I i g I?e schälten! Düsseldorf. le», unerreicht* Wuch- ^t; hem bariuu Naclueibea mit Hand oder iem Raden und ist absolut liewebe, da frei von Chlor , vorzüglich zum Einsetzen - m jedem Haushalt zum i Gegenständen, Kücbenge- m Scheuern von Böden und mittel. 'e Ehningen geb«t, behebt *on selbst ^n und °bne Zusau « Waschbrett “ ►une gebleicht! 1 z“t’ Arbeit ud Geld. asc$e' da garantiert vendong. »Ukommenste BelbstUtt, 'WiJl ier/rW ochumer ftoitf Itsafö titt lük«- ».«dreien, « Auswahl hü sch für Gießen und * ie Lagepläne rc-)- ;nlfW 34, *«* nmen. Leder, tnmefer I. «* *31 ir Damen v°u nterG^e „chnhe®“'. >10 h»*’’* jelei»»0 fc ttlat*®*0 •*** sä ToÄ” Ifl. of d flu*- Nr. 14 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SiehenerZamlttrnblätler; zweimal wöchentl.Ateir- dlatl sür den «reis Siehen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- wirlschaftlicheSeltsragen Jernfprech • Anschlüsie: füt die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen füt dte Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Erstes Blatt ISS. Jahrgang Montag 18. Januar 1909 ietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen B-zngspretS: mona U ich 75 Ps^ viertel« jährlich Mk. 2.20; durch Ädhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk. 2.—viertel- jährt, ausjchl. Bestellg, Zeilenpreis: lokal IbPf^ auSwärtS 20 Pfennig. Verantwortlich für den politischen Teil, für .Feuilleton" und .Vermischtes": Ernst Anderson; für .Stadt u. Land" und „Gerichts- Hofnfiottsfcrw! und Verlag der vrühl*sche« Unlv.-Vuch- und ZteindruSerel R. Lange. NedaNlon, Expedition und vruckerek: Zchulstra?e 7. fr01"; **njCijwiwu« p. ötu, Die heutige Nummer umsatzt 10 Seiten. Die valkankrlsls. Die Freude über die Verständigung zwischen Oesterreich-Ungarn nnd der Türkei fdjfcint dock) etwas verfrüht gewesen zu sein. Wenig- stens wird der Franks. Ztg. aus Konstantinopel gemeldet, daß dort am Samstag in versänieüenen politischen und Abgcordneten- kreijen das österreich-ungarische Angebot scharf kritisiert worden sei, nicht wegen der Höhe des Betrages, sondern des Novums ioegen, aus ottonranisd-es Gebiet für eine Geldsumme zu verzichten. Es seien hierbei Ansichten zutage getreten, die mit der von Kiamil Pascha verfolgten Politik schwer zu vereinbaren sind. Eine Reihe vonAbgeordnetenwill von der Geldindemnität nichtswifsen. Wenn es dem Großwcsier nidjt gelingt, die Gegensähe auszugleichen, dürfte das österreid>isch--türkische Pvotololl im Parlament bisher nicht erwarteten Schwierigkeiten begegnen. Am Samstag hat nun eine Konferenz zwischen dem Markgrafen Pallaoiciiu und dem türkischen Großrvesier stattgefunden; sie dauerte 3 Stunden und ihr wolMe auch der türkisd-e Minister des Aeußern bei. Es handelte sich darum, die einzelnen Punkte des Protokolls sestzustellen. Tie Nachrichten Wiener und deutscher Blätter, wonach die Verständigung bereits das Placet des türkischen Ministerrats erhalten hat, ist unrichtig. Es verlautet, daß als Schiedsrichter in der Frage, ob die zur Ablösung gelangeubcn bosnischen Tomänen und Forsten Staats- oder Pro- vinzialeigLntmn seien, der deutsche Delegierte der Dette publique Varl Testa in Aussicht genominen sei. In der Konferenz zwischen Pallavicini und dem Großwesier Kiamil Pasd)a nmrden insbe- sondere die Details über die Bezahlung der Abfindungssumme und alle anderen Vorschläge bcsprod-en. Die Bezahlung soll in Drei Raten erfolgen. Kiamil Pasd)a erklärte auf eine Anfrage nach dem Stande der Tinge wörtlich: „Wir sind noch nid)t in offizielle Verhandlungeit eingetreten, und Oesterreich-.Ungarn hat uns noch nicht einmal seine Vorschläge offiziell übermittelt." Diese Aeusterung Kiamil Paschas erweckt im Verein mit der Meldung von dec ablehnenden Haltung türkischer Polüiker uitb Abgeordneter unwillkürlich den Verdacht, als wenn der Großwesier sich noä) irgend ein Hintertürchen frechalten wollte. Auch die Boykottsrage sd)eint keineswegs die leichte Lösung ünden zu wollen, auf die man schon gehofft hatte. Ueber die Zoykottbewegung sind die widersprechendsten Mitteilungen vcr- i,reitet; es wird zwar versichert, daß der österreichische Lloyd bereits heute tm Konstantinopeler Hafen wieder imgehindert löschen könne, allein in sicher unterrichteten Kreisen wird erklärt, man könne, allein in Wiener unterrichteten Kreisen wird erklärt, man nicht von einer Beendigung, kaum von einem Abflauen der Boykottbewegung sprechen. Neuerdings ist nun auch der Sultan leicht erkrankt imd hat alle Audienzen absagen lasten; natürlich ergeben sick) auch hieraus wieder neue, vielleicht keineswegs unerwünschte Verzögerungen bei der definitiven Erledigung der schwebenden Fragen. Aus den kleinen Balkanländern kommen inzwischen wieder reckst merkwürdige Meldungen. Es heißt, daß der Fürst von Montenegro und der König von Serbien abzudanken beabsichtigten. Von anderer Seite werden diese Meldungen wiederum dementiert. 3n der bulgarischen Hauptstadt wollen die der Re- zierung nahe stehenden Blätter erfahren haben, daß wegen der ungeklärten äußeren Lage die Mitglieder des diplonca- cischen Korps beschlossen hätten, bis auf weiteres denjenigen Veranstaltungen fern zu bleiben, an denen der König und die Königin teilnehmen. Zum Schluß verdient nod) erwähnt zu werden, daß zwischen Dem Kaiser Franz Josef und dem König Peter von Serbien Neujahrs-Telegramme gewechselt worden sind. König Peter hat am europäischen Neujahrstage an Kaiser Franz Josef ein Glückwunsch-Telegramm gerichtet und Kaiser Franz Josef Hal am orthodoxen Neujahrstage König Peter ein Glückwunsch-Telegramm geschickt. König Peter hat also die Initiative in dieser Angelegenheit ergriffen und man glaubt, daß in dieser Höslicksteit der Souveräne der erste Schritt zur friedlichen Beilegung der Streitfragen liege. Sttmmunflsbiin aus öem Reichstage. Berlin, 16. Januar. Herr von Bethmann-Hollweg hatte es nicht mehr nötig, das Wort zu nehmen. Tie (Stimmung, die heute zum Ausdruck kam, war seinem Werke womöglich noch günstiger, als gestern. Nur der Vertreter der Polen, die man schon seit geraumer Zeit in ihrer Stellungnahnre zu Vorlagen der Regierung von den Sozialdemokraten kaum unterscheiden kann, der Abg. K u l e r s k i, war iwch päpstlick-er als der Papst; nad) Inhalt und Ton seiner erfreulich kurzen Rede übertrumpfte er die roten Bundesbrüder um ein Beträchtliches. Weder in der gestrigen Rede des Gewerk- sck-aflspräsidcnten Legion, noch in der heutigen ein gut Teil sanfteren Kritik des Arbeitersekretärs S e v e r i n g fand sich die Bezeichnung des Jnduslrieacbcitcrs als elender Lohnsklave, als Hungerproletarier. Tas blieb dem polnischen Hetzredner Vorbehalten. Und obgleich er, wie nahezu sämtliche Redner dieser Tcbatte, mit der Erklärung begann, daß die Rede des Herrn von Bclhmann-Holiweg durchschlagend gewirkt habe, bekannte er «ich im selben Atemzuge als unbevinglen Anhänger der reinen, einseitigen Interessenvertretung der Arbeiter. Herr Severing Deutete doch wenigstens an, daß auch die sozialdenlokratische Fraktion für paritätische Arbeitskammern zu haben sei, wenn man diesen neben der gutachtlichen Tätigkeit auch eine gewisse Exekutive einräumen wollte. Herr von Bethmann-Hollweg sah sick) auch nicht veranlaßt, zu seiner ausfallend warmen Anerkennung der Gewerkschastsorganisationen iroch eine erläuternde Bemerkung zu machen; auch nicht als Tr. P o t t h o f f ihn ersuchte, daraus die Konsequenzen zu ziehen und für eine freundlichere Behandlung der Gewerkschaften durch die Verwaltungsbehörden zu sorgen, und aud> nicht auf die an ihn j>ersönlich gerichtete freundliche Einladung der sozialdemokratischen Redner, die demnächstigen Tagungen der sozialdenwtratischen Tabak- und Bergarbeiter durch seine Gegewvarl zu erfreuen oder durch seine Räte zu beschicken. Auf die von mehreren Seiten an ihn gerichtete Bitte, ein beruhigendes Wort auf die Besorgnisse der Handlungsgehilfen über ihre Behandlung bei der Arbeitskammerfrage zu spreck>en, ließ tv durch den Ministerialdirektor La spar erklären, daß dazu allenfalls in der Kommission noch reichlich Zeit sein würde. Tr. Potthoff sprach für die schärfere Tonart der freisinnigen Fraktionsgemeinschaft, für den national-sozialen Flügel der freisinnigen Vereinigung. Ihm genügen die Aufgaben, die der Ept- wurf den Arbeitskamtutern z^uveisü bei wertem nicht; unter Berufung auf amerikanische Studien seines engeren ^Hundes Tr. Barth trat erfürdenEinigungszwangein und unter Bezugnahme auf Dr. Naumann für eine weitgehende Initiative der neuen Institution, damit sie eine Ersparung von Gesetzgeberarbeit bedeuten könne. Zwei Vertreter der christlich-nationalen Geiverksdstlflsbewcgung, das Mitglied der wirtschaftlichen Vereinigung Behrens und der Zentrumsabgeordnete G i cs- berts, setzten sich bei ihrem Eintreten für paritätische Kammern mit ihren sozialdemokratischen Widersachern auseinander. Wie diese forderten aber auch sie die Wählbarkeit der Gewerkschasts- beamten. Sogar die Rcick-spartei ließ durch den Muttd des Dr. H ö f f e l eine sehr freundliche Stellung zur Regierungsvorlage zum Ausdruck bringen. Freilich geht sie nur mit gedämpftem Trommelklang in die neue soziale Friedensära hinein, und Herr Höstel ridjtcte eine dringende Mahnung an die Führer der sozialdemokratischen Arbeiterschaft, nun, wo sie in den neuen Vertretungs- IIstluk liH THIfllFFWHHTiT t' TZl iT7ft‘i körpern zusammen mit den Arbeitgebern am runden Tische sitzen würden, auch den ernsten Willen zu zeigen, sich zu friedlicher Verständigung zusammen zu finden. — Zu früher Stunde konnte die Aussprache geschlossen werden, der Kommission harrt nun die schwierige Einzelberatung. 4politi$d?e LttScs-cyatt. Das Krovungs- und Or'oenLsest in Berlin ist gestern in üblicher Weise gefeiert loocoen. Ans der wiederum! sehr großen Zahl der mcr Orden Bedachten seien genannt: Wilhelm Herz«, Präsident der Berliner HMch-elska armer: Achter Adlerorden 2. Klasse mit Stern, Dr. Heil igenstaedt, Präsident der Preußischen ZenlralgenossenjckMftsünse in Berlin, do n Heng st en berg Ober-Prajrdent ovn .o^sen-bäljsMt und M ar- tini, Präsident der Gisenöahndirettion in Kastel: Roter 2totcr- orden 2. Klaste mit Eichenlauo. Den ächten Adlevorden 2. Klasse erhielten: Pros. Harnack, Wirkt. Geh. Ov.-Reg.-Rat, ä» merzieural Schmidt, Fabrikves itzer in Gl der seid; den Roten Adlerorden 3. Klaffe mit Schleife: Zsidor Löwe, Kommerzienrat in Berlin, Pros. M anzel, Bildhauer in Berlin, Geh. Justisrat Träger in Berlin; den Roten Adlevorden 3. Klasse: Tr. Hahn, Direkwr des Bundes der Lanowirte, Pauli, TiWev> meister in Potsdam. Den KoEiwroen 1. Masse erhielt Wirkt. Geh. Rat Dr. sagens, OberlandesgerichlSpräsident in Frankfurt. Den Kroneuorocn 2. Klajie K'rrege. Dr. Frhr v. Schorle mer-Lieser Oberpräsident in 5tooien&; den Küonenorden 2. Klasse mit Stern: Dr. o. Glasenapp, Vizepräsident des ReichsbanLdcrekvoriums; den Krvnenordcn 2. Klasse: v. Flv- tow, Vortragender Rat im sJiu5iuattigen Amt, Dr. So lf, Gouverneur von Samoa; den Kwncnorden 3. Klasse: ,Dr. Arendt, Rentner und Sck)riststeller in Berlin und Plate, Tiretwr im Hause der Abgeordneten. — Bon Parlamentariern erhielten ferner Orden: v. Oldenburg-Jarruschau und Sieg, Siegs- rnh, Dr. Troesckfer, Dr. Junck, v. Damm-Wvlffenbütteh Detw- Frankfurt a. d. O., Faßbender-Berlin, von dem Hagen-Aerlül, Jaeger-Speyer, i'reuner-Hamlnermuhl, Zchsenow-Berlin, Schlvarze- Lippstadt, Weber-Loebau, Fritzerr-Tu.sseldors, Graf Arnim-Bvihiur- burg, Tove-Berlin, Henning-Berlin, Dchmmsen-Berlin, Ichwvldt- Berlin, Viereck-Ostwwo und von Winterfeld-Menttn. Ter Empfavg des euglifchen KouigspaareS in Berlin wird sich diejesmal ein wenig von öcn üüDeven Emp'ängerr unterscheiden. In der englischen HauplstadL begrüßt das Stadioberhaupt n ein De Souveräne un Rathause, tn Berlin am Brandenburger Tor. Auch diejesmal ivirb der Berliner Oberbürgermeister die englischcii Gäsic am Brandenburger Tor empfangen, aber es wird mehr als bisher Rücksicht am die ivuilerliche Jahreszeit genommen werden. Anlästlich des Vevorstehenden Besuches dr tlielchshaupt» nabt durch König Eduard von England hat ber Kastor ben Over- bürgcrnieificr Kirschner und bie Herren ber magtstrailichen Aus- schinückungskommljston zu sich gebeten, um mit ihnen über bie Alaßnaymen zum Empfange beS Königs zu sprechen. Der Kaiser Hal babei ben Wunsch geäußert, bau bie Ausschmückung bev Em- zugsstraße möglickül faibenpväd)tig sein möge unb bag für bie- jemgen, bie zum Empfange bes Königs erscheinen, mit Rücksicht auf ihre Gefunbhou em Zelt gebaut wirb. Ferner sollen die Herren nicht mehr wie früher im Frack erscheine»!, sondern zum Schutze gegen rauhe Witteiung mit Ueberziehern versehen fein und nicht mit entblößtem Kopf während ber Diebe des Oberbürgermeisters dastehen; endlich sollen auch die Damen mit warmen Suchen versehen fein. Wahlrechtskuudgelnrugeu in Dresden. Gestern Pol mittag janoen ntei-ten-5 in ber Altstadt DresdeU einige zahlreich besuchte Versammlungen statt, in denen gegen das beabsichtigte neue sächsische Wahlrecht protestiert wurde. Nach- Sckstuß der Versammlung versuchte etwa gegen 1 Uhr mittags eine große Menge nach dem königlichen Schlosse zu marschieren. In dec Schloßstraße stellten sich den Temonsttanten Polizisten entgegen und versuchten die Menge zunächst auf gütlichem Wege zum Auseinandergehen zu bewegen. Ernst von Wüdenbruch t- Ernst von Wildenbruchs plötzlicher Heimgang hat überall die schmerzlichste Ueberraschung hervorgerufen Wildenbruch, der tn den letzten Tagen leidend war und in ber Behandlung von Professor Dr. Eisenberg ftanb, fühlte sich gerade vormittags noch leidlich wohl. Nachdem er ein Bad genommen, fpielte er noch eine Partie Billard. Kurz barauf brach er im Anlleidezimmer, das er gerade passierte, bewußtlos zusammen und war bald dem plötzlichen, heftigen Schlaganfall erlegen. Ter Todestämpf dauerte etwa eine Halde Stunde. Der herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Lod Wildenbruchs konstatieren. Ter Kaiser wurde sofort benachrichtigt. Dte Leiche soll nach Weimar überführt verben, daS Wildenbruch so sehr liebte, unb von dem er sich diesmal gegen Ende November besonders schwer gc- icennt hatte. Gestern nachmittag fand im Hause vou Ernst von Wildenbruch eine Trauerfeier für ben Verstorbenen statt. Der braune Eichensarg, m dem der Entschlafene ruhte, war m Erkerziminer der Wohnung aufgebahrt. Eine kleine Lrauergememde hatte sich etngefunben, unter welcher Geheimtat Lehmann vom Auswärtigen Amt, Paul Lin bau, der namens der Generalintenbantur einen Kranz medcrlegte, besonders zu bemerken waren. Zu Anfang der Feier nahm der Konsistorialrat Spinner aus Weimar, ein Freund der Familie, das Wort zu einer Gedächtnisrede. Nach ihm kennzeichnete Gchennrat Dilthey Wildctibruchs dichterisches schaffen. Zinn Schluß sprach Professor B ran del namens Lec deutschen Shakespeare-Gesellschaft und namens des Vereins zur Erhaltung des Deutichttims im Auslände. Dte eyeter schloß mit dem Vortrage beS iitcbeS: .Willst du nun ruhen, willst du nun vollen" aus Witdenbruchs .Willehalm", das von Sigrid Hummel, der Tochter des Kompoiitsten gesungen unb vom Komponisten selbst begleitet würbe. Im Sterbchciuse laufen unausgesetzt Betleibskund- gebung en ein. Einer der ersten war der Groß Herzog oo n Weimar, bann folgte ein Telegramm des Kaisers, das diesen Wortlaut hat: „Die Meldung von dem Hulscheibeu Ihres Gatten hat mich nut schmerzlicher Teilnahme erfüllt unb spreche ich Ihnen mein Herz - ljchstes Beileid aus. 2)111 dem deulfchen Volke beklage ich den Verlust des trefflichen Dlanucs und gottbegnadeten Dichters, dessen Lebeuswcrk der Vitt- unb Nachwelt unvergängliche Schätze geschaffen und geschenkt hat. Witheliu." Die Leiche Ernst von Wildenbruchs wird in Weimar beigesetzt werden, doch ist der Tag sür diese Ueberführung noch nicht bestimmt. — Stadttheater. Der gestrige Theaterabend gestaltete sich zu einer würdigen Gedenkfeier für Ernst v. Wilden bruch. Des Dichters viel bekanntes Ritter- schauspicl .Die Rabenstcmerln", sein volkStüiuttchstes Bühueuwerk, gelangte zur Aufführung. Ein fein empfundener, von Direktor Steuigoetter verfaßter und gesprochener Prolog ging voraus. Die Taistellung deS Schauspiels reihte sich ben früheren ebenbürtig an unb bot mu Helene Achterberg als Bcrfade, Heruioun Bakof als Hiihold Jeronunus und Clemens Roden als Weisers Sohn einen wirklich fünft» leri.chrn Genuß. Die Regie führte Direktor Stein- goettev. B« _ Der plattdeutsche Volksdichter Karl Rethwisch ist an Herzschwäche im 70. Lebensjahre zu Altona gestorben. Rethwisch war nur em emsacher Alaun, der Sohn kleiner Eltern. Er halte das ZiuuucruiannShanbiverk erlernt, war aber, wie Hans Sachs, „Poet dazu". Daß er als solcher etwas geleillct hat, wenn auch nicht in höheren» literarischem Sinne, fo doch als liebenswürdiger, echter VolfS- bichter, ber in seiner plattdeutichen Munbart recht von £>ei^n zu fingen wußte, ist wohl unbestritten. Die Stadt Altoua, ln der er sich dauernd niedergelassen hatte, ertannte fein erfolg- reiches Streben für mederbeutjche Sprache unb Art kürzlich daburch an, baß sie ihm ein Ruhegehalt bis an das Lebens» ende ausjetzte. Der Dichter war auch ein begeisterter Patriot. Im letzten deutsch-französischen Kriege ist es ihm, wie die ,K. Z." schreibt, allerdings nicht vergönnt gewesen, in den Rechen der Kämpfer zu stehen, dafür aber hat er sich in den Lazaretten fo heldenhaft bewährt, baß ihm das Eiserne Kreuz dafür zuteil wurde. — Römische Funde bei Hanau. Nach deut Jahresberichte des Geschichtsoereins wurde in Marköbel (Kreis Hanau) bei Gelegenheit eines Neubaues eine Anzahl von römischen Grabern aufgebccft, in denen sich Gefäße in großer Zahl vorfcuiben. Weitere Nachforschungen ergaben noch mehr derartige Gräber mit gleichartigem Inhalte. ES wurden für daS Hanauer Museum des GeschichtsoereiuS eine große Anzahl von Urnen, Krügen, Lämpchen, Vasen, Schalen, Salbengläschcn und bergt., auch einige Münzen erworben. Durch weitere Grabungen in ber Gegend des BaicrScöder HoseS, bei Butterstadt unb Stitianfiäbter Wald wurde fest- gestellt, daß sich in ber süblicheu Wetterau in der neolithischen Zeit viele Siebelungen befanden. Besonderes Interesse erregten die Begräbnisstätten, in denen sich außer Branbresten zahlreiche durchbohrte und ornamentierte Steinchen von eigenartiger Form oorfanben. Diese sind zweifellos Teile von Schrnuctsiücken und sind vorher noch an keiner Stelle gefunden worden. X. — Sven He bin, der am Samstag in Stockholm eingetroffen ist, würbe gestern vom Röntg in Audienz empfangen worben. Bei der Landung wurde Soen Hedin von mehreren Alinistern, den Alltglicbern des Reichstags, der Geographischen Gesellschaft, der Stabtverordiieteuversaimulung »ijw. empfangen und oon einer zahlreichen Menge begeistert begrüßt. Der König verlieh Sven Hedm das Großkreuz deS ')lorb|"tecnocbenS. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenschaft, Durch Beschluß des Landgerichls München I ist die Beschlagnahme des G a n t c r'schen Buches .Doppelte Moral" füt das ganze Reich aufgehoben worben. — In St Moritz würbe am 15. b. Alls, bas neuerbaute Sega» tini-Museum eröffnet. Seganluus Tochter hielt eine ergreiiende Ansprache. Ta die Menge die polizeilich-:!' Absperrungen aber gewaltsam zu durchdringen versuche, und sich auch der Verhaftung von einigen dauottumiiüanten widersetzte, so waren die Polizisten genötigt, mit der blanken Waffe einzuschreiten. .Hierbei wurden etwa 20 Personen mehr oder minder schwer verletzt, jedocl) auch einige Polizisten erlitten Verwundungen. Tcr herbei- geeilte sozialdemokratische Stadtverordnete Fleißncr und besonnene Arbeiter sprachen auf die Menge ein und bewogen sie zum Auseinandergehen. Tas in der Stabt Verbreiter gewesene Gerücht, daß ein Temonstrant von einem Polizisten erstochen worden sei, ist, wie von der Polizeidircklion mitgeteilt wird, unrichtig. Bei len Verletzten handelt es sich hauptsächlich um Kopfwunden. Der Platz auf dem der Zusammenstvu stattgcfunden, zeigte nachdem die .’Jttnge vertrieben worden war, ein komrschcs Bild, denn es lagen viele Spute, Stöcke und Schirme umher. Im Laufe der Nach- Mittagsstunden mußte ein verstärkter Polizeidienst in der Stadt u'cccht erhalten werden, da sich häufig kleinere Trupps sammelten, >'. aber durch das energiscl-e Vorgehen der Polizei ohne besondere ernste Zusammenstöße schnell zerstreut wurden. In den späteren P^ännittagSslunden zeigte die Stadt wieder ihr gewohntes Aussehen. e Da8 ungarische Kabinett in Noten. Die Ungarn vergangen eine eigene Stinioiuujan?, aber diesem < Zangen )decken sich große Sckfwierigteiten entgegen, und das ;vioinett Welerie scheint nicht idiitanut zu sein, diese Sclnoierig- iriten zu beseitigen. Der ungaruche Ministerpräsident xiSckzie i>t nach Wien gereist, um dem Kaiser Berührt zu enazitcn über drc sä»on saft verzweifelte 2age seines Kabinetts. Weierle ist der Einzige, der nod) eine Weile die Geschäfte fügten bereit ist; die andLren Mckylicdcr mochten angesichts der Schwierigkeiten durch chre Trmisiwu eine Klärung oer Lage herbeiführcu. Das SxaLplübel ist, daß Franz Kvsiuth üt der Bankfrage der Gefangene Jusths ist und si chnrcht auf den einzig möglichen SlandounÜ der gemein)amen Bank stellen kann. In längstens 4—6 Wochen wird wohl die große Krise aus brechen. • Zur 600 Iahrfeier des Knttevberger Tekrete8, das den Anlatz zum Auszüge der deutsdfen Professoren und Studenten aus Prag nach Leipzig bildete, waren am Samstag eine Abordnung französischer Studenten in Prag ein- vtroffen; sie wurde von den tschechischen Studenten unter Ab- mtgung nationaler Lieder in ihr Quartier geleliet. Auf dcm W.uzelplatze und dem (traben, fanoen später Verbrliderungsdcmvn- fuvüionen statt. Die Belästigungen deutscher farbentragender Stu- i .iiten, geben Anlast zu einigen Verhaftungen. Der akademische 2citüt der tschechischen ckniversttät lehnte die ckebernuhme des Pro- ! itorates über die Feier ab. — Gestern wiederholten sich die Ausschreitungen gegen deutsche Studenten. Bor dem deutschen .- ause war gegen 11 Uhr das Gedränge bereits beängstigend. '.'Jicbcere deutiche Studenten in Farben erschicnci,^auf dein Graben. Maunt wurden sie sichtbar, als sie von den Tscl-echcn umringt nmroen. Man fließ Besdstmpsungen gegen diese aus, bie aber ihren Weg fvrtsetzten. Zum ersten größeren Zusaurmenstoste kam es, als mehrere Mitglieder der Burschenschaft Teutonia auf dem Graben erschienen. Diese wurden von der Menge aus- > inanoer gedrängt, dock) 'eilte ihnen die Polizei zu Hitfe, die in grvstec "aufgeboten loar. In kurzen Zwischenräumen n cderhvltcn sich die gleichen Szenen. Beim Zurückdrängen der Menge durch die Polizei kamen die deutschen Studenten ins Gedränge, wobei einer int Gesicht schauer verletzt wurde. Bon der tsclfeci'i scheu Menge, wurde hieraus die Parole ausgegeben: „gegen das neue deutsche Theater". Sofort sprengten vom Wenzelsplatze Polizisten heran und vereitelten diese Ansicht. Die Meng, stimmte daraus Spotllieoec auf die Polizei an. Tie VGntgc zog dann zum Wenzetsplatz, wo sie zerstreut wurde. 'Abends wiederholten sich die Denwnstratonen. Es mürben 19 Verhaftungen vvrgenomnren. Dcutjcher Reich. Tcr nächste Mol tke -Harden-Prozest. Oberstaats- ä,noalt Preust hat das Studüirn der unisangreichen Akten des Moltke—Harden-Prozesse dieser Tage beendet. Tie neue Ber- !-mdlmig dürste voraus)iclsttich Ende Februar stattsindcn. Ta der Prozeß gegen Harden nicht ohne die Vernehmung des Fürsten (. iilenberg geführt werden Fann, so wird vor dem Termin eine ärztliche Untersuchung des Fürsten Eulenburg aus Schloß Lieben^ berg Borgenommen toerben. Diesem soll es jetzt ziemlich gut gehen. Wenn der Fürst die Anstrengungen einer Steife nach Berlin nicht vertragen kann, soll er kommissarisch auf Schloß Liebenberg vernommen werden. Todesfälle. Tcr Senator und Grotzkaujuianit Hermann Freje, srüher Vertreter Bremens tm Reichstage, ist in der Nacht auf Samstag im Alter von 66 Jahren gestorben. Ferner ist der ReichstagSabgeorbnetc Rügenbcrg (Ztr.), Vertreter des Wahlkreises Adenan-Zell-Kochen, heute morgen in Bonn gestorben. — Ter Stadt^KommandaM von Breslau, Generalleutnant v. Wal- l e n b c r p, ist Samstag früh im Alter von 85Vr Jahren gestorben. Tie württembergischeAbgeordnetenkammerhat in ihrer letzten Sitzung den Antrag der Kommission auf Zulassung der Simultanschule in größeren Städten, wenn das von 30 beteiligten Familienvätern gewünscht wird, abgelehnt. Ausland. Bet der Beerdigung des Admirals Roschdjest- wensky hat der Flügeladjutant des deutschen Kaisers v. Hintze zwei Kränze im Auftrage des Kaisers und deS Prinzen Heinrich von Preußen niebergelegt Tert, daß die Entlastung Iuanschikais Feine Aoude rung in der chinefisären Politik bedeute. 2lti> Stadt und Land. Gletzen, 18. Januar 1909. Zugehörigkeit des lttsenbetonbaucs u. der Tcrrazzo- arbcitcu zum Haudwcrt. In den letzten Jahren hat sich die Verwendung des Eisenbetons bei Bauten aller Art in großem Maßstäbe eilt- geführt. Zweifellos hat dieselbe eine 1 vettere starke Ausdehnung zu envarten, da die verhältnismäßig kurze Zeit der Anwendung dcö Eifenbetonbaues denselben keinesivegs bereits auf fernem Höycpumr angelangt erscheuten läßt. ES ist zweifellos, daß der Eisenbetonbau zu den handwerksmäßigen Gewerben zu rechnen ist, da zu dessen Erlernung eine dreijährige Lehrzeit erforderlich erscheint. Eine Regelung der Verhältnisse in diesem Gewerbe, wie auch der Verhältnisse bei der Herstellung von Terrazzoarbeiten erscheint g.boten nach der Richtung hin, für die Folge tüchtige Arbeitskräfte herangebildet und insbesondere bei .Herstellung von Terrazzo die ausländischen Arbeiter durch inländische Handwerker ersetzt zu sehen. Während gegenwärtig für Terrazzoarbeiten einheimische Arbeiter raum zu haben sind, muß tun f tig dem deutschen Arbeiter hier ein weiteres Erwerbsfeld zugewiesen sein. Die bisherige Verwendung von Ausländern zu Terrazzoarbeiten laßt sich keineswegs aris den geringen Lohnen derselben er leiten, solidem einzig und allein aus dem Mangel an gelernten deutschen Terrazzo legem Tic Frage dos Ersatzes au<-Im dischec Arbeiter durci Inlältder durfte diesen Maßnahmen ein werteres allgemeines Iliteresse sichern. Tic Eröffnung eures ueum Emrerbsfeldes, dessen Ausdehnung noch im Wachsen begriffen ist, erscheint von so toeittragenber Bedeutung, baß die Verfolgung dieses Zieles mit allen Kräften gefördert werden soff. Tie Handwerkskammer zu Darmstadt hat daher die Angelegenheit auf der am 15. Januar zu Leipzig ftattgehabten Äusschußsitzung des Deutschen Handwerks- und Gewerbe - kammertaas zur Verhandlung gebracht und bei den anwesenden Handwerks- und Gewerbe rammern volle Einstimmigkeit zur Weiterbehandlung dieser für das Handwerk wichtigen Frage erzielt. Tie Angelegenheit wird voraussichtlich auch den nächsten Deutschen Handwerks- und Gewerbe tammertag beschäftigen, e • * Der Großherzog wird am 26. d. MtS. mit Gefolge in Berlin eintreffen, um dem Kaiser am 27. seine Glückwünsche zu überbringen. — Erledigt sind an der Volksschule zu Mainz elf Lehrerstellen, von denen 5 mit eoang. und 5 mit kath. Lehrern zu besetzen sind und eine mit einem ist. Lehrer besetzt werden soll, sowie fünf Lehrerinstellen, von denen vier mit kath. Lehrerinnen zu besetzen sind und eine mit einer eoang. Lehrerin besetzt werden soll. — Erledigt ist die Stelle eines Hochbauaufsehers (Hochbauamt Friedberg). * * Stadttheater. Da diese Woche zu dem morgigen Gastspiele Aibcrt Bassemranns noch nachträglich das Gastspiel der Darmstädter Hofoper bringt, wurde eine yänz- tickfe Umänderung des Womenspielplans nöug. Es findet am Mittwoch, 20. Januar, dem nach nicht die angeiüiüngte Abonn-nnentsvorsteffung, fonoem eine Volisvoriiellung statt, in der Björnsons „Fatlissemen^ gegeben toiro. Am Freitag, 22. Januar, bringen die Darmstädter Gäste Verdis „jLtoubaboiir". * * Kun stv erein. Die Gemäldc-Aussteffung am Brand bleibt wegen vollständigen Wechsels der Gemälde von morgen Dienstag an vier Tage geschlossen. • • Vorträge über Armenpflege. UeberaQ sind Bestrebungen im Gange, diejenigen, die in der Armenpflege und auf dem Gebiete der Wohltätigkeit und der sozialen Hilfs- arbeit tätig sind, für diese Arbeit durch Vorträge, Jnslruktions- kurse, Besichtigungen besser auSzurüsten. Unsere evangelischen Gemeindefrauenvereine haben daher in der klaren Erkenntnis der Unentbehrlichkeit einer solchen AuSbitbnng von Anfang an die Veranstaltung solcher Vorträge und Kurse als ihre besondere Ausgabe ins Auge gefaßt. Den Vorträgen von Pfarrer D. Schlosser über Armenpflege werden nun zunächst zwei Vorträge von Profesior I). Schian: „9lu§ der Geschichte der christlichen 2iebcStätigteit4 folgen, von denen der erste nächsten Freitag gehalten werden wird. Er wird dabei besonders auch zeigen, welche Fülle von Belehrung für die Gegenivart wir aus dec Geschichte gewinnen föunen. Am 1. Februar wird dann Frau Professor Götze aus Braunschweig über den Anteil der Frauen an dem Kampf gegen den Aiko hol mißbrauch reden, und den Schluß wird Herr Pfarrer Schwabe mit Vorträgen über Krankenpflege machen. * * Ueber die ethischen Grundlagen der Bodenreform wird am Diontag, 25. ds. MtS., Oberlehrer Dr. Strecker aus Bad 9iauheint in der hiesigen Ortsgruppe de- Bundes deutscher Lodenreformer sprechen. **25jähriacsDicnstjubiläum. Ain! Sainstag feierte der Lokoinotivbeamteuverein das 25jährige Dicnstjubi- Ldum der St gl. Lowmotrvführer Ad. 59^5 Her, Wilh. St le in, K. Braun, K. Wörncr, Gg. Olr und H. Sa-ncidcr, oecbmioeii mit dcm 13 jährigen ^tiftungsiest des Vereins in der Tucuhaffc des Turnvereins. Am Vorunckag begab sich eine Deputation in die Wohnung der Jubitare, um ihnen dic Gratu- Lat tonen uito die Ehrengeschenke zu üoerbringen. Eine cuidere Deputation hatte am Grave der vcrswrvcnen Mitgiicdi-r R i c b c l und K l i n g e l hü f e r , die in diesem Jahre ebensalts ihr 25 jJl/r. Juoiläum geseiect hatten, Kränze niedcrgelegt. — Abeiids 8 Uhr sand die offizielle Feier in dec Turnl)aUe statt, dic nut der Einführung der Jubilare nebst beren Frauen ihren Ansang nahm. Tic Sonntags ruhe im Gülerzugsverkähr hatte cs den Mitgliedern gestattet, recht zahlreick) zu erscheinen, so daß die Turichaffe bis auf ben letzten P.atz gefüllt war. Vom Maschinen In^pcktioiis- Vorstand hatten sich Eifenoahnbauinspektor SckMidl, ElsenbatM" Ingenieur Hemmer imb die Wertmcister Helfrich und Luter em- gesunden. Außerdeul waren viele auswärtige Lokonwtiv--Beamtc erschienen. Außer den obcngeiiamcken Juotrarcn irmrcn noch die L)ü)motivsührer Wilh. Ludwig und E. Kaiser mit ihren Familien aruvesend, die cocnfacks ihr 25 jähriges Jubi.rum gefeiert litten, wenn sie nicht im Dienste verunglückt waren und pensioniert werden mußten. — Tvs Programm des Abcnds war >ehc rcickchaltig uni) gefchixk ausgearoeitet. Festreden, Swnzcrt, Theater, Zithcrvorträge, ttuenbe Bilder (vvm Jüngling bis zum Lokomotiv'uhrer', sowie verschiedene anfpracyert tstciiger und auswärtiger Gäste wechselten miteinander ao und h.ecken die Teilnehmer bis zur frühen Dtorgenstundc zusammen. Vor Beginn des Tages ivurbeit den Jubiüuen Ehren-Tiipu)me überreicht. Am Sonntag fand eine W>.edcrorreinigung au, dem 3ei|enteilet statt, bei weicher auch die am Samstag eingegangenen Glückwunsch, teieguimmc verresen wurden. Hier rouroe die Feier mit einem Tänzafeu beschlossen. • * Für Reisende nach Frankreich. Die General- bireftion der Zölle gibt bekannt, daß vorn 1. Mai d. I. ab ben erwachsenen männlichen Reiscnben beim Betreten bes französischen Gebietes lediglich für zehn Zigarren, zwanzig Zigaretten oder vierzig Gramm Tabak Zollfreiheit gewährt wirb und dies nur unter der Bedingung, baß sie bleseS für den Reisegebrauch bestimmte Quantum ben Zollbeamten vorher deklarieren. * * Der Ontcl aus Amerika. Bon einem Betrüger wurde vor einiger Zeit ein Wirt in einem benachbarten Dorfe schwer hineingelegt. Erschien da eines Nachmittags ein Herr, der sich als Brauereibesitzer aus L. aus-« gab und vorvrachlc, er gedenke sein Bier in hiesiger Gegend einAufutyren und wolle zu diesem Zwecke Wirte in der Gegend besuchen. Ter angeb-id)e BrauereibLfiPer ließ dann auch etwas fließen, das heitzc, er bezahlte anfangs, abends aber wurde flott gezecht, Hausbcwohlier und Nachbarn des WirtS eqü)tenen und wurden mit bewirtet. Der Herr logierte dann die Nacht, besuchte anderen Tages in Begleitung des Wirtes auch andere^Wirtschaften und abends wurde bann wieder flott gelebt. Seit muroc geirunien und an alle Gäste im Lokal, die fid) in größter Anzahl eingefunden hatten, weil es im Torfe hieß, es sei ein Onkel aus Ameriia da, wurden mit Getrcknccn veoaüjt und Zigarren wurden herumgereicht. rvurzum, es ivurde auf Kosten des angeblichen Brauereibesitzers ^gezecht und die Zeche soff sich auf 264 Mt. belaufen Haven. Für den dritten Tag war eine Wagenpartie gepiam, und so biieb der Fremde dic Nacht nochmals da, die Zeche sollte zusammen vor der Abreise beglichen iverden. Am anderen Morgen vermißte der Wirt feinen Havelock, aber o Graus, auch der Herr Branereibesitzec mar verschwunden. Tiefer hatte feinen Ueberzncher mitgeführt und hatte sich, um bei seiner frühen Abreise in den Morgenstunden sich nicht zu oeriälten, ben Havelock des Wirts nnigenouimen auf Rimmer wiedersehen. Die (Ermittlungen ergaben, daß der angebliche Brauereibesitzer mit einem Betrüger identisch war, der am Tage seiner Ankunft erst aus dem^ZeffenB gesängnis Butzbach entlassen worden war. Wer den Schaden hat, braucht selbstredend für den Spott nicht zu sorgen, eS soff schon mehrmals bei dcm Wirt gefragt worden sein, ob nicht bald wieder ein Onkel aus Amerika komme. ** Heber Wanderungen deWildes schreibt man uns: Bekannt dürste sein, daß männliches Damwild während der Brunstzeit nachts hunderte von Kilometern zurück legt, um weit entfernt von seinem gewöhnlichen Standort in fremden Revieren feine Licbeskämpfe vorzunehmen und eine Genossin zu suchen. Tai, aber aud) Meister Lampe weite Reisen begeht, dürfte nid), allgemein bekannt sein, und doch wird diese Tatsache von der Lahn gemeldet. 3te- ferenbar Ludwig Roth-Wiesbaden hatte im Revier Albs- hausen-Burgsotms (5treis Wetzlar anfangs Februar 19o8 14 Hasen rufi'ifdfcr Hertnnft äusgesetzl, tue in den Löffeln mit Wildmarien des Allgemeinen Deutschen Jagdscl>utz-Ver- eins, also mit A. D. I. B. und den fortlaufenden Nummern 53 341 bis 53 360 gezeichnet waren. Bon diesen Tieren sind bis jetzt erlegt im Revier Aibshausen und 14 üLometer davon entfernt 2 und zwar die 'Jim. 53 341 und >3342. Nach einer Nachricht der Deutsd)en Jägerzeitnng ist ein dritter Löffelmann und zwar Nr. 53 346 am 10. Januar im Jagdrevter Gersdorf a. Queis, also i.i Schlesien, feinem Sd)icksal erlegen und bei einer dor.igen Treiafags gefck-ojsen worden. Ob dieser Meister Lampe auf eine Rückwanderung in seine russische Heimat, vielleicht von Schn,ud)t naaj seinen Vettern und Basen getrieben, nad) Schlesien gekommen ist, ist schtver zu sagen. Jedenfaffs ist drc Tatsackfc der Zurückleguiig einer so großen Wegstrecke durch einen Hasen für den Waid mann, aber auch für den Zoologen von Wichtigteit. Referendar Roth in Wiesbaden bittet alle deutschen Weid genossen, die von den andern 11 Wiidmarteii- hasen mit den betreffenden Pummern z^enntnis erhalten, rhm eine Mitteilung zu machen, um im Interesse der 5adjc zu erfahren, wo die gezeichneten Hasen hingelommen sind. ** Verhaftet. Der vom Amtsgericht Neunkirchen steckbrieflich verfolgte Schirmmacher Peter Vufchenheimer aus Wellstein wurde hier feftgenommen. = Rödgen b. Gießen, 18. Jan. Der Gesangverein Concordia wird am 20. und 21. Juli ds. Js. fein 25jähriges Jubiläum feiern. Ter Festplatz ist an der Gießener Straße vorgesehen und die Beteiligung auswärtiger Bereine nnrb voraussichttid) stark sein. — Annerod, 16. Jan. Dec T u r » vc r c ckr „Gut Heil" hielt om Samstag in bem Vereinswkal bei (yafhoirt Wächter leine Generalversammlung ab, wobei cs zur Weitung tarn, oaß nur aktive Mitglieder Stimmrecht und auch in ben Vorstand gelangen tonnten. Als Vorstandsmitglieder wurden gew.pck: Wilh. Haas II., Karl Mohr Jll . Lublv. 2äi ncr IV., Hciur. Weh cum V., Ludwig Biiweourg \ 1. Fc. :ac>ch ü\'i c und der -u ru- wart. 0 Londorf, 17. Jan. Kirchcnrat Weber, einer ber ältesten Geistlichen HeflenS, ift gestern im hohen Alter von fast 80 Jahren gestorben. Er war in unserem Ortc 32 Jnhre und vorher im nahen Allenboif 10 Jahre tätig. Vor drei Jahren konnte ec sein goldenes Pfarrerjublläuin begehen. )( Grünberg, 18. Jan. zcute morgen haib 5 Uhr brannten die Scheuern und Nebengebäude des Gastwirts Otto Theiß und des Landwirts Weitz nieder. Das Vieh wurde gerettet. Tie angrenzenden Gebäude konnten geschützt merbeiL H Göbelnrod, 15. Jan. Seit kaum einem halben Jahr besitzt unsere Gemeinde eine Station, uno fck-nu jetzt erfreut sic fick) eines lebhaften Verkehrs, der alle Eeivar- tun gen übertrifft. — Die Gemeinde will eine Wasser^ Leitung anlegcn, die Quellen nördlich vom 'Dorf am Wirberg sollen das Wasser liefern. x Mücke, 17. Jan. Dic Lctsvorstunde von Klein- Eichen und Lardenbach hielten bei Gastwirt Diehl eine gemeinsame Sitzung ab, an welcher auch Kreisamtmanu Havcrkorii- Schottcu und ein Vertreter der KuffurinspcUiou Gießen teil- nahmen. Es tmicdc üoer das G r u pp e n w a s f c r w c r l - P ro - jckt v-crliandelt. !baS für dic 6 Orte, Lardenbach, Groß Eicocu, Kleiii-Eiclicn, Weikartshain, Scffuwd und 21>ttl)nu)cn oomegt und von der Kulturinspekiiou Gießen befürwortet wirb. Dic fciyr wasserreickfen Quettgcbiete liegen zwischen Sellnwd und Ulrichstein. Von hier soll das Wasser den £rten mittels natürtick-ack Gefall entlang der Kreisstra,;e. zuge'ühri iverden. Die Orts- Vorstände Lardenbach und .Klein-Eia-cn fchtofsen sich bem Plane an. Man gedenkt das Wasserwerk i'rtyon im Frühjahr in Angriff zu nehmen. — Rülfenrod bei Ehringshausen, 16. Jan. Der hier im Dienste bes Freiherrn Schenck zu Schivemsberg iteheude Förster Johß. Westrupp feierte heute an feinem 60. Geburtstage gleichzeitig sein 2öiahrige6 Dienstjublläum. AuS biesem Anlaß und in Anbetracht seiner treuen, ergebenen Dienste wurde ihm ber Dank der Herrschaft burch einen Vertreter der Freiherrlichen Familie in Gestalt von Präsenten u. f. w. anerkannt und überbracht. Förster Wesirupp hat bie Schlachten von Gravelotte und St. Privat ohne Verwundung nntgemacht und erfreut sich in waibmanmschen wie anderen Kreisen großer LeUebthetl. — Nieder-Gcmundcn, Ter In enge Les e verein veranstaltete heute im Saale Södler einen Vortragsabend mit Lichtbildern Zum Vortrag gc.angtcn eine :Nel|‘c naa> den deutschen dLorbseo-Jnseln und der Sch ne Uba moser „Kronprin^s in Eäcilic". Zwei Serien von je 60 präcbtigcn Buxrn, die vom '.'iorbbeuisck-eu Ütonb dem Verein zur Verfügung gefk-lit worden wäret,, führten aniü;auiia) die zahlreich oer ia nun eilen Zuhörer cimnal vonBrcmen aus nach der Insel Helgoland, durch das Gatienmccr über Strand und Dünen nad) Wangervog, Langeoog, Sp.^k»vog, Norderney, Borkum und Emden: das auderemat lourcen d.e auf das mad-- tigl'te ousgeflatteten Schiffsräume des neuen LloyddampfcrS „zpron- prauHcffiu Eaeüie" vorgefick»rt. Reichen Be. aff oer Zuhörer ernteten die in jeder Weife gelungenen Dorträgc. X Bingen, 17. Jan. Als Beihilfe zur Regulierung der Nahe von Kreuznach bis Bingen ift in bem preußischen Haushaltsetat für 1909 eine erste Rate von 40 000 Mk. cmgelicÜt. Tie Gesamtkostcn bcS RcgulierungS- projektes sind auf 434 400 Mk. veranschlagt, wovon 240 080 Mk. auf Preußen und 194320 Mk. auf Hessen entfallen. (s.) Groß-Rechtenbach, 17. Jan. Ter Gemeindevorsteher und Standesbeamte Joh. Q h l y zu Nicderilecn ist auf eine Älmtsdauer von 6 Jahren zum Beigeordneten der Landburgermeisterei Rechtenbad) ernannt worb n. — Dem Lehrer Johann Kl au er aus üceuznack) w.. . die hiesige zweite Lehrerstetle endgüliig übertragen. 11 3)1 a r b u r g, 15. Jan. Das voUnänbige Gerippe eines aus einer Kalkgrude in Tirol stammenden gewaltigen Höhlenbären, die in dec Vorze:t Deutschland bevölkerten, ist un hiefigen Geologischen UniversitätS-Mnseum aufgestellt. — 3n Wohra ivurde ein 14jahriger Junge durch den Schlag eines Pferdes getötet. von Beamten der Kongokolonie bestimmt seien. bestimmt seien. Er wies zur mit dem amtlichen Siegel des I rurjjcnrat Weber, einer der geilem im hohen Alter von rat in unserem Orte 32 Jnhre ii 10 Jahre tätig. Aor drei Piarrerjubilamn begehen. .eine morgen Harb 5 Uhr Nebengebäude des Gasttvirts •?j Weiß nieder. Das Vieh nöcn Gebäude konnten ge- jraulein dem Aussterben geweiht zu sein. Die automatische Telephonzentrale arbeitet nämlich völlig ohne Eingreifen irgend eines Beamten auf dem Amt; der Telephonierende selbst stellt mit wenigen Handgriffen an seinem eigenen Apparat die gewünschte Verbindung her. Vorläufig sind, wie uns geschrieben wird, an die Zentrale ■in Lyon nur 60 Abonnenten angeschlossen; bald aber soll die Einrichtung aus 300 Anschlüsse ausgebaut werden. Der rutomatische Anschlußapparat ist eine Erfindung der Brüder Lorimer, die in ihrer Heimat in Kanada, bereits seit längerer Zeit in ziemlichem Umfang benützt wird. Die Maschine arbeitet völlig selbsttätig^ und unbedingt sicher. Unter jedem Telephon ist eine Schalttafel mit Zahlenlabellen angebracht, auf denen man mittels einiger Hebelgriffe die gewünschte Verbindung sofort einftellen tann. * Eine reizende Episode, die ein heiteres Licht -in unsere ländlich-friedlichen Verhältnisse wirst, ereignete jich, so berichtet die Eis. Tagespost, während des Nachmittagsgottesdienstes am Neujahrslage im Dorse K. Sitzt La unter der andächtigen Gemeinde auch der greise Schäfer A., der schon an bie 80 Jahre zählt. Ihn friert, denn Lie Kirche ist ungeheizt, und die Predigt scheint noch immer lein Ende nehmen zu wollen. Da rasst er seine Lebens- Geister zusammen upd ruft in kindlich bittendem Tone zum Prediger aus der Kanzel gewendet: „Herr Pfarr', härns'n .m uff, mich sriert's gar z'sehr!" Und wirklich erhört der Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Lditternug für Hesse» am Dienstag den 19. Januar: Melst heiter und trocken. Leichter Frost. Westliche Winde. « Frankfurt a. M., 16. JaN. Das Prosrdiüml der ÄervnautischeN Ausstellung hat Geh. Kommerzienrat 2r. Leo Gans übernommen. Der technische Direktor der Aus- ffiellung, Major von TsckMbi, ist z. Zt. in Berlin für die Interessen 8er Ausstellung tätig und begegnet bei den Zentralbehörden und Interessenten den wärmsten Sympathien für das Unternehmen. Er wird Anfang nächster Woche hierher übersiedeln und das Ans- itellungs-Bureau einrichten. — Der Gastwirt Emil Fischer, ter gestern abend mit drei Maurern aus Dortelweil und Vilbel, :ie sich ohne Bezahlung entfernt hatten, in Streit geraten war irnd durch mehrere Messerstiche verletzt wurde, ist im Llisabethen-Krankenhaus heute nacht seinen Verletzungen erlegen. h. Limburg, 16. Jan. Der Uebernachtungs- r a u m für Arbeiter und der E i l g ü t e r s ch u p p e n der E i s e n- bahnslation sind in der vergangenen Nacht nieberge brannt. Die Güter wurden gerettet, dagegen sollen Papiere der Bahnmeisterei bei dem Brande vernichtet worden jein. — ♦* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Jl n d) b a r rt q a t e n. Nadi Anft'mden seiner Zigarre warf in Kefenrod der Sohn des Ortsdieners das nod) brennende Streichholz leichtsinniger Weise weg, ohne zu bemerken, daß^es in das Stroh des Stalles fiel. Nach einiger Zeit standen die Stallungen und die Scheuer des Landwirts Betz in Hellen Flammen und brannten vollständig nieder. — In Queckborn will man eme Badeanstalt anlegen und zwar in der Nähe des Gießener Wasieiwerks. — In dem Spritzenhaus zu Laubenheim, das auch aülgegriffenen Landstreichern als Asyl dient, erblickte vor -inigen Tagen ein Zigeunerkind das Licht der Welt, lie Mutter wurde kurz ehe der Storch sich einstellte auf der Straße gesunden und in das Spritzenhaus überführt. einen Brief eingesteckt und warte aus die Antwort." Kleine Tageschrontk. Die Firma Mathias Stinnes beging heute ihr hundertjähriges Gc. s chästsjubiläum. In Osterode in Ostpreußen imitete eine große Feuersbrunst ht dem Stall der 3. Eskadron des 5. Kürassier-Regiments in Teutsch-Eylau. Die scheuen Tiere rasten durch die Stadt. Viele ivttrben verletzt, 6 sind tot. Bei den Löscharbeiten wurden mehrere Kürassiere und ein Feuerwehrmann verletzt. Große Futter - vorräte und viel Sattelzeug wurden ein Raub der Flammen. Ter Kaiser von Oe st erreich hat der Königin von Italien das Großkreuz des Elisabethordens verliehen. Infolge einer Wette trank der Bergmaim Kleinert in Laurahütte bei Beuthen in Schlesien zwei Liter Branntwein binnen einer Stunde. Er starb nach kurzer Zeit. Der Tunnel bei Mehren in der Eifel der int Bau befindlichen Linie Tann-Wittlich stürzte bei der Nachtarbeit ein. Ein Arbeiter war sofort tot, vier andere wurden schwer oe rletzt, einer von ihnen ist bereits im Krankenhcmse gestorben. In der vergangenen Nacht sind in Messina wieder mehrere Erdstöße wahrgcnommen worden, ixt runter ein heftiger unt 12 Uhr 45 Milt., tne verschiedene Mauern zum Eiicsturz gebracht haben. In Petersburg wurden 34 neue Cho lerafalle fest- gestellt. In einem' Hotel in Petersburg erschoß sich gestern der persische Prinz Oberst Shach Khan, Kommandeur des 15. Dragoner-Regiments in Plotzk, der wegen Unannehmlichkeiten gezwungen war, kürzlich den Dienst zu quittieren. Das Kolosseum in Bv st o n, wo eine Automobilausstellung statt fand, wurde burdj Feuer zerstört. Drei Chauffeure kamen in den Flammen um, 25 Feuerwehrleute wurden säpoer verletzt. Der Schaden wird auf drei Millionen Dollar geschätzt. Aus Kalifornien werden große Ueberschwem- mungen gemeldet, die bedeutende Verwüstungen hervorgerufeck haben. Die Stadt Bakersfield ist Don der Vernichtung bedroht. Bei dem Zusammenstoß eines Passagierzuges der Denvev-Rio- Grand-Eisenbahn mit einem anderen Zuge bei Glenwoot Springs wurden 21 Personen getötet, 40 verletzt. i fü f> Kinäe r ündKrah ke Handel — Schrammsche Lack- u n d Fa r b enf a b r if c n in Offenbad) a. M. Diese Gesellsck)aft erzielte einen Reingeiviiin von 394 225 All. (375 790Mk.) und die Dividende ivird wieder mit 15 Proz. vorgeschlagen. — Waren-Ein- und Ailssuhr bet bereinigtem Staaten. Die Waren-Eiilsuhr beziffert sich im Kalenderjahr 1908 auf 1 116 402 000 Doll, gegen das Vorjahr weniger 307 Millioneir Dollars, unb bie Wareiiausfuhr ans 1753 308 000 Doll., weniger 17 018 000 Doll. b. Friedberg, 18. Jan. In dem benachbarten Klöppe n h e i m landete gestern mittag kurz vor y?2 llhr ein B a llo u des Rheütischen Lustschifseroereins, der um 1/2II Uhr in Bonn aufgestiegen war. Von den drei Insassen stteg einer aus, worauf der Ballon erneut ausstieg unb in östlicher Richtung weiterflog. Paris, 18. Jan. T^r Finanzmotisrer beauftajtigt, zur Deckung der notwendigen Ausgaben für das Arbeiter- Versicherungsgejetz eine Zuschlags st euer aus Erbschaften in Vorschlag zu bringen. Paris, 18. Jan. Ter Eclair meidet aus Bern: Di« Boykott-Bewegung macht schnelle Fortschritte. Das Komitee der Handelsbörse hat eine Zuschrift aus Mannheim erhalten mit der Bitte, gegen die Boytottbewegung einzuschreiten. Man hofft au, eure baldige Einiguirg mit Deutschland. Ter schweizerische Bundesrat warte auf den neuen französischen Zolltarif und will nidjt gleichzeitig einen Zollkrieg mit Deutschland und Franrreich beginnen. Sollte ein Zollkrieg mit Frankreich ausorechen, dann wurde die Schweiz aus der lateinischen Union ausscheiden. New-A0rk, 18. Jan. Präsident Roosevelt hat eine Verleumdungsllage gegen die World angestrengt wegen der Veröffentlichung über den Rückkauf des Panama- Kanals. ^automatische Telephonzentrale" legt gegenwärtig in Lyon , -ihre öffentliche Prüfung ab. Damit scheint das Telephon- GerictztsßaaL. ZchSffengertchtssitzung Gießen Dorn' 15. Jan. 1909. Diebstahl. Der Knecht K. B. in Gießen fuhr mit seinem 5uhrwerk durch den Tiefenweg, unterwegs sah er ein Huhn ms der Straße Herumlaufen, welches er ernfmg unb in einem Mttersack verscl>winben ließ. Tas Gericht erkannte wegen Dieb- Whl auf eine Woä)e Gefängnis. Glücksspiele. Ter Wirt I. N. tn Gießen hatte sich -wegen Duldung von Glücksspielen (Mauschelspiel) zu verantworten. Dicserhalb wurde er zu 15 M. Geldstrafe eventuell 3 Tage Ge- ängnis verurteilt. Betrug. Die Ehefrau E. H. hier kam' zu einem Armen- -slegcr und bat ihn unter Vorspiegelung falscher Tatsachen um ine Unterstützung von 5 Mark für ihren Vater. Das Gericht i kannte auf 5 M. Geldsttafe eventuell 1 Tag Gefängnis. * F. C. Frankfurt a. M., 17. Jack. Vock einem ihm fremden weisenden kaufte der hiesige Metzgermeister Georg Ackermann in Präparat zur Konservierung von Hackfleisch unt i o o ft b e e f. Bei einer Untersuchung stellte es sich heraus, aß das Mittel — eine schweflige Säure unb Borsäure — ur Konservierung von Fleisch äußerst bedenklich ist. Las hiesige 'Lckösfengericht verurteilte gestern den Metzgermeifter wegen eines heblick)cn und fahrlässigen Vergehens gegen das Nahrungsmittel- -gesetz zu einer Geldstrafe von 75 M. Würzburg, 16. Jan. In der Prozeßsache der sogenannten lnspacher Gruppe gegen die BayrischeBoden-Kreditt Anstalt Würzburg wurde heute morgen laut Würzburger General-Anzeiger folgendes Zwischenurteil verkündet: Tie Kläger August Menges in Frankfurt a. M. und Nathan in Paris Haben gesamtverbindlich der beklagten Aktiengesellschaft eine Sicher Idt von 3 Mill. M. zu leisten. Diese Sicherheit ist binnen dre. Äochen zu hinterlegen. Lübeck, 16. Jan. Die Strafkammer verurteilte den hiesige^ sozialdemokratischen Redakteur Stelling wegen Beleibigung bei llnteroffijiere unb Offiziere bes preußischen Heereskonlingenls zu einem Atonat Geiängnis. Der Angeklagte hatte einen Vorwärts LIrtikel über Solbatenmißhanblungen, betitelt „Schmberknechte" ab- ^druckt. Die gleiche Anklage schwebt gegen mehrere Siebafteuri in verschiedenen Stäb len Deutschlands. Märkte. ic. Frankfurt a. M., 18. Jan. (Orig.-Telegr. des „Gieß Anz.") AmtlicheNotierimgen ber heutigen Fruck)tmarktpreise. Weizen Alk. 21.00—21.25, Kurhessischer Ätt. 21.50-00.00, La Plata All. 94.25—24.75, Kansas Mk. 24.25—24.75, Roggen (hiesiger) Pik. 17.25—17.50 Gerste (Wetterauerk Mk. 18.50—19.50, Franken- selber Mk. 17.50—18.00, Hafer 16.50—17.50, Mais Mk. 17.25—17.50. Weizenmehl Mk. 31.50—32.00, 00—00, 2. Qualität Mk. 30.50 bis Bit. 31.00, 3. Qualität Bit. 29.00—30.25, .Roggenmehl 0 Mk. 27.75—28.00, 1.Qualität Mk. 26.75—27.00, Weizenkleie Mk.9.75 bis Bit. 10.00, Roggenkleie Atk. 10.50—11.00, Maiskeime Mk. 12.50 bis Bit. 13.50, Franken, Pfälzer, Ried Mk.00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier. le. F r a »i k f u r t a. M., 18. Jan. (Telegr. Orig. - Berick)t bei „Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen ber heutigen Viehniarkt- preise. Zuni Verkaufe flaiiben: 592 Ochsen, 108 aus Oesterreich, 57 Biillen, 00 m,s Oesterreich, 1093 Kühe, Fersen, Stiere unb Rinder, 365 Kälber, 378 Schafe unb Hammel, 1607 Schweine, 0 Ziegen, 0 ZiegenlänlNler, 00 Schallämmer. Bezahl! würben für i00 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen: 1. Qualität 74—78 Alk., 2. Qualität 68—70 Mk., 3. Qualität 58—60 Alk.: Bullen: 1. Qual. 64—66, 2. Qual. 60-62; Kühe 1. Qualität 08-70 Mk^ 2. Qual. 58—60 Mk^ 3. Qual. 46—48 Mk^ 4. Qual. 00—00 fDlL, 5. Qual. 00—00 Mk. Bezahlt wurden für bas Psunb Schwcht- gewichl: Kälber 1. Qualttät 90 bis 95 Pfg., Lebendgewicht 53—57 Pfg., 2. Qualität 75—84 Pfg., Ledeubgelvicht 45—50 Pfg., Schlad)tgeiv. 66—60 Psg.; Schafe: 1. Qual. Schlad)tgeiv. 70 bis 00 Pfg., 2. Qual. 56—58 Psg. Schweine: 1. Qual. 71—72 Pf., Lebendgewicht 56—56,5 Pf., 2. Qual. 70—00 Pf., Lebendgewlcht 50,0—o5,5 Psg., 3. Qu al. 63—68 Psg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Geschäft bet Hornvieh schleppend, Ueberstand unbedeutend; bei Klemvteh gut, kein Ueberstand. Bekräftigung dieser Aussage eine mit dem amtlichen Siegel des Finanzministeriunts versehene und mit einer Unterschrift gegen» gezeichnete Urkunde vor, wonach eine Bestellung zu einem Betrage von 10 000 Frauken gemacht wurde. Die Bezahlung sollte an der Kasse der Staatsschulden nach Lieferung der Ware und gegen Vorzeigung der erwähnten Urkunde erfolgen. Der Kauf kam zustande und der Beauftragte des Ministeriums übernahm das gattze Schuhwarenlager in Bausch und Bogen. Am ^amstaa morgen erschien der Käufer wieder in dem Geschäft und gleich darauf ftihren zwei Möbelwagen vor, in die bie Waren verladen wurden. Nachdem dies geschehen, setzten sich die beiden Gelpanne in Bewegung, um nach Antwerpen zu fahren, wo die Sendung nach dem schwarzen .Erbteil eingeschifft werden sollte. Als der ausgekaufte Schuhwarenhändler sich allein in seinem leeren Laden befand, stiegen thnt plötzlich Zweifel an ber Richtigkeit oes abgeschlossenen Geschäfts auf. Er lief eiligst zu einem Mch- var, dem er bie fragliche Urkunde zeigte. Dieseut kam das Schriftstück nicht ganz richtig vor unb er gab seinem Freunde den Rat, er solle sich an einen 'Anwalt wenden. Das tat der Schuhwaren- händler. Der Anwalt begab sich mit ber Urfunbe sofort ins Finanzministerium, wo man ihm erklärte, daß das Ämtssiegel uachgcmacht unb ein Beamter des Namens, wie er auf dem Schriftstück unterzeichnet war, dort gänzlich unbekannt sei. Nun setzte sich ber geprellte Geschäftsmann auf bie Eisenbahn, fuhr nach Antwerpen unb klagte der Polizei fein Leib. Nach inehrtägigem Suchen gelang es auch wirklich einem Geheimpolizisten, oen Gauner aufzufinden unb zu verhaften. Es wurden bei ihm noch für ungefähr 4000 Frairken Waren vorgefunben; der Ver- gütmutige Pastor das Flehen des Greises und sagt schnell Amen. Aber was ist das? Statt daß die Orgel nun zum Liede erbraust, bleibt's stumm und kalt in der Kirche. Alles schaut und guckt nach dem Organisten und dem Luftmacher. Die aber waren nicht zu entdecken. Sie waren längst in ein warines Nachbarhaus geflüchtet, um dort die gewohnte lange Predigt abzuwarten, nicht ahnend, daß der Schäfer heute ein frühes Amen gebieten würde. Der Pfarrer aber faßte sich schnell. Ein paar Schritte zur Orgel, ein Schulbub tritt die Bälge und brausend tönt's durch das Kirchlein bald: „Das alte Jahr vergangen ist. . ." * Max und Moritz im Elsaß. Jugendstreiche und ihre Folgen, wie sie Wilhelm Busch in „Max und Moritz" schildert, find anscheinend unlängst in dem oberelsässischen Flecken Sulzmatt wieder auferstanden. Dort lebte, wie dem „Tag" gemeldet wird, ein biederer Schneidermeister, der oft die Zielscheibe des Spottes zweier Schulbuben bildete. Je mehr er sich über die Jungen ärgerte, um so kecker wurden ihre Streiche. Eines schönen Tages, als der Meister wieder am offenen Fenster arbeitete, warfen ihm die Jungen eine Streichholzschachtel mit Papierschnitzeln an den Kopf. Da riß dem Merster die Geduld: Behende sprang er aus dem Fenster, faßte den Uebeltäter am Kragen, trug ihn in seine Wohnung und legte ihn dort auf das Plättbrett, ergriff das geheizte Bügeleisen und bügelte dem jungen Missetäter die Hosen, wöbet der darunter befindliche Körperteil allerdings arg verbrannt wurde. Die Verletzungen waren so schwer, daß der Junge vier Wochen lang nicht sitzen konnte. Sein Vater verlangte deshalb Bestrafung des Schneidermeisters wegen Körperverletzung. Das Schöffengericht, das sich mit dieser tragikomischen Angelegenheit beschäftigen mußte, berücksichtigte, daß der Schneiderineister arg gereizt worden war und erkannte deshalb nur auf eine Geldstrafe von fünf Mark. * Ein freches Gauner stück check. Kürzlich fand sich in einem Schuhwarenladen ber Rue des Pvissonniers zu Brüssel, wie der „Köln. Ztg." gemeldet wird, ein elegant gekleideter Herr ein, der sagte, er sei vom Finanzminister beauftragt, bedeutende Einkäufe in Schuhwaren abzuschließen, die für bie Ausrüstung Vermochte». ♦ Die Th'eaterrefvrm, die sich gegenwärtig in Japan vollzieht, hat mit der Gründung einer dramatischen Akademie, bie teungiaixm mit den Meisterwerken der dramttischen Literatur Red Auslands bekannt machen soll, den ersten entscheidenden sen, gestickte Sonnenschirme, Jmvelen unb Schmuckstücke als Erinnerung an den denkwürdigen Tag zu uoerreick-eu. Ein besonderer Walzer, der „Äiariorie-Walzer", der für diesen Tag komponiert wurde, wurde um punkt zwölf Uhr von den fünf Orchestern intoniert Älles in allem betragen die iMten des Festes über 2 0 0 0 0 0 Mk. In seltenem Gegensatz zu biesein üppigen Luxus steht bie junge Xamc, bereit Einführung in dte NewyoiLr Ge,ellscyait bie Eltern mit so reichem Prunk unb Glairz uingeoen zu müßen geglaubt ijauciL Die junge Marjorie hatte sich zu dem üppigen Feste ein ganz einfaajes weißes ifieib machen laßen, bas nur einige diskrete oiiociftiiieimeit fujuuktten, und ihre ganze Ersck-einung bot einen meiULutbigen Eegeii,av zu ihrer prunwolleu Umgebung. Ihr Punktes Haar ivar zu einem einfachen Knoten zusammengeichürzl, mw vergeoens suchte man an der Millionärstochter ein einziges Schmuastuck, eilte Bposche, eine Nadel, Ohrringe, Armbänder unb dergleichen. * Chicago, bie gesündeste Stabt. Chicago, die windige Stadt, welche neben Pittsburg als eine der schmutzigsten unb rauchigsten Städte ber Welt gilt, ist eine bei gesündesten der Welt. Die Sterblichkeitsrate wahrend des abgelaufenen Jahres betrug 14,11 pro 1000. Dies wird auf bie eifrige Tätigkeit der Chicagoer Gesundheitsbehörden zurückgefübrt. Chicaao ist auch die größte Telephonstadt der Welt; die Gesamtlänge der Chicagoer Telephonleitungen könnte die Erdkugel achtzehnmal umspannen. * Beim Brieskasten. „Was, du stehst noch immer da? Was machst du denn noch?" — Der kleine Peter: „Ich habe >ec perlet ^enicn [l£ m ^-ödiet Wesuupp ho« > Privat ohne 'M* - uni> v.. - .Men ro« :u, fi4 m .'>4 Äie«. b«s n, i Änderte L^niuilb L ^and. ■' auch 'lEigeiHfit. c, t r Lainve ; 6cta«s « tatet le :-än. Zui ,i^ter tidjen wafrkUni) 03342. orjjen Trei 'r,einein ■it ™ e™ Ä8W« trieben, nnrh SS1 naa) mm.ni Kenntnis erhalten, um ™ Suletciit bet ° Wi# Sleunfafat ' “ Achl«himn ;enommeit. öan. 2er Gesangver- ' und 21. Juli ds. Js. (ein eiern. Ter ßestplatz ist an ■ nn!) die Beteiligung aus- tmtlid) stark sein. r 2 um verebt „Gutbeil" x’Stofai bei Gastwirt Lichtei ■a-1- nsbei Cy zur Geltung tarn, •eil und auch in den ’&r|tanb itimiiglieba wurden geri.ijit: !. "Mn. LihW IV., öeiiir, Ujic und der Turn- "«"•SS“«? ' j. it ! - Lorträge- «e3u^e> -15 Beihilfe i 'r < m bein 19432° 0„UUä"bl3'„alli«'“ I "• 1 j’bSIK* i. 3cü faunt einem hoKn < ,e3tation,uni)f^je^ I Kochis, der alle cnvn- | nemoe will eine Lasser-. A -11 nördlich vm Dors am ijent --uti>üor|üi^ von Klein« ’ltci/bci adl'lwirt Dicht eint • - .nwrtet mirv. -J£ I* ;.l’nr»!> un» lUr» A crunmW*1* ■ - Braut »Seac^e v.Mk.1.35 ab — Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! — __ €r. Henneberg, Zürich. Giessener Konzert-Verein Fünftes Konzert ■ Kammermusik-Matinee am Sonntag dem 24. Januar 1909, vorm. 11 Ühr in der Neuen Aula Ausführende: Herr Nicolaus Naumow (Bariton) aus Libau (Kurland). Herr Adolf Rebner (Violine) 1 Frankfnrt e. M. Herr Johannes Hegar (Cello) • Herr Prof. G. Trautmann (Klavier). L Trio op. 1 m G-mol! für Klavier, Violine und Cello ..... 2. Lieder am Klavier: al Die Vatergruft b) Prometheus....................... 8. Sonate op. 38 in E-moü für Cello und Klavier 4. Lieder am Klavier: n) Die Mainacht op. 43 No. 2................. b) Wir wandelten, wir zwei zusammen op. 36 No. 2 . . c) Sind m Schmerzen, sind es Freuden op. 33 No. 3 6. Trio op. 11 in B-dur für Klavier, Violine und Cello......... Herrn. Goete Fr. Hext Fr. Schubert 1 Jobs. Brahms L. van Beethoven. Eintrittskarten: 1 Platz Mk. 4.-—. TI. Platz Mk. 3.50, TTL Platz Mk. 250, IV. Platz Mk. 2.—, ,----—= Stehplatz Mk. 150, Studentenkarten Mk. 1— Kl. Paritur-Ansfrabe, sind In der Musikalienhandlung des Herrn ERNST CHALTJER (Rudolphs Nachf.l, Telephon No. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und an der Kasse zu haben. (▼“/, Oeffnanx de* Saale* vormittag* 10'/, Uhr. f.tllHckeft haben hlanc, gelbe und rotwel**e Karten, wngültlg sind rote Karten. Meiner werten Kundschaft hierdurch die ergebene Mitteilung, daß ich von heute ab den Lohmchnitt aufgegeben habe. Dagegen betreibe ich die Fabrikation von kiWmW», mlMdkn mit H»!j- null KvhlrHa^Iug in unveränderter Weife weiter. 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