Nr. 222 Ter »itfitntr Snjeiflet erscheint täglich, außer SonntaqS. - Beilagen: viermal wöchentlich OietzenerZamllienbläitcr, iiueunal roörf)entLKrei$: dlaNf^rdenlLreirStehen (lienetng undFreuag); zweimal monatl. Land' wirtschosUtche -eilfragcn fienilpved) - Anschlufie: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: «n-etger «ictzcu. Lnnalsme von Anzeige« für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt Mittwoch 22. September 1909 159. Jahrgang General-Anzeiger für Oberhesien Vezu g » p . el: monatlich 75 Pj^ oiertel- jädrlich Dtk. 2.20'. durch Dibbele- il Zweigstellen monatlich 65 Pt.: durch die Post Mk.2.—oierlel- jäbvl. ou5|d)L Beslellg. ZeilenpreiS: lokal IbPi^ ans,vans 20 Pfennig. C befredaklenr: Dl Goey. Verantwortlich für den potiNschen Teil: August Goetz; für .Feuilleton' und.Vermischtes* K. Neurath; für .ctnbt u. Land" und »Gerichts- Rolationsdruck und Verlag der Vrühl'fchen Univ.-vuch- und Zteindruckerei H. Lauge. Redaktion, Lrpedttion und Druckerei: Zchulstratze 7. ’v^Vfcf. ben 'ic-aiionaLuberalen, der f teil innigen und Die heutige Nummer umsaht 10 Seiten. der deutschen ihnen Deren eine ihre mm ne diese Jä)tt eine Periove von großem Interesse. *ä< Machte würden, so geschickt ihre Diplomatie sein möge, chre Absichten gegenüber Svanien nicht verbergen können. Trotzdem bür je man üi diesem Punkte ruhig fein, baut die Regierung habe iviebcrhoU erklärt, daß sie die Mächte über alle ihre Schritte im Riffgebiet aus dem laufenben erhalten habe und fort fahre, sie auf dem laufenden zu erhalten. Madrid, 21. Sept. Wie aus Melilla unter dem gestrigen Datum amtlich gemeldet wird, bemächtigte sich abenbd die in westlicher Richtung vorgehende spanische iloloiuic der Orte Sütel und Taddert. Ter Kampf brachte dem Feind, der in großer Zahl auftrat, schwere Verluste. Die Spanier hatten 16 Tote imb 70 Verwundete. id ert D o----------- - v - o , . - - Vertreters des Blattes, inwieweit die Ereignisse des vergangenen Winters auf die gegenwärtige Situation nach- Bnrfcn, erwiderte der R eichst an zler: „Bei diesen Ereignissen ist das Wichtigste das feste Zusammenstehen der beiden verbündeten Staaten gewefen. Der letzte Winter Hal das Bündnis zwischen dem Deutschen Reich und Oesterreich-Ungarn ui beiden Staaten noch populärer gemacht, als es war, und die Erprobung des Bündnisses Oat auch nach außen hin die stärkste Wirtung getan. Seine Unterredung mit dem russischen Minister des Auswärtigen Iswolsky, meinte der Reichskanzler, sei, da der russische Mnister des Aeußern burch Berlin reifte, eigentlich von selbst herbeigeführt worben. Er habe mit Iswolsky natürlich auch über die Politik gesprochen, aber die .Kombinationen, die an dieses Gespräch geknüpft wurden und an den Zeitpunkt kurz vor der Reise des Kanzlers nad) Wien, in welchem das Zusammentreffen mit Iswolsky fiel, seien durchaus haltlos. Der Reickss- kanzlcr schloß das Gespräch, indem er noch einmal den angenehmen Eindruck betonte, den er in Wien empfangen habe. Wien 21. Sept. Der Kaiser versieh dem Reichskanzler v. Bethmann-HoNweg das Großkren^ des St Stephansordens und überreichte ihm die Auszeichnung Dolkspartei angebahnt. Den Jungliberalen und den wandten Gruppen wurde von Beginn poiiiische Bedeutung eigentlich übersteigende Stellung im Zentralausschusse eingeräumt. DaS war dem Entgegenkommen der Parteien und dem Wirken des Abg. Dr. Eajsel- Der Heidjsfanjler in Wkn. Herr v. Bethmann-Hollweg hat dem Vertreter eines Bicner Blattes betont, bei seiner Unterredung mit Herrn v. Aehrenthal sei die volle Ueb e r e i n st i m m u n g der Änsck-auungen zutage Igetretcu. Das sind diplomatisck)e Phrasen, aus denen man nichts Rechtes erkennen fcuui. Wenn die verwicleltcn Fragen im Osten behandelt worden sind, wobei die beiderseitigen Interejsen doch so verschiedenartig in die Wagschale sollen, kann doch unmöglich von vornl-ercin volle Uebert'inüimmung geherrscht hoben, besonders wenn Deutschland seine Wünsche aus anderem Gebiete geltend machen wollte. Daß wir auf ein enges Zu- fammengel)eu mit Oesterreich hinarbeiten müssen, verk.uncn mir durchaus nicht, aber wir Italien eine vorsichtige Zurückhaltung für angebracht. Noch wissen wir nicht, was die neuen Kämpfe im böhmischen üanbtag den Deutschen Oesterreichs bringen werden. (£5 muß der Habsburgischen Monarchie gezeigt werden, wie viel sie von unserer Unterstützung hat und daß Deutschland dafür die Unterstützung des Deutschtums beansprucht. Die F. Z. läßt sich aus Wien berichten, her Kanzler l-abe auch Ungarn angenehm berührt durch jein den Offiziösen ausgesprochenes Bedauern, augenblicklich nicht nach Ofenpest kommen zu können^ Damit trifft man doch wahrlich auch nicht den Kem der lÄrche, beim ein Besuch ist zwar etwas recht Schönes, aber schon im gewöhn- licl-en Leben pflegen nack-denkliche Leute danach zu fragen, was ein Besuch wohl mitbringen mag. Was könnte Herr v. Betlymann-Hollweg aber den Ungarn mitbringen. Nein, in Ofenpest batte der Kanzler absolut nichts zu tun. Die Hauptsache mußte sein, daß es ihm gelang, in Wien Verständnis für die vom Fürsten Bülow zuletzt mit Erfolg Die Eröffnung öes böhmischen Landtages. Prag, 21. Sept. (W. B.) Dem heute wieder zusammengetretenen Landtag btv Königreichs f&öljmen unter breitete die Regierung fünf Vorlagen, durch welche die Voraussetzungen für die Beilegung des nationalen Konflikte s in Böhmen geschaffen werden sollen. Zunächst wird sich der Landtag mit der Abänderung der La u o e s o r d n u n g zu beschäftigen traben, welck^e die Konstituierung des Landesausschusscs ermöglichen soll. Die vier anderen Vorlagen bezwecken die Einfü.rung eine£ neuen Landtags Wahlordnung, die Regelung des Sprachen gebrauch s bei den autonomen Behörden und die Er richtung von Kreisvertretungen. Tie Anzahl der fOuinbate soll erhöht werden und 43 Mandate sollen der allgemeinen Wählerklasse zufallen, um einerseits das Kräfte- verl)ältnis zwischen den Vertretern von Handel und Industrie unb Gewerbe und den Vertretern der Landwirtschaft auszugleichen, anderseits den breiten Schichten der Bevöllc- rung Anteilnahme an der Gesetzgebung und Verwaltung des Landes zu gewähren. Ferner soll die neue Landtagswahlordnung jener nationalen Abgren ung der Wahlkreise Rechnung tragen, wie sie seinerzeit unter Zustimmung der Parteien in der Wahlordnung zum Reichsrat durchgeführl worden ist. Der Entwurf des Sprachengesetzes setzt die Verhandlungssprache und Amtssprache fest und stellt den autonomen Körperschaften die Erledigung aller einlangen- den Eingaben in ihrer Amtssprache frei. Jin Verlauf der Sitzung forderte der Oberstlaitdmar- schall zur Konstituierung der Kurien die Einsetzung eines Wahlprüfungsausschusses auf. Pacher erklärte narnens der deutschen Abgeordneten, daß diese laut des Beschlusses der Vollversammlung der deutsck)en Landragsabgeordneten sich an der Konstituierung der Kurien nicht beteiligen würden. Hierauf schloß der Oberstlandmarschall die S'.'ung.. Tie nächste Sitzung soll auf dem schriftlichen Wege bekannt gegeben werden. betriebene Politik zu ernten: Wien , 21. Sept. Der deutsche Reichskanzler v. Dcth mann-Hollweg hat sich einem Vertreter des Wiener „Fremdenblaites" gegenüber folgendermaßen geäußert: „Es ist vor allem von hohem Wert für mich gewesen, mich Kaiser Franz Josef vorzustellen, der mich mit ungemeiner Liebenswürdigkeit empfangen hat. Mit dem Grafen Aehren- chal habe ich lange unb eingehend alle schwebenden Fragen erörtert. Bei dieser freundschaftlichen sachlichen Besprechung ergab sich volle Uebereinftimmung der Anschauungen, die ich bei der gemeinsamen Grundlage unserer Politik erwartet habe. Für die Politik, die ich in Deutschland zu machen berufen bin, wird mir diese Unterredung mit Aehrenthal und die gemeinsct-aftliche vertrauensvolle Beurteilung der Situation, die wir festgestellt haben, eine lle Unterstützung sein." Aus die Frage des mann zu danken. Seit einiger Zeit, namentlich nachdem der -Jungliberale Landesverband seine Verbindung zum Reichsverbanb zunäck>st heimlich und in plötzlicher Abkehr von früher be- ichlofseneu Richtlinien abgebrochen hatte, gewann tyier und in der Führung einiger Kreisverbände eine Politik Oberhand, für die die Signatur: Rabiatliberalismus noch eine Höflichkeit ist. Auf Einzelheiten braucht gar nicht zurückgekommen zu werden. Durchiveg wurde nach dem ema gehandelt: kleine Meinungsverschiedenheiten aufzubauschen, ui brutaler Weise Forderungen zu stellen, in unzulässigen Formen Andersdenkende anzugreifen, selbst die größten Disziplinlosigkeiten zu begehen, sich keinem Parteiwillen unterzuordnen und Unterwerfung der Anderen unter den eigenen Willen kategorisch zu fordern. Unter derMaskederEinigungbesorgteman planmäßig Zer klüf tung sp olitik. Den Höhepunkt fand dieses Treiben in einer grenzenlosen Hetze gegen den Abgeordneten Dr. Casselmmin, als von Lehrern, geführt von dem Herrn Heyhl aus Würzburg, dem 20)g. Dr. Easselmann der Vorwurf gemacht wurde, er habe in seiner Eigenschaft als Oberbürgermeister sich in Widerspruch zu feinem parlamentarischen Verhalten ge stellt. Dieser Vorwurf entbehrt restlos jeder tatsächlichen Grundlage. Doch ist der sachliche Teil des Streites int Augenblicke nebensächlich. Tie Hauptsache ist: zwischen den angreifenden Parteigenoifen und dem Dfbg. Dr. Eassel- manu wurde von der zuständigen Parteiinstanz eine Verständigung erzielt. Trotzdem setzte man die Polemik fort, bic nunmehr auf der letzten jungliberalen Tagung sich in eine schwer verletzende Diskussion und Resolution verdichtete. Daneben liefen noch eine ganze Reihe sachlich unrichtiger unb provozierender Vorwürfe gegen die politischen Parteien. Tas mußte zu einer Krisis führen. Jedem Kenner der Verhältnisse und Personen ist es klar, daß Donmegenb die Führung einiger Verbände es ist, die auf so unverantwortliche Weise die Geschlossenheit zerriß. Zahlreich? Mil- g Lieb er ahnten sicherlich nicht, auf welche '.Öafyncn sie sich lenken ließen. Das zeigt zum Tell schon der Widerspruch, der bereits aus den Reihen der 3urtg liberalen rege wurde. Tie Entrüstung wird sich verstärkt sortpslanzen. 2üid) die gesamte bayerische und außerbaverische Presse ergreift'‘Partei gegen diese Politik der bayerischen Jungliberulen. Deutsches Neich. Der Staatssekretär des Auswärtigen v. Schön ist vom Urlaub zurückgekehrt und hat die Ämtsgeschäfte wieder übernommen. Tcm „Reichsanzeiger" zufolge ernannte der Kaiser oen Kriegsminister v. Heeringen zum Bevollmächtigten im Bundesrat. „Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Die von einigen süddeutschen Blättern gebrachte Mitteilung, wonach beabsichtigt sein soll, Bezirke mehrerer preußischcrEisen- bafynbirettionen zu einer Genera l d irektion zu vereiniaen und aus diesem Anlaß die königlich-preußische, ar o ß d c r z o g 1. - h e s s i s ch e E i f e n b a h n d i r e k 1 i o n Mainz aufzubeben unb ihre Strecken mit denen der königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. zu bereinigen, entbehr: jegtiüjer Begründung. Uebrigens würde eine jo lebe Maßregel, wenn sie preußischerseits überhaupt drab- jidjtigt wäre, nad) Artikel 13 des zwifd-en Preußen und Hessen über die gemeinschaftliche Verwaltung des beider- fertigen Eisenbayndesitzes abgeschlossenen Staatsvertrages vom 23. Juni 1896 ohne Zustimmung Hessens nicht durchführbar sein. politische Sogesschatt. Waugenheiw Böhme. Auf den von uns verösieniliccheii Bries des Frhrn. vo:. Wangenheim, des Fichrers des Bundes der Landwirte, ar. Dr. Böhme, hat dieser in einem offenen Brief wie folgt geantwortet : . „Wie Sie aus beigesugter Nummer der Korrespondenz Arritel 2 ersehen werben, habe ich bereits, bevor Ihr Schreiben erschien, Jl)rc Täligteil auf dem Gebiete der inneren Kolonisation aneriamu. Es geh: ferner daraus indirekt hervor, daß ich manche Vorgänge m der Bundes Politik darauf zuruckführe, daß Sie nicht mehr wie in früheren Jahren Ihre Arbeitskraft im vollen Umfange in den Dienst des Bundes der Landwirte stell-n. Bon einer Enteignung des gesamten Großgrundbesides ist in den Forderungen der Einsiedler nicht die Rede. Diber da.- allerdiligs dars ich wohl saaen: ein Großgrundbesitz, der sich nur mit slawischen Arbeitskräften halten kann, ha: keinen Anspruch darauf, von der Enteignung üerfebom zu bleiben. Man mag ein noch so entschiedener Freund des Privateigentums sein, ein Privateigentum, das aufrecht erl-alten wird auf Kosten der beutfdjcn Nalionalität, darf es nützt geben; das Interesse der Nationalität steht über dem 5-ntereffe des Einzelnen. In einer Zeit ferner, in der Zehn tausende von Landarbeitern und Bauernsöhnen vorhoiiden sind, die sehnsüchtig nach einem {leinen Besitz verlangen, erscheint es auch nicht unberechtigt, wenn aud) solche Besitzer, die gewohnheitsmäßig ihren Aufenthalt im Auslande nehmen, die in Icitrem persönlichen Zusammenhänge mit ihren Angestellten und Arbeitern stehen, unter Umständen enteignet werden. Das ist meine Anschauung, unb id; kann sagen, diesen Standpunkt habe ich von jeher vertreten. Auf Ihre Andeutungen und Prophezeiungen über meine Zukunft einzugehen, lehne ich ab. Ich bebau ere es lebhaft, daß diese Art der Polemik sich ein qjtamt zu eigen macht, der eigentlich nach seiner aanym Stellung und Vergangenheit auf einer etwas höheren Warte stehen sollte." Wir hoffen, daß diese Brieffehde nun zu Ende ist. Es scheint nichts dabei heranszukommen. Die Krifis im bayerischen Liberalismus. Die parteiamtliche „Nationallib. Korresp." schreibt: Der Führer der bayerischen Liberalen, DObgeorbueter Dr. Casselmann, hat ben Vorsitz tu bem Zentralaus- fd)uffe niebergelegt. Das ist keine persönliche Frage, sondern ein 2lkt von weittragender politischer Bedeutung. Seit einigen Jahren sind sämtliche liberale Parteien, die Jungliberalen und die mterftakrionellen Kreisverbäude in einer" im großen Ganzen gut funktionierenden Gesamtorganisation zusammengefaßt. Tem Llbg. Dr. Easselmann ist es in erster Linie zu verdanken, daß sick) die Einigung in Bayern vollziehen liefe. Es waren nicht geringe Rei- buugsfiächen vorhanden. Jah-elana standen lid) die Par leien aegnerisch ober rivalisierend gegenüber. Binnen kurzem "war ein freundliches und offenes Verhältnis zwischen persönlich.___________ ' Muley hafiör Protest. Der gestern mitgeteilte Widerspruch des Sultans oon Marokko wegen des spanischen Vorgehens, bat btc Spamer m Verlegenheil aebmeht. Vielleicht sehen sie allmählich em, daß lie nur die Ge- ichäfte ber Franzosen besorgen. Wer wirb — ichemt je_&t bx- Hauptfrage zu sein — all bas Gelb zur Enbchadigung für die bisherigen Unternehmungen und Moitenaufroanbe antbnngcn Der Sultan vvn Marokko ist bekanntlich nicht reich' ^ ’eme fftme an die Mächte will, so kalkuliert em wanyches Blatt, vielleicht nur ber finanziellen Verantwortlichkeit vorbeugen. Dasselbe Blatt m"n^ ^ WnnVbieie Serant^räi-bteit indem es geltend machte, daß c» von ^men Lperattom. i Riffgebiet die Mächte aur dem Lautenden erholten habe^ -^as besagt jedoch garnichis. Wenn Spanien em Jntereße mi dem militärischen Vorgehen hatte, mag es auch bas Aeld l«tur aut bringen. Die marokkanische Regierung nnrb schlienlich einmal an ber Grenze der Leistunastähigkelt.^^komnien sein, und e liegt im Interesse der m Marokko lebenden Europäer, MB Da» marokkanische Staatswesen auch in nnanziell geordnete Verhal. ^ftrib, 21. Sept. Ministerpräsident Maura erklärte, die Protestnote des Sultans von Marollo habe kerne »e beutunn angesichts der Tatsachen, Svamen veranlaßren, so vvrzugehen, wie es tue. Er sei der Ansicht daß es Uch ledig lich um einen bedeutungslosen Vorgang hcmdeie. Tanger, 21. Sept. Der spannche Geiandte for berte von El Guebbas, daß er rote ftnotc über Me Ereignisse im Riff zurück ziehe. §l Guebbas g®*» sei unmöglich, dem ausdrücklichen Befehle desv. h i-.e Febrt Überaus glänzend verlaufen: das Luftschiff hat nicht den geringsten Schaden erlitten. Es würbe alsdann in die Halle gebracht- Morgen früh wird bte Fahrt nach Friedrichshafen fottgefetzt. Tit Zeit der Abfalwt ist noch nicht bestimmt. Frankfurt a. M., 21 Sept Z. III wird Voraussicht lidi morgen früh 8 Uhr zur Deiterfahrl nach Friedrichshafen iaufstehwn Die Ausstellung ist aus diesem Anlaß bereux ,nm 6 Uhr früh geöffnet Die Rückreise nach Friedrichkhafeu. Frankfurt a. M . 22 Sept Z III unrb voraus sichtlich nder Heidelberg, Tübingen. Reutlingen, Sgpna ringen nach Friedrict^yafni fahren Frankfurt a M, 22 Sept Cat' Luftschisi Z. III ist um 9.45 Uhr Mr Fahrt nach Friedrichshafen uufge - stiegen R B D a r m ft a b t. 22 Sept Z. III pasiierte. burd) Glockengelänte und lebhafte Zurufe begrüßt, um 10 15 Uh: unsere Stabt und nahm bic Rtchnmg nach her Berg st r a ße 21u* f’iaC't un ’ö. Gießen, 22. September 1909. * Ein neuer Roman erscheint von heute ab in den Gießener Familienblättern. Wir machen unsere Lesennner und Leser um so nachdrücklicher darauf ausinrrksam. alt »Rhein landstöchter* von Clara Viebig nicht allen em sehr spannender, sondern ouch literarisch sehr nxrtDcUn Roman der geschätzten und bekannten SchrätNellerm iü. • - Von der russischen Kaiserin. Anläßlich dei von verschiedenen Zeitungen übernommenen Mitte,lunger über den Gesundheitszustand der Kallerin oon Rußland wird der #Tarmü. Ztg * von unterrichteter Serie qrfd)ncben, da» van einem Frauenleiden del der Kaisenn Nicht die Rede Ni Ihr aNgememer GefundheitSzustand hat vielmehr durch bir schiveirn RervenerfchüUerungen der letzten Jahre ivesrnllich gelitten. - LandeSuniversitÜt. S K. H. der Großberzog haben den atißrrordentlichrn Professor an der UnionfUä. Rostock Dr. Karl Watzinger zum ordenU. Profrfior m bei phstos. .^akiiltät bec Vanöfai »Präsidenten bei diesem Geruh: v nennt. — Der neue Präsident deS Cbcrlan bergen dn# wirb un Covernder «1 Fahre alt Er wurde al. Lohn des ^ledefelschen Forsrinspektors fullmamt zu Engel rod bei Ulria-i'mr geboren und wurde nach Bollendung seiner junsti- 'xn 3:ubten Am »richter in Seligenstadt. 188* wurde ec elf solcher narb Gießen versetzt. 18W Landgerichts rat in '•irpcn. 1897 Überlandesgenchtx-rat zn Darmstadt, 1OJ Präsident des Landgerichts tn Gießen und im Mar; 1908 Senaisprüsibrnt am Qberlande'gcmcht. — Der neue Senats- Präsident Keller ist 58 Fahre alt Er stammt au» Rhein- Hessen unb machte 1872—1874 feine juristischen Examen 1877 erhielt er seine erste Anstellung in Mrinz, 1879 wurde rr Landrichter, 1*00 LanbgerichtSrat unb 180.» Oberlandes '^richlSrat Er war lange Fahre Borsitzerrder de- hessisckten >iichtervereins unb gibt helfen Zeitschrift .Hessische Rechtsprechung" heraus. •• Best BeigeorbneteL &. • H ber Groß- hertz-g haben den Ereisamtmaim bei dem KreiSaml Heppenheim Rub Müller aus sein Rachsuchen mit Wir- lang vom Tage seiner Einführung in ben Dienst alS Beigeordneter der Stadl Darmstadt au» dem Staatsdienst entlassen und ibn al* bewlbeien Beigeordneten her Haupt- unb Residenzstadt Darmstadt bestätigt. — Ein früherer Landtagsabgeordneter f. In Kreumach. wo er seit einigen Jahren lebte, starb dieser Doge der srühere LandtagSabgeorbnete Bürgermeister Michel von Ren-Bamberg. Er vertrat von 1887 bi# 1893 den dritten rheinhesslschen Wahlkreis Wöllstein-Alzep al« nationadibrralrr Abgeordneter. Da« Ableben de« in weiteren Kren'en beliebten Mannes gestaltete sich sehr tragisch. Seme Gattin, mit der er während eines Menschenalters in glücklichster Ehe selebt halte, starb plötzlich nach einer schweren Operation. Fhm. der selbst totkrank war. muhte.diese Schreckensbotschaft übernnttelt werden; seit dieser Zeit nahm er keine Nahrung mehr zu sich. Noch ehe die kühle Erde ben Sarg ber Gattin deckle, hatte auch der Mann vollendet. ee Triebwagen in Oberhessen. Don der preußisch- hessischen Edenbahnverwaltung sind 33 Triebwagen in Auftrag gegeben worben, von denen einige für die 21recken Gießen — Nidda unb Hungen — Friedberg bestimmt sind. •• K on f crenz der hessischen BergwerkSbe- tricbsleitcr. Die am 17. c>. Mrs in Frankfurt aM abgelmltenc Betriedsleiterlonferenz biad)te als ersten Punkt der Tagesorbnung einen Dortrag des Direktors Schiff- m a n n - Hungen Über feine geologischen Untersuchungen von H e t r o l c u m n o r I o m m e n auf Sumatra Fn an- »Maulichcr Schilbcrung berichtete bei Boriragende zunächst über bic geolog.sdwn Grundlagen und die Art des Bor- lominens des Erdöls, das er vor Fuhren dort weiter erschlossen unb untersucht hat Sowohl diese geologischen und technischen Mitteilungen, wie auch die daran anfd)lic6i‘u- den allgemeinen EröNerungcn über bic Arbeitsweise bei solchen Aufgaben in unkultiviertcu Ländern, besonder» bic lleberwindung ber mannigfachen Hindernisse, bic bae> Klima, die Vegetation, bic Tierwelt und nicht zuletzt auch die Bevölkerung in solchen Gegenden bereiten, fanden aklseiligcs reges Firtcrefse. Sooann gab Bergrat Kölrid» eine llebcrsidü unh Erläuterung her Bestimmungen über die Betriebspläne beim Bergbau und den flleidi^uartitcn- den Betrieben. Die Bestimmungen liegen zum grönten Teil schon in gedruckter Form vor Einige neuerdings notwendig geworbene Ergänzungen werden bei Neuauslage berücksichtigt werben. Die Versammlung nahm eins:weilen davon Kenntnis. - Weitere Ekgeuftände der Vcrhandlung waren bic Besprechung von Aenderimaen der Lohnfta- tistik, bic im ivesentlichen ben Wunsch nach deutlicherer Erläuterung einzelner Fragen des Fragebogens unb nach Vercinsachung Desselben erkennen ließ, und die Besprechung der neuesten Fachliteratur. Fm Anschluß hieran würbe als erwünscht bezeichnet, daß her Fnhalt der tCweils vor- licgeirben Nummern schon in der Einladung zur Konferenz angegeben werbe, damit ben einzeluen Fnteresfeilteu fchon vorher die MöiZichkcü gegeben sei. sich bic speziell mtcr- efficrcnben Aufsätze uor.uimcrfrn Besondere Beachtung fanden mehrere Entscheidungen auS dem G-Hiet der Unfall- Verhütung und Unfallversicherung. Nah einigen kie ne en weiteren Mitteilungen und Anfragen ichloß die Versammlung. an ber auch eine Anzahl von (Haften mit fichllichem Fntercssc teilflcuommen hatten. Tie nächste Konferenz findet voraussichtlich am 27. Nov in Gießen statt ** Dom Manöver Tie Hessen haben am Wloniag unb Dienstag wieder zwei stramme Ta« qedabt Am Msntaq begamr der iweite Teck mit folgender Jhuaelaaf: ..Eine rote Armee bat im Doemarich gegen eine blaue Armee. H-- bei cwarn unb Laasode eingetroisen iü. die Vabn bei Weslar unb Weilburg erreicht " Für bte blaue Partei galt es. der Vormarsch gegen Koblenz als linke» Senenbetachement >u verhindern T,e Drubpen brachen Monrag früh au» ihren Cuarhneu auf Der T vnioaS- ftab hatte in Westerburg gelegen, der Stad der 49 Drigade iu Marienburg, der jO. Brigade in Wcßerdurg Das G. -ch« nir- wann sich wieder »wuchen R-nncrob Höbe. Dreisdach un> Vetter- bürg Tie bewaldeten Höhen mit den tirint Virientäleen boten rin schönes Feld |um Aufmarsch unb zur Okifdx» ruroirflung Fn dem Gelände wurde am Abend Ritual de zogen Die grohoi •'AonbPfrproPMntämirT .ode:iadteilUN.i m Westerburg. Ga Traionrr in Stad! bösen. Vinnen. 61 er Artillerie Hellen da bn. Pv:iun. die Mai'ch'nengewedrabie,luna in Puichen unb Stockum Dre rote Partei baue tum Führer flkneralmaioi Ravoeri bte blaue L der st Riedel Am DtenStaq wurde da» Gefecht rmtba au’aeurmmen. Tie Fudrun, ging für Blau an Cbctü Hutter, für Rot an Oder st von Vöckmann über Siebet wurde de, Westerburg gekömvii und abend» in» Biwak gerückt Der G r o ß - vr. ’-nb m um.ben Manövern be-.iunebnen — Sa brr 21 Dtvt'ien eriönte t*euie ,um lewrnwäl da» Signal Ta» Ggn»e Halt Am Montag ■'.irb* aer^mrt: ba Lcbwaldach und Jin»hr*rn. 8 Jhtomrtri »udUch Wetzlar auf den Ho»-n bH Netzbache» I<» »riech: w» i«d von Schmalbach in ber Richteing nach Okrimt bei vor Rechten dach Rot stand mit der Ma'chinrngeWeßeabreilNNg »errft bei Rei»kiechen. rnibe aber auf Weib nheuien unb zuletz: a«f Rechten dach »urückgeschlagen unh dewg bei L^yllinbrr! Biwak, bte P-r vottcn dei Rechtendach Blau war Km Beaunfet» inb Bonbaden angerückt nnb batte he» iGegner nach hefriOem ’Ärtdkrielamp*. in den auch bte Fußanitter, Ne 3 ringnh. zw-im«l ;urid- ♦1 Biwa' Tm Ad'dUuf de» düdete o - D en»caq rt» «riecht der t’ana i’x’tt# Ror r.b:ir Cbevi Sibert ¥rni »o SchleSwta Holstein, bte Naue Panei Cberw i3riebti<6 Karl 'Etici von Heilen Auch deffen Gemahlin »rillt an der Seite M Ttp..üon*.Tmrtci5 Lerantz Grieche «» war etn o tzerorvenui« gunmge» Meran«. w bem .ch der jtampf «Mnriif. "vriugl.ch ngreie et in» z« b-ckten Animarich ber br.frM San en un? zum ärtiUrne -®N Um b Uhr rndle bte rott fort ei von Lutzrilinhen durch ^-i.-Wen- Xinbcu unb besetzte westlich brr Matrnrrierbaß» nnb br- 3te»|. nn Straße bic Höhen jul unb 214 bei VenaAMa» G, ritt für Rt. die 'a.nweietfcabu »weck» Munitecr»»,',ht w 'n btr lichrnng nach TornK. ibauien. der rechte lehnte sich an Gtstzr,. finben Um 9 Uhr eröffnete die 63er Ar Urne den Kamps #rwi die blaue Artillerie. Ne ans der Höhe 227 westlich ' :enb nnb ben Anwanch brr Furantme deckte . - - dech« . rrrrien brianb «ich der Lire dach Fn voriürUche: Deck»», rfcdit btf Mene Fn'antene durch* Schw r ;dacht»lchen nnb »?«hrt|ne vor Um bald 10 Ute traiea btt M er ein nnb entwickelte, g,e Schützenlinie löblich Hochelheim nnb an der Straße nach 2 E'-nS E» dauerte lange, bi» die Regimenter 80 nnb 166 ans echte» Flüge! Mit 1 f-hun »»rnat-ch übrr Dorn hol »hansiri anrosten war n Auch Vit Artillerie eilte tetzl alloU «7er; 7 4'» Uhr 2 und 3 Bataillon 87er: 83> Uhr I unb tzlar um den 166ern, 8"em, FußartiUerte Nr 3 Mainz und 9» l a r um I Uhr, 4 45. 5 52, 6 P> unb 8 43 Uhr Fn Lauf. Gön s gingen zwei Miluar-uge ab: 4 10 Uhr der tag bet 8>er und 1 unb 2 Bataillon >.*r; <1.25 Uhr her Lus oer 0.3er Artillerie unb 3. B-itaillon 88er •• Etadttheater. Die besonderen DergÜnstigungru. die dieses Jahr den Abonnenten jiifaQm, dürften noch manche» urrnnlafifn. sich für ein Abonnement zu melden. Dir ich - früher mitgeteilt, wird die Tirektion bet Gastspielen, lometz die Zusinnmung der Säfte zn erlangen ist, für d,e '.l.-onncalcr eine befondere Ermäßigung rintrckn lassen. Zu diesem .pveck iverden bei Aufgabe der 2lbonnement«block» beionbert ÄtiyjTi bciflcgebcn, deren Dorioeisung zu der Ennäßigunq b.rechiiu An vastspielen sind vorläufig vorgesehen em Ensemdle-Ge. iviel nut Frau Hosschauspieletin Luise ^Billig, bat Oabt*.. d Ammzto» Schauspiel ,S!oeonda' bringt. Gastspiele von Frm Irene Drusch. William Bülltr und Emanuel 6todi>jufm l’.ntcrhonblungrn über iveilere Engagement» schioedcn nach ee Besitzwechsel. Stadtverordneter Winn onfmfu feine Hafte.te auf dem Seltcrtiveg Nr. 77 für 3M 500 1” an den Goldardeiter und Juwelier Herrn W«th. Reu ch hei. Anstelle des alten Hause» soll so bald wie nur irgend m - l»ct> ein moderne» Geschäftshaus errichtet werde». A-ch Vollendung dieses Neubaues ist der obere Seltcesntetz (Ho her Löwengasie dis zur Süd-Anlage) bis auf drei Lieg," ichaslen al» vollständig ousgedant anzufehen. Be, dem Hassia-VezirkspteiGschteßcn ae Sonntag erhielt noch, wie auf Wunsch nachgetragen ser, »4 ber Dreisschribe R. Haupt» Gießen den 5. Preis ms 51 Ringen. ? Lanq-Gons, 22. Sept. Sestern würbe bin M Fnf.-Negt 88 nachm. 4 unb 6 Uhr verladen Die al» Mannschaften begruben ihre Löffel usw. Tie Musik speck», die Einwohner oon hier unb Umgegend hatten sich emnefunben. Große Freude erregte es. als Zeppeli» IIL unsere Gegend überflog; nut Hurrarufen wurde er begrßht Gegenwärtig haben wir das Artillene-Regimertt 63 » Cuodiec. da» heute einen Ruhetag bat. R L den hause» o b. Lda . 20 6tvt Heute »riert» Mm Schweitzer fein 50|d br ige» XunüiubiUam x.« 8 Ub'u.i brachte idx*n anr grvs^- Anmdl Lehrer unb Ort .iui>daT» nut Um • *11 Uhr m4ren Schulra: llnxtebe* au« c^eßen. verschiedene Lehrer und Fenmbr brt ,"h Hart •» bnn unteren Vumbataf. Am norm cdrjINeir bat em 'öajnbvf liegt. ?arben sich urmnidxn all- .Vxttc .wtnw Hier würbe der Zug aukteUdll. brr ben Jubilar unter inreft*» Okläutr zur Kirche biadxr. wofeldst iKuiiesou-Wst üar:fand Tel schöne, im vorige» 3ab < neu bergerichene hpttrabau* Oa» test «rüntzen »nb t*trianbö! vorn ben Lchvlkmorr» schmückt tm. wer über füllt Tr titemnnbr sonq (fort Lieder, bte C r x *«* BOR dem lunrren So hm Ort LedrerS Schwei her. brr tn .rranfiurt 'st. arivielt Der reherr.ufangvereni trag «■ Lms vor Ter Ctitgcinltrfr Pfarrer Jtabmau b-'U nw x» brw Jubtlat unb die or.nnbr ^dri und schisß k muldrvo?,' darr. Nun degade» sich alle 'Sroonaibrw (M WM Schulhau«. wo brr aruhent-x Schulssai tm 'Jht r - - mer Hier sprach Schulrat tleieidimibr er richtete brri r Vor» (anaiäbngai N»' »oöcrtn sprach Lehrer Adam aw« Ab - - •• „nb überriMr ft» ben LVbirr» pest,riete» Bild 3riu# al» Lehrer .xrxriln* Bswgrrmeister Lang über-ad tm Ramm brr OcenxN - »er Sri ri ba» Iobchrr unter bestem Dank für bv trra -rieistete» Tvnste ta Schule unb t*rr- 3Xbr Auch ber obevitt Schöler «nb d» erreichten tm ‘Kamm trrr Bkilschstler Lehrer inr-, fttfbrt Der I »diIar brtra: h errat dra mst rtume» ; nb ^'tUtethra -r* -richmückte» Katheder jr.b IfM «Nra An^ei-.oen hertuh-n lauf au» Mit brr cHärene» ...rt •Ml’6 hier btr 'tti'r Um 1 Ude v^rmamteftE sich »mac'ahr 101» Beriowni !«■ Fe stesse« bn ffV-r-r? Tn WOK faemr Sani wer mm 3:-.r-wn*> herrlich -eschmstm- Mu dem 3me 1.12 Ubr traf Grdnmerc: Tx Br >n ni »r träte der rn-mxriamsdng uu. daß S ri H ber Vrrr«..vnr : bre rirbäar bc^ üu:^rftaij 2 Vta -< des innrihmhraB br* Großnrät^-n vrlwbr» un» üderenckUc <♦ .xn rxire Be^ fall aikr Awrrinchra Er btrlt ioöann ruv irüberr An proste, m der er äfcrr bw wert vnpvn-rr Tdhglrd be« Fodsars W bn al« echten Vasrrla.ir-»»rran> idyub :ie urJ» mit ftütag •eV sreommensn Hoch auf 6 tt ben Leiser uab c Erschtverungen. (Lebhafter Beifall.) An den Vortrag knüpfte sich eine lebhafte Debatte, worauf der Vorsitzende die Versammlung mit Dankeswvrten schloß. 10 Schachteln 15 Pfg. so lange Vorrat bet: >4088 Keors Wallenfels iUarft 21, vis-ä-vis d. Engcl-Av- NB. Die Sünbbohiteuer beträgt vom 1. Cttober an per zehn Schachteln 15 Pfg. Sie Ihren Bedarf in Möbeln und Wohnungs- Einrichtungen decken, besichtigen Sic meine Lokalitäten. Sie werden eine grosse Auswahl in modern. 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Der Ziedncr bespricht die Zollsätze des neuen Tarifs, bezweifelt aber, ob seine Herabsetzungen dem deutschen Import erheblich zu gute kommen werden. Auch der Verein bcutjd)cr Maschinenbauanstalten erkläre, das; abzuwarten sei, ob nicht die Erleichterungen durch die Bestinmrungen über die Feststellung des Wertes wieder zu Nichte gemacht werden. In vielen Fällen könne überhaupt erst die Praxis Licht in die Zvllvcränderungcn bringen, weil anscheinend absichtlich Wertzölle in spezifische Zölle lange» waichclt seien. Die Herabsetzungen zeigten im ganzen, daß große Vorteile der Eisen- und Stahlindustrie, soweit sie Roh> stoffe und halbfertige Ware herstellt, geboten worden sind, nicht mstrdcr der großen chemischen Industrie Deutschlands, weniger der Mcincisenindustrie, die zum Teil mit sehr erheblichen Erschwerungen zu rechnen ljabc. Im ganzen sei bei Fertigwaren nach dem Grund- satzc verfahren worden, Herabsetzungen eintreten zu lassen, wo teilte Gefahr ausländischer Einfuhr vorzulicgcn schien, Erhöhimgen dagegen mit der Wirkung eines Einfuhrverbotes für solche Waren, die bisl)er in großen Mengen nach der Union gingen. Taft mag sich also noch jo schön herausreden, der amerikanische Konsument werde unter allen Umständen der (fk prellte sein. Tie für Verletzungen der Markierungsvorschriften angesctzten Strafen seien direkt drakonisch. Der amerikanische Bund dec Industriellen hat einen Einfluß aus die Zollgeselvgebimg gewonnen, ben wir in Deutschland infolge der Vornehmheit, der Gleichgültigkeit und Uncrsahrenheit der deutschen Industriellen immer noch nicht er- reictwn .kcnrnten. Was die Mittel der Abwehr anlange, so werde zunächst die beutidje Industrie gegenüber dem Paynctarif einig und geschlossen aufzutreten haben. Daun aber werde es Saclie der Regierung sein, durch ein Handelsabkommen die an Unaus- ührbarkeit grenzenden Härten der Tarifbesttmmungen zu be eiligen, zum mindesten aber hie erforderlichen Uebergangs-Be- timmungen zu vereinbaren. Bei einem Zollkriege wären wir gesetzmäßig schon durch unsere tarifarischen Besttmnmngen gegen- Kaufmännischer Verein Samstag, 2. Oktober, abends 8 Ehr Stiftungsfest in Steins Barten. Wünsche für Einladungen sind bis spätestens den 25. d. Mts. schriftlich einzureichen. » Der Vorstand. Meine Tagcschronik. Aus München wird gemeldet: Der Dichter und Schriftsteller Professor Georg Scherer, der bis 1881 Professor an der Kunstschule in Stuttgart war und seitdem in München lebte, ist am 21. September gestorben. In der österreichischen Station Mellbrunn der elektrischen Lokalbahn Salzburg-Berchtesgaden sind am Montag zwei Züge zusam menge st oben, wobei zwei Zugbeamte und eine Lln- zM Reisende leichte Verletzungen erlitten. Griginal-Drahtmeldurigeti. London, 22. Sept. Im Unterhaus richtete Sunt* m er bell (Arbeiterpartei) an den ParlamentSuuterselretär Seeth die Anfrage, ob er wisse, daß die dLgic ang von Transvaal einen kleinen Ausschuß ernannte, welche Westfalen besuchen soll, um festzustellen, ob unter den in den Kohlenbergwerken bcsck^tigten. A r b e 11 e r n sich Leute befinden, die für die T r a n s v a a l b e r g - werke sich eignen. Summerbcll fragte ferner an, ob gegenwärtig md)t ut Transvaal Hunderte von tüchtigen Bergarbeitern ohne Stellung seien und wenn dem so sei, ob Seely bei der Transvaalregierung in dieser Angelegenheit entsprechende Vorstellungen erheben werde. S e c 11) erwiderte, er habe keine Mitteilung von der Ernennung irgend einer tilommission für den genannten Zweck, er werde je-« doch die Sache untersuchen. Melbourne, 22. Sept. Im Bundesparlament brachte ljeitte der Verteidigungsminister die Verteidigungsvorlage ein, welche die Aufstellung eines Geschwaders, das im Stillen Ozean Dienst machen soll, Vorsicht. Dieses Geschwader wird aus einem Panzerkreuzer vom Indomitablctup bestehen, aus drei ungesckstitzten streuzern. G TorPedobootszerstörern und drei Unterseebooten unb eine Bedienung von 2300 Mann austveisen. Die Vorlage stellt weiter den Plan einer obligatorischen! Dienstpflicht auf, welche, wie der Minister sagt, eventuell 260000 gut ausgebildete Soldaten als eine kriegsbereite Streit' macht scljassen soll, während für die Reserve 115 000 Mann zur Verfügung sein sollen. Die veranschlagten .stuften für das gesamte Militär- und Marineprogramm werden auf jährlich 2^s Millionen Pfund Sterling gcscluitzt. Tausendfach bewährte Nahrung bei: Brechdurchfall, -Kindermehl Diarrhöe, ■Krankenkoii Darmkatarrh, etc. iu r?I '«ilÖ’" (U I ! 22? I e“l2ent?^^"teriesaivn,^ I U'nengeivehi^;! uufiartilicrie rLM »anal „Ä, frl •* <5 Ll Hebung. enter 87 81 hj^l ■ abgespeist zu ul der Seltershö^ • iiahlreiche Zulck»! : unteren militätr-r n,9 übten die po'k-l nnt allen seinen gflJ erließen unsere M ».«• Jnfaiitenc-Ao-I trllerie-Bfigade, beet] ’ das Jnsanterit4 l *; 6.40 u^r berStdiJ und das 1. MxJ n 87er; 8.25 Uhr i I tärzüge von Wchl: I on bei Gastspielen, i:: ;en ist, für die Slbonnr? lassen. Zu diesem A ,tsblocks besondere Üi. >er Ennästigung berkch: ^sehen ein Gnfeinble<; nise Willig, dnS Ih- ringt, Gastspiele von j> d Emanuel Ww gemeuts sch!vcbcn r.:i ndneter Winn wrf» Ar. 11 für 38 Mi Herrn MH. Neuich i >ald wie nur irgend r; | errichtet werden. J ier obere SelterSiveg i ige) bis aus drei anzusehen. irlspreistchießei mich nachgetragen l ‘ Kroßhor-og schloß^ Werter iprach Schulrat Kleinschmidt über bcn Iubllar als Schulmann Lehrer Dörr von der Hennat des Jubilars, des schönen Lumdatales. Lehrer Eisfelder von Reis- kirckcu sprach über die Gemeinde und die außerdienstliche Tätigkeit dcs Jubilars in humorvoller Weise. Lehrer Zug ler toastete aus bic rlreisschutkommission, Lehrer Wolf von Bersrod ritt den Pegasus. Herr Luley von Gießen feierte Herrn Schweitzer im Namen der nationalliberalen Partei, als Partei- und Vaterlands freund. Frau Ferretty von Frankfurt gedachte der Lebensgefährtin des Jubilars und brachte ein Host) auf sie aus. Während und nad) dem Esfen^konzertierte eine kleine Kapelle aus Frankfurt unter Leitung des Schweitzer jr. Am Abend wurde dem Jubilar uon dem Gesangverein, dessen Ehrenmitglied er ist, vom Krieger verein, sowie der ganzen Gemeinde ein schöner Fackelzug gebracht. Dec Gesangverein sang unter Leitung des Lehrers Zügler das trieb: „Gott grüße dich!" Hierauf hielt der Vorsitzende der beiden Vereine eine kurze Auspraä)e an den Jubilar und seine Gattin, -jizidjbem Herr Schweitzer seinen Dank ausgesprochen und der Perem noch ein Lied gelungen hatte, wurde die Feier in den beiden Wirtschaften bei einem kleinen Tänzchen gesäflossen. -- Nidda, 21. Sept. Nur noch wenige Tage trennen uns ron unserer Bezirks-Ackerbau- und O b st a u s st e l l » n g. Zahlreich sind schon die Anmeldungen dazu eingelaufen. Die verschiedenen Ausschüsse treffen die notwendigen Vorbereitungen, Damit die Ausstellung wohlgelungen und interessant wird. So ist die schönste Aussicht vorhanden, daß jeder Besucher die Anstellung befriedigt verlassen wird. Der Landwirtschaftskammer^ .'lusschuß und Oberhessische Obstbauverein werden unterstützt durch eine örtliche Äusstellungsleitung, an deren Spitze Kreisrat Böcl- nann in Büdingen steht. Der Samstag-Vormittag ist für die Zreisverteilung Vorbehalten. Nach einem gemeinsamen Mittag- !,'sen findet die Eröffnung der Ausstellung in Krafts Saalbau tatt. Darnach ist die Ausstellung am Samstag und Sonntag ür jedermann zugänglich. Ein Saatgutmarkt ist mit der Austeilung verbunden, auf dem Proben von Saatgut aus den Saatmustellen der Landwirtschaftskammer ausgestellt sind. Sonntag rachmittag findet ein Vortrag des Privatdozenten Dr. Slecberger ms Gießen statt. Für den Obstbauzüchter wird die Ausstellung besonders belehrend sein. Weiter sind Verkaufsmuster für die um den Obstzüchtem als lieferbar bezeichneten Mengen ausgestellt.. Die Damen wird die Ausstellung der Obst- und Gemüse-Kow- crven besonders freuen. —, Bad Nauheim, 21. Sept. Der 30000. Kurgast wurde gestern angemeldet. ES ist Frau Ingenieur Martha Pohl auS Hamburg. Im vergangenen Jahre tonnte erst am 23. Oktober der 30 000. Kurgast registriert werden. Die Frequenz weist bis gestern ein Mehr von 962 Personen auf. w. Fran kfurt a. M., 21. Sept. Die Stahtber» »rdnetenversammlung stimmte heute dem Vor^ ßchlage des Magistrats zu, die Talon ft euer auf die Stabt =u übernehmen, beschloß aber zugleiü), sich mit den anberen Städten in Verbindung zu setzeir, um durch gemeinsmne Schritte dal)in zu wirken, das; durch Abänderung des Ge- Ketzes die Städte von der Talonsteuer befreit würden. — Der Lenkballon „Clouth" unternahm heute nachmittag Line Fahrt nad) Kronberg, um sich um den von der Stadt Kronberg ausgesetzten Preis zu bewerben. Nach halb- siündiger glatter Fmaan. Biograph mobernet Lichtbild»Theater Ploc^ftratzc 1 2 Ploclstraste 12 AW^ Nur drei Tage. '^Kl Napoleon I. em historischer Kunsistlm, unerreicht m Ausstattung u. Handlung. Lange des Atlms 780 m. epieldauer satt eine Stunde. 1. Teil. Aufftie- jur Macht. Bonaparte bei der Belagerung von Toulon. Noo. 1793 — Schlacht bei Areale, 91oo. 1796 — Feldzug nach Aegypten — Uederqonq Ober den St. Bernhardt 1799 — Ein Sommer» sest im Schlosse von Maljpaison 1800 — Die Krönung in Notre-Tame — Austerlitz 1806 — Regensburg 1809. 2. Teil. Napoleons Sturz. Der Sturz des Adlers — September 1812 — Der Brand von Moskau. ferner: Lehmann zwischen Zölibat und (K>e, humoristisch. Müdfebr von der Dorade, Militär. Schauspiel. Ende eine« Tyrannen, Drama. z «ie man Akrobat wird, humoristisch. Spielschuld, Tragödie. Gewöhnliche Preise: 1. Platz 70 Psg., 2. Platz 60 Psg., 3. Platz 30 Pfg. Kinder und Militär ohne Charge die Hälfte. Zuschneide - Lehranstalt Kaiser • Allee 14 a. Gründliche Anflhlldang im Maaanehmen, Mueter- geichnen, Zaachneiden und Anfertigung von Kostümen aller Art, Kinderkleidern. Hauskleidern uxw. Anmeldungen nehme jederzeit entgegen. 06945 Lina Petri, gepr. Lehrerin. *Tmc zur Austschuttiina kommende * aii»qelaaerie OolAtoollr au» rund 180> *c trobfarfrii wird ramMaa den *z:>. b. 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