Dienstag, 19. Januar 1909 159. Jahrgang Nr. 15 Erlchetnl tSgN- mV «uSnahme bei Sonntag». B zum Justizetat HjW b11', des Etats des Gehalt Les Kinder! ijfibiB- Dir „Stehener KamtltendlLtter- werden dem Anzeiger* viermal wöchenllicb beigelegt, daS *Krdsblotl Wr dev Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Dl, .Landwirt,chaftttchen öett» tragen" erscheinen monatlich zweunal. wie jetzt. Der Redne schränkungdcZs. sich dann mit dem Fall Eulenbur! man ganz aners verfahren als gegen andere. NvtaVkmZdruS in» Verlag der vrübNch«, Unwerfuärs • Blich- and Stemörudeteu ÖL Lang». Dietzen. Deutscher Reichstag. 187. Sitzung. Montag. 18. Januar. Am Tische des Bundesrats: Dr. Nieberding, Dr. Hoff, mann, Twele. Redaktion, Grvedttton und Druckerei: Schul* fluiBe 7. EroedtNon und Verlag c 5L Redaktwn: 112. reU-Adr^ÄlizeigerGießen, Zum ersten Male seit vielen Jahren liegt „ keine Resolution vor. Tas ist ein hoch erfreuliches Zeichen: um so mehr Ruhe hat das RcichSjustizamt zu den großen Reformen, an denen cs arbeitet. Da erbitte ich zunächst Auskunft über den Stand der Strafprozeßrcform. deren neuer Entwurf uns nn Februar zugehen sollte. So viel will ich iLon heute sagen, daß es ein Verdienst des Staatssekretärs Dr. Nieber- ding ist. die frühere schwer verständliche unbeholfene Gesetzes- spräche ausgemerzt und durch gutes Deutsch ersetzt zu Haven. In dieser Beziehung ist in dem Entwurf der Strafprozeßordnung nach der Kritik der Faächlätter noch manches zu bessern. Wie steht es weiter mit der Novelle zum Strafgesetzbuch, die angekündigt ist, um die schwersten und dringendsten Mängel dixses Gesetzes ab;ustellen? Tas Deutsche Bürgerliche Gesetzbuch hat, sich schon jetzt in der kurzen Zeit seines Bestehens als ein f e st e s Band deutscher Rechtseinheit ertviesen. Ohne lchon fetzt über seine Bewährung zu urteilen, kann man doch heute schon so viel sagen, daß es überall von sozialem Geiste erfüllt ist. Wo der Hammer der Auslegung darauf schlägt, sprüht der soziale Funke heraus. Gleichwohl werden wir auch in Ziikunft auf Aenderungen im^Gesetz nitfit verzichten können. Ich denke heute vor allem an zweierlei. Tie Rechte der Hvpothekengläubiger sind so weit ausgedehnt worden, daß der Eigentumsvorbehalt an Maschinen in den meisten Fällen unmöglich wird. Hier erscheint im berechtigten Interesse der Maschinenindustrw eine Aenderung dringend geboten. Weiter ist die U e b e r l a st u n g des Reichsgerichts noch immer ein brennender Uebel-tand. Die Erhöhung der Revisionssumme bat sich als gänzlich unzulänglich eriviesen. Tie Wege der Reform können verschieden sein: man kann dem Reichsgericht alle Aufgaben wegnehmen, die, nicht unmittelbar zur Rechtsprechung gehören, z. B. die Patentsachen in der Berufung oder die Ehrengerichtsbarkeit für Rechtsanwälte. Man könnte die Revision beschränken auf die Fälle der duae difformes, d. h. wenn Landgericht und Oberlandesgericht verschiedene Urteile gefällt Haven: oder das Reichsgericht könnte überhaupt nach Art . des französischen Kassationshofes nicht dem Jnter- esie des einzelnen Pro?eßführenden, sondern ausschließlich der Wahrung der Rechtseinheit dienen. Ich fälle beute noch kein entscheidendes Urteil, aber ich möchte fragen, wie das Reichsjustrzamt sich die E n t l a st u n g des Reichsger ich t s denkt. .Weiter bitte ich um Auskunft, wann uns das Gesetz über die Haftung des Reiches für Versehen seiner Beamten zugehcn wird. Zum Schluß habe ich namens meiner Freunde zu erklären, daß wir den dringenden Wunsch haben, daß es dem Staatssekretär Dr. Nieberding. der jetzt 16 Jahre lang sein schweres Amt verwaltet und manche große Reform durchgeführt hat, auch noch vergönnt sein möge, die bedeutsamen schwebenden Aufgaben zum Abschluß zu bringen. Tas Vertrauen meiner politischen Freunde ist ihm "stets im vollen Maße gewiß. (Lebhafter Beifall rechts.) rügen, daß man einen Hochgestellten mit einer Sorgfalt und mit einem Entgegenkommen behandelt hat, das anderen Angeklagten versagt wird. (Lebhafter Beifall im Zentrum.) schaftlichen Verhältnissen genügend Rechnung $u tragen, und daß man daher im Vertrau-rn auf das Reichsgericht und die übrige Rechtsprechung die Gesetze nicht ändern solle. Auch wir meinen, daß man die Autorität oes Reichsgerichts nicht durch allzu häufige Aenderung der Gesetze schwachen sollte. Mit der Befriedigung der praktischen Bedürfnisie durch die Rechtsprechung wird auch der Ruf nach Son derger ichten mehr und mehr verschwinden. Wir halten an den wohltätig wirkenden und sozial ausgleichenden Gewerbe- und Kaufmannsgerichten fest, aber wir lehnen jede w"itere Ausdehnung der Sondergerichtsbarieit ab. Im übrigen freuen wir uns, daß unsere Rechtsprechung dem Zuge der neuen Zeit folgt, ein Urteil, das über sie jungst auch einer der modernsten Rechtslehrer, Prof. Kohler, gefallt ha.. Wir schreiten voran >m Reckt unb erfüllen mit das Hauptersorder- nis, daß man an die Rechtspflege stellen kann. (Beifall b. d. Natt.) Abg. Heine (Soz.): Präsident Graf Stolberg eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. Der Justizetat. Auf der Tagesordnung steht die 2. Lesung Reichsjustizamtes. (Generaldebatte beim Titel: Staatssekretärs.) Abg. Dr. Wagner (Kons.): y^cben. 1 I “MHf! Verloren Logik. Das Reichsgericht selbst verschließt sich mau oer «ruu a.i seinen Auffassungen, es hat seine früheren Entscheidungen über den Umfang des Koalitionsrechtes, über den Eigentumsvorbehalt an Maschinen und über die Gültigkeit der Konkurrenzklausel selbst entsprechend den tatsächlichen Verhältnissen revidiert. Demzufolge hat der Deutsche Juristentag auch bei verschiedenen Themen beschlossen, daß das bestehende Recht kein Hindernis fei, den wirt. Abg. Dr. Pelzer (Ztr.): Ich möchte die Aufmerksamkeit auf die schlimme Lage des Anwalts st andcs lenken. Die Kosten der Bureaus sind, erheblich gestiegen, und die Amtsgerichtsprozeßnovelle wird die Ein. nahmen noch verringern. Vielleicht könnte ihnen das Reich durck Gewährung einer Entschädigung für d i e Führung der A r m e n p r o z e s s e helfen. Tie Strafprozeßreform^ erwarten wir mit Ungeduld. Tie Gebühren für Zeugen und sach- veritändige hat der Reichstag schon wiederholt für reformbedürftig erklärt. Tas lästige Ausfragen der Zeugen über ihr Vorleben muß unbedingt aufhören. Preußen möge hier einen ähnlichen Erlaß treffen wie Bavern. Als S a ch v e r st ä n d i g e in Sittlichkeitsprozessen sollen nicht Künstler genommen werden. Das hat sogar ein Mann ohne jede Prüderie wie Hans Thoma gefordert. Tie Weltfremdheit der Richter sollte durch möglichst lange Ansässigkeit der Amtsrichter in ihren Bezirken und eventuell durch Hinzuziehung von Laienelementen zur Zivilrccht- sprechung bekämvft werden. Tabei sind wir aber gegen jede Bildung weiterer Sondergerichte. An Gesetzesvorlagen fordern wir für die nächste Zeit eine solche zur Sicherung und Ausgestaltung der Tarifgemein sck asten und zur Beseitigung des Zeugniszwanoes gegen die Zeitungen. Eine offizielle Notiz hat jüngst eine kleine Novelle zum Strafgesetzbuch an- geükndigt. Wir billigen den bekannt gewordenen Inhalt, erinnern aber daran, daß der Reichstag im Vorjahre einstimmig eine V e r- schärf ung des § 175. gefordert hat, wenn das Vergehen unter Mißbrauch der Autorität 'begangen wird. Auch die allgemeine Heraufsetzung des Schutzalters auf 18 Jahre könnte dem unleugbaren Rückgang der Sittlichkeit entgegenwirken. Vor allem muß von der Jugend die Gefahr ferngehalten werden, die durch den Schmutz in Wort und Bild erzeugt wird. Tie bevorstehende Reform des Strafgesetzbuches muß dazu dienen, den Damm gegen die Unsittlichkeit weiter zu erhöhen und eine internationale Konferenz muß das internationale Gewerbe- reckt dahin abändern, daß die Verbreitung von unsittlichen Fristen und Bildern verboten wird. Das Strafrecht muß ohne Rücksicht auf Stand und Person durchgesetzt werden. Damit komme ich zu dem großen Sensationsprozeß Euienbu r g. Durch ihn sind Mißstände weiten Schichten bekannt acworden, die sonst nie etwas davon erfahren hätten. Unserer Meinung nack muß in solchen Fällen das Hobe Prinzip der Oeftentlichkett hinter dem höheren Rechtsgut der öffentlichen Sittlichkeit zuruckstehen. Es liegt uns fern, in dem Prozeß Eulenburg den Richtern oder den Staatsanwälten den Vorwurf bewußter Rechtsbeugung zu machen. Gegen welchen anderen Angeklagten wäre bei so er. drückendem Schuldbeweismaterial so wochenlang verhandelt toor» den und mit Rückfickt auf seine Gesundheit die Auszetzung der Verhandlungen durchoesetzt? (Sehr gut! im Zentrum.) llcit welchem anderen Meineidsverdäcktioen hatten seine Verwandten so frei verkehren dürfen? Und schließlich, wo hätten sie einen anderen Angeklagten hingebrackt. der für die CharitL zu krank ist und keine Villa und kein Schloß besitzt? (Sehr gut! im Zentrum.) Es ist die Pflicht der deutschen Volksvertretung, mit aller djarjc zu Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen In der Regelung der Haftpflicht der Beamten sollte da-, Reick Preußen ucrangeben; denn, wird diese wichtige Aiaterie des Zivil rechts m Preußen nicht zur Regelung gebracht, dann scheitern nachher durck den Einfluß Preußens im Bundesrat auch alle Bemühungen im Reich. Das Reichsgericht hat den Begriff der Sittlichkeit des „N o r m a l d c u f ch e n" geichaften. • Ueber den Kunstwert eines Werkes können nur Künstler abur- teile .Widerspruch im Zentc.); das Sachverständnis hierin erwirbt nm:; nicht dadurch, daß man zum Richter berufen wird oder in dieses Haus hier emtritr. Nun tue durch die „Koluifche Zeitung" angebeutete Novelle zum strafges e tz b u ch. Konnte nicht die ganze Presse in die Lage gebracht werden, den Inhalt des Entwurfs mitzueilen, und zwar.nicht bloß anzu- deuten? Der Begriff der Erpressung wll jefet endlich eingeschränkt werden; seit zehn Jahren fordern wir das. Nun, wir wollen den Entwurf abwarten. Den D ' e b st a h l tollte man in allen Normalfällen zum AntragsbclAt machen. Ein Straf- Minimum, tote es für Mißhandlung von Kindern erngcfuhrt wer» den soll, empfindet jeder Strafrichter als eine sein Gewißen schwer einengenbe Fessel. Die Srrafen sind schoii jetzt hoch genug, man braucht sie nur anzuwenden. Das gilt besonders auch für Beleidigungen. Eine Erhöhung der Strafe wuroe nur dazu fuhren, daß wllrige Richter gegen politifche Gegner verrückte Strafen verdangen, tm übrigen wurde es doch io bleiben er spricht gegen d'.e angelunbigte (5 t n. WahrheitSbeweises unb beschäftigt - - ' g. Gegen Eulenburg ist ibere. Staatssekretär Dr. Nieb-rdiug: Die Arbeiten betr. die Reform der StrafproZeß- orbnung sind vom Bundesrat mit aller Energie gefordert worden; sie haben noch nickt zum Abschluß gebracht werden können. weil noch nickt von allen Bundesregierungen die Anträge gegangen sind. Ich darf aber annehmen, daß die Vorlage noch U Lern Abschluß seiner Etatsberatung beim Reichstag eingehen wird. Es ist nicht anzunehmen, daß die Vorschläge aus dem Sckotze der Bundesregrcrungen an dem Inhalt des veröffentlichten Entwurfs sehr wesentliche, grunbiatz- liche Aenderungen bringen werden; die Herren werden a i o sick genügend tiorbereiten können, wenn sie sich an den verossentucht.n Entwurf halten. Die Aufsasiung des Vorredners, baß tr dem Verfahren gegen den Fürsten Eulenburg nicht mehr Rücksichten aeuommen worben, als gegen jeben anbern, .eue ich durchaus, und auch die Bundesregierungen, in erster Linw ^e preußische, steht durckxrns auf dem Slaistpuntt, daß in d,e,«m Prozeß wie in einem Prozeß gegen den kle nsten Mann nicht anders verfahren werden kann, als die Rücksicht auf bm der Wahrheit unb bie Verhängung ber Strafe erforh Vielleicht ist gerade, weil es sich um einen hochgestellten Mann handelt, in diesem Falle weniger Rücksickt genommen worden, um dem ent- gegengesetzien Vorwurf vorzubeugen (Sehr wahr!), so lehr, baß man sich bem Vorwurf ausgesetzt bat, den Angeklagten unmenschlich und grausam zu behandeln. Daß das Verfahren nicht wieder ausgenommen ist, liegt an dem Veto der Aerzte, und zwar unbefangener beamteter Aerzte. Man beabsichtigt jetzt em ärztliches Obergutachten einzufordern, und sollte es anders lauten, so können Sie sicher fein, daß die Richter unverzüglich einschreiten werden. Die Arbeiten zum Strafgesetzbuch schreiten vorwärts; wir hoffen, im Laufe des Sommers im Besitz des ersten Entwurfs für ein neues Strafgesetzbuch zu fein. Natürlich wird bann bis zur Vorlage an den Reichstag noch eine lange Zeit vergehen, unb ba hat der Reichskanzler sich entschlossen, dem Hause eine Novelle vorzulegen, die die wichtigsten Mißstände, die sich im praktischen Leben geltend machen, beseitigen soll. Wenn alle Parteien ähnliche Wünsche hierfür äußern wie der Vorredner, so würde es ein halbes Strafgesetzbuch werden. Der Entwurf der N o v e I l e , der in de. Presse angefünbigt ist. ist in den letzten Tagen dem Bundesrat zugegangen. Ich nehme an, cs wird nicht lange dauern, bis er an den Reichstag gelangen wird. Sind wir mit den Arbeiten am Strafprozeß fertig, dann werden wir an den Strafvollzug gehen; in den Vorbereitungsarbciten sind wir weiter fortgeschritten. Ein Entwurf über die Haftung des R e i ch e s für Versehen seiner Beamten liegt im Reichsamt vor; wir wollen abwarten, was aus dem preußischen Entwurf wird; sollte er nicht Zustande kommen, so werden wir uns fragen, ob wir nicht ohne Rücksicht auf Preußen vorgehen sollen. Der beunruhigenden Preßnotiz rm Anschluß an die Erweiterung der Kompetenz der Amtsgerichte trete ich entschieden entgegen: die Regierungen, auch die preußische, denken nicht daran, auch nur ein einziges der Landgerichte eingehen zu lassen. Was den E i g e n t u m s v o r b e h a l t an Mas chr- n e n anlangt, so ist zu wünschen oder auch zu hoffen, daß daS Reichsgericht bald zu einer vollständigen unb einheitlichen rlaren Rechtspkechung kommen wirb; ich glaube, wir finb auf bem Jyege dazu. Das Reichsgericht ist zu groß geworden. Es ist richtig, daß Termine bis zu einem Jahre hinausgeschoben werden, aber nur, weil alle dringlichen Sachen vorweggenommen werden. Nur der zwanzigste Teil aller an das Reichsgericht gebrachten Urteile wird abgeändert. Viele Sachen werben überhaupt nur, um Zeit zu gewinnen, an bas Reichsgericht gebracht. Gleichwohl ist eine Entlastung des R eich sger ich tS und damit Beichleumgung der Prozesse sehr wünschenswert. Eine Vermehrung ber senate ist nach übereinstimmendem Urteil aller Justizverwaltungen auS. geschlossen Die Erwägungen über eine anbere Retorm fugioeben noch- Sollen wir toieber die Äompetenzsumme erhöhen oder die Revision auf die vom Reichsgerichte noch nicht entschiedenen Saazen beschränken'^ Alle diese Reformen unterliegen großen Bedenken. Wir hoffen, demnächst zu einem Entschluß zu kommen und an Reichstag unb Bundesrat eine Vorlage machen zu können Wir erkennen die Bedeutung unb Dringlichkeit der Ausgabe sehr wohl an, nur die Schwierigkeit der Materie hat uns bisher an einer Entscheidung gehindert. 1 Q £re in engem Zusammenhang mit bet Affäre bcs aus Südwestafrika hcimberusci.-n ?lss«-'wre ZveMnnbt frefjt, cr- 'zählt in epischer Breite die „ftrfr. 3tg." Wir geben das Jn- rcrqfcmtei'ic aus der Erzählung wieder, weil der „Hall" vermutlich auch Ttod) im Reichstag Gegenstand der Unterhaltung sein nnrd. Im Januar 1906 ging der bisherige Polizcibramtc Robe vls Tistrittschef nach Südwcstasrika. Rabe war acht Jabrc Offizier gewesen und hatte dann acht Jahre dem Polizoidicnst angchörl, .geachtet und geschätzt von Vorgesetzten wie von Untergebenen. Er hatte, einem Wunsche des damaligen Gouverneurs von Süd ioestvsrika, v. Sinbrquiit folgend, aus eigene Kosten im Winter 1905 das Orientalische Seminar in Berlin besucht und die sonstigen erheblichen Kosten, die für einen verheirateren Mann mit einem Landeswccksel verbunden sind, auf sich genommen. Aber gleich nach seinem Eintreffen in Südwestafrila wurden ihm Enttäuschungen, dienstliche und private, zuteil. Statt selbständiger Distrikts- ch'ef zu werden, wurde er dem Bezirksamt in Swakoomund als Hilfsarbeiter zugeteilt. Dazu kamen andere Unannehmlichkeiten. Entgegen den Borschriften über die von den Kolonialbeamten u beanspruch-enden Wohnungen erhielt Rabe, der mit feiner Frau unb einem weißen Tienstmäock'en nach dem Schutzgebiet gekommen war, als erste Wohnung eine frühere Gefängnisküche nebst Speise' Cammer angewiesen, obgleich mehrere Wohnungen frei standen respektive sofort frei werden konnten. Komfort irgend welcher Art, auch die pcimitivsten Beauemlichk iten. waren ausgeschlossen, ein Wasch-geschirr sollte für die drei Perforteu zur gemeinsamen Benutzung dienen usw. Natürlich wurde die seltsame Zumutung, lidr mit einer derartigen „Wohnung" zufrieden zu geben, zurück- gewiesen. Als zweite Dienstwohnung gab es dann zwei ebenfalls -ranz unzulängliche Kämmerchen, welche dazu nötigten, den Aufenthalt für die meisten wirtschaftlichen Verrichtungen einschließlich des Xttrchens auf die Straße zu verlegen. Mit diesen an sich ja Ueintichen, aber für die Zustände immer- ))tn bemerkenswerten Dingen hingen schon einige Differenzen mit dort amtierenden Juristen zusammen, die cs zudem Herrn Rabe verübelten, daß er nicht int Zivil kasino verkehrte. Es werden sehr häufig gegen Kolonirlbeamte Denunziationen erstattet, meist von zweifelhaften Existenzen, mit Denen sie irgendwie amtlich zu tun hatten. Auch Rabe wurde das Opfer einer solchen An» ,geige, die aber, etwas abweichend von b:r Norm, mit einem ganz besonderen Eifer verfolgt wurde. Die Anzeige ging dahin, daß er für die Herrichtung seiner Dienstwohnung, eines dazu gehörigen (Warten^ und eines Hofes fiskalisches Hol'., fiskalischen Zement und Gefangene ohne Vergütung verwandt habe. Bücher und Bezirlskasfe wurden beschlagnahmt, tägliche peinliche Vernehmungen des anf den Tod Erkrankten durchgeführt. Fehlandt kam gegen Rabe, der gar nicht mehr vertetbiginig**- fähig gewesen war, zum Anflagebeschluß. Er ging aber noch weiter: Als der behandelnde Arzt, ein Stabsarzt, die sofortige Heimreise RabeS forderte, da jeder weitere Aufenthalt für ihn Erregung, höchste Lebensgefahr bedeute, fuchte Fehlandt das durch einen „bedingten Haftbefehl" — den es rechtlich gar nicht gibt - zu verhindern, indem er hem Schwerkranfen sofortige Verhaftung bei dem Versuch der Abreife androhte; erst das Machtwort des Arztes ermöglichte diese. Als bann bas schwergeprüfte Ehepaar in Camburg eintvaf, erwarteten cs auf telcgrnvhiichc Weisung des Bezirksrichters Kriminalbeamte, die in später Nachtstunde alle Gepäckstücke durchsuchten, weil nach einer nachträglichen Beschuldig ung Alten verschleppt jein jollteu. Die kleinliche Verfolgnugsart erreichte ihren Höhepunkt durch einen der Wiesbadener Polizei zu gesaiidten bedingten Haftbefehl, worin' die Verhüttung von Rabe verlangt würbe, falls dieser in Wiesbaden, seinem Kuraufenthalt, die Kaifer Wilhelms-Anstalt verlasse. Herr Fehlandt hat das Schutzgebiet seit Beginn vorigen Jahre.- verlassen müssen; aber was er an „Ergebnissen" in den Alten zu- mmmengestellt hat, ist geblieben, unb daraus ist eine Anklage zu sammengebraut worben. Eine Summe schwerer Vergehen wirb darin behauptet: Diebstahl, Nötigung, falsche Beurkundung, Aftcii- verschlevpiing ufw., und dazu noch, damit das Maß voll werbe, auch eine gegen Fran Rabe gerichtete Anklage auf Ge'angeneu- befreiung. Wenn die Dinge ivirklich so liegen, wie sie hier geschildert lind, so wird man aUerdings bringenb die baldige Aufklärung des Falles verlangen muffen. Zümllerische Disfereuzeil zivischen Juristen und Nichtjuriston bürien doch unmöglich zu derartigen Acr- folgungen eines 'Beamten führen. Wie will man sonst die Bi- ainteuschaft in unseren Kolonien regelmäßig ergänzen oder gar reformieren ? Auch die Notwendigkeit der Schaffung einer höheren heimatlichen Instanz für die Jurisdiktion der Schutzgebiete schein! und durch den „Fall Rabe" erwiesen zu werben. parlamcntarijcbcs aus Seifen. Tie wiener hessischer Staatsbehörden, haben an die 2. Kammer eine Eingabe wegen Regelung ihrer Gehaltsverhältnisse gerichtet, tu der sie unter näherer Begründung um Erfüllung folgender Wünsche ersuchen: 1. daß alle durch Dekret als Untetbeamtc bei hessischen Staatsbehörden angestellte Kanzlci- bicner, A mtsgcr i chl sdi e n cr, Krcisdicncr, Hauptsteueramtsdicner usw. in ihrem Tiensteinkommen einander gleichgestellt werden. 2. Beseitigung der Gebühren und Vereinnahmung derselben durch die Staatskasse, sowie Einstellung der Auszahlung von Reuiunera- tionen und sonstiger Rebenbezüge 3. Uebcruahmc de. Reinigungs losten und Bezahlung her Substituten durch die Staatskasse. 4. Reisevcrgütung bei Dienstverrichning außerhalb des Wohnortes, was besonders nur bei den Amlsgericktsbienern z-utrifst, sowie Vergütung bei Benutzung eines eigenen Fahrrades zum Dienst. •V Anrechnung der Militärpflichtiahrc als pcnsionsfähige Vor- dicnstzeit 6. Bewilligung einer sofortigen angemessenen Tene- rungszulagc bis zur Regelung der GehattSvcrhältnisse. * R B. D ar m |t a b t, LS. Jan. Der Dritte Ausschuß der Zweiten Kammer wird am Donnerstag, den 21. Jan. -u einer Beratung zusammentrctcn und sich mit den Wahl- Prüfung-'n beschäftigen — Die Fraktioii des Bauernbundes ist von ihrem Vorsitzenden, Abg. Brauer zu einer allgemeinen Besprechung für Donnerstag, 21. Januar, cinbernfen worben, in der sie sich mit dem Staatsbudget für 1909 beschäftigen wird. Sport. - Fußball. Am Sonntag hatte Der Gießener Fußballklub von 1900 Die erste Mannjchast des H a na u c r Fußballklub 1893 als Gast. Hanaus Mannschaft, tvelche durchweg aus großen kräftigen Spielern besteht, hat schon seit Jahren die Nordlreismeisterfchaft von Sübbcutfdjlanb inne und i|t eine der besten bcutidKii Nkannschastcn. Auch in biefem Jahre konnte lic über die umliegenden Vereine von Frankfurt, Wiesbaden :c. iwch siegen und sich so die Meisterschaft üjred Gaues erringen. Einer >old;en Aiannidtait gegenüber batte natürlich die hiesige lungc Mannschaft einen sd wer en Stand, doch c. lebig L' sic sich ihrer Ausgabe gut und nur durch das Versagen des Torwächters ßmnte .Hanau ein liodes Resultat von 8: ü erste.en Schon eie ersten 7'JOitmitcn bringen Hanau 3 Ucbcrraid ungstvre Tanad) wird das Spiel offen. Beide Mannschaften Haven gleichviel vom Spiel, nur mit dem Untcrfd.ieh, daß Hanaus Stürmer jeden ge* ihr liehen Moment gut auszunützen verftJen, während Gießen aufgeregt fvielt unb ud) fo die besten Chancen zunia'ue macht. Tasjelde Bild in der zweiten 5 viclb.il fte. Die hiesige '.'.'lann.dmit drückt bei öfteni und andauernd, doü -Twlm v Hanaus Angrit ■ sind viel ruljiaer, aber desto gefähriie. r. In seiner Zu niuneuarocit kommt die Mannsdnsl immer nnb immer v ubet üvr,' bod-, auch h c In Deckung arbeitet anfonernb uns fieber und nur noch einmal ist i?anau erfolgreich. Alles glaubt sä r.t, das- .s bei । .qcm Mchiltat bleiben würde, da versagt pwtzlicl i-icf-en Torir.ckckcr vollkoimn n and läßt b ei 1 id hohen Sieg verhelfend Hanau lührte - i Spiel rror. wie ma i anders erwartet. Feims genaue-.- .Infam.>i nfri.i, g .t; 1_-iatz.ei..ng miö schor seit flachen Sck.uß ist der Me.nnicoa,c eigen. Lomgcgenuoer hat die hiesige Mannschatt noch viel zu lernen, doch ist bad Material sehr gut und wirb bei weiterem fleißigen systematischen Training ter Erbolg nicht ausbleiben. Leiber war der Platz in sehr schlechrer Verfassung, so:aß beibe Manm'chasten nicht vollständig •ur Gelwng kamen. Eine große Zuschauermenge wohnte dem Spiel bei. vermisstes. * Tic zehn reichsten Frauen der Welt. Mit dem Tode ihres Vaters, des kürzlich verstorbenen Mr. Harry Barnato, tritt Mrs. S. G. Ashcr in den Kreis der zehn reichsten Frauen der Welt. Als die reichste wird gewöhnlich Hetty Green bezeichnet, die über ein Vermögen von rund 3*20 Millionen verfügt. Am nächsten steht ihr Mrs. Rmsell-Sagc, die seinerzeit ein Vermögen von 340 Millionen erbte, jedoch einen großen Teil davon für wohltätige Zwecke wieder ausgegeben hat. Auf 320 Millionen beziffert man auch das Vermögen der Frau v. Bohlen, der Tochter Trupps, irährcnb Mrs. Anne Wcighman Walker über 240 Millionen verfügt, lieber Geldforgen kann sich auch Frau Ereel, eine Mexikanerin, nicht beklagen, kenn sic verttiat über ein Jahreseinkommen von nahezu 20 Millionen Mark. Tie Marauise v. Graham zählt zu den reichsten Engländerinnen, denn bei dem Tode ihres Vaters, des zwölften Herzogs von Hamilton, kam sie in den Genuß einer Jahresrente von 2 300 000 Mark. Tie Herzogin cen 9lorburgT)e, geborene Miß Goelet, erbte von ihrem Pater 100 Millionen, und die Tochter des vor kurzem verstorbenen Sir John Blundell Maple, die Baronin von Eckardsteiu, verfügt über ein Jahreseinkommen von weit über eine Million. Tie ehemalige Miß Gladys Vanderbilt, die heutige Gräfin Lzechenyi, erbte ein Vermögen von 50 Mittioncn. mährenb Mrs. S. G. Ashcr jetzt über ein Kapital von 40 Millionen frei verfügen kann. * Tie türkischen FrauenwolleninsVarlament! Ein Londoner Abendblatt berichtet, daß eine Anzahl türkischer Frauen sich vor einigen Tagen im jungtürkischen .Hauptquartier einsand, um Anteil an den Pcftamenisverb^ndliingkn zu verlanarn. In erster Linie forderten sie Zutritt zum Parlamente, am liebsten aber wollten sie gleich bas Recht haben, an den Debatten des Parlaments teilzunehmen. Doch scheinen die Damen diese Forderung nur aufgestellt zu haben, um desto sicherer auf die Ge- iräh'-ung ihres eigentlichen Bcrlang'i's rechnen zu können. Sie wollen auf alle Fälle — und das ist ja auch nicht unbillig — dieselben Rechte haben, die sie haben würden, wären sie Chriücn- srauen. Daher sollte ihnen augenblicklich eine vergitterte Galerie im Parlamente zuerkannt werden. Und wenn nun nicht? Ja, so erklärten die mutigen Töchter Osmans, bann wollten sie auf dieselbe Weise Vorgehen, wie die englischen Fraucnstimmrechtl'rinnen. Im Interesse des Humors, der heutzutage in der Welt nur selten ist, mochte man fast wünschen, daß den anmutigen Trägerinnen des Imchmaks Gelegenheit gegeben würde, die Praktiken her Londoner Sujsragettes ans Goldene Horn zu übertragen. Kleine Ta^ckcttronik. In Friedrichshafen wurde die Ausführung der Doppel- h a.11 c und der ft a b r i f u e u b a u t c n der Zeppelin gesellschaft der Aflicngeiellidiaft für Brückenbau Blender Benrath bei Düsseldorf übertragen ; die Valle wird ganz aus Eisen hfrgefteP.t; sie erhält eine Lauge von 1<‘O Nietern, eine Breite von 43 Metern unb eine Höhe von 20 Metern. Es können in ihr gleichzeitig zwei Luftschiffe gebaut werden. Sämtliche Anlagen sollen bis zum Herbste fertig fein. Auf dem Krugfehachte bei K ö u i q s h ü t t e ft ü rtzten gewaltige Gestciumafseu ab. Der ftüller Drabig au§ Gotithua würbe d e r f cl) ü 11 e t unb körnte nur als Leiche geborgen werben. Mehrere Bergleute erlitten erhebliche Verletzungen. De r Z ar har der Königin von Italien den Sanet Annen- Orden verliehen. In P e t e r s b n r g sind im Lause des. Tages 50 Personen an der Cholera erkrankt. Gctrcide-Wochcnbericht dcr Preisberichtffelle des Deutschen LandwirtschastSrats vom 12. bis 18. Januar 1909. Die Weltmarktlage hat sich während der lebten acht Tage ivenig geändert. In Nordamerika behauptet Weizen unter leichten Schwankungen seinen Preisstand. Auch an den curopäischcn Märkten sind nennenswerlc Veränderungen in den Preisvcrhälttiissen nicht cingetrctcn, zumal Argentinien, anf dessen Leistungen Europa während der nächsten Monate in erster Reihe angewiesen ist, an seinen Forderungen festhält. Abgesehen babon, daß in dem erheblichen Abstand gegenüber den argentinischen Preisanspriichen eine wesentliche Stütze für den inländischen Weizenpreis zu erblicken itt, trägt vor allem auch der mäßige Umfang des heimischen Angebots dazu bei, dem Weizenmarkte ein durchaus stetiges Gepräge zu verleihen. Wenn trotzdem zeitweise eine schwächere Stimmung zum Durchbruch tarn, so ging die Anregung dazu vom Roggenmarkte aus, ans welchem sich das immer noch ver- hälmismäßig reichliche Angebot umso druckender fühlbar machte, als die Stockung im Ausfulwgefchäft anhält und die Mühlen im Hinblick auf den fehr unbefriedigenden Mehlabfatz nur zögernd mit Käufen eingreifen. Auf dein LieserungSmarkte veranlaßte das unbefriedigende Warengeschäft größere Abgaben, die vor übergehend einen Preisrückgang von 3 Mark hcrbLisührten. Im Ansckiluß an Weizen trat jedoch am Ende der Woche eine leichte Erholung ein, die den Verlust schließlich auf ungcsähr 2 Mark reduzierte. Haser lag während der Bcrichtswodic gleichfalls schwächer, da die Provinz zu den erhöhten Preisen mit etwas stärkerem Angebot an den Markt kam unb auch vom Auslandc Weizen Roggen Hafer 2 V.) ( ( 1 ( ) 220 (- o 1) elt Marktpreise Weizen: Berlin Mai (— 0.25). (— (- ) ) ) ) (+ (- l- (- (- (- 1) ) (- (- (- (— (- (— (- (- (— (- ) 1) 1) ) ) 1) 1) ) (— (— (— (- 3) ) ) ) 1) ) ) 1) 1) 3) ) /:) ) ) ) ) ) (- (-2 (— (- (- (- (— das Mehr ( + ) bezw. Weniger Klammem () beigefügt ist, wie (+ 2) (— ) (+ 2) ) ) 1) 1) 1) 1) 1) ) ) 2) 2) ) Königsberg Danzig Stettin Posen ArcSlau Berlin Blagdeburg Hülle Leipzig Braunschweig 9xoi‘tocf Hamburg Kiel Hümlover Köln Frankfurt a.M. Blannbeim Straßburg Stuttgart Alünd)cn 159'/, 164 160 159 166 166 164 167 167 161 160 166 163 162 165 172". 170 182". 17Ö 173 312 212 204 202 202 207 202 202 201 202 200 210 201 205 206 214 152 161 158 155 157 175 170 172 172 173 159 174 164 178 165 175 175 185 172'/. 16V 210.73 l- (— (- 1C00 kg je nach Qualität, wobei (—) gegenüber der Vorwoche in folgt: Budapest April 213.70 (— 4.95). Paris Januar 187.15 (-f- 4.20) Liverpool Biärz 17u.50 (— 1 30). Ctneago Ma: 163.75 i— i.03, Roggen: Berlin Mat 173.50 (— 2.25,. Hafer: Berlin Mai 161 50 (- 2.25) Air. preiswerte Offerten Vorlagen, die auch mehrfach zu Mschlüsscn führten. Dagegen war russische Gerste nicht billiger erhiittlich, unb auch Mais war fest und preishattenb, anscheinend im. Zu- lammenhange mit Befürchtungen wegen der argentinischen Ernte. Es stellten sich die Preise tt'ir inländiiches Getreide am letzten Markttage in Mark pro Viürkte. «icßeu, 19 Jamiar. bericht Auf heutigem Wocheu- moitte Ivitcte: Buuer pr. Pid. 0.90-1.00 Dik^ Hühnereier 1 St. 8—9 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käiematlc 2 Cr. 3—6 Pfu -'ß- Linsen p. Psb. 25-40 Pfg.. Tauben vr. -L-i. 0,80-1,uu Mk., Hühner pr. <1. 1,00—1,60 9)1L Hähne pr eiud 0,80—1,80 Gmrse pr. Psd. 60—70 Pf., Eiuen pr. Stück 1,8t' bis 2,20 Mk., Ochseiisteisch vr. Pfd. 76—84 Pig., Kuh« und Rindflcifch pr. Psrnid 70—80 Pfg^ Schweinefteifd' vr. Psnnd 80— 90 Pfg., Schweinefteisch, gesalzen, pr. Pid. 90 Pfg., Kalbfleisch vr. Pfd. 7')—78 Pfq., Hamniclfteifch vr. Pfd. 60—80 Big. Kanoffelii pr.- 100 Kg. ö.5O—G.00 2?lk., Ztviedcln vr. Ztr. 6,00—8,00 Alf., fDiild) per Liier 20 Psg., Weißkraut ver ^Ificf 10-15 Pfg^ ver Zentner Mf. 0.00—0.00. — Aepfel oer Ztr. 8—10 Mk., Birnen per Ztr. 10—15 Mk. Nüße 100 Stück 50—00 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk. Marktzeit von 8—2 Uhr. — Kartoffel nrarkt-Bericht oom 18. Jamiar 1909. Friedberg (Heffen): Rote Sorte Mf. 2.0>—2.10, Mügnum bomim 2.25—2.40, weiße runde 2.00—2.20, Gelbsteischige, blaue, 1 »5 dis 2.35, weiße 0.00— 0.00. ftranfhirt o. M.: Rote Sone Mk. 1.80—0.00, Maanum bomnn 2.40-0.00, weiße runde 2 00-000, Gelbfteischiae, blaue,2.25 - 0.00, weiße 2.60. Wiesbaden: Tloguum bomtm 0.00—0.00, Gelbttei'chiae rote 0.00, ivciße 0.00. M a n n- heim: Tlagmim bomtm Mf. 0.00—0 00, weiße runde ü 00, (Selb, fleischi ■’ blaue «'.00 tnS 0.00, rote 0.00 —0.00, Köln: Rote Daber 0.00- 0.00, Maaunin bomnn 3.00 - 0.00, wcibc runde 0.00, Gelbfteischige blaue 0.00 —0 00, rote 8.25—0.00, weiße 4.20 - 0 00. Dortmund: Rote Daber 0.00 - 0 00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Magniun bomim 2.90 — 0.00, weiße turtfre 2.30 — 0.00, (Selbfleiichiqc blaue 0 00—0.00, rote 3.40-0.00, weiße 3.80—0 00. Krefeld: Rote Daber f. 0.00—0.00, andere rote Sorten 0.00 - 0.00, Mügnnm bomtm 0.00 —0.00, weiße ninde ü.OO—0.00, Gelbfl. blaue 0.M—0.00, rote 0.00—0 00. Saffig-Plaidt: Role Daber 0.00—0.00, andere rote Sorten 3.00 - 0.00, Magnmn bonuni 2.80—0.00, weiße runde 2.60 - 0.00. Gelbfleiscgige, blaue 0.00 bis 0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0 00—0.00. SaarlouiS: Rote Daber 0.00-0.00, andere rote Sorten 0.00—0 00, Magnum bomim 0.00—0.00, irciüe runde 0.00— ü.OO. Gell'sleifchige, blaue 0.00 bis 0 00, rote 0.00—0.00, roeiße 0.00-0 00 ftvanfentbal (Pfalz); Rote Sorten 2.20— 0.00, Magnum bouun: 2.80—0.00, weiße runde 2.15—0.00, 6>elbflcifd)iqc blaue 8.00—0.00, rate .'X) - 0.00, weiße 3.00 - 0.00. Kempen: Rote Daber 0 00 - 0.00, andere rote Sorten 3.20—0.00, Magnum bomim o.00—0.00, weiße runde 2.50 - 0.00, Kelbfleischiae blaue 0.00.—0.00, rote 0.00—0.00, weiße 0 00-0,00. (Alles per 50 flgrJ___________________ Tic L'iarttprcifc für Bich und Frucht uni) die Gießener Fleisch- und Broivrcife am 18 3anuar 1909. Höchste Schlachtvielipreife m Frankfurt a. TL Fleischpreise in Gießen Ochsen Kälber Schweine 50 Ka. Schlachtgelvicht 74—76 *2)1 f. 1 o Kg.Schlachtgew. 90- 95 Pf. ,______ , 70-72 r V, Kg. 76-84 Pfg. 7, , 70-78 , % „ 80-90 „ Gctrcidepreise in M ü n n h e i m Arotpreise in Gießen Weizen 100 ttg. 21.75- 22.00 Alf. Roggen 100 Kg. 16.75-17.00 Alt. Weißbrot 2 Kg. 62 V'.z. Schwarzbrot 2 Kg. 58 P'g. Meteorologische Beobochtnngen der Station Gießen. Januar 1909 Büromeker auf 0° reduziert Temperaliir der Lntt Absollike Feuchkigfeit 9lelative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter Höchste Temperatur am 17. Jan. bis 18. Jan. = -4- 4,3 0 c. Niedrigste , .17. , „ 18. , = 4- 0.3" C. 18. 2S* 755 6 4.1 4.9 - 8 > Soitnenfchein 18. 95j 754,2 0,8 4,6 94 SSE o KtarcrHnnmel 19. 7" ■2's 3,8 93 0 0 Teiefonischo Kursber.c^te des Giessener Anzeigers, niitseteilt von der Bank für Handel und Industrie. Glessen. Frankfurter Börse, 19. Januar. 1.15 Lbr. 3’a% Reichsalüeibe . . 94 90 3-o do. . . 85 70 3>6 japan. Staatsanleihe 92 95 1 Conv. Türken von 1913 93 60 Türlcen'oöe......146.00 I % Gricch. Mouopol-Anl. .-- 4 56 äussere Argentinier . 86.20 u°/0 Mexikaner . . . 63.40 I >a °/o Chinesen .... 98.50 Aktien: Bochum Guss..... 223 60 Buderus E. W. . . — Tendenz: ruhig aber fest. Berliner üörne. 19 Canada E. B.....176.20 nannstAdter Bank . . . 128.20 Deutsche Bank .... 242.20 Dortmunder-Union C. . . — Dresdner Bank . . . 148 00 Tendenz • träge. Elektriz. Lahmeyer . . . 119 kO Elektriz. Schnckert . . . 119.70 Eschwcilor Bergwerk . . 188 00 Gelsenkirchen Bergwerk 189.80 Hamburg-Amerik FaketL 11280 Harpener Bergwerk. . .194.90 Lanrabüttc .....201 50 Nordd. Lloyd . ... 92.10 Obeisohles. Eisen-Industrie 97 00 Berliner llandclsgcs. . . 16910 Darmstädter Bank . . . 128 50 Deutsche Bank .... 242 40 Deutsch-Asiat Bank . . 135 00 Diskouto-Komuiandit . . 181.00 Dresdner Bank .... 147.90 Kreditaktieu.....198.60 Baltimore- und Ohio- Eiseulahu.....111.00 Gotthard bahn.....— Lombard. Eiscubahn . . 17.90 Ocsterr. Staatsbabn . . .144 60 1'nncc-Heun-Eisenbahu . 131.00 Januar. Aniangekurec. Harpener Bergwerk. . . 193.90 LauratiGtte .....—.— f ombarden E. B. ... 17JW Nordd. Lloyd.....91.90 Türkenlose......— •< »1 M te. 1 —S Jahraus - Jahrein von gleichmässiger Feinheit und Würzkraft hat sich das allein echte MAGßl bewährt. Es übertrifft alle Nachahmungen. Ich empfehle deshalb nur Maggi s Würze mit dem Kreuzetern. ---—- Für Wöchnerinnen wird von ärztlichen Autoritäten H V G10 P 05, das neue, auf elektrischem Wege berge>tc Itc Eisenpräparat, als hervorragendstes blutbildendes Kräftiffungemitte) warm empfohlen. Hygiopon regt den Appeht intensiv an und >tära die >erven — Originaltiaaehen M 1.75 und i M. 3.— in den Apotheken erhältlich. C*/ Dr. General-Depot für Deutschland: Wasserzug, Frankfurt a. M., Theakrplatz 1. BremchoLz - Versteigerung im Gemeindemalde von Lützellinden, Donnerstag, den 28. ds. Mts., Beginn vormittags 10 Uhr, Distrikt: Untere-Schafbuchen(SlraßeGr.-Rechtenbach-Münchholzhausen). Buchen: 194 Nm. Scheit, 36 Nm. Knüppel, 87 Rm. Stöcke und 3240 Wellen. (B,e/t (Ar. Rechtenbach, den 18. Januar 1909. Das Bürgermeisteramt. Kutz- Mi! UküHsizttrßeigelMg im Gemeindewald von Ebers göns, Dienstag, d. 26. d. M, Zusammenkunft der Käufer vormittags 10 Uhr, an der Schafbach im Dlstrikt „Nückertsberg". Eichen: 84 Nm. Nutzholz (2 m lang), 106 Nm. Derbholz, 121 Nm. Stockholz und 430 Rm. Reiser. Buchen: 69 Rm. Derbholz, 62 Nm. Stockholz und 221 Rm. Reiser. Nadelholz: 4 Rm. Derbholz, 7 Rm. Stockholz und 309 Nm. Reiser. Gr. Rechtenbach, den 18. Januar 1909. 2"/,) Das Bürgermeisteramt. Mrvettsvergehung. ” Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen für die , Erweiterung des städtischen Schlachthofes zu Gießen sollen Mittwoch, den 3. Februar d. Fs., vormittags 10 Uhr öffentlich vergeben werden. I. Erd- uud Maurerarbeiten darunter ca. 3800 cbm Erdbewegung 1100 cbm Zementbeton (ohne Materiallieferung) 290 cbm Bruchsteinmauerwerk 970 cbm Mauerwerk aus Klinkern 1900 cbm Mauerwerk aus Ringofensternen 2900 qm Blendsteinverkleidung 1400 qm Betongewölbe. II. Steinmetzarbeit ca. 26 cbm Werksteine aus Basalt-Lava (Lungsteiu). Zeichnungen, Arbeltsbeschreibung und Bedingungen hegen während der üblichen Amtsflunden im Obergeschoß des^ städtischen Schulgebäudes, Neustadt Nr. 61 zur Einsicht offen, wo auch die Angebotsformularc abgegeben werden. Die Eröffnung der Angebote erfolgt in der Schreibstube des städtischen Hochbauamtcs, Neuen Baue Nr. 25 und sind daselbst die Angebote spätestens bis zu dem genannten Zeitpunkt abzugeben. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, 16. Januar 1909. . bie/t Städtisches Hochbauamt. Gerbet. Kuranstalt iicaeisM I. Odenwald. Sau.-Rat Dr. tiiggibergcr Ceylon tiSedda Kakao Ghöcolade! Winterkuren für Nervöse, Blutorme. Rheumatiker, Erholuugt»- bedürftige. s o7h Hleischpreise in cht im 7. Kg. 76-84 Psg. t f <0—78 _Vt , 80 - 90 , Brotpreije in (Biegt? /Mo ‘ i W'«iMhiÄu! "”13.0C.0to "»In- £ S.25J w°i°° *is -4 LS ~°to. “’M# Sen3-00-oooqmv Q,bt:^ -OCO 7 - floue 0.00 ffc **■ bonuir. 2.Sü-0ithaUW L rrus Lr ^"ch- und Uroivreise n»ar 1909. Weißbrot 2 liq. 62 P,g. cdnnnqbrot 2«g.l>8^ e Beobachtungen OH Achen, Deller 811' S 2 Gonnenidjeiii 94 SSE 2 KlarerHiuiini 93! 0 0 , , 7. bi? 18. 3eiler Bergen- . Gelsenkirchen Berbern W Hao borg-Anerik. BakeU 11- Harrener Bergwerk. . .w Lwrabfitte . • • • ■ Ob^lMKiln-Iudosteie g F rhner Handelst • • Pannstädter Bank . I tatsche Bank • • Peotscb-Asiat Bank Lckoutc-Kommandit. Dresdner IW • • Kreditaktien . ■ • EaitiiDore- oud Ohio- Ei seutahn • • • 193-9 17) 9LÄ 19 jm««. ■*r,‘unt' » m«« w*; - ’ I-aarat^ • - (.Toaiden E. »• ' Vordd. Lloyd - - ' ' 7 Tfirkenlose » ' erinnen l.te'ltc L Betreffend: Sammlung für die in Süditalie« durch Erdbeben Geschädigten. Bekanntmachung. Indem wir nachstehenden Ausruf zur allgemeinen Kenntnis bringen, ersuchen wir die Großh. Herren Bürgermeister, demselben möglichste Verbreitung zu verschaffen, sonne zur E »pfananahme von Spenden sich bereit zu finden. Die Beiträge sind an Großh. Kreisamt Gießen (Krcisamtsgchilse Lenz) abzuführen. Gießen, den 14. Januar Ist09. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Welcker. Ein furchtbares Unglück ist über Italien hereingebrochen. Menschenleben ohne Zahl find vernichtet, Miheude Wohnstätten vom Erdbeben verschwunden, ganze Städte zerstört, ganze Provin-cu verwüstet. An- Msichts der verheerenden Katastrophe, die mit jo entsetzlicher Sprache zu uns spricht, öffnen sich überall im > rutschen Reiche Herzen und Hände, um in werktätiger Opferwillig eit Wohltat zu üben und Elend zu l iudern. Es gilt, die Gaben der Einzelnen zu sammeln und die Hilfstätigkeit zu organisieren. Zu diesem wecke hat sich ein Kreiskomitee gebildet, das sich mit diesem Ausruf an die Bewohner des Kreises wendet. Jeder Betrag, auch das kleinste Scherflein, ist willkommen. Sammelstellen sind: die Bank für Handel und Industrie, die Mitteldeutsche Kreditbank, sowie die iÄezirkssparlasse Gießen, desgleichen sind zum Empfang von Beiträgen die unterzeichneten Komi'eemitglieder bereit. Alice-Frauenverein, Gießen, Bergstraße 3. Andreae, Bankdirekror. Dr. Bartholomae, Rektor der Landes- lllniversität. Bayer, Dekan. Dr. Breidert, Geheimerat, Piovinzialdirektor. Bücking, Landgerichtsdirektor. Oietz, Bankvorstand. Doering, Direktor. Gabriel, Stadtverordneter. Gail, Kommerzienrat. Grüuewa'd, Bankier. Grünewald, Justizrat. Dr. Güngerich, Landgerichtspräsident. Dr. Gulfleisch, Geh. Justizrat. Or.' Habcrkorn, Medizinalrat. Heichelheim, Kommerzienrat. Heichelheim, Bankdirektor. Helm, Stadtver- v'ldneter. Jos. Herz, Bankier. Heyligenstädt, Kommerzienrat. A. Klein, Druckereibesitzer. Köhler, gsteichs- und Landtagsabgeyrdneter. Leun, Landtagsabgeordneter. Mecum, Oberbürgermeister, von Müller, Oberst und Regiments-Kommandeur. Mueller, Kommerzienrat. Müller, Bankvorstand. B. Müller, Lehrer Dr. Rausch, Geh. Schulrat. Schaffstädt, Kommerzienrat. Nathan Stamm. Schirmer, Kommerzienrat L)r. Schmidt, Geh. Justizrat. D. Schlosser, Kirchen rat. Wilhelm, Graf zu Solms-Laubach. Karl, Fürst zu Solms-Lich. Baruch Strauß, Bankier. Welcker, Negierungsrat. Unter Hinweis auf vorstehenden Aufruf schließt Großh. Handelskammer hiermit die zu Gunsten der not- l idendeu Sicilianer durch sie veranlaßten Sammlungen, indem sie allen gütigen Spendern für die Geschenke fllt Kleidungsstücken und Geld Dank jagt. In anerkennenswerter Weise sind erstere durch den Detaillisten- tierein in 6 großen Kisten und < Paketen nach Sicilien gesandt worden, während bisher eingegangene und veröffentlichte Barbeträge durch das Landeskomitee ihrem Zweck zugeführt werden sollen. Großh. Handelskammer Gießen. _________________________________ 3. V.: S. H Kelmnntmachung. 3k tr.: Ansteckeilde^ ^Viucnttiiairl) tnv dn.^viehs der Gemeinde Rödgen. Bei einem Gemeindebullrir und bei je einem Tiere des Wilh. s^ipp, Jvhs. Bellof V. 11 HD tzrch. Bellof X. zu Rödgen ift der iinfletfenbe ScheiüenLatarrh fcstgestellt worden. Gießen, den 18. Januar 1909. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _______________I. V.: Laug er mann.______________ Gckanutmaümna. Ketrifft: Anmeldung zur Nekrutrcrnuas-Stammrollc. :UHt Bezugnahme aus die Besttmmungen tu 25 der Wehr- Ahnung werden alle im Jahre 1889 geborenen Militärpflichtiger!, v oie diejenigen, welche dieses Alter bereits überschritten, aber sich iinc Musterung noch nicht gestellt haben, oder bei der Aiuslerung mi 1908 zurnckgestellt worden sind, und entweder in Gießen ihren ^ietzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und Z>:glinge anderer Lehranstalten, oder als Haus-und Wirtschaftsbe- amtc, Handlungsgehilsen, Lehrlinge, HandwerLsgeseUen, Dienst- baten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aui= hrriten, hiermit aufgesordert, sich behufs Eintragung ihrer 9tnmen midie RekrutierungSstammrolle in der Zeit vom 15. Haimar bis 1-Fcbruar d. I. aus dem Standesamt im Ratbaus, am Markt- pvatz, zu melden, und dabei, wenn sie dabier nicht geboren siud, itorcn ßlcburtojchein, welcher von dem betreffenden Standesamt 6114 criötrfen ist, vorzulegen. Alllitärpflichtige, welche bereits an ei:.icr Musterung teil genommen haben, müssen ihrell Losnngöschcin iniUrringen. Zugleich wird daraus ausmertsam gemacht, datz diejenigen, ivAche die Anmeldung unterlassen, sich zu gewärtigen haben, daß iia mit einer Geldstrase bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Zeigen belegt, von der Teilnahme an der Losung ausgeschlossen, urcä ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurüchstellung usw. für verlustig ctilärt werden. Bezüglich der zur Zeit der Aietdefrlst abwesenden Mlitärpflichtigen sind deren Eltern, Bormünder, Lehr'. Brot- oder iyicbritherren zu diesen Anmeldungen verpsiichtet. Ferner wird JMierlt, datz Gesuche um Zurückstellung von Attlitärpflichtigen auf ^•runb des §32, pos. 2, Llt. a, b, c, d, e, i und g der Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahter vorzubrmgen sind; ver- ip«itete Gesuche können keine Berücksichtigung finden. Gietzen, den 6. Januar 1909; Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Keller. BaA Bekanntmachung. In baS Handelsreguicr Ab!. B. wurde bezüglich der y-rma Gesellschaft für Tlcfpumpenbau, mit beschränkter Haf- Innig, Gießen, eingetragen: Durch Beschluß der Gcneraloer- > (mmnlung vom 20. Dezember 1908 ist die Satzung dahin g-ländect, daß die Gesellschaft durch einen oder mehrere Ge° Mslsführer vertreten wird und die öffentlichen Bekannlmach- uagen nur im Gießener Anzeiger erfolgen. Der bisherige Wffchäftsführer Hans Lauf ist ausgeschieden. Der Geueral- ü$ent Abrahanl Fröhlich ist nunmehr alleiniger Geschäftsführer. Gießen, den 16. Januar 1909. b 3/i Gr 0 ßherz 0 >i lim es Amtsgericht. Bekanntmachung. In das Genossenschaftsreglster iniirbc bezüglich des landwirtschaftlichen Konsumvereins e. G. m. u. H. Reiskirchen Mgetragen: Ludwig Beck ist aus dem Vorstand auSgeschieden ind Karl Debus in Reiskirchen wurde an dessen Stelle als ^gerhalter gewählt. Gießen, den 12. Januar 1909. b«/x .Großherzoglichcs Amtsgericht.______________ BeSauntm»rchmrg. Zum Stellvertreter des vom 18. Januar bm 7. Februar 1909 lewrlaubten Grosch. Gerichtsvollziehers Geihler tn Giehen ist Gc- 'ichtsvollzieher-Advirant Man von Gießen bestellt worden. Gießen, den 18. Januar 1909. Der Präsident Großh. Landgerichts der Provinz Oberhesseu: M Dr. Güngerich. eichelheim.___________________________________________________ Arbeltsvergebung. Für den inneren Ausbau des evang. Pfarrhauses zu Wetterfeld sollen folgende Arbeiten öffentlich vergeben werden: Jnstallations-, Glaser-, Treppen-, Schreiner-, Schtoffer- und Weißbinderarbeiten. Zeichnungen, Voranschlag u. Bedingungen liegen wochentags tvährcnd der Dienststunden auf dem Bureau des Kreis- straßeumcislers Sommcrkorn zu Laubach zur Einsicht der Interessenten offen u. sind Angebotsformulare zum Selbstkostenpreis dort erhältlich. Die Angebote sind bis zvm 28. Januar d. Js. verschloßen, postfrei u. mit entsprechender Aufschrift ebendahin einzusenden. Die Eröffnung der Angebote findet am genannten Tage dortsclbst nachmittags 2 Uhr in Gegenwart etwa erschienener Bewerber statt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Schotten, den 14. Januar 1909. Ter Großh. Kreisbauiuspektor. v"/,_________________Witzler.________________ HoLzversteigermrg tu der fürstlichen Lber-örfterei Liry. Montag den 25. Januar, vormittags 93/3 Uhr im Diftr. Riedwald: Scheiter, Rm.: 283 Buchen, 16 Eichen, 4 Nadelholz: Knüppel, Nm.: 230 Buchen, W Eichen, 48 Stadelholz: Stöcke, Rm.: 120 Buchen, 40 Eichen, 40 Nadelholz: Neisholz-Wellen: 5620 Buchen, 2100 Eichen, 1710 Nadelholz. —2 kurze Eichenabschnitte — 0,10 Fin. (22 u. 23 Etm. Durchmesser, 1,2 u. 1,4 Mir. Länge): 53 Fichtenderbstangen L57 Fm. (5—8 E»m. Durchmesser). Die Zusammenkunft ist auf der sogenamrten alten Laubacher Straße, wo dieselbe vom Fußpfad von Lich nach Harbach gekreuzt wird. Dienstag den 26. Januar, vormlttags Uhr in den Pistr. Fuchsstrauch und Äcllersbcrg: Scheiter, Rm.: 411 Buchen, 7 Eichen, 2 Birken: .Knüppel. Rm.: 102 Buchen, 83 Eichen, 2 Bwken, 2 A§vc, 2 Erlen: Stöcke, Rm.: 216 Sitdien, 29 Eicken; ReiShalz^ Wellen: 3900 Buchen, 450 Eichen, UO Weichholz, 370 Nadelholz. — 15 Buchen- ubschnitte — 26,98 Fm. (43—65 Etm. Mittendurchmefser); 2Erten- Stämme — 0,55 Fm. <23 u. 25 Cm,. Durchmesser); 2 Klcfcrn-Slämmc --- 0,77 Fm. (18 u. 25 Etm. Durchmesser). Die Zusammeirkunft ist auf dem chauffierten Weg von Sloln- bausen nach dem Hälcr beim Äolnhäuscr Kopf. Die Versteigerung des ZcutzholzeS erfolgt zwischen 10 u. 11 Uhr vorm.________________ Holzverfteigerung Donnerstag, den 21. und Freitag den 22. Januar l. I. von vormittags 9^/2 Uhr an soll im Oppenroder Gcmeindc- mald folgendes Holz versteigert werden: 17 Kicfcrn-Stämme bis 29 cm Durchm. und bis 16 Meter Länge, 7,08 Fm. 207 Fichten-Stamme bis 32 cm Durchm. und bis 20 Meter Länge, 64,51 Fm. 269 Fichten-Derbstangen 12,74 Fm. 160 , -Reisstangen 2,67 Fm. 30 Nm. Buchen-Schcit 7 , , --Knüppel 4 v Kiefern-Scheit 18,4 „ „ -Knüppel 10 „ Ficyten-Schctt 19 „ „ -Knüppel 45,1 „ Buchen-, Kiefern- uud Fichten-Stöcke 2560 Stück Blichen-, Kiefern- und Fichten-Wellen. Bemerkt wird, daß das Bailholz den ersten Tag, das Brennholz den zivciten Tag versteigert wird. Die Zusammenkunft ist bei der Krefwiesc an der Kreisstraße Oppenrod-Albach. Oppenrod, 15, Januar 1909. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod 453 Balser. Holzverfteigerrmgeu der Gräfl. Oberförfterei Laubach. I. Montag, den 25. Januar 1909, nach Zusammenkunft. lOVa Uhr vorm. am Eingang zum Krcuiticcncrdcrg von Frei enfee» aus. 1. aus Zlrcuzsecncrbcrg l«' Buciicu Rin. . 430 Scheit. 105 Prügel, 62 Stock. 220 Astreifer, 10 Eichen Abschnute von 3,4—14 Mir. Länge, 18 49 Etmr. Durchm. — 5,31 Fstm. und 4 Rm. Eichenvrügel. 2. aus Bicgenbcrg 1 und (^ichclgartcn 2. Buchen Rm.: 420 Scheit, 106 Prügel, 56 Stock, 4,8Rciserprüget und 158Ast- r cif er. 3. aus Gichclgartcn 3 und Struth 3 2 Rm. Hainbuchen^ rollen, 5 Rm. Fichtennuisprügct <3 Ätlr lg., 4,5 Rin. Buchen Stock, 9 Nm. Neiserprügel unä 24 Rm. — Stammrener. 1 Elchenstamm von 9 Mtr. Lge. 35 Etmr. Durchm. — 0^7 Füm. 2 Eichen-Abschnittc 0. 4—4,6 2)Hr. Lge. 46/52 Etmr. Durchm. --- 1,61 Fstm. lGlaserholz.) 2 Birkenstämme v. 6 Aitr. Lge. 26/29 Etmr. Durchm. — 0,72 Fstm. Leseholz und Sloljlreifer flächenweife. Da3 Holz unter Ord. Nr. 3 sowie Lese- und Äohtreiser tommt unvorgczeigt am Schluß der Bersteigernng gegen 1 Uhr zum Ansgebot. 1L Dienotag, den 26. Januar 1999 nach Zusammenkunft 10s/4 Uhr am Pftanzgarten des Ttcruartrns bei Laubach. 1. aus vausplat? la le. Buchen Rm.: 3-15 Scheit I, und II. Kl., 75 Prügel, 63 Stock, 288 Aureiser, 0,6 Weichholzprügel und l Eichen-- stamin von 11 Mtr. Lge. 23 Etmr. Durchm. — 0,46 Firm 2. aus Tnßckopf la 1b. Buchen bim. : 362 Scheit I. und II. Kl., 152 Prügel, .,4 Stock, 47 Relserprüget. 152 Aftreiser, 1,2 Llirschbaum Rundscheft, 1.1 Elsbeer-Nuprallen, 2,1 Eichen- und Wecchhotzprügcl unb 2(5ic6en; stämme von 12—15 Mtr. Lge., 25 Etat. Durchm. — 1233 Fstm. Holz-BerstLigeruNg Im L'.cher Liadtwald, Distrikt Grogehäuferberg und StiftS- wäldchen werden L-rcitag, den 22. ls. Mts., vormittags 19 Uhr, am Heuweg Watdecngaltg cmiangeriü versteigert: Scheiter Rm. Bucke 519. Elsbeer 8. Knüppel Rm. Buche 365. Elche 17. feiern 29. Stöcke 8hn. Buche 4U0. Eiche 8. Fichte 9, meinend fein gerissen-, Wellen Stück Buchen 7711. Eiche 150. Si teiern 750. 26 Buche Stämme von 43—65 Emt. Durchmener und 28,16 Fstm. Inhalt. Derbstangen Fichte 24 mit 1,66 Fstm. Reisslängen 55a mit 3,01 Fstm.In.-alt. Lich, den 15. Januar 1909. Grogherzogliche Bürgermeisterei: D 6 r me r. Holzverfteigermrg. Donnerstag, den 21. d. Mts., vornu tags von 9 Uhr an, soll im hiesigen Gcmeindewald Dlstrikt Unter nachvcr- zeichnetes Holz versteigert werden: 6 Eicheu-Stümme mit 1,68 Fstm. 46 Fichten-Stämme nut 14,15 Fstm. [432 38 Fichten-Slangen mit 1,95 Fstm. 77 Nm. Buchen-, 2 Rm. Eichen-, 2 Nm. Fichten-Scheitec 57 9im. Buchen-, 12 Rm. Eichen-, 2 Rm. Fichien-Knüppel 22 Rm. Buchen-, 8 Rm. Elchen-, 10 Rm. Flchtcn-Stock 2280 Wellen Blichen, 800 Wellen Eichen, 360 Wellen Fichten-Rciser. Der Anfang ist am Climbacher Pfad. Großen-Buseck, den 15. Januar 1909. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Schwalb. Giessener Konzert-Verein Statt jeder besonderen Anzeige. Sonntag den 17. d. Mts. vormittags verschied in München nach längerem Leiden unerwartet durch einen Schlaganiall unser lieber Sohn Herr Oberleutnant d. R. Carl Rossmann. Namens aller nächsten Hinterbliebenen. Die tieftrauernden Ekern; G. Rosemann, Regierungsrat i. P. u. Frau Marie, geb. Roth. Giessen, den 19. Januar 1909. 474 Die Beisetzung erfolgt in München. Von Blumenspenden u. (Kondolenzbesuchen bitten wir abzusehen. Veranstaltung derLandes-Universität für die Opfer der Erdbeben in Süd-Italien. Donnerstag, den 28. Januar, abends 8 Ufjr itt der neuen Aula der Larrdes-Univerfitüt. 1. Ansprache des Rektors. 2. Vortrag des Herrn Professor Kaiser: Heber Erdbeben, insbesondere über die Ursachen der calabnjchen Erdbeben. Der Ertrag wird dem Hilfsfonds für die Geschädigten zugeMrt werden. — Eintrittspreise : Saal, numerierter Platz 1.50 Mk., unnumerierler Platz 1 Lik., Galerie 50 Pfg. — Eingang zum Saal durch das Hauptgebäude, zu der Galerie von der Goethenraße aus. Eintrittskarten sind in der Musikalienhandlung von Challier, in den Buchhandlungen und beim Hausverwalter Ritter zu haben, für den numerierten Platz nur in der Musikalien- handlung von Challier. Der Rektor der Landes-Universität. D"/, Bartholomae. J.JttmanrieÄls Neue Kunden kleine Anzahlung ist in ganz Oberhessen als die beste u. billigste Bezugsquelle bekannt. Möbel, Bellen, Polstaeii;. complelle Welioungseinpichlnogen billig und gut. Bequeme Teil- a1*/, Wagen ohne Finna. JjlF Diskretion.*^ Alte Kunden ohne Anzahlung. Zahlung Fürsorgestelle lilr lungenkranke. (Mcbizinifche Klinik, Klinikstraße) Sprechstunde: Jede» Mittwoch abend 6—7 Nhr. Unentgeltliche Untersuchung von Vungcnttanlen und Angehörigen von Lmigeillranken. M"/> Ausgabe von Attesten für Anfnahuie m Heilstätten. Ratschläge für Knülle und ihre Angebärtgen zur Vermeidung non Ansteckung.Volt. Turnverein. Eigene Turnhalle: Steinstratze 3. Turnplan für 12091 Dienstag: Riegenturnen und AltcrSriege 8-16 Uhr. Mittwoch: hechten 8V1—10 Ubr. Donnerstag: Damenturnen 8—10 Uhr. Freitag: Rlegcnturnen 8—10 Uhr. Die Uel'ungsabende des Längerchors finden Mittwoch abends von 0—10 Ubr in der Restauration Äigandt statt. Die Mouats- verfammlungcu ufiv. iverben öffentlich bekannt gegeben. Interessenten werden gebeten, sich au den Turnabenden an den Turnwan behufs näherer Auskunft zu wenden. vie/t) Der Vorstand. Ml w 'm;. BRAÜßACa & thCHER Grösstes Geschätt dieser Branche im Grossherzogt. Hessen Gegründet 1848 üeber 30 Jahre am hiesigen Platze. Keinijjcn von Ball- und Gcsollsch ifts - Toiletten, Ballschuhen. Handschuhen, Tüchern, Boas. Frakanzütren, Smokings etc. Eiflrne Läden: Seltmwvg 79a, Tel. 027 * Neuenweg 4, Tel. 5ü3. Gahramsche ^rbe^en aller Art in Stickel, Stupfet, Stahl, L'rcistng, sowie Aufarbeirru von Xiampai uno -irouen sür Petroleum, GaS und elektrische- Licht gut und preiswert in der ÄMniablik Engen Uanstmaun, ließen Schiffeubcrgcrweg 50. (139) veruivrecher 264. Konkursverfahren. 2n dem Konkursverfahren über das Vermögen dc^Ludwig Dinget auf der Aiittelslmühle bei Atteu-Bufeck ist zur Ab- nähme der Schlujzrechnung detz Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußoerzeichms der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen — und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögensstücke — sowie zur Anhörung der Gläubiger über die Erstattung der Auslagen und die Gewährung einer Vergütung an die Mitglieder des Gläubigerausschusses — der Schlußtermin auf Donnerstag, den 11. Februar 1909, vormittags 9 Uhr, vor dem Groijherzoglichen Amtsgerichte hierselbsl — Zimmer 3 — bestimmt. B,e/, Gießen, den Ib.Januar 1909. Der Genchtsichreibcc deS Großherzogl. Amtsgerichts. frrcitao, den 22. Januar 1908, vormittags 10 uhr, findet tu her neuen Staferne die öffentliche Versteigerung von 51 auSgcivndertcn wollen. Decken und 226 noch brauchbaren Stehlampen, in Voten von je 5 Stück, sowie noch 3ül) gut erhaltener Uouicrvcn-Ulftcn, statt, wozu Sltuuiunine emgelaoen njcrb-lß16/, (^arnnon Verwaltung Gießen. Versteigerung. Mittwoch, den 20. b. MtS., uüujuitu.’.uu 2 . Ubr, soll öaijni 1 VDlaitpucibcrciaaitextocrt u. eine Partie ^chumooiz zwange- weise gegen uur verneig, luerbcn. öuiümmcuL o. Steigerer ZV« Uhr aui meinem Büro Seliersweg rS. loeruci&cruuG icuuct bestimmt iiatt. i4iu Seipel, Gerichtsvollzieher. Mittwoch, den 20. bei. Mts., uawulittaas 2 uur, versteigere ich im Vieter'schen Saale, Sieufmot öd: i4b< U iviobei aller Arien, 1 Par ne eaiucnuineu uno Schuhwaren ii. ano. nieyr. 2) 36 Mcneuen, 12 gestrickte Monvitcn, 12 Siinöciieiuajen, 11 VciUuinoen, 80 Duheltü ge fititric roronograutms. Die Versteigerung buu 2 findet ueftiuuin uati. x)n Verir. d.r>,erichtSvoll.z. Geißler j.'C o r i, Gerichi-won;. 21sv. Riitcii-Mäiifc-Tod von sicherer Wirkung, laufen Sie am besten m der Llti Central-Drogerie Emu Kar/i, bcuulstr. Fünftes Konzert ■ Kammermusik-Matinee am Sonntag dem 24. Januar 1909, vorm. 11 Uhr in der Neuen Aula Ausführende: Herr Nicolaus Naumow (Bariton) aus Libau (Kurland). Herr Adolf Rebner (Violine) \ v , .r ■a _ t i rj v aus Frankfurt a. M. Herr Johannes Hegar (Cello) J Herr Prof. G. Trautmann (Klavier). t. Trio op. 1 in G-moIl für Klavier, Violine und Cello 2. Lieder am Klavier: a) Die Vatergruft. . . ................. b) Prometheus......... ......... 8. Sonate op. 38 in E-moll für Cello und Klavier 4, Lieder am Klavier: a) Die Mainacht op. 43 No. 2............. . . . . b) Wir wandelten, wir zwei zusammen op. 96 No. 2 . c) Sind es Schmerzen, sind es Freuden op. 33 No. 3 5. Trio op. 11 in B-dur für Klavier, Violine und Cello Herrn. Goetz Fr. Liszt Fr. Schubert Jobs. Brahms L. van Beethoven. Eintrittskarten: L Platz Mk. 4 —, II. Platz Mk. 3.50, III. Platz Mk. 2.50, IV. Platz Mk. 2.—, ■■■■» . r ----- Stehplatz Mk. 1.50. Studenten karten Mk. 1.— Kl. Paritur-Ausgabe, sind in der Musikalienhandlung des Herrn EKNST CHALLIER (Rudolphs Nachf.l, Telephon No. 671, (iir Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und an der Kasse zu haben. ecAnakl-Lchrllfische per Pfund 35 Pfg. H. Tichy SellerSwcg 43 Ecke der Goerhestr . Parfümerien, — * Seiten, 9iagel 3aUit, ttovf' uni 0 laichen ^uritcu. Artsier- u. Stauir // kämme, »>aar wasser, Aärbe- mtt.el, orouier uiih rttZafchvatm ickMbcn, Bavc bauben, Schwammbeutel lireisMatt für den Asses Gestzrn 19. Mannar 1909 r. 5. Bekanntmachung ' Johs- Brahms Körbezirk Gießen, Hnn en, Lich G Hofmann Dlbach -fl Wilh. Scheid Annerod Bellersheim Bettenhausen Birklar Burkhardsfelden Hch. Braun II Saubringen o»/ " /< S Grieb Dorf-Güll Gemeinde-Bullenstall Eberstadt Hch. Wallbott XI Garbenteich l3/. Gießen Großen-Bufeck Gemeinde-Bullenstall Großeu-Linden 17. Grünmgcu 28/. Holzheim Kammer Hungen Ph. Seibert II Inheiden Klein-Linden Emil Fritz Langd II. Eber.*) Körschein fehL l1, Klauenpflege! Obbornhofen In Privatbesitz. Ein Eber wird nicht gehalten. 43 Ruttershausen 44 Stauffenberg 45 eL's-Ä Steinbach 4G II 1 E Ein Eb er wird nicht grhalleu 53 ß Landschwe'm,' Lr. —Kreuzung. ♦j E —Deutsches Edelschwein; E —ÄeredelteZ grsbcl Hausen Heuchelheim Hahn Bopp, Fr. Ernst Walter Gg. Dietrick) S 8 II I Ehr. E. Singel II Ph. Hch. Euler Hch. Dippel L. Römer V. Georg Jakob Adam Raab Wilh. Weller II. 4 IV- Ober-Horgeru rippenrod Rabertshausen Reiskirchen Rodheiin Rödgen II n 39 40 42 Allendorf a.Lahn Alten-^iseck E E KreiSamtl. Genehmigung der Berwcnd. zu Zuchtzw. fehlt. II-in II 418 W 6iO Casp Kleinschmidt Herm. Keller 4-i1 4:3 4» 6 Georg Müller I Georg Stcul II Brückmann Hch Müller VH Karl .yaaS Leihgestern Std) Lollar Mainzlar Muschenhaim 21,' V Gg. Simon Gemeinde-Faselstall E E 17 1 21'. 8 Mön. Jak. Rinn XX1L Gemeinde-Dulleustall Steinheim Trais-Horloff Trooe Utphe Ferd. Balser Konr. Hch. Reinhard EKr. E L. Brrck Hcinr. Hahn Pachter Jacobi 2®/. 23, l1/. 1 7, 1 2*/, 7 Man. 17, 17, Bürgermeister Dogcl Hch. Koch III Hch. Eller Ang. Ruppel II I. P. Mörschel Will?. Lotz I. Döring I81 19. 3U1 32 33 31 08/ V 27. 37, 17. 67. 2 3 17, 37, 9 II—III II II II n-m n DI Eber abgeschafft. Ersatz noch nicht vorhanden. Em Eber wird nicht gehalten. D n-i E E 1 Tie Eber sind iui Privat- j besitz dcZ EberdalterS. Ein Eber wird nicht gehalten. Desgleichen. Sprungregistcr nicht geführt. L. Boll XII. I. Biehmami II. Gememde-Bullenftall Sprungregistcr nicht geführt. DuruistarleJnanipruchna. ine n. Ertrank, ctro. zurückgekom. Watzenborn- Steinberg Wieseck B. Philipp III, Slembcrg Haltung II. Ein Eder wird nicht gehalten. \ Beide Eber entsprech, n. d. f.d. j Gemeinde sestgcl. Zuchtricht. 47 48 4y 50; 51 52 8 S V 3 2 Schlechte Pflege'. Ern Eber wird nicht gehalten. Eber nicht angetroffen; war mit der Herde ausgerriebeu. Ein Eber wird nicht gehalten. Dec Ersatz sür den abgescki. Eder ist zurzeit wegen Krank-' heil nicht körfähig. V. 2 27, 37. 27. 27. 27. 30 i 31: 32 33 34 35 36 37 3b । 39 4U 41 8 03 8 8 8 M 5.5 27. 27, 3 37. 3 3 17« 03 I 2<: 7 3 L E E E E Kr. E S V 8 V 8 8 8 8 8 S S 8 V V V b:k b.>5 M 30 3L rganne Gerud) der wie diele; ift inichtzuver- rgarine. Pfd. ? Ergänzen Palmin kotaufftrid). unbeim mdPalmona. s 8 v v s 8 V V 8 S s 8 8 V V 8 V V 8 OS 8 8 8 8 8 8 8 8 V V 8 17, 17, 2 37. 27, 27, 17, 3’. 2 27. I. Bullen? Kreisamtl. Genehmigung zur Berwcnd. zu Zuchtzw. fehlt. Ein Eder wird niajt gehalten. Körschein nicht vorgelcgt. I Ersatz s. d. 3. Eber z.Z. nicht j vorh. Sprungreglstcrsühr. 10 11 12 13 la 13 16! NLdicinai- Lebertran —SÄT? MB empfehlen w ------------------ ' Herni- GoeU . Schubert b$refrenb* Die allgemeine Faselschau im Jahre 1908. ^QS Ergebnis der im Jahre 1908 vorgenommenen Besichtigung der Fasclttere in den KvrbczirLen Gießen und Lich-Hnngen wird nachstehend bekannt gemacht. Greffen, 30. Dezember 1908. Grstzh- iC'cesmitt GictzStt. e I - sehr gut n = gui m = genügend 3. v.: Langeriuann. >Orbemermug: IV-ungenügend v = rofe&t rt‘7ereii] 1 aue Liba, . 7^' 7ltoBe,th”a 7 Hk i- r"1'11’ TelahtoW-ii d,: tli,. (V», w. .... PJOVij^aU Dicbrabrr Bfr. 1 j? Namen der Gemeinden el In Pflege bei: Der Faseltiere 1 Alter Rasse f Jahre a D <±i Hallungspflege Bemerkungen i f li ; Z 1 5 1 S li A 1 Q >' Namen der Gemeinden In Pflege bei: Der Fassltiere ' Sliter Russe I Jahre li Körperbau D u> 15 Haltungspflege Bemerkungen IN IV II ?lbznsch. weg. mangelh. Ent- 1 luidi u.Bösar ttgl Haltung gut 59 j GO 61 Lang-GönS Gemeinde Vullenstall 8 8 8 47, 3 27, I II U Haltung T Abzuschaffen. Springt nicht. II I Haltung 1 111—11 62 68 3 17, II Körschein fehlt. Haltung 1 n V 37. II-I Haltung I III- II <;4 Langsdorf Adam Rat III 8 36., II II 65 6 v Wilh. Bausch Äo. Köhler HI S 8 27, 27. II I1I-II Ter 4. Bulle hatte noch nicht das körfähige Alter. II-III II 6. 68 6'1 Leihgestern Gemeinde-Bullenstall 8 8 V 37. 17, 17, II II II-I | Haltung I Erst iu 1M. spruugr. Halt. I II II II III II 70 71 72 73: 71 Lich w u Lollar Gemeindc-Bullenstaü L. Hofmann III 8 8 8 V 8 ■-7. 27. 17, 17, 2'i 11 II ii-in ii in Abgelört wegen Bösartigkeit II Sprungregisterfübrimg! Sei1 r 75 p 8 27. — Abgekört wegen Krankheit Rachspruufte - ein 2. Bulle . 76 .. Cbr. Fuchs 8 1 . n—in zurzeit nicht vorhanden. . 77 78 Mainzlar Ehr. Findt Earp Müller V V 37, 27, ii n iii II Sprungregistciführung! Em | 791 Mnschenhrim Hch Koch III 8 - 9 HI 2. ir.au gelt) Bulle konnte nicht ! 8()| Hch. Eller V 8 16 Man. ii-m angetört werden weg. Kranlu 1 81 i Obbornhofen Flitz Reitz 8 27, ii I—II 1 821 August Rnppel I 8 li. ii-in II 11- III | Sprungregist. unvollständig :| I 83 i 8.7 8d । Ober-Hörgern Hch. Durmger HI H.rmann Düringer 8 OS 4‘/a 27- i i I Hat kein Sprungregister gef । Oppenrod Karl Kinzenbach s ii-in II — DieBnllcn sind im Privat- 1 86' 8 ii in besitz hc5 Hatters. ' 87 Rabertshausen Wilh. Reichert 8 37. ii III Haltung 11 88 ReiSlirchen Gemeinde-Bullenstall V 27. i HI Haltung 11 891 V n-ni II 9-1 Rodheim Heinr Klippert 8 27, ii 11 II-I . Pflege sehr sorgfältig 91 92 Rödgen Gemeinde-Bullenstall 8 S 17, 27, n n III-II 9.i 8 2 in II 94 Rnttershausen Hch. Moos V 37. ii III —II 11 Pfl-g- I 9-> I 96 Staufenberg Gemeinde-Bullenstall V V 5 27 47* i—ii in li-in 97 Steinbach Gemeinde-Bullenstall V i Haltitng T ii V 37 4 ii ii 99 8 16'Dion. n Haltung I ii Hautpflege! Putzen! 1UO Steinheim Ludw. Eckel 8 3 HI Hautpflege! ii .01 Lndw. Berck S 3 11 ii ii 102 103 Drais-Horloff Olto Fr-tz Heruu Hublitz 8 8 37. 17. II- III Lahm! Zurzeit zur Zucht untauglich i—ii wegen mangelh. Entwicklung ii-in V durchKranth.u.schl Fütterung i—ii 1 Sprungregister nicht ge« 104 Trohe Bürgermstr. Schmidt S 2 7 H-III Bullen i Prevatbes. d. Halters ii \ fuhrt. Utphe Jacoby S II-III ] Fütt. schlaff. Sprungregisterf. ii ui Pflege sehr gut. j 106 8 * ■ 4 II-III j 1 Bulle sprunguntaugl.;lahm 11-III Körschein fehlt. Keine Nachsprünge eingetr. 1107 Watzenborn- Ioh. L. Philipp, Klauenpflege. Haltung 11. II III Steinberg Watzenborn S 27. in II-III Bullen i.Privatbesitz d.HalterS 105 L. Buß, Watzenborr V 1% ii II 1 119 B. Philipp III, n-in n-ni Stetuberg 8 3'/. ui ii-iii Pflege III 110 111 Wieseck Gemeinde-Bullenstall V V 87. ii ii | Haltung I ii 112 V 27. n-m n III-IV Im Laufe des Jahres abzu- 113 114 " u 8 8 17. n n-m KreiZamtt. Gertehniig. fehlt. schasf.n wegen ungenügenden J Körperbaues. Haltung II III 1 Die Lörfcheine sind noch ») V=yogel8berget: 8—Simmentaler; 0 —Original. II J vorzulegen. 1 Albach 1 —- — — — o Allendorf a. Lda. I -- — —- —- 3 Älten-Buseck CaSP. Hofmann L 1 III i Annerod K. Will E 91/ - ,'3 II-III 5 Bellersheim Wilh. Eifer E 7. II i>. Friedr. Bopp E 27. II ? Bettenhausen Ruppel E 27. ii in 8 Birklar Brückmaun E 17- n 9' BurkhardSselden H. Albach VII. E 17* ii 11» Taubringen Brennemann, HeiderlShäuscr Hof L 17. ii in' Dorf-Güll M. 3. Schmidt E 27* in - n U2j Eberstadt Gemeinde-Faselstall E 1 n 113 Garbeuteich — — — Ul Gießen — — — 11» Großeu-Buseck Pachter Esau E 17. n US Großen-Linden Hch. Weigand Ww. E 17, i—n in Grüningen Ehr. Hch. Fay E 1 ii Hausett Emil Schlag E 37. n L» Heuchelheim Ldw. Hörr Ww. E 2 ii 20 Hotzheim Hartmann Schmidt E 17. ii 21 Hungen Kammer E 17, m-iv 22 Ph. Seibert E 7. n 21 Inheiden Konr. Gchrhardt E 17, ii 2i Klein-Linden — — — — 2^ Langd Friedr. Gall E 1 i 26 Lang-GönS Ioh. Wilh. Weber E 8 Mon. n 27 anton Wern VII. E 2 i 2-8 Langsdorf Wrlh. Bender E 17, m 2D r Hch. Hofmann I E 8 Mon. u III. Ziegenböcke. s D Namen der Gemeinden In Pflege bei: Der FaseMere Raffe Liter || «orprrbau v Gefundbznst. S Bemerkungen — »> •5- 5 Namen der Gemeinden In Pflege bei: Der Faselüere Raffe Liter || Körperbau 3 ■5* >- 5 Bemerk nngen 1 Mach L. Bakker IV. Sä 21/, m 40 Langsdorf dbr. Schmidt Sa 7 Mon. II 2 Allcnborf a.Lahn Ludw. Volk I Sa 4 1 Früher in Trais a. Lba. 41 Lerhgestern Geweinde-Bullenstall Sa 27, n 1 Haltung I. stationiert. Haltung II 42 ,, Sa H 3! AllewBuseck Schäfer Jäger Sa Kr. l’i ii-iil 43 Lich Gemeiudc-Eullenflall Sa - •» 11 Abzusch. zur Bermeid v. )r. 4 ba 8 Mon. 11 17. zücht z. nächst. Gfrntngpmett Annerod R. Schäfer Sa 3 11 Turch einen and. Dock z. tri. 44 ft Sa n 6 Bellersheim August Schneider Sa 37, 11 Mangelhafte Einrichtung des 45 H ■ Sa r,7. 11-in 7 Sa */. n-m Lprungplayes. 46 M ■ Sa 7« 11 | Ungtnüg. Stall ohne Sti ;• iilauou u. Licht. J unhrt rkfordert. HaUung H 8 9 Bettenhausen Liriiar Wüh. Harnisch Ww Sa 2'/. 11-111 Sprungregisterführung! 47 48 Lollar PH. M00S II. •A • ■Ji / 0 m n 10 Burkhardsfelden Ey. Arnold 111. Sa 3-. 11 u lauen- und uorp^pflegc mangelh. Hallung LH 49 Mainzlar Wtib. Becker Wtwe. Sa 27, HI Haltung sehr schlecht. 11 Daubringcn Hch. Schäfer Sa 17a m Klagen über häufig. Unfrucht. 50 Muschenheim 23. Müller n Sa 17, III Eigent. d. Halters ^Lörgekq! barbleibcn der Mmtertiere. sprungregtster nicht geführ. 12 Dorf-Güll Balth. Blank Sa 2»/. n Sprungregisterf.! Klaucnpfl.! 51 Obbornhofen Ludw. Kammer Sa 0t/ _ - ? n 13 Eberstadt Bullenstall Sa 21 . n-m 52 * ■ Sa 8 Mon. n-m Sergi Bemerkung zu Nr. i 14 Sa 7 Mon in-11 Körfchein fehlt. 53, Ober-Hörgern Dilh. Schmaltz Sa - 1 L 11-in 15 Garbenleich Gg. Happei Sa 37< n Mangelhafte Einrichtung deS 54 r Oppenrod 23. Brück Sa 17, III-IV Ein Ziegenb. w. nicht gehalta Sprungplatzes. - Tcr Ersatz 00 Rabertshausen — —— — — f. ö. 2 yicgmb. iprmgt schlecht. 56 Reiskirchen Gemeinde-Bullen stall Sa 27. n 16 Gieße« Bockstation auf der 0 Sa % 1 ftörfd-jcm fehlt. 57 Rodhetm Hüfeid Sa 10 Mon. UI | Kreis am tl. Genehmig. 5» 17 Lammerwetde Sa n TeSglelchen, Haltung I. 58, Rödgen Gemewoc-Bullenstall Sa • 174 7 Mon. 11-in 13 Sa 8 Mo«. 11 Haltung I. * M Sa n-m j Bcrwenb. zur Zucht seht. 19 Graßen-Buseck Gemeinde-Bullenstall Sa 2 11 60 Ruttershausen Äonr. Bodenbender Sa 7 Mon. 11 20 Sa VI, 11 Gl Staufenberg Gemeinde Bullenstall Sa 01, H -i Bergl. Bemerkung zu Nr.!. 21 Großen-Linden Gememde-Bullenstall 0 Sa 5 11 62 Steinbach Gemeinde-Bullenstall Sa 27, n Kiauenpflegel Haltung JJ1 22 Sa 3 in Haltung L 63 j * Sa 7 Mon. 11 23 Sa 17. 11 64. Stemheim Joh. Schilli Sa »7. n-i Dar früher in Albach 24 Sa 7 Mon. 11 .störschein fehlt. Haltung I. I. L. Bley stallünicrt. 25 Sa 7 Mon. 11 TcSgleichcu. Haltung I. 65 TraiS-Horlofi Sa 37, 11-ni Bergl. Bemerkung zu ‘Jtr. i. 26 ©rüningcu Jac. AZißig Sa 3 11 G6 Trohe Ldw. Rlüller L3w. Sa 17, n-m e 21 Haufen Johannes Ruppental Sa 27, 11 Körschem fehlt. Haltung ELI 67! Utphe Fritz Schneider Sa % n | Kvrscheine fehlen. 28 Heuchelheim Jtü Becker Sa !•/< 11 68 w * Sa 7. 11 29 Sa 27« 11—1 6h I Watzenborn» I. L.Pttz, Watzenborn 30 Sa 7 Mon. n 701 Sternberg Sa 17, n 31 Holzheim Gemeindc-Bullcnstall Sa 27. n-m Klaucnpfl.! Sprungrcg. n. gef. * P. Juncker, Stetnberg Sa 7 Mon. 11 StationSbock. 32 Sa 7 Mon. 11-111 71 ■ Sa 37, H 33 Hungen Fr. Roth Sa 2*t 11 Sprungregtster! 72 Wtcseck Gcmeinde-Bullenstall Sa 01 r m-n | Haltung L 34 Jnheivett Konr. Gerhard Sa 7 Mon. in-11 Zu jung Btele Nachsprünge. 73 ft * Sa 17- in-11 »lötscheut fcqlt. 74 et * Sa 17, 11-111 35 L le m-Linden Karl Lang Sa 17, 7l*: Mon in Sprmgt schlecht, abzmchafsen. 75 ft ■ Sa 7. 11 StationSbock. - KreiSamtli4e 36 Sa HI Ein Zicgenb. wird nicht geh. Gcnehmlgullg fehlt. Haltung!. 37 Langd — -- — 3V 39 Lang-GönS • Gememdc-Bullcnslall ■ Sa Sa 17, Vk n n ftlaucnpflegt! llörfchctn fehlt. *) 8a —Saaner; 0 —Original; Li.—Kreuzung. Zusa m m enfassun g. Allgemeines. Im Körbezirke Gießen - Hungen - Lich rorrbcn in 46 Gemeinden gehalten: 11-1 Bullen, 40 Eber und 72 Ziegenböcke; die Eber verteilen sich auf 31 Gemeinden, die Ziegenböcke auf 43 Gemeinden Die Fasel tietc sind fast überall Eigentum der Gemeinden; nur in 3 Gemeinden sind die Bullen teilweise oder ganz in Privateigentum. In drei Gemeinden trifft dieS auch für die Eber zu. 13 Gemeinden sind im Besitz von Gemeinde-Fasclstälscn, in denen jumem Bullen und Ziegcnoöcke, in einem Falle auch ler über untergedrachi sind. Die Ballung der Tiere ist allgemein am besten »n solchen Gemeinden, welche Fapinalle besitzen und die Faselüere in eigner Pflege und Wartung halten. Bulleuhaltung. Ban beu 46 Gemeinden deS LörbtzirtL wurden in 4 Gemeinden je 1 Bulle 25 „ „ 2 Bullen 7 . „ 8 „ 8 „ „ 4 „ 2 „ „ 5 „ gehalten In 3 Gemeinden fehlte zur Zeit der Haupikörung je einer der Bullen. Stoffe: 8 > Bullen gehörten der Simmentaler Raffe, 34 her DogelS- berget Raffe an. Zuchtrichtung: In 34 Gemeinden besieht einfache Zuchtrichtung und zwar weiden m 26 Gemeinden nur Siuimcnlalcr, in 8 Gemeinden nur LogclSberger Rmdcr gezogen; 12 Gemeindeu haben doppelte Zuchtrichtung. Alter: las Alter der Bullen fchwanlt zwischen V/, und 7 Jahren. Alter in Jahren: 1—2 2—3 3—4 4—5 5-7 Zahl der Tiere: 23 52 32 5 2 Qualität des Zuchtinatc.ials: Tie Qualität ist sehr verschieden und Durfte vielfach erh»blich bester sein. ES wird noch zu häufig der Fehler gemocht, daß beim Einkauf gespart wird und mittelmäßige Bullen gekauft werden, mit denen man eine Zucht zwar zur Rot lueitcrtrciben, n cht aber sie bessern und heben kann. Tte Rote sehr gut er^ie.ten nur 12 Tiere, 57 waren gut, 40 genügend und 4 ungenügend. Haltung: Tie Haltung war durchweg befriedigend. Bei 31 Tieren, ui|onbcr5 bei solchen, die tu Gemeinde-Faselställen unurgebradjt sind, war sie sehr gut, bet 75 gut, bet 7 nur genügend und in einem Falle durchaus ntigcnügend. Bei den 7 genügenden Füllen waren zumteil erhebliche Beanstandungen auszusprechen. Eberhalturrg. Bon den 36 Gemeinden, welche Eber halten, werden in 28 Gemeinden je 1 Eber 1 7 „ „ 2 „ \ 45 1 Gemeinde 3 „ J gehalten. Bei der Hauptkörung nur Din nur 40 Eber angetroffen; in 4 Gemeinden war der Bestand nicht volliiündig, in einer Gemeinde wurde der Eber nicht zu Hause angetroffen. Rasse: ES überwiegt weitaus die Zucht des deutschen EdclschweinS. Rur in 3 Gemeinden wird DaS veredelte 9andfchwetn gezogen; 2 Eber sind Nreuzungsproduckte ohne bestimmt'n Raffetyp. Tas Alter der Eber schwankt zwischen 1 und 3 Jahren. 7 Eber sind miet 1 Jahr alt, 23 Stück 1-2 Jahre, 9 Stück 2-3 Jahre und nur t Eber ist über 3 Jahre alt Qualität des ZtichtmiterialS: Haltungr 5 Eber waren von sehr gutem fiorperbau. 27 erhielten Die Zensur gut, 7 waren iiügenb und einer unter dieser Rote. Tte Haltung war durchschniulich gut und ließ in 6 Fall» zu wünschen übrig. Zicgcubockhaltuug. Die 72 Ziegenböcke verteilen sich auf die 43 Gemeinden wie folg: 22 Gemeinden halten je 1 Ziegenbock 14 „ „ „ 2 Ziegenböcke 8 * „ u 3 , 2 , , 4 u* 1 Gemeinde hielt 5 , Rur in 3 Gemeinden wird kein Ziegenbock gehalten. Alter: Bon den Böcken sind 20 Stück unter 1 Jahr alt, 18 Siilck « Alter von 1—2 Jahren, 22 Stück im Alter von 2-3 Jahn», 10 Stück im Alter von 3—4 Jahren und 2 Stück über 4 Jadn Qualität des Zuchlmalcrials; Haltung: Beide gaben vielfach Ber- anlQffung zu Beanstandungen. Biele Docke sind noch zn jung u:t werden zu stark in Anspruch genommen. Ta die Halter vielst wirtschaftlich nicht günstig stehen, müssen sich die Tiere oft r. den bescheidensten Stallungen und ungenügendem Futter begnüg«. Am besten ist die Haltung auch hier, wenn Die Tiere in Jufla» stallen untergebracht sind; hierbei ist sie Lei 18 Tieren al- tt*' gut zu bezeichnen. Bei 11 Tieren ist die Haltung nur hiajf genügend, in 2 Fällen sogar mangelhaft. Ter Körperbau pj. der Tiere ist in 5 Fällen sehr gut uciun6en, bei 36 Teeren gu und bet den übrigen 31 Tieren genügend. Giesien, den 14. Januar 1909. Bctr. : Den Artikel 21 i>cö Eolkc'schulgeseyes. Die Großh. Kreisschnlkoimnisstim Gießen an die Lchulvorstäude des «rctseS. $Btr CL|U .,L4i tlild Ui9 giiul rJ. o c U V il Q t I. 3. diejenigen Schüler und Schülerinnen Ihrer Gemeinde- schule anMgeben, auf welche der Aeiilcl 21 des Vvlksschul- gesepcs Anwendung finden soll. Fehlberichtc sind nicht zu erstatten. ____________________________I. V.: Wclcker.___________________________ Gieren, den 15. Januar 1909. Betr.: Die Einsendunr der für die Landc^vaiscnanstack zu cr bi'bcitiX'it JtoLleltv.it und Büchsengeldcr. Das Grahhcrsogliche Krcisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Lilli: yiiuucu» uji ....... v ujin Uh (veuruar 1877 l'AvitSblaU 9tr. 3) cnu-iU}.:-it mir Ihnen, am 31. CS. Mts. die unter Ihrem und cüu>3 Gaueinderatümitgüedes 2krfu;lu6 fteben- ben Watseiwüchsen zu üfsnen und deren Inhalt bis längstens 31. Marz 1909 durch eilte Hosten niäjt oeruLtaajenjx Gcregenhcü an unS abzuliefern. ___________________I. V.: Aelcker.___________________ Bekanntmachung. Lon dem zur .yecuing der Gv. ..ux«.. .i-erbsL-stiin für den Balmvau Gründcrg—Loncorf un Galirc 1895 aaigenouimeiicii KreiSanlehen im Betrage von SOOuO Mark sind dec 1. liiuis 19u9 ,utr 'Jiüd3dhiunq auLge.vsr die Ouligationeu Lit. A. Nr. 24 und 3ö über je 500 Mark, Lit. C. Nr. 26 unb 110 über je 100 Mark. Oie Ben. den 12. Januar 19üJ. Grotzher^ogliuies .'ir.isaml Gießen. ___________________I. V.: Weicker.___________________ grluuinlimidjung. Betr: ftdbt rei Obbornhofen. Tag fahrt .iur Enigegenuahme der Wuniche, die die Lelei- ligten für die Bckdung der neuen Ersatzgrunostucke geltend madjen wollen, findet: Mittw0 ck', den 3. Februar 1909, von vormittags 9 Uhr bis 10 Uhr im Rathaus zu Oouornhoscht statt. Tie wünsche find iu,ri;..: streichen und mühen angeben, welche alten Wuwcke, die in oier-in vermut iitü> lu/urtitü) eintjcreiujt werden, hauen Linen Anspruch auf Berücksichtigung. Friedberg, den 14. Januar 1909. Ter Groszh. Feldberein.gungskommissar: Schnittspahir, Äreisamtmann. Kelrmmlmüchmig. Betr.: Feldbereininung in der Gemarkung Gießen llukS der Valin 11. Teil. Tagiahrr zur Entgegennahme der Wünsche, die die Beteiligten für die Btldung der neuen Eriavgruudstücke geltend machen wollen, fuibct Urcttag den :i*J. Januar 1909 von vormittags 8l/4 litir vis 91/; Uhr auf Grobherzoglicher Bürger ineiftcici zu Gteffen stau. Die Wünsche und schrisrlich einzureirben und müssen angeben, welche alten tnacy ,vlur und Rümmer zu bezeichnenden» Grundstücke zusamutengelegt werden sollen und bei weicher alten Parzelle die ^usautmenlegung erfolgen »oll. LLüniche, die in diesem Termine nicht schriftlich eingereicht werden, Haven leinen Änwruch auf Berücksichtigung. oriieöbeia, den R Januar 1UÜ9. Der Grogherzogiiche KelddereinigungStonuniffär. _______________________________________ 1________________.. . r . . ■ 1. u_________________________________ Bckannrmachurig. Betr.: Feldoereckc.^u..^ ui u. \ Eberstadt. In der Zeit vorn 22. Januar bis cavaj-tc- j ;4> 6. Februar 1909 liegt we^k.agL auf Gwsck) Bucgerrneisteret Euerüadt ein loefujaiü t-er B^llzugsLmmt iun üaer ute Ents^digung, t;c uen ^oiiyeen ocr ouea> die ieguLierung mit Torf gul bet iof jenen Grundstücke gewahrt tue tuen soll, neost einem Eulsck.^igMlgSverLeick-nis zur GdiiL *. oer Be.eckig.en ofteir. Uiiuueiunngcn |ini> aei i.v.ujung des Ausschlusses während der CiieiLcnuitg^eit vei jro^.». ^>ucgernr.istirei Eberstadt schrckt^ *id) ein;u.ciu>en und zu begründen. Frtcdverg, den 14. Januar 1909. Der Groffher^glicke Feidbereinigungskommissar: ____________>tirnberger, Lreisamtmann.____________ x.riuuinniuiujihiß. Betr.: Feldbereinigung in der GemaiZung Muschenhciin. In der Zeit vom 15. bis einschließlich 28. Januar L Js. liegt auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei M u s ch e n h e i m das Projekt über die Verschleifung des alten Butzbacher .Hohlwegs nebst zugehörigem Beschlus,e der Vdllzugstommission vom 12. Mai 1908 zur Einsicht der ■crLofuna von Gelck^, Silber- und sonstigen cJehraudS’ gegenständen inncryalo des Grvsip.r-ogrums zu Dcrireiocn. Nack dem von der -uständige.". Behoroe genehmigten $tr losungsplan dürfen 100 000 Lose ä 1 Mark auSgcgcbcn wert» Zum Vertrieo in Hessen dürfen nur mit dem hessischen lassung^stempel versehene Lose ackangen. Gießen, 18. Januar 1909. Groß herzogliches Kreis amt Gießen. I.B.: Welcker. Amtliche IhidjiidjUn über ytrljfrudjri. In einem Gehöfte zu Ee^Licha^.e.i (hl.^ u.SieÜ») ist >i’ neseu . e am:.ich sesta.si ckt. Geböfn'perr. iü verömgt. r R rten.