ebr, Waag * Berl«6^ in Berlii itogromm finbrt bi; urt6i. : .sHVZ lernen iÄöieflt^ gclucki (geii- Eiesse, ft*» !&*$■ . ei, ,„ lilmeif?1"**». Cr"‘ Dentin;'.J Äo5Äfcti r «ivtlicd -teflt Ü^Öhn MOT gd»60*! cin „ Ä Säichc». Aan;bu«eln r Dinmen bei biQ. «reiira. J uöjühr. LichcrCirüI! ] ;ür einlache, ansvruchd!:^ । 50er, elivaö ailbmr:i irilcibcnb, wird WHll mi W kleinerem Ettmöfll ai i Walde -lelegen, nix M irnd gesucht. E'keneM erAung- DmS ionatlid). «ijWj n y. Bock, ^tanfiurtt] wrdanmahe >L _ AuiländigeSiungtöÄch ms guter Familie w sucht Pen!'o° "SchÄ?«^ iÄtSl *isN Sind f verW*. e|le,ert'A.Ber'el’^ kSltlleM mend lt«g Konzert -uartett „Tic Rlair^. 'icnmeiiier: ft"® em WilbeltaÄ ---—Anfang Wtz iße 54. w, Nr. 220 Zweites Blatt Montag 20. September 1909 Eichener Anzeiger Erschein! täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Oberhejjen 159. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UnwersilälS - Buch- und Eteindruckerei. 8L Lange, Dieben. Redaktion, Expedition und Druckerei: bchul- strahe 7. Expedition und Verlag: ess^bl. Redaktion:«^ 112. Tel.-2ldruAnjcigerDieben. Die „Eiehener Familienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Krtisblatl für den Kreis Elchen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal-. Deutschlands Politik im Orient. Sobald im Orient politisch etwas los ist, werden auch Verdächtigungen gegen Deutschland laut. So war es während dkr Balkankrise und so ist cS auch heute wieder, nachdem die jungtürkischc Regierung nach Betätigung in der auswärtigen Politik Umschau hält. Diesmal war es ein Newyorker Blatt, daS die engltschcn Geschäfte besorgte und haltlose Gerüchte von einem deutsch-türkischen Gchcimvertrag in die Welt setzte. Die offiziöse .Südd. NeichSkorresp." wendet sich ziemlich scharf gegen diese „Räubergeschichte'. Wir haben in Deutschland keinen Anlaß, dem Auslands unsere Karten aufzudecken und könnten unS im Grunde damit begnügen, die Newyorker Meldung kurz als erfunden zurückzuweisen. Warum in der .Südd. NeichSkorrcsp." cin so wortreiches belehrendes Verfahren angewendet wird, ist nicht recht ersichtlich. Daß die Türkei nach politischen Stützpunkten sucht, steht außer Zweifel, und unsere Politik wird sich beizeiten danach richten müssen. Karlsruhe, 18. Sept. Die »Südd. Reichskorresp." meldet auS Berlin vom 16. Sept.: Der,Newyorker Herold* erzählt aus Konstantinopel, Deutschland suche mit dem Otto manischen Reiche einen Vertrag, sogar einen ganz geheimen. Während seines Aufenthalts in Berlin habe der Botschafter Freiherr v. Marschall auf Grund einer Er- mächtigung Kaiser Wilhelms mit dem Reichskanzler den Boden für ein deutsch-türkisches Bündnis vorbereitet; dec Entwurf dazu sei dann am Goldenen Horn von dem Botschafter dem Generalissimus Mahmud Schefket Pascha unterbreitet worden, der ihn vom militärischen Standpunkt gebilligt habe. In Berlin wolle nun Schefket Pascha die Besprechungen über das geplante Bündnis fortsetzen und Kaiser Wilhelm werde ihn unschwer von dem Bedürfnis der Türkei überzeugen, ihre Beziehungen zu Deutschland durch eine geheime Abmachung zu festigen. Dieser hier kurz zusammengezogene Bericht deö .Newyorker Heralb" auS Konstantinopel ist eine Räuber- geschichte, deren Lächerlichkeit auf ihren Erfinder zurück- fällt. General Mahmud Schefket Pascha hat bereits öffentlich erklären lassen, er habe keine politischen Aufträge oder Voll- machten. Ob der General aus dem Gelände der Kaisermanöver nach Berlin kommt, ist fraglich. Jedenfalls kommt er nicht zu Verhandlungen über ein Bündnis, das wohl keine Großmacht, am wenigsten aber Deutschland, dem Ottomanischen Reiche in der Zeit seiner inneren Erneuerung, wo eS nach außen gleichmäßig gute Beziehungen zu allen Mächten pflegen will, aufdrängen wird. Nach demselben Bericht dcS „New- yorkcr Herold* soll cin großer Teil der Mitglieder deL jung, türkischen Komitees zu einer Sonderp olitik mit England, Rußland und Frankreich neigen. Wir halten auch diese Behauptung nicht für gerechtfertigt, weil einsichtige türkische Politiker wohl kaum bereit sein werden, die Handlungsfreiheit ihres Landes ohne zwingenden Anlaß durch Begründung neuer internationaler Verpflichtungen einzuschränken. Konstantiuopel, 18. Sept. Hiesige politische Kreise bringen tue Nachricht einer Unterredung des deutschen Reichskanzlers mit dem französischen Bot- chaftcr Eambon über die innere Lage der Türkei lebhaftes Interesse entgegen und begrüßen mit großer Be- riedigung die Acußerung des Reichskanzlers, man müsse rem neuen System Zeit gewähren, sich zu kon- olidieren. Jungtürkischc Abgeordnete führen aus, sie verengen tatsächlich nichts anderes von ihren Freunden. Das neue "Regime werde alle Schwierigkeiten überwinden und Dem Ottomanenreiche die erste sichere Grundlage schaffen, wenn die befreundeten Mächte ihm Zeit gönnen werden, die Schäden früherer Epochen zu beseitigen. Berlin, 18. Sept. Mahmuo Schefket Pascha ist heute abend um 10.55 Uhr eingetroffen. Der Schluß der sozialdemokratischen Parteitages. ■4 Leipzig, 18. Sept. Zu Beginn der heutigen Schlußsitzung des Sozialdemokratischen Parteitages verlas der Vorsitzende Singer ein Schreiben von Dr. Lindemann (Stuttgart), in dem dieser erklärt, daß er die von den württem bergischen Hofgängern abgegebene Erklärung nicht mit untcrfrfjriiben habe, diese also für seine Person nicht gelte. Das Schreiben wird zu Protokoll ge nommen. Rudolf (Frankfurt a. M.) erstattet dann Bericht über die 'Arbeiten der Befchwcrdeloinmission. Ein Schriftsetzer Müller (Stuttgarts ist von der Partei ausgesclüossen worden, weil er einen Bericht über zwei sozialdemokralisct-e Versammlungen einem bürgcrliclxm demokratischen Blatte übermittelt haben soll. Hil den brand (Stuttgart) bittet, den Angeklagten nicht ungel)ört zu verdammen, sondern ihm seine Schuld erst zu beweisen. Brau n (Berlin) bezeichnet Müller, der einem bürgerlichen Blatte eher den Bericht geliefert habe, als ihn das eigene Parteiorgan l>abe veröffentlicixm können, als einen Verräter, den man nicht noch als Schlaclstopfer hin stellen solle. Ter Antrag der Kontroll kommission auf Ausschluß Müllers wird schließlich gegen die Stimmen der Revisionisten angt-nommen. Weiter kommt die Angelegen heil der Räber und Genossen in Zusammenhang mit dem Nieder-Barnimer Parteiskandal zur Besprechung. Hierüber haben die Pankower Geiwssen zu Beginn des Parteitages cin Flugblatt an die Delegierten verteilen lassen, in hem Stadthagen scharf mitgenommen wurde. In dem Augblatt wurde behauptet, daß bis jetzt von den verschiedensten Parteiinstanzen die reaktiomirstcn Mittel in der Saä)e angewendet worden seien: Verdächtigungen als Polizei svitzel, Denunziationen, Ehrabschneidereicn und Ausstoßung. Der el-emalige Vorsitzende des Pankower Bezii lSverems Frehwald habe einen Meineid geschlvoren intb sei dann mit Hilfe der Gelder des Parteivorstandes nach England abgeschoben worden, daS wegen Meineides nicht auSliefere. Die Rolle, die Stadthagen dabei gespielt l)abe, fei eines einsaä>en ArbeüerS, geschweige beiui eines soiialdemokratischen Reichstagsabgeordneten unwürdig. — Tie Vesch.verdekoniinission beantragt, es bei dem Ausschluß 'Röbers, der sich absolut nicht in die Parteiorganisation cin fügen wolle, zu belassen: dieser Antrag wurde auch angenommen Hieraus wurden Anträge und Resolutionen besprockien. Angenommen wurde ein Antrag Katzenstein auf Einsetzung von Kinderschutzkommissioncu. ferner wird nach längerer Debatte ein lucitercr Antrag Katzcusteins angenommen, der den abstinenten Mitgliedern der Partei zur Pflicht macht, sich nicht den abstinenten Organisationen, die auf bürgerlicher Grundlage beruhten, anzu- schließen. Dieser Antrag wendet sich namentlich gegen die Gut tcrnplcr-Logen. Thiele (Halle) begründet bann eine Resolution, die die von dec spanischen Negierung getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Widerstcmds- beivcgung gegen den Attrroklpfeldzug als grausame Greuel-, taten verdainmt und den spanischen Genossen, die int Kampfe gegen die psässisch kapitalistisä-c Wcltherrsä-aftsideeu so große Opfer gebracht, brüderliä) c Grüße ausspricht. Ein Antrag Dortmund-Hürde, diejenigen (Genossen, die weiter an den „Sozialistiscl^en Monatsheften" mitarbeiteten, aus der Partei auszuschließen, tvird zurückgezogen. Ein Antrag Saarbrücken, wonach es den Parteitolporleurcn lurtersagt sein soll, Porträts oder Postkarten mit den Photographien lebender Partei genossen zu verbreiten, findet nicht die genügende Unterstützung. Dec Antrag Bensheim aus Einsetzung einer Kommission, die die Streitigkeiten innerhalb der der Partei gehörigen Betriebe (Drucken ien nsw.) regeln soll, wird abgelehnt. Breslau hat folgenden Antrag eingebracht: „Um so bald als möglich die Einführung von Tissidentenschulen zu ermöglichen, und dadurch die Zug end dem verderblichen Einflüsse des dogmutiscl-en Religionsunterrichts zu entziehen, empfiehlt der Parteitag den Parteigenossen dringend den Austritt aus der Landeskirche." Diesem Antrag widersprechen namentlich Vertreter aus dem rhei- niscl>-westfäliscyen Industriegebiete. Hengstbach (Duisburg« bittet, über den Antrag zur Tagesordnung überzuaehen; seine Annahme würde für das Zentrum ein gefundenes Fressen bedeuten. Der Antrag widerfprecve ancN dem Parteiprogramm, das Religion alS Privatsache erklärt uabe Auch Klubsch (Dortmund) meint, daß man mit der Anna bine des Antrages dem Zentrum nur neue Waffen in die Hände geben würde. Der Antrag wurde dann trotz Befürwortung durch den „Zehn Gebolc"-Hoffemann (Berlin) mit großer Mehrheit abgelehnt. lieber die Stellung der Partei z u den Liberalen hatte bekanntlich am Donnerstag eine nochmalige Abstimmung über die Resolution Berlin 1 stattgesunden, die entgegen bei ersten Abstimmung die Ablehmmg der Resolution ergeben hatte Nunmehr hat Dittmann (Solingen) eine Resolution e«umbracht, durch die die Wirkung jener Abstimmung, namcntlio der Eindruck bei der bürgerlichen Presse, als hätten die Revi sionisten einen Sieg davongetragen, abgeschwächt werden soll. Tic Resolution besagt, daß die Annahme jenes Antrages in keiner Weise eine Abschwächung der Dresdener Resolution über die Taktik der Partei bedeute. Für die Resolution stimmen auch die Revisionisten, da sie in „keiner Weise eine parteitaltifcbe Bindung für die Zukunft bedeutet", so daß sie angenommen wird Es folgen die W ahlen jii m Vorstan d. Insgesamt werden 326 Stimmzettel abgegeben. Zorn ersten Voi'incnde.i wird mit 326 Stimmen Bebel, zum zweiten mit 317 Stimmen Singer gewählt. ES werden sodann die Schriftführer und ur Mitglieder der Kontrollkommission gewählt. Hierauf ergreift Singer das Wort zu seiner Schlu ß ansprache. Er sagte u. a.: Ich möchte cS offen anSivrechen, daß wir auch in Zukunft für den Pulsschlag und das Leben der Partei lebendige Anseinairdersetzungen nötig haben werden In den Beschlüssen zur Maifeier komme zum Ausdruck, daß die Sozialdemokratie diese nicht mehr totmachen lassen wolle „Die Aufgaben, die wir von diesem Parteitag mitnehmen, sind Agitation, Organisation nnd Propagierung unserer Ziele. Treten Sre auch dafür ein, daß die Anforderungen, die mir an den Gegenwart-st aat stellen, mehr alS bisher Erfolg haben. Große Aufgaben stehen unS in Zukunft bevor: in Preußen der Kampf gegen das Dreiklassen Wahlrecht. Gelingt dessen Beseitigung nicht, so müssen die Demonstrationen dagegen einen Umsang und eine Schärfe annehmen, daß den Gewalthabern die Augen darüber ausgehen, wie die Arbeiterschaft über ihre schändliche Politik denkt. Gehen wir an alle Ausgaben heran eingedenk des Wortes von Liebknecht: Immer in der Offensive, niemals in der Defensive!" > Darauf ging der Parteitag unter dem Gesang der Arbeiter- Marseillaise „Wohlan, wer Recht und Freiheit achtet!" aus einander. Die Zahlt öcs Zeppelin III nach vüffeldorl. Frankfurt a. M., 19. Sept. Das Luftschiff „Z. III" hak pünktlich um 6 Uhr bei ziemlich starkem Regen seine Fernfahrt durch das Rheinland nach Düsseldorf angetreten. Da» Luftschiff schlug in sehr schneller Fahrt die Richtung nach Schwanheim ein und fährt dem M ein* und Rheintal entlang. Wenn das Wetter sich später anfklärt und durch den Benzinverbrauch eine Erleichterung eingetreten ist, wird man in die beabsichtigte Route einschwenken, dem Aggemtal entlang nach Werdohl. Die Führung des Luftschiffes hat Dbcringcnicur Dürr übernommen. In der vorderen bezw. Hinteren Gondel befindet sich die übliche Besatzung. An der Fahrt nehmen teil: Gras Zepveltn jr., Direktor Eolsman, Oberbürgermeister Marx - Düsseldors und Fabrikant Berg Evekingen, der der Luftschiffbau-Gesellschaft daS Aluminium liefert. Rübesheim, 19. Sept. Das Luftschiff hat um 7 Uhr 40 Min. unsere Stadt passiert. Es kam von Ingelheim, gütg dann vor der Rochuskapelle vorüber und wandte sich Binge n zu, den Biegungen und Krümmungen des Stromes folgend. (£ a u b, 19. Sept. Das Luftschiff „Z. III" hat um 8 Uhr 30 Min. unsere Stadt passiert. (5 t. Goar, 19. Sept. Das Luftschiff „Z. III" passierte um 9 Uhr St. Goar. Koblenz, 19. Sept. „Z. III" wurde um 11 Uhr 10 Miu. in jwblenz gesichtet und fährt in der Richtung auf Neuwied und Bonn weiter. Neuwied, 19. Sept. „Z. III" passierte um 11 Uhr 30 Min. in langsamer Fahrt Neuwied in der Richtung auf Bon ii. Andernach, 19. Sept. (11 Uhr 35 Min.) Das Luftschiff kleines Feuilleton. Düs — Die Verwaltung der S e n k c n b e rg is ch en Vaturforf chendeu Gefellschaft in Frankfurt a. M. hat an die durch den Tod des Prof. Dr. F. RÖmer erledigte Direktorstelle ihres Museums den außerordentlichen Prosepor der Zoologie und Abteilungsvorstand des zoologischen Instituts der Universität Leipzig, Dr. O. L. zur Straßen, berufen. — Düsseldorfer Musikbrief. „Elga" als Oper. Aus Düsseldorf, 15. September, wird MS geschrieben: Zur Ur aufführmra gelangte gestern im Düsseldorfer -stadt- thcater die zweiaktige Oper „E l g a' des au* P^^üstammenden Komponisten B. Lvovskh. Mer lehnt liefern dem von 'hm selbst verfaßten Libretto nicht an HäUptmannv Aarama an, wndern an den Gcülparzersckfen Urstoff, die Nov^e Klo er bet Sendomir". Aus ihr. greift er die ^Lwbes rapoäie heraus mG bringt sie in kurzgefaßter fesselnder Darstellung auf Bühne. Der erste Akt veranschaulicht das Fest, welches Graf ^arzenskr ui Ebren feiner Gattin Elqa veranstaltet. Unter den Gasten de- »M&i, «go» Loendirm-Nd mu> dom sie durch die Ztvangsheirat mit dem alten, reichen Grafen ge trennt wurde. Sie verabredet ein Stelldichein mit m m '?)r«n Gemackw, gibt sich fd)einbar dem 6-estesiubel mit »nüber Selben, ickulitlichkeit bin. singt und tanzt, bis sie ohnmackittg in oes Gatten Arme sinkt und von ihm in ihr Zimmer geleitet wird Während Starzenski seinen Gasten zuruckkehrt, ertvortet ^a den Geliebten und wirft sich ihm m heitzcr Liebe 'U die Arme. Storzeuski aber, der den jungen Gast un zurück, von Argwohn und Elferiucht gegnält- Lf^ Aga, des Gatten Mißtrauen zu befchmchttgen, als ,»ch Og nski m feinem Verstecke verrät. Im 3i^itanipr lallt er und Elga wirft sich in Verzweiflung über die ^cke. aber rächt und verbirgt die ihm angetane das Zimmer in Brand setzt und nut der ungetreuen Gattin ven^oo in den Flammen findet. Zu dieser aufgebauten .)an ung schrieb Lvovsky eine warmblütige, fchlt^n, vo kSMmttchm Ton anschlagende, flämisch gefärbte Musik. und Rh mus zeigen eine lebhafte Phantafic: die ~^ nc' .-rc . .. das Schicksalsmotiv, mit dem dtc chmmungsvo le Liwcrture ix ginnt, sind gut erhinbcn und geschickt ^rarbetted Die meisten der lyrischen Gesänge, besonders das große Ltebesduett, imd «n ungewöhnlicher Schönheit: ebenso das Orchefwr-lchcturn zweiten Auszuge. Auch die Festmufil verrat beit umt ' vollen Musiker. Die genial ungezwungen emgefugten, echten pR niichen Tänze verleihen den in einigen -teilen 1 ‘ ubite ersten Szenen erhöhten Reiz. LvovsAs Orck)cster ffutfli, ohne modern zu sein. Der Ehorsatz ht dem Charakter des G z trertlid) angepaßt, schlicht, echt. Die 5miemcrong bt dänch Robert Leffler war glanzend; bte Beietzung der Parttcit mit Helene Blumenthal, einer unübertrefflichen Elga, dem Polen Dr. Stourab v. Zawilowski (Starzenski), iliobert Hutt (Oginski) vorzüglich. Das Ballett wurde der bedeutenden Ausgabe weilgel-end gerecht, .Kapellmeister Alfred Fröhlichs Orck-cster, mit den vielbeschäftigten, hervorrageiideti Bläsern, zeichnete sich aus. Das Werk fand vor vielen Vertretern der Presse und Theaterwelt und dem aiuoejenden Komponisten eine begeisterte Ausnahme und dürste sich auf dem Spielplane behaupten. E. S. — Die Berliner Bildhauer und das Rigaer Nationaldenkmal. Im Wettbewerb um das Denkmal Peters des Großen in Riga, das zur Erinnerung an die vor 200 Jahren erfolgte Eroberung Livlands und Rigas errichtet werden soll, ist jetzt die Preisvertetlung erfolgt. Bon den 58 Entwürfen war eine große Zahl au* deutschen Werkstätten hervorgegangen. Den ersten Preis erhielt ein Deutsch-Russe, Bildt) an er Alexander Baumann, in Reval geboren und an der Dresdner Akademie gebildet, jetzt Lehrer an der Slieglitzschen .ünnstschule in Petersburg. Den zweiten Preis erhielt ein Berliner Bildhauer Franz Pritel. Sein Entwurf ist cin Reiterbild aus hohem stilisiertem Sockel. Ter Entwurf von Prof. Wilhelm Wandschneider in Eharlottenburg erhielt den dritten Preis. Zwei Entwürfe wurden noch angekauft, die von Bildhauer Richard Schmidt-Kassel in Berlin und von dem in Riga lebenden F. Vlassat. Ta sie nicht der historischen Richtung trüge- hören, wurden zwei künstlerisch vielleicht noch hervorragendere Entwürfe von der Preisverteilung ausgeschlossen. Der Schöpfer des einen ist, wie die Kttnstchronit berichtet, Prof. Hugo Lederer, der Meister des Hamburger Bismarck. Er stellte den Kaiser lorbeerbelränzt in archaischer Imperatorengewandung auf einem einfachen Sockel dar, der die Mitte eiues kreisrunden, vorn als Ruhebank ausgebildeten Unterbaues einnimmt. Dieser Unterbau wird flankiert von den Figuren von Livland und Riga. Tie imponierende Silhouette hätte sich! vorteilhaft in das Straßenbild eingefügt. Eine ähnlich originelle Schöpfung, die den Kaiser auf einem Sockel von einfach wuchtigen Formen stehend bar- stellt, cin Werk des Berliner Bildhauers Konstantin Starck, blieb'gleichfalls von der Preisverteilung ausgeschlossen. Tie Ausführung wurde einem Berliner fr. astler übertragen, dem Bildhauer Richard Seb m i d t-Kasst Für den Sockel ist finnländ.scher Granit, für das Reite bild Bronze bestimmt. 2-05 Nationaldenkmal joU am 4. Lu^i, 1210 enthüllt werden. — Mendelssohn a l s Lehrer. Mendelssohn hot auch als Musikpädagoge Bedeutendes geleistet und in der Gründung des Leipziger Konservatoriums, der ersten modernen Musikhochschule, eine rasch emporblühende und für alle späteren Konstrvalorien Vorbild!irl)e Anstalt geschaffen. Ader in der eigentlichen Lehrtätigkeit, der langsamen Ausbildung und Entwicklung der einzelnen Schüler, fühlte er keine liefere Befriedigung. „Ich habe mich durch wiederholte Erfahrungen überzeugt, das; mir zu einem eigentlichen Lehrer, zum Geben von regelmäßigen, stufenweise fortschreitenden Lektionen das Talent durchaus fehlt, sei es, daß ich zu wenig Freude daran ober zu wenig Gedulb bazu habe, kurz, es gelingt mir nicht," klagte er. Dagegen zeigte er sich als genialer Anreger den Schulern gegenüber, deren musitalische Erziehung bereits vollendet war und die nun für eigenes Wirken, eigenes Schaffen eines Helfers bedurften. Wie Mendelssohn einem solchen Musiker mit Rat und Tat zur Seite steht, das beweisen die Briefe des Komponisten an einen den Jahren nach älteren, aber musikalisch viel weniger ausgereiften Freund, Wilhelm v Boguslawski, die Bruno Hake in der „Deutschen sttuudschau" veröffentlicht. Boguslawski war ein tüchtiger Jurist, aber seine Liebe gehörte der Musik, und in der Welt der Töne suchte er den Staub der Akten von sich abzuschütteln. Mit dem jungen Mendelssohn verband ihn eine enge Freundschaft und so schickte er dem Vierzehnjährigen eine von ihm komponierte Sinfonie zur Beurteilung ein. In einem längeren sehr fachmännisch gehaltenen Antwortschreiben zeigte der Knabe, dem noch eine ganze Reihe niedlicher Schreibfehler mitunterlaufen, daß er in der Musik bereits viel erfahrener ist als in der Rechtschreibung. In einem freundlichen Schulmekster- ton erteilt er ihm seine Zensur und man glaubt in den pedantischen Prädikaten bisweilen die Tonart^eines formen» strengen und etwas unduldsamen Lehrers Zelter zu hören. Während er sich hier nur für den formalen Bau der Sinfonie interessiert, legt er in späterenBriesen dasHauptgewicht auf die Instrumentation. Tas feine Gehör für die Seele der einzelnen Instrumente, das sich in seinen ersten beiden großen Instrumentalwerken, der Hebriden-Ouvertüre und der schottischen Sinfonie in so meisterlicher Tonmalerei gezeigt, leuchtet auch aus seinen Bemerkungen hervor, wenn er meint, in der musikalischen Schilderung einer stillen kühlen Nacht, dürften ihn nicht gleich die tiefen Oboen UI iodrer btr Stabt paffieTt Es fährt sehr laigiam nxb marzrtr ert aas sno meder. könnet, 19. Ser: ,L^ 111" würbe um 12 Uhr 30®« aeftxbtrt »önig»ie>inter, 19 Sept ,L. Ul' hat um 12 Uhr 55 $hn me ciabt poiftrrt ..... . Bonn, 1.' S-p: De» Suftidiiff Ul" bat um 1 Uhr 20 Mm 3onn pc liiert in bei Äidbtnn» auf fluln • t6( n, 19 Sept Zai üuH'dntf A 111" üderiloq sm 3 Ude 20 Mm <:öln oen Sitze« enllang fafrrenp tn bet Siditung auf ~U 'ft ul n, 19 Sept Sie ein Laufkeii-r perbrntete ftd» tv Sunde, daki ,L IH" den ®bnn berabkomme« werde, al- die ersten Tepcidxn frier übet an den Strofxnedcn ar ir'(plagen wurden ^lNablaNec wurden son sielen Reuqierigen gelegen, und al- die 3rif der Änluntr de- Luitcknste» heranrückte. iafr man trat bei fapnuntKn Reaen» laufende den Utern de- Äfrein» »urtlen Dort bunten \u mehr al- eine stunde au- und batten nach langen Gerten tn? Freude, da- Softidun in ( a n g i a m em Htrfiad Qtjtn Jtdln betentreunn in jeden Als <- um 3 Ubr W Mm. frir Kbnnbrüdf panierte, eilten bte iubwärt» angellauten yeotfrn nct, um oa* Vuftfdnn 's lanne wie moahd) tr- Mur iu b-fralten Nachdem das Huftidnfr noch einige Zeit über bet 3tcot gefreuU kalte, verschwand es bei tnömendem Siegen in ber «tchtirnq auf tangend). Düsseldorf. 19 Sept. ,L IH schwebte um 5 Ufcr 10 5Rin über Won bet rn unb wurde um 5 Ubr .35 Win über tzamm bet Tüfielbort qrnditet. Er schwebt letzt, um W* Ubr nachmittags, über Düsseldorf Die Lanbun, in Tnßelb-rs. Dflffefborf, 19. Sept Ta- t'uftfcfriff ,L III" traf tim 5 Ubr 55 Win. über ber Ofolifreuner Leide ein und landete um 6 Ubr 3 Win glatt Düsseldorf, 19. Sept Nach der glücklichen Landung bet „3. HI" entstiegen idm «ras Zeppelin iun., C bei Ingenieur Dürr. Cberbürgerrnnfter Warr, Fabrikant Berg und Direktor Goli' bi an. AlSdann erfolgte die Begrüftung-aniprache durch den flei- geordneten Dr. I freie mann, die in ein Loch auf den Grafen Zeppelin auifiang. Cberbürgermcijhr Warr oerlai ein Telegramm, in dem er dem Grafen Zeppelin die glückliche Landung de- LujtfchiifeS meldet. Sodann sprach Cbertngenictir Dürr im Austrage M Grasen Zeppelin baien Bedauern au-, baß der <»tai nicht iiibft die fahrt nach Düsseldorf leiten konnte Tie Ansprache Hang in ein Loch auf die Stabt Düsseldorf aus ?lad) diesem kurzen Begrüßung-akte folgte die Absabrt nach der Stabt. Trotz bei strömenden, nie an-fetzenden Regen- batten sich Tausende von Zuschauern auf dem Landungsplatz versammelt, die bei der Landung und der Abfahrt der Luftschiffe! vom Lane dungSplatz in brausende Lurrarufe au-brachen. Tal Programm für Rheinland und Westfalen. Essen, 18. Sept Oberbürgermeister Lotte telegraphierte an- Darmstadt: Wit Direktor Gol-man folgende Route vereinbart: Wpntag gegen 9>. Ubr Abfahrt von DüfselboN, bann Greield, luiöburg. Cberbaufen. Wülbeim R, Gifeii Landung, Bochum, fk’etter Ruhr, Lagen, Tortmunb, Lerne, Gelsenkirchen. Essen. Werben, Üetiwm RulU'. Duifelborf _____ poHtifdyc lagcsfdiati. Ein polnisch,- Echulerpenfinnat in Thüringen. Tic „Rheinisch-Westfälische Zeitung" bringt nachstehende auffällige Weihung über ein polnische- Sdnilcrpenfionat hi Thüringen: „In Rudolstadt ist ein polnisches sdiülcrprnfionat in- Leden gerufen morden, und zwar von dem früfremi Redakteur des „Mnrjcr Poznanski", Lernt ZntnSki. Der ..Tizicnntk PvziianSki" macht in feiner Rümmer 208 vom 12. September eine große Reklame für diese- pobtifdw* Institut im Herzen Deiuskdland- Das Institut fei ein rein polnifd*.' Unternehmen unb rin echt polnridw» LanS. b? Ligc iit ber Viäfrc der katfrolifchen nrrche und des (Hnmnalmmb; in birfein Institut wurde der Religion Sun« criicht ui polnischer Sprache erteilt, außer dein regelmäßiger Unterricht in polnischer Sprache und Literatur. Der Umstand, daß Rudolstadt direkt an ber Lanptlinie Berlin Wüncben unb an der Linü' Berlin— Hatte—Jena Rudolstadt liege, würde toobl viele polnische altern, hauptfäcküick) in WUtelbcutfcblanb, bewegen. ihre odhne dort auf das Wnmnafiunt zu geben. In ber Aunoure, die der Institutevorftcher. Lcrr Zninski. erläßt, der. bevor er Redakteur des „xurjer Pozuanski' wurde, fettist Hehrer war. heißt es „Tic Stadt Rudolstadt ist noch nicht vom Lakati-mu- angesterkt und liegt in de sonders schöner unb gesunder liegend zwischen ben waldigen Bergen Ihüringen»" So die Empfehlung beb xxrrn Zninöki Die Ironie der Weltgeschichte Witt es udriacns, das» fcerr ZninSki der fein echt unb rein polntfdxb Laus empfiehlt, selbst eine beutfdK Dame und keine Pr'liii geheiratet hat/' Man sieht, wohin die Ziele und Adsickncn der Pole,: ftören? die „immer dick unb kompakt schnarren unb mit einer sonderbar scharfen Miene angucken : ..erst trenn die Älarinettcii hineinkommen, wird nur wieder nächtlich und rudig zumute." „Was die faftrumente anlangt". so faßt er seine Forderung zusammen, „wünschte ich mir also im allgemeinen, daß Sic sie mehr zu Dienern Ihres istedankens machten, nubt nach einem Prinzip gleich verteilten: jte mußten luftig in einem luftigen Stuck, breit unb miffcn imft in einem grandiosen uif llingen." fa den weiteren Lehrbriefen, die Mendelsfohn dem komponierenden Aficffor schreibt, spielt Boguslawski-' nach einem Ticcffcben WÄrchen Hoff komp'onierte Oper ..v(fini) " die Hauptrolle Mit ieut- ln>riger Gmpfuidung weiß hier der musikalische Lyriker, dem selbst die beit; erstrebte Bollendung einer Cper nicht gelang, die Sdwimchen feilte» Schulers imtfdiaffenb herauf Aufinben unb gibt ihm tn etner produktiven stritik Anleitung zu einer inneren Verarbeitung der Tvngedankeu tri tadelt ihn. trenn die valtung de» Orchesters der Situation nicht entspricht, verwirft Stetten. ,n denen durch Pausen die Liorte linnundna auscinaiidergezcrrt werden, und trenn- gleich BoguSUM'Ski aus feinen Anregungen wenig zu machen weiß, läßt er doch von seiner eifrigen Mitarbeit nicht ab, feuert ibn auch m echtem Idealismus an. immer netter Alt schaffen llnrrmüblicben Ileiß unb ein stetes Ringen nach BoUendilng verlangt er .Das fehlt den meisten Üunst- jmr vom fach letzt. unb ist um fo erfreulicher, wenn fichs ohne die -uifiere Notwendigkeit blos durch die innere getrieben findet Eben weil sie selbst wissen daß ou „ebne Ihr Rotenschrriben »etzt eine bessere Stellung haben wär ben", eben dadurch betveifen Sie auch^ .ttziß c. Tie an gestrigen Sonntag in Mainz abgehobene Scrtrauenomännetpcrfammlung ber nationalliberalen Partei de» Heichorag-waÜlkre ise» Warn--Oppenheim nahm einen 'Antrag an. der nationalhb Reichtztagtzfraktion ihr Vertrauen outtubrüden. Leiter wurde in dem Beschluß wm ÄuSdruck gebracht, daß ber Austritt der Reichstag-obgg <*raf £ r < o I a und farifrerr v Hey! au» der Fraktion auch ben Du-tritt aus der Partei zur felbstverfkändlichen Folge habe. • Gürt deutsch-soziale BertrauenSmänn er-Versammlung in Eisenach beschloß, dem Reichstags-Abgeordneten Schack anheimzuftellen. über fernen Mandats- Verzicht nach U cb er ei nf nm ntnng mit dem Partrioorßand zu entscheiden. Bei der am 14 September im Wahlkreis tob' lenz- Stadt unb Land und St Wo ar abgehaltenen ReichstagSersaywahl wurden nach amtlicher Meldung inSgeiamt 14 244 Stimmen abgegeben, vienyon erhielt Sengtspräsident WeiIstein Symvm i W 3tr 113Ä3, ttewerkschaftsbttvnter Haa Rvln oo»i_ 2X4 > Stimmen Zersplittert waren 3t- Stimmen Senats- Präsident Well st ein ist somit gewählt. Der Zentral ausschuß der Reichsdank ist für Montag vormittag rinberufen worden E» wird ruie ha l b - prozentige Diskonterhöhung erwartet Die „Köln. Zeitung" erklärt tue Racheicht über den Rücktritt de s U n t e r staa t S se kr e ta r » T we l e im Reichsschaßamt für unzutreffend Lerr Twele fe» an einer Lerzneurose erkrankt, deren Bet-anblung eine längere gur erfordere, während welcher er sich aller amtlichen Geschäfte enthalten müsse In süddeutschen Blättern ist verschiedentlich Bedauern darüber ausgesprochen worden, daß die Iran Kronprinzessin nicht, nne im Borjahre. das staiserpaar zu den Paraden und in das Manövergelände begleitet habe. Der iSrund für das farnblciben der hoben Iran von den fastlichkeiten und Peranstaltungen in Württemberg und 'L^aden liegt, fo melden Berliner Blatter, m der Tatsache, daß im Llnblick auf einen im November erwarteten stuwachS in der k r o n p r i n z l i ch e n I- a m 11 e die Iran nronprinzesfin sich zurzeit die Anstrengung größerer Reisen nicht zumuten kann unb darf 2lu»lanb. ^?ach einer Wiener Meldung wurde am S^imStag hi dem gemeinsamen Ministerrate unter dem Bvrsip des Grafen v Aehrentlntt die Berattmg über das gemein- f am e Budget für 1910 znm Abschluß gebracht Jtie Bestimmung des Termins für den Zusammentritt der Delegationen wurde einer spater ein;uderufenden Konferenz Vorbehalten. Der deutsche Lan dtags ve rba n d in Prag sprach sich Dahin aus. baß fein Anlaß bestehe, die Obstruktion auch nur zum Zwecke ber Saht in den Landes- ausschiiß und die Landtagstommissionen aufzugeben. Die Entscheidung über das wettere Berhalten werbe der Obmännerkonferenz des Prager Landtages Vorbehalten. Ans Rom wird gemeldet: Der Minister des Auswärtigen Tittoni. ber ungarische Staatssekretär im Handels Ministerium Snteronyi und Legationsrat Graf Lvmßich de Sairb. der mit ber faifrrung der Geschäfte ber österreichifch- uuflori)d>cn Botsckmst betraut ist, haben das i ta l i e n i s ch - ungarische llebereinkommen über die Arbeiter ilnsallversicherung unterzeichnet. Aus B i ch v wird gemeldet: Bei dem zu Ehren der ausländischen Offiziere, die bei den M a n ö v e r n zu Waft waren, veranstalteten frühstück sagte ber ZkriegSminister in einer 'Jinfprache, die fremden Gifte haben in diesem Jahre eni Werk fcbeit können, daß man ohne farcht zeigen könne, wie es ist Man habe alles IlnkriegSmaßige aus dem Manöver verbannt und strebe allein danach, die Irage zu lösen, für die eine moderne Armee neftellt sei Ter Minister leerte fein Glas auf daS Wohl der ausländischen Offiziere. Der Tonen ber Aapitän Scott, dessen kühner Plan, am Eüdvvl bie bnttsche Ilagge aufzuhissen, in England große Begeisterung erregt, Ixit in einem Interview ausführliche Mitteilungen über die Einzelheiten feiner Expedition gemacht Im Juli 1910 will er England verlassen, in Reu-Seeland Ponys. Hunde unb Vorräte sausen unb im Dezember den WöMurdo-Sund erreichen. wo rin ständiges Siwterguartier errichtet werden soll Gin Teil der Expedition wirb bann bis zu einem 'Fünft in jkönig Eduard VII.4Janb Vorbringen, der auf demselben Breitengrade wie McMurdo-sunb liegt, emm 500 cnglifche Meilen entfernt. Hier soll em zti'eiteS rtanb- quartier angelegt werbe» Je nach bem Zustande des Eises unb den Umstanden wird ber Vorstoß nach bem Pol von einem dieser beiden Punkte an- erfolgen Vielleicht nnrb sich auch die Expedition teilen und von beiden Stanbguar tieren aus zugleich ben Ansturm nxxgen. Tas Schiff wird den Sinter wer nach Neu-Seeland zurückkehren und tm Irühling 1912 beiden Lagerplätzen neue Vorräte zufüfreen Scot: hofft. England im September 1912 wieder zu betreten Tie Vorbereitungen für die Ausrüstungen des Unternehmen» haben schon begonnen im Rovember wird sich ber ffupitan nach Norwegen begeben, um -leider. Boote und Schlitten zu kaufen. E» werden drei oder vier Motorschlitten mit- aenommen. von denen einer bereits fettiggeftellt ist Tie Schlitten wiegen etwa tOO Pfund unb iwerben über den Schnee iortbenxgt mittel» einer Anzahl dolzerner faße an einem endlosen Band, da» um eine Sinndel rotiert Scott setzt nicht sein ganzes Vertrauen auf diese Schlitten, die sich von in "Konrcnen und tn den Alpen trefflich bewahrt frohen, ond rn wird auch mandschurische Ponys mitnebmen deren «ich Sbadleton mit Erfolg bediente Vitttrich: ist e» schon i i-gllch erttärte bet Forscher, .^aß bu Expeditton eine Vci. u.tung durch drahtlose Telegraphie zwischen dem 5d i f und tcu-ecelanb Herstellen kann obmofrf die Entfernung pon mehr al» 20iZ eng.i'chen Meilen alliu groß erscheinen mac. Es ist mein größter Wunsch, daß Australien und Neu-Seeland, für die da» Problem von der H-chsten Bedeutung ist, srcki an dem Unternehmen beteiligen und unter den Au» Jalta wird gnnrtbct Tie Kaiserfocht 5tan« harr' mit bem Kaiser und der Kaiserin und den Icum liehen tinbern an Bord tft Sam Stag nachmittag 4 Uhr biet- eingetwffen. Aus La Sali ff e wird gemeldet: Tie f ran^öfi. dien Wanöoer anden freute ihren Abschluß *ner«-nd- aud) ferner tun auf dem friedlichen Pfade kuttureller ewi- rmdlung ihre Lebenshaltung vervollkommnen werde, web pricku außerdem die Grwanung au», daß btt Finnländer eifrig nrihtnrfrn werden an der GefuDimg der '.*u.ftKbe^, die von der ftorfefrung dem russischen Reiche oar xKulwt feien Denn mir in unerschütterlicher irrgebenbcti umi Zhrane unh attmahliefrer faftigung der untrennbaren Bande, die e» mit dem Reiche ve.ri.nden könne itinnie* rin ttuterpfand gludkdiat Gedeihen» itnben «ach intonfrantinopel nngetrof fenen $ lAridMen au» 6a m o» sind Unruhen au »gebt ochen Ter 3irrfl löste bte ^monalrerfammtung auf. welche die Herabminderung btr auf der Insel befinbiubcii türkischen Jruppm forderte 'Aufständische durchschnitten da» Endel B* Smyrna. über wettere Vorgänge auf der Insel ist tue Psor» ohne Nachnckst tkr 5wifd)cnfan in ilbarbtn. Gegenüber den andauernden Autzfüfrrungen der Preße über die angebliche Kollision bei deutschen ftonluii in Chardin mit der russischen Orlßpolizei erklärt > e Peleridnrger Telegravhen-Agenlur auß aulfrentischer Curie, daß solche Kollision nicht siattgefunden hat. Diese» Dementi ift zu kurz, um bie Sachlage klar über, sehen zu können. Man kann barmt» nicht entnehmen, datz Memnngtzoerfchicdenheiten zwischen dem deutschen stank. I uni ber Crtflpolijei nicht stattgesunben haben. Ter ’üelerfrt’urgir amtliche Apparat wiU wohl bal große Aufsehen, da» ht Sacke in Petersburg gemacht hat, beschwichtigen. Va« orii hat daS deutsche autzwüttige Amt. da» sich eUerbtng» w-ebe: einmal ganz auf Reisen befindet, zu den in der deutsche» Presse veröffentlichten Meldungen zu sagen? . -- Ein Kaffcetrieg in Köln. In stöln hat bie Pre »erHöhung für ben staßee tm Hi* sehan? zu einem großen Sturm de» Wiberspruch» geführt. Tie 3-e meldet: Köln, 17. Sept. E» hat ben Anschein, al» ob frier neben bem Brerkneg noch em stafieekrieg entbrennen wCtc. Mehrere Restaurant», darunter auch da» de» Zoologischen ©arten», haben den erhöhten stasteezoll zum Anlch genommen, den Prei» der Taste stastee von 1 fr an‘ 3 0 Pfg. zu erhöhen. Der Verein deidicher Rofict-ijkob» Händler unb -Räster. der in Roln »einen S,ß hat. ist W». gegenüber mit der öffentlichen Erklärung aufgetrrten. daß d« Selbstkosten für die Taste stastee mit Milch und Zucker n ch den Betrag van 5 Pig. überschritten und Sa» Publikum tz gegen bie Erhöhung zur Wehre setzen solle. Die Akiionü» unb Besucher de» Zoologischen Cfrarten» sind nun dieser Anforderung gefolgt, indem sie in einer besonderen Vers am »- hing gestern abend die Raff erfrage behandelten. Ta euu frühere Eingabe an den Verwaltiinz»rat ohne Erfolg »<* blieben ist. beschloß man die Einreichung einer Masse»« Petition sowie eine Resolution, worin sich bte 10" Au»- wesenden, unter denen die Hälfte Tarnen waren. oerpflickUeteriS nn Restaurant de» Zoologischen Akuten» nicht eher ev^H Vi gemeßen, al» bi» ber alte Raffeeprei« wieder 'Xach:vollkammenbeiten de» Zensor» eine wesentliche tilg schrönkung erfahren Die Zensur soll nur noch eiet lr üruiungitbcbörbe darstellen, der nicht da» Recht frustet sie Aufführung eine# Stucke» zu »erbieten, die aber b* Kecht bat. die gesetzliche Verfolgung eine» Stücke», ie w*1 rgend nne iri:,etzeevor1chri* l.-.g Gebärde direkt baJ Recht haben, eine S«ravelche die W\ chen türkischen TnM neu das Kabel t* der Insel ist die«» en Anschein, als oVA 'Cfrieg entbrennen i& ch das des Z-o/d? len Kaffeezoll zm As- Kaffee von 25 J. in deutscher Kaffee«^ seinen Sitz hat, ilt^ ning ausgetreten, tobj it Milch und 3«d« n und das Publ'km' tzen solle. Die ^en§ sind nun bieiet.-1 ier besonderen 2W e behandelten. ’j ungSrat ,h»- WH «chm, ein« roonn W blt ”] amtn toattn, WfWI JaitenS «id)t * RaffeeptetS 1»116" TTtintoerbeit. Nl interneren ^yl uchen |ew-' *?»$$. rKZ ((die . r ollr? 1 W, rsuMdas mchtbicaM WR ' Theaterb* ^Phr ■ J WIM ÄKK Ä*S Aus Stadt und Land. Gießen, 20. September 1909. ** Ein neues Schulgebäude für die Volksschule ist anerkanntermaßen das dringendste Bedürfnis in unserer Ztadt. Außer allen vorhandenen Räumen in den drei Schul- ;ebäuden hat man sogar sieben Klaffen in den verfügbaren Schulbaracken unterbringen müssen. Mit Beginn des neuen Schuljahres rücken die zwei untersten Echnlklasien, die oierieilig sind, auf, so daß für die nächsthöhere Klasse ein weiterer ttassenraum gebraucht wird. Jedenfalls wird man wieder >azu greifen müßen, die beiden weiteren Klassen in dem alten Schulhause in der Neustadt unterzubringen, in dem die Räume :en Ansprüchen in hygienischer Beziehung nicht entsprechen. Gebaut muß eine neue Schule ja doch werden, darum sollte nan endlich nicht mehr zögern, an die Ausführung heran- .jugehen. ** Dom Manöver. Die Manöver geben’ ihrem Ende entlegen. Die 21. Division hat nur noch zwei Tage, während die t5. Division noch bis zum Donnerstag im Beisein des Grvßherz-ogs lumöDiuTt. Die lressijchen Truppen haben am Samstag den asten Teil ihres Divisionsmanövers zu Ende geführt. Am Sams- ag früh lag die blaue Partei, bestehend aus 115 er, 168 er und 'eile der 116 er, stark vcrsclxuHt bei Homberg, Weigandsheim, “xifter und Salzburg, nördlich der Bahn Herborw-Westerburg. ’ue Truppen hatten am Freitag naä)mirtag bis Samstag nacht Schüdcngräbon und Säumzen ausgelwben. Die rote Armee rückte ion Rennerod, Emmerichcni-ain, tlioßbach cur. Das Gefecht dauerte *.idU sehr lang, war auch durch dichten Nebel sehr schwierig zu «Mvickcln. Wohl mit Rücksicht auf die sclpveren Strapazen wurde • 3 schon vormittags abgebrochen. Die Regimenter eilten in die £uartierc :^115 er Marienberg, und Mirburg, 116 er Hohe, Dellen- labn und Schellcnberg, 168 er Rehn und Rennerod, Telegraphen- cbtcilung Westerburg, Maschincngewehrabteilang nach Langenbach; ter Divisionsstab tarn nach Westerburg, der Brigadestab nach Marienberg. Bon Aiontag ab beginnt der zweite Teil der Divi- sousmanöver, welches sich südlich ziehen wird zum Elbtal bis gegen Limburg. Es wird nur noch Biwak bezogen, nur bei Regen •.utquarticr. Am 28. September geht die ganze Division gegen einen markierten Feind. Am Nachmittag dieses Tages werden die »mßtruppcn auf den Stationen Limburg, Staffel, Elz und Ha- cauiar verla0en. Artillerie und Stauallcric ljaben noch einige ülarschtage bis in die Garnison. — Rascher beendet diesmal die A. Division iljrc Derbstübuiig. Sie schließt schon am Dlcns- t a g mittag uni) zwar zwisä)en Weblar. Gießen, Langgöns und Rechtenbach. Es werden verladen in Wetzlar: die 21 er Pioniere, die Regimenter 166 und 80 und die Fußarttllerie 9ir. 3, t,n Langgöns das Regiment Nr. 88, in Gießen die Stäbe der 21. Division, der 21. Zravallerie-Brigade, der 42. Lnfantcrie- Triga de der 21. Artillerie Brigade des Artillerie - Regiments Ich. 63, der 41. Infanterie-Brigade, der Jnfantcrie-Regimenler Ich. 81 und 87, sowie diese beiden Regimenter. Am Samstag ninnöDriertc die 21. Division unter Führung des Generalleut- :nnty Scholz gegen einen markierten Feind, der die 166 er, 1., ? und ä. Eskadron Ulanen, je eine Batterie der 27 er und 63 er itnb die 2. jlvmpagnie der 21 er Pioniere stellte. Die angenommene Stärke betrug eine Division. Ter markierte Feind wurde von Generalmajor von Besser befehligt. Er batte eine vorzüglich gmahlte Aufstellung genommen auf der Linie Oberndorf, Läufers, Reiskirchen, besonders hielt er die Döhen 290, 229 und 374 besetzt, nachdem er seine Borposdenstellimg bei Schmalbach aufgegeben hatte. Die rote Division hatte südlich Weilmünster an der Di ssensttaße, bei Ernsthausen und Essershausen im Biwak 3liegen. Sie sannneltc sich bei Möttau und Altenkirchen und i iidte über Ober- und Nstder-Queinbach gegen die Blauen vor. Es herrschte bis über Mittag hinaus starker Nebel, so daß das Gefecht lange nicht zur Entwickelung kommen konnte, Patrouillen irnb Borpostendienst waren anßervrdenllich erschwert. Dadurch ,vg sich der Kampf bis zum Nachmittag hin. Die Roten stellten I,re Artillerie bei ilciederwetz, Schmalbach und Bonbaden aus mtb eröffnete das Feuer aut die blaue Division. Die Infanterie viach 'von Braunfels und Bonbaden aus gegen den Feind vor, Melcher aus seiner Stellung geworfen tvnrde. Eine gewaltige Schützenlinie bildeten die 5 Znfanterie-9kegimenter Nr. 80, 81, i 166, 87 und 88. Erst am Spätnachmittag trafen die Truppen •it den Quartieren ein. *' Turnerisches. Der Turngau Hessen ocr» sendet soeben seinen Uebungspla n und Stoff 1909/10. ! Danach werden abgehalten: Die 1. halbtägige Gauvorturner- cunde für den Gau- und Turnausschuß und die 2. Bezirks- lurnwarte am 3. Oktober in der Turnhalle deS Turnvereins lLießen; die 1. Beztrksoorturnerstunde am 17. Oktober, eine Zusammenkunft der Jechtriegen des Gaues (Vorfechterstunde) Lun 31. Oktober in der Turnhalle des Turnvereins Gießen; Line Uebungsslunde für Leiter von Frauenabteilungen am 17. November zu Alsfeld; die 2. Bezirksoorturnerstunde am [ 2 8. November; ein Turnen der geübteren Turner zur Vor- bercitnng zum Krcisturnfest in Kreuznach am 16. Januar 11410, die 3. Bezirksoorturnerstunde am 30. Jan., die 2. ganz- tägige Gauvorturnerstunde für den Gau- und Turnausschuß, I bie 2. Bezirksturnwarte und alle 1. Vereinsturnwarte, Ende I April in der Turnhalle des Turnvereins Gießen; die 4. Bc- icksvorturnerstundc 4 Wochen vor dem Gauturnfest. Nach Lekanntgabe der Pflichtübungen für das Kreisturnfest in Kreuznach findet noch eine 2. Uebungsstunde für die geübteren Turner statt. Man sieht an diesem reichhaltigen Uebungs- i>!an, daß cs der Turngau Hessen mit der turnerischen Weitec- b.ldung der ihm angcschlossenen Vereine ernst nimmt, was nur zur Ausbreitung dec deutschen Turnsache in unserer V Gegend dienen kann. Der Radklub „©ccmania* 1899 feiert am |L7. Oktober, abends 8 Uhr, in der Turnhalle deS Turn- I vireins aus Anlaß seines 10jährigen Stiftungsfestes ein großes »Eala-Saal-Sportfest, Verbundes mit Saalkonkurrenzen I (Tunst- und Rcigenfahrcn, sowie Radball- und Radpolo- g stielen). Nach den Ausschreibungen in der „Deutschen Rad- I sthrer-Zeitung" ist eine Beteiligung nur erstklassiger Mann- | s«haften zu erwarten, z. B. die Kunftfahrmannschasten von l Tarmstadt, Frankfurt, Wetzlar, Lüdenscheid und Kassel. [] Marburg, 19. Sept. Am 4., 5. und 6. Oktober II ttird hier die 34. Dauplversammlung des kurh ess t f m e n i Aolksschullehrer-Bereitts abgehallen. Den r^est- k Vortrag har der Direktor der hiesigen Latideshetlanstalt, ^eh. Med.-Rat Prof. Dr. Turzer übernommen. Er spricht ■ über „Pädagogik und Psychopathologie". Wetter spricht B Lehrer Br andau-Kassel iiber „Jugendfürsorge und I Lehrer Hass en p f lug-Kassel über „Bekämpfung der H Schundliteratur". s. Di11enburg, 19. Sept. Eine grobe Enttäu- s ch u n g brachte die für heute morgen angekundtgte Z e P s . Pelin fahrt der Bewohnerschaft des Dilltales. Aus der | l utgegend icaren die Leute herbeigeströmt, um Jeppcltn iti I ouf seiner Durchfahrt durch das Dilltal zu begrutzen. Btele 'Neugierige hatten trotz strömender Regengüsse die anltegcn- 1 den Höhen bestiegen, um von da aus ungehtndert Au^sasuu i't halten. Durchnäßt und mit beschmutzten Mewern teyrten 4 sie zurück. LHM. lu§fül)tungen dec M 1 deutschen fioniJ )rtSpoljzei erflärtel iu6 authentischer Lst l unden hat. die Sachlage klar üi:| i)8 nicht entnehmen, J ein deutschen Konsul I iben. Der PeterSbiu^I große Aussehen, da? 1 eschwichtigen. ®ü5:J as sich allerdings roitn zu den in der deustst sagen? tt Köln. für den Kaffee im IN es Widerspruchs gG Sport* Wien, 19. Sept. Deute fand auf der 10 Kilometer fangen Rennstrecke Schottwien-Semmering das diesfäbrigcA u t o- mo b ilrennen statt. Salcer drückte auf einem Mercedeswagen den bisherigen Rekord 7 Minuten 25?/s Sekunden auf 7 Minulcn 5 Sekunden herab. Lllftschiffcchtt. Berlin, 18. Sept. OrDille Wright unternahm heute mit dem Korvettenkcst)itän Engelhardt einen Flug von einer Stunde und 37 Minuten Dauer. Er stellte hamü einen neuep Weltrekord für einen Flug mit einem Passagier auf. 2ün Nachmittag versuchte er bei dem letzten Berliner Fluge einen neuen Angriff auf den von Farman gehaltenen Dauerrekord. Beim ersten Aufstieg sah er sich ck)on nach einigen Minuten zum Landen genötigt, da sich Die Verbindungsstange am Führersitz gelockert harte. Beim zweiten Aufstieg verblieb er eine Stunde 45 Dtinuten und 53 Sekunden in den Lüften, mußte dann jedoch aus Mangel an Zkühllvasser niedergehen, so daß der Dauerrekord von ihm nicht gebrochen worden ist. Nach der Beendigung eines Fluges verabschiedete sich das außerordentlich zahlreich erschienene Publikum unter stürmischen Kundgebungen von Wright. Cholerasälle in Gftpreuhen. Königsberg i. Pr., 18. Sept. In Pokal Ina bei Ruß (Kreis Dcydekrug) wurden zwei Eholerafälle bakteriologisch feftgeftellt. Eine Person ist bereits gestorben, eine andere isoliert. Seitens der Behörden wurden alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Königsberg t Pr., 18. Sept. Bei den Choleraerkrankungen in Pokallen int Kreise Dcydekrug handelt es sich um den Flößer Kibel ka, der auf dem Floß von Rüß nach Memel gefahren ist. Von Atemei zurückgekehrt, erkrankte er in den ersten Tagen dieser Woche und starb am Mittwoch. Der Verlauf der Krankhett ließ den Verdacht auf Cholera zu, so daß unverzüglich alle erforderlichen Maßregeln getroffen wurden. Stibelfa ist bereits beerdigt. Die zweite Erkrankung betrifft die Frau Kibelkas, die sich vermutlich bei der Pflege ihres Mannes infizierte. Zn beiden Erkrankungsfällen wurde die Cholera bakteriologisch fest gestellt. Das Befinden der Frau ist bisher verhältnismäßig befriedigend. Man hofft, dank der sofort getrosfeneir Jsolierungsmastregeln, die Krankheit auf ihren Derd zu beschränken. Anzeichen von irgend einer Weiterverbreitung zeigten sich bislang nirgends. Vermischtes. * „S a u r e s B r c für r e i a) e L e u t e. Das immer stärkere Eindringen kapitalistischer Elemente in die englische Aristokratie, die ftch stets steigernde üvftspieligkeit des Lebens haben viele vornehme Leute, die früher als reich gelten konnten, deren Vermögen aber nicht nennenswert anwuchs, in ungünstige Verhällnisfe gebracht, so daß sie nun eine ganze Klasse der „armen Reichen' bilden könnten. Sie verfügen zwar ngch über einen ansehnlichen Besitz, aber es steht zu der Form ihrer Lebensführung und 'Repräsentation in keinem richtigen Verhältnis, und so sind sie gezwungen, sich im Geheimen Nebenverdienste zu erschließen, während sie der Oeffentlichkeit.weiter als vornehme und nichts tuende Herren erscheinen. Von dem „sauren -örot", das solch armen Reichen häufig beschert ist, erzählt Elizabeth Sloan Chesser in einem interessanten Eharatterbild, das einen Blick hinter die Kulissen der britischen seinen Gesellschaft gestattet. Manch stolzer Aristokrat Albions ist der Mentor, Führer und Freund eines reichen Ämeritaners, den er in hohen und höchsten Kreisen lanciert. Die hohe Bezahlung für solche Dienste wird ihm durchaus nicht geschenkt. Es ist recht schwierig, solch einen 4)ankee oder eine reich gewordene Aankeedame vor jeder Verfehlung gegen den guten Geschmack zu bewahren, ihnen beizubringen, wie man sich lleiden, wie man gehen, wie man sich benehmen und unterhalten .sott. Groß ist auch die Angst und Besorgnis, wenn der Amerikaner endlich in einem jeinen Salon „los- gelassen" wird, nicht nur jhn, sondern ayd) sich selbst zu blamieren. Weniger aufregend ist die Vermittlung von Aufträgen an Geschäftsleuten, die Gewinnung von Kunden, die besonders viele Damen mit guten 5lonne$ioncn betreiben. Solche geschickte Frauen schließen direkte Verträge mit Schneidern und anderen Lieferanten eleganter Luxus- gegenstände ab, nachdem sie für so und so viele Bestellungen, die auf Grund ihrer Empfehlungen gemacht iverden, eine Spitzenbluse oder einen feinen Iupon oder sonst ettvas erhalten. Auf solche Weise kann sich eine Dame der Gesellschaft fast umsonst in standesgemäßer Weise Ztteidung und Luxus verschaffen. Eine andere Form, durch die sich vornehme Guts- oder Villenbefitzer über die Kosten ihrer teuren Haushaltsführuirg hinwegzuhelsen suchen, iftJDie Einladung von Gästen, die bezahlen müssen. Wer zum Sommcraufent- halt bei einem Baronet ober gar einem noch höheren Adeligen eingeladen wird, wird für diesen Gunstbeweis, der ihm sogleich ein ganz anderes Relief in der Gesellschaft gibt, gern in den Beutel greifen und für die Ehre durch ein pekuniäres Aequivalent sich revanchieren. Ob freilich solche zahlenden Gäste einen erträglichen Gewinn abwerfen, ist zu bezweifeln, da sie eine größere Dienerschaft und auch sonst große Ausgaben beanspruchen. ♦ Das Podagra in der Antike. Das Podagra, dieser unangenehme Gast, der nach gutem Leben und trink- fröhlichen Tagen als quälender Rachegeist sich in den Zehen zu regen pflegt, ist einmal von dem genialen englischen Karikaturisten Gillray, der die Laster und Schwächen des bierbur|tigcn John Bull so schark zu geißeln wußte, als ein scheußlicher zwickender Krebs dargestellt worden, der seine beiden Scheren erbarmungslos ein kneift. Unsere Vorfahren, die sich ebenfalls viel mit dem „Zipperlein" zu beschäftigen f) ati.cn, stellten es sich in der Gestalt einer riesigen häßlichen Spinne dar, und die Fabel- oder Komödiendichter wurden nicht müde, von den langwierigen Besuchen dieses Unholds zu erzählen. £xm5 Sachs hat den Zipperlein und die Spinne sich unterhalten lassen, spobei der Zipperlein von feinem behaglichen Leben in den Füßen der Menschen prahlt, auS denen ihn fein Arzt und Bader vertreiben könne. Es sind antike Vorstellungen, die hier nachwirken, denn schon den alten Griechen war das Podagra, von dem Juvenal als der Kranlheit des Lebemannes spricht, ein wohlbekanntes Hebel und den Lustspieldichtern ein reicher Stoff witziger Satire. Archon Aristophanes, so bemerkt Paul Maas' bei Gelegenheit einer britischen Besprechung der neuesten Ausgabe der dem Lnkian zugeschrie- benen Podagra-Lustspiele in der Deutschen Literaturzeitung, läßt die Gichtleidenden in dem Gefolge seines Gottes Plutns, des Reichtums, auftreten, und ein anderer antiker 2ck)rift- steller, 5?edylos, feiert das Podagra als eine Tochter, die dem Ehebund des Bacchus, des Weingottes, und der Aphrodite, der Liebesgöttin, entsprungen fei. Ein Zeitgenosse des 2: ttlonios von Tyana hat bann ein nicht mehr erhaltenes langes Lobgedicht ans diese neue Götrin verfaßt/ deren Reize man wvhl in so lebhaften Farben schildern mochte, weil man dadurch selbst von ihnen verschont zu bleiben hoffte. Bald trat Podagra höchst persönlich in den Lustspielen der späteren griechischen Komödie auf; aber die Griechen waren natürlich nicht so unehrerbietig, einer so mächtigen Götttn die Gestalt eines häßlichen Tieres zu geben, sondern sie schilderlen sie als die Herrscherin eines vornehmen Ordens, in den ausgenommen zu werden man sich noch zur Ehre anrechnen mußte. Drei solcher Stücke werden, wahrscheinlich ohne große Berechtigung, dem übermütigen Spötter Lnkian zugeschrieben Das erste, die Zrago- vodagra, besteht aus zwei nur ganz lose zusammenhängenden Teilen. Ein Gichtkranker wird zunächst mit vieler Feierlichkeit unter die Diener und Anhänger der Göttin ausgenommen, während zwei syrische Aerzte, die sich vermessen haben, die Krankheit heilen zu können, für ihre Auflehnung gegen den göttlichen Witten schwere Strafe erleiden. Sie lvcrden von einem besonderen Eilboten der Göttin ergriffen, vor die hohe Podagra geführt uni) von ihr mit Hilfe der „Ponoi", der personifizierten Schmerzen, gepeinigt, so daß sie hoch und teuer schwören, niemals wieder den frevel- Ifaften Versuch einer Heilung machen zu wollen. Das Akotiv, daß sich;atflc, auch die Großen und Mäck)tigen der Erde, vor der Göttin Podagra beugen müssen, lehrt auch in dem Lustspiel ,Kkyhus" wieder. Zunächst tritt Podagra auf und erklärt, daß sie den frechen Oki)pus, der ihre Macht geleugnet habe, die Geißel ihrer Schmerzen fühlen lassen werde. Dann erscheint der Leugner der Göttin, hinkend, auf seinen Diener gestützt, mit jenem verräterischen Zielten unb Zerren in den Zehen, das er durchaus nicht als Podagra anerkennen will. Aber fein Arzt Soterichos, der ihn genau untersucht, weist ihm nack), daß auch er dem scharf packenden Griff der Göttin nicht entgangen ist, unb reumütig muß er ihre Uebermacht über die armen Sterblichen erkennen. Solcher Gicht-Lustspiele, in denen die hinkenden, humpelnden und klagenden 2)titglieber des weitverbreiteten Pobagraordens verspottet wurden, gab es in. der Antike eine große Anzahl. Kleine Tageschronik. Aus Havanua wird gemeldet, daß in der Provinz Pinas bei Rio, dem Hanpttabaksdistrikt, ein schwerer Ort an gewütet hat. Der Umfang des Schadens ist unbekannt. Tie Verbindungen sind unterbrocT)cn. Handel nrrd Verkehr, Volkswirtschaft. R. B. Darin stadt, 19. Sept. Die Süddeutsche Eisenbahngesellschaft hielt gestern eine Generalversammlung ab, in der Beschlüsse von außerordentlicher Wichtigkeit gefaßt wurden, die in ihrem Endergebnis eine Verlegung des Schwergewichts der Gesellschaft, resp. der Alajoritat der Aktionäre nach dem rheinisch - westfalischen Gebiet zur Folge haben werben. Tie sog. Essener Gruppe, eine aus der Stadt Essen, dein Landkreis Essen, dem rheinisch - westfälischen Elcttrizitälswerk und dem Unternehmer StinneS bestehende G. m. b. H., die für 14 Riillionen Aktien besitzt, halte in der Versammlung verschiedene Anträge gestellt, die trotz des schärfsten Widerspruchs der Atinorität unter großer Erregung zur Annahme gelangten. 9lnd) diesen Anträgen wurde Artikel 29 des Gesellschafts- slatuts, ivonach em Aktionär weder aus Grl,nd eigenen Besitzes noch durch ihm erteilte Vollmacht mehr als tausend Stimmen auf sich vereinigen kann, gestrichen. Die Stiniinenzahl für einen Aktionär ist also in Zukunft unbeschränkt. Ein weiterer^ zur Annahme gelangter Antrag ging dahin, die Zahl der Aujsichtsrats- mitglieder, die bisher höchstens sieben betragen durfte, um drei Mitglieder zu erhöhen, und es wurden darnach folgende Diitgliedcr in den Aufstchtsral neugewählt: Oberbürgermeister Holle- Essen, Landrat S n e t h l a g e , Geheimrat Funke, Direktor v.Tippels- k i r ch, Rechtsanwalr Dr. Gehrke; für ein ausjcheidendes Atit- glied wurde S t i n n e s neu gewählt. Die Minorität, die durch lliechlsanwalt Dr. D a r m st ä d l e r - Mannheim vertreten wurde, legte sofort gegen sämtliche Beschlüsse und auch gegen die Neuwahlen Protest ein und behielt sich die Anfechtungsklage vor. Den Vorsitz in ;der Generalverfammlung führte der Direktor der Bank für Handel und Industrie, H e d d c r i ch, als Verlreter der Regierung wohnte Lberfinanzassessor Michel den Verhandlungen bei, die oft einen sehr stürmischen Charakter annahmen und säst 5 Stunden dauerten: es waren im ganzen 19 499 Slinuncu ucvtictcn.________ _____ Vcrantwottlich-sür Feuilleton und Vermischtes: I. V.: August Goetz. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, * mitgeteilt von der Bank für' Handel und Jndustriey’Giessen. Frankfurter Börse, 20. September, 1.15 Uhr. 3'/,°,'a Reichsanleihe . - - > . •• - do. 3'/,°/0 Konsols V". -2 . 3°;,. do. ... . 3' Hess •!! . . 31/,0ln Oberhesseniä- 4°/, Gesten. Goldrente.-". 4'/;"/» Oesterr. Silberrente : 4" 0 Ungar. Goldrente .e,. 4° n Italien. Rente . ... 3% Portugiesen Serie I .’ 3°/, Portugiesen „ TU . 41 /,% rass. Staatsaul. 1905 4* 2°/0 Japan. Staatsanleihe 4°/0 Conv.Türken von 1903 Türkenlose . -. . . r. 4°/0 Griech. Monopol-Anl. . 4° 0 äussere Argentinier ,. 3°/0 Mexikaner . .. 4',.% Chinesen . Aktien: Bochum Guss . ... ’ Buderns E. W. . . . . Tendenz: fest. 94-60 84.95 94.60 84.95 93450 93— 99.75 99250 95.10 62*z5O 64.70 99.25 96.50 93.80 162.60 48.40 88.90 66.30 99.60 248.00 121.50 Elcktriz. Labmeycr . . . 113.50 Elektriz- Sohuckert .. x. 126.00 Eschweiier Bergwerk .' . 209.00 Gelsenkirchen Bergwerk . 207.70 Hamburg - Amerik. Paketf. 133.00 Harpener Bergwerk . . . 207.40 Laurahütte . . 197.75 Nordd. Lloyd-.-. . . .103.70 Obcrscblcs Eisen-Industrie 111.80 Berliner Handelsgcs. . . 179.50 Darmstädter Bank <.' . . 139.10 Deutsche Bank .' . . . 248.50 Deutsch-Asiat. Bank . . 149.30 Diskonto - Kommandit . . 195.20 Dresdner Bank» ... - 16080 Kreditaktien..... 209.80 Baltimore- und. Ohio- .«• Eisenbahn .7. . 1 118.80 Gottbardbabn . .. .!«.>.•'. —.— Lombard. Eisenbahn .> . . 24.70 Oesterr. Staatsbahn . ?'■. 162.70 Prince • Henri - Eisenbahn 132.50 Berliner Börse, 20. September. Anfangskurse. Canada E. B......18740 Darmstädter Bank . . . 139.10 Deutsche Bank Dortmunder-Union C. 1. • 84.40 Dresdner Bank . . 161.40 Tendenz: ungleichmässig. Harpener Bergwerk . . . 207,60 Laurahütte...... 198.00 Lombarden E.E......7. 24.70 Nordd. Lloyd.-. Tiirkealvtie ... 163.40 Braut«Seide . — Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! — IP/U C. Hennchcrg. Zürich. P,f.e i I- Verkaufsstellen durch dieses Plakat m’AJ kenntlich. Fabrikant: August Jacobi, Darmstadt Kuoerts mit Zirma bMiqft brüht'sche Universitäts-Druckerei. R. tanze, Eietzen Danksagung. Das souveräne Desinfektionsmittel. Ntb -ei, Hch. Tteih unb Kinder Gießen, 20. September 1909. 07041 Sie sind erstaunt tut* ** tl Hermann Nau Bad-Nauheim, den 20. September 1909. 61T7 ^bft-Perstciftcruttft Donnerstag den 23. d. Mir». nod)mtua^l l1/, Uhr. wird da» Cbi: cu» dem ».akaUchen Därr »nd 8 er5orten SVJTOMOBS _ Beseitigt üble Gerüche ohne selbst zu riechen. Vernichtet ansteckende SR Krankheitskeime 3« Ladigtaas 5W le wr gerei»s finden nait Herborn 4, Cftobcr Dillenburg 7. w Haiger 14. , (Uüifhhic Rani und «vcrka,i»aelege»bei» in# $ <^>rrt Vanbci-Cbh- und Weinbau Onivektor Echiltt anroefend em ___________________________ , «ort dem Allmächtigen bat eß gefallen, unter hebe«, unvergeßliches Shnb Hedwig im AVer von !•/« Jahren am LamStag abend um 6 Uhr iu 1id> *u rufen. crMMdk ■ Vrrtrvter «.ehr. Jullmwnn. Rah,bof*lZ ® Veknnntmachung. In das Handelsregister Ld,. a rmirbc bezüglich der tjirma Strrcnftixf und tpdineiber. Gkcfeen einae.raaen: Der bisherige Gesellschafter Johann iSeorg virkenstoek L ist brr offenen ^aiidelögesellschast au-geschiedea mtb diese hierdurch auffltlöft Dee Gesellschaft itnrb von dem andere» Gesellschafter Johann Otto Schneider unter der d -herrgen JVirma sortoenihN. Dem Techniker August Becher von VUien- Äisech ist Prokura erteilt Bekanntmachung ble Bedienung der Stückstanverschlüsse betreffend. Unter timroei» auf - in Absatz tt der Aolizewerordnimg vom 1. August 1904, die Entwässerung von Qfaiubmkfen un Anschluß an die städtische Ranalijanon betreffend, welchen idk necbftebenb zum Abbruch bringen, machen wir bitienigen Hausbesitzer, iveldx ihre Grundstücke an die Neukanaliiatton bereits angeschlotien haben, barau* auimerffam, bau vom 21. Beptember bis 6. Cfisber 1909 eine Spülung sämtlicher stabt. Ltraßentanale oorge» nommeii wird. Statt jeder besonderen Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass am Sonntag abend unser lieber Gatte, Vater, Bruder, Onkel, Schwager, Schwiegervater, Schwiegersohn und Grossvater Herr Christoph Wagner XIX. Gemeinderat und Feldgeschworener nach langem Leiden im 59. Lebensjahre sanft entschlafen ist. SeBtrttbnl War, Wki-WWst L8ii. Tie Aktionäre unserer Gesellschaft toerden Mi der Donnerstag den 7. Oktober 1900, »achm. 3 . nir. m dem Ratf^au-sacle ndenden G nerald«' scmunlung ergebens eingeladen Taae-ordnu na 1. Vorlage de- Berichts, Bilanz, Gewinn- und Verl-.- rechnung pr. 31. Marz 19(Ä und GenebmrgWG te* selben L Erteilung der lecharge 3. Bahlen zum Ausfichtörat. Bericht, VÜantz, Gewinn- und Verlustrechnung l eges । von heute an in dem Geschäft-lokale zur Einsicht der nüre offen. Tieieniaen Aktionäre, welche an der Generolrvrjcnuu lung teilnehmen. oder sich vertreten lassen wollen, habe I ihre Aktien di- spätestens den 5. Oktober 1909, nuchminog- j 6 Uhr, auf dem Geschäftszimmer unserer GefeUschaft * | hinterlegen Lollar, den 19. September 1906. ____________L te Liquidatoren___________I Oer OsierriCiil im ilicestiiereiii in GieOa beginnt Diontafl den 11. Oktober, morgend 9 Ubr, 1 den Schulhäusern au» O-wald-berg und m der Ltc,nftroDt | Derselbe umiaht: a) Äurk t» weibliche» va* arbeiten, ds Kurse sKr Handarbeit-lehrcrinne», <•) * Rochschnle, d) die Hau-haltnugaschule, e) Kurse hr Hau-daltung-lehrerinne« Anmeldungen ftnb spätesten- bis 1. Oktober zu n4*c zu •) und b) an Frau Geheimrat Gebhardt oder )t- Möser, zu c) und d) an Frau Oberbürgermeister Mecor oder Frl Deutsch, zu •) an Arau Geheimrot GedHarts oder Frl. Deutsch. Aulführlich« Prospekte versenden di« geoamUen auf Verlangen und unentgeltlich. Versteigerung. Ticuciaa b<» ZI. de Ikt*.. ■adiiniitaa» 2 Ubr. veriteiacre 1 dl -lcunadt 55 dobeer aege» ^artavtunfl: L t B«er Bäten «auch als Lasten- ibekc amanctl, 1 Mewlika- 2 au le nrt drei .iao'batmen. g r duebtarrrn. 7 eiserne BenueUen und 2 Litzbante: 2. 1 Bferd, 1 Rollwaaen. l Gasmotor. 1 Kanen'-drank. 1 SiralitrirrfaRr. I* Lorbeerbäume. 1 Badeemrubtung m-Ofen. 1 «Ui«4i