauptstadt sind sämtliche Bazare geschlossen. Die Minister haben ihre Tätigkeit eingestellt, die Bevölkerung verläßt die Stadt. Kaswiner Revolutionäre richteten an die ausländischen Gesandtschaften einen Protest wegen ber russischen Offiziere und der Kosakenbrigade: fie maclxm Rußland für bas bevorstehende Blutvergießen verantwortlich. Tie revolutionäre Propaganda hat bie Truppen des Schahs wesentlich beeinflußt. Die Kosakenbrigade ist nicht mehr zuverlässig; auf sie richtet sich daher die Aufmerksamkeit der Revolutionäre in erster Reihe. Gegen Rußland und alles Russiscl)e wird überall hesttg agitiert. Die Revolutionäre erwattcn, daß die gestern mit Geschützen aus Reicht ausgerückte Fidaizubteilung Efrems sid, mit ihnen zum entscheidenden Vormarsch gegen Teheran ver- einigen werde. Deutsches Reich. Die Schles. Vvlksz. erklärt von angeblich best unterrichteter Seite, die Erneummg des Oberpräsidenten Heget in Magdeburg zum preußischen Kultusminister sei bereits unterzeichnet. Der Etat der bayrischen Staatseiscnbahnen für das Jahr 1908 schließt mit einem Defizit von runti 10 848000 Mk. ab. hofc Von fleht unb dao, QnMU, in dem saft hi Gcricbtssacil N B. Darmstadt, 1. 3«!’ Scppdin 1 bot ersten Benck eii ntcb: * ollmahltcb ünnhcb baruU gar Ptn "kistgeiduck, »snde unftärotlhge Erfahrung, bi Beruftinq verfolgen will. — Holzheim, 1. Juli. Hier und Lang-Gön« wurde An der Landstraße zwischen in unserer Gemarkung Korn rd*it ^anobiid* mannigfache Anregung aus- => lick? für Behörden und Private als Rach- gezogen, boS 2,40 m hoch stand und ba bei volle Aehren oufjuwcifen hat, ein Beweis, wie geeignet unsere Gegend für den Körnerbau ist. ZkreisrLte. , „ ,, _ , _ , Ter erste Vorsitzende, Herr Reidi.lias.ibg err Landeswohnungslnspcktor Gretzsct) el den Jahresbericht, ans welchem zu erwähnen ist, dast die Bautätig- und die Äohniingsprodiittion >m vorigen 3ahr lehr darnieder gelegen bat ^niolaedesien herrscht auch in zahlreichen Gemeinden ^ichiningsinangel. ?>ni vergangenen x3cibr wurden von den qe urteilte beute den Dragoner S 'br bntiflrm Regen tadel tos qebolten und somit den fbtcn Beweis abiad-4, datz es unter Umsünden auch ohne bqatUKtc Ünlk. aa*- etntitAogen ist, soweit sie ui ja Hirn ihren Ausdruck findet, bnissc der letzten Berufs- und nu wieder -nr neue. a.isg^i-ickmete a m Lii'tich nwesen iebr »u statten .Vergabe van (Selbem jui uo.itcn stelle und m kleinsten ö.'stcu aiiuriumeii zdfliffclid) hätte Herr l€rjität»*nacf>ricbten. 11 'Di arbnrg, 1 11 o?v vh'lo'oohnck biefigeu Uitioerfuat habilitiert siM am itäd)»ten connabeno Dr. Nicolai Hartmann mit einer Antrittsvorlesung über da« Thema: -3ur Methode der bbdoiuvhtcvd'! t".iV Pro'. C. brich, habe erklärt, da st cd ein leichtes sein würde, diele Ucberfrfrreitunfl zu vermeiden Der Vorsitzende erklärt, hast er hielt | Richtigstellung nicht gemacht bade, um Angriffe in der Press.- zuruckiuweijen, sondern nm sestzustellen, hast der Verein hin Pro nranun aus her Au- ftellung durchaus erfüllt Habe. Iföjolgt nun die liTitattung des Maiienb’ridtt? hurdt töcrrn Tirektor I öring iv, 1 e h c n. Am Schlüsse deS IaHrcS 1007 betrug das Vereins vermögen 9430,03 Äk, währ'-nd khihe 190« nur ein lolweS von 3231,61 Mk. c-der weniger 6178,42 Mk vorhanden war Tie Aiiijt'Uung eines Poranidilags war unterlassen worden, weil sich die l'-nnabmcn unh Ausgaben, insbesondere hieicmgen^hurd) Die Ausstellung, euch nicht annähernd fduuicn ließen Ta-S Rech« nuiigscigebnis gestaltet sich im einzelnen wie folgt: Der Ver mog.nsstand betrn.i Sndc 1907 9426,04 Mk.. wozu eine Znis biifcrem kam. die nachträglich einging nut 3,99 Mk., bi c ui ad) 3tanb Ende 1907 9130,03 Mk Iie ukiamteinnobmen betrugen b-r V rnahinc ergibt iid» ein-- Mehrausgabe von 6178,42 Mk und । -ni VrrmsgenSren von 3251,61 Mk Dem Rechner wird Ent Bann auch im Rachborbad e« äbnltay* Äonxrt zu veranstalten 1 bemna* l als bei andere 'Bx^ute f wtt. eine ralh rm p "hin mtbrmt im -prüde! ^orel e-M der Mnjikwelt wenvvllen Anreoungen m dem q "I N iaer uniner Äooni.nas-. * - .v .n-1 ,Dc-' : ■ injun nünftier, der schon mehrmals un-err | motrarr bieten werde der Lat," ; «bterMtig? unmöglich, ^teb- b 6* hat Thomas Mascha« ,cr w rd persönlich 1 ein die jchar^-.nmgen 2!u*rübrur ;en B er i:cr», Mc nn ganz neu bnübmtr, Sninteit lenen. Tas •>. ih'inftlerfotueTt her '^eoßh amgef Girpräcc Nagen, asch nnc tu ifuunen dieriRer null «huruDcllr -i-':ii- r '7'd»ster f?etpua "ndet 3amStaa abend den atefe, reiche und tum ^nl unerlchsOliche iwlbOTfllai rir «d Za imltobt, 1. 3u(i. In (Seaenmarl deS Drost lian.iek"- an rru.-r X'm-.e 6 f: an Die xparfav.n. Me nnen □ . xoimiiaoi, 1. ? » „r-.n-nAm campain^beft-nn von ' 'Milliarden ^l.crf oentzen > dre herioq3p60tc6, EtaalSmuuiterS E vald, deS prci-vi'chen . fi0 $w| k . amlh(tl-n Taz tvertce iallen amortijobrl Gesandten Tttbm. 0. )enisck», deS DtadtkommandeurS, uer I a, . inh Senr.itiiung her gemeinnützigen Bauverclne cui* höheren Dkilitärärzte und aller Evisten der staakkichen und Igcnom men und unter timende oberer' 1 ira-'ne gestellt werden fkädtiichen Behörden wnrde deute daS neue, nut einem Rotten-1 Iw Tilgung toll hura» c -rccttf -paaike noücher. am bw der . \ ... x«. »n>Art rrhn itf 113 h 11 i A f I «TebitneJnw' tahrlich (»in»a i ngeti tu machen bat. encUw. aufivanbe von nahezu 1 M llion Mark "baute ttadlt chet b U..nitt,tffrun4 lancham au' brn Aormal'atz von s>a11 enfchwimmbad eröffnet. Vor oem voupwona. rano r n j,ro; cr p .Kirben werde,' ,m:n Di iroetf r i^lb- rin Fettakt statt, wobei Bürgermeister Tr. l^lässing bie|ouf[|f auj oi: B, ermer cu-m.rbam naebt. sind bw gebens- LÜ-iberede hielt 9iach der Tyetec fand ein Rundgong durch ,.nd 3chadenv.-rucherunq»gesell'chasten nut Alt.en und aut Segen- das Bauwerk itatt, das m seiner ganzen W nach anttker- ^eu.me,.^ Vorbildern geschaffen wurde und dabei doch >n mooemeni | t),.Ol?rSUgtn x?irr will Biermcr mr Amberung des ‘Hnfi»- Baustil erilandei, u’t. X r f f enbad) a. M, 1 3ult. Aus her heutigenl ur den «lem Wohnungsbau bis ;u Treimeriel dialle de. Vei.tzer- hie iaU'ie Veriicheruni,iumn.^vre«tn. tollen auch die Ardeitsloienirag o reip. me |um ö,.- vnporbel an ;werter stelle wieder zu loichen. ne drille, beschaftigung von Arbeitslosen, hie burm «Tcinrncit oocr|Oflnt t>fr ^jQnt1bTlftaUÄqabr tanactiluh imer'chöv'Uche Seldauel'.e ^edrechltchkcit erwerdsbeschrcknkt sind, beschüttigte wrederiun untere .s?vvoldekenbankcn 3n einer Novelle «um Reich»- die Ltadtverorbnetenverjammlung Ter Ausschust für '?lr- hvvothekenbankgci'etz von 1«9" sotten die Torl-ben für mein- beiter- und Meldewesen beantragte, DCix Beschluß der 3taM-1 ebirfte pr pilegiert werden, wenn ue durch SobiiunisDemnc und Derorbnetcn*)t’riainmlunfl vom 29. Aortl ds II derart ans- .adlungssähmc llntcniehmcr auigniommen werden und die ?inS- «-«LWBLVS SS*K neten ,3entmann, vom Aortl n. 3». cno«b»br)d)ranlL ,;1>n ^^niiaroruchen ,Tragen ,u ducchdach-en. neuen Arbeitslose nicht mehr zur vcriiellung von ^IraBett, Dcrcn ^orirhiaacn, denen die Versammlung mit gr-panntn tu merksam - osten durch AnleiHemittel ausgebracht werden muiiett, yi kil iolflI Irrriüenben. — Auch die Ablösung des Präsentationsrechtes Ter Vorlrai des L»errn Pvoi Tr Biermer iinb fcbbaitrn. hes pursten zu Mnburg^Birstein zu den Volksschulen iiihmebcrboltn* Bcuatt uno evenso hu- cnrdmntnt«- «urdigung Ctfcnbad) stand auf der Tagesordnung. Tein Abschlüsse b<*-31 feiner Ausiulirungen durch den '3cmneiron:unii>ai. her an* leinen l’-ertran- wurde \uaeftimmt, obivohi ein üi Berlin lebender 11 iienen Erfahrungen h.-raus h,c Turch-u.irbarkcit cxr Bierme r - Agnat, Prinz Dieter zu fh'cnburg-Budingen-Büdütgen, seinen iäc n Plan? als zwrifelbast bmiielltc und he als . gründ- WormS, 1. Juli. Dte heutige Stadtverordneten- e..,.», .... o cr f a m ml un q wählte den hiesigen Ltadtbaurat Mc tz le r l Verein du vom Referenten Pi " Bi-rmer in ewem aiisgewchneten «um iw.it« bciolbd« e.ifl.btbnrt.n. ^.J,' |] Marburg , 1. viu(i. Em alter hesiiicher Jitritt, I»i, ^nitr,dcil hochiiiteresiam-n und duievn»c.i originellen V 'i'dgiui ^uttizrot Theodor Welcke r, ivurde heute zur letzten Ruhe! zur Aihnfe snmvaloisicre. io könne man d-'ch un nnwlnen bin- cr>„ gicri/ifhene der ein Alter von 76 3abreii sichtlich her vraktiichen Tluduahrbarkclt dieser Anic.i'.marn Be ^bracht, -er ^b.ichenc der cm .inet oon - erreichte, war frtiher in (»ic .cn und Bicdenkopt uno guletjt I wcj( mmt timiidien ann.-n »erzen» einen icit langen Iahten in Marburg tätig. — Tie Meldung ver-1 vollen Erfolg wünschi, muss 2S.i-> unn.cbfi dir 3hee rnlangr, I " ,.hrr yraninbmni schaftung von (Albern zur ;weiten »ypothek zu dellen, io könne I " ' L nuut nicht ohne w iteres über n Bcd.»len wc,igeb-n. da |id> _ - ti«cc;c*A» ZbHiuAiKAMJt. pfrt iiii’Orang- und da> me t o.uinr y.u» Der Ernst Ludwig Verein, yesstscher dentraiocrctn fassen bet rohe, wenn bie»c, statt iid). tote dae immer ivicder gc für Erricsttima billiger lvoftnunaen toroert w.wdeu in, inimhc . .<. ■ - ■ Darmstadt s> ine dicsjäl ihircicb aus Ulen Teilen des Landes dein du war. AlS Rcgu irr criten Stelle gebat, weil sie sich arosie Cbicfte ans l > ungsvertreter bemerkte me.n di Herren Ministerialräte Tr ttlinger I suchen, io dos: hic Vern^iitung keinen grasten Aovarat in An iinb 2ftifcrt, ferner (Heb. Cbminanyrat cdiäter, Tr '46agn'.-r, Lpcjd, nimmt Es je, nodi nicht lange her, dast man hur Rvl ' eichste. isaba. O'iaf Criola. Aba. Bürgermeutei ü .rren..!, ,,,, Ausleihung der van heu Versul -U u aa'a- br idu -i |Mein r: it Tr (dutilciid) unh zahlreiche Monununalvcitrctcr uiu |,. l{>rr un , >t , nvn ein a n " . prudj bum. wenn fmfofleroert uiienlbctnttich erweisen wird Aus dem reichen gesamte Siaatf- und Volkskunde |mb in erster Linie die E , Betriebszählung hccvorzuheben. Eine besonders aus fuhrliche Bcarbeitunq hat auch das uapi'.cl Finanz | wesen, insbesondere die LteucrvcrhcilNllise im i-srosther ' ^ofltun-, erfahren Zum ersten Mal für Hessen ist nie in । letzter Zeit viesbeivrochene u r i m i n a l st a t i st i k gegeben.1 ebenso zum ersten 'Rate eine Ltatistik der katholischeii mrdic Tie Bevölkerungsstatistik ist bis zu Bcgtnu des 19. 3ahr Hunden zuruckgkf-.lhn In ihr ist der Zkinder- und Laug IlNgsfterblichkeir, ebenso der 2.t mobile), 8 handel-, Bonk- unb Kreditwesen (darunter Lvar- taifeit 1( 9 Handelsgesellschaften unb Ofenossenschaiten, 10. Re- hÄDn, kirchliche Verhältnisse, 12. Unterrichts- und Er ziehungswe!en auch Bibliotheken >, 13. Rechtspflege (darunter O.l-fangcneiistatistik, 14. Finanzwesen auch Gemeinde- sinanzen „ 15. Mcdizchai- und Vetcrinärwesen, 16. Decsiche rungswejen iBrandverslcherung unb Feuerlöschwesen, MTan- tcn*. invaliden unb Unfallversicherung >, 17. Militärwcseu, 18. Reichs- und Landtagswahleu, 19. klimatische Verhältnisse au di Lrographischi's unb PhänologischeS). Anhang: Berufs- unb Betriebszählung. Durch geschickte Raumaus r u^ung ist trotz der Menge neuen Materials her Umfang des friilieren Handbuchs nicht iiberschritten worden. Tie durchsichtige Anordnung der Zahlen imb der klare Truck verdienen volle Anerkeunuttg. Der Preis von 2 Mark für das gebundene Exemplar ist außerit niedrig gehalten. in itüöli Jahren auf 6600 Mk.; dazu WohiiungSaeldzitschnsl. ^„bnuimsmcingcl. Im perqanqcncn Jahr wurden von den qr r nh bis1 ..... 17 <(i d 3 bei der Minister al. 'N-.inwtziqe" Bauvereincn Wohm.nacn zum .verstettungswertc von: Wlclmmgcn sind vis zuu i«. zmt o. oct oci ^imiieriai ,^^98 Mark errichte,, eine zwar ganz stattliche Summe, die aber übtcihi.!'- r II 5d)idanqclegenheilfn emzurcimen. — Lev dHecker Stiftunfl. Der sm Psorrer 1.' ndheclei b -her von den Bauvercinen .">.)6 Hauser zum .Hcrskettungowertc Hncrbmi- machte gelcgentlidi bet 3 nb e l i c t c r ber U n i p c r h npn 6<(, Millwneii Mail .etrichtet, hie 1317 Familien Wohnniiq tät (Mienen ; iv c i 2 11sluNfleN von je 3000 Mark. Tic bieten Die sinaitiielle Lage der BauvCieiite war im nllarmein.-ii eine galt her Ui,lveijitätSb,bliothek iw Vervollständigung der iebr rfd)t gill l^-'ch.isl-ttapital befug Ende 1908 1 240915 Mk. manflelhasten V< isl i onSl i tera tur , die andere her iheo rtll^rrttcm veri. gten hie 37 Bauvereine über X.servcn im Bet tage loqiidrn Fakultät Aur Begrilnduna eines Preises für eine Wissen vo|l yj;s # n(i0 20 Proz des hkichcitotavitdl.- m An kurzem bat Lcudheder iiodnnnl» l'HWi Marl gestiftet, von beten I |.(.[(unfl in oer Presie Perivahrunq ein, als ob bei den au' her Zinsen alle zwei 3ahrc ein Re i s cst i pen d \ u in umi Besuch von vorjährigen hessischen Lanoesausstcllinig ausgestettt gewefenen Anstalten unh Unlernehmnngen her ousteren und inneien M nwn I <,^bcn>. '.'iusterbäu>crit uifoicrn eine Tauidumq des Publikums tungen hcsiisd'-n Theologen gewahrt v. rden soll. Zur Bewcrbuna stvttgcsimhcn hätir. dast hie nir hie Herstellung dieser Hauser um dieses Reisestip ndiitm sinh Theologen berechtigt, hie in^den „iigegeünen Preise nicht den TatiodKn cnt'prndien Tas Dovve! hliischen MirdKUbicnft zu trete» bcabiubiiflcn, unb war: 1 ein baud ber Firma Cornelius Heul habe 7247 Mk, das her Firma an hniridx-n staatlichen Universitäten nnürfa'l v | Aewerbuiigssemester in Ziesten immatrikuliert iuio 2. M-uibionten rv,.l" i3Sb 'J.\'f q lostet Ta hic verstettungSkosten für hr- Toopct - gestellt sind Bewerbimgen sind einzureichen an den Dekan der >^sifiwbetidireitlwa criolqt, aber der Erbauer hesselben, Herr । Wiciicn, her niu_ hau Tin hoi . bifltrfentmatt' in Friedberg und dem Stifter das >iuralotiiim tnlbrt das die Stifhing vermaltet und Has Reisestipcndiuni bewilliat. ‘To# :H' lieftivcnbium wirb erstmals im Sommer 1910 mit 250 Mk. verlieben Die Stiftung für eine wissenschaftliche, die Mission !r treffnüx Arbeit, wird am 1. Juli d. 3 suni erstenmal einen Prvis von qleidiialk' 250 Mark verleiben Herr Pforrer LcndHecker, brr sowohl aus dem (gebier der inneren wie der huste re» Mission ftbun viel geleistet, l>at mit seiner Stiftung un Geiamtbetrag von 10000 Maik insbesondere der Förderung h.-s Misiions-Interefses unter den iungen Theologen einen wesentlichen Tienu geleistet. — Zur Dienstentlassung eineü Lchuymannd auf dem TiSziplmarweg sei auf Wunsch uütgeleilt, das; der Entlassene gegen die Entjcheidimg deS ProomzialauS'chusteS • • RreiSamtßpcrfonalicn. Sc. Königs. HoH. der Grobherzog haben denKrciSaintmännernLudw. Matthias bei dein Nreisamt Erbach, Tr. Stad LöSlein bei dem KreiSamt BcnShciin und Ernst Werner bei dem KreiSamt Worin« den Charakter al« RcgienmgSrat erteilt. — F j n a n z p c r s o n o l i c n. S. K. H. der G r o b h c r z o g haben den .hauptsteueramtSassiitcntcn bei dein hauptsleuctawt Mainz, Viktor Ruhl zu Mainz zum RevisionSkonttollenr bei dem Hauptflcucramt Ostenbach, den .hauptsieueramtSassistcntcn bei dem hauptsteucramt Darmstadt, Rich. Müller zu Darmstadt zmn Rcvisionskoiilrollcuc bei dem ^aiiptftnicvamt WormS ernannt, den HauvtstcucrawtSassiitcntcn bei dein Hauptitcucramt WormS, Will). Rcbhuth zu Worin« in gleicher Dicnstcigcnschast an daS hauptstcucrauit Mainz ver-1 setzt; den Finanzaspirantcn hch. Koch aus Darinslaht zum hauptsteuctaintSassistentcn bei dem vaupthcuccamt Darmstadt, den Jinanzaspirantcn Kg. Jett an« Kastel zum hauvt- steueramtLassistentcu bei dem Hauptsteucraiul Dtainz, den Finanzaspiranten Karl Irlenborn au« Königstein i. T. jum HauptsleucranilSassiitentcn bei dem Hauptsteucramt Worms und den Finanzaspiranten Adam Ackermann aus Tarrn- stabt znni Miniitcrialrcvisor bei der Buchhaltung des Mi- nistertume der Finanzen ernannt. • • Lehrerpers onalien. Ucbcdragc» wurde dem Lehrer Adam Berg zu Hetschbach eine Lehrerstelle an der ' Gememdcschule zu Seligenitadt. • • Erledigt ist die Steile eine« Direktors an der hüh. Mädchenschule in Offenbach, schalt 5800 Mk., steigend liiüuni erteilt , Bei her daraus eriolglen VoNlands t. Heff I Anichtnst an die Gefchöltsberatung hielt Herr »rcisafststen» GefangenanfseherE statt. Irat T. Best cmen laugen interessanten Vorteaq über ..Inder- # Bad-Ranbeim, 2. Juli. - Musikalische Zwei be- ki-loie und Wohnungesragc' den zweiten Vortrag dielt Herr sondere mujitoliidK «emlfse stehen m unserem obr "m - 'vn Pro Tt Biermer cstenen uv r / de 1 dbef a»a f f nng rnctru unb Diclinhgnt - on lertleben für die nächste kit bevor • fl r * r b • 11 er b o u r u b c r b i c mü n bei) i d> e r • f* rc nje "ht aller für-.c gcvni di zum erstenmal vereinigten Murortheilrt | h n n u # " 3" - nitüni iqn. nc» B 'brnigung ,Cit vombmii v o >? und Bob Ai »beim, fi- hann mit einer Be latztcnmaterial#, i > tret.. ’lL.tcn -h -* leudneu der i.-Kiuw von co 100 Musikern amcicu. ein ,,, i Ratwaalöksnom 'chwier.guc Problem>do, mexmen Bohnung) icrt Mit einem hciooi ragend '-,nen und .leichuiackvolten Jvo tage, die B- 'ckia m« noetttr VOWtbdm, i iioft.u i . »ftk nmnun Muittbf kioe 3nxm 2chuU Hornburg unb ,.iv lin.ciücr unter gapi naicn i'-eudu'panhen^ im» wird dem ti>rn XNUtf Winderüeni-Lelvzig-Bockei'heim i .:d>n ad-vech id Ni: b • E»i >l Lud i gverein», ^errn rr-.l- m, v v ** unter aicirn ^er ertrag bi\' Öxtvolcm.irrt# soll der n u irü;.1 “..r , ' u Icbiastev i ' Ort V -m ih • i i| orai Nmions- und «ntcistutzu.igsk.ii e d.- -u - dev ;u’it h-n plan <• eine. ivx Ve»tun • ur:n 1? ph* Okgrnlcifhin.i muh Äin titeui _ -tn belo baraui I wtncnKbaiUuhcn erorttrjng ? . L-ohnunosproWcm. *fvtir fcfl^pondiur.jci UunNgcnosicn nn^u Bcjiuy adstutuu, um mit iljnen • nete, Recht geben müiicn, wenn er meuue, datz der VortfLg, der kommen witd Eocnst' günstig wie ixt Auobefforungoverfuch bei l*ÖDDtn |fn ist nun Sei Austmtlull' im sleien >lve bei hcufoar schlechzrNem Kettet Und oao Etgebm# oifirt zioanasweifen tfcr- 2O°lo Rabatt Doppelte "Rabattmarken! Doppelte “Rabattmarken! Küiematograph? Bahnhofstr. 54, gegenüber Hotel Grotzherzog v. Hessen © (B7r H. Tichy SelterSweg 43 Ecke der Goctbestr SchvhwareD-Ausverkauf enorm billigen Preisen erworben. zu H. Freund, Gastwirt. Kaufhaus S. Elsoffer Casseler Schirmfabrik 04851 Seltersweg 9 (CWtl Giessen ^aaiflennicn Es ladet ergebenst ein 3611_____________________ Hessische AutömobilAnstalt Peter Kronenberg Tel. 680 Süd-Anlage 7 wancr, ^Ärbc mitte!, Nrottier- und Waschband schnbcn, Bade- baubett, Sckwammbeutel empffehlt für Fahrräder Spazierstöcke Riesenaaswahl Neuheiten bekannt billige Preise Programm vom 2.—8. d. Mts. Der Totschläger (von Emile Zola) dramatische Komödie, ütunüfilm, 800 Meter Imin. Vorsührungsdauer zirka 1 Std. Ge iniclt von den bedeutendsten Pariser Künstlerinnen und Künstlern. Textbücher ä 10 Psg. sind an der Kasse käuflich. Unsere Kinder, stürmischer ^acherfolg. Du wirst ee> mir bezablen, humorntlich, — Tonbild — Arie der Violetta aus: Tranata, gesungen von Geraldine Farr er. Während der Dauer dieser Vorstellungen haben Vorvcrkaufsbillette auch an den.Wochentagen keine Gültigkeit. Preise der Plätze: 1. 80 Psg-, 2. 60 Ma., 3. 40 Psg. .Kinder unter 14 fahren die -Valstc. 04915 :Loden-Anzüge Reichhaltiges Lager in echt steirischen wasserdichten Loden Englische Damen-Kostüme Heinr. Krevert (■”’ Plockstr. 11 norm. Jul. Fischer, Plockstr. 11 Auf einer Einkaufsreise habe ich zwei Lagerbestände Schuhwaren Bekanntmachung In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen: Die Firmen 1. Basaltwerk Lollar von Karl Zimmermann zu Lollar, 2. Karl Schäfer zu Lollar, 3. Karl Zimmermann, Quarzitsteinbruchbetrieb, zu Lollar sind erloschen. Gießen, den 28. Juni 1909. Großberzoglichcs Amtsgericht. l'tzLeßli-h ;L^ndt W'&e bel ast- KngsxLagt B>c w Immer und immer wieder braucht man bei Schuvvcn, -Haarausfall, Kablköpffa feit d. natürlichste, billigste, überall cingeführle Haarwasser „ IhvVi Wendelstciner^Üll^lIkl' § Bmnchel-LvmtllS °>l. cin„ uniner S(e Don > bit c;n unnn,»glid) !; ■» N. btj ’ur "rk &Sltb,c> 5 'o|lcn nrn .i.^e en <^obcl ges.,cr krnst Ludwigs- einem ousgezcichnclen torbergnmb des In- nil btt Tendenz der vrigniellen PorsGge ick im einzelnen hin- cier Anregungen Begnade deshalb nickt, nmen Herzens einen bst die Idee anlange, mgen aus billige Bc- 'f zu stellen, so könne Weggehen, das sich so- zllianidilät der 2par- as immer micbcr gc- nun auch nach mit m. Beiler hat Herr hypotbelen auch die nur deshalb so billig h grofec Cbicttc missten Ayparal in An- •, dast man hier h- rsicherten auigebrachlen derspruch darin, weint irnngsgescllschchen die. mb in kleinsten Kosten lierrnn nud) die hyp." sssigcr Taxe, wie man tc, kleine ffioWwer solche Erlaubnis hätte sverwirrend ivirkt, die et nud) die Lermaltnug aber sei der Vorschlag r daraus hinaiisläusl, isilos einsvringen und -schassimg aujzm«icn die in Tarmliadt be- Wohnungsnackivcis mit tllungsslctte sur ziueitc Ils in ciltcr Ämc pn lachiragc, unb hier ab- t Ä Scrbnicruug n Gebiete. Im ubnnen ast er mit MM $ . da,; man nber m Gegenteil, er mürbeJ* Vorschläge W mm Begabung, u. Ehrung erhielten- «. r, sich die yerre" 5)T. L. Württemberg et q)lüller--v'wei. Günstigste WMM Wafferieitungsverdingunq. Die Weiiersührung der Geineindewaffcrlettung Leun nach Bahnhos Braunfels und -zwar rund 1400 lsd. m 80 nmi weile Guir- tobrlcituiKX mit Lalm-Dütker einschl- lamtllcher Lieferungen und mit allen Nebenanlagen soll in 1 "^öffentlich vergeben we^dew Die Verdingungsunterlagen und Zeichnungen tönnenbei. dem Unterzeichneten citmefehen werden, von dem auch die Bedingungen und AngebolSiormularc, solange der Borrat reicht, gegen poztsrele Einsendung von 3.00 Mk. bezogen werden können Angebote sind verschlossen und nut ciitivrccbcnbcr duffdiutt versehen bis zum Dienstag den 13. x,nlt 1909, mittags 12 Ubr, vostsrei an das unterzeichnete Bauamt einzuienden. zu welchem Gleitpunkt daselbst die Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter geöffnet werden. Zuschlngssrist 8 Tage. Wetzlar, 30. Juni 1909. ,c'" KreiStitsbauanti. zu unterwerfen. Um rasch zu räumen, habe ich die Preise derartig billig gestellt, daß der Käufer 33 Vr %, gleich 73 des Kaufpreises, spart. —— Für jedes Paar wird Garantie geleistet. —- Mein Lager von zirka 3Ö Fahrrädern null Motorrädern:: der Marken Dürkopp. Weil, Mars, Triumph mit und ohne Torpedo- Freilauf und 2-jährig. Garantie, verkaufe von heute, um damit zu räumen, bedeutend unter Preis. [d,*6 IM uaäi'sc i^ daß ^llsvorleinng UDei bichte.“____---*= ' ,icht ver- KnegsS an5 lckE und SSSfg'iS sS-*L» jenfäÄ“i Die Erd-, Maurer , Oberbau- u. s. w. Arbeiten Aur Herstellung des neuen Personenbahnhofs Wetzlar lrund 18000 cdm Bodenmaffen, 1.-00 cbm Mauerwerk, 130 cbm Werksteine, 30.000 qm ^bcrbauvack- läge und 7000 m Oberbau) sollen ni einem Loic verdungen weiden. Zeichnungen und Angebotsmusterliegen nn Bureau der^lruab- tetlnng zur Einsicht aus. letztere können, solange der Vorrat r crcht, au 3.00 M. (poithei) von hier bc.wgen werden. Die Angebote wer^ den am 29. Juli, vormittags 11 Uhr, im Bureau der Bauabteilung 9 Vollendungsfrist: 6 Monate. 3nschlagSfrist: 4 Wochen. Stvnigliche Enenbabn-Bauabteilung Wetzlar. kFl.7öPfg.,1.50u.3.-M. ächtÄt 'Wendelsteiner Kircherll -°^Alpina-SeiscüM.0.ö0, Alvina- ^-Milch X M. 1.50. Brcnnessel- ^-Haaröl M. 0.50, Pomade 1.-. ß^-Alpenblumensommer- sprossen-Eröme M. 2.—. Nackahm. s. schleunigst zurllck-uiv. In Avotb., Drogcr. u. Parfüm. Univ.-Apoth. zum golden. Engel, Drog. O. Schaaf, Ang.Noll,Krenz- drogerie, W. Kilbinger, Löwendrogerie, E. Karn, Centraldrog. Krofdorf Kroldorf Am 1. und 5. Juli 1909 feiert der diesige Kricgcrvcrcin fein 40 jähriges Stiftungsfest — im Lokale (Garten) des Gastwirts Freund — Sonntag 1-2 Mr Empfang bet auswärtigen Vereine. 2 Uhr Fcstäug, Legrühungsredc, Tanz- und Volksbelmtigung. Montag von 10 Uhr ab Konzert und Jrüb.schoppcn. Aachnnliags .JiontaB d iiitb Abend 6 Uhr Koüum-Ouadrille getanzt von '18 Paaren «Herren und Daweni, arrangiert von ^.anz lebrer Herrn Karl Tchnndl aus Ohchcn. 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