Seid biis »ack Die heutige Nummer umsajzt 10 Seiten» Schutanarfce ein Kampf mit Auf stän Dem -rutsch-französischen wirtfchaftrverei inniqen Berlin, 15. Md. X)cuie sand in '2Uuccjen^U t>on $er- Bohcn- tretern des Ellenbahnministerinms und des Auswärtigen ümtä ten / -ollern und $)aböburg, deren JHeidjc durch eine alä uneyuijutur» lich erprobte Bundcsgenossenschaft nun schon ein Menidrenattcr hindurch verknüpft sind, ein weiteres Band von höchstem Werte, das gleich dem Bedürfnisse zur lleberlieserung geworden ist. Wie der ehrwürdige Herrscher der Habsburgischen Atonarchie seine freundschaftliche Gesinnung von dem ersten Hohenzollern- kaiser aus den Sohn und den Enkel des großen Ran er5 unvermindert übertragen hat. io ist unser regierender Atonarch von treuer Verehrung für Kaiser und König Franz 3to|ci bcieclt und mit dem Erzherzog-Thronfolger durch r!ttcunbfchaft und Zuneigung verbunden. So wird auch der gegenwarNge Auf- enlhalt des Erzherzog-Thronfolgers und ferner hohen Gemahlin auf deutschem Boden ein neues Glied in der Reil)e der Geschehnisse bilden, die das innige Verhältnis iroiidien den beiden Herrscherhäusern den weitesten Kreisen offenbar machen. —--------------- — - ;--- wand freier Seite ausgegangenen Meldimg steht das Schlimmste zu erwarten. Björnson vollendet am 8. Dezember sem 77. Lebens- igssehene Chemiker der ,DE1TE in Berlin, dal es sitzt, r Seife und Soda, hr anzugreifen. iet Ist Hoher tote ische verwendet werden in denkbarster Weisej ist Leite Kreise der deutschen Nation erblicken in dem innigen und vertrauensvollen Verhältnis der Herrscherhäuser — Deutsche» Neich. Di- Reichstags-Stichwahl im Kreise QandSber^Sol- bin ist aus den 22. Nvoenrber festgesetzt Norden >e und völlige sigkeit. Id nur 25 Pfennig, waren- und Seif engelhaften. Co., Köln-Ehrenfeld. Gebirgsbatterien gehen vorläufig an die griechische Grenze, um den Uebertritt von Banden zu verhindern. Aus Sydney bericijict man: In einer Ätinferen?, btt. Grubenarbeiter unb anderer Genxrkschaften wurde eui|tun» mig beschlossen, unter Anw-endung aller legitimen Dcitte! eine offene Kon serenzder GrubenbeiiBer und Grubenarbeiter herbm- zuführen. Sollte dies feinen Erfolg haben, so wollen di- Gewerfe ,chatten die Regierung austordern, den Betrieb der Bergwerke selbst in die Hand zu nehmen. Alle Gewerkschaften haben Vorbereitungen getroffen, um, wenn notig, in den Ausstand zu treten. die zweite Generalversammlung des deutsch-sr an- zösischen W i r t s cha f t s v e r e in s statt. Einstimmige Annahme sand eine Entfcksticßung, nod) tpeldjrr der Skreui ö Jur eine LoyalitätSpslicht der Regierung halt, die Mo,el.^.aar- Kanalisierung zur Durchführung zu bringen. Weitere Behandlungen betrafen das neue deutsche We i n g esetz und ben dimrsds-scanzösiichen Weinhandel. Beschlösse betrafeii n. a. Der- einheitlichmig und Verbilligung der Analysen, Mine d.e Nach^ versteuerung'dcs ftanzösischen Champagners, gegen die nöti^iü tts bei dem Bundesrat protestiert werden soll; sie wurden ich der Fadrchmmisiwn für gewerblichen Rechtsschutz überwie.cn. Schließlich nahm der Verelli Vorschläge über eure MitlagSverbiw- Dung Frankfurt-Paris entgegen. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft. Eine Neuverpachtung des Düsseldorfer Stadttheaters findet, wie wir bereits vor längerer Zeit mitteitten, ab 1 September 1910 statt. Da nun das von Direktor Gustav Lindemann und Luise Dumont-Lindemann geleitete „Schauspielhaus", das bekanntlich keine Geschäfte macht, von einigen reichen Gönnecn erhalten wird, so bestehe von dieser Seite her Plan, beide Thea ter zu bereinigen und un jegigen Stadttheater nut Lpern zu geben. — Im Wettbewerb für den Bau eines Stadttheaters in Bremerhaven wurde der Entwurf des Ard'NLklcn Professors Martin Dülfer in Dresden ein- stimmig ale Unterlage für die Ausführung empfohlen. — Franz Lehars neue Operette „Der Graf von Luxemburg" batte Lei der Uraufführung int Theater an einen vollen Erfolg. — Eugens Alberts neues Musildrama ,Lzeyl" wird im Frankfurter Opeinhaus bereits m der er Mu Hälfte des Dezember zur Aufführung gelangen. Si1" fctasi f ^vkalitaten. 80 tzsg. bendkartc. ?. en für uns 31,S”Lctt p.* f1, H>, ftön?eiellf^i joonitr. 161. ■ rkusland. In der französischen Kammer fragte Weber den Krirgsminister wegen des Todes eme5 Soiöafen nt Afrika, der inchU>e schleaster Behandlung gestorben semi soll. Der Kr.euS- muiister antwortete, der Tod des betreffenden Soldofen fet uiTvlge von Kongestionen ein getreten. Er waä>e stets darüber, dasj bei den ajrikanisciien Truppen feine Misthandlungen vvrkamen Tas Haus nahm mct 341 gegen 131 Stimmen die ein,acht TagrSordacung an und cuna dann zur Budgetdebatte über. . t . Ter Pariser „SiöcLe" weist in eurer auS Kairo batrertex Dopes d>e auf die unter den ägyptischen Offiziere n Herr- clxmde Bewegung hin, welche eine Besserung ihrer nwralischcn und materiellen Lage an streben, und sagt, daß diese Beivegung ür die Engländer.ernste Schwierigkeiten zur Folge haben konnte. .. , ,.a .. Der s panische K r reg Sm i n i ster hat Journalisten mtt- geteilt, dast er ans Äfelllla eine Depesck erhalten habe, nacy nKlüjer die Rifkabylen von Dtador sich dem General Marina Kleines Feuilleton. — Professor Philipp Schmitt in Darmstadt t. Eine der hervorragendsten Persönlichkeiten im Darmstädter Musikleben, der Gvoßh. ÄBrsikdirefeor Prof. Philipp Schmitt, ist in der verflossenen Nacht im Alter von 83 Jahren aeftorben. Der Verewigte, der am 21. Dezemoer 1826 als Sohn des Hofnrufikmeijters Schmttt in Darmstadt geboren wurde, hat Jahrzehnte hindurch als Lchrer und Leiter der von ihm begründeten „Akademie für Tonkunst" gewirkt und einen ma «Webenden EiNslust aus das musikalische Leben ausgeübt. Phll. SckMitt kehrte naa) viehrfährigem Musirstudium in Stuttgart wieder nach Darmstadl zurück und errichtete, nachdem er einige Jahre aL erster Geiger in der Hvfkapelle tätig gLwesen war, im ^alTrc 18ol eine Musikschule, die schnell emporblülste. — Lucas oder Vinci? Die Untersuchung der von Ge- Hermerat Bode für das Stauer Friedrich-Rtuseum in Berlin angekauften Florabüste mit Röntgenstrahlen ergab baJ voll- fcurmene Fehlen festfaseriger Stoffe. Geheimerat Bode mrstl dieser Feststellung Wert bei, weil der engliscl)- Bildbcmor Lucas von dem bas Werk nach Ansicht mehrerer Gelehrten herrühren soll, nadsweicstich die Gewohnheit hatte, zum Ersparnis von Material das Innere seiner Bilder mit allerlei wertlosen, von außen un- stclstbaren Stoffe auszufüllen. — RoheMilchalsSäuglingsnahrung. JnLeip- & i G wurde eine Erfindung von weittragender Bedeutung von dem dortigen Privatdozentm Tr. Seiffert gemacht. Nach lahre- fengen Forschungeii fand er ein Verfahren, um rohe Much durP Belcuckstung mit ultravioletfen Stahlen keimfrei zu machen, so dast I^St ungetod)te Milch jedem Säugling unbedenklich gereicht werden darf. Seiffert gibt bereits seit längerer Zeit an Säuglinge ber Unwersitätskinderklinik auf diese Weise kermfret gemachte 'Milch mit vorzüglick)cm Erfolg. — UeberBjör ns vns Krankheit geht uns aus Paris wlgcnde Mitteilung zu: Paris, 15. 9kv. Ter Zustand des Dicksters Björnst- lerne B j ö r n s o n, der vor einigen Tagen hier cingetroffen ist, dal sich nt überaus besorgniserregender Weise verschlimmert. , Ließ auch das Befinden BjörnsvnS in der lchten Zeit sehr vLl zu wünschen übrig, so schien es sich doch nach seiner vnfunftin ■bans etwas gebessert zu haben. Äcach dies« von durchaus ein* fahr. . — Ein klassischer Briefwechsel. Die bei E. G Boerner in Leipzig erfolgte Versteigerung von Autogrammen aus den Sammlungen von Start Gust. Wenzel in Dresden und von Karl Ullrich wies neben zahlreichen Briesen von Korners Vater, Schiller und Goethe auch einen besonders interessanten Bries aus, der von Goethes Enkel Maximllian Wolfgang stammt und einen der denkwürdigsten aller Brieswechsel, den zwischen Schiller Goethe geführten, betrifft. Sein Inhalt aber stcot in einem sehr merk- würdigen Gegensatz zu der im llassisa-en Zeitalter vielgepriesenen Pflege der Pietätsgefühle, beim m diesem, aus Jena vom 12. Mai 1808 datierten Brief — der also nur drei Jahre nach Schillers Tode abgesaßt wurde — schreibt Goetl-es Enkel folgendes.^„An Direktor Gruner in Jena, Die ttessliche Frau Majorin L>erre hat die Güte gehabt, uns mitzutellen, dast Sie auf bet von Ihnen beabsichtigten Reise nach England, geneigt waren. Sich für den Ankauf der Autographen des Brie,Wechsels zwistyen dem Großvater und Schiller seitens des Brittschen Museums^ zu interessieren Tie fragliche Angelegenheit beschäftigt die von ^(billcr- sche Familie und die unsrige nun schon so lange, und bisher stets ohne Resultat, daß es für uns sehr ersreulich sem mostte, wenn sie nun günstige Lösung sande Den Gegenstand des Verkaufs bilden die gesamten im Besitz beider Famllien befindlichen Originale jener Eorrespondenz, und würde cs unser Wunsch seyn, eine Summe von eintausend Pfund Stcr.ing erreich n zu können.. Aus diesem unerfreulichen Briejhandel wurde nichts. Die Landschristen der Briefe gingen später in den Besitz des Buchhändters Cotta über; sie befinden sich jetzt im Schiller-Goethe-Archw ui Weimar. _ Türkische Sprachreinigung. Aus Konstantinopel wird geschrieben: Die moderne Türkei strebt gegenwärtig den demokratischen Anschauungen wieder zu, die ihre mrkotartarischen Begründer gvost und mächtig gemadst haben Jetzt soll auch die türtifdx Sprache von fremden Einflüssen und Bcstandteittn gereinigt und ihr die ursprüngliche Eigenart wiedergegeben werden. Da es nämlich in der Türker keinen Geourlsabel gab, unterschied sich die herrschende Kaste vom Volke nur durch die scholastische Kenntnis des Islams unb bar persischen Literatur. Diese Kaste schuf unter Entlehnungen aus der persischen Hofsproch« und arabischen Sprache eine neue osmanische Verwaltunas- unb Literatursprache. Dieser schwülstige Hof- und Lanzleisttl wurde unterworfen hätten. ,. u Der König vo n Portugal ist am Montag nachmittag 3 Uhr 40 Minuten in Windsor eingettofsen. Ter,^rger- meiftcr überreichte eine Adresse, in der auf den vor fünf <> obren erfolgten Besuch der Ettern des Königs Bezi^ genommen und die Hoffnung ausgcsprvd)en wird, der fetzige Besuch möge die fett JahrlMndcrten bestehenden freundschaftlichar Beziehungen znnsd-en ben beiden Säubern noch weiter festigen. , . Llättermeldungen aus Konstantinopel zufolge hat bei Muntefip im Wilajet Basra ein Kampf mit Ausstan- b i f d) e n stattgefunden, denen sclevere Verlufte beigebracht wurden. Auch die türkischen Truppen verloren einige Mann. Aus Saloniki wird gemeldet: Vier Bataillone rrnd zwei nad) Ofenpest zurück. Wien, 15. Nov. Die Audienz des Ministerpräsidenten Dr. Wekerle bei dem König bemerke t/4 Stunde. Darau tonf eriezte 'Sr. 2Sctcr1e mit beri Mindern Grasen Andrassy, Zichy unb ftof(u11). Tu ZBeieile erklärte ben Verrietern der Presse, daß die Verhandlungen t»rt- gefetzt würden und daß heute noch kerne Entscheroung er- totgt sei. ---- von der Hofjagd in Letzlingen. Ter Berliner Vertteler der „Neuen Freien Presse^ meldet seinem Matte: Freitag früh fuhr die vom Kaiser gelobens Jagd- uidlidiaft nach Letzlingen. Tie Berliner Gäste jichrmi vom LtSbamer Bahnhof ab und beftiegen in der. Station Wildpark icn kaiserlichen (Sitrajug, in toeldyem sich Kaiser Wilhelm, seine Löhne mit Ausnahme deS Prinzen August Wilhelm, der lern ^äaer ist und der Erzherzog Franz Ferdinand befanden. Alle satten die deutsche Hofiagdunisorm angelegt, auch der Erzherzog, m eine Hosiagbunisorm am Wiener Hofe nicht existiert. Rach der Ankunft im Sck)losse wurde das frühstück emge» smnnieir Von Letzlingen begab mau sich ins Jagdgelände. Ober- äaermeister Heinze, der zu Pferde war. wies den Jagern ihre Aätze an. Dm besten Platz erhielt Erzherzog Franz ö^rbuianb. li begann ein Lappenjagen aus Dauuvild, bei welchem das taabgcbiet durch au,gehängte Lappen eingehegt ist, um bad Wild un Ausbreckeu zu verhindern. Das Treiben dauerte cuw Stunde, --ach ihm wurde die Sttecke hergestellt unb besichtigt. Hierauf (ehrte man ins Jagdschloß zurück, wo am Abend das grobe 3adbbiner flathanb. Bei diesem Tiner kreiste der g r 0 ß e B e ch e r xn Friedrich Wilhelm III. geftiitet hatte, unb aus dem jeder mnlen mu&, der zum ersten Male auf dem Jagdjchloß Letz- lingen weilt. Der Becher, der mit Champagner gefüllt wirb, ist m ein Hirschgeiveih derartig eingeschlossen, daß es für den Printer lebt schwierig ist, ihn zu leeren, ohne sich zu begietzen. Alle liejemgen Mitglieder der Tafelrunde, die zum ersten fDcale ui Scölingen waren, mußten nun ben Bech e r vor b e m iaiier stehend auätr in ten. Zuerst der Kronprinz von Hriechmland, bann Prinz Oskar, dann der österreichi,ch-ungari,ä)e 'Botschafter v. Szygyenyi-Marich, der Reichskanzler, der Staais- fthelär des Reichsrnarineamtes v. Tirpitz usw. A/ie Verlache der Herren, den schweren Becher zu be- meistern, gaben Anlaß zu großer Heiterkeit. Erz- itnog Franz Ferdinand brauchte aus dem Becher nicht zu tnnten, la er bereits frütjer in Letzlingen gewellt hat. Trinkjprüdst mürben nicht gehalten. . .. Rach der Tafel wurde harten gespielt. Der Kaiser soielte Skat, an seinem Spieltisch saß der kommandierende General v. Kessel. Der Kronprinz spielte Bridge, zu semen Spiel- «enosjen gehörte der österreichisch-ungarische Bopchafter. Erzherzog Franz Ferdinand, der selbst nicht spielt, beschränkte sich darauf, zuzuschauen. In der Nacht wurde das Jagdschloß von einem starken Sturm umbrauit, unb als man am nächsten Morgen zur Jagd aufbrach, sah man~ im Walde Hunderte von entwurzelten oder sonst besd)ädigten föäumen. Am zweiten Tage fanden zwei Jagden statt: eine auf Wildschweine imb bann abermals ein Lappenjagen auf Damwild. Bei allen drei Jagen erlegte der Erzherzog Franz Ferdinand 360 Stück Wild. Er tat nicht einen Fehlschuß und fand wegen feiner (Schußleistungen die allgemeine Bewunderung der Jagdgejellschaft. Äährknd am Nachmittag nach der zweiten Jagd die Strecke zurecht oemacht wurde, versammelte sich die Gesellschaft um ein Jagd- feuet. Hier zog der Erzherzog Franz Ferdinand ten Reichskanzler in ein Gespräch, das über eine ialbe Stunde währte und sowohl wegen seiner tanaen Tauer, als auch wegen der sehr freundlichen und angelegentlickien Art, in roeldter der Erzherzog mit dem Reichskanzler koiwersierte, dlgtmein bemerft wurde. Am Abend fand abermals ein Tiner mi Jagdschloß statt, nach dessen Schluß wurde die Rückfahrt an- getreten. , Kaiser Wilhelm, der während der Jagd in Letzlingen erfuhr, daß der österreichisch-ungariiche Botsckstifter Herr v. Szogyenyi- Narich vor einigen Tagen seinen Geburtstag gefeiert Hai, überreichte ihm ein goldenes Zigarettenetui, bas in einem Rahmen ton Brillanten das Mebaillonporttät des Kaisers trogt, als nachträgliches Geburtstagsgeschenk. * lieber die persönlichen Beziehungen des Kaisers zum Erben der Habsburgischen Krone sagt die „fJlorbb. Vie Reise des Kaisers nach Vaden-Vaden. Kiel, 15. Nov. Henle vorrniltaa 11 llhr würben die hiesigen Rekruten der Marine und der Marine-Jnfan» tene im Exerzierhause der ersten Matrosendioi.ion im Beisein des Kaisers, der von der „Deutschland" kommend, hier eingetroffen war, feierlich vereidigt. Nach der Vereidigung hielt der Kaiser eine Ansprache. Kiel, 15. Nov. Der Kaiser lehrte nad) dem F-ruh» stück um 1 Uhr an Bord der „Deutschland" zurück und begab sich von da an Bord der „Nassau". Um 1 Uhr 45 Nein, ging die „Nassau" mit dem Kaiser an Bord zu einer mehr- stündigen Fahrt in See. Heute abend fanb bei dem Knifer an Bord der „Deutschland" Tafel statt, zu der die anwesenden Admirale geladen sind. Die Abreise nach Baden-Baden erfolgte um 9 Uhr 20 Min. Das Gefolge auf der Reise nad) Baden-Baden, Donaueschingen und Sigmaringen besteht aus folgenden Herren: Hausmarschall Freiherr von Lyncker, Generaladjutant und Generaloberst v. Plessen, General der Infanterie v. Kessel, Flügeladjutant, Oberstleutnant Frieoeburg, Major Holzing, Leibarzt Dr. ^zlberg unb als Vertreter des Auswärtigen Amts Gesandter von Ä'nisch. ------ liod) Line LnUcheiüung in Wien. Die angeeündig.e Besprechung des Kaisers Franz Josef mit Andrasw und Kossuth hat am Montag stattgefunoen, aber von einer Entscheidung wird immer noch nichts gemeldet: Os en pest, 15. Nov. Das ungarische Korrespondenz- Bureau meldet aus Wien: Der König empfing heute den Grasen Andrassy und'Kossuth und danach den Ministerpräsidenten Dr. Wekerle in Sonderaubien-. Kossuth erklärte gegenüber Vertretern der Presse, der König habe ihn huldvollst empfangen; doch könne er natürlich, bevor Wekerle von der Audienz zurückgekehrt sei, keine Eirizel- heiteu über den Empfang mitteilen, sondern nur sagen, daß er den Eindruck empfangen habe, daß er binnen sehr kurzer Zeit nach Wien werde zurückkehren müssen. Die ungarischen Minister reisen wahrscheinlich heute nachmittag Die Kieler Werftafiäre. (Fortsetzung.) S. u. H. Kiel, 15. Nov. In Kiel sieht man der weiteren Entwickelung der Dinge im Strafprozeß mit ungeminberter Spannung entgegen. Man glaubt allgemein, daß die Zell der Ueberraschungen, deren ja un Laufe bei- Verhandlungen schon mehrere gegeben hat, noch nicht vorüber ist unb daß bas Damoklesschwert einer plötzlichen Vertagung nach wie vor über den Verhandlungen schwebt. Der Hamburger Großkauftiiann Bralel tonnte ja inzwischen ans oer Untersuchungshaft entlassen werden, da das Verfahren einen für ibn so günstigen Verlaus genommen hat, daß die Staatsanwalt- schäft selb.st feine Entlassung aus der Untersuchungshaft beantragt hat. Das Verfahren gegen ihn geht natürlich wellen wohl schon in früherer Zeit von Sprachreformern seiner gröbsten! Äuswüchfe entücibet; bie Eigentümlichfell aber unb künstlerische Vollendung der cuten türlirü)en Llleraturf'prache, die eben durch die Misckmng jener drei Hauptsprachen des JslamS erzielt war, blieb bestehen. Ebenso existiert noch heute die Kluft, die bie berridjenöe Beamtenttasse von dem Bauernstände tramt Dia Erlernung ber jetzigen Anttsspräche erfordert ümmmerigt mid mühsame Studien: so kommt es, baß die alte türkische Literatur von den breiten Schichten des Volkes nicht verstanberi wird. In letzter Zell sind nun einflußreiche Stimmen laut geworden, die eine Reinigung sTasfia-^lissan) der türkischen Sprack-e Vvn fremden Elementen fordern, damll das Volk im Interesse der Glmchhell aller Staatsbürger die Werfe seiner künftigen Dichter veritchen und ben Vorgängen im Staatsleben besser folgen könne. Acan ist auch schon habet, Zeitungen zu gründen, die zu dem Volfe ut Oer lapidaren ein fachen Weise der anawlischcn Bauern sprechen lollcn; eine Zeitung „Kapadokia" ist schon erschienen; sie ist für Die griecknsckfe Bevölkerung ber Türkei bcftmrmt, verwenbet bie einfache türkische Sprack>e unb wird zur Erleichterung des Der- sländnisses nut griechischen Lettern gedruckt. Diese ^prackwereu-^ ladjung Hal zwar ben Nachteil, daß sie das Volk vom Verständnis der alten türkischen Literatur noch weiter entfernt, ist aber vom Standpunkte ber zukünftigen kulturellen Entwickelung der Türkei eme nxidjligc imb beackstorswerte Maßnahme. Nr. 269/ssU Erstes Blatt 1S9.Jal,rgang Dienstag 16. November 1909 SG'chenerAMger« General-Anzeiger für Gberhesien MW ’"n’ö)K «lagesnuJnm« Hotafionsbrutf und Verlag der vrühl'schen llnlv.'vuch. und Sleindruckerei H. tauge. Redaktion. Expedition und vniürrel: Schulstratze Z. frs," bis vormlltaqS 9 Uhr. , H , m fWÄtfiSihiteit der LS--- "Sc» WM cum. jer 1909' s? Dachung' im c ■ 6x»»\ er «'ä %je^- nnic"x w ‘iTtanrterbin wird *x aber mit größerer Hube mxb Zuversicht de« Urteil entfltgntQbcr. Bruten. alt tre übrigen Angeklagten, deren €6üffal nrrt) durchaus ungewiß tft und deren Cvaneen heule sicherlich nicht besser fnü> al» am Anfang oe» döra»eskes. Tre Bertetlngun-, der An geklagten Leinrich. Franke-iival, Zacobsohn ri'to ftcdt tot rmrr außerordenllub schweren Au'gade. 6te.bat ihr GntlflitungSmatenfil ov''gebaut und hat c4 au’bauen münen au» eine von 'Schrftl stücken. deren Ech!"'"t an;uttveii-ln ne zunächst, feinen tyrmb batte. Nun tonnr: die StaatSamvaltschatt und iazl: Diese SchnNstücke sind gefälscht, und nachträglich m raffiniertester Leise dem Aktenmaterial mgefellt, sind Lug und Trug. Und die Staatsanwaltschaft bringt gute Gründe für ihre Behauptung Ist e» möglich, da» ein gewissenhafter Unter- lvemingLrichter bei bet imeDtrhotten Prüfung aller Bdniftüüde gerade alles das übersehen kann, roaL zur Entlastung der Angeklagten dient? Da» belastende Sdmmtfide entwendet sind, ist Zweifellos. Ist da nn Zusammenhang zwischen dem Berschwmden- lassen belastenden uno dem X) mm fugen entlastenden Material» von der Land zu weisen? Tie Verwaltung der Kaiserlichen SB er ft, bie bisher an 'S rate» nicht gerade gut oeggefcmmai ist, hat in- ,'m>chen -rrwünichte Gelegenheit gtbabt, zu zeigen, da» man ihr Unrecht töte, wenn man den anscheinend berechtigten Vorwurf eines unglaublichen Schlendrians in einzelnen ReisortS dahin Der- allgemeinem würde, da» der gan-e Werstbetrieb Minderwertig sei. Ter auf der Kieler Kaiserlichen Werft gebaute grotze Lreu^rr „Blücher" hat dieser Tage bei der P robefahrt glänzend abgeschnitten: Lr hat 25V* statt der geforderten 24'/. See- weilen in der Stunde erreicht Seine Maschinen leisteten bis 1U U00 P S, statt der verlangten 32 000. Tie heutigen Verhandlungen begannen, wie an* gekündigt, gegen 11 Uhr vormittags. Das Interesse beim Vuolikum ist nach wie vor sehr stark. Der Vorsitzende macht bekannt, datz der Privatdetektiv 6ein- fefb, der mi Auftrage oer Frau Frankenthal Zeugen ausgesucht bat und am vorigen Donnerstag als Zeuge vernommen wurde, inzwischen unter dem Verdacht des Meineids verhaftet worden ifL ES wird sodann in der Beweisaufnahme fortgefahren. Zeuge Kaufmann Samson war ftüher bei Brakcl bcfdxirtifli. Er gibt an, datz dort lüdische Bezeichnungen in den GeschüftS- bückzern nicht üblich gewesen seien. ES entspinnt sich hierauf ine längere Debatte über die Bedeutung dcS Wortes „Rabbi". Verteidiger ^uiri^tal Schirren beaiuragt, den Lnentahiten Pws. .’Dornnarai Uid; und den Obenabener Dr Cohn (Stiel? als Sachvor stündige über die Bedeutung des Wortes Rabbi zu i-oren. Ein Zeuge Stu ks chbekundet, da» der Angeklagte Franken, thal öfter sein Gespann den 'Serrtboomten zur Verfügung gestellt Labe. Der Zeuge gibt auch zu, datz Frankenthal iljm oft aus der '.'tot geholfen habe, ohne einen Bfarnig Lntsä-idlgung dafür an* -amdl num. Der Zeuge Obermcuttr König ist bei dem SchifiS- baurefwrt beschäftigt. Er bekunda, daß dort die emjelnen Altmaterialien nidü gewogen, sondern nach bestem 'Stilen geschätzt mürben. Tie ;jcugcn Marinebaurat Ärcll und Marinebaurat Breese au »ent sich hierauf über die Sortierung der Ab fälle und die Merlaufobebinjuiigat. ES wird dann weiter b.*r Fall Bauer btfprodcn. Rat ixurrich soll an den rnztmschcn verstorbenen Bauer und dessen Sohn nncberljoft Geldbeträge ge,andt haben. Die Anklage normtt an, daß Bauer Stennmid von irgcnbrocldxm Verfehlungen Heinrichs l)attc. Ter Angeklagte Hemrich behauptet, daß er an Den allen Bauer böckistens Beträge von 20 b.S 30 Mk. aegeben habe, er habe sich dazu moralisch für verpflidstet gehalten, weil auf feine Veranlassung Bauer, Der eine Fmmlie zu ernähren hatte, pensionien nwrden |cL Ein Zeuge bcombet, daß er öfter nn bat alten Bauer Betrüge von 80 bis 100 Mark im Auftrage Heinrichs gesandt habe, was ixinriu# energisch bestreitet. Dem langen Bauer l-abe er allerdings mehr gegeben, einmal, als er heiratete und das iimtanal, alS er sich tut Geschäft etnriastete. Verteidiger ReclstSanwalt Stohhe bezeichnet den Zeugen als Slonfusionsrat, der die einzelnen Vorgänge nicht sehr rul-tig auseinander mbatten vermöge. Nach mcitereu unnxnenckichen . '^ugenvernehmungen werden die Verhandftli'.gen auf morgen vertagt. 21 tt» Stadt und (and. Gießen, 16. November 1909. von her elektrischen Straßenbahn. Die Probefahrten der elektrischen Straßenbahn haben seit einigen Lagen begonnen. Während die Fahrten seither Qiic Prüfung der Gleis- und ObcrleitungSanlage dienten, sangen nunmehr die Probefahrten zur Ausbildung der Wagenführer an, die allmählich zu einem vollständigen fahrplanmäßigen Probebetricb ausgedehnt werden sollen. — Bei den bisherigen Probcsahr'.en hat |tch ein außerhalb des Straße n bah nbetriebes liegender llebcl- ftanh gezeigt, der sehr verhängnisvoll werden kann. Das ist das Benehmen der Kinder, wenn ein Wagen in S cht kommt. Anstatt die Bahn : den Wagen frei zu machen, laufen die Kinder ihm entgegen, um ihn dann, sich schiebend und stoßend, sohlend und schreiend zu begleiten. Natürlich müssen auch besonders fürto.;vje Buben verbuchen, den Wagen zu überholen, uni kur; vor ihm die CHcife zu überqueren oder gar auf das Zrütbreu des fahrenden Wagens zu springen. Tic Ktnoer ,utd sich der großen Erfahr nicht bewußt, in die sie sich begeben. Ein unvorsichtiger Stoß eines .'tarn er oben. ein Fehltritt auf den, bei dem jeyiaen Werter besonders schlüpfrigen Straßen genügt, um ein furchtbares Unglück geschehen zu lassen, da bei der großen Ducht des fahrenden Wagon:. dieser nicht augenblicklich zum Sichen gebracht werden kann. kinnabiuuißen der Lehrer in ihren Llassen genügen nicht, um diesem Unwesen zu steuern. In erster Linie ist es Pi licht der Elter n, hier einzugreiien. Haltet in diesen ersten Lagen, wo die Neuheit des ohne Pferde fahrenden Wagens nud> zu verführerisch wirkt, eure Kinder zu Hause, oder verbietet ihnen streng, die von der Straßenbahn bc- rührten Straßen zum Lvieien zu benutzen und warnt immer nckeder vor den Gefahren der Straßenbahn! Tie Statistik der UnglückSfälle bei den Straßenbahnen zeigt, daß der grüßte Prozentsatz, besonders bei kurz eröffneten Detrieben, ourck, spielende, unbeaufsichtigte Kinder verursacht wird, 'dud) vor dem unvorsichtigen Ueberschreüen der Gleise muß gewarnt merbciL Es sollte doch jeder bedenken, daß ein fleiner Zeitverlust beim Warten, bis em Wagen vorüber ist, nicht in Betracht fomini, wenn andern,alls das Leden auf oem Spiele ftebt. — Eine andere G sährdung des Straßen- bahnbeiricbes, die großes Unglück heroorruien kann, wird hurd) scheuendePferde verursacht Wie unoernünsn; die Kutscher oft dabei handeln, konnte jetzt sck)vn verschiedentlich feflßeftdlt werdeit. Anstatt abzu,teigen, ihr Pferd am stopf zu halten und zu beruhigen, wird vom Bock aus auf die armen Iicrc iosgeschlaaen. Dad hat natürlich zur sivlge. daß die Tiere ängstlich werden unD bet der nächsten Begegnung erst recht scheuen. Schon tm Interesse des Iier- schutzes sollte jeder rdutscher, der feine Pferde so unvernünftig behandelt, sofort nr Anzeige gebracht werden. Ein Jeder, der Interesse für untere Straßenbahn hat, sollte nüa'Cifcn. daß tue gerüg.en ILl .L. tnöe verirnwinden Damit größere Uitgluc üilc. oic über viele Familien großes Leid bringen lönncn, nicht voriommen. TageStalcnder hr Dienstag, 16. Rov.. Stadt t he ater: .Sie cht»cu Cer Ue e.iiaui». Süifaiig t» Ute. Mo io | |c u ui; V'iottiauuuv. v .. ^iujam4»,kiihnuny. — LrdenSverleihung. Ter Gro ß her ; og bat der X'ene Müller (Schwester Sidonia), Lbenn Der Nieder« laffung der Barmherzigen Schwestern zu Tarmftadt, ai:? Anlaß ihres 40-ähngen LienstjubiläuniS bie Goldene Medaille bet LudewigS-LrdenS verliehen. •* Lehrerpersonalien. In den Ruhestand verseht wurde der Lehrer an der Gemeindeschule zu Schwanheim starl Hirchenhain und die Lehrerin an der Volksschule zu Mainz-Mombach Elisabeth Pfuhl, beide bil zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit auf ihr Nachsuchen. ** Regimenttjubilänm. Am 1. Januar 1910 kann das Leibdragoner-Regiment Nr. 24 auf fein öOjahrigeS Bestehen zurückdlicken. AuS Anlaß der Jubelfeier find verschiedene Festlichkeiten geplant. U. «.wird am 8. Januar em Reiterfest und tm Anschluß daran Festessen, am 9. Januar Regimentsappell und abends eine Feit- feier für Mannschaften und frühere Angehörige deS Regiments stattnnden. •* Der oberhessische Jahrmarkt hatte sich auch gestern eines guten Besuches zu erfreuen, und brachte )eri so überaus glanzvoll ins Leben gerufenen Feste einen chönen Abschluß. Der Trubel auf Dem Marktplatz war möglicherweise noch stärker als an den beiden ersten Tagen und was an den einzelnen Ständen noch übrig geblieoen war, sand gestern einen guten, willigen Absatz. Der Dipp e- outS halte schon bald nach der gestrigen Eröffnung fein janzeS Warenlager ausverkauft und auch die übrigen Buden jatten nicht über schlechten Geschäftsgang zu llagen. Tas Korblager, das bei den Tarnen naturgemäß beliebter war, alS bei den Herren, hatte schon vorgestern fo gut nne geräumt, und daß an den Erfrischungsouden nichts übrig blieb, Dafür sorgte der Appetit und Die gute Laune. Sehr gute Geschäfte machten auch die fliegenden Händler, Die Sänger, Sck>aufteller usw., von denen namentlich der Schwälmer mu )einem übertebensgroßen Storch viel Bei- all fand und viel Vergnügen bereitete, fcübfdjcn Zuspruch arid auch ein Sänger, der seine frische Stimme drei Zage lang in Den Dienst Der guten Sache stellte und hoffentlich recht viel verdiente, lieber die Ausgestaltung des Saales, Die alle Erwartungen bet weitem übertraf, hadm wir schon am Samstag und auch gestern auSführiia) berichtet. Sladp zutragen wäre noch, daß die prächtigen Wandbilder von L. Petri UL in Gemeinschaft mit unserem Theatermaler 2 chwedler audgciüljrt wurden und mit Recht allgemeine Berounderung erregten. Tie Dorfstraße mit ihrer famosen Perspektive und Beleuchtung, die Stadtmauer, die Wirts- häujer, nie überhaupt alles, war in der zur Verfügung stehenden kurzen Zeit außerordentlich schön und wirkungsvoll hergerichtet worden. Des größten Ruhmes wert aber ist die Arbeit, die von den beteiligten Tarnen geleistet wurde. Unter Hintansetzung aller Bequemlichlett haben sie Drei Tage lang wacker auf ihrem anstrengenden Posten gestanden und keine Mühe gefd^ut, um eine möglichst l)oi)e Summe zu erübrigen. So ist es denn auch, dank Der aufopferungsvollen Arbeit aller Beteiligten jedenfalls gelungen, einen schönen Gewinn zu erzielen. Einzelne Buden rechiien mit 700 Mk. und mehr Reingewinn, so daß nach Abzug der nicht unerheblichen Unfoften immer noch ein schöner Ueberschuß zu verzeichnen sein wird. * * Äunstverein. In den ersten 14 Tagen, da die Ausstellung geöffnet, wuroen folgende Gemälde angekauft und gehen größtenteils nach Lick, und teilweife auch hierher in Privatbejitz über. L Celgemälbe: von £. Lynch of Town-Ntünchen „Alter Hafen in Dortrecht", von Prof. E. Röchling-Berlin „Altes Sä-lon in Talheim", von R. Äaifer- München „Eschengruppe am Teich", von F. E. Morgenstern- Frantfurt a M. „Herrnkehrende Fischerboote", von E. llüst- ner-Münd>en „Dorimoliv", von R. Lipps-München „Weißer Turm in Rothenburg", von E. Arp-Weirnar „Blick auf Die Berni nag rupv^, von W. Bader/rarmsiadt „Frauenkopf", von Anna Beyer-Darmstadt „Weiße Rosen". 2. Aquarelle: von W. Barthet-Gießen „Au- dem Dörsbaästal", „Waldinneres". 3. Original-Radierungen: H. Otto-Düssel- Dorf: „Heimlehrende Schnittes, „Heimkehrende Ernte- arbeiter'. 4. Lriginal-Holzschnitte: D. StaoschuS-München „Segelllihn^" und „Vor Anler". • • Stadttheater. ES sei nochmals Darauf hin- gewiesen, daß bei dem französischen Gastspiel am Donnerstag die gewöhnlichen Preise gelten. Schüler und Schülerinnen gemeßen Preisermäßigung. • • Kaiser-Panorama. Tie moderne Pädagogik legt mit Recht großes Gewicht aus die Verwendung von A n 1 ch a u - unndmitteln im Unterricht. Diesem Zweck der Veranschaulichung dient das Panorama, rote roir es biet haben, in reichem Maße. Wer er ft einmal feine Schritte in dieses „Welt- reise-Institut" lenkte, toitb immer gern dahin zurückkehren. Wein es nicht Dcrgönnt ist, wette Reisen zu uniern.-bm^n, nndet hier einen guten uriaß. ffur die aber, die gereift sind, ist da- Pa- 7." ante Neneennnerungen au gefrischt unb genußreiche Blunden txrlebt werden. In die-er Woche ist eine wunderbare Serie, eine beaueme Tour durch da- malerische Gelände des Moielweines von Bernkastel b 14 Koblenz ausgestellt. Dir gelangen von Bernkastel über Trarbach, Traben'Trarbach, Cockiem, Klotten nach der Treiserburg usw. nbeiten iverden rr n einen so reichhaltigen Zyklus ausgestellt finden. Die Serie ist ganz neu. •• Vortrag über Uinderichuy. ir3 fei nochmals auf den B0rtrag, den Professor Tr. Klumker aus «Frankfurt Mittwoch abend in dem großen Hörsaal der Um- versität halten wirb, hmzuweiscn. Er soll der Belebung und Zusammenfassiing aller Bestrebungen dienen, welche den Uinderschntz, d. h. die Fürsorge für die körperliche, gelinge und sittliche Erstehung der Ä in Der, bei denen die Familie auÄ irgend einem Grunde Da tu versagt, zum Gegen» uanb haben. Vielleicht ist es nicht übecstüsstg, zu betonen, daß eS dabei nicht auf eine neue Vereinsgründung und nicht auf Werbung von zahlreichen Vlügliedern, sondern auf Gewinnung persönlicher Teilnahme und Muarbett abgesehen »st. — V. Hi E. T« Zweigverein Gießen de» Aogclsderger HöhenllubS baue am Sonntag seine Rovern der Wanderung, die tote immer et ne gute Beteiligung (33 Sauberer gefunden hatte und bei dem höchst annehmbaren Herösuvetter einen bodibcfrieDtgcnDcn Verlauf naom, trotz Der ausgeweichten Wege und Der teil- weise reckst bejckx'idenen Verpflegung. Ter Weg ging zu- itdG.ft Die Marburger Straße entlang, auf der man (eben Lonmc, ivie cm guter Fußweg durch Sand veiboßtrt wcroen tann. Dann uocr Den immer schonen Hangelstein mu einen reuenden Aussichtsvunkien nach Iren-Buseck, wo bei Lilh. Rabenau Fruvstücksrast gehalten wurde Tie weitere Sar.c cnutg ging über Die Höne yv.|Y vn dem Bufccker Tal u. Der Rabenau, wo sich sehr hübsche Ausblicke baten, nach dem Aspenlippel, einer alten LraterbuTung,durch.»e tdyl.ijch gclegc.ien Ivrjdjai ulLnbad) und Allen S haut en nach 2vn- he.: (ßcridHsjaaL Leivjig, 1&. ‘Jlou. Ta» Reich», ericht verwart do Revision öo .'tdg. Weiler:», der am 13. Ltlcder com tc* geeicht Rolmat ivegen Oeiribii.r.na des ^ro'e 'ors Tr. WnetK 1 jiiki Monaten Q>e uiiqm» pn.iutm ivurdc. Utnvcrjitirt-.Ncrct^richrctu II Ma 1 vurg, tö Rov. Zn «xt lurnrnchen otitvUäi b lierle sich al» liivaiot?teiu fuc Staats- uiu LeiwaUuual •Ti< Suftrt iltiliu urü) Lei vi gydi irsr.Hd ucr xn 1 ÜottonÜa: fll 3i9rtll2 vu ai a°“. ÄS«» *3=- 5*$ «»» Zman da "Seit UÄtttbnxl ;,x- l!^chchl«v ^a-tfen__öor£. ajciD ctllgcMI CljCölClOL t IlecH 16.^ viatcn veiiehen M kanedx Allbe ftipfteflci, n j total bttl'c oei p bnitgau .Mn tr. a. .c-en iK- otni •321 uiib üiibeit XZate fmb to a b u g. 15 ^l5 «&>■ • :orf. von wo nach zweistündiger Crfnfdning8|xmfe der 36g zur Heimfahrt befr.egen wurde t Llein Linden, 15. T-e Heimatvereiai^, u n g har.r nrt tbrer gnetgen ersten W.1' tt-rrxrnnstalnmg t.xtie; einet vollen irrfolg »u ver...chne». Berarttatzt baße S^vervixr. den: D. Betersen - TarrtfoaDI. bct_ zur xtrd>rninii:n:e>R tredtr. diesen ?annlienadeno. Ter Saal der ..rcundxu vh^r* war di- auf den le^rrr. Platz gefällt Tas hiesiv .> rberkrL«HchW errfmet? Die '-rer mit einem kw:ren Marsch. trcTOin Lehrer einen Beyrußung-vvotag ivraL. Ein Mrmr?rän-chen farrer L. jkrmrad Sster, Fr. Scuchbch i> schnetder. fvonrad jUdi VI., v Müller It, W vau. >- Wilhelm Graf. G. Diehl V., G. v 'llaul. H Gras, ft. Joh. Loch und H. Leschyorn. — Hungen, 15. Rov. T,vc gestern hier in der Traub, abgehaltene Jnstruktion-kursu- de- Verband- der Lrankcnkassen unD Der Gemeinden al- Träger ce: LrankenversiQ>erung in Hessen war gut besucht. Auf b» mürben u. a die Geschaftsergcbnissc der einzelnen Verba nDS lassen besprochen. Der Referent erläuterte an Haut Der Geschäftsübersichten Der cinzelneu Lassen chre ( schäftsergebnisse und wes besonders auf Die abnor Vcrl)ältniffe vieler Lassen und auch einzelner Rubriken hin. Gr betonte, daß e- Die unbedingte P eine- jeden Lasse- oder Gemeindevorstand- sei, die gaben, ohne Die Interessen der Versicherten zu fd)äb ivo es möglich ist. aui das Mindeitmaß heral»zud In Hessen veruriachte Den Lrankenkassen z. B. nn tzeitstag 2.82 Mk. »osten, während im Deutschen Reii.i a 2.58 Mk. Losten vcrursack-t werden. Bei Den Gei krankenocrsich.rungen Hessens betragen Die ArzncU ■ Deutschen Reiche nur 1.96 Mk betrage. Einzelne tarnen jedoch ohne daß erhöhte Stiftungen eing uhrt wä auf 4—ö Mk. für Den Lopf Hunderte von Mark verschwendet und die Allgemein ute die Beträge in Form von Betragen ausbriugen r iLÜrbe aufs empfindlichste geschädigt. Da bei den Uei Lassen Die Vorstände und Beamten nicht so geschult s so müßten Die Lauen Anschluß suchen an große Verba Für Heisen kommen in dieser Hinsick t in Betracht oer band Der Lrankenlassen uno Der G meinden alv Trager Liankenversicherung. Tiefer Verband gäbe sachdienli Rar in allen Lafsenani LrankenHäusern, Apothecern. Brillenlieseranten ab, lt> mittele die Revision Der Rezepte, Die be züglich einer ofoiiN biveifc uno auch bezüglich . 1 potheter genau gipiü «. murr banD vermittele auch Den Schristverkehr zu/tschen Lasse und Den einzelnen Vertragsparteien, er habe ein Schte. s,er. t zwischen jlTanfcntafien, Aerzten uno t'lpochekern ccnana S des oroenilidjcn Rc bi n /. hatten Den meinen Vorteil an de.n Lerbauk, l ie müßten unter allen Hin tun Den -;V: l tveckl ne 11.1 all ..... . inaierte unD auch in her Praxitz nicht so erfahren, tote es nolwenöig wäre, und weil auch durch einen gtc n <«> band bei Lvschluv voti Pcnrageii mehr erreicht ivctben könne, er rick-te dauer dringend da- tLrsuchen an alle noch außenstehende La . . tx-i rnnDeJ zu wen» 1 ) bezahlt. Die bi- 1. I n tenotii latglicNC Zahlen erst Beitrage vom nächsten Jahre ab. u cf) je l L, lö v Ta» L na 0 em n st.tut .Lucius^ bad nd) tm Btngenhcimer Foruhaus txnnxxt. tficrt oema-M sein lOOiährige- Bestehen Ta». über Hci:n hinaus des besten Rufes rrfreut, rouiDc lbU9 s Jugenheim in Rheinhci cn von m B'arrrr h>eui j nitdNÄ Lucius gegrünoct. l»eute früh gegen 9 llhr tra^a. Der Großher-og und Pcmz 9e 1 n r 1 d> d0 n P r mit Sonderzng in HerrnShe»in ein, um all Gckfte ReiclistagSabgeordnelen Frhrn. v. Heyl an der Jag. r - Die Zabl Der JagDrecknebmcr wtro 30 betragen. Tie > en nehmen heute abcj Sck)loß HcrrnSheun . 1 ein, worauf fic mit Sonde»' •>ug nack) Darmstadt z . ... olmte Lm», Fürst 't e:it .:burg«W>* ft ein, sowie Gcneraiao^u.ant äderst Hahn beimben, roc»» den wahrciid Der Dauer der J:go in HerrnShe.m — Der junge Mensch der ba-v zu Dein Mord deS LehrnB Lcuger benutzte Rajiermesjer »n dem ^-1 von Rau in Der Lu e getan - durch die ^olt.;ei emu.-eit wordeu in Der . ; ... f ■ • ■ ■j Selber, geboren c. 1SÄ M 'ZsedDerSueim, seit UirLc:n ti: Heidelberg in Stellung. Segdl Verdachts Der Ve 1 y11 se zum Berbrechcn tou. heute früh durch die hiesige Vol^ei in Heidelberg oer» astet . [] Dior bürg, 16. Roo. Die Stadt Marburg hot b« Lurhessischeis Verein für Luftschiffahrt, der ttch eine» kurzen Veftehens schon nahe an 1UO Mitglieder «- « eine große Wiese neben Der Gasfadnk zur Verfügovx gestellt und für Da» abzunehmei.de Gas einen <. - /<-r| Breis in ÄuSiicht genommen. E» sollen jährlich tic« 12 Ausst 1 ege ftattftnden. Ockfen. 84 79 42 71 36 68—74 41 76 69 37 88-95 70-72 73 57 73 Quaker ■ KKW wegen RechtZschutzsteüe Für feinen. fiBseltifc. erteilt unentgeltlich [DM/9 h« 60-66 48-54 64 58 71 71 55 49 45 35 31 21 91 83 77 57 55 55 71 63 51 ftervlchk 48 i 31 26 72—74 72—74 Rat und Auskunft an Frauen und Mädchen. Sprechstunden Mittwochs von 5—7 Uhr, Alicesttatze 31 LIL verleihen. Anfertigung von Dekorationen. <6062 d. h. es Ist entschieden, daO die 0X0 BOUILLON-WÜRFEL der Comp. LIEBIG es Ihnen ermöglichen, für 5 Pfennig eine große Tasse Rindfleischbrühe durch einfachen Aufguß heißen Wassers herzustellen. Original-DrahtmeLdnirgen. Buenos Aires, 16. Nov. Die Polizei glaubt, daß das Sombe«Attentat, das dem Polizeipräfekt das Leben kostete, auf eine ausgebrcitetc anarchistische Verschmorung zurück zu führen ist. __ Carl Hollmann Dekorationsmaler, Noouftrahc 32. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Allaemeine Wetterlage heute morgen 8 Uhr. Eni Tie'druck- gebiet, das heute früh über Ober-Italien lagert, bringt noch fort- gesetzt int Gebiet geringe Niederschlage. Regen in der Niederung: Worms 2 mm, Darmstadt 1 mm. Schnee in den Nittlelgebirgew, Heute vormittag beginnt es auch in der Ebene zu schneien. e l b- berg meldet 8 em'Schnee; gute Schibahn. Auch int Vogelsberg ist Schneedecke vorhanden. Wetteranssichlen in Hessen am Mittwoch dem 17. November 1909: Meist trüb und vielerorts Schnee, besonders in den Bergen; windig, kälter, Frost. Voll fleischige, ausgcmasiete, höchsten Schlachiwertes, höchstens 6 Jahre alt 47—60 82 —86 Junge, fleischige, nicht ausgemäslete imb ältere ausgemäslete...... 40—45 77—81 Sehr günstige Gelegenheit ! j j ! für den Weihnachtsbedari ! ! ! ! Zum Gießener Markt morgen treffe mit einem großen Posten Waren ein, u. a.. Echte Schweizer Stickerei - Blasen prachtvolle Muster, schon von Mk. 1.95 an. 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Bisher war das reich illustrierte und glänzend ausgestattete Gescheuk- roerl infolge seines teuren Preises einer Massenverbreitung unzugänglich. Jetzt, in womöglich noch überlegener Ausstattung käuflich, wird es jedenfalls in die weitesten Kreise bringen und durch seinen überaus interessanten und reichen «toff nicht nur den Erwachsenen eine Fülle von Anregungen bringen, sondern auch ein glänzendes Geschenkwerk für unsere äugend darstellen. Seinfte Mast- (Vollmilchmast) und beste Saugkälber...... . . 53—57 Mittlere Al ast- unb gute Saugkälber . 48—50 80 — 8o Geringere Saugkälber 42—48 74—80 Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthammel 35—86 Aeltere Maslhammel und gut genährte Schale 30—33 Mäßig genährte Hammel und Schafe (Märzjchafe).........20—32 Schweine. Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht........56—08 Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 56—58 Vollflelschige Schweine über 2'/, Zentner Lebendgewicht 55—56 70—72 Fettschiveine über 3Zentner Lebendgew. 55—56 70—72 cnstschiffahrt. ft alle tt. d. S., 15. Nov. Der Ankauf eines neuen Par- al-Ballons durch die deutsche Reichs-Regierung soll bv- -hkaksene Sache sein. Es steht aber noch nicht fest, ob ein neuer -Parseval-Ballon gebaut oder du schon vorhandener Über- em^?rUr,b15. Nov. Heute fand in dem ehemaligen Sitzungssäle der Akademie der Medizin unter dem Vorsitz des Ab» Ordneten Do um er die Eröffnung der Hochschule für 'Ätschiffahrt statt. Professor Painlevö hielt die erste orlesung, in der er einen lieberblick über die Geschichte der Luft- öiffahrt und Flugtechnik gab. Mäßig genährte junge und gut ge- nährte ältere 35—38 Färsen, n h e. Dollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachlwertes ........ 38—44 Vollfleischige ausgemästete Kühe höchsL Schlachlwertes bis zu 7 Jahren . . 35—40 Aeltere ausgemäslete Kühe und wenig gut enhuidelte jüngere Kühe u. Färsen 28—34 Atätzig genährte Hüne nnd Fäisen . . 25—27 Geimg genährte Rüge und Färsen . . 20—24 Kälber. 75-81 67-72 60—68 57-60 48—57 Der Perm Freundinm junger MWn ladet Stützen, Laden- und fiiinderfräulein zu einem Tee-Aöand auf Sonntag den 21. November freundlichst ein. Ausaug 8 Uhr. Emde 10 Uhr. Vereinszimmer: Kaiserhof, Sonnensttaße, 1. Stock, Eingang dnrcli Den Hoi.______________________________ Stürme unö Lchiffsunsälle. Die Meldung eines Berichterstatters, daß in dem diesen Bahnhof mehrere Bogenlampen von dem Sturm.her- »atergeworfen worden, beruht nicht auf Wahrheit In Hamburg laufen forchefetzt Meldungen über echiffS• mfälle infolge deS letzten öturmeS ein. Nach den bishe- Meldungeii sind in der 9Lord- und Osyee 40 Schiffe bo Insgesamt haben 33 Personen den Tod gefunden. Der MinenkreuHer ^ZaLaikalex", der im Vorhafen von ibau Anker geworfen hatte, um sich vor dem Sturm hu <. ützen, wurde losgerissen und an das Ufer geworfen. Von iet ihm zur Hilfe gesandten Bugfierdamp fern strandete «er eine. Wie aus Konstantinopel gemeldet wird, verur- .chten andauernde starke Regenfälle große Ueberschwem- r.ungen. Die Stadt Adana und ihre Umaebung stand bilden lang bis zu einer Höhe von pei Jetern unter Nasser. Mele Hauser sind eingestürzt, der Sa-aden ist sehr .itoh- Zm Flachlande sind die Saaten vernichtet. Die bchl der Opfer an Menschenleben ist noch nicht bekannt. Lis dem Innern der Wilajets fehlen die Nachrichten, da „er Verkehr unterbrochen ist. Auch in Trapezunt sind in- olge von Ueberschwemmungen mehrere Gebäude etngesturzL Zisher nmrden dort 16 Ertrunkene geborgen. Märkte. Gicstcu, 16. Nov. Marktbericht. Auf heutlgeni Wochen- maikte koflele: Buller pr. Pfd. 1.20—1.30 Mk., Hüh"br^ler 1 sLt. 9-10 Pfg., Enteneier 1 SL 0 Psg^ Haje pr. St- 6—8 Pf^ Erbsen p. Pfd. 00—00 Pfg., Luisen p. P|d. 00—00 Pfg., -taube» pr. Pr. 0,80-1,00 Alk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 jpa&ne pr. Stück 0,80—1,809)iL, Gänse pr. Pfd. 60—70 Pst, Enten vr. Stuck 1,80 bis 2,20 Alk., Lchsenfleisch pr. Psd. 76—84 Pfg., Lluhfleisch pr. Pid. 60 Pfg., Rindfleisch pr. Pfund 70—74 Psg^ Schweinefleisch pr. Pfund 80—90 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 96 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70-74 Pfg., Hannnelfleisch pr. Pfd. 60-80 Pfg. Lartosseln pr. 100 Kg. 5.00-5.50 Alk. Ziv.ebeln per Btr. 5,00—6,00 Wit., Aiilch per Liter 20 Pfg., ^eitzkraut ver Stück 10-15 Pfg., ver Zentner Alk. 0.00-0.00., Aepfel per Ztr. hat die jetzige Vorlage mehr Aussicht auf E-iolg als die früheren, da anscheinend bic Zweite klammer, geradeso wie die Regierung, sich mit dem wirklich Erreichbaren begnügen will, das sich eng an das bestehende Recht airlchnt und es dem Zeitgeist entsprechend durchbilden will. So würde denn die bevorstehende Verfossungs- ändcrimg tvn Schlutzstein bilden in dem geschichtlichen Werdegang der Hessischeti Verfassmig, der annältemb ein Iahrlmndert hindurch anbauerte und es in seinen einzelnen EniwickelungsitustM wohl verdient, nickst mir vom StandPunft des Politikers, sondern auch von dem des tz'eschichtsschreibers aus behandelt zu werden. Tie Zeit der ersten Verfassungskämpw in Hessen liegt weit zuruck und vergessen sind fast die Mühsale, die um die Wende des zweiten Jahrzehnts des vorigen Jahrhunderts die ersten Erwählten des hessischen Volkes vereint mit der Regierung des augcklärten und liberal denkenden Grvtz» herzoas au'zuwenden hatten, um die ftantiieben Grundrechte des hessischen Volkes scstzustellen. Es erscheint daher als eine verdienstliche Arbeit, die Vorgänge jener Zeit aus den vielen zerstreuten Cu eilen zusammen zutragen und aus ihnen ein lebensvolles Bild der imierpolitischcn Geschichte zu gestalten. Tiefer verdienstvollen Arbeit unterzog sich aus Anlatz seiner^ Torwr- drfsertation Hans Andres in einer Weise, datz das auf 277 Grotz- oltavseiten angewachsene Werk die ernste Beachtung aller Historiker und 4k)titilcr verdient und auch der gebildete Laie in ihm mancherlei wertvolle Kenntnisse und Anregungen für die Gegenwart finden wird. Ter Verfasser ging über seine eigentliche Aw gäbe noch hinaus, indem er sich in der Einleitung über den Begriff uni) das Wesen sowie über die geschichttiche Entwickelung des von- stitutionelleii Systems verbreitet. Tas Verständnis der hessisckien Versassungsbeioegung wird weseiitlich erleichtert durch die voraus- geschickte Milderung der glcidxutigen Bewegung in den anderen deutsck)en Staaten, die mit grvtzem Geschick nur insoweit mitgeteilt wird, als es zum Verständnis der hessischen Entwickelung rotivenbig ist Weiter schildert dann der Verfasser die G.ckstelsttng der Verfassung und des fonftitutinnetlcn Systems in Hessen, die sich aus den althessisck'en Ständen heraus entwickelt haben, bezw. in An- lehming an di- 1802 aufgehobene ständische Verfassung neu geschaffen wurden. Tie Schrvierigkeiten, die sich aus der Zusammen- etzung des Großherzogtums aus zahlreichen Smatsgebilden und Teüen von solchen für die Bildung emes mubernen Verfassungs- staatcs ergaben, werben eingehend gewürdigt und dann die dem Editt vom 14. März 1820, das im wesentlichen nur die Berufung eines Landtags aus sehr ungenügender Grundlage und mit sehr bescheidenen Befugnissen bezweckte, vorausgelMiden Ereignisse mit> geteilt. "Namentlich wird der Anteil der Voltsbewegungen in Ober Hessen und Starkenburg (auch die Tätigkeit der Gietzener Schwarzen) an den Vorfällen dieser Zeit, unter Anlehnung und Würdigung der entsprechenden gefamweunchen Vortommnisse in objektiver Weise geschildert. Ter erste ai|f Grund lenes Ediktes durch zwcisache Siebung entstandene Landtag schuf dann in zäl)cm Ringen mit der namentlich anfangs sehr widersttebenden Regierung die hessische Vcrfassungsurlunde, die am 17. Tezember 18L0 bie llnterschrist deS Grotzhnzogs erhielt und die erste deutsche Verfassung ist, die auf Vctttag zwi,ck>en Fürst und Volk beruht und nicht dem Vo5r ausoktroyist wurde. Tr. Andres hat gerade dreien wichtigen Abschnitt der hessischen Verfasjungsgeschichte eingehend und objektiv geschildert. Tem Buche ist ein lehr ausführlicher Literaturnachweis beigegeben, der an sich eine sehr fleitzige und wertvolle Arbeit bedeutet. — Ich habe das Buch mit iWr. Befriedigung und mit großem Nutzen gelesen unb möchte ihm rocitelte Beachtung wünschen; namentlich auch bei den kommenden Kammer- verhandUmgen, damit die bevorstehende Verfassungsceviswn rächt von Mrchtumsinteressen, sondern von grotzen allgemeinen Gesichts-- punkten aus gemacht wird, gleich der Arbeit jener Männer, bie das hessisck)« Volk aus der Zeit des Absolutismus herausführten. ____________E. H. *'***>.■ MW 5 hielten hjtj. DQia^i(hQt S?1 17 LZP Ä,n*S Mttent erlämXT*. SÄ8-.5: ? einzelner Uv B ch die unbebinate $ ***, [ei,8bit inerten zu i ®inbe|tmaj f® Im Deutschen Reich «rben. Bei den Gent'i betragen bie Arznei! j#enb bet Durchschnur 0 ,™ge- Einzelne -ci|htngen eingechhrt 3ei solchen Mssen «bet unb die Allgemein Betragen aufbringen ru chäbigi. Ta bei ben ü unten nicht jo geschult s 3 suchen an große Verbi Hinsicht in Betracht ber :r Gstncinben als Träger Lerbanb gäbe sachbienl heilen, schließe Äerttäge Brillenlieseranlen ab, : >te, bie bezüglich einer ö auch bezüglich ber rieb! u gepckst würben. 2er: istverkeljr zn-ischen Asse n; er habe ein ^ÄHieosM. en unb AMekern err^ igleiten unter Ausschlrs lichter würben. ÄiL'e en Vorteil an dein ML, ben Mitglied des Sitatu nicht zu Helsen tonMot; it der GeseßeSmaterir r* erfahren, wie es eiger.:'. ich durch einen großen $ tagen mehr erreicht na' ,genb das Ersuchen an igtieb des Verbandes zn n wirlsamsier Weise verA gering, er mache 1910 beitretenben Mugl hften Fahre ao. las Ünabeninslitut ^uci> itbau-5 besinbck, inert b V La- 3* “ L 'Ruieö erjreut, wurde Iw 2 Plamr Wrg > te es nach Mnzenberg um E t&x-s- K?.‘SS" il ein, lvor y eil er m ge[au|t k ord« U. W 1 < cfcoren-jS in Steliun;- ®eÄt6ttdC<’ Tc.^ inSeiicl Wlin$ fit A “"i i»t : GaSfabr'k^ eh-ll-Z sollen i» Grotzes Grubenunglück m Amerika. Ueber das Schicks al der bei dem Grubenunglück in Cherry eingeschlossenen Bergleute ist man ganz auf Verblutungen angewiesen. Folgende Nachricht übermittelt der Draht. Cherry 16. Nov. Vier. F-reiwillige die mit Sauer- >wss-Äpparaten versel-en toaren, gingen bis auf oOO Meter Tiefe ,n bic brennenbe Grube hinunter. Es gelang ihnen aber nicht, ■in Ort festzustellen, wo sich die Bergleute bennden. Wahr- jKein!ich haben diese versucht, sich tn tieferen Stollen in «tcher- Icit zu bringetL Man hegt keine Hof nung, datz, noch , iner am Leden ist. Gestern wurden bie Leichen oer bet den isttungsversuchm verunglücktcit Bergleute bestattet. Mehrere »-auen und andere Angehörige der in der Grube emgeschlvsfenen :-kigtcnte sind wahnsinnig geworden. Vcn«Hd?6c». • Das Auftreten des cpivtudlers Luedke, der in Berlin und Leipzig als Richter int Talar und später als dilssgerickstsvollzicher frcckst- Schwindeleien betrieb, hat ein trau, ches sttachjpiel gezeitigt. Am ^amstag abend hat sich tn der -mfregung über den chm gespielten Stteich dieses Gauners der 52 jährige Hausmeister des Leipziger Landgerichts erhängt. Kleine Tagcöchronik. In Breslau würbe ein Referendar verhaktet, der in her letzten Zeit mehrfach Liebespärchen angekallen unb bie Manner emxl) Schüsse verletzt hat. Die Beweggrünbe sind unbekannt. (Sin Wagen eines? Güterzuges, der wertvolle antike Bilder und Möbel enthielt, geriet ui ber Nähe von Bellinzona in Brand und wurde vom Feuer völlig vernichtet, der Schaden beläuft sich auf inehrere 100 000 Frcs. In W e l s u in gelang es der Polizei lo Personen zu verhaften, die falsche Hund ertmarfchetne in großem Matzstabe ^^Fm Erfrischungsraum des Seala-Thealers in Antwerpen er- 'chob gestern eine vornehme Frau die Verkäuferin. Tie Ber- Iviiserin soll Beziehungen zu dein Galten der Frau gehabt haben. Line Geschichte 6er ersten hessischen Verfassung. — Dr. Hans Andres: Dio Einführung des konstitutionellen Systems im Grotzher zog tum H essen. idiswrische Studien, Heft 64.; Berlin, Eititl Ebering. Jit. den .Iclssben Tage werden die Blicke der -chlreichen politisch-urteressier- hefsischcii Staatsbürger mehr noch als sonst nach Darmstadt iästet fein, da die Volksvertretung daran gehen wird, den iahre- , geäutzerten Wünscheti nach einer fteteren Ausgestaltung des hlrechts Mir Zwecken Kammer für ihren ^etl gerecht zu werden, ______ die Regierung aus diesem Landtag zum viertenmal die chireckstsvorlage eckigebracht haL Wenn ntast alle Zeick>en trugen. 10—18 Mk., Birnen per Ztr. 10—15 Mk. Nüsse 100 Stück 40—50 Pfa. ver Htr. 0—00 Mk. Marktzeit von 8—2 Uhr. F.C. Wiesbaden. Viebbos-Marktbericht vom 15. Nov. Auftrieb: Rinder 82, Kälber 79, Schale 63, Schweine 412. 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Soda 1 :«^ann£ l-‘< ' x: IB “*! ^r.v\ T.a nU*‘ ^ 2; Utitmdjii U ^.r^-'tTwX ÜTtax drck die isnu dte Lrrl c ' rtö2# S. un die Gdaitt^ •IS. L- st 'tak Tuies h w svTjti Földcrer. • 3». ob ihre Ikgllrmn *7,-^ ti iür an td &ncb ^2(3 dn öiiiUN jf a um datt Äeija X.z£ Hill! du ftünun q Xi treoul nuj e •< «3 r.an jojoN r- xr-^rn jollt Lä p‘ina. Ähmrd 9hjO KX Bl M ge-Ut td Sr, ritol der Sa! Klnemntosrraph $SS?7^*lo. Treffe der Vlcoe r»«e ».ewShnlich. 6oroerfauikuiUetiA in den bclannien H:.iarTenne»:>pcn, OpaieeL ffd ladet ergebenki ein Direktion «Iden ‘.lijupmn. ®*3Q.°°n - HM Äuf zum Alten Schloss! Mittwoch den 17. November von * Ubr eb Humorist. Konzert Grosses Konzert aneceführt von der Kapelle des 2. Grossh Hess. Inf.-Regte. Kaiser Wühefm Nr. B8 ant penÖaL Leilunx d. OborwuelkmeLBterw.Herro SS .1.Ober. hlr Vetchtqew.chterrnaer iKörpergewicht btbOOkfft um fct» Str-ürr ichaft von tieiibtmftbianb unö die Liegesoromte von 8oou lKc:f •Oeute d. Tag» ringen P. 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