'Me »i Zweites Blatt Dienstag 17. August 1909 Erscheint stigstch mit Ausnahme des Sonntags. Staatsbürgerlicher Unterricht. Gießen erfolgen. Die Ausstellungsgegenstände müssen Mittwoch ‘fötlOll »ch die Schule die Aufgabe, die Heranwachsende Jugend lllllvll jrit den Dingen des Lebens bekannt zu machen, ungeachtet ^ltSavsprü^! Ginigungskriege gegeben iren, ieut» 159. Jahrgang RotationSdnick und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Echul- straße 7. Expedition und Verlag: e^g^5L Redaktion: 112. Tel.-Adr^AnzeigerGießen. Die „Olehener §amilie»blStter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen 5ctt» fragen" erscheinen monatlich zweimal. beschaffe td verschwieg» U. Teilhabe merkt SMOky jflekunten bu- ^rbÜebe W »ev, Lttät-u. ejedeIÄfc ?en 6ind ^ n, von Verlang ien Besuch^ amen Ä Walsers« van> 'enUa Siehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhejsen xr später erfolgenden weiteren Ausbildung und Wissens- Zunahme. Insbesondere ist es ein Punkt, der bei unserem । Schulunterricht selbst in den höheren Lehranstalten völlig j »ei Seite gelassen wird, nämlich die Einführung in die r i Ztaatskunde. Die Jugend lernt wohl, daß wir im deutschen N lleiche leben, sie lernt dessen geographische Gliederung und L ;oirb in der Geschichte Deutschlands unterloiesen, das ist L ober auch alles; ja es ist sogar noch gar nicht allzulange & irer, daß selbst auf höheren Schulen die deutsche Geschichte mit den Jahren 1813—1815 endete und der Jugend kein Man hört es so gern, daß die deutschen Schulen die testen der Welt wären; aber etwas Ueberhcbung ist hier lod) dabei, denn in mancher Hinsicht läßt unser Schulwesen K doch zu wünschen übrig. Es wird oft darüber geklagt, je laß unsere Schulen zwar einen guten Fonds an Wissen der 1 fügend mit auf den Weg geben, daß sie aber für das prak- chche Leben recht wenig vorbereiten, und diese Klagen sind 8 durchaus berechtigt. Es nruß zwar zugegeben werden, daß nies nicht der Zweck der Scl-ulen sei, immerhin aber hat N Herr GZ 'M Gr« Serfiütune; 8 'Mung beniZ Zungen umnL E wiger ____ 8eiSiihJ“ IF lufschluß^über unsere großen Einigungsk: „ H nmrde, geschweige denn von den Sturm- und Drc SRS li -reiche diesen Kriegen vorangingen und in denen K sche Gedanke so lebhafte dLahrung fand. !,♦ wiQOujD Vom Wesen des deutschen Reiches, von seinen Einrich- " &*"G ' wngen, der Verfassung, den hauptsächlichsten Gesetzen u. dgl. lat die liebe Jugend absolut keine Ahnung, wer sich nicht ei» ® J Ql "id)i 'antintta.n °nd etrun^ lutem BaliT beito. Donnerstag vor der Llusstellung eingeliesert sein. Die Oostausstellung soll vier Gruppen umfassen: Hochstammobst, ba- runter Latwergebirnen, Einmachbirnen, Kochäpfel. Tafcläpfcl, Frühbirnen und Winterbirnen, Formobst, Obst- und Gemüselon- serven, Apfelwein, Beerenwein, Geräte und Lbstbäume. Am Sonntag, 10. Oktober, soll eine öffentliche Versammlung ftattfinden, in der eine Berichterstattung über die beiden Ausstellungsabteilungen, Verkündigung des Prämiierungsergcb- nisses, Auszahlung der zuerkannten Preise erfolgen und zwei Referate über einschlägige Fragen des Ackerbaues und Obstbaues erstattet werden. Als Prämiierungskommission fungieren in der Ackerbauabtci- lung: Oekonomierat WeitzelLich, Heinrich Alles-Ricder-Florstadt, in der Obstabteilung: Landtagsabg. Breidenbach-Dorheim und Obstbauinspektor Metternich-Büdingen. Die Prämiierungsmittel für Ackerbau-Ausstellung betragen zirka 300 Mk. und die für die Obstausstellung zirka 400 Mk. Es ist zu erwarten, daß sie bitrd) Stil hing von Ehrenpreisen noch verstärkt werden. Als Ausftellnngsplatz wurde die Turnhalle an Oswaldsgarten in Aussicht genommen. Es wurden folgende Komitees zur Durchführung der Ausstellung gebüdet: für die Ackerbauausstellung: Kaiser-Gießen, Schuchardt-Gießen, Wilhelm Zkitz-Gießen, Techniker Kreutz-Gießen, Ausstellungs- orbner; für die Obstbauausstellung: Kreisbaumwart He- berer-Heuchelheim, Lehrer Schmidt-Heuchelheim, W. Jnderthal IV. Rödgen und Dr. Hoffmann-Friedberg. Die Bildung eines Obstmarktkomitees wurde dem Bureau des Landwirtschastskammer-Ausschusses übertragen. Mit der Mahnung an die Obst Züchter, das Unternehmen nach Kräften zu unterstützen, wurde die Versammlung geschlossen. Aus Stadt und Land. Gießen, 17. August 1909. — Parlamentarisches ausHessen. Abg.Schön- berger hat bei der Zweiten Kammer einen Antrag zu dem Gesetzentwurf, betr. die Gemeinde-Umlagen, eingereicht, der im wesentlichen darauf hinauSgeht, das in der Vorlage der Regierung als Grundlage für die Gemeindesteuerberechnung mit herangezogene Prinzip der Leistung und Gegenleistung zu beseitigen. Die grundlegenden Bestimmungen deS Gesetzes lauten in dem Vorschlag Schönbergers: Die Gemeinden erheben im Bedarfsfälle direkte Steuern (Gemeindeumlagen) vom Einkommen und Vermögen der Steuerpflichtigen. Die Steuern werden nach der Grundlage erhoben, die für die staatliche Einkommens- und Vermögenssteuer maßgebend ist. Die Gemeinden können durch Ortssatzung bestimmen, daß noch sonstige nach den örtlichen Verhältnissen als berechtigt anzusehenden Steuern erhoben werden sollen. Die OrtS- satzung bedarf der Genehmigung der Ministerien deS Innern und der Finanzen. ** Die Landwirtschaftskammer für Hessen hielt gestern in Darmstadt ihre 43. Vorstandssitzung unter dem Vorsitz des Vorstandsmitgliedes Bahr-Rohrbach ab. Bürgermeister Hahn-Heßloch referierte über den Reichsversicherungsentwurf. Der Vorstand verhält sich zu dem jetzigen Entwurf völlig ablehnend. Mitgeteilt wurde, baß ein neuer Entwurf im Reichsamt des Innern auf Antrag der Hessischen Regierung ausgearbeitet werden soll. Eine Eingabe der Weinbergsbriitzcr Flonheims und Alzeys betreffend Einreihung des Wein- baubezir^ Flonheim und des von Alzey unter die Zahl der bekannteren und besseren Weinorte Rheinhessens unter die Bonsenheim, Ensheim, Elsheim, Gaubickelheim, Gundersheim, Heimersheim uiro. gehören, beschloß der Vorstand, beim Ministerium zu befürworten, damit dasselbe bei dem Reichsamt des Innern in dem Sinne der Eingabe wirke. Wegen der Kosten für Auslagen der Polizei bei Absperrung von Reblausherden war der Vorstand der Ansicht, daß der Staat sie zu tragen habe. Die vom Hessischen Vogelschutzverein empfohlene Katz en st euer lehnte der Vorstand als gänzlich undurchführbar ab. Doch soll die Regierung ersucht werden, den Jagdbeständern den Abschuß der verwilderten ober wildernden Katzen zu gestatten. Der Antrag wegen Verladung von Zuchtvieh an Sonntagen wurde glatt abgelehnt. Der Vorstand befindet sich nicht in der Lage, eine Durchbrechung der Sonntagsruhe, die leider im Reich und in den Bundesstaaten keine absolute, wie z. B. in England, sei, zu befürworten. Ter Sache würde dadurch abgeholsen, daß die Zucbtviehmärkte nicht an Montagen, sondern an anderen Wochentagen abgehalten werden. l. Watzenborn-Steinberg, 16. Aug. Vor kurzem wurde hier ein Kaninchenzuchtverein gegründet, dem bis jetzt 32 Mitglieder beigetreten sind. Am Samstag abend hielt der Verein eine Generalversammlung ab, zu der zwei Vertreter des Mitteldeutschen Kaninchenzüchterverbandes erschienen waren. Pannecte -Klein-Linden sprach über den Nutzen der Kaninchenzucht. Seitdem sich nun die Staatsbehörden für die Zucht' interessieren und sie sogar durch Geldmittel unterstützen, ist ihre Verbreitung allgemein geworden. Nachdem noch der Schriftführer des Mitteldeut- schen Kaninchenzüchter-Verbandes über Zweck und Ziel des Verbandes referiert hatte, beschloß der Verein einstimmig, dem Verband beizutteten. Damit zählt der Verband jetzt ca. 400 Mitglieder, die besonders in den Kreisen Gießen uno Wetzlar ihren Wohnsitz lyaben. x Großen-Linden, 16. Aug. Der von hier gebürtige Deutsch-Amerikaner H. Rohrbach zu St. Louis lüftete dem Kriegerverein 100 Mk. für eine Gedenktafel, die zu Ehren der Kriegsveteranen in der Kirche ausgehängt werden soll. Die Mitglieder des Kriegervereins spendeten zu gleichem Zweck weitere 150 Mk. Es sollen zwei Ehrentafeln in der Kirche angebracht werden. Die eine soll die Namen der Kriegsteilnehmer von 1848/49 und 1866, die andere die von 1870/71 und vom Chinafeldzug 1900/02 aufnehmen. Die Einweihung beider Gedentlaseln ist auf den 19. September festgesetzt. O Lich, 16. Aug. Die erste größere Arbeit an der Feldbereinigung ist soweit beendet: Die Gradlegung des sehr gewundenen Wetterlaufes in der Nähe von Nieder-Bessingen. Die größten Windungen werden ao- geschnitten, wodurch das Flußbett um Hunderte von Metern verkürzt und so an Land gewonnen wird. Der Hauptzweck der Verlegung besteht darin, die während der Heuernte manchmal einttetende Ueberschwemmungsge- fahr zu beseitigen. Interessant ist ml erfahren, daß ib Hauslllbeii h >r soson ob. Lh u Luna $|i^ Mtorjtw L schließen. Tas ist kurz vor dem entscheidenden Kampf um die Ibis 28. September bei dem Landwirtschaftskammer Ausschuß in Erneuerung des sächsischen Landtages ein Debatte. Die „Kreuz- ra--c™ -t-<— —------rt=-K- ——-*• Zeitung" und die ihr verwandten Blätter werden sich aus dieser Fahnenflucht aus dem konservattven Lager wohl ein Bild davon machen können, mit welchen Gefühlen im Lande die glorreiche Führung der Konservattven bei dem Kampf um die Finanzreform ausgenommen wird. ittbst bamit befaßt und anderweit Belehrung sucht, kann itt diesem Punkte ein völliger Ignorant bis zu seinem | Lebensende bleiben, und es mag tatsächlich deren nicht ixirige geben. Wie oft trifft man erwachsene Leute, selbst t-en sogenannten gebildeten Klassen Angehörige, die keine ilhnung haben, wie sich der Reichstag zusammensetzt, wie , bfd Wahlrecht beschaffen ist, wie die kommunale Verwal- :itng gegliedert ist, u. dgl. m. Wie bedauerlich der Mangel Ian solchem Wissen ist, liegt auf der Hand, denn es ist har, ■ jöß dadurch der politischen Parteiorganisation Tür und Tor L geöffnet wird; eine Persönlichkeit, die sich schon früher in L'v.erarttgen Dingen informiert hat, sieht die Dinge des U.ifsentlichen Lebens naturgemäß mit anderen Augen an s ind läßt sich nicht so leick)t in ein besttmmteS Fahrwasser ■leiten, als derjenige, der solchen Dingen bis dahin mit »geschlossenen Augen gegenübergestanden hat. Es ist daher eine Forderung der Billigkeit, wenn verlangt wird, daß 1 nt dieser Hinsicht endlich Wandel geschaffen wird. ES gibt eine ganze Reibe von Staaten, wie Frank- 8 sich, England, Schweiz und Dänemark usw., wo die Unter- Meisung in der staatsbürgerlichen Kunde als obligatorischer I ^ehrgegenstand in allen Schulen gehandhabt wird, und ■ir.arum sollte das nicht auch in Deutschland möglich fein? ■Tie Nation hätte sicherlich einen Nutzen davon. Mit Recht ■ lagt der bekannte hervorragende Münchener Scyulrat ff^rschensteiner: „Wie soll der Staat bestehen, wenn seinem Mundamente, den Bürgern, der feste Kitt der Einsicht in iie Bedürfnisse dieses Staates und die zusammenhaltende .'.rast der Selbstzucht fehlt? ... Er wird sein, wenn es 4'1. m gelingt, diese beiden Ziele im großen und ganzen zu (rreicl)en; er wird nicht sein, toenn er nicht endlich mit allen verfügbaren Dritteln sorgt, daß seine Unterrichts- Minrichlungen „nicht bloß mechanische Fertigkeiten und den Uünfang von Wissen" erzielen, . . . sondern daß die Er- ■icnntnw der Zöglinge sich vor allem aus das Wesen und die »Bedeutung des Staatsganzen richte, daß diese Erkenntnis Minen charaktervollen Willen hone, . . . und daß insbeson- Utere endlich die großen Massen nach ihrem Austrttt aus : der allzufrüh abschließenden Volksschule nicht mehr Weiler ecm Spiel des Zufalls zu ihrer ferneren Erziehung völlig Wschrankenlos überla,fen bleiben." Kein geringerer als Kaiser Wilhelm IL selbst ist vor einiger Zeit für die,en Gedanken in .varmen Worten eingelreten; sollre seine Macht nicht so weit reichen, daß man in den Ministerien diese Mahnung be- herzig t?_____________—______________ politische Tagesschau. Der Kanzler und Exzellenz Hobrecht. An Arthur HodrechlS 85. Geburtstag bat sich auch der neue Reichskanzler Herr v. Bethmanu-Hollweg mit folgender Glückwunsch- doahlunq emgestellt: , .Eure Exzellenz bitte ich, zum heutigen Tage meine herzlichnen lückwünsche entgegennehinen zu wollen. sl)löge Ihnen die Strait l des Geistes und des Körpers, in der Sie vielen Zangeren überlegen find, noch lange erhalten bleiben und Sie befähigen, Zhre reiche Erfahrung in unserem politischen Leben zum Wohle des Vaterlandes } i verwerten. Reichskanzler v. Bethmann-HoUweg. * Konservative Fahnenflucht in Sachsen. Die sächsischen Konservattven haben sich bekanntlich vm: kurzem der preußischen Parteileitung löblich unterworfen, nachdem sie sich vorher in der Frage der Erbschaftssteuer dem Standptmtt der rational liberalen Fraktton angenähert hatten. Im Reichstage schwiegen ihre Vertteter und dokumentierten durch ihre Isolierung iie gänzliche Einflußlosigkeit in ihrer Frattion. Wahrend der teußische Abgeordnete Arnold nach der Ablehmnig der Erbschasts- icuer folgerichtig aus der konservattven Reichstagssraktwn aus- tatt, Derblichen die beiden sächsischen Herren nicht nur in ihr, sondern Herr Dr. Wagner, der von der natwnalliberalen Partei im ersten Wahlgang unterftüßt worden i|t unö lediglich durch i'icse Unterstützung zum Siege gelangte, Ixitt ed letzt auch U>r geraten, der liattonalliberalen Partei den Fehdehandschuh hingU* werfen. Die Rttie des Herrn Heydebrand v. d. Lase, nm ihrem H Protest gegen jede Besitzsteuer wurde dem „Vaterland , dem riüziellen Organ der sächsischen Konservativen, beigelegt, um äcn Kotau vor dem preußischen tonangebenden o lugel zu ^vollenden und vor allem sttotzte die letzte von dem konservattven 14 Landesverein unter Vorsitz des Abgeordneten Wagtter an- H Genommene Erklärung der sächsischen Konservativen von geraoezu ” wberlicher Anmaßung und Hochmut gegen tue 9lationaliibiralen. llöer Hochmut kommt vor dem Fall. Mehr und mehr empnnöci man diese würdelose Unterwerfung der früher m ihrem ^icn drch gutbürgerlichen sächsischen Konservativen unter den Heyoe- I mandschen Willen selbst m tonservativen Kreisen als unertraguw. 1 ton Mann wie Kommerzienrat Grumbt-Dresden, der über em äahrzehnr der konservativen Landtagsfralrion ailgehort hatte, erklärte seinen Austritt aus der Partei, der frühere fonieroa.ioe •. Abgeordneie Behrens folgte ihm und letzt ist auch der Abgeordnete. Hübner-Zschopau diesen Spuren gefolgt und erklärt, stch.llTl skmer Wiederwahl der jiationalliberalen Landtagsfraktion aiizu- ergalten iteti, yrau «iniifi, • jtn rilüdjeitä «kÜ! «TÄ eckttagen gesch jPinrhitT^jJ Puysm ime abends getz Mackiittatze i wohnungsfiirsorge öes preußischen Staates für seine Beamten und Arbeiter. (SpeKtalarttkel. — Nachdruck verboten.) Seit 1895, wo zuerst 5 Millionen Mark zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse der im Staatsdienste beschäftigten Personen vorn Landtag bewilligt wurden, hat die preußische Staatsverwaltung (Eisenbahn-, Bau-, Bergverwaltung und Verwaltung des Brinisteriums des Innern) es in die Hand genommen, eine planmäßige Lwhnungssür- sorge für Arbeiter und gering besoldete Staatsbeamte zu oetreiben. Es sind feit 1895 bis 1909 durch 11 verschiedene Gesetze im ganzen 119 Millionen Mark für diesen Zweck auf Anlell-e entnommen worden. Diese 119 Millionen Mark werden in zweierlei Art verwandt: 1. Indem der Staat selbst Häuser baut und vermietet. Der Mietzins ist so bemessen, daß er nach Deckung der Kosten eine Verzinsung uni) Amortisation des Anlagekapitals gewährt. 2. Indem gemeinnützigen Baugenossenschaften Staatsdarlehen gegeben werden. — In letzter Beit geht man auch damit vor, Hausgrundstücke zu beleihen, die in das Eigentum Einzelner übergehen. Dies geschieht besonders, um alleinstehende Beamte unterzubringen. In solchen Fällen schließt die Staatsverwaltung nach dem Muster der Stadt Ulm a. d. D. Verträge mit den Eigentümern ab, durch die eine spekulative Verwertung des mit Staatshilfe erworbenen Eigentums ausgeschlossen wird. Bisher sind rund 56y2 Millionen Mark für eigene Staatsbauten verwandt, 43 Millionen Mark sind als Dar- lehne an Baugenossenschaften gegeben. Der Löwenanteil dieser Summen fällt naturgemäß auf die Eisenbahnverwaltung, die mit ihrem Heere von nal)ezu »/, Million Angestellter nicht nur den größten Arbeitgeber Deutschlands, sondern der ganzen Welt repräsentiert. Zumeist werben Wohnungen mit 3 Räumen gebaut. Es sind bisher 12 359 Wohnungen vorgesehen, die sich in 420 Orten auf 2042 Häuser verteilen, so daß durchschnittlich auf jedes Haus 6 Wohnungen entfallen. % der Wohnungen (8236) haben 3 Räume, 506 Wohnungen 5 Räume, 2564 Wohnungen 4 Mume und 1053 nur 2 Räume. Von den 12359 Wohnungen sind ca. 10 000 bereits fertiggestellt. Die meisten Wohnungen haben auch Gartenland, bewohnbare Dachkammern, Viehstall und Holzstall. Außer diesen 12 000 staatseigenen Wohnungen haben die Baugenossenschaften mit Staatshilfe 13 684 Wohnungen errichtet, so oaß im ganzen bisher 26 000 billige Wohnungen für in Staatsbetrieben beschäftigte Arbeiter und Beamte vorgesehen und zum größten Tell fertiggestellt sind. In unserer Stadt Gießen sind von diesen 119 Mill. Mark 349 908 Mark verwendet für acht von der preußisch- hessischen Eisenbahndirektion Frankfurt a. M zum größten Teil errichtete zwei- und dreigeschosiige Häuser mit 88 Wohnungen, je mit 4 Räumen. Die Wohnungen haben Gartenland und Viehstall. Die durchschnittliche Jayresmiete für eine solche Wohnung mit 4 Räumen beträgt 179 Mk. Der Segen dieser Wohnungsfürsorge des Staates für feine Beamten und Arbeiter ergibt sich aus einem Vergleich ber in diesen Häusern gezahlten Jahresmieten mit den Wohnungsgeldzuschüssen. Zn 95 Proz. aller Fälle ergibt sich die überraschende und für die Beamten, die in diesen Häusern wohnen, erfreuliche Tatsache, daß die Wohnungsmieten geringer sind als die gezahlten Wohnungsgeldzuschüsse, oft sogar ganlz erheblich. Ta nun andererseits die Beamten, die in diesen Hausern noch keine Wohnung gefunden haben, im allgemeinen eine höhere Miete bezahlen werden als der Wohnungsgeldzuschuß betragt (der nach amtlicher Auffassung ja nur ein Zuschuß zur Miete sein soll), so ist mtt Recht die dringende Forderung erhoben worden, daß diese Differenzierung an sich gleichgestellter Beamten aus der Well geschafft wird. Bcjirtsaderbau= unü Äbstaurftellung zu Sichen. Am Samstag fand auf Veranlassung des Landwirtschafts- kammer-Ausschusses für Oberhessen eine Besprechung über die Abhaltung einer Bezirks-Ackerbau- und Obstausstellung und eines Ob ft Marktes in Gießen statt, an der als Vertteter der Regierung Kreisamtmann Langermann, der Vorsitzende der Ackerbaukommission, Wilhelm Z-enchel-Ober-Hörgern, der Vorsitzende des laiww. Lokalvereins, Rentner Kaiser-Gießen, sowie die Verttauensmänner der Landwirtschaftskammer im Ausstellungsbezirke trilnahmen. Den Vorsitz in der Versammlung führte der Vertteter des Lcnü)wirtschaftskammer-Ausschusies für Oberhessen, Oekonomierat Hofmann-Hofgüll. ^)tachdem Settetär Schwarz-Gießen die für bie Veranstaltung erforderliche Informierung erteill hatte, wurde beschloßen, zur Vorbereitung der Aussteller und Dtarktbeschicker an einem geeigneten Orte in der Mhe von Gießen zunächst einen Obst» pflück- und Verpackungskursus abzuhalten, in dem über die zweckmäßigste Art des Obstpflückens, Sortierens, der Ob>t- verpackung und Aufbewahrung Bttehrung erteilt werden soll. Die Ausftttlung selbst soll am 9. und 10. Okwber stattsinden. In Verbindung mit der Ackerbau-Ausstellung soll die Abhaltung eines Saatgutmarktes der hessischen Saatbau- ftttlen veranlaßt werden. t Bei Beratung der Ob ft markt-Ordnung werden u. a. folgende Bestimmungen getroffen: 1. Der Obwnartt findet am Atontag nach der Ausstellung statt. Er kann beschickt werden: von Lbftzücht^rn, von Vereinen, Gemeinden oder Sttaßenverwalttuigen, die das Obst auf ihrem Gebiete gesammelt haben und zum Venam stellen 2. Zu dem Obstmarkt wird zugelassen: sortiertes ^asel- nbft erster und zweiter Auswahl, gepflücktes, sortiertes^Wiri- schastsobft, Odsterzeugnisse, wie Torrobst, Latwerge, Ätus, ^rucht- äste u bergt, die im Haushalt hergestellt sind, Angebote oon irländischem Mostobst. Ausländisches Obst wird zu dem Vbst- marlle Nicht zugelassen. Als Packmaterial darf nur lerne Holzwolle oder weiße Papierwolle verwendet werden. Alles rur den Obstmarkt bestimmte Obst muß Wätestens rum -tage vor ,dem abznhaltendcn Cbftmarft angemeldet werden. Das eingelieserte .Obst wird durch das Lbstinartttontitee vor Eronnung des Marktes '°cr^Serim;s^ge^chieht^durch die Obstzüchter ober deren Ver- trete^am Wunsch auch durch das Obstmarklkomttea Die Anmttdung yi der Ackerbau- und Obstausstellung muß > Fräulcn ) sucht Aelle i in. igebote Wer M >ner Aucher rrte » bessern W it bei Wo» itellunß alt IV id) welche Ära» en sub JL H. ia litt£ LuudmädchcaU suchen Stelle uB err, Sonnenslis btrrtntflnng jetzt roiefcer b#* r L- n die Falber gräftlentells leer, werden doch dank acht «-• 5 2 t August ty«u« 1809 5 53 8 H5 XL W w Wichste Temperatur am 15.— 18. Augu! , 15.-18. , - 4- i^'c. —— Berantwortlich für Feuilleton und Berauschtes: 3- B : Ernst Anders an ITH Krankiurter Uürw», 17. Aorait, LI » I er. iy*je Wkbo 65?.Ov 1194- Hrrliaer Hör*#-. 17 AlfK Anfangi*w Caaada F. B. a 16730 S v- I D und ft bu» MU •rtrtmMrt. *lrt UJO 239» 118» lM -F 16. 16. 17. 13.1 14.6 IM B | 'S 3 9ÄU 9-3U 9X60 144.*) *730 Fl-ktrix Lahmeyw Kloktru. 8ebe#k«ft E*-bweiler Berrwerk inj» UV* -kW 14MJ 1 3VA» Mfx 1?S* c. *» 18 GolthardUhe . . . Ueberxl ELwr.bake. . Oeeten. Slaalabaka Friece Haart - Lwabaka Dann ••A lter Baak . Deal*«-ha Bank Dortmunder-Cotoa C Dreidner Baak . . I 5 ii € onnmkbeta Bew. txmmrt Bed» Himmel anlegten, tue durch die fntifll werden v-.nu v63> S e - -~ ? h e*—3 o * “ NoJO W.2(> 8X00 »■Ü Telefonische Kursberichte Gleaaeaar Aaaelcera, edten .»oben, auch rar adaurn Zadr« sich ____ «reUeekimbaa Bergwerk '** Hambart «Aaenk I **ed. • * -—------- Meteorologische ^covuchtuirgen der Station vtieste». Harpe04r Bergwerk . . . Laerabnite..... Xordd Lloyd..... Obenchi* Eie«»-ledert* HerU»er fUedeiarw . . Ifanaatldter Baa« . . . Deui*.be Bank . . . DeaUrb- Arial Baak . . DUkeate lommaodlt . . Drwedoer Baak . . . . Kreditaktien . . . Baltimore- end Ob laber so gewundene „alte" Ben erlauf auch schon ein verlegtes Flußbett ist Ire Alten wollten tur gründlichen Bewässerung des Niesennrundes gerne ein hauhqe* lieber- treten der Wetter haben sie suchten der bald das Dasser pi stauen, indem sie recht viele Krümmungen allen Mo'lkern unbc'irfrt fei Ter An klag '^rrtrefrr beanrrajt. diese Fraae nicht unatofieir. Märkte. le. Frankfurt 8 i e b m o rf l Zum Berkch standen M Cdjfen, 23 Ruoe, 2^9 cveiui. W nAtt, sdarunter vO Tloiifalber. 99 LandkälberL 48 Hunimei und LchM Bezahlt wurden für bOHdouromm c4)l^ i’iaewtJ Ml.. 2. CuaL 7ü,(X>— 7XV i’it, Hube 1. CuaüN te.Ou-w.w Ult, 1. CuaL to.uv-6et.ju T.*t fnaea wurde W 1 Hiteflt. SchlachigewiMi ^duvcuir. vnd'inschige, st..4-0.7. M eauen 0,00—ü,Uö L.l.. Uber u,uu-O,uv l'.f.; Halder. INaufdlM u.UV—u.w TU Vaudfaibet 1.4U- 1.80 T.f.; Haunuel unb ^äCa-r U bis 1,64 Mk. — Minder notierten: 1. CuaL 6t -74 ML, 2. Cal VJ-U) Mk., nerfel das chicf: 00-60 Mk. Geschah bei L^ogau puL Ueveiiiand uiibcbeutcnb; bei Hleinvieh gilt, lleberiart' (em iie 3uluoren stammten in U'iovv «d au« der Platz, der vtoea öockieii und e 40, i. ..ai* Tlauie S.8*), .'Heren, -Laul'uni Juli 2.86. Kempen c. K tz.. Ach Hni:1'ir.!n 4.uu. KcefelO: Wieieit, taulfen» x\uh 1 *NL trübqM J.v» Willich: Nieren. Vaulleus Juli :<>). t1 la i bl; -..tete llanliens Juli 2.80. Kvln. Roen itrübe) X.l‘>— 24U, . erch Pauliens 3nlt 1.70—2.N0, HoUauder 2 15 Saarlouis ** firuve, 8.0U Mannde m ; en < trübe) 2 70 - 3jä), hä tveive, Raiferfrone 3.4 » 2.3o, sruygelbe 31», Aruyrofa Mk 14 dis 2.76h (iiUei per 60 Xgr L z-.s c< .M - (vinma,meinMini),w ssrlitnmkincAilgku! • Hier eben. »«0 Meter ubrnn Meer, ha nitlearateo tffM* wtaTrl albt» Aao? achte 2ebener Miaeral Vawlea sa kauten und ia kann metaer wnlrieüdber irtlalnuM e») « !TT^*=- I; J’O'« *, T-en - P'e -efc r?a , MM;” Mk C 'Au 1 der südlichen Setterau, l» Aug Tic Ernte sollt ut diesem Sommer recht gut aut; bet an c rs gut geraten sind Seiten und Haier Tie üdrner sind schwerer uno starker entwichest als gewödi.lich. Es hat dies hauptsächlich seinen chrund in der langsamen Seife infolge des kühlen, rednerischen Borssmmrrs Tadurch konnte sich der Jfrrn krustig entwickeln DurchtchnUtlul werden gegenwärtig auf dein Morgen Acherlano 17—to Amtncr Leizen und lt> 17 Zentner Hafer geerntet In Rendel hat sogar ein Landwirt von einem ha.ben Morgen 11 Zentner Homer geerntet. Die verbreitetste Haserart ist Bäseler 3, die buungfte L izenart der granncnlofe Zcherry Okgcnroariig in die frucht zur gre SCaiAiar^ in Kuslanb. Tranche < Ttc t?inni!c>r:6r8 bcarr. >rS iret da» «rrfee cherre-^'o-r» lauds au lsatroimchasthchea T" - chinen vertorgL Erne fai£ - «n .vn awertkaarschm lante* MafchMW» fetnf-n erBar-br- Tie SUaentonet geben in neuester A*t »ch ener?rscher vrr als b ^ber 5» Auch dort bandelt es ,:ch sn-eb'.ich um 50 brs . .r.-war^| Süib’rrrrt m 'Jieqimrnt abgtfadoifni werbe, iv* adt den Unter- vcrtiag vom «aar __________ oftuirrai. an Vertrag, nviudj diese verpflichte: und, Pavat- nunik $u machen. tKitrbe nicht, er glaube auch nicht. Duü Sve,ial- letnnunimgnt befänden wnurtj die Leute verorlichtei seien, solche Musik >u machen Trovdrm ist er der «nsicht, bau nur bdcunnur <4runde, nne Ürankdei: mir den flngrnajtrn Äluppinger bauen teranldii.n tonnen, in L'imbutg nuut mii^uipieinu OutKt dlN thci trinkt Hvtu'iu Kitzel txicMgte. datz der An, storpsaitesicn rüsam.n bai u.t? eub.t if.rS Ä -» ßan^L uf mat|iei 6 11 bccm.jtfu icaitrw ip«i3 » u-ti. ah.' es untre bu •*/»•/. BeiehMalaih« v. dn. IOB»)U . Vie de 3* //. He*»a . . 3’ ,*L Obarbe*»« rirv bte ^Tdj'.'wfloat ebyi-Snt uob dies Sam t derakndrt. es H nct) cD T-nwnra inrl r2: -en tWraMhadezw Mi^ulr"ig. r^n umu Untergtbnrea ein Urteil übet ’l Cellarias erklärt. fTJpnn«er b-:h* brrrrt räsoniert. dos; die Zivilisten int bin eigentlich |u de etzkm baoe Der Lenge ist der Ansicht. S-'Uwnt c chmidk br.* ,n :em n ßkede ftrtxnben Kofi w be- eblen gehabt Schmidt habe dem Angeklagten wnderhott besohlen, ruhig tu »ein. Bokprverjmnt Sei bet von Lunkmrs sagt aus. dop wzn ihn von der Lache aeholi habe, um bte 116 u ihrer Sicherheit r.ad> dem Zuge tu begleiten. Er habe bte Manrnch-it in Be- -Icitnng seines ftoUcitn schon auf dem L>: »mn f'cbnbc’ gr- unbm. Hube sich den Leuten ae.r-Lto">n. aber es sei n:.tt das mitte pafitert. Aus ideiOa.irn .^-nrrrfl er: Hugo Menies m Limvirr i riskiere, trenn et was getranton habe, einen grvtzen ' und, sonst aber sei er ha: Mo ; Seua- Menges t»?a Lkmin.rg will den Seracmittn Kläp' hinget nicht kennen, er nvif n d?t. dan dies der Mann in. mir dem er in der itaqhdxn Lacht in einer W.rtschast jtiiam.-nen- flenxftn iit. Er erinnert sich redoch. mit einem kleinen Sergeanten :J Aos. 1 und S Ul des IL'i. Är. Vf. schuldig sei unb ueftrart roeiDcn müsse Es iMinbclc sich um eine emüerUichc Handlung, Die allerdings schwer niegc, neil der Mmrn bas Musilkorps bet 'JicgimcnU in den Lugen bei dtitteiincbmrr blamiert bat Ter .'l»geklagte iwlic Oüv begangene Unrecht nrchc ernsehen. Ldglcich er eigentlich bient habe, rvtll Hne,ii; ; bainn absehen, einen .inuag aus tkiiraruiig nni sresrung oder Okiangni« zu stellen unb oeantragl, aus 6 Wochen mtltkten Arrest zu erkennen. Ter Verteidiger, Rechtsanwalt E n g i s ch, befueitet, dost sein Ätienx in od>mibt seinen Borge c^eu bat anerkennen müssen Die Leute waren in Limburg nicht un T.cnit, sondern es banbdte sich dort um ein privates ILeschuu. Schmidt unb der Angeklagte »lüppinget stehen beide iai gleichen militärischen Rang, Beitrag, pcrhaltnis, wonach der Angrklagtc hatte gezwungen werden fonmm, mit nach Limburg zu gehen, liegt nicht vor, auch eine Instruktion scheine nach dieser Dichtung nicht vorbanden zu sein. Wad> Ansicht des Bene digers |d>eine hier eine Lucke in den Be- mmnuntflcn »ür die MiliUirniusiker zu belieben, w dast man den Diami nur vom iia> Mk ge,chayt Der Areihasen ist außer Okfaljr • Moderne Erntearbaiter An emrm ungewohnten unb fdienen ci’wi.iptrl tonnte man sich während der tnesidhrigen EiNl. ^ii au» den tnlbcrn von AzbraOto l^cr. Staaten ergaben Dir ÖkrtmDetrnte axir so gut. unb Lorn unb Weizen waren in ioldxin UeLeriiuu twrbanDeu. bau die glücklichen Üanooeiinet nicht io viel UrbcitOträite finden tonnten, rote sie braudjtcn. Jn ihrer 5tot. eilten nc in die stochbarstädte, um Sdmutrr zu »uchrn |ie baten drei Lollars dto ijj nrblt Lsohnung unb voller Be toihgung Das miAOi vielen Studenten als eine stberans günstige (Mrgcnbru. die öuetrnrrtfetrn auf dem Lande zu Derbnngai unb dazu noch cm höi-sches stuck 1Mb z- verdienen ,ie 1 irnen sich allo, ohne sich lange zu be,innen, als iimtratbrur: a t®rrbcn dbrr es tuitrn immer noch die Mufiker Laster tranken, ^-nahmen, geht frm'i’ diese gegen ihn amgeheht haben müix Aal 1g!?»: ihr, ■M’i dl? I datz die L'audwirte die Arbeitv'rüfle f s'/,*/. Üeeterr Hüberrente. 4*/, Unirar. Goldrentn . . V, lullen Raa le . . . 8e . rortu^iewn Serie | . PortiuteMn e 1U . 4'/,•/, rn«* Staateanl. I>S <*/,•/. japan. MaaUanlaihe 4e/, vonr Türken von I9u8 Tarkeul-.ee . . . , 4*, Griaeb Monopol-AaL . ie*pn WsM> • * z —• Kriegsgericht. Am rtrfitofl vormiUag sand in ber Maserne eine 3^ stund'qe Verhandlung des Äneg6grri. te ber 2ü Division gegen d»ii HU's bobotitrn und Sergeanten ‘beirr Uloppinger von der XctKlle des ^InfanterK ‘Hcgimrn:3 Malier Wilhelm wegen ischoria >' S Verweigerung, Achtungsoerletzung und Beleidigung statt, zu der ein autei jacubnliu» groiKt .Zeugenopparot auigeboten war. Ter i^erichtsvoi b» iianb aus dem urugsger»chiral stoch als Verhandlung^.ner, dem Motor o. Dewitz als Vorsitzenden und dem vauptmonn Bollen, oem Cberlcuuiant v. Voeltzig unb Leutnant o bentz II. al» Vrtiitzer Die Anklage Dental ririegegenchtsrat Cbcnauer. Der ÄngeHagle wurde von Rechtsanwalt Magisch vertreten. Der Ange klagte ist non, nicht bestraft, unb bient bereit» im 8. ^zahrc vt Hot wahrem» dieser Dienstzeit mel/.rre Diijiplmar- sttaicn erhalten, sich icood, ui letzter 3crt gut geiubrt. itioppinget ist Z7 3ahi> alt, DtTueitairt uno Vaicr von mehreren Kindern. Ter Anklage liegt folgender Datoestand zugiunde Äm 11. unb 12. 3uli 0.3. war utter ncauix mu lb reuten ferner stapclle zum spielen au, einem Radfahrtest nach Sunuurg enga giert, et verliest am »weiten Tage abends ipd: das Keil, indem er bnn storpsolteiten Schmidt, Oer ebenfalls Sergeant ist, von feiner Abteile in tUmniiui setzte und ihn ocauftragte. daiur »u sorgen, das, alles glatt gehe. Die Munk spielte in L'unburg ut Uniform Als Direktor »rauste abwesend war. wollte JLoppuiget am Vnbe einer Bause das Vos»um verlassen, um Bier »u holen (Cfduuiöt verbot ihm dies, uni ber Erklärung. eS habe fid) noch niemanb bei ihm gemeldet, ber Durst habe Er werde selvst tut Bier sorgen Es gab darauf einen löorllvechiel, der damit sein Ende sano, bafo die stapelte Wiede, zu spielen begann Mauni war der Danz zu Ende, so trug ztldppmgee jeden einzelnen seiner Kameraden, ou er Durst hatte öie befahlen fdmtlta, die Jrage unb nun mochte MUbPinncr die Bemerkung: Es sei eine Schande, das» fcmanb, der mir ‘Safier trinkt, ihnen Borschriften machen solle über das trinken, bau |ic alle wegen eine? einzelnen, der nur Nasser trinkt, leiden rollen unb tu tontet le so rott Der llotpsalteste Schmidt totroerbülte dein 'JPiann mehrere Male den Befehl, zu ).fragen, unb lieb später Bier für die Musiker heran- fdyfirn Vite Sergeant Schmidt betanntgab, dast die Musiker mrt dem ersten .fuge nach (fticuen zurückfähren würden, opponierte LfovPiNger dagegen und crflärie, nein wir fahren er ft mu dem zweiten öuge. nne es der Direktor sttautze gesagt bat cibnubt habe ivohl auf dem Bodiuin etwas zu sagen, aber über bic Vlb- rase nicht, er schinde die Heute liefe Differenz bei der uapelle sowie bte VI rt rote Ulöpvrnger sich gebär bete, war auch vom l>ubh kum b mei ?i nvitw in erne itiirtlthaft, um st an« zu trinken, vier führte stlöpp inger wieder unangebrachic lttcMn gegen den (idnnibt, er setzte ,ich ui Zivilisten und soll bei diesen gegen Sckunidt grhe-tzt haben, bunnt et Prügel bekomnu Di» Situation schien bedrohlich »u nx-tbrn, ft' bet' Ute ’lk'lija ,v,chickt würbe unb zwei ‘Itolizisten bie Musiker begleiteten. o.imu ein dufamnurnftob zivischen den Musikern und oen Zivilisten bcrmicben wurde Der Vlngeklagte erklärt, er sei nm« dienstlich in Lirn- buig gewisen, lontk-rii habe privat dort gespielt. Er habe auch nicht wissen können, dast Direktor UiiutlK den LUa# vertanen hatte, auch nicht getrort, bau dieser schrnidl beauftragt habe, ihn zu calreten L irektor st rauf e habe, als er noch anwesend war, crfhirL dast bte Musiker erst etwas aussdstasen, dann aber mit dem zweiten Zuge iuub l^iesten zu ruckte hr.n soUten, und bieie Vlnorbnung aufzudeben, habe bei storpsdltefte kein lliechi gebaot Er könne den s*-igeairteii Schmidt bei einer privaten Muflk als kuren UtorgrkUten nicht ansehen Hauptnuiun Stephan bekundet als Zeuge, datz er aus Anlast einer leichten Verfehlung eines Hoboisten gegen ben storps- dUrltcn Schmidt erst zwei ^age vor dem zur Äburtrilnng stehenden Boisall ber stapelle klar gemacht habe, bost, wenn die napcllc ut Uniform spiele und der SL cpodltefte in VlbiucKnbtit des Direktor» diesen vertrete. Hessen Befehlen inwebmgt yrtlgc zu leisten ftt Der Zeu,te hnterft, bir» fei zur Aus rechter hallung der Disziplin nblig, beim, wenn sich Musiker ut der Uniform brt Regiments utuingnnrtint betragen, so falle bte« auf bas Regiment zurück Darum rnmie. tueiui du '."Luiik nach auftrit auch privat auf trete, leutond ben Lviehl über j,e haben und bie» sei, ivenn Oer Direktor nicht am ’Blapr fei. brr Lvrpsalteste. Der 9 ÖD-' 5r="2S'-H &s aff S 9» 3 3 QT W o^X «v ff rc 5g Co — So 9- 5 k »LS CD <2 5g 2 5 ® S^s 8 H'bDO' 2-S ÖD? 8*TÖ©S. “"ÖD ?o: 5 ä 6^' äff =s Co 1^3 3. 3? 3 CU — —'■ 3 >35 tllugen ‘C crgr ■®>O A 5 ff. CuC“ B'Ho Heller o i s vaa Ä irmWes: 3 s 91: Bal; ($)~ <3 S llü KS S K a Wi ff & s (s) GGZSKK ®?tö ffGL .ff- s •>($?; ff er* 2a s.srff « cr 2 ä s S es a &= ro 3 richte Bank lilr o- § 2- 3 Sa - 0:0, S-ffx ff 4 2 4 o ($/^ 9. 3 E>öd S- ÖD 1 (d o 2s5 k—'« es 3 2?, D. 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