Nr. 88 Erscheint iS-lkch mit Ausnahme des Sonntags. ergäbe, das dem Bedürfnisse des Staatshaushalts nicht genügte und dessen technisch Ausführung überdies meist mit tm.übcv- u- als Haltestelle wählt, sei wegen des Anschlußverkehrs Nahetal nicht zu umgehen. Bingerbrück sei übrigens 'L , a. W-1 -vorra-e«ben tzr- mgebang. die gute stell« !?K ®in9eboren«i, >ch. lingerbrück sei übrigens mit der elektrischen "Bahn leicht zu erreichen. Zum Antrag Wolf württembergischen Direktionen die Zustimmung zum Halten der Schnellzüge in Mainz-Kastel zu erhalten, zurzeit 'leider erfolglos blieben. Daß man Bingerbrück und nicht Bingen *■'*" 2-J1M1 ------- «■—im Freitag 16. April 1Ö09 Rolatronsdruck und Verlag der Bruhlfch« UniversilätS - Buch- und StembrudeceL R. Lange, Gießen. politische Cagcsfcbau* Die Reise des Kaiserpaares. Ter Kaiser und die Kaiserin machten gestern in Venedig im Lauie des Tages eine Reihe von Besuchen, u. a. besuchten beide Btajestäten den Erzherzog Karl Stephan, der auf der Pacht „Ro- oenska" eingetroffen war. Zur Abendtafel auf der „Hohenwllern" waren Fürst uou Bütow und Graf Monts geladen. Tas Kaiserpaar ist von dem Aufenthalt in Venedig sehr befriedigt. Die Bevölkerung bereitete den hohen Gästen überall eineu herzlichen Empfang. Zur Begrüßung des Kaiserpaares sind in Korfu König Georg von Griechenland und Kronprinzessin Sophia emgetraffen und feierlich empfangen worden. Ministerpräsident Theotokis traf bereits gestern vormittag in Korfu ein. Die griechischen Panzerschiffe „Spstssai" und „Hydra", die im Hafen liegen, werden bei Ankunft des Kaisers Salut feuern. Die „Stehen» Zamiltendlätt»" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisbiatl für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^§»5L Redaktion:«^ 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGleßew parlamentarisches aus Hessen. R.B. Darmstadt, 15. April. Der Finanz-Ausschuß der Zweiten Kammer setzte heute seine Kc- ratungcn fort. Bon Regiernngsvertretern waren anwesend Finanzministcr Gnauth, Ministerialrat Süffcrt und Geh. Oberbaurat Kilian. Nach allgemeinen Besprechungen über die künftige Behandlung des Budgets, in denen die möglichst frühzeitige Einbringung von der Regierung als wünschenswert anerkannt wurde, ging man zur Tagesord^ nung über, die fast ausschließlich Eisenbahnwünsche'betraf. Zunr Antrag Ulrich und Gen., betr. eine Nebenbahn durch das Modautal wurde von der Regierung mit§eteilt, daß ein fertiges Projekt von privater Seite vorliegt und zwar über Bensheim-Lindenfels. Diese Strecke würde |3nr Lage in Persien. Aüch in -Persien wird die Lage von Dag zu Tag ernster. Die Bachtiaren ziehen in Voraussicht eines baldigen Marsches rach Teheran die Reiterei in F spähen zusammen. Der Endschum en Ton Täbris brachte 50000 Domänen deS Zollamtes in Aserbaidschan in feinen Besitz. Die Negierung schlug die Bitte der Ge- 'lnü>tfchastcm ab, das nach dem belagerten Täbris für die KownUr mb die ausländischen Untertanen bestimmte Niehl durchzulassnr. ‘Racb einer Bildung aus Teheran umringten die Fonruden, ein Lurkmenenstainin, die Stadt Asterabad, die vor einiger Zeit von 'autastschen Revolutionären unter Führung des früheren Zeitungs- lorrefpondenten Panow eingenommen Wochen war, und eröffneten »en Kampf gegen die Revolutionäre, >vobei viele Personen getötet -oder verwundet wurden. Panow floh. Seine Anhänger ergaben -ich dem russischen Konsul. Im russischen Konsulat fanden viele ÜÄuvhner der Siadt und der umliegenden Dörfer mit Frauen mb Kindern Zuflucht. Die Bevölkerung ist von einer Panik ergriffen, da ein Blutbad von Seiten der Turkmenen befürchtet wird. bis Brandau jenem Gebiete zugute kommen S? in gegen würde eine Begünstigung des Modantalprojekts das Z windlichen Hindernissen verknüpft wäre. Ein Budget im Sinne des Artikel 1 des Initiativantrages wird regelmäßig weder dem Wunsche der Regierung, noch den Wünschen der beiden Kammern, entsprechen: es gliche einem verstümmelten Werkzeuge, mit dem nichts _ ordentliches geschaffen werden kami. Eine vollständige Gleichstellung der beiden Kammern in Bezug auf das Budgetrecht habem daher auch die Staaten Württemberg und Vaden nicht vvr- genommen: vielmehr haben auch diese das historisch überkommene und in öen Verhältnissen begründete Vorrecht der Zweiten Kammer gewahrt. Diesen Boden, auf dem unser Staatswesen seit Gründung der Verfassung eine gedeihliche und glückliche Entwickelung genommen hat, zu verlassen, müßte als ein gewagtes Unternehmen bezeichnet werden, dem die Regierung ihre Zustimmung nicht geben kann. Die neue hessische wahlrechtrvorlage. Nachdem wir gestern die wesentlichsten Bestimmungen der Wahlrechtsvorlage mügeteilt haben, seien im nachstehenden zunächst die der Vorlage mitgegebenen Vorbemerkungen auszugsweise mit- aeteilt, die gleichzeitig ein übersichtliches Bild der seitherigen Verstärrdiaungsversuche über die Verfassungsänderungen ergeben. Die Beschlüsse, die beide Kammern zu dem dem 32. Landtage vorgelegten Gesetzentwürfe, die Landslände betr., gefaßt hatten, ließen, soweit sie sich im Rahmen der Regierungsvorlage hielten, eine Uebereinstimmung erkennen, die als eine grundsätzliche Entscheidung der Landstände zugunsten des direkten Wahlrechts aus- gefaßt werden durfte. Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Kammern, wie solche aus den voneinander abweichenden Beschlüssen hervorgetreten waren, berührten, so schwerwiegend sic auch sein mochten, das Wesen der Sache nicht und ließen im weiteren Verlaufe der parlamentarischen Verhandlungen eine Ausgleichung erhoffen. Weit schwieriger war die Sachlage geworden durch bciti Initiativantrag von 21 Mitgliedern der Ersten Kammer der Stände bezüglich des Entwurfs eines Gesetzes, die Abänderung der Artikel 67, 69 und 110 der Verfassungsurkunde, betr., der im wesentlichen die Zustimmung der Ersten Kammer erhalten hat, von der Zweiten Kammer aber mit dem Bemerken abgelehnt worden ist, daß damit der Versuch einer Verständigung als gescheitert zu betrachten sei. Obwohl der Gegenstand des Initiativantrages mit dem Inhalte des Gesetzentwurfs, die Landstände betr., in keinem unmittelbaren Zusammenhänge steht, ist durch den Beschluß der Ersten Kammer zu Artikel 62 des letztgenannten Entwurfs die Abhängigkeit beider derart scharf zum Ausdrucke gebracht wurden, daß es für die Regierung keinen Zweifel unterliegen konnte, daß hier der Boden fei, auf dem eine Verständigung gesucht und gefunden werden müsse, wenn die Forderung des direkten Wahlrechts zur Verwirklichung gelangen sollte. Tic Regierung hat stets auf dem Standpunkte gestanden, daß verfassungsrechtliche Bestimmungen nur im Falle dringender Notwendigkeit sollten geändert werden. Angesichts des allgemeinen Verlangens nach Einführung des direkten Wahlrechts erachtete sie sich aber für berechtigt, in eine Revision der hier in Betracht kommenden Verfassungsbestimmungen einzutreten. Eine solche Revision dürfte jedoch nur in die Wege geleitet werden unter grundsätzlicher Wahrung der in den Artikeln 67 und 75 der Ver- sassungsurkunde der Regierung und der Zweiten Kammer zuge- ftanbcncii Rechte. Die Regierung war keinen Augenblick darüber im Zweifel, daß der historisch begründete und verfassungsmäßig gewährleistete hervorragende Einfluß der Zweiten Kammer auf die Gestaltung des Budgets und Finanzgesetzes erhalten bleiben müsse. Dies konnte sie jedoch nicht fyinbern, zu versuchen, die Mitwirkung der Ersten Kämmer bei der Feststellung des Budgets und der Fasiung des Finanzgesetzes in einer Weise zu regeln, die der Bedeutung der Ersten Kammer im Staatsleben entspricht und mit der natürlichen Entwicklung, die das Budgetwesen im Großherzogtum seither genommen hat, im Einklänge steht. Nach Artikel 67 Abs. 2 der Verfassungsurkunde tarnt die Erste Kammer die Beschlüsse der Zweiten über das Finanzgesetz nur im ganzen annehmen oder verwerfen. Diese Bestimmung hat die Erste Kammer von Anfang an nicht gehindert, über die einzelnen Positionen des .Hauptvoranschlags und die einzelnen Artikel des Finanzgesetzes zu beraten und vorläufig abzustimmen, sowie ihre abweichenden Beschlüsse der Zweiten Kammer zur wieber- holten Beratung und Beschlußfassung zugehen zu lassen. Die Zweite Kammer hat, von einzelnen, erfolglos gebliebenen Protesten einiger Abgeordneten abgeiehen, djeses Verfahren nicht beanstandet und so bisher die Feststellung des Hauptvoranschlags und das Zustandekommen des Finanzgesetzes in einträchtiger und ersprießlicher Weise gesördert. So wenig es ernstlich in Zweifel gezogen werden kann, daß cs dem Geiste der Verfassung nicht zuwiderläuft, wenn die Erste Kammer gewissermaßen zur Vorbereitung ihrer Stellungnahme zum Budget im ganzen, sich mit den einzelnen Teilen desselben beschäftigt und sie zum Gegenstände tion Erörterungen macht, so fraglich erscheint es, ob' die Zweite Kammer als verfassungsmäßig verpflichtet angesehen werden kann, Beschlüsse der Ersten Kammer über einzelne Positionen des Hanpt- voranschlags oder einzelne Bestimmungen des Finanzgesetzes in nochmalige Beratung zu nehmen. An der verfassungsmäßigen Begründung einer solchen Verpflichtung der Zweiten Kammer mutz aber der Ersten Kammer gelegen sein, zumal neuerdings die Beibehaltung der seitherigen Hebung in Frage gestellt worden ist. Denn nur auf diesem Wege ist der Ersten Kammer die Möglichkeit gegeben, auf Einzelheiten des Budgets und Finanzgesetzes Einfluß zu erhalten oder vielmehr den seither geübten Einfluß sich dauernd zu wahren. Die Regierung hat aus diesen Erwägungen heraus dem vorigen Landtag einen Gesetzentwurf zugehen lassen, in dem in Anlehnung an die jüngste Verfassungs- revisionen in Württemberg und Baden für den Artikel 67 der Verfassungsurkunde vom 17. Dez. 1820 eine neue Fassung vorgesehen war, die der Ersten Kämmer das Recht, in Einzelheiten des Budgets und Finanzgesetzes mitzusprechen, gewährleisten sollte. Der Entwurf enthielt für die Zweite Kammer die verfassungsmäßige Verpflichtung, in Einzelpositionen abweichende Beschlüsse der Ersten Kammer, selbst wiederholt, entgegenzunehmen und zum Gegenstände der Beratung und Abstimmung zu machen, wenn sie ihr zum Zwecke der Herbeiführung einer Einigung mitgeteilt werden. Man hatte davon abgesehen, die Mitteilung der abweichenden Beschlüsse der Ersten Kammer an die Zweite auf eine einmalige zu beschränken, weil nach den seitherigen Erfahrungen davon ausgegangen werden durfte, daß Meinungsverschiedenheiten bei wiederholter Rekommunikation sich ausgleichen ließen, ohne daß hierdurch das Ansehen des einen oder anderen Hames gefährdet würde, und daß die Zahl der gegenseitigen Mitteilungen in dem Grade der entgegentommenben Stimmung, welche in den Kämmern herrsche, ihre natürliche Grenze fände. Allerdings mußte für den Fall, daß beide Kammern auf ihren abweichenden Ansichten beharrten, ein Weg vorgesehen ioer- den, der zu einem für die Ordnung des Staatshaushalts brauchbaren Ziele führt. Tic in bem Gesetzentwurf enthaltene Fassung des Artikels 67, gab einen solchen Weg in doppelter Richtung an. Es war emmat' als ein Recht der Regierung bezeichnet, Finanz- gesetz nebst Haup-tvoranschlag. unter Ausschaltung der Dmercnz- untre, in der Gestalt auzunelnnen, wie dieses sich aus den über3 cinstimmenden Beschlüssen der beiben Kämmern ergibt. Im wesentliche sollte dies nichts weiter sein, als ein Ausfluß der Befugnis der Regierung. Vorlagen, die sie den Landständeil hat zugehen lassen, ganz oder teilweise -urückzunehmen. Die verfassungsmäßige Formulierung des Rechts erschien der Regierung ziveck- mäßig, einmal der Deutlichkeit halber, sodann aber auch um ihr die Möglichkeit zu sichern, das Finauzgescu nebst .'oaupt- vorcmschlag, soweit es etwa erforderlich werden sollte, redaktionell so zu gestalten, wie es beit übereinstimmenden sachlichen Beschlüßen der beiden xannnerit entspricht. Die Beschreitung dieses Weges sollte sich nach Ansicht der Regierung namentlich dann empsehlen, wenn der Gegenstand der Meinungsverschiedenheit einfacher Art und für den Staatshaushalt nicht von solcher Bedeutung w.ire, daß man seinetwegen das aus einer Perpetiiierung des kSler^ndev geinrft zM!L w „ cracbi'''1 standekommen der am weitesten vorgeschrittenen Strecke Bensheim-Lindenfels erschweren. Die Antragsteller erklären sich darauf mit einer Zurückstellung des Antrages einverstanden. — Der Antrag Dr. Zuckmayer betr. eine Haltestelle in Kostheim scheitert an dem Widerstand der Eisenbahn- Verwaltung. Man hatte es als selbstverständlich angesehen, daß bei dem Bau der Umget)ungsbahn Kästel-Bischofsheim Kostheim eine Güterverladestelle erhalten würde. Die Regierung weist darauf hin, daß zur Erschließung des In- oustriegeländes ein Anschlußgleise vorhanden ist. Da die Entfernung vom Bahnhof Gustavsburg bis Mitte Kostheim nur 1,1 Kilometer betrage, fei es technisch fast unmöglich, ohne Gefährdung der Sicherheit des Betriebes eine weitere Station zu errichten. Mit dem^Antrag des Abg. Pennrich, betr. das IleberfahrenderStationBingen, wurde die Beratung des Antrages Pagenstecher, betr. Ueber- fahren von Mainz-Kastel, und des Antrages Dr. Schmitt und Dr. Zuckmayer gleichen Betreffs verbunden. Die Regierung teilt mit, daß die Bemühungen der Eisenbahndirektion Mainz von den beteiligten bayerischen unds Die juristischen Klausurarbeiten. Seit etwa einem halben Jahre werden Klausurarbeiten für die erste juristische Prüfung geschrieben. Tie Kandidaten haben eine starke Angst vor dieser neuen Probe gezeigt. Man ist ihnen entgegengekommen und hat zunächst leichtere Aufgaben gestellt, lieber- Stellung der Themata und über bie Ergebnisse äußert sich Geh. Justizrat Prof. Kipp-Berlin in der „Deutschen Juristenztg." mit der Vorsicht, wie sie durch die kurze Zeit der Geltungsdauer der Klausur und die Lückenhaftigkeit der Erfahrungen geboten wird. Kipp führt u. a. etwa folgendes aus: Häufiger schienen die Klausurarbeiten die Prüfungsergebnisse herabgedrückt, als gehoben zu haben. Durchschnittlich zeigten die Klausurarbeiten und die vordem allein üblichen häuslichen Prüfungsarbeiten dieselbe geistige Physiognomie. Man habe, soviel zu erkennen sei, aus dem Privatrecht und dem Strafrecht und Prozeßrecht bisher für die Klausurarbeiten stets Rechtsfälle zur Aufgabe gestellt, aus den anderen Fächern des öffentlichen Rechts dagegen vorwiegend theoretische, insbesondere auch historische Aufgaben genommen. Eine Wirkung der Klausurarbeiten sei die Einrichtung von Vorübungen zu Klausurarbeiten an den Universitäten gewesen. Kipp hat das Vertrauen, daß die studierende Jugend, nach lleberwindung des Anfangsstadiums, auf dem Gebiete der Klausurarbeiten größere Anforderungen werde erfüllen können, und wünscht, daß nun erst einmal Erfahrungen mit der neuen Ordnung gemacht werden nnd wir für einige Fahre Ruhe vor neuen Vorschlägen über die juristische Studienordnung bekommen. „<*oi", ,,V 0 ... Die Revolution in der Türkei. Die, Lage ist nach wie vor ungeklärt, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß es noch zu weiteren ernsthaften inneren Verwicklungen in der Türkei kommen wird. Die Jungtürken sollen nämlich einen Gegenschlag planen. Sie verfügen über eine erhebliche Anhäugerzahl bei den Provrnz- truppen, mit deren Hilfe sie wieder ans Ruder zu kommen hoffen. Es heißt, sie würden zunächst die Absetzung des Sultans betreiben, gegen den große Erbitterung herrscht, und den Prinzen Jujeus Ezzedin auf den Thron zu bringen. Jedenfalls sind die Aussichten für eine ruhige Entwicklung int Innern äußerst trübe. In Konstantinopel hat inzwischen die Meuterei die vollständige Auflösung der Kommandogewalt in der türkischen Armee herbeigeführt. Da nach Meldungen aus Saloniki und Adrianopel dort gleiche Zustände wie hier herrschen, so erscheint die Armee als Faktor, mit der die eine oder die andere Partei wieder geordnete Zustände schaffen könnte, vollkommen ausgeschaltet. In den Kasernen, worin die meisten Truppen zurückgekehrt sind, kommandiert der „Tschausch", d. h. der Feldwebel. Die Offiziere des 4. Jägerbataillons waren 24 Stunden lang geknebelt; einer wurde mit dem Strick um den Hals durch Pera gezerrt. — Die „Franks. Ztg." erfahrt aus Konstantinopel: Im Vorort Armrutkoi am Bosporus wurden gestern vormittag 9 Uhr zweiOffiziere, welche dem dortigen Truppenkommando angehörten, füsiliert. Die Wache stellte die Offiziere an die Straßenmauer und nahm die Exekution vor. In der Bevölkerung brach eine Panik aus; doch beruhigten sie die Soldaten versichernd, daß nur die beioen Offiziere erschossen werden sollen. Gestern nachmittäg entstand, wie uns aus Pera gemeldet wird, in Gcckata eine neue Panik. Murinesoldaten begegneten dem Kapitän des Kreuzers „Assari", umringten und mißhandelten ihn und führten ihn schließlich in einem Wagen vor das Zildizpalais. In unmittelbarer Nähe der Hamidie-Moschee wurde der Kapitän an einen Baum gebunden und mit Bajonetten durchbohrt. Der Sultan, von den Soldaten stürmisch gerufen, sah weinend von dem Balkon seines Palastes aus dem ganzen Vorgänge zu. Das Motiv dieses Mordes ist angeblich, daß der Kapitän Befehl gegeben hatte, die Kanonen des Kreuzers gegen den Aildiz sowie gegen die Pforte zu richten. Der Polizeiminifter hat demissioniert. Aus zuverlässiger Quelle verlautet inzwischen, daß der englische Botschafter mit Bulgarien seit längerer Zeit geheim verhandele, um für den Fall einer inneren Krise in der Türkei ein sofortiges Vorgehen Bulgariens zu veranlassen. Einer Meldung der „Turquie" zufolge ist ein engt. Geschwader von Malta nach den Dardanellen abgegangen. omj Ubr abends. ’ ;ramnl. ausnahme, iert, 'öma, c<1909- ‘cnit ein Zweites Blatt 1SL-. Jahrgang Gießener Anzeige General-Attzeiger für Gbechesien I erreichen läßt, verwickelter Natur oder für das Staatswohl von besonderer Bedeutung sind. In einem solchen Falle wird regelmäßig nichts Übrig bleiben, als das Finanzgesetz nebst Hauptvoranschlag in einer Verhandlung der vereinigten Kammern zur Beratung und Beschlußfassung zu bringen. Auf die Beschreitung dieses Weges, welcher der Zweiten Kammer iljreit erhöhten Einfluß im Budgeiwefcit sichert, kann die Regierung nicht verzichten, wenn sie nicht die Verwaltung des Staates vielen Fähr lick feiten ausfetzen will. Ein solcher Verzicht würde die Unnachgiebigkeit fördern und wahrscheinlich nicht selten dahin führen, daß zum großen Nachteile Des Landes ein Budget überhaupt nicht zustarrDe käme oder — bei einer Regelung im Sinne deS von der Erstetv Kammer angeiwmmenen Initiativantrages — ein Budget sich Aus Stadt und Land. Gießen, 16. April 1909. LU. Landesuniversität. Dem poliklinischen Assistenten an dec medizinischen Universitätsklinik, Dr. Hermann Hohlweg aus ftobürg, wurde die venia legendi für das Fach der inneren Medizin erteilt. Seine Habilitationsschrift trägt den Titel ,Zur funktionellen Leberdiagnosttk". •• Vom Großherzoglichen Hofe. Gestern nachmittag 1 Uhr fand aus Anlaß der Abberufung des österreichisch-ungarischen Gesandten Exzellenz v. Callenberg im Weißen Saale des Darmstädter Residenzschlosses Tafel zu 26 Gedecken statt. •• In Audienz empfangen wurde am Mittwoch von Sr. Kgl. Hoh. dem Großherzog u. a. der Professor Foermcs, Rektor der höh. Bürgerschule zu Lauterbach. ” Ordensverleihungen. Sc. König!. Hoh. der Groß Herzog haben verliehen die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großiiiütigen dem Atajor v. Hofmann, Bataillons-ftommanbcur im 1. Kurhessischen Infanterie-Regiment Nr. 81, seither im Leibgarde- Infanterie-Regiment (I. Großh. Hess) Nr. 115; das Ritter- kreuz 1. Klasse desselben Ordens dem Hauptmann z. D. rer braver Mann, 15,b i)t Lehrstelle b.etifc in Gienen. M.SbWboleu.W> ftsft. d. Giri;. Anz.^.- Lung fuchen: w::/ . 'UliM b. km. Ee, i?' 1, Hausmädchen, KÄ :n, üuiflj. u. gu>e^: . Ihinatiinufern. W ömcnbach, toi* V ..Hausmädchens«.^' stelle, geliia.z.Sb <' Zchmidt, Jteaen M W Mdchcn iiithi irung ein. ßcm. W« einem Perm. «k . sMmMgcrnd V. I liess., in den «Midi Srao iudjt Jtcfle - iltcriu o-i-wneM Tarne. ,EchM.A.Mv.u.lw Tanfcntrourf erhoben werden vermischtes vorgesehen. «leine TagcSckron». tötet wurden In den L>unSrsickd örfern Plurigerhainmer. Schöndon. Clnutih und Lampade wurde gestern ein von Osten nach Seften lautender Erdnotz verspür«. # In den Tälern bev 5ticfengebirqc5 sind starke Schneefälle cingetrelen. 'Jliif den vohen sind 6 Wrnb Kälte. (Sin neues fternbeben verzeichnete vorgestern aden^ die Haibacher GrbhcbcniPört c Ti " be gönnen um 9 Uhr 6 Minuten, erreichten ihren vmb.-vunfi w- einem Aufschlag von 13 Millimeter um 9 Uhr !<> Minuten im endeten gegen 11 Uhr. Die Entfernung wurde auf 6000 Silo- ’ '?(m l ?\uiu ?>-y soll cor neue Tarn'. tme Ptnident Taft ntrmt, fertiggestcllt sein, aber <4 ist recht wenig iixihrdxmlelx baK ix- bis ui diesem Wermut gelingen sollte, alle Innnüntr zu beseitigen, die selbst von amrrikantscher Seite gegen den nruai Meter berechnet. . ,, v - Das Haupt einer internationalen Dtcbesdanoe nt aw Jö*» anlassung der Berliner Kriminalpolizei burd) die franchiiiche Polizei in P ariS verhaftet worden Es ist der frühere ^chornuem- seger Albert Horuschub, seine dichte und Cklicbtr und lent eie langjähriger Hauptsekretär Silit c urrfe. Die 'aand hott' ti 9 Monaten Edelfteuie im Werte von mehr al" '' M Uliontl Mark gefto hielt. Hornsch u h wird, auch lugeUrrmu3ncn u einer dauernden Cxn- n&ivnq merh-r -mn i* geplante 't-nbige ^ari'^mnnsim« iiis 2eben treten fsttt Ter l.'ngretz sollte -.J* darüber klar »an. baß »ich n*x euiopn'ch r Induitrienaa: schn en.ch au» ein »olcheO Geichast mlaf,. ii ir-irb ?»« dem demokraiijaxn MindertzeuA. beru-i Tari'koun.c.s b »U c. *'^lxr uni Jifdit, da6 einr blitze Anu'rnduii» rxo Maximal :nb li.imialsmtems eint Vrnmffor« derung alter .stationen ;am Zollkriege bedeutet. BiclleidN mit Au-snahme England.' Treu- irtrb in*o»ern mit bdonbeter 1 —cf- hd>t bet.andelt, als ausbrück sich benimmt tmtb, batz die tvlomale» Borings clte nicht ato T " reuncrung der amerikanischen (hu- fuhr brtra • -1 werd--1' sollen. In gcnnffen bocfcid'ubpUnenidicii xtäicn •them: man^cima A-riehbctit Meldungen »iub schleunigst an »mit Mensel cin.ui reichen, da bereits 12 Anmeldungen vorliegcn und über 20 Teil | nehmet nicht gut zugelosscn iverben können. 3u einer Duckst | Nation Rcin-udN von Bienenlvniginnen in x»uicnhaiu wird ein! Bettliig in Aussicht gestellt. Tic ^nd< rversammlung 1909 icH( in '.'lisfeld au'angs August stattsindcn. Ten BoNrag nir diese Bcrslinimlnng über: ..»vmi;luckernotsütterrmg und löonigabsab" Ixit ,\)cn >?cmcl übernonmien. Iur bemid» österreichischen ■j^anbenxTiamnihinfl, ii'tldM* abwechselnd in Deutschland und Leiten reich tagt nnb dieses Mal in Weitzemels a. 3. ftattiinbet, wurd» ein Ehrenpreis gestiftet. Tex Beurksverein Vautcrbad», der nor einigen Jahren aus den» Cbrrlxi' Bieneutüdnernerein auntreren war. liest durch einen anweiendeu Bertreter ieinen Wieder ein tritt erNüreu. nm freudigst begrüst: wurde. - Den Per t e st e ns" spred' u kann die 24,5 Kilometer lang Terrainschnne ngll iu n >u . bunt schwierig« > '• > (vcaevcmvt<'>l ne. und " tarn bei Brandoberndoi Imuseu Wenini iü > nd u Bien'ii hob bei geringen ^onigerhagc der letzten Jahre mid nut frohem Mule ins neue Pereiustahr eimutreien Die Ei «^nzung de - Vorstandes, die durch das Ausscheiden des 1 Bor | sitzenden nötig geworden war. ergab das Resultat, dast Lehrer Butz Leihgestern zum 1 und Lehrer A b a m Allendorf a o i.bn uun 2. BorsiNenmu genml.lt wurden Die Rechuuugsablage für 1908 ergab fnnerlei Änstaube Die vor gelegt'' Rechiiung über dir Wandervenaiiinilmig ;u BuOiilgen . ba sie mit eineni uamlhntfn Reinertrag aoidNost, der dem Büdinger Verein überwiesen wurde. Bet der Beratung des Voransdilags für 1909, weither fid) .»i Einnahme und Ausgab» nut 2'100 Marl auSgleidN, wurden vielerlei Wünsche laut. ES soll eine andere Bustellmig der b-iuchrift erstrebt werden. Ein Irnkerkursus zur Erlernung der Bienenzucht 'Oll auch in diesem 3obre wieder \u Hirzenhain vom 27. >uni bis 3 3uli stattfinden. 21 iS Lehrer nnrketi Redakteur Hensel, Leber Bnst und Derr Dr. .-öofinann- uiHiibcu Sie schloiigelt sich dort ' aui aiiir mutz der Rucken zwischen • " t Oft • rt werden. TaS ' - •hö»? ibach, rattwlms ins nad> Albs t es neiliger 3nnme ) etwa .k) IKK) Leute, c Tage dahin leben. D. gt.*» Fn bcm mexikanischen Minenloger Bel ar de na kam es bet einer Prozession blutigen kampier zwischen Bergleuten unb Truppen, wobei 32 Personen <** »• öeim feflr anbr Soldaten a t i a u t, d? a u m China anfirrtm nrefknime Rächt wn ÄMn kommend Mticr 2uiram. Es waren Reservisten der Marwiclurvieilung und des nt TimflUm liegenden Serbotoilkm», die all»ädrsich im :ah. m d'-- 'Xrmnt entlassen werden Bon tner nrbren btc *zuir noch ven'dnebenen (vegenden Mut toeundstands " Gestorben ist der Backer Anton peng't au» Friedberg, der sich am 3. Feiertag im hiesigen Walde n selbstmördenscher Absicht einen Schutz beigebrod)t hatte, seine Leiche wird nach seinem HeimatSon überführt. - Vorsicht beim Steinewerfen. In die Augenklinik wurde gestern abend ein lOfährtger Knabe au3jper- borf gebracht. Sein Bruder hatte ihm durch einen 6tcm- wurs m5 Auge eine 'o schwere Verletzung beigebrad)t, dost daram h nzuardeiten. datz b^m ;mr '"rreren des neuen ^.ar^ < a c.* «»rhon iHu&tc TaS Auac dürfte! das Pror-i»ortun'. MU initihal au.ttr.;d!i(f) mr bcid«- Teile - ne . •d*trr. no:iidK mdigungs- tunaskursus wurde heute in der Deutschen Eiche er- i-^geselr-n »st Tas «r 2. 3Xat 1907 'p*; orfnet E" beteiligen sich daran 24 Mädchen Auster Frau komm.-n trat am 1 3uli 190< in t leitet, unter- .mn 3» >. 190 ,n SrfWM '-m h« UnwiwbMm« -r-r .> -mnu. r.ditet Dr. l» ne r Gtetzrn uv^ “m Zolle f-tu-r t*r vertraaidtl letzenden reile -«fr# Monate vor bei Unglucksfallen. Ta der äurfu* allgemeinen lang . ^trxnxv *rnc Ab»td»t. dn Wirkungen de» Ibk'wmrns itnbet, so sieht die Abhaltung eines werteren .stUrfes sui l ÄU im;en. kund atbi. ,oll das letztere bis ;um 11 blaur tvn trauen ün >xrbft ju erwarten scch- ^^rönaten von dem Tage an in Geltung bleiben, an nxldwm 1 Schot ton 1.» April Am 12 Mai d nnbet m K,r cin(. otwr anhen* der oertuigidüiei --nben Teile eH g-- Sckatten eine Veranstaltung des Landwinsdiosiskammcr^Aus. ;-x]ben wird." schu'sts hrr Cberbnien statt, die tn Züchterkceuen grotz.es Jn Xcr >>andcisvertraasvevkin hält c5 für grnsitch cu.-mchloixn, i er«’ i • • erwecken dürfte, nämlich eine Tier- (bau »ur Vogel I tag r T i nigteii Staaten otn-* r . • ■ • ti. ■ 11 .intuguug Nm beiger Rindvieh Oes .streife s Schotten, die Mit > ci^orrmaltarr' g-a-rnuber D'utfch;ant l'.i -Urasi »etzn. oa natürlich P r am lieruugrn und einem Zuchtv ie hm ar kt verbunden oud; Qnuidv General unif au» mncr.Tamfche Vrom- ist Wer das Vogelsberger RrM» in ferner ugentliehen »eimat mfn;fr ->irlr,x-nbunn mioen u'ürd.. und dos nxrre dann gleich- unb nut feinen, den Bedürfnis en der Neuzeit anaepatzten guten l mit dem völligen AuSsdstutz der meisten amcTitdniidjei Cigenschasien kennen lernen, oder rassereines, durch den Werdegang I vom deutfcl. n Markte. , , abq I .irtctes und urwüchsiges Zuchtmaterial taunn will, wird | - * *-1" T*"‘* die hier gebotene Gelegenheit nicht üjrüberrben laiteii dürfen. , Tu* Vogelsberger Zucht o.s Zreists Sd-Hten erfreut -idi -ehr grotzer , ShmFatlueu und Unterstützung, sowohl von Privaten, wie ou* L von .storporationen. Ties lammt zum Ausdruck t>urd) bie 50hl ii de StütUTta von Ehrenpreisen, insbe'ondere durd- Geh. he . gie^ungsrat Schönfeld in Schotten, den Hrct8nnberiud)twrein, den lanbm. Bezirksoereiu und die Ltedt .»tlen, die die pramue-l rungsmittel l es ^andwirtschartskammi r Aus'd u ies im Betrage v'i» 2.hN) Mark noch weseutlid» verstärken und an Wert anmnn- n lassen. Zm An'chlutz an die Prämiierung und den önmthieb nunTt findet eine t'kneralvcrjannnlunff des Verbandes bet .Verb I | budiffcfcll’d aften für das Vogelsberger Rind unter dem Borsitze t- a Verbaudsvorsitzeud-u. Land rat vin tzcimburg-Wiesbaden, des unermüdlichen uuD auüerft verdieniwollen Förderers der Vogels- l-erger ttichl, statt, die baonbert Ansiehungslrasi aut bie LxintN- nute ausübeu wird. Tas DerbandsvräsibniM steht tnit One I h. iinerat Lndtm Baden Baden wegen Erstattung eines Ren-rates unb Lieferuttg du cd Berichtes über das ausgestellte Vogel'-lxrger l 'iichtma:-rial in Unterhandlung, wodurch sicher man die wertvolle und nutzbriugende Anregung ffir die fernere Handhabung der Zucht und der Zud'tvraariisation gegeben nnti>. „ ,. D Friedberg, l->. April Ein großer Wald brand hat am jenseitigen Abhang des Winterstcins in Der Nähe von .stransberg eine 8 Morgen große F i cti lenpflanzung zerstört. Ein Bauer wollte eine »ecke abbrennen, das Feuer wurde vom 3§ind über eine dürre It'-siaSfläche getrieben und erfaßte die junge Pflanzung. Diei Einwohnerschaft deS Ortes eilte zur Eindämmung des Feuers herbei. Der Schaden ist sehr groß. L. Friedberg, 15. April. Nach dem in der (Se !neralvcrsammlung der Ortskr ankenkassc erstattesi'n Jahresbericht ergibt sich wie im vorigen Fahre ein Defizit Ivon 1100 Mk., das sicherlich auf bie schlechte, wirtschaft (idie Lage zurückzufübren ist. An Beiträgen wurden geleistet 38997 Mt gegen 34 656 Mk. im Vorjahre Das AerzteHonorar, einschließltch der .st osten für zahnarztltche Behandlung beträgt 7721 Mk., auf den stopf 4.Mk Für Arznei und sonstige Heilmittel wurden ausgegeben 6029 Mk »Hanfengelber wurden ausgczalstt 18458 Mk. stur und Verpfleaungskosten -1379 Mst. Die Ausgaben betraaen in Summa 42 433 Mk. Der Reservefonds beträgt 29 600 Mi Die Acrzte, die seither 3.30 Mk pro stopf erhielten, wünschen' für dieses 5aHr 3.60 Mk. pro .stopf und vom nächsten 3«ihre an 1 Mk. - Die alljährlich trafen sich an Ostern d. Zs. in verschiedenen Städten .^essens uub auch in Frankfurt a. '.*?< viele Lehrer, um nach jahrelanger rennung wieder gemeinsam ihrer Seminarzeit zu gedenken Eine der rüh rendsten 'ttlsammenkünfte war wohl die am Oster »eiert ag in Frankfurt a. M., wo die 18.78er uno 1859er sich em Stelldichein gegeben hatten. Bon den 18ö8ern waren acht und von den 1859ern noch zwölf Lehrer erschienen, immer noch eine stattliche Schar, die sich in der Abschiedsstunde' das Versprechen gaben, nächste Ostern, soweit sie noch nicht zur großen Armee einberufen sind, sich nneder unter Zu ziehung der 1860er in Frankfurt a M. zu treffen Zu der heutigen Sitzung t>c* Kreistages wurde anstelle des verstorbenen Provinzial- und streisausschußmitgliedes Zerd Sprengel-BabManheim in den streisausfchuß Sxrr vwteidefitzer Aletter - Bad Nauheim und als Mitglied des Provtnzialtages >H'rr Bürgermeister Reul-Gambach gc wählt Ferner wird für den .streis die Errichtung eine-' (V,ewerbcgerichteS beschlossen, dagegen das d^esucsi der Gemeindeeinnehmer wegen Vergütung ihrer Leistungen für Handlungen iüv iid» ein einfaches Mittagsmahl an, das bu I Tcilitchuwr noch einige Zeit zusammenlnett. "Nächtliche Jagd. Zwei Jägern ans Bieber -j:I es auf bcm Anstand in nwndheller 9tacht geglückt, auf den Jagdrevier des Bürgermeisters Wagner-FellingShansen eine trächtige Hirschkuh zur Strecke zu bringen. WaibmannS peil! DaS Vorkommen von Viehseuchen in Obci J Hessen im März 1909. — Milzbrand wurde feftgefidlt in Daubringen, in Düdelsheim, in Büdesheim fKr. Friedberg! bet je 1 Rmd. — Na lisch brau d wurde festgestellt | tn Alten-Buseck und NüddmgShausen bei k 1 Rind, in Cbernfccnerhof bei 5 unb Burkhards bei 2 Schafen. — Schweincro 1 lauf wurde festgestellt in Obei^Gleen. — Die Schwei nescuche mit bcm Bau der Salm«? bad’.: al bahn begonnen wird, »o steht der nörMid'c Taunus n i i hn v ieit dem B«rk>hi offen und das yal.nl al b er " >u ai bis Limburg rrb mit den L»aiu nerlel rsiemi.u ui r.iuuu mit ll ir.gen und iswi» mit Wiesbaden und ' inLeit a i direkt Verbindung ge dradst. st» bau man in gewoiem Sinn von einer „Umac! uug Ti; projektierte §olmSbamwlstrecke in ihrem üdlicken Teile iiiamngiad' btc Kreis kaffe abgelehnt. Marburg, 15. April. 9Rarbnrg steht feit heute int Zeichen des SemcsteranfangS. Veil bie Festtage vorbei itnb, treffen schon zahlretckx? Stubiercnbc ein una geben den Straßen uneber ihr eiaeinrrtiacS Gepräge Da im vorigen Sommersemester btc Zahl von 2000 Stu biete ii beit in ft erreicht wurde, glaubt man bestimmt, daß sic diesmal überschritten wird Die Einschreibungen müssen bis zum 5. Mai beendet sein. ä h Frankfurt a. M., 15. April. Die Polizei bat tn der Vohnung des Schreiners Zofef Ä a 11 e n b a ch, der nach Beritusgabung von falschen Zweimarkstücken I geflüchtet ist, 22 Falsifikate tn einem Bersteck gefunden, aber lerne Verkz.cugc und kein Metall. Man glaubt, daß die Stücke auswärts angefertigt worden sind. Die Tansrevision der vereinigten Staaten, in. Die Vereinig len Staaten irollrn iick also tn Zukunft nad» iu.br als bisher die volle baitMJtolitiichc Scib»raiib- falteten M .< 60-90 3RI* Pet *“ en ihren Höhepuck ait | 9 Uhr 40 Minw md I l wurde auf M Mo* I :besbandeijiM^i urch die franMlche Pol bar frühere Sttolteir. Siebte und sein I« Tie Bande hatte als 2-/2 Millione - [mit ?tranli. Ai i^t'vU meM ® mL Pefl vorgUMl ?e%enaltc^M immer wieder MM nmlogtr Sei«“* zu blutigen w- wobei 32 N* ; rif, wie Präsident Ä- j wenig imhtscheinIL Ute, alle Ginwände < ^tc gegen den neue dienst. 1**^* rKi I WKtz lIWn 4 < ,0’Ax tcnis cinp\?c Mfc ^tet. Pjett^soi, «Ks rrWZ i Wanii%ti j 0113 .Ware dann g(^ menten amerikanisch^ j eldungen* •idtÄl hielt geP^ Mt » Wrf* Kste- und ^Sn" der gangen. N5 na. »!tw :■ t-iM K v^l c.nen :d‘ piC n*3* öl CfWtö m*L»*"Ske 3“ ft«"', w»1? f N 1 c CJ L5 <2 m.C = £. -'S -Zto . . <5 ~ Q •-3 3 o cor» sf «- iSO O 3 CQ v ‘s*t5 etüiö c — EcS 5? £ ® 2 -L •“ nf> S P e tfo £>«£■. 5 o g *77 en o*c" o u Ja io „Ci Ä ._>co 3 tU o o S S. 2 7 'J 2i = Us-oG^Z ZZ.EZM - «3? 5 2, 3 X <2 3»-r e ‘»15»' oj» ,$: ) 7 (2)_________1 9(6) , i ic in Miaiiunciu flccijicu hinein flei’en uu, ivie viel (le in der betreffenden Krankheit ani von attSivärtS nach 'achte Kranke konnncn. ieivoivin^i)ti)e Veov i,l,tu»,ge« der Station Gieften._______________ Weller Sonnenfcheitt 1 KlacerHnninel 1 Sonttettfchein + 11,20 C. + 4,1 CC. untnm; 65 (29) 48 (21) 8 (2) appijqut^ ßunjtpuqui® NW 4 W 2 Still Still 15. Avril =' 15. „ — 7» r^_ L=S 3 HON 05 00 I rH CO C-■d'eo CD <^> :c ro "3X 5 1-1 1 « 3 LO - (2 s 2? 5 05 ö te> - =S-W r— 2 3- s U najßutpndß aatjoptß nsröukpnsK smiojq)L O CD Ci •«> cd co ao *2» ** Ci lO Hf ^h iß iD nf — S «^^3—3 3 5® «2s 2s sr« 'S.»' 3 3 0 3 ^coee e5Ci’-|*- 3 <3 r- ? o 3 s Z 's C 3 3 S 3 X 3 »B §t Q“ S'e-.- en 3 X .__* CJ “ o 5 ^sL-3 L , 3je^'s«?’ «3 S ä « ZZ" ,-Ä 23 «Ä F ö s-° o '5-2 3t § «■g o JX s/D X Z «*§(9 s 2?vO ."A -_ o»6-r. 5 7s - *S.2« S5- — 3 .X. g.^i5 ’S e 3 c 00 3 3 c 2^5 Es I %> ~70 3 v E vE‘.3 x cd ■ _ en S 2 an io vb c: m X) JO =3 's £ 1 tos:00 E o <> Ä 5* c bi to IQ ai Ci CO c Ci Ci 3 O °5> c? o ’S 3D o e-> ' E'N 3 O S> o — — o ■ 3 O o Ä to Ci -— s .32« **. O .— B D 3 ->r> o> _ 'e 03 3 DK JO S'O ZG X 2,6^ -'ff ^D f“ 8 O3> .'S C^-j CO Oc, 3 -Q «° S ■'K -o ,E 5 — c0 e ä O - 3«?j 3 0 <2 e E • * •—-P c 'S" 2.-3 to-S e C-. o » :-* o 27 3 Ci — 5=5 « 1 r-» . -j a £-2 3 " Ä * 5 E#1 o N 3 SL. en o;. •3 m Ci'S 3 o j- ^=■2'-co ^■3^0 3 _ -AZ 7S ~ o 2 ■- c „er. c. 2 <- " 3 o = u g 3*^ o "™O — = -0 :F 3 en "F ^4 3 » >^-1 o „Ci" 0-* 0=0 •♦— 3 *-» *O 3 '-> Ci CO C „ ^co „ r=7== •* e L: — ä- -'c 3» »- •—. — ti ' o> 7* ro 0 s ? r - Ä *»i X — 2 s 3. o C. ' — 5 § S ~ ®5‘= 'E-§gc . c: 27 <-» o oico^iocs-- 0 N «S — « L - -ttt: ._, <= = — X —'S 2 ~?to . ES 7* «> .-SagJSjS «»« Q C, XX •’*' — ä - 3 3°° «*■1 LT •: ^-SN * I 3 2 O _s 3 KFA- 70 3 L tÄgl i= c >- Co*’ -33 Zff2 "» X S 'S G to "'S -- .to jo •- tt J2 F--> E ZD S,S •Xi — — . LüO, :L -. seit vielen fahren nie uovAüfllictic.' Haarwasser von intensiver Wirkung ncqcn »>aaea»rc>iall Triiiuuien, JlablfOpnnfcit iiiin. bclarni. Nur bie Cxiflt« 'ein uditvii Marke .'.bk "öc immer Kirchert" bewahrt nur ädraöen. fui. : weite man jede Nachahumng idilcuninit und überall auxikT. ^ovraün 'N allen ÄDOtbeken. fronen er. und Parfümerien. Univ Avoid. v noib. l5ngeU Trox C. Idjca»; .'tun. Noll. Lreuz-Drogerie: tb? 'tilbmgcr. VÜidcü Troflcxxe; L. Karn. Zemral-Drogerie. ________ _________________________in 11 Pelz- u. Wollsachen werden während der Sommer-Monate gegen Motten und Feuerschaden gut konnerviert bei 215 . A. Hretsschmar, Marktplatz 22 Färbe zuHause üCNSkOp'imSlTn v»iöv2»er,\ wlWWXfaÄeJof* r £ebr Hedmoen Färb Fjbr Köln Berunntmamung. Bern Die Bildung einer öifentluhen 29ane rgen vstenf chatt mr Umerhallung her En:watserunaoan!agen der cluxtn >. 29 und der (üemnrfunfl (Uirhtiu Dxe nachkci-endc Be'aruumackumg bringen mit hiermit mit ü-cml'.djen Qerui:::ie. B*» (Stehen, den 1(1 Avril 19» Großherzogliche Bürgermeistera Steyn. Mecum Kekannlmachung. Lerr.: Sie oben. .. . der Gemarkung «letzen hat ütb aut Ljucrbilrung bex Sntwanerung-ran'.agen in Den Fluren 3& 29, 32—39 eine dfcnihdx Lsatieraenoiientchan gebildet. Tie Genostenichatt fuhrt den Namen: JtncKcn, rechts der Lab»" und bat ihren Sitz in Heuchelheim. Tie von der Genossenschaft ausgehenden Be.anntmachunaca werden unter der Bexeichi uns -tic'tcr 'caoficmdiah Gießen. rechts der Vahn" erlanen und vom Borneher umerxeichnet Tie Bekanm- machungen erfolgen durch dad AmiSdlatl ded Sreife», tonne m ortsüblicher De.ie in dcrienigen Gemeinde, in roeld>er*bi( «enonen tchaft ihren 2i0 bat und in der (Mcmartuim (iher.e x »ur andere AuSmarkur mutelH 'chnnlicher Bekaniuaade durch die Poft. «icicbxcttig wirb Jac’abri xur tbobL Bereidigung und Em fehung des Genotten'cha'lsoorftande» auf Dtoutag den 26. Avril 1909, vormittags 10 Ubr. auf dem Windboi anberaumt und die «eneralverfammluNg »u» Zwecke der Boritandewahl hierzu emberufen. Gießen, den 30. Marz 19» GrohderzoglicheS jEreisauu Gießen. B.: gex. Vnnflcrmnnn. Bekanntmachung. Betreffend: Die Abdaltuna von Hörtennmen zweck« Auf. nähme von Zuchttieren in das Herdbuch. Die fiörfommiffion für den Krei» Gießen wird nach, stehende flörtenmne abhalten: 1. Donnerstag den 29. April. zu Heuchelheim cjr- mitt. l/,ll Ubr, 5Uein-Xlmöen nachm. 1 Uhr, Großen-Lmde, uachm. 3 Uhr. 2. Freitag den .30. April: zu Steinbach vorm. 9 Uhr Watzenborn vorm. 12 Uhr, Steinberg mit Leihgestern nach, mittags 2 Uhr. 3. Samstag den 1. Mai: zu Grün berg norm. 9 U5- Weickartshain mittag« 12 Uhr, Slockhausen nachm. '/,2 Ubr. Lardenbach nachm. l/,3 Uhr, ttlein-Lichen nachm. Vf4 Ubr. 4. Samstag den 22. Mai: zu Lauter vorm. l/t10 Ubr, Queckborn mittag« 12 Uhr, Göbelnrod nachm. S Uhr, BetterSbain nachm. l/,5 Uhr. Die Züchter von Vogelsberger Vieh, die ihre T in daS Herdbuch eintragen lassen wollen, werden ersucht, 0 ctben an dem hierzu zu bezeichnenden Orte aufzustellen, b- vit die Arbeiten dec Kommission ohne Aufschub erleb r 'uc'ben können. Hfelegentlich der Herdbuchkörungen können -sfcl. tiere auf Dem Wege der Loudertörung auch für den ztreis angekört werden. Gienen, den 15. April 1909. Der Vorsitzende deS Landwirtschaft«kammer»Au«fchusie- für Oderhessen: BM/4 R arell. Ww* Fachsciiiile tau. (Staatlich anerkannte Unterrichtsanftalt). DaS neue Schuljahr unserer Anstalt beginnt Mittwoch Den 21. April nachmittag« ,2 Uhr. Anmeldungen neu- emttetenber Schüler, wobei bad letzte Schulzeugnis oor; • legen in, werden Samstag den 17. April adcnds N! . Uhr un Lehrsaale I der Schule — Nord-Anlage 15 — entgegen- genommen. Der Besuch der 21nftalt befreit vom Besuche der allgemeinen Fortbildungsschule, wozu alle in den letzten Qut Jahren auS der Volksschule entlassenen Schüler, sowie b-.c- jemgen höherer Lehranstalten, welche nicht mindesten« cm Jahr der Ober-Tertia angehört haben, verpflichtet sind. Lehrlinge, welche den Sommer über schon in Oiet’ii wohnhaft waren, tönnen im Herbste nicht mehr Eintreten. Bemerkt wird noch, daß der fakuUative Umerncht — französisch, Englisch und Stenographie — Montag den 26. April abend« 8 Uhr seinen Anfang nimmt. Anmeldungen hierzu müssen aber gleichfalls am 17. er. erfolgen. Gießen, den 8. April 1909. Die Schulk0mmissi0n._______ I ÄÄißWTi^ iZrl. £anBmann Gießen, Süd-Anlage 7. Beginn deS Unterrichts in allen weiblichen »nndarbeUe, sowie ftuufiarbeitea, Braudmalerei, Tie,brand, Scha»»errl. ^.dcrvlaitlk ufm 'jep Montag den 1» April 1909. Aur riuoirm ac gai!^' oder teilweise 'Denllon Im Lause. A» Professor Dr. Koeppe verreist » bis einschliesslich Mittwoch den 21. April. \B. ,>uv gute rveifen und «tetrauke i'i beüenS Sorge aenrM?. ladet ergebenft cm Anfang 4 Uhr Zu dem amumm dem neu renooienen ÄoaU deo «aftwirts « rück zu Großen-Buseck stannndende» israelitischen Pfingst-Festball .UM« Das Äomitrt Kartoffeln. BaulienS Inli, •emhe frort tanoHel. auch zu S>'lat lgelb fle>id>ia> emvstedlt J* 3. Weiicl, roi'j.erfnaiLL lunhhüiitr “^SlJSSK" Tdomasmebl, Mamii. uerfa .- tL3tl » Sier. Taimnüratze^ Krülikartofftln alle Sorten, weiße imd cmrn-bii 2. Weifel, 2 onnaiirraie » Philosoptienwald Täglich dreimal frisch gemolkene Milch. ^eden T'enS'ag, Tonnerdtag und i,r->i-q frijdjc Waffeln D Stets guten Kaffee, — Zrächeu und txSeback. Starte pthertc SalatDffaazeu itijtil Wild, iperbard neben bem alten «Zriedhos. Die I 9tr.' s» Tfiri^ ää» v. Ne * -lvdagu-6 ,-jttzei UNI**» A 6te w ooanui Sie ft Teo ken i't der Iüt gBenvartet Dfd'finent geden-MPt’ e^tieUr ja vsfiM ob gibt il felben Zeit y2> MM mdenken, men Sen ckr den A- aber eS sck «egenfdilü. die inwpt yM ers 3 lugent ogenüicyer Ttitg lasse 'TKk‘n-5 rie: sich "der Vn ^ie ‘s lUb ft Unce Ms lni1 2 «dz 8to 1 vibe bero ~;dei nh< fjrm wun tc lers « 2ür!ri in sich um von beute Euisall $i Utid VON ( lenfeü» b deutschen luh kiichl, Seife nie bfljen. T *^iten i •®ib bin nr qevi loren bc tvare es arngen !'.chen St 'brer ru Slane y "men c von eint '-alienilch deutsch. \ Jagen gr p« W ^zmn bt Berlin sei wirb ^s'kn, rt> «dingen j Reiche