'«• in jeder englischer, gegen. ■Stiefel I Mi uswahl > Saison MU W! Güthsrdi. >pa;al% MO' eopf* ral-DroSer‘e :"8^ Die heutige Nummer umfatzt 18 Seiten. Kaiserin und des gesamten kaiserlichen und königlichen Hauses. Das Kaijerpaar in Wien. eit, doch Wortes zur Bekräftigung dieser Kennzeichnung des heutigen Dreibundes bedarf, so möge man nur die Stimmen des Auslandes hören. Der „Teinps" sagt in einer Besprechung der Monarchenzusammenkünfte von Brindisi und Wien: Der Eine Monarchcnbegegnung von besonderer Bedeutung, wie sie unserer an Monarchenbcgegnunyen sonst nicht armen ' . ' selten ist, hat am gestrigen Freitag in Wien stattgefunden. Die letzten Balkanereignisse haben dieser Monarchenbegegnung ihre ganz besondere Note gegeben. Ueber die Monarchenbegegnung selbst meldet man uns Nachstehendes: Zum Empfang des deutschen Kaiserpaares war Kaiser Franz Josef persönlich zum Bahnhofe gekommen. Beim Betreten des Bahnsteiges spielte die Musik- kapelle der Ehrenkompagnie des 101. Infanterie-Regiments die Volkshymne. Der Kaiser Franz Josef schritt die Front ab und zog dann die Erzherzögc und die anderen zum Empfang Erschienenen ins Gespräch. Punkt 10 Uhr fuhr der aus 19 Wagen bestehende Dofsonderzug in die Halle. Der Kaiser war dicht an das Geleise herangetreten. Die Musik intonierte „Heil dir im Siegerkranz". Dem Zug entstieg »uerst die Kaiserin Auguste Viktoria. Kaiser Franz Josef war der Kaiserin beim Aussteigen behilflich und küßte ihr die Hand, worauf die beiden Kaiser sich küßten. Hierauf begrüßten die Kaiserin und der Kaiser die Erzherzöge und die Erzherzoginnen in herzlichster Weise. Sodann begrüßte das Kaiserpaar alle anderen Herren und Damen, die zum Empfang erschienen waren. Hierauf trat Bürgermeister Dr. Lueger aus den Kaiser zu und sagte: -rchie befreien. Man war sich in den letzten Fahren etwas fremd geworden: man glaubte nicht mehr so recht an die un- ibnxisliche Notwendigkeit des Bündnisses, das beiden Böllern jahrzehntelang den Frieden erhalten hatte. Atan rechnete schon hüben und drüben mit einem baldigen Zerfall Les Dreibundes, und noch während der letzten Oricntro-irren fehlte es nicht an Stimmen, die dem Deutschen Reiche, in Lester Absicht, rieten, die größte Zurückhaltung zu wahren. Man wies darauf hin, daß die Balkanangelegenheit lediglich eine Sache der Donaumonarchie sei. Glücklicherweise hat die deutsche Reichsreaieruna solchen Stimmen nicht Gehör geschenkt. Sie hat sich offen und ehrlich an die Seite des österreichisch-ungarischen Bundesgenossen gestellt, und bewirkte hierdurch, daß Europa von einem folgenschtveren, blutigen Kriege verschont blieb. Der Dreibund aber ist aus diesen Balkanwirren neug'stärkt und gefestigt hervorge- gangeu, denn auch Italien — zumindest das offizielle — hat jetzt ein gesehen, daß der Dreibund noch immer die beste Garantie des Friedens ist. In diesem Sinne kommt den jetzigen Besuchen unseres Kaisers in Brindisi und Wien ihre große historische Bedeutung zu. Diese Monarchenbegegnungen dokumentieren der Welt aufs neue die Festigkeit des Dreibundes. Das kam auch in den Wiener Trinksprüchen am „Der Bürgermeister der Reichshaupt- und Residenzstadt Wien ist der Dolmetsch der ganzen Bevölkerung, wenn er dem Danke für die Bundestreue Eurer Kaiserlichen Majestät, sowie der Freude Ausdruck gibt. Eure Majestät und Ihre Majestät die Kaiserin in Wien aufs herzlichste begrüßen zu können." Kaiser Wilhelm erwiderte mit herzlichen Worten des Tankes. Nach der Vorstellung des beiderseitigen Gefolges wurde die Ehrenkompagnie abgeschritten. Hierauf verließ die Kaiserin am Arm des Kaisers Franz Josef und Kaiser Wilhelm mit der Erzherzogin Maria Ännunccata den Bahnsteig, ihnen folgten die übrigen höchsten Herrschaften. Tie Maieftäten bestiegen die bereitstehenden vierspännigen Prunkwagen a la Taumont mit Vor- intb, Stangenreitern in reicher Gala. Im ersten Wagen nahmen Kaiser Wilhelm zur Rechten des Kaisers Franz Josef, im zweiten die Kaiserin Auguste Viktoria mit der Erzherzogin Maria Annun- ciata Platz. In ihren Hofequipaaen folgten Die Mitglieder der Kaiserfamilie. Beim Herannahen r Wagen spielten die Militärkapellen ,,Heil dir im Siegerkranz". Tas Publikum brach in enthusiastische Hochrufe aus, die sich längs des ganzen Weges fortsetzten. Die Majestäten dankten unermüdlich für die begeisterten Huldigungen. Die Wagen fuhren über den Wienergürtel, durch die Alleegasse über den Karlsplatz und durch die verlängerte Käricknerstrafte und Ringstraße in die Hofburg. Am Fuße des Schwarten Adlerstiegs empfingen die Majestäten Oberhofmeister ä'ürst Montenuevo unb Ober-Zeremonienmeister Graf Goloniewski. m Pietradurazimmer erschien zum Empfang der Minister des eußern Frhr. v. A e h r e n r h a l, die obersten Lofchargen, die Garbekapitäne, Ministerpräsident Frhr. Bienerth und Ministerpräsident Dr. Weckerle, Reichskriegsminister v. Schoenaich, Reichs- finanzminister Frhr. v. Burian, der Hofmarschall in Ungarn Graf Ludwig Apponyi, die Hofdienste, Generaladjutant Frhr. v. Bolfras und die Palastdame Fürstin Trauttmannsdorff. Kaiser Franz Josef geleitete nach der Ankunft des deutschen Kaiserpaares den Kaiser und die Kaiserin in ihre Gemächer. Kaiser Wilhelm stattete bald darauf Kaiser Franz Josef einen Besuch ab. Später besuchte Kaiser Wilhelm die hier weilenden Mitglieder des Kaiserhauses und verweilte beim Erzherzog Franz Ferdinand über eine halbe Stunde. Um 1 Uhr mittags fand Allerhöchstes Familiendejeuner statt. Bei dem Galadiner, das abends um 7 Uhr in der Hofburg statt fand, brachte KaiserFranzJosef folgenden Trankspruch aus: Freitig voll zur Geltung, noch mehr aber in dem Tepeschen- wechsel zwischen Kaiser Wilhelm, Kaiser Franz Josef und dem Könige Viktor Emanuel. Wenn es noch eines weiteren Die Antwort Kaiser Wilhelms lautete: „Euerer kaiserlichen und 'königlichen apostolischen Majestät huldvoller warmer Willkommengruft hat uns, die Kaiserin, meine Gemahlin, und mich in tiefer Seele beioegt und gerührt. Empfangen Euere Majestät meinen innigsten Dank für diese Worte wahrer und edler Freundschaft. Ein Menschenalter ist vergangen, seitdem Euere Majestät mit meinem in Gott ruhenden Hern« Großvater den Grund zu dem Freundschastsbund gelegt haben, der bald darauf zu unserer hohen Freude durch Italiens Beitritt erweitert wurde. Welcher Segen auf diesem Bunde geruht hat, das wird dereinst die Geschichte künden. Alle Welt weift aber sck>on heute, wie wirkungsvoll gerade in den letzten Monaten dieses Bündnis dazu beigetragen hat, ganz Europa den Frieden zu erhalten. Was damals begründet worden ist, steht heute fest gewurzelt in den Herzen unserer Völker. Euere Majestät wissen, wie spontan hüben und drüben, in Oesterreich-Ungarn, wie in Deutschland, die Stimmung war, als sofort unser treues und geschlossenes Zusammenstehen nach Außen hervortrat und als die Kaiserin und ich heute früh durch Euerer Majestät im Frühlinas- schmuck prangende Residenzstadt Wien unseren Einzug in die altehrwürdige Burg hielten, da klang uns aus .den Alt-Wiener Herzen brausender Jubel entgegen und mächtig war der Wiederhall, den dieser Jubel in unseren Herzen fand. Ich darf mich ja -rühmen, hier kein Fremder zu sein. Seit ich als junger Prinz mick zum erstenmal Euerer Maiestät vorstellen durste, hat es mich immer wieder in die Nähe dec allhochverehrten Person Euerer Majestät gezogen, wo mir stets unwandelbare Güte und Freund-- schast zuteil wurde. Unauslöschlich lebt in meinem Herzen die Erinnerung an die Aufnahmen, die ich in Euerer Majestät weitem Reich, sowohl hier, als bei dem ritterlichen Volke der Magyaren allezeit gefunden habe. Mögen unter dem glorreichen Szepter Euerer Majestät die Gefühle und Gesinnungen treuer Freundschaft bis in die fernste Zukunft bestehen. Mögen sie stets das unzerreißbare Band zwischen uns und unserem Reiche bilden zum Heil unserer Völker und zur 'Wahrung des Friedens. Mü diesem Wunsche erhebe ich mein Glas und trinke auf das Wohl Euerer Majestät. Gott segne und erhalte Euere Majestät und Ihr erlauchtes Haus!" Nach dem Toast des Kaisers Franz Josef wurde die preußische Hymne, nach dem Toaste Kaiser Wilhelms die österreichische Volkshymne gespielt. Die beiden Monarchen drückten einander herzlich die Hand. Im Laufe des Nachmittages ist folgendes gemeinsame Telegramm Kaiser Franz Josefs rntb des deutschen Kaisers an den Königvon Italien abgegangen: „Unsere Begegnung bietet uns einen neuerlichen Anlaß, unseren erhabenen Verbündeten und Freund zu begrüßen und ihm den warmen Ausdruck unserer unveränderten Freundschaft zu übermitteln," Der König von Italien erwiderte das Telegramm Kaiser Wilhelms und Kaiser Franz Josefs mit folgender Depesche: „Bin Euerer Majestät sehr dankbar dafür, daß Sie mit dem öickiser, unserem gemeinsamen Verbündeten und Freund, des Willens gewesen sind, mir den Ausdruck Ihrer unwandelbaren Freundschaft zu übersenden. Diese Freundschaft ist mir sehr teuer. Ich versichere Euerer Majestät, daß sie in meinen Gefühlen austichtigen und vollen Widerhall finbet. Victor Emanuel." Im Laufe des Nachmittags gaben beim Wiener Hofe dis beglaubigten Botschafter und Gesandten ihre Karten für den deutschen Kaiser und der Kaiserin ab. Um 3 Uhr nachmittags stattete die Kaiserin der Erzherzogin Adelgund« einen Besuch ab. Der Kaiser war auf ollen Ausfahrten Gegenstand begeisterter Huldigungen. Sämtliche Wiener Abendblätter konstatieren den besonders hohen Grad der Wärme und die Herzlichkeit, mit der der deutsche Kaiser und feine Gemahlin von der Wiener Bevölkerung emp- sangcn wurden. Noch niemals sei einem Fürsten eine solch herzliche Begrüßung geboten worden, wie heute dem deutschen Kaiser. Das „Fremdenblatt" sagt: Es war ein herzliches Bedürfnis der Bevölkerung, dem treuen Bundesfürsten unseres Kaisers ihre Liebe und Verehrung darzuttm: diese Huldigung Wiens zeigt, welche tiefe Wurzel das Bündnis mit dem deutschen Reiche in den weitesten Schichten der Bevölkerung geschlagen hat. Der heuttge Tag ist ein Gedenktag für uns, aber auch für den Frieden. Die „Neue Fr. Presse" sagt: Was sich heute entfaltete, war kein' blotzes Schauspiel, keine bloße Augenweide, es war eine große Volksdemonstration, in der die Gefühle aller Einzelnen zusammengeflossen, und, wie alles Große, ergreifend 'und erhebend wirkte Bezüglich 'des deutsch-österreichischen Bündnisses stimmen sämtliche Erwägungen der Diplomatie und überwallendes Gefühl vollkommen untereinander überein. Das Bündnis, das nach einem Menschenalter viel frifdjer erscheint als einst, trägt die Unterschrift nicht nur derjenigen, die es vereint haben, sondern in großen deutlichen Zügen die Unterschrift der Völker und bedeutet Macht und Frieden; es hat.feine große Vergangenheit und seine große Zukunft. Die „Wiener Abendpost" schreibt: Mit inniger Freude und mit verehrungsvollen Empfindungen sieht die Bevölkerung Wiens den Herrscher des mächtigen deutschen Reiches und seine erlauchte Gemahlin in den Mauern der alten Kaiserstadt. Die Bürgerschaft erblickt in dem Besuche des deutschen Kaiserpaares eine erneute, höchst eindrucksvolle Kundgebung jener treuen innigen Freundschaft, die die beiden Herrscherhäuser und verbündeten Reiche vereint. Wärmer denn je sind .die Empsindungen, die heute den hochverehrten kaiserlichen Gästen hier und im ganzen Reiche entgegenschlagen, nachdem in der letzten bewegten Epoche der internationalen Politik das Bündnis mit dem deutschen Reiche sich als kostbare Friedensbürgschaft, als Segen deS Weltteils bewährt hat. Die Völker der habsburgischen Monarchie würdigen auch mit freudigem Danke jene persönlichen Empfindungen, die der deutsche Kaiser unserem erhabenen Herrn entgegenbringt, denen Kaiser Wilhelm bei der Begrüßung der deutschen Bundesftirsten im Jubeljahre so herzbewegenden Ausdruck verliehen hat. Dem hochsinnigen Herrscher mü) der erhabenen Frau, die ihm in Hoheit und Milde zur Seite steht, bringt die Stadt ihre ehrfurchtsvollen huldigenden Grütze dar. Der Deutschnativnale Verband der Abgeordneten hielt mittags anläßlich der Ankunft des deutschen Kaiser- paares erne Sitzimg ab in welcher der Vorsitzende Sylvester in einer Ansprache, die stehend angehört wurde, betonte, der Besuch Ks Kaisers, dem heute alle deutschen Herzen in ganz besonderer Begeisterung entgegcnjuMn ,CI nicht nur eine gründ feste Bürg- !&VUr bcce sreuridnachbarlic^m Beziehungen zwischen den beiden machttgen Reichen, er fei auch ein weithin leuchtender und wir- kender Msdruck der ranz 3t)fef. Tie beult d) frei heitlichen Ada-»ebner en stimmten in erraniilinrr Begeinerunq in bic XKilrurr em dem ramm streßen gestern bic Arbeiter auf ein menschliches Skelett, bas eben leider nicht mit Vorsicht bloßgelcgt, sondern rageskatender. R o I off cum: Tamstag abend Gast sind der Schtästänzerin Triibv. Sonntag Proarammivechlel. Krnematogravbentbcater: Täglich 1 oriielhinq. Konzert unterer RegimentSmusrk aus ber filebig»böhe Soimiaq nachmitiag 5 Uhr. Konzert im fcolel Schütz Sonntag abenb 8 Uhr. '41 n l a g e m u f i f am Sonntag vormittag II'/, llbr in ber Sud Anlage. Spielpten: 1. Cuverture zur Operette .Tie Kran Wleiflenn", von SuppS; 2. Eipana-Watzer, von Waldicnstl; H. (uiuinfte au« ber Over .Mignon', von Thoma«; 4. Iftnig und stark. Marsch von C. Jnebemann • •• 91 m Geburtstage des Zaren fand, n. d. .Darmit. Ztg.', in der Ruffikchen Kirche auf der Mathilbenhöhc zu Darmstadt ein JeftgotteSbienst mit feierlichem Tebeuni statt. Um 1 Uhr schloß «ich in der Gesandtschaft ein Tiner an, an dem der Resident und der Sekretär m Uniform, sowie 18 Mitglieder deS HofeS und der Hofgesellschaft teilnahrnen. Auf die Kaiserin von Rußland, daS Großh. Hess. HauS. bas Koburg-Golhaische Paar, die Herzogin-Witwe, sowie auf baS ** Ein Skclcttsund. Bei dem Straßenbau aus •• Gegen b u r r a u l r a i i f d» e KlenigkeRt-- Tä merci ist eine im Hessischen Regitrungsbiall *Vr • Teile bedürfen im nlcidwit MaHe brr ^eieqenh» n. Lungen und Nerven >u stärken und neue LchafienSrmidigken zu sammeln englische und da« bulgarische Königshaus und türkischen Sultan wurde cm Toast ai,»gebracht, war das Mabl zu Ende. •• Badische Auszeichnungen. Außer zieht diese machtvoll wirkende Episode der Geschichte m allen Einzelheiten an dem Beschauer vorüber. Außer diesem historischen Bilde hat der diesmalige Progranmiwechsel zwei weitere bürgerliche Dramen gebracht und zwar: ,Chne mütterlichen Schutz' und ,Ter brave Mann'. Auch einige hmnoriflische Zugaben iverdeu gezeigt, von denen wir „Berthas Geburtstag * ermähnen. •• Der Männer-Badeverein eröffnet heute die diesjährige Babesaison. Außer dem Schivumubad, dem Bad murr wrigewabrung tk« Ctiebalt» ;u bewilligen Tie Biel geüattuifm de« Verkehr«, die fariktjriär ber Industrie, der immer Im »tiger iverdende Wettbewerb aui allen .'ktierm bo) ixibm et nut iidi Ebrach:, daß treu an ;cbm tidumtann. '$ri:iiiL'al wie Ange, teilten, bic Erfüllung der ob. leien den Ertidnnt aaiu andere Anivrivde an Geist und Körper tiellt al« iruber. Ta? Bednrfn.S noch enter ausrei(landen E r do l u n g 4 i e t r nährend tmirtHlt wurde schriftlich Der- liehen worben ist. Handwerker, bic ohne bie Befugnis hierzu Lehrlinge anleiten, verfallen in eine Strafe bis zu 150 Mk. Der also Lehrlingi' anleiten null, jedoch von ber zuständigen Verwaltungsbehörde bic Befugnis nicht erhalten Hat, muß zu bereu Erlangung bic Meisterprüfung ablegen, womit ihr ein Recht von weittragender Bedeutung verliehen worden ist. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß bic unbefugte Führung des Meistertitels mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. bestraft wird. Tb Bewilligung eines rtmtmcrurlinib# l’C«: ohne .iweiiel rat Cnirrrfic h <- «Rschäns. des Pernrivnls unb fetnrt Mitatvelter neroirntluhte Bekanntmachung des Staatsmintncrrums I gerichtet, welche bic Abänderung ber .Instruktion für di Junl'ikatur der Großherzogi. £bcrred>nunqvfammer de trifft Nachfolgende Bestimmung barm bür t? al:gememes Interesse f in bim „Uebcrfdnettei." so heißt es rrn t; 1>, I „ber einem Schuldner ober Gläubiger ber Kasse zu ver I utenbe ober der von einem ioleben zu erfevenbe Ge amtbetrafl 50 Pi nicht, so ist bt Revisionsb» in.'rkung zu I unterlaßen Bei Forderungen ober Schulbigleitett der gösse, welche mit dem i4e)amtbetrafl von 10v Mk. und mehr seitens eines Schulbuers oder Gläubigers in Recv- nungsemuahme ober -aitsgabe stehen, ist bezüglich ber Ber gütungen ober Ersatzleistungen bis zum Betrage von 1 Mk einschließlich in gleicher Weise zu verfahren." Fehler allerdings bei staubig bestimmten Posten unb solche Fehler, durch welche bic liebere in stimm ung ber stassc unb dem Tagebuch einerseits unb dem Handbuchc unb ber Nech- nung au beredend aufgehoben wrrb, sind nach wie vor gegen ben Rechner ohne Rücksicht auf ben Fehlerbetrag zu bemerken. Tas Vorgehen des hessischen Staa.sministcriums bürste wohl für anbere Behörden vorbildlich werben •* Im Kolosseum trat gestern bie Traumtänzerin Trilbt) auf, deren eigenartige Darbietungen! in einem uns vorliegenden Bericht uoer eine Vorstellung vvr geladenem Publilum in Stoßburg folgendermaßen gc- ichilbert werden: „Nachdem Trilbt) in ber üblichen Weife zunächst durch .Hypnose in einen schlafahnlichen Zustand versetzt worben war, durch ben es ber vollständigen Anaesthesie verfiel, ergab eine Untersuchung durchs verschiedene ber anwesenben Aerzte, baß sie weder auf Schlag noch Stich reagiere, unb selbst beim Reizen ber empfind liebsten Teile keinerlei Reflexbewegungen aussührtc. Bei ben ersten Akkorden durchzog es sie wie ein Schauern, sie bewegte bic Lippen, um im nächsten Augenblicke zunächst eine Arie unb nach einiger Ruhe auch ein französisches Lieb zu singen. Eine zweite Untersuchung burch bic Aerzte hatte dasselbe Ergebnis, worauf Herr Elaukelli sein Medium wieder in natürlichen Zustand versetzte Das Mädchen zeigte sich beim Erwachen zunächst höchst erschöpft, erholte sich jebod) rasch wieder unb reagierte auf bic geringste Be rührung irgendeines Körperte-les. Trilbt) dürfte für den Psychologen unb Psychiater maudjed Interessante unb Rätjcl- iwilc bieten." Heute jinbet ein nochmaliges Gastspiel der Schlaftänzerin statt, worauf wir Hinweisen. •• DaS K »ne in atographen» Theater bringt nächste fauhmimriid n Leden» Mel br.nqniöer als früher geiparin-n Beide übergeben. Es handelt sich um ein seb stnochen waren schon ganz im Verfall handelt sich um früheres Okirten- wlltrn #u enter .inberrn Xii^iifuna und tr djmn r.qmi'rei Znievesie den AngeireUrrn einen Urtejrt> ijrmabmL •• Sotba ; und Turnei Die Musterung j»t neniber. unb vielen MililärpiliaUigen rouil' tm ixvbn her Eintritt tr.4 Satti. Manck^i iura- Mann Hebt bieiem jeiiPnnft mit Bungen ivenn ei an den anürenqrnNfn Turm denkt, den ibm da '<»1(451 en leben bnngi. Tu Aabre. seu er tnc Tdmlf dct- laiiai hai. nnd »eritnd*zi:. ebne daß et *- fähigen Soldaten Heran^ubilden Ilm nne vieles leichter " es Mgcqen erneu cumen>(h vorgebildeten Men'(den in den Milu n bicim emunübrrn. Einen großen Teil der Hebungen kennt n ix-rti:». uns n-as ibm noch fehlt, eignet er sich leicht an T< Bort eile, die ba- Turnen knetet. Irnnnb n bter wobt zur Gel tun.. Die rasche Aufiaüungsgabe. die Gewöhnung an .lucht unb^Crb mmg. her geschmeidig Körper, die fräftigat MusTeln. die ruber- beit und C*Tvonhtbnt mt Auftreten u a m Ein leichterer Trenn, der biher auch stets gerne getan wird, ist die Äolge. Mächten das an Militärpflichtigen noch rechtzeitig bedenken Ein halbes Jahr haben sie noch Zett, st» daß noch manche* Versäumte nach- geholt werden kann Tie Turnvereine sind gerne bereit, fit ai ihre Reihen oufnintbmni und für den iSebrt' - n’t ronubertitrn. Dietenrgcn runner. Leute aber, bie noch längere Zeit vvr sich hoben, sollten erst recht nicht säumen. Je früher fk mit dem Tunten beginnen, desto größer die Vorteile Sie erweisen sich damit selbst und beim Militär ihren Vorgesetzten einen großen Ttenst ’• .Hausbriefkasten. Erfreulicherweise wird von der Cinrichkung, Hausbriefkasten innerhalb der Gebäude an ben Vob- rrungotüren usw anzubringen. letzt schon in großem Umfangt Gebrauch gemacht und dadurch eine erhebliche Entlastung der Briefträger und Beschleunigung des Briefbestettdienste» her bei geführt Aoch größeren Vorteil bietet abci die anderwäns schon rage» bürgerte Einrichtung, die vauSbrteikästen tm Erdgeschotz tür alle Stockwerke ober gar an der Außenseite der fräirfer ober am Gitter ber Vorgärten anuibringen. Im allgemeinen Interesse würde es iu begrüßen km, wenn man auch bei uns sich ju solcher weitergehenden Maßregel entschließen wollte. = Großen-Ltnden, 16. Tlai. Morgen findet hier eine richtige JubiläumS-Hochzcit statt. Tie Eltern des Bräutigams Rudolf Jischer, ^Bauunternehmer Hch. Jifcher IV. i nd Ehefrau Katharina, geb. Viehmann, heirateten vor 125 Jahren am 17. Mai, unb der Zufall will eS. daß btt beiden Zeugen, die damals bie Eltern jum Altar geleiteten, der Maurer Konr. Diehl und ber Spengler Vubro. Magnus IV., nunmehr auch bem Sohne benfelben Dunst eriocifen. Allertshausen, 14. Mai. Der hiesige Kneger- I oerei n friert am Nachmittag be« \)unmclrahrtt.iqefl bas seiner Jahnenweihe. == Bad-Nauheim, 14. Ma,. Bi» gestern finb 4 138 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 3019 anroefenb waren. Bäber würben biS jue 13. Mas 31 280 abgegeben. 0 Laubach, 11. Mat. Das Gymnafium Inder I dämmt unternahm heute einen tage iausflug. flfr re uh die oberen Klassen shrl ■ lenkteWMd I bic Balin benutz nach Holm» und dem mittleren Lahntalc zu.kommen b Schüler ber mittleren und unteren Hiofieu in ht-r A.ihc und besuchten Sck)loß Arnsburg ober Schotten Q Laubach, 15. Ma, Vom (4roBb. '«imiiirnum ist brr | zur Erbauung einer Turnhalle m U l. löolibau für 20000 Mk verworfen worden Ablehnung technische Grund. beiten Submission eing.reichten L‘t -t Gültigkeit: die Einreichung eines n ueu Anssübrung verzögern. parlamentariicbc» au» Heiden. Der Gesetzgebungsausschuß der zweiten Sammer hielt am Freitag Beratung mü ber Regierung n bie _ I Spitze gezogen, so baß er suh jrct IN ber Luft al- kühner Xluit- ,i, Etüden zerhackt war. Der Fund nn^dc der Loli,si ^fcr nra,cntierte. Großes 2Lu-iehen erregte begreifluhcrweu r alles Skelett, bic begriffen. Ate es B. Darmstadt, 14. Ma,. In der UnteisuchungS- an die stelle es handelt lief) um sruheres ^nrfen gegen ben verhafteten Buchhalter Boning aus gelanbe — gekommen ist, ivirb wohl ein Rätsel bleiben c ffenba(f) hat bcl ^r Staat-anwallschaft fine per- ** Begnadiguny. Durch einen Gnadenatt S. K H heiratete ,*Vrau ans Frankfurt gemeldet, zu der Böning des Groß Herzogs in oem ehemaligen Prokuristen des Beziehungen unterhielt, und lieferte ben ihr mittels eines Büdinger rofratd Rothschild, dem Buchhalter Acker, Brieses von B übersandten Geldbetrag von 1000 der 5 Monate betragende Rest der ihm zur Zeit zuerkannten a r l al). Ter Brief trägt den Poststempel Schif'-^o': ngnisstrafe erlassen worden. Die durch die 5ia.it-? IBremen-Newnork und das Latum oom 10 Mai Ta Bä- anwaltschast befürwortete Begnadigung d,-s Manne- inirn vinq dieser bei der Bevölkerung der Provinz allgemeine Befriedigung scheut es, daß durch eine von ihm beauftragte ontt< Ecrfor Hervorrufen So sehr man auch die unredliche .hanblungs- seinerzeit ut Rewnork oder fonftimc den Brief anfgai Je. weise des Büdinger Bankiers verurteilt hat, so sehr hat Lern Pries wurde sie von Böning ersucht ihr das Geld man dessen Angestellten seinerzeit bebauert, der sich l'traf J etnftmcilen aus zu heben. Er wollte sich also für später einen bar gemacht hat, »veil er bas verwerfliche Treiben seines Rückhalt fiebern Tas ist natürlich ^tnmehr vereitelt, do liliefe mit verdecken half, tvohl um seine Stelle nicht zu ^e (^rau pflichtgemäß bic Ablieferung an die Behörde rar- verlieren. Ergab doch bic Verhandlung, daß dies allein nahm und dadurch die Eventualität eines Strasverfahrens als Motiv der Ackerschen Tat angenommen werden konnte, vermied Tic Summe ist beschlagnahmt und tuirb, da sie « Sonderfahrt an bie Wasserkante. Ter Flot-wohl aus den veruntreuten Betragen ^rrnhrl.jcdenfaÜ- t c n v e r c i n des Großberioatums Hessen veranstaltet vom 10 bis l später der Stabt Cffmbnch zu rückgegeben werden 17. Juni seine .weite G e s e N i ch a f i » i a b r t an ber üd) __ Launtzdach, 14. Mat. Tie Zigarrenfabrll auch Richtmstglieder nebst deren Tarnen beteiligen können. Tie A.k, aii k.,r h.itA Üoui an du 5ubrt seit Sonbtnug »°n Sranhurt a. üb« tiictkn iuaP» J1™11 l85bL-,*l®e9,‘ l,l‘c ,”1 $ ° vamburi Tie inlgenben Tage bringen nun unter kundiger Jüh-I,5'rma Rinn L (Sloot m Heuchelheim iibergegangen uw rung eine Tampierruntfahrt, Be ichtigung dr größten Sebcn>wür I von ihr bereits am 10. b. M. übernommen worden. i - ■ — £tr *»vhh'n. daß die setbstänbraen Vnuüeiue, die bisher mm der Gewährung eures Sommerurlauvs tudxe imfieu und Bainl'ahrt nach Airl. Besichtigung brr Stadt und der fatier« I eichener LtraktBMmer. lichen 29eri, srahrt dirrch ben Lr.egshasen, ’taifcr Sildelm-Kanal 6 . * i ui in. Entgehende Besichtigung eine- tkriegsschiffes. . . B 1 •’ Tic Gewährung von Sommerurlaub Man ®l”c p - «1*« kW e. » > M ■"" » hin Eriuben b r uuritt. tx-n Inge,teilten euien ^rmmerurLuiD Vunbt» tu gelangen Er netttc * um bic n -ü«®*' [k 1 C»mal»garten und stellte sich dem .« ingtit gegenüber io, als ic.u er den >?und in Emvamg nehmen, trorouf er :bm auch übrrlaiK» mürbe. Erst als der fcranb txm Ärofborf reklamiert wurde, ernidr der Beamte, daß der vund nicht an die richtige Adrcii ad«Nf war Jnni'i'chen batte sich der vunb auch losgeniien und i*r w fernem hübemt xxrrn lurüdgefebtt E wurde wegen BeNiws unter Anklagc gestellt. er beitritt |e*itidx unredliche AbstM. » er den vunb nach Xrorbor' bdb< bringen wollen, um sich eti Trinkgeld »n verdienen und er nur rrrgen der vielen Arbeit nicht ba;u gekommen sei Tas Verdalten des Angellagten, der ivegen Betrugs wiederholt bestraft ist, liefe daraus schlienen, datz er den vunb rar sich bat verwerten wollen, weshalb er nein Monaten i^eföngn's, abistglich 3 Soeben Untersuchnngsbaft, — Dr. Paul Kretschmar. seither aiißerorbetultcher Profefior an ber hiesigen Landesuu verfität, wurde, wie unS ein Telegramm au4 Wien meldet, vom Kaiser von Oesterreich -um orbent'ichen Professor des römischen Rrckttz an der In nSbr ucker Universität emannt riefte der Rindoieh- ic Preise markt. Hier machte sich der Futtermangel geltend. Reichsgerichtsbrief. I. S. Leipzig, Mai. Nachdruck verboten. igw Bis gestern |b n genanntem Ä wurden bis j Sinifierium r|f der (Eteicblc W «em ßk man 'oeinxmmt, Mb. M bu der evsrmWw Wlm "LauMv dürste in Durch Nachahmungen nicht er»<4*bar. In Fl. ä M. 1,76 erMkä*. BAUER & Cie., Serhn SW 48. Hiortte. O Grünberg, 13. Mai. Unser heutiger „W n l p c n - inark t" wurde von besserem Weller begünstigt, als die trüben Morgenstunden verhießen. Der Schwcinemartt war sehr stark bc-* fahren. Trotz den sehr hohen Preisen war lebhafte Nachfrage vorhanden, und der Handel hatte Fluß. Bezahlt wurde für das Paar Ferkel erster Güte 70—80 Mk., zweiter 60—70 Mk, dritter 50 bis 40 Mk. Wenn das Schweinefutter „Grünes" bedürfte, fo wären Siebener Wetterdienst. Boranssichtlichc Witterung für Hegen am Sonntag dem 16. Mai: Wolkig, trocken. Nachts noch kühl, am Tage wärmer. Schwache veränderliche Winde. I st d i e Verletzung b e i in O e s s n e n einer E i s e n b a h n - tupeetür als schadensersatzpslichtigcr Betri ebs- unsall aus zu fassen? Diese Frage entscheidet das Reichsgericht in bviahenbcm Sinne, veranlaßt durch den nachstehend wiedergegebenen Rechtsstreit. Ter Kaufmann F. ans Berlin wollte am 5. August 1906 mit dem fahrplanmäßig 1 Uhr 11 Minuten nachmittags von der Station Strehlen abgehenden Zuge nach Breslau fahren. Als er den Versuch machte, die Tür eines Abteils, zu öffnen, erlitt er einen Bruch des linken Schlüsselbeins. Infolge dieses Unfalles klagte er gegen den Preußisck)en Eiscnbahnfiskus aus Grund des Reichshastpflichtgesetzes. Seine Ansprüche wurden vom Landgericht und vom Ober- landesgericht Breslau dem Grunde nach als berechtigt anerkannt. „ . „, Auch das Reichsgericht erklärt die Amprüche des .Wäger5 als gerechtfertigt und 'führt dazu begründend an, daß der Unsall, der den Kläger betroffen hat, in innerem Zusammenhänge mit der Gefährlichkeit stehe, die dem Bahnbetriebe eigentümlich ist. Die Verschlüsse der Wagentüren seien so eingerichtet, daß die zur Festhaltung der Türen bestimmten Riegel und die nut ihnen in Verbindung stehenden, zu ihrer Bewegung dienenden Hebelvorrichtungen, die Klinken, sich nicht leicht bewegen ließen; es müsse dies auch der Fall sein, um der Gefahr vorzu^ugen, die sich ergeben würde, wenn die Riegel sich infolge der Erschütterungen, welche die Wagen bei der Fahrt erleiden, von selbst bewegen würden. Es sei deshalb erfahrungsgemäß wenigstens für Personen, die bartn keine besondere Hebung haben, eine nicht unerhebliche Kraftmlstrengung nötig, um die Klinken einer Wagentür in die zu deren Leffnung erforderliche' Stellung zu bringen. Daß der ursächliche Zusammenhang, der hiernaco zwischen dem Bahnbetrieb und dem Unfall des Klägers bestehe, nicht schon dadurch ausgeschlossen werde, daß das Schlüsselbein des Klägers infolge einer Krankheit ungewöhnlich brüchig war, sei von der Vormstanz zutreffend angenommen worden, sie habe auch in einwandfreier Weise auf die Folgen hingewiesen, die allein sich daraus zu Gunsten des Beklagten bei der Feststellung des dem Kläger zuzubilligenden Schadensersatzes ergeben könnten. Eingesandt. Für Form und Inhalt aller imtcr dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) S t r a B e n u n f u g. • Die bevorstehende Pflasterung eines Teiles der S t e i n st r a ß e macht sich auf höchst unangenehme Weise bemerkbar. Die zur Befestigung der Bürgersteige bestimmten Bordsteine sind nämlich schon seit längerer Zeit m der Weierflraße, dicht an der Ecke der Steinstraße, gelagert worden und bilden dort em Smelobjelt für die verehrliche Slraßenjugend. Neuerdings sind auf die Steinhaufen auch noch Bretter oder vielmehr Bretterwände gelegt ivorden — zu welchem Zwecke, weiß wohl nur der Eigentümer — und nun gehls stundenlang mit Halloh hinauf und hinunter, so daß den Änwohnern von dem Larin Hören und Sehen vergeht. Das städtische Tiefbauamt wird sicher nicht darum wissen, daß die Weserslraße als Materialienlasser benutzt wird. Wer mag aber dem Unternehmer die Erlaubnis dazu gegeben haben? Und wie lange soll der jetzige schaudervolle Zustand bestehen bleiben ? sicherlich die Preise niedriger gewesen. Das z< Vcrmeicbfcs. * Wildbeobachtung vom Ballon aus. Lieber dieses Thema finden wir in der „Zeitschrift des Allgemeinen Deutschen Jagdschutzvereins" folgende interessante Ausführringen aus der Feder des Direktors des Deutschen Aeroklubs u. Frankenberg und Ludwigsdvrf: „Als vassionierter Wridwonn ist es für mich höchst interessant, das Beirehmen der verichiedeneu Wildarten und Haus ticre vom Freiballvu aus tzü beobachten, nwhrend das Knattern der Molvrc und das Geräusch der Propeller im Luftschiff kaum Gelegenheit dazu bietet. Feldhühner habe ich mir in seltenen Fällen streichen sehen, da sie fich von einem großen Raubvogel bedroht glauben und 'besser hallen, nne in der ersten Zeit der Hühnerjagd. Haushühner laufen wie toll auf den Höfen herum und fliehen jed möglich en Unterschlupf auf. Wildenten bleiben meist ruhig auf den Gewässern liegen, zahnie Enten und Gänse besprechen in bekannter lauter Manier den unheimlichen Störensried. Tie Tauben flattern meist aufgeregt um den Schlag herum. Ein Füchslein war auf einer Waldblöße in tiefe Betrachtungen über das Wann und Wie des nächsten Hasenbratens wohl tret fünfen und so erschrocken, als ich ihn anrief, daß er nach allen Seiten hin und her schnürte, ohne den Weg in den rettenden Hochwald zu finden. Mau sieht, selbst solckw Schlaumeier können mal bei unvorhergesehenen Fällen den >wpf verlieren. Gelegentlich einer niedrigen Fahrt über die stimmungsvolle Schorfheide sahen wir an 150 Stück Rotwild in starken Rudeln stehen, die uns aber weiter keine Beachtung schenkten und erst auf mehrfaches Rufen hin zu Holze zogen. Bei 180 Meter Höhe konnten wir mehrere Kapitale ansprechen. In der Lüneburger Heide begleiteten Herrn v. Krvgh und mich längere Zeit zwei Störche, elegante Kreise neben und über dem Ballon ziehend, wolft um uns vor Augen zu führen, was wir doch nur für Stümperei treiben gegenüber ihrer vollendeten Flugkunst. Bei einer Ncachtfahrt im August mit Mondschein über die hasenreichen Felder der Provinz Sachsen klang es uns zu, in geringer Höhe fahrend, wie ein permanentes Rauschen herauf, so stoben die Herren Lampe in Angst und Schrecken durch Rüben und Kohl auseinander, und in den Waldungen nördlich Celle pflanzte sich das Schrecken des Rehwildes 'wie ein weiter- gegebenes Losungswort in einer Postenlinie fort. Einen geheimnisvollen Zauber bewirkt auch der bald nahe, bald in der Ferne ertönte Ruf unsichtbarer Nachtvögel. Eigen ist die Tatsache, daß es unmöglich ist, die Erdentfernung eines unter dem Ballon fliegenden Vogels annähernd richtig zu bestimmen aus größerer Höhe. Es hat meist den Anschein, als streiche der Vogel ganz dicht über dem Boden hinweg, wahrend er in Wirklichkeit seinen Flug in beträchtlicher Höbe vollführen mag. Ebenso entschwinden bei zunehmender Höhe die Unebenheiten int Gelände dem Auge. Natürlich erkennt man nur solche Erhebungen nicht, die gering sind im Vergleich zu der Flughöhe. Anderseits ist es schon vorgekommen, daß bei Hochfahrten von Berlin aus Alpen, Riesengebirge, Harz, Nord- und Ostsee alle auf einmal erschienen sind, was jedenfalls einen großartigen Anblick gewähren muß. Die günstigste Zeit für ornithologische Beobachtungen zur Untersuchung des Dogelsluges liegt Ende März bis Anfang April, sowie Ende September bis Anfang Oktober, da zu dieser Zeit die meisten Vögel morgens und abeitds in Höhen bis zu 1000 Meter bei klarem Wetter ziehen." * D i c Temperatur der Sonne. Die neuesten Er gebnisse der Untersuchungen über die Temperatur der Sonne werden von dem Professor Dr. Scheiner vom Königlichen Astrophysikalischen Observatorium in- Potsdam in einem zusammen - fassenden Bericht dargelegt. Die Temveratnrbestimmung der Sonne gehört, wie in dem in der „Naturwissenschaftlichen Wochenschrift" enthaltene-tt Bericht ausgeführt wird, zu den schwierigsten Problemen der Astrophysik. Noch vor zwanzig Jahren schwankten die erhaltenen Ergebnisse .zwischen 2000 und 10 Millionen Grad. Heutzutage ist eine befriedigende Lösung durch die von den Physikern auf dem Gebiete der Strahlungslehre theoretisch wie praktisch erzielten Fortschritte angebahnt worden. Zur Messung der Intensität her Sonnenstrahlung bedient man sich fren(Siebener Arten von. Instrumenten, Phrheliometer genannt. Da in unseren Gegenden für die Aufftellungskurve und die Ermittlung des. Wertes für die Zeiütstrahlung überaus störende Faktoren vorhanden sind, so verlegte Professor Scheiner seine Untersuchungen von Potsdam nach einem Ort, her eine reinere Luft und konstantere meteorologische Verhältnisse besitzt. Er wählte die Spitze des Gorner Grats, wo er in 3136 Meter .Höhe zahlreiche Messungen vornahm. Es ergab sich als vorläufiges Endziel die efsektive Temperatur der Sonne zu 6200 Grad. Abgeschlossen wäre aber die Untersuchung erst durch die Ermittlung der wahren Temperatur der lichtaussendenden Schicht der Sonne, der Photosphäre, deren Temperatur höher sein muß, da ein Strahlungsoerlust bereits in der Somienatinosphäre ftattfinfcct, wie schon aus der geringeren Helligkeit des Sonnen randes sich ergibt. Gerade aus dem Helligkeitsunterscksied zwischen Mitte und Rand der Sonnenscheibe läßt sich der Strahlungsverlust ermitteln und damit auch die Temperatur der Photosphäre, für die 'man den Betrag von 7060 Grad erhält. Ten Fortschritten der modernen Physik haben wir es zu verdanken, daß wir von der Unsicherheit, die sich zwischen 2000 Grad und 10 Millionen Grad bewegte, zu diesem erstaunlich sicheren Wert gelangt sind. Es ist aber dem Professor Scheiner im Verein mit Wilsing gelungen, auch die Temperatur der um diele Lichtjahre von uns entfernten helleren Fixsterne zu ermitteln, und da ergab sich für die gelblichen Sterne, bereit Spektrum mit dem der Sonne identisch ist, auch sehr nahe derselbe Temperaturwert. Bei den rotenjslernen liegt die Temperatur beträchtlich tiefer, bei den weißen Sternen erhebt sie sich bis zu 11000 Grad. Kleine Tageschronik. Bei den Schießübungen der Artillerie in Wilhelmshaven wurde Matrofenartillerist Stuhr durch zu frühzeitiges Losgehen eines Geschosses getötet und ein zweiter, ein Einjähriger namens Achelis, schwer verwundet. Vier andere Matrosen wurden leicht verletzt. Die Ermordung der beiden deutschen Forsch- u n g s r e i s e n d e n B r u n h u b e r und Schmitz in China wird nunmehr vom Auswärtigen Amte bestätigt. Diesem ist jetzt darüber eine Meldung zugegangen. Die chinesische Staatsregierung hat eine Straiexpedilion abgesaudt. In Schwarzbrunn spielte der 15jährige Schuhmacherlehrling Markosch mit einem geladenen Revolver und zielte im Scherz auf einen 14 jährigen Kameraden. Die Waffe ging los und der Knabe fiel tot zu Boden. In der Verzweiflung über seinen Streich richtete Markosch die Waffe gegen sich selbst und verletzte sich so schwer, daß er nach wenigen stunden starb. Bei Es neux , südlich von Lüttich, zerschellte ein Automobil an einer Bahnmauer. Vier Personen wurden rötlich, zwei leicht verletzt. Nach einer Meldung aus.Madrid jft dort vor einiger Zeit der aus Deutschland, Oesterreich-Ungarn und Frankreich ausge- wiesene internationale Hochstapler und Schwindler Chevalier- Hoffmann gestorben, der in Madrid unter dem falschen Namen eines Goutier March lebte und ein großes Vermögen hinterlassen hat. *5^0 < .»irb, dü'< lim l"*"-. J Lch """ • n übe««* ”„,n utc, dic hMw icber einmal -- isgeskopsil' imislangc bl- a » Lust als -uNri, egtc begrenz <5crid?tsfa ■ Erdgeschoß für allt I ajer oder am Gill« I Interesse mürbt I uns sich zu solche * Morgen findet hi» t. Die Eltern drt 4 er hch. Fischer IV. n, heirateten jk ' will es, daß die y m Altar geleitetnz *: ludw. Magnus IV, |l erweisen. r hiesige Krieg«, sahrttages das ft: iiasium Fril Ausflug. > veiler lenkten Ä bürg, nach Ar.' mmeii, bliebet i in her W unb FOREÜMIHT Wirksame Desinfektion der Mund- und Rachenhöhle; bestes Abwehrmittel gegen Ansteckungsgefahr Sem berg in E ii’.ien, bie zu legt in Frankfurt a. M. wohnhaft ivar, sah, wie ein Cicihäni;cr feinen gefüllten Geldfack in die Rocktasche steckte. Sie stellte sich, als luollc sie Eier kaufen und wahrend der Händler in gebückter Stellung die Eier aus einem Korb nehmen wollte, nahm sie ihm den Beutel aus der Tasche. Der Händler merfte, daß es in seiner Tasche leicht wurde, saßte die slüchteirde Angeklagte, die ihm den Beutel wieder zuwars, und veranlaßte ihre Festnahme. Bei ihrer Einlieferung in das Arrest- haus und bei ihrer ersten Vernehmung nannte sie sich Feige Rosenbauni aus Lod;, wodurch falsche Einträge in die Register bewirkt wurden, weshalb die Anklage auch aut intellektuelle Urkundenfälschung ausgedehnt wurde. Für den Diebstahl wurde 1 Jahr Zuchthaus in Ansatz gebracht, während daS andere Vergehen mit 3 Monaten Gefängnis geahndet werden sollte, die in zwei Monate Znchthaus umgewandelt, mit 1 Monat in Anrechnung kamen und durch die Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurde. In Anbetracht der Gememgefährlichkeit hielt es das (bricht fi'ir angezeigt, die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht aus zu sprechen. Nötigung und Urkundenfälschung. Der Bürgermeister H. H. IV. von Helpershain war wegen "lohgung unter Mißbrauch bei Amtsgewalt und wegen Urkunden Mischung unter Anklage gestellt. Eine Witwe hatte beim Amts geridjt den Antrag auf freiwillige Güterversteigerung gestellt und her Angeklagte war mit der Beurkundung der Versteigerung beauftragt worden. Die Eigentümerin hatte beftimmt, daß die Zah luitg des Crlöfes an die Spar- und Darlehnskasse zu erfolgen habe. Nach den Angaben der Frau hat der Angeklagte, der Äk- ^iouür der Spar - und Leihkaffe ist, sie zu bestimmen versucht, die -Lteigschlllrnge der zuletztgenannten Kasse abzutreten, indem er an^ab, er werde in diesem Falle nur die Ortsgerichtsgebühren berechnen, während bei der Zedierung an die Spar- und Darlehnskasse, die viel höhere -)ü>tariatsgebühren berechnen würden. Die Frau unter schrieb eine Zessionsurkunde an die Spar- und Leihkasse in der Annahme, der Beistand ihrer Kinder fei damit einverstanden, während letzterer die Urkunde unterschrieb, weil er «unahm, die Frau habe sich freiwillig zur Zedierung an die Sparund Leih lasse entschlossen. Dic Unterschriften beglaubigte der Angeklagte und zwar die des Beistandes als vor ihm vottzogen, während die Unterschrift in Abwesenheit des Angeklagten erfolgt ist. Das letzte'-e gab her Angeklagte zu; er will aber fest davon überzeugt gewesen sein, daß der Mann die Unterschrift geleistet hat, da er ihn sowohl habe kommen, als auch habe fortgehen sehen, als die Unterschrift vollzogen worden ist. Im übrigen bestritt er, die Frau genötigt zu haben. Es konnte in dieser Beziehung auch Finne Verurteilung erfolgen, da es nicht ausgeschlossen war, daß hie Frau die Angaben des Angeklagten mißverstanden hat. Wenn auch die Aeußerung gefallen wäre, so könnte von einer Nötigung durch Mißbrauch der Amtsgewalt nicht die Rede sein, da von ihm ferne Zwangsmaßnahmen angedroht worden sind. Wegen der Urkundenfälschung mußte Verurteilung eintreten, da er nach seinen eigenen Angaben bei der Vollziehung der Unterschrift durch den Beistand nicht zugegen war, aber dennoch beglaubigte, daß sie vor ihm vollzogen worden ist. Für diesen Fall war hie Minimalstrafe von 1 Monat Gefängnis angezeigt; der Angeklagte soll der „bedingten Begnadigung" empfohlen werden. Jagdvergehen. Tas Schöffengericht hatte den Maurer G. Sch. von Leisenwald wegen Jagdvergehens zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er in der Gemarkung Rinderbüge n in verdächtiger Weise bettoffen worden ist. Forstleute hatten den Angeklagten im Walde aus einer Richtung kommen sehen, wo kurz zuvor ein Schuß gefallen war, der nur von ein eilt Wilderer herrühren konnte. Ta der Angeklagte fchon mehrfach wegen Wilderei und auch schon wegen Widersetzung gegen Forstbeamte bestraft worden ist tmd am genannten Tag eine Gesichtsmaske trug, war seine Anwesenheit im Walde auf Wildern zurückzuführeil. Ter Angeklagte verfolgte Berufung und bestritt jegliche Absicht, zu wildern; er will mit fernem Jlmgen einen Spaziergang gemacht und dabei etwas verloren haben, das er suchte. Die Gesichtsmaske will er einmal wegen einem Ausschlag und ein anderes Mal wegen der Fliegen getragen haben. Für das Gericht bestand kein Zweifel, daß der Angeklagte entweder den Schuß selbst abgegeben hat, oder daß er einen Begleiter bei sich gehabt hat, der ihn abgegeben hat. Zum mindesten mußte angenommen werden, daß er sich zum Aneignen von Wild in den Wald begeben hat und da jede diesbezügliche Tätigkeit zur Ver- urtcilung wegen Jagdvergehens genügt, mußte das Urteil seine Bestätigung siuden. der UnteilW* ter Köniiig & t .u der W miö mitE ,traq vou.^ ststeinpel.SchA 10. SM M verhaltet nM NKq Originai-DrahtnieLöunsen. Darmstadt, 15. Mai. .Heute mittag sand in Gegenwart des Großherzogs und der Großherzogin die feierliche Uebergabe der Zimmer des HochHeitsturmes der Ausstellung statt. Köln, 15. Mai. In einem Berliner Telegramm der „Köln. Ztg." wird von einer Seite, die die Ansichten Bülows zu kennen vorgibt, erklärt, daß allem, was in der Finanzkommission vorgefallen sei, ein maßgebender Einfluß nicht zukomme. Das Plenum des Reichstages allein habe zu erwägen, was geschahen solle. Biilow bemühe sich keineswegs, eine neue Mehrheit zu bilden, und habe auch uicht die Absicht, die Reichssinanzreform mit einer klerikal- konservativen Mehrheit zustande zu bringen. W i e n , 15. Mai. Das deut s ch e K a i s e r p a a r tritt seine Weiterreise heute vormittag 10 Uhr an. Kaiser Franz Josef wird das Kaiserpaar jedoch nicht nach dem Bahnhhf begleiten. Budapest, 15. Mai. Die im Böhmerwalde belegcne Sommerfrische R a d s ch i n ist völlig niedergebrannt. Nur das Schulhaus blieb von den Flammen verschont. Brüssel, 15. Mai. Der in allen Kunstkreisen unliebsames Aufsehen erregende Verkauf der wertvollen alten Meisterwerke aus dem Besitz K ö u i g Leopold s wird von offiziösen Blättern mit der Motivierung bestätigt, der König beabsichtige, schon bei Lebzeiten seinen gesamten Besitz zu. liquidieren, um zu verhindern, daß nach feinem Tode die Gläubiger der Prinzessin Luise ihr Erbteil beschlagnahmen. Paris, 15. Mai. Die Postbeamten und die verschiedenen Arbeiter-Organisationen haben gestern süns Ber- iammlungen abgehatten. In der von 700 Postunterbeamten besuchten Versammlnng wurde eine Tagesordnung angenommen, welche die Briefträger wegen ihrer Nichtbelet» ligung an dem Ausstand der Verachtung des Publikums preisgibt, weil die Briefträger durch ihre Haltung das Publikum glauben machen könnten, der Postdienst sei gesichert. Tie Versammlung sprach ihren Entschluß aus, den Ausstand bis zur Erreichung des gestellten Zieles fortzusetzen. Auch die Beamten der 5^>auptstadt hatten sich zu einer geheimen Sitzung zusammeugesunden. Man gibt bei beit Streikenden noch incht die Hoffnung auf, die Beamten der Telegraphen-Zentrale zum Anschluß an den Ausstand zu bewegen. Tie Eisenbahnbeamten haben gleichfalls in geheimer Sitzung beschlossen, alte Beteiligten von Paris und Umgebung' für Montag zu einer geheimen Sitzung einzu- berufen. Gasarbeiter und Verkehrsbeamte werden über die Frage des Streiks nächster Tage ein Referendum veranstalten. Die Angestellten im Baugewerbe sollen zum sofortigen Anschluß an den Ausstand entschlossen sein. Da aber diese Kategorie in den letzten Monaten bei ähnlichen Bewegungen bereits Mißerfolge ,;u verzeichnen hat, ist es fraglich, ob man noch einen dritten Verfuch machen wird. Belgrad, 15. Mai. Im südslawischen Klub fand vor wenigen Tagen eine Versammlung terroristischer Nationalisten statt, unter denen sich auch drei Offiziere befanden. Tas Konventikel konstituierte sich als Fehmgericht über die Verräter an der serbischen Sache. Es fällte das Todesurteil über eine Reihe politischer Persönlichkeiten, die an dem nationalen Verrat von Agram und Cettinje beteiligt sein sollen. Unter Anderen wurde Fürst Nikolaus von Montenegro zum Tode verurteilt. Erwirb beschulbigt, durch Mitteilungen die Aufmerksamkeit der österreichisch-ungarischen Regierung auf die Absichten der groß-serbischen Organisation gelenkt zu haben. Auch über zwei Beantte in Agram wurde das Todesurteil in Agram gesprochen. Konstantinopel, 15. Mai. Entgegen offiziösen Meldungen, daß in den asiatischen W i l a j e t s überall die Ruhe wiederhergestellt sei, veröffentlichen hiesioe Blätter Tepefchen, baß in Erzerum bie Lage wreber sehr ernst sei. Tie borkige Garnison verweigert beit Gehorsam. Die Haltung der Bevölkerung ist eine brohende. Saloniki, 15. Mai. Die Lage in Ipek verschlechtert sich. Jnfolgebessen mußten von Milrowitza starke Truppenabteilungen borthin entsandt werden. eßen, U' ■ $£lM L. fr- c-tlck • iblauM, ^0jbort5 laq n^ dev Ä 3d)ull>1”9L gwP um ® & n! 'di- -:' ch l e s i s ch e n Eisen-Aktiengesellschaft in Friedenshütte wurde die Dividende auf IV2 Prozent festgesetzt, lieber die Geschäftslage wurde berichtet, daß für die Oberschlesischeit Werke schon seit längerer Zeit nicht genügende Aufträge eingehcn und daß die Verkaufspreise der Fabrikate schon seit längerer Zeit Die Selbstkosten nicht erreichen. Um die schwierige Lage der ober- schlesischen Eisenindustrie zu erleichtern, müßten die Kohlenpreise wesentlich herabgesetzt und auch die Eisenbahiitarife van Stettin nach Lberschlesien ermäßigt werden. Die polnischen Werke er» zielten infolge der Stabeisenvereinigung etwas höhere Preise. — sriei 2 Zimmer (Mrbrüber Baer. 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