Die heutige Nummer umsatzl 10 Seiten. W mes, Taiimirt. *649 ier z >r 'arz ■ von ide irt nbinnen her M in bin 6aal btt tot Hauses. ottSW D“/i et Vortzavb, I6if^ ,ts «Bertie de ; Saison ^■Musih L?Ä S!*'Us ätz. Uhf w».. OH WÄ Äoft teilung Ter Redner führte au», daß inan Studentenschaft hielt. Beisitzer Tr. Tr Metternich- denn auch diese trriitrbilbunq lassen, um den •n werden ff» wo durch die müssen sich bei iortschrettcnder Erkenntnis und tieigreifende Umgestaltung gefallen neu derantretenden Erscheinungen gerecht teilung am nächsten Dien»tag über da» gleiche Problem ,vi referieren, loobei er versuchen wolle, die bei den >?örern noch gebliebenen Unklarheiten zu beseitigen *♦ Schuh den Anlagen Man schreibt un-: Wenn man unsere herrlichen Anlagen im blühenden Maienfchmuck durchwandert, sollte man e» kaum für möglich halten, das, e» noch Leute gibt, die ihre Hunde ohne Aufsicht frei tn den Anlagen umhetlausen lassen Die Anlagen lucrhen als Tummelplätze der Hunde benutzt und bisl-er nicht \u berri Vorteil. Heute morgen konnte man Gelegenheit nehmer. wie der frisch eingesätc Rasen in der Nordanlage brr l liieren Töchterschule gegenüber, durch mehrere Hunde an'- gewühlt wurde Leider war kein Schuhmann in der Aähe. um die Eigentümer der Hunde feststellen yi können iMfr i.acht sich der Mangel eines Anlagewärters bemerk lat und es wäre angebracht, für Anstellung eines solchen, r in ciitfpredienber llniionn gekleidet, iirft anMchlirfilidi Sanitätsrat Tr. Sonnenberger-Worms, Universitätsrat T: Walter-Eiießen, Tr. Hcrhog Mainz und Tr. Gernsheim Wovnis. 2. Gruppe Tarnen: Frau Sanitätsrat Tr. Maurer Darmstadt, Fran Oberbürgermeister Göttelmann Torf Slentral-MoreSnet preußisch werden soll. Ter G esetzgcb uji g sau-schuß der Zweite lammtv setzte am Samstag feine Beratung fort kannte Relativität unseres geistigen Besitzes Von dem ;u Erketlneuden ist nur ein verfchwindend Meiner Bruchteil unser eigen, und unsere Ausgabe liegt darin, die uns noch verschlossenen Gebiete zu eröffnen Gan; tvird da» nie gc- ,d:chen können, und wenn es geschähe, wäre Freiheit nicht möglich, da dann alles nach unverrückbaren ^setzen geschehen müßte, aber auch nicht nötig, denn diese Obere wären die unserer eigenen Verminst Zn unserer Lirk- LTd)feit aber sind wir durch die bereits gewonnene <*efen- Mäßigkeit gebunden, aber ohne daß dies uns nadtieilig In, Erzeugnisse unseres eigenen Tenkeus han- ir i i den Organisntus des keuschen Großmütigen verlieheil. •• Lehrerpersonalien Bestätigt wurde der von dem Fürsten zu Solms-Hohensolms-Lich auf die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ettingshausen trafen tierte Lehrer Hch. S nöll da,elbst. Ucbcrtraflcn wurde dem Schulamtsaspirauteu Otto Mueipp aus Langsdorf eine Lehrerstelle an der Gemeinde'chule zu Siedelsbrunn: dem Schulamtsafpiranten Aug. Reiter aus Ulm die Lehrer teile an der kath. Schule zu .Hammelbad): dem Schulamts afpiranten Jat. Winter aus Hausen Ac. Offenbach, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule ;u Uuter-Abtsteiuad»: dem Lehrer Phil. Wilhelm zu Meiches eine Lehrerstelle an der Gemeindesc^lle zu V rg-Gräsenrode; dem Lehrer Ludw. Will zu Zahiilen die Lehrerstelle an der Gemeind.- chule zu Hohenstadt; der Schulanttsaspirautiu Susanua B r u n n c n g r ä b c r aus Lorsch eine Lehrerinstelle an bei Gern ein beschule zu Viernheim. In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Gcmembeschule zu Eckelsheim Foh Ramge auf sein Nachsuchen Erledigt ist eine Lehrer teile an der kath. Schule zu Lampertheim. ♦* Säuglings- und Mutterschutz. Tie erste Mitgliederversammlung der hessischen Zentrale für Säuglings' unb Mutterschutz sanb am Samstag nachmittag in T a r m stabt statt Minister Braun gab darin einen Uebcrblid über die Entwickelung der Neugründung und teilte mit, daß namentlich Vereine ihre Tätigkeit unb Mitarbeit angeboten haben; so hat u. a. der Verband der evangelisch-kirchlichen Frauenvereine im Großherzogtum Hessen lit 47 Ein-elvereinen unb zirka (iOOO Mitgliedern seine Ticnfte aupeboten unb dabei mitgeteilt, baß er sich auch der unehelicheil Mitt ber annehme unb auch auf diesem G.' biete weiter tätig sein will. Sehr erfreulich ist auch das bisherige finanzielle Ergebnis Mit Tank fei hier der Beschluß der G-eneralverfammlung des Vereins zur Unter ftützung armer M'inber vom Lande, M athildenland krankenhans, auzuertennen, der Zentrale die Baulich feiten in i), r Heinheimerstraßc sowie 35(XX) MI zum zweck entsvrechenden Umbau des Hanfes zu überweifcn, so e - Aussicht besteht, ein neueingerichtetes Heim am 1 Januar 1910 in Benutzung u ui mmndungen vot 10000 Mk. für innere Eiuiichtuug des neuen Heims, ferner eine Summe von 25 000 Mk. unb 2 bis 3 von je 10 000 Ml 2lutlattd. Ter französische Po st st reit. Tie amtliche sieststellung beziffert die Zahl der ausständigen Postbeamten m Paris auf 1917 bei einer Gesamtzahl von 25 406. Seit gestern nahmen 336 Beamte den Dienst wieder auf; auch in der Provinz hat sich die Lage gebessert. B e » ü g l i ch d e « f r a n z ö s i s ch-v e n ez o 1 a n i s ch e n Ausgleichs wird gemeldet, daß die Aorberunqen der französischen ^Staatsangehörigen einem Schiedsgericht wcrtahrcn unterdreuet werden sollen, durch welches die gerichtliche Souveränität Heue* uiclav gewahrt bleibt. Eine Genugtuung wegen der dem Gesandten Taigny von Eastro angetaucncn Unbill wird die frau- zönsch« Regierung nicht verlangen, da dieselbe den Sturz Castros als genügende Sühne betrachtet. A l b a n e s c n - '.‘l u 1 st a n d. Immer mehr Anzeichen deinen darauf bin, wie die .Franks. Ztg." aus Belgrad erfährt, daß unter den "Albanesen ein allgemeiner "?lufüanb in Altserbieii uorbeveitci wird. Unter den vielen Agitatoren, welche die Albanesenstämnie aufreizen. sind auch katholische Priester Grund zur Ilnzutneden- !>eit bildet auch der Umstand, daß m Konowo b tu rf e nb e \) n n g e r s n o l herrscht. Tie Behörden beschlossen, zu der ge- fährlichen Maßregel Znstncht zu nehmen, nämlich die Albanesen zu enlmaffnen. Rat miiöpiclZTarntftobt; als Stellvertreter- die Herren Streeb-Ofsenbad», .Hteidrat Schliephakc^Erbadr, Frl Tr Konrab-Wortus unb Fabrikant Hennc-Lfsenbad). ♦ • Ter Erste hessische Sanitätskolonnentag hnb am Samstag in Tarmstadt statt; cs waren über 500 Mitglieder von Sariitäkskolonnen aus ganz Hessen dazu erschienen Mit dem >wlonnentag war die Rengrünbung eines Kolounettvcrbanbes verbunden. Um 12 Uhr mittags and auf dem Exerzierplatz Parade sämtlicher eingetragenen uolonnen vor dem Groß Herzog statt. Weiter hatten ich eingcfunbcn: Generalleutnant v. Strantz, St-idlfoni- mandanl v. Ed e n brecher, Exz. D. Buchner, Bürger meister Tr. Glässing und eine Anzahl höherer Offiziere unb Militärärzte Tic Parade kommandierte Oberlt. a. T. Lotheißen Rach der Parade sanb eine sehr interessante Uebllng statt, m der das Ein- uub Aiisladen Vertviindeter ans dem Militarkrankenwagen, sowie das Ueberwinden von Hindernissen nut beladenen Krankenwagen usw. gezeigt Ivur den Tu1 große Ererzierhalle wurde zu einer nranken sammclstelle eingerichtet, in der in kurzer Zeit uranken tragbahren gezimmert, Feldbetten aufgefchlagcn wurden ujiv. Hier war auch eine Artsstellung von Modellen zu Feldlazaretten, rrrankentragen, Eisenl>ahnlransporttvageii »sw. arrangiert. Tcr Großherzog besichtigte mit großem Fnteresse die Arbeiten Tie Vorsührrtng der dem Rettung.« dienst im Frieden dienenden .urankenautomobile, Franken tragen, Raderbahren usw. bildete den Sdrluß der Uebung RachmittagS t Uhr fanden Verhandlungen statt, in denen der Inspekteur der hessifchen Sanitätskolonnen, Generalarzt Tr Lindemann, stritik der Uebung abgab. T>e vom Ausschuß vorgeschlageneii Satzungen wurden geneb mißt. Bezüglich der Haftpflichtversicherung sämtlicher Mo lonnen irurde beschlossen, einen Empfehlungsvertrag einer noch zu bestimmenden Gesellschaft adzuschrienen Tu Wahl des Arbeitsausschusses für den sColoiuicnüerbanb hatte fol- gcndes Ergebnis Erster Vorsitzender Generalarzt a T 1 Schritsührer .tTolonncnfuhrer Heinrich-Mauii Stellver- Mrt>nnbeh über den Antrag Ulrich und Gc;' betr Re Vision der Bestimmungen übe. X\v\x tterhalun: i oct C r b nung in Gerichtssitzungen. Ter Ausschuß stellte bclt. Soweit wir z. B den Organismus des Menschen kennen, soweit ist für unS auch der Weg zur Heilung von Krankheiten gesetzmäßig sestgelegt. — Fm üblen Sinne bestimmt find wir dagegen, wo wir das Scui noch nicht erkannt haben und ferne Problematik beständig in unser Ta- sein herein)'vielt, scheinbar ohne daß wir uns wehren können Hier gilt es, das Ehaotifche dem i^.-fetz zu unterwerfen unb hier *eigt sich unsere Freiheit, die beinnfld) in der Fähigkeit bestel;t, Notwendigkeit der Vernunft zu erzeugen. Am Schlüsse der fid) an den Vortrag anschließenden Tis- lussion erklärte der mitanwesende Pros. Tr. Messer, er habe sich auf Ersuchen des Vorsitzenden entsdilofsen, der Addie Sdmlzeit hutau». Er erteilte stets gern den Elteo leinen Rat, was man mit den Buben olla wenn diese die Schule verlassen hatten Eine rDCAialtfM des Fubilars Ivar es, dem Handelsstande tudttige M.nb« als Lehrlinge zuzuführen und maud> »euchelHeimer Mwb. das heute als Maufmann sich eine Position erarbeitet bat bankt die- dem Jubilar tie Mteinkinderschule i rbanst Flügeladjntant Oberleutnant v. Schroeder. *• Ordensangelegenheiten S Ä G r o ß h e r z o g haben dem Ministerialsefretar beim Staats Ministerium, Legationsrat Tr. Wilh Reidhart die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm vom Groß- herrog von Baden verliehenen Ritterkreuzes 1. Mlafic des Orden- vom Zähringer Löwen erteilt und dem Mreis- traßenmeister Foß. Stumpf ;n fiauterbad) die Mione zum Silbernen Mreuz des Verdienstordens Philipps des Ta die hentiqe Besvrechling der SBerttauen-mannet bet Parteien die Gewißheit erbracht*, dah für die roentqen ^age bt6 jum Veginn der Lßngstterien 'iderraichenve Ereignisse nicht mehr zu erwarten sind unb das Plenum des Reict-.«a^es neben der Durchberatung ö<« B'ehseuchengefeyes lediqlikb ernige klenie Vorlagen e,ledigen soll, beieiliqic '.cb nur noch cm kleines Häu'-ern von Abgeordneten an den heutigen Verhandlungen, eo kam et. daß kurz vor Toresschluß bei einem der letzten Paragraphen des umfangreichen Gesetzentwurfes übet die A^>iveh< und Unierbrüdunq von Viehseuchen die Bezweifelung der Befchlub'ahigkeu des vaufer durch üerrn Singer die Sitzung fprenqte. Tic Haide clunö«, bie man infolgedessen heule früher auSeinandergehen mueic, wird das Haus am Montag zulegen. Eine weitete Bedeul»«ig hat diese Aktion der Eozialoeinoktaten nicht, da bei aller Gegnerfchatk gegen die Vorlage auf diesem den augenblicklich im Vordergrund uchenden polltilchen Fragen so sernliegenden Gebiete eine Neigung jur Obstruktion sicher nirgends vorhanden ist. 'Wie mit Bestimmtheit vorauSzusehen war, bliebeii^die zahlreichen Versuche der «ozlaldemo- traten und Freisinnigen, die gelegeiillich and) Unterstützung bei den Bauernbündlern fanden, an den? in dreifacher Leinng erhärteten Kompromiß der Rommilfton noch etwas zu anderu, erfolglos. Tic Freisinnigen Fegtet und Tr. Strilwe und der Nationalliberalc ^achhorst de Wente, von denen die beiden ersteren als Vertreter emet. friesischen und holsteinischen Wahlkreises, der letztere al-: Vannoöcrancr <ür sich m Anspruch nehmen durften, als berufene Anivalte des Dichwchl treibenden bäuerlichen GriindbesttzeS zu gellen, unlerzogen sich immer wieder der undankbaren Aufgabe, ihre in der Kommission abgelehnten Anträge zu begründen. Sie wurden Paragraph für Paragraph nicbcrgeftimml. Tabei konnte Auseinandersetzung mit Herrn Tr. Hahn auch dies- Tätigkcit dcS Bundes der Landwirte dem Hause nicht ui der Hauptsache ihr Bcstcheii den V.mühungcn unb b« Tätigkeit des Jubilars Auch bte Anfänge der Äolksbibli^ rhek find Der Tätigkeit des Herrn Sdmeider zu dank» Tiibn muß hcrvorgehobc-i werden, daß der Fubilar un ganzen Ort im hohen Ansehen stehl. Möge cs ihm vergönak fein, upd) lange in lorpcrlidKt und geistiger Frische so r* bisher in unserer Efemeinbc zu wirken. -f- Steinbach (Rt. Gießen), 17. Mai. Fn der Nacht aus Sonntag hat^g hier ivieber einmal gebrannt. Ta» Feuer entstand m dem Anwesen de« löittS Karl vorn L unb vernichtete dessen Scheuer, sowie drei Liachbarschcu«». Man ver,nutet Brandstlstung unb es wurden bereit» zwei Verhaftungen vorgenommen. ? H u n g en . Iß Mai Au» der Fohlcnweibe T icrg ar lei fand Pcrfldn.ien Äo eod) .iwn 15 Stück im Tiergor«n tiuhjrnommcu werben, so botz bte Zahl doch aimäheryd die gleiche i eobad-lcten das Pennen. w. H e u d> e l h r i in, 16. Mai. Gestern beging der Leiner S d) n e i d c r die 25jährigc Wiederkehr des Tages, an dem er als Lehrer in unsere Gemeinde kam Sd)vn in aller Frühe bi achte die Mlasse, in der Herr Schneider llntrmdit erteilt, ihrem Lehrer ein Gesangsständchen. Um 11 Uhr vormittags erschienen in der Wohnung des Jubilar« Piarrer Glüd im Auftrage des Mirdienvorstandes, Bürgermeister Kreiling und Beigeordneter Volkmann II. namens der Gemeinde, sowie die 6 Lehrer der Schule, unb beglück- wünschten ben Mann, der ein Vierteliahrhnndert in treuer Pflichterfüllung und mit defonderer Liebe und Hing bung seines Amtes in der Gemcinbe aeivaltct hat Ter Pwrrer überbrachte eine prächtige Ehristusfigur aus enter Säule, die Gemeinde überreichte dem nunmehr Gi Jahre alten Lehrer einen künstlerisch geschnitzten eichenen Lehnsessel, die Hollcflcn widmeten eine wundervoll Palme I, staaben und Mädchen der Schneibersd)en Klasse Überbracht' n ihre« Lehrer aus Anlaß des Ehrentages eine eingerahmte Wib- niunfl, die die Schreibfertigkeit des Schreibet Willi ccbmtdt zur Anfdtamilig bringt Tie Lehrer des Bezirks G>eßeo- Land hatten es ftch nidit nehmen lassen, am Jubiläums- tage mit ihrem Senior ein Stündchen zusammen zu sein u diesem Zweck sand (un Samstag nachmittag int Eas4 Cbei eine festliche Bezirlstonfcrenz statt, bei bei man ben Jubilar herzlich seitens feiner Mollegen brglüdiDünfdite 'riebridi Sdnteider entstammt einer alten Lehrer so mtlte Vater, Großvater und Urgroswater haben dem Lehrirbernf abgelegen Schneider ist nt Storndor» geboren und ha: seine Mräitc seit 46 Jahren her Volksschule und der JuaeBb gewidmet Sein Interesse für die letztere ging stets bis ubn Stimmungsbild ans tarn prenh. Abgeordnetenhaus Berlin, lo Mai. Endlich hat die Zweite Kammer den Etat glüdlid) in den fiertI Uno wenn sich tai- Herrenhaus halbtucq^ dazu- hall, ,vird die staunende Mitwelt erleben, daß er noch vor verabfchiedel wird. Der letzte Tag der Etatsdebatte begann ziemlich tucziveilig: Herr Hoffmann fühlte das dringende BediirsliiL, fid) noch einmal hören zu (allen. Unb diesmal machte er feinem Venen nicht nur gegen die Regierung und die kompakte readionarc Matze der biirqcvhdicn Parteien, fonbern auch gegen die böfc 'Ihcffc L'uft. Nachdem Herr Strokcr von der 'Hcdilcn in einer mann i Ibft al« Zitateufalfcher hingestelli halte - wegen detzen Behauvtmig, die fchöncn Epitheta „Bauern beug !" und,ArbetterlümmelE entstammten der konfervativen Presse — ging der Ministerialdirektor infl Zeug: Hatte Hen Hoffmann nm au» bte lonatvemokratischen Iitgendliederbücher eremplisiziert, nm nachzuweifcn, daß Texte wie die von Schivaridopff ucrldcnen önvin nicht existierten, so wie» der Ministerialdirektor schwarz auf sich tatfä hlich in ben Partei-Li büdjcvn für die ffrwadjfcncn finben. Und er hatte baS ganze vauS auf ferner Seite, als er erklärte, gegen bteien Geist die Jugend au fchützeti, fei Pflicht der Unterrichte vcrwalttmci. Dann legten sich, während einer zum Teile auch gegen Herrn Hoffmann gerichteten Rebe bco Freisinnigen Tr. Schepv, bei zwei nette Fälle von politischen Lehrer - Maßregel- ungut vorbrachte, einigermaßen bie Wogen heilerer Erregung, und auch die scharfe Zurechtweifung HoffmannS durch den Abg. v. Arnim fand außerhalb der Bänke ber Rechten keine große Beachtung. Um fo lebhafter gestaltete sich bann aber bie Erörterung ber (' H r n c x n m n a i i a l a f f ö r e. Der nationallibetalc h inen adn elenden FraklionSaenoffen Tr. Maurer mit der fcharieu Waffe feiner uncrbtlUid)en Voqif gegen u Zentrumsmann Dr. Heß in bie Schranken, und Herr 'm, mußte sich Wahrheiten sagen lassen, die alles andere al« schmeidiel- eii Unb Wahrheiten, bte Dr. Heß trotz mehrfache» ld)uri)tcrucr Versuche nicht entkräften konnte. Tr. M anrer, bei später erschien, trat Dem ZentrumSredner ebenfalls mit alle» odiädc, weint auch in der Beurteilung des Essener Falle« noch nUzuselir vom Kollegialitätsgeltihl beemsüißt, entgegen, und als ci geendet, gehörte der Elntaasiriumph der neuen Zentrumsaröße bei Vergangenhelt an. Herr Lchwaxtzkopff hatte noch alle vanbe voll Au tun, bas Verfahren der Regierung in ben vom Abg. Tr. Fried berg schcns belenchteten Fällen der Lehrer Brandau und Kunpel und in bei, von Herrn Ld)epp erwähnten Affären zu yerteibigcn ; viel Glück war ihm dabei nicht befchieden. Tann gab daS hohe Haus dem Etat feinen Segen, und nachdem nod)_ der K ö h l- braudvertrag unter kurzen Geleitworten der Nadistbeleiliglen und) bett KommissionSbeschlüffen genehmigt war, vertagte sieh die Kammer auf Montag, wo über baS Berggesetz verhandelt werden soll. politiÄbe Cngcsfcban. Ta8 Kaiserpaar ist am Samstag mittag nach herzlicher Verabschiedung von Wien abg, reist und ist gestern früh in Karlsruhe zum Be fudtc des badijdtzm Hofes eingetroffen. Tie „Mnrlsruhcr Zeitung" bringt anläßlich des Maiferbefuchs einen längeren BegrüßunaSartikel, in dem es u a heißt: Kaiser Wilhelm hum mit innerlicher Besricdigima auf das Ergebnis feiner Südlaudsreisc yirüdbltdeu Ernste Sorge erwartet ihn bei seiner Heimkehr. Daß cs ihm gelingen möge, den Wider streit wirtschaftlicher und partxstpolitischer Interessen zu *|d)lid)tcii, ist aller Wunsch ________________________ 21u» statt unb Land. Gießen, 17. Mai 1909. •• Tas GroßherzogSpaar in Mainz. Ta-: GroßherzogSpaar mit dem Erbgroßherzog und den, Prin;u Ludwig begaben sich heute früh zu einem mehrtägigen Aufenthalt nach Mainz, wo im Palais Wohnung genommen wurde. Jin Gefolge befanden sich Oberhofrncisteriii Frein. v. Granen, die diensttuende Ehrendarne Frenn v. Bellersheim, .ains Kolonnen sichrer Wols-5 sfenbad) und ftobnnen führet Grämlich- Friedberg • TerBegnfr derFreiheit mar der inegenüanb eines anregenden Vortrags, ben der hiesige l-Lnlaforb Prof. Tr Kinkel am Tonncrstaa dem 13 bs Mts in der Ab- "■fbicti* eröffnet worden find Tief, bloß relative "Geltung der Begriffe fand auch auf ethischem üfcbtcic statt Und hier gerade fuhrt bie Verkennung biff er Tatfache zu L-inem verhängnisvollen Irrtum, dem Tetermlnismus I ^enn tatsächlich bas, was wir heute von Sein erkannt I haben, abiolut fiebere, unwandelbare Wahrheit wäre wem, die Raturgefetze, wie wir sie bis jetzt kennen, tatsächlich bie letzten Gesetze des Weltgesdichens wären, bann mußte unser littlicheS Taicin sich ganz nach diesen Gesetzen abfmden, und es wäre an Wittensfreibeit nid>t zu denken Zum gleichen Ergebnis fomnit man, nfnn man ein metaphnsifche« Gesd:cyenS macht. Tie Lösung wirb unt' hier burd, die erstehen in Aussicht. Nach Beratung unb Genehmigung de Satzungen folgte die Wahl des Anssduisses. Es werbe»' gewählt: 1. Gruppe Aerzle: Geh. Obermedizinalrat Ti I 'Jieiblmrbt, Sanitätsrat Tr Habidst-Tarmstabt, Tr. Köppe IJ 1 \^vu Gießen und Frl. Tr. Schmibt-Tarnistabt: als Stellvertreter tM SürgcmM ’ ■mann n. * 2*; ‘ mach in der Mt-, / : zu erzeugen. ] nschließenden 5i? S!r. Messer, er K ; ^schlossen, der N. r gleiche Problem p I ie bei den öönn I itigen. chreibt uns- 8® t nden Maicnschm? nöglich halten, fr )iic Aufsicht freii Magen werden i sher nicht zu ie elegenheit nck r Nordanlager nehrere hunitc- mann in derU n zu können. P I sewörters öennö.' I ’ung eine« iottin, I iid) (nitfd)liesltä ■ lütte, Sorge zu ■ einigenden 5dnm ■ auch nicht Men. I Lutschen iKad- | Hanau, ^iedderz, Kern Mit. Cw: id U\2 Uhr M n den TttO W heißt siir ' ^le Nit aber ?^ N Visses -nder (htJ? u. lrltiwa Ntniö eblu4n?lei1 Keniat9 ,„^,^t s,äft 'M ? benten. su ;tn "'etaphysijch^ 8ur Quelle alle' - f ; ®»» btt «'«er Auchdi «■> uns w .Nb das nie nf< ^eFreiheü nch «waren Gesehe- '^denn diese $ 4« unserer Air!. rn beging beittft des Tages, ,m. Schon m Schneider Un«^1 bdin. Um 1 > ZJubilarsKM >rs geborci Ple.unbh «Ä» Hebe uni eH)«L E „r auf ei««;T »fi[ 66 >)0hre die*" äc$- «ci,S& en,(1|U ,,1 te nadimU l"' bLiüdivü»M Sn&er^ gewonnene Gesek- «ns nachteilig w j neu Denkens bari us des Menscher \ I zur Heilung v°: i üblen Sinne k . rein noch nicht eu I ndig in unser Tc- ns wehren fönner 6 zu unterweise: ■ I Wh >sitwn e ° üet^ lkindersE un^ ^,,üKWh* angebcI ,tl LW K»'»' en- . «n btt^ 9)lai. 8} 110 „Kl Hljr' V.firf II" 7:, ist tote i n vorigen Jahre. Tie Weideverhältniffc sind recht günstig und ist ein sehr großes, abwechslungsreiches Terrain vorhanden, so daß die Tiere fid) hier großartig entwickeln können. Für die Pserdebesitzer sind diese Weiden ein großer Vorteil, denn der geringe Betrag, der für ein Fohlen bezahlt wird, macht kaum die Futterkosten aus, abgesehen von der guten Pflege und Bewegungsfreiheit, die die Tiere auf diesen Weiden haben. Man siehts den jungen Pferden auf den ersten Blick an, wie wohl sie sich in so großer Gesellschaft fühlen, und diese freie Bewegung in Verbindung mit der forgfamen Wartung wird ihren ^weck nicht verfehlen. — Tie vor einigen Tagen begonnenen Abbruchsarbeiten am A r a u h a u s e mußten am Freitag auf Veranlassung des Aussichts- beamteu Grünig der Bauberufsgenossenfchast eingestellt rocrOen. Um Unfälle zu verhüten, muß um das Gebäude ein Gerüst angelegt werden, was bisher unterblieben war. Ferner muß für die Folge ein fachverständiger Leiter während des Abbruches zugegen fein. Ö Schlitz, 16. Mai. Eine ganze Familie ist hier au h e ffl i ge n Ve r gi ftn n g s er s ch ei n un g e n erkrankt. Tie Hausfrau hatte in Ermangelung von Gartengemüsen wie Spinat aus dem Felde Löwenzahn u. dgl. gesucht und gekocht. Als die Familie am zweiten Tage das nochmals gewärmte Gemüse aß, stellten sich heftiges Erbrechen und Schmerzen ein, so daß ärztliche Hilfe ein greifen mußte. Bad-Nauheim, 16. Mai. DaS gesellig-musikalische und künstlerische Leben von Bad-Nauheim hat durch das neu er- bcnlte prächtige Konzert haus, das heute eröffnet wurde, zweifellos einen neuen, starken Impuls erhalten. Der im unmittelbaren Anschluß an das Kurhaus errichtete neue Ätusen- tempel, der auch durch eine Säulenhalle direkt mit dem schönen neuen Konzertpavillon im Kurgarteu verbunden ist, wurde auf Veranlassung des Großh. Ministeriums und nach Genehmigung der Ständekammern mit einem Kostenaufwand von rund einer halben. Million nach Plänen des Bauinspeltors Joost ausgeführt und enthält etwa 1500 bequeme Sitzplätze. Der ganze weite Raum i|t in einem modern künstlerischen, schlichten, weißen Ton gehalten, doch will es uns fraglich erscheinen, ob die gradlinige Anlegung des Orchesters statt der sonst gewohnten Muschelform die gerade hierfür geeignete Form war und namentlich beit Anforderungen der Akustik entspricht. Die Weihe des Hauses erfolgte heute abend in würdiger Weise durch ein auserlesenes K ü n st l e r k o n z e r t. Unter den Anwesenden bemerkten wir auch Staatsminiper Dr. Ewald, Finanzminister Dr. G n a u t h , Minister des Innern Dr. Braun mit Gemahliimen, die Geh. Oberbauräte Hoffmann und Schmick, Geh. Oberbergrat Braun, Geh. Oberforstrat Walther, ferner die Fürstin Isenburg Büdingen mit Prinzessinnen Anna und Helene, die Kur- direktoren v. Maltzahn und v. Mack aus Homburg, die Vorstände der Gesang und Musikvereine aus Gießen, Butzbach, Friedberg, Bad-Nauheim usw. Die Feier wurde von der Kurkapelle unter der sicheren Leitung Hans Windersteins mit der Drittelt Sinfonie in Es-dur (Eroika) von Beethoven eingelcitct, die eine außerordentlich sorgfältige, feinlünstlerische Wiedergabe erfuhr. Zunt Schluß kam noch die sinfonische Tichtung von Liszt „Les Pre- luöi'y" iiiacl) Lamartinej zur Ausführung. Beide Werke wurden vom Publikum mit großem Beifall ausgenommen. Einen weiteren, seltenen Kunstgenuß bot Herr Kammersänger Ludwig Heß aus '.9Zünd)cn durch den Vortrag von Schillings vier Glockcu- lieber n , die hier überhaupt zum erstenmal zu Gehör gebracht umrdeu. Ter geschätzte Sänger war vortrefslich bei Stimme und wurde nach jedem der Lieder mit stürmischem Applaus ausgezeichnet. L. Friedberg, 16. Mai. Kurz nach der .Kreisschau im September werden wir in unseren Mauern noch ein Fest haben, indem in der Telegierten-Versammlung des „Mitteldeutschen Schützenverbandes" dem 1. Friedberger Schützen-Verein die Abhaltung des Verband s-Abschießens übertragen wurde. Als Hauptschießtag wurde der 26. September bestimmt. Ta der Verband über 500 Schützen zählt, so darf eine zahlreiche Beteiligung erwartet werden. — Tas städtische Schwimm- u. Volks- .bad soll in der Woche nach Pfingsten eröffnet werden: eine Broschüre mit Statuten, Preisen usw. gelangte schon zur Verteilung. — Tas Lehrerseminar unternimmt am Montag, Dienstag und Mittwoch einen Ausflug nach dem Elsaß und den Vogesen. 185 Seminaristen und 11 Lehrer beteiligen sich daran. (p Klein - Karbe n , 16. Mai. Unsere Gemeinde will ein größeres Schulgebäude errichten. Da die Schüler- zahl seit einigen Jahren ständig znnimint, so wird bald die Errichtung einer 4. Schul stelle erfolgen. s. Darmstadt, 16. Mai. Die Postagenten H essens hatten sich heute mittag in Darmstadt zur Gründung einer Genossenschaft versammelt. Es wurden die Satzungen ausgestellt und genehmigt und ein Vorstand gemähil. Die Versammlung iuar sehr gut besucht, sowohl von Rhein- nne von Oberhessen und Starkenburg. [J Marburg, 16. Mai. Unter Anwesenheit von über 100 Vertretern aus allen Teilen Kurhessens tagte heute hier in den Stadtsälen die Mitglieder-Versammlung des Kurhessischen Provinzial-Verbandes des deutschen Flottenvereins. Der Vorsitzende, Generalleutnant v. Liebermann auS Kassel, teilte mit, daß sich die Zahl der Ortsgruppen vermehrt habe. Nachdem man noch sonstige geschäftliche Angelegenheiten erledigt hatte, wurde als Ort der nächstjährigen Versammlung Hanau oder Gelnhausen in Aussicht genommen. Es schloß sich dann eine besonders von der Studentenschaft besuchte öffentliche Versammlung au. Begrüßungsansprachen hielten hier Obercealschuldirektoc Dr. Knabe, Oberbürgermeister Troje, Landrat Geh. Reg.-Rat v. Negelein und Geh. Reg. - Nat Professor Dr. Theobald Fischer. Der letztere wünschte im Interesse des Ansehens Deutschlands im Auslände, daß die Frage der Finanzreform baldigst geregelt würde, denn der jetzige Zustand sei mit dem zur Zeit des Regensburger Reichstags zu vergleichen. Wenn man den Tabak so besteuere, wie z. B. in Italien, kämen die 500 Mill, schon heraus, 'Alkohol könne auch noch Steuern vertragen. Wer so viel im Auslande gelebt habe, Bekanntmachung. Wogen Borna,,nie 20,i ußc'. > g.arbeiten wird bi? Marburger Straße zwischen Walttor- und Stein ft ra. e von Montag dem 17. ds. Mts. an bis auf weiteres für m 1 Fuhr- und Radfcchrvertehr gesperrt. G ie ß e n , ben 14. Akai 1909. Wegen Newbefestigung der Fußsteige auf der Wieseck- brücke wird der östliche Bürgersteig der Ä narckstraße von heute an bis auf weiteres fnr jeglichen Verdi' gesperrt. Gießen, den 15. Mai 1909. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Schisfenberger Weg zwischen Berg- und Gartenstraße von Montag dem 17. ds. Mts. an bis aus weiteres für den Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 15. Mai 1909. Tie unterm 5. Mai 1909 ungeordnete Sperre der W e tz - steingasse zwischen Wetzstein- und Walltorstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 15. Mai 1909. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Reinhart. wie er, wiße ganz genau, daß man stolz sein müsse, ein Deutscher zu sein. Der geschäftsführende Ausschuß de§ Deutschen Flottenvereins, Admiral Weber aus Berlin, sprach dann über die Lage im Flottenverein, die er als befriedigend bezeichnet und Kontreadmiral Rosendahl-Kassel verbreitete sich über die Ziele des Flottenvereins, die darin gipfelten, daß der Bau der bewilligten Schiffe etwas beschleunigt würde. An die Versammlung schloß sich ein gemeinsames Mahl und ein Ausflug nach dem Bismarckturm. w. Frankfurt a. M., 17. Mai. (Tel.) Gestern vormittag 7 Uhr wurde im Stadtwald ein junges Liebespaar erschossen aufgefunden. Der 21 Jahre alte Techniker Karl Bindewald gab zuerst einen Revolverschuß auf seine Geliebte Käthe Kiss er ab und erschoß sich dann selbst. Das Mädchen wurde schwer verletzt, lebt aber noch. Universitäts-Nachrichten. s. M ar bur g , 15. Mai. Bei der heutigen endgültigen Jrn- matrihtlation der Studierenden dec medizinischen unb philosophischen Fakultät in bet Aula ber Universität, hielt der Rektor, Geh. Rat Prof. Dr. Vogt, eine Ansprache, in welcher er den Studierenden beherzigenswerte Anregungen gab. Er wies darauf hin, daß bei den akademischen Bürgern (emschließlich der Damengleiche Rechten und Pflichten beständen. Neben ihrem Studium könnten die Studenten die akademische Freiheit und Fröhlichkeit pflegen, aber nicht auf Kosten ber Nachtruhe ber Bürger. Erwünschte junt Schluß, baß sie dereinst tüchtige Vertreter ihres Berufes werden möchten. Heidelberg, 15. Mai. Mit dem heutigen vierten unb letzten Jmmatrikulationstage wurden bei der hiesigen Universität insgesamt 887 Studier ende, darunter 54 Tarnen, eingeschrieben. Von den neu Eingeschriebenen gehören 44 ber theologischen, 299 ber juristischen, 230 ber medizinischen, 208 der philosophisäjen und 106 der naturwissenschaftlichen mathematischen Fakuttäh an. Mit diesem Aufnahmeergebnis dürfte die im vorigen Sommersemester erreichte, bisher höchste Besuchsziffer der Heidelberger Universität von 2036 Studenten um etwa 150 übertroffen sein. Landwirtschaft. s. Wetter (Kr. Marburg), 15. Mai. Die Vorstäiwe ber Vogelsberger unb ber Simmentaler Rinbvieh-Zuchtver- c i n e für den Kreis Marburg hielten heute im Restaurant Aldenhoven hier eine Verfanunlmtg ab, in welcher einstimmig beschlossen wurde, bau beibe Züchtervereine die im Jahre 1911 in Kassel statt findende Ausstellung der deutschen Landnstrtschafts- gesellschast mit Tieren beschicken. — In einer sich anschließenden start' besuchten Wanderversammlung des laudwirischaftlichen Kreisvereins Marburg wurde bei der Besprechung der Ernteaussichten aus allen Teilen des Kreises über den durch Trockenheit und kalte Witterung bedingten schlechten Stand der'Saaten getlagt Vielfach müßten die Weizenfelder umgepflügt werden und besonders schlecht lei es mit den Wiesen bestellt. wandern und Reisen, Räder und Sommerfrischen. = Der Taunusklub „W e 11 e r a u" (Sektion Friedberg und Bad-Nauheim > unternahm gestern unter starker Beteiligung seine zweite diesjährige Prograrnrnwarrderung, die vorn herrlichsten Maiwetter begünstigt Ivar Sie führte ins Herz der Wetterau! hinein, in ber Hauptsache durch große Waldgebiete, die gerade jetzt im jungen Grün und fm Reichtum von Waldmeister und Maiblumen zum Besuch jener gewöhnlich als langweilig bettach- teten Gegend einlaben. Der bald 7 stündige Marsch begann in Echzell und führte von da über das Bingenheimer Forsthaus und den.Dauernheimer Berg, durch den Blofeldcr Wald, an der Wilden Fraw-Gesiühl vorbei, dann durch den Reichelsheimer Wald, über Staden und durch den Stammheimer und Wickstädter Wald nach dem Endziele A s s e n h e i m. Sport. Aus Steglitz: Das Goldene Rad bei dem 100 Km Rennen gewann der Belgier B e r b i st. Gerichts?««*. Freiberg i. S., 16. Mai. Das Schwurgericht verurteilte in später Nachtstunde den Fabrikbesitzer und Ingenieur "Albert Otto Koehler und den Buchhalter Paul Hermann Koch, bei Großschirma, wegen g e m e i n s ch a f t l i ch e r B r a n d si 1 i t u n g und B e r j i ch e r u n g s b e t r u g zu sechs Jahren, bezw. fünf Jahren drei Monaten Zßchthaus. Der Werkführer Hoeserer wurde freigesprochen. Vermischtes. * E i n neuer fRemb ranbt, den der Londoner Kunsthändler Richardson kürzlich entdeckte und für nur 189 Mark kaufte, hat dem glücklichen Entdecker einen ansehnlichen Gewinn eingetragen. Tas Werk, das der Frühzeit des Meisters entstammen foll und den Sieg Davids über Goliath darstellt, ist für 20000 Mark von Heinemann in München gekauft worden und gehl jetzt nach Deutschland ab. — Bei Christie erzielte ein Frauenportrat von Laivrence bei der Auktion 27 300 Ml. Für Romneys Bildnis des Georg Hawkins wurden 21000 "Mark und für Raeburns „Lady Broughton" 24160 Mk. bezahlt. * D i e Verständigung mit ben Marsbe- wotznern. In Amerika ist man weiter eifrig bemüht, Mittel nno Wege zu sinben, um sich mit ben BewolMern unseres Raclcharplaneten in Verbinbung zu setzen. So beabsichtigt Professor Tobb mit einem Luftballon unb ange- hängtem Allumiitiumrohr mit Hilfe von komprimierter Luft bie Höhe zu ermitteln, in ber ein Mensch noch atmen kann. Er hosst aus dieser Hühe Signale zu geben unb jolcljc mittelst brahtlojer Telegraphie aufzusaugen. Tvbb wirb unterstützt burch Professor Pickering von ber Havorb-llniversität. Bekanntmachung. Der Plan über die Verlegung von Fernsprechkabeln in Gießen hegt bet dem Katserltchen Telegraphenaml in Gießen von beide ab vier Wochen aus. Dannstadt, 17. Mai 1909. D17/. Kaiserliche Ober-Postüirektion. I. B.: Dingeldey. Bekanntmachung . .Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Frtcdbofe vom 16. Mai 1909 bis 15. August 1909 von morgens 6 bts abends 9 Uhr geöffnet sind. Die Schließung des Friedhofes wird durch Läuten der Fried- boMlocke angezeigt. Bei Beginn dcS Läutens muß der Friedhof wwrt verlassen werden. Eine Viertelstunde nach dem Läuten roer den die ^riedhosstore geschlossen. Gießen, den 15. Mai 1909. (ßls/5 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Lahnbrücke bei Odenhausen ist wegen Reparatur derselben vom 18. ds. Mts. bis aus Weiteres für jeden Fuhrwerksverkehr gesperrt. Krofdorf, den 14. Mai 1909. [u/5] Der Bürgermeister: Braun. Kleine TageZchronik. Tic große Kunstausstellung in Düsseldorf 11'09, Ausstellung für christliche Kämst, wurde am 15. Mai vom Finanz- Minister v. Rheinbabcn im Auftrage des Kronprinzen, des Pro- tettorö ber Ausstellung unb in Vertretung bcs Kultusministers eröffnet. "?luf bem städtischen Friedhöfe der Gerichtsstraßc in B c r l i n sand bie Grunbsteinlcgung für bie neue Urnenhalle statt, mit der späterhin eventuell das Krematorium verbunden werden soll. Tie deutsche Gesanbschaft im Haag wies tue 1 audes - verräterischen Angebote eines in Utrecht garnifonicrcnbcn hollänbischeii Pionier-Unteroffiziers ab. Turch Wirbelstürme in ben Staaten Kansas, Missomt unb Oklahoma wurden 12 Personen getötet unb gege 1 100 verletzt. Märkte. ic. Frankfurt a. M., 17. Mai. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche ölotieruiigen der heutigen Fruchiniarktpreise. Weizen Alk. 25.75—26.00, Kurhessifcher Ätk. 25.75—26.00, La Plata Alk. 00.00—00.00, Kansas Alk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Alk. 18.25—18.50 Gerste (Wetterauer) Mk. 19.00—2U.00, Franken- selber Mk. 19.00—2U.00, Hafer 18.75—19.50, Mais Alk. 17.25—17.75. Weizenmehl Alk. 34.50—00.00, 00—00, 2. Qualität Alk. 33.00 bis Alk. 00.04, 3. Qualität Alk. 81.00-00.00, Roggemnehl 0 Alk. 26.60—27.00, l.QualitätAlk. 23.50—24.00, Weizenkiew Alk. 10.75 bis Alk. 11.00, Roggeiikleie Alk. J 1.75—12.00, Malskeune Mk. 00.00 bis Alk. 00.25, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 19.75-20.25. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 17. Mai. (Teiegr. Crig. - Bericht des »Gieß. Anz.".) Anitliche Sicherungen der hemigen DichMarktpreise. Zum Verkaiife standen: 623 Ochsen, 81 aus Oesterreich, 43 Bullen, 0 aus Oesterreich, 877 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 451 Kälber, 182 Schafe und Hammel, 1653 Schweine, 0 Ziegen, 2 Ziegenlämmer, 26 Schaflänuner. — Bezahlt wurden für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochfen: 1. Qualität 75—78 Alk., 2. Qualität 69—72 Alk., 3. Qualität 68-62 Mk.; Bullen: 1. Qual. 64—66, 2. Qual. 68—69; Kühe 1. Qualität 70—72 Mk., 2. Qual. 58—60 Alk., 3. Qual. 46—48 Mk., 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qiial. 00—00 Alk. bezahlt wurden für das Pfund Schlachtgewicht: Kalber 1. Qualität 97 bis 100 Pfg., Lebendgewicht 58—60 Psg., 2. Qualität 89—95 Pfg., Lebendgeivicht 61 — 56 Pfg., Schlachtgew. 70—75 Pfg.; Schafe: 1. Qual. Schlachtgeiv. 78 bis 80 Pfg., 2. Qual. 70—74 Pfg. Schweine: 1. Qiial. 68—69 Pf., Lebendgewicht 53,5—64,0 Pf., 2. Qual. 67—00 Pf., Lebendgewicht 53,0—00,0 Pfg., 3. Qual. 62—66 Pfg., Lebendgewicht 00—UO Pfg. Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend, bc Kleinvieh gut, kein Ueberstand. Gießener Wetterdienst. Voranssichttiche Witterung für Hefjcit am Dienstag dem 18. Mcn: Wechselnde Bewölkung, Regenfälle, roarm. Südliche Winde. GLSgisral-OrctytttieLSuttgen. Berlin, 17. Mai. In Sachen der Reichsfinanz- r es 0 rin war von einem hannoverschen Blatte berichtet worden, daß zwischen Vertretern der Freisinnigen, Stationallibernlen und Reichspartci Verhandlungen begonneit haben, die eine Einigung dieser drei Parteien über ein Steuer-Programm zum Fiele haben. Wie der Lokat-Airzeiger von autoritativer Seite erfährt, handelt es sich hierbei lediglich um Vorbefpi'echungen unverbindlicher Natur. ~ic Vertreter der genannten drei Parteien haben eine Rücksprache gepflogen, bei der es sich darum handelte, eine Vereinbarung darüber zu treffen, ob und in welcher Form die Erbanfallsteucr vielleicht als selbständiger Gesetzentwurf auf die Tagesordnung der Kommission gesetzt werden könne. Metz, 17. Mai. .Gestern mittag sand in Gegenwart einer nach vielen Tausenden zählenden Menschenmenge, unter der sich viele Franzosen 11 no auch französische Offiziere besaiiden, in Anwesenheit des Prinzen August Wilhelm als Vertreter des Kaisers die E 11 l h u l l u u g d c S Kaiser Friedri ch-Teulm als stall. An der Feier nahmen u. a. teil: Statthalter Graf Wedel, Staatssekretär Foru von Bulach, sowie der deutsche Botschafter in Paris, Fürst Radolin mit Gemahlin, und die Spitze,l der Militär- und Zivilbehörden. R vm, 17. Dttri. Der Pap st empsiug gestern eine katholtiche Abordnung deutscher Werke. Monsignore Weri- mann hielt eine Ansprache, in deren Erwiderung dec "Pirpst den deutschen Katholiken großes Lob spendete und ihren Glauben und Opferwilligteit yervorhob. Paris, 17. Mai. Tie Polizei verhaftete gestern in Versailles einen Einbrecher, der erklärte, auf Rechnung seines Kameraden namens Daroiver gearbeitet zu habeu Dieser sei auch der M ö r d e r des Malers S t e i n h e i l' Dardiver soll den Mrord mit Hilfe zweier Freunde und einer Frauensperson begangen h.rben. Der verhaftete Eiu- brcck)er machte so detaillierte Angaben, daß dec Untersuchungsrichter beschloß, diese auf ihre Richtigkeit bin zu prüfen. Das schönste Gesicht verliert, wbald sich Unreinheiten der vaut cuiftcllcn. Dies zu verhüten, gebraucht man zu der laglichen Körperpflege nur die von Proiefioren und Aerzten aufs ivärnistc empfohlene' milde reine, hygienlichc M y r r h 0 l i n f c i f e, die das „M y r r h 0 11 n" mit cmerkanntcr- und bewährter Schönheitöwirkung auf die Ham enthalt. 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