Nr. 164 Per Lietzener Anz^ger Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. ■I | Roth in Giessen. •SO ! 1- l ** - Turnfest IM SD IS. i in BH : zahlreich zu ericheinen. 18. huli um 12.30 Uhr b Bieber. Ter Lorstti * “f41 "wir • Mu- - 4»«i «tf>'; • •winju^ “ -SS' rK^ zürft Bülow über seinen Kücttritt Aus einem Bericht des Hamburgischen Korrespondenten Liter eine Unterredung, die sein Chefredakteur v ^ardt int dem ? irrsten Bülow über einige, dessen Rücktritt be- i -fsende A-rmcn gehabt hat, heben wir folgendes hervor: Fürst Bülow erklärte zunächst, er werde nach feinem U icfiritt politische Kundgebungen an die Öffentlichkeit vcr- i -ibcn, und betonte weiter, er hätte es für eine Untreue .-hatten, wenn er dem Wunsch des Kaisers, bis nach Er- i-'.iquna der Reichsfinanzreform im Amt zu bleiben, nicht i' chaekommen wäre: nur dieser Wunsch, nicht etwa Ruck- ichten auf den Reichstag und die Parteien hatten ihn um Bleiben bestimmt. Er fuhr dann fort: „Wenn ich es nicht für richtig gehalten habe, dem imfer die Auflösung vorzuschlagen, so haben mich )ad)=- I !i:ye Gründe bestimmt. Ich mußte anbent Erwägungen I jo 'nen als der Parteimann. Ich mußte auch die Zumnst lini Auge behalten. Ich konnte mich Nicht für einen Wahl- ic. upf begeistern, der nach rechts hätte geführt to-erben stsen und zum notwendigen Ergebnis eine gar nicht ab- schätzende V.wflärtung des Radilalismus und speziell der «zialdemoi'ratie gehabt hätte. Die Auslösung hätte zudem Itine Verschiebung der Reichsfinanzreform zur Folge gehabt, , ,b niemand weiß mehr als ich, wie sehr die Eiuzelstaaten |H< endliche Erledigung der Sache herbeisehnten, w-.e außer- r deutlich sie unter einer weitern Verzögerung zu leiden ■schabt hätten. Und bann: hätte benn ein im Kampfe gegen §i?3 gegen' mich gegen die Erweiterung der Erbschaftssteuer ge- ■l'tinmt haben. A la guerre comme ä la guerre. Von der =1 Suite hatte ich es nicht anders erwartet. Die .Haltung der Konservativen ist mir weniger ver- Wstündlich gewesen, und es wird auch nicht gelingen, sie kein Lande verständlich zu machen. Der Eindruck wird »unverwischbar hasten, daß die Konservativen dem zur aus- • schlag geb end en Stellung zurückverlangenden Zentrum Hand- IIla_ngerdienste geleistet haben. Wenn die Konservativen jetzt edlärcn lassen, sie hätten die grundsätzliche Ausschaltung IbcS Zentrums für einen politischen Fehler gehalten, so tann damit nur die Blockpolitik gemeint sein. Denn den kratische Gruppe zu seiner Verfügung hat. Ich war der Vertreter und Träger einer festen, ent- schlosfenen und vor allem einer stetigen Ostmarkenpolitik, weil ich glaube, daß Schwankungen und Schwäche aus diesem Gebiete die preußische und die deutsche Macht, die Lebensinteressen der preußischen Monarchie und des Deutschen Reiches an ihrer Wurzel berühren. Das Zusammengehen der Konservativen mit den Polen muß auch die Deutschen im Osten demoralisieren. Namentlich jetzt, wo sich das Zentrum inniger als je zuvor mit dey Polen verbrüdert hat. Ob es wohl irgendeinen Menschen auf der Welt gibt, der wirklich annimmt, daß die Polen mit den Konservativen gegangen sind und gegen die Erweiterung der Erbschaftssteuer gestimmt haben, weil sie glaubten, auf diese Weise dem Deutschen Reich und dem preußischen Staat einen Dienst zu erweisen? Risum teneatis amici. Die Polen haben gegen oie Erbschaftssteuer votiert, lediglich und ausschließlich, weil sie wußten, daß sie damit den Reichskanzler zu Fall bringen würden. Der Redakteur eines leitenden polnischen Blattes, des Dziennik Berlinski, erklärte bald mach der Abstimmung: „Ich erkläre mit allem Nachdruck, daß die polnischen Mitglieder des Reichstags mit ihrer Abstimmung, die das Schicksal der Vorlage über die Erbschaftssteuer entschied, einzig und allein die Beseitigung des Fürsten Bülow erzielen wollten." Wenn die Polen dies Ziel erreicht haben, so gebührt ihr Dank hierfür der konservativen Parteiführung. Was mich angeht, so konnte und wollte ich jedenfalls nicht von der Gnade der polnischen Fraktion abhängen. Ich konnte eine Entwicklung nicht mitmachen, bei der die polnische Fraktion eine solche Rolle spielt, wie jetzt bei der gegenwärtigen parlamentari- ■? politischen Fehler der grundsätzlichen Ausschaltung des Zen- imims habe ich nie begangen. Wenn aber die Konservativen hü; Blockpolitik für einen Fehler gehalten haben, so ver- sl-he ich nicht, warum sie zweieinhalb Jahre hindurch diese Politik mitgemacht und durch Stellung des ersten Prä- iitenten im Reichstag sanktioniert haben. Ich vermag hier politische Logik und Konsequenz nicht zu entdecken. Aus ifjter Abneigung gegen die Erbschaftssteuer haben die Konst wativen allerdings von vornherein kein Hehl gemacht. 2»as war ihr gutes Recht, das ihnen niemand bestreitet und niemand verübelt. Wer daß sie sich gleich zu Anfang örr Beratungen mit solcher Starrheit festgelegt haben, das mur auch vom Standpunkt der Partei, nach meiner Heber- pigung, ein schwerer Fehler. Ja, wenn es sich um Hauptpunkte des konservativen Programms gehandelt hätte, um Naubensfragen, um Schul- und Kirchensachen, um Kronrichte, um die Fundamente von Heer und Flotte, oder iLn Stellungnahme gegen eine Radikalisierung des preußischen Wahlrechts, oder tvenn es sich um die Grundlagen d»w Reichs- und Landesverfassung gehandelt hätte, dann töte die Haltung der Konservativen verständlich gewesen. Wer die Ausdehnung der Erbschaftssteuer, deren Prinzip |ie ja schon anerkannt hatten, ist nicht eine Frage, die konser- v ckive Grundsätze berührt, von der Sein oder Nichtsein iibtr konservativen Partei abhängt. Diese Frage ist künstlich a.iifgebauscht worden. Und wenn man jetzt nachträglich das Prinzip des Reichstagswahlrechts in diese Debatte wirft, ;iw einem Moment, wo man den Massenkonsum erheblich delastet, so, fürchte ich, hat man nur Wasser auf die sozialdemokratischen Agitationsmühlen geleitet. Das Land wird «ich mehr und mehr erkennen, daß, wenn die Haltung der Konservativen eine andere gewesen wäre, die Finanzreform in einer nicht nur quantitativ, sondern auch quali- Itatib befriedigenderen Weise ohne Sprengung des Blocks, ioEjne Wechsel in der Regierung, ohne Preisgabe der Errungenschaften und Hoffnungen des Wahlkampfes vom Zenuar 1907, des schönen Aufschwungs von damals sehr soohl zusrande kommen konnte. Inzwischen zeigt sich ja immer mehr, welche Besorgnisse die Haltung der Konferva- liten im Lande hervorgerufen hat. Das Land fühlt die gende Ausführungen: , t ,pr . „Die Ernennung wie die Entlassung der Minister hangt verfassungsmäßig lediglich von der Krone ab. Es können aber Situationen entstehen, wo ein Minister, der Ueber- leugungen hat und es ernst mit seinen Ueberzeugungen nimmt, nicht im Amte bleiben kann. Daß eine solche Situation für mich entstehen könnte, darauf habe ich die Konservativen rechtzeitig hingewiesen, im Reichstage und unter vier Augen, offen und ehrlich, in einer Weise, die jeden Zweifel ausschloß. Solche Zweifel haben auch bei der konservativen Parteileitung gar nicht bestanden. Sie war sich über den Charakter meiner Warnungen durchaus im klaren. Sie wußte, daß ihre Taktik mich zum Rücktritt zwingen mußte. Indem sie meinen Warnungen keine Rech- nung trug, hat sie mit Bewußtsein eine Lage herbeigesuhrt, in der ich nicht bleiben konnte. Man scheint den Eindruck dieser Vorgänge dadurch abschwächen zu wollen, daß man es so hinstellt, als hätte ich auch schon bei früheren Vorschlägen und Gesetzesvorlagen mit meinem Rücktritt gedroht, als hätte man also meine Warnungen nicht ernst zu nehmen brauchen. Ich erkläre, daß ich bei keiner früheren Vorlage und keinem früheren Vorschlag jemals den Konservativen meine Demission in Aussicht gestellt habe. Es ist endlich irrig und unrichtig, und es ist irreführend, die Sache so darzustellen, als hätte ich meine Entlassung lediglich aus dem Grunde genommen, weil die Erweiterung der Erbschaftssteuer nicht durchgegangen ist. Gewiß, das würde allen Traditionen widersprechen, wenn ein Minister ginge, weil eine von ihm vorgeschlagene Gesetzesvorlage vom Parlament abgelehnt wird. Das ist aber gar nicht der Grund meiner Entschließung. Ich habe mich zum Rücktritt entschlossen, weil durch die Haltung der konservativen Partei eine politische Konstellation herbeigeführt worden ist, welche unter Trennung von den liberalen Parteien und sogar von den Waffenbrüdern des alten Bismarckschen Kartells die Konservativen zum engsten Bund mit dem Zentrum und den Polen geführt und dadurch das Zentrum wieder zur ausschlaggebenden Partei gemacht hat. Die Folgen dieser Haltung der Konservativen und die hierdurch herbeigeführte Konstellation haben mein Verbleiben im Amte unmöglich gemacht. , c , c ... .. Jedermann weiß, wie fern nur auf konfessionellem Gebiete Ungerechtigkeit, Vorurteil und Voreingenommenheit liegen. Wir waren von der Möglichkeit eines Kulturkampfes nie weiter entfernt als während meiner Amtszeit. Aber daß eine Partei, die auf konfessioneller Basis steht, durch konfessionelle Gesichtspunkte zusammengehalten wird und die dabei die konfessionelle Minderheit vertritt, baß diese Partei den ausschlaggebenden Einfluß ausübt im deutschen Reichstag und diesen Einfluß so mißbrauchen kann, wie das am 13. Dezember 1906 der Fall war, das halte ia) allerdings für einen schweren Schaden. Ich glaube, das ist kein Gluck für die religiösen Interessen der katholischen Kirche in Deutschland, und ich glaube, daß es ein Unglück ist für die politischen Interessen des ganzen Landes. Auch darin wird mir die Zukunft recht geben. Wenn gesagt worden ist, die konservative Partei hätte gar nicht das Zentrum zur ausschlaggebenden Partei gemacht, sondern ihm nur einen Platz in Reih und Glied einräumen wollen, so ist das eine Fiktion, die niemanden täuschen kann. Von dem Augenblick an, wo die konservative Partei die Brücken zu den Liberalen mit solcher Schroffheit abbrach, ist das Zentrum mit feinen 105 Mitgliedern und feinem polmsch- elsässischen Anhang von weiteren 30 Wgeordneten gegenüber 60 Konservativen wieder in die ausschlaggebende Siel- «fschi»! tzseüie mte Kasfee's Ceylon-Tee eisen in vorzüglicher QK allenfels Telephon 8 attioarvereins._____________. Ausgangspunkt einer Entwicklung werden, die erbitterte Parteigegensätze schafft, unnatürliche Parteigruppierungen hervorruft, für das Wohl des Landes nicht zuträglich ist. Fürst Bismarck hat mehr als einmal gesagt, ob eine politische Aktion richtig sei oder nickt .lasse sich meist nicht un Momente, sondern erst einige Jahre später beurteilen. Das gilt auch für die Aktion, welche die Führer der konservativen Partei jetzt gegen mich in Szene gesetzt haben. Ob sie richtig und für das Land ersprießlich war, wird sich auch bei den nächsten Wahlen zeigen. Ich kann doch wohl für mich in Anspruch nehmen, daß ich die Sozialdemokratie nicht nur in ihren Führern rednerisch überwunden, sondern ihr eine schwere, praktisch und politisch bedeutungsvolle Wahlniederlage beigebracht habe. Indem die Fraktion von 80 auf 40 Sitze heruntergedrückt wurde, ist der Beweis geliefert worden, daß die Sozialdemokratie auch ohne Ausnahmegesetze und Polizeimaßregeln belümpft und besiegt werden kann. Wir werden sehen, ob dies bei den nächsten Wahlen wieder gelingt. Die Sozialdemokratie befindet sich jetzt in rückläufiger Bewegung. Wir werden sehen, ob die sozialdemokratische Flut weiter zurückgehen wird. Mr werden auch sehen, ob die Fortschritte des Deutschtums in der Ostmark, die von den Oberpräsidenten von Pofen und Westpreußen gerade in der letzten Zeit konstatiert worden sind, auftechterhalten und weiter entwickelt werden, ob man die Welsen Niederhalten wird, die im Jahre 1907 fortgefegt worden sind. Wenn dies gelingt, so wird sich niemand mehr darüber freuen als ich. Tenn ich werde darin die Bestätt- gung erhalten, daß ich mit meiner Politik auf dem richtigen Wege war, daß sie sich durchsetzt trotz der Fehler der Konservativen. Wenn nicht, so wird man bann das schlimme Ergebnis der Haltung der Konservativen zu sehen haben, die dann als frivoles Spiel mit den Interessen der Monarchie und des Landes erkannt werden würde. Bei Philippi sehen wir uns wieder." Im weiteren Verlaus der Unterredung wies Herr von Eckardt darauf hin, daß in der konservativen Presse nach wie vor behauptet werde, das Abschiedsgesuch des Fürsten Bülow sei nicht gerechtfertigt gewesen, und die konservative Partei habe ihn nicht gestürzt. Fürst Bülow betonte, daß zwischen ihm und dem Kaiser kein Mißverständnis, kein Mißklaug irgendwelcher Art bestehe. Daran knüpfte er fol- ecl,tliS Eli Wlovte unb j6ni f bi. u.. <)oip cm» /P> Erstes Blatt 159.Jahrgang Freitag IE. Juli 1908 Äezugöpre»»: BÖS ÄLt A-SfrA** AH tj 4A| A AH MMZ i Ut für Den Kreis (Sieben M W W M M'W W' Ä M $2 W» gß K-S $1 fährt, ausschl. Bestellg. S3VIvflvllvl 441IjvIHV15ÄÄ MU Semral-Anzelger für Gberhefsen MW r die Tagesmimmer Kotationsörud und Verlag der Vriihl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Sange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schuistratze 7. Anzeigenteil: H. Beck. 3 vormittags 9 Uhr. _..n ninm-.:-. ndwigSteinbänsi Neuenbüue 17 Seltereweg 27 Gefahren, welche diese Haltung für die Partei selbst unb I hing eingerückt. Gar nicht bavon zu l^de"- daß Zen- für bas Vaterland in sich birgt. Diese Haltung kann berltrum gegen bte Konservativen stets auch bie sozialberno- iebienen: e Wegweiser den Wetterau teil* Mtebel in. " SU*"*1 ttftt Ullv ^»den Mk. bic^IJÄoö: WV rtztzS? HStz anbEhen »“$ vir/Az: Yerfre“11^ scheu Mehrheit."_____________ Zum Wechsel in Öen hohen Reichsämtern. Der Kaiser unb bie Kais er in sagten sich am Mittwoch abenb beim Fürsten unb der Fürstin v. Bülow zum Diner an. Der Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg nahm ebenfalls an bem Diner teil. — Am Nachmittag besselben Tages erschien unter Führung bes Reichskanzlers von Bethmann-5)ollweg eine Depu< t a t i o n des Bunbesratesbei dem Fürsten v. Bülow, um ihm zum Abschied eine Adresse zu überreichen. Nachdem v. Bethmann-Hollweg die Adresse mit einer Ansprache übergeben hatte, dankte Fürst Bülow, indem er ausführte, die Adresse bereite ihm deshalb aufrichtige Freiide, weil er sie als einen Beweis dafür anfehe, daß es ihm gelungen ei, sich das Vertrauen des Bundesrates M erwerben. Ver- :rauensvotle Fühlung mit dem Bundesrate zu unterhalten/ ei ihm von dem ersten Tage seiner Amtsführung an ein Bedürfnis gewesen. Er wisse, wie lebendig und tiefgewurzelt der Reichsgedanke im Bundesrate sei. So lange dem so fei, könnten wir mit Ruhe in die Zukunft blicken. Er übergebe mit vollem Vertrauen die Gefchäfte an Bethmann-Hollweg, ein Vertrauen, das nicht nur begründet fei auf der ?ln- erkennung der hohen Begabung feines Nachfolgers, sondern auch auf der Achwng vor dessen Charaktereigenschaften. Der bayrische Prinzregent richtete an den Fürsten Bülow anläßlich seines Rücktritts ein Handschreiben. Fürst Bülow hat an den Bürgermeister von Hamburg, Dr. Burchard, ein Schreiben gerichtet, worin es heißt: Ich empfinde es als eine Pflicht und persönliches Bedürfnis, Ew. Magnifizenz und bem Senat ber Freien Stadt Hamburg bei Abschied aus meinem Amt meinen tiefgefühlten Dank für bie mir bewiesene Gesinnung auszusprechen. Ich verlasse ben Posten, auf ben mich das gnädige Vertrauen meines Kaiserlichen Herrn gestellt hat, mit dem aus vollem Herzen kommenden Wunsch, daß Kaiser unb Reich einer glücklichen und ruhmvollen Zukunft entgegengehen, und baß bie Freie Stabt Hamburg weiter blühen und gebeihen möge. Die „Münchener Neuesten Nachrichten" teilen mit: An mafegebenber Stelle besteht in Bayern solgenbe Beurteilung der Ernennung bes Herrn v. Bethmann-Hollweg: Angesichts ber vertrauensvollen Beziehungen, bie sich zwischen dem Bundesrat und Herrn v. Bethmann-Hollweg in ber Zeit entwickelt haben, da er das Reichsamt des Innern leitete, begrüßt es die bayerische Regierung auf das freudigste, daß die Wahl des Kaisers auf diesen bereits in hervorragender Stellung erprobten Staatsmann gefallen ist. In dieser Anschauung weiß sie sich mit den verbündeten Regierungen ui Uebereinstim- mung. Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg darf sich bes aufruhtigsten Vertrauens und der tatkräftigen Unterstützung der verbündeten Regierungen versichert halten in allen Fragen, bie die Sorge um bas Ansehen bes Reiches nach außen und um besten Entwicklung nach innen ihnt stellen wirb. . Ter Gesamtverband ber evangelischen Arbeitervereine Deutschlanbs trug dem Fürsten Bülow die Ehrenmitgliedschaft bes Verbandes an. Der Fürst antwortete bem Vorsitzenden, D. theol. Weber- 9Rünchen-Glabbach, baß er gern bereit sei, bie Ehremnit- gliedschaft anzunehnren, und sich dieser chm zugedachten Auszeichnung aufrichtig freuen werde. Auch die vom Vorstand des Bundes vaterländischer Arbeiter ihm an getragene Ehrenmitgliebschaft hat Fürst Bülow angenommen. * Ter Kanzlerwechsel wird in London in überwiegend fach' lichem, ruhigem Tone besprochen. Die Urteile über Bülow lauten verfchieden. Am ungünfiigften äußert sich die Times: Ihr Hal Bülow nie den Eindruck eines großen Staatsmannes gemacht. Er hatte in steigendem Maße das Bedürfnis nach glänzendes äußerlichen Aug^nbü''äwirkungem Ob die Politik Bethmanns sich in anderen Bahner: bewegen wird, hänge davon ab, ob das persönliche Regiment wieder au flehen wird. Die Urteile über Berh- mann-Hollweg sind im allgemeinen sehr zurückhaltend. Mehrere sranzösisch _e Abendblätter hestzrechen ■mtaWiriit cx- nennt Reich-ksitzler» m rrnrvdl,chen Boden Ter „Temps" fegt: fcat vcn IVtbnwrr fyon.t*! vl-mat -ei nürften Buto^v nn sehr ofirner, um*a,(nuwr Oktft und uon bebte ■ftilbnnq Vtrirr äsilbtim hnbrt - uno öci ehrt ibn — untxiimi* bar W. rolle n an lfiann-ni von bmwrragmbrt .foirliia-ni. Td» .Journal des 2tbctfi" ichi. «bk Man Dari van Herrn von 5c:b mann-Hollnxq ann-hm-F. Dar er ferne Erich» tterinmen btrVOT- tnim nur», ixldx f6r da» gegenWältlge rutooevdx tHeidxprriAl beünruh q'no rotrfen könnten Man tagt, er fn e n forunb .trank xndyi Wie qtauben, oaß er not allem ein Trreunb Ten:-Kandis, Aber boe nnc idihefcl dar andere nutzt nolvhnmqen au» liniere ’Sciuhungtn tu Deutschland kennen «rusqererchv r ie'.n unter her Aed" i Der Ach:uni uniertr lilianieu und D » europdi(iwn üHetdwf Irr ,3 t ft le" iaf i werde ioo* Die misir artige Pollt«! der ött hrn Xan trolle de» Kaiser» uiu den Hanoen de» ilaat. *ehrtär» von Schon über* lassen, was Frankreich kemesiveg» unangenehm ihn tonnte Aus dem Lager der Missvergnügten. Unter diesem Jilet bnnqt die na! rnalltberalf Ksrrckpvnbenz nächste deute .'tr»sührungen. die namnrthd) m Hessen Beachtung beanspruchen bürfrn: Mit Recht ift sowohl aus dem Berliner Ärrtretertaae cl» auch m der Brasse eine starke, alle Erfahrungen unb Hoffnungen LbertretienD,- (nrrigfril inner halb txr nalumalhberalfn Partei ieft; fldtrllt laornrn Daran änderte kaum etwa» die latiutw, daß brr, vom Vtintbe der L'anbnmte abhängige Abaeordnete au> der foaftwu aufttetm, und noch rocmqrr v-rden daran die Stimmen (nm* twrrni icürr, mnst Hnnrrrr Blätter etwa» andern, die an dem Verleiten der ^raflwn etwa» mtow^ax haben, beyo. der- attitif Ärtilrl cjxfaimebmrn sich Dtranlarj sehen immerhin mag es angebracht sein, nn-niflftrnd ^ir rr obst en der fiter auftretenben Unncht’qfntm tu fomenrrvn rv fmb in der „Wormser Jnlung" dn-ser lagt tnri IrttM rndiimm — einer al» „eigene Arbeit", nnrt af» .^jusctnist" —, die sich durch schrese Dcrrftrltunq der Tatsachen audtnefinfn Dir nuxf ten nur cnriqrs zurechtrtuk^n D,e Haltung der Aroftmn gegentcher der fooge der allgemeinen Besidstruer nmr wtrNich entfach genug. Tie foaktion zog du Ber mögend steuer der Beteuerung de» Hmbe»erbe» vor und hatte gegen Dir form der ^lathlafftrucr verschiedene Bedenken. Diese nmrben durch dic form der Er da n fall steuer säst sämtlich be- settigt, die Vermögenssteuer aber wurde sowohl vom Reich:kag al» auch vnu der R'gierung rundweg abgelelint. Danach blieb als allgemeine BrsiNteuer nur die Ervaniallsteuer übrig. Die ic^i-Kn sogenannten 5divflrurrn lind Äerlrhrsstcuern und ziehen einen ‘ urn ut nbrrmiupt ntdu heran, belasten aber „Witwen und Waisen", die nur ein paar Wertpapiere Mx ihrem Unterhalt besitzen Auch in der Brannrwe>nn.uer- naflf ist die Haltuwi der nationalliberalen foaktion nicht zu beanftanbvn Sir ul für da» Morwpol eingetreten; aber diese» fairb femr Mehrheit, ist ia auch jeni nicht angenommen, (Eb.mfj- nrmti wir die »onservat ven das jenlnim dazu beivegen konnten, vermochten e» die Rationalliberal n bei den freisinnigen. Dann aber blieb nur übrig, den gerechtesten Ausgleich zu suchen krin prinzipieller Widerspnich gegen du .Liebesgabe" hat selbst bei den freisinnigen Xominisiionsniitglifdein niemals bestanden. Dicl- mehr iixiren die liberalen mit den Konservativen in her iSub homniissi'n wie ui der Kommission nadezu einig, als die 20 Wat,-Cfferte des tknlnmi» die Konservativen zum Abschiv.-nken bewog. Dem Reich bringt die ledige »Regelung bekanntlich 20 bi» 30 Millionen weniger rin, olS dir Liberalen und die Reichs- Partei bewilligen wolltcii Wer heute noch leugnen will, bau du- Konservativen die „Vtrbedaabc" nur als Borw.rnd flrbrmid't haben, um die Politik de» fürsten Bülow zu zerstören brr verdient nicht ernst g.-nonnnen zu nxrbar Aber ans bemOinuib- irrtum, das; du liberalen durch noch mehr Rachgirdigkrtt dir Zkonsrniativen (ritten sestlialten kännrti, resultieren alle tue anderen fobhrtilftffe Die Konservativen roolltm daS Zentrum dabei haben, um die I grndar.- „liberale Aera" zu verhindern das dcnirum aber erlaubte einfach nirlu die Mitarbett des gesamten Xitbcrah* MU» V» hatte immer unsinnige forderungen gestellt. mnnt nicht die ViLcralen schon rechtzeitig eingeseb»'n b-ittni. das; sie partout auSgitallibfralmi gezählt zu werden, steht mif schwachen foswn Die Paneileitung bat die grotzen Zusammen hange rechtzeitig und Har erfainu imb danach gebandelt. WaS dir „Wormser ;itg." verlangt, ,st Cbyartunitat»- und Man- batSpol tik. die langsatn. aber sicher zum Ruin der Paner fuhrt politische Lagesschar«. Ztttlrum und Otdansallsleuer. Das, ein beträchtlicher Teil bei Mitglieder der 5en!iiim6lrallion de» Reichstage», insbesondere siiddentsche Mitglieder, der l*-r b a n I a 11 u e u e r geneigt luaren und mir aux- allqemeineii Parteien cküchten 'ich zu einem ablehnenden Bot um haben beftunmen lassen, ivgz bcfannl RenerdmgS aber ist auficr Zweifel gestell:, das; diese Minder- k»en sehr stark war, bab fie etwa 40 Proz. der ^enivum»- haflian auSmachtf, sowie daß diele Minderheit tiotz der qemeui- «amen cheanerschalt gegen den forsten Bülow sich nicht ahne Rim- zessionen bereu gelnnden hat, mit den Ronservatwen ni Lachen Reich nngnziesorni »iisainmeiuuwirken. Tiefe R o n j c ff i o n en biirtien in der Zulage bestehen, bau da« Zent nun die nächste »e- .tegeuheit ergre.len wird, um seine bemotianlche Leite hereoviu- frhicu. m>rau»hd)llid) wird man dazu da» ©ebiet bei Sozial- polllir wählen, schon um den Ardeitersekreiären und perni Trmtboiii entgegen zu kommen Dann wird das Jcutiuin wieder al» Volk»partei proklamiert werden. Die Bitr-rtil Erhöhung. Die Berlreter de» gesomien deut|chen Brauerei, und Last- wirtSgewerde» fmb gegenwärtig in Beilin oersaininell, um übei bie zweckniätzu,fte Abwalzting bei neuen B,ers»euei auf da» hier- trinkende Publikum zu beraten. Alle maßgebenden Crgamlalionen ber am Bierveekani tiilereftterten läeinerbetreibenben haben Der- iretrr entsandt und heute soll in ber .Schlaraffia' am (bicfeplah die letzte entscheidende Liyung ftannnbe -. ?te bisherigen Per- Handlungen haben bereit) zu einer grundsätzlichen Einigung der Brauer und (»aflwirtc in ber Richtung geführt, bau am 1. Aiiau'l eine BieroreiSgemeinschalt für bas ganze nord- uno lüdbenü-. - IBremstcuergebiet m Rralt freien soll. Die Braueieien werden für »ihre biShertgen Bierabnehmer den Bie^reiS nm luuf Mark pro KMt ein er erhöben, und für die Gastwirte wird em Ti t n b c ft- vrei» von 40 «k,Nnia pro Liter beim Berkm:' an bie TLmlwnenieii lellgefekzt Die Gastwirte, die ihren Runden da» Bier unter beetem Bbnbestpm» verkaufen, ertxnien von den ber Brei»- aememkba't angelchloi'enen Brrniereieu fein Biei mehr nehefeit ivabteub umgekehrt die Beaucicien, tne Nch nicht au den Prei»^ tarii haUen, von bett VastwiriSorgamj.itwueu bopTyttiea naben ^vueii. «11* im nlaid)enbierbanbel h,,ben die Brauereien be i Preis für den Rollen Bier um bO Piemiig erbebt. Da» Publikum -«"K künftig nunbeifen» 35 P ' eun » g für drei Flasche« jaWen. während bisher denn foifcbenbteröanbel oft noch unter den »^n 10 vlenut i pro forsche kxruntev Zangen -.'nrde ne»ie Br auf teuer wirb diesmal also den Biertriukern recht «üvlbr.r everden. flnl bee Crieaf. 3n jmtghtrftidvn Orr », a rech,i kahmrtl .. »oben scheint bie Stellun, de» MinrSerZ de» fonem unhaltbar: auch he Slrflun? fr** Minmrr» be» Aeuwru ailt al» mmuuevt .In einer OM i^iabnf in ToIma Bagti (tze wurde -n t *i-ik brutidwi '•HcKrbmUr ju» uichtigen (Wrünben wegen 3üdihaung eine» türftidrn lagelolmer» con nirinfben 4* m bann en geodr ietgt und durch 3uxftiebe auf die fofp'ablm m tzhondelf Leiter- tndHfdx Arbeiter ergriffen Partei für den ftnmeraben unb er ftatteten die Anzeige bei öen Jtonintaten An der t ü r ? r f d> e n Kammer wurde ein- fo: rpelianon über bc Borrü^en der russischen Truppen gegen d'- türki'che Qkrn ■ em,-bracht tnf Brtedl de» -chatz» tvurd-- m Teberan am nnerSta, früh im 7 Uhr bei Heuer auf die Stabljträffn< :. um bie Rid'chiiS m .erüören imd den Zugan, zur Stadt ru ruvingen. Tie frrmben Bertrerer babm sich an oen rui'ischen jhiitSträger unb den engliiclKn iie'andten zewandt mit dem vr'udxn. den 3 (hab zu em.m Waffen stillst nd ui bewegen, damit die Ausländer Teheran verlassen können Ter 3 j Millionen dafür angesetzt. Bormi?'ichtlich wird deshalb Bauern letzt von der Raumbesteuerung zur Gewiü tsbestcuerung übet gehen. Ter konservative Abgeordnete für den Wahlkreis Lands berg a.W-Zoldtn, Remier Böning, ist gefDorben. Im Wahlkreis LandSbcra Loldin. der früher lange Jahre liberale 9lbfleirbnetc in den Reistag ciUianbtc, rourh it bei ber letzten Reid)»tag^ luafil 1382X konservative, f477 sozialdemokratische und 6176 frri- finnige Ztnnmm abgegeben Tie Häuptling des Wahlkreises bfirttc bei bi ei cm Ltinnneiwerhältnis den .konservativen angeiichtS ihrer famosen Steuerpolitik sehr ictiver werden. Mit der Wahrnehiminq der Geschäfte der deutschen Gesandtschaft in Brasilien nach dem Ableben be» einem Öcrikiben plötzlich erlegenen Gesandten (Arafat von Arco-Valley ist ter butidx Genertillonsul in Rio De Iaitciro, Irciherr von Rordenflycht, beauftragt worben. rluslan-, Ter österreichisch-ungarische Munster be» Aeustern fohr. v. Aefirenthal verständigte Weherle ^davan, dost laut Bericht bea Bukarester Gesandten Prinzen Ichönburg, bie Raclnichtcn Sinafa vollständig unbegründet sind und in b ö »tv i l 1»,re r Absicht verbreitet worden seien, um in Ungarn 3trm- rmtng gegen bett Thronfolger zu machen Auf dem cngl ii dien Panzer Sutley kiesten sich bie Tiarandiaftm Insubordinationen zuschulden kommen. Auch die ZchifsSpolizci legte eine tadelnswerte Haltung an den Tag. Die französische Kammer nahm mit -IIS gegen stimmen eine Tagesordnung nn, in ber ber Beschluß, bie Wafil resorm sofort wich dein WieDerzusammentritt ber RammcT tm Oktober in Angriff zu nehmen, bestätigt wurde, forncr wurde mit 345 gegen fiü 5tnnmai eine lagc'3i>rbnimg angemmnun. die bie Erklärung der Regierung billigt, das; sie den festen Willen habe, mit Hilfe ber republikanischen Mchrlteit bas Programm ber benwkratnchen-sozialen Reformen burchzuführen und die weiter den Eiid'chlilst ber Regierung billigt, bie Tätigkeit ausländischer Polizeibcamten in Irnnkreim ein zu halten. In dieser Woäv ist m Madrid der Vertrag zwischen der spanischen Regierung und einem englischen Syndikat über den Bau einer spanischen footte zum Preise von lieben Millionen Pfund Stcrlmg abgeschlossen n*arbat. Das türkische Regierungsblatt Ittehad meldet, der Zar werde tm Herbst den Sultan besuchen Im französischen Nongo sind Eingeborenen- II in u Heu au »gebrochen, die zu Rümpfen nnt den kolonial truppen führten. Bei einem kürzlich stattgefundenen Iusammenstost imirben 280 (Srngebonnte getütet Ein amerikanische» Schiff beschlagnahmte twm Iapanii. chen Dreima ster „Daki", her bn ber Insel Pri bileff dem Waliischfoiig oblag. Da» 3dni| nebst ber aus achtzehn Mann bestehenden Besatzmtg wurden nach einem Rüstenhafen gebracht. Tie Regierung von Bolivia bat Argentinien wegen der feindseligen Mamfestarwncn in Va Paz volle (Genugtuung gegeben 2tu» Statt unt Cant. Gießen. Iß. ßuli 1909. tlu» der Sitzung der Stadtverordneten. Eine Reine gemütliche 3i$mtg, deren öffentlicher Teil rerc besonders bemerkenswerte O^genftanbc verhandelt An erster Stelle verdient wobl ber Beschlust Erwrhnuna, datz die ctabt für ihre industriellen Werke dem Hansadunb beitreten will. Druck erzeugt öfcgenbntrf, und e» ist er freu!ich. daß unsere fortschrittlich gesinnte HtabtücnnaL ibren Beitritt ium Hansabund öffentlich dafür Zeugni.-^ «biegt, daß auch die deunchen ctabte al» solche unter der einseitigen Steuerpolitik der ReichstagSmebrhel^ zu leiden haben. Ter Beschluß wurde einstimmig gefaßt Die uxidi »ende Ausdehnung des Elektrizitätswerkes und die kom mende r tvaBenbnbn machen die Errichtung eine» neuen Berwaltungsgebäude» erforderlich, dessen vm, Ar- SflKr g^ferttgter EnknTurf, der eine Bansnmme von MOc»' Mk. Dorpebt, genehmigt wurde Ter gnmnntc Herr bekam auch tue Bauleitung übertragen, da das rtabt bauamt durch andere dringende Arbeiten rbetfaftet ist. Sie ctabtp Loder und Iughardt wollten die Ar deuen unter den hiesigen Architekten ausgeschrieben haben »° sehr im allgemeinen dieser Wunsch als berechtigt an merkeimen ist. in diesem forte lag eine gewisse Vvana ' lagt vor Tie Arbeit drangt und die Srnchti -g'de-, htfube» wäre zum Ichade der Allgemeinheit verwirrt worden, wenn man jid) ;>u einer allgemeinen .'.us'chrrchuugI etUschloffen Hane. Ten biehgen Ärd>ueftcn wmU aber fuxl die dadurch entgangene Svnkurreuzniöglickiktit ein k-"lutze, Ersatz, da. wie ber Oberbürgermeister mtlieüt. ?vau*. sichtlich schon bie nächste -ttzung uiv r.r S.'adrvLrer »ich mit dem .intrag zu beschäftigen haben unrb, für die Er- rirf :ung eines f> Meter hohen Wai'.numis türt»|l Vr ictcnm flu»ftd)t auf ?omnuerenber das ganze ItadtdiL» überragender -sohr ein Preisausschreiben für alle hier lebenden Architekten zu eria ien Tast noch immer ?>cuM br iyer mit der llnterzeichtiung der RofettenvertrLge tnt Rückstand sind, ist bebauerlid). Hoffentlich holen fu bald rVersäumte nach, damit ihnen Nicht das schöne Werk »päter durch die Eriitnerung an EiitcignungSprozesse cet» * illt wird. Tie Erdüttung der neuesten Bahnstrecken in CbevbeRai ianb Donnerstag, 15. Juli, unter großer Beteiligung der Bevölkerutm an der Strecke Lick»- Atting#Ixiufen -Alkiinberg s-att Um 9 Uhr vormittag» ging von Lich aus ein ge- .chmückter Je st zu q ab. m dem sich die Vertreter der Bau- tirma urb der « enternden befanden. Auf der lu’rf'ftoi Station Rirder-Hetsingen hatten der s7rt-svorstanb und t-ie Schüler Aufstellung genommen. Unter Leitung desJZcbrerl raulich trugen die Rinder einige Lieder und ein Theater» stück nor, das die neue Eisenbahn verherrlichte. Bürgermeister Horst und W. Lotz begrüßten die Okiftr unb bantten bern Regierungsbaumeister Hu mann für bie Eröffnung. I» iittingshausen begrüßten Bürgermeister kcü »nd Lehrer unört die Bahnerof nung unb die oberste schul Nasse sang .men ithoral. Auch an den Stationen über*töeffingen, •.Väinüer, Harbach unb Catetfbom halte bie r»lemeindevrr« rrelung Aufstellung genommen. Alle bestiegen den fojt« zug und fuhren mit zur vorläufigen Endstation Lueckboru, Bei 0'astwirt =ame-3 spielte eine Musikkapelle flotte Tünzg auf. es entwickelte fim ein allgemeines Bo lösest bei Tanz Rieder-Bessingen, wo die foier bei <4aftm:rt W. Lotz ihre Fortsetzung 'and Auf allen Stationen schlossen sich Bur- scheu und Mädchen an, unb so u>ar tn Rieder-Bessingen b ‘ii immen. Um 6'.. Uhr erfolgte mit Musik bie Ruck ahrt nach Lich. In ben £iu« herrscht große Ireude über den endgültig erfolgt*-n An- ichlnß an den Verkehr. Auch hofft man, daß allmählich etwa» Industrie in die liegend kommt, ist dock ber Boden reich an Basalt und Eisenerz: bei Münster hofft man bi< außer Betrieb gesetzte tkauntohlengrubc Hessenbrncker- Hammer wieder eröffnen zu können. Tie neue Strecke verbindet Mischen Lich und viriinbcrfl die beiden Cberhchifchee Bahnen besten—Fulda unb (Hieben—Oleinbaufen. v .- oer» lehren täglich nad» icber Richtung vier Züge. Tie Boh» folgt von Lich bis Münster bem Flüßchen Wetter, von hier bis Cuedborn dem AefcherSbach unb mündet bei «'-riuie berg in die obcrbeffifcbc Linie ein. Die Rest strecke Queck» born—(Hrünberg wird am 1. August eröffnet. • • (JJcmcrbefd)itlioefen. S. A .H der Groß- Herzog haben den Tiplom Ingeiiieur Jos. Weiß an» Reuburg zum Haupt lehret an der Baugelverk- unb ("ewer'oe- schule zu Bingen unb den Lehrer ford. Jak. Becker ai4, (Sonsenheim zum (Heioerbelefircr an derselben Schule ernannt. * • Han d we r kö kämm er. Dem (Hcioerbcrat I :rt Falk, dem Vorsitzenden der Hi ssischen Haiidtverkslan-mer, wurde in Anerkimnung seiner Verbienste um die Crgarv fation be» Handwerks vorn Kaiser ber fl r o n e n o'r b e| oeilichen. * * PreiSaufschlage. Die Vertreter ber Brauer« ie» bc» oberen Lal-n- unb des Dillgebiet» sowie der Provniz TberHessen waren gestern hier in ließen versammelt. Man Ix'schlost, vom 1. August b I au, infolge der neuen Belastung des Bieres durch Die bekannten Beschlüsse be» Reichstages den Bierpieis um 3 Mk. pro H kto ,u erhöhen. Tie Wirte wollen den Preis für den ZdiuDpee non 12 auf 15 Pfg. und für das - ,,-Liter (S|g» von 1" auf 12 Pfg. erhöhen Auch bie Inhaber der Wiener iSafö» in unserer Universitätsstadt tragen sich nut dem Oledankeii, infolge der in Aussicht stehenden Verteuerung der rrafsec- bobnen da» braune (Vetränf die Tasse gleichmäßig von 2) auf 25 Psg. zu erhöhen. " Talonsteuer. Bezüglich unserer gestrigen Retiz schreibt uns die Bank für Handel und Industrie, hier: „Dir halten c» trotzdem für die Pflicht eines jeden tümtierl, das Publikum darauf aufmerksam zu madien. daß es — itMitn zurzeit obgelauscne knvousbogeu oorliegen - versucht. die neuen noch vor Inkrafttreten des (Hi'setzc am l. August er. zu ergeben. Wenn and) einzelne Hypv- tl>e len banken erllären. haß sie selbst bie Stsner traget wollen, so ist dies durchaus kein Ohuni), die Borficku»» maftregel «rußet acht zu lassen unb zuzuwarten, ganz ab- geielxn davon, daß e» gerade den Hhpotbetenb.tnken gegenüber ein Akt des Entgegenkommens und des Danke ist, wenn die Besitzer der Pfandbriefe durch Sofortige (fr- bebung der neuen flubonvbogcn diesen Instituten die 2: net ersparen l-elsen. Im übrigen handel! eS sich doch nicht allein um Psanbbnefe «Reichs- unb Teutsche Staat .'ut- leihen sink» befreit), sonberu es gibt noch eine ganze Reihe anberer Hatcgorim, von benen man noch lange nicht nm loer bie Iechc zahlt, irs liegt hoher tm Interesse eines jeden itapitaliftcn, wenn er sallS a b gcia u f c n e Jtu- ponsbogcn in seinem Besitze sind - fick, zu schützen versucht, einerlei, ob sich später herausstellt, daß bie Ma.n tbmS gerecht fertigt war ober nicht." Ueberfahren. Heute morgen ivurde im Rangiec- bahnhos Gießen der Bahnhofarbciler Ioh. Gilbert an» Gießen beim lleberfchreiten der Gleise durch einen oblaufenöei Gillenvagen erfagt, iimgefloBcn und über beide Beme unke- halb der «nie überfahren. Ter Verunglückte wurde in bw chirurgische Klinik verbracht, wo er seinen Verletzung^ erlegen ift — Lich, 15. Juli. Man schreibt uns: In frühere» Ieiten war Lich eine Hochburg des foeiünnl. Ter frei- finnige Verein m Lich war der stärkste nach dem GießeM in der ganzen Gegend. Jetzt ist der Verein wieher neu be- lebt worden. Eine beträchtliche Anzahl von Herren au» den verschiedensten Kreisen der Stobt fmb beigetreten. Die Bev» sammlimq am näch ten Sonnte.3 Rachmtttag erregt bei ber gegenwärtigen politischen Lage schon ,etzt großetz Intercht. Ter Besuch wirb voraus',chtlich recht stark. D dl lüfeld, 15. Juli. Unser Wasserwerk sollet große Erioeiterung erhalten. Tie Stadt bat ein sehr tvaflrt» reiche» Curfl icbiet bn der-Bieideubach erworben, da» täglich 300 flnbdmetcr Wasier liefern soll. Tie Kosten der Er- iiKitcning fmb auf etwa lOOOfM« Mk. veranschlagt, bic dec Qkmtmöcrat bereits beiviQigt da. Irankiurt a. M., 15 Juli. Im ' auplbahabsi wurde cm Erpresser vcrh0i 1 ct, cm ,»ahre alM Reisender aus L«weder, al» ec da» von einer Höchst« Reese Gesellschaft, Hameln, Nachdr. verb. Reese" Pudding und geistigen Entwicklung des Kindes erforderlich sind, enthält Man verlange deshalb ausdrücklich nur das echte Reeses Puddingpulver, sowie ebenfalls echt Reeses Vanillinzucker. M Amtlicher Teil. an : Knüll. Ble /, cr- bis richten. prn 1846. Dem Gciverberat Jochen $onbtocrf3fair.in: )ienfte um die £rgor der Kroneno'rdk iprochen. Ebenso hat die Frankfurter Lokakbahn^Akticngeselischaft V-1 Frankfurt a. M. Antrag ans vorläufige Besikeiruveisung .x^üglich eines Grundstücks in Gemarkung Ober-Esch- j a d), das zur Erbauung einer Nebenbahn von Heddcrn- (wim itach Homburg v. d. H. benötigt toird, gestellt. Die Zulässigkeit der Besitzeinweisung war unterm 12. Juni d. I. Dienstag den 27. dss. MtS. den Unterzeichneten einzureichen. Freie Auswahl bleibt vorbehalten. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 14. Juli 1909. Der Gr. Kreisbaninspcktor dcS Kreises Gießen. 1909, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 14. Juli 1909. Großh. Hochbanamt Gießen. Becker. Gießen, den 14. Juli 1909. Der Borstand des Turnvereins von I. A.: Philippi. ■ninitie unter Drohungen verlangte Geld am Postschalter ib()cbcn ivollte. — In Sachsenhausen erlitt ein Knabe r»e r ve r l e tz t. Die Wagen fuhren, bann in Simbaä> in das Stationsgebäude hinein und rissen es zur, Hälfte zusammen. Der Materialsdwden ist sehr groß, außer dein Bremser wurde niemand verletzt. Auf der Birnlücke am G r o ß »B e u e d > g e r tu der Rektor Karl Geisler aus Berlin von einem S ch n c est u r m überrascht ivordeu und erfroren. In SoSnoviee vergiftete sich ein kurz vor seiner Hochzeit stehendes Mädchen bei der Nachricht von dem Tode ihrc> Verlobten. Der Vater des Mädchens erlitt vor Ausregung einen Herzschlag und war sofort t o t. In M y l a u im Vogtlande sind 40 Personen an Vergift- u n g S e r s ch e i n u n g e n schiver erkrankt. Die Ursache ist der Genuß von verdorbenem Hackfleisch. Untersuchung ist eingeleitet. Auf dein Passo di Manva und Bergamasker Alpon wurde Graf Diego v. Lobrou mit zwei Schivesterit von einer italieiiischcn Grenzwache wegen angeblicher Spionage verhaftet und nach Fort Anfo gebracht. In Torre bei Greco (Italien) flog eine Pulverfabrik in tne Luft. Ein Arbeiter blieb lot und zwei wurden schiver verletzt. VMbuillj von WaßerleituiiMbeiten. Die zur Erweiterung des Ortsrohrnehes Lollar in ber neuen Straße zwischen ber Hauptstraße und dem Wiesenwcg erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 24, während der üblichen Diensthunden offen. Die mit entsprechender Aufschrift versehenen Angebote sind portofrei bis zum Die Herbst- lind Wintemeibe für Llhase der Gemarkung Oberstedten bei Homburg v. d. Höhe mit zusammen 1610 Morgen Feld und Wiesen nebst einer Koppelweide in der Gemarkung Oberursel ist vom 15. Sept. 1909 blS 1. April 1910 unter günstigen Bedingungen zu verpachten. Anfragen werden an daS Bürgermeisteramt Oberstedten erbeten. 4023 Kleemann, Bürgermeister. WnbMr PseröemsicheriiriOemil. Sonntag den 25. d. Mts., nachmittags 2'/> Uhr, findet in der Wirtschaft des Georg Bon-Eisf (Pinn) i>°h'-r -in- (iitßtroriitntlidjt Mitglicderocrsmnilllilg statt, wozu alle Mitglieder des Vereins hiermit eingeladen werden. Tagesordnung: Erhöhung der halbjährigen Beiträge. Grünberg, am 15. Juli 1909. 4025 Der Direktor: Stein. ArbeiLsvergebrmg. Die Arbeiten und Lieferungen für die Entwässerungsanlage eines Teils der „neuen Kliniken" zu Gießen, nämlich: des Pathologischen Instituts, des Kesselhauses mit Kohlenschuppen, des Schuppens mit Heizerwohnung, des JsoliergebäudeS, der Maschinenmeisterwohnung und der Zen- tral-Waschanstalt werden aus Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 unter den hierzu berechtigten Unter- nehmern am Ort öffentlich ausgeschrieben. Zur Vergebung gelangen: Los I: Aeutzerc Entwässerungsanlage. Darunter 1550 cbm ErdauShub, 655 Ifb. m Tonrohre, 108 rn Eisenrohre, 10 Revisionsschächte, 1 Wasserkühlanlage re. Los II: Innere Entwässerungsanlage. Darunter 35 cbm Erdaushub, 287 m Eisenrohre, 11 Klosetts re. Los III: v= und Ehaussierungsarbciten. Darunter 250 qm Umpflasterung, 200 qm Chaussierung re. Pläne und Bedingungen können auf unserem Amt, Stephanstraße 18, eingesehen, Angebotsformulare dorther bezogen werden. Die Angebote sind mit entsprechender Aufschrift bis zum Eröffnungstermin, Samstag den 31. Juli Angebote sind mit entsprechender Aufschrift versehen 24. dss. Mts. an den Unterzeichneten zu richten. Großer Steinweg 16, offen. Angebotsformulare sind, solange b.’t Vorrat reicht, zum Preise von 50 Pfennig dortselbst hältlich. Arbeitsvergebung. Die Maurer- und Pflasterarbeiten für die Neubefestigung der Gartenüraße zwischen Neuen Baue und Ludwigtzplatz, sowie der Kaiser-Allee bis zur Mollkestraße sollen Mittwoch den 21. Juli d. IS., vormittags 11 Ubr, öffentlich vergeben werden. Arbeusbefchreibunaen und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an unS einzureichen. — Zuschlagsfrist 3 Wochen. Bu/j Gießen, den 14. Fnli 1909. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. ansge.sprod)en worden. Inzwischen hat die Unternehmerin ben Nachweis ber gerichtlichen fointerlcflung ber von der Lokalkommission begutachteten Entschädigungssumme erbracht. Es tonnte deshalb heute die Besitzeinweisung ausgesprochen werden. Geriehtrsacil. Berlin, 16. Juli. DaS Kriegsgericht verurteilte ben Vize feTbnx'bel Schmidtgen wegen fahrlässiger Tötrmg deS ScknüerS Lchöfisch zu sechs Monaten Gesängnis. Scknnidtgen batte feine Hühner burch einen Sckweckfchuß in bat Stall treiben wollen, traf jedoch unglücklicherweise den Slnaben, ber sofort tot war. Thorn, 15. Juli. Wegen M iß Handlung Untergebener in 33 Fällen svtvie ivcgen vorfchriftSividriger Behandlung und 23c- Icibinung eines Untergebenen und tvegai Anmatzimg einer Be fehlsbeftignis wurde der Sergeant Thomas S cho 11 vom Jnf.- Regimem Nr. 176 vom Kriegsgericht zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Bon einer Degradation wurde Abstand genommen. Provinzial-Ausschuß der Provinz Oberhcssen. L. Gießen, 14. Juli. Die Wasserversorgung der Gemeinde Alten burq hatte ben Provinziai-Ausschuß bereits i,t seiner Sitzung vom 15. Mai b. I. beschäftigt. Der Gemcinderat ber Gemeinde Altenburg hatte die Auslul)rnng enter hafferlcitunq unter Benutzung der Quellen am Merfch- Irebcr Teich beschlossen, bann aber dreien Beschluß wieder u ngestoßen und beschlossen, von ber Mageeiner ritunq abzusehen, und schlreßlich rtt emem drrtten Beschluß r e Ausmhruna von weiteren Schrtrfarbeiten abhangrg ge- । ^cht Das >treisantt Alsfeld hatte daraus das An sm neu ‘ i die Gennünde gestellt, ihren ersten Beschluß auszufuhren .md der Kreisausschuß hakte diesem Ansinwn gemäß er- i. nnt Auf den lnerauf erhobenen Rekurs hatte der Pro- i n^ial-Ausschuß am 15. Mai Einnahme eines Augenscherns l -schlossen, ber inzwischen erfolgt ist. ^iußerdcm wurden .jn ber Großh. KUlturinspeltion Gießen Messungen der .on der Gemeinde neuerdings in Vorschlag gebrachten rnetten am sogenannten „5-omberg" vorgenommen und über r defe ein Gilt achten erstattet, desgleichen von dem chemr- fnen llirtersuchungsamt der Provinz Oberhessen über btc Qualität des Wassers. Nach Anhörung eines weiteren -achverständigeil bestätigle der Provinzial-Ausschuß heute bad Erkenntnis erster Instanz. lieber die Enteignung von Gelände zu Hochweisel jlr btc Verlängerung der Sackgasse war gütliche inigung erzielt worden, so daß eine Verhandlung nicht . stwendig war. Rentmeister Pfnorr von Londorf hat gegen den Vor- i »schlag ber Gemeinde Londorf für 1908 reklamiert tmd ,.7ar auß folgendem Grunde: Jn der Gemoinde Londorf airbc auf Grund eines Vertrags mit der Familie von Obenan vom Jahre 1830 an die Ortsbürger Losholz ber* ,-ilt, an dessen Stelle später der entsprechende Geldbetrag ii-at. Nachträglich wurden aber auch noch Steinbrüche im £albc ausgeschlossen, deren Ertrag mit verteilt wurde, ütfntmcifter Pfnorr vertrat nun die Ansicht, daß, wenn Lud) die Zahl der Ortsbürger gewachsen sei, trotzdem an Ijk nicht mehr zur Verteilung kommen dürfe, als seinerzeit nii die im Jahre 1830 vorhandenen. Der Ueberschuß aber HLÜfi'c in die Gemeindekasse fließen. Ter Kreisansschuß des lüreifes Gies;en wies ben Einspruch als unbegründet zurück. L r stützte sich darauf, daß nad) dem Vertrag von 1830 den £ rtsbürgern der Miner trag des Waldes zustehe, die i^meinde als solche aber vom Mitgenuß ausgeschlossen sei. "f-itf ben erhobenen Rekurs entschied der Provinzial-Aus- uifufi, daß ber Beschwerde insofern stattzugeben sei, als i< sich auf die Erträgnisse der Steinbrüche beziehe. Diese Leien für die Folge in die Gemeinderasse abzuführen. Die Butzbach-Sicher Eis enb ahn - Aktien - Ge - cllschaft hat Antrag auf Enteignung von Gelände in -emarkung Butzbach zur Erbauung einer Nebenbahn von Butzbach nach Ebersgöns gestellt und alsbaldige Besitzern- Iio-ttsung beantragt. Nad)dem eine Kommissiori des Pro ttnzial-Aussd)usses gestern Ortseinjicht genommen hatte, jiDurbc heute die Zulässigkeit der Besitzeinweisung ausge- Internationale LnftschiffalMaurftellung zu Sranifurt a. M. 9lm Freitag dem 16 Juli, abends 8 Uhr, ist ber zweite Tag des Frankfurter Vereins für Lufhchlfsahrt, wobei wieder 9 Ballons zur Dauer'ahrt ouffleigen. Nachmittags ^üon 4—6 Uhr werden Fesselballon-Aufstiege veranstaltet. Auf dem Vergnügungspark sind neu geöffnet worden das Negerdorh der Jllnsionspalast, die Turm- rnlfchbahn, die Lnilfchwebebahn, das Flngkarnfsel und der Luxns- zng, der pünktlich um 3 Uhr „adfährt" und eine Reise nach Schweden, Norwegen und ber Schweiz unternimmt. Am Samstag wird Herr Graf Zeppelin jr. einen Vortrag über „Tie Entwickelung der Luftschiffahrt" halten. Der Vortrag, der um 51/, Uhr nachmittags beginnt, findet im Theaterfaale statt. Das Ansstellungstheater selbst wirb abends um 8 Uhr eröffnet. — Am Sonntag dem 18. Juli wird ber Württembergische Verein für Luftfchiffahrt feine Ziel- oder Dauerfahrt veranstalten, an der sieben Ballons teilnehmen. WiÄIeit n ??'ciklläiiiC SN 1 ■ffrntliX Äh ■ '"d,t i«l8 U- j*6 6t 1,011 Lick die Derüo? Cui fit ben. Tt 'der< 'ter Seihin* ""dH Siebcr^e^^r^ Z.'sM oberste (ähum-r hatte bip e|11* ■i c^lebcu aUfück nc' 1 Gaftlvirt B. Lok ™ne,t schlossen sich gj Dar in Nieder-BessjM «lammen. um g' '°ch L'ch- 3n ben bti? cnbgultig erfolgten k |t man, daß allinW mmt, qi doch der Munster hofft man d jlengnibe ^effenbiiifc m Die neue Strecke 6t ote beiben vberhessisik n—Gelnhausen. Es er ) vier 3üge. Tie 'M Flüßchen Wetter, 6? h und miinbet bei te !• Die Reststrecke Qvkt uft eröffnet. S. K. h. ber Groi nieur Jos. Weiß Mgewerk- unb Gewcüt Ferd. Jak. Becker a'. n derselben Schule o ECnocheMbäleieBide BestaaidiesSe ,c,. wie sic zum Aufbau des Knochengerüstes, Bekanntmachung. Die Pachtgelder von Triebvierteln und anderen städtischen Grundstücken, sowie die Schulgelder vom 1. «lertehabr: für das Realgymnasium und die Ober-Realschule für die höhere und erweiterte Mädchenschule und für die Vorschule des Gymnasiums Rnb innerhalb 8 Tagen bei Meldung der Beitreibung zur hiesigen Stadtkasse zu bezahlen. Gießen, den 15. Juli 1909. B15/7 Stadtkassc Gießen. Doevfer. Vertreter bet iets sowie ber Prsdm ießen berfaminelt. Ar infolge ber neuen $ etaten Beschlüsse , Mk. pro helto zu c tzreis für ben Lchu??" ■ ,o-Liter-Glas von 10 er ber ber Wiener (lafe-j n sich mit bem Olcbanlfi Verteuerung her W Tasse gleichmäßig von 1 ch unserer gestrigen bcl unb L licht eines icbcn Blinnei. n zu machen, daß e. - Sboflen iftttttoi bei 9(1*8® ! ««ch etnic^l"t * selbst die wiener W i'« Kund, die Ml* nb uiiuronrteii, Ä ® Hypothetenbanken g )' Z und des Dan es T durch i‘"gt9S an noch 1«”8 — clfi -rlls ,c ->>« 3*in„ oMauf”* lb "b (J e ‘ qn stl'htl? chreibt l,n§, x5 5er dcs ei* ftarfflc er W--'" „i,51 lu,°h- inb be'g trete" u zon >ev J . echt i|or'„rfittl i°"! stobt hm das W am Juli. JvhrcL ct, t das von ?lm IG. d. Alts., morgens 2 Uhr, ist in Griechen l a 11 d em heftiges Erdbebeit verspürt worden. In Amalias sind zahlreiche Wohnhäuser zerstört worden. 10 Personen wurden verletzt. Tie Ortschaft Ehavari wurde größtenteils vernichtet. Bis jetzt sind zwanzig Tote und hundert Verletzte geborgen. Dlc Trümmer iverden Hack) weiteren Opfern durchsucht. Viele Ortschaften sind ebenfalls ganz oder teilweise zerstört. Die Gesamtzahl der Opfer ist vorläufig noch nicht bekannt. Die Bevölkerung hat ihre Wohnungen verlassen und ist ins Feld geflüchtet. Der Dampfer „E ddy st 0 n e" stieß auf der Höhe von Eromer mit dem Unterseeboot „C II" zusammen. „0 II" sank. Von der Besatzung wurden 5 Mann gereuet. 11 werden vermißt. Jn Philadelphia stet ein Block von einem Geschäfts- gebände herab. Zehn Leichen wurden darunter aufgeiunden; es wird angenommen, daß noch an 20 unter den Trümmern liegen. voraussichtliche Witterung für Hessen nm-Samstag dem 17. Juli: Trüber und Regenfälle, kühl. Westliche Winde. Orrgnral-Drahtmeldnngen. Petersburg, 16. Juli. Mau befürchtet hier, daß der von der persischen Geistlichkeit gepredigte heiln.sc Krieg cuicil lieb ergriff der Revolution aus russische S öcbict zur Folge haben kann. Infolgedessen ist der russische Vertreter, nulter- stützt vom englischen, bemüht, eine Verstänbigui^ zwischen den Royalisten und Nationalisten l)erbeiznführen. Konstantinvp el, 16. Juli. Die Schutzmädüe lwben das Verlairgen dec Pforte, ein türkisches S t a t i v n s s ch 1 s s an der Suda-Bai aufzustellcn, rn>chn»eg ad gelehnt. Infolge ber dringenden Ratschläge, welche die Vertreter der fremden Mächte der Pforte erteilten, wurden iveiteve militärische Maßnahmen gegen Griechenland eingestellt. Konstantinopel. 16. Juli. Die Bemühungen der Pforte, in Paris eine größere A n leihe aufzunehmen, sind vollständig gescheitert. Teheran, 16. Juli. Ter Schah hat sich soeben in die russische Gesandtsdwft gcsl 11 ch t c t. Eine Tepntation der englischen und russisdum Oscsandtschast ist auf bent Wege nach der Stadt, um den Führern der Nationalisten Mitteilung davon zu machen. / Newy 0 rk, 16. Juli. Tie Ausständigen der Pittsburger Kohlen Kompagnie haben die Arbeit wieder ausgenommen. Newt) 0 rk, 16. Juli. Präsident Tast wird im Herbst eine Zusammenkunft mit dem Präsidenten von Mexiko haben. Ceff entlüde Freisinnige Versammhmg in Lieh Tonntag den 48. Juli, nachm. 4 Uhr, in ,, Tteius Garten" am Bahnhof. Kedner: Herr Stößer an* Tarm^abt über: „Sie MW Lage im Reich nii ii Hesse«" Zutritt für jedermann (auch Damen). »freie Dilkusffon. »freie Tifffuffion. ermlAnifft^n Preisen ru haben. Kl* tritt 1 Ik. Eröffn unr de* Luftschiff Panorama*. Vfarrmiesenmeg. 3991 Parkett Programm für Montag, 19. JnM 1909: Nach ml ÖSE Afrlknnerdorf. XW~ der Eintritt auf 50 Pf*. rrin»eel Programm für Sonntag, 18. Juli 1909: Nachmittags 4 Uhr: Wettfahrt loder Euch »fahrt) de» Wurttembc raschen Vereins für LufUchlffahrt, unter Teilnahme von 7 Ballon». Von 8 Uhr ab Kinetnatoicraphlsche VonteUunmn. (Cberbdfrn). DretstÖckigeß ®cfd)äftlhaul mit schönem Laden und Hintergebäude, von zwei Ltrogen Zugang, in schönst« und bester Lage der Stadt, nahe am Marktplatz, welche- sich jti ftd« Branche eignet, vermietet, später womöglich verkauft Konrad Waldeck IV., Alsfeld, Anfang nachmittag» 4 Uhr. NB. i>ÜT oute 2peilen und Getränke sowie gute SRufff ttt besten» _________________ Zorne aetraaen. 04514 Da» asmitee. .. LofteehlfTahrf mitLkhl- bUdem) Karten tu Mk. 2-— aa der Tbeaterka»*«-. Im Vorverkauf ander Kasse de* Finanz austchusses u. bei C. A- Andre Steinwe<. **ametn< abewd Mein Lager von zirka 30 Fakta und Motorrädern:: der Marken Dürkopp. Weil, Mars, Triumph mit and ohne Torpedo- Freilauf und 2-jährig. Garantie, verkaufe von heute, um damit zu räumen, bedeutend unter Preis. [D Zu dem am ramötag dem 31. 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