ster ipes izüSe Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Mlite Preise 1 e12phon 709. Mgen ijteme en ftf m Schätze gezeigt, ob ich auch nur einen ( abschließe. Hübsche Holzwaren, Spiel- htm lstens ausgeführt. Telephon 243- Ist ein vergarbeiterstrett in Sicht? ÄllS Essen schreibt man und von sehr gut unterrichteter Seite: In lmksliberalen Blättern vvm Schlage des Berliner Tageblatt-, die in Arbeiterfragen päpstlicher als der Papst zu sein pflegen, gefällt man sich anläßlich deS Vorgehens des Zechen- Dtrrbanbd, einen Zentralarbeitsnachweis einzusühren, miedcr in maßlosen Uebertreibungen gegen die Zechenherren und ihre vermeintliche Vergewaltigung der Bergarbeiter. Man spricht 7vn einer großen Erregung unter den Bergleuten, ohne zu wissen, -aß e- lediglich die Gewerkschaftsführer sind, die diese Erregung künstlich durch Hetzreden Hervorrufen und schüren. Ter maß- aolle und besonnene Teil der Ruhrbergleute weiß von einer großen Erregung noch nichts, sondern wartet zunächst einmal ab, welche zolgerungen sich aus der Einführung des beschlossenen Arbeitsnachweises ergeben. Eine Bewegung, wenn man von einer solchen sprechen will, hat lediglich unter den organisierten Bergarbeitern eingesetzt, die aber unter den rund 350 000 Ruhrbcrg- Initra m der Minderheit sind: etwa 150 000 sind organisiert, trnau läßt sich die Zahl nicht feststellen. Die Schritte, die- nsher von diesen Organisationen unternommen wurden, bestanden mnächst in zwei Eingaben an das Handelsmini st e- ki u m und den Z e ch c n v e r b a n d, in denen umRüctgängig- n a ch u n g des beabsichtigten Arbeitsnachweises ersucht wird und LlS Hauptargument gegen seine Einführung diebedrohteFrei- jügi gleit, — ein übrigens recht häufig angewandtes Schlag- Dort — ins Feld geführt wird. Auf die Eingabe an den Zechen- verband hat dieser einen ablehneiit^n Bescheid erteilt, während auf die Eingabe an die Regierung ein Bescheid noch nicht erfolgt ist. Offenbar will man aber diesen Bescheid erst abwarten, ehe man seitens der Arbeiterorganisationen sich über weitere Schritte klar wird. Inzwischen hält man Versammlungen ab, in denen hie oft gehörten Reden gegen die Bergherreii gehalten und die üblichen Resolutionen gefaßt werden. Das muß schon um deswillen geschehen, um die Bewegung in Fluß zu halten und nicht zum Abflauen kommen zu lassen. Es fragt sich nun: liegt in ber beabsichtigten Einführung eines allgemeinen Arbeitsnachweises ein Grund zur Unzufrieden- beit und zu Repreßmaßregeln bei den Arbeitern und zweitens: ,st eine wirkliche Streitluft unter den Bergleuten vorhanden und hat eilt Streik Aussichten auf Erfolg ? Ten Anlaß zu ber Gründung eines Zeche narbeits^ nachweises,— die übrigens einstimmig von allen Zecl>en, auch Len außerhalb des Kohlenfyndikates stehenden, beschlossen wurde — gaben die mißlichen Arbeiterverhaltnisse während der letzten Hoch« bnjunttur und namentlich auch die skrupellose Art, mit ber einige Großindustrielle den mittleren und Heineren Zechen die Arbeiter abiagten. Der an und für sich schoii während einer solchen Zeit große Wechsel unter den Briegschaften wurde auf diese Weise durch die Zechenbesitzer selbst noch vergrößert und Fälle, wo ost 10—15 Prozent ber Belegschaft einer Zeche in einem Monat wechselten, waren keine Seltenheit. In dem Arbeiterwechsel liegt aber bekanntlich hie schwerste Gefahr für die Sicherheit des Grubenbetriebs, und wenn der Arbeitsnachweis mit Bezug auf den tzelegfclwftswechsel einen günstigen Einfluß ausüben sollte, so läge das ebenso sehr im Interesse der Bergleute wie der Zechen- besitzer. Es ist aber noch fraglich, ob ber Arbeitsnachweis einen prohilntiven Einfluß nach dieser Richtung ausüben wird, denn er entl-ält keine diesbezüglichen Bestimmungen. Die Zechen sind vohl verpflichtet, alle ihre inländischen Arbeitskräfte von dem Nr. 268 ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich 5ie-cnerK-miIiknb:atter; »ivkimalivöchentl.nreir- blatt f üröen Kreis feieren (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land- »tttlchastlicherettftagen steristprech • Anschlüsse: für lut Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger «ictzeu. riwahm« von Hnjctgee für die TageSnumiuer bis vormittags 9 Uhr. LOTT ad Weinstube Ä2j rei-»h„ Mligmiuij oder von 10 Flasche, sowie Aus- 6100 Projekten ei. : : : M haft ideales Zusammenspiel boten, entzückten die ungemein zahlreich erschienenen Zuhörer bis zur hell auflodernden Begeisterung. Eine Begeisterung, tvelck>e noch an wuchs, als uns Marteau in seiner vollendeten Meisterschaft tue Ddur- Sonate von Reger für Violine allein und gemein,am mit Dem Komponisten dessen Suite im alten Stil zu Gehör brachte. stricht endenwollender Beifall mag den beiden Meistern gezeigt Haden, wie ihre herrliche Kunst uns allen zu Herzen ging, welche genußreiche Stunden sie uns bereitet haben. Wir aber hoffen auf *ein Wieder,ehen. 'S?5*1 j.■■TWllltin»raEn»n.iin»<■■■■ — die TaschUreisst, so kannst du doch als Freund und Be- tannter dir Zutrauen gewinnen und mit Rat und Tat deine geringfügigen Handel abschließe. Hübsche Holzwaren, Spielsachen, Luftballons nach den neuesten Fortschritten gibt es in mannigfacher Art; neben hölzernen Sächelchen liegen aber auch süße Naschwerke, Chokolade in allerlei Gestalt und Verpackung. An der Wand aber hängt der größte Stotz der Händlerinnen: feinste Decken mit künstlerischen Hanü- arbeiten und stilvollen Landschaften. Plötzlich bringen fremde Laute an mein Ohr: die Jungfer, die hier mit emsiger Beredsamkeit an einer Seitemvand hübsch gerahmte Bilder und Origincllzeichnungen anpreist, stammt sicherlich nicht aus der Nähe. Auf meine Erkundigung höre ich denn auch, daß diese Verkaufsstelle fremde Arbeitskräfte herangezogen hat und daß die fremden Laute einer Moskauerin angehören, wobei zum besseren Verständnis bemerkt werden mag, daß das mit Moos und Kauen nur insofern etwas zu tun hat, als wirklich auch „Moos" in Hülle und Fülle getaut, das heißt umgesetzt wird. Hier fand ich als Jahrmarkts- gast ein freundliches Absteigequartier, das noch den Vorzug hatte, daß nebenan eine betriebsame Kaffee wirtschaft mit allen Arten von Kuchen und Backwaren ein angenehmes Gewimmel in Schwung brachte, wobei die Laffeeschwestern frieden heil auf. .. Die fünf Sinne eines jeben Besuchers gaukeln zuerst in die verschiedensten Richtungen: „Es drommetet, es po- ,aunet, Auge blrnzt und Ohr erstaunet." Aber irgendwo tragen dich die Wogen an ein Plätzchen, das du dir aller» Dinas durch klingende Münze erkaufen mußt, denn die ärnuiden Qborhesi innen Hal:en überall die Hand aus. Und nun heißt es reden und handeln. Besonders handeln, denn an st wird dein Mitgenommenes allzu rrüf) dem guten Zweck geopfert, und wer auf dem oberhessischen Jahrmarkt Nichts besitzt, genießt auch kein Ansehen. Sei aber stets freund, ich und liebenswürdig, fang mit dem Nickel an und hör nut jem Goldstück auf! Es wird gut sein, den zahlreichen Hausiererinnen gleich bei der ersten Begegnung nicht zu viel Widerstand entgegenzusetzen; du kausst dir Blumen, Zl- 3arten, Honigkuchen und anderen Tand, hast damit deine ersten 'Verpflichtungen erfüllt. Denn sie kommen sogleich alle wieder, und wenn du auch nicht gleich von neuem in Zweites Uonzert des Lonzertvereins. Gießen, 15. Nov. Marteau und Reger, zwei der bedeutendsten Musiker der Gegenwart, waren die Ausführenden. Wenn auch beide als ausübende Künstler erschienen, so liegt doch Regers Schwerpunkt auf produktivem Gebiete. Reger, der heute, da er zum erstenmal bei uns erscheint, unser ganz besonderes Interesse erregt, ein kühner Neuerer im wahrsten Sinne des Wortes, zeigt uns, daß die Kunst nicht stille steht, wenn wir auch erst später zum Verständnis des Errungenen kommen. Seine eigenartige höchst Person» liche Kunst machte es ihm anfangs schwer, tn der mufitali» schen Welt Anerkennung zu finden. Erst feit der Tonkünstler» Versammlung im Mai 1904 in Frankfurt a. M. brachten ihm die fortschrittlich gesinnten Nkusiker mehr Interesse entgegen, welches seit dieser Zeit in stetem Wachsen geblieben ist. Beim erstmaligen Hören sind uns seine Werke meist schwer verständlich'; feine Harmonik befremdet uns, rasch wechselnde Akkorde, scheinbar ohne Rast und Ruhe wollen uns nicht zu ruhigem Genüsse des musikalischen Werke, kommen lassen. Und doch klärt sich vieles, wenn man Gelegenheit hat, seine Werke iiäher kennen zu lernen, vieles, was unentwirrbar schien, zeigt uns plötzlich in voller Klarheit Regers bedeutende Kunst. Wie sehr auch unser kunstsinniger Großherzog dieselbe erkannt hat und schätzt, beweist die an Reger verliehene goldene Medaille für Shinii und Wissenschaft gelegentlich des vor zwei Zähren statt- gehabten ersten Kammermusikfestes in DarmMdt. Aber auch als Klavierspieler ist Reger von ganz hervorrag aber Bedeutung. Die wunderbare Klarheit und durchgeistigte Auffassung, mit welcher er uns die elegisch gefärbten Lüückc von Bach, Präludium und Fuge Fismoll, gcw, war em musikalischer Hochgenuß. Unb nun er ft sein Zusammenspiel mit Marteau. Wahrlich, hier Worte über beider öpiel und Auffassung zu finden, die den ungetrübten Genuß nur einigermaßen schilderten, ist einfach nicht möglich, ^ede- Wort klingt banal gegenüber der weihevollen Stimmung, in welche uns die beiden gottbegnadeten Künstler versetzten Der sonnige Mozart, dessen Bdur-Sonate von beiden tn wunderbarer Schönheit vor unseren Ohren entrollt wurde, der ernste gebanteutiefe Brahms, in dem beide ein wahr- Dienste anbieten. Tas Alltägliche wird abgestreift, und das Geplauder fließt leicht und natürlich dahin wie der Waldbach des heimatlichen Gebirges. Doch die Schönheit der Berge sehen wir einstwellen noch nicht, das bunte Gewimmel verdeckt alles, und nur hm und wieder taucht plötzlich die Wand eines Bauernhauses vor uns auf, oder ein Scheunenfenster, aus dem die goldenen Aehren herausschauen. Noch einige Schritte, durch ein Torgewölbe, unb die Menschcmwoge hat uns vor den Ladentisch einer Verkaufsbude geb rackst, wo uns die schmucken Bäuerinnen zunächst noch mehr interessieren als die Waren, die sie feil- halten. Zweifellos haben wir hier ein Stück ländlicher Aristokratie vor uns, die uns zeigst, daß die Errungenschaften der Kultur auch bei den oberhessischen Bauern zuhause sind. Die verwandten Begriffe Kunst und Spiel teilen sich hier in die Gunst des Publikums, und es bedarf feiner markll» chreierischer Anpreisungen, um die Menge bewundernd um )ie ausgelegten Siebensachen zu lagern. Ich habe Glück, >enn ich werde erkannt, und mit bereitwilliger Vertraulichen werden mir die :*4 -t* *** ** " Die Geheimnisse des Zahrmatttes. Heraus nun aus dem Strudel, der zu Ehren und Gedeihen künftiger Gießener Säuglinge drei Tage baxjuv braust! Während wir im nächtlichen Regen bedächtig durch die dunklen Straßen gehen, klingt mir das Jahrmarkts- getümmel noch in den Ohren, rechen sich bie bunten Futter» bilder lose tanzend aneinander. Die beiden Begleiterinnen hüllen sich heiter plaudernd in die warmen Lodenmantel, sie freuen sich über die klingende Kasse und mäkeln lustig über den Sparer, der, „wie noch die Frau den Herd Versal)" Avaritia hieß und das Gold zu ungestaltem 4,eig knetete. Dock) der schöne Zweck des wird erreicht werden, und das frohe Geptäng unter ben oberhessischen Bäuerinnen löst sich in harmonische Akkorde voller Zu- ©eneralDerjammlung des Buntes ter £antu> Ute 2$. Gnesen,14. däov. Unter starker Beteiligung seiner Mitglieder, namentlich aus den östlichen Provinzen, hielt der Bund der Landwirte hier in Gabels Saal eine außerordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Posener Provinzialverbandes, Mafor a. D. v. Endell, eröffnete die Beratungen mit einem Kaiserhoch. Die Versammlung sei zusammenberui-n morden, um aller Welt kund zu tun, daß die deutsche Landwirtschaft, die solange einig war, auch weiterhin treu arbeiten werde im Bunde der Landwirte, für Kaiser unb Reich, für König und Vaterland, in der Vergangenheit, so auch tn der Zukunft. Es sei aus Bundeskreisen der Wunsch geäußert worden, von dieser Stelle aus zu sprechen, wo vor einiger Zeit der deutsche Bauernbund gegründet worden sei. Der Redner teilte bann mit, daß in einer vertraulichen Versammlung heute vormittag beschlossen worden sei, die Herren Reinicke, Harte unb Klünzig heute nicht zu Worte kommen zu lassen, nicht weil sie zum Bauernbünde gehörten, sondern lediglich wegen ihreS bisherigen Auftretens. Als erster Redner sprach Gutsbesitzer Loge mann über: . . „Der Bund ber Landwirte xnb bet Kleingrunbbesi tz." Gr führte aus: An biefer Stelle ist vvr einiger Zeit bet deutsche Bauernbund begründet worden. Wir Bauern in Hannover haben und geschämt, baß bei ber Gründung seinerzeit solche Watte gesprochen worben sind, wie die von den Abgeordneten Wachhorft de Wente und Wamhoff. AlS der Bund der Land- roirte gegründet wurde, waren es große Fcagen, die die deutsch« Landwirtschaft bewegten. Der Bund hat bei uns in Hannover nur schwer Eingang gefunden. Die liberale Presse stellte es so hin, als ob es sich nur um eine Gründung für den Osten handele. Erft Ende der 90er Jahre konnte der Lund in Hannover festen, Fuß fassen, weil man erkannte, daß die deutsche Landwittschaft einig sein müsse. Der nachmalige Direktor des Bundes, Dr. Tieberich Hahn, mußte aber noch mit bem Rucksack burch bas Lanb wandern, um Mitglieder zu gewinnen. Heute zählt der Bund bei unS ut Hannover 22 000 Anhänger. Ter Bund der Landwirte hat gezeigt, daß er für den Kleinbesitz immer ein warmes Herz gehabt hat. Das ist zu Tage getreten bei der Abstimmung über den Minimal Zolltarif. Wo war da der Abgeordnete Wamhoff. Er sagte, er hätte nach Hause fahren müssen, um eine Dreschmaschine zu be/ichtlgen. Unb bas ist ein Führer des Bauernbundes. Da sind 'wir Landwirte zusammengetreten und haben gesagt, daß wir Wamhoff unter keinen Umständen mehr unsere Stimme geben dürften. Ms man ihm sein Verhalten vorhielt, da erklärte er nur: „Ach, das sind die paar kleinen Wirte, denen werde ich schott was einreden." Aber die Lügen der Nationalliberalen sind den Mitgliedern des Bundes der Landwirte doch zu bekannt genrotbeit. Tie nationalliberalen Älbgeorbneten von »amumeT haben allerdings schon früher gegen die Landwirtschaft gestimmt, jetzt aber finb sie erkannt. Man habe beschlossen, Wachhorft de Wente nicht mehr als Kandidaten zu unterstützen. Im letzten Wahlkampfe sei er. noch vom Bunde der Landwirte aufgestellt gewesen, Dr. Hahn unb Podbielski hätten aufgeforbert, für ihn zu stimmen; er habe selbst um die Stimmen des Bundes der Landwirte gen beten und gesagt: Wenn der Bund noch nicht gegründet wate, dann müßte er beute gegründet werden. Wie hat et sein Wort gehalten? Kurze Zeit daraus sprach er auf bem nationalliberalen Parteitage davon, baß ber Bund ber Landwirte den Bauern die Ideale genommen habe. Der Redner bespricht bann bie Stellung der Nationalliberalen zum Viehseuchengesetz und bie Etbansall- fteuer. Die Ablehnung ber Erbansallsteuet sei eines der eilten Zeitpunkt ab, wo ber Nachweis in Kraft tritt, durch diesen an» zulegen, und ebenso ift ber Arbeitet, ber den Nachweis in An» ,'pruch nimmt, gehalten, die ihm zugewiesene Arbeitsgelegenheit binnen 2 Tagen anzutretrn, wenn er derselben nicht verlustig gehen will. Aber er tonn vorher seine Wünsche äußern, wo er Arbeit nehmen will, und die AtbeitsnachweiSstelle hat diese nach Möglichkeit zu berücksichtigen. Die F t e i z ü g i g k e i t ift also in keiner Weise bedroht, und die Freiheit der Bewegung noch genügend gewährleistet. Auf alle Fälle läßt sich noch nicht ab- sehen, wie sich bie Sache in ber Praxis barftellt, unb datum sollte seitens bet Arbeitet erst die für den 1. Januar in Aus» sicht genommene Einführung bes allgemeinen Arbeitsnachweises abgewartct roerben, ehe inan zu fvlgenschiveren Reptcssivmaß- rtgcln übergehl. Dieser Ansicht scheint auch ber besonnenere Teil zu fern. Selo st die Fühwer bet Organisationen, von benen es bekanntlich 4 im Ruhrrevier gibt, scheinen keinesfalls sich zurzeit von einem Streik etwas zu oerivrechen unb sie raten von biefern äußersten Mittel deshalb ab. Es bürfte ganz ausgeschlossen sein, baß bie Bewegung eine bedenklichere Wenbung annimmt. Der Zeitpunkt wäre sehr unglücklich gewählt und die erfolgreiche Durchführung eines Streiks nach mehr als einet Mästung in Frage gestellt. Zunächst würden die Zechen dadurch nicht nur nicht geschädigt, frühem eine Arbeitseinstellung würde ihnen bei den schlechten Zeiten und ungünstigen Absatzverhältnissen sehr willkommen sein. Denn sie kämen barai in bie glückliche Lage, ihre großen Kohlen- unb Kolsvorräte abzustoßen, würben also mir Vorteile davon haben. Auf der anderen Seite aber würden die den Organisationen zur Verfügung stehenden Mittel kaum länger als 14 Tage aus- reichen, um die notwendigen Unterstützungen zu leisten. De Organisationen sind eben noch viel zu sckflvach im Verhältnis zu der Gesamtbelegschaft ber Ruhrzechen. Unb biese Tatsachen bilden wohl ben Hauptgrunb, wesl>alb man von einer ernsteren Bewegung zum Streik zunächst ab)eben wirb. Dir sagen absichtlich „zunächst". Für spätere Zeiten, roenn bie Konjunktur wieder besser geworden unb bie Vorräte beigegangen sinb, ist bie Möglichkeit nicht mehr ausgeschlossen. Im Gegenteil rechnet man bann selbst in Zechenkreisen wieder mit einer solchen Eventualität. Hamburg, 11. Nov. Die Beamten bes Zentral- arbeitSnachweises für den rhein isch-westfäli schen Bergbau, der spätestens 1. Januar in Kraft tritt, werden hier auf beul Bureau bes Arbeitsnachweises deS Vetbanbes ber Eisemndustrieilen vom Geschäftsführer Dr. Thielkow ausgebildet. Die Ausbildung, die etwa 4—6 Wochen dauert, ist für eine -größere Anzahl der als Leiter von Filialen im Ruhrbezirk in Aussicht genommenen etwa 25 Beamten schon beendet. Wie aus guter Quelle verlautet, ift von der Regierung fein Widerstand gegen die Einführung des Arbeitsnachweises zu erwarten. Der besuch deüErzherzogs 8ranz ZerdinanS. Potsdam, 14. y'iüD. Der Kaiser traf mit dem Erzherzog Franz Ferdinand v o n ,O e st er r e ich, dem Kronprinzen und den übrigen Jagdgasten abends um 11 uhr- 25 Min. auf ber Station Wildpark ein unb begab sich in das Neue Palais. Berlin 14 Nov. Vom Neuen Pcllars kommend, too bie österreichischen Herrschaften sich von der Kasserin ver- abschiebet hatten, trafen ber Kaiser, sonne ber Erzherzog- Th ronfolqer und Gemahlin um Si/3 Uhr im Automobil in Ctstrrlottenburg ein unb besuchten bas Mausoleum Kaiser Wilhelms I. unb bas Charlottenburger Schloß. Daraus geleitete ber Kaiser bie Gäste zum Bahnhof Charlottenburg, von wo nach herzlicher Verabschiebung bie österreichischen Herrschaften um 4i, Uhr die Abreise antraten. Erstes Blatt 15S. Jahrgang Montag 15. November 1909 »retzener AnzelgerW . MX polinschen Teil: August General-Anzeiger für Oberhesien WW Roiaflonsbrutf unb Verlag ber Brflfil’jche* Unio.-Vuch- unb Sieiubruderet B. lange. Rebaftion, trptbltion unb Drndtrd: Schulftrahe 7. dq, Mäusburg: In’nnd Aa.I.nde.. , ’Ä.rgmntrrtt für die Anhänger be2 Dauernbundes Ttr ^mrm* vereine bei im3 haben aber schon vor Beratung der CFrt infalb steuer PetiNonea gegen die'? an den Reichstag ger chret, uno auch die Landwirt,chasks Kammer Hannover bot sich gegen iie ans da- schärfste auSgkiprochen, weil der ZamiUensin» gerade tn Hannover sehr stark auSgenrägt und lner eine Irrbanialli'b’nrr direkt verheerend wirken würde. Ter Bauernbund sc» nichts anderes al- ein neue- Firmenschild der Liberalen. Bleiben mir bn bctn Bunde der Landwirte, dann können wir ruhig sein über die Zukunft der deutschen Landwirtschaft. (Lebhafter Beifall.', As- zweiter 94dmcr sprach, lebhaft Freiherr do n DangenKeim. ihr führte au:: Tu Bersanwürnrg hätte ibn eigentlich nicht mit Hochrufen Lcffrüß-n, »andern mu faulen Eiern empfangen müssen, dann wäre he Dort den Gegnern als vol.N'ch klug be alchnet wvrden. Ter Bund der Landwrrte ist in cirre: 3at der schweren Not für die Landwirnchaft gegründet worden. In der ersten Epoche des Bund- S banDclt: e- sich um den Kamps um den SoCUnrif, in Cer purum um die Blockparter Iedernmnn sei cS eine Freude gewesen, da» de.- Reichstag zur 2lu löi'ung gc kommen sei. T« Blockvolltik konnte aber auf die Dau r nidn weiter gehen, denn Fcucr und Wasser ist dauernd nicht ^sa.-nrr.rm- zuhalten. Trotzdem hofften wir au- einen Eti-lg, rvcn.t unj von liberaler Seite entgeRTXvgtfcnnn<.i wäre. Dann eS gewesen wäre, diese Dolir.k eine Zrülang durch u Obren, bann t-ät.rn vielleicht die persönlichen Mitzv.rsländNlsse b-'-eitmt we.uen länn n und es wäre prr (Gründung einer nationalen Borut g bnunen Für daS End.ngnn7igSgefrtz hoben wir nut ml schoercm X).Tjen gestimmt, weil baburcy daS bisherige geteuigte Eigentum enteignet werden kann. Tie dritte iJ.rwbc uufafti den Kamp, gegen bee Neichsfuumzrefvrm. Tie Konservativ..' haben pom ericn Augenblicke an der Regierung teuitn Zweifel darüber gelassen, bafo sie eine au-rmchenor Finanzre^orm mttnrirfyjn wollten, das sie aber nicht geneigt seien, btt R.farm in jexc F^rm mi zunuuVen. Ter Bauernbund sei in erster Linie gegründet wvrden, um bat Interessen besi Großgrundbesitz« entgegenurtreten. Tie ükäibaucm tonnt.n aber sicher sein, dck» der Bund alle von ihnen eingehende sachll-e Beschwerden sorgsäll;g prüien werde. Gro^ Äu mcrl cunfct: rtuic ba Durch der Latidioirte dar Frage b.r inneren ftotont- fation widmen. Ter Sidmcr erhört, da» er schon feit vier Zähren im Landesökonomie iLHegiunt Das Referat über die inn.-re »vlonisatwn Hobe. Er habe immer verlangt, da» hier g-oft-rc Mittel bereit gestellt werden. Wir holten D15 En.tigiu.igs- gesetz nicht gebraut, wenn wir ein richtiges Ansuocm.igSz.ies gehabt batten. Ter Redner kommt bann auf exn onus d.s lyuntrn Bülow zu sprechen und crlLirt, Daß dem Firsten Bülow bereit# vor der Abstimmung über die Erbschas.s xiur m.tgckiü wvrden sei, daß die jlDnitrüat.uen nuntaij) für Ort ErbsauitS- fteuer stimmen würden. Dir erkennen aber twtzdom an, daß Fürst Bülow sich ganz besondere tßcrbicnftc um die öeirticijc Landwirtschaft erwarten bat und haben ihm den Tank tomr auch schriftlich zum Ausdruck gebracl.: Nach tc.n Sturze d s ReichskanlerS sind gegen uns vollständig iumlojc Angri fe er- hoben wvrden, man ljat uns das Zusammengehen mit dem Zentrum botgctooricn. Äcnn das Zentrum cate Riihe jcuicr Dünsche zurück gestellt und mit uns die Aei>l sinanzrewrin gemacht bat, so sollten wir auch dem Zentrum oanloai scin. Das den .van a- bunb betreffe, so braudie man sich nur bic lit.nben Persönlich. feiten anschen, um -u erfcnjicn, w.S Gcincs Kind der Dan a'juno sei. Ter Redner schloß mit dem Wunsch.-, da» bic deuychen Landwirte treu zum Bunde der Landwirte itehrn möch.cn. Ein großer Teil von ihnen sind Soldaten jjare.cn und wir wissen, da» Verrat vor dem g-einde mit ErsckncBen fceorobt )i>irt>. '.'liier* dingo haben wir im Bunde so fdxirfe Beilimmungen nidzt (H.ucr- frii und lebhafter Beifall.) Ceti folgt eine längere Aussprache, in der mir l'llibänger d« Bunde- der Landwirte zu Dort kamen. Daraus wurde svlgende Entschließung cinftintmig angau'nwiai: „Tie heutige iveneralvcrsammlung beti Bunde- der Land- wirte erllört sich einverstanoen mit dar Stellung bu Bundes während der SlÜmpie uni bic Reicl s inon .rcwrm, tnSb.sondere sagt sie dem Bundesvori'ivenden Roes icke nxinnitcn Tont a S.il 'i m i teil «r uch. Gl unn Ml ingnnmlx ig g j ne.nandcr ;u v rHetzen, . oen Feinden der d.imc.,en Landwir i[ n gereiepen würde ctfdiaitiiQ.ci Stampf der Zukun wirtschaft nur dann lubicn, nenn sic einmütig zusanunenstcht im Bunde der Landwirte." Folgen öcs Rothschilü'fchcn vanttrach;. X. Bübingen, 14. Noo. Bor dem Amtsgericht fand gestern vormittag tn dem Konkursverfahren über daS Vermögen der Banksirma Mar Wertheimer & E o. iBanlter Hofrat Rothschild) unter Berufung einer Gläubigerversammlung »ur Prüfung der nachträglich angemdbeicn Forderungen Termin statk. Wie verlautet, beträgt setz' bif 5?5’x der an gemeldeten Forderungen Über drei Millionen XKarf. denen Ver- mögen».rerte im Betrage ooa 48(KP TM. emgeren sieden Ter konfuroDemxiÜfc ist der Meinung, baf> eine Beeibigung deS ♦lOTfurf« vorläufig gar ur t ob,ufchcn ist, bevor nicht hie weiteren mit biran Korfir erg »u»cm» ihän enden und vielfach ineinanbetgreverbeii Shmtuvc Bsrk-Gic *n, Tdemae Lorsbach und ^-oischuf, und Kredi.'vere n Lber Mock'wdk beendet und Bon den aus dem Konkurse d« Referendars Burk in Gießen bei dem Rothschild'chen -tonlu: e angemeldrten Forderungen »inb 173037,75 Mk. als berechtigt anerkannt worden. Es kommen ei'o rec Betracht. *agt D*ti Amtsrichters gao err Nonkur. r> :n>aller bekannt, daß außer dem erlebtgten we-icre Brozeste vorläu’n Nicht anhängig gemacht feien, die bisher entftanbe-vn Koren i.ch auf etwa 1500 Äk bclauien und Die Witwe de. Äanliers Rothschild feine Unter-* stützmig aus der KonkurSmaste bezieht. Im Verlaufe des Termins imnbc auch über das schickial zweier Anlehen Aufklärung gegeben. TaS Bankhau; TI ar ^culjeimer b- Eo ir. Büdingen war, nne bemerkt sei, auch Emi swnsbaus für eine Ln-abl kleinerer Anlehea, Die an Der Börse nicht gebandelt wurocu und deshalb auch weiteren Kreisen nicht bekannt geworben sind. Unter diesen '?flehenden Lbligat onen mit 76 Broz. anzuerkennen und hierfür in notariell beglaubigter Form eine einwandfreie Bürgschaft zu erbringen, eine ordnungS- IDPcrirfireibunent unter llc^ertragung des Reichsircmpels neu drucken zu lauen, wie auch die biordurch cntitcbcnbcn Höften zu tragen, iyerncr wurde mtigeteilt, daß der Restbetrag des Anlehens des Landgrafen (irmt und des Bringen Karl von vessen-'lrhilipvstal zur Berfugung derer, dte es angebt, hinterlegt in. Tarüber, ob der .-onkursvrrwalter Der Rothschüdfchcn Ma,sc oder Die Cbliga» tionare forocrungsberechtigl erfchcinen, sind Berhandlungcn em* geleitet bic man in Kurze zu Ende zu führen hofft. X. Nidda, 14. Nov Aus der KonkurSmaise des Bor- schuß- und Kreditvereins Lber-Mockstadt, cingetr. Gei. m. unbeschr. Haftung, soll anfangs Tczcmber tute '.1 b - schlagSzahlung von 10 Droz, an Die Gläubiger geleistet werden. Tie Abfchlagszahlung erfordert einen Betrag von etwa 250 000 Mk. Tie Zabl Der Gläubiger beträgt in diciem Konkurse etwa 1000, die Der Schuldner etwa 3O00. Tie KonkurSverwaltung gebt ic'jt an Di ^i-ncibm-.q Der ^orDcritnG.’n. 2hi3 Staöt uitO Lciu>. (üießcn, 15. November 1909. ••Iane5ralenberfur Montag, lö. Noo.: Hess. Bereinigung kür B o 1 ks k u n D e: Bortrag von B arrer R i 11 er-IrieDberg : Lagen ans ibrünberg. Abends ti1/« Uhr im Ca’o Ebel. R e 1»g i o n S w i ss e n f ch a k 11 i ch e B o i t räge »n Der katholischen Kirche: Tr. L ö n a r y - Frank'urt: Tie BorauLjequngen Deti chlauvens. Abends «'/, Uhr. Kaiserpa nora ni a: Tie Mosel von Bernkastel bis Koblenz. •• 23om ©ro6h. Hofe. Am Freitag abend 7 Uhr fand n. d. ,£aimfi. Ztg.^ im Neuen Palais zu Darmstadt coupcr zu 43 ÄeDeckcn statt, nach welchem der BortragS- tünuler Marcell Salzer humoriiiische Vorträge hielt. Ter Großhcrzog verlieh dem Künstler DoS Ritterkreuz 1. Klosse dcS PhilippSordenS. — Am SamLtag vormittag 7,43 Uhr trafen Prinz und Prinzessin Wilhelm von Schweden mit Gefolge un 'Neuen PalaiL zu Darmstadt ein. " Aus dem Militär Wochenblatt. Turch Potent vom 18. CUobcr 1909 wurde Tr. Krause, KorpSitabÜ- apotheker des 18. Armeekorps, der Charakter als L>der- stabSapothekcr nut dem persönlichen Range der Nöte vierter Klasse verliehen. — Höhnte, Garn.-Vcrw.-Insp. in Darmstadt, wtirde als Kontrolleführer nach Spandau versetzt. — Dem Stabsveterinär Schneider im 2. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 61 wurde der Charakter .Lberstabsveterinär^ nut dem persönlichen Range der Röte ö. Klasse verliehen. . Zuckerfabriken in Hessen. Nachdem die Zuckerfabrik in Stockheim 1906 den Betrieb eingestellt hat, gibt eö in Hestcn noch 4 Fabriken, und zwar zu Grost-Gerau, Fauerbach - Friedberg, Grotz- Umstadt und GeruSheim. Dieie Fabriken verarbeiteten im BetriebSjahr 1908 151 454 Tonnen Zuckerrüben, die auf 4822 Hektar Ackerland geerntet waren. nur ihre besten Seiten -ur 0>cltuiig brachten. Dort sah ich häufig und schaute mit bedächtigem Sinnen auf die Menge hinaus. Ein reiner und blauer Himmel blickt hernieder, und unferer Lsirrschost gegenüber sehe ich anheimelnde G.ebcidächer und cm Stuck bchagllchcr Landwirtschaft. Tic erwähnte MoSlauerin nimmt neben mir Platz, uub bald sind wir uns darüber einig, daß cs nichts Schönere« auf der Del: flieht, als ein stilles FriedcnZtal, traute Milder und Berge und unverfälschte 'Jiatu,r wobei sich zeigte, bau meine Nachbarin bei einer in dieser Gegend mohnenoen Base — die übrigens auch dabei war, als wir bei strömendem Regen den Zalirmarkt verliesten — die freundlichen oberhessischen Leiten sich angecignet hat und neidlos das Gute anerkennt, da« sie bei uns überall findet. Ich übernehme es, i.jr die Cricnticrung über den Jahrmarkt zu erlcid)teiii, und wir steigen die Dorfstrage hinan, um dem sckwn gelegenen Tanzplatz im Freien einen Bc- fud) ahÄuftaueii. 'Ji\dit wahr, der bcroalocic Berggipfel, an dessen Fuste dieses bunte Treiben uattunbct, blutt freundlich und einladend aus uns nieder ? Bit haben keine Zeit, die NaNirschwartnerei fort^usexen, denn laut laber eine auf einem SnicriDagen fidel gelagerte Musik zum Tanze. ,^>icr ist des BolleS wahrer Himmel!" In staMichem Zuge lammen die Dors burschen mit ihren Schönen, und voll lUbclnDcr Lebenslust wirbeln die Bauernsöhne ihre hingebungsvollen Tänzerinnen dahin, datz die Röcke fliegen und die Tielen ziücrn. Die Bierschünke nebenan bietet tn Den Zwischenpausen manchen angenehmen Lurztoeil. Die Schenkmaüclo sind namllch auch nicht von Pappe und haben das oberhessisci e Herz auf dem rechten Fleck. Ter lieber- mut erreichte feinen Gipfel, als ein beherzter Schwälmer unter lautem Beifall eine lebende Gan.- versteigerte. Neben dem Tanzboden bi’intcn sich auch eine schmucke Schicstbude und eine Kegelbahn. Tie schlauen Dienerinnen Tianas lassen keinen wieder los, den |ic einmal in ihre Gctoall bclvmmen haben. Cd sind dralle Schönheiten, und der Wetteifer der Burschen bei den hitzigen Pretsschiesten wird durch feurige Blicke aufs höchste angestachell. Ättch wer nicht mehr viel im Beutel hat, iaht sich nichts merken, opfert lieber feine Habe, de er das Feld dem Gegner über läßt Ter Kegelbahn nebenan macht dies etwas Cm- dufte; Schutzenlusi uno Jägerblut lassen beute die xrgcln ruhen. Hier hat der brave Mafpat nicht nur das i?erj der einen Sck.ützcnliese nicht gcuHmnen, sondern außerbem die Liede feiner Orete verloren, bic ihrem Groll ^ibmch Lust macti, datz ju ;?n hirrüocc Uu einem Verkaufs : tno führt, wo Körbe in allen ipi^sten oas 2Ng0^' •- xxA LiihlerS.ü Sem ** SehSl. T- und meh' ein ? ubr’log d ■jr.tv’Ato 31 5ä n“ - „s( aböle und Liebc". Tiefe innere Leeienkampfe hatte er durchziikämpfen, bis er von diesem Begrifs der phvfisch« Freiheit zu einem besseren erhadenercn sich durchgerunga hatte. Ihm ward klar, daß bad Gesetz auf die vernunn gestellt werden müsse, und daß alle» Gute, alles Vernünftige) alles, was dem Menschen Gesetz fein soll, in ihm selbst lic/ und nur von ihm und durch ihn der Fortschritt erzeug! werden könne. Darum roar ihm auch aller Togmenglaube» zuwider, und er war überzeugt, daß die Moral voll komme, unabhängig werden müsse vom äirchenglauben. HumamtL war ihm der Gipfel aller Moral und für ihn lag die Bo ftimmung des Menschen im Guten und Dohren. Lündr und Irrtum sind auS eigener Kraft überwindbar, und dv Idee deS Guten und Dahren, die in der Vernunft li?gt wird doch immer obsiegen. Und so leuchtet er un- al# Vorbild des Wahren, Schönen und Guten durch die Iah» Hunderte voran. *• Der 1. öffentliche netnrwi ssenschaftliib' Vortrag Der Oberhesst'chen Gesellschaft für Natur- und frri künde sinder Mittwoch Den 18. November in Der neuen 2«2 stall. Prof. Kaiser wird einen lleberblick über das Bor kommen der Tiamanten ut Engluch' »owie namcnflü in Teutsch-Sütafrika geben. Verschiedene Sammlungen, Prmar und Firmen traben Material an 'JMoumanun tu eurer flnnc Ausstellung jur VlTrfugung gestellt Tiefe Ausstellung mrrd w un? noch dem vorrrage sonne an einem angercn Tage de nächsten Woche in der Aula mgünqlich sein. X Hain chen, 14. Noo. Die Ern Weihung unsere renovierten Kirche fand heute unter sehr starker Mtih gunfl Hart Außer dem i^sangverein wirkten bet her Acre Drei Posaunenchöre mit Dekan Ätr eben tat Ellenberge v£ctenberg) utw Pfarrer Pabst EaartSHausen) vollzogt die Dcihe Die Kirche, die in den Jahren 1762—1765 er beworben ist, macht nach »hier Erne ucrung eine» sehr freuitt- lichen Eindruck. Die Bernalung von Orgel, Empore» urt und kanzel, die Kunstmaler Lanz (Frankfurt' ausführte, t eine besonDere Zierde. r Ulfa, 14. Noobr. Unsere Gemeindeverwaltung b< schLstigt sich schon feit Jahren mit der Frage einer Wasser leitung, ohne daß bis jetzt em Erfolg erzielt wurde. T Woffer'rage ist m uniemi Macktflecken. der ca. 1100 ff'-r wohner zählt, schon lange heikel. Vor zwei Jahren iroic nick der Gemeind« Romrod, die damals ihre Leitung ertaub Unterhandlungen angedahnt, um auch unfern Cc: au# t< CucUen von Ramrod mit Wasier zu versehen, die Anlage solä damals gememschafttich gemacht werden. Ulfa trat aber damo!» wieder zurück wegen cuiec PtcrLd:ffkrenz von 2U0U Mt, b» eine Teil recke der Zuleitung betrat. Nachdem Die öcrnemM Ulfa uizi. chcn Er Hebungen über de» Bau einer cijeno :ti:ag ben 17. ri se x: merzeichni ut Stqtcigerun sLirtianß. ^erfreigerui •Mi löcunDbuü] ei. vaiomtu Ätkyte Spwrmtrfo aus l ■ » ut spätestens n ■ Krung zur Äbgab ■tä: anyimelbcn i m maä en, ’ Lcbot t™3 öt* Dniteige I Wj unh ben übng I Wenigen, mela) haben, lver^ ft1 d.e tort I hubei-ufi ?"-Mu,gZcrlös < ■ -Mt tniL den 21. £ vroßh, ^ezcichi jür - A xr.6: - ;-:l RI *r.68**. W'6: *rti; 'M*. - EH fe-140: ■ V» ,? k i7j. . ■* Ui Jtj •(-" 'M ■ Sa JjH: b«: i ** -c.iv.. Stoffe für DW, 20 Mk. Jackenkleider Baud II Blatt 130: —jiooomt. l 30 Mk. 90 Mk. 6245 ioo anr 180 Mk. Marktplatz 9—10. Acrl-äufc. 1002)11. 140 Mk. 1302)«. 50 Mk. Flur VIII Wr. 163: SlurVHI Nr. 164: SlurVHI ’Jir. 165: 3lurVlU'Jk. 223: 19) Flur IX 20) Flur IX 21) Flur IX Flur II Flur II Flur II Flur II Flur II Flur III Flur III Flur III Dir. 6: Nr. 4: 7) 8) S) 10) H) 12) 13) 14) lo) 16) 17) 18) la)ghu I 2a) Flur I 3) Flur I 4) Flur I 5) Flur II 6) Flur II 50 Ml. 18OMk. 6OMk. 12OMk. 140 Mk. 5OMk. 50 Mk. 6OMk. 90 Mk. 3OMk. Ir-OMk. 60 Mk. 180 Mk. 80 Mk. Sir. 52: Sir. 53: Nr. 126: Nr. 128: Nr. 129: Sir. 190: Nr. 209: Sir. 251. Str. 307: Sir. 323: Sir. 324: Nr. 343: Sir. 351: Sir. 352: Sir. 394: Sir. 32: Nr. 33: Nr. 130: 1427 qin.'poita’.te das Lorf 41. qm (Srabgarten daselbst 4O'>qm Grabgarlen unrerdem Tors 10>> qm Wiese daselbst 181 qm Acker im Bornfeld 225 qm Acker daselbst 131qw Wcese daselbst 106 qm Wiese daselbst 1044qm Acker daselbst 1350 qm Acker m der Kaulbach 275 qm Wiese im Bornseld 431 qm Acker üaS Bcuercrseld 475 qm Acker daselbst 288 qm Acker daselbst 108. qm Acker Hosstältc 544 qm Acker daselbst 544 qm Actcr daselbst 1019 qm Acker B ogelhükte 519qm Aclcr auf den Rödern 519 qm Äcker daselbst 450 qm Wiese im Hcckcnfeld 494qmWiese daselbst 494 qm Wiese daselbst 2288 qm Acker daselbst 869qm.Icker im Hcckensrld 1388qm Acker PelerZberg 750 qm Acker im Heckenseld 425 qm Acker auf den Rödern 537 qm Acker daselbst 387 qm Acker daselbst 1075 qm Acker daselbst 1075 qm Acker daselbst 9^Oqm Acker daselbst 512 qm Wiese Zecsselrain 51.'qm Wiese daselbst 669 qm Acker über der Hasclwiese 08902] Neunjähriges, zugfcttes Pferd zu verkaufen. «eiurich Neuling, Mineralwanergesck,Brandgqsse7. Flur IX Flur IX Flur IX Flur IX Flur IX Flur IX Flur IX Flur IX Flur IX Flur IX Flur IX Flur JX Flur X Flur X Flur XI in allen modernen Webarten und färben in jeder Preislage. 300 qm Acker im Bornseld 1025 qm Acker am Zeisselrain 22) 23, 25) 26) 27) 28) 29) 80) 31) 32) 33) 34) 35) 36) Interessenten offen. Trers a. Lva., den 15. November 1909. Großh. Bürgermeisterei TrciS a. Lda. Benner. bei uns einreichen. Gießen, den 12. November 1909. Großherzogliche Landes-Universität. Strahl. Stürme und SchiffrunMe. Ter Sturm, den die Wetterdienststellen schon lange vorausgesagt hatten, hat überall großen Schaden angerichtet. Im hiesigen Bah-hos wurden mehrere Bogenlampen zur Erde geschleudert, im Bergwerk wurden einige Telegraphenstangen um- geworsen. Auch sonst sind mehrere kleinere Unfälle zu verzeichnen. Bedeutend heftiger »hat das Unwetter im Reich gewütet. In Berlin richtete der heftige Sturm großen Schaden an. In v al ens ee stürzte ein Neubau ein. lieber 30 Verfemen erlitten teilweise erhebliche Verletzungen durch herab- stürzende Dachziegel und Fensterscheiben. Lei den Berliner Elektrizitätswerken stürzte ein mächtiger Kohlenkran ein. Am großen Stern im Tiergarten zerriß ein um stürzender Baum die Leitung der elektrischen Sttaßenbahn, so daß eine langdauernde Verkehrsstörung eintrat. Auf dem Tegeler See ertrank ein Schiffer bei dem Versuch, losgerih'ene Boote festzumachen, weil sein Boot kenterte und Rettungsversuche wegen des Sturmes unmöglich waren. Zu Lichtenberg brach der Aussichtsturm des Gasthauses Sceterr assen zusammen und von der N i k o 1 a i l r r ch e zu S p a n d a u wurde das Dach des Turmes teilweise abgedeckt. Auch aus Mittel- und Süddeutschland und vom Rhein werden schwere Stürme und Regengüsse gemeldet, durch die auch zum Teil der telegraphische und telephonische Verkehr start beeilt t r ä ch t i g t ist. Am meisten hat die Schiffahrt unter dein Unwetter zu leiden gehabt, und teilweise sind schwere Unfälle zu beklagen. Bei der Insel V l i e l a n d sttandete ein d e u t s ch e r F r a ch t - dampf er, angeblich mit Namen „SBiIna", mit Eisenladung von Antwerpen kommend. Von den 14 Mann der Besatzung ist der Maschinist bewußtlos an den Sttand gespült worden.. Die Anderen sind ertrunken. Wirbelsturm und Erdbeben. London, 14. Nov. Aus Haiti wird über Newyvrk telegraphiert : Während der Z h kto n seine furchtbare Stärke erreichte, Nr. 56* l0: Nr. 586/10 Wr.b6';i0 Nr. 145: Nr. 4: Nr. 5: Nr. 54: Nr. 55: Str. 140: Str. 187: Nr. 327: Nr. 69: Nr.70: Str. 71: Grundbuch für Allertshausen, Baud LI Blatt 12«: 1) Flur II Wr k- :4()O<1IN Äcker im Bormeld — 50Ut! 2) Flur XI Elektrische Straßenbahn. In den Wagen der Straßenbahn sind Plätze für Ncklameplakate vorgesehen, bte durch mich vergeben werden. Anfragen wegen dieser außerordentlich wirksamen Reklame wolle man ohne Verzug an mich gelangen lassen. 6254 Hof- u. Universitätö-Druckerei Ltto Kindt, Iohaunesstroße 4. Betanntmachnng. Ter Voranschlag der Gemeinde Treis a. iSoa. für das Jahr 1910 liegt vom 18. November acht Tage lang auf dem Bureau Großh. Bürgermeisterei zur Einsicht der Bekanntmachung. Aus der W. Stammfchen Stiftung sind die Jahreszinsen im Betrage von etwa 400 üHf. als «tipeudium an einen befähigten, aber unbemittelten Studierenden der Chemie aus dem Gros; Herzogtum Hessen vom l. Oktober d. I. an für em Jahr zu vergeben. Bewerber wollen ihre Gesuche unter Beilegung von Zeugnissen, insbesondere über ihre Vermögensverhältmsse, bis zum 1. Dezember d. I. „Ick litt seit 3 Jahren an gelbl. Ausschlag, mit furchtbarem Hautjucken. Als ich noch nicht die Hälfte Ihrer Zurkcr'ü Patent - Medizinal- seife ausgebraucht hatte, war der Ausschlag mit dem Jucken vollständig beseitigt. H. Sch., Polizei-Sergeant in D. ä Stct. 50 Pfg. (15 % io) u. L50 M. (35 %ig, stärkste Form). Dazugehörige : Creme 75 Pfg. u. 2 M„ ferner Zuckzv Seife unild), 50 Pf. u. 150 M. In der Universttäls-, Engel- u. Hirick "Apotheke, bet Ang. Noll, C. Seibel und W. Zlilbingcr.(sl*/a Zwangsverstetgernng. Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Zeit der Eintragung das BersteiaerungSvermerks auf den Namen des Wilhelm Ranft und desselben und seiner Ehefrau Marie, geb. Nachtigall, zu je i/2 im Grundbuch eingetragen waren, sollen Freitag den 17. Dezember 1909, vor m. 11 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht auf dem Ortsgerichtsbureau zu Allertshausen versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt auf dem Wege der Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 19. Oktober 1909 in das Grunddmc) eingetragen worden. Insoweit Recksie zur Zett der Eintragung des Berstetge- rungsvermerks aus dem Grundbuchc nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger ividerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sic bei der Feststelluirg des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bet der Verteilung des Vcrftcigerungscrlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehcn- des Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erterlung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbetzufülwen, widrigen falls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Gießen, den 21. Oktober 1909. B^/u Großherzogliches Amtsgericht. Bezeichnung der Grundstücke. fato-Landaulet gebr., 24 PS., 5-sitzia, zuverlässiges Fahrzeug, guter Bergsteiger, ist billig zu verkaufen. Tausche auch gegen kleinere. ihv'Vii Job. Hänölcr, Frankfurt a. Overnplatz 14. 3,. „ Mutt " Sjj $ i3,97 ’1J 'schUll^x, d°« 4rntutiueJ bes -Qt- n. d Sen O tte •* *üenben 77*> Die e b'Nttieg, H Md 6tifl ”^|I“ll£8«besbouend toot begann bei sehr A * der Ball, tuLj Gliche Nachfeier im Inen Wichkeit bildete.1 .b«den Borslrlluugen > llhelm Teil' bei M °uer' finden außer ti Unfragen sei mitgeteili, J !^t mehrere 2Hittn?-d 1 gegeben werden mnd e Zahl ihrer Abonnent^ nenten gewahrt. Dir fd ment bringt am 24. Nch cburtstag die Urauffübnd cht' und MolieceS Preisausschreiben inr Erlangung von Plänen für die Bebauung von Gelände der Bcutgenoiiemchast des evangelischen Arbeitervereins m toicgciL ß-ür die Bebauuinr um eres Grundstücks ani Erdtauterweg in Gieven, ca. 15000 qm groß, wirb htermit ein allgemeiner dbectv Wettbewerb ausgeschrieben. Die Grundlagen und Bedingungen können von der unterzeichneten Baugenoiienschaft bezogen werdew Gießen, den 11. November 1909. . ait_icitl liegen vollständig in Trümmern. Conckves, eine Seestadt im Osten ist ebenfalls der Erde gleick-gemacht. Ucbcrall ist alles verwüstet. Schwerer Schifföullsall. Singapur, 14. Nov. Heule früh stieß dcr^ aus- fahrende englische Dampfer ,.Onda" mit dem nach Singa- nir bestimmten Postdampfer „Lasepne" zusammeit. Dieser sank imierhalb zwei Minuten. Der Dantpser ,/Ouda" rettete 61 Personen und [ehrte mit diesen nach Singapur zurück. Ertrunken sind sieben curopäischePasfa- giere, der Kapitän des Postdampfers, fünf Offiziere, sowie 88 Eingeborene, die teilweise zu den Passagieren, teilweise zur Mannschaft gehörten. Viele Menschen wurden im Wasser von Haifischen angegriffen. Leitung hat anstellen lasten, sind neuerdings wieder Unter- ' Handlungen mit Rainrod, das noch viel Wasser übrig hat, ; „n Gange. Rainrod fordert jetzt für den Kubikmeter i Doster 5 Pfg.; ob die Verhandlungen zur Lösung der Wosierfrage führen, ist nicht abzusehen. Die Gemeinde Etchels- dors, die zwischen Rainrod und Ulfa liegt und die bei den früheren Verhandlungen in Rücksicht gezogen war, hält sich nunmehr passiv. , m Bad Nauheim, 14. Nov. Emen guten Verlauf nahm eine Schillerfeier, die uns der BildungSoer- öin heute abend bescherte. DaS Programm hatte durch das 'jiitroirfen musikalischer Kräfte eine dankenswerte Reichhaltig, feit. Der Gesangverein Frohsinn fang mehrere Lieder. Dir V.rson deS Dichters kam unS näher mit der Festrede von Dr. Strecker. Sein Vortrag schloß damit, daß die heilige Religiosität, der tiefe sittliche Gehalt, der sturmerprobte und frohe Idealismus Schillers nie verloren gehen möge. Mehrere Gesangs-Soli brachten Frl. Lienkamp und Herr Mar- qntf) zu Gehör. Deklamationen und Rezitationen aus FchillerS Werken brachten die Herren Reinhardt und Dr. Stockhausen und mehrere Schüler und Schülerinnen. Das zahlreich erschienene Publikum — der Saal war ausverkauft _ spendete lebhaften Beifall. sc B o m R h e i n, 14. Nov. Die bei Caub a. Rb. liegende Zurg Gutensels wird mit den dazu gehörigen Ländereien Ackerland und Weinberge) am 24. Januar 1910, vormittags 10 Uhr, am Amtsgericht St. Goarshausen zwangsweile versteigert. Eigentümer ist Lerzog Heinrich Borwin zu Mecklenburg, ein Rcesse des Herzogs Iol-ann Albrecht imb infolge der Kinderlosigkeit des Großherzogs Friedrich Franz I\ . von Meälenburg-Schwerm der kommende Regent tn Mecklenburg- Schwerin. _ . v M arburg, 14. Nov. Nachdem leit Drenstoa hier aui bie angeCunbigte Ankunft des „Parfeval 3" vergeblich gewartet morden war, überflog der Ballon heute mittag gegen x/22 Uhr „ aiW südwestlicher Richtung kommend — unverhofft unsere Ltcidt. Die Insassen, die deutlich erkennbar _ waren, Wurden dcsonders von den Stude'.ttenhäusern aus stürmisch begrüßt. s^s Laasphe, 13. Vtov. In Bermershaufen hat stch em dreijähriges Kind beim Spielen mit einem 3cU erdrosselt. Als die Mutter das Zimmer betrat, hing das Kind nut dem Halse in der fest zugezogenen Lchlmge und war tot. — In Gummersbach geriet em sechsjähriges Mädchen dem Herd feuer zu nahe und verbrannte sich so, daß es bald darauf starb. w Frankfurt a. M., 14. Novbr. Heute nachmittag sand im Zirkus Schumann eine von der Sozia ld emokratie unberufene und von etwa 8000 Personen besuchte Versa m m - lung statt, in welcher die Abgeordneten Dr. Frank-Mannheim, Fleißner-Dresden und Dr. Liebknecht-Berlin über das Thema: ,Tas Volksgericht in Baden, Sachsen und Berlin" sprachen. Nach der Versammlung zog die 2)lenge vom Bahn- hossplatz nach dem Bismarckdenkmal und von da nach dein Schillerdenkmal. An beiden Plätzen wurden Reden gehalten. Daraus zog die Menge nach dem Polizei- Präsidium, vor dem eS demonstrative Ausrufe gegen Jacken - fertigen wir nach Maass unter Garantie für tadellosen Sitz für Mk. 15.00 an. tut" Geisteskranke ! ht über das Rechnung^: ! ;en über die am 19. I mmliing, über die wie i. • I Bericht stellt ein cqreiih:.l Ziele fest. ebener Konzertvere^I wie infolge ünlesMiI iom SamStag zu le/ei?:.' | il 2„ also iinKbnv sLi einigungveranM , am Donnerstag im tot durch einen Vortiaz I : „Schiller als «orftapd tilgen gab der Antrags : Cntwicklnng, wie er |ii| inen Jdealisinus, der I Vernünftigen mar- I riff dir Ar-ih-it md« Adweile» ,Fäulli"aI innere Seeienümptr licl iclem Begriff der tenercn jich duichgw^ iS S-s-tz auf d>e leä ®utc, alles B«nmM (ein j°ll, m ch« (-»1-4 i „ der S-rffchn« ° ' .»Mi, aller dchdie»r-l»°^ zirch-nglmch«. M und Wahren- H ^aft ubertvmdbar, W;j c 1her Dernunfi q die m t>er « t, unt« ('Xi st i5 »»"ßS )** iii „ E -1 KW Bismarck auSbrachte. Ein zahlreiches Schutzmannsaufgebot zersprengte den Zug und nahm zahlreiche Verhastu ng en Große? Erubenungiück in Amerika. Ein großes Grubenunglück ereignete sich irt dem BerMerk St. Vcml bei Cberry in Illinois, dem zahlreiche Men scheu leben zum Opfer gefallen s mb. Drahtnachricksten besagen darüber: , , w t Im Bergwerk St. Paul der Coal Combanh fanb eine Explosion statt. Na ckder Erklärung eines Scrgbamttcn sollen 400 Bergleute hierbei nmgefomntcn sein. Die Rettungsversuche wurden au f gegeben, um das Feuer tu erftiden. Der Miireneingang wurde verfiegeit. — Nach weiteren A'celdungen erfolgte die Explosion inwlge eures Feuers, das durch ein Heu bündel cimtanb. Fünf Stunden nad) der Explofron wurden zwölf Leichen geborgen. Der Direktor des Bergwerkes erklärte, cs sei säst undenkbar, batt die Verschütteten noch am Leven feiern Da cs unmöglich ist, das Bergwerk unter Wasser zu fetzen, so entschloß man sich, den Eingang zu den Schächten zu schließen, in der Hossnung, die Flammen zu ersticken, die bis zur Sberftäche he raus ich lug en. Die ineiiien Bergleute find Oe st erreiche r und Italiener Eherry, 15. Nov. Nach neueren Angaben w.rd dre tiagl der e i n g cf cfe 1 o f fen en Personen auf 2bO^gefchrtzt^^^ LuiNchiffahrL. Gin neuer deutscher Flugfieg. Der Flieger Hans Grade führte m Bremen auf dec Bremer Rennbahn mehrere Flüge auS. Bei dem ersiocr erzielte er eine Höhe von 80 bi§ 100 Meter und hielt sich 54 Mm. in der Luft. Der letzte Flug währte sechs Minuten und mußte wegen der einbrechenden Dunkelheit abgebrochen werden. ^KleinUhrönik aus Kunst und Wissenf chast. Tie Rontansckrtslstelterm Gräsm Agnes M11ndowftroent ut tm Aller von 59 Jahren in München gestorben. — Tern Alaiou Parieval wurde von der Techmschen Hochschule in München die Würde eines Doktors der technischen Wissenschasten verlieben. __ Briefkasten der rieSaktlon." Laatgetrcidc. Ten Verkauf von ßaatgetrciDe vermittelt die Hesstscke 2anbioivthbaitsfjminev tn Tarinsladt. oi' anfjage lür'^ienGiag, 16. November : Abnahme der Bewölkitng und Nachlassen der Sttederschläge. Eintritt von i$roft. Le'Utckc Winde. OrrglttirL-DLahtmeldurigen. Hamburg, 15. Nov. Der Verlagsbuchhändler Campe, der das Heinedentmal aus dem Achilleion für Sgamburg erworben hat, ist gestorben. Ahmadabad, 15. Nov. Bei der Wetterfahrt des Vcze- t ö n i g 3 durch die Stadt, kurz nach der Bornbenexplosron wurden aus der dichten Vollsmenge zwei Wurffpecrc nach dem. Wagen geschleudert. Einen Speer ivchrte ein neben dem Wagen reitender Dragonerunteroffizier mit dem Säbel ab, der andere Speer ftreifte einen eingeborenen Offizier, welcher einen ©djirnt über Lady Minto hielt, und fiel dann zur Erde. Der durch die Explosion verletzte Mann war ein Pafiant, der die Bombe ausgenommen hatte. Buenos Ayres, 15. Nov. Em 20iahrtger Mann schleuderte eine B o m d e unter einen Wagen, in dem der Polizeipräfekt saß. Der Präfekt wurde getötet und sein Begleiter schwer verletzt. Der Bombenwcrfer tötete sich dann durch einen Schuß in den Kopf. ‘ “_____________ T^cocn Dcrar0tzcru:w dec> Betriebes abzugeben: >6166 JaMsmWiiesV . AWWl - ääzflüche ' I kuMMeBrWsllmeAäl. ÄestlvÜlk für Warmw-üer MchsHrMöhle ii Lügersiisser A u Sämtliche Gegenstände lind gut erhalten und können im Betrieb emgesehen werden. Bürgerbräu Ridda. Geschäftshaus im Innern der Staot gelegen, ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen ob. an vermieten. Schnitt. Angebote unter 6251 an den Gießener Anzeiger erbet. 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