Jahrgang Nr. 13 Viertes Blatt 159 Erscheint tLgllch mit Ausnahme des Sonntag-. dL/ÄÄ'L°S- llton« x ^Qnuat ifi?6 Ochjeuslehch Schweinefleisch Schlveiuesleisch, gesalzen, pr. Psd, vr. Piund 80—99 Psg., tiirossh. Polizelaxat. Reinhart. Bu/j Auszug a. ö. ZtandeLamlLrcgijrern der Liadt MchLL Jan. 8. heitsvorbeugungsmlltcl par excellence. m bei Mil'ährte, überall bekannte was es in Kaßee- Zujätzen gibt, wenigstens so viel als möglich zur Abtötung „latenter" Bakterien getan zu haben, so muß inan möglichst regelmäßig ein geeignetes Antiseplitum itt Anwendung bringen, das imstande ist, auch an verborgene Stellen vorzudringen. Es gibt derzeit kein Mittel, das diese ungemein Wichtige Ausgabe so sicher und dabei auf eine so leichte, angenehme Weise erfüllt, wie die Formamint Tabletten der bekannten Firma Bauer L Cie. (Berlin SW. 48). Zahlreiche übereinstimmende Erfahrungen angesehener Kliniker und Praktiker haben die Wirkung dieser Tabletten bei bett verschiedensten ansteckenden Krankheiten sicher erwiesen. Es seien hier nur katarrhalische und eitrige Entzündungen, Zahn- und Zahnfleischerkrankungen, Rcandel- affektionen, Hals- und Rachenkatarrh (zumal bei Rauchern und Sängern) erwähnt. Bei Scharlach, Masern, Diphtherie u. o. haben sie sich bereits bewährt. Tie Wirrung der Formamint-Tabletten beruht darauf, daß das in ihnen enthaltene Formamint ini Mund ein Des- iufiziens abscheidet, das, vollkommen unschädlich filr den Menschen, sich im Speichel löst und mit diesem eine bakterientötende Flüssigkeit bildet, die selbst in alle die Falten des Rachens und Mundes vordringt, die für Gurgelwässer, Pinselungen usw. unerreichbar bleiben. Diese stark desinfgierende Speichelflüssigkeit vernichtet die Bakterien, ehe dieselben sich fest ansiedeln und die Gifte erzeugen können, 'die in die Blutbahn eindringend die bekannten schweren Krankheitssymptome hervorbringen. Die Formamint-Tabletten erscheinen demnach als das Krank-, Aufgebote. chneider, Atelallarbeiter in (Siegen, mit Ida Sonntag, 17. Jannar,von nacbin. ~ „ |_ M 4 Uhr bis 0 Uhr abends nur geöffnet; iLOOmö^ö Giessen, den 16. Jan. 1908. i selbst die feuchtwarme Luft, die eine Vermehrung dieser Keime sehr begünstigt, schadet in der Regel nicht. Aber in den meisten Fällen wird uns die Verletzung der Schleimhaut, eine kleine Wunde derselben, eine Abstoßung oder Lockerung der Epitheldecke trotz aller Vorsicht und Aufmerksamkeit entgehen, denn solche Stellen sind für das bloße Auge kaum sichtbar und für die so feinfühlige Zunge kaum wahrnehmbar, wenn sie bereits für die Krankheitskeime ein weit offenes Tor bilden. Die Vorsicht gebietet also nicht nur jede mechanische Verletzung der Schleimhaut beim Beißen und Kauen, beim Gebrauch der Gabel, der Zahnbürste, des Zahnstochers usw. zu vermeiden, sondern auch die eingedrungenen, stets in kleinerer oder größerer Anzahl vorhandenen Bakterien am Zahnfleisch, an den Mandeln, am Rachen abzutöten oder wenigstens in ihrer Vermehrung und Weiterentwicklung zu hindern, um auf diese Weise ihrem Vordringen vorzubeugen, für den Fall, daß eine Verletzung durch eine Zerreißung oder Lockerung der Epitheldecke eintritt. Diese Vorsicht ist um so notwendiger, als es erwiesen ist, daß krankheitserregende Bakterien längere Zeit im Ruhezustand und doch jederzeit fähig, ihre verderbliche Wirrung auszuüben, irgendwo im Körper schlummern können. Ferner darf man nicht vergessen, daß z. B. die Mandeln nicht etwa eine glatte Schleimhaut haben, sondern ein förmlich siebartiges, mit zahlreichen Vertiefungen und Drüsenschläuchen besetztes, höckriges Gebilde darstellen, von welchem aus Mandelentzündungen, Hals- und Rachenkrankheiten, Scharlach, Masern, Diphtherie u. a. ihren Ausgangspunkt nehmen. Will man sicher gehen, Die Strptutto Deckender Krankheiten. Die oberen Luftwege als Einsallspforte der Krankheitserreger. Die Wichtigkeit einer rationellen Pflege der Mund- und Rachenhöhle ist heute auch im großen Publikum anerkannt, da es durch zahllose Untersuchungen und Beobachtungen als bewiesen gilt, daß von hier, den „oberen Luftwegen" aus, den Körper zwiefache Gefahren bedrohen. Sind doch Mundhöhle und Rachen der gemeinsame Durchgang sowohl für die Atmungsluft als auch für die Nahrung. Deshalb müssen fast bis zum Kehldeckel, in dessen Nähe sich Lust- und Speisewege trennen, Krankheitskeime sowohl aus der eingeatmeten Luft, in der sie mit Staub vermischt schweben als auch aus den nicht ganz keimfrei zu haltenden Speisen und Getränken die Schleimhäute der Mund- und Rachenhöhle passieren. Damit ist die Möglichkeit und die Wahrscheinlichkeit gegeben, daß sie sich auf der stets mit zäher Feuchtigkeit bedeckten Schleimhaut für längere oder kürzere Zeit festsetzen. Hat nun diese Schleimhaut eine gesunde unverletzte Oberfläche (Epitheldecke), deren Zellen keine Lücken aufweisen und nicht durch Katarrhe gelockert sind, so können etwaige Kranlheitsstoffe nicht in die Tiefe dringen, d. h. in die Lymph- und Blutbahn gelangen, wo sie zu Erkrankungen des Organismus Anlaß geben würden. Der Mensch bleibt also in den meisten Fällen gesund, obgleich Krank- heitskeime sich aus den Schleimhäuten festgesetzt haben, ja öiärhe. Gießen, 16 Januar. SD. uri i ■■ e richt. Auf heutigem Mocken* nuntte kopeie: Bauer pr. Pid. 0.90—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 8-9 Big., Nase pr. St. 6—8 Pf., Kasematte 2 St. 5—6 Psg., Erbsen p. Pid. 18—24 Psg.. Linsen p. Psü. 25—40 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80- 1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 'Ulf., Ganse vr. Pid. 60—70 Pf., Enten pr. Stück IM ins 2,20 Alk., und Rindfleisch Redaktion, Expedition und Druckerei: Echuk* straße 7. Expedition und Verlag: e=@ 51» Redaktion: n ung: x'a3C öur geil Einsicht der -12: «lOUir 90 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 70—78 Psg., vammelfleisch pr. Pid. 60—80 Psg. Karlosseln pr. 100 Kg. 5.50—6.00 Alk.. Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Ml., Milch per Liter 20 Psg., Weißkraut per Stück 10-15 Psg., per Zentner Alk. 0.00—0.00. — Aepiel per Ztt. 8—10 Mk., Birnen per Ztr. 10—15 Alt. Nüsse 100 Stück 50-00 tzig., per Zlr. 0—00 Alt. Märkten von 8—2 kihr. Die nach- fi m „ ß siud Sonntag, 17. Jan., nur von -telnnden v 1 « I V 12 Lhr miiia^s bis 12 ehr nachts tiii driDKt-ndt) EäH»- sicher unzutreflcQ: jD®/, a>r. l^ipper, Wilhelmstr. 2. — Dr. Bleyerhoff, Stld-Anlage 7. Dr. Wiesle, Alicestraase 11- pr. Pslmd 60—80 Psg. ättiiit» K““* 1909 stein mit dem 1. Januar 1909, Steinbach im Amtsgerichtsbezirk Gießen mit dem 5. August 1908, Strebendorf im Amtsgerichtsbezirk Alsfeld mit dem 30. Juli 1908, Treis a. d. Lumda im Amtsgerichtsbezirk Gießen mit dem 20. Januar 1909, Wahlen im Amtsgerichtsbezirk Homberg mit dem 15. September 1908, Wmgerlshausen im Amtsgerichtsbezirk Schotten mit dem 1. Oktober 1908. ** Ausbildung mittlerer Baubeamten. Das Ministerium der Finanzen hat im Einvernehmen mit dem Ministerium des Innern, wie amtlich mitgeteilt wirb, für die Ausbildung und Prüfung im mittleren Staats- und Kreis- dienst im Baufach, die durch eine Verordnung vorn 15. Juli 1908 neugercgelt worden war, Uebergangs - Bestimmungen erlassen. Danach kann die praktische Ausbildung im Baufach bei den Bewerbern, die diese Ausbildung bereits vor Erlaß der neuen Verordnung beendigt haben, auch dann als ausreichend angesehen werden, nnnn sie nur zwei Bau- sommer umfaßt hat und auch, wenn sie in einem anderen Bauhandwerk als den m der neuen Verordnung vorgeschriebenen erlangt wurde. Von dem Erfordernis des Bestehens der Gesellenprüfung ist demgemäß m solchen Fällen abzusehen. Die praktische Tätigkeit, die nach der Prüfung liegt, kann auf den Vorbereitungsdienst angerechnet werden. Auch die Altersgrenze, die auf 25 Jahre feilgesetzt ist, kann ausnahmsweise auf cm höheres Lebensalter ausgedehnt werden. ** Standesamtsnachrichten. Im Jahre 1908 waren in Gießen 1132 Geburten gegen 1081 im Vorjahr zu verzeichnen, von diesen entfallen in 1908 auf eheliche 782 (403 männliche und 379 weibliche) auf uneheliche 350 (191 männliche und 159 weibliche). Auf die einheimische Bevölkerung entfallen an Geburten in 1908 671 (644), wozu noch 461 Geburten von Ortsfremden kommen, die in dcr Frauenklinik und in Anstalten geschehen sind (die im Jahre 1907 437 Geburten ausmachte). Die Zahl der Gestorbenen in 1908 betrüg 644 (gegen 695 m 1907), darunter einheimische Personen 341 (gegen 388 in 1907), Ortsfremde, die in den Kliniken 2c. starben 303 (gegen 226 in 1907). Eheschließungen wurden 1908 184 (226) vorgenommen. Es verstorben in 1908 91 Säuglinge innerhalb des ersten Lebensjahres, darunter 67 von einheimischen und 24 von orts- sremden Eltern J:i 67 Fällen kamen 1908 Todlgeburten vor, die bei den Zahlen der Geburten und Sterbefälle ohne Berücksichtigung blieben. Erfreulich ist das Zurückbleiben der Sterbeziffer der einheimischen Bevölkerung um 43 Personen gegen 1907, denen em kleines Mehr von 26 Geburten gegen 1907 gegenübersteht. Ein untrügliches Zeichen de§ wirtschaftlichen Niederganges bildet aber die Tatsache, daß die Eheschließungell des letzten Jahres gegen dos Vor)ahr um 42 zurückgegangen sind. Die Sterbesälle, verglichen mit den Geburten des Jahres 1908, gaben zu Gunsten der letzteren ein Mehr von 230, em Verhältnis, das überaus günstig zu nennen ist. Lollar, 15. Jan. Der Männergesangverein Germania hielt gestern abend eine anßerordentliche Gelt e r a l v e r s a m m l n n g ab, in der folgender Teschtüß gefaßt wurde: In 2lnbetracht der zurzeit bestehenden ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse, unter denen ein großer Teil der Mitglieder leioet, wird in diesem Jahre ein W e tt- ftreit, zu dem zahlreick)e Einladungen eingegangen sind, nicht besucht. Auch von der Feier eines Stiftungsfestes bezw. Winterfestes wiro Llbstand genommen und besu)lossen, statt dessen ein Wohltätigleits-Konzert, dessen Reinertrag dem hiesigen Verein „K-inoersreund" zwecks Förderung der Kleintinderschule und Kraulcnpflege überwiesen werden soll, zu veranstalten. Die Festlichleit flndet am 21. Februar im Saale zur Linde statt ultd alle Vereine und Korporaliviten in Lollar werden zur Mitloirtung, die gesamte Einlvohner- schast zum Besuche sreundiichst eingeladen. Die Mitwirkung auswärtiger Kräfte ist in Aussicht gestellt. Mein verbünde i mit dem Verkauf grosser Gelegenheitskäufe beginnt bis 16.— Mark Mark 14 — früher No. I 22.— Mark . . II 7) bis 26.— Mark 24.- * 7> n 16.— Mark 18-20 No. I II jetzt m n No. I II Partie Restbestände und Gelegenheitskauf n n n Tuchfaltenröcke, extra weit. Faltenröcke, extra weit, in mod. Plissestoffcn 9.50 g- n Diese Reihe verkaufe ich unter Herstellungswert. Restbestände und Gelegenheitskauf in hocheleganten früher 35—40. jetzt Mk. 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