Donnerstag 15. Juli 1909
Zweites Blatt
Nr. 163
159. Jahrgang
Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.
Polstische Tagesschau.
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Mit aus Ulm.
die Plakate.
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Rückständige Fordcruuso das Korps ,2cuton.
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der Vereinsdiener Schneider unsere Vogelwelt nicht darben! ließ, beweist der hohe Futteroerbrauch.
Verfüttert wurden 8 Zentner und 59 Pfund Vogelfuttec int Betrag von 171,66 Ml. Mckst minder warmherzig zeigte sich Gießens Bürgerschaft, was hier dankbar hervorgehoben sei. Dem Realgymnasium wurden 2 Futterkasten, dem Kreisbauamt 6 Nistkasten — letztere zum Selbstkostenpreis — überlassen. Anderweitigen Gesuchen dieser Art konnte der Tierschutzverein aus finanziellen Gründen leider nicht entsprechen; dagegen hofft er, im lausenden Jahre solchen Wünschen gerecht zu werden.
Aus Gründen des Vogelschutzes überreichte der Ausschuß seinen Mftgliedern das Vogelschutzgesetz und trat dem Vogclsämtzverein für das Großherzogtum £>ef|en mit einem Jahresbeitrag von 3 Mk. bei.
Um die Liebe zur Natur bei den Kindern zu fördern, schenkten wir den hiesigen Schulen 33 Exemplare der Liedcrsammlung: Liederstrauß.
Tie Bezirkssparkasse dahier bewilligte im? 100 Mk., wofür wir aufrichtig danken.
Am 17. Mai legte Prokurist Wolff die Rechnung vor, die in Einnahme mit 1767,66 Mk., in Ausgabe mit 1759,— Mk. abschloß. Der Vermögensbcstand des Vereins beträgt gegenwärtig 2523,87 Mk. Tie Rechnung wurde von den Lehrern Fritzel und Krug geprüft und richtig befunden, worauf dem Rechner dankend Entlastung erteilt wurde.
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
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Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^ä>5L Redaktion-.d^A 112. Tel.-Ad ruAnzeigerGießen.
Die „Siehener Zamilienblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gietzen" zweimal ivöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
hier sind bis zum 2W f dem Korpshaus W chen. D'
Jahresbericht des Siebener Tierschutzvereins für das Zahr 1908(09.
Der Tierschutzverein schreibt uns:
Im verflossenen Vereinjahr hielt der Ausschuß seine Sitzungen 23. Juni, 7. Oktober und 10. Dezember 1908 und am Mai 1909 im Hotel Kaiserhof dahier ab.
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Iietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefftn
der Listen unverdrossen unterzog.
Der ganz besonderen Fürsorge bedurften unsere heimischen Vögel im verflossenen^ Winter. Groß war ihre Not,; denn^der
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;e.llwidriger Gerste, das Schankgefäßgesetz. .
Tie große Gewerbeordnungsnovelle blieb ganz in der Beil rcAung zurück; es gelang nur, die Bestimmungen über die Re- islung der gewerblichen Frauenarbeit herauszuschälen und als blonderes Gesetz zu verabschieden. Bei gutem Willen würbe 2 auch noch gelungen sein, die zweite und dritte Beratung des lllcbeitskammergesetzes zu verabschieden, allein die neuen Mchr- || iiatdpartcim spürten hierzu wenig Lust. — Eine Jieihe von ' llterpellattonen behandelten brennende Tagessragen, darunter das 'lUboder Unglück, die Behebung der Arbeitslosigkeit, die meck- Ull nburgische Verfassungsftage und die Aushebung der Getreide-
alles einfach und fast bürgerlich hergerichtet und es ward nur selten zur Stätte besonderer Feste. Auch seine beiden Nachfolger schufen aus dem stolzen Bau keinen geistigen und ästhetischen Mittelpunkt Berlins. Das hat erst Bülow getan, mit dem eine neue Aera in der Geschichte des Palais anbrach. Ter vierte Kanzler wußte, von seiner Gemahlin unterstützt und beraten, die Räume mit erlesenstem Geschmack einzurichten. Ein wahres Museum edler und vornehmer Kunstwerke umgab den Besucher, der sich gleich beim Eintritt aus Berlin fort in die große Atmosphäre eines italienischen Palazzo versetzt fühlte. Es war ja nur natürlich, daß die Schönheit italienischer Kunst, der Fürst und Fürstin die höchsten ästhetischen Erlebnisse verdankten, der sie sich durch die engsten Bande der Bildung, die Fürstin auch durch die des Blutes, verwandt fühlten, in ihrer Umgebung aufleben mußte. Im Salon der Fürstin vereinen sich die Gemälde alter Merster, die kostbaren eingelegten Arbeiten, die altflorentinischen Truhen und die venezianischen Gläser zu einer vollendeten Harmonie der Farbe und Form. In dem schönen Wintergarten, in den man aus dem Salon tritt, erhebt sich mit melodischem Plätschern ein antiker Springbrunnen, aus dessem köstlichen Becken einst ein römischer Sklave geschöpft haben mag. Auch das elektrische Licht, das aus zwei wundervollen venezianischen Kronleuchtern in einer gedämpften warmen, gleichmäßigen Helligkeit l)erniederströmt, ist mit feinster Kunst für die Wirkungen dieser Herrlichkeiten berechnet. „Man glaubt sich in einem venezianischen Palast bei einem Dogen der Renaissance zu Besuck zu befinden!" So hat ein begeisterter Franzose ferne Eindrücke von diesen Räumen zusammengesaßt. Die gleiche Kultur der Ausstattung begegnet in den anderen Empfangszimmern, die in verschiedenen Farben, Grün, Gelb und Rot, gehalten sind. Tas Arbeitszimmer des Fürsten ist ein großer luftiger Raum, geschmückt mit zahlreichen Geschenken des Kaisers und anderer Souveräne. Auch das Tintenfaß, das er benutzt, ist ein Geschenk seines Monarchen. Seine Erholung suchte der Fürst in häufigen Spaziergängen im Garten, wobei ihn seine Pudel lustig umsprangen, und in seiner prächtigen Bibliothek, in der er sich mit seinen besten Freunden, den Büchern, vereint weiß. Während im Salon der Fürstin nämlich der Geist der Musik herrschte und wahr- i>aft künstlerische Konzerte statt fanden, fühlte der Fürst sich vor allem.wohl im RM der Lichtung und der Wissen-
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Nochmals Schlachtvieh- und Mschprelse.
Wir erhalten von Metzgernreister Schreiner folgende Zuschrift:
Wenn ich auf das letzte Eingesandt des Artikelschreibers nochmals antworte, so veranlaßt mich hierzu nicht etwa der Umstand, daß ich annehme, das Publikum wurde den dortigen Ausführungen irgend welche Bedeutung beimesscn, sondern lediglich die Tatsache, daß das betreffende Eingesandt u. a. Angaben enthält, die mit der Wahrheit in Widerspruch stelzen, und weil überdies der Artikelschreiber sich mit meiner Person mehr wie nötig bei'djäftigt, während er den eigentlichen Kern der Sache mit allgcureinen! Redensarten übergeht. Was von dem ganzen Eingesandt etwa nur in Betracht kommen könnte, ist die Angabe der Preise, die der betreffende Artikelschreiber „auf Grund der Marktberichte" macht. Ich habe aber bereits in meinen: ersten Eingesandt darauf hingewiesen, daß die „Marktberichte" nicht immer und nicht stets die richtigen und wirklichen Preise sind, und die Behauptung! halte ich heute noch auftecht; sie ist und kann auch von hem Artikelschreiber nicht mit Erfolg widerlegt werden.
Wir Metzger fönnen nicht immer mit „Marttberichten" rechnen, sondern nur mit Preisen, die wir wirklich zahlen, und daßi wir mir das tun, kann an der Hand unserer Bücher jederzeit nachgeprüft werden.
Daß die Angaben bezüglich der Preise von Ochsen richtig! sind, kann Artikelschreiber am besten wohl durch bloße Anfrage ht Orten, in denen sich größere Mästereien befinden — z. B. Großen-Linden — erfahren; dort wird für prima Ware immer noch durchschnittlich 78—80 Mark bezahlt.
Im übrigen sollte der Artikelschreiber, wenn es ihm wirklich, darum zu tun ist, das Publikum anfzuklären und nicht ptwa einseitig zu beunruhigen, doch vor allem Erkundigungen einziehen an Stellen, die zuverlässig sind, und sich nicht kurzer Hand auf Marktberichte berufen, deren mangelhafte Angaben zum öftern und mit Leichtigkeit nachgewiesen werden können. So bedauerlich das auch ist, ich muß das aber an dieser Stelle aus- sprechen, denn gerade die Veröffentlichung unrichtiger Marktberichte war schon wiederholt und verschiedentlich Gegenstand der Beratungen in manchen Geschäftszweigen, da dadurch leicht Mißverständnisse entstehen. Die Marktberichte werden selbstredend! üt gutem Glauben veröffentlicht, sie stützen sich aber Wohl in der Hauptsache auf mündliche Anfragen bei einzelnen Personen, und je nachdem letztere an dem betreffenden Tage zufällig ein- gekauft oder verkauft haben, fällt die Preisbesttmmung aus.
Ich habe auch gar nicht in Abrede gestellt, daß die Preise einmal fallen, einmal steigen; ich habe dies ausdrücklich zugegeben und nur erklärt, daß, wenn berartige Schwankungen zeitlich zu nahe zusammenkommen, es den Metzgern nicht möglich ist, fortwährend und abwechselnd in der Preisbemessung zu folgen. Wir suchen den Mittelweg zu halten und, wenn einmal auch die Verkaufspreise etwas höher sind, nicht dann sofort mit Preissteigerung nachzufotzen, selbstredend in der Annahme, daß der uns entstehende Ler-
iu-n Segen unseres Volkes ist es jedoch noch nicht zu spät, um s«nches Schwere abwenden und um manches Gute noch erringen zu ljenen, und von diesem Gedanken aus kann der Hansa-Bund . ki rühriger Tätigkeit angesichts einer außerordentlich für sich XX* ‘ gfctiftigen Lage unendlich viel Segensreiches schäften und ein Wbc-utzhort wahrhaft national gesinnter Männer aus allen Kreisen
die Sache des Hansa-Bundes ein. Ferner schreibt der Obermeister einer rheinischen Innung an die Leitung des Hansa-Bundes: „Nie in meinem Leben habe ich etwas willkommener geheißen als die Begründung dieses Hansabundes. Ich hatte bei der ersten Nachricht das Gefühl, daß der deutsche Michel endlich aus dem Schlaf erwache. Er hat schon viel zu lange geschlafen, was die Zeit verdorben, kann die erste Zukunft nicht wieder gut machen." Tie meisten Fleischerinnungen von Berlin und Umgebung haben sich nunmehr dem Hansabunde angeschlossen. Neuerdings traten auch die Bäckerinnungen Bielefeld und die Fleischerinnung von Siegen dem Hansabunde bei. Von größeren wirtschaftlichen Vereinen, die in der letzten Zeit für die Sache des Hansa-Bundes cintraten, seien hervorgehoben: der Verband deutscher Schirmfabrikanten, die Vereinigung der Schirmgroßsabrikanten, der Verband deutscher Posamentier-Innungen und aller selbständigen Posamentiere Teutschlands, der Bergische Fabrikanten-Verein Remscheid u. a. .
Weitere Ortsgruppen des Hansa-Bundes sind in Posen, W ü r z b u r g, Tanzig, Lübeck, Chemnitz, Ludwigsburg und Metzingen gebildet worden.
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schäft. Mit Freunden zog er sich wohl auch abends gern zur gemütlichen Plauderstunde in die Bibliothek zurück, wo der dunkle Ernst der Bändereihen durch freundlichen Blumenschmuck gemildert wuroe, und wenn dann die großen Zigarren brannten, erfüllten die lieben .Hausgeister der Behaglichkeit und Fröhlichkeit das Reichskanzlerpalais.
— Thoma-Ausstellung in Frankfurt a. M. Tie diesjährige Sommerausstellung des Frankfurter Kunstvereins wird Hans Thoma, zu Ehren seines bevorstehenden 70. Geburtstages, gewidmet sein. Sie wird dank der selbstlosen Unterstützung, die sie bei den Frankfurter Kunstfreunden nicht weniger wie bei- auswärtigen Sammlern gefunden hat, eine seltene Reichhaltigkeit aufweisen und neben graphischen Ar betten gegen 100 aus- gewählte Originalgemälde Hans Thoma's von seiner frühesten Zeit, etwa von 1857 ab, fortlaufend bis zur Gegenwart umfassen, darunter — um ein gegenüber den früheren Thoma-Ausstellungen verschiedenes Bild zu geben — manches bisher wenig bekannt gewordene Werk. Eröffnet wird die Ausstellung, die als Ueber- sicht über das gesamte bisherige Schaffen eines unserer größten modernen Meister ein Anziehungspunkt ebenso für die durchreisenden Fremden wie für die Frankfurter Kunstfreunde sein wird, heute, Donnerstag; ihre Dauer ist bis Ende September geplant.
— Neue Seetiere im Zoologischen Garte n irt Frankfurt a. M. Ende voriger Woche traf eine außerordentlich reichhaltige Sendung der prachtvollsten Seetiere für das Aquarium von der K. K. Zoologischen Station in Triest ein. Die Mittelmeerbecken bieten jetzt wahrhaft malerische Unterwasserlandschaften, die infolge der reichen Algenvegetativn, die sich nach der Verbesserung der Beleuchtung entwickelte, besonders wirkungsvoll sind. Tie herrlichsten orangeroten Korffchwümme, lebende Korallenstöcke, gelbe Haarsterne, violette Seeigel, die verschiedenartigsten Seerosen, wie Aiptasien, Anthäen, Seeanemonen u. a., Kolonien von Kalkröhrenwürmern, Eier vom Tintenfisch und Haistscheier, durch deren dünne Hülle der stets in lebhafter Bewegung befindliche Embryo hindurchschimmert, das alles sind Schaustücke vom solcher Farbenpracht und so hohem biologischen Jntereffe, daßl gerade jetzt der Besuch des Aquariums besonders empfohlen werden kann.
— Der Vater des Anarchismus. Kaum ein Wort ist so oft zitiert und so oft mißverstanden worden, wie Pierre Joseph Proudhons „Eigentum ist Tiebstahl". Mancher wohl stellt sich ihn, dessen 100 jährigen Geburtstag Frankreich am 15. Juli feiert, um dieses Ausspruchs willen als einen brutalen (Apro- priateur vor, aber er war nichts weniger als das, sondern ein gelehrter, geistvoller Idealist und Menschenfreund. Ein Landsmann Rousseaus, als, Sohn eines Küfers ynb guter Köchin in
Zu Anfang des Jahres 1908/09 betrug die Mitgliederzahl unseres Vereins 431. Im Laufe des Jahres schieden durch Tod, Wegzug und freiwiNigen Abgang 12 Mitglieder aus. Dagegen traten 5 Personen dem Verein bei, so daß sein Endbestand 424 Mitglieder aufwies.
Der Ausschuß verlor durch den Tod ein allzeit reges und darum ganz bftonders geschätztes Mitglied, Herrn Kommerzienrat Koch.
Weitere Aenderungen innerhalb des Ausschusses veranlaßten der Wegzug des Rektors i. P. Hahn, sowie die Versetzung des Polizeiamtmanns Herberg. Durch Kooptation traten Gewerbebankdirektor Loos und Polizeiamtmann Reinhardt an ihre Stelle.
Die zugesandten Flugblätter, Jahresberichte und Zeitschriften zirkulierten in den Ausschußsitzungen. Artikel von allgemeinem Interesse wurden vorgelesen. So befaßte sich unter anderem Lehrer Krüg in längerem Vortrag eingehend mit „Tierdressuren und Tierquälerei", während Oktroierheber Roloff durch „Beobachtungen aus der Vogelwelt" die Hörer belehrend unterhielt.
Altem Brauche gemäß unterzog sich Lehrer Fritzel wiederum der Beurteilung der Tierschutzkalender. Auf Grund seines sorgfältigen Gutachtens 'bezogen wir vom Berliner Ticrschutzverein 2450 und vom Verbände der Tierschutzvereine des Deutschen Reiches 1970 Kalender. Von den ersteren wurden dem Gymnasium 150, der Realschule 450, der Höheren und Erweiterten Mädchenschule 750, der Knabenschule 524 und der Mädchenschule 570 Stück überwiesen: von den letzteren wurden den Mitgliedern 500, der Knabenschule 736 und der Ncädchenschule 727 Stück zugestellt.
An Prämien bereinigte der Ausschuß 180 Mk.; 60 Mk. für die Gendarmerie und 120 Mk. für die Schutzleute. Die Verteilung dieser Summen wurde ihren Vorgesetzten mit dem Ersuchen um Zustellung der Verteilungspläne überlassen.
Zwei Flurschützen wurden Prämien von je 6 Mk. zuerkannt, weil sie wildernde Katzen, Raubvögel und anderes Raubzeug abgeschossen hatten.
Für schonende Behandlung und gute Pflege der Pferde wurden 8 Diplome und 100 Mk. ausgesetzt; dieser Betrag kam kurz vor dem Weihnachtssest in Gaben von je 5 'Mk. zur Verteilung. Die gerahmten schönen Diplome wurden am 20. Dezember vom Ausschuß den Ausgezeichneten im Amtszimmer des Vorsitzenden feierlich überreicht.
7 Metzgerburschen, die beim Schlachten Möglichst human verfuhren, brachte der Ausschuß seine Anerkennung durch Gaben von ie 5'Mk. zum Ausdruck.
Besondere Verdienste hat sich unser Ausschußmitglied Daniel Heil dadurch erworben, daß er sich der mühevollen Aufstellung
Vom Hausabund.
„Tie einzige Möglichkeit zur gemeinsamen Abwehr feindlicher 'Angriffe und Uebergrisfe, die einzige.Möglichkeit zur Hebung i -i wirtschaftlichen und politischen Einflusses des erwerbstätigen ürgerstandes, die einzige Möglichkeit zur Bekämpfung der ein« i Ligen reaktionären Politik bietet der Hausabund." Diese Er- lentttnis gelangte erst vor wenigen Tagen in einem Organ des Verblichen Mittelstandes zum Ausdruck. Sie bricht sich mehr ui ib mehr Bahn in den Kreisen von Handwerk und Kleingewerbe. 'Hlgemein kommt die lieberjeugung zum Ausdruck, daß nur Einigkeit und ein fester Zusammenschluß des gesamten werktägigen Silkes ohne Unterschied des Standes und der Partei die Interessen hon Gewerbe, Handel und Jndusttie zu fördern und gegen maßlose und einseitige Belastungen und Schädigungen wirksam zu 15-ützen vermögen. Wenn jeder erst „abwarten" würde, ehe er [inen Beitritt erklärt, könnte der Hanfa-Bund nie zu der Macht Herben, die er werden muß.
Ein angesehener Handwerksmeister in Mecklenburg schreibt der feitung des Hansa-Bundes u. a.: „Nur eines ist zu bedauern, i
urd) abgewendet worden und wir befänden uns heute im .^ttberoerb der Völker zur Erringung einer guten Position im L.lthandel in einer wett günstigeren Lage, wie es jetzt leider der Fall ist. Durch gemeinschaftliches Zusammenarbeiten aller lrü Berufsstände, Gewerbe, Handel und Jndusttie, durch wirkliches positives Handeln zum Schutze unserer nationalen Arbeit und
Die Netchstagsarbeit der letzten acht Monate.
Nach der Sommerpause 1908 trat das Parlament am 4. No- r mber wieder zusammen und hielt bis Mitte Juli 129 Plenar- -i Übungen ab. Den größten Zeitaufwand in den 8 Monaten seiner Tätigkeit brauchte die Erledigmtg der Reichsfinanzreform, ii (lTCn Beratung am 19. November 1908 begonnen und erst am 1'1 ) Juli 1909 abgeschlossen wurde. Die zweite große Arbeit war i.c Beratung des Reichshaushaltsetats für 1909, die 39 Sitzungen in Anspruch nahm und erst nach dem verfassungsmäßigen Termin iT.it zweitägiger Verspätung ihr Ende erreichte.
Eingeleitet wurde die Sitzungsperiode mit der Erörterung iber die im „Daily Telegraph" erschienenen Aeutzerungen M Deutschen Kaisers im Zuiarnmenhang mit den Verfassungs- batten und dem Bestteben, ein Reick^kanzleiverantwortlichkeiis- s setz zu schaffen mid ein neues Jnterpellationsrecht für den deutschen Reichstag. . a
Von größeren Entwürfen wurden verabschiedet: das neue S Zeingesetz, das Automobilhaftpflichtgesetz, die Zivilprozeßnooelle, i nb die Novelle zum Sttafgesetzbuch, die Entwürfe betreffend den ii lauteren Wettbewerb und betreffend die Sicherung der Bau- fyrberungen, eine Novelle zum Stempelsteuergesetz, die Bankgesetz- n welle, das Beamtenhaftpflichtgesetz, eine Münznovelle, die Vieh- s-uchennoveUe und die Besoldungsgesetze. Von kleineren Entwürfen ;-en u. a. genannt: die Entwürfe betreffend die Preisfeststellung 6, im Markthandel mit Schlachtvieh, betreffend Einwirkung von .'Irmenunterstützmig auf öffentliche Rechte, betreffend Behandlung
luiseres Volkes werden."
[flflfi# Ittm MMnomm» In der „Württ. Ztg." tritt in einem längeren parteipolitischen
x 'Helft I drittel ebenfalls ein Handwerksmeister, Herr O. Vötter, der 1. Bors. ...... - — ------ c.
|Ittf Verbandes Deutscher Klempner- u. Installateur-Innungen, für Winter war hier zu Lande ungewöhnlich lang und streng, ^atz
3m Heidisfanjkrpa’ais.
it 2nbüt Dienöta^naco - . .. Das Reichskanzlerpalais in der Wilhelmstraße erhält
)'nun einen neuen Bewohner: ein neuer Geist, ein neuer ^schmack wird in diese historisch denkwürdigen Räume ein- ?ien*«a,rfrtrci Gegenurhen, denen die feine ästhetische Kultur des Fürsten und nKben iiüf« Fürstin Bülow solange den Stempel ausgeprägt hatte.
es Palais, das ursprünglich 1734 für den General von ir- XThn« vchulenburg unter der Regierung des baulustigen Friedrich ElSBiWdlm , Mhelm I. nach den Plänen eines italienischen Künstlers ron Richter aufgeführt wurde, bringt trotz seines übermäßig tohen Daches und der barock anklingenoen Formen einen löblich lebendigeren Hauch in die von Schinkels ernstem !.Sassizismus und der schwerfälligen Pracht der Gründeriahre ^herrschte Straße. 1795 ging das Gebäude für 60000 ^ater iiu den Besitz des Fürsten Radziwill über und eine Zeit Lmzender Feste entfaltete sich in seinen Mauern. Noch >il6webt ein Hauch jener romantischen Stimmung durch die >>cmächer, da Chopin am Klavier den verführerischen Klang inner Polonaisen ertönen ließ und der damalige Prinz Älhelm von Preußen, der spätere Kaiser Wilhelm I., an die idtönc Fürstin Elisa Radziwill sein Herz verlor. Das Radzi- Hljdje Haus ward zu einem wahren Musensitz, in dem sich :in den selbst -künstlerisch hochveranlagten Prinzen die geistige IHite Berlins scharte. Längst waren diese Tage jugendlichen schwärmens und künstlerischen Glanzes verklungen, als man für den Kanzler des geeinigten Deutschlands einen würdigen Ach suchte und ans das Radziwillsche Palais, Wilhelm- swaße Nr. 77, wie es nun prosaischer hieß, verfiel, das neben der bisherigen Wohnung Bismarcks gelegen war. fär sechs Millionen ward es vom Reich angekaust und ier einfach schlichte Geist des eisernen Kanzlers durchwaltete nun die prächtigen Räume. Das Arbettsßimmer Bismarcks jfti durch die Pietät seiner orachsolger noch in demselben .süstande erhalten, wie er es verließ. Da befindet sich noch vrr schwere schmucklose Mahagonisch reibtisch, mit drei großen i^Mnsefedern darauf, die er einst gebraucht; daneben steht tiv kleinerer Schreibtisch, an dem er in späteren Jahren »beitete; auch hier liegen noch Feder, FÄ»erhalter und liftieal, deren er sich bediente. In der Mitte steht ein großer rotier Tisch, an dem Bismarck dem Ministerrat äu präsidieren pflegte. Besondere Freude hatte der Mtreichskanzler au dem schönen Park, in dem er fast jeden Tag mit seinem .Lyras. eine Stunde spazieren, ging. Im Palais, selbst war
lir iuien für einen älta ^ManftSvenfilm leichter ütifluihi. Arinenami. iE1
Modes.
icite Arbeiterin sucht Gteßs fommenbe Saiion.
ichriftl Angebote unter (0 den Meiiettcr Anzeiger er?
fnfr später wieder bei Preisabschlag sich nb und unrerstänDlick nt die 3(b(up*olarTunq. tue der Ar- likclschrriber bnüqlid) orr Wetzlarer Berhältniüe gibt, vier soll d r Preisrückgang Oie Ursache sein, welcher die jiomumcnten der anlaßt dal, zu ihrcn früheren Ll.'erantcn ;urückzukchren. Ern Preisrückgang ift aber Dort gar nicht emqcrre*en, allo bleibt als roahrrr (v>nino Der 'Hnd'cbr Dorf) nur das übrig, was ich gesagt und was tagtäglich bic Erfahrung lehrt, nämlich, mb die Nonden bet ihren früheren Metzgern besser und vor allem vorteilhafter betnent rocrbcit
Das endlich die Stellung des Artikelschreibers ;u meiner cigknen Person anbelangt, insbesondere dte ,,tbm unällig hinter- I rächte Angabe", daß gerade ich der sei. der danach strebe, höhere Preise herbci;ufuhren, weise ich diese Behauptung als unwahr ganz entschieden zurück.
Der Artilelschreiber soll nur nur die Namen seiner Hinter- mäimcr nennen und ich bin icoer;eit bereit, Rede und Antwort ,,u stehen über alles, was ich getan Ich tue nicht mehr und nicht 1 cniger als wie ieder andere ttollegc, der darauf bedacht nt j in (Geschäft reell zu betreiben und dem es vor allem darmif onlommt, nur gute Ware t u liefern. OfcnnR, ich stehe auch mcht an, meine geschäftliche Ansicht da, wo die (Gelegenheit ti-’r^u ist, ofsen zum Ausdruck zu bringen, allein als sog. Triebfeder für höhere Pretse habe ich mich noch nie betrachtet, nie benuxen lassen und werde dies auch m Zukunft nicht tun.
Den «Grundsatz, den ich verwlge, hat ieder, der es mit der Cristenzfrage ernst nimmt und der es mit dem Handwerk ehrlich meint: ,/tiuh* Arbeit, gute Ware und angemessene Bezahlunss", damit jeder, sei er SLmfument, sei er Lieferant, en frieren kann. .7enn man must leben können und leben lassen.^ - 1——1
Universitäts-Nachrichten.
" Borlcsiingen über Rolonialroelcn. Nachdem im vorigen Jahre in Hamburg daS ,R o I o nj a l i n ft i t u t' ciöffnet und innerhalb des Lehrkörpers der Universität Halle dte „fl o l o n i a l a k a d e m i e" begründet wurde, hat sich die Aka - .eniie für Sozial- u n d H a n d e l S w i f \ e n f ch a f t e n in Frankfurt a. M. gleichfalls enlschlosfen, vom nächsten Wintersemester ab einen ,fl u r f u8 über kolonial wesen" abzuhalten. Tein soeben erschienenen Vorlesungsverzeichnis entnehmen wir, daß auch zwei (Mieten er Dozenten für diese Kurse gewonnen sind. So wird der ordentliche Professor an der Landes- nuiversität T r. S ch w a l l y n. a. eine Vorlesung über „Tie reli- . lösen und sozialen ß'rnnbibeen der niohaniinedanlscken Weltanschauung" und der Privatdozent der Botanik D r. Bruck eine zweistündige Vorlesung über „Kolonialbotanik" abhalten.
wandern und Wintersport, Reisen und Bäder.
0 Laubach, 14. Juli. Der sehr rührige Zweigvereiu deS V. H. C, (er zählt letzt nahe 150 Thtghcber), unternahm am letzten Sonntag eine Wanderschaft nach bem Cberroalb; trotz des un- , iinsligen Wetters nahmen 12 Personen, worunter 2 Tauten, daran teil. Plan marschierte über Schotten nach dem (äc,(elftem. 3m .whenklubhaus trat man mit 15 Herren des Schottener Vereins usammen, mit denen man hier sowie später in der „Traube" in schotten, wo OberaniiSrichtcr Nispcl und Apotheker Scrtba Bc- giÜbungsansprachen hielten, mehrere frohe Stunden verlebte. — . ic Ortsgruppe des „Wandervogel" zählt jetzt 24 Mitglieder, deren J. Vorsitzender Lehramlsassesjor Freitag, 2. Vorsitzender Cbcr- vrimaner Staudt aus Niederwöllstadt ist. AIS erstes Ziel geht die Lour nach dem Spessart, die zweite Wanderung richtet sich nach fern Odenwald. Für beide Toureit sind je 8 Tage vorgesehen.
Sport.
— Fußball. Am vergangenen Sonntag masten sich die 1. Mannsckxnt des Friedberger F JE „Merkur" und eine gemischte 2. und 3. Mannschaft des Vereins für Bewegungsspiele (Mietzen.
— Fust dall. Ter (Miefjcner Fußballklub von 1900 weilte am vergangenen Sonnten, mit 2 Mannschaften in Frankfurt um seine hüdiiütle gegen Fußball Vereinigung zu Pockenheim zu erledigen. Tie hiesige Mannschatt entwickelte diesmal ihr ganzes Können und .1 zielte Ins zur Pause mir 1 Tor gegen 2 Abseitstore BockenheimS. 2«ach der Pause erzielt Halblinks das 2. Tor, ein 3. Tor kann der Torwächter Pockenheims erst herausfchlagen, nachdem der Ball die Linie bereits übcridrrittai hatte. Halbrechts erzielte noch ein Ibicttelor, bann ist Schiltst. Tie Torzahi brückt das überlegene Svielen der hiesigen Mannschaft in keinem Maste aus. Tie 2. ."iannfrfxift dagegen mustte sich eine kräftige Niederlage von 9:0 i oreu gefallen lassen, die allerditigS durch die Nnvollständigkeit und den fiarfen Ersatz bet Mannschaft bedingt war.
Gcricbtrsaal.
Alzey, 14. Füll. Die nationalliberalen Wähler von Alzey- Bingen waren am 2d. Februar, am Tage vor der Slichivahl, von dem Zentralauüschiist in Berlin anigeknbert worben, für den freisinnigen Kandidaten Pfarrer Rorcll zu stimmen. Die freisinnige Parteileitung liest diese Wahlparole durch ein Flugblatt bekannt werden. Arn Tnge der Wahl erschien in fast allen Orten cm .Naiioualliberale.. Biireau" überschriebenes Telegramm, welches das Flugblatt als freisinnige Wahlliige bezeichnete. Nach der Wahl erklärte der .Alzeyer Beobachte r", dast der Wahlkreiseiner Hütte bei Besan^on geboren, hütete er bis zum 12. Fahre die Nitiber und kam bann durch die Unterstützung wohlwollender Leute auf das C-stnnuasium, das er unter grosten Entbehrungen durchlief, ohne cs feiner Armut lvcaen ganz absolvieren zu können. So wurde er Buchdrucker und Jlorrektor und blieb cs bis zu nimmt 34. Jahre. In dieser Zeit eignete er sich eine umfassende Btldung an und veröffentlichte verschiedene Schriften, deren eine ihm zu einem dreijährigen Stipendium der Akademie von Besancwn vetlwlf. <(r ging nach Pans, l»ejckiastigte sich lournalistisch, war aber auch notb fünf Fahre al? seht tüchtiger Angestellter tn einem Speditwnsyause tätig Bald aber widmete er sich ganz ber Propagieriuig des Materialismus, lenes Systems, wonach die OkienidhUt ganz auf den Prinzipien der Oferechtigkeu und PtHigkeil eingebaut sein und jede staatliche Zwangsgewalt auf- gehoben mrvDcii sollte. (5c detampstc gleichermasten den Sozmlts- «nud wie den Imperialismus Tie Zeitungen, die er gründete, landen einen riesigen Leserkreis, mürben aber unterdrückt und brachten ihm harte Verurteilungen. Im (Gefängnisse von St. P«tagte t^rheiratete er sich Unter seinen vielen Schriften sind bn i berühmt «lemorben. „Was ist das Eigentum?" (1840), „Briese an .vertu Btanaui über bad Eigentum" und „Verwanmng .in die Eigentümer"^ In ber eilten erörterte er bic ökonomische und juri frische (Grundlage des Eigentums, in brr zIvetten seinen In stör tschen (Ärtwickelimgs Prozeß, in der dritten behandelte er dte künftige OrgMttsatton der Ofesellschast. Zu seiner berühmten oder berüchtigten Dennition gelangte er, titdem er von dem durch den Evde Napvlevn ianfttonierten römisch-rechtlichen Eigentuntsbegrifs ausging, wonach das Ltgentutu die unbetdiranfte Macht sei, ent Ting zu gebranckren und ah mistbrauchen. Aach dieser unsozialen Ansicht marr das Eigentum .in ..Naturrecht" und nicht eine Scluwsung ber (^sellschait. Bon dieser, der germanischen Nechts euU'findung durckwus ivtderivrech. nden romtsch tranzöstscheit Anschauung ausgeliend, gelangte et zu seiner Definition, die aber burdkiue. nicht besagen wollte. „Eigentum ist nur Diebstahl". Als er seine ökonomischen Ansichten m die PraziS uin.zufetzcn per fud;4e, titbent er eine Bolksoank. eine „Tauschbank' errichtete, durch tnc der Mrebit unter Beseitigung des Zinses uith mit Ausgabe von Mretnlidicnten orgaunurt werden sollte, scheitene er. Mcbrsack entzog er sich Verurteilintflen burd> die Flucht und blieb idiltcfelid) bis 18t*>0 in Bvüssel. Dann wurde er amnestiert mtd starb 5 Jahre später in Pfaris.
— Eine un strebe". Dem Iunihest des Türmer" ientnehmeu mir folgendes. Di st uns. rede ..Bon oben her gehört 4dum nut zu den ;kidx*n unserer Zen Erne neue stunstrede be .beutet eine neue Eutthüllimg unserer remitiern'djen Uuhiltur ^or ebn cüinrol sehen, trenn ick> Zeit butte, ins Theater zu gehen. Häitgen Sie sich ruhig das MäntelchtN des KünsivcmtändnisseS um uru» jagen Sie, id> habe kemes, mir ist es gleich" Einzig erfreuhd) an dieser ganzen Rede ul die Ehrlidckrit des Bekennens. Wie viele b.r deutsckien „(ffebUbetcn" Denlcn und leben evenso, nur sagen sie t ? nicht Im Theater hört num zuweilen Urteile, bic etneni eine i'kinfebaut übertreiben. Ta darf man nickst verallgemeinern. Aber die „stunst- rede" dieses Cberbur-]erm iitcrscheim mir den geistigen Tiefstand so mancher „höheren" streisc zu enthüllen, vielleicht ganzer ("t idl sckraftsschichten?
— Roseggers „tä gliche kleine Flasche Tirole r". Im „Tagebuch" des .HeimgaNen, dem Peter Rosegger allerlei Plandi'rsames und Bekenntnis Haftes anzuvertrauen pflegt, findet sich diesmal ein Äapitrl, in dem der steirische Dichter mitteilt, wie er zum Weine steht: „Ich lobe die Ant-alkoHolbewegumi." schreibt er, „und mirfc für sie nad> meiner Möglichkeit: her Al- koln»lisiMlS richtet in unserem Volke grausige Verheerungen an und unsagbaren Ekel. Ader das sage ich orten: ich konnte die tägliche kleine Flasche Tiroler nickst entbehren. Wenn sie mich bloß eirriichte, in behagliche Slüninung versetzte, die Welt rosiger erscheinen ließe, so wäre das etwa noch zu wenig l^runb, ihr seit so vielen Jahren anzuhängen. Ader diese klein? Flasche mit dem roten, dünnen Inhalt mackst mich besser, löst in mir edlere (nnpftndungen, vornehmmc Qkbanfen und altruistischere Cntichliesnimreu aus. und mit solchem (tzlase Wein könnte ich viel leicht gerade so gui sein, als manche Leute mich dafür halten. Cril Quentchen Alkohol im Blute verursacht bei mir eine schirmng vollere, höhere Lebensführung. Manch gutes FürneHmen habe ich dabei gemacht, manch zuvenichtlichen Plan ausgeardeitct, zu dem mir in der gewöhnlichen Stumpfheit Schwung und Mut gefehlt haben würde. Wahrend dieser Zustand dauert, weiß unb bedenke ich aber auch, daß er in wenigen Stunden wieder verflogen sein wird. Gegen diese kommende- nüchterne Gefahr suche ,ch mich wi rüsten, nehme nur beim Glase Wein vor, den guten Lnngabcn desftlben in vanbel und Wandel treu #u bleiix*n, vielleicht muh gar durch ein Versprechen zu binden. Damit ich gvvnumen in, das jetzt 6knro(ltr nachher auch auszmühren — Wenn andere klagen, daß Entschlüsse, Die sic beim »Nase Dem machcn, ihnen mandimal schleckst befomnten, so Habe ich solches bei mit nie erfahren. auf er es nnre cm übereilter Entschluß bei der zweiten Floscke gi*idx*bcn. In der ersten Flasche ist für mich noch Bernunit, nur ieu rtigtr. intetyimü Dtgcr o: j sonst, unc> n enn ich solckxm Zustand in pur permanent Halten könnte, jo wäre id) cui l^erzensauter
brntick, • t Vlcichenbach. — < ni Ien.nr v. r k, geb. v " in Tannftadt. — jderr Lebrer Rack m Vai:tcn. — Herr ~.::ibdeu SchallaS in Wimpfen. — Fra Anna (fiü :b.*ib Uhl, ed. Vehr, m Wc fl«. — Frau ^hniluie Zei , geb. “Tiatctanber, i„ Pch.tt.r^ — Frau Eli'abetve Merle, ged. l uiiiCTedb, m Alteiilurg.
Kircblicbc llacbricbtcn,
I5raeli;ijchc Kcligionsgemcinbe.
Eotterdienfk in der Snna^oge (S :d Anlage^, Samätaq Den 17. Juli 1905;
Vorabend 7.45 Uhr.
2?k o rg e n s H.30 Uhr.
Nachmittags 4.00 Uhr.
Sabbatausgang 9.23 Uhr.
Israelitisch« Neliqionzgcsellschaft.
K^ttcrdienst.
Sabbatfeier am 17. Juli 1909:
Freitag abend 8.00 Uhr.
Samstag vormiltag 8.00 Uhr.
9iachimttags 4.00 Uhr.
Sabbat-AuSgang 9.25 Uhr.
WochengoncsDlenst: Morgens 9.00 Uhr, tibendg 7.30 U5r.
Meteorologische Bobuditmrgeb der Station (ließen.
Juli
1909
auf Oe reduziert
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Höchste Temperatur
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15,0 • C.
Niedrigste
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, 13.-
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12^ *C.
Verantwortlich für ben politischen Teil k B.
: E. Heß."'
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Technikum Jlmenau ;
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hochgemuter Mensch. Wohlgemerkt, das ist die erste fiemr .rlasche. Bor der zwe iten niitß man warne:!. Tie ,erstort. was die erste ixiut. und rwch einiges dazu Im besten Falle ist sie ganz überflüfM weil der Adel, der aus der ttftcu Flasch.- kommt, in der UDettfX nicht erhöbt werden kann, und weil Die wohl tätige Wirkung der ersten Flasche ohnehin über Die Zeit der zweiten hinausgeht. Wem aber Die erste Flasch'' leine aubere Inspiration gibt, aü sich Dte zweite zu bestellen, dein muß man mit allein (Enu'tc auch bic erste mißraten. Bismarck soll einmal gesagt haben, daß die französische Seele der deutschen um cüt <^!as W ackiüllen müsse, was Orr Franaose nicht notig hab. Warum der Deutsche antzerdem anch noch da- viele Bier nachschüttet?
- Weh dem, der.... schwindelt. Cnncn lustigen Beitrag zum üopitet von der schmiere bietet folgende Annonce, die der „Börsen;tg." zufolge kürzlich in einem wurtrembergifchM Lokalblättchen zu lesen war:
Saison-Theater in U.
Im Saale de- OkuthH? l Wilden Mann Direetion: Assanus M., concefs. Tlieaterunternehmer. .^um Berreftz für Lonise und Afiarius M.
Unter fteundlicher Mituurkung der hiesigen Sladtkapelle.
910 P 11 ä t! Novität? N 0 d tat'
An sämtlichen Bühnen Deut|chland-r umabluv* Mole auigetührt
Lustsvicl in 4 Au»Z it von Franz v Schöntban.
„Wche Dem der lügt" ist eines der humorvollsten Lusts der Neu,cit und hat in kurzer Zett den Licge-flug über (Äi licke Tr-uticke Buhnen gemach: unb iit überall mit ungchei Beifall ausgenommen worden^ Auch hier werden die verehrl Befticker zuirn-ürngestellt das Theater verlaffen. Indem wir o\ Lustspiel zu unterem Benenz gewählt, können wir nnt t*rnri etnen bcilcra-. Abend rersorechen unb bitten mir in Ander bes bisher so flauen Otefchaitsganges, uns durch recht zahlreich« Besuch zu unterstützen.
Dock achtirng-tzoll Louise und Assanus M.
Es wäre interessant, zu erfahren, was Herr Assaruis M. iss eigentlich mifgefübri hat.
— kleine EhronikauS Ä u n R und Wissenschaft. Ter Senior Der deutschen Schriltstcllcr, ber bäiu|^f kauimerrat Ernrl Iona s, beavi z gestern in erstaunlUteS geistiger und körperlicher ,m*d)e in Berlin fernen 65. <*lfburKW — Tas goldene Tot torpid« la um - y
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Häufte aEler Preise
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Zehnter
Sechster,
Fünfter
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Erster
Adam Opel, Nähmaschinen-, Fahrräder- nnd Motorwagen-Fabrik, Rüsselsheim am Main.
Schaffes®, Plockstr. 8
von der Reise zurück.
3996
Kulturart und Gewann
Nr.
Bls/r
3008
56.M
3538
17606
daselbst
Acker
82
13152
23'257
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B14/,
Wasserfall, 400 Mk.
Inhaber H. Gutmann
3302
uten herstellbar sind
2197
2277
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81
3418
2682
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C o M -
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271 37
23 267
Inhalt qm
23
23
23
Gießen, den 7. Juli 1909. Großherzogliches Amtsgericht.
K 66/09 B1T/6
Donnerstag den 29 Juli 1909, nachmittags 3 Uhr, werden in unserem Amtszimmer die nachstehend verzeichneten, der Firma Gebr. Zull verschriebenen, Parzellen versteigert.
9Zad) der Jeldbe-
_________reinigung --
(Sicßcn, den 16. Juni 1909.
Grotzherzogliches Ortsgerrcht.
Gros.
Arbeitsvergebung.
Die zum „Erweiterungsbau" andasBurcaugebäude der Ortskrankenkasse zu Gießen erforderlichen Rohbauarbeiten sollen wie nachstehend vergeben werden:
Erd- und Maurerarbeiten, Sandsteinlieferung, Trägcrliefcrung, Zimmerarbeiten, Dachdeckerarbciten,
15 14,1 14,7
41
1185 1254 1677
847 1000 1272
958 4309 1535 1411 1300 1574 1367 1734 1650 1629
häut' J. Jitmann. 6ittß ' uub beste Sciugsquelle 1 3 edesKraulMr oder M^ jjrunflRöbel benötigt tj» t öie Ausstellungsräume M $
Bekanntmachung.
In das Handelsregister Abt. B. imiröe bezüglich der } icmci Bank für Handel und Industrie, Depositenkasse Gießen, „getragen: Die Bankdirektoren Dr. Karl Beheim-Schwarz- jcid) und Dr. Hernmnn Siemensen, beide in Berlin, wurden iju stellvertretenden Direktoren ernannt.
Dcundbuch eingetragen worden.
Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Ver- st eigerungsvermerks aus dem Grnndbuche nicht ersichtlich loarcn, sind sie spätestens im Ncrsteigerungstermin vor der Mfforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeich- ntten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger wider- pcicht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Oerteilung des VersteigerungserlöscS dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden.
Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes sstiecht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Erfahrens herbcizuführen, widrigenfalls für das Recht der Werstcigerungserlüs an die Stelle des versteigerten Gegen-
Verkauf aus Abbruch.
Auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 fall der Abbruch der in der Parkstraße zu Bad-Nauheim stehenden Kolonade, Wandelhalle mit Verkaufsläden (Fachwerksbau aus Tannenholz), durch öffentlichen Wettbewerb an 2!en Meistbietenden vergeben werden.
Beginn mit den Abbruchsarbeiten am 1. Oktober 1909 Fertigstellung des Abbruchs und vollständige Räumung einschl. Entfernung der Fundamentmauern bis 80 Ctm. unter Terrain Ibi§ spätestens 23. Oktober 1909.
Besondere Beschreibung, sowie Bedingungen können auf Lnserem Amt (Zanderstraße) eingesehen und gegen Erstattung Ler Selbstkosten bezogen werden. Die Angebote sind verschlossen, mit der besonderen Aufschrift „Angebot auf Abbruch- bis spätestens Donnerstag den 5. August, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen, woselbst alsdann teie Eröffnung der Angebote in Anwesenheit der etwa erschienenen Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist 3 Wochen.
Bad-Nauheim, den 13. Juli 1909.
Gcoßh. Baubehörde für die Neubauten in Bad-Nauheim.
Jost. B%
Ope! gewinnt ferner fast die
108 Wagen aus 33 verschiedenen Automobilfabriken am Start.
standes tritt.
Gießen, den 8. Juli 1909.
Großherzogliches Amtsgericht.
Bezeichnung der Grundstücke.
Grundbuch für Wrefcck, Band VII, Blatt 471.
Nr. 1, Flur VI, Nr. 164, 981 qm, Acker in dem
in Würfeln zu 10 Pfg. für 3 Teller vorzüglicher Suppe. Ohne weitereZutat, nur mit Wasser zuzubereiten. Bestens empfohlen vouGeorg Wallenfels, Marktplatz 21, Telephon Är. 4b. 1
Lawt
Reichstags-Beschluss
Zwangsversteigerung.
Das nachstehend bezeichnete Grundstück, das zur Zeit ter Eintragung des Verstcigerungsvermerks auf den Namen jec Elisabeths geb. Deich, Witwe des Theodor Michel in Mcseck im Grundbuch eingetragen war, soll
Lrcitag den 27. August 1909, nachmittags 4 Uhr, | durch das unterzeichnete Gericht im Bureau des Ortsgcrichts I iju Wicseck versteigert werden.
Die Versteigerung erfolgt zum Zweck der Auseinander- Mc-tzung unter den Erben der Theodor Michel Witwe Elisabethe ] ID mndstücken, sowie die Schulgelder vorn 1. Vierteljahr:
für das Realgymnasium und die Ober-Realschule für die höhere und erweiterte Mädchenschule und für die Vorschule des Gymnasiums
■ ifiüib innerhalb 8 Tagen bei Meldung der Bettreibung zur htestgen
Ele''"5? leine"k,0, h£l et5, LZ Wh feo*£*>**
Acker daselbst
Acker daselbst
Acker daselbst
Acker links am Badenburger Fustviad auf den J-lut- grabcn . v
Acker am grünen Weg m der Pfannlach
Acker in der Fichtenau aus den Füttgrabcn am Witz- marer Weg
Acker am Galgen auf die Chaussee und Marburger Strage.
Ä: „Rheinland -Kaffee"
ist wegen seines seinen Gc,chmaaö
ist wegen feines feinen Aromas
ist wegen ferner grosten Ergicbigkctt
ist wegen seiner steten Glcichmästigkcit wohl bei allen Hausfrauen beliebt geworden, die ihn nur mal probiert haben.
NnOrig. rote Vak. blaueVaf. braunePak. pr.'/,Vsd. Packung: I.-Mk. IJZO Mk. 1.40 Mk. -Packung.
lllonsum-Tee Psd. nur 0.93 M.
Familien Tee ff. n » 1 20 „ ntiitiMrnte -:so:
a i । fi H i I ■ ni 1 • bei Gelnhausen. Am Fuße MW lä toäi MWS-M
Oeffentliche
Freisinnige Yersammlnng
m Lach
Sonntag den 18. Juli, nachm. 4 Uhr, in „Steins Garten" am Bahnhof.
Redner: Herr Elöster aus Darmstadt über:
„Die PlWc Luge imReiE nnh iüWii"
Zutritt für jedermann (auch Damen).
Freie Diskussion. ^ccic Diskussion..
tritt nm 1. August erhöhter Zoll aus ftnffcc, Tee uro Psd. 50 Pfg. ein und euwstehlt es sich, einen größeren Vorrat zu decken, da ja namentlich >ee „ längere Zeit haltbar. Auch Zigarren und Zünd- ä Hölzer werden hoch versteuert.
” frisch gerostet aus cmcner <^roß-
SlilXyf CC rösterei mit elettr. Betrieb, Äuhl- * und Belesemaschinen, wodurch dem
Z .Kaffee das volle Aroma und die
S ganze ttraft erhalten bleibt.
80 90 Pfg., 1.—, 1.20, 1.40, 1.60 Mk. au/7
1 Inhalt qm
917
1552 866
Rheinisches Kaufhaus
Gießen, Bahnhofstraße 26.
Spenglerarbeiten, Grobfchlofferarbeiten.
Plane, Kostenanschläge und Bedingungen sind auf dem Bureau der Architekten Fischer & Zipp vom 15. Juu dss. Js. ab einzusehen, sowie Formulare gegen Erstattung der Herstellungskosten daselbst erhältlich.
Offerten sind bis zum 20. dss. Mts., abends 6 Uhr, auf dem Bureau der .Ortskrankenkasse" abzugeben.
Zuschlagsfrist 8 Tage.
?cr Tsorftunii dcr AtskMkenkW ju kicßcii. D15/, --~
21
25
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23 53,5
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2 tabItalic zu bezahlen.
Gießen, den 15. Juli 1909.
Stadtkassc Greßcn.
Doevfer.
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- öas grösste automobilistische Ereignis säer WeSt —
Prinz Heinrich- Fahrt 1909
K 63,09.
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Giessen
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im Hause des Herrn Georg
Kinkel
Direkter Import von Kaifee, Thee, Kakao
K 81/09.
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Verkauf von Ff und an,
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Alsfeld
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Dwie rnra«. Markt*
Ludwig Steinhäuser
K 44/09.
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Möbel
Ter Vorstand
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Linoleum
Verlag von Emil
Roth In Giessen.
Soeben erf (bienen:
Illustrierter Wegweiser
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durch den
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TonnerStaa den 19. August 1909, nachmittags 3 Uhr, wirb in unserem Amtszimmer die der ftirmn Olebr. Butt zugeschriebene nachstehend verzeichnete Parzelle Dcritciacrt;
2/137,1 —873 qm Hofreile links der Chaussee.
Giehen, den 14. gabe bringen.
Diese Bogen sind von unseren Aktionären vom 24 bis 31. Juli d. J. gegen Rückgabe der Talons (ohne Dividenden,chelne) und Einreichung eines arithmetisch geordneten Nummernverzeichnisses zu beziehen.
Die Aushändigung findet statt:
nn unserer Kuponkaane, Hohe Bleichen 18, bei der Deutlichen Bank,
’ rxdpclüif Mi,
JJ« iritgfm £52» ’C'J* 21alle.
Mit Anhang:
L Dre Q!ora bei Vogelsberg»
2. Ter Wintersport im Vogelsberg von Karl Neurach Heranigegeben von
Mitgliedern den Vogelaberger Hrthenklnb«.
Mu 2 groben Karten des Bogrisbergsgebietes «mit Cmzetch- uunflitiiiitiiruex ycQnicrungniLfmcrflruncn^ibontnrtc, .'»Crira tterungokärtchen. 4 Städtevlänen und einer (ftkubflbn Perkebrskarte.
--------22 Bogen text mit über 100 Abbildungen. ———- Preis: ftexibel gebunden Mk. 2.—.
Tourilttiche Mitteilungen für die Vrobün nnb das ®r»i berzogtum Ocneu. 13. 3alt 1009:
Donnerstag den 5. August 1909, nachmittags 3 Ubr, werden in unserem Amtszimmer die der Augutt Helfendem Ehefrau geb. Rohde »ugeschriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert:
21,15,2 — 262 qm Grabgarten rechts deS Dielecker Weg?
21/lM = 2496 qm Hoircite das.
21/15,8 — 1053 qm tiirabaarten daselbst.
Giehen, den 14. Juli 1909.
Grobherzogliches OrtSgericht. Gros.
Neu eröffnet! Neu eröffnet!
■ '• v‘ ~ tu stell I richt Übel. - »lvichdic fll ■ iiwj! an un K ft--'n mich gt I !.Ltcz -oben. I tritt hott? j( I Ae -aln ■ hcMub gervt |lt3 wree t> ■ **^r vtichbax
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Perle wen Erfurt
10 Pfund 55 Pfg.
Autentii Eaustrinq . Lanolin-Seife Z I f Stüde 20 Pfg. ( ' 6 Stück 85 Plg. >
M-
Der von Hermann C e h e r ro t n mit Unterfnitzung soH» reicher ort*- und sachkundiger Mitarbeiter foeben derauSgegebene nubret stellt sich schon bei ob rilachlicher Turöficbt dar ci< ein treulich flcflhiv’cvtcr Wegwei'er durch dte bezeichneten (Icbtett b^b. er bnnflt in knavoer übersichtlicher s>orm alle», was den -- _____ . ... lereffieren kann, ohne Ibn durch unnoug«
BaUa't zu langweilen oder zu ennüben. «bar«eben von dem allgemeinen reib der die geographischen und geologischen Ber- baimik'e. da» ftltma, die rotrtfdjQ'ij^cn .-^unandc u. a. behandel!, nnb die Abschnitte von den Berkchrswegen. den lourcnüenei* Nissen wohl al» muftergültig zu bezeichnen, wobei wir mit besonderer itrcube e» begrünen, bah die einzelnen Touren bloh von Den khnganßbpuntien in den PogelSberg, sondern schon von den Perkcbr»mittelpun1tcn wie (Wirken, Frankfurt, Kassel •>nlba au» gegeben find Tte Wanderungen «elbü. die natürbch besonders etngebend und liebevoll geschildert h:’b gehen «etzr vorteilhaft der einzelnen Badn«irrcke entlang, indem von jeder Haltestelle aus bie schonqen Wege nach den einzelnen leben»- werten Punkten beschrieben ’mb. Die betgegebenrn Qarten t» 2'iai;'tab 1:80ulNX mit vortreMtcher Terrainbaritellung un» farbiger Wegemarl oru-g werden tebem Wanderer rme will kommene HtUe sein. Taft einem Buche m:t solchen aber auch einige kleine Mangel anbahen, wirb ,rder nnben, doch iit der einzige, den rotr geiunben hoben, fehler — mehr komischer Statur <2- M iBon ,>ulda zu der proben BoHetlantei und zeugt von einem erfreulichen Jn» tereffe de» 2eoer» für bie mamünen daiercRen unsere» Sattr-
Der diesjährige
Pferde- und Fih-Nril
in Verbindung mit dem
S,x*ä.iiiäeEii3.i$a.2*lr,t
findet am
Montag den 26. Jnli
statt und wird von dem Landwirtschaftskammer-AuSschuß für Oberhesien, dem LandeSpferde« zuchtoerein und der Stadt Alsfeld als gemeinsame Veranstaltung durchgeführt.
An Prämien kommen insgesamt ca. 1500 Mark für Pferde und Fohlen hessischer und nichthessischer Züchter und Händler zur Verteilung.
Beginn der Prämiierung 8 Uhr morgens. Anmeldungen sind an den Laud- wirtschastStammer-AuSschusi in Gictzen, der auch zu jeder weiteren AuSkunftSerteilung bereit ist, bis zum 563. Juli zu richten.
Mit dem Markt ist eine
V erlosun^
von auf dem Markte anzukaufendcn Fohlen, Zuchttieren und Maschinen :c. verbunden. Der Losevertricb liegt in den Händen der Lotterie-Agentur ttg. Kurtz jr. in AlSfcld.
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Direktor:
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Donnerstag den 2t. Juli 1909, nadjmimca 3 Uhr, roeröen in unserem Amiezimmer die den Theodor 3utt Eheleuten u. tzried nch Butt (^deuten zuge'chriebe- nen nachitebeno verzeichneten Parzellen versteigert:
2/2&F ; UZ) am Grabgarten links brr Chaussee
2/230**,; „ 172 qrn Hv'reite bas. ©leben, den 15. Ium 1909.
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Donnersiag den 22. 3uh 1909, nachmittags 8 Uhr, wirb in unserem Amtszimmer die der ftlrma Gebr. Butt zugeschriebene nachstehend verzeichnete Parzelle oerfteiaert:
2/23Cr' ,«—270 qm Hofrette Unk» der Chaubee.
Giehen, den 29. .lunl 1909.
Grobh. Lrtvgericht Giehen.
__________Äro».__________
K 22,09. fB'f,
Donnerstag den 22. Ci ult 1909, nachmittags 3 Ubr, werden tn unserem Amtszimmer die der flHrma Gebr. Butt in Hieben zugeschriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: 2rKAv.\» - 907qm Hofreile rechts der Chaullee auf die Herr- fchaftliche Wieie
2/2546/u, - W4 am vofreite das. ©tchcn, oen 29. ,iuni 1909.
Grondcrzogliches LrtSgericht. Grov.
Dr. Kipper
===== ist verreist. —
Vertreter nur für Giessen: Dr. Geyer. 4014
Vertreter für Giessen und Umgegend: Dr. Schäffer.
Lalm-Biinsberg-Tiirnerbunil
Unser