ISS. Jahrgang Erstes Blatt X inen Oktober w aus Berk tS monatlich 6ö Pf.; durch die Post Mk. 2.—viertel- jährl. ausschl. Beslellg. Zeilenpreis: lokallsPf^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den 8 pünkW "vrrfitSt s 9 Uhr, im Lat ’n homas,Stili handlMgsgehUsa che. ss en ■eHilfen • Verbi» sein, wie ,m Freien, der dampf ihen ihn Wasser in lucbsfühig. t gering, Nr. 24.y 6 2er Siehener Z/;ttger erscheint täglich, außer -LonntagS. - Beilagen: , iermal wöchentlich LietzenerZamilienblätter, jroeimal wochenkl.ltteis- olatt färben Kreis ®u6ea «Tienstag und Freitag); iweimal monatl. £anb-- otrlschaftlicheZeitstagev ^emfpred) - Anschlüffe: !ür die Redaktion 113, Verlag u. Expedition 51 Kdreffe für Depeschen: «uzetger Gieße». Annahme von Knjeigei iüt die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr. iBeziehnngei altnr. 'n» willkommen. Miiqlieder fr Sie noch für das sachliche Bedürfnis eriennen. Temg.inäß hat sich beim auch die Fakultät gegen Errichtung des 3mtunt5 ausgesprochen. To manches an dieser Aktron meiner (-egner fordert heraus teils zu ernsten, teils zu ironischen Betrachtungen. Einstweilen möge folgendes genügen: Meine Gegner sollen die Freiheit der Misfenschaft gegen autzere Machte verteidigen. Wie bie Erfahrung gelehrt hat, ifr das heutt zutagc nicht schnnerig. Tie Freiheit der Wlfsenfchafi wird überhaupt schwerlich noch jemals von außen bedroht werden, wohl aber von innen: durch uiiduldsame Ueverspannung der Hcrrsck-aft einer einzelnen Richtung." . , KZ wäre doch interessant, wenn von einem dieser Gegner der Gegensatz dieser wissenscho.tlichen Methoden etwas näher dargelegt würde! und wenn sie wohl auch jetzt noch bei ihrer Meinung bleiben, daß der Junge nicht sonderlich begabt war, so geben-sie doch ohne weiteres zu, daß er inzwischen fürs Geschäft viel zugelernt hat. — Der Schwachkopf Victor Hugo. Eine amu- fante kleine Anekdote von Victor Hugo wird in einer frajt- zösischen Zeitschrift erzählt. Es war in einer Abenogesell- chast im Hause eines angesehenen Republikaners; mit einer Reihe von Kollegen aus dem Senat war auch Victor Hugo erschienen. Die Stunde, da man sich sonst gewöhnlich zu Disch zu begeben pflegte, war längst verstrichen und noch immer erschien nicht der Diener in der Flügeltür, um andächtig das heißersehnte „Es ist serviert" zu sprechen. Ein Intimus des Hauses, Vizipräsioent des Senats, nähert sich der anscheinend ein wenig nervösen Hausherrin und scherzt lachend: „Habe ich mich geirrt? Ich dachte, wir waren zu Tisch gebeten." Die Dame des Hauses klagt ihm flüsternd ihr Leid: „Pst, es ist etwas dazwischen gekommen Wir waren 14 zu Tisch, aber nun hat im letzten Moment Herr X- abgesagt. Ich habe jetzt nach einem vierzehnten aeschickt, denn sehen Sie, unter den Gästen ist jemand, der sich nie als Dreizehnter zu Tisch setzen würde.. " Einige Minuten später steht der Vizepräsident plaudernd bei Victor Hugo, mit dem ihn eine alte Freundschaft verbindet. „Wissen Sie " sagt er kopfschüttelnd zu dem .Dichter, „warum mir nicht zu Tische gehen? Weil irgend ein Schwachkops unter uns ist, der Angst hat, sich zu Tisch zu setzen, wenn nur dreizehn da sind." Victor Hugo richtete sich hoch aus; er mißt den Sprecher mit strengem Blicke und Dann sagt er in fast feierlichem Tone: „Dieser Schwachtopf, das bin ld)" — Kleine Kunstchronik. Rudolf Herzogs Schauspiel ,Der letzte Kaiser" kam gestern im Kölner Schauspielhaus, inszeniert von Direktor Martersteig, zur Uraufführung. Das Spiel hatte einen starten, äußeren Erfolg. Schon nach dem zweiten Akte mußte der Dichter wiederholt vor den Rampen erscheinen? — Der Vorsitzende der tönigl. Akademie der Künste Professor Artur Kampf, ist zum Generalkommissar der deutschen Abteilung auf der internationalen Kunstausstellung in Rom (1911; bestellt worden. — Am Montag hat in der Posener Ara- oemie der erste ärztliche Fortbildungskurs begonnen, an dem Aerzte aus allen Teilen des Reiches teilnahmen. Zu Dozenien für den Kursus sind unter anderen oie Geheimräte Waldeyer, Wassermann, Passow, Moeli aus Berlin, sowie Geheimrat Neiffer aus Breslau. Metlwde. , _ , . Von einem dieser Vereinigung nahestehenden Manne, der in den sozialen Kämpfen der Gegenwart eine vermittelnde Stellung einnmtmi, wurde mir im vorigen ahrc die Frage vorgelegt, ob ich geneigt sei, eine Berufung an die UniversitätLeiPzig anzunehmm, wenn sie erfolgen sollte. Ich erklärte Mich ba3". tto'? ernster Bedenken bereit, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen; nisveionüerc dürfte die Berufung nicht derart erfolgen, daß ich als Eindringling und als Schützling von Interventen hmgeitetitwerden tonne; ferner müsse die Vereinigung für exakte Wirtfchastsiorschung die zur Errichtung des Instituts erforderlichen Geidmu.el der Regierung überweisen, um die volle Unabhängigreit meiner wissen- sckiaftlichen Arbeit auch äußerlich zu bekunden. Die Professur Ulte natürlich nicht aus Ptivcumitteln, sondern von der sächsischen Regierung errichtet werden. Dagegen sollte die Bereinigung das Institut dotieren, wie das auch anderweitig, z. B. bei der Göttinger Vereinigung für angewandte Phyfit und Mathematik aefchieht. Als mir bann mitgeteilt wurde, das wchs ische Kultusministerium werde die Sache der H-alullät vorlegen, wendete ich mich an meine Leipziger yaa> fo_Ilegen mit d^r Anfrage, ob sie geneigt seien, durch ihre Zustimmung mir die Möglichkeit zu geben, meine wissenfchafttichen Methoden weiter zu entwickeln. Aber die Antworten der, H-achgenvssen ließen weder Verständnis für meine Anichauungsweife Sa H., Aolv. *‘?Sf gstifN verileiS^yIchreib-K lrsseS? iligungÄ Äek-E LM Line Vorlesung Gerhart Hauptmanns. Berlin, 18. Okt. Neber dem wirren Gewimmel der Aienschenköpse tauch sein kXMpl cmp°r. madUig an» IqtcbtenB, mit der y°hcn stlrn lind dem rundgeschnittenen vollen Haar von der tfarlx. des stumpfen Echl^Seino vottc weiche Stimme, die zwar nur über einen Ton gebietet, aber diesen einen rem und klar ausklingen laßt, vnbirat in iljrem heiteren Leuchten nichts von der wohUantenden Wortpracht, die er vor uns ausbreitet ^italtcnb, formenb, belebend und erregend gesellen sich die Hände ziun ^ort. dbu unerschöpflich reiche Sprach dieser Teuren kraftvollen Vand^gckt ^aanzen Vortrag die zarte Mcodulierung, die anschulich emit SÄ" ta S (Sebätben torat uti gestaltet die Phantasie des Künstlers noch einmal, ine am- bei Dichtung emporsteigenden Bilder unb Visionen. „ .., Mit dem 1898 eMstaiidenen, zuerst m der Reum Rundschau veröfseiitlichM Hirtengedicht" begann Gerhart^Hauptmann jeme S&or leimig Wie sonst nirgends in deutschr ^u,ichung__ I-öchst^s an^rders und deS.lustgen Go^es Wägetet Zchärmen darf man denlen — üt hier die demuttg^heiße Sinnen- freude alttestamentarischr Hirtendick-ttuig ut der oonne Homers ^^Wrr wußten bisher von der griechsä)en Reise, die in des Dichters Entwickelung vielleicht einen Mackstem behüten wird, rote Goethes italienisch, nur durch die poetisch^childerung seiner dellaSfahrt. Die Vorlesung am ^mlag ab^tb ervsfntte uns zum erstenmal die Aussich auf noch bul.toitlichere, reuere künstt lerisch Früche, als sie das schöne ^oiaroerf ^bergeboten. Cm neuer Sinn, eüie neue Form ist in Hauptmaims sichten erstanden, eine Neubeseelung, eine Verinnerlichung antiker —dm Gocchv klassizistisch en Stil in einer sclbstäubigen Steigerung roeitermyrt. Unter den ungedrucktcn Stücken befand sich auch eine L-zene aus dem Drama „Die Wiedertäufef, das den Tick-ttr, den mir heut besitzen, tief versenkt zeigt ur seeü. imd Vergangenheü seines Volles. BNwinQi bmlenenden Worten sagte der Dichter, baß er diese munsterifchen Marlhier, m den«i nur eine, bas ganze Volk aufwühlende leligiLse Epidemie den sanattschstcn Ausdruck getvonnen, von dem Makel befreien wolle, den ihnen die Geschichte aufdrückt. Lius dieser poettschen, glutdurchzuckten Nacht- und Nebelnwlt führte uns ein Hymnus mit dem Hellasioanderer ins südlich Land. In dem herrlichn Dithyrambus „Weihe schwingt er sich über die dumpf rauschenden Fittiche des großen tt>ottenbogels empor zum Himmel, des Prometheus geweihte tzeuerorandc als blanke Waffe in den Händen. Zu den Olympieiu entrückt, als Gott begrabet fühlt sich bei Dichter. Unb bie.e gütlich Ruhe und Heiterkeit leiht ihm Kraft zum großen reinen X~c-i. wir utzch 'aer einen großen Szene schließen dürfen, miro vaupt- mnnns „Tel emach seine schönste Dichtung werden, ein au- antikem Geist geborenes Meisterwerk deutscher Form. Cr ya: Herzog )ohann Albrecht und die Welsen. o' teton sind die wclfischen Hvsfnnngm immer . Mir Svrack« gebracht worden. Als üif d-UMs^e Heer ei^erriet )cr luj19e «ruu‘r^* *' rrniscsten Berlin und dem Welfen- ^i'e nD»rte man, U >et SScljenfuts in Braunschwei« A- SZtientol» gcfett, halle an fernem ^fe allen wel. diS Uniformen wieder Eingang ver)ä>aflt nnd Ichien lia> ioaai mit feinem leitenden Minister rn der Behandlung ... ').svqfeniad>c in Wrdersprüch zu befinden. Der Herzog ccaent ivuioe damals inner- mW anherhalb des Handes nS) «gegriffen, nrnfornehr, als luf> Simsen ihm unb ^eu Äl^LnUihlich fremidsd>afttiche Kundgebungen an- Halmen idSenraTauf ®runt> derer ost die Aniicht ber. 'rctcii wurde, Johann Mbrechi betrachte sich nur als zeit- oiitigei SBertreter oes welfijchen Füriwnha.mes. Dazu tarn xmn^oor eurigen Wochen die freundliche Unterredung des Sro mit bem jungen Welf«tgrin»en w SSundjen, wo- iS* bie Spannung gesteigert wuroe. Bielleicht waren mterbeffeu üT Berlut wirttich Lerhanblungen gepstogen narben beim heute wird die Welt durch eine Lunbge- "nngd^Herlogs Johann Albrecht überrafcht, in ba den Welfen deutlich adgemmkt wird. Wir er- Die „Amtlichen Bramifchweigi- ÄD jich geglK bie Stellungnahme d-s ^gregenten gegenüber ivelfifchen Be ftrebun g - n uno Vereinen richten. M “(Aämgm. auf welche len- Angrine gestützt, und, ste^n Mm LeL mit den Tatsachen im Widerspruche und sind »um Teil zu uii-,utrefseiiden Schlußfolgerungen benutzt ivoröen. ^Aach Anvri> fimig des Üicgcnten sind wir von dem herzogilichen Staalsmmiste- lium zu folgender Kundgebung beauftragt: An höchster stelle jCft£ljt, wie wiederhol erklärt worben ist, die für sie allgemein inaßgebende Auffassung, daß nur auf dem Boden des einstimmig gefaßten Bundesratsbeschlnsses vom 18. Februar 1907 und auf Lus diesem sich ergebenden Grundlagen, auf welche zugleich die Rechtmäßigkeit der gegenwärtigen Regentschaft stützt, die küliftige öeftattmig der Regierungsverhältnisse im Herzogtum möglich unb Mtssig sei. Dem entspricht die fernere Auffassung an der höchsten Stelle, daß gegenüber allen Versuchen, außerhalb des Rahmens jenes Beschlusses, oder gar im Gegensatz zu ihm auf die Gestaltung -er Regierungsverhalttrisse im Herzogtume einzuwirken, em abweisendes Verhalten geboten sei. Damit werden die ernsten Verpflichtungen gegenüber dem Reiche erfüllt, deren sich die höchste Stelle int Her zog turne bei der Behandlung der brcrunschüveigisck>en Dienstag 18. Oktober 1908 «ezugspret»: monatlich 75 Ps., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhvle- il Zweigstellen 5-rage stets bewußt bleibt." Ist es eine Verteidigung unb Rechtfertigung de- Herzogs Johann Albrecht gegen bie Angriffe, dre gegen ihn laut geworden sind? Der Alldeutsche Verband ist bekanntlich vor wenigen Tagen so weit gegangen, die Cnläxung ves Herzogtums als Reichslanb zu verlangen. Möglich ist es aper auch, baß bie geheimen -Verhandlungen, die Dielleidü in Berlin gepflogen worden sind, von neuem auf i Die Hartnäckigkeit unb ben Wkderstanb des Welfenhaufes gestoßen sinb unb baß eine neue Kunbgebung ben Welsen I Die Gemeinschaft der Linken. Der Briefwechsel Haußmann-Bebel hat kein Wunder gewirkt. Die Sozialbernokratie bekämpft schärfer, als je gerade den Freisinn. Er, so führt der ^VorwäclS^ aus, hat die Hauptschuld an dem .Steuerraubzug", und das Blatt sucht dem Freisinn aus seiner Schwankung und der Flucht vom Block solgenben Strick zu brehen: „Es war ein schwerer politischer Fehler, um nicht zu lagen, dn Verbrechen, baß bie Freisinnigen sich nur dieser GeieUiwaft zur Verabschiebung einer Finanzresorm zusammenzuunben luchtm. Ein Kompromiß mit den Konservativen mt Reich konnte nur geschlossen werben unter Preisgabe itt>es liberalen Gedanken^. Daß eine 9leick)sfinMizreform kommen würbe, war den Fier- sinnigen vor ben letzten Reichstags-oahlen genau bekannt, und wenn sie trotzbem für eine Stärkung ber Koniervattven im Reich^ laae gesorgt haben, so sind sie mit veraiitwortlich für den Steuer- ranbsug auf bie Tasthen bei Boltes. Sam wie* f» km Regen ab, vergebens versuchen sie letzt, ihre Hande in Umchuu) zu waschen. Jetzt, wo bie Freisinnigen den verdienten yimtult erl-alten haben, möchten sie die drei Bahre reaktionärer Block-« volltik gern aus der Geschichte streichen, aber sie können es nicht, unb beShalb bemühen sw ]id) cifriglt, unter MlsHung der Tatsachen, den Ansä-ein zu enocctcn, cus , |ei die Blockpolitik em Segen gewesen. Nun, wir wissen cs besser, und auch die Maßen sind zu auigeklärt, als daß sie aur dies ^Nmchen hmeiniallcn. Neiil die Blockpvltiik war ein Unglück für das deupche und Tur das preußische Volk, sie hat bie Macht der Junker gestärkt und Die freiheitliche Entwickelung Preußens gehemmt. Großer als vorher ist ber Einfluß der preußischen Runter auf die Reich-Politik, und bie Verantwortung trägt ber Blockfrei,"urn. Man sieht baraüZ, baß der Liberalismus ta!ti)d) nicht Hua daran handelte, zu branmarken, was er gestern für bünduisfälstg hielt. Das letzte Blatt im Mockbuch wäre belfer nicht ,o rasch und heftig um gerne---bet wvroen. Etwas langsamer komnll man oft besser unb eher ans öieL Der Revolutionär Ferrer. Wenn eS sich bei den Ferrer-Kundgebungen wenigstens um einen Mann handeln würbe, dessen friedliche unb ord- nungsUcbenbe Tenbenzen ihm Teilnahme verschaffen könnten I Einem m der Presse veröffentlichten Briefe entnehmen wir, baß Ferrer seine Frau un Stich ließ — was wir nicht als ber Hebet größtes bezeichnen — und sich in die Gunst einer sehr reichen alten Dame, eines Fräuleins Menier, zu setzen wußte, die angeblich von seinen kirchenfeindlichen Ansichten verführt worben war. Sie überließ ihm nach ihrein Tode ein großes Zinshaus in Paris und ein beträchtliches Baroermögen, baS . er nach dem Willen der Erblasferin zur Gründung kon- sich eingefühlt in das geheime Naturleven Griechenlands, über tem noch heute ber Abglanz 5)omcrischer Zetten ruht. Eme reife Schönheit atmet daraus, sttomt hervor, wie ihn nur das Bu- sammcnllingen antilcr Sinnenfreude mit dcut,chcm L>ee lens neben erzeugen kann. Als Haupttnaun diese mäd>rig ans Herz greifenden Rhythmen aus seines Bufens Tiese vor uns erstehen U miö er zum berufensten Propheten unb Verkünder seiner -Lchonl-ett. * — Frau Hedwig Mangel ist am Samstag nachmittag nach Berlin zurückgekehrt. Wir meldeten bereits, daß die Angehörigen ber Frau Mangel, angesichts bes Einflusses, ben ein Heilsarmee-Osfizier unb srüherer Photograph auf sie übt, bie Hilse der Kriminalpolizei in Anspruch na6m uuL daß ein Beamter biefer Behörde in Sc^Ieitung des Vaters von Frau Wangel nach Lichtenftem im fach, fischen Erzgebirge ab gereift ist, wo Frau Mangel wellte. Man fand sie noch dort, es gelang, sie zur Rückkehr nach Berlin zu oeftimmen. Frau Mangel wirb sich zunächst in ein Sanatorium begeben. — Ein Denkmal für Tbeobor Mornmsen wird am 1. November vor der Ostfront des Westfluaels der Berliner Universität seierlich enthüllt werben. Der Kaiser wirb sich auf ber Feier von dem Kronprinzen vertreten lassen. Tas Denllnal ist von Professor Brutt, Tirector der Kunstakademie in Weimar, aus Marmor geschaffen und stellt Mommsen sitzend dar. Das Komitee hat die Einladungen, die wegen des beschrankten Raumes nur an wenige Gäste ergehen kann, bereits erlassen. — D e r „s m a r t e" P e a r y. Der Ätorbpolsahrer Peary bat wie uns erzählt tmrb, in seiner Jugend einer Schulervereinigung angehört, deren Mitglieber übrigens den letzt so berühmten Mann nicht für sonderlich begabt htelten, was nicht uninteressant zu wissen ist, ba Kameraden für aewöhnlich übereinander ein recht zutreffendes Urteil haben. Aus dieser Schülervereinigung sind inzwischen eme ganze Anzahl bedeutender Männer hervorgegangen, bie in Amerika in Hoyern Ansehn stehn. Ab unb zu treffen sich bie früheren Schulkameraden auch heute noch zu einem gemeinsamen Essen So frame man denn kürzlich einmal Peary an, ob er sich ber vergangenen Zeiten noch erinnere, unb ob er nicht einmal irieber mit ben alten riamerabeii zusammen weisen wolle! Die 2lntwort Pearys ging nun bahin, baß er bereit sei mit ben alten Freunben wieder beisammen zu fein, uur mülle er hundert Dollars, die er sonst sur den Abend erhalte auch hier bekommen. Daraufhin verzichteten die anderen auf die AnwejerHe.it dieses „teuren" Jugendsreundes; Metzener Anzeiger volilischen Teil: August General-Anzeiger für Oberhessen HotafionsSniif ml» Verlag lxr Srühl'schrn llnw.-vuch- un» Steiuörudetd R. Laug«. Hcöattion, oricl>ung an eine preußische Universität zu berufen, ilt aber damit nicht mehr durchgedrungen. Seit einigen Jahren habe ich mrcp bemüht, aus angesehenen Männern verschiedener, Berussgruppen eine „Verernigung für exakte W irtsch af tiii o, d)irng zu bilden, die mir bei Lösung meiner schwierigen Aufgabe hellrn tonn durch Begründung eines ,^Znftttuls für exakte Wirlla-afts- forsck>ung" unb durch Förderung des Ver,ranbnisses für diese - Zad: 6tf i 1: und I -T. b ^er •e SC ÖLl 'OCmCJUÄfteip: ; -. ■!. Li flat FM Iftmii i.onbt e idjüftö UN Lm *<«(■ ¥ii jn 1 p Ltn! m per« ,£j u jaj per lld* pi’fflflH! - Nt.l •t Ä IPort im Kögelsberg, über den rotr demnächst eine längere Abhandlung bringen werden, ding fördern D. R) fesfwnSloser schulen m Spanien verwenden sollte. TieS tat et denn auch. Er schuf zuerst eint Schule, der bald darauf „och 109 Zweigannalten folgten. Ue b er feine Schulen iagte er in einem Briefe an einen Freund folgendes: .Um nicht die Vetiie zu etidbteden unö der Sieqitrung nicht einen Anlak zur Schließung meiner Anstalten m geben, nenne ich oieie ,bte moderne öctiule*, anstatt AnarchiNenschule. Denn das .Ziel meiner ttopaganßa ist, ich gestehe es offen ein, m den schulen überzeugte Anarchisten z» erziehen. Tlein Wunsch ist, die t.kvolution herdeizu'uhien. Für den Moment muffen wir un4 aber damit begnügen, in die Köpfe der fugend die Idee der ge- rofiU*ameii Temotierung einzupflaiizen. Sie muß lernen, daß rt -gen die iveiiöotmen und Oie Tortur nur ein tllliuel gibt, die -bombe oder da» Gilt . . / Jlacf) dem bekannten Attentat auf den Hochzeitszug deS Königs durch einen Lehrer der Schule Fcrrers, dem Attentat, wegen dessen er spater der Mitwissenschast und Vorschub- leuiung angeklagt wurde und nur mit größter Mühe dem Gesetze entging, wurden seine Schulen gesperrt. Ec oer- grögecte darauf fem VerlagShaus für Ausbreitung der an- archiUifchen Propaganda. Seine Buchhandlung soll einen Wert von zwei Millionen Pesetas gehabt haben. Bot 6t! lk-ea o Um lUbr.t Höf< D-U litt iji tuiijm Landwirtschaft. m. Gedern, 16. Lkt. Die Kartoffelernte geht ihrem Ende entgegen und fallt den Erwartungen entsprechend günstig aus. Nur ui den iräsfercn Lagen gibt es etwas faule, 'beimiber» gut ist das Gemüse iuu> Kram geraten. Tas ilYaut kdstct 2,50 bis 2£0 Mark. Wintersport im Vogelsberg. Der Schiklub Wintersport, Gießen, dessen vornehmste Aufgabe die Pflege des sportmäßigen Schilaufes ist, hielt gestern im Hotel Metropol seine erste dies- iahrige Nktgliederverfarnrnlung ab. Aach den üblichen Entlastungen wurden ä. Pckppler als Vorsitzender, St. 'Jteu- ratt) als Schriftführer, W. Peppler, I. Walther, I Kracke als Laufwartc wieder, E. Schulze als Kasfen- ivart Frl. E. Kirch als Beisitzerin neu gewählt. Darnach wurden mehrere Satzungsänderungen vorgenommen, deren wichtigste in den erleichterten Ausnahmededlngungen besteht. Ter Vorsitzende erörterte bann die Namensänderung^ die sich als durchaus notwendig erwiesen habe, da der Schillud bestänolg mit dem Wandervogel, dem deutschen Bund für I.igenoivanocrungen, verwechselt worden sei und für eine Lchincrvereinigung gehalten ivorden sei, was der Entwicklung des Schilluds |ei,c hinderlich gewesen sei. Tie Namensäiwerung wurde einstimmig gutgeheigen und nochmals nachdruckuch darauf hingewiesen, daß mit der 'Namensänderung keine treuere Aenoerung verbunden und keine Scharfe gegen den Wandervogel enthalten sei, der eine Schülcrabteilung für Schilauf eitr-urichten beabsichtige. Im meiteren wurde ein großer öffentlicher Lichtbilocrooitrag in ülusficht genommen, der im Anfang des nächsten Monats stattfinoen soll und sich mit dem ^chi spo r. i m Vogelsberg beschäftigen wird. Iß es doch gerade der Vogelsberg, den der Schillub dem Wintersport erschließen will und dem seine Besuctw gelten, wodurch der Frernoenoertehr im Winter nicht unwesentlich gehoben und der sich noch steigern wird, wenn der Klub in aiefem Jahre seinen ersten grogen Schitursus abyalten wird, an dem sich auch Nicytmitglieder beteiligen tonnen. 'Jailjercs über den Kursus wird |pater im Gicg. Anz. bc- laiintgegeben, in dem auch die ausführlichen Schnee- berichi e des Klubs vero,fenilicht werden, die von den verschiedenen Wetterdiensisleiien dem Klub übermittelt wer- schon vorhanden. Es alle Bestiebungen, für Salz und L'.chenrorh eine Talsperre errichten und so für einen geregelten Wasserlauf sorgen sie bat deshalb mehrere Morgen Wiesen und Wald, die dem dürften von Birst ein gehörten, für die Summe von 33000 Ms. erworben. In dem auf diesem Gelände geplanten Stmiweiher soll auch Fischbrut eingesetzt werden — Friedberg, 18 ilt Der Hospital neubau, ivelcher bereits voriges Jahr in Angriff genommen wurde, ist setzt im Rohbau rertig und soll im Winter vollendet werden Die Einweihung erfolgt im Frübiahr 1910. Tas Gebäude ist nach den Planen des Bürgermeisters Stahl angefertigt worden. Es schließt sich an das alte Hospual- gebäude an und enthält in vier Stockwerken Raum für 200 Lranke. Der stattliche Bau tostet 160 000 Mk. -in. Friedberg, 18. Lkt Ein seltenes Jagdglück wurde dem über lehr er Dreher Ptm hier zuteil. Er fch?8 auf der Treibjagd des ixrrn G. M Reuß im Wölfersheimer Walde eine Rehdoublrtte. — Ein jung«: Mann von hier, der sich noch den letzten Tag auf der irr ar. hurrrr Ausstellung vergnügen aofltr, erreichte fernen Biveck wider Erwarien glanzend. Er geriet m eure Gesellschaft von „Tarnen", die ibn nicht nur um annähernd 300 Mark erleichterten, sondern auch eine merttvlle llhr nebst Lette, ein Erbstück seines Onkels, mttgehen ließen. L.W. Nieder-Florstadt, 18 Lkt In der Nacht aus Montag flog ein Ballon kurz vor 2 llhr mu großer Schnellig- text über unteren Wald. Er kam in der Richnmg von Frankfurt und „verduftete" sich, nachdem fein Führer Leute, die zufällig des Weges kamen, gefragt Halle, wo er sei, in der Richtung nach Lungen. Troy der geringen Löhe, m der der Ballon schwebte — es waren Beine 15 Meter — konnte man wegen der herrschenden Dunkelheit doch nicht feftHdüm, um locldjen Ballon es sich handelte. Wenn wir uns nicht sein geläufcht haben, fo haben roic in derselben Nacht gegen J,.-12 Uhr einen Ballon über dem Ossen- heimer Wäldchen nach Melbach zu daoonfliegen sehen. - j c u ü o a (L ersten Mannschaften >uuirvall Verein», am Winter weite arcije gu iiücrcjiictCH, |uij in diesem neuen Verein touzenrrierten, macht sich ipiucr eine weitere Tätigkeit an anderen Orten nötig, dann können weitere Verciiie gegründet werden. Zunächst gilt es, die ara,te zu konzentrieren und — zu lernen. Welche wirtjchaitllche.r 3n.eci||en dabei in Frage kommen. Zeigt Die Iaht Der Gaste, Die überhol in Thai.»gen in den letzten Wintciiahrcn hatte, — tuuo Gage zu längerem und kürzerem Au,enthalt! Es ist also der L'kuhe wert, sich in der angedcuieten Richtung mu eijer zu bemühen. Zn Lberhof hat Der regierende Fürst dem La-i- und tlloDcl- sport |cutc Protektion zugewaiibt, es Dürfte mdji schwer halten, aud) unseren Grogyerzvg für Die Heimat Haie cadje zu gewinnen. — (Hoffen wir, da-, oetde dcieuie den Winter- Dcrmifcbtcs. • Das ist der Mensch? „Du bist Erde", so sagt Die Bibel vom Menschen: aber woraus besteht diese Erde? so fragt ein Gelehrter im Ronale Magazine und unter- zieht diese „Erde" genauen Untersuchungen und mannig- fachen Betrachtungen. Eö wird überraschen zu hören, baß sür den Chemiker Der menschliche Körper aus genau ben- selben Elementen besteht wie ein Hühnerei, und zwar würden etwa 1000 Hühnereier einem normalen mittel- großen Menschen entfprechen. Jeder Mensch besitzt soviel Sauerstoff, Lasjerswff und Kohlensäure, daß der Vorrat eines einzelnen Individuums ausreichen wurde, .um damit einen Ballon zu füllen. Der groß genug wäre, einen Menschen in die Luft zu tragen: wollte man Die im Men verborgenen Elemente als Lichtkraft ausnutzen, jo wurde ein Mensch genügen, um 5lO Meter Straße einen ganzen 2J>enb lang zu beleuchten, denn ein jeder XNenfcy führt rut runD 15 Mark Leuchtgas stets bei sich. Wenn die im rncnfch- iichen Lörper enthaltenen Hohlenbestandteile zu Graphit umgervandelt werden tonnten, so wurden sie auSreichen, um nicht weniger als 780 Dutzend Bletsllfte davon an- zufertigen. Der weife Mitarbeiter des Royale Magazine, der biejc wertvollen Berechnungen aufgestellt hat, erzählt auch von einem ü)m betannten Herrn, dem eui Schenkel abgenommen werden mugie und der heute seine Briefe mu einem Knochen seines amputierten Beines schreibt; wieviel Federhalter, Papiermefser und andere nupuax Gegenstände em Mensch liefern formte, Iaoi der Autor nicht berechnet Aber dagegen den Eifengehalt unseres Blutes: er wurde ausreichen, um 7 Hufet,cn daraus zu schmieden ^eber Mensch besitzt in seinem Körper gegen 6uu Gramm *451,0»- phor. bannt tonnte man 820000 Streichhölzer verleben ober öOü Menschen vergiften: bazu kommen noch Die Wach... unb Fetteile, bie eine ansehnliche Anzahl von Kerzen iu> fern würden. Ter Salzgct/alt des nieufchlichen Körpers ist so groß, daß er etma 20 Lafseeloffel voll Salz gleich kommt. So trägt cui ieöer seine Schatze unbewußt m sich, ohne sie der Menge preiszugeben.' * Der ru nde Tisch. lieber einen besonderen Fall von „altpreußischer Spuifamkeü" wird aus einet 110ib- westdeuifchen groben Garnijon berichtet: Lor etwa Zahres- rist wurde cm unverheirateter General zum Komman- Dierenbcn des Men Armectorps cmaniu. Für bic Hcrren- t eselligtett, die der General lichte, nnirbe auf besonderen Antrag durch die Jruenoantur ein runder Ttfch von fünf Meter Durchmeffer bcftcilt. Der als z^t. II" -- Teil ocr Äbuiglid)vn Utensilien — gerade Platz ui Dem großen Saale des Generalkornmanoos fand. Tie Anfertigungs- lofteit betrugen rund 900 Mark. Natürlich paßte für biefcn Riesenttfch rein im Generallommando voryandenes Tijch gedcck; Die 3« len Dan tu r mußte also ein solches weben lajsen, was wiederum den Etot tiid>i unerhcvlid- belast.te^ AIS der Tifch eingewciht wurde, füllte sich heraus, oaß erst beiondere Voirichttmgen nollm-ndig waren, um Jif Ta,eldetorativnen u. ,. j. auf die Mitte Dci Llschcs zu teilen, Demi mit den Armen lonnte nicmano b». dorthin langen. — Wenige Monate später wuroc Der n.omman« nm »e^un rc.niuag lieferten sich die m>l» Vereins 'ur Benxgungsw . u io oc« «'icntnanMi:i an . t .»pi » 1 g inftm uu 231—ibo Vunnen amen und Herren, find freunb- iid))t eiiiflehibcn, jul) zu beteiligen, ein fester Stcuum für bie Veiemsgründung ist wäre wünschenswert, wenn ben Vogelsberg auch un 21 u* Stadt unO LanS. Gießen, 19. Oktober 1909. — T a g e S k a l e n d e r für TicuSlag, 19. Lktoder. Stadttheater: ,3m Rlubfeflel." Anfang b Uhr. C c f f e n t L pau diu ngSgehilfen-Versammlung, veransialtet von, deulschnationaien HandlungSgehilienoerband: Bor- uag von Herrn Thoma«, Berlin: Tie lUlcljchailliche Vage Der Handln,igsgehlhen. Abends 9 Uhr un Hotel Einhorn. • •• Lanoesuniversitat Der Großherzog hat den Mechaniker Christian Friedr W:th. Wulkau aus Erlangen zum Maschinisten bei Der Klinik für psychische unb nervöse xrankheiten der Lanbcsnniversitat ernannt. *• Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Wilh. Eller zu Lbi'r-Hikbersheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschulc zu Wörrstadt, dem Lehrer Gg. I-ak. Sattler zu Momart eine Lchrerstelle an der Gemeinbe- schulc zu Wersau Er lebig t ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle in Lder-Beerbach. — Finanzpersonalien. Ter Großhcrzvg hat den Ldersteuerinspetior des ^>auptsteueramis Darmstadt, Re- gierungsrat Tr. Viktor Wurth, auf jein Radstuchen in oen Ruhestand versetzt, und dem Bergwerlsdireiivr Wilh^ Schulz zu Friedberg Den Charakter als Bergrat erteilt. Der Gericht 'jchreibergehUje Wuh. Molker aus Westhofen wurde zum Bankas,istenten bei oer Landes-Hypothekenbank und Der rvanzlist 1. P. bei Der vormaligen Lirettion bei Hessisch Thüringischen Staaislotteric, Aug. Lacth, zum Bureauasfistenten bei der vanbes-Hypothetenvank c iiannt. Erledigt ij: bic Stelle bcs Obersteuerinspektors bei Grosth. Hauptstcueranit Tarmstabt. " Bauwesen. Der Grogherzog hat ben vortragen, ben Rai bei ber Abteilung für Baiuve,eu oes Ministeriums . li. S ch ui 1 a , auf fein Nuumichen unter Anerkennung seiner erlvrieglicy ge- leifictcn Dienste aus dem Slaatsvien.ie ciuia|,en. ♦* Tie Sd)uyinan »schule für Hessen begann gestern ihren diesjährigen Herbstlehrgang/ ^cit dem Bestehen der schule i|t dies ber 10. Lehrgang. 6 Schutzleute aus Tanniutot, 5 Schutzleute aus Maucz, 1 Sa-utz. uuuiii aus Bingen, 1 odjupnuimi auo Friedberg, 1 Schutzmann aus ('icucn, 1 Sa-utzinanii aus ^ffenvach, 1 Schutzmann aus Worms, sowie em Polizcitouiüiistaiaiiivaicd and Maüiz nehmen an Dem Unterricht teil. — Ltadttheator. Aus Die Miirwochvorslellung voil ,,Sommernaaitsttnum". Die voraussichtlld- Die letzte Des Weckes jein durfte, fei aud) an dieser stelle bcsonDers hingewiesen. — Auf die zahlreichen Anfragen, die nach dem aupetorbentlid)cn Er,oig bc^ „fibcicn Bauern" im eilt, daß die nächste Aufführung der £pcrenc cni, lommenocu Sonniag avenD festgesetzt ist. ” Die Meisterprüfung haben vor Der PrüsungS- kommijston für Die Provinz OberhefIen im Jahre 1909 bestanden unö Dadurch Die BefngmS zum Anleiten von Lehrlingen sowie zur Führung des MeislettilelS m Verbindung mit ihrem Hanöwerk erworben; Schmiedemeister Marl Heiser, Alsfeld; SchrnieDemeiskerHeinrich Haas, Annerod; Schmiede-' meister Eduard Beyer, Freienjeen; Schmiedemeister Heinrich lluhl, Staufenberg; Wagnermeistec Johannes Wahl, Gießen; Tapezlecmelfler Wilhelm Böhling, Gießen; Buch.' Drudvrmciiicrycmrid) Fljcher, Gießen; Nketzgeimcistec Joh. He in II., Wcmngs; Metzgecmcijier Hermann Jakob, In- helöcn; Mrtzgernleister Luöw. Cuntz, Friedberg; wtetzger- meljler Heinrich Blum, Gtegen; Metzgermeister H. La h ni e r, Vautcrbadj; Schlossermeistcr Alfred Mickcl, Ober-Mockfladt; Schlossermeislcr Hugo Puth, Gießen; Lchlosfecmeister Hari Wricfl, Bad-Nauyeun; Schlossecmeisler Wilhelm Noll, Gießen; Schlossernic>stec August Beckel, Londorf; Tüncher, meister Balihafar Vogel, Homberg a. b. C.; WeißbrnDer- mciflcr Hari Herz bcrger, Gießen; Elektromonteucmclstei Arthur Ufer, BaD.9kauheini; Friseurmeister LuDw. Schult- he iß, Schollen; Bäckermeister Friedrich He u jer, WenmgS; Bäckerinetiler Ludwig Ben öe, Gießen; Bäckermeister Heinrich Muller I.» Holzheim; Schuhmacherincijker Rudolf Roock, Gießen; Schreinermeifler Aldett Beil, Gießen; Schreiner» meister Heinrich Je iß, Griedel; Maurermeister Karl Both, Friedberg-Fauerbach; Jimmermeisler Heinrich Müller, Wicscck; Junmecinelster Heinrich Blecher, Lder-RoSdach; Jiminermciiler Wilhelm 9tcuinann, Schotten. "Rückgang der Bauarbeiterzahl. Dnrck) die »nähme besonders Der prwauu ^uidiiglett hat jich die Zahl der tHiuarbcUcr in unferer GegenD um etwa 200 verringert Tie Leute haben sickr entweder anderen Be- rnien zugeioenbcl oder ,md abgewanden. 9hid) an Qu, öuti von 1 augein '.Kaaitviuite-, bejonoer» vom Lanüe fcbli es in den beteiligte» Berufe». - * l c ui * 1 n b c n, 18 Oft. Bei ben schönen Herbst tagen kann man manche Abnormitäten in ber '4> 11 a u z e n 10 e 11 bcobuoneu So tonnte ein Berg mann im '■ber0ii»eitoamibe em ^naußdren reifer Erbveeren piluden. - andgrude an oer >2.11 a-;e nach Großen-Linoen gibt cd uoilit.inoia Misgere ne Himbeeren Aua> m in an men tu«Dei man an ben Hinidcerfträuchen die schönsten Beeren, '.air an ouuiglcil jlcyen sie Den un -ommer gereiften rnuo. m. Grevenhain. 1-.. £it. Zur ^rfiarümg ihrer Waffeiv' iiorgi.ng oeadiicyngl die S:a, : Kram,art, bic ßiwn Vor Bahren btt cxuz, ^aomuh. uno K»e,chenbacy un « nie Lau«erbau, ruvoruem n Queue» in oc. a , jerwerk bei 0 11n#i>01 n bei Birstem z:i ici < . Ta p abet hierdurch gcjd>idigi ioucdci., |u will Die ctm.\ jipl|ll Ul oierenDe General — was übrigens bereits bei seiner Ernennung bciannt war -- zu einem aiiüercn Armeekorps perlt rum von Tifch auf Den Äooen sd^affen, wo es nun wohl 10 lange stehen nüD, bis einmal wie Der em unberheiraleter Gcisigevec ui bas Generaliommanbo emzlcht. Tem Sicatc aber yat Der Fall em>a 1700 Mark gekostet. ' Dc atze 1 m WaUertraum. Vvi -bereite Walzertraum in Graz ein llcmrs Jruermezzo. Aus der Mulüfc jprang oiötzluy em vutzig^ MuvdKn heraus und kies uiiiduuhig au| brr Binnir umher licruxai iDOllte zacru m das Junmer der Prin,cj,ui enlfliefh.il, .11 uni) mvltte na. nun Dem iungi. ivaibcn xodj auch davon stand cic eigenjinnige Micut: cu und cntid-ioanD ichttegtich durch oic Bor hau c. Tas i'ututum, das liä) toiUid) unietbieU, iauMc io laut, da» |id> 'Jhti und fein Freand eine Beükang gar inchi vcriuuidlich machen koiuuen. Sie fugten ich endlich dem heueren <7chick,al unb stimmten ui das GeuwNLr herzlich ein. T ie c r st c a m c r i k a n i s ch c E i s cn b a h n. Bei ber Hubson-F^ulionfeier hat das erste Tarnpfvook, das auf einem arnerikanifd-cn Strome und überhaupt in der Welt lies, eine große Rotte gejpielt und feine getreue Nad-biivung wurde mu grogem Jiuecefse besichtigt. Bon nid)t minderem An* tcreife buific in einem Lanoe, oaß J5UOOu Xilometcc Eifen- babnen, also beinahe sechsmal so viel als Deutschland besitzt, der erste Eisenbaijnzug sein. Aus einem alten x>oU- Ichnitt sind wir »der sein Aussehen unterrichtet. Im ^ihre 182b luaroc der Mohuwk- uno Vudjon-Eisenvahn.vmpaanie Dir Konzesswn jur eine IG ^nglijcye) Meilen lange Linie uon Albany nad) Lhencctady erteilt. 1830 ,mg man mit Dem Bau an, 1831 war er vollendet. Tie Bayn lies auf offener Sirage, Die Bittetis wurden ui Prioatgefcyästen und Laven oder vom wonduttenr verkauft. Tie Bremser ae- brauchten HM'Ddremjen. Tie Majcyinc wurde von Cna- laiid bezogen, hiejj „John Bull" uno ivvg vier Tonnen. Auch der eiste ajncnüimla)c Lotomotw.uhrer John Hampson war Eiigkander. Auf Oie Mafchrne folgte ein Heiner Pack- ivagen. Dann zioei putschen". , ' sonderbare Auffassung. „Anders als sonst m Menschentopfen . sagt Honig Phil.pp im „ron Lar- oo , und an diesen vielzurerten Ausspruch kann man denke». Denn man folgende kleine Geschichte aus Den „Tauv News" liest. Ein Laufbursche givt erneu Brief am Schalter ad; Der Postbeamte wiegt da» Schreiben uno jagt zu Dem zin- Uejeret: „Ta muß eine andere Marie Darauf tommeu; Der Brief ift zu fcyiver " * Kliaiuu roolleu, vitgre noch uff \ tu rill - .1 ohjujauuneln; Ujf Dc Ulin dm id itabe icriid), uno oa i-at sm, s icloyai" 1 Sport. . S.uBbalL Arn ^uuiiug 1 landen sich tm Lerdonds- meisdendiaitsip«! ber A.-rucuie Die oeioai et,un Mannichofien dcs Gittzencr Fußdallkluos von 1900 und des Vereins ,ui Bc- nnguiujDipu-lc giguuibet. In bciocu Sdicien blicD der wicbcjicr F Ü. wn lUOu lieg reich Tas Sv.el der ctiten Mannichun war, 1501»!» cs sich gruuiauciu in der Soitldatsle bis B. 1. v ao- wickel le, sehr uuecqiam und konnte nut mu Mn tnappen 9ic,uliai oon 2:1 To rar enychieden werden, rougtenb Du j.pcue Ikann- idxxfl de» G F.-ü. ovn 190U ihrer Ikeoerlegenheit mit 1U: 1 iurai Ausdruck verlieh. — 'um gleichen Tage weilte bet ivießenei Ballspi^iiub von 19ul in Weidenau ü. Sugcn, um gegen Den V. F. B. Weidenau zu jdiclen. TrovOttn V. X. mit lu zi.mii imb uia eridp auttai. Ilegre er mit 3.1. Tru.'i Duiat Er'okä barste dem Bal.w^iklub ote Meisierfdrau Der V maifc iiajci lern. cdjluHuüj gtiuann in Siegln Der OU00U. :uis Tugen ,^Fahn" mit 10: U uoer Wcvtar F k. cu ZE drei X5 ufy ! erbe" ,-. . SSZ »ft )rm bei feiner ßi< äimeetotpi der- )e ließ das Mn- vo es nun irohl । unverijciralele: ht. Tem Llaaie tet igen Wiontiig gab; m in lÄraz em läßlich ein Mizc- We umher. M inzcfi'm enlslieher, Birgen ßtotten ,gc Kleine ab unb is Publikum, toi tc und jein tfreunb unten. Sie lugM t in das GelaW nbahn. Be'der ,L das ans einem er Welt lief, eine wbiioung nmrbe t minderem Fn- Kilometer &lcö' als 2-BchW» inem djtet 3m N“ .„vahnwiO-g ilen Ians« -l 0 fing m® ° e W M ““ MtäeiW« "J Cie Ä-Ml» °md° »»» * m eiet 2®«» iSoW,«“”. £ ein tieinet JW ä,,bel%mS‘ 'p 1,n'nn öentffl, toiinSw 7'dl-r 5 °ü t-KS [«: »A zenk^A i« den DlLTH m yjjp ■et b-d-2"L ooryec nie bui 10 1 Abhärtung und Winterfkiöung. Mhärtungsfanätitcr gefallen sich darin, im Winter I leichte Kleidung zu tragen, tungegen warmtialtende für i unverzeihlichen Luxus zu erklären. Es gibt Leute unter ; ihnen, die ohne Beschwerde sogar zwischen Eisschollen . Icr.imschwiiümcn können; — erinnert sei nur an Ernst -Mahner, der in den sechziger Jahren des vergangnen Ja' chunderts längere Schwimmsahrlen während des Eis- fianges im Rhein äussührte. Aber wie schätzbar ein gewisser Mad von Abhärtung gegen Kälte sein mag, so gereicht doch das llcbcrtrcibcn des heroischen Kampfes dem Körper allmählich zum Nachteil. Ucberhaupt ist die Fähigkeit, siä, ab uHärten, bei den einzelnen Individuen so sehr ver- 'chieden, das; von einer bestinirntcn Norm gar keine Rede cm kann. Erfahrung und wissenschaftliche Untersuchungen aben erwiesen, daß der Körper bei leichter Kleidung im hinter zu einer größeren Wärmeproduktion veranlaßt, hier- durch fortgesetzt aus das Aeußerste angestrengt und dern- -ntsprecheiid schneller abgenutzt wird, als wenn er warm befleißet wäre. Natürlich zwingt die größere Warmepro- duktion zu einer reichlicheren Ernährung; — es ist gerade so dic beim Ofen, der, je mehr Hitze oon ihm verlangt wird, nm so mehr Kohlen verschlingt. Leichte Kleidung hat also im Winter noch den ökonomischen Nachteil, die Lebensweise ;u verteuern. Eine warme Winterkleidung kann der Mensch wensowenig wie das Tier entbehren. Tie Vögel sind ge- chützt durch den unter und zwischen den Federn steckenden Flaum, und die meisten Säugetiere durch einen Pelz, der m Winter eine dichtere Behaarung als im Sommer an- ninunt Flaum und Pelz sind schlechte Wärmeleiter — sie verhindern, daß die vom Körper ausstrahlende Warme all- inschnell an Die äußere kalte Luft abgegeben wird. Ganz denselben Zweck sollen die Winterkleider erfüllen sie werden am besten aus Materialien verfertigt, die rls Wärmeleiter schlechtester Art bekannt sind. Tahin ge- ört Schafwolle, und diese wird denn auch am meisten iir unsere Winterkleidung benutzt. Daß Wolle zu den schlech- esten Wärmeleitern gehört, hat schon um die Wende des x Jahrhunderts der Physiker Graf Rumford sehr sinnreich I estgestellt. Er hing ein -Quecksilberthermometer in der Axe lnes unten als Kugel endigenden Glaszylinders so aus, caß Der Mittelpunkt Der Thermometerkugel m der Mitte Der Glaskugel lag. Den Zwischenraum zwischen beiden KU- , <;eln füllte er mit Schafwolle an. Alsdann steckte er den 1 ranzen Apparat in kochendes Wasser und hierauf in eine .'iältemischung von gestoßenem Eis und Salz. Und nun be- . pachtete er Die Zeitdauer, Deren Die Wolle beDurfte, um \id) um hunDert Grad Eelsius abzulühlen. Es ergab sich, * Laß diese Abkühlung in 11^8 Sekunden erfolgte. In ganz ; derselben Weise prüfte er eine Reihe anderer Materialien. < hierbei stelUe sich heraus, daß zur Mtühlung um hundert £ aad Eelsius tzasenhaar 1312, Eidcrdauncn 1305, Biber- ■ ।eil 1296, rohe Seide 1254, Taffet 1160, Baumwolle 1046, feiner Flaä;s 1032 und gedrehte Seide 917 Sekunden be- i.oiiglen. Acithin ist 5)asenhaar unter den vorbezeichneten I Materialien Der schlechteste Wärmeleiter, hält also am wärm- s en, und ihm schließen sich Der Reihenfolge nach an: Eider- i rannen, Biberfell, rohe Seide, Taffet, Schafwolle, Baum- iuolle, seiner Flachs und gedrehte Seide. Der erhebliche llntetfcljieo zwstchen roher und gedrehter Seide läßt erkennen, Dc.,; Die Verarbeitung Deö Materials aus Den ge- tuigcrcii oDer höheren Grad Der Wärmeleitung von bedeu- - t en Dein Einfluß ist. Auch die Qualität des Materials spielt cme Rolle. Das Haar der Schafwolle ist auf der Ober- j । lüc'ye mit Schuppen besetzt und bildet in seinem natürlichen Zustande eine Menge wellenförmiger Bögen: je dichter und | regelmäßiger die Schuppen stehen und je feiner, dichter und I regelmäßiger Die wellenförmigen Bögen erscheinen, um so I i.csfer ist Die Wolle unD um so wärmer hält sie. Viel- I gekräuselte, Dicht beschuppte, leicht sich verjilzenDe Wolle " itüD dn Streichgarn und Dann zu tuchartigen Geweben, | hingegen Wolle aus längerem, weniger gekräuseltem Haar 5 zu Kammgarn unD dann zu glatten Geweben verarbeitet. : Und so wärmt 'Tuch mehr als Kamingarngewebe — eine I urWahrung, Die wohl jeder sck>on selbst gemacht hat. Literarisches. — De r „Katalog Der Vereinigung der Kunst-- jreunbf", welcher Die Neuerscheinungen aus Dem Vereinsjahr 1909 10 enthält, bringt keine erstickende Fülle von blind und kritiklos znfanuncngetragcNLii Glücken, sondern nur wenige, dafür niKT gan?i hervorragende Nieisterwerte, die alle in Autotypien Qi>gebilDet und chren Stoffeii wie malenid)cn Qualitäten nach | rr.ft wenigen Worten beschrieben werden, so Daß man einen guten Begriff von ihnen erhalten, sich auch ut Ruhe und Muße mit ihnen vertrcnU machen kann. Ter Preis Der aufgeführten zu enverbenben einzelnen Blätter, die den Originalen an Farbenwirkung völlig gleichwertig Zind, schwankt zwisck)en 7,50 und 60 Mark und ist für Mitglieder der Vereinigung, Die den geringen Jahresbeitrag von 20 Diark zahlen, iwch erheblich niedriger. Tizian und Lenbach, Andreas Achenbach und Hermann Kaulbach, Gabriel Max und Eugen Kampf, Paul Flickel und Ariwld Böcklin sind, um nur die wiclüigften zu nennen, mit je einem ausgezeich ncten, ihre künsllerisch>e Eigenart scharf zum Ausdruck bringenden Bilde vertreten, Böcklin sogar mit einer ganzen Mappe. Tic Mappe enthält den „Einsiedler", Den „-So mm er tag", das „Selbstbildnis mit dem Tode", den „Frühlingsreigen", Die „Hirtin bei ihrer Herde" und die „n>ilDe FelsgegenD", also durchgängig Werke ersten Ranges, die mit großer Sachkenntnis so gewählt und, daß die ganze Eigenart des Meisters in technn'cir-malerischcr wie in poetisch-künstlerischer und kompositioneller Beziehung gut zur Geltung kommt. Hier war von der Teckpiik sirr die Wiedergabe der Farben gewiß so manches Problem zu lösen, um das tiefsatte Grün der Bäume und Matten, das glühende Blinken der Blumen, Die unergrünDliche Tiefe Des fchwarzblauen Wassers, den leuchtenden Azur des wolkenlosen Himmels, — kurz Die ganze Mannigfaltigkeit und Vielseitigkeü des Kolorits zu zeigen. Die Den Haupl- reiz und Den faszinierenden Zauber Böcklinscher Bilder ausmack>en. Ohne auf Einzelheiten einzugehen, können wir hier nur feststellen, daß nc^ch den uns zugegangenen Probeexemplaren auch diese Drucke glänzend gelungen sind. Ter Katalog der Vereinigung der Kunstfreunde ist ein Katalog, wie er sein soll; kürz aber inhaltreich. Dabei übersiclülich in Text und Abbildungen. Tas Heftchen wird jedem Interessenten von der „Vereinigung Der KunstfreunDe", Berlin W., Markgrasenstraße 57, kostenlos und portofrei auf Wunsch zugeskellt. Mürkre. — Kartoffelmarkt-Bericht vom 18. Oktober 1909. Dortmund: Rote Taber 0.00- 0.00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Magnum bonum 2.80—0.00, weiße runde 2.40—0.00, Gelbfletschige blaue 0.00—0.00, rote 3.00— 0.00, weiße 0.00—0.00. Hagen i. W.: Role Daber k. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00—0.00, Magnum bonum 2.80—0.00, weiße runde 2.35—0.00, Gelbfletschige blaue 0.00—0.00, tote 0.00—O.UO, weiße 3.70—0.0», Kempen: Rote Taber 0.00-0.00, andere rote Sorten 2.70—0.00, Magnum bonum 2.40 bis 0.00, weiße runde 0.00-0.00, Gelbste ischige blaue 0.00.—0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0.00—O.Oo. Krefeld: Magnum bonum Blk. 2,10—2.30, weiße runde Mk. 0.00—0.00, Gelbfleischige rote Alk. 2.30—2.50, weiße 2.30—2.50. Köln: Rote Sorten 0.00—0.00, Magnum bonum 2.60-2.80, weiße runde 0.00—0.00, Gelbfletschige blaue 0.00—0.00, rote 0.00 bis 0.00, weiße 0.00—0.00. Plaidt: Rote Daber 2.50—0.00, andere rote Sorten 2.00—0.00, Magnum bonum 2.50—0.00, weiße runde 0.00 — 0.00, Gelbfleischige, blaue 0.00—0.00, rote 0.00 bis 00, weiße 0.00—0.00. Saarlouis: Rote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 2.00—0 00, Magmim bonum 0.00—0.00, weiße runde 2.00 bis 0.00. Gelbfleischige, blaue 0.00—0.00, rote O.UO bis 0.00, weiße 0.00—0.00. M annh eim: Alagnum bonum Mk. 2.40—0.00, weiße runde 2.25—0.00, Gelbfleischi e blaue 2.90 bis O.UO, rote 0.00—0.00, weiße 0.00—0.00. Frankenthal: Role Sorten 1.80—0.00, Magnum bonum 2.20—0.00, weiße runde 2.00 bis 0.00, Gelbfletschige blaue 2.75—0.00, rote 2.75 — 0.00, weiße 3.00—0.00. M ü n chen: Magnum bonum 2.70, Gelbfleischige weiße 2.70. Regensburg: Rote Sorten 2.00, Magnum bonum 2.40 bis 2.60. (Alles per 50 Rgr.). Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Mittwoch dem 20.'.Oktober: Nach kühler Nacht und Morgennebel trocken und heiter. Griginal-Drahtmel-nngen. Haussuchungen beim Reichstagsabgeordnelen Bruhn. Berlin, 19. Okt. Bel dein Reichstagsabg. Bruhn, der mit seiner „Wahrheit" in den Erpresserprozeß vertvickelt ist, nahmen viele Kriininalbeamte zu gleicher Zeit an sechs Stellen in Berlin und sämtlichen Vororten 9! a ch f o rs ch u rt g e n und Haussuchungen vor. An den Durchsuchttngen, die drei Stunden dauerten, nahm auch der Untersuchungsrichter teil. Selbst die Oefen wurden nachgesttcht und geleert. Halb verbrannte Papiere, die man in großen Rtengen fand, wurden in Kuverts auf das sorgfältigste geborgen. Tie spanische Politik in Marokko. Madrid, 18. Olt. In der Kammer machte Moret der Regierung zum Vorwurf, den Feldzug von Melilla unternommen zu haben, ohne daß das Land etwas von den Plänen erfuhr. Er verlangte, die Regierung solle Dementieren, Daß Der FelDzug auf Drängen Frank»- reichs unternommen worden sei, und sie solle die im Ausland durch die Entsendung von 40 000 Mann entstandene Beunruhigung zerstreuen. Zu dem Ministerpräsidenten Maura gewandt ries Moret mit erhobener Stimme: „Sie haben das Vertrauen des Landes- verloren. Hieraus er- 107807 Lindenplair. H. Seliing Liudcnplatt. 7 Pfg. •I» U s Pfg. Pfund Pfund Paar Stück Pmitd 25 Pfg. 10 Stck. 55 Pfg. Achtung! la. neues Sauerkraut la. neue Linsen, gut kochend . . . Echte Frankfurter Frische Eier Marmelade, aus frischen Früchten bcr= gestellt Neue Zitronen Ballettmeisterin Lina Goll - Oldini nimmt für den Tanzkursna noch Anmeldungen entgegen. Schnlstrasse 11 HI- Privatstunden jederzeit. 5793 Ter Vorstand. Dto/10) Bon dem 2tblcben des Kameraden Herrn August Treppiuger setzen wir unsere Mitglieder geziemend in Kenntnis. Um zahlreiche Beteiligung an der Mittwoch, nachm. 3 Ubr, stattfindenden Beerdigung wird gebeten. Zusammenkunft am neuen Friedhof. F. G. F G. F. F Wacker. Wigandt. Hierdurch erfüllen wir die traurige Pflicht, unsere Müglicder von dem Ableben unseres Kameraden August Treppiuger geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Mittwoch, nachm. 3 Uhr, statt. Zusammenkunft 21/« Uhr am Turmhaus am Brand. Uniform: Tuchrock und Helm. DaS Kommando: Russt nie! Brennt absolut geruchlos! 50-60% Gaserspornls! Bei allen Gasanstalten u. Installateuren erhältlichI Auergesellschaft Berlin 0.17. Das Neue UGRUCHT mit Aerostat (automatische LuftreguUerung, ohne Mehrpreis!) Beste und sparsamste Beleuchtung der Gegenwart! Brennertype Kerzen- eUrke Gasverbrauch pro Stunde Brennkosten dto Stunde bei Io Pf. pro cbm Gas Zwergbrenner Juwelbrenner Normalbrenner 35 HK 60 HK 110 HK 30 Liter 50 Liter 90 Liter «/IO Pf. 7/10 Pf. 13/19 Pf. griff Ministerpräsident Maura das Wort: Tie Regierung habe ihre Pflicht erfüllt und werde dies auch ferner tun. Sie werde ihre Mackü nicdcrlegen, sobald sie glaube. Dein Lande nicht mehr ickchlich zu sein. Maura rechtfertigte sodann seine Politik in Marokko. Er erklärte, Spanien Ixtbe nach dem Abzug des Roghis für Die Ruhe bei Melilla sorgen müssen. Ter (Vang Der Ereignisse hätte gezeigt, Daß ein Nichtcingreifcn einem Selbstmord gleichgckommen iväre. Spanische Arbeiter seien ermordet worden; General Marina habe die Schuldigen züchtigen müssen, da Der Sultan nichts getan habe, um seine Autorität zur Geltung zu bringen. Die Cortes hätten seiner Zeit von der Besatzung von Resttnga und Eabo del Aqua die schuldige Mitteilung erhalten und sie gutgehcißen. Warum wolle man jetzt Dagegen protestieren? (Beifall bei den Ministeriellen.) Melilla, 18. Okt. Gestern abend machten die Mauren einen Angriff gegen zwei bei Nador stehende Regimenter. Bon den bei Tagnina stehenden Truppen erhielten sie in Die Flanke Feuer und wurden mit großen Verlusten an Toten und Verwundeten in die Flucht geschlagen. München, 19. Okt. Im Alter von 71 Fahren starb Fürst Wrede, der vor 50 Jahren an der Durch Hum- bolDt unD Darwin unternommenen Nowara-ExpeDition teilnahm. Die auf einer Weltumseglung wertvolle wissenschaftliche Ergebnisse erzielte. Schwerin, 18. Okt. Zu Ehren des Königs Friedrich August fand um 6 Uhr Galatasel im goldenen Saale dcS Schlosses statt, wobei der Großherzog in seiner Ansprache aus^ führte, zwischen Dem Hause Wettin und Dem großher^glich- mecklenburgiichen Hause hätten stets fteundschaftlichc Beziehungen bestanden. In seiner Erwiderung stattete Der Stönig seinen Tank für den herzlick)en Empfang ob und bedauerte, die Großherzogin nicht begrüßen zu können. Sodann wies er auf Die Mischen Den beiden Häusern bestehenDe langjährige Freundschaft hin und führte neitet aus: @eraDe in unseren schwierigen Zecken ist es wichtig, daß wir deutschen Bun Desfürst en in der schon oon unseren Vätern vererbten Treue zus a m me n ste he n. Tann sind wir imstande und in der Lage, für das weitere Wohl unseres herrlichen Deutschen Reiches die Stellung und Das Wohlergehen unserer Häuser und Länder zu arbeiten. Um 8 Uhr abends fand im großherzoglichen Hoftheater Vorstellung statt. Hamburg, 19. Okt. Aus Den Geschäftsräumen einer BriefmarkenhanDlung wurden für 20 000 Mark Briefmarken gestohlen. Ein Album, das allein einen Wert von 15 000 Mark repräsentiert, ist mit abhanden gekommen. Ofenpest, 18. Okt. Der zum Mittwoch einberufene Kronrat bezweckt, wie verlautet, ein weiteres Verbleiben des Kabinetts im Amte zu ermöglichen. Es heißt auch, daß gewisse mäßige Konzessionen m Aussicht gesteckt seien. Das Kabinett werde die Einigung aller gemäßigten Parteien des Abgeordnetenhauses versuchen und sich hierbei auf eine einheitliche Majorität und nicht auf eine Parteienkoalitwv stützen. Kalkutta, 19. Okt. Ein h e f t i g e r W i r b e l st u r m, unter dem eine große Anzal)l von Orrschasten sehr schwer zu leiden hatten, ist über Beug alten gegangen. Viele Menschen sollen getötet sein. Zwei Güterzüge sind durch den Sturm umgeworsen worden, wobei ebenfalls Menschen umgekommen sind. Nähere Nachrichten fehlen noch, Da die Telegraphenleitungen zerstört sind. Tie Zahnzeit ist mit Recht gefürchtet, beim sie bringt schwere Tage und schlaflose Nächte für Kind und Mutter. Krnder, Die regelmäßig Scotts Emulsion erhalten, iverDen aber viel leichter und häufig ganz ohne Störung Darüber Hinwegkommen, so Daß sie und Die Mutter ruhige Nackte haben. Die Zähnchen kommen mühelos durch und sind kräftig und weiß. Scorr« Smutfion wird von anB auBIchttrhUch Im groben certouit, und »war nie lofe nach Gewicht oder Mab, fonbern nur tu oerflegelten vrigtnalflaschen in Raxton mit unferex Schutzmarke (stischer mit dem Dorsch). Scott u. Bowne, G. m. b H., Frankfurt a. M. Lrstanbtctle: Fetnster Mrbiztnal'tzedcrtran 160,0, prima Givjrrin 60,0, unterphosphorigsaurer Kalk 4,3, unterphoSphorialaure» Natron r.o, puls. Tragant 3,o, feinster niab. Gummi pul». 2,0, destill. Wager 129fi, Alkohol 11,0 Hierzu aromatische l5mulston mit Zimt-, Mandel und «Vanltberiaöl >e 2 Trovsen. 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