158. Jahrgang Dienstag 16. März 1909 Bezugspreis: monatlich 75 viertel- iährlich All. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Bost Mk. 2.—viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Zeilenvreis: lokal ILPf., auswärts 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson; f. Feuilleton und „Vermischtes' K. Neurath; sür.Stadt u.Sanb" und ^Gerichts- Nr. Erstes Blatt r er Gießener MizeWr^ Äsr-fflge ev Heini täglim, außer •iWtCnCItßf llttW Seltfragen M ■ I W ■ W W ▼ ▼ -rnsprech-Anschlüsse: Ä. W M v die Redaktion 112, f ***3 w» General-Anzeiger für Oberheffen Mitnahme von Anzeigen tF ® i f 3 D0CrnüSU9müi)u Rotationsdruck und Verlag der VrShl'schen Unw.-Vuch- und Zteindruüerei V. Lange. Redaktion. Expedition und Druckers: Lchttlstratze 7. y^e^e^t^6;6 Die heutige Nummer umfatzt 12 Seiten. Die Reichsfinanzresorm. Tie Untätigftit des Reichstages und der Regierung in iiVr Reichssiuanzfrage droht die ganze Reform zu verschleppen nobec gar zum Scheitern zu bringen. In weitesten Kreisen der 'Zevvlterung hat man daher das Empfinden, daß etwas .eschehen muß, um aus der gegenwärtigen unerfreulichen Situation hcr.ruszukommen. In Charlottenburg hat nun -eftern auf Veranlassung des Nationalliberalen Vereins ^st-Charlottenbnrg eine glänzend besuchte Versammlung in ■;cit Augnste Vittoria-Säten stattgefunden, in welcher Exz. Professor Dr. Adolf Wagner, der Rektor d.cr Universität '.rofessor D. Dr. Kahl und Vertreter der nationalliberalcn sichstagsfrai'tion unter stürmischem Beifall über die Reichs- .nanzre,orm sprachen. Zum Schluß wurde einstimmig fol- ! ende Resolution angenommen: „Tie Beratungen über die i urchgreisendc Reform unserer Rcichsfinanzen haben bis jetzt । iten Verlauf genommen, der jeden politisch denkfähigen " eutschen mit Scham erfüllt und das Reich vor dem Aus- 1 rüde kompromittiert. Achthundert deutsche Männer, dar- rinter in erster Linie Vertreter aller akademischen Berufe, d ie heute zu einem Vortrage Adolf Wagners auf Einladung i> s natioualliberalen Vereins Ost-Eharlottenburg versani- inieft sind, erheben deshalb laut ihre warnende Stimme uinb geben der bestinunten Erwartung Ausdruck, daß der Reichstag endlich sich über die Niederlagen der Interessenten- Vßitntion erheben und sich wieder einmal der großen parlamentarischen Traditionen aus dem ersten Jahrzehnt unseres ii ngen Reiches würdig erlveisen; daß andererseits aber auch i c Regierung ihre finanzpolitischen Vorlagen endlich mit s«ster Zügelführung vertreten werde. "Rur hinter einer in sich geschloffenen und nach außen entfchlossenen Regierung Ii ird das Volk auch in Stcuerfragen stehen!" In der Versammlung waren außer den Rednern u. a. die Professoren Üiobcrt Koch, Heinrich Brunner, Wilhelm Waldeyer, zahl- t-ckche Vertreter des Reichstags und des Abgeordnetenhauses, il. a. die Mgeordneten Dr- Friedberg, Schiffer, Woelzl, Fuhrmann, v. Campe und die beiden Abgeordneten Maar- n ann anwesend. Da viele Hunderte von Besuchern in dem ^rsammlungslokal infolge polizeilicher Absperrung keine it.ilterkunft finden konnten, wurde in einem anderen großen Saale .ein ztveite Versammlung abgehalten. Auch in Frankfurt a. M. hat gestern abend eine 'öffentliche Versammlung ftattgefunden, die von der national- luberaleu Partei einberufen worden und von etwa 700 Personen besucht war. dcach einem Referat des Reichstags- a bgeordneten Geheimerat B e ck-tz>eidelberg wurde mit allen gegen eine Stimme folgende Resolution angenommen: „Die o.en der nationalliberalen Partei Frankfurt a. M. einbe- ruifene öffentliche Versammlung erblickt in der Verschleppung d«c Reichssinanzreform neben anderen beträchtlichen Un- Mträglichkeiten auch eine bedauerliche Verzögerung der Be- seeldungsvorlagen für die Reichsbeamten. Sie ist der An- ,i_lht, daß nur in dem einmütigen, nachhaltigen Eintreten s.ir Die von der Regierung vorgeschlagene ^cachlaßsteuer öhc rascheste und beste Lösung der für das Reich fo enrschei- dunden Frage gefunden werden kann, die auch für die tarnten überaus schwerwiegend ist. " Politifd?c Lttgesscyau. Ein Neichstheatergesetz. Diese Forderung, bis vor kurzem ein stiller Wunsch, ist seit hoan „zistieg" zwilchen dem VühncnverclN und der Genossenschaft ciiii lauter, stürmischer Ruf' geworden. Einstimmig nahm dar Zuüä-stag eine Resolution auf Erlaß eines solchen Gesetzes pn. 3.1t der Tat, die Dinge liegen tief traurig. Es ist interessant imb belehrend, die Ansicht eines betarntten Juristen, des Justiz- rnts Dr. I. Stranz, Berlin, zu hören, der sich hierüber wie swigt in der neuesten stummer der Deutschen Iuristen-Zeitung, in) er cm ftchrenden suristischen Organe, ausspricht. Einzelne ..Sterne", sagt er, sonst aber dunkles Gewölk am Theaterhimmel. bri) Pwzeut aller Sc1)anspieler Ijattcit ein Jahreseinkommen von unter 1000 Mk., 10 Prozent über 3000 Mk. Labei seien noch V?. bkostüme für neuzeitliche Srücke zu beschaffen. Von der Ein- t chme komme weiter der drückende Tribut an die Theatevagenten in Abzug. Der jetzt übliche Bühnenvertrag sei das Muster eines 1 Vertragt s, wie er nicht sein soll. In den ersten drei Wochen würde fcnr Schauspieler meist nur zur Probe beschäftigt. Bei Krankheiten , (än>ebe über ihm das Damoklesschwert der Vertragsauflösung nach Ablauf von vier Wochen. Die Arbeitszeit rnt Theaterbetriebe Hei keinen festen Grenzen unterwvrsen. ^chutzvorschvisten gegen Gefährdung von Leben und Gesundheit seien kaum gekannt. Ver- teagsstrafen auf Schritt und Tritt. Sie erreichen eine Höhe bis 25 i'C.f. für jede einzelne Uebcrtretnng, ost bei Rkonaisgagen von 80 Mk. Der Vertragsbruch sei mit harten Folgen bedroht. Dieser Blick b attcc die .srulisscn zeige Abgründe, die zugeschüttet werden müssen. Den Künstlern müsse der Schutz gewährt werden, den die Vand- limgsgststiscn gemäß §§ 62 bis 70 Handelsgesetzbuchs genießen. Ter Lehrlingszüchterei müsse entgegengetreten werden. Eine Aufsicht über die Theater, ähnlich der Fabrikinspektion, sei zu schaffen. Söenn auch ein Reichsgesetz nicht alle Wunden schließen wird, trete die Stürmer und Dränger meinen, 1'0 könnten immerhin doch geeignete Maßnahmen, deren Durchführbarkeit allerdings erst ein- gidyenb erwogen werden muß, die schlimmsten Schäden mildern. * Die rnsfisch türkische Verständigung über Bulgarien. Tie bulgarische Regierung hat aus Petersburg die offizielle Verständigung erhalten, daß mit Risaat Pascha eine vo lleEini- giing über die bulgarische Frage in folgendem Simte er- zi ilt worden sei: 1. Tie Türkei akzeptiert 125 Millionen i§ranks al3 Entschädigung von Bulgarien; 2. von dieser Summe wird uci: allem die Orientbahn für die oftrumelische Specke entlckxidigt auf der zwischen Liaptschew und der Pforte vereinbarten Aasts; 3. Rußland streicht so viele Annuitäten der türkischen Kriegsschuld, aC8 nötig sind, um, mit fünf Pwzeut kapitalisiert, die öunimc von 125 Millionen zu erhalten. Weitere Details svtd noch Nusständig. Wohnungsgeldzuschutz-Aegelung sür die Stadt Sieben. Der Abg. Köhler-La-gsdorf veranlaßte folgenden Landtagsantrag: Antrag des Abg. Köhler, die Regelung des Wohnungs- geldZuschusses der Reichs- und Preußisch-Hessischen Eisen- bahngemeinschafts-Beamten in der Stadt Gießen betrestcnd. Die „Deutsche Postzeitung" vom 14. Dkarz 1909, Nr. 11, macht auf Seite 327 folgende Ausführungen: „Das Preußische Abgeordnetenhaus hat den Gesetzentwurf zur Abänderung des Gesetzes, betresfend die Gewäl-rung von Wohnungs- geldzuschüssen an die unmittelbaren Staatsbeamten am 9. März in zweiter Lesung angenommen. Der Gesetzentlvurf selber hat durch die Beratungen der Budgetkommission und des Plenums des Abgeordnetenhauses nur im § 2 eine Abänderung erfahren. Nach der Regierungsvorlage sollte der § 2 lauten: „Die Stellung der Orte in den verschiedenen im Tarife bezeichneten Ortsklassen bestimmt sich nach dem Ortsklassenverzeichnisse, wie es nach reichsgesetzlicher Regelung für die Gewährung von Wohnungsgeldzuschüs- senandieReichsbeamtenjeweiligmaßgebendift. Welcher Ortsklasse ein außerhalb Deutschlands gelegener, in diesem Ortsklassenverzeichnisse nicht enthaltener Ort, an dem preußische Beamte ihren dienstlichen Wohnsitz haben, zuzuweisen ist, wird durch den beteilig t e n'Ressortminister im Einvernehmen mit dem Finanzminister bestimmt." In der Fassung des Abgeordnetenhauses lautet der 8 2 dagegen: „Die Stellung der Orte ht den verschiedenen indem Tarife bezeichneten Ortsklassen bestimmt sich nach dem beiliegenden Ortsklassenverzcichnisse. Welcher Ortsklasse ein außerl)älb Preußens gelegener Ort, an dem preußische Beamte ihren dienstlichen Wohnsitz haben, zuzuweisen ist, wird durch den Ressortminister im Einvernehmen mit dem Finanzminist-r bestimmt. Die nächste Revision des Ortsklasscnverzeichnisses erfolgt mit Wirkung vom 1. April 1911. In der Iwischenzeit ist das Staats Ministerium ermächtigt, bei her- vortretendcm Bedürfnis in besonderen Ausnahmefällen die Einreihung einzelner Orte oder Ortsteile in eine andere Ortsklasse anzuordn e n." Erhebliche Veränderungen haben dagegen der Wohnungsgeldtarif und die Klasseneinteilung der Orte erfahren. Während die Regierungsvorlage für die höl-eren mtb~ die mittleren Beamten eine ErholMig der gegenwärtig gültigen Sätze um 50 v. H., für die Unterbeamten um 33Vs tr. H. vorsah, hat das Abgeordnerenhaus auch für die höheren und die mittleren Beamten eine nur ZZi/zProzentige Erhöhung beschlossen. Infolgedessen gestaltet sich der Tarif folgendermaßen: Jahresbetraa dcs Wohnungsgeldzuschusses Pensious- Bezeichnung der Beamten A in den Orten der Ortsklaise B 1 C 1 D E fähiger Durch- (Darmstadt) (Gießen) schnillssatz JC JC jft Jt JC JL l gegenwärtig..... I. Beamte der 1. Rangklasse . . . ! Regierungsvorlage . . . ^Beschluß des Abgeordn.-H. 1500 2250 1200 1800 900 1350 720 1080 600 900 855 1476 2000 1600 1200 960 800 1312 (gegenwärtig..... 1200 900 720 600 540 690 II. Beamte der 2. u. 3. Rangklasse . { Regrerungsvorlage . . . ( Beschluß des Abgeordn.°H. 1800 1350 1080 900 810 1188 1600 1200 960 800 720 1056 (gegenwärtig..... III. Beamte der 4. u. 5. Rangklasse . < Regierungsvorlage . . . [ Beschluß des Abgeordn.-H. 900 1350 660 990 540 810 480 720 420 630 525 900 1200 880 720 640 560 800 IV. Samte, welche zwischen den Beamten der 5. Raiigtlasse und den Subalternen der Provinzialbe- Hörden rangieren,Subalternbeamte 2. Klasse bei den Zentralbehörden, 327 Suballernbeanue bei den Pro- f gegenwärtig..... vinzial- unb Lolalbehörden. . . ’ Regierungsvorlage . . . 510 432 360 300 216 810 650 540 450 330 556 [ Beschluß des Abgeordn.-H. 720 580 480 400 290 495 (gegenwärtig..... V. Unterbeamte........! Reglerungsvorlage . . . 360 270 216 162 108 189 480 36u 290 220 150 300 \ Beschluß des Abgeordn.°H. 480 860 290 220 150 300 „Der Klasseneinteilung d e r £ r t e ift im allgemeinen zwar die Regierungsvorlage zugrunde gelegt worden, so daß alle in Preußen bclegenen Orte, ivelche nach der Regierungsvorlage einer höheren als der bisherigen Ortsklasse zugeteilt werden sollten, auch nach den Beschlüssen des Abgeordiletenhauses ür die vorgesehene höhere Ortsklasse einrücken. Dagegen sind sämtliche preußischen Orte, welche nach der Regierungsvorlage einer niedrigeren Ortsklasse zugeteilt werden sollten, wieder in ihre bisherige Ortsklasse eingcrciht worden." „Für die R e i ch s b e a m t e n haben die Beschlüsse des Preußischen Abgeordnetenhauses keine unmittelbare Bedeutung, da es wenig wahrscheinlich ist, daß der Reichstag den Beschlüssen des Preußischen Abgeordnetenhauses bei treten wird. Wie verlautet, so ist im Reichstage keine dceigung vorhanden, einer nur 33VsProz. Erhöhung des Wohnuugsgeldzuschusses sür höhere und mittlere Beamte, und einem P r 0 v i s 0 r i tl m für nur 2 Jahre zuzustimmen. Es soll hier vielmehr eine gründliche und end gütige Lösung der Wohuungsgeldzuschuß- frage versucht uu.d dabei auf Grund der vorliegenden Petition eine den tatsächlichen Verhältnissen besser gerecht werdende Klasseneinteilung der Orte geschaffen werden." „Da nach dem vom Abgeordnetenl-aus abgeänderten § 2 des preußisck)en Gesetzentwur.fs die bisher in der Ortsklasseneinteilung bestandene U eb c r e r n st i mm u n g zwischrnr Dein Reich und Preußen auf gehoben ist, liegt nunmehr die Möglichkeit vor, daß ein unb derselbe Ort im Reiche dieser, in Preußen lener Ortsklasse zugeteilt mird." Sv weit die Deutsche P 0 st z e i t n n g. Auf die »etabt Gießen unter Vergleichung mit Darmstadt angewandt, ergibt sich aus einer an mich gerichteten Zuschrift, die von 50 Beamten des mittleren Reichs-, Post- und Telegraphendienstes und 40 Beamten des mittleren Preußisch-Hessischen Eisenbahngemein- schafts-Tienstes zu Gießen mtterzeichuet wurde, das folgende: „Seitens Der Reichsregierung und Der Preußischen ^taats- regiennrg sind Den Voltsvertretungen Gesetzentwürfe vorgelegt worden. Die eine neue Regelung Des WohnungsgelDzu- schusses vorsehen. , . , „ Werden Durch diese Vorlagen auch nicht alle Wumche erfüllt, so waren Dieselben immerhin so gestattet, daß Die weit überwiegende Mehrheit Der Beamten in der geplanten Anordnung eine sehr wertvolle Verbesserung Der bisherigen Verhältnisse erblickte. Durch Die Agitation Der Beamten Dericmgen Städte, Die durch die Vorlage deklassiert,wurden, und hierdurch mentens eine Verbesserung von nur 25 Proz. an Stelle von oO PL>z. (wie die nickst Deklassierten Städte) ersten sollten, ist es nun Dahin gekommen, daß das Preußische Abgeordnetenhaus, auf Antrag seiner Budgetkommis'ion jedenfalls beschlossen hat, datz Dte bisherige Massenemteilung bleibt und proviwri,ch bis 1. April 1911 nur 331/3 ^roi. Zuschlag zu Den bisherigen Sätzen gewährt wird. . _ . . „ . .. Es bedeutet dies für die Beamten der Stadt Gießen eine Verschlechterung von o40 M k. (Reg.- Vorlage) auf 4 8 0 M k. (360-r 120). Die Regierungen hat.en in dem Entwurf Gwtzen und Darmstadt auf Grund der amtlichen Erhebungen im. Jahre 1907 gleichgestellt, was auch durchaus int Platze mar, da auch Das hessische Wohnungsgeldzuschußgesetz vom 28. März 1907 ebenfalls eine gleiche Behandlung f eftse tzi. ia sächlich haben sich hier Die Wohnungsmietverlstillnisse fett 1907 noch erheblich verschlechtert, da Die inzwisck>en eingeführte Kanalisation eine weitere erhebliche Steigerung der Wohuungsmieteit mindestens 10—15 Proz. — gebracht hat. In gerechter Würdigung Dieser Umstände beziehen seit 1908 auch Die Volksschullehrer in Gießen einen Wohnungsgeldzuschuß von 6 0 0 Mk. Es bleibt hiernach als eine Forderung ausgleicyender Gerechtigkeit, daß Gießen mit Darmstadt g l c i ch b e h a n d e l t werde. Läßt sich die Regiermtgsoorlage nicht Durchl'ringen, so märe doch dahin zu wirken, daß auch Gießett in die Servis- klasse I (jetzt B) versetzt wird, in der sich anck) Darmstadt befindet. Nach Dem vvrgeschlagenen Provisorium mürben Die Beamten in Darmstadt künftig 576 Mk. (432—144) Wohnungs- geldzuschuß erhalten, und dadurch gegenüber in Gießen um 100 Mk. int Vorsprung sein. Dieser Unterschied dürfte ebensowenig durch den tatiächlichen Aufwand an Wohnungsmiete wie durch die Höhe Der in leiden Städten bestehenden Lebens- mittelpreise begründet sein und Gießeit hinsichtlich Der Teuerung könnt hinter ^Darmstadt zurückbleiben." Wie aus allen diesen Ausführungen hervvrgeht, so erscheint die Beamtenschaft in Der Stadt Gießen gegenüber Der z. B. von Tarmstadt in ungerechtfertigter Weise schlechter gestellt. In meiner Eigenschaft als Reichstagsabgcordneter jedoch ist es mir nickst möglich, entsprechend Der Zuschrift der Gietzeuer Beamtenschaft ohne weiteres Partei zu ergreifen. DieseAngabcnbe- dürfendergenauenNachprüfungDurchdieorDent- 1 ichen staatlichen Behörden, als welche in Diesem Falle das G r 0 ß h. G e s a m t - Ac i u i st e r 1 u m a n z u s e h c u ist. Aus Diesem Grunde, und weil die Gwßh. Regierung jederzeit sich in der Lage befindet, durch ihre Bevollmächtigten im Bundesrat, sotvvhl in dieser Körperschaft, nne auch in der Snbkommissivn Des Reichstags. Die vorerst noch unter Beobachtung strengster Diskretion arbeitet, nicht minder auch bei Der König l. Prenß. Regierung ihr gewichtiges Wort in Die Wagschate zu legen, beantrage ich: Tie verehrliche Zweite Kammer wolle beschließen, Gwßherzogliche Regierung zu ersuchen: 1. Die Verhältnisse Der Stadt Gießen inbezug auf Wvhnuugs- und Lebenshaltungs-Aufwand, Der in ihr lebenden Reichsund Staalsveamten einer genauen Prüfung zu untcv ziehen und hiernach das alles mit denselben Verhältnissen: in Der Stadt Darmstadt zu vergleichen; 2. durch ihre Bevollmächtigten zum Bundesrat sowohl in dieser Körperschaft, wie im Reichstage und in EiMvirkung auf die Königl. Preuß. Regierung (den Preuß. Eisenbahn-Ministeri eine Besserstellung der Stadt Gießen, loie sie im Beschluß des Preußischen Abgeordnetenhauses geplant erscheint, zu bewirken. Langsdorf, den 15. März 1909. Köhler-Langsdorf. Lrper deutscher Zugendgerichtsiag. Uwtn überaus wblnidxr Beitilig«»S von .tirnftcr, 1 friorrn, ^ Trundx Juiirn^Kttr !Si -i ' ' "mm. n üt ra- »rd forge Ltaatsminiüer a T v r n 11« oegtüßiz du rrinx 'nmen iintr fcmiDrtj auf dic tiidxintdl der frage, die auf brr Tages orbnunq Unnte, und n;< c tua te oem tefmnt *11 Vkrlinrr < niattetc kirftfr .nrooit -raatsanwaU We l lenk a m p 11 c r t 0) t r n". Bei der -Htffduna dieser frage fn (tniiw*uKlut) ict eine Jlotrtiinunq der -Gerte not ung gegrii .uig< iior.cbc oei Äeuperunq n brr /runorgrorgan* über die .Votive iwigkru vor- muiiuittiuHtidKr ■i.lZaBnahrmen Ter »rnncirrent LteranuteidHcr :n t B ’9iia>en, Me in gHumen frucn im 3iuerr.r brr ,iugeridlict>?n feibit in 71 nunnjung tomrnen mime. Jtou) tetser reurc r|, loeiut man lür die ^ugcnoiuhm teionter tvnvdtuungMnftaiiin aruuDiai nütte, dir nicht 'trnfaniialtcn iem dürsten .*h» Vcueidigcr ter Jugendlichen dursten nur solche Per Ionen hin;uge»ogen toer- von den >' anjunehmen h i, bat i (nnflut auiuten iuur<. n Jt( ntaUS buiie oc tein rubrumi der Jiigcnogcttdiic nicht zu rinrr Verwernuichuriq un icrer Ltroired'lsv'iegr ruhten. auch al» 3ugcnftrmw- r muiie man unter llmuanocn mit rauher vand rmgreiren bunen — 'Jia cn längerer Trbattr btixinbcuc AlMSqcr^chtSrat Mischer Berlin g c r t a> t in und nach brr Hauptverhandlun g". 'JiidH ui baupwerhaiwtung an Urteil in, um DaS i ui o- r HauptverhanDlung flam und schärfer 411 gestalten diene in erste 1 Mini di mrianui weiter bi , 11110 eine 1 elfer Ausbildung uns 1 .■ tintnwiuidifn Personen v-ruachlauigt incroc, bann umiic allge mein Der tvrunbsah gelten soziali d)t bridn 3n£>ivtbualDCü>t' . nrüdet i ■ dortigen Jugendgericht die ^Notwendigkeit, ■ . ■ 1 ■ ung sich, 1 11 rangen legt, bet Rebn 1 rzeririschenten Humor und «i Lag, baf$ tne Versammlung sehr । ausvrach und dem Borttngenk . ■ nichl 18 jährig n", ung b< wollten, durch ... .'■<;<'• au'? bcin 3aalc gefchcucru ixwc, U cif er Oer Vfnlicht iHxfi rhandlungcn gegen Iugriidnchr in. 11 in voll ' üeffcnl ixm b u sollten Lu h Bet ugenogericht, wenigstens im ■ timiDrud, 1 nn sein Recht San > .. -:»:i iueiB und der c; oa.. mmnilt ihn oatui wieder itbrpaii male. Su.cmr der XKiterteu enuedte Der Hcbncr mit bc; Vleuicni.i.i seiner Ansicht, bah man ganze Menge u>ld>T mc. irr, Redner, wisse an.' feuue •igeiu-ii irrsahrnng, na;: eü ihm gar nicht fetuorr tolle, sich in Die n die poltttscye 1 . bau oi- hessischen Vereint z. 900 HNM) Mitglieder nabten .1 Redner oeiomc die .'wtivendigkeit btv Zusammengehens aller M 1 b c r a l c u in vesteu uito mitinliigtc entschieden Die Stichwahl vowte un tiabifrciv Alzco Bingen Rach cinn längeren Tvbntrc wurde einmütig hngcnoc Resolution beschlossen: „Die hessischen frmglibcralen nun । illigcn burdwu-5 die in, ^bablfrei» viiäen-timöin von itatLemti- . wie - bic im Jahr, : 906 in - ■ 1 uubbilhgt baten sic 90t - ud, Dur, lh-i Bxihlkamps, i von rönnen, und tanut un Interesse einer gcfunbai und TmteitlidKit thltencfelunn unsen0 cnarren und neueren Vater lauer» nicht au» kurzsicht genr i'arteuanativinu» in irldwr Weise n, d, ■ davon m» du frinl le» nationalen und liberalen ,'Wbaitftnv Vorteil haben tonnten " Bei der daraus crsvlqtrn Voritanb'.ivahl wurden gcn'ahlt; Stabte Ringel jum Borsihcnden, Ingenieur Mlsert zum Stell Vertreter. Mehrer Wninann zum Schriftführer und MUufmami Ritsert wm Rechner, ferner zu Beuihern LehranUSassessor Töp- '1 -ziehen. Maufnurnn edmhir, i icßt-n. Kaufmann PieSwrs- XiN>nn<. Mehrer Schmeher -Worm» und naufmann Zilles Worm» Ini AnichluK an diese Taanng sand nachniiltogs 5 Uhr eine iisentuche .lainniiiiiig Hau. ui der auch iait lamiltdx Borstanbs niitgliebcr der freisinnigen Partei i*rfd)icncn waren. Hier gab der Voniiieirde seiner )reute über die Begründung des „3ung liberalen XanbcctwrbonbiV ’üubbnicf, der auf dem linken Flügel der nanenalliteralen Porter stehe und brachte die gefaBte Resolution .111 nenntm» Der Versammlung. Dann hielt der Ämeralsekrctär bc» Rcich.verdandes der natumallibcralni fügend, Dr. Döbler - • i n nzrefor« Er fctnlbcrtc zuerst kurz Zweck und Ziele der lungübrralen Bewegung, deren Grundgedanke Dahm gel> . Da J temidk* Bo'.k möglichst politisch reu zu machen und für die politiidic Betak.rung zurudzugcwinneii. Du Znngliteralen wollten der liberale Wächter in der national liberalen Wartet iem und der literalen Einigung ihre ganze Uran widmen E uinsse der Regierung diu starke liberale Partei bingefttllt werden. Dann werte aiuu wieder eure liberale Politik Pich'» »Irenen <>urft Bwmarck hielt bae deutsche Volk reis iur da» allgemeine, .gleiche und direkte Wahlrecht, bitter hättrn ater mir Zentrum und ^oualbemofrattc den ötiuptnorterl davon gehabt. Ta» deutsche Bürgertum müsic 01c grote Gate de» Direft.n v^bl- recht» and) nrtitrg nnirM.Kir und beni'pcn, es müsse uch auirattcln air> teni >uiditferentivm.i> und tätig tcilnebmen an den holinichcn Dingen Redner telnichtctr dann die Stellung dee- Litern! muS .11 ".Hcutefinamrtfonn und verurteilte dabei schad den icbigen V»l(K'(ofnpromir. dem leider aud> manch 9tationolliberale $ufitmmrn i.oilien. rrid)rin gebracht urb Dem Liberalismus genügt, unD es iei zu heuen, dost i»e au dl wdter geführt werden könne Itete fte ater zu cteunte, so muiie Der Liberalismus io stark sein, uni an Deren ■Stelle zu treten. T halb bedauere er auch Den Bor gang in Alzeo-Bingen: er hoffe, dah das politisch-- Znterdie deS Bürgertums ertarfru, pDer einseitige Materialist.>cte StauDpunh auuoren und der Liberalismus oernnt für das Wohl des Vater- lanoes arbeiten werde. Lebh Beifall _ an der liskui'ion bestritt der frei'inntgt Sonführer Stobt» Öcntid), bat L-farrer JCorell Bartlnaner in: er würde uch rm Reichstag der irnuimigen Volks Partei anidjlirRen. ^tm ubrign, erklärte Dci Redner, „ch gaui dem vorgetragenen lunglitetakn Programm anfchiieszen zu tonnen und verteidigte Danr^Die Haltung der freu innigen den yilaiional liberal en g.gcnüber. Dann oewnte Der Boriiyenbe be4 Dc.,mstadter Verein? der aungliberalen, daß Die freisinnigen Durch ior Zusammengehen mit Der Sozialocmo- kratie bei Der ooriahrig^m Landtag-wahl jebe BerstanDignng mit Den Natwnalliberalen icn Dorntercin vereitelt hätten. Lehrer Schm ' Dt - 2vorms kriiliierte ^gleichfalls Die unnatürliche Ver- binoung zwuchcn freu in n und Sozialdemokratie, .votei bic enteren als die Schwad,eren balo „oerfauit" fein würden. Rach einem 'JlDixll des Re,cremen an die naiionak Gesinniuig ader Literalen schloß hie Beriammlung ________________________________________ Deutsches llcicb. BeimKaiserpaar hat gestern das alliährliche Botschafter- biner üatigeiunten. T cm Reichstag ging eine 9i 0 » e 1 le ; u m ittai« (sese ybuch zu, durch die die B e l e i b i g u n g s v a r a g r a p d e n Dem iat langem geforderten stärkeren Schutz Des Brivatlcbens er halten. Neuregelung des Fidei *t o m i f f c d in Preu sten. Tic prcustische Regierung beabsichtigt, den stielet R. R. zufolge, eine ooiligcJccutegclungber ,>idel)tonlinisi<9e-- j c & g e b u n g. Tic feit längerer Zeit livischen dem Justiz- und LandwirtschastsmiNlster schwetenden Berbandlungcn und letzt ab geschlossen unD nn i^es'etzentwurf ist bereits nuagearbeitei. Cb er in Der lausenden Session noch vor den Landtag kommen wird, ist noch nid)t bestimmt Als Nachfolger volles ist neuevdings ter vmidelS- Minister Tclbrüd genannt. T ie Bubgetkommifsion des preußischen Ab geordnet enhauseS bat den Gesetzentwurf betreffend die i^r huhung des Grundkapitals ter Preutzisdien Zcntralgcnoiien chasts lasse von 50 auf 75 Millionen Marl gegen eine Stimme ange iwmmen. Ainanzniinister ^rhr. v. Rheinbaten teilte mit. Das» Die Einkommensteuer für 1908 voraussichtlich 265 Millionen ergeben würde, also nnrumf ünsMilli0ncn ju< rüdblciben werde hinter dem Boransdslag, der für den Dies iähtigen Etat gemadit worden ist. Auslaud. 3u Italien gilt eine Miniitertiu S infolge der Ergebnisse der Stid ivahlen als unvermeiDlich Das Befinden des russischen M i n 1 |t c r i> r ä f i bunten Stolypin war vorgestern weniger gut. Es ist Lungen eitlgünbunn tei ihm scstgeslcllt wortei: Tic Petersburger Polizei hat ein geteimes 5»a i f en lager Der Revolutionäre entdeckt 40 Revolver iino >uOO Patvonen wurden oeschlagnahmt Zwei Ikrioncn wurden vcrhastct. Austertem wurde gestern durch 50 Webtinux)Imitat un i»d>o ueuwlogischen Institut eine Haus udmng vvrgen.'inm n, wobei mehrere Personen tnrhaltet wurden. Tic antzerordrntlichc Session des amerikanischen -l'v n gr es f es hat gestern nachmittag begonnen Tie neue TarinwrLagc 1111D bic Botschaft des Präsidenten Ta.'t werden dem Stongreife heute ofr * morgen .suchen. Line yolöene ji!i)dfd>runber und Ehren • in Bill ni s von Jahn Jur den Mriegcrvcrcin sprach Oberst Weimer herzliche E-lücklvunsche aus und für die freiwillige Feuerwehr unter Ileberreichung eines Fahncnnagci- uommanbaiu Bep berget. Ttc Verdienste des derzeitigen 1 Sprechers Reu- des Vereins Dem erprobten Leiter des Vereins die UrhinDc als EhrenmitglieD überreichte Tic in Darmstadt wognen Den ehemaligen Mitglieder des Vereins liegen Durch Herrn Runk eine lsübschc OUüuivunfdmDreife überreichen. Tie d4lückwünsck-e des iRrncs Hessen und Des Mittelrheinkreises übermittelte nut kernigen Worten ir-auinrnivarl Will sieben. Die des Turnverein- Liegen unter Ileberreichung eines frthnennagels Dessen 1. Sprecher e st uiiD Die des Männerturnvereins Giesten Turner xracke frir Den Hess Lehrerturnverein unD Den Bezirkovereui > wunoerg Lehrer frrb. W ol f-Bersrod. LanDt.igsabg. Erk gib m.rteffanie Rückblicke aus Der ersten Jcil Des Vereins, ,-cranusrlchter R ö m h e 1 D geoachte m warmherzigen Worten des Deutschen unD hessischen VaterlanDes, des üaiscrs und '-rostyerzogs. und ReserenDar Mengel gedachte in launigen Worten Der „leider oder QtotnciDaii.' nicht anwesenden Damen. O'-emeinjamer (besang, Musik und Äesangsvorträge Des „Sängerkränz" bildeten den übrigen Teil oer Samstags- icier, bei Der noch wie auch am sonntag zahlreiche bnep liche und telegraphische ^ückwünsche von auswärts zur Verlesung kamen — Am Sonntag iiaainuuag vereinigte ein üonzert Der Hanauer Ulanenlapclle Die Einwohnerschast RiDdas recht zahlreich nut vielen a^. «rn.ru gen frftgalten. Roch einer Begrüßungsrede Des Herrn Menge 1 lolgten cgluckwunschiuigen d.»rch Vertreter der Turnvereine v-a.w Rauheim (unter U.berreübung einer frhnmcb.mc , Okun« berg der eine <■ liitiwi i. rourlunDe >bnTcidite uhd. schotten. Einige Liedcrvorirugi dec ,uen: » »reit chorcv' und eine Wiederholung d, !ib ;t fr itsl i-ts gaben dem Moniert höhere festliche Beil' Ter , Ximbr.nus sah Dann Riddos gesamte reizende n>etL'liü;< Inge na bei c.icm gian- zenten frstdaU, Der »denialls einen schonen Vertäu' nahm, ^cr Turnverein Ridda. Der von Anbeginn an ein tre-aes Glied Der deutschen Turnerschait nwr. bat mit seinem Jubel- fest einen vollen Erfolg er,u*!t und dantit ein schönes unecht turnerisches Iest began ; .1. das manchem anderen Verein zum Muster dienen kann ■— 0cri0to|aol L a n b a m L"alzi, 15. März Ter tim Ludwig Eichel au« Rechten ach rvuiDc w gen Weinfalichung ;u SOJ Mark Gelte maic oser 3u Tagen «»elängm« verurteilt. iüü Liter tiein nntrten einatW'ittt. — ■ " ■ — Handel. •• Äo 11 (u r ie in »beiten lieber da.» Vcrnioam> bi* tum b Ipril bet dem .laU»gertdn Cucnbad) aniumcibat. — lieber Das Rachlastvermögen der Gesrg Philipp übnist vtelentr von Bruchenbrücken nnirDc am 6. Marz Dcv Xonkii'.ver'ovrci- eröffnet, da ter Nachlaü überschuldet ist. RechiSamvalt Utller in frirbterg wurde zum »tonkur.vermalter ernannt xonlnrsiorte rangen sind bis ,um 28. Mär» lei dem Amtsgericht friebter« auzumelden — lieber das Vermögen Drt Metzgermeiücrs Heinrich. Lehmann zu Biblis rcutte am 9. Mucz das rtonkur» verfahren ervimet. AmtsgerichtStarator Jod Traut zu item« tetm wurde »um Konkursverwalter nnanitl .stonkursforterunge» iuid vis »um 3. April tei Dan Amtsgericht (ternsbeim an»e melden. — lieber daS Vermögen des Stbrnncancificr# und Möbel fabrib —ten Eduard Urei von Tarmstadt wurde am 9. März das > onlurSversabreii crösitiet, da .''.onturSglaubiger ten Antra« gesteilt haben und die :3abluniisunsSdmleit de« itemelttsdTulDner, nachg«wiesen ist. Kaufmann Morl Dedict von Darmstadt wurde ginn Konkursverwalter ernannt rtonkiirsforterungen sind bt» • ii__-___;•_____ T('r Gliebe Nachrichten. Lpaiigelische Gemeinde. 3n «er ZoHatrnertirche. Mittwoch den 17. Diür;, abends 6 Uhr; 4. V a ss i 0 n S a n d a ch t Pfarre» Au 4 teI d Telefonische Kursberichte des Giesseoer Anzeigers, mitgeteüt von der Bank fir Handel und Industrie, Giessen. fr’rnnklurter llbr.i-, . 1.15 Ihr. $*',•/• Reich.«anleihe. . . 95,7. 3% do. ... K>.ßn 8*/,e e Konsuls *"•* 37, do. .... 8J.C0 3*/,% Hessen.....— 31 , ’L Oberhessen . . . — 4e/e Oesterr. Goldrente. . V7.7u 4'/.70 Oesterr.Silberrente. V7..1 «7# Umrar Goldrente . . 92 95 4*, Italien. Rente . . . )u3.t Japan. Staatsanleihe 94 > 47. Conv.Türken von 1903 9i.ön Tärkenloso.....143.20 4®/e Griech. Monopol-AnL . 60.un 47. insscre Argentinier . Mf-.xti 37. 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Hoffmann-Aschersleben Aus dem Inhalt des Vortrages: Die Entwicklungsiahre deö jungen Mädchens und ihre Gefahren. — Jugendtorheiten. — Unwissenheit. — Falsche Sckam der Eltern. — Ursachen des Fehltritts und Verderbens unserer jungen Leute. — Geschlecht krantyenen. — Falsche Erziehung. — Wahre Moral. — Die Ehe. — Die Mutter- schart. — Die Folgen der Jugendsünden. — Frauenleiden. — Minder- losigkeit. — Äinderrcichtum. — Wie erhalten wir glückliche Ehen und gesunde kräftige Binder. Nach dem Vortrag: Fragcbcantwortnng Eintritt: Erster Platz 75 Psg., zweiter Platz 40 Psg. Gesellschaft für Volksausklärung. Kein Schleifen, kein Abziehen mehr auf Kosten der Selbstrasierer Garantie: Zurücknahme. Mark 2.50 komplett, gut versilbert. Holzverfteigerung. Ec werden Dienstag den 23. L M. von 87? Ubr borm. an bei Wirt Mar Becker-Beltershain versteigert: auS der Forst- wartei Reinhards!,ain, Dis,.'. Beltcrshainer Wald, Hain, Junge Bucke und Vnnnc Buche: Stämme: (Siebe 4 Stück 4. 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