Nr. 40 Mittwoch-17. Februar 1909 Erscheint täglich mti Ausnahme be2 Sonntags. Iyujij. juu ll tes geschehen sei. Hauptinißftande i Die „Siehener Familtendlätter" werden dem »Anzeiger* oiermat wöchentlich betgelegl, dar „Ktetsblotl ffli ötD Kreit Eiehen" zweimal wöchentlich. Die ^andwlrtschastlicheo Seil« fragen" erscheinen monatlich zweimal. 159. Jahrgang NStationsdruck und Verlag der vrühstsche» UnwersttätS - Buch, und Etetndruckeret. R. Sangt, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Exveditton und Verlag: e^5L Redaktion-.^AIII. Tel.-Adr^AnzeigerGießen. Deutscher Reichstag. 268. Sitzung, Dienstag, den 16. Februar. Am Tische des Bundesrats: Schulz, v. Bethmann Hollweg. Sietzener Anzeiger Seneral-Anzeiger für vderheften taten. (Sehr wahr!) Den Optimismus des Abg. Wetzel in bezug auf die G ü t erw ag e n g e m ein s cha s t teile ich nicht ganz. Sie soll wohl den Eindruck Hervorrufen, als ob etwas Rech- _AÖ Es ist offenbar eine Verlegenheitsmaßregel. Die Hauptmrvstande tm Eisenbahnwesen werden dadurch nicht beseitigt. Da herrscht der P a r t i k u l a r i s m u s, und wenn Preußen und Bayern emig sind, können die anderen Verwaltungen nichts erreichen. Man braucht nur einen beliebigen Fahrplan in die Hand zu nehmen: die Züge nach München werden außerordentlich schnell gefahren, nach dem übrigen Süddeutschland außerordent- lich langsam. In Bayern hat man es seit jeher verstanden, laut seine Unzufriedenheit in Berlin kundzugeben. Das sollte eine Lehre auch für die anderen süddeutschen Regierungen sein bezüg- lrch ihrer Schmerzen und Wünsche. Der Redner führt eine Reihe von Beispielen an für die Benachteiligung W ü r l t e m - o e r g s n n d V e v o r z u g u n g Bayerns durch Umleitungen, Aufenthalte, direkte Wagen und dergleichen. Von Nürnberg nach Ulm gibt e5 überhaupt feinen Schnellzug. Statt über Mcmmin- yen wird der Schnellzug und der Güterverkehr auf dem Umwege über Kempten gefahren; die Reisenden von Mailand nach Berlin müssen den weiten Umweg bezahlen. Es besteht eine glänzende Schnellzugsverbindung von Baiel über Straßburg nach Norden, aber nicht über Freiburg. Kein Schnellzug zwischen Freiburg und Mülhausen, zwischen Freiburg nnb Colmar. Nach Ian« gen Bemühungen ist ein direkter Eilzug von Freiburg nach Ulm zustande gekommen; waö war natürlicher, als einen direkten Wagen von Colmar an einzulegen? Dafür ist aber die Neichs- eisenbahnverwaltung nicht zu haben, lieber Elsaß kommt man rascher von Berlin nach Basel als über Baden. Die politischen Parteien sollten sich dieser Mißstände energisch annehmen und eü Nicht immer bloß bei Monologen der süddeutschen Abgeordneten bleiben. Es macht einen jämmerlichen Eindruck nach außen, wenn so ausgezeichnete Vereinbarungen mit dem Auslande getroffen, aber deutsche (Staaten selbst so schlecht be« handelt werden. Der Redner erneuert die im vorigen Jahre von Haußmann, Müller-Meiningen und Heckscher erhobenen Klagen über die Bahnhofszensur. t Ihre Wünsche nicht erfüllen.) ES soll waS aber Helsen, den großen : Bruder uns günstig zu finnmen. (Heiterkeit.) Wir haben in Hessen jedes VersügungSrecht verloren. Wir fönnen keine einzige Haltestelle ohne Erlaubnis Preußens einrichten. (Präsident Gras ‘ Stolberg: Das gehört doch wirklich nicht hierher!) Das gebe ' ich zu, aber es sollte nur ein eleganter Uebergang sein zur Bo ' sprechung der Verhältnisse des Bahnhofes in Offenbach. (Heiter- । feit.) In Offenbach muß bald für Besserung gesorgt werden. , Württembergischer Vundesbevollmächtigter, Ministerialrat Schlcehauf erwidert auf eine Zwischenbemerkung des Dr. Pichler: Der Abg. - Pichler hat unser Postabkommen mit Schmiergeldern verglichen. Ich weise diesen Ausdruck namens meiner Regierung mit Ent. schiedenheit zurück. (Beifall.) DaS Postabkommen ist nicht zustande getommen mit Rücksicht auf die Finanzreform, es ist auch in i Bayern gewünscht; Ivie man da von Schmiergeldern sprechen kann, verstehe ich nicht. (Beifall.) Abg. Frhr. Hcyl zu HerrnSheim (Natl.): Nach Herrn Ulrich sollte man annehmen, daß ganz Hessen mit i der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft unzufrieden wäre; ich konstatiere demgegenüber, d^rß die große Mehrheit in Hessen sich über dies sehr erfolgreiche Abkommen mit Preußen freut Ich kochte, bei einer Aenderung des Vertrages würden wir Hessen sehr schlecht toegfommen. (Sehr richtig!) Ich bin nicht orientiert darüber, aus welchen Gründen ein früherer Direktor der hessischen Bahnen jetzt den Vertrag für Hessen für nachteilig erachtet. Das Großherzogtum Hessen hat vor Abschluß des Vertrages große Aus« gaben für die Bahnen gehabt, jetzt aber haben wir große Vorteile davon, -denn unser E i s e n b a h n b u d g e t i ft d i e Grundlage unseres Staatsbudgets geworden; auch die Nebenbahnen sind in den Vertrag mit einer gewissen Verzinsung ausgenommen. Soweit ich orientiert bin, ist die große Mehrheit des hessischen Landtages nicht geneigt, den Vertrag mit Preußen aufzuheben, denn die preußische Verwaltung ist uns in jeder Weise entgeyenaekommen, so daß wir geradezu das Gefühl der Dankbarkeit haben. Ich glaube, daß auch die übrigen Staaten sehr froh wären, wenn sie derartige Verträge mit Preußen hätten. (Hört! Hört!), Abg. Frhr. v. Gamp (Np.) : Nach diesen trefflichen, von großer Sachkenntnis zeugenden Darlegungen berzichtc ich aufs Wort. Abg. Storz (Südd. Vp.): Unser Bevollmächtigter hat mit Recht den Angriff des Dr. Pichler zurückgewiesen. Dessen Behauptung, daß unser Post abk^om men mit dem Reiche Schmiergeld war, war eine Beleidigung Württembergs. Als Vertreter des württembergischen Volkes weise ich diese Behauptung entschieden zurück. (Beifall.) Ter Vertrag ist ja seinerzeit vom Reichstag gebilligt worden. Wir freuen ans, daß die Hessen so gute Erfahrungen mit dem preußisch-hessifchen Vertrage machen. Jeder Staat könnte froh sein, wenn er einen solchen Vertrag hätte. (Beifall.) Kleine Ueoelstände wird es immer geben. Herrn Pichler und seiner Partei liegt freilich nichts an einem Ausbau des Verkehrs. (Oho-Rufe im Zentrum.) Es kommt den Herren zu viel modernes Zeug ins Land. (Särmenbe Oho-Rufe im Zentrum.) Aber sträuben Sie sich noch so sehr, Sie können die Entwicklung nicht aufhalten. (Beifall links, Lärm im Zentrum.) Abg. Stulle (Soz.) hält seine Ausführungen über die Betriebs-Unsicherheit aufrecht. Abg. Dr. David (Soz.): Die Mehrzahl des hessischen Volkes steht nicht hinter Herrn v. Heyl. Die meisten Hessen sind anderer Ansicht als er. Wir machen mit dem Vertrag kein Geschäft, wir werden vielmehr benachteiligt dadurch. Tie hessische Staatskasse erhält jährlich 100 000 Mark zu wenig. Preußen muß so loyal sein und den Vertrag entsprechend ändern. Aber freilich von Preußen ist ja wohl keine Gerechtigkeit zu erwarten. (Gelächter.) Abg. Dr. Pichler (Zentr.): Es tut mir leid, daß mir gegen das württembergische Post- abkommen ein so scyarfeS Wort in den Mund gekommen ist. Es ist mir nicht eingefallen, unsere lieben Nachbarn (Lachen links) irgendwie kränken ober beleidigen zu wollen. Das Postabkommen war aber auch für Württemberg außerordentlich günstig. Darauf ist auch von württembergischen Abgeordneten unserer Partei hier im Reichstage seinerzeit hingewissen worden. Das Kleinbahn-Idyll aus Württemberg habe ich aus den „Leipziger Neuesten Nachrichten" entnommen. Die Klagen darüber müssen also an das Leipziger Blatt gerichtet werden. Ich sehne nicht die alten Zeiten zurück, ich weiß, daß eine Fahrt mit dem Postwagen eine Tortur ist. (Heiterkeit.) Wir Bayern können uns hinsichtlich des Verkehrs mit allen Staaten messen, obgleich wir einen „schwarzen" Verkehrsreferenten haben. (Heiterkeit.) Abg. Storz (Südd. Vp.): Wir hoffen, daß auch die Konservativen für die Neichseisen- bahngemeinschaft eintreten werden. Preußens Interessen werden darunter nicht leiden. Das Ansehen des süddeutschen Eisenbahn- Verkehrs muß durch solche Rede wie die deö Dr. Pichler leiden. Abg. Frhr. Heyl zu Herrnsheim (Natl.) : Früher waren gerade die süddeutschen Bundesstaaten nicht für eine Reichseisenbahngemeinschaft. Tie Nationalliberalen wäre« stets dafür. Wir haben in Hessen mit dem preußischen Vertrage ein glänzendes Geschäft gemacht. Natürlich ist eS möglich, ba-fc dieser Vertrag noch beßcr ausgestaltet wird. Preußen hat durchaus loyal gegen uns gehandelt. Vor dem Vertrage hatten toir 30 Millionen Unterbilanz in der Eisenbahnverwaltung, jetzt arbeiten wir mit Nutzen. Das sagt genug. Ich kann den anderen Staaten nur raten, sich diesem Vertrage anzuschliehen. (Beifall.) Abg. Ulrich (Soz.): Ich rate Ihnen ab. (Heiterkeit.) Wir haben eine heillose Schuldloirtschaft in Hessen. Wir leben nur von unseren Schulden. (Große Heiterkeit.) Abg. v. Brockhausen (Kons.): Preußen hat den Vertrag im Interesse der Allgemeinheit abgeschlossen, um einem befreundeten Staate aus der finanziellen Kalamität zu helfen. Vielleicht bitten die Hessen um Losung des Vertrages? Preußen wird gern darauf eingehen. Abg. Haas (Natl.): Wir haben von dem Vertrage erhebliche Vdrteile. Wir sehen in ihm auch den ersten Schritt zur Neichseisenbahngemeinschast. Der Etat wird erledigt, die Resolution angenommen. Das Haus vertagt sich: Mittwoch, 2 Uhr: Bausgesetz, vorher kleine Vorlagen. Schluß 7 Uhr, Abg. Dr. Pichler (Zentr.): Der Tost, in dem Herr Wetzel gestern über den an geb» lachen, Eisenbahnpartikularismus klagte, war schon wesentlich milder als früher. Nun, die Anregung zur Güter- wagengemeinschaft ist gerade von der bayerischen Eisenbahnverwaltung ausgegangen. Herr Wetzel sieht darin nur eine Zwischen- ftation auf dem Wege zur deutschen Neichseisenbahngemeinschast. Ich wünsche ja nicht, daß daö Zügle entgleist, bevor es zu diesem Ziele kommt, aber daß wir noch recht lange auf der Zwischenstation stehen bleiben. Ein wirtschaftliches Bedürfnis besteht lediglich für die Güterwagen. Herr Storz hat nun ein großes Klagelied angestimmt über das Zusammenhalten von Preu-zen und Bayern, wobei Württemberg zu kurz komme. Es hätte doch näher gelegen, auf den großen Unter- l'chwd in der Behandlung von Berlin—Leipzig und Berlin—Halle hmzuweisen. Berlin—Leipzig hcU nur zwei v-Züge. Berlin- Halle drei, und ich lege dem Eisenbahnminister Berlin—Leipzig und damit die bayerische Richtung nach Regensburg besonders warm ans Herz. Herr Storz meint, die einzig rationelle Richtung von Nürnberg nach dem Bodensee gehe über Ulm nach Friedrichs- Hafen; aber die bayerische Verwaltung mußte auch ein bißchen an ihre eigenen großen Städte denken. Wir haben unsere Eisen- bahnen nicht nur dazu, daß jeder Reisende auf dem internationalen Verkehr möglichst schnell durch unser Land hindurch und hinaus befördert wird, sondern daß er bequem in die großen Städte des Vaterlandes.kommt. München—Lindau ist dovpelgleisig; auf eingleisigen Linien kann der internationale Verkehr nicht gehen. Bayern muß auch Rücksicht nehmen auf die große Zahl der Sommerfrischen. Herr Storz meint, er habe nicht als württembergischer Partikularist seine Schmerzen vorgebracht, sondern als deutscher Mann; das habe ich gemerkt. (Heiterkeit.) In Württemberger Blättern wird ja von Reisenden Klage darüber geführt, daß sie auf ihrer gemütlichen ö-abrt durch die Stromer gestört werden, die neben dem Zügle herlaufen. (Heiterkeit.) In der heutigen Nummer der „Leipziger Neuesten Nachrichten" können Sie die Schilderung lesen, wie auf der württembergischen Station Wangen die Reisenden um den Lokomotivführer herum stehen und zusehen, wie er von dem Heizer eingeseift und barbiert wird (Heiterkeit), und als sie ihn fragen, warum er das nicht lieber in Hergatz mache, dann könnten doch dort die Reisenden, die von Lindau kommen, sich ein bißchen restaurieren, da antwortete er: „I a schaugns, die Resch t a n r a t s ch i o n in H e r g a t s ch i s ch t.h a l t b a y r i s ch!" (Heiterkeit.) Herr Wetzel spricht von dem Idealismus im Eisenbahnverkehr. Für mich hat das Eisenbahnfähren recht wenig von Idealismus an sich, das Rasseln der Räder und das Pusten der Lokomotiven. Eine Reichseisenbahngemeinschaft würde den Einzel- ftaaten den wirksamsten Antrieb zur Förderung ihrer Jntercyen nehmen. Worauf es ankommt, ist ein l o y a l e S Zusammenarbeiten der Eifenbahnverwaltungen; darin soll man nicht auS politischen Gründen störend eingreifen. , Abg. Sachse (Soz.) bespricht Mißstände in dem Tunnel Schönhausen in Schlesien, in '.rachem einen Tag nach der Besichtigung die Holz- und Eijenstützen Zusammenbrachen. Das Reichseisenbahnamt sollte dafür sorgen, dass im ganzen Reich die Eisenbahnen, die ja so große Einnahmen erzielen, den Anforderungen, die man in sanitärer und sicherheitspolizeilichcr Hinsicht stellen darf, gerecht werden, und daß die so schlecht bezahlten Arbeiter und Beamten besser besoldet werden. Abg. Ulrich (Soz.)': Nicht bloß wir Süddeutschen sind vartirularistisch, sondern mich unser großer Bruder Preußen. Und da bekanntlich der größte Bruder immer recht behalt, so sind die anderen, kleineren benachteiligt. Deshalb sind wir dagegen, daß das Reichseisenbahnamt in seinen Funktionen eingeschränkt wird, weil wir nur dank dem Reichseisenbahnamt hier unsere Klagen Vorbringen und uns vor dem Verschlncktwerden schützen können. Die Güterwagengemeinschaft können mir mit Freude begrüßen, weil wir vielleicht dadurch zu einer Reichs-Eisen bahngemein schäft gelangen könnten. Es ist merkwürdig, daß dieselben Eisenbahnbuchhandlungen, denen der Verkauf unserer sozialdemokratischen Blätter verboten ist, die Schundliteratur wie Nick Carter u. ä. verkaufe dürfen. Wenn schon die Eisenbahnverwaltung sich um die in den Buchhandlungen verkauften Bücher und Schriften kümmert, so sollte sie doch eher diese Schundliteratur verbieten als unsere Parteiblätter. Der Vertrag, den Hessen mit Preußen abgeschlossen hat, hat Die Teilungsziffern 2 zu 98. (Frhr. v. Gamp: Lösen Sie doch den Vertrag auf!) Ich würde es mit Freude begrüßen, wenn wir den Vertrag auflösen könnten. Wir werden immer im hessischen Landtag darauf Hinweisen, daß eine andere Teilungsziffer festgesetzt werden mutz, mindestens 3 Proz. ^Präsident Gras Vtolberg: Das Reichseisenbahmunt kann Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 2 Uhr. Der Etat des ReichseisenbahnauttS. Die Beratung wird fortgesetzt. Abg. Stolle (Soz.): ^^'ch^isenbahnmnt hat seine Pflichten noch nicht völlig erfüllt. Noch immer werden die Unterbeamteii von ihren Vorgesetzten in einer Weise behandelt, die lebhaft an die Kaserne erinnert. (Hört! hört! links.) Kennt der Präsident des Amtes den Erlaß des Kölner Eisenbahndirek« ttonSprasidenten? Dieser spricht seine Verwunderung darüber aus, daß Unterbeamte vor Gericht wiederholt Betriebs- Unregelmäßigkeiten zur Sprache bringen, die den höheren Stellen nicht gemeldet worden sind, und er ruft ihnen die Meldepflicht in die Erinnerung zurück. Weiß der Präsident, warum diese Unregelmäßigkeiten nicht gemeldet werden? Präsident deö Reichseisenbahnamts Schulz: Der Erlaß der Kölner Eisenbahndirektion ist mir nicht mehr genau erinnerlich. Jedenfalls habe ich der Sache teüic weitere Bedeutung beigelegt. Ich will nur darauf Hinweisen, daß für die Beamten gewisse Gefahrvorschriften bestehen, durch die sw verpflichtet werden) olle Unregelmäßigkeiten und Mängel, die ryren beim Betriebe aufstoßen, sofort zu melden oder die Meldung weiterzugeben. Das ist das Wesentliche. Es geht daraus hervor, daß die Verwaltung dringend wünscht, daß alle Betriebs- mcmgel auf dem schnellsten Wege zur Kenntnis der vorgesetzten Behörden gebracht werden. Die Verwaltung ist bemüht, die Ge- fahren für die Beamten in jeder Weise zu vermindern. ?lbg. Schrader (Fr. 23g.): Die Wirksamkeit des ReichSeisenbahnamteS wird durch die mangelnde K o mp e t e n z erheblich erschwert. Der Reichstag sollte sich auch einmal darüber informieren, ivelche Arbeiten daS Amt denn haiwtsächlich zu verrichten hat. Vielleicht stellt sich dann die Möglichkeit heraus, das Personal erheblich zu verringern. Es ist nicht durchaus nötig, achtstündige Arbeitszeit für alle Beamten zu fordern. Herr Erzberger vergißt dabei die Hauptsache. ES kommt nicht Darauf an, wie lange ein Beamter arbeitet, sondern wie er arbeitet. (Sehr richtig!) Das Reichseisenbahnamt h't gegründet worden, um die seinerzeit hochgespannten Anforderungen dcS Reiches hinsichtlich deS Verkehrs auf den Privatbahnen, Die e5 zu beschäftigen hatte, durcbzudrücken. AlS bald Darauf aber die hauvtsachlichsten Bahnen verstaatlicht wurden, wurde Die Tätigkeit des Reichseisenbahnamtes erheblich einge- Wränkt. Die Aufsiebtsbefugnis ist ihm zwar gestlieben, aber-es kann keine direkten Entscheidungen und Anordnungen treffen. ES fehlt ihm an dem nötigen Nachdruck, um seine Wünsche durchzu- setzen. Besonders die v re n ßi scki e E i s e n b a h n v e rw a I- tun g scheint hindernd im Wege zu stehen. Nun ist die Frage aufgeworfen worden, ob wir nicht daS Reichseisenbahnamt überhaupt entbehren können. Gewiß, wir könnten seine Befugnisse leicht auf ein anderes Amt übertragen. Aber ich würde das nicht raten, .denn wir schränken damit die Neichsberwaltung ein und gestehen zugleich ein. Daß die Paragraphen der Reichsverfassung, die von der Aufsicht über das Eisenbahnwesen handeln, nahezu hinfällig geworden find. Das wollen wir aber als deutscher Reichstag nicht tun. (Beifall links.) Präsident des ReichZeisenbahncnniZ Schulz: Ich kann erklären, daß, so lange ich im Amte bin, die Beziehungen DeS Reichseisenbahnamts zur vrenßischen Eisenbahnverwaltung stets Die denkbar besten waren. Abg. GanS Edler zu Putlitz (Kons.): Die heftigen Angriffe, die der Abg. Erzberger gestern gegen da§ Reichseisenbahnamt gerichtet tat, möchte ich mit aller Entschiedenheit zurückweisen und gleichzeitig erklären, daß meine politischen Freunde die vorliegende Resolution ablehnen, weil sie so gut wie keinen Inhalt hat. (Sehr richtig!) Wir könnten ebenso gut bei jedem anderen Etat eine derartige Resolution cm- nehmen. Der Ansicht, daß das Reichseisenbahnamt eine überwundene Sache sei, kann ich mich nicht anschließen. Daö Amt hat seine Ausgaben in der ReichLVerfassung und. im Reichseisen- bahngesetz bekommen, und diese Aufgaben bestehen heute ebenso aut wie früher. Die Angriffe des Abg. Erzberger gegen die Tätigkeit der Beamten möchte ich nicht unwidersprochen ins Land gehen lassen. (Sehr richtig!) Wir wünschen weder eine UebecbürDung unserer Beamten noch eine zu geringe Arbeitsleistung. Wir sind aber der Ansicht, daß wir die Einzelheiten nicht übersehen und daß wir den vorgesetzten Behörden selbst die Aufsicht über die Tätigkeit der Beamten überlassen müßten. (Sehr gut!) Jedenfalls sind wir überzeugt, daß der größte Teil unserer Beamtenschaft genügend arbeitet und durchaus pflichttreu ist. (Beifall.) Den anerkennenden Worten, die der Tätigkeit des jetzigen Präsidenten deS Reichseisenbahnamts gezollt worden sind, kann ich mich nur durchaus an schließen. Und ich möchte wünschen, daß er mit der Initiative und Umsicht, mit der er sein Amt versieht, noch lange an der Spitze desselben bleiben möge. (Lebhafter Beifall.) Astg. Carstens (Fr. Vp.): Das Reichseisenbahnamt hat die Pflicht, diejenige Stellung einzunehmen, Die ihm nach der Verfassung zukommt. Wenn ihm Schwierigkeiten gemacht werden, so sollen diejenigen die Verantwortung für die bestehenden Mänäel übernehmen, die ihm Widerstand entgegensetzen. (Sehr richtig!) DaS Amt muß doch auch auf die Lohn verhält nisse Einfluß haben, wenn die Betriebssicherheit damit zusammenhängt. ES sollte auch für ausreichendes Wagenmaterial gesorgt werden. In Altona kommen leider alle Sonntage an Stelle von Personenwagen Viehwagen zur Verwendung. In Elmshorn, liegen auf dem Bahnhofe die Verhältnisse so schlimm, daß täglich eine Katastrophe stattfinden kann. Abg. Storz (Deutsch- Vp.): Herr Dr. Schulz, dem wir ja Vertrauen entgegenbringen, unterschätzt die Macht seines Amtes. Der gmize Reichstag steht hinter ihm, und wenn er nichts durchsetzen kann, so würde das nur die Schwäche des Reichstages beweisen. (Sehr wahr!) Er sollte also nur etwas energischer sein. Wenn Herr Erzberger sich über die Zuschriften der Beamten beklagt, so tragen doch gewisse Parteien und Abgeordnete die Schuld daran, die in Beamtenversammlungen aufgetreten sind und um die Gunst der betreffenden Beamtenkateaorien geworben und sich so hingestellt haben, als ob sie mehr als andere Parteien für Die Beamten etwas Der deutsch schweizerische Mehlftreil. Ttt ,3übroeübtad4en Horreipcnbenj* narb baut geschnebe : Zufolge der bet Lrell Füßti in Zürich von P. T. heran-.gegebene!' schritt .Tern'chlanv und bet schwerer Weblllreu- wäre leiten« her Reich4reg»erung (3. 70) zfge'tanten worden, in die 1. I«eh - ffafic (rrieuqntfle ;unela^cn zu habe» , btt ihrer Färbung uaur m bir 2. gehörten, die schweizer Unterbdnbler batten (z. M> * "'♦ nicht ahnen können, welche Litrkmrg bte erst 1906 vom beuflcwn Bunde" rat erlassene Eiilluhllchern - Verordnung hinh ttlid) ‘-■> Unterschiede« zwischen öen 6 r «eizemnehlklanen nu’ bte Mühlen auiüben würde; denn ersiklassiges Tiebl sei oor 19 1 T1L |u tu>bc Jer- jährlich an fraglicher Au«suhr emsparc, so muhe bi- Schweiz, um ihre Müllerei zu retten, mmbesten« 1 .zollz.ischlag erbeben. Deutschland zahlte für jährlich seit 1906 mmbesteno ouSae'uhrie 164 000 Tonnen Mehl nach dem TurchschnUtSsi^e von 7 Mk Mr den Tovvelzentner- jährlich 1 1 480000 -ff. Zallruck- nergütungeinemTuYendGrob nr uhlen, des ander« am •lieber- nnb Lberrhein, wtewohl mindestens ‘» des betreibe«, »voraus do4 Mehl hergestellt wird, inländisches ist, also feinen (ringanfllioU zu zahlen hatte. Deshalb müfie vom BunbeSral die Hü<1 Vergütung- um mindestens */e ermäßigt loerbcn, etwa um 10 Proz. iolort und nm »vettere 10 Pro;, vom Beginn der die«- whrtgen Ernte ab. Wenn, wie tm Reichstage Ädg^ k( a in p s am <3. d. 2)1. anregte, auch tut die zumeist am, den uhjeehanen seit 1906 jährlich minbefletu audqefubtten 748 000 Tonnen 0>etreibe me AuLiuhrvergümng auf 7« ermäßigt wird, so erspart das Reich lüh-X)360 'Ulf.; denn ti batte 1908 für atisgefuhrte« (?)c- iretbe, Mehl- und Hülsenfrucht- 79 018UüU Mk. .Zoll' rückzuver- guten, trondem ,hm nicht für */, der auSgefühnen i’lenge ein Em- qangszoll qemblt ivmden war. Im Anschluß an oie oorstchcnden AnSführungen feien noch einige Bemerkungen über die Idee bet seitens bei schweizer Bunderbeborde geplante Verstaatlichung deS Getreibehandel« an- qefüßt. Die Bestrcbinigen emc-3 GctreidemonopolS reichen bi» m oie siebziger Jahre zurück, alS die damals junge schweizerische bozialbemokrafe ,m Jahre 1878 die Initiative zur Einführung de. »laatlichen (Getreibehandel ergriff. £ac L’rojc?t wurde sedoch baumle vom ta'lke mu niojici Ittehrhcit verworfen. Spater beü sich die l'anbrvirte mit dieser Angelegenheit, die 1895 eine Resolution zngnnsien eine« GetreidenionopolS fa&tcn. Tie Heuligen ■^ricditei der BerstaatlichungStdee sind die schiveizertichen L'lsiller, die von ben ostjchivcizerischeti Temctratcu wesentliche llnterftiiijung erhalten, mich scheinen sich die Soztaldemokraten wieder für die Sache zu interessieren. Die Befürworter aus diesen buben polar- scheu Parteien vertreten den reinen Sion|uinenlcn|lanbpuntt. Sie wollen billiges Brot. Sic stellen aber namentlich die Verproviantier- ung der Schweiz im Strieß^falle als einen gewichtigen l.6rund lür die Einführung bev Weite.öenioitopoli hin. TaS ift ein Moment, dem man auch in militärischen Kreisen Bedeutung dcünißt. Es ist nun Tatsache, dab nch die Schweiz in dec etwas sonderbaren Xiage befindet, von ihrer (. igeiwroduliiou faum 60 Tage ini Jahre leben zu rönnen, ferner ist die Schweiz arm an Lagerhäusern. Schon ui oricoenüAeuen ist der (Äeireibcuorrat verhältnismäßig gertng- ftifliß. Der ©anbei läßt feine Vorräte, soweit er überhaupt solche halten muh, mit Vorliebe m ausländischen Lagerhäusern, wie z. B. in Alanuhenn oder Vmbmi, von wo er sie leicht nach allen Seilen dirigieren kann. Als vor zivei Jal)ren infoiqc der Schwierigkeiten, die der Transport auf dem Rhetn erlitt, und angeüchlo der gleichzeitigen Verzögerungen im Hafen von ÜJeiiua, die E-etreidezu'uhr der Lchiveij erheblich beeinträchtigt iDarbe, war die duuatian bald Gegenstano von Beratungen m Behörden- und Jnteref'entenfreisen. wurde damals von kompetenter Seile erklärt, das» die Schweiz noch faum drei Wochen (Lerreidevorräte hatte. Taß im Kriegsfälle die Vage unter solchen Umständen sehr beunruhigend wäre, ist bei jener (Gelegenheit Die Ansicht weiter kreise gewesen. Zwar besitzt bic Bundesverwaltung eine Kriegsreserve von 100 000 Toppet- zenluer Weizen; allein bei der Störung der Zufuhren auch nur von einer Seite wäre bald da« Vönb am Ende aller Vorräte. Diese Selle der Frage isi c5 wohl, Die das iZetreidemonopol auch in weiteren Kreisen erwäqcnuucrt erschemeii lägt. vettcichlungcn aus Friedberg van einst und jetzt. In her in Fru?.erg abgrhalten.n Hcrnplversammlung de« Bercins für Lemuitpflege wurde betont, daL Ältc, baJS sich bewährt hat, nicht zu stürzen, loiibcrn nur mit neuem Geiste zu durch- bringen unb c» sv der Neuzeit zugänglich zu machen. Diese Gedanken rolluebni sich un Laufe der Jahre gar oft von selbst. Vergangenlieil unb Gegenwart, einst nnb jetzt, Tage bet tfinb- heil und Nlauncsaltcr, weich' Gegensätze zeigen sich da, wie viel ist her Vergangenheit anhernt gegeben, wie viel unsrer Lieben deckt Ik i Erdhtgel, welche Meinungen, auch un okbilbc einer Stabt. sind cingcticten. llnb sind es von der Spanne bei Ewigkeit mn 30 Jahre, bic wir im Geiste zuruchcheveiscn, welche Veränderungen bieten sich beut menschlichen Auge bar! Srnb sie in gutem Stimc ausgefallen, \o denkt man gerne an bic <3eit Inner Jugetch unt» ihrer C'ehtäudr zurück, aber man freut sich •uid) am jetzt, am '.Venen, ist stolz daraus, alles miterltbt zu Haden. Diese Gehonten drängen sich einem unwillkürlich auf, wenn man nach 30 jähriger Abwesenheit bic lieb geworbene Heimat wieder schaut, den £rt. wv man vom Muttermunde da5 Stamvieln lernte, die Straßen durchwanbert, ut Denen man der Kindbett fdjfnftc Tage pcxlcbtc. Da steht sie noch bic alte Burg mit ihren hohen Felsen unb Manern, an denen wir so manches Hosenbein opferten. Lieber Adollöturui, alter Sturmgesclle, Geschichten her Insassen deiner Zellen, vom Baker an langen 'Smletabenben crvcW.t. haben mich ;uerst Gruieln gemo6t .1 uch an brr ist Die Heuzert nicht spurlos Darüber gegangen; neue Turme nach Nürnberger Art baden dein Aeußcres tn ein besseres Licht gesetzt Auch bi- Burgkirche ist b*m Jlnnfninn ang vaßt' sie bat ein Mii'xd IKcib nrt rotem Berotz bekomm« -7hr gegenüber eine ^^erunq, die durch Anschluß an baS start ä3aiicrtt*:rf 'cbon rr-eocr alt geworden ist - der Las'crNtnn Eüelch er-icmrvoller Tag anjangtz der 80. Jahre, als er unb die Saffertrintng brm Lerkehr übergeben wurde. Schulfreier 'lackmrrNag der Lehranstalten, probieren der Hydranten durch bie Feuerwehr, Ab tfafrung V-Cer ckifsenrücher Brunnen zam großen Bedauern her weiblichen Dienstboten, vor allem aber 5er'(fmnnbcn der mächtigen Vassersässer unserer Brauereien. ES gehörte $u einem Stück Friedberger Lebens, Tag für Tag bie umfangreichen, roten Z-rÜer, gezogen von starken Pferden vom Städter Deg nach den Srauemcr. obren zu schen. Tie Pferde immer im selben -Schritte, nur wenn bte iyeuerhorner bltcfen, und b:e Slurmglockcn ertönten. Da s-tzwn sie sich in Trab, um die Spritzen mit edlem Nnst » eben zu können. Tempora mutantuc. Ter heilge Georg auf seinem Brunnen grüßt noch wie früher von feinem Standort auf den stillen weiten Paradeplatz herab unb stellt wehmütig Betrachtungen an, warum das Wasser gu wenig ist, ba4 sich aus seinen Nobren ergießt, das üppigen Gras- wuchst' tm Sommer zu viel. Auch das Großh. Schloß, ein Bau der Svätrenaissance, ist unoeränbert Ta auf einmal 33er- tretet der Neuzeit, lebensfrohe Gesichter au5~ ben Pforten deZ Lehrerseminars bommenb. Lier ist überall JortschrM zu km-- tatieren. Wohl sind bie alten Gctzüude gtblieben, nur bai- Gärt- nericte Laus, das Jahrzehnte lang bic Seminanstrti mit leiblicher Nahrung vcr>el)cn hat, ist verschwunden: sonst ist vieles der Neuzeit angepaßt- Von den Lehrern vor 33 Jahren ist nur mxb einer an der Anstall tätig, der tn körperlicher unb geistiger Frische noch rüstig den Taktstock ,'chwmgt; bte anderen teils tn anderen Stellungen, teils im Ruhestanb, teils da, wo ein Zurück Nicktt mehr möglich ist Schon in brm Umfang des Schuler- bcftanbc5 bedeutender Fortschritt, damals ungefähr 100, jetzt annähernd 200, einst 3 Klassen, letzt 6 Älasfen. Neue Lefepläne sind etngtführt, alle lLinrtchtungen sind mit dem Geist der Zeit fortgei(trittcn zum Wohle unserer BolkSschulem Tin Bild aus alter Zeit, zwischen Lehrerseminar nnb trüberem Lazarettbau stehend, grüßt aus vergangenen Tagen zum Abschied aus der Burg, das schlichte Tcnfmal des früheren Seminarlehrers Peter Müller, dessen liebliche Melodien ^„Sckwne Aehre, du mußt fallen") noch lange int Lcrzen des BolkcL wctwurzeln werden. Tre ziaiserstraße, die alte „breite Straße", ist beim ersten flüchtigen Anblick dieselbe geblieben, unb beim näheren Beschall en ist doch vieles anders. Wohl stehen noch viele der alten schiefen Läufer: aber nur wenige sind zu zählen, an denen nicht Skt- » c lmnen sindi Erhöhte Fuß 1 Großstadt Ehre mad^cnb, bieten sich dar. Manche erkennt man nieder, vieles ganz verschwunden, recht vieles modernisiert. Ta ist in der 'Juilx der Freiheit da-.- Nathans, dec S-itz der städtischen Verwaltungen, das durch Bergrößernng den letzigen Bedürfnissen genügt. Aus seinen Türen sieht man bic behelmten Lckiunleute rommen, während früljer zwei mit dem alten Bonaparte benebenen Pvlizeidiener zu schauen waren. Txi grüßt dar alte LutHerlMns, in dem Luther bei seinem Turchzug von Worms übernattztete. Und nid t weit davon ein großes Gebäude mit sdwnen Läden; an seiner Front ein Schild „Großh. Landelokammer Friedberg". Fri db< r jci wohl bekannt. Mit ihrer Berlegnng tn die VÜibc des Bahnhofes ging ein Stuck alt Friedberger Poesie verloren. morgen» unb abeno die Land posten ein trafen oder abgingen, meint morgens und abends die Landvosten ciutraien ober abgingen, h>*nn t jftfäm Heus", welch t den V rt» h Bahn und Post aufred erhi lt der Umgebung durck -• nn- ersetzti TaS sogenannte Dämchen b.ui- auch eine historisd.c Bergangenheit, indem t"- mit einen Oiießener Postsd>affner auf den Schladstseldcrn Frankreichs war. Letzterer kam nicht wieder, unser M'ärnd’.m hatte noch lange das Pergnü«ien, im Dienste Stephans tätig zu sein. Au dz das gegenüberliegende alle st'ioster hat einem Neubau iiKtcßen müssen. In der Ferne minTt die Allee mit ihren Helten, auf denen wir einen großen Teil des Tages im süßen Nichtstun die Zeit verschaukelten. Sic ist nod> die Allee geblieben, nur verschönert durch das striegerdenkmal, den im Felde gefallenen Söhnen der Stadt zum Namen und sein Aussehen behalten. Wi ift noch bic alle Blindenanstalt: man meint unnillkürlich den „Blindcnsdiäser", de» satllen freundlichen verrn mit seinem sdvvarzen stäppchcn aus dem oberen F-enster f(hauen zu seh^m Er ist fd»n einige Jahre zu seinen Bätern versammelt, und auch bie Blindenanstalt selbst wird in Kürze von der Sübflädtc verschwinden, uni durch einen Neubau an andere Stelle ersetzt zu werden Auch die Taubstummenanstalt. an der einst Roller wirkte, hat sich nicht verändert. Mll diesen Gebäuden hörte damals bie staiserstraße au unb jetzt — überall Neuzeit, neue Straßen, moderne Häuser, neues? Stadtviertel, wohin das Auge schäm. Tier alles letzt noch zu bcfiduigen, find oer Eindrücke zu viel, zu gelegener Zeit sollen auch sie zu ihrem Reckue kommen Auch die allen, licoen Nebengassen mit ihren trauten Winkeln sind nickst vergessen, auch ihnen wird gedacht »erben. (hnü Und jetzt - Bergangend^ir unb Gegenwart haben uni manch: Aenderungen gebracht: em>?s bar k?rn einst unb letzt burchgemack: e> ist konservativ dir au» den heutigen Tag geblieben : e5 ist un> r a: onalgetr nk, dar. ebne V.'?alpatrrot zu »ein, wobt hier in sonst kaum erreichter (Wüte vcrabrricht wird — bet Apfelwein. Ihn tu loben iü n notig, feine Göke sprach einst mr ihn selbst unb tut eS auch letzt noch________________ Vic Dame in Kunh und Mode. AussteNullgtm-ohcnzoltern-ttunstgewerbe- HauS, Aerlin 190H. „Tamc fein — heißt: Stil tiabrit. Stil haben — heißt: selbstverständlich das tun, sagen und wählen, ipay dem eigenen Wesen unb den Bedingungen des Lebens enU pricht." Diese Worte von Fritz Stahl, die dein Katalog der Ausstellung beigefügt find, stelle ich an die Spitze meiner Besprechung. Tenn es scheint mir notwendig, euic Definition der „Tarne" zu geben, um den Drnußenstehenden in die Ausstellung einzuführen. Ebenso möchte ich-aus ben Unterschieb zwischen Frau nnb Dame binroeijen. So wenig eins daS andere ansschlicßt, so Hal eS dock diese LluSstcllung speziell mii der „Dame" zu tun. Sie ift es, die mit ihrem Geschmack unb Stil bie Form des äußeren Lebens verschönert unb ihm einen feinen ästhetischen Wert verleiht, während da- Ziel einer edlen „Frau" dahtngeht, mit Ü)rcm Einfluß das Leben seelisch zu vertiefen unb zu erhöhen. In dieser Ausstellung wird uns alles gezeigt, was in bas Reich einer Dame gehört vom Leinsten bi» zuru Größten. 2McS was Kunst. Kunstgewerbe und Industrie hervorgebracht Haden, uni sich in den Dienst der Lebens- fultur unb des Luxus einer Dame zu stellen, ist hier zu einem reizvollen Bilde vereinigt worden. Mit Diel Geschmack unb außerordentlicher Grazie ift alles arrangiert worden Be- sonders hat man es zu vermeiden Dcrftaiiben, durch falsche Plazierung einem Gegenstände feinen intimen Reiz zu nehmen. So ist schon bie Ausstellung an sich ein Kunstwerk in dekorativer Hinsicht. Was eS alles zu sehen gibt, ist kaum möglich, zu sagen. Auch ist es schwer, allem gerecht zu werden und aus bei Fülle der Erscheimmgcn alle- or.: nur in bunter Reihe einiges aufgezühli wie Möbel, Bilder, Kleider, Hüte, blendende Spitzen, glitzernde Seide, Schm stücke, Hmidschul;e, Fäck-cr, Schirme, feines Sckmh- werk, Wäsche, Handtaschen, Hutnadeln, Gürtelschnallen, Briefpapier, Besuchskarten, — eben alles, was zu den Lebensbedürfnissen einer eleganten Dame gel Biele (Wegenftänbe sind dem Privatbrsitz von Damen der Gesellschaft entnommen und erregen dadurch besonderes Interesse, so bic Gegenstäubc. mit denen bie Kaiserin, die Kronprinzessin, Prinzessin Eitel Friedrich und Prinzessin August Wilhelm die Ausstellung beschickt haben. Bon der Kaiserin sehen wir zn»ei nmndervollc alte Fächer. Die Kronprinzessin hat einen ihrer großen Hüte ausgestellt, bei dem es un* vorkommt, al- müßten wir darunter auch das liebreizende Gesicht der hohen Frau erblicken. Es ist ein bezaubernd schöner mattiofa Hut, bedeckt mit einer Fülle gleichfarbiger Steihrrfedern, die bei zedem Lust- bauche in Bcivegung geraten. Der feine Spazierstock und die elegante Spitzenjacke ui*rlijrpcru uns auch die Anmut ihrer Besitzerin, bei Prinzessin Eitel Friedrich, wahrend uns von dk c Prinz« ffin 21 gi bestickte Zionrfchlcppe gezeigt wird. Daneben sind auch von hohem Reize bii - Tilly Walbegg. Es sind 2d)öpfungen von laqnin ir Ban v Eine schwarze Besucktstoilette befindet sich dabei, dir, im Directoirc-Stil gehalten unb ganz mit länglichen, jhufiat Perlen bestickt, sich herrlich der Gestalt her Trägerin an- schmiegen muß Auch Frau Julius Meier -i^raese zeigt uns ein Soir^elleid von großer Eigenart ans schwarzem Eröpc bc Ehine mit '.'Applikationen und Handstickereien itad) dem Entwurf von Maurice Tufröne-Pans. Ju den meiste» der ausgestellten Toiletten gehören auch bic passenden Hüte, Hanbschuhc, Strümpfe, Schuhe icdcs ein Kunsnverf für sich, ans feinstem unb zartestem Material hergestellt. Nach dieser flüchtigen :ttundschan ist cd nun von großem Interesse, auch bic Interieurs kennen zu lernen, )dd all bic tausenb öegenfuuibe ihren richtigen Platz gesunden haben. Einige sind schon früher gezeigt worden So her Teeraum von Mrs. Eucuel-Tscheuchner-Berlin. Wir sehen hier rot- lackierte Model unb Teetische mit ausziehbaren Glasplatten, bie mit Mustern japanischer Schablonen bemalt sind In biefem Raume ist alles vom lapanischen Geschmack beew - slußt und sehr zweckmäßig unb nwbem übertragen worden- Hier in hem roten, gedampften Licht muß es sich wunderbar Pie Entartung »er Parftdlungstiinft bcbdnbdt Permann Bang tm Februarheft von „Nord und Süd". Air Lntnevnen dieser Untersuchung einige >> - :■ ber Mense n <• <:t er.: bem C'm ber u al> <"vü>: iTct oor bei der bei ein .raue TeU n;r, i. - . . • wie her dritte unb der dritte wie ber sievenhundertneununb- dreißig str Tie sich beft mbig aufbreuenbe Bildung bie allgen» uie unb gemeinsame Aufklärung: bte qemeinitrme Lektüre ^bt< mehr unb mehr Zeimngslcllüre ivirb); bic durch stets zahlreichere wziale Gesetze glcichförniige Ttadvi: zusc.mmcnjli:ßenbc üktpobnlkitai; selbst ber immer meiler verzweigte 'Soblftanb, der für stets mehr unb mehr Menschen Gleid.stcllung schafft — alle5 trägt botu bei in der modernen iScsettschaft einr immer wachsende aus re Gleich beit bervorzudringen Die öußccen Ungleidibcitcn der einzelnen Menschen ver- schrvinben, und selbst bie Sonberzeichen der 4rafc oder ber „Frchert' venvischen sich. Die Zünfte sind aufgehoben Dir Tausende gleichen den Zchmauscnden unb die Zehn tausende aus nn x?aar ben Lunderttausenden. Tie Bewegung wird um so stärker, al- bi' dost der Zeit, in der alle in dem Kamvf unb ber Jagd nach äußeren Dingen mittun müssen, dem Einzelnen wenig Zell unb $haft l'-m, feine innere 'StlbfLutbigfeit unb Besonderhrll zu pflegen. Darum wirb, wo alle einander g'cich n. immer mein unb mehr auch jeder Einzelne «ulen gleulvn. Xie Million, rn brr alle einander gleich.n, uoerroinoet unb verschluckt ben Entzem-n. der nicht wagt, mü irgend einem Sonder wesen allein hervor zuttelen. Die Furcht tvr ber (SmfamTci:, vor h m La n, im» dem Lächeln und dem Svott rangiert ihn in bie L^-g'-vn bx Millionen ein. ’25ir eignen uns alle ein gemeinsames '-.kirn nnb eine ge nremiamc Schutzwehr an. Äder d ejes gem.üifantt Seien rot:b nafurnohri’nbt«] nntonig und grau, well a » xm einigen Bestreuen aller hervor) gangen ist: ..Nur ja nicht abstechen." Air befleißigen nns einer Glei-r-förnngkcit, ui der alle- still ist unb nichts Llnn machi Tenn Xarw erregt Aufsehen Wir eignen uns ein Lesen an. ans dem olle stärkeren brudsi formen aus geschloffen find. Sir 'chrSnken - ohne eS zu totilen unb umrillKirlich unsere Bewegungen nn, bte seltener unb klcincr werden, wir benützen ielbst unsere Stmwie mü Vorsicht, unb mir iprvdrit ohne Laut, ohne Maimigjalngkeii und ohne rhMhmijchen Wechsel. Dir vermeiden die Lebba'tigkell be5 4*f**ii(ht4er öduu auf der Bühne steht, L-enn er beginnen sott, feine riunst y.i »ben, bann hat et ihre ‘aubbrud4iormrn »ergeifen. Durch bte Cewohnbeit bei £-beni ! at er sie vergessen, und seine Nittel stehen ihm nicht mehr »u (Gebote. Er, bet mir durch dic Nonnigsall bet Stimme, her Mümk nnb der Bewegung'n zu unb sprech.a fami, bot b:r Mannih« ’Uiißfru pftgeiien unb — sagt nn» n-dkt mehr. foier u-urze.i bet .'a^bergang per idtau'i' kunst, und hi^r bat er feinen Ursprung Ader baä wirb von den wenigsten verstanden. Höchste Temperatur am 15. Febr. bis 16. Febr Niedrigste , ,15. , v 16. , Eine geniale Erfindung Glückliche Männer Ueberall erhältlich in Paketen ä. 30 Pfg. Schiel. 1031 IV 31 Ctm. Durchm. 30 Fstm. 121 Fichtenholzstämme von 11— 23 Eichen-Terbstangen zu Deichseln Dcrbstangen 12 Fstm., fahrt und 1036 kann man die nennen, deren kluge Frauen in der Küche nur Liebig’s Fleis ch-Extract verwenden; denn wo dieses altbewährte, ideale Küchenhilfsmittel gebraucht wird, da kann es nur gute Speisen geben, da ist jede Mahlzeit ein Hochgenuss * A- 3.8 ° C. — 1,7 6 C. Diesei1 besonders präparierte Kaffeeersatz besitzt täuschend kaffeeähnlichen Geschmack und Aroma und enthält äusser seinen natürlichen Nährstoffen noch Pepton, Nähr- und Eisensalze, sodass der ständige Genuss dieses vorzüglichen Getränkes ausserordentlich kräftigend und blutbildend wirkt. im Hmterwald am Dachsbau. Müschen heim, am 15. Februar 1909. Großberzogltche Bürgermeisterei Becker. Tie Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Broipreise am 15 Februar 1909. Meteorologische Beoü.rchtrrrrgen der Station Gießen. die auf leichte Weise die heiss umstrittene Kaffeefragc löst, bedeutet geeignet, 1,12 Fstm. Der Anfang ist an beiden Tagen vormittags 10 Uhr, Ttirehliehe Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Donnerstag bcu 18. Februar, abends 8 Uhr, im Matthäus» saal: Bibelstunde. (Buch Hiob.) Pfarrer D. Schlosser. Alleinige Fabrikanten: Pfeiffer L Diller, Ges. m. beschr. H., Horchheim bei Worms, hvji/s Beta>«»r«r»ichnng. Samstag den 20. Februar d. Js., vormittags 11 Uhr werden auf unserem Amtszimmer Nr. lö, 3 Rm. Eichcnnntzscheit für welche vom Steigerer innerhalb der vorgeschriebeneu Zeit weder Zahlung noch Bürgschaft geleistet worden ist, auf dessen kosten neu versteigert. B“/s Gießen, den 13. Februar 1909. .Großherzogliche Bürgermeisterei Gießeg. L. B.: Keller. 'mal irgendwo selcstn: „Tic Welt will betrogen sein/' Na d« sagte ick mir: Aujuft bet is 'n Jeschäst for dir!" * Vorsichtig. Mutter: „Mein Junge lernt sehr brav: prüfen Sic ihn mal aus der Geschichte " Herr: „Ach, es sind dreißig Jahre her, daß ich das studiert habe, und inzwischen hat sich zu viel geändert." Handel. "Briese nach Amerika. Die nad) dem ermäßigten Satz von 10 Pig. für je 20 Gramm frankierten Briefe nach den Vereinigten Staaten von Amerika gelangen in der nächsten Zeck mit folgenben direkten Schifssgelegenheilen zur Absendung: „Kaiser Wilhelm IL" ab Bremen 16. Februar, „Gnetsenau" ab Bremen 20. Februar, „Kaiserin Augusta Viktoria" ab Hamburg 27. Februar, „Kronprinzessin Geeilte" ab Bremen 9. März, „Prinz Friedrich Wilhelm" ab Bremen 13 März, „Kaiser Wilhelm der Große" ab Bremen 16. März, „Amerika" ab Hamburg 20. März, „Reifer Wilhelm II." ab Bremen 23. März, „Kronprinz Wilhelm" ab Bremen 30. März. Alle diese Schiffe sind Schnellpostdampfer oder solche, die für eine bestimmte Zeit vor dem Abgang die schnellste Besörderungsgelegenheit bieten. Bei dieser Gelegenheit wird erneut darauf hmgerrnesen, daß die Portoermäßigung sich nur auf Briefe und nicht auch auf Postkarten, Drucksachen, Geschäfts- papiere oder Warenproben erstreckt. |Z Q \/ D (Pepton • Nährsalz- IN kJ O T n Getreide • Kaffee) plaudern lassen. — Sehr vornehm nimmt sich ein ovaler Repräsentation^raum aus mit ovalen Bildern, Spiegeln und Schmuckvitrinen nach dem Entwurf des Münchener Architekten Theodor Keil. Eine stilisierte Gartenanlagc mit Pavillon ist nach einer Idee von Otto Haas-Heye ausgeführt worden. Auf hoher Messingstange begrüßt uns ein weißer Kakadu, im Halbdunkel plätschert ein farbig beleuchteter Springbrunnen und weckt eine wunderbare Stimmung. Wahrhaft entzückend aber ist das nach dem Entwurf der Gräfin Still- sried-Dohna hergestellte Zimmer eines jungen Mädchens mit Möbeln aus weißlackiertem Holz und rosa Innenflächen. Die Sessel sind groß und bequem mit auswechselbaren Cre- Lonne-Bezügen. Am bemerkenswertesten ist der fein und sinnig ausgedachte Arbeitstisch. Er ist nach zwei Seiten aufklappbar, von denen die eine als Schreibtisch, die andere als Nähtisch gedacht ist. In der Mitte aber ist ein Blumentisch angelegt, der das ganze zu einem lieblichen Mädchenidyll vereint. Manchen schönen Raum betreten wir noch, bis wir endlich in das geheimste Gemach der Dame, in ihr Schlafzimmer, gelangen. Man kann sich hierzu feinen eigenartigeren, schöneren Entwurf denken, wie den von Rudolf Alexander Schröder. Schon im vorigen Jahre brachte das Hohenzollern-5vunstgewerbe-Haus dieses Zimmer zur Ausstellung, das vielfach eingehender Betrachtungen gewürdigt worden ist. Denn ein Dichter hat diesen Raum entworfen und seine Ideen darin verkörpert. Ohne eine Disharmonie hervorzubringen, werden eigenartige Farben gegenübergestellt, und Rosenmotive durchziehen das Ganze. In diesem Raum ist nun alles zusalmnengetragen worden, was eine elegante Dame zu ihrer Toilette gebraucht. Tie Tische sind mit den kostbarsten Gegenständen ausgelegt und die Schränke mit der feinsten Wäsche gefüllt. Ein Traum von Spitzen, wohin man blickt. — Das Originellste in der ganzen Ausstellung ist wohl: Das Zimmer einer Dame vor der Wreise. Im bunten Chaos liegt hier alles durcheinander — geöffnete Koffer, Wäsche, Kleider, »ütc, Stiefel, an gefangene Briefe, Bücher. Das Bett ist ungemacht, wie es eben verlassen worden ist. Auf dem Nachttisch stehen die Ueber- reste eines Frühstücks, alles ist mit Krümeln bestreut, auch der daneben liegende französische Roman, der wohl als Nachtlektüre gedient hat. Ein tolles Capriccio! An diesen Raum grenzt noch ein mit höchstem Raffinement ausgestelltes Badezimmer, das von der Firma Bamberger Leroi u. Co.-Frankfurt a. M. eingerichtet worden ist. Eine bedeutende Erweiterung findet die Ausstellung noch in der großen Anzahl von Bildern und Gemälden von bekannten und berühmten Malern und Zeichnern, die uns die Dame in ihren verschiedensten Stellungen und Lebenslagen darstellen. Hier kann man vieles belauschen und vieles verstehen lernen, denn der Künstler zeigt uns am besten, worin sich der größte Reiz und die höchste Schönheit der Dame in zknnst und Mode offenbart. „Dame — zarte Welt der Schönheit, Immer neu erdacht, geschmückt. Augen prüfen, Ohren lauschen. Welches Kleinod, Schimmern, Rauschen Neu den Mannessinn berückt! (Gg. Hirschfeld.) E. K. " " -t. jtu —- t_yui. 7 a ?,udenkirchhos-. 10 Stämme 2. u.LKl. = 8,47 Kur 16 ^eNeshau : 13 Stämme 3. u. 4.Kl. — 3/52 Km. - 19 a Dicke hau. ]ä ,, „ „ „ „ -237 Km. Die Gebote und pro ercitm. nach Losen Getrennt mit entfpr. Aunchrnl verseilen, bis zum 27. Februar d. I., mittags 12 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. Der Kaufpreis wird gegen Stellung eines sicheren Bürgen bis zum 1. 11. 09 gestundet. Vos 1 und 2 wird aut Rechnung der Gemeinde geschalt falls die Abfuhr nicht alsbald erfolgt. Das Holz liegt beoiicm zur Abfahrt und zwar Xios 1—3 unmittelbar an der Straße Ärosdors- Waldbaus 3'. km und Los -1 etwa 2 km von Krofdorf entfernt. 'Nähere Auskunft durch Forster Möller in Krochors. Krosdors, den 13. Februar 1909. ß‘6/, Der Bürgermeister. Braun. Lremihch- Mi MholBkrstchttW im Muschenheimcr Martwald, Freitag, den 19. Fcbr. 37,7 Rm. Buchen-Scheiter, 15 Rm. Eichen-Scheiler, 1 Rm. Kirfchbamn-Scheiier, 1,2 Rm. Fichten-Scheiter, 12,5 Rm. Kiesern-Schetter. 58 Rm. Eichen- und Buchen-llnüppcl, 56 Rm. Kiefern-Knüppel. 9 Rm. Buchen-Reisig, 122 Rm. Kiefern-Reisig, 13 Rm. Fichten-Reisiig. 92 Rm. Buchen-, Eichen- und Kiefern-Stockholz, 245 Rm. Eichen-Reisig. Samstag, den *20. Februar 7 Buchen - Schmttholzslämme von 44—60 Etm. Durchm. 8,50 Fstm., 13 Kiefern - Schnittholzstämme 35—54 Ctm. Dm. 13 Fstm., 4 Eichen-Schnittholzstämme 35—53 Ctm. Dm. 6 Fstm. 85 Eichen-Bau-, und Nutzholzstämme von 18—35 Ctm. Durchm. 40 Fstm., 107 Kiefern-Bau- und Nutzholzstämme 15—35 Ctm. Durchm. 37 Fstm., 134 Fichten-Bau- vermischte». * Wieviel Menschen sprechen Deutsch? Jedem deutschgesinnten Mann muß es eine angenehme Beschäftigung sein, der Verbreitung seiner Muttersprache nachzugehen; ist sie doch nach dem Englischen, das von 125 Millionen gesprochen wird, die verbreitetste Kultursvrache. Während die früher so mächtige französische Sprache die Muttersprache von höchstens 48 Millionen ist, reden über 87 Aüllionen Deutsch, und es ist berechtigte Hoffnung vorhanden, daß mit jedem Jahrzehnt dieser Unterschied zu unseren Gunsten größer wird. Die Hauptmasse der Deutschredenden wohnt in Mitteleuropa: in Deutschland nicht ganz 59 Millionen, in Oesterreich-Ungarn über II1/2 iMllionen, in der Schweiz 2i/2 Millionen. Losgesprengt von dieser im großen und ganzen zusammenhängenden Masse wohnen nahezu 2 Millionen Deutschredende in Rußland, 400 000 in Brasilien, 225 000 in Luxemburg, 110 000 in Australien, 100000 in Großbritannien. In jedem der Kultur nur irgendwie erschlossenen Lande erklingt unsere Sprache. So ist in Japan Deutsch die Muttersprache von 968, in Peru von rund 2000, in Siam von 153. Die Zahl der Deutsch sprechenden Nord-Amerikaner schätzt Rudolf Cronau, der bekannte deutsch-amerikanische Maler, auf 14 Mllionen. So gern wir das glauben möchten, so ist doch die Zahl zu hoch; denn nach wissenschaftlichen Berechnungen reden nur etwa 11 Millionen Nord-Amerikaner Deutsch. Tie Befürchtung, daß infolge der so geringen deutschen Einwanderung in den letzten Jahren die Zahl der Deutsch- sprechenden in den Vereinigten Staaten abnehmen werde, ist unberechtigt, da über unsere Volksgenossen drüben jetzt ein' frischer deutscher Geist gekommen ist, der sich ja erst vor fur^m am Deutschen Tage glänzend offenbarte. v Von der Opernbühne zum Wa sch faß. Die Sängerin Susan Strong, die sich noch vor drei Jahren auf der englischen Opernbühne eines guten Rufes erfreute, kam zu der Einsicht, daß es ihr in dieser Laufbahn nicht beschieden sei, den erträumten Weg zum Reichtum zu finden. Kurz entschlossen mietete sic in einer vornehmen Stadt- gegend Londons einige bescheidene Räume und eröffnete darin mit einem Kapital von 140 Mark, der ganzen Barschaft, über die sie verfugte, eine Wäscherei. Nach Ueber- iv in Dung mancher Schwierigkeiten nahm ihr Unternehmen einen solchen Aufschwung, daß sie jetzt bereits 25 Ge- hilsinuen beschäftigt deren Arme taum ansreichen, alle Aufträge zu erledigen. Ihr bescheidenes Anfangskapital hat sich in den drei Jahren verhundertfacht. * Vor Gericht. Richter: „Wie tonunen Sie dazu, so viele Betrügereien zu verüben?" — Angeklagter: „Ick hatte Univerßitäts-Nachriehten. Frankfurt a. M., 16. Febr. Ter Besuch der Akademie bat für das Winter-Semester eine Zunahme ergeben. Die Gesamtzahl der Besucher, Hospitanten und Hörer betragt 1450 gegen 1187 des vorigen Winter - Semesters. Hierunter sind 277 Kaufleute, 68 Industrielle, Ingenieure, Chemiker ;c, 88 Juristen und höhere Verwaltungsbeamte, 19 mittlere Verwaltungsbeamte, 37 akademisch gebildete Lehrer, 123 Lehrer mit Semtnarbildung, 104 Lehrerinnen, 22 Studierende der neueren Sprachen, 38 sonstige gelehrte Beru'e (Aerzte 2c.) Tie Gesamtzahl der akademisch Gebildeten beträgt 260 oder 17 Prozent. Tas Winter - Semester schließt mit der am 6. März endigenden Woche. — Dr. Fr. L. Ai a y e r ist als P r i v a t d 0 z e n t für Chemie zugelaffen worden und wird seine Lehrtätigkeit im nächsten Semester mit einer Vorlesung über «Chemie und Technologie der Teerfarbstoffe" und einer Vorlesung über „synthetische Methoden in der organischen Chemie" beginnen. I Bet der am 19. Februar im Langsdorser Gemeinde- wald stattsindenden Holzversteigerung kommt folgendes Stammholz zum Ausgebot: 2 Buchen-Stämme I. Scaffe = 2.35 Fstm., 1 Lärchen- Stamm II. Klaffe — 2.06 Fstm., 4 Lärchen-Stämme TV. und V. Klaffe — 2.88 Fstm., 2 Fichten-Stämme II. Klaffe — 5.91 Fstm., 6 Fichten-Stämme III. Klasse — 9.25 Fstm., 3 Kiesern-Stämme III. Klaffe — 3.95 Fstm. Zusammenkunft morgens 91/. Uhr, Bahnübergang am Weg nach Nonnenroth. In der Stadt Gießen ist die Stelle des Polizeiwachtmeisters auf 1. April d. Is. anderweit zu besetzen. Bewerber müssen nach der Bekanntmachung Großherzog- uchen Ministeriums des Innern vom 25. Aprtl 1903 beim Militär aktiv gedient haben, während ihrer aktiven Dienstzeit mindestens 3 Jahre Unterosstzier gewesen sein unb die staatliche Poltzeikomnussär- vrüsung oder eine mindestens gleichwertige Prüfung bestanden haben. Mit der Stelle ist ein ruhegehaltberechttgler Gehalt von 1660 Mk. steigend alle 3 Jahre um 140 Ml. bis zum Höchstbetrag von 2500 Mk. und jährlich 75 Mk. Kletdergeld sowie Hinterblicbenenoersorgung verbunden. B16/s Bewerbern, welche eine ähnliche Stelle bereits bekleidet haben oder Erfahrung tm Polizeidienst besitzen, kann ein höherer als der Anfangsgehalt verliehen werden. Bewerbungen sind unter Beischluß von Lebenslauf und Zeug- niSabschrtsten bis zum 15. März bei uns emzureichen. Gießen, den 13. Februar 1909. Bürgermeisterei Ale cum. Nun hab ich Ihnen gründlich die Meinung gesagt, 11110 luut sollen Sie auch noch einen guten Rat hören Wenn Sic sich ivieder einmal erkälten, dann kaufen Sic .W sicb in der Apotheke, Drogerie oder Mineralwaffcrhandluna gleich eine Sct,achtel Sodener Mineral Pastillen, aber die achten üott Fay,- die gebrauchen Sie bann nach Vorschrift und dann kann's Ihnen nicht wieder passieren, daß Sie =^F Tage lang baljehn hocken müisen. Die Schachtel kostet nur 80 Psg-, ivetsen ^te aber Nachahmungen entschieden zurück. Fichten-Ltammholz-Beckauf. Aus dem Gemciudcwald 5irosdorf Gleiberg soll folgendes Fichten^ Stammholz auf dem SubmissionSwege verkauft werden: Los I Distr. 7c Seileö: 73 Stämme 3. Kl. — 31,63 Im. „ H „ „ „ 360 „ 4. Kl. - 64,72 Fm. „III „ 7a Fudenkirchhos: 10 Stämme 2.u.LKl. — 8,47Km. Höchste Schlachtpiehpretje in 5 r a n f < u r t a. 'M. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 75—79 Mk. V, Kg.Schlachtgew. 90—95 Vi. ____„__71-00 . '/. Kg. 76-84 Psg. '/, , 70—78 , Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Wetzen 1UU Kg. 23.50-23.75 'Mk. Roggen 100 Kg. 17.35—17.85 Alk. Wettzbrot 2 Mg. 62 P,g. Schiuar^brot 2 Kg. 58 Vlg. Februar 1909 Barotneler an' 0° rebujiert ^empevatuv der Lust Absolute Feuchtigkeit Relalipe Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 16. 1 2” 745,3 3,4 4,5 80 W 4 Sonnenschein 16. ■ 995 743,9 1,4 4,4 87 w 2 Bew. Himmel 17. 1 725 746,7 4,2 94 w 2 Bew. , AmMcher TeL KekannlmmtzMg Ja der. Zer . m 22. bis 27. »jtbniac oeabnchngt b« tasimaegnneitt *mtfr TBtih'fm ^ir. 11ß Sch»-stübun^en ntü scharfen Patronen in orm von oen Orten Mamilar Treis o. b. ihmibo —‘tfUmoorr fl. b. Lumda - Mörlbach tzo>se»ha»i'en- 3ü chertsham'ei' »yncbrlbauiCT! rnb •3tcurmbrrq lxgrrnjten «"elände nbiufctiUni und dasselbe ru bt-inw ^.veck nrt fjften abzufperren (’kidjoiicn wird an allen Tagen von 9 Ubr varmittaa- bis 3 Uhr nachmruogü Tie aUgermii' Ähubrichtung lö - r von 3tdu frühere narb .ortbach Tie «strafen TZnünUit ‘Allenbon a. b. X.'innbo und Dollar -fldlnb-mffn Hachborn fino ungefährdet Tu t*rwfilxr>ofllidxn 'Älrnerrnnfrcrrint der in Betracht kam- irtctwat Oxrw utuen urqereS Greises werden beauftragt, vor- iUchende Bekannanackiung mit dem An fügen zur allgemeinen frennt* nis zu bringen, bai, an den betreffenden Tcm keine Holzarbeiter und Holzfammllr sich in den gefährdeten Waldungen aufhalten dürfen (Mieten, den 15. 7yebnuir 1909. t)/roßherzogliche5 KreiSamt (Mtenen. Z. «.. Weicker.___________________ - ■■ _ . Bekanntmachung. Wir bringen bicmtii zur allgemeinen Metmuikv dah die Aricd bdfe von- Hi. Februar bto lL. März 190!) von morgens m bis abends 6 Ubr grättuet fmb. Tie 2ricobokS,ore geschlossen. (Mieftcn, den ß. Februar 1909. B*/, Ärovherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Vergebung. Für die Großh. Klinik für psychische und nervöse Krank- beiten in (Hießen sollen für das Rechnungsjahr 1909 auf dem Ixiege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden: 1. Die Lieferung von Backwaren Fleischwareu Soezeretwaren und VerbrauchSgegenslönden Milch, Bier, GiS Butter und Gier (rmaillewarcn Bürstenwnren und I Toilettegegenständen Porzellan- und GlaLwaren Schreibmaterialien Kleider und Schuhe für Kranke und Personal ca. 7000 Ztr. Hültenbrechkaks ca. 600 (Str. Nußkohlen, 2. TaS Reinigen des Küchenherdes und der Cefen 3. Das Lcerfahren der Senkgruben und das Fortschaffcn des Kehricht^-. 4. Tie Abgabe von Kitschen, Lumpen, leeren Flaschen und des GespülS. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen Nach- mittags von 2—4 Uhr auf dem VerwaliungSbureau zur Einsichtnahme offen. Angebote sind verschloss,» lind mit entsprechender Aufschrift versehen bitt zum (LröffnungStermut -Lametag den H. März 1909, vormittag» 11. Uhr auf dem oUciißiiuinntc» Bureau abzugeben. Ter Zuschlag erfolgt innerhalb 14 Tagen. b’•/, (Ließen, den 11. Februar 1909. (Aroßb. Direktion der Klinik für psychische u. nervöse Krankheiten ____________________Som in c r.________________________ Brennholz - Versteigerung Montag de» «Zevruar im »Zörsterbczirl Gebern, Distrikte Lchwuustiictu, »Irveilob. 2cklwarzwa(d und Itialbdien: . Buchen: 436 91 m. Schell I M L. 7T> Mm. Sweit 2. Kl., 716 Nm. Knüppel. 1» Nm. Stammretler. 1413 Nm. Aureiier. (-scheu. !» Nm. Nundfchcli, 94 Nm. Knüppel, 23 Nm. Reifer« knüopel ‘Hbovn rc.: 4,.*> Mini. Nundicheu, 16 Mhu. Knüppel .Zusammenkunft v', tlbr vorm. int LergwtrlShauo in Gebern. Nähere Auskunft erteilt Förster 3odient, Webern. Bw's Webern, bett 15. Februar tfluv. .Zitriilich Stolberg ^^eritineiodischc^ .ymstrevier «Gebern. Holzversteigerung. Pionlag den 22. Februar l. IS., vorm. 10 Uhr anfangend kommen in hiesigem (Äemeindcwald folgende Holzsortimente zur Versletgeruna. 1. Ban« und Schnittholz 87 (bichen-Slamme von 26—54 (ihn. Dchm. und 2,2—13,4 Mtr. lang — 70,29 Fm. 3 Kiefern-Stäitnne von 33 -40 (Sim. Dchm. und 7 Mtr. lang = 1,48 Fm. Brennholz 45,4 Rm. Eichc-Scheit darunter 4 Rm. schönstes Werkholz. 27 , , Knüppel, 1 Rm. Knüppetreis, 179 Rm. gew. Eiche-Reiser und 46 Rm. Eiche-Stücke. Zusammenkunft im Distrikt Kest an der Tetchschneise. Bemerkt toirb, daß daS Holz 20 lUmuten vom Bahnhof Ridda entfernt lagert. Kohden, den 15. Februar 1909. (Sroßh. Bürgermeisterei Kohden. Kromm. m4o Holzversteigernng der Hraftichen Cberförflerci Laubacy. Montag deu tt. Februar, nach 3uinmmenfneft i<» Ubr «ui Vftau; Buch« .'>2 itacke u. 24 Neuer- prügel 3> chtrtcndach: Buchen stm. 22^ 'et-itcr 1'0 Prügel 24 Etckcke, 43 Nenerrrügeb 2 Reifer und 1 Stirbaumftnmm l.s m la na, 33 cm Dutchm. 0.17> ,VNI. 4 t'nucvinn . 3 Mchenstä.' ine •1—v nt Icui|>> 8tt- I m Du.chm ? I > 3m. .">• aut Cloburicr Wald, tkanbbera: 2 Nm Bunien 3ruucl und Rm. Ret'ee V-st- Holz und ste'ilret'er stacheuwetst To» Holz au» stegeldüttergvabeu und Hirtrntach louuni gegen ll Ihn -um '.luenepor_________ Holzversteigernng. Fürstlich Eolmflsche Cberibtitviet x‘»nhcniolu:o. Samc«laa d.u to. Äcbritnr. Uhr tm Vokale tum X- Tchlierdach Bieber. i tun <- htrHdo Kiefern A Rm ‘Uruflcl ;*?• gellen •Ooh' '-•inne 3', Nhi in der Brück Icheu LZirtfchasi in «beanlendach. ,'»• lichetr * •• >* tenbebnenu t ter. H ?Kin. tirieu Icheu, R». ettöett Hru . ; . :Ntv •rt>rr.*"ioruibung und Bedingungen liege« zur Einsicht bei uns osten. Angebote nur Bordruck der daselbst erhülilid). find die juv gcunimtctt 3tunbc nn uns ciiiiurcttben. Zuschlagssrist 14 Tage. B‘% Giesten, den 15. Acbrunr Ilion. 2täöiudicv Hochbauamt «erbe l. Valerlilnfehe Hagel -totongs-taW in Elberfeld. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntm». dal; mtr dem £errn Karl Bellofi in Benern, üniergasse 31 eine Vertretung für Benern und Umgegend übertragen haben. Mainz, im Februar 1906 Tie Mencral -lgentnr. II. Schmidt. Lezugnebmend aus üontebenbe BetannrmQchuug eumieble ich auch 5um Abschlub von vanelDcrfidtcnmacu aller art gegen billige feste Prämien ohne irbe »tachzablung und bin ich zur Erteilmig iebet ivcitercn Audkunst gerne bereit. hvn,g Karl BellofT. Holzversteigerung tut (Lietzener Stadtwald. Touuecstag den 1».'Februar 1909, vormittags 9 Uhr, werden in den Waldungen der Liadl ließen, im Distrikt Mangel« stein. versteigert: 101 ,ucf)len-T crbltangen mii 9,38 Fslrn., 203,8 Rmir. Äuchen-Lcheitholz, 14,6 , Eichen- , 97,8 „ Buchen-Knüppelhol-, 10,6 Eichen- ' 2 , Fichien- 43,«» Buchen-Siockholz, 12,2 „ Eichen- 1400 Dellen Bnchen-Retfig, 1300 , Eichen- , 600 , Linden- , 40 ,, Richten- , Tie Zusaniinciiknust ist aus der Tlraste nach Taubringen am Hanstelftemer Cteinbruch. Gießen, den 13. Februar 1909. B” , (Ärovbcrzogliche Bürgermeisterei Biegen. 3. V-- Keller. Rasiere Dich im Dunkeln Eggen, Kultivatoren Cf-twa* stlrohartigc*: Muiifl! 8|UUfl Qiomawhinpn von unerreichter «iinfncbbcit tm Bau. Jiur odvl'ldollllllull ein xacrob für alle okftrrtöeorien. 0“/* ------ Kataloge graue- ------ Ph.Mayfmh&Co. Match inen FranK[nrta.M. Tüchtige Vertreter gesucht wo noch nicht vertreten stnd. Ackergeräte jeder Art. ____ Pflüge v----f - ■ ..... - und mehr« schang Sonntag, *51. Februar im Kolosseum: ,/M» Verletzungen unmöglich. Mulcuto? Glänzende Anerkennongt- scbrelben ae» allen Ständen. I >er preis w ttrdiir' und praktis-hste Baeier-Apparnt der Welt Sammetweich. Rasieren ohne Vorkenntniase. 1907 08 Verkauf über 100 000 St. Wir warnen vor Neon- aheungei. o *•> 4 lei« toileu, kein ldriede« mehr aal Koatea der Selbetrasierar Garantie: Zerticknnhmr. Mark 2.50 komplett, gut venilbert MH Schaumfiifler laut Abbildung und in besonders feiner Ausfühmng Mk. 3-50 keepfett Porto *20 Pfy. Wi*denertiater ftuachL Prefahstc frei. V Mulcnto-Fabrlk Paul Müller 4 Co., Solingen. 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