Erstes Blatt 159, Jahrgang Dienstag 3. Februar 1909 u.Soitb" und „(Berichts- bis »otJnass's Ubu «»ta«»nrdn,ck Md Verlag der vrühl'schen Unio.-Vnch- »ad Steindniüerei «. Sangt, vedattlon, Expedition und Druckerei: Kchulftrahe 7. Nr. 27 Ter Eichener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich Sletzener§amilienbiätter; aroetmal roörbcntLKiciS: biatlfürbrnUreckSirtzen (Tienstag und Freitags; zweimal monatl. Land- trirtschafiliche Seitjragen Fernivrech • Anschlüsse: für die Redaktion 112, Berlag u. Expedition 51 Adresse für Teveschcn: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen Bezugspreis: monatlich 75 Pf., vierlel- jäßrlid) Mk. 2.20: durch Abhoke- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.: durch diePost Mk.2.— yiertcl- jährl. ausschl. Lcstellg. Zeilenpreis: lokal lüPf., atiStvärts 20 Pfennig. _ Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f. Feuilleton und „Vermischtes" K. Neurath; für „Stadt ietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen Brief dem Ches der Gehernrpvlizei mit den Worten: „Sier das allerinteressanteste Dokument für Sie, welches meine Schuld vollkommen festste llt." Inzwischen kamen verschiedene Personen zu Lopucknn zu Besuch, darunter der frühere Gehilfe des Ministers des Inneren Fürst Uruss-ow unb andere, welche sofort dnrchsuclst und auf inehrcre Stunden verhaftet wurden. Lpuchin wurde nach der Haussuchung in einer geschlossenen Kutsche ins Krcsty- gcteiit, daß alle Schwierigkeiten bezüglich des Bo.F.tt behoben seien und daß die Llovdschiffe von Triest anstandslos Waren bringen können. Die Chefs der Lastträger beschlossen, gestern die Ausnahme der Arbeit, wenn die Pforte in dm Zeüu"g n publiziert, daß sie durch die Entente b.sriedgt sei. Die e Pubi- kation soll morgen ersolgen. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. D!e Lnttawung eines russischen Polizeispitzels. Die sittliche Verwilderung Rußlands hak in den letzten Jahren erschreckende Fortschritte gemacht. DaS lehrt die kürzlich erfolgte Entlarvung eines russischen fAKizeispitzels Asew. Dieser Mann ist als Werkzeug Myer russischer Polizeibeamten jahrelang an den schtversten russischm revolutionären Verbrechen beteiligt gewesen: soll beispielsweise an den Ermordungen des Generals Bogdanowitsch, des Ministers von Plehwe. des Großfürsten Sergius und schließlich auch an den voriges Frühjahr gegen den Zaren geplant gewesenen Mordanschlägen Anteil haben. Die französische politisch« Wochenschrift Opinion sagt zur Entlarvung des russischen Polizeispions Asew, daß dessen Tättgkeit beinahe dem Präsidenten der Republik das Leben gekostet hätte. Asew halte von einer Hollen Persönlichkeit des kaiserlichen Hofes eine Million zugesagt erhalten, wenn er den Zaren durch die Revolutionäre umbringen lasse. Das Attentat wurde organisiert. In Reval nähertm sich, als Falliöres zur Seite des Zaren stand, drei mit Bomben aus- gerüftete junge Leute. Es hätte nur einer Bewegung ihrerseits bedurft, und der Zar, der Präsident unb sie selbst wären in die Luft geflogen. Neben dem Zar stand aber zugleich sein Söhnchen, und die Revolutionäre wollten fein Kiird tüten. Sie zogen es vor, sich festnehmen und hinrichten zu lassen. Das System der Spionage imb der Prvrwkätion in Rußland erreichte unter Plehwe seine Blütezeit, erfuhr dann mit dessen Ermordung einen gewaltigen Rückgang, wurde fast gänzlich desorganisiert, und erstand erst nach der Niederwerfung des Moskauer Aufstandes am Ende des Jahres 1905 zu neuem Leben. Von da an geht es damit crescendo. Sowie Trussewitsch zum Direktor des Polizeidepanements ernannt worden war, versandte er an alle Chefs der Gendarmerie- rntb Schutzverwaltungen ein Zirkular, in dem anbefohlen wurde, kein Mittel zu scheuen, um in allen Bevölkerungsschichten die weitestgehende Provokation durchzuführen, unb zur Verwirklichung feiner Pläne setzte er mehrere skrupellose Männer an die Spitze der ,ck»lckischen" Territorien, in die er das russische Reich eingeteilt hatte. Ja auch das Llusland versah er zur Ueberwachung rnsiischer Revolutionäre mit einer einheitlichen Organisation, die in Paris unter Leitung eines gewissen Hartwing, alias Petrowski, alias Beire, ihre Zentrale hat. Die Provokation ist die eigentliche Krone der Spionage. Was dem Spion meist verschlossen bleibt, das enthüllt sich dem Provokateur, der oft mit einem Schlage in den Reihen der Terroristen zu einer einflußreichen Persönlichkeit wird. Nachdem ihm mehrere Expropriationen ober Attentate gelungen sind, gewinnt er ein solckjes Vertrauen bei den Anhängern bes Terrors, baß er sie mit Wissen bet Polizei zu größeren Aktionen SU bereden vermag, bei denen die Verratenen nebst unzweifelhaften Belegen den Häschern in die Hände fallem Die Vertreter der politischen Polizei, in deren Solde diese Spitzel sind, erhalten dann natürlich für ihren „Eifer" und ihre „Umsicht" allerhand schöne Belohnungen: Geld, Orden und Rangerhöhung. Jedenfalls scheint sich diese Tätigkeit zu lohnen. Aber dieser Tage ist nun der ehemalige Chef der Staatspolizei Lopuchin in St. Petersburg der- haftet worden aus Enthüllungen hüt, die über die provokatorische Tätigkeit des Polizeispitzels Asew gemacht worden sind. Lopuchin, der unter dem Minister v. Plewe und Fürst Swjatopalk-MirSki im Kabinett des großen Witte eine fast allmächtige Rolle gespielt hat, wurde verhaftet, weU gegen ihn eine schwere Anklage wegen Landesverrat erhoben worden ist, deren Richtigkeit feststehen soll. Lopuchins Privatwohnung würbe nachts von -10 Polizisten umzingelt, worauf eine Haussuchung stattfand. Lopuchin wohnte der Haussuchung, bie sein früherer Untergebener, bcr Chef der „Ochrano" (Sicherheitspolizei) Oberst Gerasmrow leitete, blaß aber gefaüt bei Er öffnete selbst mehrere Gel-eimsächer seines Schreibtisches unb übergab bem Obersten Gerasimow wichtige Briefschaften. Schließlich zog Lopuchin noch einen Bries aus der Tasche, den er vor wenigen Tagen von dem Mitglied des revolutionären Lkvmitees in Paris Burzew, der den Verräter Asew entlarvte, aus dem Auslande erhalten hatte. Er übergab den Gefängnis in strenge Einzelhaft übergeführt. Lopuchin wurde verhaftet, weil er den Afew dem Komitee der sozial- revolutionären Partei verraten hat Er soll ihr eine ganze Reihe wichtiger russischer Dokumente mit geteilt haben, die der Partei zeigten, wie schwer Asew sie im Verlauf von fast zwölf Jahren verraten hat Eine nette Gesellschaft! polttijd)€ Lagcsscharr. Der Dank des .Kaisers. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht nachfolgenden Erlaß deS Kaisers: AuS Anlaß der Vollendung meines 50. Lebensjahres sind mir schriftliche (Sluck- und Segenswünsche in bc onders großer Zahl von nah und fern znaegangen. 9)1 em Geburtslag ist in Stadt und Land, von Behörden, Vereinen und Korporationen, durch Veranstaltungen mannigfacher Art fesilich begangen worden. Auch die im Auslands lebenden Deutschen haben sich vereinigt und mir ihre Treue und Anhänglickckeit zum Ausdruck gebracht Diese Kundgebungen verrraiierisvoller Zuneiguug baden meinem Herzen wohl- gelan, niid es ist nur eine angenehme Pflicht, allen, welche meiner an diesem Tage nut freundlichen Glückwünschen und treuer Fürbitte gedacht haben, meinen wärmsten Dank auszusprechen. » O^iuurkonkretz. Der internationale Opiumkongreß in Schanghai, auf dem England, Amerika, Deutschland, Frankreich, Rußland, bie Türkei, China, Japan, Holland, Portugal, Siam unb Persien öertieten sind, ist eröffnet worben. Ter Generolgouverneur TuawFang begrüßte die Delegierten mit einer längeren Anjprache. Ec führte ans, daß die Unterdrückung des Lpiumgenusjes schon bemerkenswerte Forischcitte gemacht fabe, unb betonte bie Notwendigkeit eines RegierungsmonopLls. Der französische Vertreter beantragte, bie Verhandlungen der Kommission in französiscljer ober sonst in zwei Sprachen zu führen. Der Antrag würbe einem Komitee überwiesen, dürste aber schwerlich angenommen werden. * Die Lage auf dem Balkan. Die in Aussicht stehenden Bei Handlungen zwischen der £ürt t und Bulgarien wollen noch immer nicht in Fluß kommen. In Londoner politischen Kreisen ist man zu der Ueberzeug.ing gelang , daß bie, türkisch-bulgarische Situation sich weiter zugespitzt haue, und baß bie Intervention der Mächte sich nicht nuc m Konstantinopel sondern auch in Sojia werbe geltend machen müssen. Mau ist ferner überzeugt, baß in Konstantinopel bie Schwierigkeiten nicht unüberwindbar feien, wohingegen seilens Bulgaren weiterer Widerstand zu erwarten sei. Ebenso ist man der Ansicht, daß beide Regierungen es wegen der geringen noch besteh.nden Tifte- renzen zu einem Kriege nicht kommen lassen werden. Der Kollektivschritt der Großmächte erfolgt nun heute. Dieser Schritt, der von allen Mächten gemeinsam unternommen wirb, bezweckt, wie verlautet, in erster Linie eine beiberseitige Abrüstung, a.so Beseitigung ber Gefahr von Grenzkonslikten unb einer bald gen Verständigung zwischen ber Türkei unb Bulgarien unter Ausschaltung einer territorialen Entschäbigung seitens Bulgariens. Die b> „Jcni Gazetta" meldet, hat ber (iftoßwesier den tückschen Vertreter in Sofia angewiesen, der bulgarischen Regierung mi.gutciicn, sie möge nicht mit Demonstrationen und ber Aufregung der ö fent- lichen Meinung unnötig Zeit verlieren, sondern er (Liren, ob sie in Verhandlungen treten wolle ober nicht. Sehr schlimme Meldungen kommen inzwiscl-en aus dem Sandschak 9tovi bazar. Zmi- sck;en Serben und Arnauten kam es dort zu blutigen Kämpfen. Die Ortschasten Plevlje und Vertun wurden unter Militarismen Schutz gestellt. Zahlreiche von Serben bewohnte Orrschaft.n sind von den Arnauten niedergebrannt unb die Einwohner grausam nieber- gemetzelt Worben. Auch befürchtet man ben Eckt, all von mo n e- negrinischen Banben. Neben al.en diesen Unerfrcuti-tfeiten, muß aber auch verzeimnet Werben, baß die Beziehungen zwischen Oester- reich-Ungarn und bcr Türkei sich anhaftend bessern. Der Groß- Wesier hat gestern dem Botschafter Markgrajen Pallavicini mit» Ans Stadt und Land. Gießen, 2. Februar 1909. Gedenket der hungernden Vogel! " Ein Inhaltsverzeichnis der Gießener Fa - ntilienblätter und ein solches ber Landwirtschaftlichen Zeitsragen für bas Jähr 1908 liegt bcr Ijeukgen Auflage bes Gieß. Anz. bei. Wir glauben mit biefer Neueinrichtung, bie auch in Zukunft beibehalten werden soll, einem Wunsche! ber zahlreichen Leser, bie beide Beiblätter sammeln, Rechnung zu tragen. Die etwa? versvätete Herausgabc beider Verzeichnisse erklärt sich daraus, daß c5 sich um eine neue Einrichtung handelt; später wird sie sofort nach Beginn des neuen Jahrganges erfolgen. Auch die vor einiger Zeit in Aussicht gestellten Sa mmel- Mappen für die F a m i l i e n b l ä 11 e r (die auch zum Sammeln der Lavdw. Zeitftagen und des Kreisblatts benutz: werden können) sind nunmehr angesertigt. Wir ersuchen die Besteller, die Mappen unter Ersetzung iuer 75 Pfg. SelbstÜrsten in unserer Expedition! abzuholen oder den Bettag nebst Portokosten einzusenbclu worauf die Vioppen den Beftttlcm zugesanbt werben. Weitere Exemplare können zu bemfetben Preise bezogen werden. e * • Tageskalendee für Dienstag, 3. Febr.: Stadt t h e a t e r: .Wallensteins Tod/ Anfang 8 Uhr. • • Ordensangelegenheiten. S. K. H. ber ©roß>< Herz og haben dem Hauptmann z. D. Schneider, kommandiert zur Dienstleistung als Bezirksossizier beim Land- wehrbczirk Kreuznach, seither Kompagnieches iin Jufanterie- Leibregiment Großherzogin (3. Großh. Hess.) Nr. 117, das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen und den Großh. Kammerherren Dr.Jos. v. Loehr, Wirklicher Legationsrat in Berlin, Franz v.Hessert, Oberstaatsanwalt in Darmstadt, und Elmar v. Eschwege, Rittmeister a.D. inKasiel, das Hofdicnstehrenzeichen für 25 Dienst- jahre verliehen. • * Lehrer Personalien. In den Ruhestand versetzt wurde die Lehrerin an bcr Volksschule zu Offenbach Lora Erdmann auf ihr Nachsuchen bis zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit. — Erledigt ist eine mit einem eoangcl. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschute zu Messel. • • Erledigt sind: die Stelle eines Hochbauauf- seherS (Hochbauamt Darmstadt). Die künftig mit einem S t e u e r a u f s c h c r zu besetzende Stelle eines Steuereinnehmers bet dem Großh. Steueramt Alzey. * * Die Reichstags - Ersatzwahl in Bingen- Alzey. Das Zentrum hat beschloffen, den Landtagsabg. Gememderechner Ue bei in Dieburg als Kandidat aufzustellen. * * Schnellzugsbenutzung ohne Schnellzugs- karten. Reisende, die mit gewöhnlichen Fahrkarten Schnellzüge benutzen, tun gut daran, wenn sie dem Schaffner unaufgefordert miticjlcn, daß sie feine Schnellzugs-Zuschlagskarte Haven. Sie brauchen bann nur ben einfachen Zuschlag nachzubezahlen, währenb anbernsalls noch eine erhebliche Strafe erfolgen kann. • • Der Winter ist seit Sonntag richtig ins Land gezogen und hat uns eine dichte unb anscheinend längere Zeit bleibende Schneedecke beschcert. Denen, die trotz der öfters roütenben Schneestürme einen Gang inS Freie nicht scheuen, bieten sich in Wald und Feld prächtige Lanbschaftsbildcr. Aleines FenMeton. — Wildenbrnchs Witwe veröfsentlicht folgende Danksagung: „Berlin, am 29. Jmmar 1909. Das deutsche LÄlk hat meinen Mann mit unzähligen Liebeszeichen unb Kränzen in Weimar — an ber Stätte, die er so sehr geliebt — neben unseren Dichterfürsten bestattet. Den Einzelnen für die Teilnahme, bie sie dem Geschiedenen gewidmet, für bie Trostworte, die sie mir gespendet, den Dank auszusprechen, ist unmöglich. Ich kann nur auf diesem Wege aus erschüttertem Herzen allen meinen tief empsnndenen, nnverlöschlichen Dank unb die Versicherung Qussprechen, daß sie mir in meinem Schmerze tvvhl- gctan haben. Dcaria von Wiloenbruch." — Sudermanns „Saßenfteg" als Musikdrama. Stan Renvuard hat den Roman „Der Katzensteg" von Hermann Sudermann zu einem Liorctto für ein zweiaftrgeS Musikbrama verarbeitet, dem ber Titel „Le moulin silcncieux" gab. Der französisck)e Komponist Gallois, der im vorigen Jahre mit btm Rompreis ausgezeichnet wnröe, hat die Musik zu diesem Libretto geschrieben. — Ueber Au s st e l l un g s b e s.u ch e erhalten wir folgende interefiante Aufstellimg, bei der allerdings die rem künstlerischen Ausstellungen anßer Betracht gelassen sind. Die größte deutjche Ausstellung des gegenwärtigen Jahrzehnts, die Industrie-, Gerveibe- und Kimstausuellimg Düsseldorf 19u2, ivurbe von 5100000 < AVAncn Der stärkste Besuch fand am letzten Sonntag mit 000 Personen statt; der Turch'chiuttsbefuch war 29 46 tätlich. Tie Besucherzahl der Baycrijchen JubiläumS-Kanbcsausstcllung Nürnberg 1906 betrug 2 545 525 Personen. Der lügltche Durch- ^nutsbefuch bezifferte sich aus 16 213, der höchste Besuch (am letzten eomitagi^ aui 69 949, der schwächste (an einem Tauerregentag) auf o ^rsonen« Niir 11 Tage hallen einen Besuch inner 5000, y- *.nne einen solchen über 20 000 Personen. — Ter Bestich der GeiverbeailsUellung Görlitz 1905 und der Teutsch-BÖhmiichen Aus- stelluiig in öieichenberg 19-j6 belief ßch auf je 1‘,, bc* jemge der Mimft- und Gartenbau-Ausstellung Mannheim 1907 auf 4, derjenige der Baiiansiiellung etiiltgart 1908 auf 1 Million. Ter tägliche Turchfchnittsbesuch in Alannhemi war 26 500 Personen. Mehrfach haben sogar bis 60 000 und mehr Personen an Feuerwerlsabenden _ und dergleichen bie Ausstellung besucht. — Tie GewerbeauÄstellung Kassel 1805 war au den meisten Sonntagen von rund 10 000 und au den Abenden schöner Wochentage von 8000, 10 000 und 12 OOu Personen besticht. — Schulärzte und Berufswahl. Die »Münch. Med. Wocheufchrn't^ meldet: Tie Stadt Chemnitz hat die Einrichtung getroffen, daß die an Ostern zur Entlassung fommenben Schulkinder einer Schlußunlersuchung durch bte Schulärzte uuterivorien werde«, durch die iestgestellt werden soll, ob sie für bestimmte Berufe untauglich sind. Die Uniersuchuug studet längere Zeil vor dem Eiiilasuingstermin flau, damit die Eltern je nach deren Ergebnis bie" Wahl des Berufes treffen können. Alan hofft dadurch z. B. Kmder, die lunge>igeiährdet oder tuberkulös sind, von Berufen fernzuhalten, bie anstrengend sind und durchanS gesunde Ar- beiiec erforderi,. — Das Letzte von Shaw. Ans London fcfn-eibt man : Da dieser Tage von einer ernstlichen Erkranknng des Dichters die Rede war, sandte ibm die Londoner ,Preß Affociation- ein Telegramm folgenden Inhalts: »Wir haben soeben von ihrer ernstlichen Erkrankung gehört. Wir waren ihnen sehr verbunden, wenn sie uns Krankheusberichie zur Veröffentlichung zugehen laßen würden." Sharvs Antwort war von gewohnter Llebensivürbigkeit und Originalität. Sie lautete folgendermaßen: »Bitte, teilen Sie dem Publikum mit, daß ich gestorben bin. Tas wird mir sicherlich viel überflüssige Uuaimehmllchkeiten erfparen. Bernhard Shaw." — Striche bei Wagner. In der „Zeit" veröffentlicht Richard Wallaschek einen Brief, ben Dr. Hans Richter an einen Wiener Freund gerichtet hat. Wir geben ben Bries im Wortlaut wieder, des allgemeinen Interesses wegen, das er beanspruckten darf, und dann besonders, weil gerade yiidjiec immer wieder als Autorität unb Präzedenzfall zu Gunsten der Strichs angeführt wird. Der Bries lautet: Lieber Freund! Den mir zugesendeten Artikel in ber „Neuen Freien Presse" („Striche bei Wagner" von gclij Weingartner) habe ich gelesen. Es kann mir gar nicht in den Sinn tonimen, bie mir allein zu- gci'chriedencn Sttiche verteibigen zu wollen: sie waren dumm unb brutal wie überhaupt alle Striche in ben Meisterwerken Wagners. Die in dem Artikel vorgeschlagenen Kürzungen bürsten auch nicht viel weiser sein. Wer wollte auch so dreist jein, den großen Meister zu meistern? Eines muß ich gleich anfangs richtigstellen: bie Wiener Sttiche sinb vom Meister niemals sanktioniert worben.- Cfr war so nachsichtig gegen mich, daß er mit Bemerkungen darüber mich versck-onte.^ Wie ich znm „Sttcichen" kam, will ich erklären. Beck, btescr große Wnstler, würbe alt; neuen Aufgaben gegenüber war er verbrießlich unb ängstlich. Für ben Alberich hatte ich keinen! anbeten Baritonisten zur Verfügung; um mir ben beim Publikum desto kkreditierten Künstler zu sichern, mußte ich nachgeben unb Stricks machen, namentlich im „Siegfried". Scaria lernte sehr schwer — das weiß niemand besser als sein vielgeplagter Korrepetitor — für ihn mußte ich punktieren und ftreidren, „was dat- Zeug hielt". Aus Schutz konnte ich von keiner Seite rechnen^ Der damalige Maschinist erklärte, daß er unbedingt zwischen der zweiten unb dritten Szene „Rhcütgold" eine Panse haben müsse. Die Zeit zum Einstubieren dcö „Tristan" war knapp bemessen, ein Aufschub ber ersten Vorstellung war nicht zu erlangen, barunv akzeptierte ich die Strickje, von denen mir Seidl sagte, daß sie vom Meister selbst vorgeschlagen waren. Die Marke-Szene bliel" aber ungestrichen, weil (Scaria gerade in dieser Szene unvergleichlich großartig war. Nach der zwecken Vorstellung verlangte er heftig nach Strichen. Meine dringende Vorstellung, er möge doch seine herrliche Leistung nicht selbst verstümmeln, war vergebens: ich mußte streichen ober ben Marke selber fingen, wie er vor sch lug. Die Fricka-Szene in der „Walküre" wurde erst sväter gestrichen. Der Artikel verschweigt, baß später viele Stticbe nueder aufge- mackst wurden, als ber sangessreubige Künstler Reichmaun läut. Dabe, fällt mir ein, daß, als ich für Reichmann die meisten Strtcke in ben „Meistersingern" aus machte, ein angesehenes Blatt förmlich nad; bcr Polizei rief, die das Publikum vor meiner Skrichatismachenswut in Schutz nehmen sottle. Für bie Materna, Chnn, Winkelmann, Reichmann unb andere mehr hatte ich — gottlob! — keine Strickje zu machen. Es war bie herrlichste Tat Mahlers inib wurde mit Recht von der Wiener Presse gelobt, daß er die unsinnigen und zumeist brutalen Sttiche in den Werken ganz beseitigte. Er hatte es auch Icidjt, denn er war der Direktor und hatte— loas bte Haiiptsache war — den Schutz der Presse., In amerikanischen Blättern lese ich, daß er trüben fleißig in den Werken stretcht und dafür auch belobt wird. Der Glticlliche-! Er Eann’v eben allen recht ntadjen. Besten Gruß. Deckt alter Hans, Do irrem, ich ge «lern abend boten stch herrsche BLrrte r.ach Süden unb Wc ren zu. d'e raQ an alp.ne Szenet .n er- innert en. Don außerhalb werden ebenraUß starke Schneefälle und Schneestürme gemeldet, dre terlwe : zu ZugSvrrspätungeri unb anderen DerkehrSstürungtn Veranlassung raten. " Verband liess. Bürgermeisterei-Beamten. Um die Pflege beß kollegialen Verkehrs, Henmg bcß ^tsnbc* unb Vertretung der StanbeSwtereflen zu fördern, tagte ;n Frankfurt eine stark belichte Versammlung drc Bnrgc:- tueisterei-Beamten des Sroßherzs^:: rnL Reffen. 2?lon be schloß, einen Verband der B'i./ru- 'tetr; Beamten r: rbcn - Berg - Lrlbel, Immel-L iho'en. Ne.'fcihrt-Neu.Zsenburq, Velermann • Groß-Gerau, Slroh-Sprtndlmgen unb T.zzol. Neu-Isenburg. . . ... . . •• Stadttheatcr. Am Ansrasen fe: mrtgcteut, datz bie Mittwoch «Vorstelli ng mit dem Gast'piel bcä Hofschau- (pietrrß Alors Wohlmut, ba sie ,m Abonnement flaltfinbet, um 7 Uhr beginnt. . — Kaiserpanorama. Wer bic fetzige Bädersene un Kaiserpanoeama steht, w:rb c8 begreiflich finben, warum ec begüterte Leute immer wieder an die Riviera :u-ht, bteiefe mit Naturschonherten geradezu zauberisch außge’tatleten 2anb- -ttrcheS. Alle bekannten Crk, wie Monaco, Monte Karlo, Nizza, EonntS, San Nemo mit dec Villa Zitio, dem 'tiner* zeitigen Kurort Ka.scc Friedrichs, sehen wir im Bilde. Besonder- intereffieren wird aiich Bustano, eine von einem Erdbeben völlig zerstörte Stabt. •• Stenographisches. Der Stenographen - Verein Stolze-Schrey beginnt, wie aus dem Inseratenteil der heutigen Stummer beß ®ie&. Auz. ersichtlich, am 9. d. Mtö. wiederum einen Unterrichtskursus. "Der Verein für Sterbe Unterstützung, der vor nunmehr 3 Jahren gegründet wurde und jetzt in sein 3. Geschäftsjahr tritt, besteht zur Zeit aus 1471 Mitgliedern. Er hatte im verflossenen Geschäftsjahre einen Zuwachs von 46, dagegen einen Abgang von 2b Mitgliedern (16 gestorben, 7 Mitglieder freiwillig ausgetreten. Während seines 2jährigeu Bestehens hatte der Verein öS StcrbcfäUc unter seinen Mitgliedern unb wurden hierfür 15 120 Mark auSgezahlt. Das Sterbegeld für 1909 beträgt 270 Mark. Ter Verein hat einen Reservefonds von 9663 Mark. DaL Eintrittsgeld beträgt für eine Person: tm Alter von 16—26 Jahren . . Mark 1,00 , , , 25—30 „ . . , 1,50 r 9 30—85 , . . , 3,50 ' , , 35—40 , . . ,, 2,50 , , „ 40—45 , . . . 7,00 Personen, bie das 45. Lebensjahr zur ückge legt haben, werden nicht mehr ausgenommen. Bei dec Aufnahme ist außerdem noch ein Sterbefallbeitrag von 25 Pfennig zu bezahlen. Fl t leben Sterbefall vintß Mitgliedes ist ein Beitrag von 25 zu entrichten, der durch den DeretnSdiener gegen Quittung erhoben wird. Ein von Gießen ivegzichendeS 2)htgheb kann auch ferner bei dem Verein verbleiben, wenn sein Wegzug dem Vorstande mitgeteilt wird. ** Gießener Industrie ?ll's its vom täglichen Da- kchr, draußen am Erdkouttnucg, ist im Laufe des vergangenen -.lohtet burd) bic Firma Bänningcr . lue Geboudegrupve entstanden, t>ir, nachocm erst bic Znnencmrichtnng toll.'iibct fein wird, in itflen ihren Teilen ber Industrie biaicn wird. Bvn her Döl-c der Lcihgesterircr Straße ou-> gesehen wirken die zwischen dem Eta- blissemertt i'tijUoaif^cbt unb beit i^ailfdjen Ton werken gelegenen langgestreckt n hellgelben Berblendsteiubanren mit den 3 michttg du bic Löhe iiigcnbeit Süiloten. Die Gcbäoibegruppc, die in ihrer Front burm ca. 50 Fenster unb Türöffnungen untcrbrDdKit toirb, i»at eine Länge von 158 Meter unb ist teils 85 teils 40 Meter •breit. Das im Entstehen begriffene litabüffeinent hat ein Bureau^ -uebäuhc, daran anschließend -ine Reihe von Magaünen zum Lagern von Rohmaterial imb Nvhlen, bie sämtlich nut direktem Eisen- liahnMkschluß an die Lmie Gießen—Gelnhausen versehen sind. Hinter den Lagerräumen liegen bic eigentlichen Werkstätten, als Gießerei. Glühhaus, Fertig ^Dtagazin usw. Die Einrichtungen füi; bic Fabrikation un Innern der Gebäude — m der Hauptsache bie 'Ausstellung und Herrichtung bet Maschinen usw. — wird, da cS >ich hierbei um Spezialarbeilcit handelt, von der Firma Bänniuger besorgt unb zu bau Iweck ist bereits euic SjLmwbilc Wolf- Buckauagdedurgi in Tätigkcü Bis diese Einrichtung fertig gcfhellt fein wird, kann immer mich ein Jahr vergehen, so daß noch so lange dauert. d's der eigentliche Betrieb eröffnet wird In dem neuen Weik sollen tstobcoerbindungsstücke zur Onstallatwii für Gav-, Dampfe unb Wasserleitungen in Weich« *ifen hergestellt werden, svaen-nmie Fittings. Die Firma Bon- biuigen, bic diesen neuen Industriezioeig in unterer Stadt ein- )11brai will, bat am ErdümternEg, -um Teil durch das Eutgegen- flomKum der stödtisäieu Verwaltung, sich in Besitz von 3 Hektar iWdnbe gefent, um baß Werk itbencü nach Bedar, cnpeittm -u Iditnrtt. •• Verein für deutschen Gruß. Man schreibt unS: Der Allgemeine Verein für deutschen Gruß, WahllätigkestS- verein zum Besten der deutscheu ReichSwaisenhäuser, gibt begannt und ersucht um weitere Verbreitung, daß er auf den 1. April d. I. eine Reihe von Waisen Plätzen (mindestens lech») zu besetzen hat. Er kann damit satzungSgemäß den- wenigen Gemeinwesen zur Unterbringung von Waisenknaben 'dohilslich sein, die biß zum 1. März die größten Zahlen von toertinflnutgliebem aufweisen. *• Die Maul- unb Klauenseuche ist auS- geKroch en tn Rittergut BeeSdau, KretS Luckau, Negier- nng-dezirk Frankfurt a. b. O., am 30. Januar. — Dollar, 1. Fedr. Die am Sonntag nachmittag in der , Germania abgeholtene öffentliche Versammlung der freien Vereinigung hessischer Krankenkassen ivar trotz des schlechten WettcrZ von über 100 Personen auS ben Orten Lollar, Daubringen, Ruttershausen, Mainzlar, TraiS und Stauffenberg besucht. Geschäftsführer Göbel auS Mainz schilderte den Anwesenden in anschaulicher Weise den Unterschied zwischen Gemeindekrankenoersicherung und Ortskrankenkasse. In bei DiSkusnon ergänzte Geschäftc- t'übret Four rlor-Gießen in einigen Punkten noch d.e Ausführungen des Referenten. Rach einer kurzen Dirlustwn, an der sich Arbeiter und Arbe tgeva beteiligten, wurde em. stimmig belchlosten, die Vorarbeiten zur ichtung einer ge- meinsamen OrtSkrankenkajse einet fto; ■ io:i zu übertragen, und zwar würbe« auS itbeni Lite em Are eit« gebet sowie ein Aidtstnehm m dieie ho: „n gewählt. 4- Garbenteich, 1. 6u- Vertreter deS Kretsauckrs hier, fr.rurte _ rnlrai Klem'ckmndt, Reg erung-cat Tr. Merck Schularzt Tc. Langermann und Baumeister Kalbfleisch- G» 'and eine Sitzung mit dem Sem ei «berat statt, in der über die Errichtung emeS ne en Schulha.iseS unb einer dritten Schuluelle ver» handelt würbe. Beide; wurde für bnngenb nötig erklärt, da t:e Sch.ilklassen überfüllt sind. Tie zweite Klane hat jetzt 93 Schüler. G3 soll ein Schullaa'. mit einer Lehrerwohnung fibort werden. — Sä Gastwirt Wehrnm hielt gestern abend Kriegeroerein emeVersammlung ab, die Präsident Külbach leitete. Ein Redner deS HosstaoerbandeS hielt einen Bodtag über: .Südwestafrika und bie Kampfe unserer wackeren Soldaten V Tara« schloß nch die Vorzeigung zahl- reicher Silber auS den deutschen Kolonien, sowie von Kupfer- erzen, Bleierzen unb Steinen mit kleinen Rubinen auß Süb- westasrika. = Seuern, 1. Febr. Am 30. v. MtS. feierte der Kriegerverein den Geburtstag unseres Kaisers im Saale des Kameraden Ranft hier. Nachdem der Präsident beß Vereins, Arnold, in kernigen Morten beß TageS gc- vachte, an dem der Grund zu unserem jungen Reiche gelegt wurde, unb ohne diese« Tag wir den 27. Januar nicht feiern könnten, ergriff Bürgermeister Walther daß Wort, die Kameraden ermahnend, treu zu Kaiser und Reich zu stehen, unb alß bestes Geburtstagsgeschenk dem Kai'er den alten Schwur der Treue hellte zu erneuern, eingedenk beß seiner Zeit als Soldat geleisteten EideS. Sein Hoch galt dem geeinten Vaterland, sowie dem Gefeierten und den deutschen Fürsten. Zuletzt gedachte noch Kamerad Pfeiffer der Veteranen von jener denkwürdigen Zeit und legte ihre Verdienste um das Vaterland dar, bie Iüngereen ermahnend, stets unserer alten Krieger in Ehren zu gedenken. Sein Hoch galt den Vetc- innen. Die schöne Feier war mit Konzert unb Vaterlandslieben! gewürzt. VButzbach,!. Febr. Tas st ä d t i s ch e E l e k t r i z i t ä t s - wert erzielte einen Fahr^überichuß von 22 «00 Mark, ,k"ichA . zug ter Abschreibungen beö Jahres 1907 in Ööhe von 20o00 Mark bleibt ein Reingewinn von 2200 Mark. Dir Emnahoicn bo trugen 76 G8U Marl. Der Voranschlag für 1903 wurde mu 81000 Mark festgesetzt _ ,, L. Friedberg, 1. Febr. Tie achteDeransialtung der Richard Wagner-Stipendienstiftung im Hotel Trapp am 31. Januar erfreute sich eines starken Besuches, was schon die Namen der LluSführenden, Frl. Schulz-BeUin (Violine) unb Frl. Schüler-Frankfurt (Klavier) und bic Werke eines Brahms, Bachs und Beethovens ahnen ließ. Bobcnhaufen b. Mücke, 1. Fedr. Okfacrn abend feierte der Stricgeröcrein Kaisers Geburtstag im Saale des Gastwirt Wenzel und zwar durch Theater unb Ball. An dem Theater beteiligten sich Pereinsmitglieder, sowie einige hiesige Damen. ?cach einem von dnn Mitglieoe Konrad Blum vorgetragenen Prolog, brachte der Präsident des .ilriegervereins Fustus Stein ein begeistert ausgciwmmeneL Kaiserhoch aus. hierauf begann das Theater. Tie Leistungen waren in jeder Einsicht befriedigend und sämtliche Stiickc sanden grogen Beifall, (ringtübt wurden die Stücke durch Herrn Max Katz, ^lachdem noch Derr Peter straft den Mitwirkcnren des Theaters Daul auegesvrochen hatte, begann die Tanzbelustigung, die die Gäste bis in früher Nivrgen- fiunbc zusaminenhielt. P. Schlitz, 31. Iau. Ter Gerneinderat beschloß in seiner gestrigen Sitzung endgültig die Errichtung c i n e S Elektri- iitötswcrkcs. lieber das Prvjci't schivebcn schon säst zwei Jahre Verl>andlungen, bic nun endlich zum ÄNnchluß gebracht wurden. Man erfährt, daß alS Kraft daß Wo drei Mühlen, Schneidemühle, Psannmühle unb nnühlc verwendet iperben soll. Tie mittlere wurde schon vor Zähren von ber Stadt angekaujt, die erstere, die dem Grafen v. Görtz gehört, soll gekauft werden und dein Besitzer der Papiermühle wird man die für feinen Betrieb nötige elektrische Strait geben. Die Meinungen der Bürgerschaft über die Anlage sind sehr ver- schieben, mährend bic einen febr begeistert sind, stehen andere Der Sache wieder sehr zurückhallend gegenüber. Tenselben Fall erlebten Wir bei bau Bau der Waiferb itung, die heute niemand mehr vermissen möchte. Wenn auch die Anlage des elektrischen Viditca nicht unbedingt cq'ürbcrlich ist, so ist dock) jedenfalls die Zeit l.erangcEümmcn, wo man sich entscheiden mußte, denn wenn Gras v. Gortz erst sür feinen sehr in die Wagsck-ale sallenden Bedarf ein eigene Werl gebaut hatte, fo wäre ein Zustandekommen jedenfaNs in Frage gestellt gfiuqen. Zedcnfallä gebührt unstrem allzeit bewahrten Bürgermeister Zinszer der Tank der Bürger- schäft und in solchem Falle müssen die Interessen einzelner gegen dic des Olesamtwohls unb der swrtsckwitts »urüdtterrn. — Wetzlar, 1. Febr. Eine sehr schöne und dabei nicht kostivielige Veranstaltung hielt gestern abend der Gesaiijwercin „S änger kra nz" hier bei Gastwirt Faber ab, sie wurde mit großer Smnvatlnc enigcgcngcnommcn unb war sehr zahlreich bc^ sucht. Solche 2?cranftalhingen sind geeignet die Lust und Lied- zur SDcünat wie auch zum deutichen Liede zu wecken unb zu mehren. verlies alles aufs Beste und man kaim sagen, daß der Verein seinen Ausgaben gewachsai ist. Tic neue Theaterbüchie, bie von Malerrncütcr Pitz hier -Mitglied des Vereins, hergestrtlt worden i|t kann als gut gelungen bereickmet werben. b. Franksurl a.M., I Fror. Die Göttinger physikalische Bereinigung hat benr ^-ranffurter physikatischen Verein einen Seismographen überwiesen. Wie Tr. Franz Linke, der Leiter der metwrologischen Abteilung bcß Vereins nütteiüc, soll der Apoarat aus dein Feldberg im Tau miß ausgestellt werden. — Zm nause Brückenstrahe 55 brach beute mittag zwischen 12 und 1 llhc Feuer auß, baß durch zwei -linder, die nut Streichhölzern gespielt hatten, verursacht rrotixn war. Ter ganze Tachsvibl urnrbe cingahtbcrt Beide Binder, zwii Mädchen im Atter von 5 wti> 3 Zahrcn verbrannten, während bie Mutter, bie bie flinber auß den Flammen retten wollte, so schwere Brandwunden erlitt, daß sic kaum mit dem Leben baronEommat dürste. le. Frankfurt a. M., 1. Febr. Vorgestern feierten hier in der .Liederholle* d.e Diitglieder deS ,VogelS- berger HSHenkludS^ ihr Winterfest Von auswärtigen Zwclgvereinen waren Vertreter deS GesamtoorslandeS nut Oderamtsnchler RiSpel-Schotten, sowie Mitglieder des Vereins Gelnhausen erschienen. Den Glanzpunkt beß Abenbß bildeten zwei von Mitgliedern verfaßte Dialeklstücke in ober- hessischer Mundart. “ Kleine i M r i 1 u n n <• n ruß dessen und den Nachbarstaaten. Emen tätlichen Unfall erlitt der CdD ra>. daß er vom belabcnen Hotjwagen kov'üder zu Boden stürzte und baß Genick brach. — Zn- «otge OVetölio beim Schachtadtäuicn im Neuhöfer Katidergwerk bei u i b c fam eine '2lrbeitertoloiine tn schwere Nöte, fc..j konnten sich alle reiten bi» out emen, der lebens gefährlich vtr- teyr wurde. — Der ätte'ie Rodi'ahrer Deulfchiands ist dec ^3jäl>- nge txühew 3d)imitxiutiflct L. Vier m Weißtirchen, der fast tdqueb, tre>H fernes Atter:, noch dem 'JiabfandPort obliegt. — Zn berSki(näi«uautciiiutg bi. Krankfurier >auotbahutroieß genci cameiQg nach,nutag der Rangierer Zohann •i'ientua: z vifchen Cie trüget zweier j^ageu und wurde fotou gelötet (DcricbtsfaaL Bürzdurg, 1. Febr. Der ,« ayerifehe Kuri er* hat bie Scrufur.a gegen das Urteil erster Instanz in dem Belerbigungß- prozeß Merkle zurückgezogen. . _ , Leipzig, 1. Fede. Ter lonajahrtge flanettbeamte dec Bant- 6au*e9 Frege L Eo. Martin B or r w. a un wurde deute von dem raeügcn Londgeiicht tretcri UrnendHoqung von 155 VOO Mart zu 4 Zadren 6 Monaten Ge« ängnr öerurtctlt. Borrrnann, dec cm luxuriöses L'cfcen geführt bot, >ai bie »niencblaqenai cummeii jum größten Teil bei Börfenfvekulanoiie» verloren. Beut den t LderichU 2. Rett. Tie Sirastanimer Dcr.irteilte bt:i Polizeiafüstenten Seife auß RönigJbnlte zu einem Fahr und einem Monat tdelcngnif, «o’vie brti Zahteu Edroerlmt. Weif; haue sich au Kindern unter 14 Zähren, bic m daß t-olyeitureau kamen, vergangen. Vermischter. • Ein Schuleraussatz über den Kaiser Ein Mit- arlciter beß „Bert Tgbl " gibt folgenden lustigen Auf »atz eines Schülers der vierten Klaiic, der von dem Zunge» nach der Festrede in der Aula aus dmr Gedredtnio nlcdergeichrieben wurde, bekannt: „Prinz Wilhelm wurde an Kaisers C’Wburlßtag geboten. Von der Kuovel des Schlonn) tönten 101 rkanonerrschuß herab. Der alle Gwizvater und der alte Wraugel und bie aUrr Räte nahmen rasch eine Droschke und fuhren hm. und Wränget agte: „Ter Zunge iß int" Unb bet Barer machte einen Diener aus dem Balkon, und eß war ganz furchtbar kalt Unb der Prinz wurde getauft, unb der Vater hielt ihn feine .jultene Uhr vor bie kleine Nase unb er hat sie nie mehr loßgeh’jen. weil er ein L-olienzoller war. Bloß waid*en wollte er sich falt von keinem lassen, nicht mal von bet Schildwachr: a-^-hald guckte sie weg. wenn er rorbeiging, nnb präsentierte nicht mal mir bem Gewehr. Weil cß vvii dem Sch»ossL so weit war nach bet Sckmlr, brauchte er nicht hinzugehen, und der Lehrer kam immer zu ihm. Dafür bekam ber Tvkwr zum Frühstück was rrmcfl GcbrateneO unb bet Prinz bloß eine Stulle mit ohne Wurst unb n 'Apfel Aber einmal haben sie doch getauscht: da muß grade die Tür aufgehen, und nun kam der Vater natürlich herein, alß et cß sah, und war mit bem Leher schuß und bet Treuer auch. Dann [am er nach. 'Bonn rufr* Gvmnasium, wo gerade eine Pruizenklafse war. Er wurde nicht Kaiser Wilhelm ber Zweite aufgerufen, säubern man bloß: Sie. Prinz Wilhelm, unb bat fielt nicht darüber geärgert. Er war sehr fleißig unb betau den PrüsungSvrden. unb fuhr nach Potsdam rüber und sich bet den langen Kerls an- werben. Aber nicht lauge: denn es fiel ihm cm, daß er noch nicht mal Student gewesen war. TeShalb schick« ihn ber al« Wtangel nach Kassel auf bie Universität: aber ba roar gar feine; beßhalb kehrte er wiebe. um uns verheiratete sich in Schleswig mit der verzogen von Primkcmiu. Tie iß noch heute seine Kaiserin." * Ein neuer Trick der i panij chea Schatzschwind- l e r. Die spanischen Schatzgräber, die nun idjon seit Zahrett Ms Ausland mit ihren 5djn>inbclbttcfcn überschwemmen, lwbe< Cingesehen, daß sie mit ihrem alten Trick nichts mehr erreichen und so haben fic siä) beim jetzt ein neues Betrugsmanöver aus- gedacht. Ein spai der m einem ipanudien MilitärgefärigniS auf dem Sterbelager liegt. Val den sehnlichen Wunsch, noch vor feinem Tode seine einzige Tochter, an her er mit großer Liebe hängt, versorgt zu sehen. Er besitzt cm großes Vermögen, das fedvck nicht ui seinen vändeu, sondern in England deponiert ist. Ter arme (befangene verspricht nun in txm Briefe dem Empfänger die Nutznießung des enormen Vermögen» bis zum Tage ber Gromährigreitserktärung feiner Tochter. Adressat muß jeberh die Bedingung eingt^m, sich der Tochter anzunehm n v.n sie ■ an dic angegebene Adresse, an den Gcfa Ter letztere wird bann und) England reifen, MN Mrt das t abzuhvlen unb dies dem Ev'v' inger des Briei-s außyihänb,gen. Luch die Tochter wird er ihm Zufuhren. Line Anzahl von Dokumenten '• Lbi fen bei Die Papiere sind natürlich gefälscht. Seitens der Bebörd.m wirb bereite vor brn Schatzschwllidlern gewarnt. Kleine TaflctdjroniL Zur Uebernalime bcß »Zeppelin I* reisten Major Groß und Hauptmann v. Jona nach Friedrichshafen. Ein unter Vorsitz bc5 Prinzen Eitel Fricc-rich obgehaltcneS Kapitel des ZohaillUteiordciiL befchtoß bie Errichtung ein ei Johanniter-Krankenhaufeß in 6üb idc fiaf r t f o. Daß Projekt einer Oahn aui bic Zugspitze ist seiner Verwirklichung nahe, liachdem ein Gaiamlcwndr aufgebracht louvbc. Zin Mettlacher Z u n n c l b c i g ianb man alß Urfache bei vorjährigen Luunelc'.ufturzeß einen Hohlranni von 77 Meter Länge unb 8 Vieler Höhe. Zur Beseitigung der Gefahr wird der Hohiraum außgemauert. Eine Barke nut 20 Personen, darunter 18 Spinnerinnen, kenterte auf dem Corner See Alle ertranken. Eine 5euerßbtunH zerstörte eme Flottille dec Blumcnboote in La n ton. 170 Dcifohlic L'cidjcn würben aufgefunbeu. Erne Anzahl Personen wird noch vermißt. vctrerdc-LZochcnbcricht der Preißberichtstelle deS Deutschen Lcndwirtschaflsratß vom 26. Januar bis t. Februar 1909. LSahrend ix) größten Teüec der Bencht-woch'. herrschte td ganz Deutschland charier Frost. Tu eine Echnechecke bis vor wenigen Tagen nicht vorhanden war, so ist cS iraglid), ob namentlich bie spät bestellten und nun ittctevach in bat 'Ämter gegangenen Saaten ohne Schaden davon gekommen sind. Zu ähnlichen B.forg- nüsen gab dic Wittcrnng in Ungarn sowie ;um Tal m Frankreich Änlafe. ?lud) in Südrußland deiürchtet man roeg^n ungenügenden 3chneesk1mtze> noibictltac Folgen für die Saaten Dazu kam, daß bic argcntinüchcn Liierten, bic augcnbLdiid) in bei LaupN'ache die Tendenz bestimmen, in der Bcrichrßwoche weiter angezogen Haben. Angeregt durch bi-* zunehmende Ba- badßfragc beginnen sich bie .uropäi'chen Import urc in letzter Zeit um so mehr iüt bad argenttnüche Ang b. t zu interessieren, als dec amciikannche 26ei,en wegen feineß haben Preisstandes nicht ui Betracht kommt, währaid Rußland nut geringe Dualitäten anbutet unb glrid)fallß höhere Preise fordert. Maßg b nd für die Gestaltung der ?Äarkttage bleibt auch weiter ber llm<:cnb, daß sich der für den Bezug in Frage kommende argcunmsche Wetzen gegenüber den Berliner Lieserungspreisen immer noch ca. 10—12 Mark teurer stellt Für daß vom Inlande vorliegende knappe Angebot bitte! sich unter btnen Bethälmü'sen ba bat schwach versorgten Mühlen vortetlhattc Verwendung. Auf dem Lteferungßmarve bewirken umfangreich Abladungen von 2lt- geutinicn unb Australien fowie das zuletzt cmgetrrtaic mildere Wetter gegen Schluß ber Woche eine lachte Abichwöchung. Roggen wurde amang: durch bw Festigkeit bcß Wcizenmorkteß genutzt, ermattete aber tm wateten Berlanie, als die Provinz infolge fchwte- tigcn Warenabsatzes zu Lieferung:abgaben fchritt. Tct Abzug nach bet Küste hat wieder na*.i faiien und auch die Mühlen hatten oci fchleppendem Ächlgcfctaft nut Anschafrungen zurück. x?aicr ist vom Znlandc fortgesetzt fpärlich unb tu Vraien engtboten. bic anbei mir nenn Jicchnuiig bitten: tm L.cierung^eichLft drückte stärkeres AnSlant-Sangebot, das mehrfach zu AinaHüiien führte Feine Braugerste ist knapp und aiicUe volle Preise auch Mütclaualitäten *mbcn nicht Beacht, ng Tic Forderungen iut russische Fuktergct'lc waren leid»: erhöh: Steiß mürbe fl itifr* falls höher ;d*jlicn, toch !aveg!en sich bic Umsätze m diesen baten JUttldn ui mäßigen Grenzen. Cs fttUun sich de Licui ‘uv utlänbüd)e4 ukluibe am letzten Markttage m ->ark pro 1000 kg ic neuh Ciuxlitiu, wobei (- ) e außergewühnlich billig. 538 J, IC.aao jr., Krmplatz 10 746 I j LT»erreichte unu Neuheiten! Mt Mr bestimmt. B73 E. Nenmsan L Co., Mitaita Dresden-N, ObstbäumeU | Gummischuhe Kleider, Küchenmöbcl und Zeug' verschE 701 lieb. 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(TeLl Heu-und Stroh- ntar(L Der Markt war, weil die Straßen infolge des Schneesalles nur schwer passierbar waren, nur mit 2 Fuhren Heu befahren, während Stroh gänzlich fehlte. Der Zentner Heu kostete 3,70-3,80 Mk., die Tendenz war fest. Kmb* gegen BCaasse. Die Königl. Eisenbahn - Direktion Frankfurt a. M. bezieht solche schon seit Monaten regelmäßig. Offerten uni. 725 an die Exped. d. Gießen. Anzeigers. Gießener Wetterdienst. voraussichtliche WUteruug für Hesicu am Mittwoch den 3. Februar: Neuerdings allenthalben Schneefälle. Temperatur wenig verändert, nur nachts etwas imitier. Starke westliche Winde. chweincflciich Pfd. 5:3 Pfg. (BVJ Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Pateni-Oas-BÄöfen und automat. Heisswasserapparate SrSsst® sind bsdeutandste Special-Fabrik für Gas-Badeöfen. Verkauf nur tii;r»h tic taate'latiOOlQizshäfte. — KafaJoo koxterJo^ und portofrei. 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Das Abkommen erfolgte iu folgender Weise: Von den 70 jährlichen Zahlungen für die Kriegsschuld, welche die türkische Regierung noch schuldet und welche sich auf 550 Millionen Frcs. beläuft, wird Rußland eilte genügende Anzahl annullieren, um der Türkei auf diese Weise zu gestatten, die gesamte Entschädigung, welche sie von Bulgarien fordert, nämlich 125 Millionen zu verlangen. Bulgarien verpflichtet sich seinerseits', Rußland 82 Millionen von einer lährlicheu. Entschädigung von 5 Millionen für Zinsen und Tilgung des Kapitals zu zahlen, an Stelle der 8 Millionen, die Rußland jährlich von der Dttomau-Bank erhielt, wird es nunmehr für 16 Jahre eine Summe von 5 Millionen seilens Bulgariens erhaltem Auf diese Weise wird jede fremde Ueberwachung der bulgarischen Finanzen vermieden. Athen, 2. Febr. Hier zirkuliert das Gerückt, daß König Eduard und Kaiser Wilhelm im Frühjahr neuerdings eine Begegnung auf Korfu haben werden. Caracas, 2. Febr. Ter M i n i st e r des Innern beauftragte den Generalstaatsanwalt, Castro wegen dec Anstiftung des Mordversuchs auf den Vizepräsidenten Gamerz zu verfolgen. ömstursv erfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Rechts» anwalts Wilhelm KLarenaar in Gießen ist Termin zur Anhörung der Gläubigeroersamni- lnng über Einstellung des Konkursverfahrens, wenn nicht der Betrag von 5000 All. vorgeschossen wird, aus Montag, den 15. Febr. 1909, vor mittags 9 Uhr, vor dem Großherzoglichen Amtsgerichte hierselbst, Zimmer Nr. 18, Kein Baum Mindennass! Kein Baum krumm! Jedes Stück fehlerlos! ferner: Baumschulartikel aller oorLommeuden Arten, alles in garantiert allerbester Qualität Jllustr. Katalog kostenlos. Ä L Wels Baumschule [D~.z Blankenbach b. Oberpleis (Siegkreis). (Medizinische Klinik, Kliullstraßr) Sprechstunde: Jeden Mittwoch abend 6—7 Uhr. Unentgeltliche Untersuchung von Lungenkranken und Ange-, hörigen von lungenkranken. (De/i Ausgabe von Attesten für Aufnahme in Heilstätten. 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Wie der „Vorwärts" mittcilt, ist gestern die Witwe Liebknechts im 69. Lebensjahre gestorben. Wien, 2. Febr. In hiesigen Regierungskreisen ist man der Ansicht, daß die Unterzeichnung des Verständigungs-Protokolls noch im Laufe der Woche in Konstantinopel erfolgen wird. Wien, 2. l. 2Lü Pia. mcL Glas Ski, Rodel und Ausrüstungen । dazu. In profler Auswahl bei I Äug. Kilbingor , Selters weg 79 Telephon 276 1707] Medicinal- Lebertran Jlaache 00 Pfg. u. loeo gewogen »owie »Amtliche Hr-IHIIel •»wie \*Nt heften Bar Das verleib- 1fr £ (vefchaftinMaS JaHySf kenqarde^aben u. lcbw. Tlntünen w.-'« (nur bels. Sach.) X von Karnbach \ befindet fitti lebt JLjL, «Babnbofftr. 27 __________________(Laden). (0584 Bringe meine selbttgeferliateu Korbwnren in emvseblende Erinnerung. Ne- paroturen werden MH. auvgefüdrt. 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