Mittwoch 17. November 1909 Erstes Blatt 159. Jahrgang Die heutige Nummer umfa&t 12 Seiten. Bezugspreis monai!ici)7d'yL,Dtertel- jährlich Pft. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Bi.; durch die Post Mk.2.— viertel- jährL ausfchl. Beileilg. Zeüenvrers: lokal 15 Bi, auswärts 20 Pienuiq. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich füi den politischen Zeil: August Kleines Feuilleton. — Schillers Rössel. Bon einem A-reimbe unseres $(atte3 wird uns geschlichen: Schiller baue in Mannheim vielen Äniganq mit dem nachmaligen Ho'schauspieler 'DliiUer in Wien inb brachte bei ihm manche« Abend in Geietlschait der Diann-- leimer Schauspieler und der Gattin Müllers zu. Wenn die enberen sich aber entfernten, forderte er häufig noch Weiii, Kaffee, Tinte und Papier und schrieb die Nacht hindurch Szenen z»> seiner Tragödie „Kabale und Liebe". Müller fand ihn dann gewöhnlich Les Morgens aus einem Lehnsessel in einer Art von Starrkrampf, Io daß er ihn einmal sogar wirklich für tot hielt Die Gattin des Schauspielers Beek fragte Schiller einst, ob tlpn nicht die Gedanken ausginaen, wenn er so die ganze Nacht dichte? .Das ischt nit anders", antioorteie Schiller, der damals noch ganz den breiten, schwäbischen Tialekt sprach, „aber ichaun's, wenn die Gedanken ousgehen, da mal' ich Rössel". In seine« Ma«ustr:pte« sind auch chuze Seiten, auf die er nichts als kleine Pferdchen u>id Männchen Hekritzelt bat. Wenn nun in der Folge irgend eine Stelle in Schillers Arbeite« Frau Beek nicht gefiel, fragte sie ,Hn scherzend: .Ta haben Sie wohl Rössel gemalt ?“ - Björnson i « Paris. Björnstjeme Björnson, über dessen Gesundheitszustand in den letzten Wochen besorgniserregende Nachrichten bekannt wurden, ist vor ein paar Tagen in Paris em- «trofien, um bei der Kunst medizinischer Größe« Rat und Hilft zii hieben. Gleich einem Monarchen hat der greife Dichter bie^Fahrt juriicfgelegt; der König von Tänemai£ hatte ihi« feilte« Salon- vage« zur Verfügung gestellt und im Salon des Königs war das Bett auigefchlagen, in dem Björnson die Sieiie unternahm. Ein llrzt. zwei Krankenwärter und em däntfcher Ei;enbahn-Jnfvektor gegleitete« de« Zug bis «ach Paris. Ein Franzose, der dem Dichter ■-l'5 Köln entgegengefahve« war, schildert im „Matm" feinen 6m- tt'uck. Der kühne Sänger und streitfrohe Politiker, der noch im Öveifenalter der leideuichaftliche Jüngling blieb mit de« lebhafte« ortreiBeiiben ehesten und de« großen leiichteiiDcii Auge«, in denen ^er Wiedeiichei« hoher Gedanke« flammend lohte, er lag teilnahius- auf feinem Feldbett, müde und gebrochen. Die Reoe, die sonst Die ein Sturzbach von seinen Lippen fließen konnte, gleitet miihiain 4ab halblaut dabin. Doch in den Augen glüht noch das alte 3eucr 2nb die jugendlich wache Kraft des Geistes ist durch das Leiden ^>es Körvers ungebrochen. 6r spricht von seiner Liebe zu ,er der Pariser Sternwarte, äußert sich jetzt im Herold zu den in letzter Zeit ausgestellten Behauptungen, die von einem furchtbaren Unglück auf dem 2)tar5_ sprachen. bisher hauptsächlich überraschte, war bre stete und schnelle Veränderung des üluSsehens am Mars. Diese Veränderungen tonnen noch nicht beurteilt werden, aber sie haben sicher Seme unheilvolle Bedeutung, sie spielen sich weder gewaltsam noch Pto&Ucb ab. Tie Verschiebung der Pole, die anscheinend so leb haste Befürchtungen weckt, kehrt alljährlich wieder. Dagegen smd andere Vorgänge auf dem Mars noch völlig rätselhaft, vo etwa dte Ber - änbenntgat in jenem Marslande, das man den Loimensee genannt hat Ties ist ein runder oder ovaler Flecken, etwa von der Größe Frankreichs. Aianchmal erscheint dieser Fleck ganz rund, manchmal länglich, manchmal einfach, manchmal doppelt, dreifach u,w. Er ist von zahlreichen Kanälen umgeben und auch diese verändern sich je nach den Jahreszeiten. In diesem Jahr imo die Wandlungen besonders deutlich gewesen, wenngleich noch mcht deutlich genug, um sie zu erklären. Ist das Wasser oder Pflanzenwuchs! Aber aus allem schließen wir nicht auf ein Ende des Mars, sottdern im Gegenteil auf eine wunderbare Lebenskraft. Der Mars ist eim lebende Welt, wir sind nur noch nicht imstande, sie deutlich genug zu beobachten. Aber es ist kein Zweifel, daß wir eines Tages über tue Mittel verfügen werden, um unserem Wissensdrang DcftLdigung zu schaffen." — Preisrätsel in der Theat erbaut e sind setzt das allemeuefte Lockmittel bedürftiger Bühnenleiter. Wie aus Paris gemeldet wird, hat man damit (bei dem jedenfalls geistloien Zuschauerkreis. T. Red.> sehr guten Erfolg erzielt. In den Pauien wird der Vorhang mit einem weißen Tüch vertauscht, aber nicht letzende Bilder erscheinen und auch nicht mißfarbene schreiende Anzeigen: auf der Fläche tauchen allerlei bunte sinnvolle Bilderrätsel auf. Das Publikum wird eingeladen, die Rastel zu lösen, und die Scharfsinnigen, die darin am erfolgreichsten sind, erhalten Preise, hübsch geschlissene Flaschen mit Blumenduft, Zt- garetter.tafifen, Facher oder auf Wurst h auch Freikarten zu anderen Vorstellungen des Theaters. Die Bst'ucher sind von der 'Neuerung e n t z ü ck t (!) und man findet letzt beinahe, daß die Pausen eigene gewesene« Franzosen? So weil |ie voneinander wohnen, unu so weil ihre politischen Anschauungen voneinander verschieden sind, — fie haben einJJiet, — die Zertrüm - merung des mit B i s tna rcks Hilfe erbauten Deutschen Reiches; jene Elsässer, um wieder zu Frankreich zu kommen, schieben nach Westen und erwarten die passende Gelegenheit, um in Tätigkeit zu treten, diese in Frankfurt, um ihnen die Wiedererlangung des Elsaß zu erleichtern, unterwühlen die Stützen des Reichs, indem sie die Liebe zu Fürst und Vaterland dem Volk aus dem Herzen reißen. Beide Teile haben von Molcke gelernt: Getrennt marschieren, aber vereint schlagen — zweierlei Wege, aber ein 3ieL Ich meine, da soll en doch jedem Vater- landsfreunde die Augen aufgehen, und alle, die sich zu den staatserhaltenden Parteien rechnen, sollten, wenn sie auch zwei- oder mehrerlei Wege gehen, ebenfalls^ein Ziel im Auge behalten, die Erhaltung, Stärkung und Festigung des Reichs, daß es die Krisis übersteht, die ihm droht von außen wie non innen. Wo so offenes Spiel gespielt wird, da muß das nicht schwer sein, da hat der deutsche Michel keine Brille nötig. Ter Tarifvertrag für do8 Baugewerbe. Vom Deutschen Arbeitgeberbund für das Baugewerbe wird uns geschrieben: Die Verhandlungen über das neue Tarifvertragsmuster für das deutsche Baugewerbe sind dieser Tage vorläufig beendet worden. Irgend eine Verständigung über die Abänderungsanträge habe« diese ersten Verhandlungen nicht gebracht. Es hat sich herausgestellt, daß eine ganze Reihe von Punkten besteht, bei denen sich die beiden Parteien diametral gegenüberstehen. Die meisten Anträge der Arbeit- nehmer-Oraanifationen sind für die Arbeitgeber voll g unannehmbar, andersei:s haben die Arbeitnehmer insbesondere gegen die Forderungen der Arbeitgeber, welche sich auf die Regelung der Arbeitszeit, auf die Sicherstellung der Aktordarbeit, die Agitation auf den Baustellen, die Regelung der Arbeitsnachweis'rage beziehen, den schärfsten Widerspruch erhoben. Jedoch sind gerade diese Beitimmun- gen so wichtig, daß die Arbeitgeber von dem Zugeständnis derselben unter feinen Ums. and eu ab gehen Lnncn. Es sind also vorläufig recht wenig Aussichten für eine erfolgreiche Beendigung der Verhandlungen vorhanden. Die Parteien haben verabredet, die Verhandlungen später wieder aufzunehmen, sich aber über einen Termin für die Fortsetzung ihrer Beratungen noch nicht ausgesprochen. Inzwischen sotten die lokalen Verhandlungen in den einzelnen Bezirks- und Ortsverbänden stattfinden, in denen die für jeden Bezirk besonderen Bestimmungen über Lohnhöhe, Einteilung der Arbeitszeit. Kündigung usw, erörtert werden sollen. Diese Verhandlungen werden in der Regel in den einzelnen Bezirken Deutschlands nach dem 15. Dezember beginnen. Mtt Rücksicht auf die große Bedeutung des Baugewerbes für unser gesamtes gewerbliches Leben wäre es dringend zu wünschen, daß die Verhandlungen zu einer friedlichen Verständigung führen und unferm Wirtschaftsleben tm Frühjahr nächsten I hres bie schweren Erschütterungen so umfassender gewerblicher Kampfe erspart bleiben. zernjprech - Aiüchlüffe: General-Anzeiger für Gberheffen WG sjü" di? Tagesnuinmer Rolationrdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Buch- und Steiufrruderci B. Lange. Reöaftion, Expedition und Druckerei: Lchulstratze 7. A«zeige«'teü^'H."Äck. bis vormittags 9 Uhr. _____ . finden — wie Sie anfragen — könnte natürlich nur von einem der beiden Auswärtigen Aemter kompetent beantwortet werden. Soviel ich sehe, ist bisher nur von der Interessengemeinschaft beider Mächte im Hinblick auf die Verwirklichung der vom Kongostaat übernommenen, aber nicht ausgeführten Verpflichtungen die Rede. Die Reden des Staatssekretärs Dern- bürg tragen nicht den Charakter offizieller Kundgebungen, sondern scheinen vielmehr bestimmt, der Genn- nung weiter Kreise, die in England auirichstg gute Beziehungen von Staat zu Staat wünschen, Gelegenheit zu bieten, sich vor einer weiten Oesfenstichkeit zur Geltung zu bringen. Die Schwierigkeit einer diplomatisch formulierten „Verständigung" scheint mir darin zu liegen, daß es bei unzweifelhaft vorhandenen Gegensätzen sich weniger um Tatsachen handelt als um ein M iß trau en, wie es seit Jahren von englttckier ^ito, und zwar zum Teil durch Drohungen, die bald verhalft, bald offen auftraten, gegen Deutschland großgezogen worden ist. Den drasttschsten Beleg dafür bot die Luftschiffpanik des vorigen Jahres. Wir sind babei durchwegs in der Defensive geweien und haben es trotzdem mehr als einmal ausgesprockfen, daß ein Zusammenschluß beider Mächte die natürliche Lösung böte, durch roelche ew gewurzelte Vorurteile überwunden werden könnten. Wie die wigc heute liegen, steht England tatsächlich an der Spitze einer Koalition, von der wir, mit Recht oder mit Unrecht, annehmen, daß sie sich gegen uns richtet. Nach Racconigi ist das gleichsam triumphierend von Organen der Ententemächte ausgesprochen worden, wobei die lautesten (Stimmen von Osten her erklangen. , . Daß Deutschland nicht durch Drohungen bewogen werden kann, die Verteidigungsmaßregeln aufzugeben, die es zum Schutze seines Händels und seiner Küsten nach reiflicher Erwägung für irotroenbig befunden hat, ist ivohl als erwieseti zu betrachten und, wie ich annehme, auch in England erkannt worden. Demnach bliebe, wenn an der Vorstellung von der deutichen Gefahr drüben festgehalten wird, nur die Wahl zwischen dem Nieder^ k ä m p f e n und der V e r st ä n d i g u n g. Unglücklicherweue nimmt aber England in dieser letzten Frage einen ganz eigentümlichen Standpunkt ein. < < r • • Ä Es behauptet nämlich, mit Frankreich und stmtzlatio sei tute Verständigung möglich gewesen, weil England sich diesen beiden Staaten gegenüber in scharfem Interessengegensatz befunden hatte: diese Gegensätze habe man ausgeglichen unb daraufmn feine Ententen abgeschlossen. Wo aber seien die 3nterci{entTagen, m welchen eiit Ausgleich zwischen Deutschland unb England herbei geführt werden könne? Sie. seien nicht zu ftnden. Nun ist nichts falscher als diese Behauptung Stoss zu enter Verständigung gibt es nur allzuviel. Zunächst tarne da dte Ko- loniatpolitik in Afrika in Betracht, um SBeifbiele zu nennen, die Frage der Walftschbai und Katangas, in Auen die Frage der Bagdadbahii und überhaupt die orieirtaluche Frage: tm fernen Osten hat erst kürzlich die Frage der Eifenbahnen Gegensätze aezeiat, die mit gutem Willen beseitigt werden.konnten, uiid so fort, wer mit gutem Willen, den BodM für erne Verständigung sucht, bem kann es nicht fehlen. Diesen guten Willen aber finden wir in den leitenden Sretien Englands mcht unv deshalb scheinen mir „Verhandlungen" vorläufig tm höchsten Grade unwahrscheinlich." ei . , In diesem Briefe sind interessante Punkte, und wir geben ihn wieder, weil er auch ein Stück Stimmung in unseren politischen Kreisen wiederspiegelt. Selbstverständlich sind die Schwierigkeiten, welche gerade einer Verständigung zu Beschränkungen der Flottenrüftungen begegnen, hier nicht einmal ungebildet. Wir lesen übrigens heute auch in der ^Köln. Volksztg/ einen Artikel, der vor einer Flottenversländigung mit England warnt. Der üeuüch-schwcherische NiederlaffuagLoertrag. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: In der vorigen Woche fanden in Bern zwischen deutschen und schwerzertschen Delegierten Verhandlungen über die Revision des bestehenden deutsch-schweizerischen Niederlassungsvertrages vom 31 Mai 1890 statt. Der Vertrag regelt die Beotngungen für die Niederlassung der Angehörigen des Deutschen Retches politische Lagesschart. Zweierlei Wege und ein Ziel. Vom Lande erhalten wir folgende Zuschrift: In letzter Zeit haben zwei Vorkommnisse die Aufmerksamkeit in Anspruch genommen, das eine int Reichsland, wo in Mühlhausen in einem häufig von Offizieren besuchten Gasthaus die Marseillaise mit großer Begeisterung gesungen und die deutsche Nationalhumne ausgepfiffrn wurde, oas andere in der ehemaligen freien deutschen Reichsstadt Franl- furt a. M., wo am 14. d. M. der Baumeister des Deutschen Reichs und dessen erster Kanzler am Fuße seines Denkmals von zwei Rednern unter bem Beifall einer mehrere tausend Köpfe starken Versammlung öffentlich verhöhnt wurde. Tie im Reichsland waren gewesene Franzosen, denen die ruhige deutsche Art für ihre unruhige Natur nicht paßte, die in Frankfurt a. M. waren gewesene — Deutsche; denn wer den Mann, der uns erst ein mächtiges starkes Reich vorbereitet, und dem deutschen Volk die Wege gewieselt Hai, es zu erreichen, der selbst mit seinem König und Herrn Hand in Hand in diesem Werk gegangen ist, wer den Mann als Unterdrücker seines Volkes verunglimpfen kann — der ist teilt Deutscher mehr. Tie Vertreter der öffentlichen Gewalt haben in beiden Fällen verschieden gehandelt: im Reichsland haben sie den Anstifter des Skandals jofort über die Grenze geschickt, mit Recht: auf den Schweizerbergen kann er Marseillaise litt Frairzösisch und Deutsch singen. In Frankfurt dagegen haben sie den Unfug ruhig gewähren taffen, sie haben den Dr. Ouarr' seinen „Quark" breittreten lassen. Etwa mit Recht? Ja, ganz mit Recht! Solcherlei Ausbrüche dürfen nicht hinter verschlossenen Türen laut Kerben, bie müssen in jedermanns Ohr dringen, tie müssen tzeigen, was unser Deutsches Reich für Männer in sich birgt, solcherlei Ausbrüche müssen jedem, der sein Vaterland lieb hat, Schamröte ins Angesicht treiben, sie müssen auch dem Ruhigsten das Blut in Wallung bringen, sie müssen in ihm das Gelübde wachrufcn: Mit solchen Genossen kein Bund, lieber mit jedem anderen! Tenn Mas ist das Ziel dieser gewesenen Deutschen und jener cd}nee. brr je»! gestern oonnülog Ter 1909. 9tbenti<' Eine Reinigung bi f M fall Im jantoi bebeutc da) ich. da» IeufclDerfd>mbcn, der frn unb M bei RescrentM Uniert Oe* befd)lofim;; % soll auch * <^Tunb- 21H5 stabt und €rtitö. ©ieficn. 17. November 2luslan-. In Windsor fand am Ticnstag in Gegenwart iämthtficr Ritter des voienbanvordenS D:e f c i e r 11 d) c .3 n d c - ft i t ti r des feönigS Manuel mit diesem Leden itatt Wie auS A onitantin ) Del gemeldet tr;rb, übermittelte,' Die türkis^ en ’-Jotid aftcr bn den 3t u^nuditen der P orte den r.blcbneubt'n Sa'd etb der c d: u 8 m ä d, l c auf die türkisch t 'Ire rannte Tic Antwort der Sckmtzregierimgen ist in freund Iehr'itliefern Tone gcdaltcn und rief beruvdi b*‘i den der Pwrtc nahefirlMmben ft reifen groß- Lntläusdrwig der vor. *?Iuo Astara wird gemeldet: Rakl,n ft Han und die edaffevennen verließen. imdsem Tage m l ihnen fer handelt iwrten nxir, freiwillig Ardcbi 1. 2,c ctadt und die Festung thiben bi) -ur Ankunft des t^uverneur* unter dem ■3diuö der russischen Truppen. Dom hessischen Parlament AuS Darmstadt wird uns geschrieben: Die national- liberale Fraktion sowohl, wie die Fraktion der Bauern» bündler in der Ziveiten Kammer hielten gestern nachmittag vertrauliche Beratungen über die Stellung der Fraktionen zur DahlrechtSvorlage unb den vom GesehgcbungSauosibuß darüber gefahren Befchlüssen ab. Tie Besprechungen beider Par- teien waren sehr eingebend und dehnten sich bis zu späterer Abendstunde auS. Aud) die „Wirtschaftliche Bereinigung" der Lämmer wird demnächst zu einer vertraulichen cifrung betr. der Wahlreditsvorlage zusammentreten. Da die Tage-ordnung der heutigen Sitzung der Zweit e n Lämmer nicht weniger als 3d Beratung-gegenstände umfaßt und die Wahlrecht-Vorlage als letzter Punkt auf der Tagesordnung steht. nnrb die (Generaldebatte über die Wahlrechtsvorlage voraussichtlich erst am Donnerstag ihren Anfang ■ • • warten sein. Der Zutritt ist für jedermann Beginn iÜ wegen anderweitiger Verpflichtungen schon auf */,S Uhr festgesetzt. A Allendorf o. d. Lohn, 16. 9loo. meinde-Wasserleltung ist jetzt endgültig ul zu 45 000 Mk. veranschlagt. Zugleich •* Ter Bor trag über Diamanten in et», re e ft a r r i r a tn der oberbeffifcher. Gesellschaft für ater, und ixilhmbe findet morgen. Donnerstag, abend fielt — Hiinüoerein. Tie Ausstellung bleioi wegen z».. weisen Wech clS der Gemälde am Donnerstag unb Freifeg gefchlosieu •• Basar Verlosung. Bei der Verlosung auf bee oberftes'i scheu Jahrmarkt fielen auf die "ao- stehenden Nummern die beigesetzten Gewinne, die xx t>cr a»lc Tai Hinweisen, die eine schwere Strafe im Gefolge habe wirken auch die Sagen auf da- Aalk-gemüt wie ein eherne- Gesetz, vor dessen Richter feiner entfliehen kann. lief und Menschengestalt, >■*. L-Uk' r r.TOlti^ sw* i Sr^^nucri^ 1 IW..: -vi^uadbr • mt T*rdt d>e Kihl L ' *-<■*> »#r. Ä Aur der französischen Kammer. In der srcmMischen fearnmer führte qe-iern die Budget- beralung zu eiuer sehr interessanten Aussprache: Paris. Iß. Nov In der Kammer wurde die Beratung des Budgets fortgesetzt. Lerou-D au.i u -liberale^ R dl« blikaner- be urchtet, bas die vorgesa lag nen n ucn Steuern auf Alkohol und Tadak, sowie die Erbschaftssteuern die äußerste Grenze der BesteuerungSmog.i. tü cr.eilten, und betonte, baß die Steuern in Frankreich 18 v. H. des Nationaleinkommens auSmach:en, in Deutschland uno England aber nur 12 v. H Trotzdem habe Deutschland noch feine ?A‘arine au-bauen und die Arbeiterfürsorge ocrioicklicl-en können. Der Redner xcigt bann, wie Franfreic! auf das Fünf« Milliarden-Budget loSmcrr chierc Fran reich gab s.i. z hn Jahren drei Milliarden für die Marine aus, Deulsdüaud baaeaen nur zwei; dabei habe Deutschland Frankreich eingeholt, sogar ubertro'fen. Doumer (radi aler Republikaner fahr c cu^. er nf reich heuchle teurer als Deutschland, aber diese Jrbr g be Deutschland für feine Flotte 203 Millionen mehr aus a s Frankreich Lerch>Beaul.eu meint darauf, men könne sog r bei den Ausgaben für die na.ionale Verteidigung fparat, denn nicht alle seien nutzbringend. Massabu a u «Rechte) uno Theodore Rein ach (Linke sprachen sich ba?ür aus. saß zur Herstellung des Gleichgewichtes des Budget- eher kurzfristige Obligationen ausgegeben als neue Steuern ausgeschrieben werden sollten. Morgen nrirb die Beratung fortgesetzt. •• logeSfalenber für Mittwoch. 17. Nov.: Stobt« tbcater: Naclmn'inn« 3' , Uhr: „Wilhelm 2elL* Stbent»«' in der Schweiz, foreu üie Behandlung derselben, insbesondere in Ansehung b^r Artnensursorge: ferner ordnet er den Uebernaln'c-Verkehr. int m er die PorauSsefungen für die Ueberf.:hrung aus;uwcisenc,er Personen über die beiderseitigen Landesgren-en auft'tellt. Die Verhandlungen in Bern ergaben eine so erfreuliche U c b e r e i n ft t in in u n g der Auffassungen, daß, wie bereits telegrai t: sch gemeldet wurde, am 13 Nov der neue Vertrag von den bewerfjirigen Bevollmächtigten unterzeichnet werden konnte Ter neue Vertrag bleibt auf der Grundlage des alten B rtrages. erg.nzt unf verbesscn ihn aber nach) verfd)ieden n ^tidilungcn. tue bei dcn modernen Derkehrsverl ultnistcn foroie den mann:gfachcn Bezicbunaen der beiden Nach-barlander Rech)nung getragen ist. Ter Vertrag wird voraus sichtlich in den erjicn Monaten des Wahres 1916 den parlamentarischen Körperschaften beider Lander zur Genehmigung vorgelegt. Malereien entdeckt, die uoruitilid) sunt gotüchen Stil des 'Nünsters vassen — 3« Berliner Theater iinbet im Mari die deutsche llrauffübrung von Strindt>erqS ...Lömmu Ehrtstine" mit X1raxe Trieich tn der TiMrollc stau — „Die Dorikomrefse". ritte Cperetie tn bret Akten Text von DordeS-Mtlo und durch Ertch Urban, Musik von R Danziger. astritt bet tbrrr Urauhübnntfl im Neuen CiKteit?«- Thealrr in Stockholm einen grasten Ersoia — tim neues 3 esuS drama . dessen Verfa'ie' der biaunschmetgtsche S uv e r inte n b e n t Brakebuich ist. sollte am Busaage in E r f u r t zur Dorstelluna kommen Aus Grund einer alten Berordnung. nach der die Perion Iefu nicht aur die Bühne gebracht nxrbcit bat', imirbe die Aufführung untersagt la» tievf wurde rüngsr tut Stadttdeatei von Plauen mti grostem tirivlg gegeben. — Sm Prinircaentrntheater JC ü neben werden tm nächsten ^ahre 22 siestaustüdningen Htdiorb Bogner scher Wette unb tm iHnibnutbratcr 7 Festaufiü»'rutracn Motori scher Werke ."or- geicbcn U a werden inxi weniger bekannte Werke au'gefüdrl: „Dic ssccn" von achark Saana, fvwrc „Basncn unb Basti cnnc unb "Titus von c 7 öiiö Dcuticbc» llcicb. Au- Ntddo ir-riy ur.fi ge chr.eben, bafe die Mitgliederzod'. de- jüngst neoflegrür.Älcn link-liberalen B e r ein- für Nidda unb Umgebung auf 40 Personen gewachsen sei. Bei der Stichwahl tm 12. Berliner Dahlkretsc wurden gewählt: 86 freisinnige. 52 nahonall berate, 31 kon- ervattve. sorr - 12 sot'alL-mokratirche ü--b.männer. ES und aljetzt gewählt, einirfilteBUth der j?auvtwahl: 31 kon'ervanoe. 109 ncttcr.alliberale, 226 freirmntqe unb 338 io st iDenuha t >dv da die Zahl der Vahlmänn^r 704 ist, geboten zur ab olutcn lla o* rdät 35-> tiS ha: infolsede'sm keine Bartet die Maioritor. In Magdeburg wurde cm Diene rag vormittag bie 8 o r • tandStagung bet Deutschen fl q l o n t a l fl e «e 111 r n r: abgehalten. D't Regent von Btann'chr^rtg. yervg ^tobonn Albrecht von Mecklenburg, eröfmete btf Sikung mit einer Ansprache, in der er deS 25iäbrigen Bestehend Der nalonim ic* dach:« Zur Annahme gcla.tgte eine Entschliehung an den :Hei2)> tag über die Abänderung des G :>es übet d e stietchSange port gleit Für den nad>.:iahrtgen :rolor.clkongretz wurde ein GarantiefondS von 10000 Mark oereitoestellt. Aus München wird gemeldet: Der »ri.iircgent geb am Tiens rag nachmittag zu Ehren deS Herzogs und der verzogtn von (Sumocrlanb eine Tafel, an der außer Den üknannten die Prinzen Georg Wilhelm und Emst August von Gumberlartb. ferner Die Brinzes in 2ubn> g von Bavem, LriegSmtniiter von vorn unb Andere teilnahmen 71/, llbr: ,T‘er fibele Bauer/ 0 b e r b e f I. WeschichtSverein: Tliinhebcruerfaminluihi Vorträge und Mitteilungen von 1'roL Dr. Veite unb Pro' Tr. Sommer. Abends 87t Uhr im EalS Ebel. Landesuniversität. Bis beute find an der Universität (ließen 1258 Studierende innnatrihiliert. Da in dieser Wocl e die Einschreibung noch gestattet ist, wird sich l iefe Zahl noch erhöhen. Im vorigen Ätnterfemester betrug die Zahl der Studierenden 1196. " Lehrerpersonalien. Ucbcrtraacn wurde der Schulafpirantin Brigitta 'iluhl aus L»erbftein eine Lehrerinstelle dn der (^enteindcschule zu stlcin-stropenburg In den Ruhestand versetzt wurde die Lelirerin an der Volksschule ,;u Mainz Marie S ch e n z« r auf ihr Nachsuchen, unter Anerkennung ihrer längjährigen Neuen Dienste. Er- Lebig 11* Stellen Die ernt einem evang Lehrer jyt besetzende erste Lehrerstelle zu Brcuöbach. Mit ihr ist Organistendienft verbunden. Das Präfentationsrecht har der Graf zu Er back;-Erb ach. Eine Lehrerstellc an der latho Irschen Schule zu Groß--Umstadt mit Lrganiftendienst Erne mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle zu D i l b e L •• Der LandeS-Rechnerverband für dessen hält am Sonntag, 28. November, in Frankfurt a. M seine Generalversammlung ab. Auf der Tagesord' nung stehen neben einem Referat über die neue Land- geNreiltdeorbnung mehrere wichtige Anträge, die von den LreiSverbänden Gicsten, Alzey und Dieburg gestellt sind. ** Der landwirtschaftlickie Verein für bte Provinz Lberhessen halt Donnerstag ben 18. November, nachm. 3 Uhr. eine AuSschuHsitzung im Hotel Prinz >tarl ab. Die .dauptversammlung soll anfangs Dezember slattftnben. •• Die desfische Bereinigung für Volks- künde hielt am Montag abend tm (Saft Edel ihre erste Mitgliederversammlung ab. Der Vorsitzende. irrer Sch u 11 e- Eroßen iinden, gab zunächst Mitteilung über die Xitiigleu des Vereins im ver''loisene,i Eeschäf sjayre und wies darauf bin, hab die Sammlung über heffiidte Flurnamen soweit beendigt fei unb demnächst im Druck erscheine, ebenso eine Sammlung Flurnamen aus der Grafschaf: Schlitz, heraus- gegeben von Pfarrer dotz Eine Sammlung alter unb neuer Bolkslieoer mit ?Jrelobie auS Storndorf w.rd Lehrer Weber bemnäetft veröffen'lichen. Daran schloß sich ein fchr interessanter Boi trag des P arrers Ritter- Frredbera über „Sage n aus Grün berg". AS geborener ü'r.tncergcr nmtzte ber Referent übet die Lertlichleuen der Sagen genau Bescheid und verstand cS meisterhaft, in der schlichten, ein- »achen Er^idlungSwettc vor.zutragen, das; man glauben mufjic. seine hauptsächlrchsten Gewährsleute, jfnet alte 'iraud^en unb den sagen kundigen Schäfer auS Grünberg, selber zu hären. Die finnigen Sagen beziehen sich hauptsächlich der Lertlichkeit nach auf den Daunen, die Barsüster- gaffe, die Danergasfe, den Locktgarten mit feinem Dcivap^el- bäum, den Acker au der Londorfer Straße, baS Raubfchloß ,un Bald und die ^»ohl bei Setierfefb. Die schwarze Latze, daS (*elbfeuerd>en. der nxinbetnbe Mann mit ber Laterne. ?er schwarze Pudelhund. die glühenben Sohlen, die sich ui Goldstücke verwandeln, die Beeren, bte zu goldenen Perlen irerbcn. die Frau rau dem Schlüsselbund, der Teufel m lidi doch fchr kurz bemriien sind. (!) Soweit die Meldung. Bei gewissen Streifen bei Besu Vrc ivub man biescs gcirfnirndfote Lockmittel auch m Tniffd.lanb mit Erfolg annvnbcn femicn. - - Ä leine Chronik auS ü unft und Dissenschaft. To» f ü n < t e Deutsche Bachiesk wird m der Zen vom 4. bi» 7. Juni 1910 unter Leitung deS Lönigl. 'l’lufifbirefiori ‘Hiallbev 3 o I e v b j o n in Duisburg adgedatten. — Das bekannte volstfchc Sommertheater m Braunschweig kommt auf Antrag eines »vvotbekgläubiqcrS. am 10. März zur Zwangsversteigerung - „D i c tzofen des verrn von Bredow". bat' Schauspiel von nraii 11 ort) ToioSka. befien Urauf« fübruitfl hirAlid) nut großem Erfolg im Hamburger beut?dien Schäufpieldaus ftaltfanb. ist bereit- von niedreren Bühnen erworben ivorben. jedenfalls kommt es auch hier zur Aufführung — Am Montag ist in einer Nervenheilanstalt bei Karlsruhe Ludwig Schmib-Reutie, Mulcr unb Lehrer an ber Laris- ruber Akademie ber bildenden ihinttc sowie an brr dortigen Malerinneiifchulc, erst 46 3ahre alt, in geistüter Umnachtung ge- storbeii. — RdeiNgold fand bet der Generalprobe in ber (Hrvfocn Over ;u Boris baut Mess ager» veriünlicher Dr« chesterleitung tn leidlich befriedigender Darstellung und ange- mrsfenrr Ausstattung Leobofrat Bei 2 - - Rheingvld einen FortfchnN gegenüber ben irüderen Panier ** Bet ben Erneu erungSarbeitrn ,m mar wurden im DeckeugewSlbe herrliche Vie Reife de; Kaifers. Baden-Baden, IG. Nov Der ft* a i f c r hat um 3 Uhr 30 Minuten die Weiterfahrt nach D o n a u e f ch i n g c ii aitgctrelcu. Zur Berabschiedung waren auf dem Badn- hofe anwesend der Olrosthcr og und die Ofroßherzogin Luise, ferner der preußische Gesandte v. Eisendcckzer und der Gene- raladiutant des i^roßherzogs Dürr. Donaueschingen, 16. Nov Ter Ä'a i s e r traf mit Olefolge in Sonderzug um 6 Uhr 50 hier ein. Nach Herz- lidici Begrüßung durch den Fürsten von Furstenberg fuhren der .staiser und der Fürst zum Schloß. Am Portal des SckZosseS uniroc der Staif cr, der die Hofjagdunisorm trug, von der 'Fürstin zu Fürstenberg und dem Prinzenpaar OJott» fried von Hohenlohe empfangen; ferner waren $um Empfange anlvesend die stinder des Fürsten von Fürstenbcrg, weich' letzter die Uniform der Marineinfanterie mit dem Bande des Schnmrzen Adlcrordens trug. Aus dem englischen Gberhans. London, 16. Nov. Lord LanSdowne teilt mit, daß er in ber zweiten Lesung der Finanzbill bte folgende Gut' schließung emjrnigrn würbe: Ta» Eber bau» ist nutze berechtigt, feine Zustimmung m dem Okiev zu geben, bi» es dem Urteil des Landes unterbreitet wurden ist. Bei der am Dienstag im C ber ba u4 abgego.nrn Er- ftäruru des tcr;4 firne war bas i>ae» oerhättnismu^g fd/roc*. | bextt; bz Erklärung war Umtr erwartet worden ,>n den le.'frn lancii aber b-i«nngcr brfanntc Xktrr au* Ü.stn tim nb* bat bi*oct nur an au»l2i-on'ra fünfen t» tlgeinnunen uno war aud) t*i Schwergeivi :4» ÄJiihitunKn unter den ersten Siegern zu finden Al* erst.» loar standen vni.nb* und Macdönald gegenüber, ti. ung strich c.ict t::n Angriff über und besiegte einen fchw.ict-'.ren 1 nrr di 6 Minuten Al* zN' les Paar folgten H wn.ind) ‘Jntcrfon. Auch h^r Hegte die 1; erlegene Äraf: Roden idwn in 7 Mmut n 2tnteaon leite auer gegen bie N ^oer Brvteft cm m t der Begründung. IKoOenbufd? jei Schwergewt mqcr von über 100 51>DTromm ndrix’.ftbtvrre unb gebürte ul in fine Vetd tKirtdf* Äontun c i i Als drittes Paar ottie ber Jamburg gegen Bernorb lc Boudxc «rranLeiih ringen traf aber nicht cm; cs nuifltc deshalb Vorrat Belgii Vernarb ringen In diesem Lampie konnte man io r.cht I b.'he Tednul de* Franvfen benmnbem unb au b Sarrat »ei-I fiCi als routinierter sirnger; er verteidigte ich sehr nut NM trnd>tc mehrere Male Bemard m Eesahi Nach 13 Minuten iahte Bcrnuib feinen Okgner mit Untergriff von hinten. nmdM einen nallfdnnntg nach hinten unb hielt feinen Wegner im :-er Brücke reit, fodaß er sich nicht mehr beraiumnnbcn konnte iXint and mittag f'.nbai zwei unb in bet Abmbtx?rittHung drei ÄamNl statt. " Gestörte hochzcit-sreude In einem nicht allzu tveit von ließen gelegenen oder hessischen Dors soll« dieser Tage eine yodMeit stattfinden, zu der recht große Bor« bereihingen getroffen worden waren Man hatte allein etwa stvei Zentner Mehl zu ÄudKn verbacken Zm letzten Augenblick wurden aber die geladenen vochzeitSgasie wieder abbestellt, da der in einem anderen Orte wohnende Bräutigam zwar im Elternhause der Braut erschien, aber nur feine schon dort den üblichen .iZichzeitstleider nut den Worten uirüduerlangte: „Aus dem Spaß ck>e wird nautr Untz damit zog er von bannen. = Wiefeck, Itt. Vkov. Nächsten Samstag, 20. b. 9U wirb Dr. Echoeneinann au« Darmstadt im VIuftrage -, 16- iflßelötr.er 5e em end tot) seiner Aussage ,fau 36ab, bie bähe Mraufflfubxinj ta Areid gab 5cher Lnö prnurkehrtt, bie ,r; mir dem bemerke efc Scher hielt sch r tarn Ii ti u trunlfliem Juit !> Mn Frau scheid h m vur- oder fünf I I -r vr_:n ar. Nm stop? I |»f Ara Schlü'enden Ifechte ih» den 3d)ni I r uid) iic neunjährige ■ v. 0re Ämter imchl- I sren sei Lelzer ver Kanalisation hergestellt werben. Von dem ersten Vroiekt. ferl Quellen auf ber Seite nach Münchhalzhaiisen zu auszuf iche». ist man abqekommen. Tie Quellen werden bei ben ctr»* brüchen nach Llein-Linben zu gefaßt. <•) Bettenhausen bei Lich. 16. Nov Tas schreckltcht Schicksal des in Vorra« ermordeten Lehrer« ehr / '«* feruqer hat hier in seinem früheren V'.rktingdorte eil gemeine Teilnahme erregt, fertiger war hier bi« 11.. Fahren al« Lehrer tätig und erfreute sich al« lüdittge: Lehrer großer Beliebtheit tirft bet Tod seiner /'tau vo: etwa 2 Fahren veranlaßte ihn, sich in feine Heimat iw4 Rheinhessen zu melden. x Freiensteinau. IC. Nov Tai Projekt zur Erbauung einer Kleinbahn von Schlüchtern über sei münster-lllmbach hierher scheint feiner Lusführun 1 nuhet zurücken Der fereiö Schlüchtern laßt zurzeit tirhebuM« durch BetriebSinsveklor Micke! anstellen. 4- Frischborn, 16. Nov Bon der "^endarmeru Lauterbach wurden gestern von den hier lagernden Zigeunern zwei sunge Burschen verhaftet unb nad Lauterbach gebracht. Der eine soll wegen Diebstahl*, be andere wegen Entziehung der Dehrpilicht von den Behörtza verfolgt werden. -g. Grebenhain. 16. Nov. Wie gefährlich d« Zigarrenanzünber sind, die man in l»tzter Zeit m txrln Wirtschaften auf ben Tischen stehen sieht, geht daraus hervor, baß tn diesen Tagen kurz hintrrrinonier auf drei »er- ich .denen Stellen diese Dinger erplodierten. Es :'t !*aL daß unter diesen Umständen bie gefährlichen Ben;radneidcr Johann Lang- guth in seiner Manfarden-Wohnung in der großen Sand- gasse. Cr führte ein sehr kärgliches Leben und galt für lütter arm. In seinem Nachlaß wurden jedoch außer einem geringen Bardetrag an Wertpapieren mehr als 15000 Mk. gefunden, die von der Amtsanwal.schäft beschlagnahmt wurden. (DriginaktDrafyfmclfcungen« Die Reform der bayerischen Retchsratdkammcr abgelehut. München, 16. Nov. In der Nachmittagssitzuna der Kammer der Abgeordneten begründete M u c l l c r - V o f (Ltb.) einen Antrag auf zeitgemäße Reform der Retchsrats- kammer, nach welchem die Vertreter der einzelnen vaupt- erwerosgruppen, die freien Berufe, die tzochlchulen und Städte Sitze in der Reichsratskammer erhalten sollen. Geiger .Zentrum) gab zu, daß der Wunsch nach emer zeitgemäßen Reform der Rcichsrätekammer an sich berechtigt sei, aber das Recht der Krone, nachdem diese selbständigen Einfluß auf die Zusammensetzung der Kammer habe, könne unter der Regentsclmst nicht preisgegeben werden . Mueller- München (Sozialdemokrats _ trat für die ganz- lidje Beseitigung der Kammer der Reichsräte ein. V r i e g e r (Freie Vereinigung) erklärte, seine Partei stimme dem Anträge zu. Ter Minister des Innern, von Brett re ich, führte aiis: Die Beseitigung der Rcichsrätekammer sei . unannehmbar. Das Zweilammersystem bestehe in allen Kulturstaateu. xer untrag schließe zweiseilos eine Beschränkung des Eruennungsrechtes der Krone in sich. Die Frage sei deshalb wahrend der Regentschaft größter Vorsicht zu bel^andeln. Nach kurzer weiterer Debatte wurde der Antrag Mullcr-Dof den Sttmmen des Zentrums und der Sozialdemokraten gegen. Liberaleii und die freie Vereinigung abgelehnt. entdeckt. _ , , Straßburg i. E., 17. Nov. Nach der jetzt erfolgten Beendigung der Luftschiffmanöver in Kö l n sollen die beiden Luftschiffe P. I und M. II dieser Tage nack) Metz überführt werden. Bei ungünstigem Wetter werden die Luftschiffe mit der Bahn befördert. Z. II bleibt einstweilen noch in Go tha, 16. Nov. Die Fortsetzung der Luftreise des P. III wurde endgültig aufgegeben. Der Ballon wird entleert und mit der Bahn nach Bitterfeld geschafft. ^verbrechens z« <»,. I ^cherenichleiser I V, """durg c»t, uon aj " bloßen LchnnnM -Ü ®an l^ibl rt I umm inurfcc geficin I u 9o’^^n’terichfl't *1 “ yu Silogiamm Qri, W ™- danmier aut.^1 J Wannte Peler ^lanüisäxn 5oukuritwW ls ersies Paar fianbtnil 5 9ing gleich cnttil 'Wacheren Gegner is | folgten Noder.busch «- L V-e M R^nbltzW «wer gegen ^die Viederq W kiibnsch sei TchwergrivitzM «'-schwere und gehörte y ■ Dritte- Paar füllte ■ iNüntreich) ringen. (hficH alb Varrat ^Lelgienj i ■ konnte man so recht; ■ Reste Täglich Eingang moberner u. iolider Ltoffrcfte ür Herren-, Damen- tu Kindcr- ISardcrobc, Paletots u. f. tu. Aeußerst billige, aber streng feste Preise. Jetzt täglich geöffnet von vormittags 9 Uhr bis abends 7 Uhr. Gießener Reste-Lagcr Rcuenwcg 28. 16250 meister Dr. Dittrich-Leip^ig, Oberbürgermeister Holle-Essen a. d. Ruhr und Oberbürgermeister v. Borscht-Munchen. Tuttlingen, 16. Nov. Bei der Landung des schweizerischen Ballons „Mars" geriet ein kleiner Knabe unbemerkt unter die fallende Ballonhülle und erstickte. Er wurde erst nach einigen Stunden als Leiche Wilhelmitraste » . ist 6-Zimmer - Wodnung mit Bad und Loggia ver sofort zu vermiet. 5143! Birkenstock & Schnetder. oü' inan'", g-ht plädierte gefährllch " t{ * isä P den XtreiSamtinann Muhl vertreten, der eine Herz. «he Ansprache hielt und dem Bürgermeister Fatum daS ihm Ivcm Gcoßherzog verliehene Ehrenzeichen für langjährige -nie Dienste am Bande des PhilippsordenS überbrachte, »rrr Beigeordneter Wolf erhielt eine ehrenvolle Belobigung -reb das KreiSamt. P Schlitz, 15. Nov. Zum 150. Geburtstage Frie- ,ch Schillers veranstaltete der Verein zur Förderung der 4«meinen Bildung gestern abend in der Turnhalle eine Seiet. ßSfnet wurde sie durch einen von einer Dame gesprochenen Pro- ,a folgte der Priestermarsch aus Athalia. Die besten hie- ÜV,'n musikalischen Ärästc hatten sich zur Verfügung gestellt und 'Xn Vorzügliches. Die Glanzleistung des Abends war ;edensalls •, Festrede von Aktuariats-Assistenten Peppler. In schwung- Vortrag beleuchtete der Redner das Leben und Schäften Äillers Reicher, nicht endenwollender Beifall lohnten den Ätecher Weiter kamen zum Votttag die Lieder „An den Früh- und An die Freude": die von einem Toppelguartett s.hr 7 vorgetragenen Lieder hatten jedoch sichet noch mehr Bei- .vr gefunden, wenn sich eine den räumlitiKti Vethaltniften ent- »eckende größere Anzahl Sänget beteiligt hätte Seht reichen 3>;faH sanden auch die Schülerchöre „Reitttlied und „Mit Pfeil, dem Bogen", sowie die von Schülern der höheren «raetschule und Volksschule vvrgettagenen Deklamationen, Epi- ’vn aus der „Glocke", Monolog und Melchthal-Szene aus Iilbelm Tell". Als musikalische Genüsse, welche noch geboten »7rden, sind zu nennen Trio Nr. 2 Satz II von Beethoven >u»d Trio Nr. 6 Satz I von Haydn. L. ^riebbera, 16. Nov. Unsere herrliche Stadt- Ikirche, der sog. Wetterauer Dom, welche erst im vorigen ;chre ein neues Orgelwerk erhielt, wird jetzt auch Heizung «kommen. Kirchenvorstand und Gemeindeverwaltung haben dafür ausgesprochen. Die betreffenden Pläne liegen den oberen Behörden in Darmstadt vor, an deren Genehmigung .,ohl nicht zu zweifeln ist. - Ende der nächsten Woche wird icr eine zweite Schillerfeier stattsinden. Ste geht vom ■ trbrerfeminar au5 und wird mit der Feier von Groß. «rzogS Geburtstag verbunden. Es ist die „Braut von Ressina' in Aussicht genommen. Der Chor ist über hun- 6293] Schön möbliert. Zimmer an Kaufmann ob. Beamten zu verm. viäheres Seltersweg 89, Laden. 08964] Fr dl. möbl. Z., sep. Emg., billig. Schulstr 11 ll. «Stadtvou». nmib auch Danat chl teibigte sich sehr gm zl irsahr. Nach 13 lin-J ergriff von hinten, null fielt seinen Gegner in *1 rtmiuinben konnte, it ] «idvvrstellung drei eube. In einem n>:I oberhessischen Dors sol» l, zu ber recht großes ren. Mn hatte olle] i verbacken. Jin Hlal en HochzeitsMeM 1 Orte woljncntV M1- raut erschien, m istleider mit beneid sche wirb naut!" Ür) len Samstag, 20. b. "J irmstabt im Austrage M tschastlichen GenosskaiL: t« einen Vortrag übet ü Düngers bet M i Landwirt von gnn große Beteiligung jj’ jedermann frei unbll rflichtungen deS Rese« 16. 91o». Unit"* [ enbgüttig | Zugloch I°° m dem erfitn tjoljtjaufcn !«,«* ,n w--d-° b->b,n “ Ms i verh^MB^ hiQ*» ""9 bk,9bt'^:J > Gedi. > <1 ei9ers abgehou J ©em i'o 9 em. 34 ^■159 ieH eitern Qonnif. / > «der Nacht i*. n &***■> l bl,,b -mii cir,1 ,V, °°"> SumbBtJ li>l,l> über de» 1 089661 Alte »laschen und Krüge kauft 9t. Körber, Rodbeim. Slr.40 °ber geeign. Haus 'kJUUlvlvl zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 08955 an den Gießener Anzeiger erbet. 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Endlich packte . er Kruger an dem Kopf, hielt ihn fest und schvß dem Schlafenden eine Kugel in t:~ . brachte chm den Schnitt in den Hals bet. Nachträglich bat auch die neunjährige Tochter der Frau Scheid erklärt, baß ihre 9)hitter nachts mit einem Manne im Zimmer petvefen sei. Selzer verließ nach der Tat das Haus. 089101 Möbliert. Zimmer zu ver mieten._________Löberstrcrße 3 l. | LAden etc. j Zum 1. Januar 1910 14762 Laden (seither Friseur-Geschäfts in der Babnbofstraße zu vermieten. G. Paul, Bahnhofstraße 62. 2 Stallungen mit Bodenräumen alsbald -,u 08857] Gme Geige zu verkaufen. Näb. bei I. Buck, Roonstr. 24. Aus einem Nachlaß sofort zu verkaufen: 6110 1 Eßzimmer, komplett, 1 Wohnzimmer „ . beides sehr gift erhalten. Nah. bei Schreinermstr. Haas, Bleichstr. 8. 71. Havvcl, Rodheimer Str. 40. 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