Zweites Blatt Samstag 2 l. August 1909 Nr. 195 Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntags. icderzeit eiutreten. Die Gedenkfeier in Mar8 la Tour. Verlauf und Automobile als Thing gebaut, darf man an den oder amerikanischer 159. Jahrgang mindern würde. Hier dagegen herrscht die zielbewußte Arbeit. Man muß nur sehen, wie auf Monuntmito und ohne Gnade hier ganze Straßenzüge um viele Meter zurückgesetzt werden, um große, breite Avenuen zu schaffen, wie sorgsam sic dann mit Bäumen diplomatischen Vertretern eingeleitct und durchgcführt tourbe. Aus der Rede des deutschen Majors von Zedlitz Heden die Blätter die ritterliche Huldigung vor Den gefallenen tapferen französischen Kämpfern hervor. Die deutschen Offiziere haben auch an dem französischen Nationaldcnkmal bei Mars la Tour einen toanz nicdergelegt. Von den deutschen Teilnehmern an der Gedentjeier von Mars la Tour wird ebenfalls bestätigt, daß die französischen Behörden alles getan hätten, um dem Vorgang einen würdigen Verlauf zu sichern. Auch die Haltung der französischen Bevölkerung war durchaus sympathisch. Die deutschen Teilnehmer kehrten mit den besten Eindrücken nach Deutschland zurück. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universuats - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerer: Schul- straße 7. Expeditton und Verlag: es^5L öiebaftiorcea® 112. Teü-Adr^ AnzetgerEteßen. etwa hundert englischen Quadratmeilen. Aber nicht dühalv nannte tch Tokio eine „kommende si>tabt". Das Ende der Kretaytreites. In der Antwort Griechenlands auf die letzte Note der Pforte wird lebhaftes Bedauern darüber ausgedrückt, daß bic Türkei - selbst nach der ersten Antwort aus ihren Beschwerden über die Haltung Griechenlands in Rumelien und teta beharre. Sicherlich habe die Anarchie, die seit langem Rumelien verwüste, mancherlei Mißverständnisse veranlaßt. Griechenland beklage mehr als irgend jemand die Bewegung, die die verschiedenen Völker dezimiere und ruiniere. Daher bemühte sich Griechenland, seit der neue Stand der Dinge die Wiederherstellung der Ordnung hoffen ließ, die Aufgabe der Türkei zu erleichtern. Die von Griechen- Die „Eteßener Familienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Wenn man jeßt Tokio durchstreift, findet man es ziemlich frei von Globetrottern. Das wiegt die Hitze wieder -auf, niart kann sich in Ruhe all dem Schönen hingcben, das bxefe Mttlwncn- stadr birgt. Ein merkwürdig interessantes Gemych von Altem und Neuem smdet man da, vom alten, fremdenfeindlichen Md abgeschlosseneit rmd vom neuen, kulturoegierigen und nachahmungs • tüchtigen Japan. Wenn man sich aber überlegt, ob man Tokio als eine Großstadt oder als eine große Ansammlung von xon» .: häusertc betrachten will, so wird man sich sicherlich ^sürs erlte entscheiden. Denn Tokio ist eine „kommende Stadt", greine Ent- wicküma datiert erst aus den allerletzten Jahren. Im Jahre 1456 bepflanzt werden, wie jeder große Brand unter den Holzbaracken zu hygienischen und sanitär notwendigen Erweiterungen geschickt benutzt wird. In den wenigen Jahren ihres Bestehens hat sich die Elektrische ungeheuer ausgedehnt. Freilich, sie iit auch nötig. Die Entfernungen sind riesenhaft, wie Die ganze Stadt: Wagen öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht, und sind noch keine gelegt, die Straßenübergänge aus eisernen Trägern fehlen noch ganz, kurz, das Werk, das eine Verkchrsbelebung hätte sein sollen, ist bis jetzt nur ein Verkehrshindernis. Gebaut wird so gut wie gar nicht daran. Nur hat man eingedenk der eigent* lieben Bestimmung des ganzen in den Bogen einstweilen kümmerlich die Postverwaltung untergebracht und an einer Stelle in Baracken hoch oben auf den Brückenbogen das abgebrannte Verkehrsministerium eingemietet. Ob das alles bis zum Jahre 1917 fertig wird, ist nocy sehr die Frage und ich fürchte fast, der japanische Nationalstvlz wird auch die bittere Pille einer zweiten Verschiebung der Weltausstellung schlucken müssen. Für Tokio selbst wird es kein Schaden sein. Eine Großstadt will auf guten Grund gebaut sein, das Hasten und Drängen hilft nichts. Tokios prachtvolle Parks inmitten der Stadt, seine zahlreichen Tempel mit ihren herrlichen Kunstschätzen aus alter Zeit, das stimmungsvolle alte Grab der 47 Ronins und andere Sehenswürdigkeiten find auch im Jahre 1925 noch da und alles andere tonn sich bis dahin nur verbessern. Die Fabriken um die Großstadt herum werden wachsen, die Industrie unb der Handel werden sich nach Tokio ziehen, Tokios Bummelstraße, die Ginza, wird noch 'verkehrsreicher und interessanter werden. 9iur eines wird ständig zurückgehen, foic es aus einer Zeit früherer Blüte schon heute ziemlich gesunken ist, Tokios berühmte Doshiwara, ein Riesenareal mit hoben Mauern umfriedet und nur durch ein Tor zu beschreiten. Drinnen sind Dutzende von mächtigen Bergnügungshäuscrn, in deren Parterreräumen, hinter hölzernen Gittern und vor hübschen Wandschirmen, schön gelackten Wänden und ihren unentbehrlichen Rauchtischchen, die öffentlichen Mädchen sitzen, so wie die Ware im Staun'oben ausliegt. Aber wie der Tiger in feinem Eifenkäsig, so laufen diese .üätzchen hinter ihren vergoldeten Gefängnissen hin und her und besehen sich ihre Besucher, die sie ihrerseits mit kritischen Kennermienen mustern. Nach europäischen Begriffen ein Sklavenmarkt schlimmster Sorte — die Mädchen verlafsen, nachdem sie von den Managern angekauft sind, die Poshiwara nicht vor 3—5 Jahren, wenn sie den Kaufpreis abverdient haben — hier wirkt es wie ein Ausschnitt aus einer Puppenstube, wird es als harmlose Selbstverständlichkeit aufgefaßt. Zum Sttldium japanischer Moralbegriffe und japanischen Volkslebens eine unerschöpfliche Fundgrube unter dem Einfluß ober wirtschaftlichen Depression, es ist grausam, solche Zusammenhänge konstatieren zu müssen, ein zurück- gehendes Geschäftsunternehmei'.. Mit dem Aushörcn des Heroen- Icbcns und dem Wachsen deS Jndioidualgefuhls finkt das allgemeine Vergnügungslokal, die Hoshiwara, und wächst das nächtliche Straßenleben in der inneren Stadl. Was da das bessere ist? Uno wenn die japanischen Studenten sich, heute über eine nationale Zurücksetzung beklagen, weil innen bei Poshiwarabesuch verboten: ist, während er ihren chinesischen Kollegen gestattet bleibt, (o kann man nur hoffen, daß auch Tokios Enttoickelung als Universitätsstadt die Herren auf andere Gedanken bringen wird. Inder Aofhiwara liegt jedenfalls Tokios Heck nicht. Diese Attraktion kann es verschmerzen, wenn cs Handel und Industrie dafür eintauscht. französischen Blätter aller Richtungen besprechen dem _________ der Enthüllungsfeier bei Mars la Xour in sehr sympathischen Ausdrücken, sie rühmen den Takt und die Diskretton, mit der die Angelegenheit von beiden Regierungen und ihren ! Bfldjlti emstehli ; hiifer, Sidieir Deutsches Reich. Ernennun gen. Zum Senatsprasidcarten des ObcrlandcS- gerichts Kassel wurde der Oberlandesgerichtsrat Stege mann (Celle) ernannt. — Anstelle des, zum Uitterstaatssekretär ernannten Negierungspräsidenten Schreiber wird der Regierungspräsident Kruse in Minden zum Präsidenten in Düsseldorf ernannt. n eine Tarne w | bl', men? I Aliaeb.ni.P.re«» nnjien Gie^MG MtM naeb. mit an den Gieir^M | in pachten :j -'Meders^M ebener j und 6indcr^ ist doch technisch gesprochen ein großes Dorf. Daran wird auch die Absicht des Magistrats nichts ändern, eine Steuer auf die großen Gärten inmitten der Stadt zu legen und dadurch einen engeren Bau zu veranlassen. Tokio hat ja große Gärten, aber es ist doch sehr fraglich, ob sie nicht besser und gesunder sind, als ein zu enger Stahlbau, auch wenn er die Entfernungen der- EL 'W t-AnskÖm? WuberChtnk Hott ^skunfts-AbtÄ Vereinigten ictive-lnstilute, S0th,R0lfi&h habe. Die „Nordd. Allg. Ztg." fährt fort: Zür ein bundeS- fr rundliches Zusammenwirken der deutschen Staats bahnen auf hem Gebiete des allgemeinen Berkehrsbettiebes wie jüngst bei der gemeinsamen Regelung der Verkehrsleitung im Güterverkehr und der gemeinsamen Benutzung der Betriebsmittel, wird Preußen Ausland. Deutsche und Tschechen. Infolge eines bevorstehenden tschechischen Truhfestes fand in Gablonz eine große anti- tschechische Demonstration statt. Die Tschechen warfen mit Steinen, wodurch eine Frau verletzt wurde, überfielen in entlegenen Gassen Deutsche und verletzten drei durch Messerstiche schwer. Zahlreick)e Tschechen wurden verhaftet. Die Slalthaltcrei hat die Abhaltung des tschechischen Festes untersagt. Der König v o n I t a 1 i e n hat das Schiedsrichteramt in einem Streite zwischen Frankreich und Mexiko angenommen. Es handelt sich um die Souveränität über die Insel Clipperton. Die Pariser Maurer sind in den Ausstand getreten. Man befürchtet ernste Zwischenfälle. Ter türkische M i n i ft c r r a t hat beschlossen, den Titel König der Bulgaren für König Ferdinand cni;uerkennen. Der Besuch des Sultans in Livadia ist definitiv ausgegeben werden. Der Sultan sendet nach 'Livadia zur Begrüßung des Zaren eine Spezialbotschaft unter der Führung von Muchlar Pascha, und besucht den Zaren während seines kurzen Aufenthaltes in Konstantinopel auf der Zarenjacht „Srandaro". Angeblich 'kommt der Sultan im nächsten Jahre nach Rußland. Ter Daily Telegraph läßt sich von einem in Madrid umlaufenden Gerücht telegraphieren, nach dem große gemein- scha ftliche Operationen Spaniens und Frankreichs in Marokko geplant sind, sobald die Riffkampagne vorüber ist. Beendeter Streitfall. Donnerstag wurde von bert Vertretern Chinas und Japans in Mukden ein Memorandum unterzeichnet, wodurch die (Streitigfeiten wegen der Antung - Mukden-Bahn praktisch als beendet betrachtet werden können. Den Bestimmungen gemäß sagt China der japanischen Regierung jeden Beistand bei dem Ausbau der Eisenbahn zu und zieht alle Einwände zurück. Die amtliche Mitteilung an die Mächte, in welcher über das Fortschreiten der Unterhandlungen ausführlich berichtet wird, soll ergehen. Das Befinden des Negus Menelik ist zufriedenstellend. (St empfing am Donnerstag aus Anlaß seines Namenstages das biplomattsche Korps. Wicklung batieri erst aus den allerletzten Jahren. <>m ^ahre 14ab hatte der Kriegsmann Ota Tökwan hier ernt Festung^ gebaut, deren strategischen Wert Japans berühmter Staatsmann Hideyochi rasch erkannte. Er ließ durch seinen General ^yeya|u das Kayell bei'e&en, und dieser verlegte, als er im Jahre 1603 jeibit . Durch das Vorgehen der Schudmächte auf Kreta sei die Spannung beseitigt. In der Niederholung der griechischen Flagge, sonne in der Meldung, daß die Konsuln der Schuymächte von der kretischen Regierung die formelle Zusicherung verlangt haben, daß die griechische Flaßge künftig nicht mehr gehisst iverde, sehe die Pforte eine Bürgschaft, daß die Sck)utzmächte die türkische Souveränität über Kreta vor fernerer Verletzung schützen werden. Dies sei für die türkische Regierung, die niemals kriegerische Venvicklungen erstrebt habe, sondern nur ihr Recht verteidigt, von entscheidender Bedeutung gewesen. Dccher sei es nicht die Schuld der Türkei, wenn die Lösung der Frage solange hingezogen werde. Bezüglich der kretischen Antwortnote wird erklärt, daß ihre Bedeutung für die türkische Regierung durch die inzwischen eingetretene Wendung der Lage in dcn £intergrunb getreten fet Der Inhalt der Note habe jedoch den allgemeinen Erwartungen entsprochen. Der Schriftemvechsel zwischen den beiden Regierungen ist damit wahrscheinlich beendet. Die Entscheidung hierüber werde jedoch erst in dem am Sonntag tagenden Minisderrat getroffen. Briefe aus Japan. Von Dr. Fritz Wertheimer. ÜI. Tokio. To kio, Mitte Juli. Die Japaner legen einen Eisblock auf einen Sckiabeapparat und schaben ihn zu einer seinen Masse, die sie in Glaser füllen, mit crwas Zitronen,asl mischen.und in ungeahnten Quantitäten allüberall in der Stadt vertilgen. Die Kultur ist raffinierter: Tie (Suroöäer legen das Eis in andere, gewähltere Flüssigkeiten. Tie Quantitäten sind dieselben. Ter Effekt, die fystematisch« Aufhetzung des Magens ist derselbe und natürlich ist auch der Er-und derselbe: 100 Grad Fahrenheit im Schatten! Freilich, wer Zeit und Geld Hal, erlebt das hier nicht. Mehr als in Europa treibt es die Leute hier hinauf ins Gebirge. Die Ministerien schließ:n pünktlich um 12 Uhr des Mittags und mehr ate dreimal wöchentlich kommt überhaupt fein Minister in sein Durean. Tie großen Firmen ahmen dieses gute Beispiel nach, so daß das geschäslliche Leben des Mittags ruhig stille stehl. Tas hält auch int August noch an und erst im September, wenn sich die Schulen wieder öffnen, erwacht Tokio von dem Hitzefchlaf. Regierung$f)ilfe für die llonservatioen? Tie „Königsb. Allg. Ztg." hatte dieser Tage von einem merkwürdigen Begebnis berichtet. In Gumbinnen war von R dortigen Kretsblatt (wie übrigens von anderen Kreislern auch) im redaktionellen Teil die Rede des Herrn )eydebrand veröffentlicht worden. Als dann aber, ul audiatur et altera pars, der Gumbinner nationalliberale Verein das bekannte Bülowinterview des „Hamb. Corr." dem fttei-?blatt als bezahlte Anlage beizufügen wünschte, ward solck)es vom zuständigen Herrn Landrat kurzweg verweigert. Das war merkwürdig und auffällig; aber es war rur Not immerhin noch zu erklären. Der Zar ist weit und Nowgorod ist groß: wir sind es nun einmal gewohnt, und haben's erst Dornt Jahr bei den preußischen Landtagswahlen so und so oft miianschen müssen, daß die Verwaltu g org mc in der Kreis- und Provinzialinstauz mitunter auf eigene Hand Politik machen und als eingeschworene und temperamentvolle Mitglieder und Agitalionschess der konservativen Partei und des ihr affiliierten Bundes der Landwirte sich den Teufel was um den Kurs scheren, der in Berlin von der Ministerialinsvanz oder gar von dem Herrn Reichskanzler gesteuert wird. Bedenklicher dünkt uns das andere Begebnis, das jetzt von konservativen und klerikalen Organen triumphierend an-5 Acht gezogen wird. Bedenklicher schon um deswillen, weil es hier schwer wird, die Zentrale von jeder Mitschuld frei» zusprecheu. Eine Korrespondenz, die wir nicht rennen, die aber, wie konservative Blätter schmunzelnd berichten, auf Beranlasfung der Regierung an die Kreisblätter versandt wird, veröffentlicht soeben einen giftgeschwottenen Artikel gegen die Liberalen. Der trägt die anmutige Ueberschrift .Hetze und Lügenspiel" und wiederholt in einem urwüchsigen Stil, den selbst die gewiß unverwöhnte „Deutsche Tageszeitung „kernig" und „zu wenig diplomatisch" yeißt, alle Privat- ■Untern iu jeder iagety imidt, T-tz Zetzjieingakie 31 an^aise irevetee donneb 151 an d. Emi tionsfiihij! man Uiu QÄrtaÄ iemQUtn»n 2$ V^DOtlabU £ A Öptgüglilä D(öTntlid)e « Probe- “flntlie üoT59: titt, r°8te SvD • die Verdrehungen und Entstellungen, von denen sich seit 1 gottlob bald zwei Monaten die vereinigte konservative unb 1 neritale Presse nährt. Stuf den Inhalt des Machwerkes I Änzugehen, hat keinen Sinn. Wer heule noch zu behaupten 1 wagt: die von der neuen Mehrheit beschlossenen sogenannten ; Besitzsteuern ließen den Mittelstand und die große Masse des Volkes völlig „unbetroffen" (sic!), mit dem lohnt nicht erst \ \u. streiten unb ernsthaft zu bisputieren. Uns interessiert | lyter auch lediglich bie Fcststellungsfrage: ist die Korrcspon- I benz, bie berart unter mutiger Verachtung ber Wahrheit ben '' lonservativeu wasfenbrüderlich beisprang, wirklich offiziösen W Ursprungs? Unb wenn: wo isf bie Regierungsstelle, bie I die st angenehme Korresponbeuz informierte? Wir sollten 1 meinen: auu) der Herr Reichskanzler unb preußische Minister- I oräsident Dr. Theobalb von Bethmann-Hollweg hätte an | diesen Feststellungen ein gewisses Interesse. Tas chirresische Conton zählt auch eine Million Einwohner und l hinein störte den Gedanken der Mangel Ml Geld. Tic Hälfte der ist doch technisch gesprochen ein großes Dorf. Daran wird auch Bogen wartet auf die Erstellung der nächsten Hälfte, Schienen Wolkenkratzer anlegen. Es sind meist echt japanische Hütten und Häuschen aus Holz und Bapier. Die Erdbebcnfurcht sitzt noch zu fest im Volke, als daß cs sich zu anderer Bwiarl entschließen könnte, die allerdings auch für das bie Rickfchas allein Tonnen den Verkehr nicht bewältigen, ab- gefehen davon, daß sie natürlich viel teurer sind. Allerdings Häuferbäu nicht den Maßstab europäischer zderHellol-Mil! felucht. Cffer::: an HaaitM ,=@„ Jtrmifuri t |hvltIJ tt-M Gietzen. , um ZusendAi; h n biß lugust 1901 Witgcncr Zirarfantmcr. Gießen, 20 flugeft. TirbBaM $■ ALcksal. Tem Tc V II -.1 n1» I V -V. -m Rückt il zur Vcrt g-irqk (Fr fcj brt 'iatni Ü^riT-.rt > fcttidyobm, boci) zcudytr ’te bald harc.jf bri nxtni fSr-’nrr auf. brr iie mir nnan neuen 3::tl versehen fo(l!r Es frrlltf ii-t b'raei, baß (? du Wyt i-i Ni k'g an rtnen Bergmann crtfaufl Hane, Der iic ii brm Wagt : brachte T«r alle .trüben betaol bcilftrn, baß v Dir "Irl nach ytcnbiguna rxr Arixn mitgenommen he:. erg.ng regrn ihn An flaqr vi kuanctc Mn T'- lüabl unb vnll bie Sn von ein in a nach bet Entwendung i« Wrqmann* a-bracht, an den rr n r4ur oetfanfte 4.tz,f !r&: der TivNilderr das Mädchen ziehen unb gab aud) de 'en v*,chfn frei, ho sch angab, die Sache lei geregelt. Ta e* sich aber ■ an den früheren Iren st Herrn de» Mädchens briahll. Tas Bericht ai-tangte mit der Begründung tum Freiipruch, e* habe be _> lomuunbt Mlcib nidit in dem Benhe de» Mädchens ES bdtli nur'.) wegen der Bürgschaft kein Zurückbehaltungsrecht an oen : werden können, da die nis Hali war ein Mißverltändni^ in bemg aui bie Aeußcrung des An gebrach fonut an den Tatbenandsmcrkmalen des Betrugs Beleidigung. Tie Ehefrau deS L»iÜSweichensteller- L A in Heuchel- der nicht ohne 7,olg.i' geblieben Hl Tic Frau mahlt dieses ■ dem Nlager aber den -lachwris >brer Behaui'tun.i idmlbig blieb, lU 2h- locht da) Uri ti an, war, den unerlaubten Verkehr nachzuweiien, wenn di.irr auch Ztlägci war hifltm abgeneigt, da er iub feldlr der der lraaiicheu Perlon erkundigt halt , datz l in Beil ht mtl ibr ohne Folgen in Frage stehende Per,on als Zeugm vernommen war und dcm - verlass n werde, stimmte er dem Vergleich unter llebernadme der fahren etnstelltc LMchiffahrl. Internationale Luftschiffahrt - Ausstel- (u n g Ter flfflrw Aufslug des Baron de E a t e r S dauerte nur i Minuten und einige Lekunden, weil plä^lich dtt ty(iiflcHd)raube den Dienst versagte Tann unternahm noch Herr Euler einen Aufslieg und flog in schvurrn Bogen teilweise bi» au acht Metern über den Flugplaß. Er mußte aber nach l" Sekunden ,nr Erbe geben, ivrtl ihm seme Mü(ie vom Napfe flog und zwischen die Lehrbubenilügel geriet Len FlugversuNnn wohnten der Herzog unb die 'Herzogin von Sachsen Altenburg bei. Tie Luftschissdaugesellschask Zeppelin in -Friedrichshafen schrieb an das siadti,che Bauamt tn Nurn berg Ta da» Luftsdnis „L lll" unerprobt mit verjchre denen Neuerungen versehen die Fahrt nninlt, so ist eine Landung in Nürnberg beabsichtigt, wenn sich irgend eine Mueinrichtung nicht bewahrt und ritte Aenderung erforder 1id> ersdteint. Wenn aber alle» m Ordnung bleibt, wird die Fahrt voran, ndulich soiort dis Bitterfeld ausgedehnt. Cine Ky» Mission 1 apan »jcher Lustschiser lüirb in den nächsten Tagen in Berlin cnoarlrt u4 sind Lssiziere der japanischen Armee und sie haben bie Aufgabe, die technischen Fortschritte der Luftschiffabn in Europa, insbesondere aber in r tutschland und Franlreich, zu studieren. Tw Lu f t s chi s s e r g e s e l l s d> a f t »nBordeaur beschloß. im Septem lwr nacvsten Jahres eine große Avia ifer- ivoche zu veranstalten. Lu , tschifjer versain :n l ung in Rheim». Zn Rheim wurden »Testern Ausstiege unternonimen. die zum Teil recht gut aussielen. bNiffroy, der mit seinem trni- iberftr den Anfang machte und mii großer Letchtigleit einen Kilometer uxit slog, landeie nicht ganz glatt, und sein Apparat erlitt einige Besdnidlgungen Btenot benußir heute einen neuen Ansamimotor von HP und sühne einen Flug von fünf Minuten aus Vaeilla umkreiste mit seinem Ziveidecker mebrntaU das Flugfeld, desg.erchen be Rue Auch Telaglange führte zioei Ftuge von fünf Minuten Tauer aus Ungeleilte Beloundeiiitig fand der Flug bei Amerikaners aurltß. Tommer flo, mit grof^r Leichtigkeit au riuem Farinanschen Toppeldi-cker tn der Richtung nadt Rbeiuis zu über die Tribunen nitttvrg und landete bei seiner Rudl.hr am Eingang feiner Halle. Tie Hülle oes Ballots „Tschad i' wurde darau untersuch:, ob er von den Auge n der rassischen vwenzsoldaten tdtiüdilid) durchbohrt mar. Unterhalb des lequaior» rech, neben der A. ißbai.n wurde d»e EinschU' o fnut i eine» 7 bi* ck Mm Gesche,j, > erstt tut gegenüber, oderyal de* Aeaua- tvi*. eine .»ueschuß0tfuung Aus der Lag. o.r 2..»us olsaung ergab sich, daß die aussen wadrsdie miai den Bauon ui Veg.nnaii rniluariicher Lachverfiandiger ih>: , nonrnc: vermischtes. • Universitäten at - lä : ge r T ms. ick en llniver itat n bah n gegenüber den Lkudenten. die Za brr hindurch ihren Zahl Verpflichtungen nicht nach Die allerdings mit unseren al tdemiichen Anschauungen in letner Leise harmoniert, «re wollen nämlich die amen aller Lchuldner tn sämtlichen ru suchen Blättern verösient liehen und hoffen, auf diese Art auf die iiumtaen Ala demiker einen Truck a.idzuüben Tem Laten wirb ei vor allen Ttngen befremdlich erscheinen, wte man der Universität i*ielb schulden kann. Tie Einrichtung der ge^ntn- beten ttollegiengeltwr teiiebt aud' tn T rutsch!and. wird aber hier tnobl tn etwas vornehmerer An gedandc adt Unsere Studenten sind bekanntlich nicht immr mit besonderen dHudi- qütern ausgestattet, und ha die üollegiengelder lumal in Der medizinifchen Fakultät ost ;ur ankhnltdien Höbe^ au'- Laufen. wird Der etubent aui btefeJE^üe in den Ltand aese< t. mit verhältnismäßig genügen Lubustenztmtteln seine -tubien sortzusexen. Ito .jal lang ber gefrunheten Kollegien gelb er braucht erii nach chschluß des Examen*, und trenn sich der Akademiker eine leidlich gesicherte Lebendste llunq errungen hat, zu erfolgen. ’Saiuritf) wird e* auch Dem langen Mediziner mit einer nur sehr geringen Prans oder Dem fest angeiielUen Theologen und Lehrer nicht leicht. Die schulden seiner »tubenteniabre abzutragen. ^ieben- falli sind aber die Bedingungea seor milde, da der Pro- iesjor al» der eigentliche >)aupigiaubiger. gewohnt ist. in und sie in jeden, Falle den da» Kolleg „schmoenden' 3tu- Dentcn. d. b. solchen, die im Vertrauen aut b:e große ;iabl der Lorer die betrefsende Vorlesung überhaupt nicht dein der Weise, daß der 3tudent auf der Cuaitur besondere belastet wird. Die Fälle, in denen ein Stubern entgleist, c m nbci, sind Dcrliälini - ungsauiforderungen. Maßregeln, nie sie die russische Regierung anlünd'gt, wären bei upi ganz unmöglich, sie .uürDrn auch höchste ns die gegenteilige Wirkung hervor- rujen. Ein .vaupitnomcni oer akaoemischen Ehrbegriffe, Da' beim Toktoral noch befonders befchworen wird, ist materiellee Bestrebungen zu stellen, nie etwas bloß au* Gewinnsucht zu tun. • ler Wiederaufbau des Salomonischen Itm- .!. ui - ull ui 3fiuhil*nt an Ile, wo rinii Dav alle Wimderwcrk g.uauoen, aufgcbaot werden In» ul i) m-ldet Der Beil Vör- 'ur.. zum ir.itDrftrn tn-t Plan Der uniurer von Boston, d.e sich tu diesem Bweck mit oai jzciiniaur. in der gau,e» ‘Seit in Verbindung fepen molhn lurdi cm .^uiaminaumilrn aller Freimaurer baiit man. Die .. Iiaomuii der Foctmamer »st unnlid) ihre i'^.ucimchait von Xumg ScUvmo gegründet tvoiden. und et war ihr erster .vronm. n.-r. auch m nig Hiram tun TüruS, der vor IKt-JO Zähren beim Bau D.» mivia Dali, soll D.m ."rreimaureroi.ntx an.tcyäri Haden Dm i'i 2'110.» nach "orr bauDloniiu» rt imin-jut u att hier ihren Entdeckungen c.ivl, i. Die man u. r die *.1nlJ.K gemacht bat blbliiil^n Erzählung Orn Zahle unD DiC .iutrichtmig sieben Zahl: ■ öartidjntU1 im .*»» >>abrhunb:ri schneUet fettig zu werden gange, als i-1) nur gerade eine »tucl betrachtete, begrüßte er * Unjani tciriblt. Gon »ur Frau De» vausez. Die mie beul/* — Ter kleine Fnh: ,.W»r auch nicht!'* —----------- — TierumanischenPetroleumunternehmungev de* A tttebungen im ütenge, welche auf cme Annäherung Der tumanitcben De» Regatul istoman, bet die liltühtenden Terra.»» Der Eampma b i Der r* lich um em gani bfDeutenDe* itapual hanDelt. »uftanDe nudien Pettoleummdustrie über eine gleich stark Poiitio» wie ■ 3rit auch Dir Rai onalbank für Teutfchti.nd ihr Autmerksamke t ■ — Kleine u t n a n $ uer 1U bhu t.eibfraui per 0—0 ■< I'•» _ 1'1.V» ier Jtr. v—Mile^rar.un 3—IV.Ü*. 14t, Nutz« I. Cualit it 66,w - x. C»aL iv.uu-vu.^J '.t. Bezadti ivutbe ‘ur 1 Miltfüt IdM'iauge tebi: t x .eiiw, l,*ti - i>^* 5tt^ cancu -W u,uu IJ, L - u,uU 1k.; n r dei: Katfält'o B,ü0-d,w g, ..ibec i .*4-1JtO iNL; za ne» uns La a e t.4* i 1 1 Iwi "i'if. — . .».teil t « • i lei - ie, » T. »f W-W -it, i«r. W .inner. XV .■ v 49 3usjug a. ö. Staniftsamisrtgiileni dir SiaSi »itfetn. A»:gnst. 16. Kar! Cue.rcatner. cerieant in (’ ü.i nu j Ttatbdte 'Sogner in ßtonaenre'. — t7. ( em»ich Fächer .*x,4*±inn»J ledunftr. m-: Nurotme Aert. ke Se miiie*K.u — 17. fenuw Bern-W narbt 'Sutkibroebd, mu .^dbrlmme Baller, beite iw Siesten. — j IS Äar! Wall dal t ftonhi'.arm in Aiouhmt a ’f*L mit linkt Jn * in Siesten. - 19. Ern t Sumin, Bo» rechmker.. mit !*aicatew " Belloh derbe m Siester — Yü. Tr Seemann T c |. Srosth. Chet- 1 letzter m «Siesten, mit (Mttobetb van-4»or tn Friedberg. EhefchUetz»M§e». Angust'. 14. Stibcim L*ellei. xkokouiotwbeizer. mtl Tlene I vermanr. derbe in Siesten — 14. Tr. Äildetm IlcSeun. L ;icc- g bo*en,. mit Aldertrne Beeivendach, beide tn Siesten. — 1*. e«, w.ch H Tiuller, InstuuiSdiener. mit Wanelmme Tiflu beide in liegen. •tbettie. August 9. Tem Zagläouer Cuc taulch eme Tvchter. S-telme 1 S.fe, 12. Trm Kaniuianit Folevtz Roh em So.m. Per den. - j It Tem Rauhnonn Ludwm Berk eine Tochter. Üofalie. — 13. £nw Lokoinotwdeiier Friedrich SUHe m lebul cm« Tochier — 13. T«m schloff er Martm :Ncm «in Sobn •«h*r*«ic. Augnft 11. Seora B«*per. Enenbatmlrdaßner. 37 ^adee ett * Butde'traxc 7. 18. Rart Lmg«ldach, ü «envatzngetuife l 49 labt« 1 alt 6o«lüiab< 34. Döchcull. Uederslchl dcrüoOcsfäfle L ö. StaOt iRicficn. 32. tbodK. l'om 1. bl» 7. Ai'gu't IIMi. । Einwohnerzahl: angenoTnu en «n 31 100 (mtl. 1600 Jtaim I iluär) nach Abzug von 7 C rtikenibeu: 13,40 '/». Kinder 9 n m.: Iir tn Xlaniinrm ge» dten Zf fern geden an. wie v el oer TodesiaUe in Der detreitenden ritankhei: aus von suswärti nach üließcn gebrachte Kranke kommen ^5 starben an: Zufauniien: Erwachsen« tm Lebensiahr: vom 3.-16. v1abt 1. Typhus 1 1 — — yreatuht 1 1 — Uoämi« 1 (1) — 1 d) — Cbreneiietung 1 — 1 — Zchivindsucht 1 1 — •W ckungeiwnizundung 3 1 — 1 Beu'tfeUeutzünSung 1 1 — *—■ 'herenenliiiiiDung r 2) 2 Vermischtes; 3. V : Ernst Anvenon ■ — — ..... -1 ■ ............. Telefonische Kursberichte le« Gleisen er Aexelten, mitfoteill voi der Üui flr Hawdel und Irdr-t-k/Gleeiee. Frank tarier HÄree, 21. Aaguet, 1.15 Uhr. 3* . Reichumlcihe. . . do.....00.7b 1 Komvl. . . T. . V0.L» , . do . .*. . . ab» y Rmki . . .0. . **,— ' ,-l. Oberhewem . . n S11-00 t . i>?«ierT Ggldreale. . 8t*75 1 . '»eiten siibencnte 1 . l atxr GoldreoU l*, Itafiee. Rente . . ». •— 3* , Putin^irieu Serie I '. 6£0O . Purtn leaee . 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