'S' Donnerstag Äl. Januar 1909 159. Jahrgang Erstes Blatt Unzetger Bietzen. Die heutige Nummer umsahl 10 Seiten. itz,Rechtsanwalt if-taiwii üngsricg Cashel, 25. Jan. 1848. — Das meteorolog. Institut in Christia-' nia erhielt die Nachricht von den Varöen (Finnmarkeri), daß cun 3. November 1908 an der Nordseite der Insel eine Boje an Land trieb, welche die Mitteilung enthielt, daß die Boje am 24. Juli 1900 bei Kap Bath urst an der Nordküste Nordamerikas ca. 400 Kilometer nordöstlich von der Mündung des Mackencie ins Meer geworfen wurde. Danach ist die Boje anscheinend durch das Polarmeer zwischen Grönland und Spitzbergen hindurch nach Norwegen getrieben worden, wozu sie achteinviertel Jahr gebrauchte. Der Weg der Boje bestätigt die Richtigkeit der Anschauungen, welche der Polarfahrer Roald Amundsen bei seiner nächsten Polarexpedition auf der „Fram." zu<- grunbe gelegt hat. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft? Oberpräfibent v. Schorlemer soll das Schloß S t o l z e n f e l S a n g e t n u f t haben. — Ter Büigerausschuß von Mannheim Hal den Jnlendanlen H a g e m a n n aus roctiere 2 Jahre bei dem erhöhten Gehalt von 15 000 'JJif. engagiert. — Ferner hat di« Familie Lanz für das Hoftheater die Neuausstattungen zu »Wallen-, stein" und »Faust* gestiftet. Bezugspreis: monatlich75Ps., vierteljährlich Äck. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pi.; durch die Post Alk. 2.— viertel- jährl. ausjchl. Lestellg, Zeilenpreis: lokal 15 Vs* auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil, für .Feuilleton* und -Vermischtes": Ernst Anderson; tüt »Stadt — Die Schutzfrist der Wagnerschen Werke läuft 1913 ab, weshalb schon seit letztem Sommer das Gerücht verbreitet ist, die Bayreuther Festspielverwalmng wolle bis dahin alljährlich Festspiele stattfinden lassen. Das Gerücht fand Glauben, da tatsächlich in diesem Jahre wieder, allerdings ausnahmsweise, Ausführungen in Bayreuth stattfinden werden. Nun aber erklärt die Fe st sp ie l o e r- waltung, daß über 1909 hinaus bis heute noch keine Bestimmungen über eine alljährliche Wiederkehr der Festspiele getroffen seien. anwalt oje au befindet sieb BaliQ1 .0561 Schütz). Nr. 17 Tet Siegener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SictzrnerZamiiienblätier; zweimal roörbentl.Kitts- dlatl sUr den Kreis Sieben (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land» wirtschaftliche Seitfrageo Fernsprech • Anschlüsse: für bie Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adiekie ha Depeschen: KoNtrHchc Tagesschau« Die Detrirbscmuahmeu der preußisch-hessischm Ttaatseisenbahneu haben int ^czenwer v. Js. iiu Persouenverleyr rund 0,4 Mill. Mark oder 1 Proz. mehr, im Güterverkehr 4,5 Mill. Mark oder 4,47 Proz. weniger, insgesamt einschließlich der son- ;ugen Er.tnayrnen 5,5 Mill. Mark oder 3,71 Proz. weniger^ als im gleichen Monat des Vorjahres erbracht. Zu berücksichtigen ist hierbei, daß der Dezamber 1908 einen Sonntag weniger und einen Werktag mehr als im Vorjahr hatte.. Das neue sächsische Wahlgesetz von der Ersten Kammer angenommen.. In der ßcimgeit Sitzung der jcichsychen Ersten Kammer, die sich mit dem Wahlgesetz für die Zweite Kammer der Stände- üerianuiduug bejchä'tigle, iührte der Berichterstatter der ersten Tepuialion, Geheimer Rat Wach, u. a. aus, die Situation sei! überaus ernst und dränge unweigerlich daraus hin, daß der Be-' unruhigung des Landes ein Ziel gesetzt werde. Der Redner kon-. fiaticxte dann mit Freude, dag man sich aus den jetzt zur Beratung siebenden Vorschlag geeinigt habe, daß ha die Annahme desselben die Z w c i d r i t t e l m e h r h e i t der Z io e i t e n Kammer gesichert s e l und daß auch die Regierung ihre Z u st i m in« ung dazu gegeben habe- StaatSmmister Dr. Graf von p o h e n t h a l danlte dem Berichterstatter für seine verdienstvolle Arbeit um das Zustandekommen des Wahlgesetzes. Er wolle heute nicht von den Opfern sprechen, die alle, und nicht am wenigsten die Regierung, gebracht, indem die Regierung aus das von ihr bis zum letzten Augenblick jestgehaltene Berhältniswahlrecht verzichtete. Dieser Verzicht sei aber nur erfolgt, um nicht in eigensinniger Weise einen Konflikt zwischen Regierung und Kammer herbeizu- sühren. Er hosfe und ivünjche, daß durch das Zustandekommen des neuen Wahlgesetzes der innere Frieden und dis Freude am nähme der Anleihe verpflichten mußten, bis zum 1. Ium keine der älteren Nussemvcrte aus den Markt zu werfen, um diesen für die neuesten offen zu halten. Und diese Vorsicht schien umsomehr geboten, als beim Abschluß des Emissions- geschäfteS tm Sommer dieses Jahres die internationale Lage ivegen der ausgebrochenen DrienU'tifi» und der Marokkodifferenzen Frankreichs mit Deutschland eine überaus kritische war. Hätte man in Petersburg auch nur ahnen können, daß noch vor der Ausgabe der Neuesten Anleihe der politische Gewitterhimmel sich klären würde, man hätte unz>oeifelhafi den AusgabeklirS höher und den ZinSiuß niedriger angesetzt. Diese Gelegenheit ist nun verpaßt. Dasür aber dürfte auch die neue Rusfenanleihe um so größeren Zuspruch in Frankreich finden. Freilich, in London sieht man ihr mit sehr gemischten Gefühlen entgegen. Richt nur, »veil man dort Geldgeschäfte lediglich nach ihrer Sicherheit bewertet, sondern auch, weil angesichts der neuen russischen Anleihe die Bank von Frankreich alle überseeischen Gotdvorräte an sich gezogen hat und sich demgemäß die Bank von England, deren Goldreserve zusehends znfammenfchmolz, genötigt sah, vor etwa einer Woche ihren Tisfont um l/t Prozent auf 3 heraufznjetzen, also das englische Geld zu verteuern. Wohl haben auch England und Holland die russische Anleihe auf ihrem Geldmarkt zugelasseu, aber schon seit Wochen warnt em großer Teil der englischen Presse die Kapitalisten anoauernd vor einer Beteiligung, so daß hier wohl das für England und Holland reservierte Viertel der Anleihe kaum gezeichnet werden dürste, — es sei denn, daß die augenblicklich friedlichere internationale Lage hier ihren Einfluß geltend macht. °agd«-'.d.7i Vie neue russische Anleihe. ak. Obwohl die wirtschaftliche Lage Rußlands sich nach dem japanischen Kriege nicht tm mindesten gebessert hat, da ihre fast ausschließliche Basis, die Getreideernte. in den letzten Jahren stets hinter den Erwartungen zurückblieb (1904: 2694 Millionen Pud, 1908 dagegen nur 2150 Millionen Pud), und obwohl seine innerpolltische Lage auch helite noch viel zu wünschen übrig läßt, weil Regierung und Reichs- duma die durchaus notivendigen großen Refomicn immer wieder verschieben und sich nut allerlei gesetzgeberischem Kleinkram aushalten, hat es Rußland verstanden, nicht nur den Kurs seiner StaatSpapiere seit dem Jahre 1906 um 17 Proz. zu erhöhen, sondern auch fortgesetzt neue äußere Anleihen aufzunehmen. DaS muß umsomehr frappieren, als sich doch an der Hand deS russischen Budgets schon seit langen Jahren nachweisen läßt, daß Rußland die Ergebnisse seiner Anleihen keineswegs dazu benutzt, um sich wirtschaftlich, politisch und militärisch zu konsolidieren, sondern chst ausschließlich, um auf dem Wege der Vergrößerung der Staatsschuld die Zinsen für seine alten Anleihen aufzubringen, resp. alte abgelausene Schuldtitel durch neue zu ersetzen. Finanztechnisch richtig und eines großen Staates wüidig ist natürlich eme solche Wirtschaft nicht. Aber Rußland steht in finanzieller Beziehung nach wie vor »jenseits von gut und böse'. ES kann sich derartiges leisten, weil, mögen auch Deutschland und andere Länder ihm ihren Geldmarkt verschlossen haben, das kapitalkräftige Frankreich noch immer geneigt ist, seine Anleihebedürfnisse zu befriedigen. Tas liegt einmal daran, daß man in Paris im Gefühl seiner militärischen Schwäche Deutschland gegenüber das militärisch noch ohnmächtigere Rußland bet guter Laune zu hatten bestrebt ist, zumal der zweite Bundesgenosse, England, Frankreich im Konfliklsfallc mit Deutschland wegen der Unzulänglichkeit seines LandheereS nur wenig nützen könnte. Sodann aber auch daran, daß die französischen Kapitalisten um ih» Rußland bisher geliehenen Milliarden zittern, die ihitcn im Falle eines finanziellen Zusammenbruchs des Zarenreiches verloren wären, und deshalb lieber neue Gelder aufbrmgen, um es zu stutzen und ihm vielleicht die finanzielle Gesundung zu ermöglichen. So wird es auch diesmal wieder Frankreich sein, das den Lölvenanteil der neuesten russischen Staatsanleihe, deren Emission in Höhe von 500 Millionen Rubel am 22. Januar zum Kurse von 89^ Proz. und mit einer Verzinsung von 41/, Proz. erfolgen soll, trägt. Es muß den russischen Flnanzkünstlern zugegeben werden, daß sie die Psyche des französischen Volkes sehr richtig ein» schätzen und dadurch nicht nur den Kursstand der älteren russischen Anleihen zu erhöhen wissen, sondern auch den französischen Markt dem russischen Anleihebedürfnis fortgesetzt offen halten. Dennoch scheint man diesmal in Petersburg nicht ganz ohne Sorge gewesen zu sein, wie Frankreich die neueste Anleihe aufnehmen werde. Hat man doch den Emissionskurs diesmal ungewöhnlich niedrig, den Zinsfuß verhältnismäßig hoch angesetzt und mit den Emissionsban'ken eine Verabredung dahin getroffen, daß sie sich bei der Urder- nibranerci - Wi'iheimstrasee , rchitttz 2 H|t, I. pro Pcyon. (w ' « Siefa.) Dratum: ?'s °°° Ä1“"1 r v. a. 9 7/Ni). An der Äk-7 ■JSSSSLSSggS ’^tropol1 •1 nuar 1909 k Konzert retten. Abe; d P h'iT1B€5liaCnt8kapc11« M,QI19 abenbs 7 ut)i. ZtimmAnssbil- aus öem preug. AvgeordneLe^LAS. Berlin, 20. Jan. Drei Tage nur hat bie erste Lesung dieses Defizit- etats gewährt, und ein großer Teil bei Teoatten hatte mit bem Erat selbst biutivenig zu tun. Lasur sorgten bie Sozialdemokratie, beiten angcjicylä der dvoheTiden Kaisierung von zwei Dritteln ihrer Beniner ^Jlänbate ouenoar an der Produktion wirksamen Agilationsslossis für die Ersatzwahlen gelegen war, und bie Rechte, bie es sehr eilig hatte, dem Fürsten Bülow eine roarnende Antwort auf seine Paarungsrede vom Dienstag zu geben. Herr Heimann, einer der Bier, üoer deren yau^t das TmnotteHchw>ert der M a n b a t s k a s s i e r u n ß schwebt, hatte seine Rede in zävei Leite gefiebert: Der une, ber wvnigsvenS in etwas den Auslug einer Elatskrittk hatte, galt ber Enrpfei/.u'.ig ber Sozialdemokraten als ber einzig wahren Bertreter der Arbeiterschaft, — ein An- Ivruch der Geiwjsen, zu dessen Vertretung sich der Millionen, chwere Rentner und Verchgsbuchhänbier Heimann schlechttroings nicht eben in erster Reihe eignete. Tiefer captatio bencvoieniiae für bie Sozialdemokratie eine Aufreizung ber Berliner Arbeiter gegen den Ö-reilütn zu gesellen, war der zweite Teil der zwestttindigen Rede Heimanns bestimmt, ber ben Freisinn der Perfidie bei seinem Protest gegen bie vier roten Mttmdate beschuldigte. Herr Heimann ist im allgemeinen ein Mann von guten Ümgangs- formen; aber auch er geizte nicht mit ben Ansorück-eu einer wildgewor denen Phanrasie. So, wenn er pathetisch rief, bie Zeit oes Auscuhens sei für bie Arbeiter eine Zeit des Hungerns, und was Dergleiüjen wundersame Behauptungen mehr waren, llnd dabei nmsste es ihm doch panieren, oaß er von ber märchenhaften Entwicklung ber Bolkswoylfahrt Preußens sprach, zu ber ixu; Bild von ber Sage der Arbeiter, das ber sozialdemokratische Eiferer zeickmete, denn doch wohl nicht recht paßt. Ter sZ- i n a n z - Minister ergriff bann auch die schone Ge^egenksttt b«.n Schopf, Herrn Heimann ab aosurbnm zu jähren, und leistete sich einen durchaus diät, jckion um Euch keine Unruije zu machen. sind, die arme Eacolme ausgenommen, bie chr rheumalische^ Zahuleiden mit wenig Unterbrechung bis jetzt gehabt hat, (heut morgen ist ihr Einer ausgezogen worden) wohl, sie grüßen Euch herzlich, und lassen Euch ihrer herzlichen Teilnahme oerüchern. Fritzchen jagt, sie könne sich ja |elb|t denken, daß Du die Zeiten über andere Sorgen gehabt hast, als lange Briete zu schieiben. Im Allgemeinen lebt man hier doch ziemlich emiörmig, wenigstens luller, als Ihr glauben möget. Als ein, wenn auch nicht Ersatz, doch Surrogat für die Musik die ich in Berlin nicht höre, sind nur liier in Der letzten Zett em paar Concerte in Wurf gekommen Eins im Theater, fast durchweg sehr schön. Das Programm könnt Ihr hiebei leien, und Ems gestern Abend. ES besteht nämlich auch hier wie Überall für ältere Jungfern höherer Bildung em Cacilien-Verein, welcher gestern seine Lote Stiftungsfeier an'dng- lieh besang und später beaß, vielleicht ganz spät auch noch betrank. Tie Wahl der Stücke sehr schön, nur allein Mozart, Haydn, Beethoven, Spohr, Mendelssohn, das half aber Alles nichts, cs war trotzdem Alles nur Leer scheene l Polyphem Spohr stand in der Glitte und tachtelte die Luit. Die Sopräne pfiffen entweder 2 Löcher zu hoch oder zu tief, die Bässe aber hatten looiel ich erkennen konnte, zusammen volle 32 Zähne. Den Kelch voll zu machen trat noch eine extra'ette Schauspielerin auf, und suchte Mendelssohns Slawen zu beflcnnen, — wäre ich em Kater gewesen, ich hätte mich beim Schwänze auigehangen. Genug davon, ich weiß garnicht, wte ich mit einem mal in ben Unsinn gerathen bin, es ist mir garnicht so zu Smne. Schreibt mir nur recht bald, wie es weiter bei Euch geht. Ich lebe in Gedanken jede 'Dhiiuie mit Euch durch. ^uer Adolph. w Menzei-vriese. Im Janiiarhest der „Sieneu Rundschau" (Verlag S. Fischer, Berlin) iverden mehrere bisher unbekannte Briefe Adolf v. Menzels veröffentlicht, die aus der Kasseler Zeit des Aleisters flammen (1847 bis 48), als er dort mit dem Karton des Einzugs der hessischen Landgräfin beschäftigt war. Es sind ßainilieiibriefe — ohne nähere Angabe der Adressaten. Sie zeigen den Künstler in seiner ganzen knorrigen Eigenart und sind voll Witz und Wärtne. Wir geben zwei dieser Briese hier tvieder: E a i i e l, 19. August 1847. Deinen Brief erhielt ich vorgestern sJlad)mittag als ich eben von Marburg zurückkam in Sonne unb Staub gebraten, es war aber göttlich dort. Gott was habe ich da alles Schönes unb Interessantes gesehen, am Menschenschlag, gothischer Architektur, die Sternwarle, die Universität, bie Anatomie und meinen Logiergast- Hof, ben Ritter ausgenommen, die ganze Stadt aus dem Loth, wenn nicht gebaut, so doch gesunken, ganze Gassen so: (Zeichnung) und so: (Zeichnung) ein wahres Spinnen- und Rattenloch, aber wie malerisch und interessant unb ivunderlich alt, verrottet 1 Unb zu tun hatte ich in 4 Tagen bas Wesentlichste burchzunehinen, ,vo ich ebenso gern 4 Wochen gehabt hätte. Gaspard, der treue Trabant, zeichnet und schwitzt beharrlich an meiner Seite. Jetzt bin ich nun im Atelier chon eingerichtet. Es ist sehr ziveckmäßig mid geräumig, und stecke in der Arbeit (noch nicht am Großen) erst noch an ber Zeich nung. Ich bin, dem Himmel sei eS Dank, sehr wohl auf, früh um 5 Uhr erwache ich selbst, und heraus. Ich trinke nicht lauter Wem, sondern auch Kaffee, und sogar Wasser. Arnolds sind gleich-all* alle wohl, unb Mittags unb’in ben Abenden sind wir zusammen: sie grüßen Dich sehr schön, nameiitlich Carlo. Ich danke Gott, daß ec es Dir wohl sein läßt. Die recht brave wirklich zu mancheii (Suvariungen berechtigende, schon ziemlich gelungene wackere Studien bekundende bildliche Schilderung Deines Stilllebens läßt mich fast verhossen, Du feilt nicht mehr in ber Pfütze, sondern im Bach. Ochse so fort, junger Mann! Deine Fänge machen 'DleiltcrftücCe. Aber nicht ins Zwielicht hinein!! und nicht zu viel bet Licht! auch recretcce Dich ja gehörig. Wie sich unsere lieben vortrefflichen Freunde Deiner annehmen unb Dir das Alleinsein unterbrechen macht mir groben Trost und Freude! Sage ihnen, wie ich ihnen danke. Grüße sie Alle Ällle am» Innigste, mich einzeln an sie zu wenden, mürbe ihnen zur Litanei werden. Unb nun schütze unb erhalte Dich Gott! Deiit Adolph. *•»,« Ml A u 9 Ebttldz ietzener Anzeiger —General-Anzeiger für Gberheffen wl" we ta«esnummee 8etat?onzdmS und Verlag der vrShl'schen llniv.-vlich. VN» Steinöruderei rr. tauge. NedaMon, «krpeditisn un» Druckerei: rchulftratze 7. dis vormittags 10 Uhr. 0 in9u^®»i,^S“C ss*^ R MS enipsi-blt * grimmigen Turnierritt iu Jxr die So-studemokratie, ber mit bem Etat ungefähr ebensoviel zu tun hatte wie Herr Heiinanns Sprach. Unb auch Herr von Arnim Tusedorn ließ den Etat sein unb bcfdjäftigte sich, nach einer kurzen Polemik mit den Rednern der Linien an den Vortagen, recht eindringlich, aber auch recht vorsichtig die Worte auf die Goldwage legend, mit ber Rede Bülows. Zufrieden sind die Konservativ^en da- m i t nicht, daraus machte er kein Hehl. In Sachen ^>chücking hat Uncn ber Kanzler zuviel Entgegenkommen gegenüber Herrn Wiemer gezeigt, unb von seiner AMahnung, bie Nachlaßsteuer zu bewilligen, wollen sie wenig wissen. Daß der konservative Rediter weitere Erörtermrgen über die Schüclingaffäre anfünbigte, war auch nicht dazu angetan, den Kanzler mit freudigen GesüNen: zu erfüllen. .Herr v. Loebell, des Fürsten Bülow nächster Zeitgenosse, lauschte den vorsickstigen Worten des Redners mit sichtlicher, beinahe ängstlicher Spannung, der Ministtrprasibcut selost war nicht ersclsteneit. Ein paar sachliche Reden bie folgten; Darunter eine wirksame Abfertigung des Zentrums und ber Sozialdemokratie durch ben Nattoualliberalen Schmieding. Und Dann kann es zu guterletzt zu einem kleinen parlamentarischen Skandal. Herr Fischbeck trat der sozialoemo- kratischen Verdächtigung, als haoe er bei den Wahlprotesten ein Doppelspiel getrieben, in wucksiigen Sätzen entgegen, und als er, schwer gereizt durch die Schnuchangen des „Vorwärts", die Taktik der Genossen eine „Tal'ttk der Wegelagerer und Strolche" nannte, brach ein ohcenöellmoender Sarin los. In den stürmijcl)en Beifall, mit dem Rechte unb bürgerliche Linke dieses sck>arfe Wort aufnahmen, mischten sich luntenbc Pfuirufe der Sozialdemokraten, uito der Abg. Hossma n n ries dem Redner in Heller Wut entgegen : „Aus Ihnen spricht der Cognac!" Oho! schallte es aus den Reihen ber BurgerlickMU, unb Herr v. Kroecher suckste ben Sturm mit einer seiner trockenen Mahnungen zur Äöästigung zu scknfttgen. Ader es ging noch einmal los, als Fischbeck lebe Bo- einfiussung der Freisurnspolitik durch die Sozialoemvkratie von der Hand wies unb Hoffinaim schrie: „Er hat sich im Ssnegel gesehen!" Erst ailmuhttch venchattte der Lärm, und das Haus vertagte sich, um am Aiontag neuen anderen Diugea ben frei» sinnigen WahlrechtScmtrag in Arbeit zu nehmen. Arnolds 1 wart (Bermg G. Ealttvey, München) bemerkt baju: Die SSibaz eumatifdies lichkeit bet byzantinischen Phra.c mag selten so grotesk erschienen sein, wie im Angesicht so entsetzlichen nationaler:^Unglücks. Ander- jeits sprach ber Pos siche Augeorbnete in ber Sprache Italiens» die nnt üom-schiusiiglichen Worten freigebiger als die unfrige ist. Es wäre eine törichte Frage, ob in gleicher Lage auch ein beutfdjer Fürst so geantwortet hätte. Aber es wäre schön, wenn sich derartige Antworten auch bei uns für minder große Gelegenheiten einbürgerten, denn was bei uns an byzantinischem Geschwätz Monarchen unb Prinzen zngemutet wird, das macht nachgerade, nicht nur die Redner unb die Zuhörer lächerlich, sondern die An-« gefeierten selber. Setzt sich ein Jfcänig eine Viertelstunde auf einew Polsterstuhl und jagt dann: „Ich erkläre diese Ausstellung für, eröffnet," so wird ihm versichert, daß man durch diese (^nab3 beglückt sei, übernimmt er irgend ein Protektorat, was ihn ebenso ruenig bemühe, so erklärt man sich hochbeglückt, ein Besuch irgendwo aber versetzt ben Besuchten in ben Zu stand ber Seligkeit. Tem jüngsten Prinzen wird geantwortet, als loenn sein pflicht-» schuldiges Jntere>se die höckchte Auszeichnung unb sein konventionelles „Sehr schön!" das maßgeblickchte Urteil wäre. Sie sind nickst alle so geschsit wie Viktor Emanuel, sie glaubens womöglich selber, dann aber ist es ben Herren Ergebenen doch auch nur so lange reckst, wie es sich zufällig mit ihren Wünschen bereinigt — Reden Sie doch keine« Unftnn!* TO bet König von Italien nach Messina ab fuhr, sprack) ihm ein Deputierter von der Hossnung, die Amvesenheit ©einer Acaiestät luerbe das Volk dort trösten. Da verliefe den König die surüdt^ltenbe ____ev* hin bem äimmef fei' gedankt, wohl und un- Höflichkeit, die an ihm gerühmt nnrd, und sein Unwillebrach in ausgesetzt wacker ün Sattes ve7halte' üuch in Essen, Trinken,!die Worte aus: „Redest Sie doch Lernen Unjutu!" - Der Kunst- lEtaatSleben im Lande gesichert sein möchten. Dieraisi sand die Abstimmung über die Tevutalionsanträge statt. Tie sämtlich an- rvesenden Mitglieder der Namurer — etz fehlte nur ein Abgeordneter — stimmten mit ,Ja". Tiefe? Resultat wurde mit lebhaften Bravorufen aufgenomen. « Gegen die Steuer enf Gas, Elektrizität und Weiu. Nach zweitägiger Verhandlung hat die Württembergische tzweite Kammer sich gegen die Gas-, Elektrizitäts- nnd Weinsteuer ausgesprochen und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß der Reichstag den genannten Steuern die Zustimmung verweigern werde. Ferner wurde die Erwartung ausgesprochen, daß die württembergische Regierung bei den weiteren Verhandlungen über die Steuerreform im Bundesrat für keine dieser Steuern eintreten werde. Ein von den Sozialdemokraten und Zentrums- abaeordneten eingebrachter Antrag, der sein Bedauern darüber ausdrückt,d jaß die württembergische Regierung diesen Steuerentwürfen zustimme, wurde g-gen Sozialdemokraten, Zentrum und einige iNrtgtü'd-'r der Volispartei abgecehnt. * Ter S'csuch des englifegen KooigSpaareS in Berlin. Da? amtliche Programm für öen Besuch des Königs und der Königm in Berlin ist noch unvollständig. Tie Majeuäten werden von London am 8. Februar nach Dover abreisen und sich von dort auf der königltchen Jacht »Alexandra* nach Calais begeb-n unb von dort aus nach Berlin, wo sie a,n 9. Februar eintresfen. Sie werden bis zum 12. Februar in Berlin bleiben und dann direlt nach London -urncHehren. Tas (Befolge wird, soweit bisher feststeht, sich folgendermaßen zufammensetzen: Kolomalsetretär Earl Crewe, dann Lord-Kämmerer Viscount Allhorp, als Stabsträger vom Dienst und Vertreter der Armee Feldmarschall Lord torenieU, ferner Hurdinge und der ständige Unterstaatsjekrelär des Auswärtigen Amtes Sir JameS Reid, sowie als Leibarzt Oberst Streat- sield und Oberst Fritz Ponsonby als Stallmeister. — Ter „Stand- arb* schreibt über den Besuch des Königs Eduard ür Berlin: ES rief hier allgemeine Genugtuung hervor, daß die städtischen Behörden von Berlin sich entschlossen haben, sich mit dein Kaiser zu vereinigen, um den König und die Königin willkommen zu heißen. Wir freuen uns alle, daß dieser Besuch mehr bedeutet als bloß eine günstige Gelegenheit für emc glänzende Gastireundschait, glänzend für den Gast wie für beit Wirt. Ter Kaiser besitzt die königliche Gabe, eine gelegentliche Förmlichkeit zu verinnerlichen und zu verschönern durch lebhafte persönliche Herzlichkeit. Im allgemeinen wünschen dre Engländer, mit Deutschland in beständiger herzlicher Verla utheit zu leben, und s i e wurden für diesen Zioeck zu jedem Opfer bereit sein, außer dazu, Verbündete int Stiche zu lassen und Freu ii den untreu z u werden. Aber sie seien gezwungen, die Tatsache anziierkeimen, daß im deutschen Vaterlandc machivolle feindliche Einflüsse gegen eine internationale Annäherug vorhanden (»ien. Dieser Argwohn bestände ui gutem Glauben. Der „Standard" fährt fort: Je weniger wir versuchen, unsere Tadler eine? Besseren zu belehren, um so eher werben wir Erfolg haben. Ter Kaiser unb Fürst Bülow haben bei der jüngsten Krisis heilsamen friedlichen Einfluß ausgeübt. Fest an der Seite feines Bundesgenossen ftebenb, hat Deutschland ohne Hintergedanken an der Beruhigung Europas gearbeitet. England, das zu d e n G r uii d z ü g e n b e r b e n t j ch e n P o l i t tk i n E ii r o p a u n d A s i e n nicht mehr i m G c g e n s a tz st e h t, hat sich tn Afrika willens gezeigt, em gememsaiiies Vorgehen an- zubieten unb anzimchmcn. Hiermit sollte die Gninblage für ein allgemeines Verständnis gegeben fein. Es ist nicht unsere Hingabe, dem nationalen Ehrgeiz Teutschlanbs, sich zu Wasser ebenso slarl zu machen wie zu Lande, tückische Beweggründe unterzulegen. • Tas Annexions-Protokoll. Die türkischen Blatter vcrösfemnchen den Wortlaut des ans 9 Punkten bestehei den Protokolle ntwnrfes über d i e P st e r r e t ch i s ch - u n g a r i f ch -1 ü r k i s ch B e r h a n d 1 ii n g e n. In Artikel 5, welcher der Türkei völlige Freiheit bezüglich der Handels- und Zollvolitik zugestcht, verpflichtet sich Oesterreich- Ungarn, binnen zwei Jahren nach Unterschrift des Vertrages einen Handelsvertrag mit der Türkei abzufchlisßen, und zwar nicht auf der Grundlage von Kapitulationen. Zu der ebenfalls bereits bekannten Bestunmung über die Religionsfreiheit der in Bosnien und der Herzegowina lebenden Mohammedaner ist zu bemerken, daß in den Gebeten nicht, ivie die Blatter melden, der Rante des Sultans, fonbern der Rome des Hainen als religiösen Oberhauptes genannt werden soll. Tie Mohammedaner hängen, wie früher, vom Scheich ül Islam ab, dem das Recht der Ernemumg des ersten UlemaS zusteht. Der Ausdruck „Annexion* fehlt in dem Entwurf; dafür ist „Aiierkennung des jetzigen Zustandes' gesetzt. Das m den iirfprunglichen österreichischen Vorschlägen erwähnte Echutzrecht Oesterreichs über bic katholischen Albanesen ist in dem Entwurf nicht angeführt. Dte ebenfalls bereits gemeldete Bestimmung bezüglich des AuSwanderungSrechtes dürfte, ebenso wie einige andere Punkte, zu Mcinungsverichiedeuheiten Anlaß geben. Deutsches Nerch. Die a 1) l p i u j u n q y i. d nt ni i) f t o n des Reichstages beanstandete die Wahlen des pfälzischen Zentrumsabgeordneten Spindler- Germersheim, sowie des hannöverschen Nationalliberalen von der Wense-Uelzen- Lüchow, letztere wegen der Betätigung der Kisiegervereuie. Der schweizerische Mehlboykott. Wie der „Post"' von gutunterrichtetcr Seite mitgeteilt wird, hallen sich die bisher zu verspürenden Wirkungen des Boykotts deutscher Waren in der Schweiz in den Grenzen dessen, was aus deutscher Seite vorausgesehen wurde. Der Boyiotl bleibt bisher vereinzelt. Er dür,te sich überhaupt zu einer Bewegung grösseren Stils nicht auswachsen. Die F e st s e tz u n g von ft betragen bei der Haftung sür Äuiomobckschäden wurde von der Reichstags' kommistion abgclehnt. P r ä s i d e n t C a st r o, der zurzeit noch in Berlin weilt, wird zu Beginn der Saison irrt Stahlbad Brückenau in der Rhön erwartet. Arbeitsmartt in Hessen u. Hesjcn-Unssau im Vez. (908. Bei der Betrachlmig der Hruriidmariltage ist davon aus' 6ugelten, daß die Zeiten der Hochkonjunktur vorüber sind und daß sich das Wirtschaftsleben wieder in ücn normalen Geleisen -n beivcgvn nnpaßt Daß dieser Ucbergang für eine Mihe van Gcwerbezweigen saudigend ist und zurzeit große materielle 'Jtodp teile zur Folge hat, ist unbestreitbar. Jedoch bürite von einem eigentlichen 'Jäniuinbe kaum gesprochen luirocn. Tie Arbeitsmarki- läge tvar im BericktSutviiat gegenüver dem Vvrmvnat fasi.unvcr ändert. DaS WeihnachtSgesa-ast brachte in einzelnen Gewerbe- tzwcigen, z. B. im BerkehrSgewerbe, eine, wenn auch nicht an- haitcnde Belebung, wenngleich im allgemeinen darüber geklagt wird, daß sich die geschäftlichen Erwartungen nid)t voll erfüllt haben. Tie während des größten Testes des Monats Ijerridjcnbt trockene Witrerung ermöglichte es, noch maiubjTici Arbeiten im Freien auszusühren, bis unenvartet im Lause der letzten Bc- rtchtSwvche ein scharfer Frost ein setzte, der mancherlei dcbcul'- liche Wirlungen rind) |‘id> zog. Wenn an sich jd)oii in jedem Zähre das Ende dcS Dezemoer den höchsten Sian.> der ArbeilS- lofigkeit zeigt, so wurde diese im lausenden Iahte vurc.» ben fdiarfen Frost weiter crl)oht Unter der Ungunst der urbeii^martt- Lage hat am meisten das Baugewerve zu seiden, bei dem emc crnpsindsid'e Einbuße an '.‘[uitiagcn unb .lrbett-.-gUeg_.ib.it wc.tcr ju verzeidmen war. Im 'JUiiang des Jahre-s sehtte es ülsvlge deS hohen Geldstandes zum Test an Baugeleecn. ajd» w.ttneitd des ganzen Sommers blieb die Bautitigst.: v.....?. lismö'ig gc ring, u. wenn auch der Herbst besonders in Den hum. u k cntcinbat unb auf dem slack-en Lande "Belebung bradjie, so ioar ne dod) nicht ausreichend unb anhaltend genug, um den Arbeitsmarlt zu entlasten. Für das kommende Ialw siebt zu honen, daß im Baugewerbe lebhaftere Beschäftigung wieder cintritf. Im Zusammenhang mit dieser wenig günstigen Lage deS Baulwwerbcs litt auch Die Holzindustrie unter stillem Gcfd/äitSgange. So wird beispielsweise aus Frankfurt a. M., Mainz. Wiesbaden, Kassel into TarmUadt berichtet, daß die Bautischlereien infolge Mangels an Aufträgen völlig barnieberliegcn. Wenn auch in Franlrnrt a. M. zum Teil bei dem städtischen Arbeitsnachweis, zum Teil bei den Facharbeitsnachweisen, Stellen vermittelt wurden, so handelt cs sich doch hier nur um Aushstrsstelien für die Tauer von 14 Tagen bis 3 Wochen. In der Metallindustrie toar die Geschäftslage geteilt. Einzelne größere Frankfurter Firmen nahmen gröbere Einstellungen gelernter Arbeiter vor. während wieder andere, totnn nid>i mit Entlassungen, so doch mit Llrbeitszest- oerfür'jungen vorgingen. Relativ günstig stand das Kleingewerbe da, wo zahlreiche Nachfrage nach Arbeitslräften vorhanden war. Verlangt wurden HeizungsbKfer, Bauschlosser und Spengler, in geringerem Maße auch Maschinenschlosser. Junge verheiratrtc Leute wurden bei der Einstellung besonders berücksichtigt. Bei den Malern, Weißbindern und verwandten Berufen war die Arbeitsmarktlagc dem Charakter der Jahreszeit entsprechend, flau, ausgenommen einige ländlickw Bezirde Homberg, Weilburg), wo vergeblich Arbeitskräfte gesucht toutbciL Lebhafte Nachfrage nach Arbeitskräften herrschte in der Lederindustrie, die, wie aus Wvrms berichtet wird, mit Lwckdruck arbeitet. Heber stunden müssen gemacht meiden, um den vorliegenden Aufträgen gerecht zu werden. Im Buckoruckereigewerbe war der Geschäftsgang ruhig. Tie Zahl i>er kondstionslosen Setzer hat sich durch die Fersigitellung der Adreßüück)cr in den Städten wieder vermehrt, besonders, Trucker, Gießer unb Stereotypeure sind in größerer Mehrzahl aus der Arbeitssuche. In der KvnfektwnSIndustrie in Frankfurt a. M. und Wiesoaden war durch die wenig günstigen Witterungsverhältnisse zurzeit nicht genügend ArbeitSgewgenheit vorhanden, um namentlich den Schneidern, insbef. auch den weiblichen xxint» arbeite rinnen ausreick-euden Verdienst zu gewähren. Die Arbeitsgelegenheit in dec Landwirtschaft war an und für sich aus natürlichen Gründen gering, reduzierte sich aber noch weiter durch den starken Frost am Ende des Ästurals. Daß die Arbeitsgelegenhest nicht so reichlich wie in früheren Jahren, den Zeiten der Hoch- konjultur, vorhanden ist, ist uubejtritten, dabei ist es aber interessant, immer wieder zu. beobachten, wie besonders in den Großstädten sich zah.rcid-e vermeintliche Arbeitslose Herumtreiben, während das platte Land, besonders die Landwirtschaft selbst, nach wie vor unter Arbeitsmangel, wenn auch im geringeren Niaße, zu leiden hat. Alle Versuche, den Arbeitslosen der Großstädte Arbeit in kleineren Gemeinden, sei es nun in der Industrie, im Handwerk oder Landwirtschaft nachzuweisen, schLÜern in der Mehrzahl der Fälle daran, daß diese Arbeitslosen nicht gewillt sind, die Großstädte zu verlassen ober Lohnsorvernngen stellen, die mit den Lebensbedürfnissen in den Klein Moten in rein Verhältnis zu bringen sind. — Mit dem EinjetzLn des Winters unb der Steigung der industriellen Arbeitslosigkeü hat das Angebot von T-ienstvvten scharfer zugenonuiccu. Der dringenden Nachfrage nach Dienstboten ist ein fast ebenso dringendes Angebot weiblicher Dienst- koüfte gefolgt, so daß also von einem Denst.'otenniangel, besonders m den Großstädten, kaum noch die Rede sein kann. Ob aber der Dienstbotennvt cm Ende bereitet ist, steht aus einem anderen Blatte. Ein Ticnstbotenmangel hat auch schon vorher insofern iüd>t be- slanden, als untüchtige Dienstboten aller Art, unfähige Kindermädchen, ungeschulte Stubemnädchen, nichts vcrst.'hende Köchinnen, m genügender Zahl anbolcn. Tarin besicht aber die Tienstboten- iwt nicht, sondern sie ck-arakterisiert sich durch den Rückgang der Leistungssähigkeit, der Tüchtigkeit und des hauswirtscb. Sinnes und Verständnisses der Tienstbvten. Diesem Mangel hilft nud) der pcrmchrte Andrang zu beni öfsenttichen Arbeitsnad)weisen nicht ah. Nack) den monatlichen. ?lusweisen der rechtzeitig berichtenden Arbeitsnachweise stellt sich die Vermittlungstätigkeit wie folgt: Staffel 521 (gegen 612 im Vormonat), Darmstadt 142 (226), Frankfurt a.M. 2467 (2356\ Gießen 41 (37), Hanau 22 (27), Kreuznach 10 (9), Mainz 269 (310), Marburg 11 (13), Offenbach a.M. 153 (189), Wiesoaden 689 (859), Worms 127 (130 . Von Von Arbeitsnachweisen in mittleren nnb tkineren Städten haben 3- B. noch vermittelt: F r i e b b e r g i. £>. 58 (bei 81 "Anmeldungen offener Stellen), Limburg 105 (142), Witzeichausen 127 (264», Wetzlar 9 (13), und Weilburg 7 (8). Davon kommen auf 100 offene Stellen in Kassel 164,4 (gegen 203,0 im Vormonat», Darmstadt .253,7 (222,3), Frankfurt a. M. 197,7 (207,3), Gießen 301,8 (330,5), Lanau 148,7 (172^), Kreuznach 1255,0 (596,8), Mamz 318 (339,6), Marburg 56,7 (62,2). Offenbach a. M. 208,1 (251,0), Wiesbaden 119,0 (155,0) und Wo cm5 307,6 (291,3) Arbeitjucheirde. Tie Zahlen der versick-erungspflichtigen Mitglieder der Ortskranienkaffen, die uns berichten, weisen (1686', Gtesten 5131 (5620), öanau a. M. 7348 (7436), Homberg (Bez. Kafsel) und Wetzlar, einen Rückgang aus. Nachstehend die Zahlen int einzelnen: Kassel 32 276 (gegen 35 174 im Vormonat, Tarmstadt 12 368 (13 200», Frankfurt a_ M. 94 891 (97 549', Aiiebbcrq i. H. 1261 (1686), Gießen 5134 ( 5620', Hanau a. M. 7318 (7436 Homberg (Bez. Kassel) 320 (184), Kreuznach 380 7(4367), Offenbach a. M. 19 232 (19 790», Wetzlar 1147 (1118), Wiesbaden 13824 (14 243) unb Worms 7075 (7320). Wenn alle Zeichen nid’.t trügen, dürften die Aussichten der wirtsck-aftlickxn Lage 1909 günstiger sein. B-'sonderS darf man im Baugeschäft, wenn meitcr billiges Gelb zur Verfügung steht, mit einem Aufschwung rechnen, und baß ein Aufschwung im Baugewerbe von förderndem Einfluß auf viele Gewerbe ist, ist unbestritten. Aus Statt mit Laut. Gießen, 21. Januar 1909. Gedenket der hungernden Vögel! Obcrhcssischer VolkSliederabeud. Tic eigenartige und sehr anziehende Veranstaltung der Hess"v l K c", Vereinigung sür Volkskunde, die der gestrige Milglieder-Abenb in bet Gestalt eines oberhessischen Volksliederabends brachte, hatte das hiesige Publikum so sehr zahlreich in die alle UniversüatSaula geführt, baß bic Zuhörer dichtgedrängt lns vor der Saaltüre standen. Ter Vorsitzende der 2?creinigung, Pfarrer schulte von Großen-Linbcn, ein genauer Kenner unb Sammler unserer heimischen Volkslieder, gab zunächst eine kurze Charakteristik des Volksliedes überhaupt, um bann als hervorragendste Eigenheiten des oberhessischen Volksliedes Ernst, Treue und Gcm^tstiese zu bezeichnen, wenn ihm aud) ber Humor nicht fremd ist Viele Lieder, die bei uns gesungen loerixnt, sind auch in anderen deutich.m L-inbern Derurcitet, Doa) hat namenllich der Vogelsberg, eine große Anzahl ihm ursprünglich allein eigener Lieder, von denen bas bekannteste „Zu Lauterbach hab ich mein Strumpf verlorn" ist. Tas oberhessische Volkslied schildert unb erzählt unb ist der Kanal, durch den der im allgemeinen verschlossene Lberhesse allem Ausdruck gibt, was sein Gemüt bewegt. Sein Trager und Erhalter sind die Spinnstubengeiell- ichaften, sein Feind bas Vordringen der Kulcur auf dem Lande. Deshalb ist es eine schöne Aufgabe und Pflicht des deutschen Volles, die Volkslieder zu sammeln, so lange eS noch Zeit ist. In diesem Sinne hat der Verband der deutschen voiksknildlichen Vereine eine Eingabe an ben deutschen Reichstag gerichtet, in der dessen Unterstützung zu einer umfassenden oammlung und Herausgabe aller deutschen Volkslieder gebeten wird. Ihrer gibt es unzählige, in Österreich hat z. B. ein Psarrabjunkr allein 12 000 deutsche DollSlieder gesammelt und ein Mann im Vogelsberg hat sich 450 Volkslieder auigcschriebeu, die er im Leben gelungen hat. Tie einzelnen Lieder wcrdc.i nickst überall glcicharrig gelungen und werden fortgesetzt gcänbciL — Welche Pocste uno Gernütstiese ihnen innewohnt unb wie klangvoll bic Melodien sind, konnte man bann an den 14 von ukin I. Müller-Wetzlar unb Fräulein 9)L ff I cbe r g e r- uticubctg gelungenen Liedern feiffiellen. Piarrer Schulte iüg:c den einzeliicn Liedern Erläuterungen bei, so daß ihr Inhalt icoem verständlich wurde. Es waren reiigünc Sieber; die oft nock) au- Eatboli’d;er Zeit stammen-. Scheide-, Liebes- unb Scherzlieder, sowie ein farmen", aus Sandlojs, Eichelhain Bctten-- hauscn (Te^t und Melodie dieses LicdeS hatte Äbg. Köhler zur Verfügung gestellt), Penenoeil, Beuern, Engel rod, Ober-Erlen- back und 'Großen-Buscck. Die beiden Tamm verstanden es, die Lieder dem Her.'en der Zuhörer näher *v. bringen, unb bewiesen, baß der Borlragende nicht zu viel gesagt hatte, als er die wunderbare Melodik des oberlreisiicken Volksliedes pries. Viele davon wären cs wert, durck den Konzertsaal Allgemeingut zu werden, aber nur in der Form, wie sie gestern vorgcirage« wurden, als einstimmiger Gesang oder Tuet:. Tenn der mehrstimmige Gesang ist dem Volkslied fremd, die Mädchen fingen „fein" unb die Burschen ,.grvb". Wohl icbcr, der die gestrige Veranstaltung besucht bat, wird nicht ohne Geimnn davong:gangen sein unb wir wollen nur hoffen, daß bas oberhessische Volkslied auch fernerhin nreiicrblüfcen möge als eine der schönsten unb wertvollsten Seiten des beffischcn Volkslebens. Aus die Veranstaltung, um deren musikalischen Teil sich der leider am Erscheinen verhinderte Prof. Trautmann sehr verdient gemacht hat, werden wir twch näher zurückkornmen. e ** Tage 5 Tatenber für Donnerstag den 21. Jan. Ober- hessischer Geschichtsverein. Prof. Tr. Behaghel: Ortsnamen und Sicdlungsgeschickte. Privatdv'^nt Tr. Rauck: A. d. mittelrheinisckwn Kunsigefchickste. At-euds 8's Uhr (Safe Eocl. Gesellschaft für Erb- urtbVölkerkurfde. Tr. Gg. Wegener, Berlin: Auf uitbeirctencn Psaben in Ehina (mit Lichtbildern). Abends 81; Uhr große Universitätsaula. Konzert abends 7 Uhr im Lass MetropoU B ♦* Hoftrauer. S. K. H. der G r o ß h e r z o g ge- vuhten wegen des Ablebens des Prinzen Ernst von Sachfen- Weimar-Ltw t „ *• • tzorcchk"' b t * ml i'n° melde»- - • ' ,.^l t* 116, der Abschied ut dei ahioen Heere bewilligt. - Hein) des Lrib-Lrag.-Regk Adichied bewilligt. ’ tn. M Tarmstäbter so« c ist ieü einiger Züt ein Konen vorläufigen Abi^uß mü Den -aiteivorstandrs gefunden bilöetc te Streit Mchrn Re- 5ie.n: unijtat sind zugleich M und hallen bisher das Heft it flc mente sind nun die Radikale?. ovckämia Erfolg gehabt. Rainen dic Mifiowikn Tc. Davie in T«mnM btt MikaliÄW et :-jgrranuneii. Ten äuftrec tiger MM den W • ÄeckmauWlM^E : erhoben wurde. - tiTev audeskvmifteder WM :‘iabt »u UM Mw' ^lusforcche übet dir Wlünde in Älzck abgehnltenen VriMw' n a t i a n a 11 i b e r a 1 € n yrfü imtiortfliluxrölen die Kandidatur da ~ Landwirte befimtiD W TeS einer wti® * Wc in den ** ach in * cmrat tut py ^eibhack.^ J.-inalratDr-rLm-diAB^ Kommt und Jubelt! Kommt und Jubelt! Heute, den 21. Januar 1909 0393 Marktplatz 21 Telefon 46 tos ter MsMib ncnenüber der Enaelavotheke. Eintritt 20 Pfg. pro Person. 0425 Telefon 503. [355 Der Grnudstirckspachter: Han* Preis*. und Punsch-Essenzen Dr. Melllnshoff & Cie., Bückeäurt Dr WdllurtofT» rw-nz-'n Mnd rn haben: ftrnu Souis Neitz Wwe.. '■ Bruchstr. 31. D., Nenv. ftr. Seibel. Biriiii* Vertreter für einen neuen sehr [hv“/. Tel. 83. Hessischer Hof. 613 zeigers bewerben. [512 E. Neum-nn & Co., BoWraleii Dresden-^ Schriftliche Etnladu» Zuuncr Hauöburfche qeiucht. 03.91 !Bahnhomraffe 12. MMttl ns es# b Prospekt gratis. 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NäbercS in der KeschSftSftellt des Qtteffener Anzeigers. 10378 Auf Cffertc 9Zr. 058 lagen Brief aus der GeschättStt. d. Bl. 0410 MattgoldencS Wliederarmband [Andenken) am Dienstag. de» 12. Januar, auf dem Wege nach dem Dbeater verloren tnorben. Abzuaebea gegen Belohnnn, von Mk. 10.—. 042 Ott Anlage 18, I. sofort abzu^cben. Preis 730 Mark. Letztjähriger Abfchuh: 28 Rehe, viel Haien u. Sülmer. Gröhe ca. 3000 Morgen. Revier fängt an der Bahnstation a>'-- Näher, bei Walter Suuke, O ne» [Ruhr)._______ Juiolge masfenh. Anträgen für MudBsgts Ideen ?c. find wir in der Vatic, fchncllitcnd dieselben au verwerten unö neben mir diesen Monat in 30 Bcr.aufSunterüandlungen. ^^"^rbindungmitKavitaltsten sLr<3. ,uut)etuiPu'hlarlcrubcLS. Lrtegflratze IL. 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Wer wie ich jahrelang Leid und Freude mit den Landarbeitern geteilt hat, urteilt darüber ganz anders. Wie steht es denn in Wirklichkeit? m—,c- s:- Wascht mit Schwan Die „Steterer ZaintttendlStlrr" werden dem „‘älnjcifler* otennal wöchentlich beigelegl, daS *Kreliblat1 für dr» Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Dee ..eandwlttschafttichco Seit* frage»" erscheinen monatlich -we.inai. b. . ... ul b- 18 n. ifl rt rt l’ BruL'tr.31. V.Neub.sfr.Ä r n **etete. i*®S? U-L—/ Schotten. vU Achrisiliche Einlaß ecnra*""i6i^—■ 2ittS Stadt tittd Cattd. Gießen, 21. Januar 1909. 1 — OrdenSangele genheit. S. K. H. der Groß- Aerzog haben dem Dr. med. Karl Weyp recht in Alzey Lie Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihm vom Äönig von Preußen verliehenen Roten Kreuz-Medaille :r. Klasse erteilt. •• Ern komm en st« uer und Einkommen sie uer- flflich t ig e. Im Etatsjahr 1908 wurden in Hessen 852 638 'Linkommensteuerpflichtlge gezählt, die zusammen 10 712 695 Mk. Elntommensteuer zahlten. Drei Viertel der E.nkom-ucn- 'sleuerpflichtigen 272 836 ----- 76,3 Prozent — hatten em Einkommen von 500—1500 Mk. zu versteuern, sie brachten jedoch nur ein Viertel der gesamten Steuersumme — 2 630137 Nt. '== 24,6 Prozent auf. Die 124 Höchstbesieuerten = 0,035 Prozent der Steuerpflichtigen überhaupt, die em Einkommen von 101 000 bis 2 153 000 Mk. zu versteuern hatten, zahlten 1 356 220 Mk. Steuer — 12,66 Prozent der Lejamtsteuersumme. . ** Zwangserziehung in Hessen. Seit Inkraft- Iceten des Gesetzes über die Zwangserziebung vom 11. -0"n> 1887 bi§ zum Jahre 1908 sind un Großherzogtum Hessen $652 Kinder in Zwangserziehung gegeben worden. Die Zahl der ZwangSzüglinge ist ständig gewachsen; nn ^ahre 1892 befanden sich z. B. 480 Kinder in Zwangserziehung, 1908 dagegen 1671. 1908 waren 1019 der Zwangs jöglmge in Familien und 652 m Anstalten uirtergcbrau.)!. Die auS der Zwangserziehung erwachsenen Kosten betrugen im Jahre 1907: 237 366 Mk., wovon die Gemeinden und Sirene 116 973 Mk., der Staat 120 393 Alk. aufzubringen hatten. •• Kolosseum. DaS Peter Prang'sche Kölner SurleSken-Enjcmble erfreut sich steigender Beliebtlseil. Das bewies schon der bisherige rege Besuch, und in der Tat !ohnt eü sich, die Vorstellungen zu besuchen, denn eure einem Punkt aber bin ick mit Herrn Gothein einverstanden, und daS ist erfreulich, denn wir gehoben la a uf« men 3 um Block. (Heiterkeit.) Das ist die Forderung der inneren Stoio- nifatiSa3 gleiche gilt von der D-^sserung der WohnungSverhalt- nisse. Aber man darf dabei das Praktnche mcht vergessen. Dw Landarbeiter sitzen oern warm m engen Raumen Van w d s mir nicht als Respektlosigkeit gegenube veil rone üuSlcai - wenn ich behaupte, datz in G ab inen bl ‘•Zäume zu groß und zu wenig wohnlich , gebaut wreden si^- (Heiterkeit und H>öri! hört!) DaS p a t r i a r ch a l i s cy e verhalt n i s im besten Sinne, das zwischen den ^ 'chen Arbeit g-bern und Arbeitern besteht (Gelachter liws). bat m den stad schen Verhältnissen mdjt seinesgleichen. Die S°Stald-m°, traten al-3 Arbeitgeber haben sich b'sher wemMtens durchaus nicht vorbildlich benommen. (Lehr gutt)NUN tzu^Her^N Kleve Er bat erst sehr spat sein echt nationalliveraies yerz fntoeit/benn guerft' feine Bedeutung ber fflunb beiSani. Wirte entbedt. (Scitcrieii rechte. Ich will Herrn Ratschläge geben, °bw°hl mir bas ges°»uber dem s ruh« r - " Mitnliede deS Bundes dec Landwirte nahe tage (Heiterkeit), aber ich mutz ihm sagen, das; ich nicht ganz verstan- den habe, was er will. (Heiterkeit reck IS.) Daß « die sozial- deinoi rat i scheu Forderungen zurzeit mcht für erfüllbar^halt, benagt den Natioi'.allibcralen für einige>jahre noch! e.u.qe Wahlkreise sie sonst schon verloren hatten. Lachen links, Beifall rechts «gj d^r Meinung meiner politischen Freunde können die- V rasen gegen den Km'traktbrnch der ländlichen Arbeiter und Arbeitgeber nnr nidit ftrena genug sein. Tie prinzipiell sympathische obli- gatori ch Krankenversicherung kann reichsaesehlich eben,jo wenig wie die anderen in diesem Anträge, berührten Fragen gerege werden. Bei dieser Gelegenheit eine B t e a n H er c l (fraberner Wenn Sie wieder einen Artikel für ein -oiau ^eS^Herri?Scherl schreiben, dann behalten Sie Ihre Demokratie für Süddeutschland, wohin sie passen mag. Unruhe links ) gilt auck für ^cc demokratischen Jdcen, Heer Muller-Meiningen. günhtgerc Gelegenheit, gründlich zu lachen, wird nicht so leicht mehr geboten. Seit Dienstag gehen zwei neue Bur- lesken: „'Ne Frau auf Pump- und „Dünnes im Harem" m Szene, und zwar mit durchschlagcndem Erfolge.^ lieber Die orientalische LinSstattungd-Burleske ^Tünnes im Harem" lägt sich nichts schreiben, das must man sehen. Dian kann sich ,fapoitfl lachen über den Hilfsmaschmiflen m. b. H. Anton Zufall, der die Eunuchen mit seinem unzertrennlichen Gummi- Ichlauch ,fic9 verkamesölt", die Liebesanträge der „duften Vulterblume" Kleopatra zurückweist und es lieber vorzieht, nut den schönen Harems-Odalisken zu fchäckecn. Sämtliche Darsteller und Darstellerinnen machten sich um den Gesamc- erfolg der Aiifführnngen wohlverdient. Ferner ist ein sehenswertes Spezialitäten-Programm engagiert; da ist vor allen Dingen der ganz vorzügliche Jongleur und Umversalkunsiler Jerry zu erwähnen, besonders der Trik mit den drei Zylindern verdient ganz besondere Anerkennung. 3n Xlene Scholz erblicken wir eine sehr gute Soubrette, Ge schwill er Vudzlnska erfreuen durch internationale Tänze. Von dem vorigen Pro- gramm sehen wir Fred Armando, Grolesque-Komiker. Alles in Allem lohnt es sich, dieses Programm sich anzu- sehen. § Allendorf a. d. Lumda, 18. Jan. Samstag abend waren der SUiegcröcuetn und Gesangverein sehi zahlreich im Bauer^chen Saale versammelt. Der Präsident des Slriegervereins eröffnete Die Feier mit einem Hocy auf den Kaiser und Grotzherzog. Daraus hielt Lehrer SUil ou§ Llein-Linden einen Vortrag über „Deutschlands-Leeinteressen . An Der Hand emer Hatte Der Nordsee und zahlreicher Vi der von Hamburg, Stiel, Helgoland und dem Hatfet Wilhelm- nanat gab der Redner eine ausführliche Schilderung der Handels- und Seemteresien Deutschlands. Ter Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall angenommen. BeionderS dankbare Ausnahme fanden Die Chöre des Gesangvereins. -- Allertshausen, 20. Jan. Nachdem verschiedene ,Uaa "eli, N,oäite*i|«in Jest.llierkunst für 5 emnail, hl ^e?6r,?ann"i Mitt, SNÄU ^h.W.Kllb;nirfr,O.nfln, 86Ü>el "Jj irsatz an guten Arbeitern wird imm nicht so der Grotzgrundbcsih als hi Heinere Bauer (Sehr richtigI); ul, schweig mit der intensiven Bewirtschaftung. Wir muffen uns stets mit minderwertigen Leuten herumschlagen. Der Grotzgrund- besitzer kann sich Schweizer anschaffen oder sich sonst helfen mit Scchsengängcrn oder Nüssen, der kleine nicht. Die kleinen Wirtschaften vermindern sich bei uns in einer schrecklichen Weife. Tie Landwirte lassen ihre Söhne Lehrer und kleine Beamte werden, damit sie nickt auf diesen Q u ä I h o f e n bleiben. Im Lsten soll der kleine Grundbesitz wieder ins Leben gerufen werden; den Dauer bei uns, dessen Familie mit dem Boden verwackycn ist, den schaffen' Sie niemals wieder. (Lebhafte Zustimmung rechts, m der Mitte und links.) Die Frage des K o a l i l i o n s r e ch t s sehe ich nicht so schlimm an. Es hat gar nicht die Bedeutung, oie man ihm zuspricht. Tie ländlichen Arbeiter, die zusammentreten wollen, um eine Verl>esserung ihrer Arbeitsbedingungen zu besprechen, können daS tun. DaS Streikrecht wäre ein zweischneidiges Schwert. Wenn die Landarbeiter in einem Betriebe während der Erntezeit erklären: morgen streiken wir, so versetzen sie den Besitzer in eine Zwangslage und werden ihre Forderung vielleicht durchsetzen. Aber dann ist die Reaktion um so schlimmer. Im Winter werden die Leute infolge, des immerhin noch, wenn auch gering vorhandenen patriarchalischen DerhältnisseS vuräigehalten; das wird dann aufhören, denn das Entgegenkommen haben die Arbeiter dann gekündigt. Ein Streik würde aber, und das ist das Wahrscheinlichere, die schlimmsten Folgen für die Arbeiter selbst haben, denn die alten Leute, die in der Landwirtschaft grast geworden sind, würden niemals mit- Gie»(W,w ***■*££* Kleine ’Ätf* ... BHnP*' ...... - •" ( , Ile,»»* Deutscher Reichstag. 189. Sitzung, Mittwoch, den 20. Januar 1009. mittags 1 Uhr. Am Tische deS VundeSratS: Kommissare. Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 16 Min. Die Rechtsverhältnisse des Gesindes und der landwirtschaftlichen Arbeiter. Auf der Tagesordnung steht der Antrag der Sozialdemokraten auf reichsgefctzliche Regelung des ÄertragSverhaltnisseS zwischen dem Gelinde und den landwirtschaftlichen Arbeitern mit ihren Arbeitgebern. Der Antrag verlangt freies Koalitionsrecht, reichsgesetzliche Kranlcn-- versickerung, Negelung der Arbeitszeit, sowie Aufhebung der landeSgesetzlicken Gesindeordnungen, zumal insoweit lie den Kon- trattbruch unter Strafe stellen. vbg. Stadthagen (Soz.) begründet den Antrag bei fast leerem Hause. Der fetzige Zustand bedeute völlige Gesetz- und Rechtlosigkeit. Was ist Gesinde i Stadlhagen setzt sich hierüber mit den Zwischcnnifen des Abg. Kteth auseinander. Herr Kreth, geben Sie die Domänen den ländlichen Arbeitern. Das wäre der erste verständige gesetzgeberische Akt, den Sie von der Rechten begingen, u. s. f. (Sine Schmach ist das Züchtigungsrecht für das Gesinde. Wie mürben die Arbeitgeber aufschreien, wenn das Gesinde die Herrschaft prügeln wollte! (Gelächter.) Wer nicht für unseren Antrag stimmt, der will dieses S k l a v e n r e ch t. Peitschenhiebe, eine solche feige niederträchtige, gemeine Handlung erklärt daS Gericht in Preusten für nichts Ungewöhnliches. Selbst die lungste Gesindeordnung ist ein halbes Jahrhundert alt. Die Gebots der Sittlichkeit werden durch die Rechtlosigkeit des Geyndes mit Fühen getreten und in wirtschaftlicher Beziehung ins Gesicht geschlagen. Nehmen Sie unseren Antrag an tm Interesse der armen geplagten Landarbeiter. (Laute Ohol-Nufe rechts.) Widerlegen Sie doch, loaS ich gesagt habe. (Zuruf rechts: Wird geschehenI) Mache» Sie endlich dieser Äulturschmach ein Endel «bg. Kleye (Natl.): eyernalige Soldaten vergebens versucht hatten, einen Grieger- oerem zu bilden, ist cd jetzt gelungen, wenigstens die große Mehrzahl zusammenzuschliesten in einem am Sonntag den 17. d. Mts. gebildeten Kriegerv ere in .Ernst Ludwig zur Treue', der bereits 28 Mitglieder zählt. DerVezirks- öorsteher, Lehrer Da ab-Lollar, der aufEmladung erichlenea war, hielt zuerst einen Vortrag über: Zweck, Ziel, Bestrebungen und Wohlfahrtseinrichtungen der .Hasiia', der veifällig aufgenommen wurde und die anwesenden Lameraden vollständig orientierte. Bei der vorgenommenen VorsiandL- wahl wurden einstimmig gewählt: Ludwig Witzner als 1. Vorsitzender, Heinrich Hormann als 2. Vorsitzender, Ludwig Hvrmann als 1. uni) Friedrich Hörbücher als 2. Schrift- fülltet und ftonftoleur, Hart Lich als Rechner und Heinrich Dallwein und Wilhelm Wagner als Beisitzer. Der Verem beschloß einstimmig, der Kriegerkameradfchaft „Hassia' beigu* treten. — An dem Tage der (Gründung hatte der Verein schon die Ehrenpflicht zu erfüllen, dem Veteranen Heinrich Lich das Geleit zum Grabe und das Ehrenseuer zu geben. Die drei Salven klappten vorzüglich. A Aus d e m Vogelsberg, 20. Jan. Noch vor wenigen Jahren stmrd der Vogelsberg in dem Ansehen billiger Lebensverhältnijfe; es mag auch früher seine Berechtigung gehabt haben. Seit letzterer Zeit aber ist das nicht mehr der Fall. Gerade die nötigsten Lebensmittel: Brot uuo Fleisch find bei uns vieljach teurer als in anderen Gegenden. Während der vrerpjünoige Laib Brot ia|t überall .auf 50 Pf. herabgegangen ist, tostet er hier noch 53 Pf. Ebenso hurt und Ue|t man allseits von eurem Abjchlagen des Rindfleisches; nur im Vogelsberg tostet das Psnird biindfleisch nach wie vor 75 Pf. Wer demnach glaubt, im Vogelsberg lebe man billiger als in anderen Gegenden« der tauscht sich. . § We11, aasen, 20. Jan. Datz die B a t e n der Bartreibergesellschaften, wie sie öfters unsere Ortschaften durchs Liehen, gar nicht so harmlos sind, wie sie den An,chem, : haben, zeigte sich jüngst hier. Eine bosnische Bärentreibe^ dl \A bei amistio-Wiltew : M (Mil Lblahrt 5* «« Ti- KoakitkonSsreiheit der Lcm-crrbcsier lehnrn «ve Landwirte rundweg ab. W-.r haben einen Schwurzeugen m einem Freund Gocheins, dem Abg. N a u m a n n Ter fchreibt in winer Neudeutschen Wirtschaftspolllik": Die Drbe.ternot der Landwirtschaft ist die Folge eines schlecht verstandenen Liberalismus Hört, hört! rechts.) Die Nückkehr zu den allen Zusiandenist^ gegen die einzige Hilfe. ($ört, hort! rechts.) Wenn der ^idg. Naumann als ehemaliger Pfarrer ein besonderes VerstaiwniS für unsere christliche und deutsche Auffassung des ^^/^crhaltnisseS bat so freue ich mich über diesen alten Kollegen vom Verein deutscher Studenten (Heiterkeit rechtSf und kann den Abg. Gothein nur aufforberrt, seinen bu-yer-gen -ibera- liSmuö und seine südischen Freunde! zu verkaufen und auw neu. liberal zu werden wie Naumann. (Große Heiterkeit und lebhafter Beifall rechts.) Abg. Dr. HSsfel (Np.) - Wir wollen den ländlichen Arbeiter gewiß n^ht schlechter stellen als den industriellen, aber die Elends sch il der ung Stadthagens war magloS übertrieben Die ländlichen Ar. beiter machen von dem Koalüionsrecht doch keinen Gebrauch. Wir wünschen aber nicht, daß Koalitionsfreiheit in K o al'tions- u n f r e i h e i t u n d T e r r o r i L m u § ausarte, und g auben deshalb, daß wir mit einem reichsgesetzlichen Koalitionsrecht den Landarbeitern ein Danaergeschenl machen würden. M>g. Herold (Zentr.): . . Die ganze Frage ist außerordentlich schlvieng. DAalb mutz man mit einem Eingreifen sehr vorsichtig fein. Die reichsgesehliche Negelung der Gesindeordnung ist eine aLß Forderung deS Zen- trum-S. Wir wollen den ländlichen Arbeitern die v o l l c Ä o a 11 * lionsfreiheit geben und für den Kontraktbruch nur die zivilrechtliche Haftung einführen. DaS ist in der Provinz, in der Herr Hahn gewählt ist, seit jeher Gesetz. Auch eine reichsgesetzliche Regelung der Krankenver>icherung ist erwüiischt, dagegen die gesetzliche Regelung der Arbeitszeit m der Landivirtschast undurchführbar. J Die Beratung wird vertagt. Es folgt eine lange Reihe persönlicher Vemerkungeir. Abg. Kleve (itafL)] wendet sich scharf gegen Dr. Hahn. Abg. Gothein (freis. Dgg.) f , SUir ist ein anständiger Jude lieber, als ein Luiup mit dem besten Namen. SonnerStag 1 Mr: Voten in i e t p e Hat 10 « 3 6 e r di« Handhabung bei Vere:nsgesetze^, Snktp.eau* tiou über die schwarzen Listen. Schlutz nach 6 Uhr. m | | R ' Gewiß haben wir die Gesindeordnung über den äontraktbruch. Aber sie stehen bei uns l e d i g l i ch a u f d e m P a p i e r. Die Verhältnisse sind stärker geworden, fic werden nicht mehr zur Anwendung gebracht. Ich habe LS Jahre lang als Amtsvorstel)er diese Vestimmungen auSzuführen gehabt und mutz wissen, ob die Sache so schlimm ist. Die Gesindeordnung gebe ich gerne preis, die halte auch ich für reformbedürftig, denn sie ist veraltet. Sie kann durch reichsgesetzliche Bestimmuilgen ersetzt werden; dagegen habe ich gar nichts. Aber sie hat meines Wissens noch keinen Arbeiter geschädigt. Ebenso ist es mit dem K o n t r a k t b r u ch. Ter Ersatz an guten Arbeitern wird immer geringer. Darunter leidet ■ • hauptsächlich der mittlere und ^sonders bei uns in Braunmachen. Auf alle Fälle aber müssen Kauteken geschaffen werden, datz der Streik nicht zu einer Ungerechtigkeit gegen die Arbeit' geber wird. Man mutz auch bedenken, dag das Los der Landarbeiter immer besser wird. Vor allem werden die Aohnungen besser- iebt hat schon jebe Landarbeilerwohnung eine Küche. Die Zuständigkeit deS Reiches wird von meiner Partei nicht bezweifelt. Wir halten die G e f i n d e o r d n u n a für reformbedürftig. Wir sind auch für die Einbeziehung der Landarbeiter in die Krankenversicherung, aber wi>- hallen es nicht für möglich, daS Koal'.tionsrecht ohne iede Beschränkung den Landarbeitern zu geben. (Lebhafter Beifall der Natl.), Abg. Graf MielczynSki (Pole) erklärt die bolle Zustimmung seiner Fraktion 511m Antrag dec Sozialdemokraten. Abg. Stauffer (Wirtsch. Vg.) : Bisher waren die Landarbeiter für die Sozialdemokraten imemid)bar. Dieser Antrag soll ihnen offenbar den Weg bereiten. (Sehr gui! rechts.) Ter Antrag bedeutet eine direkte Aufreizung zum Kontraktbruch. (Lebhafte Zustimmung rechts.) Der Weg zum sozialen Aufstieg ist unseren land- lichen Arbeitern keineLwcgs verwehrt. Jeder Landarbeiter kann sich ein wenig Grund und Boden verschaffen. (Sehr richtig 1 rechts. Lacken links.) Vielfach sind sie auch schon am Gewinn beteiligt. Aber über den Kontraktbruch darf der soziale Aufstieg nicht erfolgen. Wir sind nicht der Meinung. datz d:ese Materie reichsgesetzlich geregelt werden kann. Drizu sind die Verhältnisse zu verschieden. (Zustimmung rechts.) Aber iwerall kann man den Landarbeiter sesshaft machen. Wo der Besitz ansangt, da dort die Sozialdemokratie auf. (Sehr gut! rechts.) ^,n Siii.deutsid- land steht der Koalierung der Landarbeiter nichts en.gegen uns doch bat diese Frage auch für den Süden nur einen akademychen Wert; die Arbeiter denken gar nicht daran, zu streiken. xa3 Streifte d; t aus dem Lande hätte grosse Gefahren; denken Sie nur einmal, in der Umgegend Berlins würden plötzlich alle Melker streiken! Tausende von Säuglingen würden weg. sterben. (Sehr richtig!) Regeln Sie zunächst einmal erst das Wetter reichsgesehlid), dann werden mir für Fhren Antrag st im, men, datz jeder Tag ein Sonntag ist. (Heiterkeit und Lachen rechts-i M'g. Gothein (Fr. Vg.): Wollen Sie bestreiten, datz der Landarbeiter schlechter gestellt ist als der Industrielle? In Preussen allain gibt es 97 Ge. sindeordnungcir. (Hört! Hört!) So kann es nicht weiter gehen. Daher begrüssen wir den sozialdemokrallschon Antrag mit ö’^eu» den und stimmen ihm zu. Solange Sie den Laudalbeitern nicht dieselben Freiheiten geben wie den industriellen, wird der Zug in die Grossstädte bestehen bleiben. sSehr richtig! links.) Was hat denn seinerzeit die Besiedelung des dcutsd)en CftenS ermöglicht? Das bessere Recht, das der deutsd>e Ansiedler dorthin brachte. Ist es nicht ein Skandal, daß in Schlesien eine Land, arbeiterin nur deswegen zu vielen Monaten Gefängnis verurteilt Ivird, weil sie nicht mehr für 35 Psg. am Tage arbeiten wollte t (Hört! Hört! links. Abg. v. Nichthofen (kons.): Olle Kamellen! Unruhe links.) Besteht denn die Gesindeordnung etwa in Schlesien nicht mehr? (Abg. v. Richthofcn: Gott sei Dank! Hört! Hört! links.) Auf die anständigen Arbeitgeber kann mau die Gesetze nickst zuschneiden, sondern auf die P 0 - muchelS köpfe! Wir stimmen für den sozialdcmokratychen Antrag auch deshalb, um im Osten endlich gesunde politische Ver- hällnisse zu fdfrUfen. (Beifall links. Unruhe rechts.) Wir wollen dem politischen A u S sr a n d i m O st e n Eingang verschaffen (Grotzes Gelächter rechts), der darin besteht, datz ;eber wählen kann, wie er will. (Beifall bei den Freisinnigen.) Hiess es doch noch bei der letzten Wahl in meinem Wahlkreis: wer liberal wählt, mag sich von Herrn Gothein Arbeit besorgen lassen! Cuius regio, eins religio! Geben Sie Freiheiten, dann haben Sie auck Arbeitskräfte. Redner beantragt Kommissionsberatung. (Beifall links.). Allg. Dr. Hahn (kons.): Erst meine politischen Freunde machten mich soeben darauf ausmcrlsam, datz ich mich nicht im Wahlkreise des Abg. G 0 t b e i n, sondern im deutschen Reichstage befinde. (Heiterkeit.) Dort muh er solche Reden halten, die mich stark an das gried'ddje Wort Demos erinnern (Unruhe links), eine Rede, aus der die Wähler entnehmen sollen, datz wir die schärfsten Gegner der Bauern wären. Diese Materie lässi sich nicht reickisgeietzlich regeln, denn der Boden ist in Deutschland nickst überall derselbe, (^ebr richtig! rechts.) Wer für den Antrag der Sozialdemokraten ist, muß auch den Seeleuten das uiicingc|d)r5nfte LioalitionSrecksi ge- währen; das haben aber die Freisinnigen seinerzeit abgelehnt. In a *n> Verlag der brssbllfche» # UnwerfilätS * Buch- und Sieuidrucler«. ÖL Lang». Gießen. 7 Nedaktlon, Schveditton und Druckerei: bckul- stratze 7. Expedition und Berlage 5L Redaktiom^SSllL. reL-Lldr^AnzetgerGteßen. | VminsMnrn ' :u betütbra. ■ Näheres in bet SeschistS^ : bc? C'iefienfr gn^erfl. !g II ?ütfCnme9?r.05dlaneri8r . o-n bet Wlbä!t?st. b. 81 k \ Armband 1 MottqoldevkS (8l'tderarmbt> I länbenftn) am Diensiag, t 112. Januar, aus bem Sone r. dem N>eater verloren Worb: Abiuaeben gegen delodnr . van M10.-. ite Ost-Anlage 18,! Bör*e, 21. Jannar. 1.15 Uhr. do. 3)6 III 3K Porlngieaeu 111.40 Rassere Argentinier wkind Das Beste ist stets das Billigste beä GeiicktteS eintrat Ttr Angeklagte verfolgte Berufung uiu dkl h6. Hamb u r g . 20 ^ait, t i n i f n hi m e r baue im 2luto er jchtttzmarke. D7. t wurde ‘ 0» c \ ä n ij u i •. verurteilt. 223 70 111.50 193.50 200.75 4% Italien. Reute . . 8e6 Portugiesen Serie I frage werde die un Cf tobe r vor. Handlung.-gelüste Cua aii verantworten, (ri bis z 1901 schlag 86.'0 63.50 98.50 92.70 146.20 inne Inst ltgun h'krjv auShi in vk Seot.s Emulsion zu nehmen, und ob sich nicht auch hier der Spruch bestätigt: das Beste ist stets das Billigst.. Man verlange daher ausdrücklich: Scorts Emulsion mit unserer bekannten nebenstehenden Fischer- Jannar. Anfancskuree. Harpener Bergwerk« - Lanrahhtte . . . ombarden E. B. . . Nordd. Lloyd .. . . Idrkcnloae solle» üche A sind b» Rom bet öer °-ch ju; vaa kl unzen i öme 51 L 3$lad IH Conv.Türken von 1V03 Tttrken'ose Grieeh. Monopol-Aul. . Wie für jedes bekannte und eingeführte Präparat, so wird auch für Scotts Emulsion eine Reihe von mehr oder weniger minderwertigen Nachahmungen geboten. Hierüber lausen täglich Klagen bei uns ein, zumal nach Gebrauch dieser Nachahmungen der gewünschte Erfolg auSgcblieben ist. Deshalb sollten alle Eltern, die es gut mit ihren Kleinen meinen, wohl überlegen, ob es nicht vorteilhafter ist, das in allen Fallen bewährte Lriginalpräparat 95.10 85 85 95.10 85.85 94.10 93.20 98 10 98 00 93.55 104.6 > 57 30 58.40 97 40 92 65 93 80 146.50 r sollt» I Mld Lil ttrnfofi r stände gekommen, die mit schäftSjahr zurückblickt. u. Dute nho sen. 20. brücke fehlt es noch immer mit den jenseits der Lohn KiB-gS l>i0/o Chinesen . . Aktien Bochum Guss . . . Buderus EL W. . . Tendenz fest Berliner betroffen, als er dem DühnerstLll einen Besuch abgestattct hatte. Man fand mich fünf tricr bei chm vor. deren Entwendung er zugab. (5in anderes Mal fand man ihn betrunken In dem SdniL übort liegen und neben ihm lag eine stiosenschere, die ein Meiner bat um Herabsetzung der Freiheitsstrafe. Diesem Antrag murbi mit 9uildfid>t auf die guten 'Bort?, die der Vater bei Gericht einlegtc, ftnrrgeacbcn unb die Gefängnisstrafe auf 3 Monat. eau.iuiflt- Ta das SckiZffengerickrt wegen L>an-5sriedcnsbruch und Sach.be, d)adigung auf C'tnKlfrrafcn ersannt hatte, die Strafkaimner ater darin eine ritchrillichr Tat crbiirfte, wurde auch die Geldstrafe auf 20 Mark herabgesetzt. Gin nnvetbestcrlicher Dieb Börse, 21 . . 176.50 sieht der Leser rechts unr» links an dem Weg, den ec da geistig mugelst, eine g rotze 'Anzahl Personen lernt er tennen, und zwar ui Einzelheiten, b;c viel ja tu neuer Art find und ein neues Licht, selbst auf Gestalten wie Bismarck und Caprivi, werfen. Wir emtiehlen das Buch auf das angelegentlichste. Frnnkfnrter 3^®/, Beichsanleihe . . ist ikr Gelegenheitsarbeiter PH. L. von N i e d er - M ö r l c n. Kürzlich uniri'c er in dem 5xf dcS Lehrers seines L'eimats.-rtti. hlektriz. Lahmeyer . . . Elcktriz. Scbnckort . . . Eschwciler Benrwcrk . . Gelsenkirchen Berßwork Hamburg-Amerik Paket?. Harpener Bergwerk. . . Laurabtitte Nurdd. Lloyd . . . . Obetscbles. Eisen-Industrie Berliner Haudelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bauk . . , . Deutscb-Asiat Bauk . . Diskonto-KoinmandiL . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien Baltimore- und Ohio- Eisenlahn Gottbardbahn Lombard. Eisenbahn . . Oesterr. btaatebuhn . . . I ‘rince-Henri-Eisenbabu Briefkasten Ser Be-aktion. (ttnouonic «ufragcu bleiben unberücksichtiat.» Na» Ruppertsburg. An der ganzen Angelegenheit ist gar nicht* Ter Unteroffizier, der übrigens nie ht dem genannten Geschäft in SteNnng war, ist inzwischen in seiner Garnison aus seinen Geisteszustand untersucht und als geisteskrank erklärt worden. Gesellschaft mit drei Baren und !vei Äffen durchzog zur Mittagsreit unseren Crl und ließ ihre Bären tanken. Einer der Baren wurde von einer Txrau der Treiber oorgefübrt. Eine hiesige Frau verabreichte der fremden einen Teller (Suppe. .naum bemerkte das der Bär, so stürzte er nach^ der Suppe und suchte sie seiner Führerin zu entreißen. Tiefe hatte Mühe, den Bären abzuhalten; rasch gab sie den Teller Luppe zurück und trieb den Bären zur Weiterreise an. w. Atzbach, 20. Ian. Ein Jabr ist verflossen, feit Generalsekretär Köpper • Koblenz in Vcrhandlnnacn wegen Begründung einer gewerblichen Fort bildungSschule für die ehelnallge Bürgermeisterei Ahbach trat, aber bis jetzt haben sie noch zu keinem Erfolge geführt. Tagegen ist im — eca ü-i-z-. f tK €:.-U» Ua Scr^rtrJI DatiOcL Konkurse in He, ieu. lieber das Vermögen der £i EderSzi M 29 8 G Ian. Trotz unserer neuen Lahn« an einem Verbindungsweg gelegenen Ortschaften ft tilgen« 17.90 144 50 121.00 j rouroe -um J o i. <* einanitna ^ei.ctitabt, würbe am 15. Januar ta& ftonkiirsoerfabren crofinet, ba der «e- mcinicbulbner -adlungsumabii ist *?ln:trgcnd't$tarntor '.i'olff in Tannflab: wurde z.un .'"xonfurdocrrvalicc ernannt, noukurs- ioroenmnen find bis zum 5. Februar be: bem Amtsgericht Darmstadt II aniinndbcn. ■ üermif te; aud» hatte er einen Pferde:wvich int Besitz, der einem Fulnruann abbaitden gekommen war. Die zwei zuletztgenanmen ClcgcnfUinbc ivtll er uiü t genvhl.n halxn, er ija jc die Schere nach Von seiner fr Liieren Tätigkeit bei dem Gartner im Besitz gebaut und sie ihm yirüdbringcn tvollen und den Teppich Ixibe er nur Mini Zudecken beirutzi und ibn vergessen adzugeden. Für die Wegnalnnc cxr Eier, was als Munr.aub aufgefafel wurde, da her 'jlnacnagte angab, et habe lie gleich verzehren wollen, wurde eine -^oche vast angesetzt, die anderen Fälle wurden m.t 4 4 >je', russ.Stnatsanl. 1905 4Ji0-e jap»11- Staatsanleihe ♦ Der alte Affe! Folgendes Geschick)tchen geht durch auswärtige Blätter: Ein Professor hatte im Kolleg angekündigt, baß er das nächste Mal Versuche nut Stickstoff Oxydul o^er, wie man gewöhnlich sagt, mit Lach- oder Lüftgas, anstellen werde. Im Begriffe, den vörsaal zu betreten, hört der Chemiker eine Unterhaltung seiner Schüler an: Einer schlägt vor, dem „alten Affen" einen Streich zn spielen. Er wolle sich melden, nm das Lachgas einzuatmen! und dann im angeblichen Rausch dem Professor alle möglichen Grobheiten an den Kvvf werfen. Der Plan wird gutgeheiizen, der Anstifter meldet sich, tritt an den Apparat und beginnt alsbald zum Gaudium der anderen mit den Schimpfereien. Man wälzt sich vor Lachen, nur der „alte Affe" bleibt toternst. Als das Delirium des Studenten endlich nachläßt, wendet sich der Professor an seine Hörer. — „Meine Herren, Sic haben jetzt die merkwürdigen Wirkungen des Stickslof>Oxyduls beobachtet. Diese Wirlr agcn waren im vorliegenden Falle um so bemerkenswerter, weil das Experiment so glänzend gelungen ist, ehe ich auch nur den Kran geöffnet habe, aus dem das Lachgas ausströmen füllte. Dieser ist auch jetzt noch geschlossen. Es liegt also ein höchst mer-würdiger Fall von Suggestion bei diesem jungen Herrn vor!" — Diesmal hatte der „alte Affe" die l Lacher auf seiner Seite. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionzgrmeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). SamStaa ben 23. Januar 1 90V: Vorabend 5.00 Uhr. MoraenS 0.00 Uhr. äcicr dc» 6teburi»1age6 Lr. Majestät beft flaifer*. Nach mittags 3.30 Ubr. SabbatauSgang 5-55 Uhr. Israelitische Ueligionrgesellschafl. (Sottcsbienft. Sabbat^eier am 23. Januar 1900: Freitag abend 4.40 Uhr. Coinstaa Donnittaq 8.30 Ubr. Brcbtgt. Feier de» ttebnrtStaacs Gr. Maiestät de4 Deutsche« Mfer*. Nachmittags 3.30 Ubr. Sabbat-AuSgaug 5.55 Ubr. . Ä ,,, Dochengotlesdienst: Morgen? 7.00 Ubr, nbenb* 7.00 Uhr. Märkte. Limburg a. d Labn, 2t*. Jan. ,> ru chtinarkk. Durch« schnittsorei; pro Malter. Noler Weiten (imffauitcfier) 16.70 Mk^ meiner 'JVeuen (anaetmute RremMorlm) 15,50 Mk.. Rom 11,90 Mk., Weriie: Funergerne 9.33 ML, Braugerste 10.90-00 Haier 7 20—0.00 Mk. Erbsen 0,00 Mk.. Rartoffeln 5,00-u.00 Mk. wandern und Wintersport, Reisen und väder. Ter 6 eh i M it b Dandervoael hat am eamStaa unb Gonntoa seine »weite bicrfähricc Schtkabrt unternomniru, an ber fsch wegen be4 ungünstigen Wetter« und der daburch bedingten Aettderung ber Wanderfahrt nur 16 Tntqlieber betoliateiL Bon Schotten auS, wo übernachtet worben war. wurde ^onntaq mib um 7 Uhr aufaebrochen und über Rubingsham «um Lwberodsrov ?e7ticaen, wo um V,1 Ubr MittagZvaiöe gemacht wurde. Teu Nachmittag über würben auf ber Rennbahn nebunQeiiim^spunflcn unb im TelemarNckwimg abgehalten, die von gutem < flleitei waren. Nach dem Raffce ginas bann, meist m wohl'cher 2ol5abti, über den Eackeritem nach oebotten, wo btt gut -lb nbrl des Zuges gewartet wurde. - 91 n den im Laufe dieser D-owe im Cberhart nattfinbeitben Wettläufen i't derftlnb durch sein Mitglied 3. E. Lstitber vertreten. (Heber die nächste «chisahrt stehe bie heutige fUmeige.) vermischtes. * Ganter redivivus! Die „Südwcndentschc Dor- respondez" erhält au3 Freiburg i. Br. folgendes Lrigmal- Schreiben, das gestern morgen verschiedenen Ernwohnern der Stadt, dreifach frankiert, zugefandt wurde unb Zweifellos eine Nachahmung des Ganter'schen NeNametmks ist: Ehmtsteur C cn Jugendliche Diebin. Eine Achtzehnjährige, die wegen Diebstahls zum fiinfienmol I 1 , , • len als Nechkvlehrcr, mein Anteil on 4)r. o y. bei eittem Metzgrrmeistrr -u Bad-Nauheim in SteNung unb I Frie btt ch 31 i 11 c t ü o n Sch ul t e , Geh. Zustizrat, CTilfcnuc sich unter dem Br.'rwande, sie müsse nach Main.;, um Universitäts-Professor, ^anb III. 0) c i i d> 111 a> c, s o - eine OsefängniSstrafe zu verbusten, nachdem sie zuvor ein PaketI zia l e, politische und biographische LJ tags, mit Kleider und Wische nbgcfanbt hatte, die sie ihrer HerrschaftI Mit Anhang: dc a ch tr 2 q e zu de n Lebens-r in - gestohlen hatte. Weiler wi-.ue eine Uhr mit zwei Kellen vermisst, I nerunaen. Preis: Drosch. Mk. p.—, in Origmalvand deren Diebstahl sie nach anfäng ick)cm Leugnen zngcstand unb die l Mk. 7.50. Bcrlaa von Emil Rolh in Gietzen. sie an eine Freundin geqi-n andere Sacken vertauscht hatte Wenn! Die ersten beiden Bände des Schulte,chen Memoirenwerkes sie auch noch als Ingenolich' hesmiidclt wurde. Da der Diebstah.! brachten eine solche Fülle hockrvichtiger, zeitgeichichtlicher Doku- ror der ^nrücklegnng des 18. Lebensjahres erfolgt ist, so mutzte I mente, eine so grotze Ausbeute hochinteressanter Ennnernngen aus njr dennoch energisch zu Gemüt geführt werden, datz es so nicht I weltbedeutenden Zeitetwchen, datz sie bald von einem respektablen oeu»v.w weiter gehen kann und dies umsomehr, als datz gegen sie in I Kreis von Lesern begehrt waren und während des kurzen <>elt-1 Mexikaner Fraiiksiirl a Bi ein weiieres Verfahren wegen Diebstahls schwebt. I raumes von kaum einem halben Jahre in ^^eren Auslagen Wegen Mißhandlung feines Vaters erscheinen mutzten. Ter dritte, soeben erschienene Sch utzband, steht sowie tofgni Sach-ieschädigung unb Hausfriedensbruch wurde der den beiden ersten Banden an. lltterriianlcm Lwst Nicht nach, Bergmann Gg G. aus ftreicniceit durch das 5d>öffenOeri^^I barf behaupten, er mirb eine twfr grö^ Lau.,ack> zu I Monaten ©cr.inqniv und 30 Mark Geldstrafe ver- w"l er ftefi pjn ^fr^n ffrci^ ber ©eo urteilt. Bor zwei Fahren ift der Angeklagte von hier nad I i^ndet und -lbschnitte enthalt, wW nut £ Freienseen zu feinem Vater gezogen unb hat seinem Vater dii! icharfe allgemein Menschliches behandeln, und aumi bic tieimn Sorgen für den Lebensunterhalt überlassen, weshalb es h-iufig Schichten des deutschen Vo.k s sas 'Nieren mützlen. — Elsahs bringt ^v»aa o. . . zu Streitigkeiten kam- schäetzlich zwang ityn der Baler zum Aus hiefer Band, meisterhaft beherrschte, gemrinverständliche 2lbhanb-l ' ziehen Als der Angeklagte, dem sein Sohn das Betreten des iunaen in geistvoll ansprechender Form. Die la Eisahs des erlien ‘ • • XXnii'r$ mucri'Qgt Halle, cinc5 Abends, als sich der alte Mann Teiles belxmbcln staatliche, rechtliche, soziale und kirchenpolitiiche ^rrmnua^mon zu Wt begeben troüU', kam, um .startofieln zu dalen unb die F.agcn der wichtigsten Art. Unt.r deitselben befinden sich Kapitel von ^sansr na°^ . £ilrc verschlosseri fand, i’frite.c er gewa.t am und drang auf feinen I unübertroffenem klassischem Wert. Die 21 bioaraphiiÄen ittiahs I Vater ein, satzw ihn ani r—' - :— -- I Gegenstand. In demselben ist dargelcgt, wie as evangelische Pfarrhaus weitaus bic meisten Gelehrten hervvrge^racht hat. in welcher Zabl dieselben den Familien von Aerzten, Inristen, Philologen ujw. entstammen und wie sich die ein-icknen gelehrten Berufskreise hinsichtlich dcS Alters ihrer Angehörigen stellen. Zum Schluß : eines Buches bringt Schm re Nachträge zu seinen Lebenserinnerun- gcn, bic von hervorragender Bedeutung sind, in denen sich hoch- jtiorefiatue Briefe des Grvtzher-ogS ^-riedrich von Baden be- iinben. und anschlietzend daran gibt Schulte noch Erinnerungen an Bismarck, Caprivi, Windhorst und Gelver, deren Bcröfient- iichung d.m letzten Lande Schilllcs eine dokumentarische Wichtigkeit für alle Zeiten aufprägt. Alles in allem, biqcc dritte Band des berühntten Schulte'schen Mrmoirenwerkcs wird seine grotze Anziehungskraft auf bad literarische Deutschland ausüben: viel, sehr viel les Interessanten Söhnchen des Slonunc;venia ddb 6000 ü'iark ncioibert. E UmfiÄube zu 13 Monat q " - - • ........-- - v_—•*- *»»*«. 41 Elisabeihe Werner, Puizmacherei, Kurz- und Lpezereuoareu- bo3h*. o Hi-Oitotcn Gcwngnis geahndet, fei.* ans ' j Jahr znsam.ncN' I naubluug zu wernshetm wurde am 11. Faunar das Koukui ö- gezogen nmrbeii Weiler wart en ihm dir bürgerlichen Ehren- l vermlnku «öffnet. Rcchtsamvatt K. Brun zu Gernsheim wuidr rcdite auf •' 3abre ooerfaunt um> ihm 3 Woi. u UntersuchuiigS kum Koukursverivalter ernannt. KonkurSwideruugeu sind dis zum amureantet > jebruar bei bem Äinisgericht GeiusNeun anzuiueibeu. — liebet . . ------- I Den Nachlatz bes am 3. 'Jlauembev i9«J8 ücvuoibciicu Oderdahn- werimt^iaaL lahiucmen peuni ' Kail Augmt Theodor Graulich zu Tar UI - der Kind e ; e n t f ü hr ta | iabt wurde am 11. Jannar da) KoutuiSucr ahren etemet, da . er Viodiiai; ubtintulbct i t unb die Erven die Konkinrcröfinnng . antia.it haben. Gerint.n en find biS zuiu 30 Januar bei dem Ani:^ger>chl Daim- nabt 1 anzumelden. — lieber bas vermögen beb Ill.rmacherS Kdolf Fischer tu M n i; 1 hei m a. M. wurde am 15. Jmtuar onkurevet ahrcn crc ...-. Nc. .auwali I. Nieber .» of in dach und Atz dach. Deshalb ist mau ganz davon abgekommen, die Holzoersteigerungen im ftcofbmfcr Forst zu besuchen. Durch das Fehlen einer direkten Verbindung werden die Holzfuhren zu umständlich nnd zeitraubend. Unsere Bewohner lassen darum ihr Brennholz meist auS bem Vogelsberg kommen, zumal der Preis sich trotz deS weiten TranS« porteS billiger stellt. ©ie6euer Strafkammer. )( Gietzen, 19. Iän. Gerechte Strafen. 2q5 Bedürfnis, sich als sstoh.inge aufzuspielen, fühlten im letzten Herbst nack» einer Geburtstagsfeier die Zigarrenmacher W. Sb. unb W. A. Sch. unb ber Tienstknecht R. Sch. zu La u b a ch. Als die drei 19 jährigen Burschen gegen Mitternacht bad >lneib lokal verlieben, trafen sie einen anderen Burschen, den sie ohn- Dermilassung mit Fäusten traktierten bis er zusanlmenürach. Dann tarnen sie zu einem Burschen, der bei einem Mädchen stand, mit dem 23. A. Sch früher Bcranntschafl hatte. Ohne ein Wort zu sprechen, versetzte letzterer dem Mädchen eine Ohrfeige, übcrfieln alle drei den Burschen und mif-handelten ihn, datz er Beulen unb | Berlctzngen davoittrug. Am dldend vor dieser Affäre hatte W. A. Sch. in einer Wirtschaft eine Fensterscheibe eingeicklagen unbI in der darausfolgenden 2Jkxl;c den Nachtwächter beleidigt. Das Schöffengericht verurteilte 23. Ö. und R. Sch. wegen der ersten Körperverletzung zu je 2 Mottaten und wegen der anderen zu je 7 Wochen Gefängnis unb bildete daraus Gesamtstrafen von ic 3 Monaten und 1 W.'ckc Gefängnis. W. A. Sch. erhielt wegen Körperverletzung 7 Wochen Gefängnis, wegen Beleidigung 14 und wegen Sachbeschädimmg 4 Tage Gefängnis, die auf eine Gefängnisstrafe von 2 Monaten zusatirmengezogcn wurden. ES führte dabei ans: es würde in der letzten Zeit vielfach über die Unsicherheit auf den Stratzen in Laubach geklagt unb auch der Nachtwächter habe die Anzeige erstattet, uni endlich einmal vor Anrempeleien geschützt gu werden. Es seien desl>alb erhebliche Freiheilssttafen für angezeigt erachtet worden, um die Angeklagten für die Zukunft von solchen Taten abzul-alten.^ Sämtliche Angeklagten erhoben Berufung mit dem Antrag auf -Herabsetzung der Strafen, da sie von bin Verletzten provoziert worden feien; Mick läge nvber eine Beleidigung des Nachtwächters noch eine vorsätzliche Sachbeschädigung vor. Die Berufungsverhandlnng ei gab genau dasselbe Bild, wie am Schöffengericht, so dost keine Veranlassung vorlag, eine Milderung ber Strafe cintreten zu lassen, zumal das erstinstan-lickte Urteil von einem Laicngericht ergangen ist, daS mit beit dortigen Verhällnissen verttant ist. Das Urteil fand somit seine Bestätigung. Januar 1909 Barometer auf 0® reduziert Temperatur der Vuü Absolute Feuchtigkeit öielattve Ieuchtigkeil I K Itzindslärke Wetter 20. 2" 753 5 — 0.6 M 83 NXW Sonnenschein! 20. 9” 756.0 — 4,7 3,1 95 NW Klarer Hunme 21. 7» 757,7 -3,3 i 3'3 91 N 4 Bed. Himmel 11 1 1 1 I । Höchste Temperatur am 19. Jan. bis. 20. Jan. = - 0^ 0 C. Niedrigste , • 19. r 20. V — — 6.7 * L, •Ä’V* Li-°°-o.oo ai7 6,ll! 'S»«S >^-nqSte'M «SJ$Ä • flSWjS -üd-Anlage, »1 1909: \ ,if dtt Stift,,. »Haft >uar 1909: frist scheit-Hers 7.QO Ufa daktiow onbctadh^ttötl I« Angelegenheit ist gar M m dem genannten 'n seiner Garnison ans nic-krank erklärt wordeir Achtungen ieit. w >e 0,56 C. 6,7 ’C. Connenscheiiil Klarer Hnnm°. Bed. Simmel : Wetter »berichte j der Bank fflr Handel . 119.70 , 120.00 . 1880 «en. inner. 1 .In Uhr. Labmeyer. . , Scbnckert . . er Bergwerk . . 12880 , 243.60 ,13420 , 182.10 . 14860 .198.00 . 111.40 . 17.90 . 14460 1-21.00 r Haudelsgy. • adlet Bank . . be Bank . ■ - b-Asiat Bank . tö-Kommandit . er Bank . • • iktien . - • • ore- und Ohio- ilabn • • * * rdbahn . • • • Ti Eisenbahn • t. StaaUbahn. • -Henri-Eie6* rchen Bergwerk 1901 -Amerik Paket! 118® r Bergwerk. . • 1$^ ... .MÄ • gj g’| l^Len-Iniustrie 97.20 . 170 bJ Anfanflknna ;ner Bergwerk. • jihtu • • ’ ‘ arden E. B> • ' L Uoyd • • * * enlose. • 1 * ' . 193-50 . 200.75 92.70 '146I nb eiag-fih« > |tt§ emuliio»etlte »t * * Mdj Ecbrauch » etfoig*61* [ LberlkS«"' . • aueu M 6t> Knr kurze Zeit! ISTur kurze Zeit! Beginn Donnerstag Mittag 5 Uhr 50000 Sark Schuhwaren zum Verkauf von Inventur-Räumungs-Verkaufs veranschlagt Gießen, den 21. Januar 1909 Scnßfelder, Kreisslrastenmeister. LiLreg meyer. B^/J häufen nach dem Hüter beim Kolnhäuser Kops, ^ie Versteigerung Fichten Bopp 295) B21/i unter 25 480 207,70 280,00 102,69 383,00 44,40 81,20 Detchjel u Swckholz, 4-12 7-27 4-12 nung lassen. 1,22 Fm. 37,56 , 60,35 , 33,84 „ 73,30 , Erdarvetten Chaussieracbeiten Pflasterarbeiten Fuhrletslungen Steinsetzen Zementrohrlieferung 14. Januar 1871 25. Oktober 1875 27. Juni 1885 bieten werden, zu überzeugen. Orth, Wilhelm, belegt nut Mütter, Johann, Schwalb, Kart Ludwig, <5tein, Hermann Heinrich, Rach fruchtlosem Ablauf dieser Frnt werden wir die Emser- des Denkmals und der Einfassung von und aus vornehmen Stamm - Prügel holz, 56 Rm. Eimen- Luchen-Stamm-Reisig, 47 Nur Eichen- die durch unsere Centrale infolge bedeutender Abschlüffe sehr preiswert erworben wurden. Die Vielseitigkeit 35,95 Km. 23,31 „ 153,41 . Stamm-Prugelhol Stamm-Reisig. Die Zusammenlunft ist vor dem Herrngarten. Hungen, den 19. Januar 1909. Fürstliches gientamt. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung emvichle ich mich zum Abschirm von Hagelversicherungen nUe urt gegen billige, fcUe grumten vvnc icde 'JiadF zaniung, und bin ich zur Erteilung ieder wetteren Austnnu oeiiie bereit. Balthasar Meyer. Holzsrrbmission. Nachverzeichnetes Holz aus den Waldungen der Gemeinde Wieseck, m den Distrikten Heide, Badenburger Wäldchen und Schrei lagernd, soll auf dem Submisslonswege vergeben Von allen Angeboten in Schuhwaren wird das unserige am meisten Interesse und Sensation Hervorrufen, sowohl durch das Aufgebot des denkbar Möglichen in Bezug auf Preiswürdigkeit, wie auch durch die imponierende Menge der aufgestapelten Schuhwaren. Cs stehen insgesamt für über 2,31 Fm 2,43 „ 31,43 , 8,22 „ 7,34 , Submission auf Grubenholz. Donnerstag, den 28. Januar 1909, nachmittags 1 Uhr werden aus den Waldirngen der Gemeinde Rödgen, Distrikt Bergwald, 30,36 Fm. Ktefern-Grubenholz von 12—24 cm niittl. Durchm. im Subnussionswege vergeben. Angebote sind bis zu genanntem Termin verschlossen mit Aufschrift versehen, an hiesige Bürgermeisterei, wo alsdann Oeffnung stattfindet, emzureichen. 9iödgeu, am 19. Januar 1909. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. I. 23.: Jnderthal, Beigeordneter. 511 Bekanntmachung. Die aus dem hiesigen Friedhof am NahrnngSbera belegencu Vrbbegräbiüosrättcn von . MuSpratt, Friedrich Perry, gestorben am 31. Augmt 1&>6 . 14. Atärz 1884 „ 5. Dezember 1851 mehr ordnungsmäßig unter werden: 3 Eichen-Stämme v. 36—57 Ctm. Mittl. Dchm. 4 liefern „ , 25—33 „ r , Nutz- Nil Brenchlzmstchttung der Fürstlich Solms-Braunfels'schen Oherförlterei Hungen in den Distrikten Herrngarten und Tietrichsberg bei Villingen. Es sollen versteigert werden: Montag den 25. Januar 19U9, von norm. 10 Uhr an: 6 Fichten- Stämme, 10-18 Mir. lang, 12—22 Etm. Durchm. =4,70 dm., 204 Fichlen-Terbstangen, 10—14 Mtr. lang — 6,80 Fm., 66 «t. Elchen- Holzsubmifsion. Aus den Waldungen der Gemeinde Climbach soll nachverzeichnetes Holz auf dem Submissionswege vergeben Bekanntmachung. Das fünfte Ziel Gemeindesteuer für 1908 ist bis Ende d. M. bei Vermeidung der Beitreibung zu zahlen. Gießen, 20. Januar 1909. B®/, Stadtkasse Gießen. Doepfer_________________ der in Betracht kommenden Waren läßt es nicht zweckmäßig erscheinen, hier an dieser Stelle Preise einzelne Artikel anzuführen und empfehlen wir unseren verehrten Kunden sich durch eine Besichtigung den ganz außergewöhnlichen Vorteilen, die wir während unseres Holzversteigerung in der fürstlichen Oberfvrsterei Lich. MorUag den 25. Januar, vormittags 9V, Uhr TstA-Rted- wald: Scheuer, Nm.: 283 Luchen, 16 Eichew 4 Nadelholz: Knüppel, Rm.: 230 Buchen, 83 Eichen, 48 9cadelholz: Stöcke, Rm.. 40 Eicken, 40 Nadelholz: Reisholz-Wellen-. ^OMchen, AOOEtche, 1710 Stadelholz. —2 kurze Eichenab,chmtte --- 0,10 Für. (22 u. 2B (5tm. Durchmesser, 1,2 u. 1,4 Mtr. Länge): 53 ^ichtenderbitangen 1a>7 cm. (0—8 ^Die Zusammenkunft ist auf der sogenannten alten Laubacher Straße, wo dieselbe vom Fußpfad von Lich nacy Harbach ge- kreuot öen 2g. Januar, vormittags 9Vs Uhr in den Distr. Fuchsstrauch und L'celleröberg: Schotter, Rm.: 411 Buchen, 7 Etchen, 2 Birken: Knüppel, Rm.: 102 Buchen, 83 Etchen, 2 Birken, 2 Aspe, 2 Erlen: Stöcke, Rm.: 216 Luchen, 29 Etwen: Retohol^ Wellen. 3900 Buchen, 450 Eichen, HO Weichholz, 3iO Nadslholz. — 15 Buchen- abschnitte = 26,98 Fm. (43-65 Etm. Mitlendurchmefier): 2Erlen- Stämme = 0,55 Fm. (23 u. 25 Ctm. Durchmester): 2 Ktetern-Stamme PttgehMg höh MmssttNMbcite!!. Die '21cbeiten und Lieferungen für die äußere und innere. Entwässerungsanlage des hygienischen Instituts zu Gießen werden hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 unter den hierzu berechtigten Unternehmern am Ort öffentlich ausgeschrieben. Zur Vergebung gelangen: 480 cbm Erdaushub, 330 lfd. m Tonrohre, 105 lsd. m D. R. A. Rohre in verschiedenen Dimensionen, 6 Stück Revtsionsschächte pp. Angebotsunterlagen können auf unserem Antt, Stephan- straße 18 eingesehen, Angebotsformulare dorther bezogen werden. Die Angebote sind mit entsprechender Auffchrift versehen, bis zum Eröffnungstermin Mittwoch, den 3. Februar 1909, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Zu- schlagssrist 4 Wochen. Gießen, den 19. Januar 1909. Großh. Hochbauamt Gießen. Becker. b51/i Arbeitsvergebung. Donnerstag, den 28. l. M., v ormittags 11 Uhr sollen in der Gemeinde Treis v. Lda. nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich vergeben tverden und zwar: Gießen, den IS. Januar 1909. . Großherzogliche Bürgermeisterei Greßerk. ~ eilet. ____ Bekanntmachung. Die auf Dienstag, den 26. ö. Ai. tnx r--cmeindewalde Ebersgöns anberaumte Holzversteigecung wird auf Freitag, den 29. d. M. verlegt. Zusammenkunft und Beginn wie am 26. d. M. Gr. Rechtenbach, den 20. Januar 1909. Das Bürgermeisteramt. b21/. Bau- iiiiH NMölBerflchemg der Gräflicheir Ober'öruerei Arnsburg bet L'ch, Obcvr)effen. Mittwoch den 27. Januar 1909 werden in den DtstriHen Königer, Dr., Rinn, Andreas, Ullmann, Ltna, Steinpf, Wilhelm, werden feit meh—.. v-,.......--v- r—--c5 - < halten. Gemäß »en BeUuumunaen tut § Id der ort^hofs- und Be- aräbmsordnung ^r Stadt Gießen vom 12. Ium 1903 wird hiermit den Annehörigen zur Lrtederherstelluna des Denkmals, der Em- fasfung mtd der Anpstanzttnaen der Grabstätten oder zu deren E-nt- roetben. 1 Ktefecstamm d, 41 Kiefernnämme, Jagdverpachtung. Motitag dcu 15. Februar I. Js., nachmittags 2 Uhr sollen im Saale des „Darmstädter Hof" zu Grebenhain dte Domanial- jagden der Oberiörstereten Grebenhain und Lauterbach auf 12 Jahre unter den vor der Verpachtung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öst'entlich nicijtbietcnö in 2 Teilen verpachtet werden. Jagdbezirk I. (Forstwartei Bermuthshain, Greberihain, Herchenhain) besteht aus 1019 ha LSald, 119 ha Wiesen, zusammen 1138 ha. Jagdbezirk II. (Forstwartei Bretmgeöhain und Ilbeshausen« beliebt aus 974 ha Wald, 69 ha Wiesen, zummmeu 1043 ha. Das Revier hat guten Rehwildstand u. t|t von den Stationen Hartmannshain, Beririuthobain, Grebenhain, Ilbeshausen mtd Schotten leicht zu erreichen. — Pachtltebhaber, deren Qualifitation nicht notorisch vorliegt, belieben sich über dieselbe bis spätestens 8 Lage vor der Verpachtung bei der unterzeichnet, n stelle aus« zniveisen. Grebenhain, den 11. Januar 1909. Du/i Großh. Hess. Cberiüriierei Greben^ . Str uo. Satcrlänöifdje Hagelvkrsüiieriiiigs-Echllslhliit in GdtrselS. 5Bir bringen hiermit zur öffentlichen KennMis, daß wir BalSas^ Meyer, Schreinermstr. in Großen-Buscck unsere Vertretung für Großen-Buseck und Umgegend übertragen haben. . Lstainz, tm Januar 1909. Die 0>>cncral Agentur. H. Schmidt. Hard, Wetterberg und Hain verueigert Stamme: 82 Eiche, 24—66 Ctm. Dchm 26 Buche, 32—51 „ * 320 Fichte, 11—54 » 9 Mieter, 12—30 „ » VergehMg öoh WaMeitMgsklbeltell. Tie 'Jlrbeucn und Lieferungen für Ausführung der Ge- meindewafferleitung Bellersheim, Kreis Gießen, umfaffend: Los 1: Titel 1: Rohrgräben, Titel 2: Rohrleitungen. Los 2: Titel 3: Hochbehälter, Titel 4: Bcunuenfass- ungen, Titel 5a: Pumpstation (bauliche Anlage) sollen auf dem Submissionsweg vergeben werden. Schriftliche Angebote hierauf, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis spätestens Montag de» 15. Februar ds. Fs., nachmitt. 4 Uhr bei der unterfertigten Bürgermelsteret emzureichen, woielblt auch zur gleichen Zeit die Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erschienener Bieter erfolgt. Pläne und Beding- ungen liegen hter zur Einsicht offen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Freie Auswahl bleibt vorbehalten. Angebo-lsvordrucke können gegen Voreinsendung von 3 Mark für jedes Los von dem bauleiteuden Ingenieur Herrn Fosef Schiffmann, Gießen bezogen werden. Bellersheim, den 9. Januar 1909. GroßherzogUche Bürgermeisterei. 2,cni,cn: 67i M'I., Ä.fh. «C 7-11 &£ Dchm° 3-iäärfk 1. — 38^2 Fm. Nutzschcit: Eiche 4 91hl 916UCr3uiüntmcii?nuit'uormfttag§ 10 Uhr im Kloster. Auskunft erteilt Fonnvart Atelchior zu Antöburg. Arnsburg bei Lich, Oberhessen, 18. Januar 1909. Gräfb Oberförsterei Arnsburg. 94 ; ” 12—25 „ , = 38,76 , Die Angebote sind pro Festm., sowie getrennt nach Sortiment und Klaffen, verschlossen, mit der Aufschrift .Holz- submtssion" bis spätestens Donnerstag den 28. Januar l.J., nachmittags 2 Uhr auf hiesiger Bürgermeisterei emzurelchen, wo alsdann die Eröffnung derselben stattsindet. Das Holz ist gefällt und wird auf Verlangen vom Forstwart Leyerer vorgezeigt. Climbach, am 19. Januar 1909. Großh. Bürgermeisterei Climbach. kaq Stei n. ir ■ " ■■ “ 17 11 87 Fichteustämme » u • w — -V'11 " Angebote sind getrennt zu halten, da eine Zuiammeu- rechnung nicht siattfittdet. Die Bedingungen können bei uns eingesehen werden. Sonstige ÄluSkunft erteilt ^orslivart Lotz dahier. Offerten sitid verschlosseii nut der Aufschrift „Holz- submission" bis zum 30. Januar 1909, nachmittags 3 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei emzurelch n, wo in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter die Eröffnung stattsindet. Wieseck, den 21. Januar 1909. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Schomber. b27i F Versäumen Sie nicht die günstige Kaufgelegenhri* welche sich in meinem bietet, wahrzunehmen. Nachstehende Sachen sind im Preise bedeutend herabgesetzt. Serie III jetzt Stck Blusen-Sammete Kleiderstoffe Wert Mtr. bu 2.50 MX., DarchechnitUpreis Mir. HemdentuchehlltbQ^: 22 n 38 . 1.35 200 cm. breit, Mtr. 1.10 05 65 48 Blarktstrasse 17 Rittergasse 8 NE 'M Lf & Gruwer zusammen gestellter Posten Wert Mtr. bin 4 MX, Durehsehnituiprcis Mtr. Grosser susamniei gestellter Posten 1.39 1.25 . 38 . 48 45, 35 48, 35 YonügL feüdÄdige Qual. Gum feine Qual. Bettkattune Betlzeuge 48 . 58 . 38 . 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Sonate op. 38 in E-moll für Cello und Klavier..... Lieder am Klavier: a) Die Mainacht op. 43 No. 2....... . • b) Wir wandelten, wir zwei zusammen op. M No. 2 c» Sind cs Schmerzen, sind es Freuden op. 33 No. 8 Trio op. 11 in B-dnr für Klavier, Violine und Cello . . « emonetzU lulug »rei Hau» 3. Weisel, dminetifttogc 6 Telepbou *35. Darum verlangt sie nach rote vor ihren altgewohu- len, unerreichte» ,,/lecht Franck mit der Kaffeemühle." Zusammenkunft im Distrikt Streitküppel. Allendorf a. d. Lda., am 19. Januar 1909. Vrotzh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Rein. Nadel-Stämme mit 101,84 Im. , Derb Hangen nut 2,3 Z ur. Rm. Nadel-Nutzschett „ , Nuglnüppel , , Scheit , , Knüppel , , Stücke Wellen Nadel-ReiSholz. „P.echt Kranck mit der Kaffeemühle" lasse sichdurchondereKaffee. Zusätze voll ersetzen. Aber Giessener Konzert-Verein Fünftes Konzert ■ Kammermusik-Matinee am Sonntag dem 24. Januar 1909, vonn. 11 Uhr in der Neuen Aula hem gen 'Jluiiuikr liegt ein Prospekt von E. te-alter Fischer, Dtühlenroerke und Ehe- nii|d^ Fabrik, Böhlitz^Ehreubcrg-Lcipzig, beu d:,4 k. 4,'00. Jß”/i Tonuerötag, den 11. Sehr. 1909, nacouiiuags 3 llijr, wird auf hiesi,rem OrtSaericht tue vor dem Namen des Georg Hammel a. Eheirau ßcb. Sluckart neheude ^arzeae der tzicmartmig Metzen: l/2G46,to — 331 qm Hoi reue auf dem Kreuz öffentlich meiiibictenb versteigert werden. Metzen, den 19. Januar 1900. (9r. QrtSgericht Gictzcn. ÄroS. Holzvcrfteigerung. Dienstag den 26. l. il’üo., ooim. 91/, Ul?l anfangend werden in den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. d. Lda., Elfte. Srreittöppel, LauSköppel und Kaulsköppel pp. (3or|t* wartei II) versteigert: Masken lo vie Lominoö in großer Äito^aul Neudcitcn aus Lager. 332 Verleib Anstalt in Srart u. Gciellichast^AnLügcn K«kui.<, Roi.e.ecMmee tn.i ?du, »ü. fit Frankfurt x. Oder, den 15 Jenaer 1903, Iar.-ir. 17. L Ma«cbine nlhi rortC. h aus Frlnklurt M. Herr Johannes Hegar (Cello) J Herr Prof. G. Trautmann (Klavier). Versteigerung. Dreitag, den 22. Jan. l. von uachmitmaü 3 UUt ab, sollen im nadtischen ^iandlokale, LeUerSweg 11 dabier.oerschicdcne ffiobltiargegenstände, rote: 466 Schränke, Losa's, Kommoden, Schreibtlichc, Sekretäre, ein Klavier, 1 Kasscnschrank, 1 Äuü, 1 Schwein und vcrsch. Andere versteigert werden. Gemmeck e r, Psandmeifier. lüdet fieber Lovftäuir und (“’s deren Brut. jL 50 Psg. Adler-nedlc.-Droxcrle *• Lcllercwcfl 3V. Cito Lchaas. Jnventar- Verfteigerung! Wegen Aufgabe der Wirtschaft läfet Unterzeichneter i Mittwoch, beu 3. Febr. u. iDh. DouucrStag, d. 4. Febr. je 9l/t Uhr vorw. beginnend unter den vor der Versteigerung bekannt zu machenden Bedingungen gegen Barzahlung verkamen: 5 Ll. werft jüngere Arbeite Uicrdc iDauei 1 Sluibuchsrute«. 2 Belgier Ltutioblcu, 3« und 4-iäUiifl, 2 Sovleu. l'/i'idbrifl. 14 ftüüc, 10 Ltück Jungvieh (Sluiuremaler und boll. Masse,, 4 irageudc Sauen «dabcr sroei reinrassige Berkshire», zebn Laulerschweinc. »>o»genüe gut erhalt Maschinen 1 (Lormrct Brudcmavcr, ein Tccrrug 01etrc»demabcr, eiu tOraomaber, 1 Bscrderechen, 1 Lvru. ieg< „TriunwU" rc., 8 kouwl. üt'irtidiaitoiuaoen, Break, Scvlllrea, Bftage, Eggcu.RmgcUvalze rc.,Han. gerate, ÜLaich Maschine, Wäschemangel, Badcimdl :c., Uüchcugerätc re. DT/t Vnhloff, Holgut Merlan iSiation Mücke» Unubertro« fen r?ne » Qvle und ÜLuaUtAt und rodnr UertiheiU-n E »nr^hruciuM« ,,Krone“ »5 lerit Lei ar 100000 Uaichki, ■ i Vwietr. l'.rwt t tefcaerte Yl'ovh^.n^n... trma H. Jaeufc’Ohn. Barle M. 2» Liaieiisir. 136, Ueterant m Poeu, Pr. Siaet». u. R. >cbe- ‘le-nbihnbeamten, Lrbnrr- MiUiLr-, Kr«g r-\"< rt Ma rrr* d!« neweite, d'oU'b. bceharaiee 6!