Die heutige Nummer umfafjt 24 Seiten. gewesen sei. Welch S S S - einer Koi unb Herr (Siebener Stadttheater. Wenn der junge Wern blüht. ^9 d o v" G S Cf n Während die SRebner des Zentrums und der Konservativen einen vorsichtigen, gemäßigten Ton anschlugen und nur insofern etwa- neues boten, als Frhr. v. Hertltng mit .....>n der rechts stehenden Parteien drohte ojen die völlige Unabhängigkeit der konservativen Polilli betonte, hotte es Herr Basserrnnnn tv.it schwerer. Das; der nationalliberale Parteiführer nach den harten Verlusten der S.inen, noch immer am Scheidewege sich befindend, nicht bloß sanfte Friedenstöne hören lassen wollte, kann man begreifen. Aber seine Vorhaltungen waren maßvoll und darum wirksam. Bedeutsam und erfreu- wenn #mn Schaden unserer polnischen ÜntroicflunQ große Parteien auf ihr« Geschichte, auf ihre Tradition und auf chre Ziele verzichten wallen." •o * r t * §> f -s- o c nnerbittlichist, nicht mit sich s pass en laßt und Lieber da-5 ganze Reformwerk scheitern lassen, als auf das Plural recht vernichten will, so gibt es keine andere Möglichkeit, die erforberlidje ZTveibriltelmehrheit lu'rzustellen. Das Zentrum und die Nationalliberalen wollen aber die Eui- führung des direkten Wahlrechtes nicht scheitern laiien und boten deshalb dem Bauernbund die Hand zum Entgegenkommen. Den Bündlern imiröen noch „die Herabsetzung der Staatsangehörigkeit auf ein Jahr", ferner die Vermehrung der städtischen Mandate abgeharrdelt, und nach dem gestrigen Beschluß der Wammer dürfen auch die kleineren Städte ihre Mandate behalten. Zur Stadt Gießen wird nur noch der Ort Klein-Linden hinzugenommen, und diese Aenderung ist wenigstens nicht s o nachteilig für uns als die ursprüngliche Forderung des Bauernbundes. Das Wahlgesetz wird nun zur Beratung an die Erste Kammer geben. Die anfängliche Freude über die Einführung der direkten Wahl wird durch das Heftpflaster des Pluralwahlrechts stark gedämpft. Immerhin ist ein Fortschritt erreicht worden, dessen man sich noch mehr freuen könnte, wenn nicht gleichzeitig die Staatssteuer-Erhöhung um 30 Prozent verkündet worden wäre! toabrt, der noch so finben konnte! ., , ... Man darf die Handlung nicht zergliedernd erzählen wollen. Sie ist ein zartes Gebilde, das ein paar .reunbltche und heitere Gestalten vereinigt und keinen Aniprum daraus erhebt, in der Literatur als Stern erster Große wrr^uwun- deln. In Wilhelm Arvils Heim tollen zwet junge -Lotter mit einer Sckar von ebenso ausgelassenen Freundinnen, und unter diesen Bcukf.schen fühlen auch zwei altere Herren von 45 bis 50 Jahren den Puls schneller schlagen. Arvtk selbst, der geduldige und humorvolle Gatte und Baler, t t eine ungemein anziehend beseelte Natur. Nach außen eine etmuS raube, gleichmütige Maske auffteckend, geht er doch zartfühlend und rücksichtsvoll unter dem jungen, misge.as|enen Volk umher, und läßt es geduldig immer wieder über sich ergehen, daß man ihn fragt, ob er un obef ™ Ernst spreche. Tas Leid, das ihm aus dem Herzen lastet und das er sorgsam verbirgt, ist nicht ^lver und er l, er, der später von den Seinen als eine „poetische Natur anerkannt wird, fühlt sich etwas vereinsamt nnd vernach- lässigt durch die Gattin, die all ihre Sorge und itnafime Tag und Nacht ihren jungen Madeks widmet^ Im ya ) Arviks weilt sein gleichaltriger Freund und SHwager Propst Hall, mit seiner achtzehnjährigen Tochter Almlde zum B. such. Der weltfremde, aus nordischer Ein amkeit herg.r.rte Geistliche fühlt unter der jungen Madchenschcu, di h bestürmt und aussorscht, seine Sonniagsprebtgt über uie Ehe kritisiert und die Rechte der Frauen vestndtgt, Kraft seiner Jünglingsjahre iuucbci. Wenn der junge We Lustspiel in 3 Ml en von Bj ö r n st j er n e B j ö r n s o n. Ein feines Lustspiel, ohne grobe Wirkungen aus die Lachmuskeln, nicht zum Platzen komisch, aber wie erfreuend und heiter doch in allen seinen Teilen! Kaum ein Witz, aber Menschen, deren Kommen und Gehen uns in lachendes Interesse bannt, weil über ihre nicht besonders aufregenden Handlungen und Sorgen ein stiller, heller Hauch der Poes.e gebreitet ist und alles, auch die Schwächen und Fatal täten oer männlichen und weib.ichen W.s.n, in läch lnde Unschuld sich auflöst. Björnfon ist kein außerhalb der Wirk.ichteit schwebender Romanftler, aber sein weiches Gemüt, sein kindlich frohes Lachen weiß die nackteste Wirklichkeit mit immer gleicher Liebe zu umfassen. Jetzt liegt der Sicbenunbfteb,ig- jährige auf dem Krankenbett, und man lagt, in ernsten Stunden habe er sich darüber gefreut, daß diefes sein letztes Werk auch in Deutschland von so vollem Erfolge begleitet ' ’ “ '' jugendliches Herz hat sich der Alte bt- lebensprüchenden, neckischen Scherz er- lich ist das Versprechen: „Wir werden uns nicht in den Schmollwinkel stellen, haben es nicht getan, und wenn der Hieb des Reichskanzlers uns treffen sollte, so war es ein Lufthieb." Dann nannte öerr Bassermann dem Reichskanzler die preußische Wahlrechtsreform als eine Stuf gäbe, an die jetzt heranzutreten fei, weil sie mit der Finanzreform in Zufammenhang gebracht worden fei. Vielleicht wird Herr v. Bethmann-Hollweg später im preußischen Abge- ordnetenhau.se darauf erwidern, und dann werden wir sehen, ob die große Umfrage eines Berliner demokratischen Blattes, das hauptsächlich für sich Reklame machen wollte und die gesammelten Unterschriften dreist in den Dienst seiner Parole für das Reichstagswahlrecht stellte, einen Stein ins Rollen gebracht hat. Am gestrigen Freitag hat der Kanzler nochmals gesprochen und darauf verwiesen, daß der Reichs- tag für eine Besprechung der preußischen Frage nicht der rechte Ort sei. Daß die weitesten Kreise des deutschen Voltes für das jetzt bestehende Wahlrecht in Preußen nicht die mindeste Sympathie haben, war ohnehin lange be.'annt. Jetzt schweben ein inder w dcr- sprechende Gerüchte durch die Luft: mehrere Blätter w.l en wissen, die berühmten Vorarbeiten für das Reformwerk in Preußen ständen vor ihrem Abschluß, im Januar werde das Ergebnis mitgeteilt, uno die preuß.sche Thronrede werde die Wahlrefocm ankündigen-, andere beftreüen das und meinen, die Ergebnisse in Sachsen hätten nicht zur Beschleunigung der Vorarbeiten beitragen können. Ob man Herrn v. Bethmann-Hollweg nicht ein Wörtchen der SLidiunft wrd entlocken können ? In Hessen ist die Wahlreform auf dem Marsche. Leider haben die Bauernbündler in einem bedenklich gearteten Pluralrecht einen Stein des Anstoßes herb.iaerol t über den zwar das ganze Wert voraussichtlich nicht zum Fall kommen wird, der aber große Verbitterung bervor- gerufen hat. Warum, so fragt man mit Recht, soll gerade Das Alter von 50 Jahren an ein größeres Wahlrecht be- ,itzen? Sicherlich wird selbst der Bauernbund eine ,'olche allgemeine Theorie nicht für geistreich und rechtlich begründet halten. Man wird in dieser Gruppe vom Prak- tischen Ergebnis dieses Pluralrechtes sich w.hl b fontere Erfolge versprechen. Daß die Sturm- und Drangperiode, die nur mit einer Stimme entlohnt werden soll, bis zum 50. Lebensjahr dauern soll, muß temperamentbegabte Leute notwendig zur Verzweiselung bringen. Händeringend standen auc übrigen Parteien ob dieser Heber» raschung da. Denn da der Bauernbund in diesem Punkte Der hansabund und dar hessische Gesetz über die Gemeinde-Umlagen. Am 8. bs. Mts. sand in Mainj eine von der D^irksgrirppe Main?,-Oppenheim einberufenc und von allen zurzeit beslehenden Bezirksgcuppen des Hansabundes ün Großberzogtum Helsen beschickte öffentliche Versammlung unter rem Vorsitze des Präsidenten der Mainzer Bezirtsgruppe, Beigarrdnelen Kommerz ienrot Tr. Bamberger, statt. Zur Beratung |t omrhr Apolitische Wochenschau. Gießen, 11. Dez. Mr bedürfen neuer Hoffnungen, wieder etwas Freudigkeit in unserem innerpolitischen Leben. Auf bfm Tummcl platz der Reichsfinanzreform, wo ein ft das Grün der Hoffnung erstrahlte, ist jedes kleinste Gräschen abgrweidet ober niedergetrampelt; wer noch länger daraus verharrt, dessen Gemüt verdorrt, dessen Hirn vertrocknet. Die Eröffnung der Beratung über den Reickj-shaushalt .gab viel zu befürchten. Glücklicherweise wurde es nicht allzu schlimm, wenigstens der erste Tag schonte das Ohr. Wenn die Lanzenträger der Radikalen, besonders der umslürzenden Zukunfts- apostel, die doch immer vor der „schrecklich vollendeten Gegenwart" hocken bleiben, in den Kampf ein treten, w.rd es fremd) anders werden. Zuerst sprachen der Reichskanzler, bann der Schatzsekrc- tär, bann je ein Bekenner des Zentrums, der Konservativen und der Nalionalliberalen. Alle waren eifrig bemüht, neuen Ausdruck der allen Stimmungen zu finden, das „zündende Wort" mögllMt zu meiden und weise Mäßigung zu üben, Herr Bassermann nicht ausgeschlossen. Der Kanzler lockt und mahnt mit beweglichen Worten, die erwähnte Wiese, wo kein Gras mehr wächst, endlich zu verlassen und ihm auf die neue Weide zu folgen. Viele sind von biefer ersten Rede enttäuscht, da sie geglaubt hatten, Herr v. Belhmann werde die Böcke von den Schafen trennen. Tas wäre ja nun auch ganz schön gewesen, aber nicht nützlich, und das Toben hätte von neuem begonnen. So ähnlich drückte sich auch der Kanzler aus. Tiber daß die Finanzreform, so fuhr er fort, von der Regierung angenommen worden ist, Ivar richtig. Im andern Fall hät:e der tüchtig gerup.te Etat nicht vorgelegt werden können. Tiefer hat bisher allerdings allgemeine Befriedigung hervorgerufen; es b'cibt inde's.n abzuwarten, ob durch die vielen unerbittlichen Streichungen in ihrer plötzlichen Wirkung nicht viele Härten und Ungerechtigkeiten gegenüber manchen Beamten klassen entstehen werden. Wenn das alles wirklich so ohne Schmerz abgehen kann: Warum hat man dem Volke die Mil ionen nicht schon längst gespart? Doch wir wollen uns des Neuen freuen. Auch der oberste Beamte, der keiner Parteiregierung Vorschub leisten will, hat es jetzt bestätigt, daß nur der Radikalismus ein Interesse daran hat, Deu.schlind in zwei politische Saget zu trennen. Und auch die Mahnung, die Schürer des Unfriedens, die nur von der politischen Sensation leben wollen, abzuwehren, haben wir langst selbst ausgesprochen. Tann zeigte Herr v. Btthmann-Hollweg dir -Schussel der Thronrede nochmals vor: Ist es Euch nicht genug ? Habt Ihr nicht neue Aufgaben der Sozialpolitik, der Rechtspflege, die jahrzehntelang heftig umftrittcn worden jino und nun auf einmal nichts mehr gelten sollen, weil die Schlcrgworte Reaktion und Radikalismus das Feld beherrsck-en? Die Mahnung, die offenbar besonders an die Kaiionalliberalen gerichtet war, verdient es, hier wiederholt zu werden. Ter Lanzler sagte: ,«Dieser Tualismus ist eine Fiktion, die zwar zu Parteizwecken ausgenutzt wird, die aber trotz der Verbitterung, die bei uns ein geigen ist, auf die Dauer nur iestgehrlten werden kann blüht, gärt es im alten . . . Seine Neigung verlangt nach Helena, der jüngsten von Arviks Sproßen. Ms draußen in der Natur alle Knospen sprangen und sie gemeinsam in trautem Gespräche hinansgewandert waren, da fühlte er sein Herz höher schlagen. Tluck, die muntere Kleine fühlt sich zu ihm hingezogen, fie weiß noch, wie die Vögel in tausendstimmigem Gesang erwachten und hat froh die Gelegenheit benützt, gerade von ihm, dem Onkel, sich konfirmieren zu lassen. Arviks poetisches Gefühl hat inzw schen an der schlanken Mvilde, des Schwagers Tochter, Gefallen gesunden. Was sich liebt, das neckt sich, und er gesteht ihr schließlich, daß sie die Süßeste von allen ist, wogegen sie ihm berichtet, daß auch alle andern ihn lieb hätten und er ihr nur gleich das Geld für ihre gemeinsame Reise aushändigen möge. Tie Geheimnisse der entrückten Väter unb der naiven Backfische werben natürlich wie Träume in Erwachen aufgelöst. Ta aber sorgen die neuen Zw schen- fälte und Ereignisse in Arviks Heim für den vergnügtesten und versöhnlichsten Abschluß. Mccrna, Arviks drittes K nd, eine empfindliche, schrnppige Schöne, hat gekränkt ihren Mann verlassen und kebrt mit Kisten uno Dörfern ins Mernhaus zurück. In diesem Vorgang hat Biörnsons feine Realistik wieder den prächi g ten Zug g:tan. Arv ks Töchter sind bei all ihrer taubengüidjeri Harm.cs gf.it ke ne Engel. In der Aufregung bei Mamas ^ückiehr läuten die helfen Jugendstimmen dem B ederen voll Ei er ins Gewissen : eine Familienkomödie von heiterster Wirkung. Ta rafft Aroik sich auf und — geht, um Alvildes Reiseplan nochmals nachzuprüfen. Ta er lange ausbleibt und am Hafen gesehen worden ist, gibt es großes Leid und Wehklagen. Frau Aroik überhäuft sich mit Selbstanklagen, liest ihren Kindern die Liebesgedichte ihres Mannes vor, und alles fühlt, wie tief man die „poetische Tkatur" des Tavongegangenen verletzt habe. Helena will weinend von ihrem Onlel, mit dem sie sich inzwischen feierlich verlobt hat, nichts mehr wissen, und der Propst erwacht aus seinem Traum. Plötz- lid) kehrt Arvik heil und munter zurü ckund w rd natürlich aufgenommen wie der verlorene Sohn. Die Gatftn lernt seine Sehnsucht w eder verstehen und r* 'n si ht die T euer ein Bett aus dem Schlafzimmer der jungen Mädchen hinub.r- transvortieren. . . Die zarten Schönheiten und das seelenoolle Gepräge der Tichtung stellen an die Darstellung nicht geringe Anforderungen. Jedes Zuviel an Sprache und B ro gung ernüchtert; besonders sorgsam und sich mäß-genb massen die Äcänner im Rahmen ihrer Aufgaben bleiben, sonst gLiubt unb traut man ihnen nicht, und das Sp^el verflacht zu einer gewöhnlichen Liebeskomödie. In Arviks Rolle liegt das meiste Unausgesprochene. Seine Worte vibrieren von Scherz unb Emst, von Humor unb Milde. Er braucht viel stumme Mienen, viel sinnendes, trockenes ober schmunz Indes Zuhören. Herr Bakof enttäuschte nicht, er war taktvoll und blieb besd-eiden in feinem Rahmen. Im Lanzen erfaßte er das eigentümlich milde Wesen dieses Helden des Lustspiels mit glücklicher Kunst; der Ausgleich zw scheu dem verschiedenartigen Gehabe oes gemütvollen Familienvaters erfolgte ohne Stockung, mit ruhiger Sicherheit. So war eine der größten Vorbedingungen für den Erfolg der Auf- fühmng gesichert. Wo ließ aber Herr G ü hne den an die nordisM Einsamkeit und an seine Bücher gewohnten Priester? Er spielte den Propst Hall mit zu viel Lebhaftigkeit. Der ist gawz und gar kein Salonheld, zwar wohlerzogen im Auftreten, aber bedächtig zaudernd in der frciw* den Umgebung, in feinem Träumen und Denken halb abwesend. Herr Gühne ließ den Propst auf seine kleine Helena zu unmittelbar und lebhaft einreden. Die tfigur würde durch ein leichtes Maß von Selbstbetrachtung unb verhaltener Bewunberung sicherlich noch gewinnen können. Zum Be'- spiel ber Ausruf zum Schluß: „Was werbe ich noch für Ueberraschungen erleben müfsen?" sollte weniger im Tone scherzhaften Vorwurfs als nachbenklicher Selbsterkenntnis mit bem Beiklang leiser Enttäuschung gesprochen wrroen. Bei Frau Arvit ist die Linie für bie Darstellung weniger scharf gezogen. Tas überraschenoe Temperament, das ?r. u Gühne in biese Rolle hinemlegte, kam ber kom schon Wirkung mitunter gut zustatten. Nur als sie ihrer Tochter Mberta ben Wert ihres Bewerbers ans Herz legte, entwickelte sie zu viel theatralisches Spiel. Alles in allem tag aber viel Schwung unb Sickerheit in biefer Mutter Arvik. Außer- orbentlid) natürlich unb munter spielte Frl. Koch den Back- sisd) Alberta, ber sich ben stummen, aber stürmischen Bewerbungen bes bewaffneten jungen Liebhabers beharrlich entzieht, Ueberhaupi würben bie Töchter Arvfts gut tvieber- gegeben. Frl. Ney als .oelena hielt ihre Stimme öfter zu sehr auf einen Ton gestimmt, was ber famosen Wirkung ihres Spiels aber nicht viel Abbruch tat Die Dritte, verheiratete Schwester Mama, die auf so spaßhafte schnipp ge Art vom Fenster aus an der Unterhaltung sich beteiligt, hatte in Frl. Güldener eine geeignete Darstellerin gesunden. Auch Frl. Eberius als Tochter Hails und Är- viks Liebling bot eine sehr flotte und anerkennenswerte Leistung dar. An der Besetzung der kleineren Rollen war nichts au^usetzen. Tas Gesamt viel w r gut eing a.bei et und durch ein sehr hübsches Bühnenbild mit dem Ausblick auf den seifigen Fjorb in einen guten Rahmen gerückt. > «4! I g <; 5 92 SÄ 14«" 6 0 rj»Vi£ e Erstes Blatt 159. Jahrgang dieBosl iNk. '2.— viertel- jährt auS|d)L Beuellg. Zeilenprels: total 15x13fy ausioaris 20 Plemng. dbetrebatteur: Goetz. Veraulworilich tüt den volilüchen Teil: August Goetz; für „(Xfuille- ton" und .VernnfctueS* K. Reuralh; für ,Sladt Nr. SSI Ter Lietzener Lnzefg« «rlchemi täfllidi, außer EoniUagS. - Beilagen: vierinal wocbeinlich -itbenerZamilicublättetj iiDriinalivödientl.Kiels-. blatt finden Lreu Siehen jTlenstag und Freiraa); -weuual monarl. Land- wirüchaflliche Zeitfragen Samstag 11. Dezember 1909 yezngspret»: *7 monarl ich 7LVl.,oiertel- . A jährlich Pit. 2J?U t>urch Abhole- u. Zweigsrellen A rtVÄ. '•>3▼ monatlich to Pf.; durch sternivrech-Anlchlüsse: Li gl füx die Redaktion 112, General-Anzeiger für____________ .. .. .. Annahme von Anzeige» V < •II u.l.'and-und.Genaus- bi vo'nwttaN'9'uhw Votaliomdruck und Verlag der vrührschen Unlo.-Vuch- und Steindruckerel R. Lange. RedaMon, Expedition und Vruckerei: Lchulstratze 7. Beck en. imfctaflen unb .4jniimmexwe in 3:cM imb Luns au- dem Grunde der ol drid;cnbtn 1 * * * S ,.TcdXif,teü für nutmcnbcg und erfüllt auch ihre ßuitunmunq dazu, bei; den Qkmeätben jur (Kruidunq eines geralt.il fteuerllch.*n fltu^.r,.d/4 d'.e Mäglichk. l einer s^naerbestcuerung der CarenLnrier und Filialgefchäite gegeben anrd. Anträge im Reichstag. Tie Nation alliberale ReichZtaqefraftion hat einen Initiativantrag emgebretfn, worin die Gründung und Unterbaliuns: einer deutschen Akademie und Beriuchsanstalt für Luitschl' adrt und Flugtechnlk im Anschluß an die finit schinbausiesellichait de- Grafen Bepoelin in Friedrich-Hafen gefordert ronc Ter national!:'erale Antrag unterscheidet sich hanvtsächlic!^ dadurch von rinem ähnlichen Antrag des Zentrum-, daß er nicht bloß eine BersuchZanitaU, sondern auch eine Akademie in Aussicht nimmt, ama nach Dem Beisviel der Marmeakademie in ftiet Tcm Reichstage ging ferner ein Antrag Bassermann nnd Genossen zu auf Abänderunader Geschäftsordnung dabi'n, daß der Zeitpunkt der Besprechung von Anfragen nicht lediglich com Reichskanzler abhan^t: .rner soll ein Getetz- entrourr aui Abänderung der ReichSver'gsiung vorgelegt werden, noch welchem die Verantwortlichkeit des Reichs- gestellt wird Schließlich soll em Gesetzentwurf vorgelegt werden, in dem die Berai-twortlichkät deS Reichskanzlers vor dem Staatsgerichtshof geregelt wird. e Berlin, 10. 9a. Ter Sen i o re n kon v e n t des NeicktStageS beschloß in feinet heutigen -Zitzung, die erste Lefung des Etat- an Dienstag zu Ende zu bringen Am Mittwoch und Donnerstag sollen nur noch bte Anfragen über den Arbeitsnachweis beraten werden. Danach geht der Reichstag in Serien, die bis Lum 10. Januar dauern. Der Ministerwechsel in Italien. Rom, 10. Tez. Tie offizielle Ministerlistc fehlt bis jetzt, doch ftk’jbt man in pnrlamcntartfchm Äteii'en. daß sich das ftaotnett svl^enoennaß.n zusanimensetzen wird: Vorsitz und Inneres Sonnino, 'Äcufjered Guieeiardino, Justiz Scial o i a, Schatz Salandro, Finanzen Arlvtta, Ärtei General S vi - 11 n fl g r b i, Marine Admiral Be t tv lo, Unterricht Tanco, öftotLid: Arbeiten Ru b i n i und Landwirfchafl Suzotti. Tic „Agenda Stefani" Dtröffentlidn nuamebr dieamtliche von dem 'k ö n i g betätigte Liste der Minister, die in ihrer ^uiamn-.ensetzuug der bereits gemeldeten entspricht. Tas PostmlNincr.um übennntmt San t enofr io Tic neuen Minister werden m-'rgen nachmittag dem stöni.i den Ei> leisten Sus dem österreichischen Abgeordnetenhaus. Wien, 10. Ty. Im Abgeordnetenhaus erklärte in bar fortgesetzten ersten Lesung des BudgetprovisoriumS Gustersie, die Slawische Union verlange nichts und gebe bcbingunnjloe die Obstruktion aus. Tic gegenwärtige Situation sei jedoch ^n gebrechlich, alv daß daraus em parlamentarisch fest' gefügtes Sanem ausgerichtet werben Tömite. Dorum regte die Union bte Bildung eines außerparlamentarischen Ka - binett S an, wtlchc-Z das Merkmal der Unparteilichkeit gegenüber allen Parteien jm sich tragen müßte Einem solchen Kabinett wurde sie alle Staats- und Bolksnotwendigleiten bewilligen. Wenn bas Kompromiß btiuerbaft sein solle, müsse es von Block zu Block und nicht zwischen einzelnen Parteien geschlossen werden. In der Weiterberatung erklärte Pacher, die Deutsch- Bö Innen könnten (einer Systemänderung in bei Sprackvn- und Nationalitätenfrage aus der Grundlage der Böhmen zustimmen. Adler bekämpft die Regierung unb tritt sur die Arbeitsfähigkeit des Laufes, für einen nationalen Waffenstillstand und bic Erhaltung des Parlaments ein. Die Wahlagitation in England. London. 10 Tez. Heute abend fand in der Alberthalle eine liberale Demonstrationsversammlung statt, an der etwa 10 000 Personen teilnahmen. Sämtliche Minister — ausgenommen Grev und Haldnnc, bic in der Provinz Reden halten — waren anwesend ASauith, Llohb George unb übnr- chill würben beim Betreten des Saales mit stürmischen Beifallskundgebungen empfangen. Sodann ergriff der Premierminister bas Wort. Er tadelte bas Porgehen brr Lorbs nicht nur in bezug auf bas Bubget, fonbcin auch aus eine Reihe von Maßnahmen und fügte hinzu, unsere alleinige Aufgabe ist jetzt, den Grundsatz der Repräsentationsverfa'''ung aut ein- un- erfchüttcrlici Grundlage zu stellen, Gr bftte bic Wählerschaft, um die Ennächti.mna zur (Fniführuiig einvs Gesetzes, bas ausbrucklich bcHtmmt.^Mi; die Lorbs kein Recht haben sollen, sich mit der F t n a n z g e b a r u n g z n beschäftigen. Tie Abschaffung bes absoluten Betorcchtes bes Oberhauses müsse von einer Verkürzung der Legislaturperiode des Unterhauses begleitet fein. Rackrdem sodann noch L I o n b Ä c o r g e unb (S hurchill gesprochen hatten, würbe eine Entschließung angenommen, in ber die Entfchlost'entvil ausgesprochen wirb, ASguith in bem Bestreben zu untern üben, die Herrschaft bes PvlkSwillcns, wie er im Unterlaufe feinen Ausdruck finde, rin für allemal zum Prinzip ßu erbeben. Dcitficbc« Heidt. Die mecklenburgische Regierung weigert fich in ftrer ’Introort auf die Ablehnung der Versa ssungS- Vorlage durch den Landtag, die Antwort der Stände ent» gegenzunehmen Sie erklärt sich mit dem Beschluß der Landschaft un wesentlichen einverstanden, außen aber ,hr Befremden über bofi Verhalten der Ritterfchoft, das um io größer fei. als sich btefc inner beftimaiteii Bedingungen auf den Boden der Regierung hätte stellen wollen. Bei dieser Sachlage verspreche sich die Regierung keinen Erfolg von der vorläufigen Fortsetzung ber DerHandlungen Tie Verantwortung für die Sage treffe bic SHUerfduft. Bei den Verhandlungen im Reichstage würde sie den bisherigen Standpunkt gegenüber hem Eingreifen des Reiches nicht aufrecht erhalten können und s^ftcitoi- auf dem nächsten Landtag werde sie auf die V e r f a s f u n g S r e s o r m zurück- kommen, unb fic unbedingt zum Abschluß bringen mit allen ihr geeignet erscheinenden Mitteln Tic Antwort der Regierung von Mecklenbnrg-Stretitz aus die Ablehnung der Verfassungs- vorig.ie in inhaltlich dieselbe, aber etwas schärfer tm Ton. «eufttru üfcrgab bem tinhlcbin Botfchaner anc idmhhdx Antwort auf bte R,r - (ul ar ne tc b c t Pforte an htc vier 'J'upmädVe Ärctal worin bte rltrmjrt .V Regierung ihre Ansicht ha bin aus a-drückt SatttX*a? Cx' ' Stadt und Cand. Dießen. 11. Dezember 1909. Sine Liebig'Gcdächtnishatte. Einer energischen Anregung des Professor T r. 2 d m m e r, bie er in einer Versammlung des Oberhesstschen GeschichtSvernns gab, ist eS zu banken, wenn ber schon oft autaetauchte Plan, bas a.te Laboratorium des Ehem'kers Professor Liebig in eine Be^ichtnishalie an den berühmten Gelehrten umzuwanbeln, feste Gestalt angenommen hat Tie Stätte der ehemaligen Dirssamteit des großen ManncS bie Wiege der heutigen modernen chemischen Wissenschaft ber ganzen Welt, ist mit der alten Ä.in.l vom hessischen Staat im Befii der Stabt Gießen übergegangen. D.e Start hat ihre Bereitwilligkeit ertlart, bas Gebäude, baS nod genau so erhalten ist, wie eS 1821—1832 (wahrend Lieb.g tn ihm leiste war, an ein ftonforlium ober einem Verein zu bem gedachten Htoeck abzukreten. Um baS von der gesamten wtssenschasllichen Welt gewiß freubia unterstützte ^ert in bte Dege zu leiten, Hal sich ein AroeitSnm würden letzt fdron ""^^elch jahUich 400 00« Mark au,gewendet. Tank t>e4 euer- gnefcen Em greifens fei die Stccblick kenr .,ffer in Helfen rvn 30 “LV'M Zuruckgcmngm. In der Tj*.mfion bejeidmet; Lreisrit sch 1 revhake - Erbach die Hoden Kosten und die leider nod) immer vorhandene Gleichgültigkeit der Aerzie ab. bic gro t.m Hinderungsm r.el. aie bdte Hilfe böten bte Pflegrfckuv.-stern, bte mnnärenb Nnttrn konnten Burgermeiiter Tr Schmidt- Mamz Linkte der Grvßder^m für bat fchonen Erwla des Mainzer Berkau'ktagS und wes bewnderS auf die Dichtigkeit der Fürsorge- nci.m bm Pwt Tr. -schott-Bad Marnheim wümchr die Lehr« au» dem Scnte zur Au ttarung*atbeU beranzuziehen Schon auf dem -ctmuxai nuint mit einem erweiterten nanmoiii>nidwftfidk-r imb bt gxnricften linierndu begonnen ro.rbat Frau Kohler- ’Ji?Jxre ^'N^ungen über die Wormser Verhältnisse Kätnatb Gab Obcrrn.-Diiinalrat Tr. Reiddart auf die Aus- hihnrngm brt ^rrconer« annrvmett Nach weiterer Tebarre ” d« 'ub noch Be.geordneter Müller. Med ^at Tr Lehr' L-ndeSwoßmmgSut.peLoc Gretzf chel n. a. brtnligtm. wurde bet ^»chäitodrrtchr für 1910 mu 146000 Mark Ausgabe bebattdo* Tie Vorwandeergab die S.cbaroabl ter ö.s Oenaen Mttglwber. ,rur cmen Erwcilernugsdau der Eleonoren. Hcil'iütte tvucden 22UiK> Mark bewilligt Lc.‘ 6 * * * u Pon Cbrcnurfunben an Hand ^CT,-f t.CLe JL6- ^chdem die LandwerfSkam mer iu Davnstadt dcchloi en bat. an unselbständige Pcrior.en des Hand' werfernonde«. Pie 25 Jahre in einem Betriebe ununterbrochen lang find, als Anerkennung »ür die treue Arbeit Ehrennr(und»m in verleihen, baden nach Er'üllung der 'atzun..tsqemasreu Brr .i .bun^bemmmur-gfn n ichsteb nde Handw 'l.r -ns Ch tbeffro cbtCBurtunbeaerbaUen: ^akob Havvel IV zu Garb.nteich. bei ^elßbindermeiüer L. Petri II. ie i*eDcn; linid fie betet tu jeobben. bä rcbubmadxnnnürr Wilhelm SleS ;u Kohden Fri p: '* 10 ? ou 'na n n zu Klein Linden, bei Eugen Kaumnann L'jmpcnfabnf. m Gteven. Jat MatbeS I zu Ober-Märten und Wild 8 - i b in Schwalbetm. beide br: Tb Mstschr. Paa gridiait zu ornebbeifl, ixuu. Bolz zu Gtctzen. bet Schuhmacher Christ. Seeg zu Gießen. In der Provinz Ltarkenbnrg «bwO» 4 unb tn Sbnnbalen 2» Sero nm bie Urkunde. Anträge c® perlethuug an Weihnachten 1910 'inb von der ^etverblichm Kvr- .Station, der der Arbeitgeber angedor:, bet der vanzwtlitonet, s ivätestens 1. Rovember rimureidxetL Den Anträge, jtz as:ubtlieber Lebenslauf des zur Susietchnung vorgeLla-eneM owie ein von dem Betriebsinbaber oust^'t Ute-, on-voliznlich . tglaubi-iteS ArbeiteKuani». das gleichzettig den Nachweis der > läbnicn ununterbrochenen Dienstzeit m einem vernede au. -ilten muß. kowie em von ber Poliierbehorde ausge stet Urs Len- mundszcugnis beizuiLließen. •* Ter 11 e 111 n n i g e Verein hält am nächsten ontoq seine Tcjfinber*tQdom,n(unq im .Gmbont* ob. Professor 111 Habt wird darin einen Vottrag über bie Auf. iben dc- Liberoli-mus nach der Finanzreform ballen. *• Ä unfloeretn. Die Geiitälbe-Aurfteliunq am ^rand ist von morgen an wieder geöffnet. linier den lo& "U ausgestellten Celneuialben, Aquarellen, Rabierungro. '.cichninigen und Plaftiken bennden sich Werke von Pros. Voin-München, Piof. llousniann-München, Prof. Keller- icutlmgen-München. Prof. L. Willroider-Miiuchen. Pro». Touzetle-Boilh o. d. CHire, Prof. Müllcr.llarnibff.Adrrnsdov, .’l. Sanber-Trreden, Prof. Makenfm-Wrimar, Prof. Röchlmg. Utwrlottrnburg, I. v. Schloegrl-Mnnchcn. 0. Lynch of To>vn. l'iunchrn. I. G. Mobr-Frankfutt, M. Za(oiq-Bnlin. Hans am Endr-L. Blodersohn, Pros. Brelmg - Worpswede unb W. Bortbcl-Dießen. - Ritters bau«-Konzert: Ter au-qrznchnet» Tenor,ft fgl. Hofopernsänger Alfred Ritters haus wird seiunäch'i roirbei ein Konzert hier veranstalten und zwar men Wagner- unb Balladen-Abend. Tas Programm ist völlig neu. *• Neue« Straßenprojekt. Von einer Anzahl Anlieger be« Selters w eqes wirb ein Ltraßenprojekt be« taten und zwar fand gestern brflhalb eine Versammlung hnrzu im .Prinz Lari' statt. Tie proirhterte Straße soll von der Süd-Anlage längs des Sclterswrges nach der Goetbeuraße führen, um den Leltcr»ioeg von dem lästigen Fubrwett«. verlebr zu entlailrn und gleichzeitig da« Gelände zivlfchen LrllerSweg und Süd-Anloge zu erichl«rßen. Hoffentlich wirb «ine Einigung über bas Projekt erzielt, da hieimit etn« der schönsten Villnivirttel der Stadt erichloffen werben dürfte. Auch wird die Sub-Anlage durch Enljernung des Schoar- graben« bebculenb geminnen unb ber durch die elekmiche Straßenbahn so sehr beengte Seller-iveg von bem Fuhrioerk- oerfebr sehr entlastet werden. ** Die Slraßrnbahn hat om Donnerstag zum crftcnmale seit ihrem Belieben unter 3000 Fobrgäflen (27Ht) befördert. E« ift die« Wasser in den Wem der Kommunal- Politiker, bie jetzt schon ein billiges Abonnement auf bet Straßenbahn verlangen. — Da« Postamt, bem für ferne Beamten, die dienstlich die Straßenbabn benutzen wall« iBriefträger ic.), dieselbe Brrgünfligung eingrräumt wurde wie den Aemtcrn der Stadt (für dirnftliche Fahrten ihrer Beamten, für bie Fahri 5 Psg.) wird hiervon Gebrauch machen. — Die Verwaltung der Straßenbahn hat bei der uödM'chen Verwaltung den Antrag gestellt, daß bie Gestellung von Sonderivagen besonder« spät am Abend und in be* Nachtstunden zuqelaffen werden soll unb der Preis hierfür auf 10 Mk. festgesetzt wird. Bei voller Ausnutzung des Wagen« beträgt bie« 26 Psg. für bie Person. ••Tie Fünfziger von 1910 sinb für nächste« SomStag, 18. Tez., zu einer Besprechung übet die näch'r» lübrige Feier be« alten schönen Brauche« in die Restauration Sauer eingelaben. (5. Ins.). • Flüchtig. Ein hieüger Kaufmann hotte vor kurze» einen jungen Handlungsgehilfen, der von der HanbelAfchuft kam, eingestellt. Gestern mittag entwendete der pinge Mana feinem Prinzipal einen Beutel mit 640 Mk. und ging alsbald flüchtig. • Gestohlen. Einem jungen Manne wurden gefim abend in ber Blechstraße von einem Handkarren zwei Paket« Papier gestohlen. Der Eigentümer setzt eine Belohnung für den au«, der den Täter bezeichnen kann. Die Darms! ädterTirektio über Preußischen Ä'lassenlotterie soll ausgehoben werd«. Seit Donnerstag weilt der Präsident der Lotterie, (Ni Lbernnanzrat Bonnenberg-Bcrlin in Tarmstadt, um diesbezügliche Beratungen zu pflegen. Als twr ctioa wn Fahren bie Unter-Direktton errichtet wurde, war man ft* herüber einig, daß c« sich um ein Provisorium bandel» würde, zumal im Lause dieser Jahre die Gesdrästsstellen t* Braunschweig und Thüringen eingingen und der Darmstädter Geschäftsstelle angegliedert wurden, schon mit der 221. Ziehung. Auch für Elsaß-fiothringen waren Unterhandlungen schon tm Gange, bi- man au« Sparsamkeit^ rüd)id>tcn zu dem Plane (am, auch bic Tarmftadter Unter- Dircklion aufzuheben, da die erheblichen Sofien tn keinem Verbaltnrjie zu den Vorteilen ftünben, zumal bic Äule für bte Geschäftsstelle allein 1000 Mark verschlingen soll Bei ber Einrichtung vor vier Jahren waren bie heffifchen Beamten in preußische Staatsdienste eingetreten Jetzt wirb mit ihnen verhandelt wegen ihres Eintrittes in die Berliner Direktion und Ueberfiebelung nach bort. Im ganzen bandelt e- fich imt sechs ober sichen Beamte Tie Ginghebening naw Berlin soll mü dem 1. Januar 1911 erfolgen Tu teW bestehenden Einnehmerstellen bleiben selbstredend mit ihrem Bcarntenstabe erhalten. Die hes.ifche 'Jkgiening, her bie Entscheidung obliegt, soll tm Prtnzw mit ber Au»- Hebung der GeschästSftelle einverstanden sein * ö ebe r bic Zucht st ationen für das voaelstzerser jtnw unrb unS von einem Londnnrt peichricben Ti« mü fo no^nmifom mns Leben flmirCTtm ^uLrst.'.ricmen t** vosels- berget Rindviehes flohen auS mir das V'tnlnarr S* eßen Z>- erft Deregte bet ZuBtt-iedboi m fcotrbfrfl a b 0., bann der *a Eichenrvb Jetzt geht audi der .3udi:r:ebbof au* der vm« «r ben letzten Fünen Es sollen hier -^cr'udx mü Fronftmvich aus der bayerischen Rhöngegead qrm.-.'ti: txrboi unb imb lebe* lirei stück angrrauh worden D.-rblnbt dann nach der Jllchkvuhho' »u Hof Zwiefalten Ufbrrbcup.1 haben sich bie Huckt' Dtebbäre des Beifalls der oberbriftid-en Bevölkerung RidW I« edieaen gehabt. Wahre« Geschichichen. (hn Metzarr ans Siche» (ehrte in einer Wirtschaft eines oberb-f'ischen Tod<4 et» eeh erkundigte sich noch dem Befinden des '?au. r :trr.< T< r Metzger frage nack bem alten tranken Pf erb. bat am Morg-n des Tages wrmbd w«. - Steinberg. 10. Tez. ,Verspätet eingegangen > Ter Gesangverein „Sintrachf fnette om Sonn- .ag fein 40|ähtiges Stiftung-fest wozu bie (9** fangt?ereine unserer Gemeinde ^Jugendfreund", <90- blick nur angverein nzert in der im den Bc- aus ne wurden karren zwei N ine BelohnuiiS - i hatte vor fnr/i der Han-elsit- e der junge Ä« lk. und ging ü Donnerstag p Zadrgäslen (218 i der ftommuni innement auj t t, dem für ser! benutzen n>sL nngeraumt rorr'.- iche Fahrten ip hiervon ®cbt^ bahn hat bei fc daß die iStfleOc« >end und in da der Preis biene 1 Ausnutzung W in. md für nachl» über die nöchb n die Reflaurütll dem benachbarten Laiinsbach. Man fand ihn tot unweit der [)ieftocn Station; er mar von dem Zug, der gegen 8 U()i van Wetzlar l;ier eintrifft, überfahren morden. Wahrscheinlich hat der bltjahriqe iOkann infolge seiner Schmerhöiigkclt und der bereichenden Dunkelheit seinen Tod gefunden, Kehr mar nie Streckenmarter tätig und trug sich mit dem Gedanken, bcmnädvt in den Nubestand zu treten. Marburg, 10. Dez. In die Klinik wurden zwei Männer aus Rosenthal eingeliefert, die beim Schlachten einer Kuh behilflich gewesen waren, die sich nachträglich ils m i l z t r a n t erwiesen hatte. — Vorgestern abend gegen sechs Uhr landete bei N i e d e r-F i s cy b a ch ein Luftballon, der in Köln um ein Uhr mittags zu einer vissenschaftlichen .Götzenfahrt aufgestiegen war und 4000 Meter Höhe erreicht hat. iC ouegezeich^ ‘fr§l)aiis v lQlkn und iim ‘ $QS Progi^; J. e'u-r :!rQ6enprojth fo rfanimlimg rave soll oon i . beo SoetheiKci; "'gen Fuhriv«^ Eeiande Hoßentlich w* hiennit eins y. 1 werden biir> »ng des rch die elellr^ n dem Fuhrivr^ Eingesandt. ^ür Form und Jnball aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Eine Leserin des „G. A." vermißt in meinem gestrigen „Eingesandt", in dem ich das Weber sche Pluralwahlrecht mit gebührendem Ernst behandelte, meine Stellung zum Frauenstimmrecht. Die Sache ist nicht gerade sehr einfach. So viel scheint mir aber sicher zu sein, daß hier eine Privilegierung des höheren Alters bei der Stimmabgabe auf unsere „Susfragettes" ernüchternd wirken könnte. Es ist ein Gebot der Galanterie, daß bei unfern Damen das Doppelstimmrecht schon beim dreißigsten Lebensjahre beginnt, daß aber Fürsorge getragen wird, daß dabei keine Konterdeklarationen stattfinden. Vielleicht kann man das Pluralwahlrecht auch mit der Kinderzahl kombinieren. Aber darüber sind sich die Gelehrten noch nicht einig. Jur alle Fälle erössnen die jüngsten Beschlüsse der Zweiten hessischen Kammer weite und interessante Perspektiven. Gießen, den 11. Dezember 1909 M. B. nuniü", „Sängerkranz" und „Harmonie" erschienen waren Der geräumige Saal zum grünen Baum war bis auf den letzten Platz besetzt. Die Gesangvorträge fanden großen Beifall, die Kapelle .Harnisch konzertierte. 3. Lich, 10. Dez Der Fernsprechverkehr nimmt hier ständig zu. Mit den 10 Nebenstellen besteht das hiesige Ortsfern'prechuctz aus CO Teilnehmeranschlü,sen. Technische Gründe sprayen dafür, diese Anschlüsse in Fernsprcchkabel zu legen. Ein solches ist bereits kürzlich vom Poslumt bis inm Rathaus gelegt worden: von hier verteilen sich die Leitungen in verschiedenen Richtungen wieder oberirdisch. In den nächsten Tagen wird ein zweites Kabel vom Postamt nach einein (tebäiibc ber Brauerei Ihring g l gt, von wo die oberirdische Weitersührung nach der Hungener Straße erfolgt. — Unli*c Milwirkung hiesiger und auswärtiger Kräfte beabsichtigt der e v a n g. K i r ch e n am Abend des 4. Advent sonn tag es ein Stiftskirche abzuhalten. Der Eintrittspreis ist" in mäßigen Grenzen gehalten. Mit Rücksicht auf den guten Zweck des KvnzertS und die Bemühungen des Vereins wäre eine rege Beteiligung sehr erwünscht. gezahlt morden. X Wißmar, 10. Dez. Ein Opfer seines riifes wurde gestern abend der Bahnwärter Kehr n der Prelis -hoben iw er Lotterie,» mstadt, um M i vor etwa t -de, war ntanC visorium V'- NeschästsM' und der W m, Dn en waren As SpE armftabier ;; .jp M oc. ibt SsjeM iet irrte -r. Treis a. d. Lda., 10. Dez. Im hiesigen Gemeindc- wald ereignete lich heute ein bedauerlicher Unglücksfall, indem der 24jähriqe Waldarbeiter Müller beim Holzfällen von einem Baum getroffen wurde. Eine Anzahl ■Minne wurde durch Abhauen der Wurzel zum Fällen vor- bereitet, die dann gemeinsam mederfallen sollten. Dadurch, daß ein Baum früher zu Fall kam, alS beabsichtigt war, kürzten sämtliche angehaneuen Bäume zur Erde, ivodurch der verunglückte, der noch mit Abhauen beschäftigt war, sich iicht mehr retten konnte. Sein Zustand soll bedenklich sein, iroBbem er mit dem Wagen d.s Bürgermeisters Benner sofort nach Hause geholt wurde und em Arzt alsbald zur Kleine Taaescbrouik. Der Roman-Schriftsteller Karl Böttcher i-fv im Alter von 57 Jahren im Kreiskrankenhaus zu Groß-Lichterfelde gestorben. Der Nobel-Ausschuß verteilte gleichzeitig mit den bereits mitgeteiften anderen Preisen, gestern zu gleichen Teilen den F r i e - denspreis an den ehernallien be grschen Ministerpräsidenten B e r n a e r t und an den franzoi sichen Senator d'E st o u r n e l l e s d e Constant. Die A u s s ch m ü ck u n g s k o rn rn i s s i o n des Reichstages beschloß den Ankauf des Leubachschen Bisrnarckgernäldes. In Hamburg starb auch der Arbeiter Brüggmann, der bei der Gas-Explosion schwere Verletzungen erlitten hat. Die Zahl der Toten beläuft sich nun auf 18. Das Befinden zweier schwer Verletzten ist bedenklich. Leute findet die gemeinsame Bestattung der Opfer statt. GrafZevpelin verbrachte irnKatharinenhosvital zu Stuttgart, wohin er sich auf Anraten der Aerzte begab, eine ziemlich unruhige Nacht, doch trat im Laufe des heutigen Tages eine Besserung im Allgemeinbefinden ein. Die Wunde am Halse ist leicht entzündet, zu Besorgnissen liegt jedoch kein Anlaß vor. . Von den elf Fischerbooten aus Finkenwärder, die fett dem Sturm vom 3. Dez. vermißt werden, ist noch keine Nachricht eingetrofsen. Man muß daher annehmen, daß sie mit der ganzen Bemannung von über 40 Fischern in der Nordsee untergegangen sind. Infolge eines Dammbruches des Flusses Irvine wurde die Kohlengrube zu Kilmarnock überschwemmt. Zehn Mann wurden lebend darin eingeschlossen. schönsten Verlauf. Der Großherzog verweilte dis gegen 11 Uhr in angeregtester Stimmung bei den Offizieren und war äußerst befriedigt über die dargebotenen Anfführungen. Vom C m^icrfoipS wurde dein Landcsherrn ein prachtvolles Bliimenbukelt für die Großherzogin überreicht. o. Oberwetz, 10. Dez. Bisher wurden hiersclbst keine Gemeinde steuern erhoben, mos wohl für die Folge anders narben dürfte. Oberwetz wurde nämlich dem Verkehr erschlossen und durch Straßenbau mit seinen Nachbargemeinden i i Verbindung gesetzt. Es handelt sich nm den Ausbau zwischen Oberkleen und Oderwitz »md Vollnkirchen nnd Oberkleen in einer Gesamtlänge von 5,387 Kilometer. Zu dem No'ienanschlag von 46 000 Mk. sind von der Provinz de» Äemenide Oberivetz eine Beihilfe von 4780 Nlk. und d.r lKemeinde Vollnkirchen eine solche von 2230 Mk. beivilligi woiden. Für die Gemeinde Oberkleen ist eine Beihilfe von 8317 Mk. beantragt und 3000'Mk. als erste Rate schon aus- •Morn1 ( 3nn halten. 1 .äüj ti'S? %****; 6.6 die Tiskontermäßigung der San? oon England, bte man pear sckon vor einiger Zeit in Betracht gezogen, spater aber im SD in* die innerpolitischen Verhältnisse und den Jahresschluß Frankfurt a. M., 11. Dez. Vor der Strafkammer standen intern drei internationale D-Zug-Diebe, nämlich Der Konfitürenhändler Baruch Schapiro aus Grodno, der Pferdehändler Teosil Swersbutowitz aus Utschian und der Kaufmann Lilhelm Jankoivitsch aus Dorpat. Das Urteck lautete wegen Bandendiebstahls in drei Fällen auf je acht Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust und Polizeiaufsicht. W. W i e s bade», 10. Dez. Zu der Klage des Grafen Merenberg, Sohu des verdorbenen Prinzen Nikolaus von i ^ailan, gegen die Erbgroßherzogin oon Luxemburg s ehemaligen nassauischen vauies ist beule ein vergleich ab- ^schlossen worden, wonach Graf Merenberg vom Todestage seines Liters ab von dem Inrembnrgihben pause eine jährliche Apanage 2 in $)öhe von 4 0 O«iO Ai f. beucht. w. Stuttgart, 10. Dez. Das Schwurgericht verurteilte heute den Schneider Zwicker ans Unter-Türkheim wegen | Brandstiftung in neun Fällen zu acht Jahren Zuch thaus, I abzüglich zwei Monate Untersuchungshaft, und zehn Jahren Ehr- • Verlust, außerdem wurde Polizeiaufsicht für zulässig erkannt. .Ler i Verurteilte beging die Branbüiftungen, um als Versicherungsagent durch Neuaufnahmen in die t^cuerverstcherung t Geschäfte zu machen. w . . , . , Thorn, 11. Dez. Wegen Mil;Handlung eines i Untergebenen im Dienst in zwei Fällen verurteilte gestern s das Kriegsgericht dm Leutnant Albert ch i m m e l p f e n g tom 61. Jnfaiiterie-Regirnent zu zwölf Tagen Stubenarrest. Leitmeritz. 10. Dez. Eine Gastwirtin, die ihren Gatten im Streite getötet und die Reiche unter der Kegelbahn verscharrt hatte, wurde von den Geschworenen Tret» ge sprach en.__ vörsen-WochcnberiLt. — Frankfurt a. M., 10. Dez. Tas charakteristischste Merkmal der Börse bildete in dieser Doch: die Neigung, bestehendeEngagements^uver- mindern. Wenn das angebotene Material auch ohne schwierig- Enten Unterkommen sand, so standen doch die Kurie.insoweit ! unter dem Druck der Realil'itionen, daß weist kleine Aä- '-'wächungcn zu verzeichnen sind. Gründe mr das^Nachlaisen der : b'-s vor kurzem so stürmischen Kauflust sind kaum vorhan^n, und rran wird das Bestreben, eine Verminderung der Lervflich ungeii wrzunehmen, wohl nur auf den bevorstehenden Jahresichlutz inw bm zu erwarte,wen großeii Geldbedarf iurud)uTuhrut b - Obwohl nun die Verhältnisse am Geldmarkt bi.' iey umnenswerte Verschlechterung erfahren haben, lo Nno emige Bedenken ausgetaucht. Man wem, da» im ^mber gestrigste 2nwrüche an den Geldmarkt herantreten und durch die >>uruch CUtung der großen Geldgeber in den letzten Tagen, o daß mch der Prioatdiskonto sich auf 43/$ d^oz. °^^T^l,i„dljch- treantaßt worden, für die Regulierung schwebender Verbindlich Enten 3u sorgen. Dars auch mit ziem licher sicher Helt ang werden, daß die Reichsbant mit ihrer Rate von 5 Pro«, .über I ^-n Jahresschluß hinauslommen wird, lo durfte doch o ^mbmbiinäiuB ron 6 $rOi. ber Satz. Ml biläÄ buem ähnlicl-cn Stande sich bewegen. Eme Ueberra|u)ung stelle war. Worms. 10. Dez. Die Chambordfeier Ossizierkorvs des Jns.-Reg. Nr. 118 nahm gestern rvicder angezweifelt Harle. Schrecket die Erleichterung am englischen Geldmärkte fort, so wird auch der Banksatz weiter nach unten gehen und die Deutsche Reichsbank wird sich im neuen Jahre dem Vorgehen bald anschließen können. An den Aus- Ian i> s b ö r s e n hat die Maßnahme der Bank von England ebenfalls günstigen Eindruck hervorgerusen. In London mürben die innerpolitischen Sorgen zurückgedrängt und die Kurse konnten sich aus fast allen Gebieten, selbst aus dem Minenmarkt, erholen. Wien und Paris verkehrten in zuversichtlicherer Stimmung, unb auch an der Newnorker Börse ist wieder eine freundlichere Tendenz zum Durchbruch gekommen. Die Botschaft des Präsidenten Taft hat keine Verstimmung hinterlassen, vielmehr das Vertrauen zu einer durch gesetzgeberische Maßnahmen ungestörten Fortdauer des wirtschaftlichen Aufschwungs noch befestigt. Wie sehr auch die deutschen Märkte unter dem suggestiven Einfluß der Äoffnung auf einen allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung stehen, zeigt das Interesse für Jndustriepaviere, von denen einzelne auch in dieser Woche erhöhter Kauflust begegneten. Montan- Papiere und Bankaktien hatten unter Glattstellungen etwas Zu leiben. Dagegen konnten sich Kaliaktien auf die gebesserten Aussichten für das Snndikat erholen. Größeres Interesse zeig'e sich auch für Transportanstalten, namentlich für üamburacr Patel, Schanlung-Eisenbahn-Aktien und Otavi- toerte. Heimische und fremde Fonds lagen ziemlich fest, namentlich waren Russen weiter begünstigt. Dcrinifcbtcs. ♦ Starke Schneefälle. In München sind so gewaltige Schneemassen niedergegangen, daß die Schneehöhe mehr als einen halben Meter beträgt. Der Verkehr auf den 25 Straßenbahnlinien ist unterbrochen. Aahllose Fuhrwerke blieben im Schnee stecken Durch die Schneelast wurden viele Bäume geknickt. Hunderte von Arbeitern sind mit der Freilegung der Straßen beschäftigt. Im Eisenbahnverkehr sind )o große Störungen eingetreten, daß militärische Hilfe zur Freimachung der Strecken herangezvgen werden mnßte. Der Pariser Expreßzug, der um V27 Uhr in München eintveffen sollte, ist ausgäblieben, so daß von München aus ein Ersa^zug ab- gelasien werden mußte. — Gleichzeitig haben bie Straßen- arbeiter die Arbeit eingestellt. 'Sie verlangen eine Erhöhung des Stnndenlohnes von 35 auf 4o Pfg. Es kommen etwa 1000 Arbeiter in Frage. — In ganz Tirol herrscht ebenfalls außergewöhnlich starker Schneefall. In Ost-Tirol liegt der Schnee über zwei Meter hoch. * Nur nicht schreiben! Tie Hamburger Nachrichten" erzählen folgenden netten Vorfall: Aus einem Torfe, drei Stunden von Celle, kam dieser Tage ein Bauersmann zu einem Celler Fabrikanten, ihn nach dem Preise einer Ware zu fragen, die er int Dezember brauche. Wie es sich herausstellte, hatte der Mann nichts weiter in der Stadt zu tun und wollte sofort wieder zurück. Als der Prokurist ihm bedeutete, er hätte sich doch viel leichter durch eine einfache Postkarte erkundigen können, meinte der Bauer: „Och, mit bat Schrieben is dat ümmer tau umständli ch." Ter Mann war also lieber s e ch Stunden zu Fuß gegangen, als daß er eine Postkarte von vielleicht fünf Zeuen schrieb! Ein hübscher B.leg zu der Redensart: „Mannig Bur lad't lieber twee Feuer Meß (Dünger) as dat he eenen Breis schüfst." * Kostbare Perlen. Aus Paris wird berichtet: Einen außerordentlich hohen Preis erzielte bei der jüngsten Vevsteigernng der 5bunstschätze uno Juwelen der Sammlung Polovisof ein kostbares Perlentollier, das für nicht weniger als 880000 Mark von e.nem Par ser Händler erworben wurde. Tas wertvolle Stück war ein Halsband, das sich au» vier Perlenschnuren zusammen setzte, die einzeln versteigert wurden. Das erste Band mit 43 Perlen brachte 66 400 Mi., das zweite Band mit 41 Perlen 152 000 Mk, das dritte Band mit 45 besonders schönen Perlen 4'8 400Mt. und da» letzte Band mit 47 Perlen 145 600 Mk. Ein prachtvolles Tiamautdiadem wurde für 2.2103 Mk. zugeschlagen. Ein anderes Sck)muckstück, bo5 aus sieben wundervollen Brillanten und acht großen Perlen sowie kleinerem Br.llant- zierrat bestand, erzielte 111200 Mk. und eine Kette von 72 Diamanten 105 600 Mk. Insgesamt brachten die Juwelen der Sammlung 1425 400 Mark. * Trost. Feldwebel: ,,Warum meinen Sie, Piefke?" — Rekrut: „Meine Braut ist mir untreu geworden!" — Feldwebel: „Dummes Zeug, deshalb zu meinen.... beim Militär verhungert keiner!" ©rüiiberg, 10. Dez Gesackten Sie, daß ich auf einige Mißstände in der Nähe unjerer Stadl, aus der Kreisstraße, uv durch Unglücksfälle entstehen können, miimertsam mache. 1. Am neuen »Steinweg, gerade da, mo dieser bie scharfe Krümmung nach bc.n alten Dminn zu macht, sind Abwcis- steinc angebracht. Was diese dort eigentlich hm, weiß niemand Sie neben aber so hindernd im Wege, an tx-n Abweis steinen sieht man, 130 die Wagen daran abgevrelli sind. Sollte aber ein Automobil, das schon 'Mühe hat, die starke Krümmung zu bemeiftem, gegen einen solchen Abweisslein fahren, bamt Adieu Auto, bann liegen Automobil unb Menschen in Stücken. 2. An berfefben Straße, am neuen Steinweg, auf ber west lieben Seite, befinbet sich ein ziemlich tie'e* Tal. Um h er Unglücks- fäÜe ui Derrn eiben, sind längs der Straße AbweiSsteine t möglich ift daß ein wieder bie Mauer sahtende» 'Fuhnvcrk ober Auwinvbil über Die Mauer stürzen unb so in ber schauerlichen Tiefe oeridyminben würbe. Auch hier muß ein Gelanber von Eisen noch auf bie Seitcnmaueni angebracht werden. 4. An der neuen Ziegelbergstraße, unweit der Ziegelei, ist die neue Chaussee so hoch aufgcfüllt, baß bei burdygebenben ober störrischen Pserben leickck ein Unglüd uortommen kann. Auch Lj er muß ein Schutzgcländer angebracht werden. Literarisches- — Zur Dreijahrhundert-Feier ber Stadt Elberfeld im Juli 1910 werden schon jetzt umfanqreictic Aor- bereuungen getroffen. Eine große Zahl von Ausschüssen, Die von der Ltadtverwaltuna gewählt, finb^beicits tätig, um eine würdige ,xeier zustande zu bringen. Eine Festschrift int Umfange oon 450 bis 500 Qnaiiseiten mit über 20') Abbildungen wird mit Unterst ntzung Der städtischen Behörde im Beilage der Buchdruckerei 3. H. Born, Elberfeld, tm Mai n Is. heraiiögegeben, in Der die seitens des Bergischen GeschichtsoereinS und alter (Slbenelbec Aöiiulten geiicbeiieii interessantesten unb bebeutianiüen Abbildungen aus Der Geschichte Elberfelds nufgeuoininen werden. Ter 1. Teck des Werkes, „Tas alte Elberfeld", wird von Dem bekannten Lokal- Inftorifev Cito Schell (einem müercrDhtarbcüei) bcnri'eiiet, während Die 10 Abschnitte des 2. Teils, „Tas neue Elberfeld", von iö in den einzelnen (Gebieten bewanderten Elberfeldern bis zur Gegenwart qeidiitDeit werden. Märkte. F.C. D?icsbadcn. Diehhai-Alarktbericht vom 10.Dez. Auftrieb: Rinder 89, Kälber 139, Schafe 35, Schweine 234. Tendenz. Rinder gedrückt, Kalber flau, echote stau, Schweine mittelmäßig. Breis Tnrch- pro 100 Md. schmttspreis Lebend- S»lad)t. pV0 100 Pfund _ flervidjt veoenb» Sdiladit, Ochsen. von-biS von-biS flcn)id)t Lallfleischiqe, ansaeinaüete. Höchsten echlachiiverlee, Höchstens 6 Jahre alt 41—44 76—80 42 77 Junge, fleischige, nicht ausgeinaiieie und ältere ausgemäiiete...... 37—40 71—75 38 73 Färsen, K ü H e. Potlfleifchiqe ausgeniästete sZärsen Höchst. echlachtivertes 37 — 41 70—76 39 73 BolMenchigc ansgcmäftete Kühe höchst. Schlacht wertes bis zu 7 Jahren . . 38—36 65—70 84 67 Aeltere ansqeimislete Kühe irnb wenig gilt entwickelte jüngereSlühe it. Färien 29—32 68—64 30 61 biouig genährte Hübe nnd Färsen . . 24—27 4 - 52 25 49 Gering genährte Rübe und Farjen . . 18—22 31—38 20 34 Kälber. Feinste Plast- (Bollmilchinast) und beste Sangkälber 45 — 49 75—80 47 77 Mittlere Blast- unb gute Saugkälber . 39—43 65 — 72 41 68 Schafe. Mastlännner uud jüngere Masthanmiel 35-00 70-00 36 70 S ch iv eine. Bonfleifchige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewichi........ 68—59 74—75 58 74 Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 68—59 74—75 58 74 Bollfletschige Schweine über 2'/, Zentner Lebendgewicht 56—58 72 — 74 57 73 3euschweinc über 3 Zentner Lebendgew. 56—58 72—74 57 73 LLirchliche Naclirichten. Evaiigeiische weineinoe. Tie Kinder der Alarkusgemeinde nehmen an dem Gottesdienst, Der Sonntag nachmittag 2*i, Uhr in der Stadtkirche fiatt- findet, nicht teil. Ntir bie zuni Aufsagen bei Der Weihnachtsfeier bestimmten Kinder wollen sich gegen 3l/7 Uhr eiiifinben. Amtlicher Wetterbericht. Oeff entliehe Wetterbien st stelle Gießen. Allgemeine Wetterlage heute morgen 8 Uhr. Tas westliche Tiefbnidgebiet ist vorzugsweise nordösUich abgezogen, ein Rest lagert noch bei Irland, nur langsam ostwärts vordiingend. Daher lieht ganz Hessen inner Dem Einfluß hohen Druckes, der jetzt über Osteuropa liegt. Das Wetter ist trocken, tiüb unb ruhig; dazu benscht in den Ebenen ganz leichter Frost, stärkerer in beu Mittel- qebtrgen. — Tas westliche Tiei scheint letzt etwas energischer voi- zubrmgen, so baß auch in Mitteldeutschland Niederschläoe eintreten. S ch n e e b e r i ch t. fDhttelgebirge Frost unb gute Schlbabnen. tzoherodskopf 5 Grad Kalte, 20 cm Schnee, gute Schibahn. Schotten kein Schnee, 'Michelbach Schibahn. F e l b b e r g 6 Grad Kalte, 35 cm Schnee, Schibahnen gut Wetteranssichten in öefien am Sonntag dem 13. Dezember 1909: Meist trüb, Niederschläge, meist Schnee, etwas milder. Griginal-Drahtineldungen. Paris, 11. T^. In einer in ber Universität Deranitxrlteten Versammlung kam es zu einer furchtbaren Schlägerei zwischen republikanisch gesinnten Studenten und Camelots de r o i, bei ber mehrere Stubent en verwundet wurden. Paris, 11. Dez. Nach Berichten eines aus Afrika ;urück- gekehrten Reisenden, ist die Lage an der Elfenbeinküste l e h r e r n st. In einem Gefecht seien ein Leutnant und zwanzig Senegalschützen gefallen. Th. Brück Grossh. Hess. Hoflieferant. Ecke Schlossgasse - Brandplatz. Rohr-Sessel von Mk. 6.50 an O"/„ bis Mk. 55.— modern gebeizt und gepolstert. Aparte Neuheiten Kinderstühle und Tischchen h di* En gros En detail Zeichnungen und Vorschläge Kostenlos Export Zigarren-Import 67U Statt besonderer Anzeige Hierzu ladet Argeben Tarnen. Turf von i» Katia* (H labet hreunbhrt) i cui Nuüav Roenvcn. Vereine FranKo-Lieferung Dauernde Garantie Darmstadt 1901: PlaKette Darmstadt 1904: Plakette DardxsUdt 1908; PUKctle Ausste lungshäuser: Elisabethen-Str. 34 und Zimmer-Strasse 2 u. 4. FabriKgeb. 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Lebensjahre nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Carl Berg. Giessen (Landgraf-Philipp-Platz 8), den 11. Dezember 1909. Die Beerdigung findet Dienstes den 14. ds. Ute. nadimittage 3*/, Uhr, von der Kapelle dee neuen Fried Lute aut start 6714 In Freieren, sowie lophiBda m Troelenavparat ei.nvfietzii te UM) Orkut «ei», Tchiffenberger Weg vlll eilbrrc $Jtbtrtifn| |. Hliitinritrn=ßriM <*rbn 1910. (iyarn. Cfmi u. Herbfl OK W nadiroc#1 liL mit nut und «ehr ed beilanbrn. MJlcibunarn uni = J. Ä. '474 an Stadali A IRoffe, Arantfurt a. 9t- r—7 rametag, IM. Zes» ' n/ abend» " , Udr runki! r l D\ '» riciRs raalda» ! Wtllm»chlsfkiei mH Ball. Wegen tfinlobumrtfflrlfe l* • runfl von 6c man iub an den I. ttei üb*“»** xclepuun L» gu Xeleubon SÖ7 .. .. Weihnachts-Geschenken 1 empfrbk — . — Körbchen und Kistchen — in verschiedenen nuUimnen Weine. Cbamvagner. «toguak. Arrak, Nam. 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