Ikr. 291 Fünftes Blatt 159. Jahrgang Samstag, 11. Dezember 1909 Gießener Anzeiger Urichenn iLgNtV mti VtitoftSmf bei General-Anzeiger für Oberhesjen Votaftenfbrud enl Ferlag bei Br ö 6Hrfm Uaiouiudtf * Bud> an6 ^temörudeicL R. ®ießeiL fteboftton, Crptbttion unb ^rutferti! 6+ul» (fraßt 1. 6ipebuion unb Uerlaq. e=»si ?>L SUbaftwn:e=sa>112. teL-SUbu; iLn*etötrtfd}aftltl.-rn verschont bleiben, diesen Wunsch deS Herrn v Hert'ing teilen auch wir Aber wir fordern allerdings zugleich, daß die schlimmsten Auswüchse der letzten Finanzreform beseitigt werden und daß deren Erfatz erfolge durch bessere Steuerreformen In London war cS neulich sogar ein Minister, Llovd George, der ben antisozialen Zug bcS Ober- hal"'es fhgmahficri - und den oberen Klassen nachiagte, sie batten, obwoh' sie mit GlückSgütern gesegnet feien, fein Herz für die ärmeren Schichten. Dem Herrn Reichskanzler mag ja die,e „gewürzte" Kost feines englischen Kollegen nicht gerade Behagen oe- reiten In jenem Mutterlande des KonstitutionaliSrnuS ist man ehe« nick: fo zimperlich im Austragen von Gegensätzen, wie bei uns Auck bei unS ist eS gut, vorhandene Gegensätze offen und klar zum AuStrag zu bringen. Was den neuen Etat anlangt, fo gebe ich zu, daß die Schätzungen der Einnahmen auS den neuen Steuern borsicktig gehalten find. Bei den Herren rechts zeigt sick, wie ein Antrag derselben beweist, ein neucrweckteS Interesse für unsere Erportindustrie. . . „ . , DaS ReickSamt deS Innern steht bor schwierigen Ausgaben. Zunächst die Neuregelung unserer H a n d e l S b e z i e - Hungen mit Amerika- beide Staaten sollten eS bermei- ben, den Bogen zu straff zu spannen, liniere Anträge bringen zum Ausdruck, in welcher Richtung wir uns die Fortführung der Sozialpolitik denken: eine baldige Versicherung der Privatangestellten; einen Gesetzentwurf zur Regelung deS Arbeitsnachweises auf paritätischer Grund läge Die Hauptaufgabe auf diesem Gebiete ist die neue ReichSversich e r u n g S Or dnung. Wir werden gern daran mttnrbeüen. Jlucb ttur wünschen eine Vereinheitlichung, Vereinfachung und Verbesserung der Reichsbersicherung. Aber wir wollen nicht, daßdie .A^stverwai- tung auf diesem Gebiete berfümmert wird (sehr richtig! lmks) und daß der bureaukratische Appaial, ^cn wir ohnehin schon 'n reichem Maße haben noch erheblich vermehrt wird. (Sehr rich- tig! links., Noiwendig ist auch eine Reform des inneren Dienstes der Postb er waltun g. _ . . <* . Wir hoffen, daß die S t r a f P r o z e 8 r e f o r m als ein Fort schritt angesehen werden kann, sie bringt ober ouch b , wir bekänwsen werden. Wir wünschen auch eine Reform des Be schwerbercchts und des Gerichtsverfahrens überhaupt ^er neue Militäretat steht unter dem Zeichen der Sparsam leit, aber wir glauben, daß man auch da noch erh ch Rotstift wa'ten lasten kann. (Zustimmung Im».)' 3$ ber weise z. B. au; die Forderung bon drei neuen auf die Ausgaben für die Landesbefestigung. Warum wird die vom ganzen Hause schon feit Jahren geforderte Beihilfe den firiegSbeteranm nicht endlich zuteil? (Sehr richtig! links.) Ich beb au ic es baß ber BunbeSrat einen formellen Mangel borge- schützt hat um sich >cm zu entziehen. Wenn in einem Gesetz kein bestimmtes Datum angegeben ist, fo tritt eS mit bem Tage ber Verkündigung in Kraft Es wirb ein allzu großer Luxus in ber Marine getrieben, foftfbielia-’ Sports unb anbereS gepflegt Hier- bei ließe sich gewiß manches ersparen. An ber Spitze ber fiolonialbertoaltung steht seit einiger Zeit ein Kaufmann uub der Etat für die Schutzgebiete zeigt, daß wir vorwärts kommen. Wir fordern, baß bie in ber Thronrebe an- gefünbigte weitere Verminderung ber Schuhtruppen burchgesührt wirb auck ohne daß bieS bon ber Bewilligung neuer Bahnbauten abhängig gemacht wird. Die letzten Forderungen an neuen Bahnbauten konnten wir bewilligen, weil sie wirtschaftlich borteil- baft sind, neue Forderungen werden wir unter bem gleichen Gesichtspunkt zu prüfen haben. Den schwebenden Verhanblungen über bie Grenzreg'ilierungen im Kongogebiet wünsche ich guten Erfolg Bezüglich beS Kongostaats hoffe ich, baß baS Auswärtige Amt fick bewußt fein wirb, baß wir eine gewisse Der- Pflichtung zur Durchführung des Berliner Vertrages übernommen haben. Das Bemühen ber Regierung, frieblidje unb freunblidje Beziehungen z u ben anberen Mach- t e n zu bflegen, tovb ber Reichstag gewiß unterstützen. Meine politischen Freunbe teilen bie Freube über bie Besserung ber Schiebungen zu Frankreich. Ich kann aber nicht unbebingt unter- schreiben nenn in ber Thronrede die Befriedigung ausaesprochen wird, daß das Abkommen über Marokko in bem Geiste ausoe- führt ttirb, bie beiderseitigen Interessen auS-uqlcicken. Wir müssen dock beanspruchen, daß a"ck für unsere Interessen die Tür offen gehalten wird. kSehr richtig!) Ob daS in vollem Maße geschieht, will unS zweifelhaft erscheinen. Tr. Wiemer erörtert die Angelegenheit Mannesmann. Wi- sind sonst sehr für schiedsgerichtliche Verhandlungen, aber ob .8 hier am Platze ist, scheint doch zweifelhaft zu sein In jedem Fall bitte ich daS Auswärtige Amt, bie Interessen beS ManneSmann-SyndikatS energisch zu wahren. Wir legen auf gute politische unb wirtschasflichc Beziehungen Rum britischen Volke großen Wert. Wirtschaftliche Gegensätze sollten n'emalS ein Anlaß zu kriegerischen Verwicklungen sein. Auch ich bin b-r Ansicht, baß bas Maß unserer Rüstungen nicht durch Mehrheitsbeschluß ber Mächte bestimmt werben kann, sondern sich nach unseren eigenen Interessen zu rkitten hat (Sehr richtig! link?.) Aber ick kann mir lehr wob! denken, daß eS möglich ist, mit unserer Zustimmung unb mit unfe- rer Mitwirkung Vereinbarungen zu treffen, bie bem fortgesetzten Wettrüsten ein Ziel setzen. Testo unerfreulicher aber ist bie innere politische ZcFahrenheit W i r haben keinen festen Sur?. Tie Politik des Fürsten Bülow, die daS Steuer des Staates nach links zu rücken bemüht war, ist an dem V iberftanb einflußreicher Kräfte hier im Hause gescheitert. Ter KurS scheint wieder nach recktS zu gehen und bie Folge ist bie Vermehrung der sozialdemokratischen Stimmen. Tie Regierung hat sich dem Willen der neu-n Mehrheit unterworfen. Ich glaube, daß bie Staats- autv'ifät dabei ernsten Schaden gelitten hat. Im übrigen wird die Staatsautoriläf nickt dadurch gewahrt, daß eine einzige pol:- t'scke Richtung die Staatsämter befehl und jede Kritik an mangelhaften Einrichtungen abwehrt. Allein die öffentliche Wohlfahrt darf maßgebend sein. In ber sächsischen Kammer hat Finanzminister Tr. von Rüger versichert, ihm sei auf bie Frage, was liberal denn heiße, immer nur mit hohlen Redensarten geantwortet worden Liberal beißt für uns: Rechtsgleichheit der Bürger. Wohlfahrt des ganzen Volkes, keine Ausbeutung, sondern Beseitigung der zersetzenden und verhetzenden Politik im Innern. (Sehr gut! links ) WirlegenauchWertaufguteVe- Ziehungen zu der nationalliberalen Partei. Wir wisicn sehr wohl, daß zwischen unS große MeimingSverlchie- benbeiten belieben. Wir sind mit Herrn Ballermann der Ansicht, daß eine Verschmelzung zwischen unseren Fraktionen nickt in Frage kommen kann, aber wir wünschen ein taktische s Z u- am mengeben und ein gerneinsames Marsckie - ren gegen den gemeinsamen Feind. e s’<’ Erkkä^ 'na des Ahg. yrf'ermnnn vernommen, unb auch Tr. Wiemer hat ja soeben eine ähnlicke Erklärung abgegeben, daß seine Pawei wegen der Vorgänge bei ben Steuerdebatten nicht eine Politik der Verbitterung treiben, sondern sich getreu ihrer Geschichte unb Trabition mittätr an ben Arbeiten bes Reichs erweisen wolle. Derrn ich jetzt zu Fragen ber auswärtigen Politik übergehe, so sehe ich bavon ab, allgemeine Betrachtungen über bie Weltlage anzustellen; ich halte es auch nicht für erforberüd), von fo festgegründeten Verhältnissen tote unseren Beziehungen zur österreichisch - ungarischen Monarchie zu sprechen. Was baß allgemeine Ziel unserer Politik bildet, ist in ber Thronrebe auSgesvrocken. Dagegen geben mir einzelne Fragen, bie im bisherigen Verlauf der Debatte an mich geächtet worben sind, Anlaß zu folgenben Bemerkungen, wo- bei ich bie Erteilung von Auskunft auf Einzelheiten, wie zum Beispiel bie soeben von Dr. Wiemer berührte ManneLmann- s ch e Angelegenheit unb bie von verschiebenen Herren gestreifte Kongo -Frage bem Staatssekretär beö Auswärtigen Amts überlassen barf. Zunächst daß Marokko-Abkommen mit Frankreich Wie bereits in ber Thronrebe angebeutet worben ist, hat seit seinem Abschluß ein fortgesetzter Meinungsaustausch zwischen unS unb ber französischen Regierung stattge» funben, unb es ist 'em heiberseitS gezeigten guten Willen gelungen, in wich'igen Punkten Prhereinftimmung zu erzielen. Auf Grunb beS bisher erzielten Ergebnisses barf ick ber Zuversicht Ausdruck geben, daß sich auf derselben Basis eine ber Bebeutung ber beteiligten beutfchen wirtschaftlichen Interessen entfvrcckenbe Losung auch ber noch auSstchcnben Fragen vollziehen wird. Den Stand bet amtlkhcn englisch-beutsch en Beziehun- g'e n glaube ick duick d>e hnqerbt Erklärung zutreffend kennzeichnen zu lönn-n: Englische StaatSmä.-ncr, vor allem der zurzeit leitende Premiermmister, Haden :n Reden der letzten Zeit die Herstellung guter Beziehungen zwischen England und T-ut.chland als eine wichtige Aufgabe einer weisen StaotSiunst bezeichnet. Ich kann bie Bekundung dieser Ansicht und Gesinnung auck von dieser Stelle a 'S nur aufrichtig und aus Vollei Ueberzeugung erwidern. Ick bin oetoiß, daß wir unS dem beiderseitig erstrebten Ziel um so eher nähern und damit zugleich den woh'en Interessen beider Länder um fo besser dienen weiden t e frei wütiger und loyaler diese Gesin- nung in ber Behanolungunb Losungbon Fragen 6 e i ä! t ß i tu i. b, bie beibe Länder berühren. (Sehr gut.) Gegenüber dem Vertrauen, mit dem sich die Thronrede über den Bestand des Dreibundes geäußert hat, ist die Aufmcrkiamkeit daraus gelenkt worden, daß in Italien im Anschluß an den Besuch des Kaisers von Rußland in Racconigi Stimmen laut geworden sind, die bem Dreibund wenig freanblid) waren. Diese Erscheinung, die sich allerdings Wohl nur auf eine Minorität erstreckt und nicht de.i wahren Ausdruck der Wünsche des italienischen Volkes darstellt, hat nicht übersehen werden tonnen Ick habe indes feine Wahrnehmungen zu machen gehabt, die irgendwie dahin gedeutet werden könnten, daß die verantwortliche Leitung der italienischen Politik den Wert der Treibuabveclräqe für Italien anders ober nichtiger einschätzte als bisher. (Beifall.) Entsprechenb bem Geiste vollster. Loyalität, von bem unsere gegenteiligen Beziehungen erfüllt sind, hat unS denn auck bei seiihcrige Minister bcS Aeußcren Mittei- lunger über die Unterröblingen in Racconigi gemacht, bie ergeben, baß Italien .n seiner Balkanpol itik keinerlei Ziele veriolgt die mit unseren Verträgen in 23 t b ? . ! b c ’J ft stunde n. Auck die kaiserlich russische Regierung Hai ur,S In Bekräftigung der gu'en B"zteyungen, die die beiden Reaicrungcn untereinander unterhalten unb die in wiederholte Vegegnung-n Sr. Majestät deS Kaisers mit bem ihm pet- fönlid) eng befreunbeien Herrscher nachbrücklich in Erscheinung getreten sind, Miileilunzen von dem Inhalte und von dem Ergebnis der Ur-teir-bungcn in Racconigi gemacht. Bei ber Betrachtung unseres Verhältnisses zu Rußland hat, wie fei# Jahren, fo auch jetzt wieder, die wenig freundliche Sprache eine Rolle gespielt, die ein Teil der russische« Preise gegen Deutschland führt. Es 'st n'cht zu bestreiten, datz es dort ebenfo wie anbcr&too gewisse Kreise gibt, die eS sick zur Aufgabe zu machen scheinen, Deutschland abenteuerliche, den Weltfrieden bedrohende Absichten anzudichten Mit Recht und einmütig leitet die deutsche Nation daraus die Forderung an ihre Negierung her, daß die d e u t s ch p P o t»t i k. die derartige Ziele nicht kennt, mit u xr s o größerer Ruhe und Stetigkeit und frei von aller Nervosität geführt wer de. (ScifaH) Einen guten Dienst b'erb- i wird auch unsere Publizistik leiste, wenn sic diese Ford>-rung auch für sich gelten läßt, und in der Erwiderung auf deutschfiindliche Trei- 6er»ien urb in b-i Kritik an ber Politik anbeier Staaten und von bereu Staatsmännern basjeni'ae Maß von kühler Reserve be- wahrt, das bem eigenen Kraftgefühl und der Achtung vor den Nackbarn cnh'pridgl. (Sehr richtig!) Durch ein solches y u- samm ?nwi r fen ber öffcntlicken VolkSstimmung mit bei auswärtigen Politik werden hieße- schäfte des Landes am besten gefordert. (Beifall.) Staatssekretär des Aeußeren v. Schoen: Ter Abgeordnete Bassermann bat sich gestern ausführlich über eine Reoraanisation unseres diplomati'chen Dienstes ausgesprochen. W'r hoben in dieser Beziehung getan, was wir tun konnten, haßen ai-db schon v'eles erreicht, und ich werde in der Kommission i- dieser Hinsicht nähere Aufklärung geben. Die Mar okkofragc ist, wie allseitig mit Befriedigung anerkannt wird, feit dem letzten Winter in ein ruhigeres Fahrwasser gelangt. Ter Meinungsaustausch zwischen uns und Frankreich hat zu eine- erfreulichen Uebereinftimmung geführt über eine Reibe von Fragen, die mehr ober weniger unserem Interesse nahe liegen. Dagegen ist insbesonbere bie Siquibation§anleibe. bie Ausbezahlung ber E n t s ch ä b i g u n g e n noch nicht so- tveit gefördert worben, wie bas nach ben Interessen ber Stauf- Icufe aller Nationen, also auch ber unseren, wünschenswert ist. Es liegt das an den bekannten inneren Verhältnissen Marokkos, die erst in allerletzter Zeit einigermaßen konsolidiert werden, aber immer noch eine Reihe von Schwierigkeiten bieten. Wenn von gewisser Seite gesagt wird, baß bie jetzige Lage in Marokko noch immer so sei, baß cs für ben beut'chen Hanbel kaum mehr lohne, bort tätig zu sein, fo sinb daS toeitgeßenbe Ucbertreibungen. Dem Auswärtigen Amt haben erst in letzter Zeit eine Anzahl Anfragen bedeutent-er Interessenten Vorgelegen, bie bie Lage für bie Zukunft nichts weniger als hoffnungslos anfaben. Tie Regierung bedauert bafc roh in der Frage des Schadenersatzes noch nicht weiter sind. Ich kann aber sagen, daß die sehr gründlichen Ar- beiten der internationalen Entschädiguugskommission vor kurzem •ein £nbe g-Tang: r.no ^ür ^e^d,■;'r^^?c5crioe finb bü ffrtftf jM» gungen auj erieo ' Million '2karf fejtgrie^t eotSai, SU« Vor- au-suhr ncd> roerber fte bann erft bezahlt roerßen tonnen. trenn irre grcfce Liquida tr». anleih# zustande gekommen fein wird. Tie Beratungen cex Lntschadigung*tomm>ssion sind turd? tai deutsch. französische Abkommen dem vortaen Eintet wesentlich erleid)teil und gefördert »örter. Tie uiguidat cm»anleihe th dazu be- stimmt, der marokkanischen Regierung tie Mittel zu liefern zur Besatzung de. schulden. Marokko schuldet im ganzen den Betrog vor e'wa 80 2Riöionen Francs, an Teutschland allem etwa 20 Millionen E* »ft nicht obzuschen. eie diese Lumme ebne eine Hnleit* jemal» be^iblt werden kann. Io* Projekt einer solchen Anleihe schwebt schon seit längerer Zeit gewifferr.^ssen tu btr Luft ohne bei der früheren politischen Konstellation irgend welche Au»sichten auf Verwirklichung zu haben. Ed versuchte jeder €.aat. sich au» Losten des andern Staat» zu bereichern. Schliess- El) erreicht- memanc etwas, und der Tertius gaudens war Marokko, da« nicht zahlte Erst nach dem derrlsch-französischen Hb- kommen ,ft die Lache etwas in Flust gekommen. Xie Verband, hingen m.t dem Lultan hat Frankreich übernommen mit unserer Zustimmung. weil eS die gröhten gorberungen zu stellen bat und weil aller LorauSsicht nach der Anleihebetrag überwiegend in Frankreich aufgebracht werden must Run wird in pmuffen Kreisen Deutschland« Lt.mmung gemacht gegen bie e Anleihe mit bei Begründung, dass eine solche Anleihe die Bewegung«! reiheu bc« Sultan« beeinträchtigen und zu neuen Äontrollmahregeln führen müsse. Ja, wie soll man sich eine Marokkoanleike denken ohne Äontrcö" f Der würde heute wohl Marokko 80 Millionen leihen, ohne bestimmte Einnahmequellen? Ich habe bei verschiedenen Grossbanken m Berlin ungefragt, ich habe nirgends Neigung hierfür gesunden. Heiterkeit.) L?a» nun die Äontrolle anbelangt, so beste dt seit 1904 eine französische l.*itrolle über die Zölle. Die französische ZollausfichtSbehörde führt einen Teil der Erträge an die Inhaber der fran;ösischen Anleihe ab, den Rest erhält der Sultan, ffiirb nun auch dieser Rest für die neue Anleihe verwend t. so wird die Zollverwaltung künftig den ganzen Zollertrag erhalten. Eine Ausdehnung der Äontrolle ist hiermit nicht der- knüpft. Dio zweite Haupteinnahme in Marokko ist bat Tabak- meneqe’; auch hier bedarf e» feiner Äon krolle. Tie französische Regierung bat un» einen neuen Beweis Uret loyalen Gesinnung gegeben, indem sie zuerst denjenigen Teil der Anleihen erledigte, der zur Befriedigung b*r fremden Glau- btßer dienen soll, während sie erst in zweiter Linie an die Befriedigung ihrer eigenen Forderungen denkt Nun werden gegen die franju'ijdv Zolloerwaltuna bäusig Borirürfc erhoben, sie verfahre parteiisch. Dir finb diesen Beschwerden in jedem Falle »aciigegangen, e« Hal sich ater niemals eine 2?c rfüwrbe als be- gründet enriefen. Ich wiederhole meine Aufforderung an d«e Ceftenfld'leit, .0lagen vns stet» zur ÄenntniL zu bringen. Ferner ist behauptet worden, dast die beututen Interessenten in Marokko bet öffentlichen Auöschreibungen keine Chancen mehr hat. ten. Aut da» ist nicht richtig. BUr bauen g-rade dieser Frage unsere besondere Aufmerksamkeit geschenkt und können mit Bcfre- biflung konstatieren, dast bei der Vergebung aller grösteren öffenl. Kdjtn Arbeiten die deutschen Interessenten mit den französisch'« Interessenten Zusammengehen. Ich erinnere an die Mitwirkung der Teutschen bei der Bildung eines internationalen Stjnbifatf. daü da« TabakSmonopol übernehmen will, an die Gründung einer deutschen Bank und an die Vorbereitung einer allen Billigkeit». Lnipriicheti cntfprcrfKiibcn Regelung der sehr verwickelten Berg- werkitfroge. Ter deutsche HandelSumsah und die deutsche Schilf» fahrt werden für das laufende Jahr einen Fortschritt aithreif-n, so dast nach alledem fein Anlast vorliegt, über die wirt '- östliche €eitr des Morokkoabkommen« Älage zu führen. Br^i sich der politischen Leite des Abkommens haben die Herren Baff-rmaim und Wiemer von dem Fall ManneSmann gesprochen; wie ich mit Tank anerkenne, recht vorsichtig. Nachd.'m die Lache in dem Sinne behandelt worden ist, dast daß AuSwär- tige Amt sich der deutschen Interessen hierin schlecht ober auch gar nicht angenommen Hut, must ich mich darüber au«fhrcdi*n. Tic Legende, dast die Regierung für gute deutsche Bürger nicht eingctrct.n ist. must ra ch zerstört werden. Tie Regierung ist ;n jedem Fall davon durchdrungen, dast eine angemessene Beteiligung Xeutschlands ar der Hebung her Bodenschätze Marokko' notivcn'ug ist und ist deShalv in AlgcciraS dafür eingetreten, dast bei dieser Hebung der Bodenschätze für alle Rationen gleiche Rechte und efainrcn ne fdtaffen werden. Ter Artikel 112 der Algeciras Akte regelte diese Frage dahin, dast em besondere« Gesetz für ha5 Bergwesen in Marokko vorbereitet werden sollte. Tie Firma Gebrüder Manne, mann ist von unserem diplomatischen Vertreter daraus hingewiesen worden, dast erst sämtliche Regierungen zu dem Gesetzentlvurs Ltellung nehmen müssen, ehe er Gefeneükraft erlangen kann. (Ter LtaatSsekretär verliest eine Reihe von Alteiistücktn, au« denen hervorgeht, dast. die gefeVlidic Regelung de« BergwerkSwesenS in Marokko im einnc der AlgeciraS-Akte noch nicht zustande gekommen ist.) SS wird nach alledem nicht verkannt werden können, dast den Behauptungen der Firma Man. neSmann gewichtige Gegengrunde entgegensieden. Angesichts die- le« Gegensatzes in den Red tSau fafsungen bleibt nichts anderes Übrig, al« schiedsgerichtliche Lösung, wodurch eine unparteiische Instanz geschaffen wird. Rach alldem kann aber von einer Preisgabe der Gebrüder ManncSmnnn keine Rcde fein. 31 u n ) u r Äongo. Frage E» handelt sich dabei um Misere Beziehungen zu Belgien. Zwei Ltreitsragen kommen m Betracht. Die eine betrifft die Grenzregulierungen im Vesten Deutsch-Lstafnika» nach den Äongo-Gebieten Im 2aur.-, der verlandlungen. d e bi« auf die achtziger Jahre zu- rückgehen, sind verschiedene Vertage über die Grenzen abgeschlossen Worten. Die Differenzen entstanden infolge d ' r^ri "artlich gemalt rr- en ür die Entstellunaen. die ausländische (Gegner an ihrem Gedanken vornehmen. Tat» inrfie ,st aber, dast die deutschfeindliche Peesse einen grosten Teil ihre« Rüstzeug» der sogenannten pangermanistischen Literatur entnimmt (eerr richtig! ,m Zenfri-m ) und da« sie tie ta-in beiv r- getretcnen Pläne mit den Absichten der amtlichen Politik be» Reich« identifiziert. Treten solche Beslrebungen hemor und werden die kaiserliche Regierung oder ihre Vertreter atü offene ober eiml’ i e Yin änpec uno Förderer ai'S'chwe' e-'^er I^een dingestellt, so must bie Gien»e zwischen Phantasie und Wirklichkeit wieder zn- recht gerückt werden. Bon solchen pflicl'tmähigen Erwägungen bat sich der la,kerliche Botschafter in Washington bestimmen lassen, wenn er für die öffentliche Meinung Amerika« das Schreckgespenst eine« deutschen Äolanialrcich« in Südamerika tn seiner Desenlasig- Zeit enthüllt hat. Ich kann in seinem Austreten nicht» Unerhvrtr» ,inden und must ben G i en BernftorM n"’« Angri se in Schutz nehmen. NebrigenS weih jedermann, ber bcu Trafen Bernstorff kennt, bah man ihm Feinbkeligkeiten gegen gute deutsche T^lcioten nicht unterstellen kann. (Beifall.) Abg. LcheiSemsnn (Soz.): befiapt sich zunächst über die frühzeilige Cchlrestung de« Reichstag« während der wichtigen politischen Änse. Die gestrige Rede de» Reichskanzlei« bat eine auherordent- lich große Ernüchterung auch bei denen, die nur sehr wenig erwartet haben, herhorgerufen. Lie heutige Rede »r» Reichskanzler« war wie die gestrige nichtsjageno. E» ist uaturlich, hast der Reichskanzler den Frieden haben will. Da« befriedigt nw« nicht. Irgend etwa« Besonderes wollen wir doch hören. (Heiterkeit.) Die iegierung maßregelt jetzt sogar Z»ntium«lehrir, weil sie die polen unterst ihl haben. Wie können Eie da» tun, Herr ReiH«. lnnzler, die Polen gehören doch auch zu Ihrer MehrheitI Redner lommi im weiteren verlaus seiner Au«i'uhrimgeu auf die Vorgänge in Spanien zu sprechen und rüst bet Besprechung he» Falle« Ferrer dem Zentrum zu: .Es tut Ihnen nur leid. Last Sie nicht noch mehr brate.i und schmoren können, tun Sie Ihren Gefühlen doch keinen ghang nnl" sTrohe Heiterkeit.) Bis- her ist immer konservativ oder konservativ-klerikal regiert worden, auch zu der Zeit, wo hie ganze Geschichte >o e:ne gewisse liberale Schminle getragen bat vielleicht teilt un3 der Reichskanzler, ber über ollen Wassern schweben will, mit, welche Anweisungen er vot, ben Leuten erhalten hat. die bei uns in Wtrll chkeit regieren. In fromwu naltcitaten Blättern ist ja erklärt tocrhen, dah ber Äön.g jein Won nicht zu hallen braucht, bei her Wablrejorm Ter Reichskanzler hat gegen bici'e ihm zuge- mutete Schufterei nicht Front gemacht. Nun kenne ich ja bie preussische Geschichte zu genau, um zu wissen, bah ber Wortbruch sozusagen eine der erhabensten Trab.honen der Hohenzollern st. (Grosse Unruhe. Vizepräsident Erbprinz zu Hohen- loh:rufrbcnRedner jurCrbnung.) Unter anbauern- ‘ r Unruhe be« Hauses geh: der Redner auf die Ze ten Friede ch ^rilhelw« III und Friedrich Wilhelms IV, ein. Ta» Verhalten ber konservativen Partei ist so brutal — (Vizepräsident Erb« vrinzzuHobenlohe' Ich nehme an, dass Sie nicht von ten Anwesenden sprechen!) — aber selbstvernäiidlich. (Drohe Heiter. .'eit.) £a» Schlimmste ist, dass die Interessenten in die politischen Parteien hia-inwacksen Turch den Bund ber Landwirte haben die Äonservat.ocn j--tzt ihren Ärach. (Heiterkeit.) Ter Staat ist der Miiverbündete der Mitschuldige de« Grostkapltali»>.in«, an ben ec in einem blühenden Althandel 'eine Geheimräte abg.ld. (Heiterkeit.) In ähnlichem Tonfall wrt'ahrend, kommt der Red- uer schliesslich auf den ManSfelder Streik zu sprechen. Reichskanzler w. Pethmsim H-llwe«: Der Abg SLeidemann hat e» für gut befunden, feine Ausführungen zum Etat zu berautden nut e.nem Erkut» über preuhi- iche Geschichte und mit ben heltigsten Schwebungen gegen preuhi. sche Äönige (Lebhafte Rufe bei den So;.: Tie Wahrheit!) Er ist dafür dom Herrn Prästdenten bereit» zur Lrdnnng gerufen »orten. Aber auch ich muss Verwahrung r.nkgen gegen eine solche Verunglimpfung von preuh'schen Äonigen. (Lebhafter Beifall rechts.) Ich kann mich aber mit dieser Verwahrung begnügen, denn da» Verruss:sein im preussischen Bolle von beui. rua» seine Äönige geleistet haben, ist diel zu fest begründet (Lebhafter Bei- 'all recht»: grosse Unruh« und Widerspruch bei den So;.', al» dass die Au»sührungen de» Abg. Sche btmar..t geeignet trärcn, an dieser Ileberzengung trnmW.e zu rTttefr (£rbhefter Bttfal recht»; grosse Unruhe und Lärmen bei ben Loz. darauf tw neuem uxi recht» stürmischer Beu'aL) Abg Arbr. o» Otamp (Rp.): Sei keiner Par:-» wir» dir Freiheit io un: er drückt trie her 6er cogvcAetme'-ta: t. (fiarmenter Widerspruch d. t. Soz, cte d.e »«hlimmsie »clallenpaciei. hie e» b. k -oz.. Erkennen 6tc roch endlich an. dass in Deutschland sehr r.d für tie lrfc*dfr geiüneht! ^Öeladrlrr b. d Soz.) Ärrrpp gibt t.e Hüllte feine» Einkommen» für wohltätige Zwe^e her. ILachen k i Soz.) Ich habe nutzt Lust, mich mit Ihnen beiumznzaaken. denn ecu Vergnügen ist da» wa^rhafki,: nicht. (Heiten Zvftim- nrxng.) Herr Setreidemann bot eine Agitation»re> gehalten, d.e mir dem nct wenig zu tun balle, und bi« er auch br. jeter andere» Äelegerche.t vom Stapel lassen lonnte. , Sehr richtig.') Wir et- lennen rt dankbar an. daz der Etat vcrsichlig au gestellt worde« ist. T'k -lestort» haben heb nach Mcalichkeit txug«beehrt irmfrit beileissigt Ter Redner bespricht bie e:nte!ren Etat« Be. züplich bei ?!jümtaletai» heben wir noch besondere Sünfdc. Einige Gehaltserhöhungen erscheinen un» angebracht. Ader tmr " 'n • . s.-t-'i -k'>:oat -'N denn Herr Xemburg it za < der entfe^.nlcmr enb’ien €laat»lel.etäie. Heiterkeit.) IKtt der Btrriehrung der Beamten in den Jtolcnten muh endlich SchiLt gemacht irerden. In die städtischen Zelrphcnanlogai hoi n:an zuo.el Geld hinnngeilrft Man batte lieber da» Land besser betrafen sollen. Tie Prägung ter Sildermünzen muh weiter au6gebcs.it rrerden. Die 2rei-2Rarfilücfe oaden sich treulich bewährt. (Echt richtig! recht») Mir sind sie lieber al» die Fünf» Markstücke. (Heiterer Diderspruc-.) Itc Beamten sind etzt «r» heühch besser gestellt worden. Daher muffe nun auch ihre Ar» beit»zeir nttig a. -enuht werden. Eine energische ÄonktoL» an Lrt und Stelle ift nolwendia Herr von Schön bat un» erzählt, wa« bie Franzosen unh btt anderen Interessenten über den Fall Mannesmann in Mar:.'ls denken. Ex hot un» aber die Meinung unsere» Auswärtig» Amte» btT«nItalien. (Heiterkeit.) To» verhakten meiner Partei bei ber Reichsfinanzreform ist durchaus gerechtfertigt. Dir hotten zunächst te» Grundsa- dass möglichst alle bürgerlichen Parteien daran teil» nehmen sollten. Ferner stand *ur un» fest, bah b e Reform auf seben Fall zustanbe kommen muhte. Ta» war patrtoti'che Pjl-cht. D:r baber. du» bemüht, bie Gegen'ätze zwischen recht» und l a3 «j«juglcidtn und haben im wesentlichen eine vermittelnde Tätigkeit au»g,üvt. Mit den Rationalliberalen waren wir ne den wichtigsten Fragen völlig einig. Denn Herr Weber und ich c ne Reibe von Steuern jui'arnincn ^macht hätten, wir wär^n sehr rasch fertig geworden. Tie Ratwnalliberalen hatten in ber flom- mij"on einen Fiibrer, der durch feine hervorragende Sachkennln » und feinen Fleih sehr schätzenswerte Tienste leistete. Ein grosser Fehler bn RationaNibcraicn trat e». sich' so eng mit ben Frct» sinn.gen zu versanden. Sie erklärten, sie wollten gern alle» gut» macken, aber nicht» ohne bi« Freisinnigen. Dadurch wurde e nt Verständigung unmöglich. Ten Porwnrf antmalionakr Gesinnung machen wir natürlich den Ratioaalliberalen nicht. Trr | wäre ja völlig unbrrecht.gt. Ich erkenne an. dah die Freisinn'i» sehr entgegenfommenb waren, mbem sie bereit waren. 4k Mil» F l'oucn indirekter Steuern von fern herein zu bewilligen. 'Hört, hort! bei Den Soz.) Wir nahmen da» natürlich mit Tank an. (Heiterkeit.) Tenn baS Zentrum wäre ja auf diesem Wege nicht nnchgefolgt, wenn nicht die Freisinnizen voeangegangen wären. (Hört, hört!) Die Linke war mit den Grundzügen bet Reform einverstan^n. tßie können Sie sie also jetzt so schlecht nmctzen < (Heiterkeit.) Manche Steuer hat auch un» gar nicht gr-allen, zum ieHpifl hte Zünbho'.zsteuer Hatten Sie un» nur eine be" re txr. 'f schlagenFür do» Erbrecht be# Staate» war auch ich an- sanglich Ich wurde nur bedenklich, al« Herr v Verlach tafür eintrat. (Heiterkeit.) Böser Will« war e# nicht, wenn bnau» Nicht» wurde. Wir batten ,0 hie hervorragendsten Jurist«» in her Kommission, zum Beispiel Herrn Müller-Meintnarn (C*rj.c Heiterkeit ) Es war damal, fern Akt poht-.scher Olugteit. hass ha» lOecmögenineiierfornrrointh abgelehnt rrurbe. W'im her We .!•»• tag dasüi mar. so hätten auch bie Reg.erunqn nachgegeben. Di« ganze beschichte ifl ein bunller fünft Tie 3ufunft Wirtz jemen. wer recht hatte, wir oder bie Äonservcit.ven; ich labe ernste Bedenken, dass eine ganz andere Erbschaft»- steuer iv.etcrlommt, ai» bitjenim?. die durch ben flom» prornihantrag von un* vorgeschlagen wurde 3«ten all» rcttb nber die neue Steuer nicht eine direkte Erbschaftkstruer km. sondern eine St'uer auf dis vermögen, bie da» Veri" un bireR erfasst (Beifall bei den Sali.) Ta» mögen sich bie Vertrete« der verbündeten Regierungen merken (Heiterkeit) I ch habe gehört, bah Fürst Bülo'" 'm Amte geblieben wäre, menn bie So t io n all erale» bet t i r Finanzreiorm bi« zum End - mitge» a I- INach i hätten und • 1 sie sie in de' n"flenm* >t ! "vvr n war diktier' vorn «e- fi4t«punrt be« kleineren Uebd*. Wir hoben im Inleresie unfetet Wäblor gefönt «It. Cb wir un» gctuuji - hoben, tat über »st k « ber Ceffentlichkeu gerate in der lctz cn Heil viel pciproixr eoifcea. Wer R-cht hat, wirb dw Zu'unft Idrai. It' Masstegelt» »- gen i n Äa11owitz bat gestern bereit» Fctr *■ Hertlinq in dankenswerter '^3eife gerügt Herrn - ,rw^ fei gesagt dost gerade feine Par'e» in t«n ?'ilrn j • Äulturkampfe» die El tetruppe gegen d.e ko. ci. :O« wet- Einen Bund mit onberen Parteien tpt«n wir nicht Wir bandelten fo. wie wir e» für richtig hicl'en Bor ourn ccue« greift man un* jetzt an. Auch die Rrgi:rung f*ü(: Trr verlangen ab« ba» gleiche R:d i wie alle anberen ctaaW- bürger Wir vertrauen aut die göttliche liniere Ansprüche gegen nicht übet da* hinaus, im» :*t »l schlossen verlangen rorr ab« da*, wa* un» zuft.'ht. (Bci-all '■ Zentr u v o. Pel.n.) Ta* Hau* 6rrlagt sich. — Tie Ha! bei W. Äilbinger. Troacnr. Gichen. D‘ Hessischef hoi. Empfehle Hlc E g Billig. Streng reell. Kredit Anzahlung klein Kredit LMU ■ 1 Wovn- WA Schlaf- zimmer bestehend aus Boj 1 Bettstelle 1 1 Naohtschrank MS l Tisch mit Wachstuch- einlage 2 Stühlen Mk. 70.— Anzahl. 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Lczir? bji Rauchen der Oefen und Herde wird verhindert durch meine KaminaufsIUe Bezirkssparkasse Gießen Bekanntmachung. GS wird beabsichtigt, auch diesmal wieder eine Prä mficrunq von 5> i en ft boten deS Sparkasse bezirkS emtreten zu lassen. Prämien können von .» ?u 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten. un- einzureichen. — ZuichtaaStnst l Lochen. Gießen, den 9 Dezember 1909 StaotiicheS Xie’bauamt Brau bad). Ang. Kröll Giessen 12 Seltersweg 12. Asterwea 9. Tclrvbon 95. können ciiincficlli werde«: a. bei bieliacn SUbenaebern 1 Bdjnciöir. 1 Dien nuaacheii. 1 <^u»bälterui 5500 not be«L Zeugnisse von Aerzicn u. Privaten beweisen, dag tioiirrs 'Brujt-ftflrnnirllcn mit den drei Dannen Stuhl-Scnreinerei Ph. Henke. Sonnen?itra«ee 14 empfleblt sein bekannt reichhaltiges Lager in allen Fassoni n *.<3r(e| schule -iius ytll sü ^..Ter ^nsuch 5-4 nnni soll '18 u «omett fo nal Rum Arrak Punschessenzen offen und in Flaschen V» ^laiche von 90 Pkg. an GebrüderAdami, Mä«Sd«rg 14. «CGM in 5 Losen vergeben werden. 1 veranschlagt zu 640. — Mk. Uebemahme aller in mein Fach ei «schlagenden Xeuarb« llcn sowie lleparatarrn unL vollster Garantie für eolldc, dauerhafte Ausführung = Einrahmungen = garantiert rauch- und etaubatcher. Grösste Au> hf drifte ad (rna M r >- HTUf, die il c 'fine D 1 M bei ' HM B trifterft obe: dor «8 wirb, kk». itottfi auch I IV Äofte fr:b nn Gt »frnmgen wttlbtid} f*» "4 die ■Hnaisgti es Er »2 1® Ktfernn E3ö*fl t- '»> % LgS»! h Iktitllun il , wj für bte —• ^Lassen Damen-Schnü'stiefel, Chevroline,schick, mod. Fasson Damen-Schnürstiefel, schwere, haltbare Qualität Damen-Schnürst ef I, Chevreaux mit Lackkappe Dsmen-SchnUrstiefel, Boxcalf,vorz.Qualit.,mod.Fass. 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