Nr. «4 >ella: hab V nz. MMN i' DouuerslLi^ Redaktion, Expedition und Druckeretr 6*t* straße 7. Expedition und Verlag: e^5L Rebakttom^K 113. Tel.-Abr.: AnzeigerGiebea. = IL jon \ct tn, rc. L Die „Gietzener Zamilieiiblätter" werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Eretsblott fir den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Cnrti. Veit Wagner. in“ für Tenor. g) mit Klavier- FeliiMendeis.-: Bob. Schmor.’ Humperdind Jensen, v. Wickede. Geis. Volkslied. ,ucr * i Rosenmund . Volkslied, raten: lavierbegleitnng Koscnat._ econ lL für 01707 etej!: ags erß riv her ilie. teile M dien und 01291 :r jjlon- gend- jiet .vtibn Lluf Client iK- nz Giesse, Albert Kaetei. ■Abend = 1909, abends 7'/, Uhr, in ® (oteinstrasse) WinyBrohs (Tenor) ausKib gs-Folge. KÄS* • • • . Starck. • • • . Reinecke. - - - | Franz SchuK IHottorosfi) f. -h. Seit Wochen schon bangte die deutsche Theaterwelt ! i das Leben Matkowskys, das wie ein Irrlicht flackerte d mit wohliger Genugtuung las man die Zeitungsnach- (»hten von seiner Besserung. Nun meldet heute morgen 'r: Draht, daß er gestern abend in seiner Wohnung, wohin r: vor einigen Tagen aus einem Berliner Sanatorium HIbergefiedelt war, in Charlottenburg gestorVen ist. Diese Nachricht wird überall die größte Teilnahme her- Drusen, denn in Adalbert Mattowsky verliert das 't rtsche Theater einen seiner hervorragendsten Künstler, inen Darsteller von ungemeiner Schaffenskraft und einer ,'in- ins kleinste dringenden Beobachtungsgabe, der es ver- .rönit war, aus dem reichen Born inneren Erlebens heraus- lliestalten und Gestalten von großartiger Wucht und be- Mender Schlichtheit zu schaffen. Am 6. Dezember 1858 zu Königsberg geboren, besuchte er ■in dortige Realschule und setzte nach kurzer Tätigkeit als ’^fmannslehrling seine Studien fort, um sich int Jlahre ! 8;"7 der Bühne zuzuwenden. Unter der Leitung des Hof- iviuspielers Oberländer entwickelte er sich sehr rasch -int) kam durch Vermittlung seines Lehrers an die Hof- mhne in Dresden, wo er zuerst in jugendlichen Lteb- verrollen auftrat, nach D e t t m e r s Tode im Jahre 1880 «b er auch Fiesco, Tasso il a. spielte. Von 1886—1889 lelhörte er der Hamburger Bühne an und wurde dann nach ■inem außerordentlich erfolgreichen Gastspiel als Sigismutrd Vaben ein Traum), worin er auch hier auftrat, an die Hertiner .Hofbühne verpflichtet, der er bis zu seinem Tode m gehörte, nachdem er im Jahre 1900 zum Kgl. preußischen »»'schauspieler ernannt worden war. Von seinen bedeu- -ndsten Rollen sind zu nennen: Don Carlos, Prinz von ao-nbnrg, Romeo, Hamlet, Ferdinand (Kabale und Liebe), -Beaumarchais (Clavigol, Don Cäsar (Donna Diana-, Bau- ueister Ferleitner (Das große Licht', Mark Anton (Julius iciiar), Othello u. v. a. Gietzener Stadttheater. Die Jüdin von Toledo. >Bon Franz Grillparzer. Noch haben wir Grillparzer nicht die Stelle eingeräumt, die ihm eigentlich gebührt — und den meisten Deutschen ist er kaum dem Namen nach bekannt, obschon die größte Mehrzahl seiner Werke ziemlich regelmäßig aus dem Spielplan unserer besseren deutschen Bühnen erscheint. Der Grund dieser seltsamen Anteilnahmlvsigleit liegt zum Teil bei Grillparzer, zum größeren Teil aber bei dem Publikum, das jetzt erst den Weg zu Hebbel findet — und vielleicht auch noch einmal zu ihm kommt. Mag fein, daß sie etwas weibische Art Grillparzers daran schuld hat, die bewundernswerte Art dieses seltsamen Mannes, der ein Liebes- roort jn einem Brief als „eine Verletzung des Schamgefühls der Seele" betrachtete und der seinen eigenen Charakter haarscharf geschildert hat, wenn er in seinem unvollendeten Drama E st h e r die Gattin Hamans von dem Charakter des Königs Ahasver sagen läßt: „Das ist die Art so dieser weichen Männer, Die leben nur und sind in einem Weib. Reich aus dem Vorrat ihrer tiefsten Wünsche Bekleiden sie der Neigung Gegenstand. Was irgend schön, und wär es unvereinbar, Vereinen sie ob dem geliebten Haupt. Doch kommt der Tag, der sie des Irrtums zeiht, Zerstreut, ivas sie unmögliches verbunden. Dann gährts in ihnen, und der Eigenwille Stößt feindlich aus, was sonst so freundlich schien!" Und das ist auch 'wieder der Charakter des Königs Alfons, auf dem das Drama von der toledauischeu Jüdin aufbaut und aus dem es sich erklärt. In der Jüdin Rahel ist dem vergrämten Dichter vielleicht die beste feiner vielen Frauengestalten gelungen und hier tritt uns auch schärfer und ausgeprägter als sonst bei ihm der Versuch entgegen, über sich selbst und fein eigenes trauriges Geschick huraus- oon (en- 1648 An; hessische Zweite Kammer. Darmstadt, 16. März. Am Ministertische: Staatsm-mister Ewald, Finanzminister Ä n a u t h, Minister des Innern Braun, Ministerialräte Dr. stsinger. Süssert. Nach (Eröffnung der Sitzung durch Präsident Haas un 10l , Uhr werden zunächst mehrere Anträge und Vorstellungen n üblicher Weise den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Darunter esinden sich die Anträge .storell, Finger, Dr. Weber, betr. die Oberrechnungskammer, Köhler-Bähr, betr. die Bank-Umsatzsteuer, ■Und) und Gen., betr. die Revision des Eisenbahn-Gemeinschasts- iVertrages, ferner eine Vorstellung des Ausschusses des Landes- ^averbevereins, betr. das J-ürsovgekassegesetz für Gemeinde-Be- > tuten vvnr 29. Juli 1908, die Vorstellung der Verkehrsvereine u Darmstadt und Worms, betr. Abänderung der Art. 229 des ' Äolizeistrafaesetzbuchs u. a. .Daraus wird zur definitiven Wahl des Präsidiums nach lrtikel 9, Absatz 2 der landständischen Verfassung geschritten, 'vonach die Wahl der drei Präsidenten zuerst nur auf 3 Monate und «nach Ablauf derselben für die Dauer der Session erfolgt. Dem Vorschläge des Abg. Reinhart, die Wahl der drei ■väsidenten durd) Akklamation vorzunehmen, widerspricht (Abg. lontz, so daß die Wahl durd; Stimmzettel erfolgen muß. Abg. leh. Rat Haas wird darauf bei 31 anwesenden Mitgliedern! nit 28 Stimmen zum ersten Präsidenten gewählt, 1 Zettel lautet k. und Ausgabe mit 162 456 Mk. angenlommen. Weiter vstcd die Regierung ermädjtigt, Staatsunterstützungen zu gemein- Äaftlicher und privater Hengsthaltung in Höhe des halben An- lMifswmtes, in Höhe bis zu 3000 Mk., zu gewähren. Bei Kapitel Schlachtviehpersicherung macht Abg. Schönberger längere Ausführungen und tritt dabei namentlich ii- eine bessere Absperrung der Grenzen zum Schutze gegen die l tsbreitung der Maul- und Klauenseuche ein. Der Ausschuß stellt den Antrag, den unter Kapitel 75 a ge- r'perlen Betrag von 37 000 Mk. zu bewilligen und die Regie- nnng zu ersuchen, das Gesetz nur bann in Wirksamkeit zu setzen, v«mn die Landwirtschaftskammer mit der Ausführung des Ge- c|W einverstanden sei. Diesem ?lusschußantrag stimmt das Häus mit allen gegen bi'-? Stimme des Abg. Schönberger zu. Zur Beratung gelangt darauf der Etat des Justizministeriums. In der allgemeinen Debatte nimmt zuerst Abg. Dr. Gnt- steisch das Wort. Er hat als Ausschußreferent den ausführlichen Bericht über den Justizetat verfaßt und geht *u:ri- auf die Hauptpunkte desselben ein. Heber iwe Erweiterung der Zuständigkeit der Amtsgerichte ließe sich ia schließlich reden, doch glaube er nicht, daß damit ein Fortschritt UP”uM' Direkt* .M gar Y ^/Leingeiuhrt- MN 1t । * * ■ Hu. Sektion b D.&Oe.i Tonvcil "den 18. - wird im 1 " Metr°> »errDr.Be-i^* cü-iilll 5 erzielt werden würde. 'Die Bevölkerung habe ein Anvedft auf eine gute Justiz, die auch die Erfahrungen der Jahrhunderte berüch'ichtigl, und nicht nur nad) Gründen der Billigkeit sich richtet. Tie im Reichstag geplante Neuordnung sei aber keine „gute Justiz", namentlich nicht für die rechtsuchenden kleinen Leute und für die sog. Bagatellsachen. Werm 'man glaube, daß mit der Erweiterung der Zuständigkett der Amtsgerichte der Anwaltszwang beseitigt werden würde, so müsse er daraus Hinweisen, daß er sich stets gegen den Anwaltszwang erklärt habe. Ter Anwaltszwang für kleinere und mittlere Sachen könne aber auch beseitigt werden, ohne daß die Zuständigkeit der Amtsgerichte erweitert werde. Tie Ausfülwung des neuen Gesetzes würde namentlich dadurch einen bitteren Tropfen in den Becher iverfen, weil bei der Neuordnung der Gerichte die meisten Räume in den Justizgebäuden nicht miljT ausreichen würden. Die jetzige Justizordnung bestehe erst 30 Jahre, während früher Jahrhunderte uerftridjen, ehe man daran ging, ein Justizgesetz zu ändern. Durch häufige oder überhastete Aen- derung der Gesetze werde auch die ruhige Entwickelung der Jnstiz- pflege unterbunden. Bevor man an eine Aenderung der Zivil- prozeßordmmg heraittrat, hätte man aud) die Anwälte hören sollen. Im Hinblick auf die dem Volke drohende Gefahr sei es Pflicht, das Volk aufmerksam zu machen. An die Stelle der erfahrenen Anwälte würden in Zukunft sog. Ferkelstecher treten, Rechtsagenten, die dem «Volke in der Tat gefährlich werden könnten. Nur das Kollegialgericht könne eine gerechte und gewissenhafte Rechtspflege garantieren; das System der Einzelrichter sei ein plutokratisches. Für den kleinen Mann und dem Bauer auf dem Lande seien auch Bagatellsachen häufig von größter Wichtigkeit und deshalb fei es ungerecht, den Einzelrichter vielleicht «ein leichtfertiges Urteil darüber fällen zu lchsen. Mtt dem Verlangen Dr. Osanns, nur die allertüchtigsten Kräfte zu venvenden, könne er sich nicht einverstanden erklären. Als Richter würben bieselben keine Gewähr bafür bieten, baß bie Prozesse so grunblich burchgearbeitet würben, wie beim Kollegialgericht unb die Maßnahme würde schließlich auch dazu führen, daß auf den« Anwaltstand die unbefähigteren Elemente abgeschoben würden. Die Eramensnoten könnten auch für bie praktische Tüchtigkeit eines Beamten keineswegs maßgebenb sein. Redner bedauert bann, baß dir von 'den Schreibgehilfen geäußerten Wünsche nod) nicht erfüllt wurden, obgleich ja eine allgemeine Besserstellung berfeiben schon erfolgt fei. Pann kommt Rebner auf beit Familienstreit im Hause Erbach-Erbach zu sprechen. Man habe leiber bie falsche Fabel ins Volk getragen, baß man versucht habe, einen lästig geworbenen Agnaten auf bem Wege ber Entmünbigung unschädlich zu machen. Das sei gänzlich unwahr. Es sei unerfreulid) und unschön, solche Privatsachen frier öffentlich vorzubringen und er meine auch, daß es dem noüvendigen Einvernehmen mit dem anderen Hause nicht förderlich sein werde. Ein Standesherr sei ja schließlich aud) ein Mensch und gegen eine Heirat, wie sie hier in Frage stehe, würde sich auch jeder bürgerliche Vater verwahrt haben. Wenn der iProzeß in Preußen anhängig gemacht wurde, so war das einfad) damit begründet, daß der Erbgraf ohne Beeinträchttgung seinen.Wohnsitz auf preußischem Gebiet nahm; der Prozeß habe aud) innerhalb 6 Monaten nad) der Ehe angestrengt werden ^müssen. Es sei festgestellt worden, daß der Erbgraf zu dieser Ehe nur in einem Zustand geistiger Sd)wäche geschritten fei. Das sei aud) von ganz einwandfreien Aerzten unb Sachverständigen bestätigt worden. Von einer Umgehung der hessischen Gerichte könne gar feine Rede sein, auch nicht davon, daß die preußischen Gerichte leichter zu Gunsten des Stanbesherrn entschieben hätten; ber Prozeß sei ganz offen unb ehr lick) geführt worben. Die gräflich Erbachsche Familie fei deshalb durchaus in Schütz tzu nehmen; sie habe nur ihre Pflicht getan und Man ifrätte erwarten sollen, daß man die Eltern ihre schweren Sorgen allein audtragen ließ. Für bie Oeffentlich- feit war biese Sacl>e nicht geeignet unb Rebner hätte auch nicht bavon gesprochen, er habe sich aber als Anwalt ber Familie verpflichtet gefühlt, hier die Sache flar zu stellen. Wenn Dr. Osann erklärte, es hätte sich nur um eine Farce gehandelt, weil Graf Erasmus ja heute noch mit der Dora Fischer verkehre, so sei das unzuttefsend und eben damit zu erklären, daß er noch nicht ganz gesund sei. An der Wiederaufnahme des Verkehrs zwischen den Beiden trügen gewisse Agenten schuld, die von Dora Fischer bestimmte Erklärungen zu erhalten suchten. Der Redner verliest zum Beweis dafür verschiedene Briefe, darunter ben eines früheren Staatsanwalts unb meint, baß man dem Mann bas allerdings nid)t zugetraut hätte; es sei nod) nicht entschieden, ob die Gerichte ein derartiges Vorgehen weiter verfolgen würden. Jedenfalls habe ber ulte Graf Erbach nur seine Pflicht unb Schulbigkeit getan, wie es auch jeber andere Vater getan hätte. Zum Schluß erklärt der Redner, er wolle dem Abg. Osann keinen Vorwurf des Mangels an Humanitätsgefühl machen. Er glaube vielmehr, daß Dr. Osann falsd; unterrichtet war und dabei nur aus Ueber- zeugung gehandelt habe. Er erwarte aber nunmehr, daß Dr. Osann seine Vorwürfe zurücknehmen werde. Man müsse schon grundsätzlich dagegen sein, daß hier in ber Kammer derartige Privat- if „Steppdeck- d. b. tinf. bis z. b. feinst,KM btätn w. angef. sowie olitwis’- H. E. Schert, l tiukttb fachen zur Sprache gebracht würden unb in diesem Spezialfall sei es ein um so größerer Fehler gewesen, als er ein Mitglied der 1. Kammer betraf und man die erste Kammer dock) brauche, um z. B. doch endlich das Wahlgesetz zu Stande zu bringen. Abg. Dr. Osann erklärt daraus, nachdem Hinweis des Prä ■ sidenten Haas auf die schon vorgerückte Zeit, in einer persönlichen Bemerkung, daß er dem Vorredner in sachlicher Beziehung morgen näher antworten werde. Er wolle jetzt nur betonen, daß er persönlich auf einen anderen Standpunkt stehe als Abg. Dr. Gur- fleisch. Wenn sich in der Oeffentlichkeit Äkißstänbe herausgestellt hätten, dann erachte er es für seine Pflicht als Abgeordneter, ganz gleich, ob die dabei Beteiligten der ersten ober ber zweiten Stamm er, ober sonst einer Kammer angehören, biese Mißstänbe aud) hier zur Erörterung zu bringen. Er habe schon damals betont, daß es ihm unangenehm fei, auf diese Dinge frier näher eingehen zu müssen. Die Angelegenheit sei aber keine persönliche Sache und keine Familienangelegenheit geblieben, sondern zu einem öffentlidjcn Skandal geworden und deshalb sei eS nötig gewesen, an dieser Stelle darüber zu sprechen. Er könne es nicht verstehen und er müsse dagegen Widerspruch erheben, wenn Dr. Gut fleisch sage, er, Redner, hätte den Grafen in seiner Eigenschaft als Mitglied der ersten Kammer angegriffen und ebenso unverständlich fei es ihm, daß Djr. Gutfleisch sich hier zum Verteidiger der 1. Kammer gemacht haben. Der Präsident schließt darauf bie Sitzung nach Uhr. Nächste Sitzung morgen früh 9 Uhr. Stimmungsbild aus bem preutz. Abgeordnetenhaus. Berlin, 16. März. Lahnkanalifierung. Wasserfragen beherrschten am Dienstag fast ausschließlich die Debatten bes ^lbgeorbnetenhauses. Der Etat ber Bauverwaltung stand auf der Tagesordnung, und mit Ausnahme einer krittschen Beleuchtung der Betätigung unserer Baupolizei- behörden galt die Erörterung nur denSchiffahrtsabgaben, dem geplanten staatlichen Schleppmonopolund benFluß- kanalisierungsinteressenber einzelnen Lanbstrichs Preußens. Selbstverstänblid) ftanben bie Schifsahrtsabgaben an erster Stelle, unb Herr v. Breidenbach sah sich in ber glücklichen Lage, aus ber Debatte das Faeit zu ziehen, daß „die Regierung dem Verlauf der Schisfahrtsabgaben-Aklion mit Ruhe und voller Zuversicht entgegensehen könne." In der Tat: wenn die preußische Regierung mit ben anderen für die Schiffahrtsabgaben in Betracht kommenden Faktoren nicht schwereres Spiel hat als mit dem preußischen Landtag, dann -ist die Sache so gut wie erledigt. Nicht nur Zentrum unb Rechte, aud) die Nationalliberalen bekannten sich bedingungslos zum Prinzip der'Sttomabgaben erhebung, unb auch ber Freisinnige Kindler beschränkte sich auf die Forderung, daß die natürlichen Wasserstraßen — also die nicht kanalisierten ober nicht regulierten Strom- unb Flußläufe — abgabenfrei bleiben müßten. Die Gegnerschaft ber Liberalen gegen bie Schiffahrtsabgaben ist offenbar erlahmt gegenüber ber nun einmal nicht mehr ans ber Welt zu schaffenden Tatsache, daß diese Abgaben sozusagen bereits gesetzlick) festgelegt sind: In ber Kanalvorlage, wo sie als eine Art conditio sine qua non für die Kanalbauten aufmarschieren. Bemerkenswert waren bie Ausführungen bes konservativen Abg. v. Papp en heim insosern, als er recht heftig gegen Hessen polemisierte. Er führte aus: Preußen hat bem Bunbes- rat ben Entwurf eines Gesetzes über bie Schiffahrtsabgaben zugehen lassen. Es ist begreiflich, baß Baben, welches in Lubwigshasen unb Mannheim letzt eine Kopfstation für die Schiffahrt hat, ben Schiffahrtsabgaben Wiberstanb leistet. Der weitere Ausbau des Rheins bis zum Bobensee läßt sich aber doch nicht umgehen. Es ist auch zugegeben, daß Sachsen vitale Interessen auf ber Elbe verteidigt. Dagegen ist es unbegreiflich, wie Hessen-Darmstadt die kolossalen Vorteile ignorieren kann, die es von Preußen bat. Ist es da nicht vielleicht nötig, unsere Beziehungen zu diesem Staate zu revidieren, wenn wir tendenziösen Bestrebungen gegenüber stehen. Hessen mufjtc früher zu seiner Eisenbahn 120 000 Mk. jährlich Zubuße leisten. Heute hat es durch die Eifenbahngemein- schaft mit Preußen 4>/2 Millionen Einnahmen. Wenn der Bogen! von Hessen zu scharf gespannt wird, werden wir einmal erwägen müssen, ob bas finanzielle Interesse Preußens es nicht gebietet, diesen Vertrag bezüglich der Eisenbahn mit Hessen zu fünbigen. Den großen Interessen Deutschlands müssen die kleinen Interessen einzelner Länder untergeordnet werden. (Lebhafter Beifall rechts.) Die weitere Debatte brachte bie üblichen Kanalisierungswünsche für Mosel, Saar und Lahn unb auch über bie Zweckmäßigkeit bes Schleppmonopols würbe ein Längeres verhandelt. Erfreulicherweise hat sich das .Haus enblich zu dem Standpunkt durchgerungen, daß Kanalfragen keine Parteifragen sind, unb so sah man denn Männer derselben Partei, die Nationalliberalen Röchling und Hirsch, in aller Kameradschaft völlig entgegengesetzte Anschauungen zukommen und unparteiisch abznwägen. Wie ber groß angelegte. aber kleinlich erzogene König Alfons, ber bei seiner kalten, eisigen Gemahlin noch nie das Leben und seine Pflichten über seiner Liebe vergessen hat, alle Sehnsucht seines Herzens auf das verängstet zu ihm flüchtende Jiuden- mädchen häuft und aus dem reichen Schatze seines Gemüts alle Schönheiten der Erde an sie vergeudet, so macht es auch Grillparzer mit seinen Frauengest'alten, um als Dichter die Schuld an der F-rau zu bezahlen, die er als Mensch begangen hatte und immer noch beging. 916er auch in den Frauencharakteren seiner Jugenddramen findet sich dieser Zug, der ja keiner äußeren Ursache entsprang, sondern tief im Wesen des rastlosen Dichters begründet war. Um so schwerwiegender sind deshalb die seelischen (firundlagen seiner Werke, die etwas von der süßen Herbe einer schönen, stolzen Frau haben, und deren ganze Tiefe die Bühne nur in den seltensten Fällen erschöpfen kann. Noch ist Grillparzer ein Fremder, in unserem Lande aber in bem jüngeren Nachwuchs hat er schon Wurzel geschlagen, und wenn er auch wohl nie zu ber Allgemeinheit kommt wie . - Blumenthal-Kabelburg, die Lieblings dichter unseres deutschen Theatermobs ober wie Schiller, seine Zeit unb seine Wirkung wird kommen, wie die Hebbels gekommen ift Die gestrige Aufführung der Jüdin von Toledo hielt sicki in den Grenzet: einer allzu großett Bescheidenheit und bemühte srch anfangs vergeblich, einen einheitliche Eindruck hervorzurufen. Nlüglich - wahrscheinlich sogar, daß durch den Wechsel tn ber Besetzung eine solche Buntheit entftanben ift, aber das ist vom ästhetischen Standpunkt aus vollkommen nebensächlich und belanglos. Während die wich- ttgsten ^rnge verhandelt werden, unterhielt sich das Gefolge bedack)ttg und gemächlid) über feine eigenen Anqe- Iegenfrciten, anstatt das Spiel der einzelnen Darsteller Lu unterstretchen und sich an der .Handlung überhaupt zu be= teiltgen. Die Leistungen in den tragenden Rollen des <2tuckes waren dagegen im ganzen recht erfreulich und anerkennenswert, obwohl auch hier erst im 4. und 5. Auszug Leben und Bewegung hineinkam. Clemens Roden als Zweites Blatt ISS.Jahrgang Mittwoch 17. März 1 »09 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. liLlfh Mk. a a aa Rotationsdruck und Verlag der VrühNch« ©ItWiWi IliiwldCt General-Anzeiger für Gberhefjen in puncto bet Mosel- und Saarkonalisierimg d er irrten^ «eben t*n rem i ad» Iidi Di»futicrrnbni „Moielm önnern^, rote her TnbünrnmtF. oit Vollsboten au-? oem gdcqneten Wau des Mowlklümcken- all hd» der 3nu : ubid), brr mit oem Brustton D«-r llehtrteuquna iidi 'Ül Sck'">ihr:s Abgaben Ugciftcrtr, um im selben 'Ätrmwflc entrüftrt gegen Den f^.'bantni ,;u Drotrftutcn, baß man äma auch aur der 8Gbti • oldK jibgaben erbeb« .Junior kam man noch nickt; am Mittwod. geht die Tcbottc roeüer. MinitteriolDircktor Beter« erwidert, daß die Lahnfckmcr oon Der Morrehton Der Lahn >o große Vorteile haben, Dafe man |u von Den Abgaben nickt »rcilantn kann Ter Titel „Bcrkchrs.innohmcit" nnrb bewilligt Abg Ir H o d; l - n g Natt : «ei Der «erabidutDung her .uonalDorlaflr rouröe Dir Regierung in einer Resolution beider Käufer auiflfk'cDcrL möglichst schnell die Zwcckmäst»qkeit und 'L^ircksührborkeit btt «analififrung non Saar, Mckel und X! a .i n -n prüfen Tir 'Vrörunam haben sich sehr in die Länge gezogen Tic Brnrachrungsoert.iUniiie haben iick zugunsten Der narMocH lichen Industrie ocrickoben: der TorrmunD>l£m*«Manal, die «er legnng De« Schwerpunktes nn Die Rhcmstrastc und Der .'iusbau ter ntebcrrbenvirfen Häfen haben die ^rwacktung im ytorbmeiicn wesentlich verbilligt. So erklärt tick die lieberlcqcnhei^t Der nord- westlichen geflemüKi oer südwestlichen Industrie Xie Äa)f'er- itrapr bringt Die bei Den (gebiete ei non her näher, aber sie femmt nicht einseitig Dem Südiiwstcn «uguie, ionoern bringt dem 'Jtortv- irrnen Die gleichen Borteile. Es ist nicht richtig. Das. die l>ro Duttlonsverhalmiisc im '.•iorbroeften sehr viel teurer fmD Vir nerlangen Den Mosel- imb Saatfanol tudrt als .'t jom.tiatwn ca|ilr. Das-, der Nordwcttcn Den Hannover Rheinkanol bekommt, .-tur lhitf(heiDiiun Drängen n. a. Die belgisch luxemburglsch'n nanal nläne. Denen Die luxemburgische Regier ung naiürlid) nohiwollend, r gegen überftrbt, ald Dem Moielkanal, an Dem es weniger interessiert ist al« Lothringen uno bas Saarremcr. Ta-Z gante Untern''hm en kann nur rom vrenNischen Staat in Die yanb genommen werden. Der uber das nötige Personal und über bie notigen Streckenlängen an den -lüsscn iH-rhigt, um ganze Arbeit zu macken, Irür die ttaiuilnienmg spricht auck na« Interesse der Landwinschast. Auch im Interesse oer (hinibafrncn liegt cd, nah Moiel urh Saar kanalisiert werden Bei beut Bahnhof Xiebcnhoien sollen in Dem Irßten Jahren über litt Millionen verbaut worden sein. Xie gvohe Summe wäre zum erheblichen Teile erspart wvrben, wenn man rechtzeitig an die ffttnaliiimuifl von Saar und Mosel heran getreten lurire Wahrend h,n»e Die Hauptmasse brr vom Rhein lammen Den Handelswaren auf den bayerischen Pfalzbohneu nach oem Saargebiet geht, wurde sie bann auf einer rein Preus,> vu Wasserstraße Die Mosel und Saar hinausgehen. Ter Minister lagt, imr selbst wären Daran idpi ID, zveiui wir den Mosel-zdanai nicht hätten, Denn wir selbst hätten unS seinerzeit Dagegen ge> wehrt. Daß die Mosel känalisiert werde. TaS sind olle ZlumeUen, ich selbst habe sclwn seit 25 Jahren Borträge für Den Mosel ggnal gehalten Ick kann schon gewissermaßen ein Jubiläum m dieser Manul frage für mich in Aniwnch nehmen. Im Namen meiner Fraktion bitte ich Sie, auf Dem Boden der Hciolulioii stehen zu bleiben und Jid) Dnn Wrdanken Der .Manahficruna von Mosel, Lahn und Saar frnnidlick gegcnübcriuftcilen, nicht Deut Nord' westen zu Leide ober dem SIwwesten zu 2'ebc, sondern weil itnr >'« als Aufgabe unseres Volkes nmehen, Die großen natürlichen Wasserwege so anszugestalteii, daß sie ein Verkehr-Zinst rnment ersten Rang,'S nrvrben. Es uni re eine i (turne RulmtcSlat für Den preußischen Staat, wenn er utm Jubiläum ferne« biinbertidbrigcn Be sitze- Der südwestlichen Land, und die Kanalisierung Der Mosel und Saar brächte <&*bbafier Beifall.) Abg vo in Rath CJ/atL): Nachdem hier so viel von Mosel und Saar die Rebe wa,, muß ick mich seht eines anderen ,>ln»seS atmchmen. Der un» allen ia aus dem ftrobir.’nrridrn Liede vom ..Wirtshaus an der Lahn" gut bekanitt ist. Xie Lahn -Kana i liierung wurde eine erhebliche Zunahme des Lerkehrs auf der Lahn im Okfolge l>rbvn imb auf die Prodi, ktionsfä big keil de4 gesamten Lahn TalS sehr förderlich imrkcu An dem Mangel (er Lahn Kanalisierung liegt eS, loaui da« letzte Hodm>asser einen so schlinimen Berichts genommen bat Abg v Arnim Züsedom (Kons- Boraussetzung hlr untere Zustimmung zur grosren UMUferu>irtfd)aftluhcn Vorlage mar: SdnssahrtSabgaben und lUiatlidKti Schleppmonovol, und Daran halten wir inwvrlwitrHid) fest Irincr Kanalisierung Der Mosel, Saar und Lahn merben mir kaum uiftinunm können, da durch diese Kanalisierungen ein enormer Ausfall an Eisenbatztieiimahmen entstehen roftrbt i3uftmimiing rechts »Abg Ir. v Campe iTre .vahren gesell sein st lick unreifer „Herren" am - empitnblichftc geickadigl nnh aus eine Stufe intl Tingkltaitgels gebracht werden ioll Im übrigen richten stch Derartige Rüpelei.'n aber sckvtt selbst Karl Neurath — Erika edeki « b die aus dem Beroande dc. 4.revi>riiei voUKaier us t wurd. ivi un» D Tr.iht melbci, juin uyienmiHjUfo .- Magdeburger Sladtilieit.ei-' ernannt. Adg. Ä inble r Iren Br wömckt UrguUmmg brr Sarrb-* tri f3,eit Minister v Bi citendack: ^ur dikies Recmlicrunasoh, kl fetten nock. über .300nm) Mk. D«e irtr aus Interessentenkreisen auf- -i:-rnigrn iud er ihne Berzögcruna hicieS *nnalpr»tcft» will ric Regi.^ung keiwswrqs brrbruubren, Str will mit nne gründ- lide AusNärung, Die gewisse .-kit erwrdert Tas Haus oenagt iick. Nackste Sitzung: Mittwoch. 11 Uhr. 'Iortirtzung ^olitifcbc Zagcsfcbati. Ter erfte deutsche Kongreß fät SeuglingSschuh. Im «nlrueminineniini bat unter Vorsitz des »xrrn xabinettsrat Ti. v. Behr-Pinnow eine Sitzung oes ständigen Ausschusses der Tcutschen Bereinigung jur Säug lings schütz ftattflehinben, in her festgesetzt würbe, hast bie erste .Hauptversammlung her Bereinigung unh gleichzeitig her erste deutsche nongres; für Säugltngssckutz am 19. Juni 1909 in Dresden tagen wird. SohanII würbe eine Rommiifion zur Borbereitung her Per hau bin ngs- flCflenitänbc für hen internationalen Kongreß für Säug- lingsfürsorge eingesetzt, her im Jahre 1911 in Berlin statt inbet. Tie Boritanbsivahlen ergaben als Borsitzende bie Herren stabinettsrat Tr. v. B^chr Pinnow, nk’b Lb Med Rat Tr. Tictrich unh <*!,. Kommerzienrat Lingner-Tresben; als (Geschäftsführer Professor Tr. .Meiler, Tireitor des stai- ferin Augusta Biktoria-HauseS; als Schatzmeister Herrn Bor^ lagsbuchhänblor Suite Deutsche» tteich. R e i s e b c r kaiserlichen Familien ad) X1 o r f u. Nach einer Meldung her „Iribuna" ans Morfu steht es trotz aller Dementis fest, hau Mauer '.teil bei in II. und hie kaiserliche Familie in der ersten Hälfte oes April in Morfu ein- treffen. Tic Lieferanten seien beauftragt, die Verproviantierung Der drei Schis e vorzubereiten. Ter preußische M u 11 u o m i n i st er T r Holle ist in dem Sanatorium Nartinsbrrmn bei Meran ciugeiroffcn. Zu r Re i ch s s i u a n zr c i o r in. Bei her geftr. brüten Lesung bes Etats im Lande saus schuf je zu StrahDurg erklär,e der Unlerftaatsselrctär her Finanzen, uoglcr, bie Regierung sei einig mit bem Hause, hast in her ReichSfinanzreform Der Boden oer Bcsitzsteuer nicht beschritten werden solle unh daß sie in dieser Beziehung int Bundesräte wirken werde. Erster deui'cher Jugendgerichisiag. S. ii. H. Berlin, 16. '.Rärz. Am brütigen zweiten VerhanDlungStage des Ersten Tcutidwu Ingendgerid.tstages behandelte an erster Stelle Gih.Regicrungsral v. Engelberg ^Mannheim- das für Die Cnnvid.lung der IugendgeridMe n ichtige 5Demo ..Tas Zuiamiuenwirfen der Jugend gerlchte mit Be nr.a11ungsoe 1.orDeu und freiimiligen 3-uqorge organisationen", indem er Der Versammlung folgende Leit sätze itorlegk*: 1. Tic Den Jugendgerichten sugriPiDc liegenhe Idee beziwdl Die Bewahrung der Iugenb vor oem m-iDcrblidieir Einflutz o.s gcrichtlicken Treibens und her (Mefangrmdwft, sowie deren Anleitung zu gcsetzmüffiginn Leben. 2. Während l>er erste Zmed durck die unter Dem Romen „Jugendgerichte" wn den den ticken BunDeSstaatcu getroffenen gecic :ssrganisatorisd>en Man- nahmen erreicht werden kann, ist eine v,>r^ ugende ober erzieherisch Einwirkung auf gefährdete ober kriminelle Iugendlidie mir hurdi VcrwoltungSakle zu c-rzielcn. Die zn icncn Mas; na Innen hinzu treten und einen wesentlichen Bestandteil der Einrichtung dilden 3 Zur Durchführung dieser Bcrn'altnngSmahimhmen wird dos tocriuit zweckmatzigerweiie neben Der Hilfe Der naaklichen Tier walinngSorgane aud) Diejenigen Prtvorer Vereine in Anipnidi nehmen. Tic Art Der Zu'amwenarluur mutz, m Jlnpaifung au Die örtlichen Verhüttnisie, petfdueben i-ht, ichod) nt eine mög lickst enge Iiihlnng zwisdfen IngenDricht uns Den einzelnen Lrganen her Vereine .zu erstreben, t ' S ist nnerläßlick, hast her Staat hen Iugendgerickd'n zur Turdnudrung itnrvr vorbeugenh,n Aufgaben für alle TV nie genügend Mittel zur Verfügung stellt, in hciteii bie finanziellen unD lonstigen )Cr nte her mivaten Ver eine allein nicht ausreidien -- Tk Morrciereium ,Irl. Tr. jur T'ucniing, bie ltzefd ift-fühveriu oet Teutleben Zentrale für Jugendfürsorge wies nur Die graste Bebeuluug der Persönlichkeit Des Ingendrid lers b n. Der gewissermaßen eine ZentraConne Dar stelle, um bie iich Staat-anwalk, .Helfe, unv. gruppieren müßten. Aud» ber Helfer must grostes txriönlidy^ Geschick haben, damit er sich Vertrauen ertwrbc. Nicki gerechtfertigt ieien hie in letztec Zeit gegen bie Iairjvrgeanstalten crl-obcnen Angriffe, bie man aus An las' einzelner I-Äle ueralliieincmert habe TaDnrck werde nur eine Beunruhigung her grof/n Menge ^nwigerufen Im Eegensotz zn der überwiegenden Mehrheit ber Perjammlimg stellte iidi ,>rl T u c n i i n g auf den StaiiDmuft, hast bie Hauptver baiwlnna im Verfahren gegen Jugendliche nickt au«ncidwltct n»erb,ii regelt. Sen oberstes Ziel nnii das fein. Vergehen und ‘Zterbredhii bei Jugend licken zu uertnikn Durch Matznabnn'n au» dem <*kbieir des Straf- red ts, des Strafvollzugs und de» Straiprozenes Tu Bcr i a nun hing erklärte sich mit den von den nerdin'Deiien Rednern ausgestellten Leitia^n einverstanden Tara.ii schlost Staalsaunister a.D. Tr H e n t i a den Ersten T.-un'cl i: Iug.ndg. ricklStag. (T>crid>f>fnr.L “ a3 u in Iall Reis schreibt uns Rechl-ainvalt i i d> e i In der -ctrafnidjc Ren sckllctzi Ihr im ivesemlichen i'titd)aue an- erkemien-werier Benckt md)t i ollig aus, datz rühm um fomiie Die zu meinem Be'rciuden in weiten Mienen ocibrciieie Annahine ick t’mie gewi iifckt und beaniroqt, Dai: Der vo mir veiteihigie '.Hngetlagle als un.i,reckiiiin,,s«ähla eit mim unb Dcrtwii- uei aeivrochen werde. Tcnigegeiiuber lege ich Wen oui folgende Aeu- iteUnng AI» id) alü Den Auark'.agien uett Aniisivegen b HclUcr Verteidiger lnrzlich Die Akten einigb. tanb ich. bajr emedeuj ein 'Gutachten M Herrn l-encki-arzie» miilng, Dem de ...gelle.,.n al» duickan» mreduningoirti'ia he;cidmti. aiick nicht eine geminderte Zurcchnnnqiw'mgleii in Beiracki ton,men mm, i nb bnfe auDerrrieiK uar. dei en ' N. -1 l . nbiidun <*ni(in. Utalo nicht ne.nuu. Drei Dauca lojav iui . dina. n i-luu., imb zwei — nnb zwar rcnatjie -- tie VbetltofvanfIjcit tue uh- heilbar hielten, wobei eurer ihn noch al» gcuicrugejayriich Uqeid> Slned m* Mord zu verneinen und znr Eriv.ignilg gegcbeii, oo mcki nach bett rvulachlen Tr. Tnimemmm und ieien ^oifchla z auip xdter< Wett« 2 Höchste Teinpc’.nlnt am 15. bi 'Jlicoiinftc 15. des Frankfui-ter lior 3*;,•/« Reich-anleihe . 3 •/. do. 8'/,•/, Konsoh 1MD 3*/( do. 1 147.6t Convcrts mit Firma vrühl'lche Uniottfitäls-DrudtrcL Ems erWa s s er •Kränchen.» c ' ' . ' schlietzen sei und beim SitilichkeuSverdrecken trotz kett ber Tot Die geminderte Zureckanngssähigken 1R4JV IHK74 188.» iaa» ii i« 14 iei H1W iifc- 87.10 141* liffrd billigst Harpener Bergwerk Ixarahülto . Lombarden E. B. . N'ordd. Llojd . • TdrkenloM . . • Uh* lla.M Canada E. B. . . . DanmtAdter Bank . Dentscbe Bank Dortmunder-Union G Dreedner Bank . Tendenz: ruhig 97.60 97.80 P2.HJ gei»ie-3tran( gewesene ^erjon von abnormen ltze» geistiger Minderweitigkeit. Ick habe gebeten. 9*5ü 95.3.' *'.65 95.- FabilkMnt: AuymtJacobL Dareet®^ 60.40 97.5»» 94.65 93.20 14?.6'< 49.7D 87.00 • 5.00 9M.80 Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Hauk für Handel und Industrie, Glessen. 213Ji*' 10H. 0 •v, 1«. jinrz. 1.16 I hr. Elektriz. Txhmeycr . . , Elektrit. Schuckert . . • Elchweiler Berrwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik Paket! Harpencr Bergwerk. . . LeurahUttc . . . . Nordd Lloyd..... (•beneble* Ei »en-Industrie Berliner Handelsgea. . . Darmstidter Bank . • . Deutsche Bank . . . • Deutsch-Asiat. Bank . . Diskouto-Kominaudit . . Dresdner Bank . . . • Kreditaktien . , . Baltimore- und Ohl»- Eiaenbabn . . . . Gottbardbabn - • • • Lombard Eisenbahn. . . Oeiterr. btaatsbahn . . . Prince- Henri -Eisenbahn . sVieteDruloflifdie xe>eobad,tiniflcn ber Station VUcsten. Vor- kanfsstcilrn durch diese» PUL •a*. M kcnnLch. Tausendfach bewahrte Nahrung bet: Brechdurchfall, Diarrhöe, Darmkatarrh, etc. mildernder Umstand in Betracht komme. Zudem bade ick lwrvor qtiioben Die Miischuld Der ttmiicbtimgcn und Dcvfonen, Die einte Nlenschen, der für in < . .t B, gung rrro; r . lei'irt- krank nnb gememgriäbrlich von Den ‘Jletyen gehalten n uikt. wieder in die Freiheit und an» die Munienlchcn los liehen. Ick Satz nock bemerken, datz ich mit Dem Angeklagten i»egen 'Heoifigi Nud- fprache genommen lade imb ec Das Urteil and) IristaViau» reditdfräittg werden iahen will Mögen nun auch Die Breite, bet denen DaS Entsetzliche der Tat den Wunsch nach Drr allerhärtesten Sühne ciuSlöstc, ficy Lei Der Erkenntnis .eiubiga^ Dnn Der Täter die seiner Tat unb jemcr Persönlichkeit eiUfprcchenbt Strafe erhalten hat. neie Ich kam weiter zur Auffaümiq, Dost daS bi t ,nage Der Zi rechnunaSiäbigkeit nickt zweiielSkre: erl^igt. lsndetn nud' Möglichkeit »veitei zu klären *ci, unter AulfreUung ton nach dieser Rickiung dewe.ernedltcken Belioni'limgen . eantragt H, n, Bro eyor Tr. Tannemanit und die früheren Aerzte al» Each» verständige zu laden, und habe in der Iolge die eHerren immiitetbti als Sachverständige geladen. In berHauolr'erhanbltmg habe ich rn,ch aur den Boden des BeweiSergediiikies ge'tellt und dadei beton', Dast durch Die Dernehmnnq De» weiteren Herren Sackveistaud Da. Bild miofem weientlich anders geworden »et, ali c3 bei Re.» sich hiernach myweoelbaft handele nicht um einen inlelliaeiuen. voll uireehnungeläbigen Menschen, sondern um eine zeiUvetie 169.20 12K.5O 242.00 Tendenz: ruhig und behauptet. Berliner Bönw. 17. Marz. Anfangwknrse- Sdjneefafi Bed. Hnniiuss Bciv \ unmd Iß Marz 4- 2,1 ’C. 16. , =— 1,9’C. Märkte. — Kartoffel markt-Bericht von 16. Ma, । 19* 3 riebberg iHc en)' Rote coiie Mk. 2.25-2.40, MagiuM boituni 2.60—5.70, weiste rimDe 2.25 - 2.50, Getb'leijchige, rott, IM btö 2.70, meiste 0.00—o.oo. tzrank < nrt o. 1’1. Rvic Sorte Mk. 2L0—LLo, Magniim boiunn 2.50— 0.00, weistc nuibe 2 40-1"". Wclbfleiffbine,blaue,2.75-O.ou, meiste 3.26. Wiesbaden MagouW bonuiH 2.50, meiste runde 2.60, o’e;t,ltiid)igc rote i'.Oü. 1’< u n n- beim: Dlagnuni boiunn Tlf. 3.cO— 8.10, iveiste timDe 0.00, (Stti fleuchi ,* blaue 3.25 b.« 0.00, weipc 00—O.U0. Köln: Rsic Tober O.oO, Magnum bomuu 8.-10-3.50, iveipc runde 9.85-8Ä OZelbfleifchigc blaue 4.00—ooo. rote 3.25—41*», meiste 4 9r»-l"«> T ortmuiib: Rote Tabcr O.UO—000, andere rote Sorten O.av bis O.UO, Slaqiunn boiunn 3.30—0.00, wetste runoe 0.0h iPelbfleifckige blaue 000—0.00, rote 4.40—0.00, »veiste o.ou—(«tu pogen i. W.: Rote Tober k. 0.00—0.00, andere wtc corin* 0.00 - 0.00, MagNUnH boiunn 3.30—0.00, meiste runde 2.90—OKI, lÄelbfl. rote O.uO—0. Safiig-Piaidt N.-u Tabcr O.uO—0.00, andere rote Sorten 4.uo-0.u0, l’lnqmuu bonum 3.40—0.00, meiste runde 3 80-O.UO, r^lbfleischige, blaue O.no btf 0 00, rote O.OU—O.OU, meiste Ü.UU—OCU IrankcIItbaI fPfalz) Rote Sorten 2.50—0.00, l'lagnnu. bomuu 2.60—0.00. meiste nuifr 2.ÖU—0.00, (Velbflcischigc blaue 3.25 — 0.00, rote 25-O.OU, meix.- 3.50—O.UO. Saarloni 4 Roie Tabcr 0.00—0.00. andere io" Sorten 3^i0—0 00, Magnum bonum 0.00—0.00, weine nmbe 3.5a biS 0.00 Gelbflciichigc, blaue 0.00—u.OO, rote 0.00 - 0.00, roeirt O.OU. .AllcL i'ce .'>■> iigy.k Hessen..... 3‘/,e,0 Oberhessen . . . 4° „ Ucstcrr. Goldrente . . 4‘nX Oesterr. Silberrente. 4°/, Ungar. Goldrente . . 4*, Italien. Rente . . . 86/e Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen B III . 4'/,% rw<*t** ^5“ ; .7 .S lve|6c ruube 2.85-3« 've'l-c 4.90-0. o n°5 m,bcre w'c Sollen 0 -,a WCIBC niiive u.ov-0 ' ? onn4°7y n,ci{ic U-°°-v J.’ ^^T0,00- andere rote Cer ■w-u.w, weiße ninbe 2.90—c •M.00, öniiig^laibt:- sollen 4.00-0.00, Maqnwn bor. '00, Gell'fieischige, blaue 0.00; )—0.C0. 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Stephan Groficu Bufeck bei Ottern. rangjährige Garantie. ' Konkursverfahren. lieber das ilkrmöqen dec Heinrich Plank Witwe, Vuife geb. Jmbott, Rentnerin zu Gießen wird heute am _ 16. März 1909, vormittags Tn U1/, Uhr daS KonkurSvei> ■ fahren eröffnet. Der Rechtsanwalt Dr. Spohr in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis Vim 6. April 1909 bei dem Gerichte anzumelden. ES wird zur Beschlußfassung über die Leibehaltung des er- nannten oder die Wahl etneö anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubiger- auSschuffeS und emtretenden ?yaö5 über die in § 182 der üonlurSordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Mittwoch den 14. April 1909, nachmittags 4 Uhr, vor I dem unterzeichneten Gerichte — Zimmer Nr. 6 — Termin I anberaumt. Allen Personen, ivelchc eine I zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zilr KonlurSmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts -l llan den Gememschuldner zu I verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung nufer- I legt, von dem Besitze der Sache I und von den Forderungen, für welche sie auS der Sache ab- ■ gesonderte Befriedigung in An- 'vruck nehmen, dem Kanlurü- I Verwalter diS zum S. Llpril 1909 Anzeige zu machen. B‘ U ■ GroßherzoglicheS Amtsgericht fließen. = Hessischer Hof. = I C-ljru rau ie wird ff «der I innpO enn.burthctio2d)OQi o ] uUUou pjlintrmntii. ? mM Sdt« Med- DrogcrieLcUerdiv^V l WW SAmtHche Erzeugnisse der Württembergfisehen Metallwarenfabrik zu Fabrikpreisen in grosser Auswahl stets am Lager bei Karl Noll, Jnwelier, SelterRweg 5 Geqr. 1868 Carl Stückrath Telephon 275 Möbelfabrik mit elektrischem Betrieb Seltersweg 38 Löwengasse 3 u. 5 früher Wilh. 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