Nr. 195 Erstes Blatt 159. Jahrgang Samstag 21. August 1909 Der Siebener Anzeiger erscheint läßlich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal roöcbentlid) Kiehener.>samiiienbIäNer; «vermal wöchenil-Ureis» blatt jur Den Kreis (Siegen (5)ienC'ragunbyreitnq); zweimal ntonntl. Land» wirtschaftliche scitsragea Feriisorech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, ML" General-Anzeiger für Oberhefien Annahme von Anzeige» V » ® I I hir die Tagesnummer ß0fafl0n$bru(? und Verlag der vrühl'schen Untv.-Vnch- »itb Stcinbruderet K Lcmge. Btöattion, Expedition und Druckerei: 5chttlstratze 7 VIS vormittags v ntjr. oCjiiqo^ .-Ct monatlid)7.r» 4i., menet» iährltcf) Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel» jahrl. auSscyl. Bestellq. Zeilenpreis: lokal IbPft auswärts 20 Psemrig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; i Fcuille- ton und .Vermischtes* K. Neurath; für .Stadt u. Land* und „(Scrid)ld- saal": E. Hetz; iür den Anzeigenteil: H. Veck. ■sran w. Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. politische Wochenschau. Gießen, 21. August. Es ist stille Zerr, kie hohe Politik feiert und an den politischen Stammtische.! muß man fid) damit begnügen, ölten Kohl aufzuwärmen. Mit streta allein lassen sich die Kosten der politischen Unterhalte nicht bestreiten. Es wäre indessen sehr verkehrt, wenn man die Krctafrage nur so obenhin behandeln wollte. Was gehen uns die Meter an? Direkt natürlich Nichts, seitdem wir klugerweise das Konzert der Schutz- mächtc Kretas verlassen haben. Aber bei dieser Sachlage Dürfen wir es doch nicht vergessen, daß es sich bei der jetzigen Kretasrage um viel mehr handelt, als um Kreta. Die neue Türkei ist darauf bedacht, ihr Prestige zu erhöhen, ihre Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu betonen, um vor allem ein weiteres Absplittern der Völker und Ländchen des ottomanischen Reiches zu verhindern. Bosnien und die Herzegowina mußte man blutenden Herzens dahin geben tfrtb Bulgarien mußte man endgültig fahren lassen, denn die innere Krise dieser Zeit macl)t jeglichen Widerstand unmöglich. Man müßte schon zufrieden sein, wenn die anderen Mächte die innerpolitische Entwicklung der Türkei nicht noch auf andere Weise störten. Nun sind die inneren Krisen des Türkenreiches in der Hauptsache überwunden, ■Ruhe und Ordnung sind allmählich wieder zurückgekedrt und man mutz nun natürlich darauf bedacht fein, die Stellung des Reichs auch nach außen hin zu stärken. Anderseits'haben nun auch die sogenannten Sch-utzmächte, Rußland, England, Frankreich und Italien großes Interesse daran, daß das Selbstgefühl der Türkei nicht allzusehr wächst. Wie leicht kann die aufgeklärte und reorganisierte Türkei auf den Gedanken kommen, auch andere ihrer papierenen Besitztitel einer genauen Prüfung zu unterziehen. Man denke nur an Aegypten. Jedenfalls wäre das sehr unan- nehm, und die Mächte wollen den Türken daher schon bei Zeiten ein „bis hierher und nicht weiter" zurufen. In diesem Sinne ist die gemeinsame Note zu verstehen, die sie jetzt in Konstantinopel haben überreichen lassen. An deutlichen Drohungen fehlt es darin nicht. Die Türkei darf- in der Kreta frage nur mit den Mächten verhandeln, jte darf keine Kriegsschiffe und Truppen nach Kreta schicken uiw. Zähneknirschend und mit der geballten Faust in der Tasche müssen sich die Türken diese Tehmütigungen gefallen lassen, lieber Kreta aber flattert lustig im Winde die — griechische Flagge. Kaum haben die Schutzmächte sie herunterholen lassen, da sind kletterlustige Kreter schon wieder dabei, die griechische Flagge zu hissen. — Ein kindliches Spiel mit ernstem Hintergründe. Bei uns in D e u t s ch lan d herrscht jetzt int großen und ganzen politische Stille. Die Reaktion auf die erregte Zeit des Kampfes um die Finanzreform, der ein Systemwechsel in der Regierung herbeigeführt hat. Man wird sich in die neuen Verhältnisse erst einleben müssen und namentlich der infolge der Steuerabwälzung verschiedentlich herrschende K l e i n kri e g. nimmt die Gemüter in Anspruch. Bier und Tabak müssen „bluten" war bei der Finanzreform eine Hauptparole, und nunmehr, wo die neuen Steuern Geltung gewinnen, wehrt man sich auf das entschiedenste, freilich nicht so sehr gegen die Steuer an und für sich, als gegen die übermäßigen Ausschläge, die verschiedentlich Produzenten und Verkanfsvermittler sich herausnehmen zu tonnen glauben. Diese Stimmung wird zweifellos auch bei den bevorstehenden Ersatzwahlen zum Ausdruck kommen und wie schon in Weuftabt zu einer Vermehrung der radialen Stimmen führen. Von der Einigung der Liberalen ist es ziemlich still geworden, ja man sieht sogar, daß sich Nationalliberale und Freisinnige in Coburg lebhaft befehden, während man sich allerdings in Arnswalde auf einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt hat. Daß beide Gruppen tu der kommenden parlamentarischen Session wieder zu einer schärferen Stellung gegenüber der Regierung treten werden, ist nach den Vorkommnissen der jüngsten Monate erklärlich unpvamit scheint man auch in Regierungskreisen zu rechnen. Man möchte aber auf die Mitwirkung der Linken doch nicht ganz verzichten und so erschien kürz- lich in einer großen Reihe von Regierungsblättern ein gleichlautender Artikel, worin daraus hingewiesen wird, daß die Regierung keineswegs gesonnen sei, die Linke völlig aus- zusä)alten, sondern daß man ihre Mitarbeit sehr gern m Anspruch nehmen würde. Ob die Linke auf diesen ausgeworfenen Köder freilich anbeißen wird, i|t eine andere §Eine andere parlamentarische Angelegenheit dürfte demnächst wieder mehr in den Vordergrund rücken: die Frage der meckl en b urgis che n Ve r f a s su n g Bekanntlich haben die ritterschaftlichen Stände der beiden Mecklenburg den von den Regierungen vorgeschlagenen Verfassungsentwurf glatt abgelehnt, weil man es in jenen Kreisen eben beim alten belassen will. Nun hat in diesen Tagen der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz einen generösen Beweis feines Entgegenkommens gegeben, indem er außer den bereit* gewährten 2 Millionen noch 10 Missionen Mark aus feinem Privatbesitz herzugeben sich bereit erklärt hat, um die Finanzen seines Landes auf einen festen Fuß zu stellen, wobei ec aber mit Recht auch eine Nachgiebigkeit feiten» der Stände in der Verfassungsfrage erwartet. Man darf ge- 'spannt darauf sein, wie die mecklenburgische Rltterfchai^ den edlen Schritt des Großherzogs beantworten imrd; allzuviel Optimismus ist in dieser Hinsicht bei der dort herr- f chenden Gesinnung kaum am Platze. Nicht ohne Interesse hat man von dem freundlichen Tepeschenwechsel gehört, der dieser Tage zwischen dem Kaiser von Oesterreich und dem in Manenbad zur Sur weilenden Könige von England stattgefunden hat. i.can konstatiert, daß das persönliche freundschaftliche, Verhältnis . stoischen den beiden Monarchen durch die jüngsten Orient- ereignisse nicht gelitten hat. Auch die englische Messe, die P.on diesem Depeschenwechsel Notiz genommen hat, nimmt jetzt Oesterreich gegenüber eine Haltung ein, die erkennen läßt, daß man ein lenken wiss. Geordnete Zustände ersehnt man in Oesterreich jetzt auch auf parlankentarischem Gebiete. Während auf berti Gebiete )er äußeren Politik alles aufs Beste bestellt ist, und Baron Aehrenthal für seine Verdienste bei der geschickten Leitung seines Ressorts anläßlich des Geburtstages Kaiser Franz Josefs in den Grafenstand erhoben worden ist, sieht es auf innerpolitischem Gebiete herzlich schlecht aus. Minister- rräsident Bienerth kommt mit den Parteien nicht vom Flecke, )ie parlamentarische Maschinerie stockt und die erneut cin- geleiteten Verhandlungen der Vertrauensmänner der einzelnen Parteien, versprechen wenig Erfolg. Die Regierung will daher auch, wie in einem eben veröffentlichten Kom municsus mitgeteilt wird, den Reichsrat nicht einberufen, onbern sich auf die Tätigkeit der einzelnen Landtage be- chränken. Rian glaubt, daß dies für die Annäherung der Parteien von Vorteil sein wird, indem man namentlich hofft, daß man sich in Böhmen wieder vertragen werde, was speziess für daS Zusammenarbeiten der Parteien im Reichsrate vorteilhaft wäre. Diese Hoffnungen auf Böhmen dürsten sich aber wohl als trügerische erweisen, da dort der Nationalitätenhader schärfer ist denn je.________________ Die Einweihung des Gsfiziergenesungsheims in Zalkenftein. w. Falken stein i. T., 20. Aug. Heute mittag um 12 Uhr wurde das Offizierhcrrrr „TaunuS" in Falkenstein in Gegenwatt des Kaiscrpaares eingeweiht. Fassenstern war mit Flaggen und Girlanden reich geschmückt. ^Ehrcn- psotten waren errichtet, darunter eine, die ein altes Stadttor ron 1257 darstellte. Boi günstigem Wetter waren große Menschen massen zusammengestromt, die den Kaiser und die Kaiserin bei ihrer Ankunst mit lauten Hochrufen begrüßten. Am Haupt portal der Anstalt wurde der Kaiser, der unter Glockengeläutc im Automobil in kleiner Generalsunifvrm von Gronberg euckraf, vom Kriegsminister v. Heettngen und dem Generalstabsarzt der Armee Dr. Schjerning empfangen. Eine Ehrenkompagnie des 116. Regiments erwies die militärischen Ehrenbezeigungen. Es sanden fitt) ferner ein die Kaiserin, Prinz Oskar von Preußen, der Großherzog von Hessen, Prinz und Prinzessin Fricd- nd) 'Karl von Hessen, die Kronprinzessin von Griechenland mit den Prinzen Georg irnb Alexander, ferner die kommandierenden Generale des 8., 11. und 18. Armeekorps, Ober Präsident Hengsten- berg, Regierungspräsident v. Meister, Landrat Ritter von Marx, Oberbürgermeister Dr. Adickes, General von Wachs, der Anstaltsleiter Oberstabsarzt Dr. Krebs, Verwaltung und Personal der Anstalt, die Donatoren und andere geladene Gälte. Die Regimentskapelle spielte den Choral „Lobe den Herrn". Der Kaiser nahm den Schlüssel des Hauses aus der Hand des bauleitenden Militärbauinspektors Weiß, übergab ihn dem Kriegsminister, und dieser vollzog die Oefsnung des Hauptgebäubes. Es folgte eine Besichtigung der Jnnenräume, wobei die Spender bei den von ihnen gespendeten Einrichtungen Ausstellung genommen hatten. Tie Majestäten sahen den großen Speisesaal unf> dre Griellschafts- räume mit Wandgemälden von Hans Bovtth und Röchling, die Wohnräume, die ärztlichen Untersuchungs- und Behandlimgsräume, die mit den modernen Hilfsmitteln der physikalischen Therapie auSgestattet sind. Alle Räume sind gediegen und ihrem .Zweck entsprechend hergestellt. Das Haus soll Offizieren des Heeres, der Flotte und der Schutztruppe zum Aufenthalt dienen, die sich in Rekonvaleszenz befinden oder in ihrer Gesundheit durch dos Tropenklima geschädigt find. Von den Balkons und den Bergen bietet sich ein prachtvoller Blick nach Cron berg hinüber. Der Kaiser nahm den Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie entgegen. Eine große Reihe von Gnadenbeweisen wurde bekannt gegeben. Nachdem die fürstlichen Damen das Gelände der Anstalt verlassen hatten sand eine Frühstückstafel statt. Hierbei saß der Kaiser zwischen dem Großherzig von Hessen und dem Pttnzen Friedrich Karl von Hessen. Gegenüber dem Kaiser saß Kriegs- mimster von Heeringen, rechts von diesem folgten zunächst bei Fürst von Fürstenberg, Geh. Kommerzienrat v. Passavant, Dr. A. v. Weinberg, .Major Krensky, Fabrikbesitzer Lanz, Dr. Sulzbach, Kommerzienrat Gluckert, Kommerzienrat Herz, links Generalstabsarzt der Armee Dr. Schjerning, Freiherr v. Goldschmidt- Rothschild, Bankier W. v. Krause, Geh. Baurat Dr. Rathenau, Kommerzienrat v. Borsig, Generalkonsul K. v. Weinberg, Baurat Ritter, Geheimer See Handlungsrat Schubett. Ms einzige Tame nahm die Oberin Freiin t». Jorstner teil. Jin Verlause des Mahls erhob sich 'der Kaiser zu folgender Ansprache: „Es ist das Vorrecht des Obersten Kttegsherrn, neben bie Sorge für bie Landesvetteibigung auch die Sorge für das Wohl her bie Landesverteidigung verbürgenden Herren zu stellen. Schon in der alten Zett hat der große König ,Laeso et invicto milin" da« Haus für Militärinvaliden erbaut und damit die Wege gewiesen, die der König von Preußen in der Fürsorge für invalide Krieger zu begehen hat. Am Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts ist allmählich eine erstaunliche -Tätigkeit eingetreten auf allen Gebieten der Fürsorge für bie kranke unb terbenbe Menschheit. Die Anstalten, Sanatorien unb Stiftungen, rcie sie in ben letzten 25 Jahren in unserem Vaterlande entstauben sinb, zählen nach Tutzenben. Leer ausgegangen waren aber bie Führer unseres Volkes in Waften unb es galt hier, einem broHendon Uebel abzuhelfen. Es war eine schwierige Ausgabe, denn lie lag weniger auf bem Gebiete ber Krankenpflege; sie sollte vielmehr Offiziere, bie im Dienste überanstrengt waren, ohne bireft eine schwere Krankheft zu haben, in die Möglichkeit versetzen, ihre Kräfte wieberzugewinnen. Das war bie Basis für ben Plan unb es war bas erstemal, baß auf diesem Grunde ein Unternehmen ms Leben gerufen werden sollte, zu dem, wie ich hoffte und wie es sich zu meiner Freude auch bestätigt hat, weite Kreise umeres Bosses beigetragen haben. Die Stifter, die heute hier erschienen und bieienigen, bie in ber Ferne weilen, bie Stifter, bie bas Grundkapital gegeben haben und die Firmen, bie burd) ihre Schenkungen bas Haus haben einrichten beffen, sinb mir verstänbmsvoll entgegengekommen. Wie ich aus bem m,-Unbe vetschiebener Herren vernahm, schon als ich mit meiner Anregung an sie herantrat, bestätigten sie, baß unter ben Bajonetten und den Geschützen unserer deutschen Armee Hanbel und Wandel sich in überwä'.ttgender SBeir haben ausbilden können und Industrie, Handel unb Gewerbe ben Ausschwung genommen laben, dessen wir uns heute erfreuen. So find die Mitglieder d°r Erwerb "stände mit Freuden bereit gewesen, auch für diejenigen :U sorgen, hinter deren Schild jte sich ihres ruhigen Erwerbs 1 erfreuen dürfen. Tas Resultat der Tätigkeft Manner, welchen ich hier in meinem Namen und im Namen der ganzen Armee meinen herzlichsten und tiefgefühltesten Dank cniafprcdK', steht uns vor Augen und sott denrtiächst feiner Besttmmung über • geben werden. Ich hoffe, daß die Anstalt meinen Erwartungen und Wünschen entspreck>en wird, ich hoffe, daß bie hier euifchrcwx-n Herren, seien sie mm aus ben Tropen zuri'ickgekehtt^unb von sclpoeren Fiebern geschüttelt ober burd) einen schweren Sturz verletzt ober durch Krankoeit e übermitteln. Allen Redner .1 für och ixrr «of. 7rren bei: Zant der Innung für dir Kirrungen au- I Tie iRitflhebct, bie bet Innung von An tonn an arqe hären, mürben jurd) Ehrenurfun den ausgezeichnet, mim ad) bie Herren Hch. Faß, Ludw tronenberg, Silb ‘Jonge, Fntz Schreiner und Friede. Hennings Auch dem Sprechmeistrr der Inming, Herrn «Hermann mürbe in Anettenming feiner ,etzt vvan;ig,ühr»gen etrrigen läLq- feit die gleiche Ehrung zuteil Irr unterhaltende Teil bc# Adenb brachte neben »on^ertmufif und (*fang4Dorträqen des Jtaffrlrr man Ölung* bi Iber „3m Lande her Märchen" und „Ein Fest im Elsennnlde", bie von Töchtern und lohnen J)iefiger Bäckerin erster sehr hübsch ausgeführt mürben. Sechzehn Backermeistertochter tanzten bann noch einen allerliebsten Trcirreiqen, der zum Bal l überleitete. Erst sehr spät »vor Has schotte Iubiläum-sest zu Ende. -- Äm Ire »tag mürben mit einer vergnügten Wag en fahr t z n m Schiffende rg die Scranfialhingen her Tagung beendigt • • Stenographie. Wie out dem Anzeigenteil ersichtlich ist, eröffnet der (Bobeltberger Ltenographen-Derein (gegr. 1861) am Montag in seinem Deremtzimmer im 1. Stock detz Las- Ebel roieberum einen Kursus für Anfänger Bewährte Unterrichtßleiter bieten den Anfängern die Sicherheit für eine gründliche Ausbildung, wie auch die sonstigen (hn- richtungen bett Vereine (eine umfangreiche Bibliothek, Vortragsabende, Schreidinaschinenkurfe u. s. w.) den Mitgliedern Gelegenheit zur Fortbildung auf anderen Gebieten geben. Die ständig im Gange befindlichen Fortbildung--, Redeschrift- und Praktikerkurse sorgen dafür, daß daS m den Anfänger- lurfen gelernte gefestigt und weiter ausgebildet wird. • • 200 Unteroffizier-Vorschüler an- Weilburg trafen geflern vormittag hier ein. Tie jungen Leute haben vier Wochen Jenen und reiften von Hieben aut in ihre Heimat. Etwa 60 der angehenden VaterlandSverteidigei nahmen ihren Weg noch Frankfurt a. M., 150 nach Thüringen. Sachsen und Brandenburg. • • Getreideblnbe maschine. Um ben Landwirten Gelegenheit zu geben, eine gerade für die diesjährige Ernte wichtige Maschine im praktischen Betrieb zu sehen, veranstaltet bie LandwirtschaftSkaminer für das Grobherzoglnrn Hessen am DienStag, 24. August, hier auf im Lahntal gelegenen Grundstücken bie Vorführung einer Binde» Mähmaschine füi Lagergetreide. D Groben-Linden, 20. Aug. Unser langjährigei erster Lehrer Karl Bernhardt ist im Alter von nahezi 70 Jahren geworben, lfr hatte das Lehrerseminar Friedberg besucht und trat 1860 in dm hessischen Schuldienst, ir dem er etwa 46 Jahre tätig war, biS ihn em Leiden zwang, m ben Ruhestand zu treten. Er lebte feitbem in Darmstadt, wo er auch beerdigt wird. W. Bad Rau heim, 20. Aug. AnS Anlab bet Namenstages des Drob Herzogs findet am Mittwoch nad)mittag auf ber Terrasse Festkonzert und Tagfeuermctl Halt; am Abend grobe bengalische Beleuchtung bet ParkeS und der Terrasse und im neuen Konzerthause je ft ball - ---- Bad - Nauheim, 20. Aug. B:S gestern und 26 5 1 9 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 6076 anwesend waren. Bäder wurden diü zum 19. August 807 027 abgegeben. s. Da r in Habt, 20. Aug. Auf beut Truppen»Uebungo- platze Darmstadt hat beim Reiten bav Pferd des Hauptmanns Schön von bei 12. Kompagnie der 118er gescheut sich hochuefieltt und seinen Reiter adgewarfen. Haupt- mann Schön blieb bewustlos liegen und hat schwere innere Verletzungen erlitten. TerVcileyte liegt zurzeit, da er tranS- portunfäbig ist, in der dortigen Revieikrankenstube. w. C f i e n b a rb. 20. Aug. Sämtliche sieben Opfer des gelingen Unglück-ialleS an der Gerberinühie sind nunmehr geborgen. Die letzte Leiche wurde heute nachmiltao t4 Uhr gelänbel. Die Leichen würben nach dem Sachsen- Hauser Friedhof gebracht. U Marburg, 20. Aug. In der heutigen Stadt- verordneten-Eitzung wurde endgültig der Wiederaufbau des abgebrannten städtischen Elektrizitätswerkes, vorläufig des Östlichen Flügels, nach den Plänen des städtischen Bauamts beschlossen. Tie Gesamtkosten deS ganzen Projektes stellen sich auf 85 DUO Mk. X Von der oberen Sch >vaIm, 20. Aug. In ganzen Tale ist jetzt bte Ernte nn vollen Gange. Ir Roggen ist bereits eingefahren. Soeben werden Geilte und Hafer geschnitten. Der Weizen in noch west zurück; sein. Ernte dürfte erst nn September erfolgen. Alle Fruchtartei liefern sowohl in Römern al» in Stroh recht gute Erträge TaS GrummetgiaS der Wieien verspricht fbeiiraQt einen völligen Ersatz der dürftigen Heuernte — Die eigenartige Witterung unseres Sommers lchemt der Entwicklung der Wespen dronbert günstig gewesen zu lein. Speisezimmer, Rüchen und Äonatsräume wimmeln von diesem lästigen Ungeziefer. QtHebenfopf, 19 Aug Unter grober Beteiligung her Lehrer des üreife» und einiger tirrit- und Crt»id)Ul- infprftoren fand treuie babier bie bie^idbngc Rreistedr r- ncijainmlung statt Au» der reichhaltigen Tageborbrung heben wir Iwroor bie BoNräge Herrn Cberlebrrv Frenbi auo Weilvurg über die Grundlage der Wetter uorberfaqc und de öfinulidicn Wetterdienste»' und de» Herrn Mehrer Eloesi au» Rodl oim a. d B über ..die Grenzen der Religion und "•'iininviHenfil'aft mit besonderer Berück jirhhgun.i von Deckel» &clirätfrln “ Bilde Redner fanden ben wohlverdiente' Beifall der Versammlung Ter bekannte Leiter bet Weilburger Wetterdienstes hob Monber» hervor, ban bao grobe Bubst« um viel ach zu hochgespannte Anforderungen stelle dezügt. der Borhersa k Eo iühten mehr irre ictiber von totalen „Wctiermachern bie ört tirtwn Yerbdltrnfi«* berücksichtigt werter auai kamen d e tcleproi.i|i.Ki; Zuleitungen »ehr oit perfnimmeU an Jur Merbft soll der Rachrichiendu.tch noch ern'eiier: .v :p. n tikti ist eine Filiale de» Seitburger Institut» in ’arburg in Aussicht genommen. I;ti Schluß der Berdandluli.it b l- beten bie 'Vtutalunqcii de-> Vorsitzenden. Herrn 2 inbrai Ir. Danieis, über bte Ausfübr.ing?destimviungen zu.n neuen Lehre rbcj oldun gsge j e y. h. Münchhausen (‘TtH-flreiO, 20. Auq. «Äro^eS Unheil bot ein toller Schäferbunü «m Crte Münchhauen angrttdjteL Urber vierzig von ihm gebißene Rinder mußten getötet werden. Mehrere von ihm gebißene Personen mußten «ich zur Schuk mptung nach P.-rlm begeben. : a li. . 20 Auq ' Iir tat ; . t ref:grfirUt, daß der feit der Rächt zum Mittwoch ber?;a;!ete 2kcrn al» Babu räuber nicht m Betracht ! ommt. Zer Ber ha stete, namen* Josef Babel, wird ober wegen anderer Straftaten in Haft bei alten. X Hanau. 20. Aug. Ein h enges |unqeS, un- beicha.teneS Mädchen -’t in einer Wirtschaft zu Klem-Cle"- betm von Hanauer verheirateten Männern betrunken gemacht. mS freie Feld verschleppt und dort vergewaltigt worden. Tiefe Vorgänge haben seelisch derartig auf daS Mädchen ern- gewirkt, daß c6 erkrankte und jetzt nach Marburg in bte LandeS-Irrenheikanflalt verbracht werden maßte. Gegen die mutiiiablichen Täter ist die Untedudjunq ein gleitet worden. Mrbeilsmnrft in heften u heftcn Naftau im Juli 1909. Irr Bericht Smonnt hat keine entichiedenc Besserung auf dem Arbeitjmarfte gebracht Im Baugewerbe hielt »ich nach rotr rot der BeichostigrmgSgrad in mäßigen <4ren>en: in den Großstädten ist da» .Inaebot von Art 'k.'leasten doch und übet- »teigt bet ipeneni die Nachträge Für Die Holzindustrie gilt, soweit sie mit dem Baugewerbe im Juiammendang liebt, das gleiche wie für dreieS Tie Bautuchlerei war gering beschäftigt Auch in ben übrigen Zweigen überwiegen d«e un- günstigen Berichte In den Sägeiorrken waren leilrorne die Aufträge nicht au»reichend In der Jalousie- und Äutenfabri kotion ließ desgleichen der Ge'chäftsqang iu wünschen übrig flrbnltd). trenn auch nicht überall so ungünstig, lauten bie Mu tnlungrn über die Metall- und Mafchinenindustrie. Wenn auch einzelne Werke im Abcingau wieder den vollen Betrieb au'nehmen konnten, io lästig doch bie .Ingelegenheit viel ui wünschen übrig Fast alle grollten Arbeitsnachweise melden reichend' BeschäftiaungSgelegenli''il Größere Mamier Firmen Berichtemonat d»e Irntlaiiung jünger er Arbeiter forn>hen^ und in der Woche etnführen müssen Ai» Folge der neuen Tabaksteuer n »nn. daß jablr. - h< 3 i g a r r e n f a b r i f « n Arbeiterentlassungen Vornahmen ; ,n streuniach wurde leben bevor. Ungünstig war auch die Via< im Braugewerbe I men, hielt im öligem - hi Tie Bermittlungetatigkeit war hier besonders reye: sduihmaebrr. au!' ilienh ae'udii Eine Aus nabniestellung nimmt indes'en bie Schubfabrikation ein. der Ciienbadier 2? u!.u:fi ' ■ Le j v r ind fien war der «^ ' ' '! gang in der 'Bortefrntlleinbuürie und im •Sallier« ge werbe Die günstig sich gestaltenden Irrportverbilmtiie und ! nn und flieg die Zahl der neben .oien Gehilfen wiederum ter ! : n d n> i r t f di a f 111 befriedigend Zahlreiche Arbeitslose der Metallinduitrie stellen tad) Arbeit fräften Ivar al die Erntearbeiten im Juli noch meuui m Angriff genommen wurden Verbandes wurden, soweit Meldungen von den kommunalen bezw streiSarbeitsnachweiseii und Herbergen zur Heimat Vortagen. H—O I. < orbad) 4. Tarmstadl verberge zur Heimat 7, ÄormS v r H 12, Fechenheim 18. Weilburg 13, Marburg II. Wies baden H i H 15, Weilburg 16, Oberlabnftein 17, streuznach V i Sy 19, Fulda 23. Mi innad) 23, Hanau 42, Frankfurt a M H. H • 58. iHtcüen 122, Lrmburg 134, Tarmitadt 261. Wiven tauicii 300. Woruiv- 317, Cffenbadi 323, Friedberg 368, Mainz 496, stgssel 788, Wiesbaden 1143 und Frankfurt a M 3547 Zf. 3tnnö der 'Kit ilu-oer iuwachs der nuiunhdien Drnuberungapilidnigcn Mitglieder haben nur Frank'urt a M und L '.nbach a M erhalten, einen nennens- ; miEtmal nur w• ■ > i?-n t Die männlichen freiwilligen Mitglieder haben last überall einen i »ringen »Kudaana erfahren, während bet den weiblichen frei willigen Mitgliedern nur ganz geringe Iircrmen beürhen Jugendfürsorge im Kampf gegen Vie üubertulofe. Noch immer ist die Zchwindi'ncht der furchtbarste Sürpeeng-i der Menschheit. tnd»s wird und dai^ist tröstlich und ertreulid' 3abi m- bi emgeschrrnk.' .4-onchen 1878 und 1881 starben von . .trugt di BeehÖUnt»: .bl nur noch 19 Al» ein tvnäghdxv ‘lamvmiUcl gegen bt 'dnvtnbiudn haben iich die Hosvitaliiieruug. aanbiun.i zum Zwecke d> r rie .liolirtung, die dauernde Unterbringung schwer und unbeil rr Lungenkc nfn in gen intim Anstalten erwt ;t Leider fehlt bie Scknvmdsuht noch nicht unter die gern.-.ngeiäbduhm Ktrnk- ■ de. Nach de:- < jimaäoob in strankbe lv allen ui grn :dren TaS Bundes«,ort für Heimat- ■ ■ • ■ BflUte brt . ’Änr.rni r c»n v . v: ,tch nsx-. n>ne >n t en Seen und. ifolge der i . mit rt^xti Mit: in werk :-agn -ritcs, ette billmm studerdeilstStren schicht» Berstcn.'t *r (iU rn werden nch gegen die Ueterteinaara itert te puba, denn bc der Ber4«dernnsS«nstatten iete sich aiA beim Arbeiter btr Utter* »rue«B, reo dem Borzng der Anstalt»beh>:nte»»G vor ter n» läi.--» dausholi durch, und prahiftb bat die rtewadruns der ^.cwe« unterüühni».' in dreier Form nxc tndr:Jnfung :■ der AvSÄbmtG sta^-bürgerliches stechte nichr wetze zur Rotte UnrernhmchM (fitem, w-tch iich btt Heilßst : n>8an>'.ung ihrer Sinter tif o enttick Xest'n .-wter'M. bei dckS Bo:rn»udichaftSteLHchS Heenuuit zu brüten heb die l’limi bei ihren L -: - .enSverdÜD» nt im ndn in ter Lage das einzige nach äritliche» «eta*r» einen wesentlichen v 1 r .a ter'pretbeete Oe-leiiUfl ter Herz. ’^inenb* banMaeg für ihr: Ämter au'zuwenten. fo wirte letz di- Ablehnung t-S ihnen von der Oemnnte unmudthtb an zu. h-tenrn HeilvnNels al» M«»brauch ter Sorge fit dir Ben« ter Ämter darstellen und ten rwundichaftSnchter ans | 166t» heg Bürgerlichen Gesetzbuchs befugen, tem Batet das Recht der ceret iü: di: ’Btrcn der Sinter zu entzitden. den »intern Mir late ubung des LvraerechtS einen Bsteger zu bestellen und durch fr den. haft fe-.neS Rechts, nunmehr tenAuientdaN der Kinder r testiu-i- 'n deren Nn:e:brin>rr.na in einer He-."., tt- burl»u‘ileHL i Auch die Isylterung des Inrqenhanfni KindeS Läu i,ch — woraus ui einem Aust-v ter ..Soziale, Br ans" der tanbnAt« Etmel aufmerPaa mach: — qeststtzz ans eine Snpcherdung tzeß Äamffln.b'tnt:* letzt durchdrstckrn So ist eS önngmb zu wün'chen: die Gemeinden' tetirchtm» dieses ^stecht, schwer und unteilbar tnbertnls Kinder zu aiolirtflul al« ihre soziale Bilicht Es wurde kurziichnne Bolitik sein. Achl tem mit Hü* \proz ■ i e hf, aus Alton i unter ter AnNa w der vernichten und voll-ntetgW Nötigung Üolanter hatte, wenn er ter Anstalt verlieb, «alwigV Schmiete »ur Aufsicht über Bte klinge bestellt la» teenM 'i'r-.ge Mädchen verstand e» denn auch aulö teste, ter Mädchen ’M Sinne des . Hausvaters' iu „bearbeiten''. In den beiten lree| lauter Brozciien wurde iir i'urd) da Seugniö ter tadlieich^ o rnommtN -1 Mädchen »brriübrt, tem Leiter des AtvlS m xtl Anwmduii.i des Stockes und ter Peitsche qe.ten dir witerioenstigM Zöglinge nicht narhq-fronten zu haben sie gab an. dab ii' ei aus Furcht vor Uolanter und feiner Frau zu ten Mif-Hanoii.nggV ter Mädchen utergrgaiigeii fei. Steter scheint es dann ^1 Tiffertnirn zwiicki n ihr und tem Ute paar aekornrnen jn md denn tn ter r^erHandlung zcigte fich colantet ganz bnit.-rnwe darüber, dax bit als Jrugm vernommene Schmiede die einzelnM Untaten, die bis dahin von ckolanter kräftig bestritten teM rvarai, zuaestand und sich dabei auch selbst in ihren Auslagen N'chM schonte so gab sie zu, auf iteheiß des llolanter em MadchM tm Winter um 6 Uhr trüb nuf den kalten Hof testrilt zu bateM ivv da» Mädchen zwölf Stunden hindurch bis abrwte »i Uhr tm mit einem Hemd bekleidet und in »eter Hand ein schweres Bet^ Polster haltend, baiu über tem Jljpi«- ein naneg Bettlaken, »’ei*^ muitr. Ein anderes Madck^n prügelte fie aus lÄebeiB der vanM mutter" Galanter, das von unterer Mädchen über ent gezogen »vorten n>ar. In einem dritten Falle zwang sie tech Zögling Helene Bedn, ter den allg.mnnrn Skeisesaal nmatei reinigt hatte, ten Hot mit tem Munte auszunehmen. -: txvm hurter ter Hausvater Galanter dai M rächen an ten Haaren st Boden gezogen, und die Schmiede e» fv lange geschlagen ISitie Li# rv w llenlvG tat. was man von ihm ct ngte In nnrul vierten Falle, wo llolanter ein Mädchen »raniai wollte aug einem ■-‘»r.cblge :r, Kafiee zu trinken, soll bte iNalunn rchmiegM el.niflllv Beihilte geleistet haben Lteqeu diesen beiten letzt«M Fällen, sowie irejrn eines Falles, nw tit einen x4öghng Fr M lontann an einen Stuhl feit geb unten und an deren IStzstM einen Feldstein angebängl batte, war |te heute unter x gestellt, und rtenfo ging eine weitere Be chuldiirung dahin. metzD rere ter weiblichen Anfällen durch Stockhiebe gezüchtigt iu b % in inet Wene, die Iich als ernt schwere «örterverl anteieu ttumen mietet, z. B. beim Nitmliwni, in die ge N Farbe nicht p- erreichen üt gibt a»ich fhimen. d« tret; .ansiätzeegM Hiiauc ibrc .Zärdung tast gir nicht pera itern. tften*allt ' mt «C gehören tz und bei IUmivor1 emnich:. Plan hat wosi nn lochStartenet Alpenveilchen «zogM» ater nie rin gelbe*. • AnSgerechnrl Baker ..Wat teiratrn Willst her .'tafit du auch, daß ftir Frau wd Arlb Mrt f* — Sohn ,Jrti Fra» kvstrt noch mehr'" Älrtnr Tnarschronik. Tat Attentat «m Schnellzuge Berlin —Sora« ist letzt znm 7dl s banbrtt sich um das 32 lürip Dienstmädchen Angvstr ). bce in tet v teriattj’ ürokr «r Berlin tn Stellung war Tn 7.: t ist inzwischen noch -.ch: erenttdl worden Ta dir Io:< m Befig itert ttelbetz X* »ante» Wurde, ntr.r: men a». box kein -Haulmorb getzlant »rr. andern baß ci hem Täter *.rbt)h4> darauf antam, iMfc Todes-Anzeige i Los Los I II. HI. Einrichtung im Alter von 62 Jahren. Be- 3 26 1 MG mit Drückern p. p. 12 auf Giessen, 19. 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Ter große Turbin en da in v sc r der Eiliiard- l i n i c, M a u r c t a n i a , hat einen neuen R e k or d für die Ueberfahrt von Europa iiaclj den Vereinigten Staaten aufgestellt. Er legte diese Fahrt auf der kürzesten Mursliiiie in 4 Tagen 14 Stunden 38 Minuten zurück. Tie Mauretania hat mit dieser Leistung die für die atlantische Fahrt westwärts und ostwärts ausgestellte Zeit Rekorde geschlagen. Ter verhaftete Bankräuber Orlow gestand, der Mörder des Ban kd 1 r e kt0r s in Fiume zu sein. In seinem Koffer wurden noch 12 000 Kronen gefunden Ter dritte Fiumancr Bankräuber-, S P e k t 0 r, wurde in einem Wiener Hotel, wo er sich kurze Zeit aushielt, gesehen, ist jedoch entkommen. 5 00 Erdarbeiter zerstörten in Etreohv Departement Seine et Oise) ihre W e»zeuge und rissen die Eisenbahnschienen auf. Gendarmerie musste zu Hilfe gerufen werden. In K 0 r l s k r 0 n a brach in dem Gebäude der Ban! Soedra Sversgo Feuer aus, das mit großer Schnelligkeit auch auf die benachbarten Gebäude Übergriff. Bis 12 Uhr nachts war trotz Reauirierens von Militär feine Gewalt noch nicht gebrochen. Sechs Häuser im Zentrum der Stadt sind niedergebrannt, darunter das Gebäude der Smalandsbank. — Ein Dienstmädchen ist in den Flammen umgekommen. Ter amerikanische Fisch e rscho ner .Ormoeo" ging gestern 20 Seemeilen vom Hafen von Halifax entfernt unter. Von den 27 Mann der Besatzung kamen 11 nun; r.'eden. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen : Jobs. KSodde Direktor des städt. Schlaclithofs. A. Grünebaum 35 Bahnhofstraße 35 Telephon 441 s„„ iJarmol- Karmelitergeist bekanntes u. bewahrt. Mittel gegen Rheumatismus, Gicht, Ischias, Hexenfchuk, Novi- schmerz u. f. w. zur sofortigen Minderung d. Schmerzen. Preis Mk. 0.60, Doppelfl. Mk. I- (Jarmol- BlntreiniKungstee (Folliculi >ennae) (4045 beliebtes Abführmittel von milder u. prompter Wirkung. Preis A Paket 50 Pfg. erb. bei Ltto Schaaf, 2ldler Troger. 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Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres unvergesslichen Entschlafenen sprechen wir hierdurch unseren tiefgefühlten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.- Amanda Keissner, geb. Korndörfer. Giessen, Riegelpfad 30, 20. August 1909. Die Beerdigung findet Sonntag den 22. d. M., nachmittags 3*/2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 4641 Bevor Sie Ihren Bedarf für eine moderne, stilvolle und solide Wohnungs- Cream ans er ct Seife. Versteigerung. Montag dc:: 23.*dS. Mts., nachm. 21 . Uhr, sollen dahrcr, Walltorstr. <"» (Tarmft. L»au«) mehrere Pferde und Wagen, 1 Partie Schuh' u. Sattler" tuarcn, >öauo und Küchengeräte aller Art und uerid). Andere zwangsweise geg. Bar Zahlung versteigert werden. Gießen, 21. Aug 1909. (06230 Seivel, Gerichtsvollzieher. ■ — „Nachahmungen weise man wnrOck." Vereinigte Chemische Werke Aktiengesellschaft- ilailunq Lanolin-Fabrik Martlnikenfelde. I Ogfi 3. 4. jDirektor- und Ober: ! arztwohtt I Los I. 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Oberarztwohnung, Los III. Verwaltungsgebäude. Titel I. Jnstallationdarbeitcn. Flasche gefüllt wird; denn in diesen Flaschen darf gesetzlich nichts anderes als echte MAGGI-Würze feilgehalten werden, c«/ ErcIßreMEi’iteiriEkEblc. empfiehlt billigst (4292 I. B. Häuser Neustadt 56 Nodhcimcr Str. 12 imanüsche Ideal und 6tr »i aber obgleich | (ten i«, )ebi'onb in , ,;.|j die Garlenlu TerKornr» ^arbenverändeuM en Ausb'ld^ H , m;» ^icbttMl y nsS ).e> e>" u lailcdn'K rot sch'lle '',jb, i tz'L-Z ,irdc» igencht veruckü e r wegen UnH s. __- Verwaltung LoS II. Stück VH. Df, 20. Alis. „THtarbeiterui* I Micken Nildq DineSchmn^, nick vollenden »rließ, MaliZ ff-, Tas bicii- die Mädchen iy den beiden C» dn zahlreich, es Asyls in tg e widerspenstig, an, day sic no Mißhandlung !t es dami ü fommen ;u setz ganz konlterniey 1 ede die einzeln» Beitritten irortti ! n Aussagen hit der ein Mdck zestellt zu habg bends 6 Uhr na in schweres Bn> Bcttlalen, litt» eheiß der „hau> 1 über ein : zmng sie ba rpeisesaal vens nehmen, nachde« n den .Vaartr.» geschlaaen ballt ingtt. cuic/n iffen wvM, M ■ altninc 5dimidt j :n beiden kKl I n Aögüng nM an deren Zödllß tc unter AnllH MAßßp Würzt lll nUy I mit dem Kreuzstern » fchens zu entledigen. Tie Berliner Kriminalpolizei steht auf I t Standpunkte, daß es sich nicht um einen Mord, sondern lll einen Selbstmord handelt. Tas Trenstmaochen war Itnvn iu. U flcr Zeit sehr aufgeregt und äußerte wiederholt die Absicht, L das Leben zu nehmen. . Ein Erlaß des Ministeriums des Innern tierrügt eine Reche. L, Sicherheitsmaßregeln zum Schutze des P u b l i a, gt § und der Fahrer auf Rad rennbahnen und hebt das gt -rrmisti'che Verbot der Verwendimg von Motorrädern als Renn §i c Schrittmachermafchinen auf. [ Gestern früh ivuroe auf der Lokalbahnstrecke xamiftabt— g «ivigshasen ein Anschlag auf den um 4 Uhr 40 M i n Airchfa hr enden Zug verübt. Ein bis letzt unbekannter t] tr hatte auf die Schienen ein Paket, gefüllt mit 50 Platz keonen, gelegt. Als der Zug die Stelle überfuhr, explodierten ij Patronen, ohne jedoch größeren Schaden anzurichten. Auch ’.fr jenen sind nach dem „Pfälzischen Kurier" nicht verletzt worden | 3ro c i Saccharinschmuggler, die Brüder Alois und U»nn Rumstuck aus Böhmen, wurden auf dem Stuttgarter frjptbohnhofc nach Ankunft des Schnellzuges Mailand—Berlin Ccljaftet. Tie Festnahme erfolgte auf Mitteilung der Zoll' kZrde in Singen, wo ein mit dem gleichen Schnellzug an- [jir.meiter Saccharinschmuggler verhaftet worden war. Tie beiden !»n über einen Zentner Saccharin bei sich. Im sturhausc aus dem Brünig wurden einer deutschen oSilie, wahrend sie beim Mittagstisch saß, Schmucksachcn j, Geld im Betrage von 50 000 Franken gestohlen. In der Tunnelstraße in Strehlen wütete letzte Nacht r»fi feuer, durch 'das bis nachts 2 Uhr sieben Häuser ein» i'thr.l wurden. 3n Paris verhaftete die Polizet einen internationalen cchstavler namens Ludwig Motreff, welcher in ganz mpa Kapitalien aufzutteiben wußte, um Aktiengesellschaften it vielversprechendem Programm zu gründen. Tas von ihm irausgeschwindelte Kapital beläuft sich auf mehrere hundert- m'tnb Franks. gung dahin, M züchtigt zu W -Verlegung |M ic einzelnen A» ■■ den ebenfalls , blieb die M Ausübung bi!»! Gotonbcr die- 0 Ile schließlich m m der Anklage «zwei Doch" Nr.l Beschreibung der Arbeiten -^= ist die Beste! = PM-Maschine JSfs 2Bun^ I B. Häufer, Neustadt 56. Rodheimer Str. 42. Eiedriscbhaltung weit über ein Jahr! Krug Mk. 1.20. Adler Troacric, Seltersweg 39, Qtlo Schau s. I4<>30 Stück , Stück 4 3 Francs zu erhalten. Diese Summe stellt den Gegenwert bat für die seitens der biilgaiischen Regierung tu der Zeil vom 22. September 1908 bis 511111 19. Mai 1909 zurückbehaltenen Einnahmen aut dem btilgariiehen Netze der Lrienlbahnen, sowie den Ersatz für übernommene Materialien, Fundus Iustruktus usiv.; sic ist im Monat November an tue Gesellschaft abzuliefern. Seitens der Türkei ist an die Belriebsgeiellichasl die bekannte Entschädigung von 21*-o Millionen Ficks. Kapital nebst 5 Proz. Zinsen vom 19. Mai bis zum Tage Der Zahlung zu teilten. F ü rden E v. H a u p t u c r c i 11 s ü r d e 111 s ch e A n s i e dI er und Auswanderer in Witzenhause« gingen bei dem Unterzeichneten ein: Von Dr. N. 2.- Mk., Frl T. 2. , p-rl. (5-, 1.—, Schw. 1.-, Al. 1.—, Dr. S. 1.—, .sch. 3.—, Ung. 0.50. Sa. 11.50 Alk. Herzl. dankend bitte ich um lucitcrc Gaben. Es fehlen 20 000 TlfJ______________V. Schlosse r. Gießener wetterdienft. voraussichtliche Witterung für Hessen am Sonntag dem 22. August: Trüb. Ausgedehnte Ncgenfälle. Kühler als heute. OrigsnaL-DrahtinclSungen. Cron berg, 21. Aug. Tao .Half er paar fuhr mit den übrigen hier weilenden Fürstlichkeiten zur Saal- burg, wo die Herrschaften um 10 ll.hr eintrasen. 2lm Eingang wurden das iderrenhausmitglied Geh. Negierungs- rat Böttinger aus Elberfeld und Herr Hugo Ncisinger, der Veranstalter der deutschen ziuuftausstellung in Newpork, dem Kaiser vorgesteklt. Hieraus wurde das Saalburgmusennt und das Prätorium besichtigt. , . , Madrid, 21. Aug. General Manna lorbcrtc weitere 8000 Mann Verstärkungen. Sie sollen sobald als möglich abgehen. Mit ihrem Eintreffen steigt die Starke der spanischen Truppen bei Tanger auf 48000 Mann. Beim Hacliliillen von L achte man darauf, dass die Würze aus der grossen Original-MAGGI- r rtauita *. * Aal ^raa, ft Chlrwrt. *>«■«!• Inil; GrUodllebe AtubUdong tun Brot wird teu 6 Zimmer Vx'tnu« *ur Vrobe LA den etc. «Inner Vaden mit ttiabauaa sofort au oeiinicicn. 1464.1 424»« (*b. Lilbereiten. mm er Prit al-AunkBeCte Hfl au vermieten. Vrrnfl* 1 uur* «tc. für seMercoien 50. mieten. 2 Zimmer Bank 3 Meor«i C Adler, Mer Vi S InAnacr 06131! Sine »Z.-W. aJ2D1L io». au oernt Leinler. Babnboic3). «M-J vermieten. A. Havvel, Rodheimer gtr 1‘ jwci etrcrfcuarbciter Trocktnts Brennhol; 4640, 31 Wetzstrtng 14501 plru au vermieten. »u verkauien. (4573 renweg 15 Arlcdrichilratze 8. 4'B7 nniitionofähiflt auf fu-oti ucludii. 46$D au verkaufen ßadirb3nnuii| Tic I. Etage uuicrec vouir» o'rfc Cü 21nlagc—itiicicnür. 1 ih vcr 1. Cltbr. d. >»o. and-r- IM wcitig An Vermieten. 1809 k irrte i 3 ul iu c« *>abn Wo Ai. 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