Nr. 38 Ter Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich EiehenerKamilienblätter; zweimal wöchentl.UreiL- vlattfürdenrrreisSiehen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Zeitsrageu Fernsprech - Anschlüße: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depescherrr Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeige« für die TageSnnw.mer bis vormütagS 9 Uhr. Erstes Blatt ISS.Jahrgang Montag IS. Februar 1809 Rotafionsbrai und vrrlag »er vriitzsschen trnw.-SAch snö Steinbraierei R. fange. Rebaftion, LrpcdMsn nnb Druckerei! Lchuistratze 1. Veznqöpreiv: rnonatlich75Pf^ vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abholc- u. Zweigstellen inonatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.—viertel- jährl. auüschU Bestellg. ZeilenpreiS: lokal IbPs, auswärts 20 Psemtig. Verantwortlich für den politischen Teil: E. Anderson ; f. Feuille- ton und ,Vermischtes" 51. Neurath; für „Stadt u. Santi" und «Gerichts- »ietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Nachklänge zum Besuche der englischen Nönigspaares. Tas englische Königspoar war am SamStag nachmittag rrm 3 Uhr 25 Min. nach einer stürmischen Ueberfahrt in Dover eingetroffen. Die Ankunft in London erfolgte unt 6 Uhr abends. Zum Empfange hatten sich der Prinz und die Prinzessin von WaleZ, Staatssekretär Sir Edward Grey unb Premierminister Asquith eingcfunbüL Eine zahlreiche Volksmenge begrüßte das ‘berrfdrcrtxicr herzlich. Amtlich wird nun in London mitgetcilt: Der König ist von dem Besuch in Berlin sehr befriedigt unb hat die Heimreise ohne Beschwerden zurückgelegt. Er befindet sich entschicken Wähler als bei seiner Abreise nach Deutschland. Der König war damals er Haltet und das kalte Wetter, das Seine Majestät auf dem Kontinent antraf, ließ Vorsichtsmaßregeln ratsam erscheinen Er ist nunmehr wieder hergestellt. Die Königin befindet sich durchaus wohl. Dem Berliner Oberbürgermeister Kirschner ist inzwischen folgende Allerhöchste Kabinettsvrdre zugcgangen: Der König von Großbritannien und Irland hat mich vor feiner Abreise gebeten, der Haupt- und Residenzstadt Berlin nochoimls seinen herzlichen Dank für den freundlichen Empfang auszusprechen, der ihm nitti seiner Erlauchten Gemahlin hier zutxnl geworden ist. Es gereicht mir zur Freude, Sie hiervon in Kenntnis zu setzen. Zugleich ist es mir eia Bedürfnis, Mich meinerseits Tank unb fllnerkemmug zu sagen, für die herzliche Begrüßung meiner Erlauchten Gäste, die prächtige Ausschmückung der Feststrahe und deren einzelnen Gebäude, sowie das sympathische Verhalten dec Berliner Bürgerschaft während der ganzen Dauer des hohen Besuches. Berlin hat durch diese Kundgebungen und Veranstaltungen wesentlich dazu beigetragen, den Aufenthalt der englischen Maje- ftäten zu einem so angenchinen und erfreulichen zu gestalten und dadurch zugleich erneut dem Wunsche des deutschen Volkes Ausdruck verliehen, die freundschaftlichen Beziehungen zu dem stammverwandten englischen Volke zu pflegen und zu stärken. Berlin, 13. Februar 1909. gez. Wilhelm. lieber die politischen Ergebnisse des englischen Besuches ist einstweilen irod) wenig bekannt. Reichskanzler Fürst v. Bülow hat sich, wie der Berliner Korrespondent des Reuterbureaus zuverlässig erführt, über das Ergebnis des englischen Königsbesuchs hoffnungsvoll geäußert und Folgendes erklärt: Der Verlauf der Besprechungen zwischen den englischen und deutschen Staatsmännern habe auch auf deutscher Seite aufrichtige Befriedigung hervor- tjerufen. Die Zuversicht sei begründet, daß durch den Besuch des Königs das Vertrauen in die beiderseitige Loyalität und das Verstärldnis für die politischen Ziele der beiden Reiche auf beiden Seiten gefestigt worden fei. Bei Behandlung der Balkanfrage habe sich eine weitgehende Uebereiustimnumg ergeben, sowohl be- züglich der auf die Erhaltung des Friede ns gerichteten Bestrebungen Englands unb Deutschlands, als auch in der Haltung beider Regierungell gegenüber dem neuen Regime in der Türkei. Er hoffe, daß die öffentliche Meinung in beiocn Läueern dem von den Herrschaften unb Staatsmännern gegebenen Beispiele ehrlicher unb friedlicher Absichten unb aufrichtigen und gegenseitigen ^Lmstehens folgen werde. Tie schlechte Behandlung, die den Vertretern des deutschen Volkes und den Vertretern ter deutschen Presse beim Besuche des englischen Königspaares zuteil geworden ist, muß milder beurteilt tverden, wenn man jetzt die näheren Umstände hört. Off- ziüs wird nänt(id) folgende Darstellung gegeben: Zeitungsmel- buiiij gegenüber ist festzustellen, daß die Absage des Reichstags- präsidenren Grafen Stolberg zum Galadiner, zu Ehren des Königs von England erst im letzten Augenblick infolge plötzlicher Erkrankung in seiner Familie erfolgte, so daß die Einladung eines Stellvertreters des Reichstagspräsidenterr nicht mehr möglich war. Zu dem Ballfest! zu Ehren be? englischen Königspaares sind übrigens das gesamte Reichstagspräsidimn, solche oie Präsidien des Herren- und des Mgevrdnetenhäuses unb außerdem eine große Anzahl von Abgeordneten der verschiedenen Parteien ein geladen gewesen. ।— Die in der Presse mehrfach verbreiteten Bel-auptungen über eine beabsichtigte Zurücksetzung der deutschen Zeitungen durch die Hvfbehörden ober andere amtliche Stellen bei Gelegenheit des Besuches des Königs und der Königin von England Sännen Naci) Ansicht von unterrichteter Seite nur auf irrtümlichen Voraussetzungen ober auf Verkennung der tatsächlichen Verhältnisse beruhen. Die im königlichen Schlosse bei Festlichkeiten im Weißen Saale für nicht als Gäste geladene Personen einzig zur Verfügung stehende Loge bietet nur so beschränkten Raum, daß es ganz ausgeschlossen ist, einer größeren Anzahl von Zuschauern Zutritt' zu gewähren. Unbedingt mürbe dann nur ein kleiner Teil dieser Personen von den Vorgängen im Saale wirklich etwas beobachten föiuien und der Zweck der Zulassung also nicht erfüllt sein. Von den zur Verfügung gewesenen Plätzen erhielt einen der Vertreter des Wvlffschen Bureaus, den anderen der Vertreter der „Leipziger Illustrierten Zeitung". Es durfte dabei angenommen werden, daß durch die Zulassung eines Vertreters des Wplffschen Bureaus der gesamten einheimischen. P 's eine sachliche, auf eigner Anschauung und Kenntnis der Verhältnisse beruhende, sästeunige Berichterstattung über Die für die Allgemeinheit wichtigen Borgange gewährleistet lvird. Wenn die wenigen übrigen Platze diesuml an englische, zimc Teil besonders für diesen Kveck in Berlin eingettvffene Korrespondenten vergeben lernten, so erklärt sich das hinlänglich aus dem Charakter der Festlichkeiten, die zu Ehren des englischen Königspaares veranstaltet waren. Stimmungsdiw ans Sem Reichstage. Berlin, 13. Febr. Am Samstag konnte diesmal die Sitzung wieder wie vordem schon um 11 Uhr beginnen, weil die Kommissionen nicht tagten. Nur zwei Subronünisswnen verhandelten hinter verschlossenen Türen, unb das äußere Bild einer solck-en Subtonmrission bot sich den Tribünenbesuchern auch während der Plenarsitzung dar, denn häufig bildete während der achtstülcdigen Sitzung gerade etwa ein halbes Dutzeicd Abgeordnete auf den Bankreihen unten die Zuhörerschaft der Redner. Gestern harte em Hammelsprung noch ein beschlußfähiges Haus nachgewiescn, heute wohnten der B e r a t n n g des Etats des Herrn von Bethmauu-Hollweg nur noch 50 Abgeordnete bei. Nachdem man vorgestern nrdlich das Gehalt des Staatssekretärs bewilligt hatte, begann man bas Register bei den einzelnen Kapiteln des Etats noch einmal zu ziehen. Herr von Bethmcnm-Hotlweg mit seinen Räten mußte ausharren, aber bve große Mehrheit der Wgevrdneten dachte, als das dem Reichsamt des Innern vorn Seniorenkenvont zugebilligte Kontingent von «jcht. Tagen erledigt war, mit dem alten Rvdensteiner: „Acht jetzt, acht jetzt, gut Nacht jetzt. Einst war ich nicht so brav!" und tat nicht mehr mit Ihr achstündiger uminterbrochener „geistiger Arbeit" wurde dann heute wenigstens das Pensum erledigt Zu wiederholten Malen wurde auch heute der Kölner Aerztestreik besprochen uird das Thenra des benifsgenossen- sclMstliären Reservefonds erörtert Unfallverhütung und Bau- kontwlle und andere Stichworte aus der sozialpolitischen Generaldebatte der letzten Tage führten zum Teil dieselben Redner auf die Tribüne. Größeres Interesse fanden bei der lleinen Korona die Anregungen und Auskünfte, die zu den Spezialkapiteln des Reichsgesundheitsamts, Patentamts und ReichSversicherungsamts gegeben wurden. Der Präsident des Z^ichsgesundheitsamts Dr. Bumm ertoiberte auf einige Anfragen und Wünsche des Dr. M u g d a n über den Verkehr mit Arzneimitteln, die Bleivergiftung, die zur Erwägung stehende Reform des Hebammenwefens und anderes mehr. Der Ministerialdirektor Caspar machte die Honneurs für dos Reichsw-erficherungscnnt, da nach alter Uebung der Präsident dieses Amtes als richterlicher Beamter in die Arena der parlamentarischen Käurpfe nicht hinabsteigt Der nationalliberale Anwalt Dr. Junck und ber fteisü'.nige Syndikus der Berliner Kaufmannschaft Dove vertraten eingehend und sachverständig die Wünsck)e ber beteiligten gewerblichen, technischen und juristtschen Kreise für die Refornr des Patentrechts und die Reorganisation des Patentamts. Eine bekannte Zentrumsnote schlug Herr Er z- berger auch in diesem Jahre an, mit seiner konfessionellen Beschwerde über angebliche Imparität in den von der Landesversicherung ressvrtierenden Heilanstalten, er geriet dabei mit dem Vertreter ber württembergischen Regierung zusammen, der den Vorsitzenden der Württembergischen Versicherungsanstalt gegen seine Angriffe in Schutz nahm, und ihn mit seinen Beschwerden an das württem bergische Ministerium verwies. Die Etatspositionen des Nord-Ostseekanals gaben den schleÄvig-holst.Abgevrdneten Dr. Carstens und Dr. Leonhact zu kritischen Bemerkungen Gelegenheit uni) dann entspann 'ich lei dem Aufsichtsamt für Privatversicherung noch eine längere Auseinaicherseiulng über die Frage der Abonnentenversicherung. Der Abg. B a s s e r m a n n verttat dabei im Naruen seiner Freinrde den S^andprcnkt, daß manklickt, wie es üie Abgg. Dr. Siarcour und Giesberts mit der Zentrumsresolution beabsichtigen, das Kind mit dem Bade ausschütten, sondern zunächst in einer Denkschrift bie Frage Hären solle. Eine lange Reihe von Positionen konnte dann der Präsident nacheinander aufrufen, pur hie und da mit der Berichterstattung des Herrn Erzberger alternierend, bis es ganz zum Schluß noch einen Aufenthalt gab. Ein extraordinärer Titel deS Etats stellt für die Unterstützung der Arbeiterivohnungsgenossenschaften Mittel des Reichs zur Verfügung, und hierbei hält alljährlich der bekannte Wohnungs- und Bodenreformer Dr. Jäger, ber Zentra ms- ab geordnete ffirr Speyer, eine lange Rede. Da eilten in wilder Flucht auch die letzten der Zuhörer zur Saalpforte. Ltimmungsbikd aus dem prech. WgesrdnetmhLms. Berlin, 13. Februar. Herr v. Kroecher befand sich in einem fundamentalen Irrtum über die Redesreudigkeit der preußischen Volksvertretung bei den Pfarrerbesoldungsgesetzeu, als er neben der zweiten Lesung dieser Vorlagen noch die dritte Lesung des Lehrerbesoldungsgesetzes und die Berggesetzno- oelle auf die Tagesordnung des Landtags bugsierte, lieb ec die Erledigung der Pfarrerbefoldung kam man nicht hinaus, schon nach vierstündiger Debatte machte das Haus für diesmal Schluß. Was zu den beiden Seelsorgergesetzen gesagt wurde, war nicht eben von großem Belang; die Redner der bürgerlichen Parteien beschränkten sich im wesentlichen auf die Empfehlung der Kommisfionsbefchlüsse, und die Sozialdemokratie kam nicht zum Wort Schließlich fand auch diese Vorlage in der Kommissionsfassung die Billigung des Hauses. Der fOlontag soll nun die dritte Lesung der Lehrervorlage und die Berggesehnovelle bringen. Mcktrttt des türkischen Grotzwesiers. Dem türkische Großwefw Kiamil Pascha schien die Nebenregierung der Jungtürken allmählich unbequem geworden zu fein. Sein Versuch, sich von dieser Nebenregierung frei zu machen, ist nickst gegtiidt; er Hat vielmehr diesen Versuch mit seinem Rücktritte bezahlen müssen. .Kiamil Pascha hatte eigenmächtig rin Kriegs- und Marineministerium einen Wechsel vvrgenommen. Darüber gerieten nun die Jungtürken, die darin einen Verfassungsbruch sahen, in die allergrößte Erregung. Tie Kommandanten der Panzersckstffe hatten nun in ihrem, den Großwesirrat und der Kammer eingereichten Protest auf die GShrung unter den Dkarine- truppen hingewiesen und erklärt, die Marine sei ohne Kommando, sie erkenne nur das Kommando der Kammer an. Die Kammer verlangte nun in ihrer Sitzung am Samstag Aufklärung von Kiamil Pascha. Dieser ließ jedoch der Kammer mitteilen, daß er nicht erscheinen könne. Zu Beginn der gestrigen Sitzung nun teilte der Präsident mit, daß ein Schreiben des ersten Sekretärs des Sultans cingetroffen fei mit ber Mitteilung, daß der Sultan den Minister des Innern, Hilmi Pascha, -unter Belassung auf feinem ‘Mtcn als Minister des Innern zum Grvßwesir er nannt und mit der Bildung eines Kabinetts beauftragt habe. Bald darauf traf ein zweites Schreiben mit ber Reachriclst ein, daß der Sultan Sia (5bi)in ziun Scheich ül Islam ernannt i-abe. Im weiteren Verlauf der Sitzung, die ruhig verlief, beriet bas Haus sodann mehrere Anträge. Dieses Nachgeben des Sultans gegenüber den Wünschen der Kammer Ixit großes Aufsehen erregt DeutFcL^es Reicv. Der Kaiser hat dein französtichen LotschaÜer in Scrlirt (Sambon bas Großkreuz des roten AdlerordenS verliehen. Der deutsche Kaiser hat ferner an den deutschen Botschafter Fürsten Rabolin ein Telegramm gerichtet, in dem er ihn zum Abschluß der deutsch - französischen Verständigungen beglückwünscht und ihm aufs wärmste für seine Mitwirkung an dem Zustandekommen dankt. Die BerlinerHandelsgesellschaft erhielt folgendes Telegramm aus 2> e! g r a b: Tie im gestrigen Morgenblatt der „Neuen Freien Presse" veröffentlichte telegraphische Meldung aus Belgrad über angebliche U n t e r s ch t e i f e u n d Defizite bei der königlichen Monopolverwaltung sowie über bie Suspendierung des Generaldirektors ist grundfalsch. Die Groß Herzogin von Oldenburg soll schwer erkrankt sein. AusLand. Däc Sage in Prag ist für die Deutschen noch immer bedrohlich. UeberfäHe auf deutsche Kinder durch tschechische mehrcw sich in ber letzten Zeit. Am Samstag nnirbc der jugendlich« Prinz Karl Rohan und Graf Franz Hartig, die in Begleittlng^ ihres Erziehers waren, wegen Deutschsprechcns von tschechischem Burschen überfallen und mißhandelt Die Täter sind entflohen. — Wie die „Bvhemia" meldtt, hat der Hilfsverein deutscher Reichsan gehöriger in Prag, der unter dem Protektorat des beutfdien Konsuls Grafen Hardenberg steht, heute, ein großes Haus samt Gasthof „Zum goldenen Kreuzel" in der! Nähe des Grabens neben dem Deuts-chen Haus für 200000; Kronen gekauft. An den Gener algvuve rnenr von Finnland ist vom Kaiser der Befehl ergangen, am 16. Febrpar die Session des fimibänbischen Landtags zu eröffnen. Ein neuer Gegensultan. In Tanger sind Nachricht, ten ^astcs dem Sus-Gebicte engetwfsen, daß dort ein Scherif zum Sultan proklamiert worden sei. ' vo» den Fideikommissen. Der Abg. Whler-Langsdorf überreicht folgenden Antrag ber Zweiten Ständekammer: Antrag des Abg. Köhler, betreffend die Freiherrlich von- Waldthcmsen'sd;e Fibeikommißbegründung. Die „Wormser Zeitung" macht in den Nurnmeru 73« und 74 o. Äl. den Verfuct), mir HntenntnU der Rechte-, grundlagen des Fideikommißwcsens unb seiner Geschichte vorzuwerfen. Dieser Versuch führt in sich bas Bestreben, die öffentliche Meinung von dem wirtlichen Inhalte fo* wohl meiner Interpellation, die Standes herrlich cn Pacht- bauecn betreffend, mie aud) meines Antrages, die weiterej Vergrößerung der Fideikommisse betreffend, a b z u l e n k e also irrezufthren. Aus diesem Grunde bleibt es mir nicht erspart, noch^ einmal nachdrücklichst zu erklären, daß in allen den bon' mir erörterten Fragen nicht berührt werden sollen bic> Ursachen der Fideikommiß- und Latifunditmbildnnge^ die historisch, allgemein-menschlich, ja sogar miturwissen^ schaftlich zu erklären sind. Denn ein jeder Mensch, der^ einmal zu großen Reichtümern gelangt ifc wünscht diese? Vorzüge auch den Nachtommen zu erhalten, die nicht durckx gleich-glückliche Verhältnisse begünstigt sind und nicht die-i Kraft besitzen, das, was sie von ihren Vätern ererbt habLn^ zufammenzuhaltLn und auf ihre eigenen Nachkommen ungeschmälert zu übertragen. Wie gesagt, davon reden meine Anfrage und meins Antrag, bie Fideitommisfe betreffend, nicht Sie redend aber von der großen Not unseres Volles, das da zuseheni muß, wie unter dem Schutz der Gesetze ein Stück der heiligen Mutter Erde nach dem anderen dem Gesamtvolke entzogen wird und hiernach, auf Jal)rhunderte hinaus, in den Händen solcher befestigt sich erhält, die oft kein anderes Interesse daran haben, als auf diesen Grundlagen ein „standesgemäßes Leben", vielleicht weit draußen im Auslände, sich anfzubauen. — Die Einengung des bäuerlichen Betriebs und Besitzes' durch den Großgrundbesitz und das Fideikommißwesen; ba-i zu die Ungunst der Zeiten, der Eriverbsverhältnisse auf. dem Lande, ja die fast dem Wahnsinn gleichende, weite’ Kreise der bäuerlichen Bevölkerung ergreifende Landflucht-- krankheit, die dunlle Sehnsucht nach fernem Glück — nicht anders war» bei der allgemeinen „Völkerwanderung" —< sie treiben den Bauer von der Heimat fort; nicht gar so» schlimm wär'», wenn dann andere, gleich tüchtige Elemente wieder an ihre Stelle treten würden. Doch da erscheint der alles verlassene Land auffangende Moloch des Großkapitals inib legt es für „ewige Zeiten" in Fideikommissen fest. Eine Rückkehr gibt's dann nimmer und die Heere der Jndustriesklaven und der Arbeitslosen wachsen voir Tag zu Drg. — Nun sagt die „Wormser Zeitung^' unb beweist durch die Statistik, daß in Elsaß-Lothringen und in Oldenburg, wo keine gesetzliche Ordnung über das Fideikommißwesen besteht, in viel höherem Maße noch ber Grundbesitz als in Hessen an gewachsen wäre. Aber wenn dem auch so und beides gleich schädlich wäre, so ist doch nicht aus der Welt zu schaffen der Einwand, daß das FMb- kommiß auf „ewige Z e i t e n" das Land in seinem Eigentumsrecht fefliegt, es auf immer der Gesamtheit entzieht, während hinsichtlich des nicht befestigten Großgrundbesitzes die Möglichkeit besteht, daß er nad) Zeit und Gc-, logenheit einmal wieder der allgemeinen Nutzung zu- rüdgegeben werde. Damm ist es eine der höchsten Staatsw eis- heitwürdig« Ausgabe, dem ganzen Solle. ^icht einigen A uSerwahl len allein, den Grund und Boden zur freien Bcwirl schäft uns Hu gängig zu machen und u c r b a I: r n. llnfa Boll wächst von Jade zu ^abr »'.u 1 -1* - Millionen: sek hot es schon 62 Millionen erreicht. lr- müssen für »eine den. soll dos im Inslandc stattfinden, so lange eö noch möglich ift, in der Heimat selber sie zu f'itbcn? Lee lange soll diese gottverlassene Tcrblenbunc i, och an halt en, die da - heil im Auslande, in hen Kolonien sucht, während noch hundert 1 auf er bc von Hektaren einer wirklich ver- günstigen Besiedelung und Bebauung rn der Heimat erwarten? Aa freilich, „Untröstlich ist'S noch allcrwört? — Doch sah ich manches Äuge flammen Und klopfen hört' ich manches Herz." Die Aussichten fixr eine ideale Ausgestaltung unserer Bodenpolitik, die eine wahrhaft nationale wäre, mögen — wie ich schon einmal sagte — in dieser Zeit der politischen Impotenz mir geringe sein: auch meine derzeitige Gin- slutzlosigkeir bei der Regierung, veranlaßt durch ebendieselben Vertret er seneS Bauernstandes, dem ich mein Leben geweiht, möge ein Hindernis sein, daß meinen Darlegungen etn Erfolg sich barbiete — einerlei, waä üb hier sage, sage un Namen der Kahrhell und der lyerecktigkeit, fütc i ra et ftudio! Und darum unternehme ich cS aufs neue, Landtag ttnb Regierung immer wieder auf den alten Krebs- schaden hinzuweisen, der immer weiter frißt: und die berufenen .Kreise vor aller Oesfentlichkeit zur Tat auf.zu- rufen und — anzuklagen, wenn'- nottut. Die „Deine Presse"' bringt in ihrer Nummer 37 vom 13. Februar 1909 folgenden bemerkenswerten Artikel « Ein neues Fideikommiß in Hessen. Tie Provinz Rheinhessen gehörte seither zu den wenigen Gegenden des deutschen Vaterlandes, in welchen, dank dem ^Einschreiten Napoleonsgroße Fideikommißgüter nicht RcnetblngS hat sich neben dem seicher i ommiß in der Mainzer Gegend ein neuer Großgrundbeiiyer, Frhr von tSalbthaufcn niedergelassen, der durch Anlauf großer Län bcrcieu ein zweites rheinhessisches Fideikommiß schassen jnilL Ter Herr, ein vielfacher Millionär, Hal biö setzt kn den Gemarkungen Budenheim, Finthen, HeideSheim, leider auch vom staatlichen Universnütsfonds Attünz, zirka tlOOO Morgen Kald angctanft. Tic Gemeinden Budenheim und Heidesheim veräußerten ihren gesamten, erheb- ffichen Waldbesip (!) an den Großgrundbesitzer, selbst der pjcfftfdjc ForstfiSkus überlies; ihm ein etwa 60 Morgen großes Kaldgelände in der Gemarkung Finthen, den so- genannten Bernhardshoru, ein idyllisch im Kalbe gelegenes Erholung rplähchen des Publikums. Nicht genug mit dem Einkauf, plant Frdr. v. Waldthausen die llinparkung des ganzen Kalbes und verschließt so dem Publikum eine Lieb- lings-Grholungsstätte. Demgegenüber hat neuerdings die heffiftbe Regierung einen Riegel vorgelegt. Ter Kalb- verkauf der t^emeinbe .veideSheim erhält nur unter der Bedingung die Genelmngung der Regierung, wenn sich Herr v. Kalbtlnoisen verpflichtet, den Kalb auch nach der Gin» Wartung dem 'Publilum offen zu lassen und diesem den Zutritt durch Anlegung von Falltoren zu ermögliclten. Da sHerr von Kawthauscn aus diese Bedingung nicht eingehen trnid die Regierung den Waldverbruf bann nicht genehmigen iwill, sott die Sache int Berivaltnngsstreitverfahren eventuell unter Anrufung der Zweiten Ständclavimer erllschie- den werden. 'Dann wird die agrarische Mehrheit zeigen Sonnen, ob es ihr mit ihrer Gegnerschaft gegen bas Fidei- Eommiß wirklich ernst ift Wenn ich recht unterrichtet bin, so übersieht hierbei die V,9L Presse" zwar daS rhe>nhcssischc Ftbeikvmmißgut deS Freiherrn v Erlanger — vielleicht nicht ohne Absicht —; laber diese VKrchricht illustriert doch so trefflich meine Befürchtungen, die ich früher schon ^mssprach; sie gibt mir s— leider — mir zu recht; sie schildert in der Tat daS Um» Gieszener ICotijctfvcrciit* *1. Fubilaumskonzcrt zur Feier des 90. Stiftungsfeste» deö Akademischen Gesangvereins. Die echte rechte FubiläumSstimmmig wollte in dem gestrigen Konzerte leider nicht auftonmien. Schuld hieran trugen, wie ffl scheint, aber mehr äußere Umstande, als daS Wollen und Können der Mitwirkenden. Zunächst stellte e3 sich l)ccnufl, daß die Aufstellung der Sänger im Hintergründe der Bühne sehr wenig günstig war; man hätte gut daran getan, 'das Podium vielleicht noch etwas nicht zu erhöhen. £o über wurden die Stimmen rom Drchestcr und dem Klavier, schon rein räumlich betrachtet, nahezu vollständig verbellt. Bei der merkwürdigen Akustik unseres Theaters ift es $a möglich, daß man auf anderen Plätzen bester hat hören können. Zn der ersten Reihe des Parketts wenigstens kamen die einzelnen Stimmen nicht zur erwünschten wirtunguvollen Geltung. DaS bezieht sich auch aus Frau Erika Wedekind. Fch nehme an, daß efl nut die Akustik war, die die Sängerin gestern nm die zur genüge bekannten höchsten Wirkungen ihrer Kunst gebracht hat. Ich habe Erika Wedekind noch nie so tnati und glanzloL singen hören, als gestern — von ‘meinem Platze aus. Für so große Konzerte, rote dog gestrige, eignet sich unser Stadttheater, wie c8 scheint, eben leider nicht lehr. Da« Programm dices ersten IubiläumSkonzertrS bot viel -Iutercstauteö und Schönes. Da war zunächst die Phantasie op. 80 von Beethoven. Nicht jedermann wird dieser Komposition tu ihrer Gesamtheit Geschmack abgewmnen können. Einzelne Stellen darin sind abe; doch von großer Schönheit ; so z. B. der herrliche Ebor, m dem ba« (3cnjc aus- klingt. Tie sehr schtviengen Klavierpartien hatte Herr Pro'. Sramuiann übcrr.onmnu, während \-ert KapeNme:'rer Loni» Reich aus Frankfurt die Leitung geschickt durchsühnr. Biel Freud« wird bei ll'leurz.. der Zuhörer rvohl a.ich dre üalienische Arie von zar: jemad t taten. Frau Lc.ka Wedekind, dre berühmte kt'keisterm dci Koloratur, -ang bi Je ftchfreifen des UeöelS sie zeigt btr Behörden in Unern- schloisenheit dem '^rvßkavital gegenüber, auf heften guten willen die 3taat?n infolge ihrer ^ck .ilbknecku chatt äuge- wiesen find: nebenbei aber gibt sie ein Bild dessen, wohin e4 zulept mit brr Ptcigcrühntien WoHll.abenH^it der rbein hessische« rauernsckaft gekommen ist Ja, die Not läge der Landwirtschaft ist neu: nicht vorbei 2ic ist zu einer allgemeinen Bollscrkrankung. zu einem all gemeinen Bolkssiechtnm geworden £bcr oug» umqefrhH die Notlage der Landwirtschaft resultiert aus der allgemeinen Erkrankung des Volks !brper». Und vergeblich hält man Ausschau narfi Man nein L ä n«er n , sage ich bie S?üfc bringen konnten Hilfe auö dieser Not, die nur Millionäre und Lumpen zu züchten befähigt ist. — Ich beantrage: Die vereheliche Zweite Kammer malle beschließen, die Großherzogliche Regierung zu eriuchei: 1 Der Vergrößerung des Großgrundbesitzes des Frei- Herm v. Äaldthausen durch Verkauf von ttskali'chem, staatlichem und kommunalem Otelänbe entgegenzuwirken; 2 die Bestätigung jeglicher Begründung und Ler- größerung von Fiderkommissen im Groß- Herzogtum Hessen zu versagen Berlin, Reichstag, den 14. Feoruar 1909. Köhler-Langsdorf. Provinzial-Ausschuß der Provinz Lberhesien. L. G i e ß e n, 13 Febr. Nach ban Gesetz bett ba> .^'"einyen find d> * iManrinbcn verv^Iichlel, btc für die Rindvieherwrderl'.chen Faseltiere zu stellen und zwar sollen auf einen Bullen in der Regel nicht mehr ab5 80 und lwchstenH 100 iudttfänigc^ iDciblube Tiere ent> fallen. Nun werden in der Gemeinde Udenhausen nach einer Mitteilung des Grvßh. AreiSv»neri.näramteS 121 Kühe ge- halten, we-i-halb der Gemeinde die Nn''a-asiung e-.nes zweiten Bullen anycfonncn tourb* Der '^emeinderat lehnte dies ab. Darauf beschloß der Kreisaussckuß, doß dem Äniinnen des Kreisamts Folge zu geben fei, gegen welchen Beschluß die 2btn>ilte her Gemeinde Rekurs an den Brovinzial-^lusschuß verfolgven. ■ -nh.’ stützt i:.rc Weigerung darauf, daß einmal nur feine 100 zuchlsähigen weiblichen banden feien, zum andern nid>t sie, sondern die »Freiderrlich von Nvrdell zur Rabenmische Gut»verwaltung zur Äal'.ung des zweiten Bullen verv'lichüet sei. Der Provinzial-Ausschuß setzte heute die Beschlußfassung aus. Hrj <: !- a a t 11 k zu 6 ergerSdorf ist um bw Gllaubnis zum Betrieb einer Gastnstrtschatt cutgefomntm. Ter Gemeinderat hat bae. Gesuch mit Stimmeninebroeit befur- wartet, der llreisausichuß des Lreises Älsfeld es aber mangels Bedürfnisses abgelehnt, .-öergeräberi zählt bei 228 Einwohnern Wirtscl iftat, eine Gast und eine scha Rüchicht hierauf befd icb auch dec Provinziol-Äusschuß den Ge suchsteller abschlägig. lieber die Erbauung einer >trcisstraße von BÜdeShcini nach dem Bahnhof: hier die,>!vften der Äbsahrten tnurb? in nichtöffentlicher Sitzung verhandelt. 2lus Stadt und Land. Gießen, 10. Februar 1009. •• LageLlalendcr für Montag, 15. Febr.: Bereinig- ti n 0 für Volkskunde: Vortrag von Pfarier & o tz-Tietzenvach: Lchlihcrländer 'Aberglaube in feiner Bedeutung für die Volkskunde. Abends 8l,4 Uhr im EafS Ebel. Kauf nu Verein undOrtSgewcrbeverein: Vonrag von Kulturinfpektor Steinbach: Garaicroo. '.UbenbS 8^/, Uhr in SleiuS Garten. « •• Personalien, llebcvtragen wurde dem Schul- aiutSaspiranten starl Fischer aus Frau - Rombach, ÄreiS Lauterbach, eine Lehrcrstelle an der Geincindeschule zu Stamm- beim, streiö Friedberg. Bestätigt wurde der Lehrer Franz Spreng zu Heusenstamm für die erste Lchrcrstelle zu Jügesheim. " StadttHeater. Nochmals fei auf den morgigen Nokoko-Abend hmgewiefen. Gern hätte die Direktion aus Rullficht auf das Zlonzert des 'Akademischen Gesangvereins am Dienstag abend eine andere Vorstellung als diese schon wegen der Uraufführung der.Vertauschten Schäfer' von Ludwig Xtcuin Schilling weitere Streife interessierenden an Arie natürlich auswendig. Glatt und rund und perlcngleich reihte sich Ton an Ton bis zu den schwindelnden Höhen hinauf. Eigentlich besser noch gefiel mit die Sängerin später in den Liedern, namenllich in dem Swaußschen.Ständchen", ba5 durch seine Zartheit und Znnigkcit den Zuhörer schon unwillkürlich gefangen nimmt. Erika Wedekind hat eine äußerst wirkungsvolle Vortragsweise. Der Sängerin, deren Brust eine stattliche Diethe von OrdenSauLzeichnungen zierte, wurde nach der Arie em prächtiger Fliedersttauß überreicht. Herr Musikdirektor Traut- mann erhielt einen prachtvollen Lorbeerkrauz mit den Farben des Akademischen Gesangvereins. Die erste Hälfte des Konzerts schloß mit der ei oft und hübsch gespielten Cuocrturc zu .Figaro? Hochzeit«; den Schluß des stonzerts bildete die herrliche itatielusche Symphonie von NleitdclSsohn mit ihrem wuuderoollen zweiten Satze. Die Ausführung war unter Leitung des Herrn VrofefforS Trautmann ausgezeichnet. -n. • — Tie Sage von C9cat Wilde. Dierou'.'cho.Leitung ^ixibuna“ meldet au-* Turm: Der am 30. ödovember 1900 tn Paris verstorbene, von zahlreutzen Freunoer; aut iem Totenbett qtichenc und bann zu Grade getragene euglöche Tichter C#car 'ütibe fei dort von niedreren Personen gesehen und erkannt worden. Tas Gerücht, der «u Armut nach fcyweiem Leiden verstorbene grotzcn Ellolgen »euier .Salome* in Deuijchland aingetancht. Gd hat sich übet gLS reine tirfmbung enatefen. — Eine merkwürdige Operation an einem > ui.de war am MiUiooch abenb in der Berliner mefcijüiddien idiem Tiere rargeitönunc i und mit Gr'o.g duichgefulni. unter lUnfiänbcn auch n..* den Aiaffcheu üdeii'.^vl wird:.-. k....ue. dortiger 2trz:, Dr. lUiger, bei 6c; vorficlite, h».r ihm beide 2hetc.; herouSgenomme» ::nb bchlr die* Vltcrtit r ..c a. .acr. punbe-J ingefcgi. Dm» Zier ha: bu 'ch.serr Coemncn. d:e zum ersten Mate von einem amerikouncheii Arz.c au^gestihi: worden ! 1, i:ar gut iUierilaufcen und beendet *. test iccbi rrj munter. VdBt "di — tu e aitgenomnten lairb — Oie CpexmUmtenetbabe aui Ci.i -^enicheu ubei!ragci’, fo wäre damu in ter Tar cm kk'-g ge- geüe-.i. rnauchr^ sonst verlorene Leden zu tuiai. geiert. Wegen LrankhcllSfällen im Personal ließ sich bid nicht ermöglichen ** Benefiz ;ür C er-^cc Jfcur yerm. Bakos. .Bimnenboof wird am Ti nStaa 2. März d. I«. a!S B.'nen; ' .r r^ber-^egisieur Bako» mi Stadtt^ealer zur 3uf- fühnmg kommen. T ie>e Sudermann fche Fa:uil'.enkcmod:c aus Berlin \K* i't für Gießen neu und wird voraussichtlich tu diese? Spielzeit nur einmal am tm«crer Bühne gegeben werden. Wegen Raummangel mußten wir leider d:e Thealerbefprechung zurüllstellen* • • Handelskammer. Zum Präsidenten der Großb. "ändelSkanuncr an Stelle dev oer lorbenen flammeizien- rat lloch wurde der seitherige 2. Botsitzende der Kammer Kommerzienrat Heichelheim einstimmig geivähtll T.e Neuwahl de« 2. Vorsitzenden wurde dis zur nächsten Sitzung vertagt Auch tn den BezirkSeneudabnrat wurde alß ller- rcirr der Handelskammer Kommerzienrat Heichelheim gewählt. • • Zu Ehrenmitgliedern hat die Gießenei ^lc.scher- Fnnung ihre beiden Milbegründer, die AUmeister August Hilgardt undÜeorgMöhl in Anerkemnmg ihrer Verdienste um das Metzgergewerbe ernannt. D:e Urkunden wurden den beiden Herren in der letzten ZunungSversaminlimg vom Obermeister e. L. Sack überreicht. • • Silberne Hochzeit feierten gestern Restaurateur (ihr. Hau doch und Frau, geb. Hcil. Hebet ein kleines Mißgeschick, daS vor kurzem etn bieiiger Gesä-astsmann nut 4 S.mubeitmarW^etncn hall', luerben in der Swpt allerlei ühertrübatt und «ustell'' Gerichte erzählt, in ih?r burthfubti-ien Ab'üht. den iut öfftnilictm toben stehenden ixrrn in der Meinung seiner Mitourger her ah' zufetzeu Ilm diesem bösartigeir jtlaiid- die Sm.«;: adzul'recheu, tcünt wir nachstehend eine in dieser .Ingelcgcnhei* on un* gc« 3uidtift uid bat mir do» Bekanntinadaing dc> 'Ännenannj wiro Zlmcn inzloudx'n iugt* ß n sein n wohltätigen sinn jung i ine Kamen» bewiesen bat, □ Klein-Linden, 14. Febr. Zu einer schonen Feier gestaltete sich geltem abenb das 4 4. Stiftung3fefr beS Gesangvereins .Eintracht*. Der große Saal der .Deutschen Eiche" war start besetzt. Mit dem Ehorlicd ,9hiÖ der Zagend- zeit» wurde die Feier eröffnet. Da« Programm wickelte sich flott ab, die Theaterstücke wurden gut wiedergegeben und den Darstellenden lebhafter Beifall geipenbet Ter Dor sitzende Jung übergab dem Mitglied Karl Lang, der 25 Jahre dem Verein angehort, ein Ehrendiplom, wofür dieser feinen Tank aiK-iprüdv tanger Philipp Luh htett em« ‘Jmp:ad)f, in der er die Entwicklung des Vereins ichitdertc und der Gründer und Ehrenmitglieder gedachte. Diesen galt aucy fein Hoch. An die Feier schloß sich ein Ball, bei dem die liebe Fugend sich lebhaft vergnügte, vciitc nachmittag fand mi VercmSlokal zum „Deutschen Hof eine Nachfeier Halt A Oriuibcrg, 14. Febr. Der Vogelsberger Geflügel- und Vogelzuchtverein hielt unter dem Vorsitze des Herrn Zocket feine Hauptversammlung ab. hehrer K eil - Rainhardsham referierte über die Provinzial- Geflügelschau, die un Herbst v. Z. mit Hilfe der Landwirt- 'chaftSkammer hier stattfand. Die Einnahmen betrugen 4013 2)IL, die Ausgaben 4008 ML DaS züchterische Ergebnis war sehr gut. Der Verein zählt jetzt 120 Mitglieder. r. Langd, 12. Febr. Die im Kreise Gießen errichtete zweite Wander-HauShaltungSschnle, unter Leitung bcS Fräulein Wetzell, beendigte gestern ihren ersten sechswöchigen Kursus. Bekanntlich sind diese HauShaltuiigSschiilen auf Kosten bc» Kreise« eingerichtet und erfreuen sich großer Beliebtheit, ziunol die Teilnehmerinnen keinerlei Kosten zu tragen haben, außer wöcheritlich 2 Mark, wofür die zur Bereitung der opetfen nötigen Rohmaterialien angeschafft werden. ES ist somit den jungen Frauen und Mädchen auf die bequemste Werse Gelegenheit geboten, in allen Fachern deS HauSwesens und m der Krankenpflege unterrichtet zu werden. An dem gestrigen Schluß beS Kursus nahmen teil Herr RegierungSrak Welcker und Frau, Frau CcLmamittat Hoffmann, Herr und Frau Tr. Wagner-Hiuigen, Beigeordneter Ronthaler, Pfarrer Lahr und Frau. Uehrer Best, sowie Oie Ettern der Teilnehmerinnen. Die Mädchen hattcli ch«n ttehriaal im alten ^chulhau« mit Tannen grün geschmückt. Regierung8rat Welcker betonte, daß :ür den KreiS Gießen diese 2. Wander-HauShattungS'chule zur,Notwendlgkelt geworden •ei, die Nachfrage und Freauenz fei etne starke, und daß der gewün'chte Erfolg erzielt werde, beweise der Kursus in Langd, an ivetchem 23 Damen teitt.ahmen und der zur größten Zu- 'nedenhett beendigt wurde. Sieben L-n häuslichen Jer- richllmgen wird den TEünehmerumen auch Unterricht tn Krankenpflege und elfter pil»e bet Unglücksfallen erteilt. Auch dies ist auf dem Lande, wo nicht immer un BebürsinStalle I em Arzt rasch zur Stelle 11, von hervorragender Bedeutung. : Die von Herrn Tc. Wagner ge* eit eien theoretischen und praktischen Unitrnxrungcn hatten nach dem Ergebnis der Schlußprüfung einen vollen Erfolg zu verze'.chucn. Ter : üreiLbehärde aber gebührt höchste Anerkennung für bie reiche Einrichtung der Wandcr - HauShaltungSschiilen. ^unr Zeichen der ttneriennung wurde der Lehrerin Fräul. Wetzell un Auftrage aller atu Kursus beteiligten Damen von ; Frau Nomhaler em Geschenk üben richt und bet der heutigen lrerabschiedimg 'prach Fraul. Wetzell den Wunsch au5, daß j;e 2a;igi Erlen ' Reisig in Schlchltzmrsen, 1 Ulme — 0,16 Hm. d6 cm Durckm., 8 m lang), 1 Akazie = 0,18 Fm. <18 cm Lurmm., 7 m Imtg i. Im Erles berg sitzen: 8 Rrn.-A iefern-Knüppel und 790 Kiefern-Breüen. Die 3ufanuneiüintft ist auf der Staatsstraße Gießen—Lich beim Albacherbos. Im Breuerberg ist Schluß. B"% Holzverkauf. Samstag den 20. Februar d. Js., von vormittags 10 Uhr an, sollen ut dem Bellnhäuser Jntereffentenwald versteigert werden: , 49 Eichen-Abschnstte ca. 15,50 Fnr. 199 Tannen-Abschnitte ca. 40 Fm. 19 Fichten-Abschmtte ca. 5 Fm. 1 Buchen-Abschnitt ca. 0,61 Fm. Zusammenkunft an der Landstraße nach Marburg am Eingang des Waldes. Bellnhausen, den 13. Februar 1909. Der Waldvorstaud. 1022 Löwe. Bas neue Bett. Hockfein rot dicht Tauuentöper, große 1' --schläfrige Oder- mtb Umerbettcn und zwei Kissen mit 17 W ^alböaunen. Barne, weil fleine Fehlfarben, das Gebett nur Mt. »0.—. Tas'elbe Bett nut Daunendecke Mk. 35.—. Feinstes herrschaftliches Daunenbett Mk. 40.—. Zweischläfrig tostet jedes Bcti Mk. 5.- mehr. Nichtge- fallcub Geld zurück. Äatawg freu hy*/i Bctreufabrik A. & 2L lYankrone, fe.au ei, 9. Erstzh. LNiigras-LviilvlgS-lshMNßm nebst Vorschule. /Anmeldimgen neuer Schüler für das Schuljahr 1909/10 werden während des Lffonats Februar an sänitlichen Wochentagen vormitags von 11—12 Uhr tut (fiymnafialgebäudc cntgegengenommen. Geburts- und Impfscheine sind hierbei vorzulegcu. Gießen, den 29. Jairuar 1909. Die Großherzogliche Direktion. Dr. Hcnsell. BltM- Hiiö Mtzhölz-Äkrsteigerüllg ” Im Licker Stadtmaid: Distrikt Gänsweide, Rehtränksbiwg, Riedkovse, Maurerkasperstoyf urd Planenwald werden Dovuers tag, den IS. Februar, vormittags 10 Hbr in GänSwecke am Fichtenabtrieb um 11 Uhr im 9tetraufobcra anfcmgend versteigert: Scheiter Rm. Buche 77. Eicke 32, Fichte 8. Kiefern 4; Knüppel »strn: Buche 83, Eiche 148. Erle 2, Fichte und Kiefern 22; Stücke Rm.: Buche 51, Eiche 177, Fichte 102. Kiefern 34; Westen Swck Buche 3115, Eiche 4375, Fichte 500, Kiefern 380. Sodaim Freitag, bett 19. Febr im K.reppelwäldckcn bet 'Jtr. 450 um 10 Uhr amsngend: 32 Stück Kiesern^Stämme 35 bis 43 cm Durchmesser mit 24,41 Fstm. Inhalt. Fichte^Derbstangen 280 Stück mit 50 Fsttn., 9087 Stück Reissmngen mit 35/57 Fsttn. Inhalt, 6 Rm. Eichen-9llrtzknüopel 250 lang. Li ch, den 12. Februar 1909. Großherzogliche Bürgermeisterei B%]__________________________Dörwer. ^iutzhoLz-Bersteigeruug. Dienstag den 23. ds. Mts., vormittags von 10 Uhr ab im Gemeindehausee zu Niederkleen. 1. Aus dem Gemeindewalde Niederkleen von oonn. 10 bis etwa ll1/? Uhr: Eichen: 13 Stämme III. u. IV. Kl. — 5,64 Fstrn. Nadelholz: 21 Stämme III. u. IV. Kl. — 7,83 Fstm., 36 Stangen I.—III. Kl. und 123 Rm. Nutzholz 2. Aus dem Gemeindewalde Ebersgöns von nachm. 12y, bis etwa 2 XL> Uhr: Eichen: 18 Stämme II. Kl. — 28,91 Fstm.. 93 III. u. IV. Kl. ----- 39,48 Fstm., 20 Stangen L u. II. Kl. und 4 Rm. Ztutzholz Buchen: 5 Stämme IL u. III. Kl. — 4,82 Fstm. Nadelholz: 5 Stämme III. u. IV. Kl. = 1,29 Fstm., 164 Stangen II.—IV. Kl. und 1030 Stangen V. u. VL Kl. (zu Bohnenstangen geeignet). 3. Aus dem Gememdewald Oberkleen von nachmittags SV, Uhr ab: Eichen: 3 Stämme L Kl. — 9,84 Fstm., 19 H. Kl. ----- 30,37 Fstm., 98 III. u. IV. Kl. — 67,24 Fstm. und 23 Rm. Nutzholz Erlen: 7 Stämme III. Kl. — 3,84 Fstm. u. 12 üRm. Nutzholz Nadelholz: 71 Stämme III. u. IV. Kl. = 23,99 Fstm., 163 Stangen I.—III. Kl. und 71 Rm. Nutzholz. Tic Herren Förster Apel zu Oberkleen und Müller zu Niederkleen werden dus Holz aus Verlangen den Kauflustigen zeigen. Groß-Rechtenbach, 13. Februar 1909. b16/, Der Bürgermeister. tariia« zu i® i üt. $ Gegr. 1872 durch Ur. Schneider. «.Unter Staatsaufs.) Begimi des SommcrbeajeBtert« am 15. April 1SO9. Direktion: K Ehrlch. ■ — -rr t*-1 ZIgarren-Import S. LOEB nnt i !« ?! ten - tgi ( ta* da»,. hl Nrttn ;V »Uh'" 6ia triruHditfr üiniinnrr billig zu verkau»en. dn der Nüde Giehen- ist eine gutgch. Wirtschaft iu verfaafra. Nähere» in der 1 .•Hcknitien. Nur cTabr:ft». 1026 B*7rl*che Bedienung. ilnterrfafct m ber Wrictbilcbru Sprache gesucht. Offerten unter 01021 an die (Mc* iia5 liadjAfl. Kurz. Woll- u Modewaren. 16. NiUioch-AbonL-VorsteJlati, Zohii Fabrik! Mmil Schauspiel in 4 A nzügen oea Henrik,)bfen. Au» otm Noiwegischen von 25tle. Lauge. Anfang 7 Uhr. ünde geg. U*.* Uhr 'Nach der Mittwoch Bors«Lima ball cm Cmmbub in der 2ub» Anlage, der fpotcucn» • *10 Uhr nach der Bahn fahrt. für Stück Bich ein» vlllUUim gerichtet, mit groncm Futterboden zu vermieten. u914 _________Shoibotfcr E kratze 11. Bclikaa Apoibcke. «reuzvlatz Für hiesige (Hrofehnnblima wird Tamc evtl. Herr welche in Stcnogr. u. 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Mk. 22. , 300x400 (£tin. qnr t6—, 200x275 titm. Ml. 11.—, 2"0 250 Htm. Ml. 14.—. :mokl7O (Stuu ivit 13.—, 350x350 15Nil. ML IS.—, 200ttim. (SiL 15.—, 300x300 üto. 4)LL 15 -, 300x420 tltm. 21tk. 20 -, yOX2W Lmt. ML 10.-, 300x675 15tm. Mk .36*.-, 3OU>.:15<> i5tm. mit 21-7 430>190 tftm. Mk. 1H.-, 250x250 Cttn. Mk. 1).-, 510XD0 Ltm. ML 22 -, 240x200 iLtw. ML 12 -, 275^300 l*tm. ML17 —Tie 2 Decke» 200x250 iLtui. Mk. s.—, -JUOxHU) ^itn.Mark 12X- 3X) x.iüO tttiit Mk. 14.—. 200x250 ti mt 1'iL 1.3.- 300x300 ^rm. 'ML 15.—,30o -jdß Ltm. Mk. 7.— und •JiDXS'JOtitm.Ät. 1().— ihm ftgs, JrV mache mibbrüctUd) barau' aunnerksani. das; sämtliche Decken nur aub la Qualitäten Degeltuch verarbeitet, noch neu und lT*IUtiütbta fehlerfrei sind. Die regulären Preise sind wesentlich höher. Ludwig Lazarus, Asterweg 9 Telephon üt<. Telephon 506. (1021 Sp**i*iität: wasserd. Wagen-, Pierde- n. Zeltdecken. (Euk Lrnhdudenertznbung (bumj Enalifchc Botdrennen, bcHtmirrcKom _____ aut L>acht un 'b'jiucrrnar1a3in ,spannendes SemnnnSorLnai Dre Tochter des Hofnarren (Drama». Bedeutenden G OGG Erfolg erzielen oteinen oder Vertreter buch ben Vertrieb von BaenMn- Entstaubungsanlagen 6cc un «In» ». Äuslaud mehrf. nnteuier, find. Änaeb. u.T. 4. 17hl an Haaien« Kein 4 Bögler. V.4S., Moln. Kinematograph. Der letzten Tage von Pompeji" wird heute «Lend »um legten Male ausgeiührt. Programm von Dienstag Mi ro»«eritag: Das Gesicht auf dem Noden (’Brtnt ans dem Stimo jwei Wärterinnen mit einem Anfänge ^adrcslohn von ic 310 Mark, sucht rum L 2'tarz tt*« Provinzial riecheuanttalt. Tüchtig. Mädchen, welche» m» kocht u. Hausarbeit verstehi. zum 1. März »ach Berlin gei. .'sah. bei ^naniecka,Dilbelmnr.4l.lll <1 -ind tra hxben i 30 u 50 Pf. ,«ci; i.uetev 33 alter. MAiuburj; IX Ihv»1 ,» ßprtialer 13 ,>ahrc tonmurru. Branden bürg. z. T 2chlenen berettt, mit guter, treuer i?!tnb,diah. lucht zmn 1. Huri Retsevotzen Prlnia perfette liinlegtriu evtl, kann gewandtes 2'iadchcn zu solcher derangebtldet werden. Sndjöruiftrri AW'oMi Teleion?2k Ludwigstrahe 4. Versteigernngsanzeige. Die dem Josef W e nglorz in Lollar im Grundbuch für Lollar gugefchriebene Hofreüe Flur II Nr. 291,7 in der «eti^r Wirtschaft betrieben wurde, soll Seimitag, 20. Februar 1909 nachmittags 5 Uhr durch da» ®c. OrtSgertcht Lollar tn dem lSememdehause da» selbst Sffentlich meistbietend im Wege der ZwangSoollstrcxkung versteigert werden. Giessener Konzert-Verein = Jubiläums-Konzerte zur Feier doa neunzigjährigen Stiftungafestea des Akademischen Gesangvereins 1. Konzert: Sonntag den 14. Febr. IY09, Nachm. s1^ Uhr pünktlich im Stadttheater. (Hauptprobe: 14. Febr 1909, Vorm. 11 Uhr daselbst). 2. Konzert: Dienstag den 16. Febr. 1909, Nachm. 6i/l Uhr in der Stadtkirche. (Hauptprobe: Montag 15. Febr. 1909, Nachm. 61/, Uhr daselbst). 3. Konzert; Donnerstag den iS. Febr 1909, Nachm. 6l/4 Uhr im Stadttheater. (Hauptprobe: Mittwoch den 17. Febr. 1909, Nachm. 31/, Uhr daselbst). KeWmllötk Berltcherungen eignende &m)roirtr schalt. £pvrten crbenm utuer V. H. 922 an Manien stein ck Vogler, Aknen ^elellsch, Berlin W. N. Ihv^b teäimen Sie oiclil bd Husten u. Berschlcimung,>hrer Sinder meinen seit Jahren beliebt. SeuchelhouiM l^rtratt •er Olasche ii«. 030, 0.60 n. 1.00 za gebrauchen. Germana-DrogerieCarl Sefbel Nächste NSbe deS Sadnhol^ luib «tonten. Ledr billig' Lehr billig! i üelßgenliBilstal! Ändert v ei tiger Unternehoiung halber i» tn nächster Rahe der ?.i*o»hneimiii cvlar c tc Wirtichaft mit arotzcu Räumen ii. (Ehrten zu Vvrfonicn. i>ilt Packerei 21 co irret, oder lonsnge betriebe od. tveschane ohne groge Unkosten geeignet. Roch keine derartigen btelchalte am vtove, trotz der utclcu Ardeuer. — 3cbr günstige Belegenben auch btliipi nlr einen htnnen, itrebiumen -^aäi- man» .stotikurren-loie vrriürnv iu erfrag, in der Uroeb. b. 2*l. 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